So, nach diesem Company to Watch Slot wenden wir uns jetzt dem nächsten absoluten Vortragshighlight am zweiten Tag der OMKB zu und haben wir gleich jetzt wieder einen Gast hier vor Ort bei uns im Studio, was uns persönlich natürlich immer sehr freut. Und wer das ist, seht ihr im jetzt eingeblendeten Speaker Teaser. Viel Spaß! So, da sind wir auch schon wieder. Und ich begrüße ganz herzlich hier bei uns auf der OMKB Mainstage Martin Richter von Peloton. Hallo Martin, schön, dass du dabei bist. Hallo, Ich möchte euch Martin in gewohnter Manier natürlich noch etwas vorstellen. Martin ist Country Manager und Geschäftsführer von Peloton Interactive und seit 2019 mittlerweile bei Peloton an Bord. Er ist zudem Advisory Board Member bei der Five fourteen GmbH, ebenfalls seit 2019 und bevor er bei Peloton begonnen hat, war er fast fünf Jahre im Spotify Ökosystem aktiv. Davor fast zwei Jahre bei Zalando als Teamlead International Offline Marketing und unter anderem ein Jahr bei Henkel als Digital Marketing Manager. Gelernt hat Martin in der Ausbildung an der Uni Lüneburg und ein paar Facts zu Peloton sicherlich den meisten von euch ein absoluter Begriff. Insbesondere aufgrund der fantastischen Entwicklung des Unternehmens in den letzten Quartalen. Peloton wurde 2012 in New York gegründet und ging 2019 dann an die US Börse. Seitdem hat sich die Aktie extrem rasant entwickelt und mehr als zweihundertfünfzig Prozent an Wert gewonnen und wurde dann eben auch auf dem deutschen Markt letztendlich eingeführt. Gründe für die Einführung in Deutschland sind sicherlich vielschichtig. Die Deutschen sind sehr technik und digital affin und sind natürlich hier auch der interessanteste und größte Fitnessmarkt in Europa. Corona So viel darf man sagen, oder Covid neunzehn. Die Pandemie hat das Unternehmen im Hinblick natürlich auf Lösungsanbieter, die zu Hause letztendlich sportliche Betätigung erlauben, noch einmal deutlich gepusht und unter anderem zu einem Uplift von über dreihundertachtzig Prozent im Bereich der Digitalabonnenten geführt. Und Peloton hat im Bereich der Geschäftsmodellierung natürlich einen ganz starken Footprint am Markt. Dadurch, dass das Unternehmen eben durch den Sale der Bikes an sich und dann noch mal durch das digitale Erlösmodell im Hinblick auf die Abos zwei Erlösströme hat, die natürlich fantastisch für das Unternehmen funktionieren. Also wie ich finde, ein hochkarätiger Gast heute hier bei uns auf der Stage. Ein fantastisches und interessantes Unternehmen und ich wünsche euch jetzt in den nächsten fünfzig Minuten ganz viel Spaß in unserer Q&A Session zwischen meinem lieben Kollegen Shahab Hosseini und Martin Richter. Shahab und Martin, the stage is yours. Ich wünsche euch ganz viel Spaß. Let's go! Danke schön. Vielen Dank für das Intro. Ja. Herzlich willkommen. Martin. Wann hast du denn das letzte Mal einen Ride auf einem Peloton Bike absolviert? Einfache Antwort. Gestern. Gestern. Okay. Distanz. Distanz spielt jetzt nicht die erste Rolle. Ich mache mir. Ich stelle mir immer verschiedene Kurse zusammen. Sprich erstmal so zum Warm up Right. Dann war es ein Kleinhireid und dann noch mal so musikalisch was. Ich glaube, es war irgendwas mit Rock war es recht ausgewogen? Auf jeden Fall. Sehr schön. Martin, lass uns mal über Peloton als Marke sprechen. Ich sehe auch schon das kleine Logo hier auf deiner kleinen auf der Weste das kleine Logo. Peloton ist ein absolutes Musterbeispiel für eine Love Brand. Ihr spielt mittlerweile, was die Bekanntheit angeht, was den Net Promoter Score angeht, in der Dimension der echt großen relevanten Marken, die die Brands der Welt. Wie schafft es Peloton, eine solch hohe Begehrlichkeit aufzubauen? Ich glaube, der wichtigste Grund ist, dass wir aus einer Idee heraus geboren wurden, die jeder ein Stück weit nachvollziehen kann. Also sprich die gepackte Sporttasche steht in der Nähe des Eingangs und ein paar Wochen später rückt sie immer weiter in den Hintergrund. Staubschicht legt sich drauf, einfach weil der Zeitfaktor eine Rolle spielt. Weil. Weil ich vielleicht auch irgendwie ein Wetter irgendwas zu bemängeln habe. Ich komme nicht aus dem Haus und das war auch die Idee unseres Gründers John Foley, auch mit Kindern. Und er wollte halt gerne diese Studioerfahrung in die eigenen vier Wände bringen. Und aus der Idee heraus, ich hatte es gesagt, ist Peloton geboren, sprich die Kombination aus Hardware, Software, Content, eingebettet in eine in einen Community Gedanken, einen sogenannten Members first Gedanken. Und das hat er jetzt. Wir haben es gerade gehört, neun Jahre lang aufgebaut und wir tragen das jetzt auch nach Deutschland rein. Ich glaube, das macht Peloton aus. Das heißt, wir bedienen ein sehr, sehr starkes Bedürfnis auf eine sehr, aus meiner Sicht sehr charmante Art und Weise. Absolut, absolut. Du hast das Thema Community gerade schon angesprochen. Inwieweit trägt das dazu bei, dass ihr euch so erfolgreich entwickelt habt? Ich glaube, das ist der Kern Kern von Peloton. Daraus kommen wir. Wir haben insgesamt über fünf Millionen Members global gesehen innerhalb dieser Community und ansonsten wären wir nur ein reines Hardware Unternehmen Content oder Tech Unternehmen. Aber die Community macht das aus, was Peloton aktuell ist. Das heißt, wir versuchen auch unseren Communitymitgliedern kontinuierlich Anlässe zu geben, über die sie sich austauschen können. Auf der anderen Seite sind wir sehr, sehr offen, auch für die Community, sei es jetzt für Produktentwicklung, Teile des Bike pluses, was wir letztes Jahr auch nach Deutschland gebracht haben, basiert auf Feedback aus der Community. Wir sind auch offen für sehr, sehr kritische Ansätze, für Dinge, die wir gerne verbessern oder die die Community gerne besser haben möchte. Bis hin zu und das war auch gestern bis hin zu random Emails, die meine Emails in meiner Inbox landen, wo es halt um Ideen gibt, Weiterentwicklungen gibt. Und das ist natürlich sehr, sehr schön zu sehen und wir versuchen da auch immer sehr, sehr direkt darauf zu antworten und weiter in den Dialog mit der Community zu treten. Ja, kannst du einige konkrete Beispiele für für das Thema