Digital Marketing Roundtable | OMKB Summer Edition 2021
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Gut, und wir kommen gleich zu einem weiteren Highlight hier bei uns auf der Main Stage, und zwar starten wir in den ersten Digital Marketing Roundtable. So, da sind wir nach dem kurzen Intro unserer drei fantastischen Speakerinnen, die ich gleich hier auf der OMKB Mainstage im Rahmen unseres Female Digital Marketing Roundtables begrüßen darf. Tatsächlich setzen wir hiermit eine kleine Tradition fort, respektive beginnen eine Tradition, dadurch dass wir bei unserer letzten OMKB schon einen Digital Marketing Roundtable ausschließlich mit Führungskräften, ähm, aus fantastischen Unternehmen entsprechend besetzt haben und diese Logik heute weiter fortführen möchten mit unseren drei Frauen, die wir gleich in unserem Digital Marketing Roundtable werden begrüßen dürfen. Bevor es aber tatsächlich in die Vorstellung der drei Speakerinnen geht, die wir heute mit dabei haben, möchte ich euch noch einmal ganz kurz auf unsere OMKB-Hashtag-Challenge hinweisen. Ich habe schon eine ganze Menge an Content gesehen, immer wenn wir etwas Zeit haben, hier behind the scenes und uns ein wenig umschauen mit tollen Postings, Zusammenfassungen unserer Vorträge oder auch dem einen oder anderen Statement unserer Speaker. Und dieser Content ist zu finden unter dem Hashtag „OMKB, insbesondere auf LinkedIn. Wen wundert sicherlich die Plattform, auf der auch wir am meisten präsent sind aktuell, aber auch sichtbar in anderen sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook oder auch Twitter. Ihr seid herzlich eingeladen dazu, euren Content zur OMKB, euer direktes Feedback auch unter dem Hashtag „OMKB entsprechend in den sozialen Netzwerken zu teilen. Und mein lieber Kollege Shahab hat es in der didaktischen Pause vorhin im Gespräch mit Sven ja auch schon erwähnt, dass wir unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, also allen Leuten, die ein bisschen Content entsprechend über unsere Channel distribuieren, ein iPad Mini verlosen, was mir zumindest bei der Moderation extrem hilfreich ist und dienlich. Ich frage einmal ganz kurz in die Regie, ob mittlerweile alle drei Speakerinnen uns schon zugeschaltet sind. Zwei sind schon da. Das ist doch schon mal sehr gut. Ich nehme das zum Anlass und werde schon einmal beginnen, die Speakerinnen und auch Unternehmen euch einmal kurz vorzustellen, ehe wir dann entsprechend in den eigentlichen inhaltlichen Part des Gespräches einsteigen werden. Wir haben heute in unserem Digital Marketing Roundtable dabei Lisa Steinhauer von BMW. Lisa ist Marketing Manager und Digital Transformation Lead bei BMW und arbeitet mittlerweile seit über zehn Jahren für einen der größten deutschen Automobilhersteller in unterschiedlichsten Positionen. Sie ist Spezialistin für Online-Kommunikation, hat während ihrer Karriere bei BMW auch im Brand Marketing für Mini beispielsweise schon gearbeitet oder als Area Marketing Managerin. Ihre Topics sind – wen wundert es – bei dem aktuellen Job Description Transformation und Digitalisierung. Sie ist unter anderem auch Mitglied bei Mission Female, einer weiblichen Managementberatung und einem Netzwerk unter dem Motto „Stronger Together, was so sehr gut natürlich auch passt zu unserem Female Digital Marketing Roundtable heute. Und noch ein kurzer Fact zu BMW: Sicherlich die Marke mit hundertprozentiger Bekanntheit hier bei uns in der Audience. Bmw lieferte 2020 weltweit rund 2,33 Millionen Autos aus. Eine imposante Zahl und gehört damit weiterhin zu den größten deutschen Automobilkonzernen überhaupt und natürlich auch weltweit. Liebe Lisa, schön, dass du heute mit dabei bist und gleich in den Talk mit mir einsteigen wirst. Dann kommen wir zu unserer zweiten Protagonistin des heutigen Roundtables, und zwar begrüße ich ganz herzlich hier bei uns auf der OMKB Mainstage, Sophia Lara Skuratovic von Audible. Sophia ist Senior Marketing Managerin bei Audible und seit sechs Jahren im Unternehmen aktiv, zuvor in der Position als Search Engine Marketing Managerin, das heißt mit einem ganz klaren Fokus natürlich auch auf digitalem Marketing und insbesondere suche. Sie war zuvor Head of Search, Engine Marketing und Display bei der nu3 GmbH und, ähm verfügt über weitere Agenturexpertise, unter anderem als SAM Consultant bei der aperto Online Marketing. Sie hält einen Bachelor in Medien, Musik, Bild-und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war auch bei einer unserer physischen Veranstaltungen im Jahr 2019 schon als Speakerin zu Gast.Ihre Themenschwerpunkte liegen im Suchmaschinenmarketing, Google Analytics, E-Commerce und mittlerweile dann auch im holistischen Marketing für Audible. Audible selbst ist ein internationaler Anbieter für insbesondere HörbuchDownloads, wurde tatsächlich schon 1995 gegründet, unter anderem in einem Joint Venture aus Holzbringventures, Random House und Bastel Lübbe und gehört seit mittlerweile schon 2008 vollständig zum Amazon-Ökosystem. Und zusätzlich zu dem eigenen Online-Auftritt startet Audible beispielsweise als weltweit exklusiver Partner den iTunes-Store mit gesprochenen Audioinhalten aus. Liebe Sophia, auch an dich ein ganz herzliches Willkommen und schön, dass du heute bei unserem Digital Marketing Round Table am Start bist. Last but not least kommen wir zu unserer letzten Führungspersönlichkeit im digitalen Marketing. Und zwar begrüße ich ganz herzlich in unserem Round Table Julia Strassil von Capri Sun. Julia ist seit Januar 2017 bei Capri Sun aktiv und unter anderem seit 2018 auch freiberuflich als Executive Leadership Coach. Vor ihrer Zeit bei Capri Sun war sie knapp fünfeinhalb Jahre bei der Hero Group als Direktor International Marketing und hat auf Marketing Retail aktiv, der jetzt nicht direkt etwas mit der Hero Group anfangen kann. Dazu gehören unter anderem bekannte Marken, die auch in Deutschland vertrieben werden, wie Corny und Schwartau. Sie ist bekannte Speakerin, beispielsweise auf dem Innovation und Packaging Summits und war vor ihrer Zeit bei der Hero Group drei Jahre bei PepsiCo als Brand Managerin aktiv, verfügt also mittlerweile über 16 Jahre nationale und internationale Erfahrung im FMCG-Bereich. Ihre Leidenschaft ist das Thema E-Commerce, Nachhaltigkeit und Start-ups und natürlich ihre Tätigkeit bei Capri Sun mit Hauptsitz in Zug in der Schweiz. Auch hier ein kleiner Fun Fact: 6 Milliarden Packungen Capri Sun werden jährlich mittlerweile in über 120 Länder weltweit verkauft und das Unternehmen behauptet mit Fug und Recht sehr wahrscheinlich, sind sie Number One Kids Drinks Brand weltweit. Insofern, liebe Julia, auch an dich ein ganz, ganz herzliches Willkommen hier in unserem Female Digital Marketing Round Table, hier auf der Main Stage der OMKB. Schön, dass ihr alle da seid und ich hoffe, ihr seid mir mittlerweile auch technisch zugeschaltet. Es sieht ganz so aus und könnt mich gut hören und sehen. Hallo, ihr drei. Hallo. Hi. Schön, dass ihr da seid und das erste Mal fantastisch bunte Hintergründe, mit denen ihr uns hier heute empfangt. Ich freue mich sehr auf den gemeinsamen Talk mit euch und habe natürlich überlegt: „Mensch, wie verbinden wir denn heute im Rahmen unserer Session die drei Marken BMW, BMW, Audible und Capri San am besten miteinander, weil er schon sagen muss, wir sind heute mit drei ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen hier konfrontiert, sicherlich auch mit ganz anderen Herausforderungen im Marketing. Und deswegen gehen wir so vor, dass wir letztendlich uns den einzelnen