Herzlich willkommen zur OMKB live. Wir kommen direkt zu unserem nächsten Vortrag. Es geht heute Schlag auf Schlag, wie das ist bei der digitalen Marketingkonferenz und ich freue mich total darüber, dass wir Matthias Henze von Jimdo heute auch bei uns im Speaker Lineup begrüßen dürfen. Matthias ist CEO und einer der Gründer von Jimdo. Jimdo kennt eigentlich fast jeder, entsprechend der Baukasten, mit dem es Spaß macht, großartige Webseiten zu erstellen. Ich glaube, mittlerweile wurden über 20 Millionen unterschiedliche Webseiten mit Jimdo erstellt. Ganz unterschiedliche Unternehmer, Musiker, Fotografen, Selbstständige sind Jimdo Kunden. Und Matthias, du hast uns heute inspirierende Unternehmerge schichten von Selbstständigen mitgebracht, wie sie insbesondere auch in den letzten Wochen und Monaten mit der Krise umgegangen sind. Und da bin ich natürlich ganz gespannt zu erfahren, was du uns da heute für Cases mitbringst, denn kaum einer hat natürlich einen Zugriff auf so viele spannende Unternehmerinnen und Unternehmer wie ihr bei Jimdo. Ganz, ganz herzlich willkommen, lieber Matthias. Ich hoffe, du kannst uns hören und sehen. Das kann ich. Und herzlichen Dank, dass ich heute hier sein darf. Ich freue mich sehr, euch darüber ein bisschen zu berichten und ein Update zu geben, wer Jimdo ist. Damit würde ich gerne starten. Dann warum wir das auch alles machen, was wir machen und dann eben zu den Geschichten zu kommen, dann vielleicht auch ein bisschen noch mal darüber zu sprechen, wie wir gerade eigentlich Marketing für uns verstehen beziehungsweise wie vielleicht auch die letzten Monate unser Denken hier einfach beeinflusst haben. Jawohl, da freuen wir uns sehr darauf. Matthias, proud to have you und ich wünsche dir ganz viel Spaß bei deinem Vortrag und freue mich gleich wie immer auf ganz viele Fragen aus unserer Audience. Los geht's. Vielen Dank. Ja, und über die vielen Fragen würde ich mich auch freuen. Ich verstehe das echt als Konversation oder Diskussion. Das sind dann meistens immer die, ja ich glaube, das, wo man am meisten mitnimmt. Und noch mal vielen Dank, dass ich heute hier sein darf. Für wer mich nicht kennt, ich bin Matthias, alle nennen mich Matze, bin einer der Gründer von Jimdu. Ich mache das jetzt seit fast, wenn man alles zusammenzählt, ungefähr 16 Jahren und es macht mir genauso viel Spaß wie am allerersten Tag. Und ich freue mich heute, euch ein bisschen was darüber erzählen zu dürfen. Kurz vorab noch: Ich tendiere immer, ein bisschen ernst zu gucken. Seht es mir nach. Ich meine das nicht so, aber vor allen Dingen, wenn es mir ein Thema geht, was für mich eine echte Herzensangelegenheit ist, dann passiert mir das häufig. Also nicht, dass ihr denkt, das ist immer so. Gut, ich möchte euch gerne einmal noch mal ein kurzes Update geben, wo Jimdu eigentlich heute steht. Wahrscheinlich habt ihr irgendwann mal von uns gehört als der Webseitenbaukasten, was wir auch sind und auch lange Zeit waren. Wir haben nur vor circa drei Jahren sind wir durch eine Transformation mit dem Unternehmen gegangen und da haben wir uns noch mal hingesetzt, auch für uns zu definieren, wer sind wir eigentlich, wer wollen wir sein und haben uns darauf fokussiert, wirklich für die Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen, also die Inhaber von diesen Unternehmen, einfach wirklich da zu sein. Und da möchte ich gleich ein bisschen darüber sprechen, warum wir das gemacht haben und wie gesagt, was die Leute in der Krise jetzt auch durchmachen und die heroisch sie zum Teil einfach einfach vorgehen und wie das unser Denken beeinflusst. Und als wir durch diese Transformation durchgegangen sind, haben wir uns halt auch überlegt: „Wo gehen wir eigentlich produktseitig hin? Und haben uns dazu entschieden, quasi fast das Gleiche noch mal zu machen und halt zu überlegen: „Okay, wie würde eigentlich ein Webseiten-Baukasten heute aussehen, wenn wir den bauen? Ja, das war Anfang 2017, wenn wir wirklich diese Gruppe der Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen im Fokus haben. Und dabei herausgekommen sind zwei neue Produkte, sind damals zwei neue Produkte, heute sind es noch ein paar mehr, wo wir versuchen, das Bauen der Webseite noch mal radikal zu vereinfachen, weil wir über die Zeit festgestellt haben, unsere Produkte sind einfach. Aber eine der Kernherausforderungen für unsere Kunden ist eigentlich, eine Webseite, also den Content zu erstellen für die Webseite. Wie soll die eigentlich aussehen? Wo muss eigentlich was hin? Wie funktioniert das dann eigentlich mit Suchmaschinenoptimierung und so weiter und so fort? Und da haben wir ein neues Produkt gebaut, das nennen wir Dolphin, was in die Kategorie der AI-Website-Bilder fällt, de facto aber eigentlich nur Smart Use of Data ist. Und wir machen es radikal schneller, zu einer gut aussehenden Webseite zu kommen. Also eine gute, eine gut aussehende Webseite kann man in unterhalb einer Stunde bauen und unsere Kunden, die einen Shop bauen, brauchen ungefähr vier, fünf Stunden, wirklich verkaufsfertig zu sein. Also das heißt mit Anbindung von Bezahlemethoden. Und unsere Philosophie ist eben, dass wir unseren Kunden so viel wie möglich abnehmen wollen. Und da komme ich aber gleich noch mal dazu. Noch mal kurz ein bisschen zum Unternehmen. Wir sind ungefähr 230 Leute, sind gut profitabel und wachsen auch gut und sind auch immer ständig auf der Suche nach guten Leuten, die uns mit unterstützen wollen bei unserer Mission. So, und was ist eigentlich der Kern von Jimdo? Der Kern von Jimdo ist wirklich die Liebe für die Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen. Und für uns sind diese Personen sind wirkliche Helden. Die haben halt irgendwann mal die rationale Entscheidung getroffen, ein Unternehmen zu gründen und versorgen uns als Gesellschaft mit einer großen Variation an Produkten und