Composable commerce - warum MACH die Zukunft ist. Erfolgreiche Händler-Beispiele aus der Praxis.
37:42
Performance Marketing 0 Views

Composable commerce - warum MACH die Zukunft ist. Erfolgreiche Händler-Beispiele aus der Praxis.

Zusammenfassung

Composable Commerce nach dem MACH-Prinzip (Microservices, API-First, Cloud, Headless) revolutioniert E-Commerce Marketing: Statt monolithischer Systeme nutzen erfolgreiche Händler spezialisierte, modulare Lösungen. Der Trend bewegt sich vom reinen Tech-Thema hin zu einer Business-Strategie, die Flexibilität, schnellere Anpassungen und bessere Customer Experience ermöglicht – erfordert aber organisatorisches Umdenken über alle Abteilungen hinweg.

E-Commerce Marketing im Wandel: Was ist Composable Commerce und MACH?

Der Begriff Composable Commerce beschreibt einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der E-Commerce-Architektur. Statt eine monolithische Softwarelösung zu nutzen, die versucht, alles auf einmal abzudecken, setzen zukunftsorientierte Händler auf komponentenbasierte Lösungen, bei denen jeder Anbieter sein spezielles Thema am besten kann.

Das Akronym MACH steht für:

  • M – Microservices
  • A – API First
  • C – Cloud
  • H – Headless

Diese vier Säulen bilden die Grundlage moderner E-Commerce-Strategien. Sie ermöglichen es Händlern, verschiedene spezialisierte Tools – etwa für CRM, Product Information Management (PIM) oder Content Management – nahtlos miteinander zu verbinden. Das war technologisch lange Zeit nicht praktikabel; erst Cloud-Lösungen und standardisierte APIs machen es heute möglich.

Von Monolith zu Composable: Der lange Weg

Die Entwicklung hin zu Composable Commerce ist kein plötzlicher Umbruch. Agentur-Veteranen wie die Team bei Devante sind klassischerweise aus dem Magento-Umfeld hervorgegangen – einer Zeit, als E-Commerce noch durch monolithische Systeme geprägt war, in denen alles an einem Ort lag. Die Pandemie und der explosive Wachstum des Online-Handels haben diese Architektur jedoch an ihre Grenzen getrieben.

Was früher als die "Zukunft" galt, ist heute Standard: Shopware, Oxid und ähnliche Plattformen entstanden in einer Welt, in der E-Commerce eine Nebensache war. Das hat sich fundamental geändert. Heute brauchen Händler absolute Flexibilität, um schnell auf Marktveränderungen zu reagieren – und das geht mit Monolithen einfach nicht mehr.

Der Trade-off: Komplexität vs. Flexibilität

Eine zentrale Erkenntnis aus der Praxis lautet: Composable Commerce ist ein Trade-off zwischen Komplexität und Flexibilität. Ja, der Aufbau ist technisch aufwendiger. Ja, es erfordert mehr Orchestrierung. Aber der Gewinn ist enorm: Du kannst Dinge schneller ändern, neue Features schneller ausrollen und Deine Customer Experience kontinuierlich verbessern, ohne jedes Mal die gesamte technologische Infrastruktur durchzuarbeiten.

Besonders im E-Commerce Marketing macht sich das bemerkbar. Wenn Dein Frontend vom Backend entkoppelt ist (Headless), können Deine Marketing- und Design-Teams deutlich autonomer agieren. Neue Kampagnen, A/B-Tests, Personalisierungsstufen – vieles davon lässt sich ohne klassischen Deployment-Zyklus umsetzen.

Wer trifft die Entscheidung – und wer sollte eingebunden sein?

Ein häufiges Problem: Die Entscheidung für Composable Commerce fällt heute noch fast ausschließlich auf der IT-Seite. Der CTO, der Head of Technology – sie sind die Treiber. Das ist nachvollziehbar, denn die technische Komplexität ist real.

Allerdings zeigt die Praxis bei erfolgreichen Handelsunternehmen (z. B. großen Gewürzhändlern oder RC-Car-Spezialist:innen aus dem deutschsprachigen Raum), dass das nicht ausreicht. Der Business-Aspekt muss von Anfang an im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet konkret:

  • Marketing-Teams müssen sehen, welchen Vorteil sie haben (schnellere Conversion-Optimierung, bessere Personalisierung).
  • Kundendienst und Verkauf müssen verstehen, wie neue Tools ihren Alltag erleichtern.
  • Prozesse im gesamten Unternehmen müssen neu gedacht werden – nicht nur Technologie ändert sich, sondern auch Menschen und Workflows.

Das ist keine rein technische Transformation, sondern ein organisatorischer Wandel, der alle Abteilungen durchzieht.

Headless Commerce: Warum Frontend-Backend-Entkopplung sinnvoll ist

Einer der praktischen Kernpunkte von Composable Commerce ist Headless Commerce – die Entkopplung des Frontends vom Backend. Das klingt abstrakt, macht aber im Marketing-Alltag einen großen Unterschied:

  • Schnellere Änderungen: Du kannst Deine Shop-Oberfläche aktualisieren, ohne auf IT-Releases zu warten.
  • Omnichannel ohne Kompromisse: Ein Backend bedient Web, Mobile-App, Voice-Commerce und Marktplätze – alle mit ihrem optimalen Frontend.
  • Customer Experience-Optimierung: Marketing kann A/B-Tests durchführen, Layout ändern, Personalisierungszonen neu konfigurieren – alles ohne Backend-Änderungen.
  • Technologische Freiheit: Dein Frontend-Team kann mit modernen JavaScript-Frameworks arbeiten, während das Backend stabil läuft.

Gerade für Unternehmen, die mehrere Online-Shops betreiben oder über verschiedene Kanäle verkaufen, ist diese Flexibilität ein Game-Changer.

Ist Composable Commerce noch ein Nischenmarkt?

Kurz gesagt: Ja – aber nicht mehr lange. Nach dem Gartner Hype Cycle hat "API-First Headless" gerade den Peak überschritten und bewegt sich in die Phase praktischer Nutzbarkeit. Das heißt:

  • Es gibt mittlerweile erprobte Ansätze und bewährte Tool-Kombinationen.
  • Es ist nicht mehr theoretisch, sondern funktioniert in der Praxis.
  • Vor allem mittelständische und ambitionierte E-Commerce-Unternehmen beschäftigen sich damit.
  • Die großen Player (Amazon, eBay) hatten das längst – jetzt folgt der Mainstream.

Was aber heute noch fehlt: Breite Best-Practice-Beispiele für kleinere Händler. Hier ist die Rolle von Agenturen und Beratungen entscheidend, um Composable Commerce leichter zugänglich zu machen.

