Containerweise Emotionen: Güter gehören auf die Schiene
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Containerweise Emotionen: Güter gehören auf die Schiene

Zusammenfassung

DB Cargo transformiert sich von klassischem B2B-Logistik-Marketing zu einer emotionalen, sichtbaren Marke: Mit der Kampagne "Güter gehören auf die Schiene" nutzt das Unternehmen Social Media Marketing (Facebook, Instagram), Trendthemen und eine selbstironische Tonalität, um aus einem "Product of Low Interest" eine sympathische, relevante Marke zu machen. Vice President Marketing Thorsten Meffert zeigt, wie eine 360-Grad-Kommunikationsstrategie – von interner Kultur bis zu digitalen Newsrooms – B2B-Marketing neu definiert.

Von der unsichtbaren zur sympathischen Marke: DB Cargo schreibt Marketing neu

Wenn du an die Deutsche Bahn denkst, kommen dir vermutlich Regionalbahnen und Fernzüge in den Sinn – nicht aber Güterzüge. Genau hier setzt Thorsten Meffert, Vice President Marketing bei der DB Cargo Group, an. Seit 2008 verantwortet er Marketingkommunikation, Marketing Technologies, Produktstrategie und Customer Management für einen europäischen Marktführer mit 30.000 Mitarbeitern, 17 Landesorganisationen und einem Umsatz von knapp über vier Milliarden Euro. Doch jahrelang war DB Cargo ein klassisches B2B-Unternehmen, das sich den wenigsten Menschen bewusst war – ein "Product of Low Interest", wie es im Marketing heißt.

Vor zwei Jahren begann eine radikale Transformation. Mit neuem Management und dem klaren Mandat, Kommunikation strategisch neu zu denken, startete DB Cargo eine umfassende 360-Grad-Neuausrichtung. Das Ergebnis ist die vielfach ausgezeichnete Kampagne "Containerweise Emotionen: Güter gehören auf die Schiene" – und eine Fallstudie darin, wie selbst klassisches B2B-Marketing durch Community Management und emotionale Storytelling zu echter Relevanz findet.

Die vier Säulen der DB Cargo Transformation

Die Neuausrichtung folgte einem klaren strukturellen Ansatz, den Thorsten Meffert in vier Clustern zusammenfasst:

  • Interne Kommunikation neu gestalten: Weg vom nüchternen, technischen Ton hin zu Stolz und Mitarbeitermotivation. Der interne Claim "Andere sind gut, wir sind Güter" wurde mit neuen Motivwelten entwickelt – etwa "einer von uns schickt zweiundzwanzig Lkw aufs Abstellgleis" oder "möge die Fracht mit uns sein".
  • Social Media Marketing ausbauen: Von LinkedIn und Xing zu Facebook und Instagram – mit einer völlig neuen, direkten, selbstironischen Tonalität, die Trendthemen aufgreift und die Marke als relevanten, sympathischen Begleiter positioniert.
  • Digitale B2B-Formate etablieren: Weg vom gedruckten Kundenmagazin hin zu einem agilen Newsroom mit Mediakooperationen in Fachmagazinen wie dem Handelsblatt – für höhere Reichweite und schnellere Content-Agilität.
  • Kampagnen mit Emotion und Relevanz: Die große Kampagne "Güter gehören auf die Schiene" verbindet Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Logistik zu einer emotionalen Erzählung, die über klassisches B2B hinauswächst.

Social Media Marketing: Aus Unsichtbarkeit zu Relevanz

Der Dreh bei Community Management für DB Cargo liegt in der neuen Strategie, Trendthemen täglich zu beobachten und die eigene Leistung darin zu verankern. Das ist nicht einfach – denn anders als Burger King oder andere Consumer Brands wartet niemand auf die Social-Media-Updates einer Güterbahn. Das Unternehmen musste sich selbst zur Marke machen, die man mag.

Wie schafft man das? Durch Freundschaft. Meffert formuliert es prägnant: "Wann mag man eine Marke? Wenn man sie quasi als Freund betrachtet." Für DB Cargo war das zusätzlich schwierig, weil der Kontakt zur Zielgruppe klassisch inexistent war. Mit der neuen Social-Media-Strategie wurde das umgedreht: Durch eine direktere, selbstironische, emotionale Kommunikation auf Facebook und Instagram positionierte sich DB Cargo nicht mehr als entfernter B2B-Partner, sondern als relevante, sympathische Stimme im täglichen Gespräch.

Von Print zu Digital: Der Newsroom als neue Reichweite

Ein zentraler Schritt war auch die digitale Transformation der B2B-Kommunikation. Das klassische Kundenmagazin war gut produziert – aber mit begrenzter Reichweite. Es landete hauptsächlich bei Bestandskunden und bei Messen. Mit der Corona-Pandemie wurde die Begrenztheit offensichtlich: Gedruckte Magazine, die ins leere Büro kommen, werden nicht gelesen.

Die Lösung: Ein agiler Newsroom, der Inhalte in Echtzeit produziert und über Mediakooperationen mit Fachmagazinen und Wirtschaftsmedien (wie dem Handelsblatt) verbreitet wird. Das erhöht nicht nur die Reichweite erheblich, sondern auch die Frequenz und Aktualität. "Reichweite ist unsere neue Währung", fasst Meffert das Paradigma zusammen.

Warum diese Transformation funktioniert

DB Cargo ist Marktführer in Deutschland (50 % Marktanteil) und in Europa (20 % Marktanteil). Doch dieser Erfolg war lange Zeit unsichtbar. Die Transformation basiert auf einer einfachen Einsicht: Die Arbeit von DB Cargo ist versorgungsrelevant. Güter auf der Schiene bedeutet, dass Supermärkte beliefert werden, dass Industrie funktioniert, dass Klimaschutz durch weniger Lkw-Verkehr vorankommt.

Mit dieser emotionalen Basis und einer klaren Community-Management-Strategie über alle Kanäle hinweg ist es DB Cargo gelungen, aus einer unsichtbaren Fachmarke eine Marke zu werden, die Menschen kennen, verstehen und – im Ansatz – mögen.

Kernerkenntnisse zum Mitnehmen

  • Auch B2B-Marken können emotional und relevant sein – mit der richtigen Tonalität und Strategie.
  • Community Management bedeutet für DB Cargo: Trendthemen beobachten, täglich anschließen, Marke als Freund positionieren.
  • Digitale Formate und Mediakooperationen ersetzen begrenzte Print-Reichweite durch virale Verbreitung.
  • Interne und externe Kommunikation müssen konsistent sein – der interne Claim wird zum externen Brand Promise.
  • Markenliebe entsteht nicht durch Produkt, sondern durch relevante, direkte, selbstironische Kommunikation.

Häufige Fragen

Was ist DB Cargo und warum brauchte das Unternehmen ein Marketing-Rebranding?

DB Cargo ist die Güterbahn-Division der Deutschen Bahn – ein B2B-Unternehmen mit 30.000 Mitarbeitern und 4+ Mrd. Euro Umsatz. Jahrelang war es ein "Product of Low Interest": Menschen hatten keine Berührungspunkte damit und wussten oft nicht, dass es existierte. Die Transformation sollte DB Cargo aus der Unsichtbarkeit holen und zur sympathischen, relevanten Marke machen.

Wie nutzt DB Cargo Social Media Marketing für B2B-Kommunikation?

DB Cargo beobachtet täglich Trendthemen auf Social Media (Facebook, Instagram, Twitter) und verknüpft sie mit der eigenen Leistung. Statt technischer B2B-Botschaften nutzt das Unternehmen eine direkte, selbstironische Tonalität (z. B. "einer von uns schickt 22 Lkw aufs Abstellgleis"). Das Ziel: Die Marke nicht als Partner, sondern als Freund zu positionieren, den man mag.

Was ist der interne Claim von DB Cargo und wie wird er nach außen übertragen?

Der interne Claim lautet: "Andere sind gut, wir sind Güter." Er spiegelt Selbstbewusstsein (Marktführer mit 50 % Marktanteil in Deutschland) und Relevanz (Versorgungswirtschaft, Klimaschutz). Diese Tonalität wurde direkt in die externe Kommunikation übertragen – in Social Media, Kampagnen und den digitalen Newsroom.

Warum wechselte DB Cargo vom Kundenmagazin zum Newsroom?

Das klassische Kundenmagazin hatte begrenzte Reichweite, landete hauptsächlich bei Bestandskunden und wurde in der Corona-Zeit weniger gelesen. Der Newsroom produziert Inhalte in Echtzeit und verbreitet sie über Mediakooperationen (z. B. Handelsblatt). Das erhöht Reichweite und Frequenz erheblich – "Reichweite ist unsere neue Währung."

