10 Schritte zur Internationalisierung im SEA – Potentiale ermitteln und Kampagnen richtig planen
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10 Schritte zur Internationalisierung im SEA – Potentiale ermitteln und Kampagnen richtig planen

Zusammenfassung

Internationale SEA-Kampagnen erfordern strukturierte Planung: Du musst Marktpotenziale analysieren (Wettbewerb, Klickpreise, lokale Besonderheiten), lokale Standards prüfen (Zahlungsmittel, Logistik, Sprache, Policies) und mit datengetriebenen, nicht zu automatisierten Kampagnentypen starten. Mit den 10 Schritten von AdStrive vermeidest du häufige Internationalisierungsfehler und optimierst deinen ROAS in neuen Märkten.

Internationalisierung im Performance Marketing: Die 10 Schritte von AdStrive

Du möchtest deine Performance Marketing-Kampagnen international ausrollen? Dann brauchst du einen strukturierten Plan. Kai von AdStrive teilt seine bewährte Strategie zur Internationalisierung im SEA – ein Framework, das du auch auf Google Ads, Paid Social und Meta Ads übertragen kannst. Der Schlüssel: richtige Planung, intelligentes Setup und aussagekräftige Auswertung.

Phase 1: Marktanalyse und Potenzialermittlung

Bevor du eine einzige Kampagne startest, musst du verstehen, wie unterschiedlich die internationalen Märkte sind. Während du in Deutschland deine Kampagnen vielleicht schon perfektioniert hast und ein optimales Conversion-Verhältnis erreichst, gelten in anderen Ländern ganz andere Regeln.

Schritt 1–3: Kernfaktoren analysieren

  • Wettbewerb und Klickpreise: Deutschland hat in Europa relativ hohe Klickpreise – osteuropäische Länder sind günstiger. Aber auch die Branche zählt: Ein B2B-Softwarehersteller mit Fokus auf Automobilindustrie hat in Bayern andere Konkurrenz als in Polen.
  • Markenbekanntheit: Neue Märkte kennen deine Marke nicht. Das bedeutet niedrigere Klickraten und höhere Conversion-Hürden. Deshalb brauchst du paralleles Branding (YouTube, Display, Social Media).
  • Lokale Policies und Verfügbarkeit: Google Ads und Meta Ads haben unterschiedliche Regeln pro Land. Healthcare-Produkte, Finanzprodukte oder Alkohol: Was in Deutschland erlaubt ist, kann woanders verboten sein. Google Shopping ist nicht überall verfügbar – in manchen EU-Ländern noch immer nicht.

Schritt 4: Marktstandards verstehen

Hier scheitert Internationalisierung oft – nicht wegen schlechter Kampagnen, sondern wegen falscher Rahmenbedingungen.

Zahlungsmittel

Du denkst PayPal und Kreditkarte reichen überall? Falsch. In Russland nutzen viele Yandex Money, in den Niederlanden gibt es lokale Dienste. Wenn deine Kunden nicht mit ihrem bevorzugten Zahlungsanbieter bezahlen können, bricht die Conversion Rate zusammen – und du denkst, deine Ads sind schuld.

Kundensupport und Sprache

Kann dein Support-Team italienisch, französisch oder spanisch? Ist es möglich, den Kundenservice in der Landessprache anzubieten? Das ist nicht nur ein CRM-Thema – es beeinflusst dein Brand Image und damit die Bereitschaft zu klicken und zu kaufen.

Logistik und Lieferbedingungen

Im E-Commerce kritisch: Kannst du wirklich überall im Land liefern? Gelten deine Lieferzeitversprechen auch für abgelegene Regionen oder Inseln (Kanaren, Balearen, Norwegen)? Dein Werbeversprechen muss zur Realität passen.

Schritt 5: Die richtige Plattform wählen

Google dominiert den Search-Markt – aber nicht überall. In China brauchst du Baidu, in Russland Yandex. Bei Social Media sind regionale Besonderheiten noch extremer. Stelle sicher, dass dein Partner auch in diesen Märkten erfahren ist, nicht nur bei Google Ads.

Phase 2: Realistische Erwartungen setzen

Ein kritischer Punkt: Du wirst in neuen Märkten nicht sofort denselben ROAS erreichen wie im Kernmarkt. Die Gründe:

  • Keine etablierte Datengrundlage für Optimierung
  • Unbekannte Marke = niedrigere Click-Through-Rates
  • Fehlende Retargeting-Zielgruppen (die oft 30% des Umsatzes ausmachen)
  • Unbekannte Nutzerbehavior und Marktdynamiken

Plane konservativer und gib dir selbst Zeit zum Lernen.

Phase 3: Intelligentes Setup – Kampagnentypen richtig wählen

Schritt 6–7: Nicht zu automatisiert starten

Performance Max und Smart Shopping funktionieren nur, wenn du ausreichend Daten hast. In neuen Märkten führen sie zu schlechteren Ergebnissen und geben dir wenig Kontrolle. Besser:

Starte mit Dynamic Search Ads (DSA)

DSA basieren auf deinen Produkt-URLs und liefern schnell Daten darüber, welche Keywords funktionieren. Mit Feed-basierten DSAs (die Claneo und andere Agency-Partner nutzen) kannst du:

  • Struktur und Labels für Marken, Kategorien, Bestseller und Margen definieren
  • Schnell sehen, welche Produkte in welchem Markt funktionieren
  • Ohne großen Keyword-Research starten
  • Daten sammeln, bevor du Standard-Search-Kampagnen aufbaust

Das ist eine intelligente Brückenlösung: Du testest schnell, schaffst Datengrundlagen und kannst dann stufenweise zu klassischen, gut strukturierten Keyword-Kampagnen übergehen.