Praktische Voraussetzungen für Composable Commerce

Bevor du dich für einen Composable-Ansatz entscheidest, solltest du diese Punkte prüfen:

  • Organisatorische Reife: Sind Deine Teams bereit für mehr Eigenverantwortung und schnellere Zyklen?
  • Technische Grundlagen: Hast du intern oder über Partner die Fähigkeit, APIs zu managen und unterschiedliche Systeme zu orchestrieren?
  • Strategie vor Technik: Kläre zuerst: Was willst du damit erreichen? (schnellere Time-to-Market, bessere Personalisierung, Omnichannel?) Dann such dir die richtige Technik.
  • Größe des Unternehmens: Es braucht ein Mindestmaß an Komplexität, um den Aufwand zu rechtfertigen. Für sehr kleine Shops reicht oft noch eine klassische All-in-One-Lösung.
  • Budget für laufenden Betrieb: Composable bedeutet auch mehr Verantwortung beim Integrations- und Schnittstellen-Management.

Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

Große Gewürzhändler und spezialisierte Einzelhandelsunternehmen (z. B. RC-Car-Spezialisten) aus dem deutschsprachigen Raum zeigen, dass Composable Commerce funktioniert – gerade wenn Unternehmen eine gewisse Größe und Komplexität erreicht haben. Sie fahren mehrere Kanäle, haben komplexe Kundensegmente, und brauchen agile Conversion-Optimierung.

Der gemeinsame Nenner bei erfolgreichen Implementierungen: Business-Ziele standen von Anfang an im Fokus, nicht Technik. Und: Alle Abteilungen waren von Tag eins an eingebunden.

Die Zukunft: Mehr Business, weniger reiner Tech-Fokus

Die nächste Phase von Composable Commerce wird darin bestehen, dass nicht mehr nur IT-Teams diese Architektur treiben, sondern dass auch Marketing, Sales und Customer Success verstehen und nutzen, welche Vorteile sie bietet. Das ist der echte Wendepunkt.

Tools und Plattformen werden dafür immer benutzerfreundlicher. Und Agenturen und Systemintegratoren, die seit Jahren im E-Commerce unterwegs sind, werden diese Expertise breiter verfügbar machen – für Unternehmen jenseits der absoluten Tech-Pioniere.

Häufige Fragen

Was bedeutet MACH im E-Commerce?

MACH steht für Microservices, API-First, Cloud und Headless. Es ist ein Architektur-Ansatz, bei dem ein E-Commerce-System aus spezialisierten, separaten Komponenten besteht, die über APIs miteinander kommunizieren – statt aus einem monolithischen All-in-One-System. Das ermöglicht mehr Flexibilität und schnellere Anpassungen.

Ist Composable Commerce nur etwas für große Unternehmen?

Nicht ausschließlich, aber meist lohnt sich der Aufwand erst ab einer gewissen Größe und Komplexität. Besonders sinnvoll ist es, wenn du mehrere Verkaufskanäle bedienst, komplexe Kundendaten verwaltest oder sehr häufig deine Shop-Oberfläche anpassen musst. Kleine, einfache Online-Shops kommen oft noch mit klassischen All-in-One-Systemen aus.

Welcher Vorteil ergibt sich für das Marketing bei Headless Commerce?

Das Hauptvorteil: Marketing kann die Shop-Oberfläche ändern, optimieren und testen – ohne dass IT bei jedem Schritt eingebunden sein muss. Neue Kampagnen, A/B-Tests und Personalisierungszonen lassen sich deutlich schneller umsetzen, weil Frontend und Backend voneinander unabhängig sind.

Wer sollte die Entscheidung für Composable Commerce treffen?

Ideal: ein Team aus IT, Marketing, Business und ggf. Agentur-Partnern. Heute wird die Entscheidung noch oft nur von der IT getroffen – das führt aber zu Problemen, weil die Business-Benefits nicht richtig genutzt werden. Alle Abteilungen sollten verstehen, was sie davon haben.

Ist Composable Commerce noch ein Risiko oder schon bewährte Praxis?