Warum funktioniert emotionales Marketing für eine Güterbahn?

DB Cargo leistet versorgungsrelevante Arbeit: Güter auf der Schiene bedeutet Supermärkte beliefert, Industrie funktioniert, Klimaschutz durch weniger Lkw-Verkehr. Mit einer konsistenten Kommunikationsstrategie (intern wie extern), klarer Tonalität und relevanten Trendanbindungen wurde diese emotionale Basis sichtbar – und eine unsichtbare Marke sympathisch.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Yes, wir steigen ein in unseren ersten Konferenztag und ich freue mich sehr, dass wir heute Herrn Thorsten Meffert von der DB Cargo Group bei uns hier begrüßen dürfen. Ich habe ein kleines Deja vu, weil wir auch tatsächlich unsere letzte OMKB mit einem Vortrag aus dem Netzwerk der Deutschen Bahn eröffnet haben. Und lieber Thorsten, ich sehe dich jetzt schon zu uns zugeschaltet. Schön, dass du da bist und erst einmal herzlich willkommen hier bei uns auf der OMKB Mainstage. Fantastischer Hintergrund. Vielen Dank. Vielen Dank auch für die Einleitung und guten Morgen in die Runde. Schönen guten Morgen, Thorsten. Ich möchte mir einmal kurz die Zeit nehmen und dich unserer Community oder Audience etwas ausführlicher vorstellen. Thorsten ist Vice President Marketing bei der DB Cargo Group und seit 2008 in dieser Position am Start und verantwortlich für eine ganze Menge von Themen: Die Marketingkommunikation, Marketing Technologies, Analyse und Research, interne Kommunikation, Produkt-und Preisstrategien sowie Customer Management und Consulting. Torsten, bei der Latte an Aufgaben finde ich es umso beeindruckender, dass du dir heute Morgen die Zeit nimmst und uns hier joinst im Rahmen der OMKB. Zuvor war er Senior Vice President Marketing und Corporate Communication bei DB Schenker und insgesamt neun Jahre tatsächlich bei DB Schenker aktiv, dort verantwortlich für Produktmarketing, Online-Marketing und Eventmanagement. Vor seiner Zeit bei DB Schenker war er von 2010 bis 2012 Instructor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg für Marketing, war vorher Consultant an der University of South Alabama und hat seine Karriere in frühen Jahren, 2005, 2006, im Marketing damals schon bei der DB Schenker Logistics Germany begonnen. Also ein echter Logistikexperte. Thorsten hält einen Master in Business Administration. Das noch mal on top. Ein paar Informationen zur DB Cargo Group. Ich vermute, die Brand dürfte den meisten von euch bekannt sein. Die DB Cargo Group ist für den Güterbahnverkehr der Deutschen Bahn letztendlich verantwortlich, den gesamten Schienengüterverkehr in Europa und in Asien. Und DB Cargo ist aus Marketingsicht total interessant, weil sie in gewisser Weise mit dem klassischen B2B-Marketing brechen. Das heißt, sie sind laut, sie sind sehr deutlich in der Ansprache, teilweise auch herrlich selbstironisch. Sie sind seit 2020 in ihren Digital Accounts auf Facebook und Instagram aktiv, haben das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit dort im Fokus und wachsen im DB Cargo Bereich sehr deutlich. Ihr Ziel ist es, Schienengüter Verkehr – und das finde ich eine ganz tolle Vision – so einfach zu machen wie Online-Shopping und sie wurden jüngst im Jahre 2020 zur besten Logistikmarke gekürt. Thorsten, das ist natürlich eine ganze Menge an Informationen. Erst einmal vorneweg: Was hast du uns denn heute für einen inhaltlichen Schwerpunkt mitgebracht? Noch mal vielen Dank für die Einleitung. Ich werde jetzt hier schon ziemlich rot Es geht ja eigentlich gar nicht mich, sondern es geht ja unsere DB Cargo Story und das ist echt toll, dass wir jetzt in so einem Rahmen, dass ich die präsentieren darf. Wer hätte das gedacht, dass wir auf einer Konferenz, die so vielseitig ist, mal neben, wenn ich es richtig gesehen habe, unter anderem RTR2 und Burger King und Sugar Daddy ist DB Cargo mit aufgeführt. Und auch, dass du gesagt hast, dass man DB Cargo mittlerweile kennt, das wäre vor zwei, drei Jahren noch nicht so gewesen. Ich meine, wir sind eine B2B-Marke aus dem Logistikbereich eher klassisch orientiert gewesen und Diese Veränderung, das, was wir in den letzten zwei Jahren gemacht haben und wie wir uns verändert haben, rund dann vor allem auf den Fokus unserer großen Kampagne „Güter gehören auf die Schiene. Das werde ich euch heute in den nächsten 30 Minuten vorstellen. Wunderbar. Dazu lautet der passende Titel „Containerweise Emotion – Güter gehören auf die Schiene. Lieber Thorsten, dann möchte ich jetzt das Wort an dich übergeben, aber ganz kurz vorab noch die OMKB-Community darf dazu auch rufen: Stellt eure Fragen gerne in unserem Chat auf der Plattform bei Bellboon. Die eine oder andere Frage werden wir sicherlich hier on stage mit auf den Weg nehmen können, sie Thorsten direkt zu stellen. Und ansonsten gibt es nach deinem Vortrag natürlich auch noch ein wenig Zeit im Q&A mit meinem lieben Kollegen Charposseni. Aber jetzt voller Fokus auf DB Cargo. Thorsten, du bist dran. Ich wünsche dir und der gesamten OMKB-Community ganz viel Spaß hier beim Opening der OMKB. Let's go. Vielen Dank. So, dann teile ich mal meine Präsentation. Ich neige dazu, immer mal einen Gewitz zu erzählen in der Zwischenzeit. Ich bin heute mit der Bahn gekommen und war pünktlich. Das ist auch so der Klassiker. Ihr müsstet das jetzt irgendwo sehen. Jetzt gehe ich hier noch auf den Präsentationsmodus. Von meiner Seite noch mal einen alle guten Morgen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich euch alle irgendwo persönlich auch sehen könnte. Mittlerweile hat man sich zwar ein bisschen dran gewöhnt, dass man sozusagen in seinen Laptop rein präsentiert und in seine Folien. Schöner ist es und deswegen freue ich mich, dass ihr auch sozusagen die nächste Präsenzveranstaltung schon plant und schon so wirklich auch im kurzfristigen Zeithorizont plant, weil ich glaube, dass das zwar jetzt gut war, wie man das virtuell gemacht hat die letzten Jahre, dass wir das sehr stark weiterentwickelt haben. Und ich glaube, viele freuen sich auch tatsächlich wieder auf Konferenzen, wo man sich wirklich sieht, wo man networken kann, wo man sich persönlich austauschen kann und wo man tatsächlich auch als Speaker irgendwo vor einem Publikum präsentiert und so ein bisschen auch die Reaktionen mit bekommt. Aber vielen Dank, dass ich heute da sein darf. Ich will euch ein bisschen was über die DB Cargo Story erzählen und ich beginne damit, euch zu sagen: Wer sind wir überhaupt?Mhm. Mario, du hast schon gesagt, wir sind sozusagen die Güterbahn im Deutsche Bahn Konzern. Ähm, das heißt, wir sind klassisch, äh, im B2B-Bereich unterwegs. Wir transportieren Güter für, für die Industrieunternehmen. Wir haben, glaub, dreißigtausend Mitarbeiter (Räuspern) in Europa und in, in China, haben siebzehn Landesorganisationen und 'n Umsatz von knapp über vier Milliarden Euro. Und in der Regel habt ihr mit uns nichts zu tun. Ihr habt mit Personenverkehr zu tun. Ihr habt mit uns als DB Cargo in der Regel nichts zu tun, es sei denn, ihr steht irgendwo in der Bahnschranke und son gammeliger Güterzug von siebenhundert Meter Länge fährt an euch vorbei und ihr denkt: "Mensch, kann der nicht irgendwo schneller fahren, damit ich hier über meine, über die Bahngleise drüber komme?" Also wir sind irgendwo klassisch ein product of low interest, wie man das sagt, weil man im normalen Leben mit uns keine Berührungspunkte hat. Und so waren wir viele Jahre lang auch im Marketing unterwegs. Das heißt, wie sah das Marketing hauptsächlich aus? Ein Großteil des Budgets wurde in Messeauftritte gesteckt, in Events gesteckt, Kundenevents oder in ein Mitarbeiter, äh, in