(Musik spielt) Hallo und herzlich willkommen zurück zur OMKB. Ich freue mich, euch den nächsten Programmpunkt heute des laufenden Tages präsentieren zu dürfen. Und zwar steigen wir ein in den ersten Roundtable am heutigen Tag. Wir haben insgesamt drei Roundtable geplant und wir starten mit dem Themenkomplex Generation Z und TikTok-Roundtable. Und da haben wir, wie ich finde, eine ganz spannende Gesprächskonstellation heute für euch zusammenstellen können. Und zwar haben wir vier Experten mit an Bord im Roundtable, in den wir jetzt gleich einsteigen werden, die auf der einen Seite in Teilen selber aus der Generation Z kommen und insbesondere Medienkanäle wie TikTok, also die TikTok-App, von Natur aus sehr gut verstehen, dort in der Vergangenheit schon herausragende Content-Beispiele zeigen konnten in der Beratung von Unternehmerinnen und Unternehmen oder auch eben für die eigenen Marken. Und deswegen bin ich ganz gespannt auf den Austausch in der nächsten Dreiviertelstunde und freue mich sehr auf meine vier Gäste, die diese Runde gleich bereichern werden. Ich werde sie euch einmal der Reihe nach vorstellen, weil ich mir vorstellen kann, dass noch nicht alle Namen bekannt sind. Wir haben gleich mit an Bord den lieben Marc Mihuj, Co-Founder von Sugar Daddies und entsprechend verantwortlich unter anderem für das leckere, süße Zeug namens Cookie Bros, was ihr mittlerweile bei Rewe und auch in anderen Supermärkten findet und was einen regelrechten Hype erlebt hat, tatsächlich in den letzten Monaten und Quartalen, auch dank TikTok. Und da werden wir sicherlich ganz genau zuhören, was Marc uns für Erfahrungen heute mit auf den Weg geben kann. Dann haben wir dabei, freue ich mich auch sehr darüber, den lieben Charles Bahr. Charles selber kommt heute von TikTok, TikTok Deutschland zu uns zu OMKB, ist dort Strategic Partner Manager und hat tatsächlich schon trotz seines jungen Alters reichlich Agenturerfahrung sammeln können, war nämlich vor seinem Engagement bei TikTok federführend aktiv als Gründer im Bereich der Agentur Project Z. Ich glaube, die Agentur dürfte dem einen oder anderen schon bekannt sein und hat dort Unternehmer beraten, große Namen beraten, wie McDonald's, Levi's, L'Oreal, wie denn tatsächlich Teenager von heute erreicht werden können und ist heute in seiner neuen Position als Strategic Manager für TikTok bei uns in der Runde im TikTok-Roundtable mit am Start. Dann werden wir tatsächlich noch ein bisschen jünger, und zwar komplettieren die Runde Neil Heinisch und Samuel Pemsel. Beides ganz junge Agenturgründer und Business-Unternehmer im zarten Alter – entschuldigt, wenn ich das so sagen darf – von 17 Jahren. Das heißt, der Moderator der heutigen Runde ist mehr als doppelt so alt als ihr, wobei ich mich eigentlich auch noch zu den jungen Kolleginnen und Kollegen in aller Regelmäßigkeit zähle. Neil Heinisch, Co-Founder von Play the Hype, einer Unternehmensgründung, die anderen Agenturen, Unternehmen und Organisationen hilft, entsprechend auch die Generation Z noch wesentlich besser zu verstehen. Und Play the Hype hat da eine ganz interessante Vorgehensweise. Und zwar haben sie selber eine eigene Community aus über zweieinhalbtausend Jugendlichen, aus denen sie eben durch den täglichen Austausch ganz gezielt auch prognostizieren können: Na ja, mit welchem Content wird sich denn gerade in welcher Intensität beschäftigt? Was für Themen sind gerade relevant? Welche Plattformen sind da dementsprechend diejenigen, die bestellt werden sollten? Und was für Hypes und Trends können dann auf Basis dieser Informationen antizipiert werden? Das ist natürlich ein unschlagbarer Asset, gerade wenn man sich mit den jüngeren Generationen, insbesondere der Generation Z, auseinandersetzen will. Und ergänzend in der