Dienstleistungen. Und das machen sie halt. Im Regelfall auch wirklich mit ganz, ganz viel Herz, mit ganz, ganz viel Verantwortungsbewusstsein, ähm, um uns, ja, und stellen ihre Kunden nach vorne, stellen ihre Mitarbeiter nach vorne, stellen sich selbst zurück, ähm, um einfach als Unternehmer ihrer Idee, ihrer Passion, ähm, halt nachzugehen. Und wir reden ganz, ganz viel mit diesen Kunden und das Energielevel, wenn wir mit diesen, mit den Leuten zusammen reden, ist halt echt krass, weil wir halt einfach merken, dass wir ein ganz, ganz ähnlich desoliertes Konstrukt haben. Wir verst-- wir stehen halt für ganz viele, ähm, gleiche Sachen. Und ich werde jetzt gleich einfach euch mal ein paar Beispiele nehmen, äh, geben, an denen, an denen das hoff-- hoffentlich klar wird. Als ersten, äh, möchte ich euch gerne Moritz vorstellen. Ähm, Moritz ist glaube ich dreiundzwanzig, ähm, und ist Deutschlands bester Jungbäcker. Ja, ähm, und seine Eltern haben 'ne Bäckerei unten am Bodensee und er sollte, im März sollte er zur Bäcker-WM nach Taiwan reisen, ähm, um Deutschland zu vertreten. Ich meine, wie geil ist das denn, bitte? Ähm, und dann kam natürlich Corona und das, was er dann überlegt hat: „Okay, wie kann ich jetzt meinen Eltern eigentlich bestmöglich helfen?" Und das, was er gemacht hat, ist so: „Okay, wir brauchen derzeit was, womit wir auch online Geld verdienen können und hat temporär einen Onlineshop mit Jimbu gebaut. Wobei, ich glaube, temporär ist er nicht mehr, sondern die haben jetzt, die haben das jetzt für immer oder machen das jetzt erstmal bis auf weiteres weiter, wo er Brötchen, also deren Brötchen und Brote hochgeladen hat und man kann die in den Warenkorb tun, ja, online bezahlen bis zweiundzwanzig Uhr abends und morgens um acht steht die Tüte mit dem Brötchen dann vor der Tür. Fing mega krass und cool, ähm, und inspirierend, wie er, äh, wie er damit umgeht. Ähm, und, ja, äh, wo ich denke: „Ja, krass, wie cool. Warum macht das eigentlich noch keiner in Hamburg? Ich hätte das gerne auch für, für uns zu Hause hier." Genau, für den war es halt einfach der, der neue Vertriebskanal. So, dann haben wir noch Moritz. Äh, Moritz hat mit seinem Partner Timon zusammen 'ne Online, Cateringfirma gegründet und die waren, die haben das vor fünf Jahren haben sie's gegründet und waren, ähm, super erfolgreich unterwegs. Und ich habe mit Moritz gesprochen und Moritz meinte so: „Ey, Matze, dieses Jahr hätte echt unser Jahr werden sollen, ja. Auftragsbücher, Auftragsbücher waren echt bis oben hin voll. Ihr alle kennt die OMR auch, ja. Sie haben das Catering-Konzept für die OMR gemacht und 'nen Großteil, selber 'nen Großteil beigetragen, also selber gemacht. Dann, dann waren sie bei vielen, ähm, Motorsport-Events waren sie gebucht, bei vielen Feiern waren sie gebucht. Das heißt also, sie waren wirklich voll. Ähm, und dann kam Corona und er meinte zu mir, du kannst dir das gar nicht vorstellen. Es war innerhalb von wenigen Tagen war alles weg. Alles, was wir uns im Prinzip erarbeitet hatten, war klar, das passiert nicht mehr, ähm, und wir mussten uns einfach noch mal wirklich richtig, richtig neu erfinden, ja. Ähm, und das, was sie gemacht hatten, war dann halt auch einfach zu gucken von: „Okay, was haben wir eigentlich?" Ja, und sie haben, ähm, gute Beziehungen zu 'nem, ähm, zu einem Fleisch, also zu, zu einem, zu einem Bauern, ja, der gutes Rind, der gute Rinder hat, ähm, das auch, ähm, biozertifiziert herstellt. Dann hatten sie einen guten oder haben sie einen guten Fleischer in Schleswig-Holstein, der wirklich auch Wert auf Qualität legt. Und, ähm, sie wollten auch sehen, dieses Nose-to-tail-Konzept, wo sie halt das ganze Rind dann verarbeiten. Das wollten sie auch bei der OMR machen und da hatten sie die Beziehung dazu und haben überlegt: „Okay, was können wir damit jetzt eigentlich auch machen? Und haben da, ähm, haben die Idee gehabt, zum, ja, Premium-Beef-Lieferanten eigentlich zu werden. Ähm, und das, was sie gemacht haben, haben einfach überlegt: „Okay, wir können dieses Fleisch halt natürlich auch im Raum Hamburg, wo sie sind, können wir halt auch einfach ausliefern an potenzielle Kunden. Gesagt, getan, haben sich mit Jimdo einen Onlineshop gebaut und, ähm, haben das dann über ihre Social-Media-Kanäle promotet und konnten da auch, konnten damit auch einfach gut verkaufen, ja. Ähm, und das heißt also, die mussten sich wirklich, also von, wir sind eine B2B-Firma, ja, ähm, das heißt, wir sind im Catering-Event hin zu Endkunden und halt auch noch mal zu überlegen: „Wie kann ich jetzt eigentlich auch Marketing machen und die Leute, ähm, online erreichen, dass wir denen das Fleisch liefern können? Weil das war in dem Moment wirklich das Einzige, was für sie ging und ist nach wie vor auch, äh, somit das Einzige, was sie eigentlich auch machen können. Und sie überlegen jetzt halt, whether sie das ganze Sortiment noch ausbauen, ja. Also ich weiß, zu Ostern haben sie dann noch quasi schon Sachen vorgekocht, vorgekochtes Ostermenü an die Leute, ähm, verschickt, das man dann selber, wo man selber noch den Spargel kochen musste. Ja, war super. Hab ich selber ausprobiert, kann ich euch sagen. Ähm, haben sich halt in die Richtung einfach entwickelt und, ähm, eigentlich das komplette Geschäftsmodell, ähm, noch mal umgestellt, ja. Und das alles vor der Unsicherheit von, dass sie eigentlich gar nicht wissen, ob sie noch mal als Caterer arbeiten können oder wann sie als Caterer arbeiten können, ähm, und was sie dann mit dem, was sie sich jetzt aufbauen, dann eigentlich auch in der Zukunft vielleicht machen, ja. Das ist halt, wenn man sich das als Unternehmer überlegt, ist es eigentlich total krass, ja. Du kommst, du bist auf dem großen Hoch, fällst richtig stark runter, ähm, baust was Neues auf und weißt aber nicht: „Gehe ich irgendwann zurück in die alte Welt? Gehe