ein Kundenmagazin, Entschuldigung, was wir herausgebracht hatten oder hatten Direktmarketingaktionen geplant, wo wir sozusagen, äh, Geschäftskunden angeschrieben haben und versucht haben, Leads zu generieren. Das war so das klassische B2B-Marketing, in dem man sich bewegt hat, ähm, in der Logistik und das haben wir vor zwei Jahren angefangen zu verändern. Warum haben wir das verändert oder was war sozusagen der, die, die Ursache der Veränderung? War ein neues Management. Mit Sigrid Nikutta und Martel Beck (Räuspern) haben wir ein Management bekommen, das Kommunikation und Marketing für sehr, sehr wichtig hält. Und, ähm, die beiden haben sozusagen den Anstoß gegeben und den Support gegeben zu sagen, okay, lasst uns, äh, die ganze Kommunikation dreihundertsechzig Grad, ähm, neu aufsetzen. Das heißt, wir haben im Endeffekt, wenn man es in Cluster packt, vier Dinge neu verändert, beginnend mit der internen Kommunikation, dass wir gesagt haben, die Art und Weise, wie wir auch miteinander reden, wie wir intern auch kommunizieren, muss anders werden. Nicht so fachlich, nicht so nüchtern, ja, äh, sondern mehr auch in Richtung Mitarbeitermotivation arbeiten, den Stolz hervorbringen, sagen: "Mensch, das, was wir tun, ist doch wichtig." Und gerade zu Corona-Zeiten hat man das gemerkt, dass wir versorgungsrelevant sind. Wir sorgen dafür, dass die Güter in die Läden kommen, in die Kaufhäuser, in die Supermärkte. Und da können wir doch stolz drauf sein, äh, über das, was wir machen. Und das war sehr, sehr wichtig, weil es die Jahre vorher alles sehr nüchtern geprägt war. Hinzu kommt, dass wir im, im Geschäft sind, was sehr fixkostenlastig ist. Das heißt, das ist nicht einfach wirtschaftlich zu betreiben und deswegen war das alles recht, recht nüchtern. Das muss man sozusagen. Und das wurde gedreht, wie gesagt, beginnend bei der internen Kommunikation. Wir haben dann daraus entwickelt einen, einen internen Claim, der hieß: "Andere sind gut, wir sind Güter", (Räuspern) mit neuen Motivwelten, auf die wir gestaltet haben. Ja, also wie das linke hier, einer von uns schickt zweiundzwanzig Lkw aufs Abstellgleis oder das rechte Motiv, möge die Fracht mit uns sein. Als zwei Beispiele, wie wir die Tonalität, die Art und Weise auch geändert haben, wie wir intern kommunizieren. Das heißt zum einen mit einem anderen Selbstbewusstsein, dass wir gesagt haben: Mensch, wir sind der Marktführer in Deutschland mit fünfzig Prozent und wir sind auch der Marktführer in Europa mit zwanzig Prozent. Dann lass uns doch darauf stolz sein. Plus, wie ich gesagt habe, das, was wir tun, ist wichtig, ist wichtig auch für die Bevölkerung. Wir sind versorgungsrelevant und dann lasst das doch auch uns dann auch intern spüren und, äh, äh, auch entsprechend in die Kommunikation mit aufnehmen. Die Tonalität auch deswegen geändert, dass wir tatsächlich auch, wir haben sehr viel operative Mitarbeiter, das heißt Mitarbeiter, die dann in den, ähm, in den Bahnhöfen arbeiten, die die Lokführer, Türmeistern, ähm, all das. Das heißt, die Art und Weise, wie wir das auch aufbauen von der Tonalität, muss anders sein, muss klarer sein, direkter auf den Punkt. Und, äh, das haben wir getan. Und so ist andere sind gut, wir sind Güter entstanden. Wir haben dann gesagt, okay, dieser Claim ist so stark, lasst uns den auch nehmen und lasst uns auch die Art und Weise, wie wir kommunizieren, auch übersetzen in die externe Kommunikation. Ja, also lasst uns das wirklich dreihundertsechzig Grad betrachten und haben als Nächstes unsere Social-Media-Aktivitäten verändert. Wir haben, klassisch kommen wir von LinkedIn und von Xing und etwas Twitter im Sinne der Unternehmenskommunikation früher genutzt, haben wir gesagt, okay, LinkedIn und Xing bleiben auch weiter Kanäle, wo wir fachlichen Content spielen, wo wir Best Cases spielen, die wir mit Kunden haben, wo wir zeigen, was für neue Produkte wir haben, was für neue Lösungen wir haben. Aber lasst uns eine Kanalerweiterung machen. Wir haben Facebook und Instagram dazugenommen. Und lasst uns hier auch speziell bei Instagram, Facebook und Twitter die Tonalität ändern und quasi die Tonalität übernehmen, die wir auch in der internen Kommunikation gestartet haben. Ja? Und lasst uns versuchen, uns zur Marke Sympathisch aufzuladen. Ja? Wann mag man eine Marke? Wenn sie Freundschaft, wenn man sie quasi als Freund betrachtet. Bei uns noch mal umso schwieriger. Wie gesagt, man hat mit uns in der Regel nichts zu tun. Wir sind ein Product of Low Interest. Ihr habt in der Regel mit uns nichts zu tun. Also noch mal schwieriger, das ganze Thema aufzuladen. Und dann wartet ja auch in der Regel keiner auf uns und auf unsere Social-Media-Aktivitäten. Das heißt, das haben wir gemacht. Wir beobachten genau, was sind die Trend Topics, äh, die sich jeden Tag entwickeln auf Social Media und wie können wir quasi unser Produkt, unsere Leistung, das, was wir tun, damit in Verbindung bringen. Und das ist mal kurz angeteasert, wie wir das sozusagen mechanisch aufgebaut haben und wie wir sozusagen unsere Social-Media-Auftritte verändert haben in der Kommunikation, um unsere Marke relevant zu machen und auch sozusagen als, als, als Freund aufzubauen, dass man sie dann auch wirklich mag. Ich will hier noch nicht von Lovepoint sprechen, weil das sind wir noch nicht, aber dass wir das zumindest drehen und uns relevant machen und uns auf relevante, ähm, Themen dann auch mit draufsetzen. Das war Stufe zwei, unsere Social-Media-Aktivitäten angepasst. Wir haben dann auch im B2B-Kontext was geändert, dass wir gesagt haben, okay, wir gehen weg vom klassischen Kundenmagazin hin in digitale Formate, ähm, in, in einen Newsroom, haben das Ganze übersetzt. Das Kundenmagazin war gut, das ist auch gut gelaufen, aber es war ein Kundenmagazin. Das ging hauptsächlich an die Bestandskunden und wurde vielleicht mal bei Messen eingesetzt, um auch an Neukunden zu verteilen.Es wird sehr viel Arbeit in den Content reingesteckt, der aber dann eine begrenzte Reichweite hatte. Und Reichweite ist unsere neue Währung. Wir haben gesagt: „Okay, wie können wir das Thema lösen? Und wir haben gesagt, wir gehen komplett auf digitale Formate. Corona hat das Ganze auch noch mal beschleunigt, weil in Zeiten, wo keiner im Büro ist, landet ein Kundenmagazin dann im Büro und keiner liest es. Also haben wir den Newsroom kreiert, bilden da viel schneller und zeitnah unseren Content ab und spielen den Content dann auch über Mediakooperation in einer Auswahl von Fachmagazinen, wie auch Wirtschaftsmagazin, wie das Handelsblatt, und haben damit eine viel größere Reichweite und auch eine viel höhere Frequenz im Endeffekt auf die guten Artikel, auf den guten Content, den wir produzieren, den wir auch vorher schon im Kundenmagazin produziert haben, den dort aber viel weniger Menschen gelesen haben. Das war Stufe drei und Stufe vier war im Endeffekt, dass wir gesagt haben: „Okay, wir wollen jetzt nicht mehr nur die Zielgruppe Kunden ansprechen, sondern wir erweitern die Zielgruppe. Wir wollen die Öffentlichkeit ansprechen und auch die Politik ansprechen. Wir wollen im Endeffekt den Vorteil, den Klimavorteil der Schiene, den wollen wir im Endeffekt kommunizieren und sozusagen jeden zeigen. Wir wollen sozusagen ein Umdenken bewirken. Wir wollen das Verhalten beeinflussen. Wir wollen im Endeffekt, dass es für die Menschen nicht nur relevant ist, wie die Produkte, die sie täglich kaufen, produziert werden, sondern auch, dass sie sich darüber Gedanken machen: Wie werden die denn transportiert? Und deswegen haben wir gesagt, wir wollen an die Öffentlichkeit