(Musik läuft im hintergrund) Hallo und welcome back zu OMKB, weiterhin live hier aus unserem Studio in Berlin. Ich möchte euch, liebe OMKB Community, noch einmal unsere Hashtag Challenge erinnern. Wir haben ganz viel Social-Media-Postings von euch gesehen, heute im Laufe des Tages. Dafür herzlichen Dank und mein Aufruf noch mal in eure Richtung: Jeder, der ein Content Piece postet auf seinem präferierten sozialen Netzwerk, der bekommt von uns, zumindest wenn es mit dem Hashtag OMKB versehen ist, tatsächlich eine gratis Ticket für unsere nächste OMKB-Edition im Sommer. Insofern spread the News. Wir freuen uns auf euren Content und haben schon wirklich viel fantastische Beispiele gesehen, auf LinkedIn insbesondere, aber auch auf Twitter und Facebook. Wir kommen jetzt zu unserem letzten Programmpunkt des Tages, sowohl hier auf der Main Stage, als auch auf der parallel laufenden Session Stage. Und ich begrüße und da freue ich mich wirklich persönlich sehr, dass wir wieder einen Gast haben, hier aus Berlin, der tatsächlich vor Ort mit dabei ist. Christoph Bornschein bei uns im Studio. Hallo Christoph. Schön, dass du da bist. Schön, hier zu sein. Ähm Hier? Jawohl. Und bei euch zu Hause. Wir haben gerade schon festgestellt, wir sind hier in einem ganz besonderen Setting, einem Konferenzhotel im MOA in Berlin, Moabit. Und Christoph, diejenigen von euch, die ihn gegebenenfalls noch nicht kennen, ist Gründer und Geschäftsführer der Agentur TLGG, den Torben, Lucy und die gelbe Gefahr. Mittlerweile zählt das digitale Unternehmen zweihundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten hier in Berlin Kreuzberg und auch in New York City. Christoph selbst berät internationale Unternehmen, Marken und staatliche Institutionen bei der strategischen Nutzung digitaler Technologien, ist Autor zahlreicher Fachbeiträge und man kann es sagen, Christoph, gefragter Referent auf Konferenzen und Kongressen. (kichern) Ihr betreut bei TLGG, ähm wie wir sie abgekürzt, liebevoll vielleicht weiterbenennen, Kunden wie Hansgrohe, Deutsche Bahn, Fritz Kola oder auch die BARMER. Und Christoph, du selbst sitzt seit Juni zweitausendzwanzig im Verwaltungsrat des Öko-Stromanbieters LichtBlick, berätst dort auch zu Technologien und Markenfragen, bist aber auch mit Beiratsmandaten aktiv, unter anderem bei der Lufthansa oder auch ehemals gewesen bei der Deutschen Bank. Also nicht nur in Sachen TLGG unterwegs, sondern eben sehr breit aufgestellt. Die T3N schreibt über dich, ich weiß nicht, ob du das weißt: Er ist bekannt für seine schnelle Art zu reden und in kürzester Zeit mit möglichst vielen Fachbegriffen über Digitalisierung sich zu werfen und nennt dich unter anderem „ dem Papst der digitalen Transformation. Etwas seriöser vielleicht von der ähm Auszeichnung her Glückwunsch in deine Richtung. Du wurdest jetzt unlängst gewählt in die Young Global Leaders Class zweitausendeinundzwanzig vom World Economic Forum. Wie ist das, wenn so etwas passiert, Christoph? Explodiert da noch dein Newsfeed oder ist das eigentlich Business as usual? Nein, also gerade das ist nicht so Business as usual, weil wir tatsächlich reden über Nachwuchspolitiker ähm und wirklich einflussreiche Menschen unter vierzig weltweit. Das ist schon ... Ich bin da gerade auch noch dabei rauszufinden, was das überhaupt heißt. Man ist dann da aber plötzlich mit der HR-Chefin von Softbank ähm äh in so Video Calls. Also das ist schon tatsächlich ähm extrem beeindruckend und groß irgendwie. Wie groß, weiß ich noch gar nicht. Und wie kann man sich das vorstellen, wenn ihr in so einem Circle zusammenkommt? Über welche Themen wird dort gesprochen? Ist das mehr ein Kennenlernen eigentlich oder habt ihr eine konkrete Agenda? Na ja, also so zwei Sachen. Es geht ja gerade erst los. Das Ganze hat im März begonnen. Ähm das World Economic Forum in Davos ähm ist natürlich auch eine traditionelle und physische Veranstaltung. Ähm man merkt so ein bisschen, das ist so das erste Jahr, wo sie vollkommen virtuell unterwegs sind und die versuchen gerade, so ein bisschen die Interaktionsformate zu übersetzen ins Virtuelle. Das machen die langsamer als andere Organisationen, weil sie sind auch ein bisschen älter. Ähm Deswegen ist noch viel kennenlernen. Insgesamt geht es natürlich immer die Frage „Impact auf die Entwicklung der Welt. Also das ist schon der Twist, wie die da draufgucken. Das heißt, ich habe jetzt ein paar Sachen gemacht, ähm gerade zu Digitalisierung im Gesundheitssystem, ähm äh Inklusion. Ähm Ich mache ja mehr als nur die Wachstumsseite von Digitalisierung. Ich mache gerade im politischen Raum ähm und auf anderen Gelegenheiten häufig auch diese ganzen Fragestellungen um Teilhabe von digitaler Technologie und das findet da sehr statt. Ähm Also es geht wirklich um: Wie kann ähm Technologie die Welt verbessern in diesem YGL-Kontext? Ähm Geht jetzt los. Eine, wie ich finde, sehr richtige, aber auch ja durchaus komplexer Ansatz: Wie kann Technologie die Welt verbessern? Sicher auch ein Themenkomplex, in dem du dich sehr wohlfühlst. Ich habe mal gelesen, Christoph, dein Tag beginnt bei Twitter. Das war zumindest vor einigen Jahren der Fall. Deine Morgenroutine ist es, erst einmal alle relevanten News in deinem Twitter-Feed durchzugehen, die du selber kuratiert hast, logischerweise. Ist das immer noch so oder hast du keine Lust mehr, bei Twitter reinzuschauen, weil du zu viele negative Nachrichten im Feed hast? Ja, also die Suggestionen sind natürlich total richtig. Ich glaube, es ist so ein bisschen das, wie es uns allen geht, ähm was übrigens auch total gefährlich ist: Wie viel von negativen Nachrichten hält man so aus? Und Twitter ist natürlich da irgendwie so ein Medium, wo das dann sehr kondensiert und ähm bisweilen auch sarkastisch ist. Also ich mache es noch, ich mache noch ähm im Bett liegend ähm so den Twitter-Feed auf. Ich habe wirklich manchmal keine Lust, weil es am Ende ja ein sich selbst umkreisen. Es ist so wie Hedgehog Day. Ähm äh Also wir sitzen da und es ist jeden Tag wieder Murmeltiertag. Ja Das macht Nachrichten im Allgemeinen gerade jetzt nicht spannender und das bringt sich natürlich auf Twitter genauso. Ähm Ich erlaube mir nicht, opt-out zu gehen. Das machen ja viele. So „Ich lese keine Nachrichten mehr, damit ich nicht so schlecht gelaunt bin.” Ich finde, man muss das irgendwie alles aushalten, aber viel Freude macht das gerade nicht. Ähm Ich lese zum Beispiel auch nicht mehr vor dem Einschlafen Twitter, weil ich dann ähm äh irgendwie die Laune mitnehme.Ja, ich habe gesehen, wobei da natürlich auch der Nachrichtentonur ein ähnlicher ist, dass für viele die Tagesschau zum Beispiel wieder zum festen Medienkonsum Punkt geworden ist und dort die Zielgruppendurchdringung wesentlich höher wird. Wir haben auch morgen Tagesschau bei uns mit im Programm, aber das ist etwas, was es noch nicht wieder in deinen Relevanzset geschafft hat. Tagesschau noch nie. Wir sind eine ZDF heute Journal Familie. Meine Welt erklärt mir Klaus Kleber und Marietta Slomka. Also nicht ganz so tradiert. Ich bin in dem 55 plus Medium, nicht in dem 65 plus Medium. Stark. Reden wir ein wenig über Torben, Lucy und die gelbe Gefahr. Es ist so, dass deine beiden Kollegen, die dich jahrelang begleitet haben, Frentzi, die ja Lucy ist, in der Namensgebung, soweit ich informiert habe, und wie spricht man den aus? Boontham? Die gelbe Gefahr eben entsprechend das Unternehmen verlassen haben, nicht mehr in der Geschäftsführungsebene aktiv gewesen, nicht mehr sind, du dich aber dafür entschieden hast, eben TLGG weiterzuführen. Was war für dich der Hauptbeweggrund, weiterzumachen oder hast du es eigentlich nie infrage gestellt? Doch. Ich überlege mir das jedes Mal. Vielleicht ein paar Aspekte dazu. Wir haben das gegründet zusammen und das Versprechen war immer, wir machen das zehn Jahre zusammen und ab dem Moment ist jeder frei zu tun, was ihn oder sie dann umtreibt. Zehn Jahre gab es 2018. Insofern waren wir eh schon in einer Verlängerung, kann man sagen. Und bei Bontham war immer relativ klar, der ist ein bisschen älter, als ich das bin, dass er nicht bis 50 arbeiten möchte. Und das wäre jetzt dann, oh Gott, dieses Jahr, dass er 50 wird. Und man muss Verträge immer in so Zeiträumen