ich nicht? Und wie kriege ich das Neues jetzt weiter noch zu laufen? Und ich habe ja noch jede Menge Leute in der Kurzarbeit, aber die Jungs haben sich einfach hingestellt und gesagt: „So, im Prinzip scheiß drauf. Das ist doch die einzige Möglichkeit, die wir haben. Let's go." Ja, und haben sich da einfach reingestürzt und sind damit jetzt auch einigermaßen erfolgreich unterwegs. Und das finde ich echt total krass, ähm, und, äh, und inspirierend, ähm, wie sie damit, wie sie damit umgehen, ja. Wenn man sich das anhört, ja, da ist auch kein, kein Jammern, gar nichts, ja. Das ist einfach so für die und das ist durch die Bank, ja. Das ist also Moritz im Speziellen auch, ja, aber mit allen, mit denen ich gerade im Moment spreche, das ist so: „It is what it is. We have to deal with it." Ja, und weiter und weiter geht's. Und da muss ich echt sagen, echt, ähm, krass inspirierend, ähm, und, äh, und Hut ab. Genau, dann würde ich euch gerne noch Julian vorstellen. Julian hat eine Hutwerkstatt, das ist wahrscheinlich sogar zu klein, ist eher eine Hutmanufaktur. Der hat das Huthandwerk gelernt und er bildet eigentlich ... Also er macht so einen Hut, wie so ein Schuh, wie er auch hat, aber er macht halt auch ganz andere Hüte und hat sich darauf einfach spezialisiert. Er kommt aus Bern, aus der Schweiz oder aus dem Vorort. Und der hat das auch über die Jahre einfach aufgezogen und macht wirklich vom Stoffeinkauf bis zu Retail – die haben auch einige kleine Läden in Schweizer Städten – macht er alles. Er vertreibt auch over andere Boutiquen. Er hat auch vorher schon einen Onlineshop gehabt, wo er seine Hüte verkauft. Und total inspirierender Typ, einfach von wie er sein Handwerk lebt und wie er als Unternehmer damit umgeht. Und bei dem war es so, für den war auch relativ früh klar: „Ich muss nicht nur meine Läden zumachen und ich weiß nicht, ob ich weiter produzieren kann, keine Ahnung, dass die Produktion zugemacht wird, aber ich kann jetzt schon sagen, Hüte werden bei den Leuten jetzt erst mal nicht irgendwie auf dem Radar sein, dass sie jetzt unbedingt in der Corona-Krise neue Hüte brauchen. Das heißt, was er sich überlegt hat: „Okay, was kann ich denn eigentlich noch machen, was vielleicht auch gefragt wird? Und das kann ich auch potenziell von zu Hause aus machen und das können auch andere Leute von zu Hause aus machen, ohne dass wir jetzt in die Firma gehen müssen. Und seine Idee war, Strohart zu machen. Wir kennen das alle, so Strohunterlagen, zum Beispiel fürs Geschirr oder andere Sachen in dem Home-und Living-Bereich, wo er sich schon im Vorneherein gedacht hat, das ist, glaube ich, was wo, wenn die Leute jetzt zu Hause eingesperrt sind, dass das wichtiger wird. Und dann hat er eben zusätzlich zu seinem Hutshop, den er schon hat, hat er dann den Strohart-Shop mit Jim Luke gebaut und auch da war er in wenigen Stunden fertig und hat es dann über Social Media beworben und auch nach vorne gebracht. Und bei ihm, warum hat er das gemacht? Seine Aussage war: „Du, ich habe halt einfach Stundenlöhner, die in meinen Shops arbeiten und mir ist total wichtig, dass ich die weiterbezahlen kann. Genauso wie es mir auch wichtig ist, dass ich meine Miete weiterbezahlen kann. Das heißt, das muss man sich mal vorstellen: Der überlegt sich neue Sachen, die Leute, die in Corporate, um Leute zu unterstützen, die von einem Corporate wahrscheinlich als erstes rausgeschmissen worden wären. Er wollte die halten und sagt: „Die können auch nichts dafür, die brauchen auch das Geld. Und meine Inspiration oder das, was ich versuche, es zu machen, dass ich das alles weitertragen kann. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, das ist auch völlig krass, wo ich denke: „Meine Güte, ist das eine großartige Story und ein großartiges Verhalten? Wie vorbildlich und cool ist das dann bitte? Da muss ich auch echt, kann ich nur meinen Hut davon ziehen und ich hoffe, ihr versteht, was Was ich damit sagen will, diese Menschen sind halt großartige Menschen, die wirklich viel, viel Verantwortung übernehmen, für das einstehen, was sie eigentlich tun und was sie lieben und häufig aber auch noch nicht mal mit dem quasi großen finanziellen Benefit, den man ihnen sogar auch gönnen würde, den sie da kriegen, sondern das sind halt meistens Unternehmer, die halt gut unterwegs sind und halt was Großartiges bewegen und auch für viele Werte, die wir eben mit Jimdo auch vertreten, einfach einstehen und das ist eine ganz, ganz große Inspiration und auch ist einfach toll, dass wir mit denen zusammenarbeiten dürfen. So, und jetzt würde ich gerne darüber sprechen von: Wie macht man denn eigentlich für solche Leute, die in so einer Situation oder mit so einem starken Wandel von einem Tag auf den anderen ausgesetzt? Wie macht man eigentlich für diese Leute Marketing? Und unsere Haltung war gar nicht. Und das stimmt natürlich nicht ganz, aber ihr versteht, was ich meine davon, es gibt natürlich kein Marketing, sondern wir haben einfach gesagt, wir wollen bestmöglich für diese Menschen da sein. Und was uns hier geholfen hat, wir haben uns am Anfang des Jahres hingesetzt und auch noch mal ein bisschen überlegt, wer wir eigentlich sind und wie unsere Haltung ist. Also was ist die Story von Jimdo? Und wie gesagt, wir machen das halt für diese Menschen, die wir unterstützen wollen, einfach mit digitalen Produkten, dass wir sie den Sachen abnehmen können und dass wir denen auch den Zugang zur Online-Welt einfach bieten können. Weil wir wissen, dass sie eigentlich keine Zeit dafür haben, SEO zu lernen oder zu überlegen: „Wie kann man eigentlich eine Facebook-Kampagne oder eine Google-Kampagne machen?, sondern das verstehen wir als unsere Aufgabe, denen den Zugang dazu zu bauen und ihnen auch die nötigen Ratschläge zu geben, wie sie damit dann einfach erfolgreich werden können. Und wo wir hingekommen