rangehen Gehen. Wir wollen das kenntlich machen und haben dafür eine Kampagne entwickelt. Wir nennen das intern eine Emotionalisierungskampagne und die hatte verschiedene Stufen. Ja, und die haben wir im letzten Jahr begonnen zu spielen im April und haben dafür eine Botschaft rausgeholt, die im Endeffekt 40 Jahre alt ist. In den 60er, 70er hieß die „Güter gehören auf die Bahn und wir haben sie jetzt genannt „Güter gehören auf die Schienen und haben gesagt, diese Botschaft, die wollen wir in die Öffentlichkeit bringen. Und wie macht man das am besten? Wir haben gesagt, wir machen das in einer Art Guerilla-Aktion. Wir haben den Container als Symbol für Warentransport. Richtig gesprochen ist eigentlich ein Seefracht-Container, der natürlich auch mit der Bahn transportiert wird, aber es ist ein Seefracht-Container. Aber jeder verbindet mit so einem Container Warentransport, Gütertransport. Und den haben wir als Symbol genommen, haben groß und fett unsere Botschaft draufgeklatscht mit unserer Landing Page und haben den an zehn Standorten in Deutschland verteilt. In einer Art Guerilla-Action hatten wir ein begleitendes PR-Paket. Das heißt, in den Standorten waren Pressevertreter von uns vertreten, plus jemand aus der Region, der wirklich dann auch an dem Tag – das war, wie gesagt, der 16. April deutschlandweit – doch auch Auskunft darüber geben konnte, was wir als DB Cargo denn machen, damit mehr Güter auf die Schiene können. Und das Ganze wurde begleitet dann auch noch von einer Aktion mit dem Handelsblatt und mit unseren Vorständen plus Vertretern aus Politik und Wirtschaft, sowie Kunden von uns in einem Auftakt, in einem Kick-off-Event, die über das Thema Fair Transport, war damals der Titel, gesprochen haben und gesagt haben: „Okay, was wird getan? Was wird gemacht, damit das überhaupt möglich ist, damit mehr Güter auf die Schienen können? Das war der große Kick-off-Event. Es war in einer Zeit, wo wir noch im Lockdown waren. Das war in der Planung immer so eine große Ungewisse: Wie wird das sein? Werden wir damit tatsächlich auch irgendwo, ich sage mal, Laufkundschaft erwischen? Also werden viele Menschen unterwegs sein an den Orten? Das hat sich dann irgendwann herauskristallisiert: „Der Lockdown wird weitergehen. Das heißt, wir werden wahrscheinlich nicht sehr viel Publikumsverkehr erwischen. Also müssen wir mehr in Bildmaterial investieren, dass wir dieses Bildmaterial dann auch digital streuen können in die Medien bringen. Das heißt, wir hatten dann überall Fotografen noch im Einsatz, die das Ganze fotografiert haben und begleitet haben, einfach, dass wir dieses Bildmaterial auch haben und dann digital streuen können. Wir haben aber daran festgehalten, dass wir das machen, dass wir die Aufstellaktion auch machen und dass das sozusagen der Kick-off im April. Wir hatten dann auch noch ein groß Advertorial, was in allen großen Sonntagsmagazinen und Zeitungen publiziert worden ist und eine digitale Kampagne, die dann gestartet ist. Wir hatten einen Influencer im Einsatz und haben im ersten Schritt die Botschaft „Güter gehören auf die Schiene relativ laut in die Medienwelt geklaren. Und der Film fasst das kurz zusammen. Bitte Film eins einmal abspielen. Bananen, Nudeln, Waschmaschinen, Klopapier, Autos, Getränke, Sneakers. Alles, was wir täglich brauchen, hat Einfluss aufs Klima. Und da macht es einen riesen Unterschied, wie Güter in die Lager und Läden kommen. Was mit der Bahn unterwegs ist, erzeugt 80% weniger Emissionen als LKW-Transporte. Jeder Güterzug holt bis zu 52 Laster von unseren staubgeplagten Straßen. Klare Sache: Güter gehören auf die Schiene. Aber es tut sich zu wenig. Und was tut man, wenn sich nichts tut? Man geht auf die Straße, in die Öffentlichkeit, in die Medien. Genau das haben wir getan, und zwar so, dass niemand daran vorbeikommt. In einer Guerilla-Aktion stellen wir Container mit unserer Botschaft in sieben deutsche Städte, dahin, wo sie garantiert niemand übersehen kann. Am Wochenende darauf sind wir unübersehbar in allen wichtigen Zeitungen, mit Zahlen, Fakten, Argumenten und dem Aufruf, uns zu unterstützen. Schnell registrieren sich tausende Unterstützerinnen auf unserer Page. Politik und Wirtschaft werden hellhörig und kommen mit uns ins Gespräch. Zeit, sich auch im Fernsehen querzustellen, direkt vor der Tagesschau, mit einem Format, das maximale Beteiligung garantiert. Willkommen zur Deutschlandpremiere, der Gameshow mit dem Güterzug Cargo Montag. Merken Sie sich einfach möglichst viele Güter, die hier gleich vorbeirollen und tragen Sie sie dann auf unserer Webseite ein. Knapp 40 bedeutende Marken springen auf unseren Güterzug auf und machen sich stark fürs Klima.Millionen sehen zu, Hunderttausende machen mit und verstehen, wenn Güter auf die Schiene kommen, gewinnen alle. Das Klima, die Politik, die Wirtschaft und die Menschen. All das begleiten wir flächendeckend in den sozialen Medien, vom Fachgespräch auf LinkedIn bis zum aktuellen Twitter-Meme. So merken wir direkt, wie unsere Botschaft ankommt, wie wir informieren, überzeugen und begeistern. Also, liebes Deutschland, wohin gehören Güter? Güter gehören auf die Schiene. So sieht's aus. So, (räuspert) wunderbar. Vielen Dank. Ja, und, ähm, was auch ein super Nebeneffekt war, dass es uns für die interne Kommunikation auch geholfen hat, dass wirklich wir gemerkt haben, dass sich viele, äh, unserer, unserer Kolleginnen und Kollegen mit der Botschaft identifiziert haben. Einige haben sich auf den Weg gemacht, haben die Container fotografiert. Wir haben dann im Nachgang, als, ähm, der Lockdown auch rum war, erst noch mal angeboten, dass wir sozusagen Fotoshootings vor den Containern machen, sodass wirklich jeder auch sein, sein Bild mit dem Container bekommen hatte, was er dann natürlich auch in sein Profil gepackt hat, sowohl in unserem, äh, internen Social Intranet, was wir bei der Bahn haben, als auch bei zum Beispiel LinkedIn-Profilen. Und, ähm, also das war auch sehr, sehr gut und hat uns auch sehr gefreut, dass in der sozusagen bei den ganzen Kolleginnen und Kollegen so gut angekommen ist. Wir haben auch von anderen Geschäftsfeldern da 'n guten Zuspruch bekommen, die gesagt haben: „Mensch toll, dass ihr das als Cargo macht, dass ihr die Botschaft nach außen bringt. Das ist doch super." Und, ähm, das war für uns auch, auch sehr, sehr wichtig und auch toll zu sehen. Also im April gestartet, die Botschaft nach außen gebracht, war Stufe eins. Stufe zwei war, dass wir gesagt haben: Okay, ähm, wir wollen die Botschaft bestätigen. Und wie kann man die Botschaft besser bestätigen, indem man sozusagen einen Beweis aufführt. Und wir haben uns überlegt, wie können wir das denn machen? Wir haben gesagt, wir wollen irgendwas mit unseren Kunden zusammen machen, mit den Partnern zusammen machen. Und daraus ist das Format Cargo Montag entwickelt, dass wir, ähm, tatsächlich 'n TV-Spot, ähm, äh, produziert haben, äh, in Form von 'ner Quiz-Show. Ähm, dieses Quiz-Show-Format, 'n ähnliches gab es auch mal in den Siebzigern von Rudi Carrell am laufenden Band, äh, für--. Einige kennen's vielleicht noch. Ähm, und wir haben gesagt: „Okay, wir bauen so eine Quiz-Show auf mit 'ner Moderatorin." Und, ähm, die Idee ist, ein Güterzug fährt durchs Bild mit lauter Marken und diese Marken sind unsere Kunden. Das heißt, das sind schon Firmen, die auf die Schiene setzen. So, und diese Marken soll man sich merken, soll im Endeffekt auf unsere Landingpage gehen, wie ist das Güter, kann die Marken dann eingeben und kann dann quasi Preise gewinnen. Das war sozusagen die Schema-- äh, die Mechanik da hinten