Community nennen? Wie organisiert sich die Community? Warum ist eure Community stärker und agiler und und und aktiver als andere Communities?Unser Produkt ist dafür designed, wenn ich Produkt sage, beinhaltet das alles, also nicht nur die Hardware, sondern die Software, auch der Content, äh, sodass ich niemals das Gefühl habe, selbst wenn ich allein auf dem Bike sitze, alleine im Ride zu sein. Das heißt, innerhalb der Klasse, in der ich gerade bin, kann ich über High Fives, ich kann anderen Ridern folgen, ähm, habe ich immer schon 'ne Connection, äh, zu, zu anderen Teilnehmern, anderen Membern innerhalb unserer Community. Und, äh, wenn man das jetzt überträgt, zum Beispiel dann, wie heißt es, was heißt das auch im täglichen Leben? Wir haben eine sehr, sehr offene, ähm, und kontinuierlich wachsende Community auf Facebook, wo sich unsere Member kontinuierlich austauschen, sei es jetzt, sich gegenseitig Hilfen geben, sei es Erfolgsgeschichten zu erzählen. Wir haben Storys von, das sind natürlich eher, sag ich mal, die traurigen Storys von jemandem, der eine schwere Krankheit hinter sich hat, der jetzt erstmals wieder Sport macht mithilfe vom Peloton. Der wird genauso gefeiert für, für seine, für seine Leistung, ähm, bis hin zu jemandem, der einen exorbitant hohen Output generiert hat, weil er vielleicht ein Profisportler auch ist. Äh, und ich glaube, das zeichnet uns auch aus, dass wir sehr, sehr breit sind. Wir sind nicht exklusiv, wir sind nicht Premium, Premium, wir sind nicht spitz, sondern, ähm, Peloton steht auch für die Demokratisierung von Fitness, für jeden zugänglich zu sein. Mhm. Okay, habe ich verstanden. Peloton hat jüngst eine Kooperation mit adidas gestartet. Ja. Ja. Dabei sind nicht nur rein funktionale Fashion Artikel aktiv, sondern vielmehr ja auch Lifestyle-Fashion Artikel. Transformiert Peloton seine Brand auch über die Grenzen der Sportbegeisterten heraus, stärker in das Segment Lifestyle? Ich glaube, Hintergrund ist es natürlich, dass wir grundsätzlich mit Partnern gern zusammenarbeiten, die den Stritt, weil das die gleiche Marken-DNA auch verkörpern. Das heißt, äh, ich hab's gesagt, Demokratisierung, äh, wirklich breit, inclusive, um das englische Wort zu nutzen, steht bei uns auch im Bereich Apparel, ähm, auf der Agenda, sehr, sehr weit oben. Äh, und das ist auch der Hintergrund, warum wir in dem Fall mit adidas zusammenarbeiten, weil sie ähnlich ticken, ja, ähnlich denken. Und wenn wir uns diese Kollektion jetzt auch noch genau anschauen, es geht nicht darum, dass wir nur für ein bestimmtes Segment, eine bestimmte Körperform hier eine Kollektion aufgebaut haben, sondern wir bedienen die Kollektion über alle Größen, denn wir differenzieren jetzt nicht zwischen jemanden, der eine XS trägt bis hin zu Triple XL. Sie sind alle Teile unserer Community und ich glaube, das, ähm, das ist der Hinter-- oder das ist der ursprüngliche Gedanke hinter der Kooperation mit adidas. Man könnte jetzt natürlich noch diese Lifestyle-Komponente mit hinzuartieren und ich find's auch toll, ähm, wenn unsere Community oder vielleicht auch Kunden oder zukünftige Kunden einfach nur die Kollektion toll finden, das ist natürlich noch so 'n, so 'n nettes Add-on. Klar. Seid ihr happy mit der, mit der Zusammenarbeit, die Entwicklung und auch die Verkaufszahlen? Sehr. Ah, also bin ich, bin ich, äh, ganz stolz, was das Team insgesamt geleistet hat. Ähm, der Lead innerhalb dieser Kollektion lag bei Jill, Jill Foley, also der Frau unseres Gründers. Glaube ich auch noch mal so 'n Hinweis, dass wir eher so ein familiär orientiertes Unternehmen sind. Und da gab es eine sehr, sehr enge Zusammenarbeit auch mit dem deutschen Markt, beispielsweise weil letztendlich das Headquarter von adidas ist natürlich auch in Deutschland und hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Also nicht nur die Kollektion zu entwickeln und zu launchen, auch gemeinsam mit unseren Instruktoren, sondern auch Kooperationen letztendlich am Point of Sale, sprich in den Retail Stores. Verstehe. Jetzt will ich mal folgende Hypothese aufstellen und du kannst sie negieren oder sekundieren, (Lachen) je nachdem. Ähm, wenn ich mir ein hochpreisiges Peloton Bike, jetzt kann man natürlich über hochpreisig diskutieren, ja, was, was bedeutet hochpreisig? Aber gehen wir einmal davon aus, das ist für mein subjektives Empfinden ein hochpreisiges Peloton Bike kaufe und dann durch Berlin laufe und anschließend diverse, ähm, Menschen auf der Straße erkennen kann anhand des Peloton-Logos, was sie gegebenenfalls an der Weste oder auf dem Shirt tragen, ähm, verliert das ja so 'n Stück weit diesen Exklusivitätscharakter. Wobei du ja gerade gesagt hast, ihr steht ja gar nicht für diesen exklusiven Charakter, sondern für die Demokratisierung. So hast du es ja genannt. Würdest du meine Hypothese damit unterstreichen? Das heißt, ähm, hab, hab ich als langjähriges Mitglied, was sich ein hochpreisiges Spinningsrad oder auch Bike geleistet hat, hier jetzt plötzlich nicht mehr Bestandteil eines exklusiven Clubs? Das heißt, weicht dir das Ganze auf? Verwässert ihr die Community dahingehend, dass ihr jetzt eben auch Produkte realisiert, die eine sehr, sehr geringe Eintrittsbarriere finanzieller Natur darstellen? Das Gute ist, wir haben uns nie als exklusiven Club definiert, ähm, sondern wir haben zwar immer unseren Ansatz, dass wir Produkte anbieten wollen, die letztendlich Menschen, die die Möglichkeit mehr Sport zu machen, sprich die eine intrinsische Motivation haben, mehr in ihre Gesundheit, sei es jetzt die physische oder die mentale Gesundheit, äh, zu investieren. Äh, und, äh, deswegen, äh, glaube ich, wenn du mit einem T-Shirt und Pullover, Hoodie oder was auch immer durch Berlin laufen würdest mit Peloton, hät-- würdest du ein sehr, sehr positives Feedback bekommen in Hinblick auf „Wow, cool, der ist auch so begeistert von dieser Marke." Die hat hoffentlich dein Leben dann auch besser gemacht und ich glaube, Gesprächsansätze, das ist jetzt mal n gleich eins meinerseits. Was ist dein Lieblingsinstructor? Was war dein letzter Workout? Ähm, was wünschst du dir vom Peloton? Ähm, und lass uns doch mal auf