sind, ist so: Wir verstehen und unser Selbstverständnis ist eigentlich, dass wir uns als Teil von deren Team fühlen. Das sind für uns die Helden und wir wollen alles dafür tun, damit diese Menschen Erfolg haben können und ihre Ziele erreichen. Und das war für uns eine ganz, ganz starke Guideline, als wir gemerkt haben, dass diese Krise kommt und dass unsere Kundengruppe davon so stark betroffen ist. Und wir haben am Anfang kurz einen Sense-Check gemacht: Wie werden wir als Jimdo denn eigentlich durchkommen? Und haben gemerkt, wir werden da nicht ... Uns wird es wahrscheinlich nicht so hart treffen. Und das hat uns die Möglichkeit gegeben, wirklich diesen „Wir sind ein Team-Gedanke, die ganze Zeit als Guideline zu haben. Und was wir gemacht haben, da führe ich euch jetzt einmal kurz durch. Am Anfang haben wir halt mit Politik und Verbänden gesprochen und haben haben mal gesehen, so verdammt, da bericht so viel Umsatz weg, wie sollen die eigentlich da durchkommen? Und haben zurückgespielt bekommen, dass eigentlich gar keine Daten über diese Kundengruppe groß vorhanden ist. Das heißt, das Erste, was wir gemacht haben, waren wir haben eine Umfrage gemacht und ich zeige euch hier jetzt gerade die Die Frage ist, wie groß ist die Gefahr für die Existenz, ihrer Selbstständigkeit, ihres Unternehmens durch das Coronavirus? Und schaut euch mal die Daten an, zehnter dritter, elfter dritter, zwölfter dritter, dreizehnter dritter. Und der rote Balken ist sehr groß, eher groß oder sehr groß. Also das heißt, und die Frage ist existent. Ja, und das heißt also, ihr seht, am zehnten dritten fanden es achtundvierzig Prozent existenziell bedrohlich. Am vierzehn fünfzehnten dritten waren es siebenundsiebzig Prozent, die das bedrohlich fanden. Das war im Prinzip ein krasses Angstbarometer, wo allen bei uns in der Firma klar war, meine Güte, da kommt starkes auf auf sie zu. Was haben wir dann gemacht? Dann haben wir uns, haben wir logischerweise ganz, ganz viele Gespräche mit mit der Kundengruppe geführt, also wirklich richtig viele. Und das zweite, was wir, was wir halt auch noch gemacht haben, ist logischerweise haben wir uns Daten geguckt, was passiert. Und wir haben gesehen, dass unser Online Shop stärker nachgefragt wird. Und wir haben halt logischerweise auch was den Gesprächen mitgenommen. Das fast alles ging eigentlich immer über Online Shop und es macht halt auch total viel Sinn. Ja, es war halt der Online Shop ist dann transaktional, das ist was, womit man noch, womit man auch im Lockdown halt noch Geld verdienen kann. Und insofern haben wir uns überlegt, okay, was können wir eigentlich tun, viel mehr Menschen noch zu helfen, den Online Shop zu erstellen und hoffentlich einen Teil von ihrem Umsatz auch online verlagern zu können. Und da war es dann ziemlich offensichtlich, dass wir für uns dann eigentlich ziemlich offensichtlich, was wir tun müssen. Wir haben ein Corona Hilfspaket geschnürt, was unseren Online Shop inklusive unserem Rechtstexte Manager beinhaltet. Das heißt also sowas wie Impressum und Datenschutz und so wird quasi automatisch mit generiert. Haben wir zum symbolischen Preis von einem Euro pro Monat für ein Jahr Laufzeit angeboten. Und den symbolischen Euro mussten wir nehmen, weil halt in dem Paket eine Domain mit drin ist und wir finden auch, dass eine Domain mit dazu gehört, wenn man professionell auftreten möchte. Und die Domain müssen wir auch selber bezahlen. Ansonsten hätten wir es am liebsten auch komplett kostenlos gemacht, weil unser unser Gefühl war einfach okay, wir haben hier anscheinend was gebaut, womit wir Leuten helfen können. Also müssen wir auch versuchen, unsere Technologie so vielen Leuten die Möglichkeit zur Verfügung zu stellen. Im Prinzip egal was dabei, was dabei hinten für für uns rumkommt, sondern auch wenn die Leute das jetzt quasi nur temporär nutzen, um halt irgendwas auszuprobieren. Das ist fein. Wir versuchen wirklich alles, alles was in unserer Kraft steht, denen im Moment einfach nur zu helfen. Das zweite, was wir gemacht haben, ist halt jede Menge Content generiert, ja, Webinare, Tutorials, auch in unserem Blog viele Geschichten, äh, oder versucht, sowohl inspirierenden Content zur Verfügung zu stellen, wie man halt proaktiv damit umgehen kann. Auf der anderen Seite aber eben auch wirklich educational content von wie mache ich eigentlich was? Auch auch z.B. wie gehe ich eigentlich als Selbststeller mit Homeoffice um? Was ist, wo kriege ich ganz viel, ganz viel Aufklärungsbedarf? Welche Soforthilfe kann ich jetzt eigentlich gerade für mich beanspruchen? Wo kriege ich die denn eigentlich? Weil es am Anfang ja auch total unübersichtlich war und da haben wir auch super gutes Feedback drauf bekommen. Und das Ergebnis ist, dass die die Leute, die dieses Hilfspaket in Anspruch genommen haben, haben. Nach zweiundvierzig Tagen haben sie zwei Millionen Umsatz zusammen generiert. Was ich finde, was eine großartige Zahl ist. Und sie haben neunundzwanzig Tage bis zur ersten Umsatzmillion gebraucht und dann nur noch dreizehn Tage zur zweiten Umsatzmillion. Das heißt also wirklich, dass das für sie funktioniert hat. Und das Feedback, was wir aus den ganzen Gesprächen dann halt auch bekommen haben von, das ist echt total krass, dachte ich mach. Ich dachte, ich habe achtzig Prozent Umsatz Umsatzverlust. Dank des Onlineshops habe ich jetzt nur sichzig. Das hätte ich nie im Leben gedacht, dass ich zwanzig Prozent einfach so noch, also zu online verlagern kann. Oder manche haben auch fünfzig Prozent, manche siebzig Prozent, manche sogar hundert Prozent. Das waren ehrlicherweise, die waren die Ausnahmefälle, aber ist auch letztendlich egal. Es ist halt einfach was, was dazu beigetragen hat, einfach ein bisschen abzufedern und was ich glaube, was auch ein bisschen Perspektive nach vorne für sie schafft. Von okay, Online ist