Klein vs. Groß: Wie KMU den globalen Giganten des Einzelhandels die Stirn bieten
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Zusammenfassung

Christopher Henke von Molly zeigt, wie KMU gegen E-Commerce-Giganten wie Amazon bestehen können: durch persönlichen Kundensupport, smartes E-Commerce Marketing, Zugang zu modernen Tools und ein unternehmensweites Growth Mindset. Die Demokratisierung der digitalen Wirtschaft schafft gleiche Chancen für alle.

Klein vs. Groß: Wie KMU den globalen Giganten des Einzelhandels die Stirn bieten

Die Zahlen sind beeindruckend – und beängstigend zugleich. Amazon machte 2020 in Deutschland als Online Shop und Marktplatz knapp 50 Milliarden Euro Umsatz, eBay folgte mit 12 Milliarden Euro, Otto mit knapp 10 Milliarden Euro. Diese drei Platzhirsche teilen sich etwa 72 Milliarden Euro von insgesamt 94 Milliarden Euro E-Commerce-Markt in Deutschland. Für die restlichen unzähligen kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) bleibt deutlich weniger übrig. Doch es gibt Hoffnung – und Christopher Henke von Molly zeigt, wie du als KMU trotzdem erfolgreich werden kannst.

E-Commerce Marketing und die vier Erfolgsdimensionen

Molly arbeitet mit über 125.000 Merchants in ganz Europa zusammen – vorwiegend KMUs. Aus dieser Erfahrung hat sich gezeigt: Es gibt vier zentrale Dimensionen, auf denen KMU gegen die Giganten bestehen können. Sie sind der Schlüssel zu deinem Conversion-Erfolg und nachhaltigem Wachstum.

  • Persönlicher und echter Kundensupport: Der Kundenservice ist zum Wettbewerbsfaktor geworden. Amazon und Co. haben die Messlatte extrem hochgelegt – für alle. KMU können hier punkten, indem sie lokalen, deutschsprachigen Support bieten und echte Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen.
  • Erstklassiges kommerzielles Setup: Ein professionelles Online Shop Setup mit optimierten Prozessen ist essentiell.
  • Zugang zu den besten Tools: Moderne E-Commerce-Lösungen wie Sendcloud, Shipcloud für Versand, PayPal, Klarna oder Apple Pay für Zahlungsarten sind heute essentiell.
  • Growth Mindset: Vom CEO bis zum neuen Mitarbeiter – eine Unternehmenskultur, die Wachstum lebt und kontinuierliche Verbesserung vorantreibt.

Personalisierung als Wettbewerbsvorteil

Ein großer Vorteil für KMU liegt in der Personalisierung. Während Amazon mit Millionen Kunden arbeitet, kannst du deine Kunden namentlich kennen und persönlich ansprechen – nicht mit einem generischen "Liebe Kundin"-Template.

Personalisierung beginnt im Marketing und zieht sich durch den gesamten Checkout-Prozess. Das "Next Best Offer" ist ein perfektes Beispiel: Wenn ein Kunde Messer und Gabel gekauft hat, macht es Sinn, ihm einen Löffel zu empfehlen. Das ist relevant und hilfreich. Wenn du ihm aber einen Presslufthammer vorschlägst, wirkt es absurd und schadet deinem Conversion-Erfolg.

Die intelligente Conversion Rate Optimierung basiert darauf, dass du deine Zielgruppe wirklich verstehst und ihr echte Mehrwerte bietest.

Die Rolle der Zahlungslösungen im E-Commerce Marketing

Molly sieht sich als Enabler für KMUs – seit 2004 in den Niederlanden, seit 2019 in Deutschland. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, der "Most Loved PSP" (Payment Service Provider) in Europa zu werden. Das funktioniert durch:

  • Lokale Präsenz mit deutschsprachigem Support
  • Einfache, zuverlässige Zahlungsabwicklung
  • Integration mit modernen Marktplätze-Systemen
  • Wahre Kundenliebe – nicht nur leere Versprechungen

Demokratisierung der digitalen Wirtschaft

Der zentrale Gedanke dahinter ist einfach: Jeder hat das absolute Recht zu wachsen. Die "Demokratisierung der digitalen Wirtschaft" bedeutet, dass kleine und mittlere Unternehmen die gleichen Werkzeuge, denselben Support und die gleichen Chancen bekommen wie die Großen – nur mit dem Vorteil von Authentizität, Nähe und echter Kundenbeziehung.

Das ist keine Utopie. Molly arbeitet mit über 125.000 Merchants zusammen, die genau das beweisen. Die Transaktionsvolumen sind von 10 Milliarden Euro (2020) auf 25 Milliarden Euro (2021) gestiegen. Das zeigt: Es funktioniert.

Deine Chance gegen die Giganten

Du brauchst kein billionenschweres Unternehmen sein, um erfolgreich zu sein. Du brauchst:

  1. Den richtigen Online Shop mit optimierten Prozessen
  2. Zuverlässige Zahlungspartner und Tools
  3. Echten, lokalen Kundenservice
  4. Die Bereitschaft, kontinuierlich zu lernen und zu wachsen
  5. Ein Team, das "Be bold, be loved, be authentic" lebt

Das ist das Rezept, mit dem KMU dem modernen Goliath wirklich Paroli bieten können.

Häufige Fragen

Wie können kleine Online Shops gegen Amazon bestehen?

Durch persönlichen Kundensupport, echte Personalisierung, ein optimiertes Checkout-Setup mit zuverlässigen Zahlungsanbietern und ein unternehmensweites Growth Mindset. KMU können ihre Nähe zu Kunden und Authentizität als Vorteil nutzen – etwas, das Giganten nicht bieten können.

Welche Rolle spielen Zahlungslösungen im E-Commerce Marketing?

Zahlungslösungen sind essentiell für Conversion Rate Optimierung. Ein zuverlässiger, einfacher Checkout-Prozess mit lokalen Zahlungsarten und gutem Support reduziert Abbrüche und erhöht nachweislich die Conversion Rate.

Was ist eine gute Personalisierungs-Strategie im Online Shop?

Personalisierung beginnt mit korrekter namentlicher Ansprache im Marketing und zieht sich durch alle Kundeninteraktionen. "Next Best Offer" Empfehlungen sollten relevant und sinnvoll sein – nicht zufällig oder absurd. Nur dann steigerst du deine Conversion.

Wie groß ist der deutsche E-Commerce-Markt und wie verteilt sich er sich?

Der deutsche E-Commerce-Markt betrug 2020 etwa 94 Milliarden Euro. Amazon, eBay und Otto dominieren mit zusammen etwa 72 Milliarden Euro. Die restlichen Milliarden verteilen sich auf tausende kleinere Shops und Marktplätze.

Was bedeutet \"Demokratisierung der digitalen Wirtschaft\"?

