Personalisierung in einer Privacy-First World
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Video: Personalisierung in einer Privacy-First World

Zusammenfassung

Sebastian Dettweiler von Facebook und John Thompson von SAP diskutieren, wie Personalisierung und Datenschutz in der modernen Werbewelt zusammenpassen. Im Fokus: die Abschaffung von Third-Party-Cookies, der Aufbau von First-Party-Data-Strategien und die zentrale Rolle von Marketing Analytics für datengetriebenes Marketing ohne Verletzung der Privatsphäre.

Personalisierung in einer Privacy-First World: Die Zukunft von Marketing Analytics

Die digitale Werbeindustrie steht an einem Wendepunkt. Während Marketing Analytics und datengetriebenes Marketing für viele Unternehmen längst zur Standard-Disziplin gehören, stellen regulatorische Veränderungen und wachsendes Datenschutzbewusstsein diese etablierten Praktiken in Frage. Wie lässt sich zielgerichtete Personalisierung verantworten, wenn Nutzer zurecht erwarten, dass ihre Daten geschützt werden? Ein Fireside Chat zwischen Sebastian Dettweiler von Facebook und John Thompson von SAP zeigt: Personalisierung und Datenschutz müssen kein Widerspruch sein – mit den richtigen Tools und Strategien ist beides möglich.

Warum Datenschutz jetzt zum Top-Thema wird

Das Bewusstsein für Datenschutz und Privacy ist massiv gestiegen. Verbraucher lesen täglich in den Nachrichten von hohen Strafzahlungen gegen Unternehmen, die nachlässig mit Kundendaten umgegangen sind. Gleichzeitig stellen sich Marketerinnen und Marketer selbst die Fragen: Welche Daten geben wir preis? Was tun Unternehmen damit? Haben wir genug Vertrauen in deren korrekte Nutzung?

Für werbetreibende Unternehmen bedeutet dies eine doppelte Herausforderung: Einerseits müssen sie ihre Werbekampagnen zunehmend ohne Third-Party-Cookies optimieren – ein Trend, der sich mit jedem Browser-Update verschärft. Andererseits können sie nicht einfach auf Personalisierung verzichten, denn Nutzer erwarten relevante Inhalte, die ihren Interessen entsprechen. Die Lösung liegt in einer intelligenten Neuausrichtung der Web Analytics und Attribution hin zu First-Party-Data-Strategien.

Das Ende der Third-Party-Cookies und der Aufstieg von First-Party-Data

Das größte Thema für die Industrie ist klar: Third-Party-Cookies verschwinden. Das ist keine Frage mehr, sondern Realität. Unternehmen müssen daher ihre gesamten Attributions- und Tracking-Strategien überdenken.

Statt auf fremde Datenquellen zu verlassen, müssen Marketerinnen und Marketer nun konsequent auf First-Party-Data setzen – also auf Daten, die sie direkt von ihren Kunden mit deren expliziter Zustimmung sammeln. Das ist nicht optional, sondern notwendig. Die gute Nachricht: Unternehmen, die jetzt handeln, schaffen sich einen Wettbewerbsvorteil. Sie können gleichzeitig ihre Google Analytics und andere Analyse-Tools auf die neuen Realitäten ausrichten.

Vertrauen ist das neue Währungspaar

Was beide Experten unterstreichen: In einer Privacy-First-World ist Vertrauen die Grundlage. Unternehmen, die transparent mit Kundendaten umgehen und deren Privatsphäre respektieren, gewinnen langfristig. Das ist besonders für große Enterprise-Lösungen wie bei SAP zentral – mit über 440.000 Kunden weltweit müssen Datenschutz und korrekte Datenverarbeitung in der DNA des Unternehmens verankert sein.

Das bedeutet konkret: Nutzer müssen informed consent geben können. Sie müssen verstehen, welche Daten wofür genutzt werden. Und Unternehmen müssen diese Zustimmungen dokumentieren und respektieren. Plattformen wie SAP's Customer Data Cloud oder spezialisierte Marketing-Plattformen werden dabei zu strategischen Partnern im Aufbau dieser vertrauensbasierten Beziehungen.

Praktische Konsequenzen: Was sich für Marketerinnen und Marketer ändert

  • First-Party-Data-Strategie aufbauen: Nicht warten, sondern jetzt handeln – Consent-Management und Datensammlung strukturieren.
  • Marketing Analytics neu denken: Web Analytics und GA4 müssen auf First-Party-Signale ausgerichtet werden, nicht auf Third-Party-Tracking.
  • Konformität sicherstellen: Regularien wie DSGVO einhalten ist nicht lästig, sondern Wettbewerbsvorteil – es schafft Vertrauen.
  • Cloud-Lösungen nutzen: Moderne, Cloud-basierte Consent- und Identity-Management-Systeme ermöglichen Skalierbarkeit ohne Sicherheitseinbußen.
  • Personalisierung bewahren: Mit den richtigen Daten und Insights lässt sich auch ohne Third-Party-Cookies relevante Werbung schalten – über Conversion-Tracking und attributionsbasierte Optimierung.

Die Branche im Wandel

Die Geschwindigkeit, mit der sich die digitale Werbeindustrie derzeit weiterentwickelt, ist beispiellos. Unternehmen müssen ihre Erwartungen an Datenschutz erfüllen und zugleich sicherstellen, dass ihre Kunden sich verstanden und geschätzt fühlen. Das erfordert Zusammenarbeit zwischen Plattformen, Agenturen und Enterprise-Software-Anbietern wie SAP, Facebook und vielen anderen.

Am Ende ist es eine einfache Gleichung: Wer heute in First-Party-Data-Strategien und konformes, transparentes datengetriebenes Marketing investiert, wird morgen die besseren Ergebnisse haben – bei Kundinnen und Kunden, die vertrauen, und bei regulativen Behörden, die zuschauen.

Häufige Fragen

Was ist First-Party-Data und warum ist sie wichtig?

First-Party-Data sind Informationen, die Unternehmen direkt von ihren Kunden mit expliziter Zustimmung sammeln – etwa über Formulare, Logins oder Preference-Center. Sie sind wichtig, weil Third-Party-Cookies auslaufen und First-Party-Data die Grundlage für konformes, effektives Tracking und Personalisierung wird.

Wie kann ich noch effektiv Marketing Analytics betreiben, wenn Third-Party-Cookies wegfallen?

Durch den Aufbau einer robusten First-Party-Data-Strategie: Nutzer-Consent strukturieren, Web Analytics auf First-Party-Signale ausrichten, GA4 oder ähnliche Lösungen richtig konfigurieren und Conversion-Tracking via First-Party-Cookies oder serverseitiges Tracking nutzen.

Ist Personalisierung noch möglich, wenn man Datenschutz ernst nimmt?

Ja. Mit First-Party-Data und transparentem Consent-Management lässt sich sehr gute Personalisierung erreichen. Nutzer geben Daten freiwillig, wenn sie sehen, dass sie dafür relevante Inhalte erhalten. Das schafft Vertrauen und bessere Ergebnisse gleichzeitig.