dran vom Cargo-Montag. Und wir hatten das tatsächlich erst exklusiv geplant. Das heißt, wir hatten gesagt, okay, ähm, man muss sozusagen den Spot in der Prime Time vor der Tagesschau-- Wir nehmen die beste Platzierung, die es gibt, weil wir können auch nicht so oft streuen. Wir haben gesagt, wir gehen einfach in die beste Platzierung rein. Die bringt uns die meiste Aufmerksamkeit. Plus, das klingt natürlich super, wenn du sagst, du bist mit 'nem TV-Spot in der Prime Time vor der Tagesschau. Und, ähm, äh, und haben gesagt: „Okay, ähm, erster Plan war, man muss den unbedingt gesehen haben im Fernsehen, damit man teilnehmen kann." Und in der Konzeption, in der Umsetzung haben wir dann gesagt: „Mensch, das ist doch eigentlich Kehle. Wir wollen doch, dass die Menschen diesen TV-Spot sehen." Und deswegen haben wir gesagt: „Nein, wir packen den auf YouTube, wir binden den auf der Landing Page an." Es gab vier verschiedene TV-Spots, das ist über vier Wochen gelaufen. Man kann sozusagen online nachgucken, wie der TV-Spot ausgesehen hat und kann dann die ganze Woche auch mitmachen. Es gibt kein begrenztes Zeitfundusfenster, sondern könnt ihr immer die ganze Woche mitmachen, weil es gibt doch nichts Geileres, als wenn sich die Menschen mit unserer Marke und mit den Marken unserer Kunden beschäftigen. So, und ähm, äh, äh dass wir sagen, wir lassen das offen. Wir wollen so viele Teilnehmer wie möglich haben und, ähm, deswegen haben wir das dann so aufgebaut und, äh, waren sehr, sehr glücklich, dass wir vierzig Markenpartner, vierzig Kunden gefunden haben. Wir haben dann natürlich nach Marken auch gesucht, die, ähm, die 'n normaler Konsument, sage ich mal, auch eher erkennt, ähm, die 'ne gewisse Bekanntheit haben. Ähm, ja, waren dann auch sehr, sehr glücklich, dass wie das gelaufen ist und wie wir da auch zusammengearbeitet haben mit unseren Kunden. Das war 'ne, 'ne tolle Geschichte und den Spot, den würde ich euch jetzt hier noch mal zeigen. Bitte Video zwei abspielen. Heute zum letzten Mal: Cargo Montag, die Game Show mit dem Güterzug. Güter gehören auf die Schiene. Das ist gut fürs Klima, das ist gut für die Wirtschaft und das ist auch gut für Sie. Denn heute gibt's die Bahncard hundert im Doppel zu gewinnen. Ein Jahr kostenlos Bahnfahren, erster Klasse für zwei und noch hunderte andere Preise. Merken Sie sich einfach möglichst viele Güter, die hier gleich vorbeirollen und tragen Sie sie dann auf unserer Webseite ein. Alles klar? Und los geht's. (Musik) Alles gemerkt? Dann schnell auf cargomontag.de und mitmachen. Toi, toi, toi. Und nicht vergessen: Güter gehören auf die Schiene. Heute zum- Das, äh, das Tolle daran war, dass im Endeffekt, also die meiste Reichweite haben wir eigentlich über die ganze digitale Kampagne gemacht, die wir sozusagen da parallel haben laufen haben, also digitale Ads, die wir im Endeffekt geschaltet haben, plus bei Social Media. Ähm, eigentlich weniger über den, äh, den TV-Spot an sich, aber die Tatsache, dass man 'n TV-Spot hat und dass man in der Prime Time ist und bei der ARD ist, das hat halt wirklich sehr stark gezogen. Also das war wirklich so, so 'n Zugelement bei der ganzen Kampagne. Und auch hier wieder der Link zur internen Kommunikation. Das hat natürlich auch sehr, sehr viele stolz gemacht, die sagen: „Mensch, hier, DB Cargo ist, ist hier vor der Tagesschau, ist im Fernsehen zu sehen und viele haben sich dann wirklich mit ihrer Familie, äh, abends, äh, vor dem Fernseher gehockt und haben im Endeffekt den, den, den TV-Spot sich angeguckt. Also das war auch wieder für die interne Kommunikation, für die interne Motivation, ähm, der ganzen Kolleginnen und Kollegen war das auch sehr, sehr gut und kam auch wirklich gut an (räuspert) und, ähm-Ja, hat uns im Endeffekt dann noch mal 'n deutlichen Hub in der, in der Aufmerksamkeit gebracht und in der Wahrnehmung unserer Botschaft. Ähm, und, ja, das war hier nicht so ganz einfach, weil wir ja verschiedene Botschaften senden. Wir senden also einmal Güter gehört auf die Schiene, wir senden Cargo Modas sozusagen als eine Brand. Das war auch in der Diskussion wirklich oder wir hatten viele Diskussionen, okay, wie bauen wir das Ganze auf? Ähm, die Landing Page, die mit Güter aufgebaut ist, ja, also sehr, sehr viele Botschaften, die wir da reinpacken und versucht haben, in den, in den Spot reinzubringen. Ähm, aber im Endeffekt waren wir zufrieden mit dem, dem Resultat. Das war ja für uns auch 'ne Unbekannte, ja. Also TV-Spot und so 'ne Kampagne, was, also was nimmt man sich davor, wie viel will man erreichen? Aber wir konnten im Endeffekt das, was wir uns vorgenommen haben, dann auch damit erreichen und waren damit dann auch sehr zufrieden. Das war sozusagen der, der zweite Teil im, im Sommer reingehend in den, in den Juli. Und dann hatten wir eine, ähm, 'ne dritte Aktion geplant und eine dritte Stufe in der Kampagne, dass wir gesagt haben, okay, jetzt wollen wir die Botschaft noch emotionalisieren, ja, richtig stark mit Emotionen, äh, äh, versehen. Und hatten dazu einen, einen Film kreiert, der, ähm, geplant war, dass wir den sozusagen digital sehr stark spielen, äh, und auch den in Social Media, dass der im besten, äh, Fall viral geht. Und, ähm, hatten den geplant für Anfang Juli. Es, der Film war fertig, Kampagne hat gestanden, alle Buchungen waren platziert, es war alles fertig. Und dann konnten wir im Endeffekt den, ähm, den Film nicht bringen, und zwar aufgrund der Flutkatastrophe in, in Deutschland. (räuspert sich) Warum konnten wir das nicht bringen? Wir hatten das Thema, ein ähnliches Thema, ihr werdet's gleich sehen, weil ich zeig euch mal exklusiv den, den Film. Ähm, wir haben die Geschichte der Arche Noah neu geschrieben. So, und wir spielen hier sehr, sehr stark das Thema Klima verändert sich, ähm, und wir müssen hier unbedingt was tun und wollten den, wie gesagt, genau zu dem Zeitpunkt launchen, wo die Flutkatastrophe in Deutschland richtig, richtig schlimm geworden ist. Wir haben gesagt, okay, wir müssen hier die Reißleine ziehen. Wir können nicht, wenn in Deutschland Menschen sterben, Menschen vermisst werden und wir grad so eine schlimme Katastrophe haben, können wir jetzt nicht hier son Film bringen. Das geht nach hinten los und haben die Entscheidung getroffen, dass wir ihn nicht spielen, dass wir ihn rausnehmen, dass wir sozusagen auf das Kampagnenelement, ähm, verzichten und den dann vielleicht zu 'nem späteren Zeitpunkt noch mal rausbringen werden, ähm, wenn einfach die Zeiten besser sind. Einfach aus, aus, aus Rücksicht, ähm, was die Opfer anbelangt. Und deswegen haben wir diese Stufe nicht gebracht. Ich möchte sie euch trotzdem gerne zeigen in dem Marketingkreis, den wir hier grad sind, um einfach zu zeigen, wie unsere Logik war. Erkommen von Botschaft rausbringen, Botschaft bestätigen zu Botschaft emotionalisieren. Und deswegen zeige ich euch hier exklusiv mal den, den Film, der nicht publiziert worden ist bisher. (Klirren) Bitte. (Explosion) (Musik) (Hintergrundmusik) So, ich konnte jetzt hier keinen Ton hören. Ich, ich hoffe, ihr anderen habt 'n Ton vernommen. Ähm, aber ich glaube, es ist klar, warum wir den jetzt in, äh, zu dem Zeitpunkt nicht, nicht bringen konnten. Ähm, den Film, äh, wie gesagt, der ist bei uns so in der Schublade. (räuspert sich) Ähm, wir holen ihn sehr wahrscheinlich noch mal raus. Wir haben gesagt, wir müssen den Zeitpunkt, äh sozusagen jetzt, ähm, den richtigen Zeitpunkt finden. Ich wollt ihn euch trotzdem mal zeigen, weil wir finden, dass er wirklich ... Also Fokus war sehr, sehr stark zu emotionalisieren und das Thema dadurch noch mal zu