wirklich wichtig. Und wie bin ich das eigentlich in meine Geschäftsprozesse ein, dass ich hier nicht nur auf mein stationäres Geschäft angewiesen bin, sondern einfach online besser aufgestellt bin, um die ganzen Möglichkeiten, die es mir bietet, von quasi auch überregional zu verkaufen, z.B. dass ich da einfach besser dran partizipieren kann. Und das, was für uns das größte war, war erstens, dass sie die Zahlen hatten, aber ehrlich gesagt auch das einfach qualitative Feedback von den Leuten, dass sie gesagt haben von „Boah, vielen, vielen Dank für diese Initiative. Das hat mir echt geholfen und ein bisschen zu „Ich verstehe echt gar nicht, warum ich das Gefühl habe, dass ihr die einzigen seid, die wirklich an meiner Seite sind. Ja, ich hätte irgendwie gedacht, dass es oder ich hätte das von der Regierung erwartet. Ja, ich hätte das von meiner Bank vielleicht erwartet. Ich hätte das vielleicht auch noch von anderen erwartet, aber ich hätte es nicht von meinem, von einem Tech Unternehmen erwartet, dass ich das Gefühl habe, dass er wirklich versteht, um was es ja eigentlich geht für mich und uns so unter die Arme greift. Und das ist was, was ich glaube, was die Kunden logischerweise dann auch weitertragen. Aber auch auch für mich jetzt nach nach sechszehn Jahren Gymdo oder zumindest in dem Space Gymdo, muss ich echt sagen, das was für mich hängen geblieben ist, ist halt einfach, Also so schwer das auf der einen Seite ist, empathisch mitzuerleben, was diese Leute durchmachen, umso erfüllender ist es halt einfach auf der anderen Seite zu sehen, dass man was gebaut hat, was den Leuten echt hilft. Ja, und das ist was, was ich ganz ehrlich für mich ist es, ist das mit das Größte, dieses Feedback zu bekommen und auch das Gefühl zu haben, dass man echt einen Impact gehabt hat auf diese Menschen, auf dieses Business, auf die Familien, auf die Mitarbeiter von den Teams, dass, dass man da einfach helfen konnte. Das ist ein ganz, ganz großartiges Gefühl und ist auch eine ganz große, also schon eh schon eine große Motivation für mich immer gewesen, aber halt auch jetzt nach vorne gerichtet von der Mission, dass wir denen helfen wollen abzuleveln, sie besser zu machen, Zeit zu sparen, die Welt zu eröffnen. Und das ist was, auf auch das, was ich mich ganz doll, ganz doll, ganz doll freue, das mit denen halt zusammen zu bauen. Und ich hoffe, dass das so ein bisschen ja auch, was ich weiß, dass es ja häufig wir als Marketiers, ja, ich habe auch viel bei uns, also eine relativ starke Verbindung zu unserem Marketing oder Performance Marketing, dass es bei uns viel darum geht, ja immer darauf zu gucken von wo kann ich noch die Conversion Rate erhöhen? Wo kann ich die Landingpage noch besser machen? Wo kann ich bei einem Channel vielleicht auch einfach nochmal einen First Mover sein, um noch mal irgendwie 20 % CPC irgendwie rauszuholen? Das kann ich ganz, ganz gut nachvollziehen, aber es meiner Meinung nach lohnt es sich auch einfach manchmal einen Schritt zurückzugehen und zu gucken, was mache ich hier eigentlich für wen, was mache ich das eigentlich? Was sind eigentlich wirklich deren Bedürfnisse und einen Deepdive zu machen und einfach ganz, ganz, ganz viel mit den Leuten zu sprechen und zu gucken, welche Patterns sehe ich eigentlich und wo können wir eigentlich unsere Energie als Unternehmen als bestes einsetzen, um diesen Leuten maximal zu helfen. Mein mein Takeaway ist wirklich, dass es einfach einfach eine einfach erfüllend ist und wie gesagt eine ganz, ganz große Motivation für für uns als als Jimdo generell. Vielen Dank. Jawoll, vielen Dank lieber Matze an dich für diese, wie ich finde super inspirierenden Geschichten von euren Jimdo Nutzern. Gerade auch in den letzten Wochen und Monaten. Und danke für den Einblick eben auch in die Welt der kleinen und mittelständischen Betriebe, der Selbstständigen entsprechend. Und welche Ideen dort jetzt aus der Kovit 19 Krise entsprechend entstanden sind, finde ich persönlich super spannend und danke, dass du uns das in dieser sehr anschaulichen Form einmal näher gebracht hast heute. Wir haben natürlich auch ein paar Fragen an dich in gewohnter Manier und ich freue mich, Mats, dass der eine oder andere Gebrauch gemacht hat, eben auch von der Chat Möglichkeit und eine Frage an dich richtet. Möchte aber erst einmal noch auf Jimdo kurz zu sprechen kommen. Ich glaube, der eine oder andere glaubt Jimdo irgendwie Silicon Valley muss das doch sein, das Baukastensystem ganz und gar nicht. Ihr seid ja made in Hamburg, Hamburger Gründungsgeschichte und wenn ich richtig informiert bin, habt ihr ganz jung als Schüler tatsächlich schon angefangen und an der Idee gearbeitet. Erzähl doch mal, was war eure Motivation heraus Jimdo zu gründen? Ja, sehr gerne. Also Christian und Friedrich, meine beiden Mitgründer, haben sich selbstständig gemacht, als sie 16 waren und haben erstmal angefangen Computer zusammen zu schreiben, zu schrauben in der Region Cuxhaven, wo die beiden herkommen. Und dann kam das Web langsam auf und dann dachte ich, boah, ist eigentlich ganz spannend, vielleicht kann man damit auch was machen. Und dann haben sie so für Friends und Family angefangen, Webseiten zu bauen, also einen lokalen Surfshop oder einen Fahrradhändler, der Fahrräder vermietet hat und haben sich dann, haben sich immer Aufträge gesucht, wo sie eigentlich noch nicht wissen, wie sie die eigentlich wirklich umsetzen können und haben dann unter anderem dann für die Stadt Cuxhaven was gebaut, was seit Jahren als touristische Stadt schon ein großes Ding ist. Wenn du so als 18 Jähriger dann irgendwie reinmarschierst und gegen die etablierten lokalen Agenturen pitcht und haben das dann auch gewonnen und dann halt auch gemacht und dann sind die halt so an das Ende ihrer Schulzeit gekommen und dann war die Frage, okay, machen sie eigentlich, wollen sie