Welche Tools helfen beim Datenschutz-konformen Marketing?

Enterprise-Plattformen wie SAP's Customer Data Cloud für Consent und Identity-Management, moderne Analytics-Tools wie GA4, und spezialisierte Consent-Management-Plattformen. Diese ermöglichen es, Daten korrekt zu sammeln, zu dokumentieren und zu nutzen.

Muss ich jetzt sofort meine Marketing-Strategie umstellen?

Ja. Third-Party-Cookies werden bereits phased out. Wer jetzt wartet, verliert Zeit und riskiert, regulativ nicht compliant zu sein. Der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist heute.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Es geht weiter bei uns im Programm, und zwar mit unserem Fireside Chat, und zwar mit dem Titel Personalisierung in einer Privacy First World. Und ich freue mich, dass wir heute Sebastian Dettweiler von Facebook und John Thompson von SAP bei uns auf der Main Stage begrüßen dürfen. Bevor wir gleich in die entsprechende Session einsteigen, möchte ich euch gerne die beiden Speaker einmal vorstellen und natürlich auch noch zwei, drei Sätze zu Facebook vorneweg platzieren. Wenn wir uns einmal das Facebook-Ökosystem anschauen, eine der relevantesten Werbeplattformen mittlerweile auf der ganzen Welt, so belieften sich die Werbumsätze von Facebook in Europa im zweiten Quartal 2021 auf mittlerweile 7,2 Milliarden US-Dollar. Das ist natürlich ein extrem relevanter Wert und es ist eine ganz entspannte These zu behaupten, dass auch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer heute hier aus der Community sicherlich bei Facebook entsprechend mit eigenen Werbekampagnen aktiv sind. Datenschutz-und Privacy-Themen auf der anderen Seite rücken gerade massiv in den Fokus und auch aus unseren Gesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden und der Community merken wir natürlich, dass die Werber in Teilen etwas nervöser werden, gerade weil ihnen beispielsweise in mobilen Flights beginnen, Daten zu fehlen, unter anderem aufgrund auf dem iOS-Update. Wie Facebook mit dieser Situation umgeht in einer Privacy First World, wie Antworten aus dem Ökosystem aussehen und wie auch Big Companies wie SAP tatsächlich mit diesem Themenkomplex umgehen. All das erleben wir gleich im Fireside Chat bei Facebook Business Partners. Ich möchte euch den Sebastian von Facebook einmal kurz vorstellen. Sebastian ist Head of Core Ads & Signals bei Facebook und schon seit mittlerweile sieben Jahren bei Facebook aktiv in verschiedenen Führungsräumen, unter anderem im Partnerships-Bereich. Er verantwortet alle Partnerschaften in den Bereichen AdTech, Creative und Signals und war vor Facebook in diversen Start-ups-Konzernen wie zum Beispiel auch Avato tätig. Er hat selber vor seiner Zeit bei Facebook eine Facebook-Performance-Marketing-Agentur im Jahr 2011 mitgegründet und hat das Geschäft dort über mehrere Jahre verantwortet. Das heißt, er kennt sowohl die Agentur, als auch letztendlich die Facebook-Perspektive auf dieses Thema und ist gern gesehener Speaker auf diversen weiteren Konferenzen, unter anderem bei den geschätzten Kollegen vom OMR oder auch der Demexco. Wenn wir uns Sebastian ein bisschen anschauen, dann stellen wir schnell fest, er ist ein echter Weltenbummler in New York, Warschau, Russland oder auch Mauritius unterwegs und er ist auch aktiver Unterstützer eines unserer Partner Viva Conaqua. Sebastian wird im FireSide Chat ergänzt von John Thompson von SAP. John ist erfahrener Vertriebsprofis wie und man kann sagen, Datenschutz und die Verwaltung sensibler Daten liegen in der DNA von SAP. Sap, jeder kennt natürlich die Company, eine der größten Softwarefirmen überhaupt weltweit vom börsennotierten Kurs her unter den Top 3 tatsächlich, ist natürlich als führendes System bei einer Vielzahl von mittelständischen Unternehmen und auch Konzernen aktiv und dass dort entsprechend Datenschutz und die Verwaltung von sensiblen Daten eine hervorgehobene Rolle spielen muss, liegt meines Erachtens auf der Hand. John ist Head of Go to Market bei SAP's Customer Data Cloud und bekannt für sein MarTech-Wissen und seine Branchenkenntnisse. Er lebt in München und ist bei SAP seit mittlerweile fast drei Jahren und hatte vorherige Stationen unter anderem bei Oracle, also in einem durchaus affinen Bereich zur SAP und auch bei Siemens. Lange genug der Vorrede. Ich möchte euch einmal kurz darauf hinweisen, dass Sebastian und John die Session, die wir gleich erleben werden, im Vorhinein zur OMKB einmal aufgenommen haben, aus organisatorischen Gründen vornehmlich, und wir spielen euch jetzt die Session entsprechend einmal ein. Bedeutet auch, das ist eine absolute Ausnahme hier bei uns bei der OMKB, dass wir im Anschluss leider keine Q&A heute stattfinden lassen können. Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit Sebastian von Facebook und John von SAP und würde sagen: Mats up, let's go. Schönen guten Morgen und vielen Dank, dass wir da sein dürfen. Und vielen Dank auch an euch, dass ihr eingeschaltet habt, wenn auch heute leider nur virtuell, zu unserem Fireside Chat zum Thema personalisierte Werbung in einer datenschutzorientierten Welt. Mein Name ist Sebastian Detweiler und ich leite bei Facebook das Core Ads and Signals Partnerships Team für EMEA. Das heißt, ich und mein Team, wir betreuen alle AdTech, Creative und Signals Partnerschaften über gesamt Europa hinweg.Und mit mir begrüße ich John Thompson, Global, äh, Lead GTM, SAP Customer Data Solutions. Den Titel muss ich immer ablesen. Ähm, um euch allen ein bisschen, äh, Kontext zu geben: Personalisierung und Datenschutz gelten im Zusammenhang in der digitalen Werbung ja oftmals als zwei Konzepte, die sich gegenseitig ausschließen. Und dabei muss das gar nicht der Fall sein. Es ist durchaus möglich, dass Nutzer Inhalte angezeigt bekommen, die für sie relevant und wertvoll sind, während Unternehmen damit genau die Menschen erreichen, die mit größter Wahrscheinlichkeit auch ein Interesse an ihren Angeboten haben. Und all das, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu verletzen. Als Branche und als ganze Industrie stehen wir natürlich noch am Anfang