Schritt 8: Branding parallel aufbauen

Während du Conversions optimierst, investiere auch in Branding (YouTube, Display, Social). Das erhöht:

  • Brand Recognition und Vertrauen
  • Click-Through-Rates bei Performance-Kampagnen
  • Insgesamt Conversion Rate und Lifetime Value

Phase 4: Monitoring und Learnings

Die letzten beiden Schritte (9–10) sind Auswertung und kontinuierliche Optimierung. Mit gutem Setup und realistischen Erwartungen wird diese Phase deutlich einfacher. Du siehst schnell, wo deine Performance-Potenziale liegen, wo lokale Faktoren bremsen und wie du skalieren kannst.

Takeaways: Dein Action Plan

  • Tiefe Marktanalyse vor Launch: Nicht nur Google Trends anschauen, sondern Wettbewerb, Policies, Zahlungsmittel, Logistik und Kundenservice-Fähigkeiten prüfen.
  • Realistische Budget-Planung: Neue Märkte brauchen mehr Geduld und Investition als bestehende. Plane konservativer.
  • Richtige Kampagnentypen: Dynamic Search Ads statt Performance Max zu Beginn. Datengetrieben, nicht blind automatisiert.
  • Branding nicht vergessen: Performance Marketing allein reicht nicht. Markenaufbau zahlt sich im ROAS aus.
  • Lokale Expertise: Finde Partner, die in dem spezifischen Markt erfahren sind – nicht nur generische Google-Ads-Manager.

Fazit: Struktur schlägt Aktionismus

Internationalisierung im Performance Marketing ist kein Sprint, sondern ein strukturierter Prozess. Wenn du die ersten 5 Schritte (Planung und Analyse) ernst nimmst, wird dein Setup (Schritte 6–8) besser und deine Auswertung (Schritte 9–10) einfacher. Du sparst Zeit, Geld und nervige Überraschungen später.

Häufige Fragen

Warum ist meine Conversion Rate in neuen Märkten so viel niedriger?

Mehrere Faktoren spielen rein: Deine Marke ist unbekannt (niedrigere Click-Through-Rate), lokal bevorzugte Zahlungsmittel fehlen, Logistik-Versprechen passen nicht, kein etabliertes Retargeting und fehlende Datengrundlage für Kampagnen-Optimierung. Das ist normal – plan konservativer ein und investiere parallel in Branding.

Soll ich gleich Performance Max oder Smart Shopping Kampagnen nutzen?

Nein, nicht am Anfang. Diese automatisierten Kampagnentypen brauchen viele Daten, um gut zu performen. Starte stattdessen mit Feed-basierten Dynamic Search Ads (DSA). Damit sammelst du schnell Daten darüber, welche Keywords und Produkte funktionieren, bevor du zu vollautomatischen Kampagnen wechselst.

PayPal und Kreditkarte – reicht das nicht für Internationalisierung?

Oft nicht. In Russland ist Yandex Money Standard, in den Niederlanden gibt es lokale Dienste. Wenn Kunden nicht mit ihrem bevorzugten Zahlungsmittel zahlen können, springen sie ab. Das wird dann fälschlicherweise deinen Ads angelastet, liegt aber an den Rahmenbedingungen. Prüfe das pro Land vor dem Launch.

Welche Plattform ist am wichtigsten für internationale SEA?

Google dominiert in den meisten europäischen Märkten. Aber in China (Baidu), Russland (Yandex) und vielen asiatischen Ländern brauchst du lokale Plattformen. Überprüfe vorher, wo deine Zielgruppe tatsächlich sucht, und besorge dir Partner mit lokaler Expertise.

Sollte ich in jedem Land separat starten oder mehrere auf einmal?