Es bedeutet, dass kleine und mittlere Unternehmen Zugang zu den gleichen Werkzeugen, Tools und Support-Standards bekommen wie große Konzerne – damit jeder die gleiche Chance auf Wachstum hat. Das ist die Grundphilosophie von Molly und modernen KMU-freundlichen Lösungen.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Gut, das war Arne von Sitecore und wir kommen jetzt zu unserem nächsten Speaker hier auf der OMKB Mainstage und zu unserer nächsten spannenden Brand, die wir euch heute näherbringen wollen. Und zwar habe ich jetzt den Christopher Henke vom Unternehmen Molly zu Gast. Ich grüße dich, lieber Christopher. Moin. Okay, ich bekomme gerade die Information, dass Christopher noch nicht doch da ist er. Moin. Hallo Christopher, du bist, glaube ich, noch auf Mute, aber versuch es doch mal. Eigentlich eben gerade hat alles gut funktioniert. Jetzt höre ich dich auch. Fantastisch. Da war eine leichte Verzögerung drin. Wunderbar. Wir haben ja heute uns schon kurz ausgetauscht. Christopher, ich vermute, du bist weiterhin in Kiel, oder? Ich bin weiterhin in Kiel, habe immer noch meinen hervorragenden Ausblick. Inzwischen sind die Stena und die Color Line da. Also es ist wirklich ein Fest. Wow. Das ist ... Ich habe schon vorhin gesagt, ich hoffe auch, Kiel-Marketing ist hier irgendwo auf der Konferenz mit dabei, damit wenigstens jemand sieht und appreciated, wie ich hier Kiel in den Vordergrund stelle. Ja, mit Sicherheit. Aber dann schauen wir mal in den Anmeldelisten noch mal genau für dich nach, Christopher. Das finden wir heraus. Du hast uns ein spannendes Thema mitgebracht, und zwar unter der Überschrift „Klein versus groß: Wie KMU dem globalen Giganten des Einzelhandels die Stirn bieten. Wir sind sehr gespannt, was du uns für Inhalte heute mitgebracht hast, Christopher. Ich möchte aber dich und das Unternehmen Molly, ehe wir in deinen Talk einsteigen, noch einmal kurz unserer Audience heute vorstellen. Christopher, du selber bist bei Molly als Sales Lead BDR aktiv und seit 2020 im Unternehmen auf unterschiedlichen Positionen. Vorher warst du unter anderem Key Account Manager bei der BSPAY ONE GmbH in den Jahren 2016 bis 2019 und hast dich ganz solide vorab in einer Ausbildung zum Groß-und Außenhandelskaufmann mit dem Schwerpunkt Außenhandel weitergebildet. Du verfügst über umfangreiches E-Commerce-Wissen und eben gemeinsam mit Molly und der BSPAY ONE mittlerweile über mehr als vier Jahre Online-Payment-Erfahrung und bist damit natürlich auch für uns ein spannender Ansprechpartner zu diesem Themenkomplex. Ein paar Facts über Molly. Wer Molly von euch noch nicht kennen sollte, Molly ist ein niederländischer Zahlungsdienstleister, seit 2004 mittlerweile am Start, euch eine Größenordnung zu geben. 2020 liefen Transaktionen im Wert von über zehn Milliarden Euro über Molly und der Markteintritt in Deutschland erfolgte im Jahr 2019. Das heißt, Molly ist bei uns mittlerweile dann auch drei Jahre marktaktiv. Weltweit nutzen insgesamt über 120.000 Händler mittlerweile die Payment Solutions von Molly und allein in den ersten drei Monaten nach Markteintritt in Deutschland gab es ein 600%iges Wachstum. Also ein Growing Company, Christopher, der du dich da angeschlossen hast. Und euer Ziel ist es, die bestmögliche User Experience beim Check-out-Prozess zu gewährleisten. Und jetzt freue ich mich, lieber Christopher, wenn du einmal von mir hier übernimmst und wir deinem Vortrag lauschen zum Thema Klein versus Groß: Wie KMU den globalen Giganten des Einzelhandels die Stirn bieten. Und, liebe OMKB-Community, ihr seid natürlich wieder aufgerufen, eure Fragen zu stellen, die euch im Rahmen des Vortrags in den Sinn kommen, zum Thema Payment-Lösungen, zu den Themen, die Christopher uns gleich eben entsprechend näherbringt, weil wir nach seinem Vortrag direkt wieder übergehen in eine Q&A-Session. Und damit genug der Vorende. Wir freuen uns schon sehr und sind ganz gespannt, Christopher, auf deinen Vortrag. Schieß los. Super. Erst mal vielen, vielen Dank für dieses Intro. Selber immer wieder wahnsinnig gespannt, was ich alles schon gemacht habe und gesehen habe in der Payment-Branche, aber darum soll es jetzt gerade überhaupt nicht gehen. Erst mal moin und herzlich willkommen zu meinem Vortrag. Genau, es soll Taking on the E-commerce Giants steht hier. Generell soll es darum gehen: Wie können die KMU gegen die großen Platzhirsche auf dem E-commerce-Markt sich behaupten und vielleicht sogar ihre eigenen, nicht nur ihre eigene kleine Nische finden, sondern sogar richtig, richtig erfolgreich werden. Kleiner Disclaimer: Die Präsentation ist komplett auf Englisch gehalten, damit sie auch quasi danach einem internationalen Publikum quasi zur Verfügung gestellt werden kann. Präsentieren und berichten mache ich das Ganze aber auf Deutsch. Auf dem nächsten Slide könnt ihr schon mal direkt sehen, wie wahnsinnig gut wir uns vorher abgesprochen haben. Ich wusste nicht, dass ich schon vorgestellt werde. Deswegen ist hier noch mal eine ganz kurze Vorstellung von mir. Es wurde eigentlich alles schon gesagt, außer eine kleine Sache, die ich über Molly immer noch gerne sage: Wir definieren uns intern als Mollies über drei Attribute. Das ist „Be bold, be loved und be authentic. Und wir müssen uns selber immer so ein bisschen einkategorisieren, in welche Kategorie wir fallen. Und ich kann euch sagen, ich als Nordlicht hier in Kiel, ich bin immer und zu 100% authentic. Das kriegen Kunden zu spüren, das kriegen meine Kolleginnen und Kolleginnen zu spüren, das kriegen meine Manager zu spüren. Aber das, was ich denke, das sage ich auch und ich glaube, das ist in der heutigen Zeit noch viel, viel, viel wertvoller, als es nicht sowieso schon immer war. Genau, Lidl, Otto, Meta haben wir heute schon gehört und die haben natürlich den riesen Vorteil, dass sie sich gar nicht vorstellen müssen. Meine Marketingabteilung hat mir natürlich den einen oder anderen Marketing-Slide hier noch mit reingepackt. Wir haben zwar gerade schon mal ein bisschen drüber geredet, aber ich möchte nicht ganz drüber hinweggehen, weil wir mischen den Zahlungsmarkt, genau wie eben gerade schon angekündigt, seit drei Jahren inzwischen mit smarten, individuellen und simplen Zahlungslösungen auf und wollen uns da wirklich ganz, ganz klar von den klassischen, vor allem deutschen Banken und Zahlungsdienstleistern abgrenzen, weil wir absolut der Meinung sind, jeder hat das absolute Recht zu wachsen.Vielleicht nochmal die Zahlen, die wir eben gerade schon mal ein bisschen gehört haben, hier nochmal ein bisschen genauer aufgestellt, weil das Gute ist, ich stehe mit meiner Meinung zwar jetzt gerade alleine vor euch, aber bin generell zum Glück nicht ganz alleine. Ich arbeite mit über 700 Kolleginnen in ganz Europa daran und mit sogar hundertfünfundzwanzigtausend Merchants, die uns dabei schon vertrauen und unterstützen, dass wir unser Ziel erreichen, was ich eben gerade schon gesagt habe. Zwanzigzwanzig haben wir gerade gehört, waren es knapp zehn Milliarden an Transaktionsvolumen, zwanzigeinundzwanzig sind es fünfundzwanzig Milliarden Euro gewesen. Wir haben über fünfundzwanzig Zahlungsarten, sind in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, UK, Deutschland, Österreich tätig. Also wir sind wirklich wirklich überall ganz, ganz breit aufgestellt und eine ganz, ganz große Bitte von meiner Kollegin aus dem Marketing, unser Glassdoor Rating und unser Kununu Rating sind richtig, richtig gut und wir suchen sogar noch neue Kolleginnen. Also gerade wenn ihr im Marketing noch Lust habt, euch Molly anzuschließen, unserer Mission beizutreten, macht das jederzeit gerne. Wir freuen uns auf euch. Genau, jetzt der allerletzte Slide zu uns versprochen. Danach geht es wirklich richtig los. Aber nochmal ganz kurz zusammengefasst, weil ich es wirklich nicht oft genug sagen kann. Unsere drei wichtigsten Punkte: Einfache Zahlungsabwicklung, die funktioniert. Wahre Kundenliebe. Ich habe es heute Morgen schon mal in dem kleinen Interview gesagt: Wir wollen den Most Loved PSP in Europa werden. Das ist unser absoluter Ansatz und das machen wir über wirklich Lokalität. Also wir sind in jedem Markt voll investiert und haben natürlich auch in Deutschland unseren Support auf Deutsch und sind jederzeit und immer für euch verfügbar und erreichbar. Genau, jetzt kommen wir aber dazu, wie wir uns, wie