Runde haben wir dann mit dabei Samuel Pemsel. Auch an dich ganz herzlich willkommen heute hier im TikTok-Roundtable. Samuel ist Co-Founder von Facts bei Sharp Marketing, aktueller Founder. Das ist eine Agentur mit Sitz in Düsseldorff. Ihr habt ein fünfköpfiges Team und beratet entsprechend auch Unternehmen, Marken und Agenturen rund das Thema Generation Z. Und ich fand es ganz charmant, wie du es tatsächlich ausgedrückt hast, lieber Samuel. Ihr löst Generationskonflikte. Das heißt, letztendlich zeigt ihr aktuellen Marketären auf, wie denn tatsächlich Kundenzielgruppen heutzutage über Content, über Kreation, gegebenenfalls auch über Advertising erreicht werden können. Also ich finde, eine extrem schlagkräftige Truppe und ich habe euch gerade schon alle bei mir auf dem Screen gesehen. Hallo zusammen und herzlich willkommen bei der OMKB. Schön, dass ihr dabei seid, euch die Zeit nehmt und wir in das Thema Generation Z und TikTok heute gemeinsam einsteigen. Könnt ihr mich alle gut hören und sehen? Eine kurze Frage an euch. Klappt das bei euch? Wunderbar. Ja, super. Ich würde jeweils mit einer Einstiegsfrage an jeden von euch einsteigen, sodass wir ein bisschen dialogisch in das Thema einsteigen. Marc, ganz herzlich willkommen an dich in der Runde. Vielen Dank. Eine ganz tolle Erfolgsgeschichte, die ihr schreibt mit Zucker Daddys und insbesondere euren beiden Marken Cookie Bros und Emoji. Ich selber bekennender Fan von Cookie Bros, muss ich sagen. Gerade das Thema Chocolate Chip, Keksteig, hat es mir angetan. Ich will nicht sagen, ich bin süchtig, aber finde es schon echt großartig. Bei euch ist recht früh in eurer Unternehmensgeschichte Katjes eingestiegen mit einer Beteiligung. Mich würde interessieren, lieber Marc, bevor wir dann auf das Thema Zielgruppe eingehen und auch TikTok eingehen: Was hat sich mit dem Einstieg von Katjes bei euch im Unternehmen verändert?Ähm, erst mal nicht viel, außer dass wir auf einmal Geld auf dem Konto liegen hatten und (lacht) demnach unsere Rechnungen bezahlen konnten. Äh, wir haben Katjes gezielt gewählt, weil Katjes hat nicht nur an das Produkt geglaubt, sondern eben auch an uns Gründer. Katjes waren nicht exit-getrieben, weil darum geht's uns nämlich nicht. Wir wollen jetzt hier nicht in den nächsten vier Jahren einen dicken Exit suchen. Wir haben Bock, erst mal ein Grown-up zu werden, danach ein Mittelständer. (räuspert sich) Dementsprechend war Katjes für uns der perfekte Partner, ohne Druck, aber eben mit dem nötigen Kleingeld grad zu Anfang. Ja, und dann konnte es dann losgehen. Dann konnte man die ersten Big Steps eigentlich im Handel gehen, weil Verpackungen und so weiter, das kostet nun mal ein paar Euro. Ja, vielen Dank, ähm, da in deine Richtung. Freut mich, dass sich jetzt aber nicht so viel von euch, für euch verändert hat. Wahrscheinlich genau auch die wichtige Grundlage, dass ihr euch weiter erfolgreich entwickeln können mag. Das ist ja auch nicht deine erste Gründung. Du warst ja vorher bei Flakes Corner schon aktiv, kommst tatsächlich aus dem Consulting-Geschäft, bist als Haze-Account-Manager damals in deine professionelle Laufbahn gestartet. Ähm, wie ist euch bei Sugar Daddies der Durchbruch gelungen? Was war der Moment, wo du gemerkt hast, jetzt habe ich wirklich ein Thema bei mir, was durch die Decke geht, was funktioniert, mit dem ich mich erfolgreich am Markt platzieren kann? Ich glaub', (räuspert sich) der allererste, der erste, ähm, wie soll ich sagen? Der erste Hint war eigentlich damals, 2019, als wir relativ schnell den Rewe Startup Award gewinnen konnten. Da haben über dreihundert, ähm, Unternehmen aus elf Ländern mitgemacht und wir sind dann letzten Endes in die Final Pitch Round reingekommen, mit fünf Unternehmen vor hundert Leuten und eben 