verlängern. Er wollte halt tatsächlich über dieses Datum hinaus nicht den Vertrag verlängern und auf Weltreise gehen. Man kann sich ungefähr vorstellen, wie erfolgreich das so war. Der ist dann irgendwann aus dem Aus schlechtes Timing, muss man sagen. Nein, der hat es noch losgeschafft, aber ist dann aus dem Myanmar rausgeschmissen worden, wo man jetzt auch gar nicht mehr sein will. Das ist auch schon ein Jahr her. Und Fremdsie, ähnliches Thema. Die hatten eine kleine Tochter, jetzt auch eine zweite, und wollte, bevor die in die Schule kommt, noch mal die Welt sehen. Das hat sie natürlich jetzt auch nicht gemacht. Die hat ein Buch geschrieben, kommt jetzt auch im Mai raus und wird, glaube ich, ziemlich groß. Bei beiden war einfach so der Moment erreicht von „Ich muss noch mal was anderes gesehen haben. Und das kann ich gut verstehen. Das war immer eine Diskussion, die wir geführt haben und für mich fühlte sich das so an, auch ich musste die Entscheidung ja vor Corona treffen. Ich konnte ja nicht sehen, wie das kommen würde. Für mich fühlt es sich das an, wie die Reise ist nicht vorbei und da ist noch sehr viel, was wir erreichen können. Wir haben das ein Jahr zusammen vorbereitet, haben mit Steffi Lüdecke eine sehr, sehr gute Nachfolge auf der vor allen Dingen Operations Geschäftsführungsposition gefunden kam von Pro7 zu uns. Ja, und meine Idee war, dass wir, nachdem wir New York angefangen haben, einen Brückenkopf zu bauen, dann nach Asien gehen. Also ich hatte dann so inner, als die Corona-Krise anfing und dann sich immer weiter verschärfte, hatte meine Assistentin bei mir stehen im Kalender immer die Städte drüber, in denen ich an dem Tag bin. Und das hatte sie nicht gelöscht. Und dann gab es so Tage, an dem es so hochpoppte, Delhi, Singapur, Ich saß irgendwie alleine im Büro in der Küche und dachte so: „Scheiße, das wäre so schön gewesen. Also für mich war so ganz klar auf dem Plan, wir müssen jetzt diesen Asien-Schritt machen. Das hat sich natürlich irgendwie, ich würde heute sagen, verzögert. Wahrscheinlich ist das so, ja. Aber da greifen wir wieder an, wenn das wieder planbarer wird. Du hast es gerade angesprochen, New York City gehört ja bei euch schon länger, eben entsprechend als Standort mit dazu. Ihr gehört ja auch selber zu Omnicom. Wie intensiv ist in einer normalen Geschäftsumgebung für dich die Beziehung zu New York? Wie häufig bist du selber dort vor Ort gewesen in der Vergangenheit? Gewesen, muss man sagen. Ja, genau. Das muss man tatsächlich sagen. Und daran anschließend die Frage: Wie meisterst du das jetzt? Also für mich ist New York extrem wichtig. New York, das merkt man erst, wenn man da ein Business macht, wenn du, wenn du einen Kunden in den USA gewinnst, ist es immer so, als ob du deine halbe Agentur mit Kunden füllst, hier in Deutschland. Also so die Dimension, das stellt man sich zwar irgendwie intellektuell immer so vor, aber die sind enorm. Als wir Ford gewonnen haben in den USA und die wir auch in Detroit betreuen. Das war ein unfassbar riesiger Account, den man so jetzt erst mal kurzfristig nicht in Deutschland gewinnt. Insofern ist es für uns strategisch enorm wichtig. Wir haben ja auch deutsche Kunden betreut, die Buyers, die BSFs dieser Welt. Und das machte, dass ich eine Woche, ungefähr, im Monat da war. Ich bin tatsächlich gependelt zwischen Berlin und New York, was mal sehr gut ging, weil es einen Direktflug mit United gab. Macht das aber tatsächlich seit einem Jahr nicht mehr. Also für mich fing Corona an, an dem Tag, ich weiß nicht, ob das der 12. März gewesen war. Es war nach meinem Geburtstag. Ich war auf dem Weg nach New York und Trump verkündete, dass ab morgen keine Europäer mehr in die USA kommen und habe vier Uhr morgens tatsächlich meine Flüge gecancelt und das war es dann mit da rüberfliegen. Heißt heute vor allen Dingen Videokonferenz. Ich dürfte auch gerade nicht rein. Also man darf nicht einfach einreisen, man muss Quarantäne vorher machen. Ja klar. Und die Leute nicht sehen. Und das ist natürlich kulturell irgendwie super schwer. Katrin, die das da leitet, ist immer da geblieben. Sie ist auch Deutsche eigentlich. Deswegen ist die Kultur da immer noch gut und toll. Aber zwischendurch hat es die USA eben ja noch mal ganz anders getroffen. Wir hatten Kollegen, die waren 35 Tage am Stück nicht außerhalb ihrer Wohnung und sind versorgt worden mit Amazon-Lieferpaketen, weil es halt so, du wolltest nicht rausgehen, weil du wolltest nicht krank werden, weil nichts mit Krankenhauskapazitäten und so war. Also es war schon psychologisch zwischendurch sehr viel schwerer. Jetzt dreht sich das so ein bisschen. Jetzt sind die wieder in New York kannst du eben ins Restaurant gehen, auch drinnen wieder. Die haben alle Impftermine. Also jetzt kannst du dir angucken, wie sich es angefühlt hat andersherum. Wir sitzen in so einer Situation wie der jetzigen und bei denen bewegt sich das irgendwie gerade schneller wieder raus, ist die Stimmung besser als bei uns. Aber ich fahre da, also Plan ist, dass ich tatsächlich im Mai nach meiner Impfung vielleicht da wieder hinzufahren. Persönlicher Kontakt ist nicht durch was anderes als persönlichen Kontakt zu ersetzen.Wie ist das so für dich als Geschäftsführer? Du stehst vor zweihundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Arbeitest du dann selber auch noch auf so großen Etats, auf so großen Kunden gerade wie Ford? Und wie hat sich dann auch so eure Agentur-Kundenbeziehungen im letzten Jahr verändert? Ist es wesentlich dynamischer geworden, wesentlich entscheidungsfreudiger eben auch, die die Kundenseite beziehungsweise auch wieder entscheidungsrevidierend? Ähm, was kannst du mir berichten, wie ihr das so erlebt von Agenturseite? Man muss ja immer ein bisschen verstehen, wie TLGG innen funktioniert. Ich glaube, das ist etwas, was man noch mal erklären muss. Wir sind ja zwei Agenturen, ähm, und eine Top-Management-Beratung. Also es gibt ja noch TLGG Consulting in der Gruppe. Ähm, und dadurch sind die Effekte immer ein bisschen unterschiedlich, weil die Geschäftsmodelle eben tatsächlich unterschiedlich funktionieren. Ja, ich bin noch operativ auf Kunden, ähm, auf Ford eben dann nicht mehr, weil ich komme gerade nicht hin. Das macht irgendwie nicht viel Sinn, mich dann zum Projektteam zu erklären. Ähm, auf anderen europäischen Kunden natürlich weiterhin. Ähm, und man muss schon sagen, im Agenturbereich nehmen wir wahr, dass das aktuelle Setup am Ende ein bisschen, nicht die Kundenbeziehung, aber das Arbeiten flacher gemacht hat. Also Kreativität in Remote-Umfeldern entsteht nicht so geil wie „Menschen sind in einem Raum und, ähm, äh, spinnen rum. Ähm, das war schon schwer, das technisch zu ersetzen. Auf der Consulting-Seite, ähm, sieht man, dass es zu so einer neuen und auch sehr angenehmen Nüchternheit kommt. Äh, Consulting-Projekte finden ja häufig beim Kunden vor Ort statt. Ob das immer sinnvoll war vor Corona, hat niemand jemals hinterfragt. Ähm, jetzt, wo es nicht mehr geht, stellt man fest, das geht auch relativ effizient, ohne dass, ähm, drei Tage beim Kunden sein. Ähm, insofern, die finde ich pragmatischer, die Projekte. In der Agentur arbeiten wir doch viel und hart daran, ähm, uns Fragen zu stellen, wie du Formate wieder hinkriegst der kreativen Zusammenarbeit, die jetzt nicht mehr so wirksam sind. Also dieses Thema: Sind wir noch kreativ genug? Geht da nicht viel verloren? Und so gucken wir uns viel an, ähm, und haben da jetzt auch in der, in der Umsetzung der Corona-Maßnahmen bei uns, ähm, so ein Format entwickelt – das habe ich Tim Meuss von Sipgate geklaut, muss man ganz offen sagen – Offsite im Office, äh, heißt es, wo wir tatsächlich so einzelnen Teams zu so fünf, sechs, sieben erlauben, mit Tests drumherum, ähm, eine Etage, die abgeschlossen ist, zu nutzen und so tageweise quasi Offsites zu machen, aber im Büro, um wieder zusammenzukommen und irgendwie einen anderen Fluss von Zusammenarbeit hinzukriegen. Gucken, wie das so wird. Ähm, gerade wenn jetzt die Zahlen wirklich noch mal steigen, ob wir das aufrechterhalten können. Aber meine Hoffnung ist, dass wir da viel so von „Wie funktioniert Kultur, wie funktioniert Zusammenarbeit, wieder zurückkriegen. Ähm, auf der