dem Leaderboard verabreden. Mhm. Selbst schon erlebt? Selbst schon erlebt, natürlich auch, wir nutzen ja unsere Leaderboard-Namen auch innerhalb der, der company-internen Präsentation. Also da gibt es dann regelmäßig auch die, die Anfragen. Aber es gibt natürlich auch schon, wenn man, äh, unterwegs ist, ist natürlich ein bisschen kurz gekommen, jetzt während COVID, aber dann halt ein Stück weit, jetzt die Weste ist ein bisschen dezenter, aber es gibt auch, äh, sag ich mal, äh, Stücke, wo dann Peloton groß draufsteht. Ist schon so, man wird schon darauf angesprochen und das, persönlich, mich freut das. Ja, absolut. Das, das glaube ich auch. Kommen wir noch mal auf, auf euer Core-Geschäft zu sprechen. Das Ratio zwischen subscription based und Hardware liegt bei euch circa achtzig Prozent, zwanzig zugunsten der Hardware-Products. Ähm, ihr diversifiziert ja aber mittlerweile viel, viel stärker auch in Bereiche wie-Family Club Dance, was ich super interessant finde oder auch die Kooperation mit Beyoncé. Wie glaubst du, wird sich dieses Verhältnis Products gegenüber Subscriptions bei euch verändern? Ihr kommt ja sehr, sehr stark aus dem Product Bereich. Ihr fangt jetzt viel, viel stärker auch an, in Softwareapplikationen etc. zu investieren. Wird es einen stärkeren Shift in Richtung Subscription based geben? Es wird immer Schwankungen geben, da bin ich fest davon überzeugt. Wir sind erst am Anfang einer Journey, das heißt, wir werden kontinuierlich auch weitere Produkte in den Markt bekommen. Für Deutschland steht jetzt noch der Launch von von des Tracks des Laufbands auf dem Programm. Auf der anderen Seite, wenn wir jetzt rein übers Subscription sprechen ich glaube, da haben wir auch noch riesige Potenziale, gerade was unsere Digital Subscription angeht, die du auf dem Android oder auf dem iPhone hast. Plus ich bin ein großer Fan zum Beispiel auch unserer Partnerschaft mit Sky in UK. Das sind natürlich auch Modelle, die ich gerne hier für den deutschen Markt umgesetzt sehen will. Deswegen es wird eine permanente Weiterentwicklung sein und deswegen wird diese Ratio kontinuierlich schwanken, je nachdem, wo wir wahrscheinlich auch den Fokus auch drauflegen werden. Sky hast du gerade angesprochen. Wie kann ich mir das vorstellen? Ist das lineares TV auf dem Sender Sky? Es ist wirklich die Integration der Peloton App in das Sky Universum. Bist du Sky Kunde? Vielleicht? Nein. Gut, dann. Dann lass es mich so erklären. Über Sky hast du die Möglichkeit, auch praktisch über Drittanbieter Apps mit reinzukommen. Sei es jetzt in Netflix, sei es jetzt ein sei es jetzt ein Spotify beispielsweise. Und wir sind letztendlich auch jetzt Partner geworden mit bei Sky UK. Verstehe das gerade schon das Thema Applikation angesprochen, jetzt auch im Fall von von Sky, Android und und auch iOS. Könnt ihr euch vorstellen, auch in naher Zukunft eure Applikation beispielsweise für das Thema Virtual Reality zu öffnen, beispielsweise Oculus? Das ist eine gute Frage und es ist schön, dass du sie stellst, weil ich bin auch so ein begeisterter Fan von solchen technologischen Lösungen. Ich habe erst neulich bei meinem Schwager eine Runde Achterbahn gefahren und das war halt aufregend, war toll und was? Es würde mich überraschen, wenn unser Team in den USA das Produktentwicklungsteam, das noch nicht auf der auf der Agenda hatte. Deswegen denke ich mal, das ist schon ist schon auf dem Radar. Auf der anderen Seite wollen wir immer ein Erlebnis bieten. Sei es jetzt das Trad, sei es jetzt das Bike, wo nichts störend ist. Aktuell sind die Brillen noch. Ich will nicht sagen unhandlich, aber sie passen noch nicht hundertProzentig zum zum klassischen Workout. Persönlich, ich bin einer und das klingt vielleicht ein bisschen flapsig, aber ich tropfe immer wie ein Kieslaster, wenn ich mein Workout mache. Das heißt, hätte ich da noch eine eine Brille auf. Das würde nicht funktionieren. Kann ich. Kann ich gut nachvollziehen. Sehr, sehr gut. Martin Wenn. Wenn ich jetzt gefragt werden würde, ist Pelleton eine Tech Company, ist Peloton ein Content Hub oder ist Peloton ein Softwarehaus? Würde ich sagen von allem ein bisschen? Ist das richtig oder wie? Wie siehst du Peloton? Es ist in der Tat der Dreiklang, der uns sehr unique macht. Plus natürlich das Community Thema, was wir direkt am Anfang besprochen haben. Und auch Musik spielt für uns eine extrem große Rolle. Du hast es gesagt Beyoncé ist ein Partner Partnerin von uns. Musik ist Teil unserer unserer Content Strategie. Das heißt, wir wollen halt auch mit den besten Künstlern zusammenarbeiten. Wir wollen auch unsere Klassen so produzieren, dass wir auch die beste Musik dahinter haben. Weil das macht natürlich auch das Erlebnis Peloton am Ende des Tages aus. Wenn du auf Künstler finanzierst, geht dir soweit, wirklich auf exklusiven Content seitens der Künstler auch zugreifen zu wollen, was die Audiountermalung angeht? Oder sagt er so weit gehen wir erst mal an dem Punkt noch nicht. Das sind sicherlich Überlegungen, die global auch stattfinden. Für Deutschland ist es erstmal weiter an sogenannten Artist Right zu arbeiten, also spezielle Artists zu nehmen, gemeinsam Konzepte mit denen zu entwickeln. Und da wird sicherlich in der Zukunft auch weitere geben. Was wird der Schwerpunkt sein in naher Zukunft? Werdet ihr euch verstärkt um das Thema Technology kümmern? Ist es eher Content Content Production, in dem ihr schon unheimlich gut aufgestellt seid? Oder glaubst du oder weißt du vielmehr, dass ihr verstärkt in das gesamte Thema Software, Infrastruktur und Softwareentwicklung einsteigen werdet? Es wird alles drei sein und ich gebe dir ein paar konkrete Beispiele. Content. Wir haben jetzt zwei große Studios in New York, in London, wo die Produktion unseres Contents stattfindet. Wir werden weiter Instructor auch für Deutschland hiren. Dezidiert. Wir werden auch breiter in dem Content sein. Also wer uns jetzt zum Beispiel jetzt noch als reine Bike Company wahrnimmt, dem sei gesagt wir bieten mehr. Wir bieten Strength, Stretching, Meditation, Yoga an, auch in diese Richtung geht es immer weiter. Dann haben wir gesagt, Hardware wird weiter eine