'ner renommierten Jury, wie unter anderem dem, ähm, Hans-Jürgen Moog, also einer der, äh, CEOs von, von Rewe, pitchen dürfen. Da konnten wir dann überzeugen, haben den ersten Platz abgeräumt und haben dann unsere erste große nationale Listung bekommen. Das war natürlich ein Träumchen. Auf einmal kannte man uns in, ähm, sowohl auf B2C- als auch auf B2B-Ebene, ähm, konnten dann von dort aus anders starten, weil wir auf einmal seriös wahrgenommen worden sind. Vorher haben die Leute immer gelacht: „Sugardaddys? Ach, wer kommen denn daher mit den Verheinis um die Ecke?" Auf einmal war es ein Thema: „Die Sugardaddys, die machen 'n geilen Shit und darauf können wir uns gefasst machen." Und da muss man sagen, sind wir ganz lange mit guten Zahlen so dahin gependelt, aber Anfang des Jahres mit TikTok. Da kam dann der große Durchbruch. Ist noch gar nicht lange her. Genau richtig getimed, kurz vor Corona. Da würde ich sagen, das waren die zwei großen Meilensteine. Du sprichst es gerade an. TikTok hat euch jetzt gerade Anfang des Jahres massiv beschleunigt und zum Endkonsumenten-Durchbruch verholfen. Äh, Marc, ganz ehrlich, wenn wir so ein bisschen zurückschauen, war das strategisch von euch geplant im Hinblick auf Content Creation und Co. oder war, war das eher ein Glückstreffer, was euch da so stark forciert hat am Anfang des Jahres? Ja, also (räuspert sich) ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich damit gerechnet hätte. Ähm, das war schon, sagen wir mal so, ein Lucky Punch, weil wir haben schon gezielt nach einem Schlüssel gesucht. Wir haben uns über viele Sachen erkundigt: Was kann man machen von Twitch bis Pinterest und Co.? Äh, TikTok hat sich da doch für uns so als beste Möglichkeit einfach ergeben. Diese Möglichkeit haben wir natürlich dann erst mal blauäugig genutzt. Hat dann funktioniert, aber alles, was nach diesem Lucky Punch kam, war wirklich harte Arbeit. Ähm, da muss man einfach auch sagen, da haben wir als Team wunderbar zusammengearbeitet. Wir haben jeden Tag vierhundert bis siebenhundert DMs bearbeitet, über Monate hinweg. Das hätten wahrscheinlich die wenigsten Unternehmen getan, weil wer hat da schon Bock drauf? Das sind ja eh immer die gleichen Fragen, aber das sind alles heiße Leads gewesen. Das sind Kundenanfragen, das waren Fans, die wollten bedient werden. Das haben wir dann getan und dementsprechend würde ich sagen, ja, erst war es vielleicht ein bisschen Glück, aber danach wirklich gute Planung und vor allen Dingen viel Hands-on. Mhm, mhm. Also du sprichst gerade von deinem Team und der Extra-Meile, die ihr jetzt gegangen seid, klar, ähm, die so eine hohe Anzahl an DMs zu beantworten, jeden Tag, sicherlich eine Herausforderung für sich. Da ist es notwendig, dann entsprechende auch bereit zu sein, die Extrameile zu gehen. Wie sieht euer Team denn aktuell aus bei Sugar Daddies? Gerade wenn wir es herunterbrechen auf das Thema Content-Creation und insbesondere TikTok als Marketingplattform. Was schaffst du als Unternehmer? Was schafft ihr gemeinsam mit Sugar Daddies für eine Voraussetzung intern, sodass ihr überhaupt in der Lage seid, bei TikTok entsprechend weiter den Hype mitzunehmen und erfolgreich zu bleiben? Wie sieht das aus bei euch? Also zu Anfang des Jahres muss ich zugeben, da gab es nur die Designerin, seit November letzten Jahres, und mich. Ich hab die beiden Themen letzten Endes alleine erst mal verantwortet. Ähm, es war echt schwierig, vor allen Dingen, als dann diese Welle bei uns hineingebrochen ist. Dazu kamen dann noch die ganzen Probleme, die ich als Geschäftsführer in der Corona-Krise erledigen muss. Das war wirklich ein harter Ritt, um es mal so zu sagen. Ähm, dann waren wir gezwungen, in der Corona-Krise einen Mitarbeiter einzustellen, weil es nicht