unternehmerisch weitermachen oder gehen sie studieren? Und sie hatten immer den Wunsch, ein eigenes Produkt zu haben, weil bei einer reinen Webdesign Agentur fanden sie es immer schade von so, ich investiere jetzt gerade irgendwie die Energie im Projekt und ich bin gerade richtig drin und habe noch 1000 Ideen, was ich machen könnte. Und dann ist aber fertig. Ja, der Kunde ist eigentlich happy und dann liegt die Webseite halt irgendwie rum und verstaubt. Und sie wollten halt immer gerne fortwährend was entwickeln, um eigentlich ihre Energie immer in das gleiche zu stecken. Und dann hatten sie durch einen Auftrag für eine Hoteldatenbank, hatten sie dann oder da war die Anforderung, dass die Kunden die Daten selber pflegen können, also sowas wie Adressöffnungszeiten und so ein Kram. Und dann hatten die beiden die geniale Idee, dass man das übers Web machen könnte. Es war 2003, also noch vor Ajax und dem ganzen, dem ganzen Kram, dass man das einfach über den Browser machen kann, keine abstrakten Oberflächen für den User. Damals haben sie die Idee gehabt, das durch einen iFrame zu schicken und dass sie das darüber einfach ohne Software Download bauen können. Und dadurch ist die Idee geboren worden von Jimnu, was es heute ist. Und wir haben es dann erstmal als so Mix aus Agentur und und Produktunternehmen gemacht. Das heißt, wir haben unser eigenes CMS entwickelt, was im Prinzip ganz ähnlich funktioniert hat, wie Jimdu heute funktioniert mit what you see is what you get und haben das dann als schon SaaS Service aufgezogen. Wir haben ja nur über die Zeit und das vor allem auch gut funktioniert. Wir haben nur gemerkt, so okay, das Agenturgeschäft, der Anteil davon ist eigentlich immer noch relativ groß und unsere Stärke ist eigentlich die Software. Und dann haben wir Jimdo ausgegründet und das zu dem gemacht, was es, was es heute ist. Jawohl, vielen Dank einmal für den Einblick in eure Gründergeschichte. Gehen wir einmal in die aktuellen Tage heute. Sehr umkämpfter Markt, sicherlich auch das Web-Baukastengeschäft im Bereich der Visivic-Editoren und auch anderer, wenn wir an Wix denken oder an Google Pages, analog zu den Google My Business Profilen, wo man die sicher stellen kann. Andere Systeme wie Readly, die vielleicht nicht eins zu eins vergleichbar sind. Meine Frage an dich, Matze: Was tut ihr denn bei Jimdo, in der Lage zu sein, auch permanent zu innovieren und euch weiterzuentwickeln? Das ist sicherlich notwendig, am Ball zu bleiben. Hundertprozentig. Und das ist unser Fokus auf die Solo-Selbstständigen und die ganz kleinen Unternehmen. Und ich will noch mal ein Beispiel geben, an dem das, glaube ich, deutlich wird, wie wir denken und was wir versuchen zu machen und was ich glaube, letztendlich uns auch ein bisschen abhebt. Also wir haben die neuen Produkte gebaut, wie Dolphin. Und wir wissen zum Beispiel, dass in Deutschland ein Riesenproblem ist ja Compliance. Also wie erstelle ich eine DSGVO-Konform-Webseite? Wie kriege ich es eigentlich hin, dass das Impressum, die Datenschutzseite und so immer aktuell sind und dass sie nicht abgemahnt werden kann? Das ist ein Riesenthema. Und muss man auch sagen, also die Angst, abgemahnt zu werden, ist für unsere Kunden halt real. Und so eine Abmahnung von tausend Euro, die treibt die schon echt knapp an den Bankrott. Das heißt also, das ist ein wirkliches Ding. Und was wir überlegen, wir wollen eine Lösung bieten, genau auf diese Zielgruppe und auf die Probleme der Kundengruppe zugeschnitten. Und was wir gemacht haben, ist, wir haben ja mit Trusted Shops gepartnert und haben den Legal Text Generator, also Rechtstexte-Manager, gebaut. Und weil wir die Daten über unsere Website, also über Dolfin, über das System schon, wir wissen, wen es geht und wir wissen auch, was als Content auf der Webseite ist. Und das heißt also, die beantworten bei uns ein paar zusätzliche Fragen und dann generieren wir Impressum, Datenschutzwebsite, Wiederherustbelehrung und bei Shop, also bei Shop-Wiederherustbelehrung allgemein mit und übernehmen da sogar auch einen Abmahnschutz gegen, weil wir uns sehr, sehr sicher sein können, dass wir da die richtigen Sachen auf die Seite packen. Und jedes Mal, sobald sich die Legislatur ändert oder aber der Content auf der Webseite, wird das halt automatisch werden, werden diese Textseiten angepasst. Und das ist natürlich krass für den Kunden, weil er muss sich darüber einfach echt mal keine Gedanken mehr machen. Und so ist halt unsere Philosophie, dass wir halt wirklich für diese Kundengruppe einfach da sein wollen und die Lösung für die bauen können, die halt Sinn machen. Und das ist, glaube ich, schon speziell. Okay, ja, vielen Dank für die Erklärung. Eine weitere Lösung, die ja jetzt noch an Relevanz gewonnen hat – du hast es auch erwähnt – sind die Shop-Möglichkeiten mit Jimdo. Was glaubst du, eine erste Frage: Wie viele Shop-Systeme habt ihr bei Jimdo mittlerweile im Umlauf? Viele. Okay, wahrscheinlich aber nicht ganz 20 Millionen, könnte ich mir vorstellen. Nein, nicht 20 Millionen. Nicht 20 Millionen. Aber es ist auch so, was wir jetzt natürlich durch Corona gemerkt haben, ist ja, der Bedarf daran ist einfach immens. Und wir sehen halt auch einfach, dass der auch generell, auch vor Corona haben wir schon gesehen, dass es einfach einen ganz großen Bereich gibt oder ganz viele Menschen, die eben noch nicht transaktional unterwegs sind, wo du noch nichts kaufen kannst. Und wir stehen also auch im Vergleich zum Beispiel zu Shopify, wir sehen uns als Segment unterhalb von Shopify. Also wie gesagt, das ist die Stärke von Jimdo, dass du schnell und einfach verkaufsbereit bist. Und vier, fünf Stunden für einen fertigen, gut aussehenden Shop ist halt einfach schnell. Und das ist das, was auch unser Anspruch einfach ist, weil wir sehen wollen, dass wir den Kunden die Arbeit abnehmen. Das