Protagonistinnen und einzelnen Marken immer ein bisschen Zeit einräumen, sozusagen von Marke zu Marke springen, ihr natürlich aber jederzeit herzlich eingeladen seid, entsprechend auch bei den Parts eurer Vorrednerinnen entsprechend ergänzend mit einzutreten. Und es gibt sicherlich auch das eine oder andere Thema, was für euch drei direkt gleichermaßen eben auch von Interesse ist. Insofern würde ich sagen, let's go, lass uns einsteigen in den Digital Marketing Round Table heute. Und liebe Lisa von BMW, herzlich willkommen noch mal an dich. Gerne möchte ich mit dir unser Gespräch eröffnen. Von wo bist du uns heute zugeschaltet? Sag mal. Hi Mario und hi zusammen. Alle, die live dabei sind, ich sitze heute im Homeoffice Das ist in München, denn wir machen aktuell immer noch zwei Tage Homeoffice und drei Tage Office, je nachdem, wie die Situation im Office ist. Okay. Lisa, du sagst selber auf LinkedIn über deine Position bei BMW unter anderem eine deiner Aufgaben ist Driving Change und asking questions. Was meinst du damit konkret? Was sind deine Aufgaben im Tagesgeschäft bei BMW? Tagesgeschäft wäre wahrscheinlich viel zu kleinteilig. Ich nehme diesen Slogan immer ganz gerne, weil es eben das ganze Große geht. Mich interessiert immer in der Steuerung meiner Märkte, circa 37 Märkte, die ich betreue, geht es darum, was ist unser Ziel, gerade im Marketing für die Kampagne und was haben wir erreicht? Und danach zu fragen: Warum haben wir das erreicht und wie können wir es verbessern? Das sind immer die Fragen, die ich stelle.Und du hattest es ja schon eingehens gesagt, ich bin schon seit mehr als zehn Jahren, fast für seit über zwölf Jahre für die Marke zuständig und habe angefangen Facebook Seiten Fanpages aufzubauen und das tue ich im Prinzip immer noch, weil für Facebook muss ich immer noch kämpfen. Ja, für die Tatsache, dass das einfach immer noch ein bekanntes Medium ist und dass das Internet kein Trend ist und tatsächlich bleibt und geht. Also Transformationsthemen wie digitale Sales, aber auch digitale Kommunikation pushe ich immer jeden Tag. Ja, okay, wow. Du hast gerade gesprochen, dass du für 37 Länder verantwortlich bist. Du musst jetzt nicht alle 37 aufzählen, aber kannst du uns einmal berichten, welche Märkte unter dein Verantwortungsgebiet fallen? Ja, in der aktuellen Situation oder Position kümmern wir uns die Importeursregion. Die ist bei BMW geclustert, bei BMW geclustert und einer meiner größten Märkte in dieser Regionssetup ist die Türkei zum Beispiel, aber auch Israel gehört dazu und auch paar kleine Inseln, wo man ganz gerne den Sommerurlaub verbringen würde, Guadeloupe und Martinique zum Beispiel. Da sieht man also, man hat super krasse Unterschiede von einem sehr europäisch geprägten Markt oder andere Kulturen zu wirklich ganz, ganz, ganz kleinen Märkten und Inseln. Sehr spannend. Okay, das glaube ich. Lass uns da gerne in diesen Themenkomplex einmal einsteigen, gerade auch in der Internationalisierung eurer digitalen Marketingaktivitäten. Wie kann ich mir das vorstellen, wenn ihr im globalen Campaigning unterwegs seid, vom BMW beispielsweise gerade neue Automodelle, die I-Serie oder ähnliches pushen möchtet? Wie funktioniert so ein Rollout von euren Kampagnen auf regionaler Ebene, gerade wenn ich in andere Märkte schaue. Du hast gerade zum Beispiel Israel erwähnt und die Türkei erwähnt, die wahrscheinlich im Hinblick auf ihre Kreations und Kreationstonalität komplett unterschiedlich sein dürften. Wie funktioniert sowas tatsächlich? Kannst du uns da einen Einblick geben, wie hoch die Komplexität ist, wie tief ihr gegebenenfalls auch in die einzelnen Märkte hineingehen müsst, damit eure Motive entsprechend auch sauber adaptiert sind und funktionieren? Ja, sehr gute Frage, Manuel. Und da gibt es auch keine richtige Antwort für. Da sind wahrscheinlich die anderen beiden Teilnehmer auch unterschiedlich aufgestellt. Wir bei BMW für unsere Importeursregion. Wir sagen, wir haben ungefähr 70 % globalen Content. Das heißt, wir sind nun mal eine globale Marke, die überall dieselben Themen treibt. Auch jetzt gerade das Thema Electrification. Da ist es uns super wichtig, auch wenn jetzt nicht jeder Markt den größten Electrification share erwartet oder auch noch nicht diese Modelle so ambitioniert verkauft, möchten wir einfach als Marke dafür einstehen, dass uns ein Zukunftsweg wichtig ist. Das fängt bei Electrification an, aber auch bei großen Innovationsthemen für Connectivity oder eben auch autonomes Fahren zum Beispiel. Die werden wir also so circa 70 % in die Kommunikation aufnehmen und dann haben wir circa 30%, die einfach der Markt selber entscheidet durch lokale Motive, wo man eben sagt, wir brauchen einmal Wüste versus Berge. Wir brauchen einfach auch andere Styles und natürlich auch andere Feiertage, die lokal gefeiert werden. Und dafür müssen wir Content kreieren. Und dann natürlich auch noch das Thema, was ist aktuell vertriebstechnisch im Markt wichtig? Also wir verkaufen nicht überall ein I3 oder ein X7. Manchmal ist es auch einfach der Einser oder der Dreier und da ist eben wichtig, da die richtige Balance zu finden. Und wir gehen aktuell in die ungefähre Share von 70 global und 30 lokal. Okay, wenn wir von dem Thema Kreation dann einmal kommen, in der Aussteuerung tatsächlich eurer Kampagnen, so kann ich mir vorstellen, dass ihr grundsätzlich sicherlich auch die üblichen Media Channel bewegt, die eben auch aus dem Dachmedia Mix entsprechend bekannt sind. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass in den unterschiedlichen Zielregionen z.B. die Durchdringung von Facebook in einem Land extrem hoch sein wird, in einem anderen Land gegebenenfalls ganz andere Communitys eine Rolle spielen. Öffnet ihr euch da gemäß der Größe der einzelnen Zielmärkte dann tatsächlich auch für einzelne Länder innerhalb regionaler sozialer Netzwerke? Oder ist es schon so, dass ihr da letztendlich euch auf die Social Networks beschränkt, die wirklich auch einen globaleren Charakter haben? Ja, also wir überprüfen es immer wieder, um zu sehen, ob wir wirklich da noch richtig unterwegs sind. Wir sehen aber, dass wir eher einen nachgelagerten Trend haben, jetzt in meiner Region gegenüber Amerika oder Europa. Und bei uns ist immer noch Facebook sehr stark. Wir fangen jetzt auch an, mit TikTok z.B. erste Berührungsaustäusche zu haben. Und wir sehen darüber hinaus auch manche Märkte, da mache ich auch einen ganz klassischen Out of Home Beitrag noch. Da ist nichts mit digital, da kennt sich jeder, da brauchst du einfach nur ein Billboard. Ja, Lisa, ist das dann etwas, was du persönlich denn auch im Rahmen von BMW nach vorne bringst und wofür ihr eintrittst? Das ist eine große Marke dann tatsächlich jetzt auch eben entsprechend TikTok als Werbekanal angegriffen hat. Ich meine, euch gesehen zu haben in einer Co Creation mit einem der größten TikToker, zumindest auf dem deutschen Markt, mit Junister Ruhe. Bist du diejenige, die dann dort steht und Mensch Leute, 10 Millionen Unique User in Deutschland, wir müssen jetzt aktiv werden und natürlich auch international, oder wie wird so eine Entscheidung getroffen bei BMW zu sagen okay, wir trauen uns, let's go.Ja, das war jetzt das zentrale Team. Also da habe ich auch mal gesessen vor einiger Zeit. Das ist ein ganz tolles junges Team, die immer schauen, was sind so die globalen Trends und wo muss man auch einfach mal ein bisschen mutiger sein. Die ähnliche Diskussion führe ich jetzt zum Beispiel mit der Türkei. Ich würde ganz gerne, dass die Türkei hier in lokale Influencer