Mittlerweile bewährte Praxis, aber noch nicht Mainstream. Nach dem Gartner Hype Cycle hat das Thema die Peak-Phase überschritten und ist in die praktische Nutzungsphase eingetreten. Es gibt erprobte Tool-Kombinationen und erfolgreiche Beispiele – besonders im mittelständigen und gehobenen E-Commerce-Segment.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Ein herzliches Hallo noch mal von meiner Warte an die, die mich vorher schon mal gesehen haben. Ich habe ja die Stage öffnen dürfen. Schön, dass sie noch mal dabei sind. Die dies on demand genießen auch ein herzliches Hallo. Simon von Findologic. Such and Navigation machen wir seit 13 Jahren. Freut mich, dass ich aber auch direkt an Sabrina und Thomas übergeben kann. Wir sind jetzt im Rahmen von dem Panel unterwegs. Wir sprechen ein bisschen technischer als in der ersten, in der ersten Masterclass. Es geht um API first Ansätze, um Headless Strukturen. Ich nehme hier nichts vorweg. Ihr habt zwei wahnsinnig tolle Kollegen mit dabei, die sich gerne auch selber vorstellen. Sabrina, Ladies first. Vielen Dank, Simon. Erstmal vielen Dank natürlich für die Einladung, dass wir hier sein dürfen. Ja, mein Name ist Sabrina. Ich arbeite jetzt seit etwa acht Jahren im E Commerce, komme ursprünglich aus dem Personalisierungsbereich, das heißt, ich habe viele Jahre für Anbieter im Recommendation Engine Personalisierungsumfeld gearbeitet und bin jetzt seit gut anderthalb Jahren für Devante tätig, kümmere mich hier um eigentlich das gesamte Neukundengeschäft für die DACH Region. Ich werde wahrscheinlich so ein bisschen von dem technischen Part, vielleicht ein bisschen das die Business Perspektive haben und Devante, wer uns nicht kennt, wir sind ein polnisches Unternehmen. Zum einen klassisches Agenturgeschäft, das heißt wir entwickeln und bauen Online Shops mit allem, was dazu gehört, aber sind auch selber Produktentwickler. Das heißt, wir haben zum Beispiel ein eigenes Innovation Lab, wo wir Lösungen auch entwickeln und versuchen damit den den Herausforderungen unserer Kunden zu begegnen und ja, die bestmöglich umzusetzen. Jo, dann mache ich mal kurz weiter. Danke Sabrina, und danke Simon für die Einladung. Spannend dabei zu sein und mit euch über Headless heute mal ein bisschen zu diskutieren. Vorweg, vermutlich wird es gar nicht so technisch werden heute, weil ich auch eher immer die Business Perspektive einnehme, was aber vielleicht auch ganz gut tut in dieser doch sehr technischen, in dem sehr technisch geprägten Ansatz an der Stelle. Ich bin Thomas Gottheil, CEO und einer der Mitgründer von Frontastic, seit 20 Jahren im E Commerce unterwegs. 2005 meine erste Company an Start gebracht. Damals haben wir praktisch Brands und Retailern geholfen, E Commerce aufzubauen und zu betreiben. Das war ein Revenue Share Modell. Es hat sich dann über die Zeit ein Stück weit stärker Richtung Systemintegrator gewandelt. Und da habe ich vor vier Jahren mit den Erfahrungen und mit den Learnings und auch mit den ersten Headless Projekten entschieden, okay, da fehlt doch was am Markt und frontastic gestartet mit drei anderen Mitgründern sind heute knapp 40 Leute stark wachsend und positionieren uns. Kommen wir gleich noch zu mit einer, sagen wir mal, wir nennen es composable Frontend Plattform für das ganze Headless Thema. Und ja, hab Lust mit euch heute ein bisschen zu diskutieren. Herzlichen Dank an euch zwei. An der Stelle noch einmal die letzte Aufforderung Bitte das Format nutzen. Wir haben die Möglichkeit, den Chat mit Fragen zu spicken. Wir haben aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, in diesem Panel interaktiv bis zu neun weitere Leute einzuladen. Wir können hier zu zwölft in den Screenshare, zu zwölft in die Diskussion. Bitte diesen Riesen Call to Action nutzen, nicht scheuen, Fragen stellen, provokativ uns anschreien. Wir freuen uns auf alles. Anschreien, insbesondere. Insbesondere Sabrina und die Sabrina anschreien. Lasst uns starten. Vielen Dank, Thomas. Du hast es gerade umrissen. Composable Commerce. Der Titel beinhaltet auch dieses Akronym MACH. Wollen wir vielleicht damit starten? Allein das sind vier Worte, die mit Sicherheit erstmal so eine Basis für die Diskussion bieten. Ja, ja, ich weiß gar nicht, ob jedem klar ist, was MACH eigentlich heißt. Sollen wir das mal auflösen zuerst, oder? Ich glaube ja. Ja. Soll ich das mal kurz tun? Also M für Microservices, A für API, First, C für Cloud und H für Headless, glaube ich. Bin jetzt nicht 100 % sicher, ehrlich gesagt. Also im Endeffekt die die neue, sage ich mal so, dieser Paradigmenwechsel, nicht mehr eine Softwarelösung, die alles kann und alle Komponenten inne hat zu verwenden, sondern unterschiedliche komponentenbasierte Lösungen zu nutzen. Also wo jeder der Spezialist ist und einfach ein gewisses Thema am besten kann und das Ganze dann zusammenzuführen, was ja über die Cloud auch erst ermöglicht wird, dass das überhaupt funktioniert. Und deswegen ist das ja so ein Trend, den man jetzt seit vor fünf Jahren irgendwo ernsthaft gestartet. Und jetzt sieht man, würde ich sagen, ist immer noch sicherlich ein Nischenthema. Aber ich sage mal, je ambitionierter Unternehmen E Commerce betreiben, umso eher beschäftigen sie sich damit. Und ja, ich glaube seit zwei Jahren wird es tatsächlich auch salonfähig. Dann für den Mittelstand und und ja, eben nicht die kompletten Amazons dieser Welt, sondern auch für andere Unternehmen. Richtig. Aus meiner Warte. Wie gesagt, wir sehen es gleich. Ich bin immer. Ich nehme jetzt eine witzige Zwischenposition ein. Wir sind ein Teil davon, ähnlich wie Thomas seine seine Technologie darstellt. Wir begleiten seit 13 Jahren Händler und wir sind gewachsen über so closed Systems, also über eine Oxid, über eine damals sogar eine plenty Markets. Wir sind groß geworden im Dachraum als eine Finder Logic. Da war alles drinnen, das war E Commerce war noch nicht um ein Hauptkanal, wo ich verkaufen wollte und konnte.Technologisch andere Gegebenheiten, ähm, merken aber natürlich jetzt bei diesen Händlern auch bei vielen unserer Bestandskunden, dass, wie du ihn nennst, dieser Paradigmenwechsel mittlerweile hier oben angekommen ist, andererseits aber auch technologisch einfach umsetzbar