wir alle erfolgreicher werden und vor allem wie die KMU den globalen Giganten des Einzelhandels die Stirn bieten können. Weil wie soll das Ganze funktionieren? Wir sind riesig und übermächtig. Wir haben eine ganz einfache Theorie und das funktioniert mit der Demokratisierung der digitalen Wirtschaft. Was bedeutet das so ganz genau? Das bedeutet, wir müssen die gleichen Voraussetzungen für alle schaffen, damit jeder individuell und auch als Unternehmen seine Chance hat auf Wachstum und Erfolg. Mal kurz, euch einen kleinen Eindruck zu geben und kleine Idee zu geben, mit welchen Giganten wir eigentlich zu tun haben und welches Ausmaß diese Giganten haben. Laut IHI hat Amazon als Onlineshop und als Marktplatz im Jahr zwanzigzwanzig knapp fünfzig Milliarden Euro Umsatz gemacht. Und das heißt nicht fünfzig Milliarden Euro Umsatz in Europa, sondern alleine in Deutschland. Ganz minimal knapp dahinter liegt eBay mit zwölf Milliarden Euro. Dann der erste Deutsche liegt sogar auf Platz drei, heute auch schon gehört. Mit Shop und mit Marktplatz ist Otto, auch ein schönes norddeutsches Unternehmen, was man durchaus unterstützen kann, mit knapp zehn Milliarden Euro. Wenn man sich dann noch überlegt, dass laut BEVH zwanzigzwanzig der komplette E-Commerce-Markt in Deutschland vierundneunzig Milliarden betragen hat, dann können wir uns relativ schnell zusammenrechnen, dass von den zweiundsiebzig Milliarden, die alleine Amazon, eBay und Otto mit allen Tochterunternehmen einnimmt, da ist nicht mehr wahnsinnig viel übrig für den Rest. Und wir kennen alle diese ganz klassische Geschichte von David gegen Goliath. Nur in diesem Fall ist der David sogar noch ein Vielfaches kleiner als Goliath, weil dieser Goliath, den wir uns in Deutschland mit Amazon erschaffen haben – und ich nehme gerade Amazon als Beispiel, weil sie einfach wirklich so viel größer sind als alle anderen –, ist wirklich riesig. Und da ist natürlich so ein bisschen: Wie machen wir jetzt die Hoffnung und wie kommen wir jetzt als Molly darauf, dass es trotzdem eine gute Chance gibt, hier zu überzeugen und auch wir wirklich die Möglichkeit haben, diesem Giganten die Stirn zu bieten. Ich hatte ja schon gesagt, wir arbeiten mit circa hundertfünfundzwanzigtausend Kunden zusammen. Das sind vorüberwiegend KMUs, also kleine bis mittelgroße Unternehmen, in ganz Europa und haben dadurch natürlich wahnsinnig viele Learnings und auch sehr gute Learnings ziehen können. Und das, was wir da rausgezogen haben, sind im Prinzip vier Dimensionen, auf die man diesen Erfolg unterbrechen kann. Und das möchte ich heute einmal gemeinsam mit euch tun. Das sind die vier Dimensionen. Das ist einmal zum ersten persönlicher und echter Kundensupport. Das zweite ist ein erstklassiges kommerzielles Setup. Dann drittens der Zugang zu den besten Tools, die es im Markt gibt und wahrscheinlich sogar die besten Tools, die wir jemals in dieser Fülle und Masse am Markt verfügbar hatten. Und natürlich das Growth Mindset. Von oben bis unten, das heißt vom Geschäftsführer bis zu den neu ankündigen Unternehmen und das auch wirklich quer durch die Bank. Lasst uns aber ein bisschen genauer auf diese einzelnen Punkte durchsprechen. Zum ersten, die erste Dimension, dieser ganz klare, persönliche Kundenservice. Die Messlatte für guten Kundenservice wird in Deutschland immer und immer höher gesteckt, jeden Tag. Und da können wir uns ausnahmsweise wirklich bei Amazon bedanken. Wir können uns, glaube ich, alle noch daran erinnern: „Serviceflüsse Deutschland. Das war einmal. Gerade mit Amazon haben wir hier wahnsinnig viele tolle neue Dinge für uns als Endkonsumenten gewinnen können. Wir haben immer volle Transparenz über die günstigsten Preise, das beste Shoppingerlebnis und die besten Bewertungen, dabei meistens sogar mit Next Day, Same Day, Next Hour Delivery. Also inzwischen sind wir ja an einem Punkt, dass wir uns ärgern, wenn ein Paket länger als zwei Tage unterwegs ist, weil wir eigentlich schon fast gewohnt sind durch Amazon Prime: „Morgen ist das Paket sowieso schon da. Da sind wir wahnsinnig verwöhnt. Und dabei, all diese ganzen tollen Dinge haben wir sogar, obwohl diese Händler teilweise Ewigkeiten von uns weg wohnen. Am anderen, ich sitze oben ganz im Norden von Deutschland. Ein Händler kann in München sitzen und irgendwie erwarte ich trotzdem, dass das Paket auf magischer Art und Weise unbedingt morgen schon bei mir sein soll.Und wenn ich als Endkunden wirklich das bestmögliche Erlebnis haben möchte, dann muss ich das auch nicht durch Try und Error herausfinden, wer denn mir das Beste bietet, sondern ich kann es ganz transparent auf Trust Pilot, TrustedShops kann ich mir den besten Service anschauen. Ich kann bei MyDeals, bei Idealo kann ich immer den besten Preis für mich raussuchen, so wirklich das beste Ergebnis aus Service und Preis für mich zu finden, genau das zu bekommen, was ich haben möchte. Dann ist es natürlich Personalisierung. Ich möchte nicht mit „Lieber oder „Liebe Kundin angesprochen werden, sondern ich habe ja einen Namen, finde auch ganz gut. Damit möchte ich auch gerne angesprochen werden. Und dieser Punkt Personalisierung beginnt genau bei dieser richtigen und persönlichen Ansprache schon im Marketingmaterial. Aber diese Personalisierung bedeutet natürlich auch die Werbung. Das heißt, das schöne Ein schöner Punkt ist ja „ The Next Best Offer, also das nächste beste Produkt, was ich kaufen könnte. Das mache ich natürlich gerne und gucke es mir auch gerne an, wenn es was Sinnvolles ist. Wenn ich vielleicht drei Küchenutensilien gekauft habe, ich habe mir vielleicht Messer und Gabel gekauft. Wenn mir dann jemand noch sagt: „Du könntest vielleicht auch noch Löffel gebrauchen, sage ich vielleicht: „Super, ist eine Idee, auf die bin ich selber noch nicht gekommen. Das machen wir doch mal genauso. Wenn mir dabei dann sagt: „Okay, Messer und Gabel hast du schon. Wie wäre es denn mit einem Presslufthammer? Dann bin ich wahrscheinlich eher ein bisschen davon abgeneigt und möchte das wahrscheinlich eher nicht kaufen. Aber dann natürlich auch Retouren. Wir beschäftigen uns zwar ungern damit, aber auch Retouren gehören mit dazu und auch da möchte ich ein personalisiertes Erlebnis haben, was wirklich auf mich zugeschnitten ist und auch wirklich mit meiner Art und Weise zu tun hat. Dann: Die KMUs haben einfach doch so ein bisschen die Herausforderung: Sie können eigentlich nichts von diesen Punkten, die ich eben gerade schon genannt habe, außer Acht lassen. Ich kann den besten Service dieser Welt bieten. Wenn mein Preis völlig aus der Welt ist, dann habe ich keine Chance, wirklich was zu erreichen. Und da ist zum Glück die gute Nachricht, auf die wir auch gleich noch ein bisschen genauer eingehen: Die KMU stehen damit nicht alleine, denn es gibt ein schönes Support-System von ganz vielen tollen Unternehmen, die da wahnsinnig viel Arbeit für diese KMUs abnehmen. Aber eine Sache, die ich da wirklich nur wieder und immer wieder sagen kann – ich hatte sie gestern auf der Side Stage schon einmal gezeigt: Be real und personal. Seid wirklich einfach echt und seid einfach wirklich persönlich, denn gerade auch im Checkout – und das ist ja auch so ein bisschen das, worum ich mich jeden Tag kümmere –, ist so ein bisschen die Conversion. Und Conversion, gerade aus dem Marketingbereich, kennen wir hier, glaube ich, alle. Aber die Conversion fängt natürlich schon wahnsinnig früh an, hört aber für die meisten tatsächlich schon im Checkout aus. Also dann, wenn der Kunde sein Produkt in den Warenkorb gelegt hat, super, muss ich mich ja auch nichts mehr kümmern, weil jetzt ist das Thema ja durch. Das stimmt aber so nicht. Die Conversion-Optimierung und auch wirklich das Bestellerlebnis hört erst dann auf, wenn der Kunde auf der Bestellbestätigung Seite ist, weil erst dann hat er wirklich gekauft. Wir haben uns dann mal ein bisschen umgeguckt bei unseren gerade deutschen Kunden und haben wirklich wahnsinnig viele Dinge gefunden, die man immer noch verbessern kann, denn vierundneunzig Prozent aller europäischen Onlineshops haben mindestens fünf Fehler im Checkout. Es können zum Beispiel falsche Zahlungsarten für die falschen Länder sein. Das können Übersetzungsfehler sein, das können generell Schreibfehler sein oder fehlende Versandartmöglichkeiten. Dann haben wir übrigens herausgefunden, sechsundsechzig