geht, in Kooperationen auch vielleicht auf dem israelischen Kanal oder sowas, denn da haben wir schon vor zwei Jahren ungefähr gesehen, dass wir wahnsinnige Wachstumsraten hatten. Aber bis jetzt habt ihr noch keinen Content gesehen, weil bis jetzt scheitere ich noch am Top Management, die daran glauben, dass wir TikTok umsetzen müssen. Ja. Okay, an dieser Stelle möchte ich einmal auch unsere beiden anderen Protagonistinnen mit in das Gespräch einbeziehen. Liebe Julia, wir sind ja gerade beim Thema TikTok entsprechend. Und kannst du uns einmal einen kurzen Einblick geben, wie eure Aktivitäten aktuell auf TikTok aussehen? Gerade auch im Rollout beispielsweise von neuen Produktebenen bei Capri Sun. Also wir sind da grundsätzlich sehr aktiv. Wir waren ja eine der ersten drei Marken in Deutschland, die auf TikTok überhaupt aktiv gewesen sind, schon vor zwei Jahren. Und für uns ist es halt sehr erfolgreich gewesen, dass vor dem Hintergrund, dass wir das Thema haben, dass wir nicht nur Erwachsene ansprechen, die Kinder haben, sondern verstärkt eben momentan auch Teenager und junge Erwachsene. Und Teenager suchen ja immer diese Abgrenzung zum Erwachsenen. Deswegen ist ja Facebook für viele Teenager uncool geworden, weil man plötzlich die eigenen Eltern oder Großeltern da sieht. Dann möchten die halt woanders aktiv sein, einen eigenen geschützten Raum haben. Und wir hatten halt von China echt fantastische Insights schon vorab, dass das wirklich eine starke, tolle Plattform sein kann. Und für uns ist das eben gerade für Single Surf, also für Bubbles und 330 ml, so nennen wir die Produkte, die wir momentan da besonders stark vermarkten, sehr attraktiv, weil wir da eben genau die User ansprechen, die wir auch suchen. Bloß muss man zusätzlich sagen, und das ist, was Lisa ja auch gerade gesagt hat, ist natürlich von Markt zu Markt unterschiedlich. Ich kenne das, was Lisa eben angesprochen hat. Irgendwo macht man vielleicht eher out of home. In Afrika zum Beispiel. In vielen Märkten ist das der Fall. Und dann gibt es halt Länder, wo Facebook auch noch total attraktiv ist. Und ich glaube, die große Challenge und da werden wir wahrscheinlich alle beipflichten, ist natürlich bei TikTok, dass der Content, den wir hochladen, ganz anderer sein muss als auf Facebook, weil die Teenager ja heutzutage eine ganz andere Auffassungsgabe haben, ja viel schnellere Bilder gewohnt sind, einen anderen Content haben möchten, nicht so werblich, wie wir das vielleicht, ich sage mal im klassischen TV ausspielen würden. Und von daher ist TikTok für uns einfach von der Zielgruppe her attraktiv. Aber vom Content her würde ich sagen eher challenging, weil wir da einfach auch gerade, ich sage mal bei uns auch intern öfters auch noch mal unsere Führungsebene abholen müssen, weil da natürlich oft das Feedback kommt, das ist viel zu schnell, was ihr da macht. Und dann sagen muss Nee, für die Kids und Teenager, die das sehen, ist das genau richtig so, okay. Da sitzt ihr quasi im gleichen Boot. Auf jeden Fall. Zumindest im Hinblick auf die Führungsebene. Bist du denn Julia, als Profi im Gen. Z Marketing? Setzt du auch im Hinblick auf euren TikTok Content auf Co Creation? Also seid ihr auch in Kooperation mit entsprechenden, ich nenne sie jetzt mal Influencern, Content Creatoren, die ihr dann mit an Bord holt, um dann euren Content auch wesentlich besser noch zu distribuieren? Oder seid ihr in der Content Creation letztendlich als Capri Sun bisweilen komplett ohne weitere Co Creator aktiv? Ich muss sagen, wir sind an einer sehr luxuriösen Position, weil wir eine echte Love Brand sind, gerade was, ich sage mal die Gen. Z betrifft und wir dafür sehr viel user generated Content nutzen können und sehr wenig deswegen direkt mit Influencern zusammenarbeiten. Also wir sind als Marke einfach so beliebt und so cool innerhalb der Zielgruppe, dass die uns quasi von alleine promoten. Was wir machen ist, dass wir z.B. bei der letzten Kampagne und bei Bubbles auch direkt mit der Gen. Z zusammengearbeitet haben mit verschiedenen Vertretern, weil wir in der Marktforschung, wo wir erstmal, ich sag mal eine Originalkampagne klassisch entwickelt haben, festgestellt haben, dass unser Verständnis, ich sage jetzt mal so 35 plus doch sehr stark abweicht von dem, was die Gen. Z attraktiv findet. Und da mussten wir dann erstmal wieder über die Bücher gehen sozusagen und versuchen zu verstehen, was da aktuell ist. Und wir haben daraufhin, würde ich sagen, auch unser Marketingmodell angepasst und arbeiten viel stärker mit der Zielgruppe zusammen. Ganz kurz noch auch zu KPsan und der TikTok Audience. Eine letzte Frage, bevor Elisa, ich wieder zu dir gleich zurückkomme. Du hast gerade von der Bubble gesprochen, der Gen. Z Bubble, die klar bei TikTok zumindest in den letzten anderthalb Jahren für die Jugendlichen oder die jüngeren Generationen noch ein gewisser geschützter Raum dargestellt hat. Jetzt kommt die Generation 35 plus, zu der ich beispielweise auch mit dazu gehöre, verstärkt natürlich auch diese Plattform. Die Wachstumsraten sind prozentual gesehen natürlich in dieser Altersgruppe auch wesentlich größer. Merkt ihr schon, dass sich die jungen Leute beginnen, gegebenenfalls wieder von der Plattform zurückzuziehen, Snapchat gegebenenfalls dann dort tatsächlich auch in der Nutzungsintensität wieder zunimmt? Oder kannst du das noch ganz entspannt für euch als place to be aktuell bewerten? Julia. Nee, wir sehen das für uns, glaube ich, momentan noch sehr entspannt als place to be. Man muss sagen, die Mediaplanung für 2022 startet erst. Das heißt, die ganz aktuellen Zahlen muss ich mir noch mal angucken. Aber was ich sagen kann ist, du hast ja schon gesagt, wir sind mehr als 120 Ländern aktiv. Das heißt für uns auch die Mediapläne werden pro Land angepasst. Und TikTok hat in anderen Ländern, wie z.B. frankreich eigentlich erst letztes Jahr wirklich an Relevanz dazu gewonnen. Und das heißt für uns, wir müssen uns tatsächlich von Markt zu Markt ansehen, um zu verstehen, was der richtige Medienkanal für uns ist. Aber ich persönlich glaube daran, dass TikTok noch deutlich weiter wachsen wird, vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass sie, meine ich, jetzt auch das Thema E CommerceIn den ersten Märkten testen werden und eben im Hinblick auf Asien, wenn man sieht, was da auf TikTok passiert im Vergleich zu Westeuropa, da ist noch, glaube ich, viel Luft nach oben. Okay, Sophia, an dieser Stelle dich auch einmal eingebunden in die Diskussion. Wenn wir uns audible einmal anschauen, wir kommen natürlich gleich noch zu themenspezifischeren Ansätzen, auch runter um euer Ökosystem. So seid ihr ja letztendlich, zumindest im Hinblick auf den Audiocontent, die absoluten Produktionsprofis und Benchmark weltweit. Ich habe zumindest in der Vorbereitung von euch im Hinblick auf so ein Netzwerk wie TikTok, über das wir gerade sprechen, noch recht wenig Aktivitäten und Engagement gesehen. Ich rechne fest damit, dass es eine ganz bewusste Entscheidung ist. Kannst du uns dazu mehr verraten? Ich finde es erst mal total spannend. Ich glaube, wenn man sich die Customer-Lifetime-Values von unseren drei Produkten ansieht, könnte man fast nichts Unterschiedliches auswählen oder auch, wie lange es dauert bis zum Purchase. Und ich denke, es ist ganz klar, wir sind halt ein Literaturprodukt und unsere Zielgruppe ist tendenziell, wir wollen immer offener sein und schauen natürlich auch auf die jüngeren Generationen, aber für mich gibt es immer eine Regel: Wenn du dir überlegst, dass du für 10 € zwei Flaschen