ist und dementsprechend- Einfach umsetzbar ist. (Lachen) Das ist ein tolles Wort und Sabrina, da will ich unbedingt an dich übergeben. Was wir uns aufreißen-- Es wird immer so ein Trade-off, oder? Also das ist das, was man glaube ich strategisch sofort mal behaupten kann. Du hast einen Trade-off zwischen Komplexität und Flexibilität. Ich meine, wenn ich als Händler damit auf euch zukomme, bei der Devante, wie würdest du das Ganze approachen? Genau, also einfach, da hab ich auch, würde ich auch gleich, ähm, ähm, einsteigen. Also, wie wir es aus Agentursicht sehen. Äh, wir haben eine relativ ähnliche Entwicklung genommen. Ich glaube, ähm, also uns gibt es seit gut dreizehn Jahren, äh, jetzt. Ähm, wir sind aus dem Magento-Umfeld gekommen, war ursprünglich Magento oder sehr Magento-fokussierte Agentur. Das hat sich natürlich auch im Laufe der Jahre gewandelt und jetzt auch gerade in den letzten fünf Jahren, wie Thomas es schon sagte, ähm, dass, äh, wir halt sehen die Dynamik im E-Commerce und natürlich das auch als Agentur beobachten, womit unsere Kunden auf uns zukommen. Äh, ich meine, der E-Commerce-Markt war schon immer sehr dynamisch, aber ich glaube, das nimmt immer mehr an Fahrt auf und, äh, gerade natürlich auch die, die Pandemie hat dazu beigetragen, dass es noch schneller, ähm, geworden ist und die Anforderungen sich noch schneller ändern. Und, ähm, wir merken einfach, dass, äh, dass dieser monolithische Ansatz, dieses, äh, ähm, all one or, äh, one size fits all, einfach nicht mehr, ähm, zeitgemäß ist, weil es einfach zu langsam ist, zu langsam, äh, Dinge zu ändern, Strukturen zu ändern und, ähm, daher braucht es halt eine gewisse Flexibilität, um auch den heutigen Anforderungen auch aus Kundensicht, also für mich als Konsument zum Beispiel, ähm, denen zu begegnen. Und, ähm, von daher ist das für uns in den letzten Jahren auf jeden Fall ein großes Thema auch geworden. Diese, für uns ist es schon eher eine komplexe Architektur und auch komplexe Projekte. Das ist sicherlich ein Punkt, auf den wir noch eingehen können, ähm, wenn es darum geht, was sind eigentlich so Voraussetzungen oder was sollte man beachten. Ähm, diese umzusetzen, ähm, und wir auch selber den Trend, sage ich mal, oder viel daran gearbeitet haben. Also wir haben ja auch eigene Produkte entwickelt, die in die Headless-Richtung geht, ähm, mit ViewStorefront, aber auch mit SAP Spartacus, zum Beispiel ein Front-end, äh, für, für SAP Commerce Cloud. Und, ähm, von daher sehen wir einfach den Bedarf auch bei den Kunden, äh, dass, dass die Strukturen sich verändern müssen. Und da ist es für uns auch natürlich spannend. Finde ich gut. Ähm, Thomas, bei euch ist es ja so, ihr seid A erst mal natürlich Mitgründer von dieser ganzen Alliance. Also ihr wart wirklich Vorreiter. Ihr seid natürlich auch in diesem Thema absoluter Vorreiter. Mittlerweile ist es so, Frontend as a Service. Also wenn ich dich vor, vor vierundzwanzig Monaten, ich glaube in diese Richtung, du warst halt alleine und mittlerweile reden wir von einem Dutzend, die Ähnliches machen. Also spiegelt genau das wieder, glaube ich, was mir Sabrina anspricht. Immer mehr Leute, aber es spricht schon auch dafür-- Also würdest du sagen, ist es eher im Moment schon ein Markt, der sich konsolidiert oder noch ein wa-wachsender Markt, wo ich aufpassen muss als Händler, als dass ich mich nicht falsch entscheide, weil es vielleicht wieder ein Absteigen ist? Na ja, also ich meine, äh, die technologischen Zyklen werden ja immer schneller an der Stelle, ne? Aber von, von der Grundlage-- Ich sage mal so, es gibt ja, es ist immer noch, das meinte ich vorhin, es ist ja immer noch, ähm, ein Nischenmarkt an der Stelle und ich glaube, äh, ganz stark daran, dass da einfach sehr, sehr viel geht noch, äh, in Zukunft. Auf der anderen Seite findest du mittlerweile erprobte Ansätze. Das heißt, wo tatsächlich ein Zusammenspiel von unterschiedlichen Software-Services auch tatsächlich funktioniert. So, äh, das kannst du ganz schön-- Ich meine, äh, jetzt ist vor ein paar Tagen, glaube ich, der, der neue Gardner-Hypecycle mal erschienen, wo man das ja immer ganz schön sehen kann, wo die Kurve so ist und, äh, API First Headless ist jetzt so gerade so, hat den Peak so da überschritten, ne, äh, an der Stelle, sodass es so langsam aber auch, ähm, ernsthaft, äh, nutzbar wird, so. Und da, da stehen wir im Endeffekt. Ähm, es ist immer noch einfach eine sehr, sehr, sehr, sehr, sehr technikzentriertes Thema. Das heißt, wenn du, wenn du dir die Unternehmen anschaust, die sich typischerweise für diesen Ansatz entscheiden, dann ist das sehr häufig tatsächlich, äh, vom IT-Team, vom internen IT-Team getrieben, ne? Das ist dann der Head of Technology, äh, der dafür verantwortlich ist, praktisch diesen Monolithen, ähm, durch unterschiedliche Services, äh, zu ersetzen. Die Business-Teams, die Marketingabteilungen, die haben da eigentlich relativ wenig heute noch mit zu tun. Ähm, und das ist, finde ich, äh, tatsächlich ein großes Problem noch, weil im Endeffekt geht es doch darum, besseres Business zu machen an der Stelle. So, und, ähm, ich denke, da wird's in den nächsten Monaten und Jahren einfach eine Tendenz geben, dass es deutlich stärker, ähm, den Business-Asekt, um den Business-Aspekt geht und eben nicht um den reinen Technik-Aspekt. Und da wollen wir unseren Teil oder werden wir unseren Teil dazu beitragen. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, was du hier gerade betonst. Äh, wenn ich-- Du erinnerst mich gerade an, äh, zwei der Händler, gute Freunde, einer der größten Gewürzhändler Österreichs, der in Salzburg sitzt und einmal 'ne Carrera Toys, wir nennen sie alle diese RC Cars. Ähm, die machen das ja, wie du sagst, alle nicht aus Spaß an der Freude. Und ja, oft ist es so, der Main Influencer, auch für strategische Entscheidungen, ist der PEO, ist der CTO.Allerdings haben auch vor allem diese Händler mittlerweile eine Größe erreicht und eine Komplexität, wo du ganz viele verschiedene Tools hast, was ja richtig ist, oder? Du sollst ja die CRM CRM Daten pflegen, du sollst in deinem PIM Product Information pflegen, du sollst für deine Marketingteams i don't know vielleicht noch im CMS diese Content Sachen pflegen lassen. Jetzt hast du aber zum Beispiel mal mindestens diese drei Tools und du willst, dass die alle miteinander sprechen in einem für den User in einer Darstellung. Und dann ist das mittlerweile natürlich einer der intelligentesten Arten, das zu lösen. Das ist richtig. Aber ich glaube, dieser dieser Aspekt von dem von dem Business, was Thomas angesprochen hatte, ist super wichtig. Und ich glaube auch, weil es schon eine große Veränderung ist in der Architektur, besonders wenn man in einem Unternehmen oder aus einem Unternehmen kommt, was sehr halt durch diese festen Strukturen gewachsen ist. Das ist ja nicht nur technologisch so, sondern man muss ja auch die anderen Bereiche mit einfassen unternehmen, also Prozesse, die stattfinden in Unternehmen, die Menschen natürlich selbst. Und dieser Wandel in Technologie bedeutet aber auch ein Wandel für alle anderen. Und da müssen alle anderen auch an Bord sein. Also es nützt nichts, wenn nur die IT Abteilung sagt, oh, das ist super, damit haben wir viel mehr Spaß auch das zu zu entwickeln, sondern gerade was, was Thomas sagte, auch die Marketingabteilungen müssen sehen, was dann auch ihr Vorteil daran ist oder was, was es auch bringt, sozusagen für sie diesen technologischen anderen Ansatz zu wählen. Und das sind ja gerade so Sachen, wenn wir über das Frontend reden oder Headless, wo wir dann das voneinander abkoppeln, Frontend und Backend. Gerade die Punkte, wo es dann auch für Marketingabteilungen, sage ich jetzt nur mal als Beispiel Marketing spannend wird, wenn es gerade darum geht, Frontends einfacher spielen zu können bzw. Änderungen vornehmen zu können, die Customer Experience zu ändern, zu optimieren, ohne halt immer das alles durchdeklinieren zu müssen durch die gesamte technologische Infrastruktur. Und das sind ja auch die Punkte, die dann nicht nur für für die Entwickler spannend sind, sondern auch für alle anderen Abteilungen im Unternehmen und natürlich dann auch den Businessvorteil hat, dass man Frontends viel einfacher oder schneller monetarisieren kann, als wenn man mit dem etwas schwerfälligeren monolithischen Ansatz arbeitet. Das ist der Punkt. Am Ende geht es ums Businessresultat und die Unternehmen werden gewinnen, die einfach die besseren Businessresultate, also die bessere Kundenexperience und am Ende bessere Conversion, besseren KPIs hinbekommen, schneller sind. Das sind die, das sind die Gewinner. Und da muss man sich, um jetzt mal auch ein bisschen über über vermeintliche Herausforderungen von diesem Modell zu sprechen, ist es ja erstmal eine Fragestellung, passt das denn heute an der Stelle? Also wenn ich jetzt nehmen wir mal konkret das Beispiel ich entkopple Backend und Frontend und nutze diese Services und ich brauche einfach eine ganze Menge Developer Power und ich habe sehr viel Abhängigkeit auch dadurch zu Developern. Komme ich trotzdem in die Lage, die besseren Businessresultate zu erzielen, über die über den composable Commerce Weg oder komme ich dann nicht rein? So, und jetzt muss ich mich entscheiden. Auf der einen Seite kann ich diesen Weg wählen, okay, ich möchte als Unternehmen eben nicht mehr den Monolithen nutzen, habe dann aber auf der anderen Seite eben ja doch deutliche Herausforderungen. Die Komplexität steigt mit Sicherheit. Ich habe mehr Flexibilität, die Komplexität steigt aber auch. Auf der anderen Seite was ist die Alternative, wenn ich eine Software out of the box nutze, wo alles praktisch wirklich, wo ich in der Software Abhängigkeiten habe und dann es nicht hinbekomme, mein Geschäftsmodell entsprechend aufzubauen, dann habe ich eben auch ein Problem. Das heißt beide Seiten sind egal ob ich den einen Weg nehme oder den anderen Weg nehme, sicherlich nicht. Da gibt es nicht den einen klaren Gewinner. Ich glaube, was die Aufgabe ist von den Unternehmen, die sich halt so wie ihr Simon oder wie wir, die sich von der Software einfach dort aufstellen und halt, ich sage mal, dieses composable Commerce Marktfeld weiter nach vorne treiben wollen, das ist unsere Aufgabe tatsächlich zu schauen, wie können wir diesen Business value und die Flexibilität beibehalten, aber auf der anderen Seite die Einfachheit reinbringen, um es einfach von diesem komplett technischen Thema auch stärker in die Business Brille zu bringen. Und das ist heute noch nicht vollständig gelöst und da gibt es einfach noch viel zu tun. Und da würde ich für plädieren, dass das dort einfach stärker auf den Business Nutzer geschaut wird. Auch wenn der Developer natürlich ein super wichtige Rolle ist und für die Innovation auch verantwortlich ist. Aber es muss noch ein Schritt gegangen werden, dass die Business User, Marketing Leute, On Site Manager einfach auch in die Lage versetzt werden, die Ergebnisse hinzubekommen. Kann ich nur unterschreiben. Wenn ich da noch mal ganz kurz rein darf vor dir, Sabrina, weil das ist mitunter, glaube ich, eine Daseinsberechtigung von so einer Software. Du entscheidest dich an einer, an einer bestimmten Stelle stellst du nur eine Schnittstelle zur Verfügung und überlässt den Rest, sage ich mal, sehr fähigen Leuten da draußen, die dann auch wissen, was sie damit anstellen. Nö, also auch das ist bei uns absolute Philosophie. Du musst Software greifbar machen als Tech Hersteller. Also du musst visuelle Unterschiede bieten, die natürlich dann auch ein Händler von einem anderen Händler unterscheiden. Ansonsten wirst du deine Software nicht an den Mann kriegen, ansonsten ist unser Ansicht nach die Software auch verfehlt. Eine reine Schnittstelle ist zu wenig. Also ich unterschreibe genau das, was du sagst, Thomas.Der Business Case muss von Haus aus skizziert werden mit dem Erwerb einer Software. Ich weiß nicht, wir können ja in die Runde mal fragen ah an der Stelle, ob es heute schon ähm Unternehmen, oder ob Unternehmen dabei sind, die sich für diesen Weg entschieden haben. Wäre auch mal ganz spannend, da so einen Real-Life-Erfahrungsbericht zu bekommen. Von daher meldet euch ah und joint hier unsere Diskussion. Ähm Das wird sicherlich auch noch mal eine ganz gute Dynamik hier ergeben. Das ist perfekt, die Aufforderung. Wir hatten auch gerade, ich weiß nicht, ob ihr es gesehen habt, wir waren gerade zu viert. Ganz