(Musik spielt) Ja, wir haben eine ganz kurze Pause eingelegt. Welcome back zu OMKB Live und ihr seht, wir haben so ein ganz bisschen umgebaut hier. Es hat den Grund, dass wir jetzt persönlich hier bei uns im Studio den nächsten Speaker begrüßen dürfen. Und zwar ein ganz herzliches Willkommen, lieber Maximilian. Maximilian Steudel, Head of Online Marketing von eis.de, einem der größten Händler im Bereich der intimen Lifestyle-Produkte, wie ihr selber von euch sagt, mit mittlerweile über achteinhalb Millionen Kundinnen und Kunden. Also wenn wir es mal herunterbrechen, müssten wir eigentlich über hundertzwanzig Kundinnen und Kunden von dir heute hier bei uns in der Audience haben. Das ist natürlich großartig und Maximilian hat einen ganz spannenden Vortrag heute mitgebracht. Und zwar Corona-Marketing, Learnings und Strategien während Covid neunzehn am Beispiel von eis.de. Das heißt, Maximilian nimmt uns gleich mit auf die Reise, was sich in den letzten Wochen und Monaten während Covid neunzehn in den deutschen Schlafzimmern abgespielt hat oder eben auch nicht. Und wir sind ganz gespannt, was die im Marketing daraus entsprechend für Vor- oder Nachteile generieren oder sich ergeben haben und hören gespannt zu. Lieber Maximilian, ganz herzlichen Dank an dich, dass du heute hier persönlich hergekommen bist. Finden wir ganz toll und sicherlich auch eine tolle Abwechslung für euch an den Bildschirmen. Du hast das Wort. Ganz, ganz viel Spaß. Danke schön für die Einladung. Freut mich sehr, ähm, dass wir hier sein dürfen und dass ich, ähm, euch ein bisschen was über eis.de erzählen darf. Kurz zu mir: Ich leite das Online-Marketing, ähm, bei eis.de, unter anderem bei eis.de und auch die TV-Aktivitäten und, ähm, möchte euch gerne so ein bisschen zeigen, wie wir es geschafft haben, über die Corona-Krise hinweg Wachstum mit Eis zu generieren. Warum unter anderem eis.de? Eis.de ist nur eine von mehreren Brands, die wir unter dem Dach der Triple-A-Internet-Shops führen. Ähm, das ist sozusagen das übergeordnete Unternehmen. Was machen wir bei der Triple A? Bei der Triple A haben wir in Summe drei Geschäftsbereiche, die, glaube ich, alle drei ganz spannend sind. Wir sind erstens ein E-Commerce-Pure-Player. Das heißt, wir haben ein klassisches E-Commerce-Business mit verschiedenen Marken. Eine Marke davon ist eis.de, mit der wir, ähm, Love Toys und Dessous verkaufen. Dann haben wir aber noch die Marke Drucker-Zubehör.de. Ähm, da sind wir im Tinten-und Tonergeschäft und wir haben auch personalisierbare Fotoprodukte mit der Brand Bilder.de. Das ist sozusagen das erste Geschäftsmodell. Das zweite Geschäftsmodell ist, dass wir Manufacturer sind. Das heißt, wir entwickeln, produzieren und vertreiben eigene Produkte, insbesondere Eigenmarken, weltweit. Da haben wir mit Satisfyer eine sehr, sehr spannende Marke. Ähm, das ist die größte Sexual-Wellnes-Marke, ähm, weltweit, sehr, sehr stark in Spanien und in den USA und, ähm, sehr, sehr innovativ getrieben tatsächlich an der Stelle. Und das ist dann auch die Überleitung zum dritten Geschäftsbereich, nämlich dass wir Tech-Anbieter sind. Das heißt, wir entwickeln patentierte Technologien für diese Produkte. Mit Satisfyer haben wir dann eben auch eine sehr, sehr starke Eigenmarke im Rücken für eis.de. Die Short Facts zu Triple A: Wir sind zweihundertfünfzig Mitarbeiter weltweit an sieben Standorten in fünf Ländern von Osteuropa bis in die USA. Ich sage das, weil wir immer so ein bisschen Hidden Champion sind und nicht sehr viel über uns sprechen. Das muss man, ähm, muss man sicherlich kurz sagen. Ähm, und haben in Summe achtzehn Millionen Kunden. Das hast du ja gerade schon, äh, dankenswerterweise angesprochen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist statistisch gesehen sehr, sehr hoch, dass ihr da draußen zumindest diesen TV-Spot schon mal gesehen habt. Und wenn ihr den Spot nicht kennt, dann bin ich mir relativ sicher, dass vielleicht einige von euch den Song kennen: „Es rappelt im Karton." Und wenn ihr den auch nicht kennt, dann erkläre ich es noch mal ganz kurz: Wir verkaufen online Love Toys und Dessous und haben es geschafft, dieses Thema innerhalb der letzten Jahre mit unserer Marke nicht nur in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren, sondern uns auch mit Eis im Bereich Lifestyle zu positionieren. Jetzt sind wir nicht die Einzigen, die das machen in dem Markt. Ähm, das hattest du ja gerade auch schon angekündigt. Tatsächlich gibt es schon ein paar erwähnenswerte Konkurrenten. Dazu gehört sicherlich Amorelie, Pro7, Venture in dem Bereich, aber eben auch, ähm, Marktteilnehmer, die so ein Stück weit aus der Old Economy kommen und sich versucht haben, jetzt im E-Commerce-Bereich zu platzieren. Die Marktsituation 2020, wie sieht die aus in dem Bereich? Was glaubt ihr, wer ist Marktführer? Eis oder Amorelie? Ich bin davon überzeugt, eis.de dürfte Marktführer sein bei den Kundenzahlen, die mir vorliegen. Sehr gut geschätzt tatsächlich. Ähm, tatsächlich sind wir mit eis mit massivem Abstand Marktführer. Ähm, wir generieren in Q eins, über Q eins 