spielen. Und, ähm, ja, deswegen wollte ich ihn euch nicht vorenthalten. Wie haben wir weitergemacht? Wir sind dann in den Spätsommer, Herbst gegangen, äh, und haben das ganze Thema auch noch internationalisiert. Ähm, ich hab's ja eingangs gesagt, wir sind in Europa unterwegs und auch in, in Asien, in China und, ähm, haben, äh, das dann auch so gemacht, dass wir mit unseren, äh, Landesorganisationen das, das Thema aufgenommen haben. Äh, und es gab große Kampagnen, unter anderem UK und in Spanien, ähm, aber auch in anderen Ländern, die dieses Thema für sich aufgenommen haben, übersetzt haben und dann auch gespielt haben in, in unterschiedlichen, (räuspert sich) in 'ner unterschiedlichen Breite. Ähm, aber das war auch wichtig, dass wir das nicht nur auf Deutschland beschränken, sondern dass wir die Botschaft auch in Europa sozusagen dann auch streuen bis nach, äh, bis nach China. Ja, die, die Aktionen waren da ähnlich gelagert. Der grüne Container als Hauptelement, wie ihr seht.Der überall mit eingesetzt worden ist und platziert worden ist. Es gab immer auch Events, zum Teil auch mehr Events, weil einfach in den Ländern, das da schon keinen Doktor mehr gegeben hat. Und ja, also das war sozusagen dann im Herbst das Thema. Der Cont die Container ging auf Reisen, war in verschiedenen Ländern unterwegs und die Kampagne wurde übersetzt, sozusagen für die anderen Ländern, in denen wir tätig sind. So mit Blick auf die Uhr genau. Dann haben wir Richtung Jahresende gesagt, im letzten Jahr, okay, wie machen wir weiter? Was wird so das Jahresabschlussevent? Und haben gesagt, okay, wir wollen die Botschaft noch mal breit streuen und haben im Endeffekt zwei, zwei Dinge gemacht. Zum einen haben wir eine Mediakampagne gemacht, haben die Botschaft leicht adaptiert, indem wir gesagt haben, okay, aus Güter gönnen auf die Schiene, machen wir Geschenke, gehören auf die Schiene. Hier oben rechts zu sehen und haben das wieder verbunden mit einem Gewinnspiel. Wir haben das ganze Schwergewichte genannt, das heißt, man muss im Endeffekt raten, wie schwer es der Container mit den Preisen, die es zu gewinnen gab, sozusagen wie schwer es. Das konnte man dann abgeben auf unserer Seite. Es gab drei verschiedene Gewinnwochen, wo wir Preise verlost hatten, wo wir sozusagen unsere Botschaft weiter gestreut haben. Es gab wieder eine digitale Kampagne über digitale Ads bei verschiedenen Vermarktern platziert und es gab eine Social Media Kampagne und immer wieder als Basis unsere Landingpage. Und wir sind Güter, auf der wir dann auch erklären, okay, was wir denn tun, damit mehr Güter auf die Schiene gehören und wo wir sozusagen auch das Ganze ja unterfüttern, warum das so wichtig ist und Argumente mit aufführen und sozusagen das auch immer wieder zeigen. Was machen wir dann noch? Also auch an Kommunikationsmaßnahmen, was sind die Schritte, die nächsten? Und das ist sozusagen ein wichtiger Hub und auf dem wird das Ganze wieder verlinkt und da konnte man sozusagen am Gewinnspiel teilnehmen. Das war ein Teil. Der zweite Teil, und das hat uns auch sehr gefreut, ist, dass wir im Endeffekt unsere Vision schon ein Stück weit erfüllen konnten. Wir haben eine große Vision. Wir wollen im Endeffekt, dass eine Art Transportsiegel etablieren. Ich hatte es auch am Anfang gesagt, unser Wunsch ist, dass der Umweltvorteil der Schiene, dass wir den kommunizieren, dass wir den sozusagen erreichen, dass die Menschen umdenken, dass für die Menschen auch relevant ist, wie die Produkte transportiert werden, wie sie produziert werden. Und deswegen wäre unsere Vision, dass man das tatsächlich auch auf den Produkten sieht, dass es kenntlich gemacht wird, dass diese Produkte mit der Schiene über die Schiene transportiert worden sind. Und da haben wir zusammen mit der DHL, mit der wir gut zusammenarbeiten, die noch mal das Volumen der Pakete, die man so täglich bekommt, gesteigert hat, die über die Schiene transportiert werden. Und da haben wir im letzten Jahr, Ende letzten Jahres zum ersten Mal eine Art Transportsiegel, ein Visual kreiert, was auf die Pakete sozusagen geklebt worden ist und die wirklich kenntlich gemacht hat, die über die Schiene transportiert wurden. Und die sahen so aus wie auf dem Bild. Wir haben es noch mal sozusagen hier auch vergrößert, das Ganze. Und das war sozusagen auch in dem Jahresabschlussevent mit dabei. Die Kooperation mit der DHL, wo wir zum ersten Mal dieses Thema Transportsiegel groß in der Öffentlichkeit gespielt haben. Und das zusammen mit unserer schwergewichtigen Aktion, die parallel gelaufen ist und die Botschaft noch mal breit die in die Medien gebracht hat. Ja, das das waren so die Kampagnenelemente unserer Gütergörde auf die Schiene Kampagne. Und ich bin jetzt auch am Ende meiner Präsentation. Das war ein sehr, sehr ein Jahr für uns mit sehr, sehr vielen neuen Aktionen, sehr, sehr vielen Dingen, die wir für uns auch erlernt haben, wo wir Erfahrungen gesammelt haben, wo wir wirklich auch geguckt haben, okay, wie läuft das Ganze, Was, was ist der nächste Schritt für uns? Die Planungen dazu sind natürlich schon in 2020 gelaufen und da wollen wir weiter. Also das ist ein guter Grundstock, den wir da gelegt haben und auf den wollen wir aufsetzen und weitermachen. Das heißt, Güter gönnen auf die Schiene ist für uns nicht erledigt, ist nicht beendet, sondern ist ein Thema, was wir jetzt in 2022 weiterspielen werden. Wir betrachten es nicht als eine kleine, in sich abgeschlossene Kampagne. Dafür ist einfach die Botschaft zu stark. Und deswegen haben wir gesagt, wir führen das weiter und ihr könnt euch auf weitere Aktionen von uns freuen. Ich stoppe jetzt hier mal die Präsentation, dann seht ihr mich auf Groß. Ihr könnt euch auf weitere Aktionen von uns freuen und hoffentlich überzeugen wir auch jeden einzelnen von euch, dass ihm Güter auf die Schienen gehören. Vielen Dank euch. Wunderbar. Vielen herzlichen Dank, lieber Thorsten, für diese deepen Insights. Ich habe ganz, ganz viel lernen dürfen und vor allem auch herzlichen Dank dafür, dass wir Bestandteil der Premiere sein durften. Wobei ich total nachvollziehen kann, warum dieser Clip zu der damaligen Zeit nicht ausgespielt wurde. Thorsten wir haben einige Fragen aus der Community, die wir dir gerne noch stellen wollen würden. Wir steigen direkt ein mit der ersten Frage. Ihr seid ja sehr, sehr stark im Multichannel Marketing unterwegs gewesen. Du hast gerade eure TV Spots gezeigt. Gleichzeitig hast du aufgezeigt, dass ihr über Social Media sehr aktiv gewesen seid etc. Wie konkret habt ihr euren Erfolg gemessen? Das heißt, welche Messmethoden habt ihr hier Anwendung finden lassen? Wie war die Messtechnik und wie geht ihr generell bei diesem gesamten Thema Multichannel Marketing um, zu identifizieren, welcher Kanal wie für euch funktioniert und ob es Wir sprechen im Marketing von sogenannten Spillover Effekten, welche welche Kanäle andere Kanäle gegebenenfalls beeinflussen. Gerne. Also ich hatte den Aufbau erklärt, wie wir vorgegangen sind, auch in der Veränderung von der internen Kommunikation zu Social Media hin zum Newsroom und zu den Kampagnen bei Social Media. Das ist für uns unser Grundrausch, das ist das Daily Business, das hatten wir umgestellt und seitdem läuft es seit Herbst vorletzten Jahres. Und da.Das ist für uns einfach ein gewisses Grundrauschen, was wir da sozusagen am Markt, will ich es nicht nennen, in der Öffentlichkeit haben, ja, wo wir wirklich täglich, äh, Posts ausspielen. Und für uns, wonach messen wir das? Und das gilt tatsächlich für alles, ist Reichweite ist unsere neue Währung. Das heißt, wir messen alles