kurz. Eric, ich glaube, das warst du. Trau dich. Komm herein. Während wir warten, ist ein Gedanke zugekommen, ah gerade so für Software oder für euch auch als Softwarehersteller. Was ja auch der Vorteil, sage ich mal, für Ihr Unternehmen ist in dieser Machtstruktur, ist, dass sie nicht mehr diesen Login-Effekt haben, also diesen großen Monolithen, wo es wirklich schwer ist, da rauszukommen und Veränderungen teuer und lang, ah ah lange dauern, teuer sind und lange dauern. Und ich glaube, das ist dann auch mal die Herausforderung für Softwarehersteller, genau diesen Case abzubilden, weil die ah wirklich sozusagen das Beste liefern müssen, weil ähm natürlich in einer modularen Struktur sie einfach ersetzbar sind, als wenn irgendwo eine Software ah ähm steht, ein großer Baum, sage ich mal, (kichern) und dann ah schwer zu fällen ist. Und ich glaube, das ähm ist ja auch der Vorteil für die Händler ja, dass sie da ganz andere Möglichkeiten haben und ahm dementsprechend Softwarehersteller sich auch ah ähm ja diese Sachen mitbringen oder sich bemühen müssen, genau die Punkte, die ihr gerade angesprochen habt. Sabrina, wie macht ihr das? Also ich glaube, Thomas hat jetzt den einen oder anderen sehr guten Kontakt zum Händler, den sie live unterstützen dürfen. Das Gleiche bei mir. Wie macht ihr das, wenn jetzt Händler in so einer Transition, wie wir es vorher besprochen haben, sich befinden? Die bringen was mit. Ahm Ist es dann eher so wirklich dieser Lifecycle von einem reinen Front-end, den ich mir erst mal konzeptionell anschaue, was ja auch die Daseinsberechtigung an der PWA am ehesten darstellt, oder geht ihr tiefer rein und sagt: „Halt, jetzt haben wir eine riesen Chance, das ganze Konstrukt nochmal aufzustellen? Ah, das kommt wirklich ganz drauf an, weil es gibt verschiedene Wege, die nach oben führen und ähm je nach Business Case. Also ah Grundsätzlich gilt das natürlich auch, was für Softwarehersteller, geht auch für uns als Agentur, ähm dass wir, glaube ich, nicht mehr oder Agenturen nicht mehr diejenigen sind, die einfach gucken und dann irgendwas Technologisches dahin setzen, sondern viel mehr die Aufgabe haben, auch den Kunden strategisch zu beraten. Und was sind die Optionen? Und das gucken wir uns natürlich immer genau an, ähm weil es gibt ja verschiedene Wege, um das umzusetzen. Man kann natürlich erst vom Front-end ausgehen und diesen sogenannten Front-and-back-Ansatz wählen, was seinen Vorteil hat, wenn ähm gerade wenn man vielleicht, wenn das auch ein bisschen unbekannteres Terrain ist, äh man erst mal das Front-end angeht und sozusagen in verschiedenen Iterationen ähm Services hm umsetzt ja oder beziehungsweise Microservices einsetzt und nach und nach Sachen entkoppelt. Das ist ein Weg. Es gibt natürlich aber auch den Weg, alles auf einmal umzusetzen, aber es kommt immer ein bisschen auf die Anforderungen drauf an. Und ah wir hatten ja schon gesagt, das sind schon komplexe Strukturen und es erfordert eigentlich auch ein ähm gewisses Konstrukt beim Kunden. Also es ist sicherlich einfacher für Kunden, die auch dieses Knowledge oder dieses Wissen auch in-house haben mit eigenen IT-Teams ah und die wissen, was sie tun. Das macht es auf jeden Fall wesentlich einfacher, diesen Wandel umzusetzen, weil es halt auch schon mehr Ressourcen einfach benötigt und mehr Know-how an der Stelle. Wir haben jetzt zum Beispiel einen Kunden, ahm wo wir gerade ah ah diese in diesem Komplett-end oder Composable-Ansatz wechseln, mit ah mit einem neuen Backend, neues Front-end, also alles auf einmal, aber der Kunde hat wirklich ah sehr viel IT-Know-how intern und hat schon vorher angefangen, einzelne Services auszukoppeln und über Microservices abzubilden. Das heißt, der startet auch nicht ganz von null. Und das ist schon der Regelfall, sage ich mal, als jetzt von heute auf morgen – geht es eh nicht, das dauert schon ein bisschen – aber alles, um einmal auf einmal umzusetzen. Aber es wird in der Regel eher so nach und nach gemacht. Ich finde, diese Front-to-back hast du es genannt. Wir nennen das eigentlich, wir sagen, es gibt eigentlich so diese zwei ahm Ansätze, from backend to frontend oder from frontend to backend. Und backend to frontend sind häufig sehr IT-getriebene Projekte, wo es dann Entscheidungen gibt für ein neues, komplett neues E-Commerce-System. Und den anderen Ansatz, den du beschrieben hast, den finde ich spannend und wir sehen immer mehr Unternehmen, die diesen Weg tatsächlich auch gehen. Das heißt, die wirklich sagen: „Ganz ehrlich, den größten Schmerz heute habe ich tatsächlich in dieser ganzen Discovery, Experience, Discovery, ist nicht der Checkout für sich, sondern es ist wirklich vorne das Erlebnis sozusagen, wo dann auch die Suche ins Spiel kommt und so. Und ist es tatsächlich der richtige Weg, alles, was ich habe, was ich über die letzten Jahre aufgebaut habe, komplett wegzuschmeißen und dann komplett neu zu bauen und dann erst mal wieder ganz hinten anzufangen, um sich dann zum Kunden nach vorne vorzuarbeiten? Oder gibt es nicht auch einen Weg, das anders zu machen und vorne anzufangen und zu sagen: „Okay, ich tausche sozusagen das Front-end aus, bleibe aber erst mal bei meiner E-Commerce-Technologie, weil die grundsätzlich funktioniert.Und das haben wir jetzt häufiger festgestellt, dass es ein echt valider Ansatz ist. Kann ich auch hier kommentieren, haben Amorelie gewonnen, die so einen Weg gehen werden, wo natürlich irgendwann sich die Frage stellt: Will ich noch mit einem Magento oder einem anderen System dahinter bleiben? Aber aus einer Risikosicht ergibt das ja total Sinn. Frontend tauschen, den Wert mitnehmen, an der Stelle die bessere Conversion davon schon profitieren. Und dann kann ich unter der Haube, kann ich Schritt für Schritt praktisch die komplette Backend-Technologie auch tauschen, zu einem echten oder zu einem modernen neuen E-Commerce-System zu kommen an der Stelle. Von daher, da finde ich mich jetzt so wieder und ich finde, da ist auch sehr kundenorientiert gedacht, weil diese ganze Branche denkt so stark immer im System und Prozessen und ich weiß nicht und der Kunde irgendwie am End des Tages steht dann doch nur ein Standard-Frontend vorne, was so aussieht wie