Rolle spielen. Also wir sind bei weitem noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt in einen Markt, den es jetzt erst zu entwickeln gilt und zu erobern gilt. Und natürlich auf der Softwareseite passieren kontinuierlich Veränderungen. Also wenn ich mir die Software von, sage ich mal, vor zwei Jahren anschaue, wo ich eingestiegen bin, was es jetzt mittlerweile alles gibt, es gibt die Features High five Hashtags. Neulich gab es einen Test mit Gamification, wo wir auch erstmals rausgegangen sind mit neuen Konzepten in die Community, um einfach mal das Feedback zu sehen. Ist das was? Treibt es das Thema Engagement? Ist es begeisternd und das wird sicherlich uns immer weiter begleiten. Super spannend. Was sind eure Erfahrungen im Bereich In App Games? Wir sehen, dass im Markt auch mittlerweile Unternehmen wie Play Pulse ganz explizit in diesen Markt hineingehen, mit eigener Hardware und auch eigener Software. Offenbar ist hier hoher Demand vorhanden. Fragezeichen.Ähm, wir sind mit unseren Engagementzahlen mehr als zufrieden. Das muss man einfach ganz klar sagen. Äh, auf der anderen Seite, es ist immer ein Snapshot. Ja? Das heißt, wir müssen immer strategisch vorausdenken, im Sinne von: Wie entwickelt sich der Markt weiter? Wie entwickelt sich die Denke bei dem Konsumenten, bei der Konsumentin weiter? Was wird in naherer Zukunft, äh, gefordert? Und ich glaub', Gamification ist so 'n Thema, was wir in vielerlei Hinsicht sehen und da wollen wir natürlich mit dabei sein. Deswegen ist es halt auch explizit wichtig, dass wir halt bestimmte Konzepte testen. Ähm, und, äh, ich hab's gesagt, es wird weiter so gehen. Ähm, wo die Richtung hingeht, äh, gut, das wird die Zukunft zeigen. Mhm. Habt ihr das Game intern entwickelt oder habt ihr es entwickeln lassen? Äh, so viel ich weiß, äh, ist es in der Tat eine Entwicklung unsererseits, ähm, weil wir wollen natürlich-- Ja, wir wollen natürlich erst mal das beste Team haben, was sich auch grundsätzlich mit dem gesamten Ökosystem auseinandersetzt von Peloton. Also sprich auch die Übergänge kennt hin zu Content, Musik, zur Hardware, ähm, und nicht, nicht ohne Grund bauen wir halt entsprechende Ressourcen auch weiterhin in den USA auf, beziehungsweise auch jetzt nach Covid recrutieren wir rund um den Globus. Okay. Du hast gerade Ökosystem angesprochen. Ähm, würde es Sinn machen, dass das Peloton perspektivisch als Plattform auch seine, sein, sein App-Ecosystem öffnet? Das heißt, dass ich als Spieleentwickler World of Warcraft, ja, aufs Peloton bringen kann? (lacht) Wir sind, wir sind-- Ehrlicherweise sind wir relativ restriktiv, was die Nutzung unserer APIs angeht. Einfache-- Der Hintergrund dahinter ist, wir haben aus unserem Verständnis heraus, es mit medizinischen Daten zu tun. Also jeder hinterlässt ein Stück weit nicht nur seine Geburtsdatum, Größe, Gewicht, sondern da gehen auch Leistungsdaten rein, wie ich mich über die Zeit entwickle. Da gehen, ähm, Daten, wie zum Beispiel auch meine Heart Rate, also mein Herzschlag, äh, sich, äh, in den entsprechenden Workouts aufbaut. Da sind wir sehr, sehr vorsichtig, ähm, und ich glaube, das ist auch ein sehr, sehr wertvolles Asset, wahrscheinlich sogar das wertvollste Asset und das wollen wir auf jeden Fall nicht riskieren. Ja, kann ich absolut nachvollziehen. Okay, gut. Hab ich verstanden. Ähm, ihr habt eine ganz, ganz große Akquisition durchgeführt. Precore, vierhundertzwanzig Millionen, also 'ne verhältnismäßig große Übernahme, auch für Peloton-Verhältnisse. Erzähl uns kurz zu den Synergieeffekten. Was steckt hinter Precore? Was macht Precore und warum macht, macht das so hochgradig Sinn? Ähm, zuerst mal, du hast gesagt Akquisition. Ich bin ein großer Freund von Zusammenschluss, weil es war wirklich eine, eine sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit von Anfang an und ich glaube, da haben sich, ähm, da haben sich zwei getroffen, die einen sehr, sehr identischen Fokus auf den Member haben und die gleiche Vision, was Connected Fitness angeht. Ähm, und deswegen bin ich sehr, sehr froh und sehr, sehr stolz, dass das jetzt auch geklappt hat. Und Hintergrund der ganzen Geschichte ist, vielleicht kennen einige der Zuschauer auch Precore. Precore hat einen sehr, sehr starken Footprint oder einen sehr, sehr langen Footprint, gerade im Commercial, äh, Geschäft, sprich in der Ausstattung von Hotels oder, ähm, Fitnessstudios. Ähm, Hintergrund dieser Akquisition, wo wir sagen, das passt sehr, sehr gut, ist natürlich, es erlaubt uns, auf Produktionskapazitäten von Precore zuzugreifen. Aktuell produziert Peloton in, ähm, Taiwan. Ähm, mit Precore haben wir zusätzliche Produktionsstrecken in den USA. Das ist auch noch mal 'ne sehr, sehr gute Ergänzung zu unserer eigenen Fabrik, äh, den sogenannten POP, den Peloton Output Park. Äh, das Announcement gab es, glaube ich, letzte Woche. Dann, ich hätte jetzt gesagt, die sehr, sehr lange Erfahrung von Precore, äh, vierzig Jahre lang am Markt. Das heißt, dass auf R&D-Seite ein enormes Wissen, eine enorme Capabilities sind da vorhanden, von dem wir neun Jahre alt, äh, ich glaube mehr als profitieren werden. Und dann ganz am Ende, äh, für mich aus der lokalen Perspektive natürlich sehr, sehr spannend, dieses Zugriff auf ein breites und tiefes Commercial Network, äh, seitens Precore, das uns auch ermöglicht, das Thema die Verfügung oder Verfügbarkeit von Peloton-Bikes, gerade im Hospitality-Bereich, äh, weiter voranzutreiben. Okay. Und so wie ich das gesamte verstanden habe, werden diese beiden Brands auch weiterhin erst mal sehr, sehr autark aktiv bleiben. Richtig. Du hast gerade von Vision gesprochen. Was ist die Vision von Peloton? Ich meine, die übergeordnete Vision ist natürlich, äh, dass-- Ich will es jetzt nicht zitieren, was John immer nutzt, aber letztendlich geht es sehr, sehr stark darum, mit Hilfe von Technologie und den Produkten, die wir anbieten, äh, letztendlich das Menschen wieder zu Sport hinzuführen, das Bewusstsein für Bewegung, Bewusstsein für Gesundheit weiter zu pushen. Äh, das inkludiert jetzt nicht nur diejenigen, die jetzt schon Sport machen, sondern, ähm, auch platt gesagt, denjenigen, der