Prozent aller Onlineshops, da dauert der Checkout länger als drei Minuten. Und wenn man sich dann noch mal im Vergleich dazu anguckt, dass ungefähr ein Viertel der Deutschen einen Checkout abbricht, wenn er einfach länger als eine Minute dauert, weil gerade wenn ich ein Produkt schnell und einfach kaufen möchte, dann habe ich keine Lust, mich Ewigkeiten durch einen Checkout durchzuklicken. Deswegen müssen wir wahnsinnig darauf achten, dass wir einen stringenten guten Shop haben, der vor allem auch wirklich einheitlich ist. Weil wie viele Kunden geben unfassbar viel Geld für Facebook Ads aus, für Onsite Tracking, Website Optimierung bis zum allerallerletzten und vergessen dann irgendwie doch den Checkout und überlassen den Checkout irgendwelchen einfachen Payment-Anbietern mit unflexiblen und hässlichen Plugins, die einfach so eine graue Bezahlpage haben, auf die wirklich niemand Spaß hat und die im Prinzip, wenn man ganz ehrlich ist, auch nicht die richtigen Zahlungsoptionen anbietet, gar nicht davon gesprochen, wenn es irgendwie international wird, weil da bieten die sowieso so gut wie gar keine Zahlungsart mehr an. Dann ganz, ganz wichtig: ein reibungsloser Bezahlvorgang. Testet euren Checkout. Nicht mal nur ihr selber, weil ihr seid meistens die Experten, ihr wisst genau, was ihr da gebaut und konzipiert habt, aber lasst es eure Freunde, Familie durchtesten und Menschen, die dann nicht mit einer Expertenbrille draufschauen, weil das sind am Ende des Tages auch diejenigen, die euren Checkout nutzen sollen. Und dann natürlich so einfache Dinge wie der Anmeldungsprozess bei einem Checkout. Macht es den Leuten so einfach wie möglich. Zum Beispiel muss sich nicht jeder Kunde auch direkt beim Checkout selber anmelden, sondern lasst den Kunden doch einfach bezahlen und dann, wenn das Paket zum Beispiel auf den Weg geschickt ist, fordert ihn dann auf, den Account zu erstellen, weil dann hat er schon gekauft, produkt ist schon auf dem Weg. Dann habt ihr einfach viel, viel bessere Chancen, dass der Kunde es auch tatsächlich macht, ohne die Conversion irgendwie in Gefahr zu bringen. Natürlich aber auch als Gast bezahlt. Wenn ich vielleicht nur einmal kaufen möchte oder vielleicht gar nicht so sicher bin, würde ich bei diesem Onlineshop wieder kaufen, lasse ich den Kunden diese Wahl auf jeden Fall. Genau. Ich hatte das ja eben gerade schon mal so ein bisschen gesagt: Wir wollen so ein bisschen uns vor Amazon schieben, weil die haben offensichtlich die Marktmacht und eine Chance, die wir da haben, ist wirklich eine persönliche Website mit auf den Endkunden, also auch wirklich den Enduser, der jetzt gerade vor dem Device sitzt, in einem zugeschnittenen Angebot. Das ist genau der Weg zum Erfolg, den wir da brauchen. Da können zum Beispiel auch personalisierte Mails im Marketing oder in der Reactivation eine große Rolle spielen. Und ein Punkt, den ich persönlich schon viel zu oft zum Opfer gefallen ist, ist Gamification und Milestones oder bestimmte Meilensteine, die ich durch Bestellungen erreichen kann.Dass ich zum Beispiel, äh, bestimmte Supporter Level oder vielleicht, wenn ich zum Beispiel bis zu einem gewissen Grad, äh, bestellt habe, kriege ich Vorteile, die andere nicht bekommen. Gerade Adidas und, äh, und Foodspring sind da wahnsinnig erfolgreich mit. Und was man generell sagen kann, ich habe da auch noch ein tolles Beispiel mitgebracht, über das wir, das wir später reden können. Emotionalisiert euer Produkt, emotionalisiert euren Verkauf und baut euch damit eine Community auf. Ähm, weil ich glaube, die wenigsten von uns gehen auf Amazon, um sich mal richtig was zu gönnen. Also ich habe 'nen total erfolgreichen Tag gehabt oder vielleicht auch gerade einen besonders schlechten Tag gehabt und möchte mir wirklich was gönnen, um mich besser zu fühlen. Da gehen die meisten Leute nicht auf Amazon. Ähm, viele Leute, für viele Leute und ich, für mich ist es genauso die wenigen Male, die ich auf Amazon bestelle. Das ist im Prinzip wie einkaufen gehen. Ich brauche noch etwas, meine Freundin sagt: „Ah, Mist, wir brauchen noch, ich weiß nicht was, neue Seife, dann kaufe ich die halt kurz bei Amazon, wenn ich keine Lust habe, aufzustehen. Und das ist eine Sache, die natürlich bei Amazon wahnsinnig toll funktioniert ist, äh, und da gibt es auch, kann ich jedem nur empfehlen, Google des Tages von meiner Seite aus, äh, schaut einfach mal Drunk Orders auf Amazon. Da findet ihr wahnsinnig viel und wahnsinnig schöne Beispiele. Aber das ist ja nicht das, also, das ist ja nicht genau das, was ihr von euren Kunden wollt, dass er am nächsten Tag mit einem dicken Schädel aufwacht, sich wundert, warum da ein Amazon-Paket steht oder ein Paket von euch steht und erst mal ein Video davon oder ein Foto davon ins Internet stellt, was für lustige Dinge man sich da online geschafft hat, sondern macht wirklich diesen Einkauf zu einem Erlebnis. Fügt zum Beispiel handgeschriebene Karten dazu bei oder Bilder von eurem Team oder wie andere das auch tun, so durch Spenden. Äh, gebt dem Ganzen einen, einen Grund, warum bei euch gekauft wurde und wie gesagt, emotionalisiert den Kunden einfach, damit er sich vor allem auch immer an euch erinnert. Dann kommen wir in die zweite Dimension. Ähm, und ja, je, jeder, das ist diese, dieses, das, was ich eben gerade gesagt habe, dieses wirklich eine weltklasse kommerzielle Struktur aufzubauen. Ähm, und dazu gehört leider, ich weiß, die Leute wissen es schon, aber wollen sich damit nicht beschäftigen, sind auch die Zahlungen und der gener-- und die generelle Zahlungsabwicklung im Hintergrund, weil beschäftigen will sich damit keiner, aber wir dürfen auf, auf keinen Fall außer Acht lassen, ähm, dass es ein riesengroßer Vorteil ist, wenn wir gute, äh, wenn wir 'ne gute Zahlungsabwicklung und schnelle Prozesse haben. Aber noch was so viel schlimmer ist, wenn ich das nicht habe, ist es ein riesen Nachteil, weil dann verringer ich im schlimmsten Fall nicht nur die möglichen Kunden, die ich habe, sondern ich schließe sie sogar komplett aus. Weil wenn ich einmal bestellt habe, das ein Riesenpain war, bei einem, bei, bei jemandem zu bestellen, dann bestelle ich da auf keinen Fall irgendwie wieder. Und nicht umsonst gibt es bei, bei Amazon, Zalando, auch gerade Otto hat gerade erst im letzten Jahr ein ganz eigenes Team dafür ausgestellt, aufgestellt, das sich nur mit dem Thema Payments, äh, beschäftigt und auseinandersetzt, äh, nur um noch mehr Insights, äh, herauszufinden, noch mehr Wachstumsmöglichkeiten zu finden. Das machen die ja nicht aus Jux-und-Dollerei, weil sie zu viel Geld rumliegen haben und das irgendwie rausgeben müssen, sondern das geht darum, wirklich nachhaltig und immer noch besser zu wachsen und sich da auch neue Möglichkeiten zu schaffen. Und ich weiß, jeder hat 'ne Finance-Abteilung, jeder, viele haben sogar 'ne E-Commerce-Abteilung, die sich aber mit hunderten Aufgaben in Marketing, äh, mit den Payments, mit den verschiedenen Marktplätzen, ähm, mit, mit wirklich Kleinigkeiten, äh, beschäftigen müssen. Und da sollte Payments wirklich nur einen mini minimalen Anteil davon ausmachen. Das ist aber häufig nicht so. Denn, äh, da ist es wirklich unsere Aufgabe, auch dieses Thema so einfach wie möglich zu gestalten, um mit wenigen Klicks an alle relevanten Informationen zu kommen, dass der E-Commerce-Manager, der Finanzmitarbeiter sich wirklich um die wichtigen Dinge des Lebens kümmern muss, äh, kümmern kann und nicht um so ein Thema wie Payment kümmern muss. Gerade auch das Thema Auszahlungen und Gutschriften ist ein Thema, ähm, das, mit dem man sich eigentlich immer ein bisschen mehr auseinandersetzen müsste, es aber eigentlich niemals tut. Aber dabei ist es doch so wichtig, wirklich immer pünktlich und zuverlässig auf sein eigenes Geld zugreifen zu können. Ähm, und was noch viel, viel wichtiger ist, gerade für den Endkunden, im Falle einer Retoure, dem Kunden so schnell wie möglich und so einfach wie möglich sein Geld zurückzuüberweisen. Es gibt, glaube ich, nichts Schlimmeres und wir haben alle schon in solchen Onlineshops bestellt. Man bestellt etwas, es kommt zu Hause an und ich sage: „Äh, Mist, das ist eigentlich nicht so richtig genau das, was ich haben wollte. Ich schick das zurück. Die Retoure geht ein paar Tage später ein und ich kriege eine Nachricht: „Super, vielen Dank für