Das Transcript zeigt als Best Practice, mit dynamischen Kampagnentypen zu starten und diese über mehrere Länder zu skalieren (z.B. Italien, Frankreich, Spanien gleichzeitig mit Feed-basierten DSA). Damit siehst du schnell, welche Marken und Kategorien pro Land funktionieren und kannst dann differenziert optimieren.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Danke schön. Genau, vielleicht ganz kurz vorab: Ich hatte tatsächlich die letzten Tage eine Kehlkopfentzündung. So ein bisschen hört man es noch, aber ich glaube, wir kriegen das zusammen hin. Falls ihr mich nicht ganz so gut versteht, müsst ihr ein bisschen nachsichtig mit mir sein. Genau. Zehn Schritte zur Internationalisierung im SEA, die würde ich gerne mit euch durchgehen. Vorher noch mal ganz kurz zu mir: Ich bin jetzt seit neun Jahren eigentlich im Performance Marketing, bin mit Leib und Seele Berater, also ich bin ein Agenturkind, war immer in Agenturen tatsächlich. Und im Prinzip machen wir bei AdsDrive genau das, was ich auch gerne mache oder wo ich auch gerne weiterhelfe und berate. Also eigentlich dieses ganze Spektrum von Paid Search über Social Media Advertising bis zu Amazon Ads. Heute soll es gehen SEa und die Internationalisierung, aber ihr werdet gleich merken, es gibt unterschiedliche Themen, die man sicherlich auch auf andere Kanäle direkt übertragen kann. Also selbst wenn PPC oder wenn SEI nicht euer Hauptfokus ist, dann könnt ihr das sicherlich trotzdem irgendwie ein bisschen mit nutzen für euch. Genau. Im Kern sind es eigentlich drei Elemente. Wir haben gleich zehn Einzelschritte, aber im Prinzip starten wir immer mit der Planung. Dann müssen wir darauf basierend natürlich ein Setup machen der Kampagnen und dann machen wir am Endeffel die Auswertung. Aber wenn wir richtig planen und das Setup richtig machen, dann haben wir am Ende auch eine einfachere Auswertung. Genau. Meistens ist es nämlich bei uns so, dass wir Kunden betreuen, die in Deutschland sitzen und die international unterwegs sind und die vielleicht im nächsten Schritt dann eben ihre Produkte oder Dienstleistungen auch ganz gezielt in neue Märkte noch mal bringen möchten. Das heißt, womit wir starten, ist in der Regel, dass wir erst mal gucken, wo sind eigentlich Potenziale und worauf können wir eigentlich schauen? Im SEA ist es so, dass die unterschiedlichen Märkte sich natürlich immer irgendwo auch unterscheiden. Also zum einen natürlich in Bezug auf den Wettbewerb, auf das Suchvolumen und auf die Klickpreise. Das heißt, in den unterschiedlichen Märkten, wenn da mehr Wettbewerb ist, dann führt das in der Regel auch dazu, dass die Klickpreise natürlich höher sind. Deutschland hat in der EU oder in Europa einen relativ hohen Klickpreis mit. Da gibt es dann zum Beispiel die osteuropäischen Länder, die haben in der Regel einen eher niedrigeren Klickpreis. Aber man wird auch sehen – und so hatten wir zum Beispiel mal einen Kunden, der war im B2B-Bereich und hat Software verkauft an die Automobilindustrie. Da spielt noch mal eine deutliche Rolle auch, wo sitzt eigentlich wie viel Automobilindustrie, weil da natürlich dann auch ein stärkerer Wettbewerb ist. Das heißt, das hängt nicht immer nur mit der Größe des Landes zusammen, sondern auch, wie ist eigentlich vor Ort der Wettbewerb für euer spezielles Produkt oder in eurer speziellen Branche. Darüber hinaus gibt es noch so ein paar andere Sachen. Das eine ist Bekanntheit der eigenen Marke natürlich. Das heißt, ich werde natürlich immer irgendwo auch eine bisschen andere Performance haben, wenn ich schon bekannt bin und wenn die Leute mich kennen, wenn ich so einen gewissen Wiedererkennungswert habe. Das kennt ihr bestimmt auch von euch selber: Wenn ihr eine Anzeige seht von einem Unternehmen, das ihr schon kennt und dem ihr vielleicht auch schon vertraut, dann ist man eher geneigt natürlich da, vielleicht auch zu klicken und am Ende zu kaufen. Zwei ganz wichtige Dinge bei Google – aber kann man so natürlich auch auf Facebook und andere Plattformen übertragen – sind dann die Policies und die Verfügbarkeit von einzelnen Produkten. Das heißt, eine Sache, die ihr wahrscheinlich auf dem Schirm habt, ist so was wie Werbung für Alkohol oder Tabak. Das ist in den meisten Fällen verboten. Was es aber noch gibt, ist zum Beispiel unterschiedliche Regeln im Bereich Healthcare. Das heißt, für Nahrungsergänzungsmittel, für verschreibungspflichtige Produkte oder nicht verschreibungspflichtige Produkte. In Deutschland dürfen dürfen wir da gar keine Werbung schalten für Produkte, die verschreibungspflichtig sind. In den USA sieht es schon wieder zum Beispiel ein bisschen anders aus. Das heißt, je nachdem, in welchem Bereich ihr seid, auch im Bereich Finance oder spekulative Finanzprodukte, lohnt es sich durchaus mal zu gucken: Wo darf ich eigentlich was? Und auch Google Shopping für die Leute, die im E-Commerce unterwegs sind, ist nicht überall verfügbar. Also innerhalb der EU, zum Beispiel Kroatien oder Island, haben, glaube ich, kein Google Shopping nach wie vor. In ein paar Ländern ist es in der Beta. Wenn das für euch in Deutschland zum Beispiel ein super starker Performance-Kanal ist, habt da vielleicht auch einen Blick drauf: „Mensch, vielleicht ist Shopping was, was ich in einem Land gar nicht so nutzen kann und dass ich jetzt eigentlich reingehen wollte. Genau. Insgesamt geht nicht davon aus unbedingt, dass ihr sofort von Tag eins die gleiche