Wodka bekommst, dann bist du nicht unsere Zielgruppe. Und deswegen ist TikTok und Snapchat ein Teil unseres Mobile-Marketing-Mixes. Wir schalten ja schon klassische Display-Apps oder Mobile-Apps, aber alle Tests, die wir durch die Influencerinnen machen, ist eher auf YouTube und Instagram. Und auch da, kein großes Geheimnis, sind die Ergebnisse für uns eher beschaulich. Also sehr hohe Kosten für relativ wenig. Ich sitze im Neukundenmarketing, das heißt, meine Top-KPI ist: Was kostet mich der Neukunde? Und da sehen wir in allen Social-Media-Plattformen oder in neueren Generationen vollkommen andere Raten, als wenn ich mir jetzt meine Google-Ads-Anzeigen ansehe oder auch meine Facebook-Ads. Das ist ein ganz anderes Thema. Nachvollziehbar, gerade dann aus eurer Perspektive natürlich wahnsinnig top of Funnel und deswegen sicherlich auch im Hinblick auf die reine Conversion-Betrachtung schwierig in der Competition. Und man muss auch dazu sagen, auch wenn die Kolleginnen und Kollegen von TikTok natürlich eine ganze Menge an dieser Stelle investieren, der Ad Manager ist im Hinblick auf Targetings, die man so kennt und gewohnt ist und Funktionalitäten natürlich ein Stück weit auch noch, ich will nicht sagen, in den Kinderschuhen. Das war ja vor einem Dreivierteljahr, aber natürlich vom Targeting-Mechanismus auch noch längst nicht so ausgereift, wie man sich das vielleicht als digitaler Marketer wünschen würde. Kommen wir einmal, Lisa, zu dir zurück und zu BMW. Ich weiß, dass data-driven Decision Making, wow, was ein Buzzword, im Marketing für dich eine Herzensangelegenheit ist und natürlich auch das Thema First-party-data-collection einen extrem hohen Stellenwert auch für BMW haben wird. Wenn du uns ein bisschen berichten magst, zumindest aus den Ländern, bei denen du entsprechend auch im Lead aktiv bist, welche Daten stehen euch beispielsweise bei BMW, wenn ihr auf eure Bestandskundensegmente schaut und ähnliches eigentlich zur Verfügung? Und wie nutzt ihr, wie macht ihr eure Daten nutzbar, die ihr sammelt, tatsächlich dann auch beispielsweise im Customer Retention Management oder für dich vielleicht sogar noch spannender im Hinblick auf neue Kundenakquise? Genau. Ja, ich denke, Sophia hat es auch gerade gesagt: Wir haben ja drei sehr spannende Marken hier und unsere User Journey ist bestimmt die längste. Auch so ein Produkt kaufst du nicht mal kurz aus dem Gefühl raus. Ich weiß gar nicht, wie viele Wodka-Flaschen du brauchst, zum Auto zu kaufen. Kommt drauf an, welche Marke. Ja, genau. Und demnach investieren wir, vor allen Dingen ich in meiner Rolle auch immer wieder die Frage natürlich: Wie kann ich Loyalisierung stärken? Da gibt es bestimmte KPIs, die wir uns angucken. Wir wollen eine geringe Neu-Akquise eben fahren, weil das auch meistens einfach mit vielen Kosten wieder aufwendig ist. Was wir da in der Vergangenheit gemacht haben, wir arbeiten eben mit Customer Journey Mapping. Wir haben eine Strategie über den Lifecycle entwickelt, also wie viel Value gibt es dem verschiedenen Kundensegmenten in ihrem Lifecycle und haben dazu eben Datahouse und DMPs angeschlossen, vor allen Dingen mit digitalen Twins zu arbeiten und im besten Fall, wenn wir dann eben wieder in Conquest gehen, das passendere Profil zu gewinnen und nicht einfach immer ganz oben im Funnel wieder anzufangen und dann auf gut Glück irgendjemanden zu konvertieren. Spannend dabei ist natürlich auch, was alles an neuen Plattformen passiert, also auch zum Beispiel TikTok, E-Commerce für uns super spannend, aber auch wir, gerade in unserer Region, Israel und Türkei, sind natürlich so Märkte, da kann man mal sehr gut was Neues ausprobieren. Wir sind sehr erfolgreich aktuell in der Türkei mit circa 16% Share der Pure Digital Sales ist und das ist wirklich für uns super toll, da zu sehen, welche Kundensegmente meistens auch loyale Kunden kaufen sich einfach wieder das neue Fahrzeug ohne Probefahrt, ohne Händlerbesuch, einfach auf einer digitalen Plattform. Das finde ich eine erstaunlich hohe Zahl. Ist das im Benchmarking zu Deutschland ein extrem großer Unterschied? Weil ich muss sagen, ich kenne es so, zumindest aus dem DACH-Markt, dass eigentlich so ein Main-KPI ist im digitalen Marketing. Probefahrten, Probefahrten, Probefahrten. Das ist natürlich bei einer Customer Journey, die sich 60% an Digital Only abspielt, eine ganz andere Welt letztendlich auch und Steuerungsmöglichkeit. Deswegen noch mal zurückzukommen auf die Frage: Ist das ein ganz großer Unterschied hier zum deutschen Heimatmarkt oder seht ihr hier Ähnliches in der Entwicklung?Ja, also sechzehn Prozent ist der, ähm- Ach, sechzehn Prozent. Ich habe sechzig verstanden. Entschuldige bitte. Ist trotzdem noch groß. (lacht) Ja, trotzdem erstaunlich viel. Ja, genau. Also das ist, ähm, aktuell unser, ähm, das war unser Ziel, was wir uns auch gesetzt haben. Ähm, wir müssen aber natürlich auch unterscheiden, wir haben in den Märkten, die ich jetzt betreue, ähm, 'ne relativ jüngere Zielgruppe. Wir haben sehr schnell Leute, die einfach das erste Fahrzeug kaufen, also die kommen vom Fahrrad sozusagen auf den BMW. Da haben wir auch eher Tendenzen und wir sind natürlich, ähm, sogenannte Stock Markets bei uns in der Region. Das heißt, das Auto wird so gekauft, wie es da steht- Okay. -während der europäische Konsument ja doch lieber, wenn er so ein Investment tätigt, ganz alles haarklein so personalisiert und konfiguriert haben möchte. Gut, vielen Dank dann noch mal für die Richtigstellung der sechzehn Prozent. Nichtsdestotrotz finde ich gerade auch im Hinblick auf die Investmenthöhe, die ja nun nach wie vor mit einem Neuwagen insbesondere einhergeht, dann auch, ähm, ein sehr relevanter Wert. Ähm, einmal in die Runde gehend, gerade Julia, hattest du natürlich im Gen Z Marketing den großen Vorteil, zumindest im Hinblick auf die Plattform TikTok und eure Möglichkeit, eben eure Zielgruppe direkt zu adressieren. Wenn wir jetzt auf das Thema First-Party Data schauen, also die Sammlung und Nutzung von Kundendaten entsprechend, insbesondere an der Loyalität der eigenen Kundschaft zu arbeiten. Du hast es gerade erwähnt, ihr seid Love Brand. Was habt ihr für Aktivitäten oder wie wichtig ist euch das Thema First-Party Data als Brand, die ja fast ausschließlich über den Handel bisher funktioniert? Wie generiert ihr eure Kundendaten und macht ihr sie bereits nutzbar bei euch? Tatsächlich ist das ein Thema, was wir gerade erst starten, weil wir natürlich die Situation haben, dass wir vor allen Dingen über den klassischen Handel noch vertrieben werden und, ähm, auch das Thema E-Commerce eher, also, wenn wir überhaupt selbst aktiv sind, zum Beispiel Amazon läuft und wir ansonsten halt über unsere klassischen Handelspartner Tesco, Edeka, Rewe und so weiter online verfügbar sind. Ja, aber es wird auf jeden Fall für uns jetzt ein kommendes Thema sein, ähm, ja, aufgrund der gegebenen Thematik mit den Cookies und so weiter, aber andererseits eben einfach auch, weil das Thema E-Commerce, D2C natürlich auch in FMCG früher oder später eine größere Rolle spielen wird. Okay, das bedeutet, dass ihr schon konkret euch eben auch mit einem größeren Angriffspunkt im Bereich E-Commerce beispielsweise auseinandersetzt, um D2C-Aktivitäten dann tatsächlich auch noch wesentlich stärker, ähm, einzubringen in eure Zielgruppe. Habe ich das so richtig verstanden? Das ist absolut ein Thema für uns, was auch kommen wird, ja, aber da sind wir jetzt im Vergleich zu BMW absolut noch in den Kinderschuhen, ja, weil wir natürlich eine Marke sind, die an