die Retoure. Äh, Ihr Geld erhalten Sie wahrscheinlich in den nächsten, oh, zehn bis fünfzehn Tagen wieder zurück. Da denke ich, also, äh, gerade in den heutigen Zeiten ist das eine Frage von einem bis zwei Tagen maximal. Außerdem brauchen wir inklusive Zahlungsarten, vor allem mit lokalen Fokussierungen. Ich weiß, gerade, äh, gerade viele Leute sagen auch immer noch: „Ich habe doch PayPal im Checkout. Das reicht doch." Das war 2010 wahrscheinlich auch sogar richtig. Das ist aber heute bei weitem nicht mehr so. Gut, die meisten sagen jetzt: „Ja gut, wir haben auch noch Vorkasse. Da ist wirklich, also, mit PayPal und Vorkasse wirklich für jeden was dabei. Auch das stimmt nicht so richtig. Also gerade in Deutschland brauche ich einen Rechnungskauf, ich brauch die Kreditkarten und im besten Fall habe ich sogar noch, noch so besondere Zahlungsarten wie Apple Payment dabei, um wirklich auch einfach im Mobile Commerce so einfach wie möglich jedem Kunden die richtige Zahlungsart anbieten zu können. Und vor allem international ist es sogar noch viel, viel wichtiger. Also es ist, äh, also, im, im, im Ausland sind ganz andere Zahlungsarten relevant, als es bei uns in Deutschland der Fall ist. Und gerade heute war es auch nie, äh, war, ist es so einfach wie noch nie, international tätig zu sein. Wir haben die EU, äh, wir können ohne Zoll, ähm, wirklich Produkte von A nach B schieben. Äh, die, die Versandkosten werden immer geringer und immer geringer und alleine schon im Jahr 2020 wurden knapp sechsundzwanzig Milliarden Euro in B2C in Deutschland, äh, wurden, äh, B2C in Deutschland eingekauft, aber nicht in Deutschland selber, sondern im, äh, im Ausland. Es ist schon ein riesen, riesengroßer Punkt, der auch noch wahnsinnig, wahnsinnig viel Potenzial, äh, für euch mitbringt.Dadurch, dass wir aus den Niederlanden kommen, habe ich mal son kleines Beispiel mitgebracht, euch zu verdeutlichen, wie unterschiedlich verschiedene Länder sein können, obwohl sie absolute Nachbarn sind. Also ich glaube, jeder von uns war schon mal in den Niederlanden, sei es mal in Amsterdam, sei es mal generell zu Besuch da und wir haben auch festgestellt, erstens, es ist ein wahnsinnig schönes Land, das ist ein wahnsinnig plattes Land, aber es ist vor allem auch ein sehr, äh, freundliches Land und fast alle Holländer sprechen oder zumindest verstehen Deutsch und haben eigentlich auch ein Verständnis von unserer Lebensart. Und ich glaube, wenn man so von außen draufgucken würde, ist das Leben von Holländern und Deutschen gar nicht so riesig unterschiedlich. Das hört aber spätestens bei den Zahlungsarten komplett auf, wo in Deutschland Rechnungskauf und PayPal, die mit Abstand größte Rolle spielen, sind das Zahlungsarten, die in den Niederlanden niemanden interessieren. Wirklich niemanden. Das ist auch ein Punkt, den ich immer mit meinen holländischen Kollegen habe. Die verstehen nicht, warum wir so was wie PayPal nutzen. Die verstehen auch, holländische Händler verstehen nicht, warum deutsche Händler ihren Kunden die Möglichkeit geben, die Ware zu benehmen oder gar kein Geld zu hinterlassen. Es geht in die, die Köpfe von vielen Holländern nicht rein und ich meine sogar 'n bisschen, dass ich sie verstehen kann. Ähm, auf der anderen Seite benutzen die Holländer zu neunzig Prozent und sogar mit über neunzig Prozent für ihre E-Commerce-Umsätze die Zahlungsart iDEAL. Das ist son bisschen äquivalent, äh, zu Sofortüberweisung. Ich nun sag's mal als Beispiel, weil ich glaub, das haben wir alle zumindest schon mal gesehen oder auch genutzt. Es ist einfach eine ganz normale Online, äh, Überweisung, sone automatisierte Vorkasse. Gut, da würden jetzt, da würden jetzt die Endkunden in Deutschland sagen: „Warum soll ich denn quasi per Vorkasse mein Geld an einen Shop geben, wo ich gar nicht meist auf das Geld ankomme?" Auch absolut berechtigt. Trotzdem, über neunzig Prozent der Holländer tun das. Vielleicht, um das auch ein bisschen deutlicher auch zu zeigen, wie unterschiedlich die Länder sind: Deutschland hat circa fünfmal so viele Einwohner wie die Niederlande und trotzdem ist der Gesamt-E-Commerce-Umsatz in Deutschland, aber knapp unter dreimal, also knapp weniger als dreimal so groß wie in den Niederlanden. Das heißt, da sind schon viel mehr Menschen, äh, sind da, äh, ganz, ganz stark auf diesen E-Commerce und auf diesen, diesen Onlinehandel aufgesprungen, als es bei uns der Fall ist, in Deutschland. Das heißt, da ist auch ein Riesenpotenzial. Außerdem spielt zum Beispiel lustigerweise Amazon in den Niederlanden so gut wie kaum eine Rolle, gerade im Vergleich zu Deutschland. Da, wo, wo Deutschland, wo Amazon in Deutschland mit Abstand auf Platz eins, mit einem riesigen, fünf mal so viel Umsatz macht wie alle anderen, die dahinter kommen, schafft es Amazon in den Niederlanden zwanzig einundzwanzig überhaupt das allererste Mal in die Top fünf der größten Onlineshops in den Niederlanden, und zwar nicht auf Platz eins, sondern auf Platz fünf. Aber kommen wir zur dritten Dimension und das ist der Zugang zu den besten Tools und den besten, ähm, ja, Lösungen, die wir zur ver-, äh, zur Verfügung haben. Man kann relativ einfach sagen, ja, die E-Commerce-Giganten, die haben einen unfassbar unfairen Vorteil. Sie haben entweder interne riesige Entwicklungsressourcen oder haben die finanziellen Mittel, wirklich Enterprise-Software-Lösungen sich zu kaufen oder in Partnerschaften und in Business Intelligence zu investieren und diese zu nutzen, wo die meisten KMUs alleine schon gar nicht das Geld haben, ob da irgendwie mitzuspielen. Das Schöne ist, 'n Trend der letzten Jahre, der immer größer und größer wird, sind SaaS-Lösungen. Äh, und die haben den ganz, den toll--, den großen Vorteil, sie werden immer besser und besser. Es gibt davon immer mehr und mehr auf dem Markt. Die Integration werden immer vielfältiger und das auch besser und so, dass ich sogar kaum noch einen Entwicklungsaufwand selber betreiben muss als Onlineshop-Betreiber, sondern ich, solange ich eine App auf meinem Handy installieren kann, kann ich auch die meisten SaaS-Lösungen in meinem Onlineshop, äh, installieren. Und das Tolle dabei ist, sie werden im gleichen Maße, wie sie besser und vielfältiger werden, werden sie auch günstiger und fairer, weil die meisten von denen haben inzwischen einen Pay-per-use-Ansatz. Das heißt, nur dann, wenn ich es auch wirklich nutze, dann fallen auch Gebühren an und haben auch sogar für jedes Geschäftsmodell und für jede Geschäftsgröße eigene Preismodelle entwickelt. Das heißt, das Schöne ist, nur dann, wenn ihr wirklich selber wachst, wachsen auch die Kosten mit. Das heißt, dieser, dieser große Punkt der Vorabinvestition in eine Software, um überhaupt wachsen zu können, fällt schon komplett weg. Und das Schöne ist, im Prinzip hat jeder Zugriff auf das Ganze. Gut, für die meisten muss ich eine Kreditkarte hinterlegen, um da auch wirklich diese Tools nutzen zu können. Aber ich glaube, selbst in Deutschland haben inzwischen die Leute, die es wirklich auf das Wachstum und auch auf E-Commerce abgesehen haben, haben wir zumindest eine Kreditkarte. Und diese Tools geben uns eine ganz tolle Möglichkeit, uns nicht mehr vor den Giganten verstecken zu müssen. Ich habe mal ein kleines Beispiel mitgebracht, auch aus den Niederlanden, weil wir kommen aus den Niederlanden, dann kann ich auch ein niederländisches Beispiel hier nehmen. Äh, das ist die SaaS SendCloud. Das ist eine der schnellst wachsenden SaaS Solutions in Europa. Ist eine Versandplattform mit über fünfunddreißig nationalen und internationalen Versendern, die da verknüpft sind, mit Integration in über fünfzig Shopsysteme. Auch hier gibt es vor allem einen Pay-per-use-Ansatz im, im Grundmodell. Es gibt 'n paar größere Geschäfts--, äh, n paar größere, ähm, Preismodelle, wo ich zwar eine monatliche Gebühr bezahlen muss. Dafür werden meine Pay-per-use-Kosten aber, also wirklich günstiger und günstiger. Ähm, um einmal so ein bisschen zu zeigen, ob es, so ein kleines Beispiel aus der, aus der realen Welt, ob's klein gegen groß schafft: SendCloud wurde gegründet von drei jungen, drei jungen Freunden, die eigentlich nur Handyzubehör online verkaufen wollten. Sie waren aber relativ schnell so gefrustet von den verschiedenen Schnitt-Schnittstellen zu den riesigen Versanddienstleistern, die alle schlecht programmiert