dieser nächsten großen Bewegungen in der Marketingwelt. Eine Bewegung, die genau darauf abzielt, wie eben gesagt, wertvolle personalisierte Erfahrungen zu bieten bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre. Es wird in den nächsten Jahren, das ist zweifelsohne, viel Arbeit und viel Zusammenarbeit erfordern, um dieses Ziel zu erreichen. Aber genau darüber wollen wir heute sprechen. Wir wollen die nächste halbe Stunde, äh, damit verbringen, darüber zu sprechen, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern wie der SAP und anderen dieses Ziel erreichen können. Und wie mehrmals bereits erwähnt, haben wir heute John Thompson von der SAP bei uns. SAP ist, wie die meisten von euch wahrscheinlich wissen, das drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen der Welt und neben den allseits bekannten ERP-Systemen auch einer der führenden Anbieter von Marketing-, CRM- und Commercelösungen. Und mit seinem Hauptsitz in Deutschland und dadurch der jahrzehntelangen Erfahrung in der Verarbeitung von persönlichen Daten, steht Datenschutz natürlich ganz weit oben auf der Agenda der SAP und ist Teil der Unternehmenslehre. Aber damit erst mal genug von mir. Noch mal ein herzliches Willkommen von mir, John. Äh, schön, dass du heute da bist und dass du die Zeit genommen hast, dich heute mit mir zu unterhalten. Ähm, magst du dich einfach vielleicht ganz kurz vorstellen und ein paar Worte zu dir, deiner Rolle und der SAP, von dir? Klar, vielen Dank, Sebastian. Guten Morgen auch von meiner Seite noch vielen Dank, dass, dass wir hier sein dürfen. Ähm, mein Name ist John Thompson. Ich hab den, (lacht) den langen Titel gehabt. Ich bin Global Lead in Go to Marketing für die Customer Data Solutions. Hauptsächlich, äh, kümmere ich mich um unsere Identity-und Consent-Lösung, aber auch um unsere neue Customer-Data-Platform-Lösung. Ähm, ich selber kam zur SAP durch eine Akquisition. Das Unternehmen Gigia wurde 2018 akquiriert von der SAP, ähm, und ich glaube, die Zuschauer, die, die kennen schon SAP. Ein großes, großes deutsches Unternehmen mit hunderttausend plus Mitarbeitern, vierhundertvierzigtausend Kunden circa weltweit, ähm, eines der größten Cloud-Software-Unternehmen der Welt. Ich bin im Bereich der Customer Experience tätig. Also Sebastian hat gerade auch ein, zwei Lösungen aus diesem Bereich erwähnt: Commerce, Marketing, CRM. Ähm, wie gesagt, meine Lösungen, mein Bereich sind Identity-und Access-Management und Consent-und Preference-Management und natürlich auch die Customer-Data-Plattform. Ähm, eins der wichtigen, wichtigsten Punkte für SAP ist Datenschutz, ähm, und der korrekte Umgang mit Daten. Das ist ganz oben bei uns auf der Agenda. Gerade auch in meinem Bereich ist das unabdingbar. Und da wir auch als SAP ein deutsches Unternehmen, äh, sind und wir den Ruf erarbeitet haben, wirklich sicher und korrekt mit Daten umzugehen, müsste es jede Zuscher klar sein, wie wichtig das Thema für uns ist. Und ich denke, auch in diesen Zeiten ist es genau das Gleiche bei Facebook, oder Sebastian? Absolut. Ich meine, Datenschutz und Privacy ist bei uns natürlich mittlerweile Front and Center, äh, von allem, was wir tun. Sei es in Partnerschaften, in neuen Produktentwicklungen, äh, in neuen, äh, Product Launches, äh, et cetera. Aber, um noch mal tatsächlich-- Wir haben jetzt tatsächlich oft das Wort Datenschutz und Privacy, äh, schon im Intro verwendet. Für alle, die mit dem Thema vielleicht nicht ganz so vertraut sind, ähm, lass uns doch mal ganz kurz darüber sprechen, wieso diese Diskussion für werbetreibende Unternehmen gerade jetzt so wichtig ist und beginnen mit dem Standpunkt des Verbrauchers. Was seht ihr gerade im Markt? Wa-was sind die Trends, die ihr aktuell beobachtet? Ja. Also, diese Themen genießen heute einfach viel mehr Aufmerksamkeit als wirklich auch vor einigen Jahren, also vor nicht zu langer Zeit. Jeder spricht, jeder liest, jeder berichtet heute viel mehr darüber. Also man hört es ja tagtäglich in den Nachrichten. Ähm, man muss ja die neuesten Berichte über die horrend hohe Strafzahlungen lesen, die diesen Trend bestätigen. Ähm, Datenschutz, Privatsphäre, es ist allgegenwärtig und wir als Verbraucher, und ich bin ja auch Verbraucher und du auch, ähm, wir sind auch viel mehr darauf sensibilisiert. Ähm, was machen Unternehmen mit unseren Daten? Welche Daten gebe ich preis? Und das auch, natürlich auch im Geschäftsleben. Also wir arbeiten, du bei Facebook, ich bei SAP. Wir denken alle mehr darüber nach, welche Daten geben wir preis? Was werden Unternehmen mit unsere Daten machen? Und haben wir ausreichend Vertrauen in den Unternehmen, damit sie korrekt und eben respektvoll mit unseren Daten umgehen? Das sind die Trends, die wir, die wir beobachten. Natürlich auch andere, ähm, kommen wir auch schließlich nachher auch im Gespräch dazu. Absolut, vi-vi-viel Dank. Ich meine, wir sehen im Grunde natürlich das, das Gleiche. Wir hatten ja auch gerade schon kurz, äh, darüber gesprochen, dass SA--, äh, SAP tatsächlich mit Sicherheit aufgrund eurer, eures gesamten Geschäfts, aber natürlich auch maßgeblich basierend auf der Tatsache, dass ihr ein deutsches, äh, Unternehmen seid, äh, seid ihr ein sehr, sehr datenschutzorientiertes Unternehmen. Ähm, was denkst du, basierend auf all den Entwicklungen, die wir aktuell im Markt sehen, wie wird sich euer Ansatz weiterentwickeln?Gerade auch jetzt, wo wir natürlich sehen, wie die langfristigen Auswirkungen dieses, ich sage jetzt mal, eingeschränkten Datenzugangs am Ende des Tages auch aussehen werden. Das ist eine gute Frage. Sehr interessante Frage auch. Also vielleicht, bevor ich da auf die Antwort, auf die Frage eingehe, die zu beantworten: SAP ist ein deutsches Unternehmen und es gibt ja, ich will jetzt niemandem zu nahtreten. Ich finde das eigentlich total schön. In Deutschland hat man einen Begriff ganz genau. Also man hört das, man verwendet es immer ganz genau. Und das für mich ist eine deutsche Tugend, weil genau, ich bin Engländer, genau ist exakt. Und wenn etwas exakt ist, ist es hundert Prozent passend. Aber in Deutschland reicht das nicht. Und