anders ging. Auch das ist eine riesen Herausforderung. Wir haben dann relativ schnell erkannt, wir müssen hier auf TikTok eine Prio setzen und am besten auf Prio one. Was haben wir getan? Was haben wir ausprobiert? Wir haben mittlerweile sechs Leute im Team. Davon beschäftigen sich zwei nur mit TikTok, ja? Ähm, wir haben im Prinzip Brainstorming-Tage, als auch eben Recherchetage, als auch eben Drehtage. Wir beschäftigen uns momentan zwei bis drei Tage nur damit, Material zu drehen. Das wird dann gefiltert und dann eben am Ende des Tages ausgespielt. Wir haben mittlerweile alles hier. Wir haben ja eigenes, äh, Licht, äh, irgendwelche Ring Lights, irgendwelche ... Ja, alles. Also wir machen so viel. Wir kaufen jede Woche ein für fünfzig bis hundert Euro an Süßigkeiten, womit wir mit rummatschen können. Wird danach dann auch immer schön gegessen. Aber, ähm, wir hatten auch so ein steady state, muss man sagen, wo wir nicht weitergekommen sind. Da mussten wir unsere Strategie überdenken und da, ähm, waren wir wirklich so eine ganze Zeit lang für drei, vier Wochen auf einem Punkt, aber jetzt, wo wir es einmal gerafft haben, äh, geht's weiter. Letzte Woche zum Beispiel neuntausend Follower aufgebaut. Ich würd sagen, für 'n Becher ist das innerhalb einer Woche doch eine ganz gute Zahl. Ja, das, dem, dem würde ich zustimmen. Ähm, eine weitere Frage noch an dich, lieber Marc, bevor wir weitergehen in der Runde. Dadurch, dass wir ganz viele Unternehmer natürlich heute auch hier mit bei der OMKB haben, viele Marketingexperten auch, ähm, im, im Bereich Social-Media-Marketing, Digital Marketing. Die beiden Mitarbeiter, die sich bei dir insbesondere ausschließlich um den Kanal TikTok kümmern, was müssen die für Assets mitbringen? Was müssen die für Kompetenzen mitbringen, damit sie eben in der Lage sind, tatsächlich auf dem Channel, in der App TikTok, tatsächlich auch für euch herausragenden Content zu distribuieren?Also erstmal muss man dazu sagen, die beiden hatten vorher von TikTok überhaupt gar keine Ahnung. Also die haben schon mal davon gehört, aber es gab dann natürlich eine Einleitung und ich habe den beiden auch erstmal gesagt „So, passt mal auf, jetzt setzt euch erstmal damit auseinander. Verzieht euch in euren TikTok Tunnel und konsumiert erstmal, damit ihr überhaupt das Ganze versteht. Und dann kommt ihr mit Ideen auf mich zu. Und dann habe ich gesagt, die Idee, die ist noch nicht krank genug. Da will keiner was Langweiliges sehen. Auf TikTok wollen die Leute eben Schlagzeilen, coole Sachen, die man sonst eben nirgendwo sieht. Also wenn du zum Beispiel einen Pickel ausdrückst, dann kommst du auf TikTok wahrscheinlich sehr weit. Du wirst Millionen geiler Views erzielen, weil es eben ein interessantes Thema ist. Wenn du allerdings einfach eine Clearer Seherwerbung machst, wo man nichts sieht, uninteressant. Das heißt, du musst interessanten Content schaffen und du musst crazy genug dafür sein. Das ist schon mal Punkt eins. Das zweite ist einfach, du musst dich nicht scheuen, vor die Kamera zu gehen, denn auch das ist wichtig. Die Leute wollen sich ja mit irgendwem identifizieren. Wir hatten schon einige Versuche, da hat es einfach nicht geklappt. Die Leute haben sich nicht getraut und waren da einfach nicht offen für. Und du musst natürlich ein gewisses Gespür mitbringen für eventuelle Trends, die sich abzeichnen. Weil es ist ja auch immer ein bisschen Glaskugel, gerade bei Tick Tock: Was kommt jetzt als Nächstes? Und First Mover takes it all, das ist halt eben das Motto. Deswegen musst du natürlich auch bei den Challenges so ein gewisses Gespür mitbringen, was lohnt sich da mitzumachen? Was mache ich vielleicht selber? Ja, und ich glaube, das ist es auch eigentlich schon. Und den unbändigen Willen, da wirklich