schon seit zehn Jahren nur auf dem Sofa sitzt, aber trotzdem so 'ne intrinsische Motivation oder so 'n generelles Interesse hat zu einem gesünderen Leben. Gerade mit Covid hat das, glaube ich, eine große Rolle und nochmal einen ganz großen Aufschwung, ähm, erlebt und es wird auch weitergehen und wir wollen natürlich in dem Bereich Connected Fitness 'ne sehr, sehr große Rolle dabei spielen. Du hast Covid gerade angesprochen. Ähm, absolut nachvollziehbar, dass, dass ihr während Covid mit Sicherheit 'n sehr erhöhten Absatz eurer Räder auch durchführen konntet. Lässt sich dieser Erfolg replizieren? Bin ich fest davon überzeugt. Ähm, was mich das glauben lässt, ähm, und ich bin jetzt nicht der Freund von Glauben und Gut Feelings und Beliefs. Wir sind 2019, November 2019 hier in Deutschland gestartet und waren sehr, sehr happy mit dem, was wir erlebt haben, wie das Produkt aufgenommen wurde, wie das Konzept aufgenommen wurde im Ganzen. Dann kam natürlich Covid, ähm, und, äh, machen wir uns nichts vor. Covid war tief einschneidend, auch für uns. Also ich bin jetzt nicht derjenige, der sagt, wir sind absolute Profiteur von Covid. Wir waren aber grundsätzlich froh, äh, Menschen ein, ein Produkt zur Verfügung gestellt zu haben, mit dem sie weiterhin Sport treiben konnten, weil die, sag ich mal, die Gyms waren zu, es gab Ausgangssperren und so weiter und so fort. Ähm, und es hat sicherlich dazu geführt, dass das Konzept von Peloton-Connected Fitness, Fitness at Home noch mal eine ganz andere Wahrnehmung bekommen hat, sodass jeder auch versteht, wofür wir stehen, aber auch andere Player innerhalb des Marktes. Jetzt habe ich einen Peloton zu Hause stehen. Habe ich nicht, aber ich kenne Leute, die einen zu Hause stehen haben. Ich bin ja, was die Hardware-Komponente angeht, gewissermaßen dann auch limitiert auf in dem Fall Spinning, wenn ich ein Bike zu Hause stehen habe. Die Kombination zwischen Hardware, Software, Community ist ja recht einzigartig und auch Content. Das ist mit Sicherheit auch ein großer Wettbewerbsvorteil. Wie bewertest du das gesamte Thema der Fitness-Armbänder, weil ihr ja bisweilen, was die Hardware-Komponente angeht, doch durchaus limitiert seid, ein Fitness-Armband erst mal recht offen ist, was die sportliche Aktivität angeht. Wie bewertest du das gesamte Thema für Paletten? Ich teile die Frage mal in zwei Elemente. Das Erste ist, selbst wenn du ein Bike zu Hause stehen hast, hast du natürlich vollen Zugriff auf alle Workouts. Also nicht nur Bike-Workouts, sondern auch Strength oder Stretching. Das heißt, du kannst es auch entweder, je nachdem, was du für ein Modell hast, kannst du den Screen drehen oder du kannst auf deinem Fernseher streamen oder nutzt auch die Mobile App. Also das ist sicherlich wichtig zu verstehen. Das zweite Thema ist, was wir bei unseren Produktentwicklungen immer im Fokus haben, ist der genannte Dreiklang, sprich Hardware, Content und Software. Das muss alles mit funktionieren. Die Frage ist, kann das auf einem Fitnessarmband funktionieren in der Art und Weise? Ehrlicherweise, ich weiß es nicht. Und es gibt auch schon sehr, sehr etablierte Partner in diesem Bereich, die einen verdammt guten Job machen. Machen wir uns jetzt vor. Und die Frage ist eher: Wie stellen wir sicher, dass diese Partner unterstützt sind, gemeinsam mit Peloton, sodass du deine Uhr letztendlich mit unserer Hardware direkt connecten kannst. Das heißt, aktuell eher ein Schnittstellenthema? Genau. Okay, habe ich verstanden. Martin, bleiben wir mal beim Thema Content. Du hast es gerade auch angesprochen, dieser Dreiklang Content. Ich nehme euch am Markt so wahr, dass ihr wahnsinnig, wahnsinnig hochwertigen Content produziert. Da muss man sagen: Chapeau, Qualitätsniveau sehr, sehr hoch. Gewissermaßen kann man euch vielleicht auch ein bisschen mit Netflix vergleichen, die auch Pioniere dort gewesen sind im Bereich der Content-Produktion. Verschafft euch das einen Vorsprung, dass ihr einfach wahnsinnig viel Content, quantitativ viel Content und auch guten Content habt und dass sich so schwer von Wettbewerbern auch nicht replizieren lässt? Das denke ich schon. Aber zuerst gebe ich erst mal das Lob, gebe ich gerne an das Team auch weiter. Das ist natürlich, wo ein extremer Fokus drauf liegt, auf der Content-Produktion. Ich vergleiche es immer Hollywood-mäßig. Das heißt, bei den 40 Instruktor, die wir aktuell insgesamt haben, wird sehr viel Wert darauf gelegt, die richtigen Talente zu finden. Das heißt, dieser Screening-Prozess, dieser Training-Prozess ist sehr, sehr zeitintensiv und das ist eine Komponente innerhalb unserer Content-Produktion. Und dann ist natürlich unsere Studios in London und New York erfüllen alle höchsten Ansprüchen. Das heißt, da ist nicht nur von der Technologie oder auch von den Mitarbeitern sind da die besten Talente zusammengebracht, sondern es wird auch permanent weiterentwickelt. Das heißt, ein Instructor, der heute gehired wird, bekommt jegliche Trainings, die er braucht, sich wirklich darauf zu fokussieren, den besten Content zu produzieren. Bedeutet, der Content wird bei euch immer im Studio produziert? Das ist jetzt nicht Udemy-like, dass ich als Trainer mal mich kurz ins Homeoffice stellen kann, dort ein paar Sessions aufzunehmen. Das heißt, immer gleichbleibende Qualität in den eigenen Studios und das jetzt in London. Du hast gut recherchiert. Wir hatten eine Ausnahme und diese Ausnahme, ich glaube, das würde auch jeder nachvollziehen, zu Covid-Zeiten und mit den Reisebeschränkungen mussten wir auch auf Produktionen ausweichen, die dann von zu Hause aus stattgefunden haben, also sprich aus dem Wohnzimmer der jeweiligen Instruktoren. Aber auch hier haben wir entsprechende Produktionskits letztendlich in die Wohnungen gebracht. Aber unser gängiges Konzept ist wirklich Produktion in den Studios. Studioproduktion, okay. Hemmt euch das in der Skalierbarkeit? Ich würde sagen, die Studios, so groß wie die sind und der Euro beziehungsweise Dollar oder Fundbetrag, der investiert wurde, ist auf jeden Fall sehr signifikant gewesen. Wir werden immer irgendwann an eine Grenze kommen. Auf der anderen Seite