das ist vielleicht auch ein bisschen der Schwenk zur SAP: Es reicht nicht genau zu sein, man muss ganz genau das machen. Und deswegen ist Datenschutz auch ein sehr wichtiger Punkt und man muss es nicht nur genau machen, sondern es muss ganz genau sein. Und das finde ich super wichtig. Für unseren Ansatz, wir beobachten allgemein den Trends natürlich auch weg von On-Premise-Lösungen zur Cloud-Lösung. Das hat jetzt nicht unbedingt etwas mit dem Thema Privatsphäre zu tun, aber spielt damit hinein. Meine Lösungen, unsere CX-Custom-Experience-Lösungen sind rein Cloud-Lösungen, rein Software-as-a-service. Das ist wichtig und es gibt ja oft eine emotionale Diskussion: Sind die Cloud-Lösungen genauso sicher wie in On-Premise-Lösungen? Da muss man wirklich auch das Thema Datenschutz und Privatsphäre ganz oben aufhängen. Für unseren Ansatz, wie wir uns weiterentwickeln, heißt es ganz eindeutig, dass diese Lösungen, die zum Beispiel Kundendaten und den entsprechenden Consent einsammeln, dass sie wirklich immer mehr an Bedeutung gewinnen werden. Sie werden das Fundament der zukünftige Customer Centricity im Unternehmen darstellen. Du hast jetzt gerade so ein bisschen über natürlich die Entwicklungen innerhalb der SAP gesehen. Wenn wir jetzt tatsächlich mal so eine Ebene rauszoomen und ein bisschen über die gesamte Industrie und die Branche sprechen. Wenn die ganze Branche entwickelt sich aktuell weiter. Das ist in einer Geschwindigkeit, die wir, glaube ich, selten gesehen haben in der Vergangenheit, um tatsächlich diese Erwartungen der Nutzer in Bezug auf Datenschutz zu erfüllen. Wenn du tatsächlich mal so ein bisschen holistisch die Industrie anschaust, was beobachtet ihr und wie bewirkt sich und wirkt sich das tatsächlich auch auf eure Kunden aus? Also das große Thema aktuell, die wir sehen, ist natürlich erstens Third-Party-Cookies, dass die dann halt wegfallen werden und dadurch müssen Unternehmen ihre Strategien ändern und sich First Party consent basierte Daten fokussieren. Und das heißt jetzt nicht warten, sondern jetzt auch handeln. Und das ausgehend von... Wir kennen dieses Thema. Wie gesagt, wir lesen und hören davon jeden Tag. Unternehmen, also die Branche, die Industrie, die müssen auch sicherstellen, dass sie konform mit den Kundendaten umgehen. Ein wichtiger Punkt ist, dass sie das Vertrauen ihrer Kunden nicht verlieren. Wir sind, wie gesagt, wir sind alle sensibilisiert darüber und dafür, dass was mit unseren Daten passiert. Und die Branche, die Industrie, unsere Kunden, die suchen halt Lösungen hierfür, diese Probleme zu lösen. Und das sind tatsächlich auch die, die ich vorhin erwähnt habe, also Identity-Lösungen, Consent-Lösungen und natürlich auch Customer Data Plattformen. Also es geht, wie gesagt, First Party Daten und nicht mehr die Third Party Daten, die Third Party Cookies. Es gibt tatsächlich auch, was ich sehe, was wir im Unternehmen auch sehen, auch zwei große Herausforderungen, wenn wir an die Branche denken und an die Industrie denken. Und das sind zum einen die Datensilos und einmal dieses Thema Data Interoperability. Unternehmen müssen vor allem ihre Prozesse neu überdenken, den Kunden jetzt in den Mittelpunkt stellen zu können oder stellen zu müssen. Früher hat man alle möglichen Daten gesammelt, ohne zu wissen oder wirklich zu wissen: Was machen wir mit den Daten? Oder was werden wir mit den Daten überhaupt machen? Es gab ja auch tatsächlich auch keine einheitliche Strategie für die Datensammlung und das ändert sich gerade, weil somit entstanden dann diese berühmten Datensilos. Die Silos, die verursachten auch ein weiteres Problem. Wenn man Daten in getrennte Silos hat, wie kann ich meinen Kunden, der Sebastian, der John, über alle Touchpoints hinweg kennen? Das geht nicht. Was ist der sogenannte Single Source of Truth und wie haben Unternehmen das bisher gelöst? Und das ist eben auch der zweite Punkt, den ich anbringen wollte. Das ist dieses Thema Data Interoperability. Die haben Daten zwischen den Silos hin und her transportiert. Und damit sind die Systeme völlig überlastet. Das führt zu riesigen Problemen. Und gerade dann, wenn wir den Schwenk wieder zurück zum Verbraucher nehmen sollen, gerade heutzutage ist das sehr, sehr kritisch, weil die Kundenerwartungen einfach enorm gestiegen sind. Ich erwarte von einem Unternehmen, dass sie natürlich auch korrekt und konform mit meinen Daten umgehen, aber ich erwarte auch natürlich auch ein jetzige, sofortige, personalisierte, relevante Erlebnis. Und das heißt, egal über welche Kanal ich mit dem Unternehmen interagiere, muss es jetzt passieren, es muss korrekt passieren, es muss auch sicher sein, es muss auch datenschutzkonform sein. Große Herausforderungen für ein Unternehmen. In der Tat. Damit sprichst du mir sicher noch viele Dinge an, über die wir mit Sicherheit später auch noch mal sprechen, im Sinne, was können Unternehmen heute schon tun? Es ist mit Sicherheit keine triviale Herausforderung, die sich jetzt natürlich der Industrie stellt. Richtig. Und ich denke, hier hat Facebook auch sein Geschäft auf personalisierte Werbung aufgebaut. Wenn wir hier darüber sprechen, fragen sich bestimmt auch Unternehmen, ob sich Facebook angesichts dieser Veränderungen existenziell bedroht sieht. Kannst du das Thema kurz anreißen? Ich meine, das ist eine sehr gute Frage und natürlich, du hast recht. Ich meine, im Kern unseres Geschäftsmodells steht personalisierte Werbung.