jeder Straßenecke quasi sozusagen in den meisten Ländern verfügbar ist und, ähm, bei uns natürlich das Thema „Wie lange beschäftige ich mich beim Kaufentscheid mit der Marke viel schneller gefällt wird, als bei Lisa bei BMW jetzt zum Beispiel. Und ich auch bei der stolzen Zahl, die ich im Intro genannt habe, von vielen Milliarden Capri-Sun-Packs im Jahr, dann tatsächlich auch eine ganz wesentlich höhere Frequenz habe mit eurem Produkt. Ähm, Sophia, ich könnte mir vorstellen, dass du in unserer Runde, vielleicht liege ich aber auch falsch, die Queen of First Party Data sein könntest, (kichern) zumindest im Hinblick auf eben ja euer, ähm, Online-First-Ökosystem und natürlich auch das Abo-Modell, ähm, was dahinter steht. Nicht zu verschweigen natürlich auch an dieser Stelle eben entsprechend, ähm, dass ihr als Tochter von Amazon entsprechend dem Prime-Ökokosmos sicherlich auch ganz spannende Möglichkeiten habt, um auf neue Kunden zuzugehen. Ähm, wie relevant ist das Thema First Party Data, gerade auch im Hinblick auf der einen Seite Customer Retention. Ich weiß, das liegt bei euch in einer anderen Abteilung. Das kannst du gleich aber unserer Audience auch noch mal erklären und insbesondere auch im Hinblick auf Neukundenakquise, wo du ja letztendlich absolute Expertin bist bei euch bei Audible. Genau, ich fange quasi rückwärts an. Also bei uns ist wirklich, also wir haben ein großes Marketingteam und eins, und das ist in mehrere Abteile abgesplittet und eines davon ist eben Neukundenmarketing, wo drin ich bin. Das heißt wirklich, ähm, in Anführungszeichen reines Neukundenmarketing. Natürlich gucken wir uns pro Kanal und auch andere Aktivitäten, die Customer Lifetime Value an und versuchen danach natürlich auch zu optimieren. Aber für mich ist mehr oder weniger der Moment geschafft, sobald ein Kunde das erste Mal bezahlt hat. Unser klassisches Modell funktioniert neunz-- äh, dreißig Tage kostenlos testen und dann, so wie es die meisten anderen Anbieter, digitalen Anbieter haben, danach bist du ein bezahlter Kunde. Wenn das passiert, kann ich mich quasi zurücklegen und bin raus aus der Nummer. Übergebe es liebevoll an meine Kolleginnen in Retention. Und die Kolleginnen im Retention-Team haben natürlich eine viel größere Möglichkeit genommen, wie du sagst, die First-Party-Daten oder bei uns dann eben die Second-Party-Daten von unserer Mutter zu nutzen. Wobei man sagen muss, ähm, Amazon hat halt eine Policy und das ist „Kundendaten sind heilig". Und das kann ich auch nach, ähm, für mich als Akquisemensch sehr negativ, weil ich tatsächlich so sehen muss und anderen kleinen Start-ups sehr viel mehr Möglichkeiten hatte, als ich es jetzt mit, ähm, mit dieser Datenmenge im Rücken eigentlich erwartet hätte. Und das heißt, auch wir arbeiten in der Krise mit 'ner, ähm, DMP und mit 'ner CDP, alles Third-Party-Daten, also kein amazon-only-Tool, was rein theoretisch möglich wäre und die Amazon-Daten dürfen da nicht rein. Das heißt, ich habe meine eigenen Daten von der Plattform, also alles, was auf dem Audible-Universum quasi passiert. Damit kann ich arbeiten und baue natürlich Segmente und versuche, das Targeting so personalisiert wie möglich zu machen. Ähm, Spoiler: Am Ende des Tages sind die Leute in der Regel an Bestsellern interessiert und es ist gar nicht so unglaublich relevant, was ich an Personalisierung mache. Solange ich die Fit6 und Stephen Kings da auf die Seite packe und andere Wettbewerber, die nicht haben, ähm, werde ich immer vorne stehen.Aber natürlich experimentieren wir in die Richtung und haben versucht, haben eine One Click Kette, was Ad Copy, Landingpage und im zwei, im besten Fällen noch eine Onboarding Email betrifft, klar mit den Cookie Daten. Und wir, es ist jetzt für uns auch ein bisschen schwieriger geworden. Wir sehen echt, wir haben nicht so eine tolle Acceptance Rate und entsprechend gehen uns damit auch Möglichkeiten verloren und damit auch eine Effizienz, die ich vorher hatte. Die kann ich nicht eins zu eins so wieder in meine Bereiche übertragen. Und auch ein Teil meines Kompetenzfeldes ist halt auch Affiliate Marketing. Das heißt, da diskutiere ich gefühlt jeden Tag mit Publisher rum, warum deren Payout Rates geringer sind, warum die Reichweiten immer wieder zugingen. Und da sind wir tatsächlich, gibt es eine ganze Taskforce bei audible, die darum, die sich darum kümmert zu sagen, okay, was ist denn the next Shit, wenn Cookies sterben, was ist denn das nächste? Und tatsächlich wird wahrscheinlich über kurz oder lang halt nur first party data die Möglichkeit sein. Oder unsere Mutter ist irgendwann so großzügig und sagt, wir teilen die Daten, aber davon gehe ich nicht aus. Und als ich jetzt persönlich Konsument finde das natürlich gut, weil das heißt, ich kann meinen Amazon Account jetzt nicht, meine Sales Verhalten auf Amazon nutzen, um jetzt primär das Buch, was ich in der Hand hatte, im Laden oder bei Amazon jetzt als Hörbuch App zu sehen. Das passiert so nicht. Jetzt hast du ja schon deine Antwort. Also vielen Dank erst einmal für den Einblick in euer Ökosystem. Zehn weitere spannende digitale Marketing Punkte eröffnet, von der Segmentbildung beispielsweise über eure eigenen Analytics Systeme bis hin zur Acceptance Rate, beispielsweise im Bereich Consent Management. Und dann bist du auch noch auf das Cookie Sterben eingegangen. Ich weiß, ihr seid im Hinblick eben auch auf eure eigenen Zahlen und ähnliches sehr konservativ in der entsprechenden Kommunikation. Aber wenn du sagst, Mensch, sowas wie Cookie Acceptance beispielsweise ist niedriger als erwartet oder gegebenenfalls eben sogar, ich glaube, du hast gerade gesagt, echt nicht gut, in was für einem Prozentsatz bewegen sich bei euch so Cookie Acceptance Rates und wie oft habt ihr auf diesem Thema A B Tests gefahren beispielsweise? Also unser persönliches Goal war achtzig Prozent und so viel kann ich verraten, da sind wir noch lange nicht. Und A B Tests auf diese Acceptance Rate ist halt, ich glaube, das ist bei allen größeren Unternehmen so, das ist immer eine Legal Thematik und in erster Linie geht es hier darum, den Kunden zu schützen und die Daten zu schützen. Und da ist der Marketing Heini, der ich dann jetzt bin, vielleicht nicht immer die Prio Number one und das ist auch richtig so. Als Mensch möchte ich das auch so, gerade als ich glaube also viele kennen ja auch das Prinzip, dass die deutschen Emails extra schlechter gemacht werden, die der Algorithmus, weil wir immer Angst haben, dass die Empfehlung zu gut ist. Das ist ein typisches deutsches Phänomen. Das ist in anderen Marktplätzen nicht so und entsprechend ist es auch mit der Cookie Acceptance Rate. Wenn ich mir den Kolleginnen spreche aus UK oder Frankreich oder Italien, dann lachen die mich aus bei meinen Zahlen. Das ist einfach eine andere Nr. Und damit leben wir und müssen entsprechend halt dann auch andere Lösungen finden. Okay, vielen Dank einmal an dieser Stelle für den Einblick, Sophia. Du hast gerade erwähnt, ich kann so viel personalisieren wie ich möchte. Wenn dann tatsächlich der passende Content auf unserer Plattform nicht zu finden ist oder ich positiver formuliert uniquen Content meiner Zielgruppe eben entsprechend aufzeigen kann, dann gewinne ich den Kunden unabhängig davon, ob ich jetzt eben auf der Personalisierungsebene bis ins letzte Detail in die einzelne Segmente hineingehe. Audible ist ja auch längst nicht nur noch Hörbuch, so muss man sagen. Also ich kenne das ganz schön, wenn einmal im Monat dann entsprechend das neue Guthaben verfügbar ist, freuen sich bei