waren und null händlerfreundlich waren. Deswegen haben sie einfach ihre eigene Schnittstelle gebaut. Das mit dem Online-Handyzubehör verkaufen, das war so sie zu erfolgreich. Ähm, das, was denen aber wirklich wie, wie warme Semmeln aus den Händen gerissen wurde, war diese, diese Schnittstelle für Versandlösungen und die wurde sogar relativ schnell wesentlich gefragter als, als ihre, als ihr Zubehör für, für, ähm, für Handys.Also haben sie Soundcloud gestartet und haben inzwischen über dreiundzwanzigtausend Onlineshops, die mit ihnen arbeiten und ersetzen da mit ihren smarten Rahmenverträgen oft sogar den direkten Kontakt zu DHL, DPD und UPS. Das heißt, sie kümmern sich wirklich alles und ich als Onlinehändler kann mich auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist. Das ist das, was ich vorhin schon gesagt habe, auf den Endkunden. ahm Dabei mit einer vollen Integration für die Versandoptionen im Checkout des Händlers. Sie kümmern sich die Labelerstellung, das komplette Tracking, die Retouren und haben auch alle Analytics. Sie sind im Prinzip so ein bisschen das Molli in der Versandbranche. Für uns ein wahnsinnig, wahnsinnig wichtiger Partner sind generell die Shopagenturen, das ist natürlich nicht nur Shopware, aber ich habe hier einer unserer besten Partner rausgesucht. Das ist Web. Das ist einfach eine Top-Agentur, die Kunden von ganz klein bis ganz groß bei ihrem Wachstum unterstützen können und sie vor allem auf ein technisches Setup stellen können, mit dem sie wirklich auch durch die Decke gehen können. Auch selber, zweitausendelf, von Martin Weinmeier mit einem guten Freund gegründet, sind inzwischen über dreißig Mitarbeiter. Gerade mit Shopware sechs haben sie noch mal einen ordentlichen Schub mitgenommen und machen zum Beispiel für Kunden wie Armed Angels, Fischer Scheer oder Escada die Onlineshops und bauen da die Möglichkeiten, damit die nicht nur in ihrer eigenen Nische, sondern wirklich deutschlandweit und europaweit erfolgreich sein können. Die vierte Dimension und auch die letzte Dimension. Das ist für mich die mit Abstand spannendste Dimension. Das ist das sogenannte Growth Mindset. Da gibt es zwei Begriffe. Es gibt einmal das Growth Mindset und das Fixed Mindset. Das sind beides Begriffe, die vor knapp dreißig Jahren von Dr. Carol Drek entwickelt und implementiert wurden und dass es ja Menschen so in zwei Kategorien steckt. Ich bin zwar generell kein Freund von, aber es ist ein schönes Gedankenexperiment. Es gibt Menschen mit dem Growth Mindset, die denken oder sind der Überzeugung, dass Fähigkeiten und Intelligenz entwickelt und trainiert werden kann. Im Gegensatz dazu gibt es dieses Fixed Mindset, was eher davon ausgeht, dass gewisse Dinge gegeben sind und nicht mehr geändert werden kann. Also das heißt, ich werde mit einer gewissen Intelligenz geboren und ich muss halt damit leben. Daran kann ich nichts ändern. Was sich daraus natürlich so ein bisschen automatisch ergibt, ist, Menschen mit diesem Growth Mindset tendieren eher dazu, neue Herausforderungen anzunehmen und Veränderungen anzustreben. Daraus resultiert natürlich auch häufig und bis zu einem gewissen Grad, dass Menschen mit diesem Growth Mindset erfolgreicher sind. Und wenn diese Menschen mit dem Growth Mindset dann auch noch gegen die Giganten des Einzelhandels antreten, haben sie sogar vielleicht eine gute Chance. Vielleicht eine kleine Aufgabe für gleich nach dem Vortrag: Dreihanddreißig Prozent der Menschen sind ungefähr dem Growth Mindset zuzuschreiben, siebenundsechzig Prozent dem Fixed Mindset. Da kann sich ja jeder mal selber so ein bisschen fragen und einschätzen, wie er dazu steht oder wie sie dazu steht. Mein letztes Beispiel – ich gucke auch auf die Zeit – ist Reishunger. Das ist aber ein Case, den ich unbedingt mitnehmen muss, weil besser lässt sich dieses Growth Mindset einfach nicht veranschaulichen, außer mit Sorab und mit Torben, die zweitausendelf in Bremen gemeinsam Reishunger gegründet haben, weil sie einfach ... Ja, sie saßen in der Uni, der Einheitsbrei in der Unikantine, da hatten sie keinen Bock mehr drauf und gerade Sorab, dessen Eltern aus dem Iran stammen, der ist einfach mit einem ganz anderen Verhältnis zum Thema Reis aufgewachsen. Ja, wir in Deutschland, wir kennen Reis im Prinzip aus dem Kochbeutel und eigentlich essen wir sowieso Kartoffeln und Pasta noch lieber. Die beiden haben sich aber gemeinsam zur Aufgabe gemacht, dieses Thema Reis zu emotionalisieren. Elf Jahre später hat Reishunger einen riesengroßen Onlineshop mit circa fünfhunderttausend Monthly Visits jeden Monat mit über fünfzig Mitarbeitern und sind inzwischen in jedem größeren Rewe Markt vertreten, obwohl – und das ist das wahnsinnig Spannende – sie am gesamten Reisanteil, Marktanteil in Deutschland winzig klein sind. Uncle Ben's und die Eigenmarken der verschiedenen großen Retailer sind immer noch mit Abstand auf den ersten Plätzen zu finden. Reishunger hat aber seine eigene kleine Nische und in dieser kleinen Nische eine wahnsinnig tolle Community gebaut, die sich mit diesem Thema Reis beschäftigt. Da gibt es Rezepte, Currys, Reiskocher, Pasta aus Reis und während ich das aufzähle, fühle ich mich so ein bisschen wie der beste Freund von Forrest Gump, Baba, der über die Schrimps redet. Aber genauso ist es mit Torben und mit Sorab beim Thema Reis. Und das machen sie wirklich durch ihre Online-Community, die sie auf Instagram, TikTok, YouTube und Switch immer weiter und weiter aufbauen und weiterhin durch die Decke setzen. Und das ist einfach wahnsinnig, wahnsinnig spannend zu sehen. Das ist mein letzter Slide, aber im Prinzip das Wichtige, was ich was ich noch sagen möchte, ist: Schaut, dass ihr euch mehr und mehr von diesem Growth Mindset abschaut. Identifiziert Herausforderungen, nehmt sie an, lernt davon und vor allem wachst daran, weil wenn wir dieses Growth Mindset alle miteinander leben und wir das vor allem auch noch auf unsere Kolleginnen und Kollegen und auch unsere Mitarbeiter übertragen können, ist das Schöne am Growth Mindset: Das wächst nicht linear, sondern exponential. Und ich glaube, wenn wir das akzeptieren und auch in Kauf nehmen, dass wir durchaus scheitern können, haben die kleinen und haben die kleinen KMUs wirklich eine Chance, gegen diese großen Giganten des Einzelhandels eine Chance zu haben und ihnen die Stirn zu bieten. Und das war es auch von meiner Seite. Ich überspringe jetzt hier mal zwei, drei Slides, weil mit denen bin ich nicht so ganz fertig geworden. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit. Genau, connectet euch gerne mit mir auf LinkedIn, schreibt mir eine Mail, mailt euch generell bei Molly, schaut euch unsere Internetseite an und kommt immer auf uns zu, wenn ihr das Gefühl habt, wir können euch noch weiterhelfen oder Fragen beantworten. Danke schön.Jawohl, lieber Christopher, ganz herzlichen Dank auch von meiner Seite hier für deinen inspirierenden Vortrag voller Power, wie ich finde. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass bei Molly auf jeden Fall eine ganze Menge an Kolleginnen und Kollegen arbeiten werden mit einem entsprechenden Growth-Mindset. Ganz spannender Abschluss an dieser Stelle. Christopher, es gibt ein paar Fragen aus der Community und auch einige Fragen von mir und wir haben tatsächlich jetzt auch noch gut Zeit für eine spannende Q&A-Session. Und du hast mich mit einem Fakt, na ja, ich muss sagen, negativ beeindruckt. Keine Sorge, ich löse sofort auf, worum es geht. Und zwar, dass tatsächlich vierundneunzig Prozent aller E-COMMERCE-Player in Europa – so habe ich es mir zumindest gemerkt – Fehler in ihrem Checkout-Prozess drin haben. Fehler kann dabei natürlich ein Usability-Thema sein, ein fehlender Zahlungsort, vielleicht auch sogar einfach nur ein Checkout-Prozess, der eben einfach zu lange dauert, also beispielsweise über eine Minute oder drei Minuten. Jetzt frage ich mich als erstes: Why is that? Also sollte es nicht die Kernkompetenz der entsprechenden E-Commercler sein, unabhängig davon, ob ich E-Commerce-Pure-Player bin, dann in jedem Fall, oder aber gegebenenfalls im Retail meine Hauptabsatzkanäle habe und eben auch E-Commerce mache. Aber sollte es nichtsdestotrotz dann meine Kernkompetenz sein, eben diesen Bereich auch mit einem Hauptfokus aufzustatten. Ich bin, na ja, wie gesagt, gerade echt negativ überrascht, ob