die extra Meile zu gehen, wenn man da einfach was schaffen will, weil es ist einfach eine Fleißarbeit auch irgendwo. Ja, vielen Dank. Da erst einmal für den Einblick. Ganz wertvolle Insights, glaube ich. Das heißt, es gehört eine ganze Portion Mut, Kreativität oder auch eben Wille dazu, in das TikTok-Game, so nenne ich es mal, einzusteigen. Ich gehe einen Schritt weiter. Lieber Charles, schön, dass du auch heute mit in der Runde dabei bist. Charles, ich kenne dich noch als Gründer deiner eigenen Agentur, du bist einer der jüngsten Agenturinhaber tatsächlich ja überhaupt mit deinem Agenturprojekt Project Z. Was hat dich denn daran gereizt und fasziniert, die Agenturwelt zu verlassen und dich offiziell TikTok anzuschließen? Erzähl mal. Ja, auf jeden Fall eine super spannende Frage, die ich mir natürlich auch gestellt habe, bevor ich den Schritt gemacht habe. Und eines meiner Key-Punkte, sage ich mal, für diese Entscheidung war tatsächlich zu sagen: „Hey, meine Wissbegierigkeit ist einfach noch lange nicht gestillt. Ich möchte mich stetig weiterentwickeln und nicht, dass meine Lernkurve vorher nicht irgendwie konstant angestiegen ist, aber jetzt steigt sie eben noch viel extremer und stärker und steiler. Und ich freue mich einfach total, Teil von einem Team aus mittlerweile einer großen Anzahl an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen allein in Deutschland bei TikTok zu sein und merke, dass sich das in meiner täglichen Arbeit oft gar nicht so stark unterscheidet. Der große Unterschied ist halt, jetzt habe ich zu jedem Thema Experten mit an Bord, die quasi unterstützen, sei es aus den verschiedensten Bereichen, und habe einfach das große Potenzial, jetzt hier im Team mitzuwirken, Teil dessen zu sein und eben auf der Plattformseite zu stehen. Aber ich muss sagen, TikTok ist in einer gewissen Weise auch noch ein Start-up. Wir sind erst seit zwei Jahren am europäischen Markt aktiv, was bedeutet, dass wir natürlich an ganz vielen Themen noch stetig weiterarbeiten und das reizt uns auch so sehr, wenn man an ganz vielen Themen einfach noch mit entscheiden, entwickeln und anpassen kann. Jetzt hatten wir bei unserer ersten UMKB TikTok auch schon als Themenkomplex mit dabei, hatten da den fantastischen Adils bei, auch ein absoluter TikTok-Experte, Autor der TikTok-Bibel, Deutschland bei uns in der Konferenz. Und er war, ist jetzt auch schon mittlerweile einige Monate her, zu dem Zeitpunkt noch gar nicht in der Lage, weil es von TikTok selbst dazu noch keine Zahlenwerte da gab, belastbares Zahlenmaterial uns mit auf den Weg zu geben: Wie entwickelt sich die App eigentlich gerade aktuell, insbesondere mit dem Fokus auf Deutschland und die DACH-Region? Wie entwickeln sich Unique-User-Zahlen? Wie hoch ist tatsächlich die Screen Time bei TikTok? Was kannst du heute uns, Charles, deine Informationen mit auf den Weg geben? Also ich glaube, das Spannende ist tatsächlich auf der einen Seite die Diversität von Content auf der Plattform, auf der anderen Seite auch die Diversität der Zielgruppe. Also klar, heute ist das Thema hier Generation Z, aber die Hauptzielgruppe von TikTok sind tatsächlich die Millennials und die Generation Z. Und ich finde es ehrlich gesagt ziemlich spannend zu sehen, wie in den letzten Monaten TikTok ein rasantes Wachstum auch in Europa vorgenommen hat und dass ich auch das eben begleiten darf. Und heute haben wir in Europa mehr als 100 Millionen monatlich aktive Nutzer. Und ja, ich finde das eben super, super spannend, dass wir hier auch den Ansatz fahren, eben Teil einer wirklich lokalen Gesellschaft zu sein und da wirklich auch in die aktuellen Themen mit einzusteigen. Wie gesagt, unsere Hauptzielgruppe ist zwischen 16 und 25 Jahren alt, aber man darf eben auch nicht vergessen, dass