mir die Kinder, weil kann der nächste Harry Potter Teil heruntergeladen werden und nach einigen Monaten ist man da durch mit dem Hörerlebnis und dann geht es eben die nächste Bücherreihe weiter. Aber ihr seid ja auch mittlerweile im Bereich audible original. Also es erinnert so ein bisschen an Netflix original im Bereich der Podcast Produktion marktführend aktiv, sehr, sehr viel on demand Content mittlerweile auch auf eurer Plattform verfügbar. Kannst du uns ein bisschen abholen, was ihr im Hinblick auf so die Nutzungsintensität eurer Kundschaft, eurer Zuhörerinnen und Zuhörer gegebenenfalls für einen Shift erlebt? Richtung on demand, Richtung tatsächlich auch Podcast vs. Klassische Hörbücher. Was kannst du uns darüber erzählen? Ich glaube man kann ganz einfach einmal Google Trends öffnen und Hörbücher versus Podcast sich die letzten zwei, drei Jahre ansehen, wie die Wachstumsraten sind und dann wird man nicht ganz überraschend feststellen, dass irgendwie Podcasts in den letzten zwei Jahren vierhundert Prozent gewachsen ist hier und hier und jetzt mittlerweile in ganz anderen Dimensionen stattfindet als Hörbücher. Da sind wir ähnlich immer hinterher wie der USA Markt mit allen Themen. Also das ist die USA in vier fünf Jahren passiert, jetzt halt bei uns vor zwei Jahren mit der Pandemie natürlich war es nochmal ein Riesenhook. Also die Leute suchen immer mehr snackable Content, immer kürzere Formate, immer wiederkehrende Formate. Das sehen wir und wir sprechen auch immer noch von einem Hörbuch boom oder ein Audio boom in Deutschland. Also mittlerweile gibt es sechs und zwanzig Millionen Menschen in Deutschland, die regelmäßig Audiocontent hören, jeden Tag. Und das verteilt sich dann natürlich auf Popups und Hörbücher, aber bietet sich für uns natürlich immer noch an, dass wir sagen, da verrate ich glaube ich jetzt kein Unternehmensgeheimnis, dass wir nicht alle sechs und zwanzig Millionen Kunden in unserem Abomodell bis jetzt haben. Also ein bisschen Luft ist immer nach oben. Also aber ja genau einer der Entscheidungen, die ordentlich getroffen hat, ist eben zu sagen, wir verschieben die Grenzen von guter Unterhaltung. Und wenn es jetzt nicht nur das gesprochene 10 Stunden Buch ist, sondern eben Talks sind, wenn es eben zweitausendein.Einzelne Sessions sind wie True Crime, was ja auch in aller Munde ist, dann sind wir der Anbieter, der sagt: „Hey, wir schaffen das, was für Kunden interessant ist und dann auch Original für uns. Also Netflix hat es halt vorgemacht, würde ich mal sagen. Und da ergibt es sich halt schon auch sehr ... Ergibt das Sinn, da auf diesem Zug, in diesem Fall für Audioformate, auch zu springen Absolut. Und ihr habt es auf der haben Seite, dass ihr im Vergleich zu einer Netflix-Produktion gegebenenfalls etwas kostengünstiger tatsächlich auch Hörspiele produzieren könnt. Insofern ist es sicherlich auch so, dass es auf finanzieller Ebene gegebenenfalls sich in der Endabrechnung dann auch leichter darstellt, als beispielsweise bei den großen Streaming-Plattformen. Jetzt habe ich hier Marketingprofis um mich herum und auch extrem starke Marken. Lisa, Sound Design, gerade auch im Bereich Automobil, ist natürlich ein ganz wichtiges Thema. Auch die Markentonalität als Audio eben entsprechend kenntlich zu zeichnen. Man kennt alle Jingles der großen deutschen Automobilhersteller oder Telekom oder, oder. Wenn du an das Thema Audio und Podcasts denkst, wie siehst du das a) in deinen Zielmärkten und wie reagiert BMW auf diese Nutzungsverschiebung eben auch Richtung On-demand-Audio-content? Ja, das ist ein Thema, was Kollegen in der Zentrale letztes Jahr oder vor zwei Jahren schon sehr erfolgreich gestartet haben. Wir haben einen eigenen Podcast, wir haben eine Voice, wir haben ja auch einen Voice Assistant im Car. Da ging ganz viel Research und Diskussionen, Energie ging da rein. Wir fokussieren uns auch darauf, mit unseren Electric Vehicles tatsächlich neue Sounds zu schaffen, denn es gibt ja auch Länder, in denen das Elektrofahrzeug zu leise ist und einen gewissen Sound immer noch kreieren muss. Da gibt es auch tolle Kooperationen mit Hollywood, die wir da angehen. In meinen Märkten, muss ich jetzt sagen, sponsern wir ganz oft Podcasts. Das ist so einfach, wo wir sehen, da erreichen wir eine tolle neue Zielgruppe. Gerade jetzt auch in der Pandemie ist das ein Thema gewesen, wo wir gesagt haben, da können wir uns neu platzieren. Wir regen aber jetzt in meinen Märkten eher Diskussionen an. Da geht es die Zukunft des Fahrzeuges, Zukunft der Städte und die sponsern wir jetzt lokal. Denn das große Thema Audio, da muss man wirklich als eine Voice, als eine Stimme aus der Zentrale sprechen. Das ist keine lokale Adaption. Schauen wir einmal zu Julia und Capri ist es, Julia, für dich auch ein wichtiges Thema, was du mehr und mehr in euren Marketing-Mix, in eure Kommunikation mit aufnimmst? Oder ist es in der zumindest Generation eurer Hauptzielkundschaft im Gen-Z-Marketing so, dass du sagst, Audio ja, aber da beschäftige ich mich lieber mit Sound Design auf TikTok beispielsweise und den entsprechenden Jingles dort und nutze diese in meinem Marketing? Oder ist Podcast-Business, Podcast-Sponsoring oder Content-Creation auf Audio-Ebene auch für euch ein wirklich wichtiges Thema schon? Bisher ist es tatsächlich in unserer Mediaplanung noch überhaupt gar nicht aufgetaucht, weil es einfach von den Reichweiten, vom Zielgruppenfit und bei uns natürlich schon auch mit der visuellen Darstellung von Innovationen jetzt nicht die Relevanz hatte. Ich habe tatsächlich aber in den nächsten Wochen, das weiß ich, ein Meeting schon in der Agenda zu dem Thema, weil es natürlich schon was ist, wo wir sehen, wo es einfach eine wachsende Begeisterung gibt auf einem hohen Level und das für uns natürlich früher oder später bestimmt genauso rumgemacht wird. Okay, wahrscheinlich sind es bisweilen eher die Eltern eurer direkten Zielgruppe, die da gegebenenfalls dann zu erreichen werden, die aber wahrscheinlich ja nicht maßgeblich die Kaufentscheidung dann der Jugend beeinflussen, respektive ihr habt es auf der Agenda. Sehr gut. Bin ich mal gespannt, was es dann auch von euch in der Perspektive zu hören gibt. Sophia, einmal wieder zurückkehrend zu Audible. Du hast es auch im Rahmen deiner Antwort vorhin erwähnt. Na ja, wenn wir uns beispielsweise das Google-Ökosystem anschauen, auch das Cookie-Sterben, so hast du es genannt, so habt ihr eine eigene Taskforce, die sich mit dem Thema beschäftigt und ich kann mir schon auch, wie du es gerade gesagt hast, vorstellen, dass Jeff Bezos nicht mal eben die Daten in irgendeiner Form in der Perspektive mit den entsprechenden Tochterfirmen und anderen Stakeholdern teilen wird. Insofern, wenn du sagst, das Cookie-Sterben klar ist in irgendeiner Form schon sehr fortschreitend. Es gibt unterschiedliche Lösungen der großen digitalen Ökosysteme. Bei Google ist sehr viel von Flock die Rede, also den Federated Learning of Cohorts beispielsweise. Womit beschäftigt sich eure Taskforce konkret? Welche Lösungswege schaut ihr euch an? Auch wenn wir uns anschauen, das Cookie Acceptance unter iOS ja beispielsweise schon fast gar nicht mehr funktioniert. Was macht ihr konkret, wenn man mal bei der Taskforce quasi unter die Haube schaut? Die Herausforderung ist, dass diese Taskforce global ist. Das ist super, weil wir sind natürlich auch ein Unternehmen, was in vielen Marktplätzen ist, aber wir sehen extreme Unterschiede. Also Flog wäre vielleicht für USA-perspektivisch perspektivisch mal eine Möglichkeit. Ich bin mir relativ sicher, dass der europäische Gesetzgeber nicht sagen wird: „Klar, das machen wir. Das heißt, dann fliegt es eigentlich schon für Europa komplett wieder raus. Das heißt, was wir jetzt gerade nicht total der Megaansatz erst mal schauen wir, ob wir von DMP auf CDP wechseln können, wenigstens trotzdem einigermaßen die gleiche Visualität, aber andere Datenlagen zu haben. Hier wieder die Herausforderung: Was ist denn die Datengrundlage, wenn nicht Cookies? Es wird keine Hashtag-Mail-Adressen geteilt. Das ist auch keine Option. Und dann ist man schon relativ schnell wieder dabei raus und dann ist Überlegung: Was kann man denn selber bauen?