Kundenseite, finde ich, ist es, ist es für uns ziemlich gut gelaufen. Also, da kann man sich nicht beschweren. Es geht eher so um so unsere Kultur im Innern. Hast du schon erste Lerneffekte aus dem On-Site-Thema, wie du es gerade umsetzen möchtest, oder ist das etwas, was jetzt gerade für dich- Wir fangen jetzt an. Seit heute, ja, ich glaube heute, ähm, ist diese Etage durchfahr geworden. Also, es ist wirklich, ähm, es war tatsächlich, es gibt ja so ganz praktische Probleme. Ähm, versuch mal kurzfristig siebenhundert, ähm, Qualitätstests, so Selbsttests zu kaufen. So, das ist nicht so einfach. Habe ich noch nicht, muss ich sagen. Ja, wir haben sie jetzt, ähm, aber die waren eher limitierende Faktor, das zu machen, weil uns vollkommen klar war, wir können keine Menschen ins Büro zusammenpacken, wenn wir nicht drumherum, äh, Schnelltests jeden Tag und so ermöglichen. Also mussten wir so Sachen erst mal lösen, bevor wir irgendwie den nächsten Schritt gehen konnten. Okay. Gehen wir einen Schritt weiter, weg von TLGG, aber bleiben auch erst einmal bei den sehr besonderen Rahmenbedingungen, die unser Geschäftsleben aktuell kennzeichnen. Ähm, wenn wir auf unseren Mittelstand schauen, in Deutschland, gegebenenfalls auch mit einem Seitenblick auf die Konzernebenen, in denen du ja durchaus auch bewandert bist und dich gut auskennst: Einachtzig Prozent der Mittelständler sagen, dass sie im Moment den Fokus haben auf Digitalisierungsprojekten. Im Vergleich zu einer Umfrage tatsächlich, die vor COVID-neunzehn durchgeführt worden ist, kommen wir da von neufünfzig Prozent. Das heißt, man muss schon deutlich feststellen: Ja, der Mittelstand fokussiert sich wesentlich stärker auf erst einmal Digitalisierungsthemen. Jetzt bietet Covid neunzehn eine ganze Menge an Chancen, insbesondere für unseren Mittelstand, aber natürlich auch Risiken zugleich. Was meine ich für Chancen? Neue Erlösmodelle, sicherlich auch Arbeitsstrukturen, die sich wesentlich stärker und schneller verändern, als das ohne Covid neunzehn sehr wahrscheinlich eingetreten wäre. Also, ich kann es in Jahren schwer bemessen, aber der Fortschritt ist sicherlich schon eklatant. Die Amerikaner sagen ja immer eine Dekade in einem Jahr. So, genau, das passt eigentlich ganz gut zusammen. Ähm, wenn wir das einmal unterm Brennglas uns anschauen, ähm, wie denkst du, bewegt sich gerade auch unser Mittelstand aktuell durch diese verändernden Rahmenbedingungen? Schaffen wir wirklich, dieses eine Jahr in einer Dekade zu nutzen für echte Innovation und Transformation? Oder siehst du eher, dass wir uns vielleicht in der Prozessoptimierung verbessern, aber eben tatsächlich es nicht schaffen, ähm, entscheidende Veränderungen herbeizuführen? Ja, ich würde da gerne eine total rauschend positive Antwort geben, ähm, die ja in der Statistik so zu sein scheint. Es ist aber sehr so ein, so ein einerseits, andererseits, also eine relativ polarisierte Situation. Was du siehst, ist, dass die, die die Chance ergreifen, ähm, gerade viel daraus machen. Du siehst, das ganze Thema B2B-E-Commerce ist plötzlich ein Thema, also klassische Wertschöpfungsketten zwischen Unternehmern, ähm, und Handel mit Unternehmer zu Unternehmergütern. Da merkst du schon irgendwie, dass es da so Aufholeffekte gibt. Ähm, da sehen wir gerade viel, ähm, also gerade die ganze Frage von: Wie machst du eigentlich digitalen Vertrieb für komplexe Produkte? Ist so ein Thema, da gibt es viel Catch-up. Ähm, in dem ganzen Thema Prozessautomatisierung, Prozessverbesserung hat es zwischendurch so eine Phase gegeben, wo, glaube ich, überhaupt keiner mehr irgendwelche strategischen Investitionen gemacht hat. Die ist so ein bisschen vorbei. Du merkst aber auch immer noch, dass, dass für viele die Planbarkeit des nächsten Schritts noch nicht wieder da ist. Ähm, also, ich glaube, wir unterschätzen, wie viele dann immer noch so in Kurzarbeit sind, ähm, im Maschinenbau und das ist keine Situation, wo du große Summen in die Hand nimmst und große strategische Würfe machst. Ähm, da sehen wir eben, dass es jetzt gerade wieder losgeht. Also, der Business Process Mining und Robotic Process Automatisation Market, der nimmt jetzt wieder so ein bisschen Fahrt auf. Der ist aber weniger strategisch, als man das glauben würde. Das sind wirklich eher so-Taktische Verbesserungen, ähm, äh, ohne 'nen großen strategischen Wurf, ähm, äh, zu sehen. Und dann hast du Einzelne, ähm, die wirklich, aber das sind auch wirklich Ausnahmen und so Leuchttürme, die verstehen, jetzt ist der Moment irgendwie ganz radikal darüber nachzudenken oder die sehen, dass, dass ihre vorher getätigten Investitionen jetzt total, ähm, abgehen. Also nimm das viel zitierte Klöckner. Ich saß vor zwei Wochen mit (...) bei uns zusammen. Klöckner hat einen Hochlauf auf digitalen Stahlhandel, ähm, in der Krise. Den hatten die nicht erwartet. So, da haben sich die, die Investitionen ausgezahlt und die investieren jetzt natürlich hinterher. Ähm, ich glaub, das zweite große Beispiel, was immer wieder zitiert wird, ist Hapag-Lloyd. Ähm, also Digitalisierung von Redereien, ähm, und Redereitransaktionen. So, und (holt Luft), und das bleiben aber wenige Beispiele. Es ist kein konsistenter „Alle legen jetzt los" Trend. Ähm, ganz im Gegenteil, was wir gerade auch im Portfolio unseres Consultings sehen, da kann man das immer am besten fühlen, worüber strategisch nachgedacht wird, ist, die Bankenwelt macht extrem viel Catch-up und extrem viel Digitalisierung. Ähm, also wirklich so strukturierte, der digitale Kunde-Fragestellungen. Du siehst natürlich in der Pharmawelt unglaublich viel, ähm, weil der Pharma-Vertriebler kann jetzt halt schlecht zum Arzt fahren. Also gibt es da viel ein Omnichannel-Business. Mittelstand und deutscher Maschinenbau hab ich lange nicht mehr so wenig gesehen, ähm, an großen strategischen Fragestellungen, wie jetzt gerade. Ist wirklich sehr taktisch. Okay. Ähm, denkst du, daran anknüpfend erst einmal, natürlich ist es auch eine Fragestellung, wie du sie gerade beantwortet hast, die sehr stark abhängig ist von der Branchenorientierung, von der B2B versus B2C oder D2C-Orientierung. Wenn wir uns die politischen Entscheidungsträger anschauen, das Ganze hängt ja nun auch- -in diesem intensiven Zusammenstieg. Na ja, ich will mich schon mal bei dir vorfühlen, weil ich weiß, du hast ein gewisses Fable für das Thema Politik und eben auch für die Rahmenbedingungen, die uns mit auf den Weg gegeben werden. Soweit man dafür insgesamt gerade ein Fable haben kann. Oder sagen wir ein Interesse. Ein Interesse. Und, ähm, natürlich gibt es viele und wichtige Instrumente, die durch die Krise helfen. Kurzarbeit hast du selber genannt. Diverse Unternehmerhilfen, ähm, dann aber auch Branchen natürlich, die sich erst einmal allein gelassen fühlen. Touristische Unternehmen, der Einzelhandel beispielsweise, die Eventbranche und Co. Ähm- Vergiss eins nicht- -ganz wichtig, ähm, die KfW, ähm, Matching- und Corona-Facilities, also, ähm, ähm, die, die Mittel, die die KfW gerade in Venture-Capital packt oder in Direktinvestitionen, die sind tatsächlich relativ wichtig. Siehst du im Effekt gerade. So Finanzierung von Start-ups klappt gerade gut. Ähm, äh, das ist fast ein antizyklischer Moment. Also die Innovationsindustrie, die so auf die nächste Finanzierungsrunde angeb-- wiesen ist und schon irgendwie Traktion zeigt, da haben diese ganzen KfW-Hilfen extrem geholfen. Ähm, also, ähm, ein Absinken der Investitionsrunden in Start-ups haben wir nicht gesehen und das ist schon auch interessant in so einer Krise. Ja, das ist toll, dass du das erwähnst. War mir selber so gar nicht bewusst, aber ja, sicherlich wichtig. In dem Zusammenhang, wenn wir auf die Unternehmerebene abseits der Start-ups schauen, würdest du sagen, dass wir im Hinblick auf die politischen Entscheidungen hier gute Rahmenbedingungen geliefert haben, auch zur Unterstützung von Innovation und Transformation in dieser Vuka-Zeit? Oder siehst du insbesondere einzelne Instrumente sehr kritisch aktuell? Na ja, auch das ist ja wieder, also dialektische Antwort, wie immer. Ähm, ich glaube, wir können, wir können von Glück sagen, dass wir ebenso Arbeitsmarktmittel wie Kurzarbeit haben, weil wir zumindest nicht kurzfristig