2020 hinaus sogar mehr als doppelt so viel Traffic wie die gesamte Konkurrenz zusammen. Und das ist, finde ich, schon mal ein Statement. Headline ist übrigens bezogen auf den Marktanteil. Klar. Ähm, das ist, finde ich, schon mal ein Statement. Und wir sehen hier, um eben auch das Thema Corona einmal aufzugreifen, dass wir schon auch eine unterschiedliche Entwicklung zur Corona-Hochzeit, nämlich zwischen Februar und März, haben. Wir sehen, wie wir mit eis tatsächlich sehr, sehr konsequentes Wachstum relativ linear verwirklichen konnten, während Amorelie beispielsweise tatsächlich einen Rückgang verzeichnet zum März und die anderen beiden, Orion und Beate Uhse, eher stagnieren. Wie haben wir das geschafft? Wie war das möglich? Ich bin mir sicher, dass einige die Presse zu der Zeit, ähm, verfolgt haben, äh, insbesondere die Informationsmedien, ähm, waren ja sehr beliebt. Und, ähm, wahrscheinlich- Dort konnte man tatsächlich viele Headlines finden, auch in einer sehr, sehr großen und breiten überregionalen Berichterstattung zum Thema Sextoys. Ähm, Konsens war, dass es auf jeden Fall 'nen Abverkaufsboom in der Sextoybranche gibt, weil liegt nahe, alle sind zu Hause, der Lockdown steht bevor, es gibt Kontaktbeschränkungen und irgendwie muss man sich jetzt auch ein Stück weit auf sich selbst konzentrieren und sich selbst vielleicht wieder neu entdecken. Jetzt gucken wir uns aber noch mal so die Entwicklung im Markt an und da muss man jetzt, glaub ich, ganz fairerweise sagen, ja, Eis ist der einzige Marktteilnehmer, der wächst. Wachstum ist da. Aber so 'n Boom? Hmm. Weiß ich nicht. Wir geben's zu, wir waren nicht ganz unbeteiligt. Tatsächlich haben wir relativ früh erkannt, dass wir Entwicklungen während der Coronakrise im Shop haben, die es rechtfertigen würden, Pressemitteilungen mit 'nem gewissen Nachrichtenwert rauszugeben, um so 'n bisschen indirekt in die redaktionelle Berichterstattung zu kommen und das Suchvolumen und dann am Ende auch das Interesse am Bereich Sextoy zu triggern. Das haben wir sehr, sehr konsequent gemacht. Also wir haben uns sehr, sehr konsequent in den großen Medien platziert und es wurde auch sehr dankenswerterweise aufgegriffen, weil es einfach, äh, in Kombination mit Corona einen gewissen Nachrichtenwert hatte. Das heißt, man kann schon sagen, wir haben zu dieser Zeit Agenda Setting betrieben im klassischen Sinne, ähm, und haben's geschafft, unsere Marke in den großen Medien dort zu verorten. Das Ganze ist aber nur möglich, wenn man sich im öffentlichen Diskurs, insbesondere in Krisenzeiten auch einfach positiv positioniert, ne. Also indem man auch einfach die Verantwortung, die man als Unternehmen hat, an dieser Stelle wahrnimmt. Wir haben da sehr, sehr lange drüber nachgedacht, was wir machen könnten. Wir haben überlegt, wollen wir Masken verkaufen? Sourcen wir die? Also wir haben ja verschiedene Produktionsstandorte. Wir haben dann darüber nachgedacht, können wir vielleicht Desinfektionsmittel in Umlauf bringen? Ja. Also das haben ja viele Firmen gemacht, die beispielsweise Alkohol produzieren oder eben auch Parfüm produziert haben. Ähm, mussten dann aber herausfinden, dass wir leider zu wenig Alkoholanteil hatten, als dass das Coronavirus, äh, tatsächlich an den Händen abtöten würde. Und insofern ist uns am Ende dann nur noch die relativ einfache Möglichkeit übrig geblieben, uns zumindest mit 'ner Spende stark zu machen, insbesondere vor dem Hintergrund, weil wir natürlich von der Situation auch einfach profitiert hatten und haben das dann auch gemacht. Wir haben uns auch lokal engagiert, beispielsweise Radio Bielefeld für den Bielefelder Schutzschirm. Was man allerdings nicht machen sollte, also ihr müsst euch nicht positiv positionieren, ihr solltet euch aber auf keinen Fall negativ positionieren. Ähm, also zahlt immer schön eure Miete. Was ist gleichzeitig passiert im Mediennutzungsverhalten der Konsumenten? Das ist 'ne Entwicklung, die wir uns parallel ganz genau angeguckt haben, weil wir ja schon 'n sehr, sehr großes Media Budget haben, auch von 'ner sehr, sehr große Media Reichweite und die natürlich möglichst effizient nutzen wollen. Das heißt, wir haben uns angesehen, gibt es irgendwelche Verschiebungen im Mediennutzungsverhalten unserer Konsumenten? Und haben dann festgestellt, ja, okay, es gibt eigentlich drei große Entwicklungen. Die erste Entwicklung ist, TV nimmt zu. Die zweite Entwicklung ist, Online nimmt zu, da insbesondere Bewegtbild. Und die dritte große Entwicklung war, Social Media nimmt zu. Und die, das haben wir erst mal so genommen und uns überlegt, okay, was, was können wir daraus machen? Welche Möglichkeiten ergeben sich für uns daraus? Ich hab mal alles in, in blau beziehungsweise türgis eingefärbt, wo wir schon präsent sind. Dunkelblau ist 'n bisschen schwierig, ne. Also öffentlich rechtliches Fernsehen passt vielleicht nicht so hundert Prozent zu uns, ähm, ist vielleicht auch nicht so zielgruppenkonform. Alle anderen Kanäle nutzen wir schon effektiv und haben dann eben während Corona auch noch mal geguckt, ob sich Möglichkeiten ergeben, ähm, da