Performance erzielen werdet in einem neuen Markt wie in eurem Kernmarkt. In Deutschland habt ihr die Kampagnen wahrscheinlich schon top durchoptimiert, seid da schon eine Weile dran, die Performance läuft, ROAS stimmt, aber das wird natürlich in neuen Märkten nicht ganz so schnell so durch die Decke gehen. Da braucht man eben auch Zeit und Fuß zu fassen, erst mal natürlich erste Schritte zu machen, erste Daten zu sammeln: Was funktioniert hier besonders gut? Was funktioniert weniger gut? Und deshalb macht es auf jeden Fall Sinn, dass man so ein bisschen konservativer auch in seinen Planungen und Annahmen ist am Anfang. Und da haben wir jetzt hier so ein bisschen im Hintergrund, sieht man es, glaube ich, noch YouTube. Das heißt, YouTube oder Displaywerbung, auch Social Werbung. Generell alles, was Richtung Branding geht, macht natürlich häufig auch Sinn in so einem neuen Markt, einfach weil es ganz klar diesen Effekt gibt, dass Leute eben auf Werbung von Unternehmen eher klicken, die sie vielleicht schon von irgendwoher kennen und dass wir eher gewillt sind, natürlich auch einem Unternehmen zu vertrauen, was uns vielleicht schon mal irgendwo begegnet ist. Das heißt, auch auf Branding und auf dieses Markenimage müssen wir irgendwo einzahlen in einem neuen Markt und das wird definitiv die Klickrate und auch die Conversion Rate beeinflussen. Deshalb macht es auch immer Sinn, neben den reinen Performance-Kampagnen vielleicht auch immer so was noch mal ein bisschen mit im Hinterkopf zu behalten.Das ist dann halt eben einfach auch entscheidend, wenn es nachher so was geht wie Zielgruppen und Remarketing-Zielgruppen, also ähnlich wie Shopping. Wenn ihr wisst, okay, wir machen eigentlich 50% unseres Umsatzes über Google Ads, machen wir mit Shopping und dann haben wir noch 30% Retargeting. Auch Retargeting ist was, was natürlich in einem neuen Markt erst mal entfallen wird. Das heißt, guckt euch das an. Vielleicht habt ihr auch Retargeting-Zielgruppen, die ihr für Google Shopping-Kampagnen hinzugefügt habt oder für Search auch nutzt. Guckt mal, äh, inwiefern vielleicht Retargeting-Zielgruppen da besser performen in euren bestehenden Kampagnen, ähm, und stellt euch einfach darauf ein, dass ihr diesen Uplift natürlich in einem neuen Markt in der Form erst mal nicht habt. Genau, dann kommen wir auch schon zum zweiten Punkt. Ähm, da sollten wir uns einmal anschauen: Was ist eigentlich der Marktstandard in einem neuen Markt? Eine Sache, die gerne vergessen wird, die mir aber schon relativ häufig begegnet ist, woran die Internationalisierung gescheitert ist beziehungsweise, ähm, woran es in Bezug auf die Conversion Rate gescheitert ist, ist das Thema Zahlungsmittel. Wir gehen dann einfach davon aus: „Ach, wenn wir ein bisschen PayPal anbieten und die Leute vielleicht noch mit ihrer Kreditkarte zahlen können, dann sind wir in Deutschland ja ganz gut aufgestellt. Ähm, wir sollten aber immer auch schauen: Wie sieht es denn eigentlich in anderen Ländern aus? Ist das da eigentlich auch so, dass wir mit PayPal und der Kreditkarte gut aufgestellt sind? Oder müssen wir da eben noch andere Dinge hinzunehmen? Ähm, auch die Niederländer haben zum Beispiel einen eigenen Payment-Dienst. Das ist jetzt hier nicht mit drauf, ähm, aber zum Beispiel in Russland wird viel über Yandex Money gemacht. Also je nachdem, wo ihr hinwollt, werft da auf jeden Fall mal einen Blick drauf, weil sonst heißt es am Ende, die Conversion Rate stimmt nicht und dann liegt es vielleicht gar nicht an den Kampagnen, sondern einfach an den Rahmenbedingungen und die Leute, ähm, springen einfach ab, weil sie nicht mit dem vertrauten Zahlungsdienst entsprechend bezahlen können. Genau. Neben den Zahlungsdiensten gibt es aber noch andere Standards. Also beispielsweise kenne ich das vielleicht, dass ich, wenn ich Probleme habe, natürlich mit dem Kundencenter sprechen kann. Wenn ich nicht weiß, wo meine Bestellung bleibt, dann rufe ich einfach mal an. Und da ist es natürlich dann auch immer wichtig – und das hat natürlich auch einen Einfluss auf euer Brand –, ähm, dass ihr entsprechend Personen habt, die in der Sprache auch mit dem Kunden kommunizieren können. Das heißt, das ist so im Hintergrund natürlich auch was, was ihr mit einplanen solltet. Und auch das Thema Logistik und Lieferzeit ist immer ein großes Thema, gerade im E-Commerce. Ich kenne das zum Beispiel von Norwegen, ähm, dass da immer so die Frage ist: A, können wir da reingehen oder ist das nicht vielleicht doch alles ein bisschen zu weit draußen, ähm, wenn da einsam irgendwo eine Hütze im Wald steht oder wenn man eben versuchen muss, bis nach Spitzbergen zu schiffen. Ja, das ist alles ein bisschen komplizierter. Also guckt euch da auch immer an: Können wir überall eigentlich hinliefern? Auch zum Beispiel bei Spanien ein ganz beliebtes Thema: Machen wir nur das Festland oder machen wir auch zum Beispiel die Balearen mit dazu, die Kanalen? Wo können wir eigentlich hinliefern und wo können wir dann eben auch entsprechend unsere Werbung eigentlich, ähm, ausspielen mit einem gewissen Werbeversprechen? Weil vielleicht können wir bei den Kanaren nicht mehr davon sprechen: „Mensch, ihr kriegt das innerhalb von drei Werktagen oder so, weil wir das einfach logistisch gar nicht liefern können. Das sind alles so Themen, die man auf jeden Fall auch mit im Blick behalten sollte, ähm, weil sich das natürlich auch wieder auf das Thema Conversion