Ähm, nichtsdestotrotz sehe, würde ich tatsächlich gerade diese Aussage "existenziell bedroht", äh, ganz klar verneinen. Ich persönlich sehe es tatsächlich eher als 'n Anstoß zur Veränderung oder zur Weiterentwicklung. Ähm, im Kern konzentrieren wir als Unternehmen uns tatsächlich darauf, wie wir die Privatsphäre der Menschen schützen können und gleichzeitig 'n freies und offenes Internet, äh, fördern können, damit auch tatsächlich Unternehmen jeder Größe ihre Kunden erreichen können. Was natürlich viele der Punkten mit Datensilos, äh, Interoperability sind Themen, die, darauf konzentrieren sich viele große Unternehmen und haben das teilweise gut oder weniger gut im Griff. Kleine, mittelständische Unternehmen haben damit natürlich 'ne ganz andere Herausforderung. Aber darüber hinaus investieren wir tatsächlich auch sehr, sehr stark in Transparenz und Kontrolle. Weil wir wissen und wir wissen auch, dass der Rest der Industrie und, äh, die ganze Branche weiterhin tatsächlich Transparenz und Kontrolle als wirklich Grundpfeiler im Umgang mit dem Datenschutz, äh, in Zukunft heranziehen wird. Ähm, auf der anderen Seite wissen wir aber auch, es ist noch sehr, sehr viel mehr zu tun. Und das ist einer der Gründe, weshalb wir, äh, und nicht nur wir, auch viele andere, sehr, sehr stark in sogenannte Privacy Enhancing Technologies, äh, kurz PET, äh, investieren. Das sind Technologien, die es uns ermöglichen, personalisierte Werbung anzubieten und dabei weit weniger personenbezogene Daten zu verarbeiten als noch zuvor. In den vergangenen Jahren haben wir sehr, sehr viel mit Universitäten und im akademischen Einrichtungen zusammengearbeitet, um eben gerade diese Technologien und Methoden zu entwickeln, um solche Privacy Enhancing Technologies eben auch im Werbeumfeld einzusetzen. Und in diesem Zuge haben wir tatsächlich auch schon die ersten, äh, Technologien Open Source der gesamten Industrie und der Branche, äh, zur Verfügung gestellt, um basierend darauf, äh, datenschutzgerechte, äh, Lösungen zu entwickeln. Um da mal so 'n paar Beispiele, äh, zu geben, weil wir haben, äh, 'n Tool, Blind Signatures, äh, Open Source gestellt. Was es ermöglicht, datenschutzfreundliche Lösungen zur Eindämmung von Fraud, was bis dato ein Riesenproblem war. Oder Private Matching, ähm, was eine Technologie ist, die durch sogenanntes Double Blind Matching eine Anonymisierung erlaubt und daraus trotzdem Erkenntnisse aus Daten zu ziehen, ohne die Rohdaten mit anderen Parteien zu teilen. Ähm, und dahingehend tatsächlich, äh, diese Privacy Enhancing Technologies voranzutreiben. Und der letzte Punkt, den ich ganz gerne machen würde, äh, wir investieren in dem ganzen Kontext natürlich auch auf Brancheninitiativen, wie zum Beispiel dieser Cross Media Measurement Initiative von der World Federation of Advertisers, wo wir und viele, viele andere Unternehmen stark daro-, äh, darin investieren, Lösungen und datenschutzorientierte Measurement Lösungen zu entwickeln, die eben auch komplexe Use Cases ermöglichen. Aber ich glaube tatsächlich, all diese Technologien sind natürlich auch nur ein Teil der Lösung. Wir und alle anderen müssen uns weiterhin, glaub ich, sehr, sehr stark darauf konzentrieren und uns anschauen, wie und wo wir Daten in unseren Produkten sammeln und wie wir sie nutzen und dabei tatsächlich die Prinzipien des Datenschutzes im Kern zugrunde legen. Aber ich hab jetzt gerade tatsächlich schon 'n bisschen über Privacy Enhancing Technologies gesprochen. Und in einem PET, wie man sie so, äh, landläufig in der Industrie nennt, ist ja gerade wirklich 'n sehr, sehr schwer angesagtes Thema. Ich mein, wir hören das von nahezu allen großen Plattformen da draußen, äh, dass dort stark investiert wird. Wir sehen auch relativ viele innovative Start-ups, die tatsächlich gerade versuchen, den Markt zu erobern. Ich geh mal schwer davon aus, dass PET und SAP, die natürlich sehr, sehr stark im Datenschutz, Datenthema unterwegs sind, dass das 'n Sicherheit 'n Thema ist, was ihr euch auch anschaut. Ähm, wie, wie steht ihr dazu? Ähm, habt ihr da schon konkrete Pläne? Ähm, seht ihr euch da als relevanter Player? Oder wo, wie, wie seht ihr die Entwicklungen, äh, mit diesen sogenannten Privacy Enhancing Technologies? Ja, vielen Dank für die Frage. Es ist sehr gut. Äh, bevor ich auch, wieder, bevor ich Sie antworte, ich finde auch, wollte nur zwei Worte, diese Grundaufteilung, die du vorhin genannt hast, Transparenz und Controller, finde ich unheimlich wichtig. Also wirklich, wollte ich noch mal hervorziehen, finde ich super. Zum PET. Ich bin mir nicht sicher, ob SAP, äh, SAP, SAP bereit für PET ist. Es ist auch 'n ziemlich neuer Trend, äh, oder ein sehr technol-, tech-, technologiebezogenes Thema und daher kann es aber auch in 'nem anderen Bereich von SAP, nämlich Technology und Innovation schon bereits, äh, Ansätze und Arbeiten geben. Aber es geht wirklich im Kern den Datenschutz und die Privatsphäre. Und wie du sagtest, es gibt einige interessante Start-ups in diesem Bereich, die wir beobachten. Also um, um, um deine Frage zu beantworten, PET ist natürlich auch ein sehr interessiertes, sehr angesachtes Thema und wir beobachten die Start-ups in dem, diesem Markt und die dortigen Trends. Da wir als SAP natürlich auch viele Lösungen zur Speicherung sensibler Daten betreiben und bei der Entwicklung, Entwicklung dieses Marktes nach Partnern suchen werden. Vielen Dank. Ich, es bleibt spannend. Ich bin sehr gespannt zu sehen, wo, äh, wo, wo wir SAP in der Landkarte der, äh, PETs in den nächsten Jahren noch sehen werden, aber ich bin mir sicher, äh, ihr werdet mit Sicherheit an der einen oder anderen Stelle auftauchen. Wir haben jetzt gerade sehr, sehr viel über Veränderungen im Markt, in der Industrie, in den Anforderungen, äh, gesprochen. Und ich glaube, gerade diese Herausforderungen sind natürlich auch 'ne sehr, sehr, oder diese Veränderungen, sind eine sehr, sehr große Herausforderung für viele Werbetreibende da draußen. Es funk, passiert in einer Geschwindigkeit, äh, die selbst mit sehr, sehr vielen Ressourcen, äh, durchaus schwierig sein kann. Von eurer Perspektive, in, in welche neuen Technologien oder neuen Ansätze, äh, investiert ihr denn, um Kunden zu helfen, die mit Sicherheit in vielen Fällen nach Hilfe und Unterstützung suchen?Um ihnen letzten Endes dabei zu helfen und sie zu unterstützen, diese voranstehenden oder anstehenden Veränderungen zu meistern? Ja, in verschiedenen Bereichen. Also das ist auch wieder eine super Frage. Danke. Verschiedene Bereiche mit unserem Produkt Upscale. Dadurch die Veröffentlichung von Facebook plus Instagram Shops war das für uns auch eine einzigartige Gelegenheit, auch Kunden in diesen kontextbezogenen Kanälen zu treffen und die dann auch zu einer Commerce Engagement zu