neues Front-end. Wow, wow, großartig. Und dann guckst du dir das an. Es ist aber nichts besser. Auf Mobile nichts besser, keine Ahnung, 500.000 mehr investiert, aber irgendwie ist nichts besser geworden. Und Lass uns das doch mal anders denken. Lass uns endlich mal vom Front-end aus denken und da anfangen. Das fände ich toll, wenn wir da was dran tun können, dass sich die Welt halt ein bisschen mehr so rum orientiert. Ja, absolut. Weil ich meine, das ist das – und da kommen wieder die Business-Aspekte ins Spiel. Das ist halt das, was der Kunde sieht. Und wir merken ja, ich glaube, eine der großen Veränderungen über die letzten Jahre ist die Anforderung der Konsumenten an E-Commerce. Und das spielt sich für den Konsumenten vor allem natürlich im Front-end ab. Klar, solche Sachen, Back-End-Prozesse wie Preise oder Lieferdaten et cetera, das ist natürlich auch entscheidend für die Customer Experience. Kann man nicht ausblenden, aber trotzdem, für den Kunden ist es sehr viel, es ist natürlich sehr visuell, was das Erlebnis prägt. Und es gibt ja auch Kunden, das haben wir auch öfter, jedes Unternehmen hat ja auch seine eigenen Prozesse, aber auch Geschäftsanforderungen oder auch Pläne. Also zum Beispiel hatten wir gerade, wenn ein Kunde sein Brand relaunchen will oder neu aufstellen will. Und es gibt oftmals Deadlines in Unternehmen, gerade in größeren Unternehmen und die sind nicht immer darauf bezogen: Wann ist es machbar?, sondern man setzt sich vorher fest und man muss sich irgendwie technologisch dem anpassen. Dann kann ich natürlich nicht gleich alles ändern bis zu Datum X. Das funktioniert halt nicht. Also musst du halt auch einen Weg finden, das teilweise zu machen, dem zu entsprechen, aber halt Schritt für Schritt. Und so machen es, würde ich sagen, auch die viele wirklich technologisch sehr versierte Unternehmen. Ein Beispiel ist vielleicht Lovecraft. Das ist kein deutscher Kunde, aber einer der ersten Kunden, wo wir vor ein paar Jahren diesen Mach-Ansatz oder Headless-Ansatz implementiert haben. Das ist ein britisches Unternehmen für Handarbeiten. Sie nutzen jetzt E-Commerce-System? Sie nutzen jetzt Commerce-Tools, hatten aber vorher Magento. Das ist zum Beispiel auch eine Comedy, die wir oft sehen, dass man Magento nutzt und dann natürlich gerade auch bei Magento eins dann irgendwann am Ende ist und irgendwann diesen Zwang hat, sage ich mal, da natürlich auch vom Backend her umzusteigen. Aber auch die, obwohl die sehr viel Know-how hatten und teilweise schon Headless-Elemente genutzt haben, weil sie nicht nur E-Commerce haben, sondern auch eine Community, sehr viel Content da schon ein Headless-Frontend für genutzt haben, haben sich dann für den E-Commerce-Bereich auch entschieden, das Front-end nach und nach umzubauen und gleichzeitig parallel so auch in Schritten das Backend umzusetzen. Also nicht alles auf einmal und dann go live mit einem neuen, sondern wirklich Schritt für Schritt, Service nach Service, das natürlich auch alles zu testen, zu lernen und dann weiterzumachen. Ich musste vorhin so lachen, wo du gesagt hast: „Thomas, alles schaut gleich aus. Erinnert ihr euch an die vor zwei, drei Jahren Shopware 5? Kollegen sind immer gekommen und haben gesagt: „Der Shop ist gerelaunched worden und jetzt ist es ein Shopware 5 Shop. Wir erkennen uns. Jeder Shop hat gleich ausgeschafft. Jeder Shop. Da haben wir auch große Brands mit dabei. Wir reden da schon natürlich von Hausen, wo wir auf einem Shopware gelauncht sind und auch da schön der Switch, weil, glaube ich, auch in der deutschen Landschaft, die immer ein paar Jahre hinterher ist, du hast von einem UK-Händler gesprochen. Ihr agiert mittlerweile auch in US, Thomas. Die sind uns diese zwei Jahre voraus, aber auch ein Shopware 6, wenn ich auf die Nummer zurückkommen kann, ist der Ansatz jetzt eigentlich genau das, was wir heute besprechen und wie sie sich endlich wieder unterscheiden in ihrer visuellen Darstellung. Alles, was ich als User habe, sind meistens ein, zwei Minuten und da entscheidet sich: Funktioniert das Ganze? Macht es Spaß? Ist es intuitiv? Grenzt sich die Brand ab oder nicht? Ansonsten kaufe ich einfach woanders. Es ist so. Und ich finde, so kann man ja ... Der Titel ist ja hier Composable Commerce und das ist ja immer sehr aus einer Technologiesicht gedacht, aber du kannst ja Composable Commerce auch mal ... Ich meine, das ist ja immer noch Startseite, Produktliste, Detailseite. Wir denken in diesem Pattern und natürlich spricht da auch vieles für, weil es gelebt ist und die Kunden so kennen an der Stelle und deswegen spielt sich ja sehr, sehr viel auch auf so einer.Äh, Micro-Optimierung ab und es gibt wenige, die sich wirklich trauen, auch neue Ansätze da, äh, zu launchen. Aber das ist ein Punkt, der, der definitiv für Composable Commerce spricht, weil du einfach solche Dinge eher ertesten kannst, um da ohne daraus ein riesiges Projekt machen zu müssen, weißt du? Und dass man darüber einfach Schritt für Schritt, äh, auch mehr Innovation ermöglicht und Dinge vertestet und dann, äh, feststellt, okay, das funktioniert ja ganz gut und dann vielleicht diesen Standardweg auch Step by Step ein Stückchen mehr verlassen kann. Und das ist das, was wir auch in den Kunden-Cases sehen, dass, ähm, dass du dann auch in die Lage kommst, nicht nur visuell irgendwie ein bisschen was zu verändern, sondern tatsächlich auch das Geschäftsmodell Step by Step anzupassen und neue Dinge zu ermöglichen und zuzulassen. Das ist eine Riesenchance, nicht mehr in der einen Standardlösung zu denken, sondern halt in dieser flexibleren Welt. Das ist ein ganz toller Punkt. Sabrina, du hattest den Mund auf, ich unterbreche. Nein. Ach, was mir nur gerade eingefallen ist, bei dem, ähm, auch das ganze Thema Design, ähm, was, was ich nur empfehlen kann oder grundsätzlich ändern, ähm, wenn man sich mit, mit damit auseinandersetzt und, ähm, n neues Frontend baut oder auch ein neues Backend, dann zusammen, was auch immer, dass man das Thema Design ganz am Anfang, ähm, behandelt. Also, ähm, was wir oft gesehen haben und auch das ist ein Lernprozess, glaube ich, auch für, für Dienstleister, ähm, dass, ähm, man nicht alles erst mal aus einer technologischen Sicht