an Reichweite. Bei Social Media ist natürlich auch wichtig, dass du ein gutes Community Management machst, ja? Ähm, das heißt, wir gucken uns wirklich Post für Post an, wie ist der gelaufen? Ja? Wie waren da die Interaktionen, wie war da die Reichweite und richten auch danach uns aus beziehungsweise ziehen daraus die Learnings, ja? Also wissen dann, welche Dinge gehen gut, welche kommen nicht gut bei der Community an. Also das wird dann auch konstant beobachtet, immer analysiert und bewertet. Ähm, bei der Kampagne, ja, wir sind da in verschiedene, ähm, Kanäle gegangen. TV war natürlich unter uns, wenn man sagt, das war eigentlich, eigentlich Käse in TV zu gehen. (Lachen) Also dass das nicht, äh, äh, dass, äh--Im Endeffekt bringt jetzt unter dem Marketinggesichtspunkt, dafür hätten wir a viel öfters den Spot zeigen müssen. Ja, ähm, also von der Durchdringung her war klar, dass uns da viermal vor die Tagesschau zu, zu gehen, äh, jetzt nicht den, ähm, den an sich den Erfolg bringt, wenn man so klassisch das auswertet mit TV-Kampagnen. Ja? Ähm, aber die Tatsache, dass gekoppelt mit einem digitalen Paket, Social-Media-Paket und im eingebetteten Gesamtaktion hat das halt viel gebracht zu sagen, wir sind in der Primetime, ja, weil es so ungewöhnlich einfach ist, dass wir als, als B2B-Marke in der Logistik tatsächlich einen TV-Spot in der Primetime machen. Und wie gesagt, der Spot lief ja dann auch noch auf YouTube und auf anderen Kanälen. Ähm, also das war mehr so, so ein Zugpferd, das zu tun. Aber es war jetzt nicht, wenn du jetzt Market Performance betrachtest und sagst, okay, hat jetzt das was gebracht, viermal einen TV-Spot zu schalten mit der Botschaft? Da wird dir jeder sagen, nee, du kriegst ja gar nicht genug Durchdringung damit, dass, dass, der TV-Spot wird nicht rausrücken. Also der war eher Mittel zum Zweck und musste eingebettet sein in die Gesamtkampagne und nur so funktioniert das. Und, ähm, wir haben neben der, wie gesagt, Reichweite ist unsere Währung, dass wir alles auf Reichweite auslegen. Ähm, zum Schluss haben wir beim Schwergewicht schon sehr auf Klicks optimiert, die Kampagne, um zu sagen, okay, wir wollen viele, wir wollen hier die Conversion auf die, auf die Landingpage halt haben. Ähm, haben wir aber auch immer, ähm, Marfos laufen. Und, ähm, ich sag mal so, auch Kampagnentrackings laufen auch von Anfang an, also quasi mit der Containeraktion, mit dem Cargo Montag haben wir das, ähm, haben wir das gemessen, auch durch begleitende Marfos. Und, ähm, um da eine Erkenntnis euch zu geben, ähm, da hat sehr stark und wir haben es auch im Herbst, Winter noch mal gemacht. Man sieht natürlich immer Ausschläge dann, wenn wir was gemacht haben, ja? Dann, dann poppt es hoch in der Wahrnehmung, äh, sehr, sehr stark. Auch wenn wir zum Beispiel große, äh, Presseevents haben, ähm, mit DHL zusammen und so was, dann gibt es immer einen Peak nach oben. Ähm, eine konstante Erhöhung, das dauert halt. Gerade, wir machen auch Markenkernstudien, wo wir das natürlich beobachten. Da muss man einfach länger, äh, so viel machen. Also das ist jetzt nicht wie, ich mach einmal eine Kampagne, damit habe ich mein, meine Marke so nach oben gepimpt, dass die jetzt, äh, vom Vornherein überall besser wahrgenommen wird und dass das auch so bleibt. Also man muss konstant daran arbeiten. Das, es gibt da keinen, ähm, Dauereffekt von einer Einmalaktion. Ähm, also diese Learnings haben wir schon daraus gezogen. Wir müssen weitermachen, ja? Also man merkt schon einen leichten Auftrieb. Also auch gerade bei Instagram haben wir gemerkt, dass wir da, ähm, von der, von der Wahrnehmung, äh, dauerhaft nach oben gegangen sind. Ähm, und, ähm, also man muss konstant dran arbeiten, würde ich sagen. Okay, Torsten, vielen Dank. So, mit Blick auf die Uhr, wir haben jetzt eine kleine Challenge, Thorsten, weil uns die Community total überflutet mit Fragen. Ich würde vorschlagen, fünf Fragen in fünf Minuten. Äh, vielleicht nehmen wir uns dieser Challenge an. Wunderbar. Also, hier kommt eine Frage rein. Mich würde, mich würde interessieren, ob man identifizieren kann, welche Altersgruppe sich am meisten angesprochen gefühlt hat? (Räuspern) Ja, kann man. Ähm, ist tatsächlich sehr, sehr unterschiedlich und bei den, äh, bei der Cargo-Moda-Aktion zum Beispiel tatsächlich auch die Älteren. Also bei den, äh, digitalen Kampagnen, man geht ja davon aus, okay, wir erreichen die Jungen sehr, sehr gut. Ähm, die kriegt man auch, aber wir hatten einen großen Ausschlag auch hier. Also ich bin ja auch schon über vierzig, aber bei den, äh, vierzig bis Sechzigjährigen, da ist es tatsächlich, ähm, hat man gemerkt, kam es sehr, sehr gut an. Okay, du hast gesagt, Torsten, dass vor allem die Spots in der Primetime auch, äh, ja, innerhalb von, von DB Cargo wahrgenommen wurden. Hat das, ähm, vielleicht auch nicht unbedingt messbar, aber von, vom Gefühl her eine Auswirkung auf die Arbeitgeber-Brand und auch dahingehend, dass sich die Mitarbeiter... Es wirkt ja so ein bisschen wie Klebestoff. Man ist plötzlich sehr, sehr visibel, auch mit seinem Arbeitgeber. Ich glaube, du verstehst, was ich meine. Hat das irgendwo einen Effekt oder glaubst du, dass es einen Effekt hat, auch, äh, als, als Arbeitgebermarke? (Räuspern) Klar, das ist ja immer die Diskussion, ja? Also, es, äh, machen nicht normale Marketingkampagnen. Haben die nicht auch einen Effekt aufs Employer Branding oder muss HR noch mal eigene Kampagnen machen und wirken die dann wieder auf das normale Marketing? Also wir haben das ganz, ganz stark gemerkt. Wie gesagt, wir haben am Anfang, äh, als wir die Aktion gestartet sind, ist LinkedIn, ist, glaube ich, an keinem Bild mit grünem Container mehr vorbeigekommen. Es haben sehr, sehr viele, wie gesagt, trotz Lockdown, irgendwie sind hin, haben Bilder gemacht, ähm, haben Selfies gemacht vor den Containern. Ähm, und wir hatten noch mal Fotoshootings angeboten. Also auf jeden Fall hat das eine Auswirkung nach innen gehabt, eine sehr, sehr starke, was uns freut und auch zu sagen, hier mein Arbeitgeber ist im Fernsehen. Und wir merken es natürlich auch bei den Bewerbungen, ähm, äh, dass, dass das gut ankommt und dass wir auf einmal, ähm, hip sind. Ich meine, noch mal, dass ich heute hier stehe und vor euch präsentiere, das wäre vor drei Jahren noch nicht möglich gewesen. Da hättet ihr Cargo wahrscheinlich nicht auf dem Schirm gehabt. Ihr seid wahrscheinlich schon vorher hip gewesen, aber jetzt habt ihr es kommuniziert. Ähm, Torsten, nächste Frage. Die Schiene ist Teil einer Logistikkette. Gibt es positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit End-to-End-Logistikern?