führen. Im Grunde ermöglicht diese Integration und dieses Investment auch, den Produktkatalog zu synchronisieren und natürlich auch auf Facebook zu werben, dann zur Upscale zu führen. Das ist Teil unserer Commerce-Everywhere-Strategie. Dann haben wir durch die Akquisition, hat jeder bestimmt auch mitbekommen, von Emarsys. Also Emarsys wurde von der SAP auch gekauft. Es geht Werbung im World Garden und Werbung für relevante Zielgruppen zu schaffen, also die sogenannte Lookalikes. Dann auch mit der Customer Data Plattform. Mit dem Wegfall von diesen Third-Party-Cookies und des Tracking-Pixels wird es schwierig dann auch sein, die KPIs, die Kennzahlen dann auch an Facebook zurückzusenden, die Performance von den Ads dann auch zu messen. Aus diesem Grund würde die Conversion-API erstellt, welches ein serverseitiges Signal für eine Aktion ist, den Loop zurückzuschließen zu der Analyse. Es gibt ja auch weitere Anwendungen für Service und Verkauf beispielsweise auf Kanälen wie WhatsApp oder Messenger. Und bei unserer Partnerschaft, Facebook und SAP, geht es auch wirklich darum, kontextbezogene Entdeckung oder Discovery und einen bestimmten Kanal, also Kunden zu treffen in dem Kanal, wo sie sind, zum Beispiel WhatsApp und so weiter. Danke, John. Du hattest gerade ganz kurz über serverseitige Integrationen gesprochen und ich meine, das ist ein Stichwort, was man in der Industrie, gerade jetzt im Marketing, natürlich immer öfter hört. Im Werbe-oder im Marketing-Werbe-kontext ist natürlich serverseitig oder Server-zu-Server ein relativ neuer Begriff und fühlt sich tatsächlich auch so ein bisschen neuer an. Auf der anderen Seite, wie wir ja wissen, aus der generell technologischen Welt, sind serverseitige Interaktionen – Integrationen, sorry – überhaupt nichts gänzlich Neues mehr. Und Partner wie wir, gerade in den anderen Unternehmensbereichen, arbeiten ja schon seit langen Jahren mit serverseitigen Technologien. Teilweise ist es ja tatsächlich auch wirklich im Kern eurer Produkte. Kannst du gegebenenfalls mal ein bisschen näher beleuchten, wie ihr historisch schon mit dieser mit dieser serverseitigen Integration umgeht? Klar, du hast völlig recht, Sebastian. Also durch unser verständniskomplexe Datenflüsse im gesamten Unternehmen, du sprachst es am Anfang an mit ERP, also klassisches SAP-Geschäft und der Notwendigkeit einer Master Data Governance haben wir seit jeher der serverseitige Integration und Datenverarbeitung verschrieben. Aber wie du sagst, in Marketing, in diesem Bereich ist es jetzt relativ neu. Im Zuge des verstärkten Fokus von Apple auf den Datenschutz wurde viel speziell mit Facebook auch an serverseitigen Event-Tracking und nicht an Pixel-Tracking gearbeitet. Und das ist auch eine große Chance für uns, uns mit einer breiten Palette von Signalen zu differenzieren, einschließlich beispielsweise Offline-Interaktionen, also beispielsweise Käufe und Rückgaben im Geschäft. Und obwohl wir seit langem im Frontend-Tracking-Skripte unterstützen, sehen wir eine große Nachfrage von Kunden, die Daten für Marketinganalysen, Attribution und Targeting aus einer zuverlässigeren und robusteren Quelle zu bekommen als von einem einzelnen Tracking-Pixel von einem Drittanbieter. Und darüber hinaus mit Hyperscaler-Infrastrukturpartnern haben wir uns in den letzten Jahren zu einem eventgesteuerten Design für Daten über AdTech und MarketingTech-Anbieter mit Fokus auf unternehmensweite Verbindung von Daten fokussiert, also Kundendaten, Verkaufsdaten, Retourndaten und so weiter. Also was wir wollen, was wir bauen, ist ein einzelnes, aggregiertes, umsetzbares Repository, das über beispielsweise Facebook Ads oder Google Ads, Google Analytics 360, SAP Analytics oder einer beliebigen Enterprise Analytics Anbieter aktiviert werden kann und zur Aktivierung mit Audience Management Tools, DMPs, Marketing Automations Plattforms, Cross Channel Campaign Management Plattforms und so weiter verbunden ist. Da sehen wir unser Investment, da sehen wir die Weiterentwicklung und zusätzlich arbeiten wir auch direkt mit Facebook an der Implementierung von der Conversions-API und Offline-Conversions-API in die Customer Engagement Platform und die Customer Data Platform, sowie Upscale Commerce und Facebook als strategische Technologiepartner dort zusammenzuarbeiten. Das ist sehr spannend. Kannst du, wie jeder Fall, zuerst ganz kurz, Conversions-API und Offline-Conversion angesprochen. Kannst du da vielleicht ein bisschen mehr Kontext geben, was ihr da tut? Tatsächlich nicht. Ich bin nicht der technisch avisierte Conversions-API-Mensch. Ich habe da keine tiefegehende Kenntnisse leider. Da kann ich jetzt leider nichts dazu sagen. Aber ich würde gerne dann eine Frage an dich stellen: Wenn du an euer Facebook-Kunden denkst, wie geht ihr dann an die Entwicklung von Lösungen heran, den zukünftigen Erfolg großer und kleiner Unternehmen auf eurer Plattform dann auch sicherstellen zu können? Sehr gute Frage. Vielen Dank. Auf der einen Seite hatte ich ja schon über Themen wie Privacy Enhancement Technologien gesprochen, was tatsächlich eher die zukunftsgerichteten Lösungen sind. Wenn wir allerdings tatsächlich mal daraus sprechen, was heute schon existiert.