Rate auch auswirkt. Genau, das ganz kurz. Ich glaube, das ist allen relativ klar. Auch das im Search-Bereich geht es darum, die richtige Suchmaschine zu treffen. Das ist schon in den meisten Ländern Google, die eben den höchsten Marktanteil haben. Klar gibt es auch Bing. Höchster Marktanteil ist in der Regel dennoch bei Google. Bing ist unterschiedlich wichtig. In unterschiedlichen Märkten, aber in China oder Russland sieht das natürlich mit Yandex oder Baidu auch noch mal anders aus. Und da brauche ich dann eben auch entsprechend vielleicht einen Experten, der nicht nur Google-Werbung schalten kann, sondern der vielleicht auch schon mal Yandex-Werbung zum Beispiel geschaltet hat, wenn man vielleicht in den russischen Markt beispielsweise expandieren möchte. Genauso sind natürlich auch bei den Social Networks. Auch da gibt es ja eigene. Das heißt, ähm, das sind so Themen, das sollte man sich auf jeden Fall angucken: Wo erreiche ich eigentlich meine Zielgruppe? Genau. Dann, ähm, sind wir jetzt so ein bisschen auf der halben Strecke. Wir haben jetzt so diesen Planungsprozess so ein bisschen abgeschlossen und gehen im Prinzip zu dem Thema Setup über. Und da macht es häufig Sinn, wenn man neue Märkte erst mal antesten möchte, dass man sagt, man setzt auch auf dynamische Kampagnentypen. Ähm, nicht nur, ja. Also die Performance-Max-Kampagne zum Beispiel, ähm, basiert ja doch auch darauf, dass ich eben schon eine gewisse Datengrundlage habe. Das heißt, die funktioniert beispielsweise in neuen Märkten nicht so gut, gibt mir auch nicht so viele, ähm, Daten an die Hand, auf deren Basis ich optimieren kann. Das heißt, wenn ich nur alles smart mache und automatisiert, ich muss immer gucken: Wo habe ich auch eine entsprechende Datengrundlage, ja? Also auch bei Smart Shopping habe ich ja zum Beispiel die Suchbegriffe nicht, die vielleicht für mich interessant sein können, wenn ich nachher noch eine Standard-Search-Kampagne nachschalten möchte.Aber was immer eine gute Idee sein kann, bevor ich jetzt eine riesige Keywordstrategie mache und anfange, eben beispielsweise, ähm meine Kampagnen im E-Commerce nach Marken und Kategorien zu gliedern ähm und für jede Kategorie und jedes Produkt Keywords mir raussuche, ist erst mal zu schauen, dass ich beispielsweise basierend auf den Produkt-URLs eine Dynamic Search Ad Kampagne schalte ne. Das ist relativ beliebt, weil ich dann nämlich, wenn ich das ordentlich strukturiere und es geht mit den Feed-basierten Dynamic Search Ads. Da gibt es noch auf der Claneo-Seite aber einen ganz schönen Artikel von mir, wer das genauer wissen möchte, wie das funktioniert. Ähm da haben wir ein Feed und ich kann dann eben unterschiedliche Labels zuweisen. Das heißt, ich kann sagen, das ist das Produkt XY, das ist die Marke A. Ahh Das ist übrigens ein Bestseller bei mir. Es handelt sich Schuhe und so und so viel kostet das oder das. Und das ist meine Marge. Und darauf basierend kann ich dann meine Struktur bauen ahhhm und kann dann eben relativ einfach in diesen pahhhm Feed-basierten Dynamic Search Ads eine Struktur bauen, wo ich dann nachher gut ablesen kann. Das sind Marken, die vielleicht für den Markt A oder B besonders relevant sind. Vielleicht gehe ich nicht nur in einen Markt, sondern ich möchte in Italien, Frankreich und Spanien gehen. Und so kann man dann relativ schnell sehen, welche Marke und welche Produktkategorie funktioniert vielleicht in einem Markt besonders gut. Wir haben nämlich schon relativ häufig die Erfahrung gemacht, dass es dann auf einmal ganz andere Dinge sind, die gut ziehen. Ja, wir haben zum Beispiel mal einen Kunden betreut, die haben Gartenmöbel ahm angeboten und da sind wir in die Niederlande gegangen ahhhm und da waren es glaube ich so Figuren für die Gärten, die gut funktioniert haben und die die Top-Kategorie waren. Und in den skandinavischen Ländern ahm war es aber sowas wie Gartenbeleuchtung, was vielleicht während den doch längeren Wintertagen da eine große Rolle spielt. Das heißt, das Top-Produkt oder die Top-Produktgruppe muss auch nicht unbedingt immer die gleiche sein. Und so kann ich das eben so ein bisschen erst mal rausfinden mit den dynamischen Kampagnen und kann dann im nächsten Schritt dazu übergehen, ein detailliertes Setup zu machen, zu sagen: „Mensch, das ist jetzt meine Prio-eins-Kategorie. Hier mache ich jetzt eine ordentliche Keyword-Strategie und hier investiere ich meine Zeit, um das jetzt eben ordentlich auch manuell nachzuziehen. Ahem, ein anderer dynamischer Kampagnentyp, mehr oder weniger dynamisch, weil ich auch keine Riesen-Keyword-Strategie dafür brauche, ist natürlich Google Shopping. Und Google Shopping zu internationalisieren, kann mal einfacher und mal weniger einfach sein. Das kommt immer drauf an, ja weil bei Google Shopping haben wir im Prinzip drei Kernelemente: Das Land, die Sprache und die Währung. Das heißt ah, das ist jetzt eine relativ große Tabelle, aber man kann dann immer mal schauen: Haben wir die gleiche Währung und haben wir eigentlich die gleiche Sprache? Deutschland und Österreich ist der Klassiker. Ahhm Dann ist es relativ einfach. Dann kann ich ein neues Land hinzufügen. Ich kann vielleicht im Kern auch den gleichen Feed verwenden. Anders wird es, wenn ich zum Beispiel von Großbritannien auf die USA gehe, wo es beispielsweise eine andere Währung gibt. Ja, was da aber ahhhm das Merchant Center oder Google uns anbietet, ist die Currency