noch mal on top was zu machen. Vielleicht das einmal transferiert, also nicht jeder ist in so 'nem Businessmodell wie wir tätig, ne. Es gibt auch ganz viele andere Businessmodelle, beispielsweise B2B. Vielleicht sollte man einmal überlegen, ähm, welche Möglichkeiten ergeben sich für mich und für mein Unternehmen? Und wo kann ich vielleicht auch meine Kunden, die beispielsweise in Kurzarbeit sind, erreichen? Vielleicht nicht mehr telefonisch über den Vertriebsmitarbeiter, aber vielleicht einfach im privaten Umfeld, ähm, über Social Media, ne. Also das einfach nur, nur als Denkanstoß. Ein Beispiel, wie wir das genutzt haben, diese Verschiebungen, und das ist relativ aktuell. Wir haben uns, äh, mit Pro Sieben in Österreich zusammengetan und haben dann eine sehr spannende, innovative Kooperation zum Start von For your ears only über die Podcast Factory. Ähm, ähm, sind die eingegangen, die Kooperation, äh, und sind jetzt vor Kurzem gestartet und sind dort erster Werbepartner mit 'nem ordentlichen Pressebass, auch in, äh, den Fachmagazinen, aber auch in der österreichischen Öffentlichkeit, ähm, und starten da jetzt mit verschiedenen Native Sponsoring Formaten und 'nem korgebrandeten TV-Spot, ähm, auf den verschiedenen Pro Sieben Kanälen. Wir haben uns natürlich parallel auch angeguckt, was passiert denn eigentlich im Performance Marketing Bereich? Also wir haben heute schon in vielen Vorträgen auch über CPCs gesprochen, über Entwicklungen, gerade auch im Bereich Social Media. Wenn wir uns den, den Search Bereich angucken, dann wär meine Hypothese tatsächlich gewesen zu, zum Start der Coronakrise, der Fall ist klar, die CPCs werden fallen, ne, weil weniger Wettbewerb. Viele Unternehmen werden ihre Marketingaktivitäten so 'n Stück weit zurückfahren und vielleicht ergeben sich da Möglichkeiten, ähm, wenn CPCs sinken, neue Bereiche zu besetzen. Tatsächlich ist das nicht übergreifend passiert. Es gibt da 'ne schöne Analyse von Internet World, wo ich mal so 'n paar Entwicklungen rausgegriffen hab, ähm, in einigen Bereichen sind die CPCs gestiegen, in einigen gefallen. Das hat mehrere Gründe, ne. Also im im Travel Bereich ist natürlich der Wettbewerb gesunken, aber die Nachfrage ist auch einfach massiv zurückgegangen, ähm, sodass der CPC in Summe gestiegen ist. In anderen Bereichen sehen wir Phänomene wie zunehmenden E-Commerce Druck, weil klassische Retailer versuchen, jetzt im Onlinebusiness aktiv zu werden. Das heißt, es gibt völlig unterschiedliche Entwicklungen dort und die sind hauptsächlich abhängig von, von Branche und auch von Kanal. Also tatsächlich kann ich das bestätigen, was wir, ähm, zwei Vorträge vorher gehört haben. Die CPCs sind im, im Social Bereich sind einfach übergreifend deutlich gesunken, ne. Also auch das in Kombination, wenn wir noch mal, ähm, uns vergegenwärtigen, wie sich die, das Mediennutzungsverhalten entwickelt hat, ähm, eigentlich 'ne sehr, sehr schöne Opportunity. Was könnt ihr tun während Corona, wenn das Budget vielleicht gekappt wurde? Also am Ende ist das ja nicht immer eure Entscheidung, ob jetzt das Budget noch vorhanden ist, was vielleicht vorher für das Jahr geplant war. Häufig ist das ja eine Entscheidung, die insbesondere im Marketingbereich auch einfach auf einer anderen Ebene getroffen wird. Was könnt ihr tun, ähm, um trotzdem aktiv zu sein und um die Zeit trotzdem zu nutzen? Was wir festgestellt haben, ist, dass die Entwicklungen aktuell sehr, sehr schnell in Änderungen entworfen sind. Das heißt, fangt auf jeden Fall an, in Sprints zu denken, in kurzen Abschnitten. Denkt über OKR Methoden nach. Das heißt sehr, sehr schnell Ziele setzen, ähm, versuchen die Ziele zu messen und neue Ziele davon abzuleiten in der Retrospektive, je nachdem wie das funktioniert hat. Ganz, ganz wichtig. Dann nehmt euch Zeit für Dinge, für die ihr sonst keine Zeit habt. Das sind so klassischerweise Dinge wie den Optimierungsfaktor oder die Kontohygiene in eurem Google Ads Konto zu verbessern oder Kampagnen Drafts, neue Strategien und Testings in euren Konten aufzusetzen. Einfach zu überlegen, was könnte man denn noch machen, ähm, um einen innovativen Ansatz zu finden, um vielleicht Potenziale doch umzusetzen, die ihr nicht unmittelbar sehen würdet. Und kümmert euch vor allem darum, dass nach Corona, also die Zeit nach Corona wird es sicherlich geben, ähm, alles perfekt funktioniert. Ja? Also ihr werdet sicherlich irgendwelche Usability Issues haben in eurem Shop. Haben wir halt auch schon einen schönen Vortrag zu gehört. Es wird immer Möglichkeiten geben, die Conversion Rate noch mal zu erhöhen. Denkt an eure SEO Rankings. Wie könnt ihr die verbessern? Und könnt ihr vielleicht mit einem verminderten Budget verschiedene Testkampagnen starten, um einfach herauszufinden, was funktioniert gerade? Was könnte in der Zukunft funktionieren, ähm, und sind da Potenziale? Was könnte sich für Testkampagnen empfehlen? Na ja, zum Beispiel verschiedene Keyword Opportunities. Also, was sehen wir bei Google Trends? Wir sehen ganz klar eine Zunahme oder Explosion des Keywords Langeweile und Suchvolumens