beschäftigen wir uns natürlich auch intensiv im Sinne von Produktionsplanung: Was können wir anders machen? Was können wir erweitern? Und damit einhergehend ist natürlich auch die Frage: Brauchen wir vielleicht in drei, vier, fünf oder wie viel auch immer Jahren, vielleicht auch ein eigenes oder ein weiteres Studio auch in den anderen Märkten. Aber das ist jetzt aktuell, steht jetzt nicht zur Debatte, weil gerade das Studio in London ist jetzt brandneu. Das heißt, es ist noch nicht offiziell eröffnet und es wird ganz andere Möglichkeiten noch mal ermöglichen. Verstehe. Bleiben wir mal beim Punkt Kosten. Peloton war ja vor einiger Zeit noch mit einem relativ hohen Entry Point, würde ich sagen, verbunden und mittlerweile kann ich aber die Applikation auch beim iOS-Store oder im Android-Store downloaden, gehe dort eine Subscription ein und kann dann halt wirklich komplett auf diese schöne Content Library zugreifen. Wie entwickelt sich das Thema bei euch mit der Applikation, neuen Zielgruppen? Seid ihr happy? Ich bin happy mit der App, auch vor dem Hintergrund, dass es jetzt noch nicht so lange die App gibt, also knapp für iOS ein Jahr, für Android noch viel, viel weniger. Es ist für uns ein sogenannter Einstiegsprodukt in die Peloton-Welt. Sprich, für 12,99 € hast du wirklich den Einstieg, kannst alles sehen, was wir an Content produzieren. Wird sehr, sehr gut angenommen, auch vor dem Hintergrund, dass viele auch jetzt.Noch mal ganz anders Peloton wahrnehmen, nämlich unabhängig vom Bike und auch sehen, wow, das ist echt krasser Content und jeden Tag kommt was Neues hinzu. Ähm, das, das stellt uns schon so ein Stück weit, boah, ja, ich will nicht sagen in den Fokus. Ich will auch nicht sagen, wir sind da best in Class, aber ich glaube, wir haben schon verdammt gutes Produkt da am Start. Und, ähm, für diejenigen, die letztendlich entweder sofort ein Bike haben wollen, beziehungsweise dann letztendlich auch upgraden aus der App heraus. Gut, wir haben jetzt zwei Bikes, ähm, praktisch am Start im Verkauf. Das Original Bike, ähm, das hat schon zweimal eine Preissenkung, ähm, mitgemacht. Das heißt, wir haben letztes Jahr eine Preissenkung gemacht, plus wir haben auch die Mehrwertsteuer letztendlich auch direkt durchgegeben. Ich glaube, das ist unser Ansatz, dass wir sagen, ähm, wir wollen auch die Demokratisierung, wir wollen unsere Produkte für alle wirklich zugänglich machen. Ja. Okay, das heißt, kleiner Entry Point oder einfacher Entry Point. Kannst du ein bisschen was zu der Konvertierung der Zielgruppe erzählen, hin zu euren Core-Produkten? Ähm, die ist aus der App heraus sehr gut, ohne jetzt auf Zahlen eingehen zu wollen, aber die ist schon, ist schon, ist schon-- Da klopfen wir uns manchmal ganz, ganz selten auch auf meine Schulter. (lachen) Ähm, aber grundsätzlich, ähm, haben wir schon eine sehr, sehr begeisterte Community in Deutschland. Ähm, nicht so-- Da spielt sicherlich auch der Aspekt Retail 'ne große Rolle. Also das ist ja eine Säule, wo wir auch in den letzten vierundzwanzig Monaten sehr viel Muße und Geld investiert haben, um wirklich das Produkt wirklich greifbar auch zu machen. Ähm, das heißt, wir haben jetzt acht eigene Stores, Owned und Operated plus noch gemeinsam mit der Intersport Gruppe, Breuninger, ähm, und auch Fountain Hannover haben wir noch Stores und Stores, ähm, wirklich, ich sag's immer so, altes Coca-Cola-Schlagwort „Only an length away", dass jeder, der mal das Produkt anfassen will – und das, das ist wichtig – einfach sich ins Auto setzt oder ins öffentliche Verkehrsmittel und dann in einen Store reinkommt. Ist das ein kulturelles Thema? Also brauchen wir die Stores hier in Deutschland? Sind, sind wir hier noch nicht so weit, dass wir es uns trauen, ein Produkt in Höhe von zweieinhalb bis dreitausend Euro online zu erwerben? Ähm, hätten wir jetzt jemanden von Tesla hier oder vielleicht sogar von Polestar, würde ich sagen, ja. Ähm, ich glaube, das ist so ein Mentalitätsthema. Ich glaube, auch wenn, wenn die Tasche voll Geld ist, einfach mal den Sattel anzufassen, in unserem Fall vielleicht mal auf dem Screen, ähm, rumzu-, rumzuprobieren, ähm, es spielt 'ne Rolle. Nicht ohne Grund haben wir auch unsere Stores so eingerichtet, dass derjenige, der wirklich an dem Produkt interessiert ist, wirklich einen kompletten Test Ride machen kann. Das heißt, der kann dort sich umziehen, der kann duschen. Ähm, das bietet kein anderer Player, ähm, und, ähm, das macht uns halt ... Darauf wollen wir halt einzahlen, auf diesen lokalen Unterschied. Auf den lokalen Unterschied, sehr schön. Ähm, für die Audience, die uns, die uns jetzt gerade zuhört und zuschaut, wo finde ich denn einen Store seitens Peloton? Was, was sind die Städte in Deutschland, die ihr adressiert? Wir sind also Hamburg, Berlin, ähm, Hannover, ähm, Osnabrücken, Bremen, Münster, Köln, Düsseldorf, Stuttgart. Osnabrück überrascht mich tatsächlich. Ja. Also nicht nur, weil ich selber Osnabrücker bin. (lachen) Osnabrück hat circa hundertfünfzigtausend Einwohner. Das heißt, ihr seid nicht mehr nur in den urbanen Ecken. Absolut, genau. Ähm, das heißt, unsere Community kommt von überall her. Ähm, wir wissen aber auch, ähm, wir haben durchaus Fans gehabt, Member gehabt, die zweihundert, dreihundert Kilometer wirklich zum Beispiel in den Hamburger Store gefahren sind. Und für uns einfach ein klares Zeichen, dass wir einen sehr, sehr guten Job gemacht haben, auch bei den verschiedenen Researches zu sagen: „Hey, wir müssen überall präsent sein in Deutschland." Mhm, in der Fläche. Bleiben wir beim Thema Community. Jeder der mir bekannten Peloton-Besitzer ist wirklich unheimlich stolz auf das Produkt, muss man sagen. Ähm, das liegt mit Sicherheit an diesem Dreiklang, ja: Brand, Pricing, Content, Innovation, etc. Ähm, wie systemisch geht ihr dann eigentlich das, das Thema Community Building an seitens, seitens Peloton? Ähm, da geht, geht sehr viel Muße rein, muss man, muss man ganz klar sagen. Wir sind, ähm, anders als vielleicht andere Player, ähm, versuchen wir jetzt aber nicht diktatorisch zu bestimmen, was die Community tun und lassen soll. Das heißt, wir bereiten letztendlich