irgendwie das Einbrechen von Industrien gesehen haben. Was dann da jetzt noch kommt, wird man irgendwie sehen müssen, ähm, wenn der Nebel sich lichtet. Ähm, aber klar, also, ähm, ich war jetzt irgendwie, ähm, acht Wochen, ähm, auf den Kanaren, weil ich's hier nicht gut ausgehalten habe. So, die spanische Industrie muss sich irgendwie mehr Sorgen machen, weil's eben weniger Backing gibt, ähm, schneller und kurzfristiger auslaufende Unterstützungsmittel und so. Also wir leben schon im bestmöglich ausgestatteten europäischen Land und das hat natürlich auch 'ne Konsequenz darauf, ähm, äh, wie gut unsere Industrie hier durchkommen wird. Was-- Wo ich so ein bisschen skeptisch bin, ist die Frage: Sind das die richtigen Impulse? Also investieren wir nicht eigentlich nur in Bewahrung, ähm, ähm, und ein bisschen zu wenig in Erneuerung? Ja. Ähm, und wenn du dir die USA anguckst und gerade was Biden jetzt mit diesen ganzen Recovery-Investitionen macht, ähm, dann, dann, dann scheint da gerade ein Plan zu entstehen. Wir gucken natürlich auch viel hin. Ähm, Erneuerung von Infrastruktur, ähm, Erneuerung von Industrien. Also tatsächlich eher so Investitionen vor die Welle als hinter die Welle. Ich bin mir nicht so sicher, jetzt mal von den KfW-Mitteln abgesehen, die ich wirklich gut finde. Also KfW Capital, ähm, äh, wird was machen, dass die Innovationswelt, ähm, äh, in Deutschland durchkommt. Ähm, ob wir wirklich die richtigen Sachen gerade investieren oder nicht einfach nur mit viel Geld den Status quo einfrieren, da bin ich ganz skeptisch. Ähm, äh, da sehe ich anderswo tatsächlich mehr so Green Recovery, Tech Recovery. Auch Frankreich hat, hat da zumindest kommunikativ 'n anderen Ansatz, der eben in so das Innovative als Nächstes investiert und nicht einfach nur ein „Wir werfen jetzt Geld drauf, damit alles bleiben kann, wie es ist." Ja, genau. Eine Absicherung des Status quo, eine gewisse Rückwärtsgewandtheit, die zumindest in einzelnen Beispielen sicherlich auch, kommen wir aber gleich auch noch mal drauf zu sprechen. Wenn wir bei Rahmenbedingungen bleiben, der pol-politischen Generation, ein Thema, was mich sehr, sehr beschäftigt, auch auf persönlicher Ebene, ist, wie wir es schaffen können, hier bei uns in Deutschland, tatsächlich die nächste Generation handlungsfähiger zu gestalten, gerade in so Themenfeldern, über die wir sprechen. Innovation beispielsweise, Unternehmertum. Genau, Unternehmertum, Bildung rund um Software, Robotik und ähnliches. Ähm, mein ältester Sohn geht in die vierte Klasse. Wir überlegen gerade, welche weiterführende Schule für ihn passend sein könnte und da schaut man sich ja digital den einen oder anderen Tag eben der offenen Tür auch an. Das Ganze kriegen die Schulen mittlerweile auch sauber hin, so etwas zumindest zu veranstalten. Aber was ich merke, ist, da gibt es dann Kurse für, für, für Astronomie beispielsweise, diverse Geschichtsebenen, aber so was wie Robotik, saubere iPad-Rollouts oder and-- oder Android-Tablets beispielsweise, ähm, Software-Programmierkurse und ähnliches sind weiterhin in den weiterführenden Schulen, unabhängig davon, ob du jetzt in die gymnasiale Oberstufe guckst oder woanders hin. Offensichtlich immer noch die Ausnahme, auch wenn sich viel getan hat im letzten Jahr- Ja. Ähm.Was müssen wir tun? Wie schaffen wir das, da besser zu werden? Man könnte jetzt das große Föderalismus Klagelied singen. Ja, klag mal. Nee, nein. Also funktioniert halt nicht gut ähm bei Primärbildung. So das ist einfach festzuhalten, ähm dass wir der Meinung sind, sechzehnmal ähm unterschiedlich ausbilden zu müssen ähm von Klasse eins bis zwölf oder dreizehn. Pff kann jeder für sich selber entscheiden, ob das eine gute Idee ist. Ähm Ich finde, es ist keine. Ähm Man kann dieses Thema eigentlich nicht diskutieren. Also ich habe mit verschiedenen Kultusministern in verschiedenen Ländern das Thema diskutiert. Man kommt immer nur wieder zu dem Punkt von es ist beliebig anstrengend ähm äh bis unlösbar. Das muss irgendwie jeder da selber entscheiden. Keiner hat da große Kooperationslust. Der Digitalpakt ändert da jetzt zumindest auf der Hardwareverfügbarkeit 'n paar Sachen. So es gibt jetzt iPads ähm und dann fällt einem auf, oh 'n IT Admin in der Schule beauftragen. Auch für die Lehrer ja sogar, meine ich, ne. Ähm Wir kommen trotzdem ja nicht dahin, dass in unserem Bildungssystem ein digitales Betriebssystem Einzug hält. So wir schmeißen jetzt mit großen Investitionen ähm Hardware in das Ganze und hoffen, dann würde sich irgendwie Lehrkonzept ändern. Das Problem fängt ja woanders an und das ist dann eben tatsächlich doch wieder Bundessache, ähm wie wir Lehrerausbilden beispielsweise. Also das Problem vor dem Problem ähm ist ja immer noch vor digital ähm. Wir haben an Universitäten auch einen Investitionsrückstau. Du hast darüber gesprochen. Es gibt wenig gute staatliche Universitäten mit Entrepreneurship Ausbildung. Ähm Da verlassen wir uns auf Mizeen wie Susanne Klatten mit dem Unternehmertum in München oder Hasso Plattner mit dem HPI ähm äh in Potsdam, die irgendwie gut funktionieren und auch Unternehmen herstellen, schaffen staatliche Universitäten nicht. Ähm Und du kannst es beliebig weiter deklinieren. Auch berufsbegleitende Weiterbildung und Ausbildung ähm ist kein Thema, was gut funktioniert. Wir sind am Ende an so einem Punkt, ich habe, wie gesagt, lange mit Frau Karlicek darüber diskutiert. Kann er nicht viel drüber erzählen, aber es war nicht so erfreulich. Ähm Ich komme dann immer dahin und denke mir: „Okay, die nächste Legislatur wird es dann wohl richten müssen. Ähm Ab September geht es dann. Ich wollte gerade sagen, da müssen wir uns nicht mehr so lange gedulden. Da wird ein Wechsel im Kanzleramt geben, wobei das ehrlich nicht das Thema ist. Wir haben einen unfassbaren Innovationsstau. Ja. Ähm In allem, was ... Ich meine, wir haben jetzt nicht Diamanten irgendwo hier herumliegen. Also so das ganze Thema natürliche Rohstoffe ist für Deutschland jetzt kein ... Also unser einziger Rohstoff ist unser Wissen ähm äh und da sind wir gerade a unterinvestiert und machen es dann auch noch schlecht. Mhm okay Eine letzte Frage zum Thema Politik, ehe wir uns dann anderen Themenbereichen zuwenden, Christoph. Es gibt aktuelle politische Entscheidungen, zum Beispiel jetzt ganz neu von ähm Olaf Scholz durchgeführt, die ähm Erhöhungen zur Organisation von Mitarbeiterbeteiligungen an Start ups. (kichern) Du hast gerade darüber gesprochen, über sinnvolle Instrumente der KFW. Olaf Scholz hat jetzt gesagt: „Wir erhöhen die Freibeträge von, ich glaube dreihundertsechzig Euro auf tausendvierhundertvierzig Euro als Antwort darauf, dass es Start ups als Hintergrundinformation eben für euch entsprechend besser und einfacher möglich gemacht wird, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, tolle Talente, High Potentials an das Unternehmen zu binden, wo denn eben nicht von Anfang an die hohen Gehälter fließen können, sondern eigentlich eben entsprechend moderne ähm moderne Organisationsstrukturen der Mitarbeiterbeteiligung, wie es zum Beispiel von Interesse sind. Genau Christian Miele, Oton sagt: „Das ist scheiße und hat recht. Mumpitz hat er gesagt. (lachen) Wie siehst du das? Du sagst schon, du hast recht. Ähm Fehlt es dir da, ähm fehlt es dir da irgendwie, also hast du dann schlechte Laune, wenn du morgens sowas liest und denkst dir, wo kommt denn so eine Entscheidung her? Wie hättest du es geregelt? Na ja, am Ende, also man muss es, also Christian hat tatsächlich komplett recht. Er hat es relativ hart kommentiert und ich finde, das muss man relativ hart kommentieren. Ähm Das Problem ist ja, gehen wir schon zurück. Ähm Wenn ich ein Unternehmen gründe ähm und die Mitarbeiter beteilige, also denen statt festen Gehalt, um kosten schonend zu agieren, Anteile gebe, dann sind die irgendwann steuerpflichtig, ähm wenn ich die äh einlösen will in echte Anteile. Ähm Nämlich die Wertzuschreibung wird dann irgendwann steuerpflichtig. Und der Freibetrag, den jetzt vorgeschlagen ist, sind dreitausendsechshundert Euro. Das ist und der war vorher was? siebenhundertvierzehn, glaube ich. Ja, genau. Das ist eine Vervierfachung. Da wurde ja gefeiert. (lachen) Ja, aber aber aber am Ende