für Langeweile während Corona, Lockdown, ja? Also auch das haben wir ganz genau gemonitort und haben uns angeguckt, was passiert hier eigentlich? Wie verändert sich das Suchvolumen und wo sind sozusagen Potenziale für uns? Was hat eigentlich mit unserem Themenbereich zu tun? Und in welcher Peripherie befinden sich potenzielle Neukunden für uns, die vielleicht, ähm, Sextoys noch nicht so top of mind haben? Und wo können wir da da reingehen? Das Gleiche für Homeworkout. Der sitzt ein bisschen weiter weg als Themenbereich, aber halt super spannend, ne. Also irgendwie so, passt schon, passt schon auch ganz gut zusammen mit unserem Thema, ne. Muss man natürlich dann bereit sein, auch ein bisschen, ähm, mit Verlust zu rechnen und, und höheren CPCs, aber gerade mit, ähm, Smart Campaigns kann man da sehr, sehr gut testen. Gleichzeitig natürlich super wichtig: Corona ist am Ende ein Thema, was uns alle betrifft. Das heißt, es betrifft uns im privaten Umfeld, es betrifft uns im geschäftlichen Umfeld und ihr könnt euch sicher sein, es betrifft eure Kunden. Das heißt, ihr habt schon mal eine optimale Segmentierung. Ihr kennt mindestens ein Interessensgebiet eurer Kunden. Ähm, das heißt super spannend und super wichtig eigentlich, das auch in eurer Content-Strategie zu berücht-- zu berücksichtigen, ne. Also wie ist eure Content-Strategie aufgebaut? Häufig besteht die aus Entertainment oder Edutainment oder als Positionierung als Experte mit einer gewissen Lösungskompetenz. Das heißt, ganz viele Unternehmen sind gerade mit Problemen aufgrund von Corona konfrontiert. Da Lösungen anzubieten, in dem Bereich, in dem ihr Experte seid oder Expertin seid, das ist ja genau das, was gerade aktuell gefragt ist. Wir kommen halt super häufig über die lustige Schiene. Ähm, ich lese es mal kurz vor, falls es nicht lesbar ist. Links für Corona, rechts für Corinna. (kichern) Ja, was hat uns noch beschäftigt zu der Zeit? Auge auf im Influencer Game. Ja? Also, es gab sicherlich Entwicklungen, ähm, die man sehr vorsichtig bewerten muss und die uns sicherlich auch eine, einige Werbekanäle, na ja, nicht verwehrt haben, aber, ähm, wo wir sicherlich Obacht geben mussten, ähm, wie wir damit umgehen. Und am Ende ist es halt schon so, dass Oliver Pocher an ganz vielen Stellen auch über Influencer berichtet hat, die mit uns zusammengearbeitet haben. Ähm, beispielsweise Anne Wünsche, mit der haben wir häufiger zusammengearbeitet. Und, ähm, was ja erst mal einem berechtigten Anliegen gefolgt ist, ne? Also vielleicht ist das eher der Punkt, den man mitnehmen muss an dieser Stelle, nämlich, ähm, dass es eben schon auch noch um ein sehr, sehr ernsthaftes Thema geht. Also selbstverständlich, ähm, versuchen wir aus Marketingperspektive, da Potenzial drin zu sehen und das entsprechend zu vermarkten. Aber am Ende ist es natürlich ein sehr, sehr ernstes Thema und, ähm, am Anfang ging es ja auch um ein sehr, sehr ernstes Anliegen. Was sich dann daraus entwickelt hat, ähm, war vielleicht ein bisschen unschön für alle Seiten, aber aus Marketingperspektive, ähm, sicherlich eine sehr, sehr wichtige Entwicklung, dass man einfach auf, auf verschiedenen Kanälen aufpassen muss und eben diese Entwicklungen am Ende sehr, sehr genau monitoren muss, ähm, weil ansonsten auch bestimmte Fallstricke bestehen. All das haben wir gemacht und das hat in Summe zu einer wirklich extrem gestiegenen Bruttomedia-Reichweite für uns über Q1 2020 hinaus geführt. Ja? Jetzt ist das nicht alles Conversion-getriebene Reichweite, das ist ganz wichtig, ähm, aber eben eine Mischung aus Brand und Conversion und die haben wir, glaube ich, ganz, ganz gut genutzt. Und jetzt noch mal wieder, ähm, zum Anfang der Präsentation zurückzukehren, das ist am Ende auch der Grund, warum wir es geschafft haben, mit dieser Kombination im Markt als einziger Marktteilnehmer zu wachsen, weil wir eben einfach diese Potenziale gesehen haben und am Ende auch wahrgenommen haben, ähm, und dann die entsprechende Reichweite in unserer relevanten Zielgruppe beziehen konnten. Jetzt haben wir sehr, sehr viel über Media gesprochen. Jetzt fehlt noch ein wichtiger Punkt, nämlich- Wie sind wir denn mit unseren Kunden umgegangen in dieser Zeit? Ja? Das ist ja durchaus 'ne wichtige Frage. Also wie kommunizieren wir mit Kunden und wie informieren wir Kunden? Und auch da gab's ja super viele spannende Entwicklungen. Ähm, einmal gab es sehr, sehr viele Onlineshops, das haben wir beobachtet, die sehr schnell kommuniziert haben auf der Seite, dass es beispielsweise Probleme gibt in der Auslieferung von Paketen oder auch, ähm, bei der Zulieferung von Artikeln, die da sehr, sehr transparent, sehr offen und sehr ehrlich waren. Wir haben das sehr, sehr lange intern diskutiert, ob wir das machen möchten oder ob wir das nicht machen. Ähm, wir hatten verschiedene Hypothesen dazu. Die erste Hypothese war, die Conversion Rate bricht uns ein. Die zweite Hypothese war, eigentlich ist es auch egal, weil das machen jetzt eh schon alle Onlineshops. Die Situation ist bekannt und die Nutzer haben 'ne gewisse Toleranz dafür