ein Framework vor. Ähm, die Community weiß das sehr, sehr zu schätzen. Sie wird auch bei uns auch immer ein offenes Ohr bekommen, sei es jetzt für Lob, sei es jetzt für Kritik. Ähm, wir haben Community Management inhouse. Ähm, das heißt, wir haben eigene Teams, die nichts anderes machen, als wirklich ein Auge zu haben auf die verschiedene Communities. Was ist die, ähm, was passiert da? Was sind Themen, die wir dann aufpicken und dann vielleicht auch eskalieren? Ähm, und wir unterstützen auch so weitestgehend. Ähm, ich picke mir jetzt eine Community, ähm, eine Subcommunity, die sich aus der Community mal gebildet hat, die German Ladies, mittlerweile mehrere tausend, die begeisterte Peloton-Fans sind, ähm, sich am Wochenende zu Workouts verabreden, teilweise, ähm, sich auch gemeinsam physisch verabreden, ähm, unsere Stores besuchen. Und das ist natürlich das Beste, was passieren kann. Ich glaube, das ist einfach so, das zeigt, was, was Peloton, ähm, auch darstellt, ähm, und wir unterstützen an der Stelle. Wir sind aber nicht diejenigen, die mit einem erhobenen Zeigefinger dann daneben stehen und sagen: „Das dürft ihr nicht machen und hier, unser Anwalt schreibt gleich erst mal einen Brief an euch." Nee. Also wie gesagt, wir wollen das unterstützen und, ähm, so weit funktioniert es sehr, sehr gut. Hohe Brand Loyality, definitiv. Bist du selber auch aktiv in einer Community hier in Berlin? Wahrscheinlich wird's diverse Communities hier in Berlin geben, Peloton-Communities. Ich fahr, ich fahr in der Tat unter dem Hashtag Peloton Brandenburg, ähm, ohne jetzt meinen Rider-Namen hier, ähm, (lachen) zu veröffentlichen. Ähm, und es gibt verschiedene Subcommunities. Neben den German Ladies gibt es auch die German Gents, ähm, und auch unsere Instructor haben ihre eigenen Fan-Gruppen. Mhm. Das muss man auch dazu sagen. Ähm, toll zu beobachten. Ja. Sprechen wir noch mal kurz über eure Trainer. Mhm. Die haben ja teilweise wirklich sehr, sehr große Social-Media-Accounts, ja, mehrere Millionen Follower teilweise. Unterstützt ihr eure Trainer aktiv dabei, auch beim Aufbau der Personal Brand?Also wir wollen, wir wollen natürlich erstmal die besten Instructor haben. Das heißt, sie wissen, dass sie mit uns also erstmal eine Arbeitsumgebung bekommen, obwohl ich den Begriff gar nicht so sehr mag, wo sie sich vollkommen darauf fokussieren können, was sie am besten können und was sie gerne machen. Ähm, und dazu gehört natürlich auch, ihnen ein stückweit das globale Präsenz aufzuzeigen. Ein Erik hat zum Beispiel auch seine, ein Erik Jäger hat seine Fanbase auch in den USA oder UK, äh, und das finden wir toll. Klären Sie mal auf, wer ist Erik? Erik Jäger, auch bekannt unter Hauptstadttrainer. Er war unser erster, wirklich der erste männliche Instructor, äh, den wir für Deutschland hatten, äh, auch seit fast zwei Jahren mit am Start. Ähm, sehr, sehr netter Typ, tolle Klassen macht er und, äh, ich glaube, er verkörpert Peloton, äh, zu hundert Prozent, genauso wie die anderen Instruktoren. Und mit dieser, mit diesem, mit dieser Präsenz vor dem Screen, ähm, du hattest gesagt, wird natürlich auch die Fanbase immer größer. Das heißt, unsere Instruktor kriegen auch allen Support, zum Beispiel ihre Profile auch zu pflegen. Es ist auch Ziel von uns, ihnen ein Profil zu geben und oder ihnen dabei zu helfen, ein bestimmtes Profil auch aufzubauen. Äh, einige von ihnen haben auch extern Support, sprich auch Community Manager, äh, die zum Beispiel sich dann um Instagram und Co kümmern. Ähm, also es geht Hand in Hand. Das heißt ja, der Trainer kommuniziert auch nicht nur unter der Flagge Peloton, sondern kommuniziert auch gewissermaßen im privaten Modus. Es ist wichtig, dass der, dass der Instructor auch, äh, auch ein eigenes Leben hat. Ja klar, das macht Social Media dann ja auch an dem Punkt authentisch, ansonsten würde es nicht funktionieren. Ähm, sprechen wir noch mal über die Kosten Situation bei euch. Ihr habt eine relativ hohe Customer Acquisition Cost Situation. Ihr seid ja auch sehr medienwirksam aktiv in verschiedenen Channels, äh, wie, wie unter anderem auch TV. Kannst du uns ein bisschen was zu dieser Strategie erzählen, ähm, und vor allem auch wie stellt sich die Customer Lifetime Value bei euch dar? Ich würde mal die Hypothese aufstellen, wenn ich wirklich ein Hardware Bike habe zu Hause dürfte mein CLV relativ langlebig sein, ähm, dürfte sich beim, beim Thema Applikation etwas anders verhalten, aber vielleicht kannst du ein bisschen Licht da ins Trügere bringen. Ich gebe mal ein paar Zahlen durch. Also was das Thema CLV angeht, stehen wir glaube ich sehr, sehr gut da. Also sprich, wenn wir, wenn man, wenn man sich die die Reports, die öffentlichen Reports auch anschaut neunzig Prozent nutzen das, mehr als neunzig Prozent nutzen das Bike auch nach einem Jahr noch. Das heißt diese, diese Nutzung, äh, Turn ist vergleichsweise gering an der Stelle. Und das zeigt auch, hey, das Produkt funktioniert, ähm, und, äh, das macht uns sehr, sehr stolz. Ist aber natürlich ein starker Antrieb. Und Antrieb ist glaube ich eine gute Überleitung hin zu, ähm, warum wir halt auch sehr, sehr stark in die, in TV beispielsweise investieren. Angesprochen auf deine Acquisition Cost. Ja, die sind natürlich gerade in, in einem Land wie Deutschland vergleichsweise höher als in UK, in den USA. Einfach vor dem Hintergrund, wir haben jetzt nicht das klassische Soul Cycle Heritage hier. Boutique Fitness ist sicherlich auch nicht in der Art und Weise verbreitet, wie es beispielsweise in den USA war. Das heißt, wir hatten nochmal einen ganz anderen Aufwand, um das Konzept zu erklären, was Peloton ist, was Peloton bietet. Ähm, und wir haben für uns herausgefunden und wir sind schon eine daten, datengetriebene Company, dass TV weiterhin ein sehr, sehr guter Kanal ist. Das heißt, wie wollen jemand, der authentisch ist, der ein stückweit auch, sage ich mal so repräsentativ für, sage ich mal, entweder einen deutschen Schauspieler, Schauspielerin ist oder generell ein Entertainer. Und es gibt schon Unterschiede, ganz klar. Ich glaube, unsere amerikanischen Instruktor sind noch sehr, sehr stärker, spielen