Ähm, kann man es so ein bisschen unterteilen in verschiedenste Kategorien und Unternehmen. Wenn wir jetzt mal von Unternehmen sprechen, die maßgeblich tatsächlich auf Web Conversion Kampagnen, äh, setzen, also sprich Kampagnen, die versuchen, Abverkäufe oder jegliche andere Handlungen, äh, auf einer klassischen, äh, Internetseite zu zielen, bieten wir mittlerweile seit-ein paar Jahren diese sogenannte Conversions-API an, die du ja auch schon angesprochen hast. Ähm, die es den Kunden am Ende ermöglicht, tatsächlich wirklich eine serverseitige Integration mit Facebook, äh, zu kreieren. Das heißt, im Kern versucht oder reduziert die Conversions-API die Abhängigkeit von Pixeln und Cookies, die, was du ja gerade eben auch schon angesprochen hast und ich glaube, wie wir alle wissen, äh, über die nächsten Jahre maßgeblich an Bedeutung verlieren wird. Das heißt, Unternehmen, die am Ende diese Conversions-API nutzen, können Informationen aus ihren CRM-Systemen, aus qualifizierten Telemarketing-Leads oder jeglichen anderen Quellen, aus Kundeninteraktionen, online oder offline, an Facebook senden und dort letzten Endes für Measurement-Optimierung, äh, et cetera, äh, verwenden. Was allerdings wichtig zu bemerken ist, ist tatsächlich, dass in diesem Zuge Unternehmen natürlich auch vorab sicherstellen müssen, dass sie die entsprechenden Opt-ins von ihren Kunden einholen, damit am Ende des Tages der Datenschutz an der Stelle natürlich sichergestellt wird. Ähm, über die Conversions-API hinaus, um darüber natürlich noch mal ein extra Layer an Sicherheit zu legen, haben wir natürlich und ist sie so konzipiert, dass sie natürlich auch die Datenschutzeinstellungen auf Facebook, äh, berücksichtigt. Sprich, wenn ein User am Ende irgendwie das of-of-Facebook-Activity-Tool nutzt, wird das natürlich, äh, zu hundert Prozent respektiert und seine Entscheidungen, ob auf Facebook Daten am Ende genutzt werden oder nicht, äh, komplett, äh, respektiert. Das heißt, wie du wahrscheinlich siehst oder da schon raushörst, ist die Conversions-API ganz explizit eben nicht dazu da, um irgendwelche Richtlinien oder Vorschriften zu umgehen, sondern sie ist 'n eigenständiges Business Tool, was im Kern Werbetreibenden tatsächlich mehr Kontrolle und mehr Ownership über ihre Daten gibt. Ähm, auf diese Weise ist es tatsächlich halt Unternehmen auch in Zukunft möglich, ähm, diese relevanten Kundenerfahrungen, die von ihren Kunden am Ende so geschätzt und geliebt werden, weiter zu betreiben und gleichzeitig unterstützen wir damit letzten Endes, deren Bemühungen, eben den Anforderungen und den Erwartungen ihrer Kunden an Datentransparenz und Kontrolle gerecht zu werden. Wenn wir jetzt allerdings mal ein bisschen weiter gucken auf andere Kampagnentypen, wenn wir Kunden haben, die zum Beispiel mehr in Richtung, äh, Lead Generation oder direkten Kundenkontakt unterwegs sind, haben wir natürlich, äh, 'n Liederherzprodukt oder Click to WhatsApp, Click to Messenger, ähm, was robuste Lösungen sind, die tatsächlich nicht, äh, diesen technologischen Veränderungen unterliegen. Und das Letzte, was ich ganz kurz noch anmerken möchte, ist tatsächlich für unsere ganzen Commerce-Kunden, äh, da draußen, haben wir natürlich auch noch unsere On-Site, äh, Commerce-Lösungen, die Facebook Shops und IG Checkout. Die es natürlich Kunden ermöglichen, nachhaltig und unter Einhaltung der, der Datenschutzvorschriften ihre Kunden zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Ja, vielen Dank, Sebastian. Also super, super viele Informationen auch zu den einzelnen Produkten. Und das Stichwort Datenschutz dann zum Schluss hast du es erwähnt, aber wie wird dann der Datenschutz zur Win-win-Situation für Unternehmen und Verbraucher aus deiner Sicht? (lacht) Ich glaube, das ist 'ne Frage, die uns, glaub ich, alle, äh, beschäftigt und die wir uns wahrscheinlich tagtäglich stellen. Aber ich glaube, da kommen wir wieder zurück, was ich ganz am Anfang gesagt hab. Sprich, wir glauben und ich persönlich glaube ganz fest daran, dass es möglich ist, die Vorteile personalisierter Werbung beizubehalten und das unter der gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren. Ähm, und genau deswegen arbeiten wir eben an solchen Tools wie Privacy Enhancement Technologies, wie Conversions-API, die mehr Kontrolle in die Hände der Werbetreibenden gibt, ähm, um genau das zu erzielen. Und ich glaube, wenn wir an dem Punkt angekommen sind, dass wir weniger Daten brauchen und weniger Daten nutzen, aber am Ende die gleichen Ergebnisse erzielen, wie wir aktuell sehen im Sinne der Personalisierung, im Sinne der Performance, dann sind wir letzten Endes wirklich in dieser sogenannten Win-win-Situation. Ja, sehr gut. Ähm, aber ganz kurz, weil ich sehe, ich sehe, äh, wir gehen schon langsam, äh, auf das Ende- Ja. -de der Zeit hin. Eine ganz kurze Frage noch an dich. Ähm, abgesehen von all diesen ganzen Lösungen, die wir aktuell, äh, diskutiert haben, wo sie, was siehst du oder ihr als, als SAP tatsächlich noch als, als Ansätze, wie die großen Tech-Player, sei es 'n Facebook oder 'n Google oder Amazon, ähm, was wir tatsächlich tun können, um diesen Weg in eine personalisierte und datenschutzkonforme Zukunft am Ende auch zu ebnen? Also ich glaube, ähm, du hast ... Also, ich mag diese zwei Wörter sehr gerne, die du vorhin erwähnt hast. Ich glaube, das sind die zentralen Punkte, was wir, was als Tech Player, was wir tun können. Transparenz und Kontrolle. Wir müssen, wir müssen es, äh, ermöglichen, dann auch, äh, für Unternehmen transparent mit Kundendaten umzugehen, dass ihre Kunden wiederum, also die Endkunden, die Endverbraucher dann auch wiederum wissen ganz genau, was macht SAP, was macht Facebook, was macht Google, was macht Amazon und so weiter mit meinen Daten? Und wir müssen auch Mechanismen schaffen, die es dann wiederum den Endverbraucher dann, ähm, ermöglichen, die Kontrolle über ihre Daten zu bekommen, meine Konsens zu verändern, meine Permissions, äh, vielleicht auch zurückzuziehen oder meine Daten zu aktualisieren, falls ich, ähm, eine neue Handynummer habe, beispielsweise. Ich weiß, es gibt welche, die das machen können, aber es ist nicht überall so und das dient dazu dann auch, dass man nicht, ähm, dass man-Also wenn mans inkorrekt macht, verliert man Vertrauen. Und, und wenn mans in, ins in transparent macht, dann verliert man eben auch das Vertrauen. Also glaub ich, das ist der Weg, ähm, die wir hin, äh, die wir, äh, die wir nehmen müssen, um zu einer personalisierteren datenschutzkonformen Marketingzukunft zu kommen. Vielen Dank. Ähm, viele, viele, viele Insights. Ähm, was glaubst du, und ich merke-- Wir wollen natürlich auch nicht, äh, all die Leute, die uns jetzt die letzte halbe Stunde, äh, zugehört haben, nach Hause schicken, ohne tatsächlich auch irgendwie konkret ein paar Handlungsempfehlungen mitzugeben. Was glaubst du, wenn wir heute anschauen, wo wir stehen, wo Unternehmen heute stehen, was sind die Dinge, die Unternehmen heute und jetzt und in den nächsten