entwickelt. Wir haben uns dann am Ende dagegen entschieden. Wir haben den AB-Test nicht gemacht und wir haben auch das Banner einfach nicht dargestellt. Wir haben dann darüber nachgedacht, wollen wir unsere Kunden per E-Mail informieren? Da meine ganz subjektive Meinung. Ähm, also ich hatte glaube ich um die zwanzig bis fünfundzwanzig E-Mails im Postfach zu dem Thema, ähm, die mehr oder minder alle alle das Gleiche gesagt haben, nämlich: „Mach dir keine Sorgen, wir liefern weiterhin aus." Wir haben das dann auch erst mal nicht gemacht und hatten dann auch noch das Problem, dass im Nachgang, ähm, das tatsächlich häufig Angriffspunkte auch für Phishing-Attacken wurden und dann haben wir am Ende auch darauf verzichtet. Und wir haben vielleicht sogar noch mal das Gegenteil gemacht. Wir haben auch gesagt, na ja, guck mal, die Zulieferersituation ist vielleicht nicht ganz so optimal. Vielleicht solltet ihr lieber schnell sein. Ja? Das alles in Summe und ich glaub, so kann man ehrlich sagen, ähm, hat auch zu negativen Kundenfeedback geführt. Ja? Das war uns vielleicht nicht unbedingt so bewusst. Tatsächlich hatten wir noch mal ein bisschen anderes Businessmodell als viele andere Unternehmen, weil wir Produkte verkaufen, die unsere Kunden möglichst schnell haben wollen, auch wenn Lockdown ist, ne? Also die Suche basiert ja darauf, dass ich das eigentlich jetzt gerne machen würde und nutzen würde, ne? Das ist ja sozusagen die Grundlage davon. Ähm, das heißt, da haben wir uns vielleicht ein Stück weit getäuscht. Also wir haben das am Ende natürlich auch wieder, auch wieder gerade gerückt mit 'nem kleinen Goodie. Ähm, aber am Ende ist eben schon die Frage, wie gehen wir oder wie bewerten wir das Verhältnis Kundenakquise versus Wiederkaufrate? Und wir alle wissen, dass die Kundenakquise deutlich teurer ist, als Kunden noch mal zum Kauf zu bewegen, wenn sie schon mal 'ne positive, ähm, User-Experience hatten. Und, ähm, das ist sicherlich, was wir, was wir heute aus der heutigen Perspektive einfach anders machen würden. Aber Happy End, was haben wir gemacht? Wir haben in 'nem, wir haben wirklich in 'nem sehr, sehr schnellen Projekt innerhalb von sechs Wochen eine komplett neue Logistik mit hinzugenommen, ähm, und wir haben gleichzeitig unsere Produktion verdreifacht, ähm, um eben die Bedürfnisse am Ende, am Ende stillen zu können, ähm, und haben das in 'ner sehr, sehr schnellen internen Zusammenarbeit, ähm, hinbekommen. War 'n massives Projekt, worauf wir jetzt im Nachhinein alle sehr, sehr stolz sind. Ähm, und hatten dann am Ende sozusagen das gemeinsame Happy End mit unseren Kunden und sind jetzt sehr, sehr smooth unterwegs, was das angeht. Ähm, haben die Prozesse einmal grade gezogen, sind aber eben noch super nah dran an den ganzen Entwicklungen und versuchen auch, die Entwicklungen gerade um Corona weiterhin zu bewerten, ähm, und das weiter so zu fahren, wie wir's bisher gehalten haben. Und deshalb am Ende noch mal Summary. Also versucht, das so 'n Stück weit auch zu übertragen auf euer Geschäftsmodell, ja? Ähm, das ist ja immer 'n Stück weit auch individuell. Also wir haben B2C-, B2B-Geschäftsmodelle. Manchmal geht's Lead-Generierung, bei uns geht's eher Abverkauf einer sehr, sehr großen, 'ner sehr, sehr großen Masse. Ähm, versucht, insbesondere wenn ihr einen Marketing Freeze habt, eure Earned Media Channels und eure organische Reichweite zu nutzen, ganz, ganz wichtig, insbesondere in Corona-Zeiten. Hinterfragt den Marketing Freeze, ja. Also vielleicht gibt es trotzdem Möglichkeiten, ähm, zu investieren. Versucht, sehr, sehr schnell auf verschiedene Entwicklungen zu reagieren und nutzt die gewonnene Zeit einfach auch sinnvoll, um beispielsweise Kampagnen Drafts aufzusetzen, ähm, und das zu machen, was ihr vielleicht immer mal machen wolltet, am Ende aber vielleicht einfach nie geklappt hat. Und that's it. Jawohl, ganz, ganz herzlichen Dank an dich, lieber Maximilian, für diesen, wie ich finde, superspannenden Einblick, ähm, in das digitale Marketing oder das allgemeine Marketing eines so großen Players, wie ihr es seid, entsprechend im deutschen Markt und auch international. Ich find das ganz spannend, dann auch wirklich mitzuerleben bei dir, wie dynamisch und intensiv ja sicherlich auch die letzten Wochen gewesen sind, auch für euer Marketing, weil man sich immer wieder überlegen muss, wie reagiere ich denn auf bestimmte Situationen? Wie gehe ich mit Logistik um? Wie gehe ich mit Kundenkommunikation um? Und auch da ganz herzlichen Dank an dich, dass du heute hier so transparent nach vorne trittst und eben über eure Erfahrungen berichtest. War echt Eis.de sicherlich nicht selbstverständlich. Und ich fand's ganz spannend und hab mich auch wiedergefunden im Hinblick auf den einen oder anderen Kunden, den wir begleitet haben in der vergangenen, in den vergangenen Wochen, wo sich 'n ehrliches Bild zeigt, einfach eine ganz, ganz intensive Phase. Wir haben 'n paar Fragen natürlich auch an dich in guter Manier heute bei der OMKB Live und ich möchte gerne einmal direkt einsteigen bei der ersten Frage. Du hast