die Entertainment Schiene, also wirklich so auch die Klassen als ein stückweit kleine Show zu nutzen. Sie sind sicherlich auch auf der Tonspur noch mal deutlich präsenter. Also was im Sinne von wie sie einen durch den Kurs begleiten. Und das ist auch schön. Letztendlich ist es auch wichtig, dass jeder, der sie aufs Bike setzt oder aufs Laufband geht oder auch die, die die mobile App nutzt, hat den Instructor raussucht, auf den er gerade Lust hat. Also ich bin auch jemand, der ist jetzt nicht so-Einen Faktor, den wechsle ich nie, sondern es ist auch sehr, sehr tagesabhängig. Ah, also, ich mag zum Beispiel Cliff, ähm, ah, sehr, sehr gern, wenn's um das Thema Hinführung, äh, des Workouts hin zur Musik geht. Also er hat ein extremes Music Knowledge. Äh, Mailer, Shoutout an Mailer, äh, das ist so genau meine, meine Musik, so Independent, Alternative. So, das ist so, ne... Und, äh, wenn ich dann mit Erik-- Erik ist dann so 'n, so 'n Typ so, boah da gibt's auch mal so den, den Climb Ride oder so 'n bisschen Strength und so was. Ähm, da fühle ich mich ganz geborgen bei ihm. Wie erfolgt das Matchmaking bei euch? Ähm, ihr, ihr habt unheimlich viel tollen Content. Ja. Hmmm, muss ich als User letztendlich mir die Trainer selber rauspicken oder habt ihr mittlerweile ein Matchmaking und sagt: „Eigentlich würde folgender Trainer gut zu dir passen. Auf Basis deiner Historie empfehlen wir dir folgenden Trainer." So eine Recommendation Engine letztendlich. Ja, wir lassen-- es ist indirekt, äh, uns mal, uns zu sagen. Was wir, was wir machen wollen, du sollst am Anfang direkt die komplette Auswahl haben, im Sinne von: Nach was ist dir gerade? Ist es der Mood? Ist es jetzt so die Musik? Äh, so dass du jetzt nicht ein Stück weit limitiert bist, indem du halt sagst, rein auf der Historie raus gibt's nur zwei Trainer. Ähm, und, äh, wenn du aber im Anschluss eines Workouts hast du dann schon bestimmte, sage ich mal, Empfehlungen, was du anschließen könntest, die letztendlich zu dem vorherigen Workout letztendlich gepasst haben, also zu dir gepasst haben. Ähm, ich glaube, es wird weiterhin so Entwicklungen in diesem Bereich auch geben. Bin ich fast davon überzeugt, weil wir werden ja auch smarter, wir kriegen mehr Daten zusammen. Aber so wie es jetzt ist, finden wir auch im Hinblick auf die Community und das Feedback, ist die beste Lösung. Martin, mit Blick auf die Uhr sind wir so gut wie am Ende unseres Interviews angekommen. Glaskugelfrage. Ein bisschen, ein bisschen die Zukunft, ja, Glaskugel. Was, was siehst du? Wie entwickelt sich der Markt gesamtheitlich? Gar nicht unbedingt auf Peloton reduziert. Jetzt dachte ich, jetzt fragst du, wo ich in einem Jahr stehe und welches Fitness Level ich dann habe. (Lachen) Was auch spannend wäre, ja. Ja, ich bin year over year bin ich ganz happy, muss ich sagen. Also letztes Jahr war ich, äh, nicht, nicht so in Schuss wie dieses Jahr. Das war gerade year over year angestanden. Das heißt, das Thema Analytics ist auch ein wichtiger Bestandteil bei euch. Absolut, absolut. Also, ich hab's gesagt, wir sind ein zahlengetriebenes Unternehmen. Wir schauen uns sehr, sehr stark alle Metrics an, einfach zu sehen, hier, wo sind Stellhebel, äh, wo sind Dinge, die wir auch verändern wollen? Wo erkennen wir auch Trends frühzeitig? Aber zur Glaskugel: Ähm, ich glaub', das Thema Connected Fitness, äh, wird, wird immer breiter werden. Das heißt, die Awareness dazu, auch die verschiedenen Möglichkeiten, das auch zu Hause zu nutzen, werden immer breiter werden. Also losgelöst von, ist es jetzt 'n Bike, ist es jetzt 'n Thread, und so weiter und so fort. Es wird mehr Möglichkeiten auf der Produktebene geben. Ich glaube, wenn man sich das, jetzt nehme ich mal Peloton ganz beiseite. Ich glaube, wir sehen das jetzt auch schon, äh, bei den klassischen Fitnessketten, äh, diese Entwicklung von Hybridmodellen, auch getrieben durch Covid, dass man sagt, so die physische Präsenz wird ergänzt um sehr, sehr starke digitale Komponenten. Ähm, und da wird die Reise für mich perspektivisch ganz klar hingehen, ähm, und da bin ich auch sehr, sehr gespannt, weil natürlich gerade mit Technik und weiteren Innovationen in diesem Bereich sind, glaube ich, die, ich glaube, wir können uns noch gar nicht vorstellen, was es noch für Möglichkeiten geben wird. Wunderbar. Martin, vielen, vielen lieben Dank für diesen Talk. War sehr- -kurzweilig. Hat absolut Spaß gemacht und, äh, ich wünsche dir weiterhin viel, viel Erfolg. Danke. Und vielleicht bleiben wir perspektivisch auch in Kontakt in Form eines Challenges auf einem Peloton Ride. (Lachen) Das, äh, nehme ich beim Wort. Sehr schön. Wunderbar. Mario. Ja, vielen Dank, lieber Martin. Vielen Dank, lieber Shahab, für diesen, wie ich finde, bereichernden Talk. Ähm, unsere Community hat es auch, das kann ich schon sagen als direktes Feedback, extrem gut gefallen. Also herzlichen Dank. Auch dass du es geschafft hast, hier heute persönlich vorbeizuschauen. Das ist ja alles andere als selbstverständlich weiterhin. Und ich hoffe, wir konnten dir hier auch ein schönes Setting vermitteln heute im Rahmen der OMKB. Ähm, lieber Martin, wir haben uns tatsächlich heute gegen offizielle Speakergeschenke entschieden, aber dafür – und ich hoffe, das ist in deinem Sinne – für eine Spende an den Verein Integrationslotsen eV für eben auch dein persönliches Engagement hier heute. Dafür ganz herzlichen Dank. Die Integrationslotsen, der eine oder andere kennt sie natürlich schon aus den vergangenen zwei Konferenztagen, ähm, sorgen für die bessere Integration von Migranten in Deutschland für einen besseren Anschluss in entsprechend der deutschen Gesellschaft, unter anderem mit Unterstützung im Bereich der Sprachhilfe, des Sprachaufbaus also, oder der Unterstützung zur Teilnahme an Ferienfreizeiten. Richtet sich also auch insbesondere an junge Menschen, wie wir finden, ein weiterhin extrem wichtiges und auch jetzt gerade schon wieder akuter werdendes Thema. Ganz herzlichen Dank an euch beide und wir gehen jetzt noch einmal in die ganz kurze Pause. Bis gleich. Stay tuned. (Musik Lauter)
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