Ähm, und da muss ich auch dann, obwohl ich den-- den Data Management Teil bei uns im Team leite, sagen, dass ich bei manchen Diskussionen auch wirklich nicht so ganz durchsteigen und dann sagen muss, okay, ich bin gespannt, ähm, was im Endeffekt rauskommt, aber wir evaluieren in alle Richtungen und werden wahrscheinlich für Deutschland alleine dann auch mal einen anderen Weg gehen müssen als der globale Weg. Und bis jetzt ist es für mich dann doch die CDP, aber on a long way müssen wir dann doch irgendwie schauen, wie wir Daten aggregiert bekommen und nutzen können oder ob wir tatsächlich ein Marketing machen, was ich mich eigentlich traue auszusprechen, aber was datenfrei ist und dann wieder auf, ähm, Grad Feeling gehen oder nur unsere eigenen Daten, aber eben nicht Targeting-Daten oder Audience-Daten, sondern reines Performance-Performance-Daten. Aber ich will nicht schwarz malen. Von daher, wenn wir vielleicht uns nächstes Jahr, ähm, dazu noch mal austauschen, dann habe ich hoffentlich eine Antwort, die befriedigender ist, da ist-- als die jetzt. Ja, vielen Dank für den Einblick, aber gerade auch eben so großer Systemwechsel von der DMP auf 'ne CMP beispielsweise ist sicherlich ein Schritt, ja, der erwägungsfähig ist, der sicherlich aber auch komplex ist in eurer Datenarchitektur. Lisa, gibt es bei euch auch ähnliche Task Forces und bist du da mittendrin? Ist das ein Central-Marketing-Thema von BMW oder darfst du als, ähm, Data-driven-marketeer dort eben auch mitmischen bei euch? Ja, wir sind, ähm, mit der Türkei tatsächlich in-- ähm, so ein kleines Pilotland immer für die Sachen, die die Zentrale ganz gerne probieren möchte. Wir haben da nämlich ähnliche DDPR-Regelungen wie in Europa, ähm, aktuell leider etwas verschärft. Ähm, aktuell dürfen keine Daten das Land verlassen. Also dann kommt es auch immer noch auf die Serverstruktur drauf an und wer sich die angucken darf. Ähm, genau. Ähm, aber wir sind da eigentlich mit 'ner DMP und dem Add-form-Angebot, ähm, sehr glücklich und würden da auch ganz gerne jetzt erst mal Piloten starten, anhand von, ähm, Bidding auf eben First-Party-IDs, ähm, mit den digitalen Twins. Ähm, das wäre so aktuell unser Weg. Ähm, wir haben aber auch natürlich, ähm, global Google als Partner und hoffen einfach, dass wir da auf die Reise mitgenommen werden und, ähm, etwas frühzeitiger wissen, wie es dann geht. Ähm, und das muss man halt dann eben schauen. Aktuell, ja, ähm, hat sich, hab ich das Gefühl, persönlich hat sich etwas der Schock gelegt und die Menschen harren jetzt erst mal wieder so der Dinge, die da kommen. Ähm, gefühlt war im April so 'ne, so 'ne, ähm, jetzt geht die Welt unter Modus und jetzt, jetzt warten wir erst mal wieder, ja. Sicherlich auch bedingt dadurch, dass sich zeitliche Ankündigungen beispielsweise von Google wieder verschoben haben, dann auch, ne, über mehrere Quartale beispielsweise. Also dort offensichtlich dann auch zumindest uns allen etwas mehr Zeit gegeben wird, an diesem komplexen Thema zu arbeiten. Gut, Ju-Ju-Julia, kommen wir einmal, ähm, auf Capri Sun zu sprechen. Ähm, ich habe in der Vorbereitung auf den heutigen Talk gesehen, dass ihr euch als Ziel gesetzt habt, die nachhaltigste Kindergetränkemarke der Welt zu werden. Ähm, kannst du einmal ausführen, was ist genau euer Treiber für genau diese Vision und wie macht man so etwas messbar? Na ja, also das erste, die Größte sind wir ja schon, ne, braucht natürlich ein zusätzliches Ziel und das Thema Nachhaltigkeit ist natürlich was, was auch gerade unsere Zielgruppen, ne, extrem beschäftigt. Also wenn man sich Capri Sun anguckt, dann sind wir natürlich in erster Linie eine Marke, die aus der Kindheit heraus, äh, viel Sympathien schafft und, äh, gerade Eltern heutzutage interessiert natürlich das Thema Nachhaltigkeit und damit natürlich auch uns als Unternehmen. Und, äh, wenn man sich Capri Sun anguckt, dann, äh, gibt es natürlich ein Image, das dem oft, äh, im Weg erstmal steht, weil da einfach auch fehlende Klarheit herrscht. Wir haben tatsächlich schon 1969, als die Marke auf die, auf die Welt gekommen ist, sozusagen, ja, in Pouch produziert und der Pouch verbraucht nur zwanzig Prozent Materialeinsatz jetzt im Vergleich zum Beispiel zu einer vergleichbaren PET-Flasche. Wir haben damals schon unsere ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe und so weiter, unser Produkt produziert. Und heute, wenn man sich die Wertschöpfungskette anguckt und natürlich auch die Frage zum Thema Nachhaltigkeit, dann gibt's ja eigentlich die dreihundertsechzig-Grad-Betrachtung. Und das, was bei dem Konsumenten als erstes sichtbar ist, ist bei uns natürlich die Produktverpackung. Und wir haben jetzt schon vor geraumer Zeit angefangen, erstens den Folieneinsatz auf dem Pouch zu reduzieren. Wir haben bei der Kartonage angefangen, ähm mit recyceltem Karton, wo immer möglich zu arbeiten. Wir haben jetzt das, ähm, was, ähm, momentan natürlich sehr präsent ist, den Plastikstrohhalm auf den Papierstrohhalm umgestellt. Und, ähm, das erscheint natürlich wie ein kleiner Schritt, aber, ähm, bei den Milliarden von Pouches, die wir jedes Jahr verkaufen, werden da wirklich irrsinnige Tonnen an Plastik eingespart. Und wir arbeiten jetzt natürlich an einer nachhaltigen Verpackung, ähm, beim Pouch, die voll recyclefähig ist und das weltweit. Mhm. Okay. Ähm, das ist eine ganze Menge auch an Umstellungen gerade, ja. Du hast es erwähnt, der orangene Strohhalm, der lange Zeit auch ein Markenzeichen von euch gewesen ist, weicht jetzt oder ist dem Papierstrohhalm gewichen? Sicherlich auch bedingt durch das EU-weite Verbot, ähm, seit dem dritten Juli von entsprechenden dann Eigenwegplastik oder Wegwerfplastik, wie man es so nennen möchte. Ihr seid Julia Lovebrand, ja, auch für viele Eltern bei mir aus den neunziger Jahren beispielsweise. Im Italienurlaub kann ich mir sehr gut noch vorstellen, wie man dann in seinen Ferien im Sommer im Capri-Sonne seinerzeit dann entsprechend noch mit genießen konnte und deswegen habt ihr sicherlich gerade auch hier im Heimatmarkt viele kritische Stimmen, ah, die sich das erste Mal zu Wort gemeldet haben. Zwei siebzehn, als ihr Capri-Sonne entsprechend abgelöst hat, abgelöst habt durch Capri Sun und jetzt auch wieder neuer Strohhalmsveränderungen. Der fühlt sich anders im Mund an. Die Leute, ähm, äußern sich da natürlich auch teilweise extrem destruktiv oder unter der Gürtellinie in den sozialen Netzwerken über solche Änderungen. Wie bereitest du als Marketingverantwortliche eure Social-Media-Kommunikation vor, wenn du weißt: „Oh mein Gott, jetzt kommt eine größte Änderung, die extrem positiv ist und auch Sinn macht, ähm, aber sicherlich auch viel Kritik hervorrufen wird." Wie sieht das so aus bei euch dann, äh, hinter den Kulissen?Erst mal hatten wir natürlich viel gelernt von der Umstellung von Capri-Sonne auf Capri-Sonne und per se begrüßen wir erst mal jedes