ist in der Tat natürlich super schnell. Glaubst du denn, wenn wir das Transaktional uns anschauen und jetzt eben die hohe Anzahl auch an Shopsystemen, die in dem Bereich der Kleinbetriebe unterwegs sind, dass das ein nachhaltiger Trend ist? Oder hast du ganz persönlich das Gefühl, dass wir, wenn wir jetzt ein Jahr weiterschauen, auch nur noch die Hälfte dieser Shops online sehen werden? Also wir haben eine Umfrage gemacht an unseren Kunden und 75% der Kunden sagen, dass der Onlineshop Teil ihrer mittelbislangfristigen Strategie ist und dass das jetzt einfach der Trigger war, die Sachen umzusetzen. Und das glaube ich auch, auch wenn ich mir die Shops anschaue, die damit gebaut sind und auch wirklich welche Umsätze da schon drüber generiert werden, dann glaube ich sehr daran, dass das nachhaltig ist und ich glaube sogar, dass das noch wichtiger wird. Warum glaube ich das? Ich glaube, dass es erstens wichtig war, das jetzt zu erstellen. Das Zweite ist, wir kommen jetzt auch in eine Phase oder wir sind jetzt in einer Phase, die nicht mehr so ganz klar ist. Wir sehen, dass zum Beispiel die Laufkundschaft in den Innenstädten abgenommen hat, die Händler, die wieder aufgemacht hat, sehen, dass sie nicht wieder zurück bei 100% sind. Das heißt, die Wichtigkeit, einfach nachhaltig online unterwegs zu sein, ist einfach, glaube ich, in den Köpfen und auch durch das Reale, was sie gerade erleben, einfach noch mal wichtiger geworden. Und deshalb glaube ich eher, dass das der Startpunkt war für neue Innovationen und auch für den stärkeren Shift hinzuhören. Okay, ja. Vielen Dank für deine Perspektive. Eine ganz spannende Frage aus dem Zuschauerbereich: Baukastensysteme für Websites sind eine super Lösung für Kleinbetriebe. Klar, keine Frage. Welche Wichtigkeit habt ihr denn bei euch im System im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung? Das heißt, welche Bedeutung messt ihr der technischen Optimierbarkeit eurer Systeme bei im Vergleich zur Usability? Eine hohe. Es ist natürlich klar, dass der Anspruch ist, auch von unseren Kunden, dass sie halt dass sie halt gefunden werden. Unser Anspruch ist aber auch gleichzeitig, denen so viel abzunehmen, wie wir halt können. Und das ist halt die Balance, die wir an der Stelle gehen, wo wir versuchen, im Hintergrund unglaublich viele Dinge für die schon zu optimieren. Schon der erste relevante ist halt, dass du eine. Dass sie technisch einfach sauber ist. Und dann schauen wir uns halt auch einfach an, okay, was können wir zum Beispiel, also welche Headlines sind welche, ist das jetzt eine H1, ist das eine H2, H3? Wie können wir die Leute eigentlich dafür sensibilisieren, dass sie ihre Keywords, ähm, tatsächlich auch dann in die Texte mit packen, dass sie eine relevante Keyworddichte haben. Das sind halt alles Sachen, mit denen wir uns dann beschäftigen und wo wir auch Suchmaschinenoptimierung, glaub ich, eine ganze Ecke einfacher gemacht haben für, für unsere Kunden. Ist es das Maximum, was geht? Bestimmt nicht. Ja? Und da wird es auch in Zukunft noch Sachen von uns geben, die wir da, die wir da noch nachschieben werden. Ähm, und das ist aber, also, ja, das ist, aber insgesamt ist es ein sehr, sehr wichtiges Thema für uns. Okay. Ja, dann gebe ich einmal ab an meinen lieben Kollegen Shahab. Shahab, du hast auch noch Zeit für ein oder zwei Fragen. Schieß gerne los. Gerne. Matthias, erstmal herzlichen Dank für, für deinen Vortrag und tatsächlich hätte ich jetzt noch drei Fragen. Wenn wir uns Jimdo jetzt gegenüber den Wettbewerbern auch anschauen, ich, ich glaub, das gesamte Thema Baukastensystem ist durchaus ein Haifischbecken, so kann man das Ganze benennen. Umso glücklicher sind wir alle, dass, dass, wir so eine schöne Gründerstory aus Deutschland auch erfahren durften. Das, das ist ja supertoll. Meine Frage in deine Richtung ist: Wie wichtig ist der Marketingstream in Summe für euch? Also wenn wir uns jetzt mal die ganz, ganz Großen anschauen wie Shopify, Hubspot ist mit Sicherheit nicht direkt mit euch zu vergleichen, die haben einen anderen Approach, aber wir sehen natürlich, dass das Thema Marketingautomatisierung, Ads mit Sicherheit auch und E-Mail-Marketing durchaus eine sehr, sehr hohe Relevanz genießt in diesen Systemen. Jetzt sind wir bei euch im Small-Medium-Sized-Business-Segment oder eher tendenziell im Small-Segment, aber dennoch, ihr seid jetzt, äh, auch mit den Shops an den Start gegangen. Du konntest jetzt keine konkrete Zahl nennen. Zwanzig Millionen werden es jetzt nicht sein, aber du wirst wahrscheinlich schon merken, dass da auch der Marketingbedarf steigt. Das heißt, wie versuchst du in diesem Jimdo-Ökosystem genau dieses Umfeld auch abzubilden? Und ist das etwas, bei dem ihr auch sagt: „Ja, da, da werden wir in naher Zukunft auch noch Wachstum hinlegen, weil das ist etwas, das benötigen unsere People." Ja, also nur ganz kurz als Verständnisfrage. Du meinst also, wie machen wir Marketing-Sachen zugänglich für unsere Kunden, richtig? Exakt. Ja, also erstens, ja, hundert Prozent. Das ist ein super relevantes Thema. Neukundenakquise und auch Reaktivierung von Bestandskunden ist, äh, ist super wichtig. Ähm, es ist spannend, wo wir, äh, Mit dem Thema beschäftigen wir, beschäftigen wir uns. Ich glaube, das Wichtigste für die, für unsere Kunden ist tatsächlich einfach erst mal wirklich – und das hört sich total banal an –, aber wirklich einen guten Webseitenauftritt zu haben, der einfach die Basis für das ist, was sie dann halt im Netz und auch digital halt auch mitmachen können. Ähm, und wir empfehlen auch unseren Kunden logischerweise ganz, ganz einfache Sachen, wie zum Beispiel Newsletter-Systeme zu machen, ähm, und auch auf Social Media aktiv zu sein, wo wir halt auch einfach sehen, dass das gerade jetzt in der Krisenzeit für unsere Kunden, ähm, für unsere Kunden sehr, sehr relevant