hat da jemand im Zweifel monatlich ja auf ähnliche Beträge an Gehalt verzichtet, ähm um das in Äsop. Also das hat mit der einer kohärenten Idee, wie man Unternehmertum ähm äh und eine Start up Szene fördert, jetzt nicht so viel zu tun, muss man sagen. Insofern kann ich da nur verweisen auf alles, was Christian da presseöffentlich gesagt hat, ist am Ende meine Meinung. Okay Wir sind immer noch nicht da angekommen, dass wir tatsächlich verstanden haben, dass Start ups ja der Mittelstand der Zukunft sind. Ähm Und ich glaub, das ist wirklich einfach genuin nicht verstanden, dass auch n Facebook ähm äh ein Start up von vor fünfzehn Jahren war ähm und wir daran erkranken. Es gibt nicht wahnsinnig viele junge und große Unternehmen, ähm die dann schnell gewachsen sind in Deutschland und das liegt unter anderem daran. Mhm Okay, vielen Dank dafür. Dann auch sehr, sehr klare Perspektive. Also dazu ist alles gesagt. So Christian Miles Verlautbarung lesen steht alles drin. Sehr schön. Also da in die Community, wer das Thema spannend findet, einmal Christian Miles Statement dazu anschauen. Offensichtlicher Verlierer, glaube ich, da sind wir sind wir uns einig. Wobei das erste mal von meiner Seite auch sehr sehr allgemein gesprochen ist, ist der Einzelhandel in Deutschland mit Sicherheit sicherlich auch weltweit gesehen. Ähm Wie siehst du in dem Zusammenhang den Denkmalschutz? Ich glaube, so hast du es selber genannt. Ja Ich bin mir nicht ganz sicher gegenüber Unternehmen, die einfach überholte Geschäftsmodelle mit sich bringen. Ist das eine Rückwärtsgewandtheit, so wie du sie auch gerade beschrieben hast? Also wenn wir Karstadt und HT das nächste Mal aus der Patsche helfen beispielsweise oder ähm wie sagt man das?Nicht direkt miteinander zu vergleichen, natürlich ganz vorsichtig, die Taxi-Branche entsprechend weiter projektieren. Ist das etwas? Wie siehst du solche Entwicklungen? Ihr habt ja kein Internet hier drin, deswegen habt ihr es nicht gesehen. Nein, haben wir nicht. Nicht gesehen. Der Handel ist ja gar nicht tot und das muss man sich eben angucken. 250 Millionen sind vorhin in Gorillas geflossen, womit Gorillas nach neun Monaten jetzt ein Unicorn ist. Die Meldung hat Sie nicht geschafft. Die haben wir nicht geschafft, aber es ist ein fantastisches Unternehmen, wo es ja die letzte Meile beherrscht wie ein anderer. Genau. Und Tencent war einer der Investoren, dass Wetten auf den deutschen Retail, aber eben ganz anders, durchaus ja auch von ausländischem Kapital passieren. Also Handel ist ja nicht tot, sondern Handel ist tatsächlich quick lebendig, nur eben nicht von den Traditionalisten. Ich glaube, wir haben in Deutschland ein bisschen ein Grundsatzproblem und das würde ich Industriestrategie nennen. Was wir selten tun, ist uns die Frage zu beantworten, welche Art von nationalen Champions wollen wir hier eigentlich haben und wie muss man Rahmenbedingungen setzen, damit man eine Chance kreiert, dass es diese nationalen Champions gibt. Also genau, was du vorher als Zitat von mir benutzt hast: Wir investieren dann gerne mal in das, was schon lange da ist und nicht in das, was wir haben wollen. Und du kannst ja regulatorisch relativ viel machen. Es gab auch mal ein Papier von Altmal gegeben zu nationalen Champions. Du kannst ja sagen, was deine Zukunftswirtschaft ist. Also nimm so was wie Energiewende. Wir waren in der Energiewende und im Ausstieg aus der Atomkraft unglaublich früh dran und hätten die große Chance gehabt, tatsächlich die modernste Connected-Energys-Industrie Europas zumindest mal zu haben. Da wir es aber unfassbar kompliziert gemacht haben, wie Connected Energy funktioniert, wie Smart Metering in Deutschland zu funktionieren hat, ist das dann eben nicht passiert. Wir haben diese Rahmenbedingungen nicht benutzt. Ich glaube, dass wir ganz oft eben so im Moment regulieren. Also da ist ein Problem und dann gibt es ein Gesetz für das Problem und dann gibt es das nächste Problem und dann wieder und nie eine lange Linie ziehen und sagen: „Okay, was ist denn am Ende von allem Regulieren der erwünschte Zielzustand, den wir gerne sehen wollen. Und ich glaube, würden wir das mehr machen, würden wir auch verstehen: Wo gibt es denn irgendwie Zukunftsindustrien, in denen man viel Geld stecken könnte oder viel Investitionen umlenken kann? Und wo gibt es die eben nicht? Das kann man sich angucken: In deutschem Apothekenrecht ist es heute noch so, dass ein Apotheker maximal fünf Apotheken besitzen darf und Ketten in Deutschland nicht erlaubt sind, sondern man kann sich ja überlegen, was passiert, wenn diese Regulierung fällt und plötzlich ein konsolidierter Amazon oder wer auch immer in diesen Markt reinkommt und wie viel Kraft so ein Apotheker mit fünf Apotheken hat, zu investieren, um sich gegen so einen Angriff von außen zu stemmen. Da sind halt ganz viele so inkohärente „Wir wissen gar nicht, was denn der Endpunkt dessen ist, was wir gerne haben wollen, Momente. Davon würde ich mir irgendwie mehr wünschen. Dann sind wir wieder bei: Ab September geht es dann los. Okay, ich bin sehr gespannt. Das ist ein Muss jetzt. Das ganze Endzenario, was du da beschreibst, gilt ja auch für den Einzelhandel, mit dem ich gerade eingestiegen bin und auch das Bild unserer Innenstadt. Wir sind uns sicherlich darüber einig, dass sich das Bild unserer Innenstadt radikal verändern wird. Ich rechne fest damit, dass wir weniger textilen Einzelhandel sehen werden beispielsweise, gegebenenfalls noch Boutique-Konzepte, die auch vor der Pandemie gut funktioniert haben, die auch jetzt in der Pandemie, wenn sie denn öffnen dürfen, sicherlich auch einen Zulauf haben und auch im Anschluss dann dem gewissen haptischen Besuchserlebnis und der Customer Experience sicherlich sehr dienig sein werden. Was glaubst du, sehen wir perspektivisch dann in unseren Innenstädten neben den Boutique-Konzepten wesentlich mehr noch als jetzt schon ohnehin Gastronomie, kommen die Ärzte, die Rechtsanwälte wieder zurück? Oder wie glaubst du, werden unsere Innenstädte perspektivisch aussehen in einer Post-COVID-19-Welt, die ja gegebenenfalls gar nicht so weit mehr entfernt ist? Es kommt so ein bisschen darauf an, ob Handel endlich anfängt zu verstehen, was die Rolle von Physis in diesem zukünftigen Handelsbild ist. Wir haben ja ein Problem, nämlich die Innenstädte sind im ganz wesentlichen optimiert nach pro Quadratmeter Umsatz. Jeder Quadratmeter ist teuer. Genau. Und ich glaube tatsächlich, hinzugehen und zu sagen, ein physischer Store ist tatsächlich eine Art, Dinge zu verkaufen, kann aber an einem digitalen System hängen und wir optimieren nicht mehr nach Quadratmeter-Umsatz, sondern wir optimieren nach Customer Lifetime Value und den Kunden, die wir da erreicht haben. Und im Zweifel ist ein Laden auch ausreichend profitabel, dadurch dass er ein Ort ist, wo Hochwertkunden Sachen anprobieren und anfassen können. Ich glaube, von diesen Marken werden wir mehr sehen. Also tatsächlich so dieses, was es ja im Baufinanzierungsbereich auch gegeben hat, die Interhübs dieser Welt, die dann irgendwann verstanden haben: „Na ja, wir haben eine Plattform, auf der man Baufinanzierung vergleichen kann, aber wenn wir einen Laden machen, wo ein Mensch die Internetseite begleitet, dann ist es relativ erfolgreich. Also was wir sehen werden, ist digitale Marken, die aus dem Internet wieder in die Physis wachsen werden. Und davon wirst du in so, kommt dann immer auf die Stadt an, wahrscheinlich wird Gossla da jetzt nicht im großen Maße von betroffen sein, aber in Tier 1, 2-Städten wirst du eben tatsächlich digitale Marken auch mehr sehen. Und spannend ist ja, dass Karstadter ja durchaus auf dem Weg war, bevor es dann eben hart zuschlug, eben zu sagen: „Okay, diese digitalen Marken können in einem Karstadtkaufhof dann wieder stattfinden. Da waren viele gute Gedanken dabei, auch Delivery-Konzepte und so. Ich glaube, diese Ideen werden überleben. Überlebt die Marke Karstadtkaufhof? Ich weiß es nicht. Ja, okay. Das ist auch eine tatsächlich schwierige Prognose, aber das, was du ansprichst, sieht man, kennt man ja auch schon von den großen Marken auf der einen Seite, aus dem Onlinebereich, die eben in digitale Stores investieren, wo dann das Produkterlebnis