Conversion. Das heißt, es kann auch immer eine Option sein, wenn die Sprache gleich ist, aber vielleicht ahhhm eben die Währung nicht. Und je nachdem, was ihr da habt, braucht ihr natürlich entweder einen ganz eigenen Feed oder ahhh es reicht vielleicht auch einfach, einzelne Dinge im Feed anzupassen ahhhm und man muss vielleicht nicht für jedes Land sofort alles neu aufsetzen und übersetzen. Das heißt, da macht es auch immer Sinn, sich das einmal vor Augen zu führen. Apropos übersetzen: Ahhh Wir sind immer ein großer Freund davon, zu sagen, wir lokalisieren eher, als dass wir übersetzen. Ja, ahhhm ein einfaches Beispiel wäre: Ahhh In den USA wird nach Sneakern oder Sneakers gesucht und nach Movie. In UK ist es eher Trainers oder Film. Und ahhh in Deutschland sagen wir grillen, in der Schweiz sagen sie grillieren ahhm und zum Kulturbeutel wird zum Beispiel Nessessair gesagt. Da gibt es deutliche Unterschiede dann auch. Das heißt, ahhhm ich sollte natürlich dann auch für meine Schweizer Kampagne, wenn ich Kulturbeutel tatsächlich verkaufe, ehhh, eher vom Necessar sprechen, weil das ist das ist, was die Leute suchen und ahhh das ist natürlich dann auch das, was ich einbuche als Keyword. Ahhhm Es gibt manchmal auch ganz unterschiedliche Ausdrucksweisen. Auch das ist ganz spannend, weil man das mit Übersetzungen häufig nicht so gut abgedeckt bekommt. Ja, wenn ich nur das Wort „Auslandssemester" ahhh übersetze, ahhhm das wäre ja Semester abroad, dann würde ich im Prinzip im Englischen das gar nicht so treffen, weil die Amerikaner nicht von „Semester abroad" sprechen, sondern von „Study abroad", also von dem Akt des „im Ausland studieren". Das sind nur so ein paar Beispiele, aber das zeigt eigentlich, dass es relativ wichtig ist, eher eine Lokalisierung zu machen. (hustet) Sorry. (holt Luft) Wenn wir das nämlich nicht machen, sieht man häufig dieses Bild, dass man englischsprachig und deutschsprachig ganz gut abgedeckt bekommt, dass Österreich zum Beispiel auffällig hohe Impressionen hat im Vergleich zu anderen Ländern, die doch deutlich größer sind, ahhhm einfach weil ich der Sprache mächtiger war und weil das einfacher für mich war und ich doch vielleicht eher übersetzt habe. naja Also da sieht man dann eben oft, wenn nur übersetzt wird, dass die Landesgröße und die Einwounerzahlen nicht unbedingt dem entspricht, wie sich auch die Impressionen und Klicks verhalten. Dann muss man teilweise auch seine USPs noch mal neu definieren. Ahhhm Da gibt es ein ganz schönes Beispiel. Wir hatten ein ahmm Produkt und einen Kunden, der hat damit beworben: „Bei uns braucht ihr keine Kreditkartendaten einzugeben. Und ahhhm das hat für Deutschland wunderbar funktioniert. Dann haben wir Kampagnen für die USA geschaltet. Das hat gar nicht funktioniert. Auf die Anzeigen hat niemand geklickt. Dann haben unsere amerikanischen Kollegen gesagt: „Ja, Moment mal, wir wollen doch unsere Kreditkarte nutzen. Was sagt ihr? Keine Kreditkarte? Natürlich wollen wir auf die Kreditkarte setzen. Das heißt, unsere Klickrate war sehr, sehr schlecht. Wir haben dann die USPs angepasst und danach hatten wir auch deutlich bessere Ergebnisse. Also sprecht da definitiv mal mit den Kollegen: „Was macht Sinn? Welche Botschaften machen Sinn? Vielleicht auch gucken, welche Botschaften nutzt der Wettbewerb? Das heißt, was scheint besonders wichtig zu sein?Ähm, ist es eher so, dass mit Preisen gespielt wird, also dass die Leute sehr stark sagen, bei uns gibt es das Produkt schon ab fünf Euro. Oder ist es eher Qualität, Service, Mehrwert? Was ist eigentlich das, was so im Fokus stehen sollte? Da kann man sich immer ganz gut orientieren. Ähm, ein Thema, das in Deutschland oder in Frankreich wichtig ist, jetzt im Englischen weniger, ist das Thema siezen oder duzen. Wie ist das eigentlich gerade im B2B-Bereich? Können wir duzen oder sollten wir siezen? Auch, ähm, in anderen Bereichen, also zum Beispiel in hochpreisigen Segmenten, ist es manchmal auch so, dass Leute eher gesiezt werden, äh, im deutschen Sprachumfeld. Dann ist die Frage, kann man das so auch auf Frankreich übertragen oder ist das doch noch mal ein bisschen anders? Also eigentlich immer noch mal mit dem Muttersprachler sprechen oder mit jemandem aus dem Markt: „Mensch, wie würdet ihr das denn machen und wie ist das eigentlich bei euch, äh, zu Hause quasi üblich?" Dann, äh, noch ein Beispiel, äh, das ich auch ganz schön finde, äh, sind natürlich lokale Feiertage und Aktionen, ja, weil klar, in Deutschland ist Weihnachten super wichtig. Wenn ich jetzt aber zum Beispiel, äh, in, äh, Länder gehe, die muslimisch geprägt sind, dann wird Weihnachten wahrscheinlich nicht, äh, die Hauptsaison sein, wo alle Leute Weihnachtsgeschenke kaufen. Das heißt, solche Themen unterscheiden sich. Es gibt aber natürlich auch immer noch andere Tage, zu denen man schön ne Aktion machen kann. Also zum Beispiel so was wie St. Patrick's Day oder 4. of July. Ähm, also immer mal gucken, was sind eigentlich so große Feiertage in dem Land, an das ich gehen, äh, möchte, wo ich mich einfach ranhängen kann. Ja? Und worauf kann ich eigentlich gehen und wo kann ich eigentlich dann 'ne schöne Aktion auch zufahren? Wo kann-- Wie kann ich das verknüpfen? Man kann vielleicht sagen: „Mensch, zum, zur Feier des Tages habt ihr hier fünf Prozent Rabatt", oder Ähnliches. Ähm, und noch ein bisschen abgewandertes Beispiel. Äh, es ist ein bisschen eine persönliche