dieser doch extrem hohen Zahl. Ja, absolut. Also ging mir genauso. Es überrascht aber gar nicht so riesig, wenn man sich damit ein bisschen genauer beschäftigt. Also jeder, der schon häufiger auf Optimierungskonferenzen oder auch Online-Marketing-Konferenzen, da geht es wahnsinnig viel darum: Wie bekomme ich den Kunden in meinen Shop? Weil natürlich der lokale Retailer hat den großen Vorteil, dass fast alle Kunden, oder zumindest ein Großteil mehr als die Hälfte, die in meinen Laden physisch reinkommt, die kaufen da auch was. Online ist es natürlich ganz, ganz anders. Sondern da ist es wichtig, so viele Leute wie möglich in meinen Shop zu bekommen, weil einfach diese Conversion schon so super gering ist und ich alles dafür gebe, dass ich wirklich mit On-Side-Tracking, mit allen möglichen Tools, die wir da zur Verfügung stehen haben, den Kunden in den Warenkorb liegen des Produktes überzeugen wollen und dann ihm so ein bisschen seinem Schicksal überlassen. Und vor allem die meisten Leute auch sagen: „Gut, ich arbeite bei diesem Unternehmen, aber hier selber kaufe ich gar nicht und deswegen das meistens selber noch nie ausprobiert haben. Und das kann natürlich ganz viele Gründe haben. Das eine, was ich meinte, dass zum Beispiel die Zeit fehlt, dass man sich einfach mit so vielen Dingen beschäftigen muss, dass ich gar nicht dazu komme, das einmal privat zu machen, weil ich glaube, das kann auch jeder mit gutem Gewissen sagen: Nicht jeder E-Commerce-Manager, der bei einem E-Commerce-Unternehmen arbeitet, arbeitet da, weil er zu einhundert Prozent vom Produkt überzeugt ist, sondern meistens, weil es halt einfach vielleicht ein guter Job ist oder ihm einfach Spaß macht, in dieser Branche zu arbeiten und ist selber gar kein Kunde von sich selber und dann stoße ich da einfach gar nicht drauf. Aber das Gute ist, es lässt sich ja relativ einfach. Ich habe das ja so ein bisschen aufgezeigt. Wenn man dieses Growth-Mindset sich ein bisschen zu Herzen nimmt, da wirklich auch den Status quo sich ein bisschen vornimmt und den auch mal herausfordern möchte oder einfach mal seiner Partnerin oder seinem Partner den Check-out zur Verfügung stellt und sagt: „Klick den doch einfach mal durch und schreib doch noch mal fünf Dinge auf, die dir auffallen, die man verbessern kann. Und dann habe ich jetzt zumindest schon mal, also mit guter Chance habe ich mindestens fünf dieser Fehler vielleicht schon gefunden, kann die ausbessern und ausmerzen. Und wie gesagt, die meisten sind auch wirklich Kleinigkeiten. Was ich auch da nur anbieten kann: Check-out-Analysen und Check-out-Optimierungen dazu beraten. Wir natürlich auch absolut kostenlos. Meldet euch da gerne bei uns. Ich bin leider sicher, dass wir auch bei euch im Check-out mindestens fünf Fehler finden, aber vielleicht kriegen wir den einen oder anderen dadurch entspannt und einfach rausgeräumt. Ja, dann nehmen wir das noch mal direkt in Anspruch, Christopher. Insofern kannst du da gerne unsere Sales UX auf der Konferenz-Webseite dir einmal vornehmen. Nächste Frage: Du hast das Thema Internationalisierung angesprochen. Auch relevante E-Commerce-Umsätze, die natürlich entstehen bei deutschen E-Commerce-Händlern, wo dann der Bestellstandort eben außerhalb von Deutschland liegt, irgendwo in Europa, vielleicht sogar weiter weg. Jetzt kennen wir es aus der Praxis sehr häufig, dass sich E-Commerce-Player durchaus schwertun, zu internationalisieren, auch im Payment-Bereich beispielsweise, weil Zahlungsformen ja durchaus – du hast es auch erklärt an dem Beispiel – Niederlande gegenüber Deutschland – sich sehr stark unterscheiden von Markt zu Markt und insbesondere auch Zahlungsverfahren teilweise unterschiedlich implementiert werden müssen, Rechtskonformität überhaupt herstellen zu können. Das heißt, es ist dann doch häufig für E-Commerce-Player nicht ganz so einfach zu sagen: „Hey, ich schalte jetzt meinen Shop auch in Netherlands, ich gehe nach Schweden, ich gehe nach Spanien, ich gehe overseas beispielsweise und sie müssen sich sehr stark natürlich mit lokalen Zahlungsverfahren und eben Rechtskonformität auseinandersetzen. Ist das ein Themenkomplex, wo ihr eben als Lösungsanbieter dann auch Plug-and-Play sozusagen mit euren Kunden internationalisieren könnt? Oder ist das weiter ein Thema, was viel Vorarbeitung benötigt, wo man genau hinschauen muss, wenn man ein weiteres Land beispielsweise mit hinzunehmen möchte im Verkauf? Also ganz so einfach, gerade die Internationalisierung – du hattest es ja auch über den großen Teich angesprochen, aber auch schon innerhalb der EU –, das ist nicht, dass ich in jedem Land einfach Plug & Play sofort loslegen kann. Rein technisch natürlich schon. Ich kann eine Zahlungsart bei uns zum Beispiel einfach aktivieren und zwei Minuten später ist die Check-up, die kann von Endkunden benutzt werden. Aber natürlich das ganze Rechtliche ist ein Thema, was auf jeden Fall bedient werden muss. Aber da kommen wir zu diesem ganz tollen Punkt, den ich auch schon auf den Slides hatte, der SaaS-Lösungen oder generell dieses Partner-Ökosystems. Natürlich ist es wahnsinnig anstrengend und wahnsinnig schwierig, wenn ich das alles selber machen möchte. Wenn ich sage, ich bin die One-Man-oder One-Woman-Show und dieses Thema reiße ich jetzt alleine, mache mich alleine schlau.Kann ich das natürlich, aber unfassbar aufwendig und wahrscheinlich stehe ich dann irgendwie nach zwei, drei Stunden davor und sage, um Gottes willen, das mache ich nicht alleine. Wenn ich mir dann aber die richtigen Partner, wenn ich mir dann die richtigen Partner suche und mit ins Boot hole, dann habe ich vielleicht ganz einfach eine Versandlösung über Shipcloud, äh, über Sendcloud. Dann habe ich vielleicht noch eine ganz einfache Lösung, was die Rechtstexte angeht, über einen unserer Partner, wie zum Beispiel dem Händlerbund, äh, die, die bieten da Rechts-, äh, Rechtshilfe an für die verschiedenen Texte. Ähm, wir haben Partner, äh, im Bereich Übersetzung des Ganzen, für uns natürlich, äh, die Payment Möglichkeiten. Und wenn ich mir dann einfach die meisten Partner raussuche, beim Händlerbund sind wahnsinnig viele Leute sowieso schon Mitglied, nehmen vielleicht gar nicht ihre Mitgliedschaft so in Anspruch, wie sie es tun sollten. Ähm, melde mich bei Sendcloud, bei Molly an. Das ist erstmal komplett kostenlos. Erst dann, wenn es auch wirklich genutzt wird, fallen Kosten an. Das heißt, ich kann ohne viel Aufwand, mit wahnsinnig wenig Geld investiert, kann ich einfach den Sprung in ein neues Land machen. Also so kompliziert ist es zum Glück nicht mehr, wie es vor ein paar Jahren noch gewesen ist. Das ist doch schon mal eine sehr gute Nachricht, Christopher. Bleiben wir mal bei dem Themenkomplex oder der Überschrift ja auch deines Vortrags, Democrazing the Digital Economy. Wenn wir so ein bisschen auf den deutschen Markt schauen, du hast dann die richtigen Player ja genannt, Amazon, eBay, Otto, die Top drei Plattformen oder Marktplätze tatsächlich in Deutschland. So sehen wir gerade auch beschleunigt in den letzten ein, zwei Jahren tatsächlich eher einen Trend dazu, dass es, ähm, eher Plattformstrategien gibt, die in Deutschland auch zunehmend Marktanteile gewinnen. Das heißt, Otto hat beispielsweise ein sehr starkes Marktplatzwachstum in den letzten ein, zwei Jahren hingelegt. Douglas entwickelt sich immer mehr zur Plattform für das Thema Beauty beispielsweise. Auch in anderen Industrien scheint es sehr wahrscheinlich, dass es eben tatsächlich so ist, dass wir nicht nur ein Goliath haben werden, was eine sehr gute Nachricht ist, sondern branchenspezifische Plattformen entstehen und E-Commerceler dann tatsächlich jetzt dazu neigen, in der Tendenz meiner Beobachtung nach zumindest, schnell auch eben auf diese Plattform aufzuspringen, dort eben auch die Möglichkeit zu haben, direkte, na ja, Verkäufe und ähnliches zu erzielen. Ist das eine Tendenz, die siehst du ähnlich und auch sehr, sehr positiv, weil du sagst: „Hey, damit wird das E-Commerce-Volumen bestmöglich in Deutschland verteilt?" Oder sagst du eher: „Na ja, liebe E-Commerceler, da begebt ihr euch aber ja dann doch wieder in eine Abhängigkeit. Nur die Marke ist eine andere, die dahinter steht." Also was ist so deine Perspektive, eure Perspektive bei Molly auf das sich entwickelnde Plattformbusiness hier in Deutschland? Ich muss, ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin ein riesiger Fan von dieser Entwicklung, weil genau wie du es gesagt hast, wir nehmen von diesem einen riesigen Goliath weg und verteilen das auf viele, viele kleinere und haben da vor allem die Möglichkeit, wirklich tolle Synergien zu schaffen. Weil zum einen stellt, äh, stellt zum Beispiel jemand wie Douglas, wie Otto, stellt einfach sein Netzwerk, seine Technik und auch vor allem seine riesige Menge von Kunden zur Verfügung. Ähm, und ich kann sie als, als, ich sage mal, Accelerator oder als Beschleunigungsstreifen für mich selber als kleines E-Commerce-Business benutzen. Und wenn ich das schlau personalisiert und wirklich auf den Endkunden fokussiert tue, kann ich das aber trotzdem nutzen, um diese Kunden am Ende in meinen eigenen Onlineshop zu bringen. Das heißt, äh, das ist auch ein schönes Beispiel, zum Beispiel von Reishunger. Ähm, die verkaufen eigentlich pure online, haben sie aber von, sind aber auch auf Amazon aktiv, um überhaupt eine breitere Masse von Kunden anzusprechen, um da einfach wirklich weitere Bekanntheit zu generieren. Und was ich auch cool finde, äh, sie haben die Möglichkeit, äh, sie haben sich für die Möglichkeit entschieden, alles auf, äh, bei REWE auch zu verkaufen, um da einfach noch eine ganz breitere Kundenmasse zu bringen. Aber überall steht wahnsinnig prominent Reishunger drauf. Wenn ich da bestelle bei Amazon, kriege ich einen kleinen Gutschein, damit ich bei Reishunger im Onlineshop bestelle. Das heißt, ich habe einfach eine ganz tolle Synergie geschaffen von den Marktplätzen, um kleinere Marken zu beschleunigen. Ähm, und für die Großen ist es eine tolle Möglichkeit, ihr Wissen zu teilen. Wobei ich der Überzeugung bin, dass die meisten, äh, die meisten großen Marktplatzanbieter eher sich denken: „Super, ich hole mir die ganzen Leute bei, äh, auf, bei mir auf die Plattform, um einfach noch ein bisschen mehr Geld zu generieren. Ich bin mir nicht sicher, ob da wirklich dieser Democrazing der digitalen Wirtschaft wirklich der Kernhintergrund ist, des Ganzen. Aber generell führt es vielleicht zu einem etwas ungewollten Effekt der großen Marktplatzbetreiber, weil ein schöner Effekt für uns alle anderen, dass das wirklich jeden besser im E-Commerce vertreten macht. Okay, time will tell, wie es so schön heißt. Lieber Christopher, eine weitere Frage, wenn wir ein bisschen unseren Blick in die Zukunft richten. Ihr habt als Payment-Dienstleister natürlich auch eine ganze Menge an Daten, die ihr aggregiert, auch im internationalen Umfeld. Wenn wir uns mal den Zahlungsmöglichkeiten in der Zukunft zuwenden. Klar, ne, wir haben die Basics, gerade im deutschen Markt, PayPal, Sofortüberweisung, Klarna, Kreditkarte, Checkout-Prozesse über einen der großen Dienstleister, gegebenenfalls auch Apple Pay und Co. Ähm, wenn wir unseren Blick in andere Märkte richten, ist es dann auch schon in anderen Zielmärkten ganz üblich, beispielsweise, dass ich auch mit Bitcoin oder mit Cryptocurrency oder ähnliches meine Waren bezahle? Und wie siehst du Deutschland in dem Zusammenhang? Also ich, ich mein, Deutschland können wir, wissen wir, glaube ich, alle, wir werden niemals die ersten sein, die so was ausprobieren. Wir werden wahrscheinlich, äh, es gibt ja, äh, meistens so die Early Majority. Das sind so meistens meine Kollegen in den Niederlanden. Wir sind denn eher so die Late Majority, die immer hinterherkommen, wenn sie merken, okay, das hat gut funktioniert. Ich glaube, auch der Cryptocurrency-Markt ist jetzt, Stand heute, noch nicht unbedingt da, wo er, wo er sein muss, weil es einfach eine so große Vielzahl neben den großen Marken wie Bitcoin oder Ethereum gibt es noch so wahnsinnig viele kleine Coins, die links und rechts aufploppen. Da ist momentan ist der Markt riesig groß, wahnsinnig volatil und ich glaube, wenn sich da ein bisschen Sicherheit eingestellt hat, man zum Beispiel auch gemerkt hat, okay, wenn ich heute mit einem Bitcoin mein, äh, mein Brötchen bezahle, hab ich dann nicht, wenn ich zwei Tage später draufgucke, auf einmal rückwirkend 20 € für ein Stück, für ein Brötchen bezahlt, weil der Preis einfach durch die Decke gegangen ist, ähm, sondern wenn man da eine gewisse Sicherheit einfach hat, wird das ein Thema sein, was wahnsinnig relevant sein wird. Ich habe das heute Morgen im Interview schon einmal ganz kurz angesprochen. Selbst Visa hat die, hat deutsche KMUs befragt und die KMUs haben zu fünfundzwanzig Prozent gesagt, dass sie in den nächsten Jahren Bitcoin anbieten wollen. Das heißt, wenn selbst in Deutschland fünfundzwanzig Prozent der KMUs sagen: „Ja, Bitcoin wird ein Thema die nächsten Jahre", dann müssen wir uns darauf einstellen, dass es auf jeden Fall kommen wird und ich kann auch jedem nur privat raten: Beschäftigt euch da lieber früher als später mit. Okay, vielen Dank für deine Einschätzung. Eine letzte Frage, dafür haben wir noch Zeit. Die geht dann aber tatsächlich wieder Richtung Molly. Du hast es in deinem Intro ganz schön gesagt: Ihr möchtet most loved PSP sein, also Payment Service Provider. Ähm, das ist natürlich erst einmal etwas, was sich wunderschön anhört. Meine Frage in deine Richtung, Christopher, weil ihr seid natürlich eine Digital Company, ihr seid sehr KPI-driven. Wie messt ihr das Thema? Also wann seid ihr most loved PSP oder seid ihr es gegebenenfalls schon?Das hoffen wir natürlich immer, aber ich glaube, dieses Thema Most Love, das ist kein finaler Zustand. Das ist immer ein in sich passierender Prozess. Es gibt dann natürlich ganz viele verschiedene Faktoren, die man sich angucken kann. Trust Pilot ist so eine Möglichkeit, dass man sich einfach anschaut, die Menschen, die uns nutzen, wie bewerten die das einfach ganz offen und offensichtlich nach außen? Und da kann man einfach sehen, wir haben da ein Rating von knapp 4,1 sind wir, glaube ich, gerade. Wenn man das mit dem Rest der Payment-Branche vergleicht, haben wir da ungefähr ein doppelt so gutes Rating wie fast alle anderen auch. Da gibt es nur noch einen anderen, der in diesem gleichen Universum mit Klarna, die auch so eine gute Bewertung haben. Die sind aber natürlich viel mehr auf den Endkunden fokussiert und wir viel mehr auf den Händlerkunden. Und was natürlich auch noch wahnsinnig spannend ist: Wir machen Kundenbefragungen jedes Jahr. Ich habe ja schon ein paar Insights davon auch in meiner Präsentation geteilt, aber daraus nehmen wir natürlich auch wahnsinnig viele Informationen, wie uns die Kunden finden und nehmen natürlich auch jedes Feedback ernst. Deswegen, ich glaube, so richtig im finalen Status endgültig der Most Love PSP, das wird man niemals schaffen, aber wir wollen quasi gerne in einem jährlichen Ranking oder in einem monatlichen Ranking wollen wir immer auf Platz ein stehen. Und das ist auch das, wonach wir jedes Handeln und jede Neuerung, die wir da rausbringen, wirklich setzen. Leider natürlich immer im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und da gibt es ja von der EU eigentlich jedes Jahr spannende neuen Dinge, die wir erfüllen dürfen und wir das natürlich auch tun, aber immer unter dem Vorsatz: Wie machen wir es für die Händler so einfach wie möglich, damit sie ihr Growth Mindset verfolgen können? Okay. Ganz herzlichen Dank, lieber Christopher, hier von unserem OMKB-Team für deinen spannenden Vortrag. Vielen Dank auch seitens der OMKB-Community, die großes Interesse gezeigt haben an dem Thema rund A, Payment Solution, aber auch B, wie ich eben entsprechend als kleiner E-Com oder als vermeintlich kleiner E-Commerce-Player gegebenenfalls noch Game Changer ins Rennen bringen kann, eben entsprechend den Wachstumsherausforderungen in Zukunft dann auch besser bestehen zu können. Schöne Grüße nach Kiel. Ich wünsche dir noch viel Spaß heute Nachmittag hier bei uns auf der OMKB und wir gehen in eine ganz kurze Pause und sehen uns dann gleich wieder mit den nächsten fantastischen Vorträgen, hier bei uns auf der Main Stage live aus Berlin. Bis gleich.

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Im Video erwähnt

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Beschreibung

KMU gegen globale Giganten im Einzelhandel? Das geht. Mit der richtigen Strategie und perfekten technischen PSP-Umgebung. Christopher Henke von Mollie verrät mehr dazu.

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