Amorelie erwähnt, ja auch als einen der großen Marktbegleiter, die jetzt, so hab ich's, glaub ich, grade gesehen, die Position zwei im deutschen Markt mittlerweile, ähm, etabliert haben. Amorelie, für mich aus der Perspektive als Marktbetrachter sicherlich eine Marke, die eben mit sehr, sehr hoher Reichweite auch aufgebaut worden ist in den letzten Jahren. Ist das etwas, was ihr sehr positiv seht, weil das Thema Sextoys dann einfach noch mehr top of mind ist in 'ner breiteren, in 'nem breiteren Spektrum? Oder ist das schon 'ne sehr, sehr hoher und intensiver Wettbewerb oder vielleicht beides zur gleichen Zeit? Absolut beides. Also man muss tatsächlich sagen, dass wir mit Amorelie gemeinsam den Markt entwickelt haben und, ähm, was das angeht, haben wir sehr produktiv zusammengearbeitet, ähm, und das war sicherlich eine sehr, sehr positive Entwicklung auch für beide Brands. Also sicherlich haben wir das auch nicht alleine geschafft, das Thema in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Also das ist, äh, sicherlich ein Verdienst, den man beiden Brands zu, ähm, ähm, zugestehen muss. Tatsächlich, ähm, gibt es ja auch einige Bereiche, in denen wir sehr ähnlich sind. Also ich glaube schon, dass man so den Bereich Eis und Amorelie auch einfach zu Beate Uwe und Oja noch mal abgrenzen kann, ähm, auch in der kommunikativen Hinsicht. Nichtsdestotrotz, ähm, ist natürlich auch klar, dass eine sehr, sehr große TV-Reichweite insbesondere hinter Amorelie steht, allein durch die nahen Verbindungen zu, zu Pro7. Ähm, das heißt, sie sind so oder so ein sehr, sehr harter Konkurrent und wir pflegen da auch einen harten Wettbewerb untereinander. Das kann man auch so sagen, hat auch Lea Sophie Kramer im letzten OMR Podcast noch mal erwähnt, dass das so ist. Hat auch unser Marketing gelobt, äh, fand ich auch sehr gut. Ähm, nein, das kann man ganz offen sagen und das ist aber auch okay. Das ist fair, ist ein fairer Wettbewerb, wenn auch ein sehr, sehr harter Wettbewerb von beiden Seiten. Aber das ist in Ordnung. Ja, wo wir beim Thema sind, Pro7, du hast es gerade erwähnt, auch für euch TV natürlich ein interessantes Reichweiteninstrument. Du hast es sehr, sehr schön dargestellt, dass offensichtlich die Langeweile bei Google Trends in TV-Konsum, aber auch Online-Video-Konsum im Allgemeinen erst einmal resultiert hat. Wenn ihr TV-Kampagnen schaltet, und das tut ihr ja entsprechend, wie messt ihr dann im digitalen Marketing entsprechend den Effekt dieser TV-Kampagnen? Was könnt ihr feststellen für Spillover-Effekte im Brand-Search-Bereich beispielsweise? Das würde mich interessieren, wie, äh, ja, das bei euch KPI-seitig ausfällt. Ja. Einmal achten wir tatsächlich schon sehr darauf, dass wir, ähm, Call to Actions mit einbauen in den TV-Spot. Das heißt, dass wir auch Aktivität triggern an der Stelle. Und dann gucken wir uns das schon, äh, sehr, sehr genau an. Das heißt, ähm, wir nutzen verschiedene Tools, wir nutzen aber auch ein eigenes Attributionsmodell. Das heißt, wir sehen uns genau an, ohne da jetzt zu tief ins Thema zu gehen, was passiert bei der Spot-Ausstrahlung? Was passiert davor? Was passiert danach? Ähm, welche Effekte gibt es? Also auch Wechseleffekte eben auf andere Kampagnen, Brand Search oder Direct-Zugriffe. Ähm, berechnen dann auch noch mal, ähm, 'nen eigenen TV-Peak, den wir sozusagen für die Zukunft attribuieren und, äh, können so schon sehr, sehr genau bewerten, auch insbesondere in Kombination mit dem Bruttomedia-Volumina, die wir ja haben, und, äh, die Kosten, die wir natürlich auch haben, ähm, was da ein vernünftiger CPV ist und das auch im Vergleich beispielsweise zu den Vorjahren. Also ich glaube, da sind wir schon sehr, sehr datengetrieben und sehr, sehr exakt unterwegs. Natürlich nicht zu hundert Prozent, ähm, aber haben da sehr, sehr gute Insights, wie unsere TV-Werbung auch in Kombination mit den anderen Kanälen funktioniert. Okay, ja, vielen Dank für den Insight. Klingt auf jeden Fall nach Performance-Marketing auf sehr hohem Niveau, auch im Hinblick auf die Attribuierung zwischen den einzelnen Kanälen. Eine Frage aus der Runde, aus dem Zuschauerraum. Da möchte es Roland ein bisschen genauer wissen: Habt ihr denn jetzt mehr Budget im Marketing investiert in den letzten Wochen und Monaten im Vergleich zu einem regulären Jahr? Also nehmen wir mal 2019. Oder ist das bei euch eigentlich identisch gewesen? Oder habt ihr auch damit zu kämpfen gehabt, dass teilweise weniger Budget zur Verfügung gestellt worden ist? Wir sind an der Stelle tatsächlich sehr, sehr dynamisch. Ähm, kann aber schon sagen, dass wir, ähm, das ist ein Stück weit auch mehr investiert haben. Definitiv, ja. Okay. Du hast es ja angesprochen, Agilität ist ganz wichtig. Die Dynamik ist ganz wichtig. Dafür braucht man natürlich das richtige Team sich herum, um überhaupt in der Lage zu sein, agil zu arbeiten und sicherlich auch die richtigen Methodiken und auch Zieldimensionen. Du hast OKR angesprochen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jedem ein Begriff ist. Wenn du magst, erklär doch einmal kurz, wie ihr OKRs