ist und auch gut funktioniert hat. Ähm, und ist es interessant für uns aus Produktsicht? Auf jeden Fall. (räuspert sich) Sprechen wir mal über dein oder euer Geschäftsmodell bei Jimdo. Wie hoch ist der Log-in-Effekt? Also wenn ich einmal ein Baukastensystem nutze, fällt es mir natürlich als Nutzer oder als Kunde schwer, dann Export zu ziehen und einfach zum nächsten überzugehen. Haben wir hier einen sehr, sehr hohen Log-in-Effekt? Und wie ist die Customer-Lifetime-Value bei euch? Also das, das Geschäftsmodell ist ja auf nachhaltige Kundenbindung ausgelegt, systemisch als auch dem Geschäftsmodell geschuldet. Korrekt? Äh, ganz richtig. Also wir wollen natürlich ... Also erst mal, lassen Sie mich mal ganz kurz anfangen mit der Webseite per se. Also die Webseite per se ist halt so ein geiles Tool für, für unsere Kunden, weil das eigentlich der einzige Platz im Netz ist, der wirklich denen gehört, ja, in Verbindung mit der Domain. Ähm, und das heißt also, es unterstützt eigentlich die Dezentralität, ähm, was ja im Vergleich zu den ganzen großen Plattform-Playern, die wir haben, nicht ganz unwichtig ist. Ja? Also, und deshalb rat ich's halt auch jedem Kleinst-, äh, Kleinstunternehmen, auch wirklich in die Webseite zu investieren und sich Gedanken darum zu machen, um sie halt auch wirklich zu haben und auch als, für sich als Hub zu etablieren. Ja? Ähm, und es ist halt auch was, was ich auch für uns nicht so ganz, also für den Kunden ist es halt insofern ganz cool, weil er kann halt, wenn er irgendwann mit Jimdo mal nicht mehr zufrieden ist, kann er gehen. Ja? Er kann halt gehen und nimmt seinen ganzen Erfolg mit. Das ist bei den ganzen Plattformen halt nicht so. Das ist genauso, wenn er bei Wix nicht mehr zufrieden ist, kann er halt auch gehen und geht zu, äh, und, und kommt zu Jimdo, ja, ähm, und, äh, und freut sich hoffentlich drüber. Ähm, aber es ist halt-- Also das ist erst mal per se, ist es nicht ganz unwichtig für, äh, für, für die Wertigkeit von einer Webseite und dass es halt eigentlich ein dezentrales, äh, dezentrales Tool ist. Ähm, der Log-in-Effekt ist natürlich trotzdem da, ja? Ähm, und, beziehungsweise es ist kein Log-in-Effekt, sondern es ist eine Kundenbindung, würde ich sagen. Und es ist unser Job, äh, bei Jimdo, den, den, den heu-- den-- versuchen, die Beziehung mit dem Kunden so lange wie möglich zu haben, um ihm halt auch einfach wirklich weiterzuhelfen. Und ich hoffe, das ist auch deutlich geworden aus dem, was ich vorhin einfach referiert habe, von uns geht uns drum, die zu upleveln. Und wenn wir einen guten Job machen, bleiben sie viele Jahre bei uns. Wenn wir keinen guten Job machen, dann bleiben sie halt nicht lange bei uns. Ähm, und dann sind die Wechselhürden auch relativ gering. Ja? Ähm, also du kannst halt 'ne Webseite auch, kannst du halt relativ schnell auch woanders wieder aufbauen. Ähm, aber unser Selbstverständnis ist halt oder unser Anspruch ist, denen halt wirklich einfach massiv, massiv zu helfen, ähm, und dann lohnt es sich halt auch für unser Business. Valide Antwort, total gut. Ähm, letzte Frage: Zwanzig Millionen Webseiten, das heißt, ihr habt eine unheimlich hohe Reichweite. Wahrscheinlich, äh, könntest du mir auch sagen, wie viele Page-Impressionen ihr monatlich darüber generiert. Das, äh, macht euch natürlich hochgradig interessant auch für das Thema der Werbevermarktung. Spielt das bei euch eine Rolle? Habt ihr ein Freemium-Modell, bei dem ich tatsächlich komplett kostenfrei eine Webseite bekomme und ihr erlöst darüber Werbeerlöse? Vielleicht kannst du das gesamte Thema Revenue-Stream, Werbeerlöse jetzt mal unabhängig von den Subscriptions, was, was euer Hauptbestandteil des Revenue Streams sein sollte, sein sollte, näher erläutern. Ja, gerne. Ähm, es ist, es ist, es ist auch leicht erklärt. Also wir haben keine Werbeeinnahmen. Ähm, wir machen kei-- Wir machen auf den, auf den Free-Webseiten machen wir ein bisschen Eigenwerbung. Das war's. Ähm, und wir sind auch dezent auf den Free-Webseiten, was unsere Eigenwerbung halt auch einfach angeht, weil wir wollen ... Also ich weiß nicht, ob ihr noch euch an die Geocity-Zeiten oder an die ganzen kostenlosen Webseiten-Baukästen, wo halt die mit Bannern zugekleistert waren. Das ist nicht unser Selbstverständnis. Unser Selbstverständnis ist, dass wir auch unseren kostenlosen, also den Kunden, die unsere Kostenlos-Variante nutzen, ähm, wirklich eine gute, eine gute Lösung zur Verfügung stellen und wir konzentrieren uns einfach nur auf das Subscription-Modell. Ja, also es ist, ich glaube, hundert Prozent, es müssten hundert Prozent, ich weiß gar nicht, hundert Prozent, äh, unseres Umsatzes ist, äh, Subscription. Ähm, das ist das Einzige, was wir, was wir wirklich machen, ähm, und das ist auch das, wo, ja, wir wollen halt immer wieder die Produkte besser machen, ähm, und die Wertigkeit davon steigern, ähm, weil das für uns auch bedeutet, dass wir dem Kunden gegenüber einfach mehr Wert bringen. Und es ist 'n schöner Fokus, ähm, der uns da wie eine gute Guideline funktioniert und deshalb denken wir auch im Moment überhaupt nicht drüber nach, da, das, das zu ändern. Ja, Chapeau, bei der Reichweite, glaube ich, keine ganz einfache Entscheidung, aber finde ich sehr, sehr stringent und konsequent, wie ihr das macht. Total gut. Ja, ist aber, ist tatsächlich 'ne super einfache Entscheidung für uns, weil wir da so, weil wir's echt relativ klar haben, wir wollen halt maximal für die Kunden da sein, ja. Ähm, und wie gesagt, die verdienen's halt einfach, dass, äh, dass da jemand ist, der ihnen technologisch gute Lösungen einfach baut, ähm, und dass wir darüber eben den Wert generieren wollen. Super. Danke, Matthias, an der Stelle und ich geb' ab an Mario. Jawohl, Matze, vielen Dank für die sympathische Reise rund um Jimdo.
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