Anekdote. Ich habe mal vor zehn Jahren, also bevor ich vor neun Jahren zum Online-Marketing gekommen bin, habe ich studiert und war in der Türkei und habe da ein Auslandssemester gemacht. Und da gibt es überall Tannenbäume. Da habe ich gesagt: „Oh, ein Weihnachtsbaum." Dann haben die zu mir gesagt: „No, no, it's not Christmas tree", sondern das ist der Yeni Yil Agaci. Mein Türkisch ist nicht mehr so gut, aber das ist der Neujahrsbaum. Das heißt, die schenken sich teilweise, ähm, auch was, aber zu Silvester und die stellen teilweise auch Weihnachtsbäume auf und wir haben zum Beispiel einen Kunden, der verkauft Lichterketten und die können durchaus auch in, äh, der Türkei im Dezember ein gutes Geschäft machen, aber eben, äh, dürfen natürlich nicht den Fehler machen, zu sagen: "Hier für euren Tannenbaum oder für euren Weihnachtsbaum", sondern das ist für den Neujahrsbaum. Genau. Ähm, dann, äh, kommen wir jetzt im Prinzip mit den letzten, äh, acht, neun und zehn noch mal so zu dem Thema Auswertung und zu dem, was ich da eigentlich beachten muss. Das eine ist natürlich die Gruß-Größe des Zielmarkts. Das spielt aber auch schon im Setup eine Rolle. Äh, zum einen ist es nämlich so, dass in kleinen Märkten es oft so ist, dass ich mit meinen wunderschönen Long Tail Keywords, die vielleicht in Deutschland meine Top-Performer sind, äh, eigentlich gar nichts anfangen kann, weil der Markt so klein ist, gerade zum Beispiel die skandinavi- skandinavischen Märkte, Dänemark, das ist häufig so ein Thema. Ähm, da habe ich eigentlich nur Short Head Keywords, also nur sehr generische Anfragen erreichen überhaupt genug Suchen und genug Traffic. Ähm, und das sind natürlich häufig auch die, die zwar eine hohe Reichweite haben, aber eben nicht so spezifisch sind und deshalb nicht so gut konvertieren. Ja, das ist auch was, was ich immer mit, ähm, im Blick behalten muss. Und wenn ich zum Beispiel die Planung mache oder auch die Ausweitung. Ähm, dann gibt's das Thema Micro Conversions, auch oft ein Thema für Benelux zum Beispiel oder auch für S-Skandics. Ähm, der Google Algorithmus, aber auch Facebook, die brauchen ja alle Daten, ja, für das, für die ganze Automatisierung, für Smart Bidding und alles, was so smart ist. Und da ist es häufig so, dass ich in den kleinen Märkten am Anfang gar nicht gehen kann auf den eigentlichen Verkauf oder im B2B-Bereich auf den harten Lead, sondern vielleicht mal kleinere Brötchen backen muss und sagen muss: „Okay, wir optimieren auf Add to Cart oder wir optimieren im B2B-Bereich darauf, dass der, ich weiß nicht, sich unsere Preisliste angeguckt hat und noch andere Sachen aufgerufen hat und noch gar nicht nur, dass der das Anfrageformular abgesendet hat. Vielleicht auch das Öffnen oder der Klick auf das Anfl-Aanfrageformular könnte so eine Mikro Conversion sein, die man vielleicht erst mal für den Algorithmus nutzen muss, äh, solange man eben vielleicht nur zwei, drei Sales hat und noch gar nicht da angekommen ist, ähm, dass man eben auf den-- die harte Conversion eigentlich, ähm, optimieren kann. Auch Zeitzonen sind ein Thema. Ja, also gerade wenn man sich zum Beispiel US-Kampagnen anschaut oder auch Kampagnen für Russland. Ich kenne das so von vielen Kunden, dass die sagen, die haben eine, ähm, US-Central, eine US-East Coast und eine US-West Coast Kampagne, einfach um dem Algorithmus eine bessere Datengrundlage zu liefern, ja, ähm, weil es ja tatsächlich doch ein bisschen unterschiedlich ist von den Zeiten her. Das heißt, wenn in San Frés-San Francisco jemand aufsteht und in New York jemand auf-aufsteht, das wird sich um so ein paar Stunden unterscheiden. Das sind alles so Themen, die man auch bei einer Auswertung natürlich berücksichtigen muss. Und, und da haben, glaube ich, meine Vorredner, äh, falls ihr denen zugehört habt, auch schon einen ganz guten, äh Input geliefert. Customer Lifetime Value ist auch ein Riesenthema. Ähm, nicht in jedem Grund, äh, Markt sind die Kunden gleich treu. Was heißt das? Das ist eine ganz schöne Studie, finde ich, von KPMG. Da sieht man es ganz gut. Äh, da geht es jetzt nur speziell um Customer Loyalty Programme, inwiefern das genutzt wird oder nicht, aber das deckt sich auch so ein bisschen mit unseren Erfahrungen. Äh, zum Beispiel in Benelux, also Belgien, Niederlande, wird es relativ wenig verwendet. In Italien ist es ein großes Thema und wir sehen tatsächlich auch häufig, äh, in der Praxis, dass die Italiener eine höhere Retention haben, häufiger wieder kaufen. Deshalb ist es vielleicht so, dass ich am Anfang natürlich für den Neukunden auch ein bisschen mehr Geld ausgeben kann, weil ich in dem Markt einfach weiß, aha, die Retention ist einfach noch mal deutlich höher. Ja? Das heißt, das ist auch immer so ein Punkt, den man auf jeden Fall noch mal mit beachten sollte.Genau, zehnter und letzter Punkt Templates und Standards. Ich muss natürlich Dinge standardisieren, damit ich am Ende richtig analysieren kann. Ahhhm, da ist es wichtig, dass ich beispielsweise damit starte, eine einheitliche Kampagnenbenennung zu machen, am besten in einer Sprache. Ja, also man kann dahinter immer noch Sachen in der Landessprache hängen, aber ich sollte zum Beispiel vielleicht das auf Englisch machen und immer sagen, das ist eine Brandkampagne und Brand steht am Anfang oder das ist generic, damit ich damit auch natürlich dann ahhh, Länder übergreifend filtern kann und Auswertungen machen kann. Das Gleiche