einsetzt bei euch im Team. Das ist eigentlich eine Methode, die aus der Mitarbeiterführung kommt, insbesondere von Google, heißt übersetzt Objective Key Results, ähm, und sagt, sehr vereinfacht gesprochen, ähm, dass man sich nicht mehr langfristige Ziele setzt, sondern die Ziele sehr dynamisch und im kurzfristigen Umfeld anpasst und sich die Geschäftsentwicklungen genau anguckt. Jetzt kann man das, ist das eigentlich eine Managementmethode, die man auch auf das, auf das Tagesgeschäft übertragen kann. So kann man am Ende auch einfach, ähm, übersetzt sagen, wir gucken uns in sehr, sehr kurzen Zeitverläufen dynamisch die Entwicklungen ab, äh, an, die gerade passieren, versuchen das rückwirkend zu betrachten und ziehen dann unsere Schlüsse auch für die Zukunft und sozusagen für die nächste Periode. Die kann drei Monate dauern. Normalerweise sagt man, kann aber auch kürzer sein oder auch länger sein. Ähm, das hat uns in der Vergangenheit aber immer, ähm, sehr, sehr weitergeholfen und war eine sehr, sehr gute Methode. Okay, ja, vielen Dank. Schab, da würde ich einmal an dich abgeben. Ich weiß, du hast ja auch noch die eine oder andere Frage notiert. Genau. Ja, ich, ich mache mal so 'n Mix zwischen operativen Fragen und strategischen Fragen. Vielleicht mal mit dem operativen Thema. Du verantwortest ja auch das Performance-Marketing-Team bei euch im Haus. Ähm, Dynamic Retargeting ist bestimmt ein ganz, ganz spannendes Thema bei euch im Haus. Kannst du das als eis.de richtig leveragen oder wo überschreitest du die Grenze, wo du dann vielleicht zu aufdringlich bist gegenüber dem Nutzer? Das ist bei euch ja noch mal ein spezifischeres Thema. Ja. Ähm, erst mal Dynamic Retargeting über die klassischen Kanäle, also Google Display Netzwerk, generell nicht möglich. Also sowieso aus Jugendschutzgründen in ganz vielen Bereichen sehr, sehr starke Einschränkungen. Auch wenn wir jetzt, ähm, über Social Media sprechen, alles was mit, ähm, Paid Reach in Social-Media-Kanälen zu tun hat, ist prinzipiell nicht möglich. Also wir führen da sehr, sehr intensive Gespräche, tatsächlich auch mit Facebook, Google, ähm, versuchen da auch, äh, häufig First Mover Cases draus zu machen. Ähm, es ist dann eher im Programmatic-Bereich, wo das möglich ist und wo wir das versuchen, ähm, oder eben im Affiliate-Bereich, wo wir mit verschiedenen Display-Anbietern zusammenarbeiten. Generell muss man da aber sehr aufpassen. Also klar, es ist 'n Thema mit, ähm, mit sehr, sehr viel Diskretion, ähm, die auch von den Usern geschätzt wird. Das heißt, ähm, es ist immer so die Frage, was man im Product Feed zeigen möchte, ne? Da gibt's ja auch immer die Möglichkeit, noch mal zu selektieren. Aber generell sagen wir, nee, also wir respektieren da auch die Privatsphäre der Nutzer, ähm, und gehen dann eher noch mal, äh, auf 'n bisschen generischere Inhalte an der Stelle. Verstehe. Wie aggressiv geht ihr in der Neukundenakquise vor? Du hast gerade schon den Ziel, wie angesprochen als wichtige KPI? Ja Kannst du uns da so 'n bisschen abholen, wie eure Logik dahinter ist? Na ja, also ohne da jetzt zu sehr ins Detail zu gehen. Natürlich gucken wir uns solche Metriken an. Also was ist der Customer Lifetime Value? Wir haben ja sehr, sehr viele Kunden und sind ja auch schon länger am Markt, muss man ja auch sagen, seit mehr als zehn Jahren. Das heißt, wir haben auch Zugriff auf sehr, sehr viele Kundendaten. Wir sind 'n sehr conversion getriebenes Unternehmen. Wir haben auch einfach die günstigsten Preise am Markt, muss man sagen. Ich muss 'n bisschen dem Vortrag von vorhin widersprechen. Also wir experimentieren ja sehr, sehr viel mit Null Euro Produkten auch. Wir haben immer sehr hochwertige Produkte, insbesondere von Satisfyer auch als null Euro Artikel. Da könnte ich jetzt nicht sagen, dass das der Brand bisher geschadet hätte tatsächlich an der Stelle. Insofern ist das am Ende teuer, ja. Also grade wenn wir wenn wir über so eine Akquise sprechen, auch wenn wir über TV sprechen, ist es kein Geheimnis, dass es teuer ist, versuchen die Wiederkauftrate dann entsprechend hochzuhalten und eben den den CLV am Ende auch zu maximieren, ja, also so klassischerweise. Jetzt hab ich gelernt, Maximilian, ihr seid deutlich erfolgreicher als die anderen, also da dafür schon mal Chapeau. Ist das darauf zurückzuführen, dass ihr wirklich Forschung, Entwicklung, RND betreibt, sehr, sehr, sehr, sehr experimentierfreudig seid? Und wenn ja, kannst Du unseren Zuschauern vielleicht ein, zwei Impulse geben, sich Channel ABC vielleicht noch mal etwas intensiver anzuschauen, Mhm. Ohne zu viel aus dem Nähkästlein plaudern zu wollen. Vielleicht haben wir auch 'n paar Zuschauer von Amorelie, die sich das jetzt grade ganz, ganz genau anschauen. Ja, ich befürchte das, ne. Tatsächlich würd ich sagen, es es gibt verschiedene Entwicklungen, warum das so ist. Also einmal hat man natürlich mit selbst eine sehr, sehr extrem starke Eigenmarke im Rücken. Ist natürlich 'n extremer Vorteil, ne. Dann haben wir im Moment auch einfach eine eine massive TV Reichweite. Wir haben sehr gut rausgefunden, wie