Ähm, ja, also klar, wir, wir haben ja in unserer Strategie tatsächlich auch den Weg, dass wir Bahnlogistiker werden wollen. Das, das heißt, wir haben Töchter, die im Endeffekt sozusagen auch den Part bedienen, den wir nicht mit der Schiene erreichen. Ich meine, wir kommen nicht in den Supermarkt rein, das ist klar. Ja, aber wir haben zur Corona-Zeit, im ersten Lockdown, werden auf einmal wieder Pasta gefahren und Dinge gefahren, die hatten wir vorher nicht lange Zeit gefahren. Aber durch das wir coronabedingt sehr, sehr gut immer noch produzieren konnten, haben wir die im Hauptlauf gefahren und in letzter Zustand funktioniert dann im LKW und da haben wir Partner und Töchter, mit denen wir das machen. Okay. Das hat natürlich auch 'ne Auswirkung gehabt. Wunderbar, vielen Dank. Thorsten, zwei Fragen haben wir noch, ähm, oder Zeit für zwei Fragen vielmehr. Die Kampagne habt ihr auch international gespielt. Gab es gegebenenfalls im Ausland, auch, auch politischer Natur, vielleicht gewisse Einschränkungen? Du hast China beispielsweise gerade erwähnt. Seid ihr dort digital ähnlich vorgegangen wie hier? Da gibt es ja auch wieder andere Media Channels. Oder würdest du sagen, in Deutschland seid ihr schon mit dieser kompletten Klaviatur, die du gerade aufgezeigt hast, an den Start gegangen und dann international eben sehr, sehr selektiv? Genau. Also selektiv nichtch mit der ganzen Klaviatur. Den TV-Spot gab es nur in, in Deutschland. Die Containeraktion an sich, um die Botschaft so zu bringen, das gab es dann irgendwo überall, plus die entsprechenden Pakete. UK kam sehr, sehr gut an, die hatten sehr, sehr große politische Unterstützung. Die haben daraus auch einen politischen Event gemacht. Das war toll. In, in Asien ist es so, da haben wir jetzt ja auch noch mal 'ne neue, ähm, Tochter gegründet, die DW Cargo Transasia. Und, ähm, da muss man natürlich auch gucken, da geht zum Beispiel kein Weg an WeChat vorbei, ja, ähm, dass man da irgendwo dann auch anfängt, äh, sich damit zu beschäftigen, auch wenn es per se vielleicht gegen die eigene, äh, Datenschutz oder sonst was Richtlinien verstößt, die man in Deutschland hat, muss man trotzdem, wenn man in Asien aktiv ist, dann sich mit den Kanälen beschäftigen, weil sonst ist man nicht da, sonst wird man nicht wahr genommen. Ja, ja. Guter Punkt, den du gerade ansprichst. Ihr seid auf vielen verschiedenen Channels international aktiv gewesen. Inwieweit habt ihr die Kampagne Inhouse ausgesteuert oder seid ihr hier primär mit Agenturen unterwegs gewesen, mit Medien- und Marketingagenturen? Und eine weitere Frage, die du aber nicht beantworten musst, je nachdem, äh, ob du das beantworten darfst, wie viel Media Budget habt ihr zur Verfügung, ähm, gehabt für die gesamte Kampagne? (räuspert sich) Also, wir haben Partner an Bord, äh, sowohl Kreativ-Agenturen als auch, ähm, jetzt Vermarkter-Agenturen, die das mit uns gemacht haben. Ich kann sie auch nennen, OGV war der Partner für die, für die, für die Kampagne (räuspert sich) mit Jungfernmachtern haben wir den Film gemacht und, äh, Media vermarktet ist sozusagen Karat, äh, mit dem wir das gemacht haben. Also ja, wir arbeiten da mit Agenturen ganz, ganz eng zusammen und mit denen wir auch Rahmenverträge haben, deswegen auch eigene Konditionen. Und, ähm, auch wenn ich jetzt die genaue Summe nicht nennen kann, ist aber trotzdem so, wenn ihr guckt, dass wir immer noch unter einem Prozent, weit unter einem Prozent von unserem Umsatz sozusagen in Marketing-, ähm, Marketing-Budget investieren. Also da ist noch Luft nach oben. Okay. Und Thorsten, habt ihr intern auch noch mal nachgestuft für die Aussteuerung? Ihr wollt ja jetzt, so habe ich dich verstanden, auch perspektivisch permanent die digitalen Kanäle bespielen. Hat sich da teamseitig was verändert? Im Marketingteam? Ist da auf die Frage bezogen? Genau, auf das Inhouse-Team. Auf das Inhouse-Team. Ja, also wir sind, äh, tatsächlich haben wir uns da gar nicht so verändert (lacht) in der, in der Größenordnung. Ähm, klar, wir haben, ein, 'n Zuwachs bekommen, aber das war mehr so 'n ersetzt. Also nein, eigentlich ist es noch die gleiche Truppe. Wir haben so ein bisschen den Schwerpunkt verändert auf diese Themen natürlich, ja. Ähm, aber es ist nicht so, dass wir jetzt ein Riesenteam aufgebaut haben. Ja. Okay. Rückwirkend betrachtet, letzte Frage, Thorsten. Jetzt hast du die gewissen Learnings auch ziehen können aus dieser Kampagne. Einige Media Channels waren ja auch neu, wie du, wie du sie dargestellt hast. Was würdest du anders machen? Ähm, was würde ich anders machen? Ja, also wir haben tatsächlich in der Vorbereitungszeit und in der ganzen Planung, ähm, das war ja auch alles für uns neu. Und ich glaube, man muss wirklich, ähm, sehr viel Zeit investieren in die Planung, sich genau Gedanken machen, früh genug mit den Agenturen auch überlegen, okay, was sind Ideen? Wie könnte so ein Jahresfahrt plan aussehen? Wir sind jetzt tatsächlich ein bisschen am Schwitzen, weil unser Jahr 2022 noch nicht steht, ja. Das ist wahrscheinlich für jeden Marketer ein Graus, wie euer Jahr 2022 steht noch nicht. Nein, es steht noch nicht von den Kampagnen. Und da haben wir sehr viele Schleifenprozesse gedreht und sind da noch nicht so optimal zugange. Also da haben wir mehr so interne Themen, wo wir gesagt haben, okay, hm, da ist noch nicht so das goldene Ei bei rausgekommen. So, das heißt, früh genug sich Gedanken machen, früh genug planen, ähm, mit den Agenturen reden, ähm, und, ähm, und dann Ideen entwickeln, ähm, weil es kostet alles sehr viel Zeit. Es kostet alles sehr viel Zeit. Es muss umgesetzt und es muss produziert werden, auch so TV-Spots zu produzieren, überhaupt einen Film zu produzieren. Das ist sehr, sehr viel Arbeit. Man kann sich relativ schnell verhaspeln und das haben wir halt gemerkt, weil es auch alles neu für uns war, neue Learnings, das, ähm, ist nicht ganz einfach. Und dann gerät man immer wieder in Zeiten. Das ist unser größtes Learning. Das glaube ich, du hast das Thema Zeit gerade angesprochen. Vielen, vielen herzlichen Dank, Thorsten, dafür, dass du dir die Zeit genommen hast für die OMKB-Community. Die, ich finde, die super spannende Kampagne, einmal mit einer sehr, sehr hohen Transparenz auch darzustellen, was ich total cool finde. Also ganz, ganz viele tolle Learnings. Ich hoffe, du bist gleich vielleicht noch kurz im Chat verfügbar, um die letzten offenen Fragen zu beantworten. Also, äh, herzliche Einladung, gleich gegebenenfalls noch auf die OMKB-Community zuzugehen und die, äh, offenen Fragen zu beantworten. Dein Thema ist sehr, sehr gut angekommen. Ich sage herzlichen Dank und bis, äh, ganz bald. Sehr gerne. Vielen Dank. Und ansonsten kontaktiert mich über LinkedIn, ähm, da beantworte ich gerne auch noch mal Fragen. Sehr schön. Danke schön. Noch einen schönen Tag. Wir verzichten dieses Jahr im Übrigen auf Speaker-Geschenke und werden im Namen von Thorsten eine Spende an eine NGO, den Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg, durchführen. Wir gehen jetzt in eine kurze Pause, in einen kurzen Break und sind in wenigen Minuten für euch da und dann geht es hier bei der OMKB weiter. Bis gleich.(rockige Musik) (tippgeräusch) Whoa! Todd! What is going on in here? Can't figure out what customer 537 wants. Todd, we've been over this. You don't have to resort to whatever all of this is. Remember? We have Bloomreach now. With Bloomreach, we have access to always accurate real-time customer profiles. They use AI to predict what customers really want and what they do next. So we can serve our products and experiences they’ll love. But customer 537- Name is Joe and his purchases are not random. He runs Joe's Roadside Rodeo and Circus. We found him on Instagram. So, I don't need to buy any more red yarn? No. Todd, no more yarn, please. Increase revenue and delight your customers with a CDP made for marketers who love to be one step ahead. Bloomreach. It's a big deal. (Tastaturklappern) Marcus, **** wants to add offline data to the reports. Okay. It's done. Okay, data is coming in now.

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Beschreibung

Thorsten Meffert von der DB Cargo präsentiert einen ganz besonderen Use-Case aus dem B2B-Marketing. Es geht um die DB Cargo Story. Das Marketing-Team verabschiedete sich vom klassischen B2B-Marketing hin zum B2C angehauchten Marketing. Mehr Awareness, untypische B2B-Kanäle und humorvolle Ansprachen. Ob es sich für DB Cargo ausgezahlt hat, erfährst du im Talk.

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