gilt natürlich dafür zu sagen, okay, ich benenne das immer gleich und sage, es ist zum Beispiel Search Brand oder Search Generic, alles immer in der gleichen Sprache und auch die Kategorie. Ich kann dann zum Beispiel sagen, die mache ich immer auf Englisch und ich nenne die immer Shoes. Und vielleicht kann ich dahinter noch mal schreiben, was es in der Landessprache ist. Aber wichtig ist wirklich immer, ahhhm, gewöhnt euch das von Anfang an an oder schafft Templates, die passen, sodass das wirklich immer in der gleichen Sprache ist, damit ich nachher einfachere Reports ziehen kann. Genau, und das letzte Punkt zum Thema Standardisierung ist auch eine Standardisierung der Kampagnen und der Accountstruktur. Ich kann relativ gut mir bei Google, aber auch bei Facebook ja so einen Business Manager oder Account Manager anlegen, wo ich mehrere Werbekonten drin habe, mehrere Elemente. Und da, wenn man sehr groß internationalisiert, hat sich das eigentlich auch durchgesetzt, nochmal so ein Level für die Regionen einzuziehen, zu sagen, ich habe einmal EMEA versus APAC versus Americas. Und dann habe ich natürlich die einzelnen Unterkonten und da macht es schon Sinn, dass ich das nicht alles in ein Konto ballere, sondern dass ich natürlich zum Beispiel, ahhhm, da ich auf der Kontoebene die Zeitzone auch einstelle oder die Abrechnung, dass ich da definitiv nochmal eigene Konten bilde. Das erleichtert mir auch das Reporting, weil ich da nämlich dann einfach die Gesamtkontoübersicht sehe und dann sehe ich auf einen Blick, wie performt eigentlich Deutschland versus Spanien oder Indien versus New Zealand oder auch Brasilien oder die USA. Also das heißt, es macht mir auch das Leben einfacher, wenn ich das von Anfang an so mit plane. Genau, das heißt, die zehn Steps noch mal: Am Anfang natürlich Potenziale ermitteln und das Gut planen, dann die Marktstandards immer auch beachten, was erwarten meine Kunden, ahhhm, was ist eigentlich passende Plattform oder Suchmaschine, wo ich die auch erreiche. Dann dynamische Kampagnentypen können erst mal eben dazu dienen, ahhh, zu schauen, wo habe ich in welchem Markt eben die besten Conversion-Rates und wo kann ich am meisten Umsatz generieren. Lokalisieren statt übersetzen, ganz wichtig. USPs noch mal überdenken und eventuell auch neu definieren mit neuen Leuten aus dem Markt. Lokale Feiertage immer mal checken und gucken, ist Weihnachten zum Beispiel auch die Hauptsaison in dem Markt, in den ich jetzt reingehe? Wie groß ist eigentlich der Zielmarkt? Sollte man immer für die Auswertung mit berücksichtigen, auch den Customer Lifetime Value. Und dann muss ich natürlich schauen, dass ich die entsprechenden Templates habe. Genau, das war's. (Applaus) Ja, herzlichen Dank, Lara. Ich finde, man merkt da sofort, dass du irgendwo doch eine Kollegin bist, denn die Lara hat schon mal eine sehr große Konferenz moderieren dürfen, den englischen Part als Ersatzfrau, recht spontan, und zwar auf der PPC Masters. Das ist schon beeindruckend. Ich glaube, 2014. Die gibt es gibt das leider nicht mehr, aber damals gab es die noch. Du hast nichts verlernt. Es gab gerade bei Slido keine Frage, aber ein lieber Gruß mit einem Dankeschön für diesen tollen Vortrag. Dem kann ich mich gerne anschließen. Gibt es von euch noch Fragen? Bitte. Mit der Lokalisierung meinst du bestimmt dieses Thema Lokalisieren versus, ahhh, ach nee, das sind Loyalty. Genau, das war, ahhh, Moment, ich springe mal kurz zurück. Genau, das war sone übergreifende Studie. Das heißt, da ging es nicht eine bestimmte Industry, sondern das war übergreifend, wie werden eigentlich so Loyalty-Programme genutzt? Ahhhm, ich habe es einfach so als Illustration mal mitgebracht, weil sich das tatsächlich mit dem deckt, was wir sehen. Wir sehen auch eigentlich sehr, sehr häufig, dass die Italiener immer einen super Custom Lifetime Value haben, auch so im E-Commerce. Wenn man die einmal gecatched hat, dann kaufen die wieder und dann läuft das. Und dass es im Binelux aber deutlich schwerer ist, dass die Leute da einfach ganz viel ausprobieren. Und ahhhm, ich fand es ganz interessant, weil sich das halt im Prinzip mit dem deckt, was wir auch so aus der Praxis kennen, wird sich wahrscheinlich in unterschiedlichen Industries auch noch mal ein bisschen unterscheiden und nicht immer gleich, ahhh, ganz gleich sein, aber ist auf jeden Fall was, was man so ein bisschen mit im Hinterkopf behalten kann. Was denkst du? Auch eher demografisch statt marketinggetrieben? Ja, schon. Danke für die Frage. Gibt es noch weitere Fragen? Ich muss sagen, ich bin total überrascht darüber, wie facettenreich dieses Thema ist. Ahhhm, ich wusste, es kommen zehn Punkte, aber ich hätte nicht erwartet, dass es so tiefgründig irgendwo ist, so Empathie-lastig irgendwo, so psychologisch verstanden. Das ist natürlich im Marketing ganz wichtig. Ja, das ist echt spannend. Also vielen Dank dafür, für diesen Einblick. Sehr gerne. Merkt euch diese Dame. Ich fand es echt cool. Also herzlichen Dank an dich. Danke schön. Danke.

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Beschreibung

Lara Marie Massmann, Senior Consultant & Head of New Business bei der Agentur AdStrive, zeigt uns in einem spannenden Talk 10 Schritte zur Internationalisierung im SEA und gibt einen Einblick, wie man Potentiale ermitteln kann und die Kampagne dementsprechend richtig plant.

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