im Vordergrund steht. Das Konsumverhalten hat sich mächtig verändert. E-commerce Pure Player oder auch E-commerce Player mit stationärem Handel im Anschluss haben massiv Marktanteile gewonnen. Das gilt eigentlich über alle Branchen hinweg. In einigen Segmenten ist es sehr, sehr rapide tatsächlich in der Entwicklung gewesen. Schauen wir auf den Bedarf rund uns ums eigene Haus, beispielsweise Gartenbedarf und ähnliches. Ich habe die Hornbach-Zahlen gesehen. Ja, genau. Das lief ganz okay. Das ist ganz spannend, was da passiert. Man kann nicht drum herum, um auch zu sagen, es gibt die Krisengewinner natürlich, keine Frage – würdest du sagen, das Konsumverhalten, was sich hier verändert hat in sehr schneller Zeit?Ist nachhaltig, oder glaubst du, dass eben tatsächlich ein Teil der Leute, die jetzt E-Commerce unterwegs sind, die sich an hybride Kaufmöglichkeiten gewöhnt haben, eben doch wieder auch zu einem alten Konsumverhalten wechseln werden? Also ich glaube, es ist so ein bisschen so ein Auch-Modell. Du wirst natürlich irgendwie Rebound-Effekte sehen und Leute, die dann wieder darauf verzichten. Ich glaube aber tatsächlich, das ist so ein bisschen wie die Demografien auch derer, die jetzt irgendwie angefangen haben, Video-Konferencing und so zu benutzen. Ich glaube, es hat vor allen Dingen erzwungenermaßen so Ängste abgebaut. Also es gab eben Momente, in denen musstest du online bestellen, weil du sonst nicht da rankommen. Das ist ja bei Kreditkartennutzung, die ist ja auch tierisch nach oben gegangen in Deutschland. Und ich glaube, ganz, ganz viele, die damit konfrontiert waren und es tun mussten, zum entsprechenden Gut zu kommen, haben einfach festgestellt, wie angenehm und wie sinnvoll das ist und werden nicht wieder zurückgehen zu normalem oder Vorkrisenverhalten. Also insofern, ja, es wird natürlich irgendwie Rebound-Effekte des Ganzen geben. Gibt es immer, aber ich glaube, dass wir auf einem sehr, sehr hohen Niveau, auch auf einem Vorkrisenniveau weiter E-Commerce sehen werden. Also wie gesagt, die Zunahme, die Deutschen sind keine Kreditkartennation, war immer das, was man so glaubte. Also wenn man sich die Zahlen anguckt, wie Kreditkarte zugenommen hat, stimmt das heute so nicht mehr. Zumindest PayPal hat sich durchgesetzt. Das muss man sagen. Ja, aber auch die Zuwachsraten von Mastercard in Deutschland sehen super aus. Also insgesamt glaube ich – und da sind wir wieder bei dieser einen Dekade in einem Jahr: Wir sind gezwungen worden, uns zu digitalisieren und haben festgestellt, es ist gar nicht so schlimm, wie wir mal dachten. Jetzt E-Commerce natürlich nicht. Das darf ich bitte nicht falsch verstehen, der heilige Gral. Es gibt genug defizitäre E-Commerce-Projekte. Es gibt sehr stark steigende- Gorillas zum Beispiel. Ja. Es gibt sehr stark steigende Customer Acquisition Costs. Du hast gerade Douglas erwähnt. Douglas war heute bei uns auch im Rahmen der UMKW aktiv und hat den eigenen Marktplatz vorgestellt, die Technologie, die dahinter steht. Denkst du, dass wir in wenigen Jahren eine komplett marktplatzdominierte E-Commerce-Landschaft sehen werden, und zwar noch dominierter, als sie jetzt ohnehin schon ist. Amazon klar Als Platzhirsch, aber wir haben ja durchaus auch sehr ernst zu nehmenden und stark wachsende Marktplätze wie Otto, Zalando, Douglas selbst, Initiativen aus der Schwarzgruppe Richtung Lidl Kaufland. Wie siehst du dort die Marktplatzentwicklung und hast du eigentlich noch die Chance, mit einem eigenen E-Commerce-Shop tatsächlich dich da durchzusetzen? Ich glaube, E-Commerce-Shops in eigen sind immer dann sinnvoll, wenn du sie a günstig produzieren kannst. Du musst ja immer darunter sehen, der Megamarktplatz von allen, Shopify, ermöglicht ja auch, dass du gefühlt direkte Shops bauen kannst, die ja auch wieder am Ende aggregierter oder die auch aggregierter Marktplatz sein können. Also ich glaube, dass tatsächlich für die meisten Dinge, die so im 80% Teil dessen, was du so einkaufst, sich Marktplätze durchsetzen werden. Das wirst du sehen, weil du eben tatsächlich ... Und da kann man so ein bisschen in diese ganze First-Party-, Third-Party-Diskussion ... Es ist einfach billiger, Kunden dafür zu gewinnen und sie dann zu halten, wenn du Markt als Modell fährst. Und deswegen gibt es eine klar monetär getriebene Perspektive, die heißt, Fashion ist ein Marktplatzthema. Ist das Beauty und Parfum? Ich kaufe zu wenig Beauty und Parfum. Ich kann es dir nicht sagen. Ich lasse es mir schenken. Ja, irgendwo kommt es her, Flaconi oder Douglas. Und du wirst dann immer so Specialty E-Commerce sehen. Also so, dass eine besondere Segment in dem ... Ich weiß nicht, Gewürze waren lange so was, Koffer war so was, also Hochwertprodukte mit einer gewissen Wiederkauf rate und da wird es auch weiterhin Stand-alone-Marktplätze geben. Also so der Holzschreinereishop aus dem Erzgebirge. Gute Chance, dass es den noch geben wird. Ja, absolut. Das glaube ich. Du hast gerade das Thema Daten angesprochen, gerade in der Marktplatzhoheit natürlich einer der großen Vorteile. Wir kommen auch noch auf das Thema First-Party-Data, gleich zu sprechen. Fangen wir aber beim Datenschutz an. Du hast, glaube ich, noch einen Teil des Panels vorher mitbekommen. Wir hatten gerade hier einen Digital Analytics Round Table, wo DHL mit dabei war, zum Beispiel, wo die Freunde von Douglas auch mit dabei gewesen sind, Jonas Rashidi und natürlich auch die Agenturseite. datenschutz schwankt so ein wenig zwischen bürokratischer Hürde, muss man sagen, auch einem Auferlegen von Verpflichtungen, sowohl auf Unternehmensebene, aber ja auch bis in den privaten und insbesondere den Vereins-und Schulbedarf auch hinein. Ist das aus deiner Sicht Datenschutz Made in Germany, DSGVO, ePrivacy, Datenschutz Made in Europe? Ist das etwas, wo du sagst, das ist ein Qualitätsmerkmal? Das ist so etwas wie ein Exportschlager, so wie ihn auch der eine oder andere gerne mal zitiert oder siehst du es als echte Hürde und Problem eben auch für tatsächlich modernes Marketing, wenn wir es so zusammenfassen dürfen unter diesem Stichwort und tatsächlich auch Innovationsmöglichkeiten im E-Commerce oder im digitalen Marktwert? Das ist wirklich kein Werbeblock und wir haben es nicht vorher abgesprochen. Wer meine Kolumne im Handelsblatt von gerade vorhin – ist sie online gegangen – lesen will auf Handelsblatt-Expertenrat-Kolumne, da geht es Datenschutz-und Datennutzungsabwerbung, weil mich die Frage wahnsinnig umtreibt, also gerne irgendwie auf Handelsblatt. Kann man mal nachgucken. Und deine Frage ist super ultra facettenreich, so wie dieses Thema eben auch. Also A, GDPR, DSGVO, sicherlich ein Exportschlager, was so das ganze Thema Werte, die in Datenschutz und Datennutzung steckt, angeht. Also du siehst ja die brasilianische Datenschutzrechtsentwicklung, der New York Privacy Act, der California Privacy Act sind alles Gesetze, die im Kern die Idee des GDPR fortsetzen und ihnen dort lokale Gesetze umsetzen. Also insofern muss man tatsächlich sagen, auf Auf einer Werteebene haben wir es geschafft, das zu exportieren. Jetzt kommt die zweite Seite und die heißt ...Wenn aus die DSGVO wird das dasselbe? Ich weiß, aber wenn dann 17 Datenschützer dazukommen, dann ist es tatsächlich. Gibt es eine deutsche Welt in GDPR und die ist dann nicht mehr so schön, nicht so einfach. Also in Deutschland haben wir eine ganz komische Diskussion über Datenschutz. Es gibt vom 14. September 2020 eine Entscheidung neun zu acht aller Datenschützer in Deutschland, dass Microsoft Office 63 hier leider nicht legal ist. Wir wir, wir, wir schieben da immer so eine digitale Souveränität als Diskussion darüber. Ich Wir haben in Deutschland eigentlich keinen beendeten konsensualen Diskurs über was wir eigentlich wollen als Datenschutz und mit Datennutzung. Insofern wir wohnen im europäischen Raum schon in etwas, was irgendwie eine gute Idee dazu hat, was man mit Daten dürfen soll und das gut rechtlich übersetzt hat. Wir wohnen aber leider in dem Gallien Europas, in dem man die eigentlich gute Regelung in der Auslegung dann unfassbar kompliziert macht. Heute Nachmittag in einem anderen Panel hat Andreas Arntzen, Geschäftsführer Wort und Bild Verlag, also Apotheken Umschau