Konsumenten-Feedback. Das muss man ganz klar sagen, weil dass sich jemand im FMCG-Bereich die Mühe macht, uns auf Social Media oder persönlich eine E-Mail zu schreiben, seine positive oder negative Kritik zu äußern. Das steigt ja schon für die starke Bindung einfach, die die Konsumenten zur Marke haben. Wir haben uns natürlich im Vorfeld damit auseinandergesetzt: Was kann für Feedback kommen? Wie können wir darauf reagieren, positiv wie negativ? Und wir stellen halt fest, dass die Konsumenten, mit denen wir in den direkten Austausch gehen und erst mal erklären, es gibt dieses EU-Gesetz, was die meisten Bürger in Deutschland zum Beispiel überhaupt gar nicht kennen und kein Wunschkonzert von uns gewesen ist, diese Umstellung, dass das schon für viel Offenheit sorgt und auf der anderen Seite halt einfach dieses Einsparpotenzial von Plastik, bei diesen Mengen, die wir einfach auf den Markt bringen, im Sinne von einer Nachhaltigkeitsstrategie auch absolut das Richtige ist. So ist ihr so wie Social-Media-Kommunikation, Support und Co dann auch aus auf diverse Agenturdienstleister oder ist das alles Corporate bei euch? Nein, wir haben tatsächlich, wir arbeiten in einem Hybrid Model. Wir haben natürlich Agenturen, die uns unterstützen und wir haben auch in-house ein Team, das uns unterstützt und die sind im Vorfeld gut gebrieft, aber mit denen haben wir natürlich auch entsprechend Updates, uns gemeinsam auszutauschen: Was funktioniert im Feedback? Was kann man optimieren? Cool. Jetzt hast du in deinem Hintergrund ein ganz dezentes Corporate Branding. Ich könnte mir vorstellen, dass das Motive sind eurer aktuellen Kampagne „Capri Sun, the Taste of Fun, wo es ja auch eben einen Capri-Sun-Trinkbeutel gibt, den man sammeln kann. So habe ich es zumindest verstanden. Eine eurer zentralen Kampagnen tatsächlich. Kannst du mal ein bisschen berichten? Ihr seid ja auch sehr, sehr international aktiv, aber gerade auch wenn wir auf unseren Heimatmarkt schauen: Wie rollt ihr so eine Kampagne aus in der Kommunikation? Wie sieht so ein Budget Spend beispielsweise aus oder auch ein Budget Share auf die einzelnen Channel, wie TV beispielsweise oder eben auch Digital Marketing? Das fände ich ganz spannend zu erfahren. Ja, also erst mal zum Hintergrund: Das ist tatsächlich nicht gerade die ganz aktuelle Kampagne, aber das ist Sunny. So nennen wir unseren Brand Ambassador, der natürlich aus Capri Sun kommt. Den haben wir jetzt seit vier einhalb Jahren sehr aktiv als On-Pack Promotion und in unseren verschiedenen Werbespots, die digital oder auch im TV und so weiter on-air sind, eingesetzt, weil uns das tatsächlich hilft, global die Marke zu stärken und das als distinctive asset immer, immer wieder in jeglichen Kommunikationsmaterialien wirklich zu verankern. Tatsächlich ist es so: Je nach Markt und je nach Zielgruppe planen wir natürlich unsere Mediaplanung und unser Budget. Wir sind sehr stark reichweitenfokussiert in unserer Strategie und wir haben natürlich, Stand heute, aufgrund dieses sehr breiten Portfolios, was wir heute haben, sehr unterschiedliche Zielgruppen. Früher klassisch: Eltern mit Kinderwerbung. Heute werben wir eigentlich gar nicht mehr an Kinder, sondern wir starten erst 14+. Das heißt für uns, wir müssen die Eltern auf der einen Seite rational abholen mit den verschiedenen Health Benefits, ohne Zuckerkampagnen, keine Konservierungsstoffe, sind für Eltern vor allen Dingen sehr relevant. Und da sind jetzt, je nach Land, solche Kanäle wie Facebook, Instagram und auch TV noch sehr relevant. Ja, YouTube ganz klar oder Pay-TV. Und wenn wir jetzt zu Teenagern sprechen über unsere Produkte, wie zum Beispiel Bubbles oder 330 ML, dann sind eben eher TikTok, YouTube, Snapchat und in Teilen Instagram deutlich relevanter. Aber man kann jetzt eigentlich nicht sagen, dass wir eine One-Fits-All-Strategie haben, sondern wir gucken wirklich jedes Jahr wieder pro Land: Wo ist die Zielgruppe aktiv und wo bekommen wir auch ein entsprechendes optimales Kostenreichweiten-Angebot? Jetzt schaue ich einmal in die Zukunft. Du bist nun absolute Getränkemarktexpertin, hast du ja auch schon für verschiedene Brands gearbeitet und jetzt auch eine ganze Weile in der Verantwortung von Capri Sun. Wenn du schaust – ich gucke wieder auf den deutschen Markt – und dir Getränketrends anschaust, zum Beispiel von 4Bro oder mit Capital Bra, den Bra-Tee. Es ist ja aktuell so, dass sich zum Beispiel die Eistee-Landschaft massiv irgendwie im Change befindet. Unglaublich. Wird es auch von Capri San in Zukunft so etwas wie einen Eistee geben oder gibt es den schon längst? Wie antwortet ihr auf solche neuen Getränkehypes in den Supermarktregalen? Also erstens, wir betrachten natürlich den Markt in all die Länder, wo wir tief sind, sehr genau. Deswegen natürlich auch die Eistee-Kategorie. Und Schirin David, muss man, glaube ich, an dieser Stelle sagen, herzlichen Glückwunsch. Ich glaube, Nummer eins in den YouTube Charts aktuell mit einem Wertvideo. Wir haben tatsächlich schon Eistee in einigen Ländern im Angebot, in Korea zum Beispiel oder auch bei den Tschechen, der da sehr erfolgreich läuft. Und wir entscheiden einfach je nach Nachfrage vom Konsumenten in den verschiedenen Märkten. Also wenn die Deutschen jetzt im nächsten Konzepttest sagen, wir möchten jetzt den Eistee, dann können wir den innerhalb kürzester Zeit einführen. Tatsächlich ist es so, dass wir auf dem deutschen Markt zum Beispiel sehen, dass diese Themen ohne Zucker, Geschmacksvielfalt, ohne Zucker, ohne Einfahrprodukte, jetzt das Upaging mit Bubbles, mit Kohlensäure momentan mehr Relevanz haben als der Eistee. Aber wie gesagt, wenn er nachgefragt wird, wir haben ihn im Portfolio und wir bringen ihn gerne. Okay, ganz herzlichen Dank für diese Einschätzung von deiner Seite. Liebe Sophia, ich hoffe, dir geht es gut. Ja, okay, alles klar. Du hebst den Daumen. Wir sind tatsächlich schon jetzt am Ende unseres Female Digital Marketing Roundtables angelangt und ich möchte mich ganz herzlich bei euch dreien bedanken für die spannenden Insights und entsprechend auch eure strategischen und ganz operativen Informationen rund die Steuerung von Digitalem Marketing und darüber hinaus für die Marken BMW, Audible und CapriSan, auch wenn ihr ganz unterschiedliche Zielgruppen mit Teilen ansprecht, einen ganz anderen Customer Lifetime Value habt und Entscheiderstrecken, so fand ich, war der Talk sehr, sehr kurzweilig und wir haben viele Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten identifizieren können. Insofern, liebe Lisa, liebe Sophia, liebe Julia, ganz herzlichen Dank von unserer Seite für eure Zeit, dass ihr heute mit dabei gewesen seid, hier bei der OMKB. Und ich hoffe ganz stark, ihr nehmt euch auch die Zeit und schaut bei dem einen oder anderen Vortrag hinein. Herzlichen Dank in eure Richtung. War total klasse und wie ich fand, sehr, sehr kurzweilig. Danke schön. Vielen Dank euch. Danke. Danke. Danke.
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Beschreibung
Julia Straschil hat bereits bei einigen der namhaftesten Unternehmen im Bereich FMCG und Kindernahrung gearbeitet, u.a. Kelloggs, Intersnack, PepsiCo und Hero Group. Sie ist außerdem freiberuflich Executive Leadership Coach und seit 2017 Global Brand Director bei der Capri Sun Group. Das bekannte Trinkpäckchen Capri Sun ist weltweit unangefochten das beliebteste Kids-Getränk. Die Vision des Unternehmens ist das nachhaltigste und natürlichste Kindergetränk weltweit zu werden.Die Senior Marketing
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