Monaten tun können und tun sollten, um tatsächlich bereit für diese neue Zukunft und die neue Ära im Marketing zu sein? Ich glaube, ähm, man muss im Klaren sein, welche Daten man, man haben möchte. Also, vielleicht fange ich anders an. Man muss den Kunden in, in, in den Mittelpunkt stellen. Also letztendlich, ähm, bestimmt der Kunde jetzt seine eigene Reise, soll ja auch dann die Daten preisgeben und das macht der Kunde nur, wenn er, wenn er Vertrauen hat. Ähm, das sind halt Handlungsempfehlungen, würde ich sagen: Handeln Sie jetzt, warten Sie nicht, weil der, der Google hat diese Chrome-, äh, Unterstützung von Third-Party-Cookies noch ein bisschen hinausgeschoben. Jetzt ist die Zeit, wo man handeln muss, um eben auch solche, solche Daten zu bekommen, die konform sind, die First-Party-Daten, die Konsens-basierten Daten. Das müssen sie sich, äh, aneignen. Sie müssen die Strategie dorthin richten, um dann auch entsprechend diese personalisierte und datenschutzkonforme Marketingzukunft dann auch zu bekommen, mit den Kunden in, in den Mittelpunkt zu stellen. Gleiche Frage an dich: Was meinst du, Sebastian, dazu? Gute Frage. Ich geb dir tatsächlich, äh, komplett recht. Und ich glaube, der, das Wichtige und der entscheidende Faktor ist tatsächlich, jetzt zu handeln. Ich glaube tatsächlich, jetzt zu sagen, wie du schon sagst, die Verzögerung, äh, des, der Cookie Deprecation in Chrome nicht irgendwie zu nutzen, um sich mal entspannt zurückzulehnen und zu sagen: „Okay, jetzt haben wir noch n Jahr", äh, sondern tatsächlich jetzt die Zeit zu nutzen, um eben genau, äh, die Vorkehrungen zu treffen. Das sehen wir tatsächlich auch bei uns. Viele vorausschauende Kunden nehmen jetzt schon, haben in den letzten zwölf Monaten schon die ersten, äh, notwendigen Schritte, äh, unternommen, um tatsächlich einfach diese mehr reicheren Erfahrungen den Kunden anzubieten unter tatsächlich Wahrung, äh, der Datenschutzentscheidungen. Ähm, und ich glaube, wer heute handelt und heute tatsächlich diese Schritte geht, sei es Opt-ins, sei es die User Flows, ähm, der wird es später viel, viel einfacher haben, sich an diese Regularien und die neuen Regulatorien anzupassen. Und ich mein, seien wir doch mal ehrlich: Ich mein, es ist, wir haben ja noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Ähm, ich mein, ja, wir haben GDPR, EPD, wie sie nicht alle heißen auf der regulatorischen Seite. Dann haben wir natürlich die technologischen Herausforderungen, die jetzt durch, äh, ja, gewisse Cookie Deprecations und solche Themen, ähm, in den Markt kommen. Das ist alles nichts, das ist kein Zuckerschlecken, das ist nicht irgendwie innerhalb von ner Woche gelöst. Und ich glaube, da müssen Unternehmen tatsächlich, äh, heute, heute handeln, ähm, damit sie am Ende morgen, äh, gut aufgestellt sind. Und ich glaube, da geht's wirklich konkret eigentlich um n paar Punkte. Der eine Punkt ist tatsächlich, den Unternehmen oder den Verbrauchern es einfach leicht zu machen, zu verstehen, wie ihre Daten von eurem Unternehmen gesammelt werden und geteilt werden und wie sie letzten Endes genutzt werden. Auf der gleichen Seite aber auch, wirklich sicherstellen, dass man selbst als Unternehmen verstanden hat, wie werden die Daten erfasst, wie werden sie genutzt und wie werden sie gespeichert? Und dabei sicherzustellen, dass man entlang der gesamten Kette auch den, die entsprechenden Opt-ins, äh, und den Consent der Nutzer hat. Und am Ende natürlich eben auch in, äh, zukunftsweisende Produkte zu investieren, wie Conversions-API, wie andere serverseitige Integrationen. Ich mein, wir sind nicht die Einzigen, die das anbieten, um tatsächlich diese Datenliquidität aufrechtzuerhalten, ähm, unter Wahrung der, äh, Aspekte. Und natürlich tatsächlich noch als letzten Punkt, ähm, tatsächlich wirklich mehr aus den vorhandenen Daten rauszuholen. Du hast ganz am Anfang tatsächlich angesprochen, irgendwie mit, äh, ja, Datensilos und, äh, all diese Themen. Das sind, das sind Themen, wo natürlich Unternehmen wie ihr als CDPs und natürlich andere, ähm, Unternehmen sehr, sehr stark dabei helfen können, aus all diesen Datenpools, die sie gerade überall sammeln, die sie haben, die sind oftmals natürlich auch mit dem entsprechenden Consent haben, am Ende auch das meiste rauszuholen, um dann am Ende tatsächlich, äh, ja, ready für zwanzig zweiundzwanzig, äh, und darüber hinaus zu sein. Ja, genau. Ich gucke aber grade auf die Uhr und sehe, äh, wir sind tatsächlich knapp sogar schon über der Zeit. Von daher, äh, noch mal n ganz, ganz herzliches Dankeschön an dich, äh, John. Es war großartig, dass du hier warst. Es war, äh, ein sehr, sehr spannendes Gespräch. Ähm, auch vielen Dank, äh, an all euch wahrscheinlich zu Hause oder im Büro, wo, wo auch immer ihr gerade, äh, reingeschaltet habt. Ich hoffe, es war ein bisschen, äh, ja, interessant für euch. Ich hoffe, ihr habt was mitgenommen. Ähm, wenn ihr sonstige Fragen habt oder sonst irgendwas, äh, meldet euch gerne. Und, äh, John, noch mal vielen lieben Dank. Sebastian, auch von meiner Seite, vielen Dank auch. Für mich wars super interessant, mit dir auch zu sprechen. Hab sehr viel gelernt. (Musik)

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Beschreibung

Begleite Sebastian Dettweiler, Head of Core Ads & Signals bei Facebook und John Thomson von SAP, zu einem Fireside Chat über personalisierte Werbung in einer datenschutzbewussten Welt. Erfolgreiche Unternehmen standen an der Spitze der Innovation und nutzten die Erwartungen der Verbraucher als ihren Nordstern. Der Übergang zur Datensignalsicherheit ist die nächste Entwicklung. In der digitalen Werbung werden Personalisierung und Datenschutz häufig als zwei gegensätzliche Konzepte dargestellt. Das ist jedoch nicht der Fall. Es ist ein Triumph, dass Menschen für sie relevante und personalisierte Inhalte sehen können, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Personalisierung und Datenschutz? Klingt nach zwei gegensätzlichen Konzepten, laut Facebook Partner John Thomson muss dies jedoch nicht immer der Fall sein!

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