beispielsweise gesagt Der Datenschutz ist datenschutz ist tatsächlich einer der Hauptgründe. Oder Wenn wir den Datenschutz anders regeln würden, dann könnten wir wesentlich mehr Menschenleben retten, weil wir dadurch eben natürlich ein ganzheitlicheren Blick auf Patienten zur Verfügung hätten, wesentlich besser in der Prävention agieren können und Co. Ich finde, er hat uns da sehr schön auf den Punkt gebracht. Hätten zum. Beispiel ja, wo wir jetzt ja mit Corona App und Luca unterwegs sind auf unseren Smartphones. Jetzt fangen die großen Konzerne an, insbesondere Apple mit dem iOS 14 Update, aber auch Google mit der für viele vielleicht überraschenden Ankündigung, auf das Kuki basierte Tracking Modell keine echte Nachfolgelösung folgen zu lassen und sich dann eben ganz klar eine Abkehr von Kuki basiertem Tracking zunutze zu machen. Jetzt fangen an, diese ja sehr dominanten Player auch diesen Bereich für sich zu beanspruchen und ein Ownership zu instruieren. Lustigerweise ja so, dass die Idee, also das was da an Werten drinsteckt, ist ja so ein bisschen mit GDPR in die USA geschwappt. Die Produkte kommen jetzt wieder aus den USA zurück. Genau so ist es. Also wir haben es halt nicht geschafft und das ist ein bisschen traurig an dem GDPR Thema. Wir hatten den Exporterfolg, die Regulierung erfunden zu haben. Die anderen sind schneller darauf, auch Produkte folgen zu lassen, die dann eben wettbewerbsfähig sind. Wie denkst du, wird sich Facebook in diesem Zusammenhang positionieren? Viele warten auf Reaktionen oder auf Kurseinbrüche oder ähnliches. Wie ist dein Belief, wie sich Facebook positioniert? Ich finde es ganz schwer zu sagen. Spannend ist vor allen Dingen hier die Konfrontation rund um Apple und Zugriff auf die App Informationen. Mein Eindruck ist, dass Facebook tatsächlich als letztes Unternehmen Kopf durch die Wand geht. Also wir sind ja die einzige Region auf der Welt, wo kein Data Sharing zwischen WhatsApp, Facebook und Instagram stattfindet. Diese Idee, das durchsetzen zu wollen, zeigt jetzt nicht unbedingt, dass Facebook ein Hort großer Datensparsamkeit ist und einen ähnlichen Weg geht, wie den Google und Apple gehen. Also ich habe bei Facebook, also es wird im Moment viel von Privacy und wir waren deine Rechte geredet im Hintergrund hinter WhatsApp, Instagram und Facebook. Die Daten zusammenzuführen, sagt eher das Gegenteil. Gut, dass wir in der EU wohnen, wo das einfach nicht passiert. Also ich finde es schwer, da eine kohärente Strategie zu erkennen, die dieses vor sich hergetragene Privacy tatsächlich in echtes Handeln übersetzt. Wenn du dir den Google Schritt anschaust, ist es in der Perspektive nun wir. Wir wissen, dass es im Jahreswechsel sicherlich dann eine große Veränderung geben wird. Google ersetzt das Kuki basierte Tracking durch sogenannte Kohortenanalysen. Vermutlich gibt es keinen signifikanten Performanceverlust für die Werbetreibenden. Ist zumindest unsere Vermutung auf Agency Ebene aufgrund der Revenue Streams von Google, der sehr sehr starken Abhängigkeit eben auch in Richtung Search Geschäft. Zumindest wenn man sich die Incomes anschaut, ist es ein echter Gamechanger und erhöht insbesondere den Druck eigentlich für andere Beteiligte des Marktes, dass Google sich da anders reguliert. Ich glaube, es ist gar nicht so ein echter Game Changer. Das wird uns allen so ein bisschen so verkauft, als würde Google da Markt machen. Ich glaube, Google wird da eher gemacht und nimmt etwas vorweg, was, was die deutsche Stromindustrie früher, als wir aus der Atomenergie ausstiegen, hörte man immer viele Diskussionen um den Verlust der License to operate, also die gesellschaftliche Akzeptanz eines Geschäftsmodells, steht dann irgendwann infrage. Ich glaube, Google macht tatsächlich einfach nur genau das. Bevor wir endgültig finden, dass das keine Akzeptanz mehr haben sollte, wie Google vorgeht, nehmen sie den Schritt vorweg und machen es dann eben selber, weil es irgendwann eh an den Punkt gekommen wäre. Ich finde, Apple verhält sich da unglaublich schlau, auch kommunikativ. Also so dieses ganze Thema. Privacy ist ja eines der großen Themen, die Apple und Tim Cook auch im Besonderen immer vor sich herträgt. Ich glaube, Google ist da so ein bisschen so dieses ist es fies, das so zu formulieren. Ich mache das nur der Deutlichkeit halber. Es ist ein bisschen so Selbstmord aus Angst vor dem Tod, also nicht ein aus Überzeugung, sondern weil es irgendwann eh passiert wäre. Die Überzeugung fällt ihnen aber natürlich auch wesentlich schwerer, weil sie in der direkten Abhängigkeit vom Werbegeschäft stehen, was bei Apple ja nur in ganz geringem Maße, wenn überhaupt der Fall ist. Und am Ende kommst du dann wieder dahin, einfach eine Sache zu sehen und die ist ja schon immer wahr, nämlich du kommst wieder zurück zu First Party Data und vernünftiges, ich sage mal ganz altes Wort CRM wird irgendwie wichtiger. Ja, das. Haben auch deutsche Unternehmen gehört. Viele. Ja, aber ich finde an der Diskussion irgendwie eins total schräg. Es war ja nie nicht wichtig. Also es ist ja tatsächlich so, dass dieses mit den Daten und dem Konsens meiner Kunden mit sinnvollen, auch digitalen Angeboten, die den Konsens auszuweiten und Ähnliches. Das ist ja was, was nicht erst seit letzter Woche eine gute Idee ist, sondern seit mehreren Jahren. Und jetzt sind alle irgendwie so ein bisschen so, als wäre das irgendwie gestern vom Himmel gefallen, dass Bestandskundenbearbeitung und Konsensmanagement und ähnliche Themen wichtig wären. Das war es ja schon ganz lange. Es ist nur jetzt total evident, weil es eben dieses oder wir streuen eben im Außen nicht mehr gibt. Richtig. Sicherlich. Was du sagst in der Beobachtung und was auch festzustellen ist in dem Zusammenhang, dass Unternehmen wir haben.Gerade drüber gesprochen, wie die Marktplätze im First-Data-Bereich logischerweise große kompetitive Vorteile jetzt schon haben. Ein Otto Douglas hat berichtet von über fünfundvierzig Millionen Beauty-Cart-Inhabern, wo natürlich First-Party-Data auch sehr, sehr stark für das E-Commerce-Geschäft genutzt werden kann. Demgegenüber steht ein Großteil von Unternehmen, die sehr abhängig sind, im Advertising über Third-Party-Data einzukaufen, stark abhängig sind von den Zielgruppeninformationen, die Google und Facebook liefern, vielleicht auch andere Datenanbieter dann liefern über die DMP ähm ihrer Wahl. Ähm Ist das noch aufholbar in irgendeiner Form? Die Leute, die jetzt keine First-Party-Data haben in ihrem eigenen Unternehmensansatz, ist es schon zu spät? (lacht) Ich habe, ähm äh, als wir die Fragen angeguckt haben, ähm über die wir uns unterhalten haben, daraus eine interne Umfrage gemacht. Tatsächlich? Bei euch in der Agentur? Ja. Ähm Also vor allen Dingen in unserem Performance-Team. Ähm äh Und wir haben eine hundert zu null Prozent Antwort bekommen von allen Kollegen und die heißt absolut nicht mehr aufrollebar. Keine Chance? Nein. Okay. Ähm also das ist so der ... Ich weiß nicht, für wen von euch das eine sehr, sehr schlechte Nachricht ist, gerade, (lacht) Christoph. Ja, ich meine, am Ende, du wirst da hinkommen mit dem, mit dem, was du, an wen du noch rankommst, wirklich über Engagement und Aktivierung nachdenken zu müssen. Ich muss da immer so an ... Wer mich da total beeindruckt – Grüße übrigens an der Stelle – ähm sind so Unternehmen wie Breuninger. Ähm Breuninger hat 'ne Kundenkarte. Mit der Kundenkarte kannst du online zahlen. So ähm. Man denkt jetzt nicht unbedingt bei Breuninger darüber nach, dass die ein gutes digitales Unternehmen sind, aber sind sie tatsächlich. Okay. Weil sie verstanden haben, dass dieses ganze Thema Bestandskundenbindung, Bestandskundenübertragung aus dem Offline-Kanal in den Online-Kanal für die total Sinn macht. Also ich habe diese Karte mal bekommen. Wir hatten einen Geschäftstermin und ich war erstaunt, wie gut die das machen. Das ist ja so 'n bisschen, du kommst ja wieder zurück zu diesem Tante-Emma-Ding. Ähm Es ist halt, du verkaufst Leuten, die du gut kennst und zu denen du nett bist, einfach mehr Zeug als jedem, der reinläuft. Ja, sagst sixtra, auch heute im Panel, heute Vormittag, tatsächlich. ... (übersprechen 00:03:14) Da ist ja richtig eine Wahrheit drin. Wenn du bei der