definieren sollte und sich dann darum kümmert, wie soll eigentlich das Design sein, sondern es andersherum angeht beziehungsweise auch parallel und sich mit als erstes die Designs kümmert. Weil sonst hast du später das Problem, dass, ähm, ähm, du zwar technologisch alles schön aufbereitet hast und dann kümmerst du dich darum, was sind die Design-Erforderungen, wie soll das Ganze aussehen und stellst dann fest: „Oh, das bedarf aber ganz schön viel dann an, ähm, Customizing und schubse, die kosten schon noch mal, ähm, ne ganz andere Dimension. Also das, ähm, würde ich vielleicht mitgeben für, für alle, die sich damit auseinandersetzen. Ähm, Technologie, ähm, ja, aber gleichzeitig auch sich mit den Designs und dem, dem Visuellen auseinanderzusetzen. Unbestritten. Ähm, was ihr beide gerade ausgeführt habt, erinnert mich immer ... Ich glaube, jeder hat diese Leute in seinem LinkedIn-Stream, die immer A/B-Tests posten, von zum Beispiel einer PDP. Wenn eine Produktinformation neben dem Bild ist oder wenn sie in Tabs unter dem Bild ist. Es ist unvorstellbar, was solche kleinen, vermeintlich kleinen Änderungen bedeuten für nen CR am Ende. Aber auch, wie du sagst, vielleicht, dass ich mich entscheide, ein, keine Ahnung, CMS anders zu pflegen, also Prozesse zu ändern intern, weil ich verstehe, dass User bestimmte Sachen anders annehmen bei mir im Online-Shop, als ich es ursprünglich in meinem Design erwartet habe. Und das ist dieser, dieser laufende Prozess, der natürlich super möglich ist mit flexiblen Technologien. Da stimme ich euch zu. Ja, gerade so was wie User-Testing et cetera sollte man, äh, ständig, äh, machen in irgendeiner Form. Das ist immer eine der ersten Fragen, die wir stellen: Wisst ihr denn eigentlich, was eure Kunden gut finden oder was, wie die interagieren oder was besser funktioniert, was sie eigentlich wollen? Und es ist nicht so oft die Antwort: „Ja, wissen wir ganz genau. Wir haben das alles schon durchdekliniert und getestet und, äh, das ist eher nicht so oft der Fall. Oder nicht der Standard. Aber das ist doch die Realität, oder? Ja, genau. Das ist ja tatsächlich auch noch nicht gelöst, wo müssen wir hin. Im Endeffekt, also meine Vision und da versuchen wir, unseren Teil beizutragen, aber das, was ja die Leute ... So lasst uns mal die andere Welt nehmen. Lass uns mal Shopify nehmen, was ja wirklich für, ähm, Geschäftsmodelle, für einfache B2C-Geschäftsmodelle, wenig Produkte et cetera, eine gute Plattform ist, ähm, aber für fünfundneunzig Prozent der E-Commerce-Geschäftsmodelle einfach nicht funktioniert. Nichtsdestotrotz, die Leute, ähm, für deren Geschäftsmodell das funktioniert, sind ja echt happy, äh, darüber, wie einfach das ist. Ähm, so und, ähm, das muss doch das große Ziel sein, genau diesen Anspruch in die Composable-Commerce-Welt, also auch in das stärker Enterprise-Segment reinzubringen, dass man einfach einfach arbeiten kann und dadurch ... Denn nur wenn's einfach ist, schaffst du's halt, ähm, am Ende einen besseren Outcome, ähm, daraus zu bekommen. So, und da gibt's noch viel zu tun und da muss der Simon dran arbeiten, Find the Logic und Beerfrontastic und Huestorefront und alle, ähm, alle Companies, ähm, dass wir da einfach weiterkommen und dann die bessere, ähm, ähm, Alternative gegenüber nem-- ähm, für alle Unternehmen, die mehr als nur ein paar Produkte verkaufen wollen, für die muss das salonfähig werden und da gibt's halt viel zu tun, aber es wird von Monat zu Monat halt, ähm, interessanter für Unternehmen, auch diesen Ansatz zu setzen. Wow. Ähm, wenig hinzuzufügen. Es waren auch so schöne Schlussworte. Das war gar nicht als Schlusswort gemeint. (Lachen) Ich habe hier gerade oben rechts, es ist elf Uhr fünfunddreißig. Ähm, wir hatten eine Beteiligung vom Nico, ähm, der uns da, glaub ich, zustimmt ausnahmslos. Und wir haben die Stefanie, die sich immer wieder einwählt, aber dann trotzdem nicht traut. Es ist dann die letzte Chance, dass du dich doch noch äußerst, Stefanie. Ansonsten, ich höre immer gerne auf, wenn es am schönsten ist. Es waren fünfunddreißig tolle Minuten. Unglaublich sympathisch. Ich hoffe, auch wirklich gute Insights für die Audience mit dabei. Ähm, Sabrina, Thomas, ich übergebe noch einmal an euch. Sabrina. (Lachen) Vielen Dank. Ja, ich hoffe, das eine oder andere ist, ähm, ist dabei gewesen. Äh, es gibt sicherlich viel dazu zu sagen über, äh, äh, Vorteile oder was sind die Herausforderungen und, ähm, wie geht man Sachen an? Und ich glaube, wichtig ist, dass man wirklich jeden, jeden, äh, Fall einzeln beleuchten muss, dass es kein richtig und falsch gibt und keinen Standardweg, äh, wobei es auch keine Standardarchitektur ist und man immer schauen muss, was passt wirklich für den Kundenfall und für die Situation, in der der Kunde ist, einfach am besten. Und ich glaube, das ist ganz, äh, wichtig, sich das genau anzuschauen. Ich hatte ja, wie du sagst, mein Schlusswort schon, äh, äh, gemacht. Was mich immer interessiert, wenn ihr Praxiscases habt aus dem Frontend, äh, äh, wo ihr einfach bloß heute mit der aktuellen Welt nicht gut funktioniert, immer lernen bereit, einfach dazuzulernen. Da schreibt mir gerne bei LinkedIn und, äh, vielleicht können wir ja irgendwann mal tatsächlich so Real Life versus, äh, versus, äh, was die Software-Vendoren so denken, äh, mal veranstalten und da ne, äh, ne Discussion zu machen. Top. Genau, das ist es. Kontaktiert uns auf LinkedIn. Wir stehen Rede und Antwort. Und ja, bis dahin gratuliere noch mal Thomas an, äh, diese wahnsinnig tolle deutsche Brand. Sabrina, dir das Aller-, Allerbeste für euer zweite Halbjahresgeschäft und bis hoffentlich bald an euch und an alle, die uns zuschauen. Danke, Simon. Danke an alle. Schönen guten Abend. Tschüss. Ciao, ciao. Tschüss.

Automatisch erstellt & redaktionell aufbereitet — kann vereinzelt Fehler enthalten.

F

FINDOLOGIC

FINDOLOGIC

Im Video erwähnt

Tools & Agenturen aus diesem Talk — direkt im OMKI-Verzeichnis ansehen.

Beschreibung

Im Rahmen der OMKB Summer Edition haben Simon Reichel (FINDOLOGIC), Thomas Gottheil (FRONTASTIC) und Sabrina Janßen (DIVANTE) über die Zukunft MACH im Composable Commerce gesprochen.

Themen in diesem Video

  • FINDOLOGIC

Dieses Video teilen