wir diesen Kanal für uns nutzbar machen können. Ich glaube nicht, dass das was ist, was man auf die Allgemeinheit tatsächlich übertragen kann. Ich glaube, was uns außerdem ausmacht, ist, dass wir 'n extrem schnelles Unternehmen sind. Wir sind inhabergeführt, wir treffen Entscheidungen auf Tagesbasis. Wir sind extrem dynamisch, also wir arbeiten nicht unbedingt mit festen Budgets. Wenn wir merken, oh, hier ergibt sich eine Möglichkeit, dann machen wir das einfach. Wir probieren es aus und wenn wir merken, es funktioniert, dann machen wir's groß. Und wenn wir merken, es funktioniert nicht, dann schmeißen wir's einfach weg, ne. Mhm. Ich glaub, das ist auch eine ganz, ganz wichtige, eine ganz, ganz wichtige Einstellung. Und wir versuchen einfach alles auszuprobieren. Also wo immer sich eine Möglichkeit ergibt, machen wir das. Das ist einfach sone Hands on, sone Machermentalität, die uns glaub ich als Unternehmen im Gesamten auszeichnet. Und ich glaub mit, wenn man mit der Attitüde sozusagen reingeht, dann braucht man auch gar nicht mehr überlegen, welcher Channel funktioniert denn jetzt ganz, ganz gut und vielleicht eher nicht so gut, dann ist es einfach sozusagen diese Testing Culture, die verankert ist. Und dann muss das, glaube ich, auch jedes Unternehmen für sich rausfinden, ja. Mhm. Ich hatte ja gesagt, im Social Bereich sind die CPCs gefallen. Das heißt, ich könnt mir vorstellen, dass das grade aktuell sehr, sehr viel Potenzial bietet. Das würde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Solche Bereiche ist es halt unterschiedlich, ne. Also da würde ich auch jeden Fall mal gucken, wie da grade die Entwicklungen sind, aber ist halt branchenabhängig deshalb. Also ich glaube, es gibt nicht den Kanal, am Ende ist es die Kombination und testen, testen, testen, ist einfach das Geheimnis. Verstanden. Jetzt hast Du TV angesprochen, kauft dir TV programmatisch ein und wenn ja, wie ist die Benchmark zwischen Linear TV versus Smart TV? Nennen wir's einfach mal so. Nein. Von der Performance her. Ja, nein, kaufen wir nicht programmatisch ein. Okay. Ja. Kurz und knackig. Gut, von meiner Seite aus war's das dann. Hast Du noch Fragen, Mario? Ja, es kommt noch eine Frage tatsächlich aus dem Zuschauerbereich und zwar, wie eure Expansionspläne aussehen bei den großen Kundenzahlen, die ihr schon auf den Weg habt. Wo liegen die Ziele von AS DE beziehungsweise auch der Triple A? Ja, na ja, also wir haben internationale Erfahrung, das ist ja auch kein Geheimnis, insbesondere mit Satisfyer. Also wir haben auch für Satisfyer schon dreißig internationale Shops in dreißig verschiedenen Ländern. Das heißt, dass das ein superspannendes Thema ist für uns, ist klar. Wir haben 'n Geschäftsmodell, was in Deutschland funktioniert. Wir haben extrem hohe Trafficzahlen, also auch wenn man das mal im europäischen Vergleich sehen würde, sind das extrem hohe Zahlen im Vergleich zu anderen Anbietern. Das heißt, es ist kein kein Geheimnis, dass wir das superspannend finden. Wie das im Detail aussieht, dazu kann ich nichts sagen, aber ist natürlich interessant, klar. Eine Frage hätte ich tatsächlich noch, Maximilian. Spielt das Thema Werbeerlöse für euch eine Rolle? Das heißt, habt ihr euch in der Vergangenheit oder beschäftigt ihr euch mit in der Zukunft damit, 'n zweiten Revenue Stream aufzumachen in Form dessen, dass ihr den Traffic auf eurer Webseite, was eine sehr hohe Reichweite oft zeigt, mitmonetarisiert über Werbeanzeigen? Nein, das müssen ja auch nicht unbedingt Werbeanzeigen sein, ne. Also es gibt ja auch viele Markenartikelhersteller, mit denen wir beispielsweise zusammenarbeiten. Also ja, das sind das sind Optionen und da gibt's sicherlich auch spannende Kooperationsmodelle zusammen. Da gibt's auch die Möglichkeit, über cobranded Spots zu sprechen, über solche Themen. Also ja, natürlich ist das eine massive Reichweite, die wir haben und die wir sicherlich auch nutzbar machen können. Vielleicht auch schon nutzbar machen an der einen oder anderen Stelle. Ja, definitiv. Sehr schön. Dann danken wir dir noch mal ganz recht herzlich, dass Du heute hier persönlich den Weg hergefunden hast zu uns in die Sports Factory in Osnabrück. Ja, auch für dich ganz spannend, sich mal hier 'n bisschen umzuschauen Ja, super spannend. Und mitzuerleben, was hier tatsächlich abgeht in der Sports Factory. Sehr, sehr erstaunlich und spannend, das Location. Und wir haben, weil du hergekommen bist, noch eine Kleinigkeit für dich vorbereitet. Schau, vielleicht magst Du einmal Corona like rechts neben dich greifen und das, genau, übergeben. Cool, danke schön. Ganz, ganz herzlichen Dank, Maximilian. Spannender Vortrag, vielen Dank für deine Offenheit. Und ich hoffe, dass Du dir heute Nachmittag das eine oder andere noch anschaust. Mach ich. Und ja, komm gut heim. Danke schön. Bei deinem viel Erfolg, Maximilian. Danke. Danke schön. Danke euch auch für die Einladung. Ja, gerne. Gerne. So, wir verabschieden uns jetzt in eine kurze Pause und sind dann gleich wieder für euch da. Bis gleich.
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