Datenstrategie tatsächlich zu den Unternehmen gehörst, die gegebenenfalls jetzt erst sich mit dem Setup auseinandersetzen, gegebenenfalls jetzt erst Daten strukturiert erfassen und diese auch wieder nutzbar machen, habe ich eine Chance, das bis zu einem gewissen Grade über exzellente Kreationen auszugleichen. Es gibt auch viele Unternehmen, die sagen: „Datenorientierung, Tool-Einsatz, ja klar, ist ein wichtiges Thema, aber meine Kreation ist exzellent. Ihr seid auch eine Agentur, die sich auf Kreation versteht und Konzeption auch von Kommunikationskonzepten. Ist das so, wo du sagen kannst: „Okay, wenn ich eine Exzellenz in der Kreation mit sich bringe, ist das eigene First-Party-Data-Targeting gegebenenfalls ausgleichbar oder ist das etwas, was äh unmittelbar miteinander zusammenhängt? Ich glaube, ausgleichbar nicht. Also ausgleichbar würde ja immer heißen, ich mache das eine oder das andere so. Ich bin entweder super in Daten oder es ist schön bei mir. Ja. Ähm Und ich würde Kreation auch nicht nur auf auf ähm den den den kommunikativen Akt erstrecken, sondern wirklich auf die gesamte Experience. Ähm Auch wie Shopping dann funktioniert, ist am Ende Kommunikation. Ich glaube, du musst tatsächlich einfach anerkennen und das ist ja nicht seit gestern erst wahr – ähm ist in den USA übrigens tatsächlich viel besser organisiert. Da gab es ähm nie die Diskussion um den Chief Digital Officer, sondern die hatten immer eine CXO-Diskussion, also den Chief Experience Officer. Ja. Ähm Und ich glaube, diese Disziplinen, also Experience, die irgendwo zwischen Kreativität in der Umsetzung und der richtigen Architektur in Daten, in dem richtigen datengetriebenen Vorgehen sitzt, die sollte jetzt endlich in Deutschland mal angefangen werden aufzubauen. Es ist eben nicht das eine oder das andere, sondern erfolgreich bist du, gerade wenn die Umfelder schwieriger werden, weil du beides gut machst. Fallen dir neben Bräuninger auch aus deinem eigenen Beratungsbereich weitere Unternehmen ein, die das aus deiner Sicht so sieht? Bräuninger sage ich übrigens nur, weil ich Bräuninger so gar nicht auf dem Schirm hatte und dass einfach wirklich ich erstaunt war, ähm wie so 'n am Ende für mich ja in der Kategorie Kaufhaus spielender Player einfach eine gute Umsetzung davon hat. Okay, sehr schön. Schauen wir mal ähm auf noch einen Faktor, der sicherlich auch von durch Covid-19 bestimmt wird. Ähm Ich habe gelesen, dass immer mehr Unternehmen sich auch Gedanken dazu zu machen, tatsächlich auf Basis der wesentlich schnelllebiger sich verändernden Rahmenbedingungen, gar nicht mehr in konkreten Jahresplanungen zu agieren, Jahresbudgets nicht mehr so streng festzuhören von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr, sondern beyond Budgeting entsprechend agieren und sich da ein hohes Maß an Agilität verschrieben haben. Du hast einen Einblick auch in viele große Unternehmen, in Deutschland sicherlich auch und auch darüber hinaus. Ist das etwas, was du auch siehst und was schon immer mehr geliebt wird? Oder haben wir da noch Angst vor, nicht so konkret zu planen? Ich finde es wirklich verrückt, dass wir das jetzt diskutieren, aber ich glaube, wir haben über so Konzepte schon so vor fünf Jahren diskutiert. Ähm Es ist lustig, dass das dann jetzt kommt. Also ja, du siehst es ja eh. Also du versuchst ja eh immer mehr, gerade von den Marketingbudgets in Vertriebsbudgets zu verwandeln, also eine direkte Beziehung zwischen Abverkauf und Budgetierung zu ähm herzustellen. Dann kannst du ja eh relativ frei skannieren, in dem, was du so reinhaust, wenn du siehst, dass der Sale sich skaliert. Ähm Und insgesamt, und wir haben das, glaub ich, mit der Lufthansa, das hielt damals noch Simone Männe und das ist dann so sieben Jahre her, genau so diskutiert. Du musst halt tatsächlich in Budgetplanung Opportunity Spaces haben, weil du halt immer wieder Momente erleben wirst – und das gilt gar nicht nur für den E-Commerce-Teil, sondern auch für Innovationen, für Beteiligungen an Sachen. Du wirst immer wieder Opportunitäten sehen in einer sich dramatisch beschleunigenden Zeit und es wird ja nie wieder so langsam wie jetzt gerade. Es ist halt blöd, wenn du dich nur einmal im Jahr bewegen kannst. Also Antwort auf deine Frage ist: Ja, finde ich 'ne gute Idee. Ja, machen nur gerade immer noch viel zu wenig Unternehmen. Zumindest das ist meine persönliche Erfahrung. Christoph, schließen wir den Kreis. Wieder bei Thorben, Lucy und die gelbe Gefahr. Wir sind tatsächlich schon in der Endphase unseres Talks und ich weiß auch, du hast einen Anschlusstermin tatsächlich. Das ist leider richtig. Wie verändert sich dein Geschäftsmodell agenturseitig und was tust du dafür, damit dein Agenturmodell auch in fünf oder vielleicht sogar mehr Jahren weiterhin relevant ist? Ähm Wir haben dafür tatsächlich ein Wort. Wir gucken tatsächlich immer wieder in so.Die nächsten drei Jahre und bei uns steht darüber The New Delete Agency. Ich glaube tatsächlich, dass für uns als Agentur die Zukunft vor allen Dingen davon getrieben ist, dass wir endgültig die Auflösung dieser Analog Digital Unterscheidung haben, auch so einer Markenkommunikation. Und dass du endlich dahin kommst, dass digital zuerst gedachte Kommunikation dann auch auf Plakaten stattfinden kann. Also diese ganze Hypothese von es gibt die klassische Kreativagentur als Lead Agentur, die hat einen Fernsehspot gemacht und dann wird er irgendwie verlängert. Du kennst das. Ich glaube, das wird aufhören. Ich glaube, du wirst tatsächlich dahin kommen, dass du einen Digital first Produktionsprozess auch von Markenkommunikation hast, also in dem Medium zuerst denkst und dann kommt dann irgendwann noch mal der YouTube Spot auch im Fernsehen oder du druckst halt die Performance Werbemittel aus. Und das ist so ein bisschen der Weg, in dem wir gehen. Da sehen wir immer mehr Kunden, die tatsächlich genau das tun, nämlich zuerst den digitalen Kanal zu denken und zu bearbeiten und dann irgendwann in die Physis zu gehen. Dahin wird sich TRGG verändern auf der Agenturseite. Okay, was ist dein persönliches Ziel mit TRGG? Hast du schon gesagt, ihr würdet gerne nach Asien gehen, wenn es denn die Möglichkeit gibt. Was hast du für ein persönliches Ziel mit der Agentur oder vielleicht ja auch unabhängig von TRGG? Ich bin ja am Ende Geschäftsführer der Gruppe und muss dann auch immer für eine Unternehmensberatung mitdenken. Für uns geht es wirklich darum zu sagen, wir können die Konzerne und Unternehmen, mit denen wir arbeiten, holistisch in eine Zukunft führen, in denen Technologie Wettbewerbsvorteile bringt. Und da gibt es irgendwie kommunikative Spielarten, die habe ich gerade beschrieben. Dann gibt es eine strategische Spielart, da tatsächlich eine global agierende Boutique zu sein, ist so die Ambition. Ist eine Ambition, die in pandemischen Zeiten schwer umzusetzen. Das glaube ich dir gerne. Dann wünsche ich dir und der gesamten Agentur natürlich ganz fest, dass ihr euch in diese Entwicklungsrichtung bald möglichst tatsächlich auch entwickeln könnt. Wenn wir wieder reisen dürfen. So sieht es aus. Und ich danke dir ganz herzlich, Christoph, dass du heute hier ins Studio gekommen bist. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, mit dir über Gott und die Welt zu plauschen, wo wir Gott Gott sei Dank ausgelassen haben. Und als kleine Aufmerksamkeit, wir überreichten das in Covid 19 Zeiten auf Distanz. Darf ich dir dieses Präsent überreichen? Genau so ist es. Einmal Bargeld, aber nicht viel. Du siehst, der Brief ist drin. Schön, dass du unser Gast gewesen bist. Ich danke dir und euch natürlich. Und freue mich, wenn du das eine oder andere dir am morgigen Tag bei uns auch anschaust, wenn du die Zeit findest. Ansonsten wünsche ich dir eine gute Heimreise nach Kreuzberg. Ist ja nicht so weit. Ich muss jetzt nach Prenzlauer Berg. Nach Prenzlauer Berg. So ist noch näher und bleib gesund. Vielen Dank. Auf Wiedersehen, Christoph. Danke. Jawohl. Und ich bitte an dieser Stelle einmal meine beiden Kollegen Shahab und Christoph entsprechend mit auf die Bühne, weil wir doch. Du darfst in deinen Termin gehen, wenn du magst. Okay, dankeschön, dass du da warst, Christoph.
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