TikTok mit der Zeit, so ironisch das klingt, auch immer älter wird. Also ich glaube, ein guter Hashtag dafür ist #grandmas auf TikTok, wo man sieht, dass auch die Großeltern sich hier Gedanken machen. Und allein schon, dass es damit losgeht, dass Dalia, die jetzt fünf Millionen Follower und Followerinnen auf der Plattform hat, eben angefangen hat, mit ihrem Vater gemeinsam Videos zu erstellen und so groß geworden ist, zeigt eigentlich auch schon, wie sehr wir da eben davon überzeugt sind, dass TikTok eine vielwertige Plattform ist, eben für jegliche Alters-und Zielgruppen und dass wir uns hier auch stetig weiterentwickeln, die aus meiner Sicht zumindest etwas ältere Zielgruppe noch mit zu erreichen. Kann ich bestätigen. Ich selbst bin ja auch sehr viel auf TikTok unterwegs und bin da ein gutes Beispiel dafür, denke ich. Noch mal kurz nachgefragt. Du hast gerade gesagt, es gibt 100 Millionen User mittlerweile in Europa. Das heißt, Zahlen für Deutschland gibt es von eurer Seite aus noch keine, die ihr publizieren dürft. Also ich kann da auf jeden Fall gerne an AppAnnie verweisen. Da kann man sich natürlich online die jeweiligen Entwicklungen der Downloads anschauen, aber ich glaube, am jetzigen Zeitpunkt ist es halt wirklich nur wichtig zu schauen: „Okay, in Europa haben wir 100 Millionen monatlich aktive Nutzer und in Deutschland ein Superwachstum. Und ich glaube, jeder kann ja auch an seinen persönlichen Kanälen und in seinem persönlichen Feed beobachten, wie stark da die Anzahl an Creator und Creatorinnen, aber auch eben an Follower auf den eigenen Channels wächst. Okay. Wie unterstützt ihr denn, Charles – letzte Frage an dich, bevor wir weitergehen – Unternehmen dabei, TikTok in den Marketingkanal aufzunehmen? Wie kann ich mir das vorstellen? Was tut ihr da?Also ich glaub, das Coole an TikTok ist tatsächlich, dass wir 'n Content Graph haben und keinen Social Graph. Das bedeutet, Es ist am Ende gar nicht so wichtig, wie viel Follower Du auf anderen Kanälen hast, sondern TikTok als eine Content Plattform und keine Social Media Plattform sorgt eben dafür, dass Marken wie Creator oder Creatorin agieren müssen. Das bedeutet, dass jeder, der quasi coolen kreativen Content auf der Plattform erstellt, die Chance hat, gesehen zu werden und das erst mal auf 'ner organischen Basis. Und darüber hinaus unterstützen wir Marken eben, ich sag mal, im gesamten Spektrum von der Konzeption über unsere Inhouse Kreativagentur, das TikTok Creative Lab, über die Durchführung von Kampagnen, aktuell über unsere Self Service Plattform, aber auch über die Reservation Ads Produkte. Also jeder, der die App mal geöffnet hat, sieht zum Beispiel Topview als Allererstes. Das ist unsere Anzeigemöglichkeit mit hundert Prozent Share of Voice, quasi 'n sechzigsekündiges Videoformat, wo man dann quasi die gesamte TikTok Deutschland Zielgruppe erreichen kann. Dann haben wir die Hashtag Challenges, wo ja auch jeder weiß, okay, hier kann man als Marke ziemlich, ziemlich große Erfolge fahren. Ich glaub, Neil wird dazu auch später noch berichten, wie mit Funny Frisch da eben auch 'n ziemlich großer Erfolg gelungen ist. Und das geht quasi über von von Anzeigen zwischen TikToks, die Hashtag Challenges, Top View, wenn man die App öffnet. Aber tatsächlich, das ist jetzt vielleicht ganz, ganz viel Input auf einmal, kann ich tatsächlich an unsere TikTok for Business Website verweisen, wo alles noch mal im Detail erklärt ist. Ich glaub, was aber wichtig ist, grade wenn man als Marke eben auf TikTok starten möchte, ist, man muss sich an die Subkulturen und son bisschen die native Umgebung von TikTok anpassen. Und als Marke halt sagen, hey, das ist unsere DNA auf der einen Seite, das wollen wir vermitteln, aber der Weg, wie wir dahin kommen, der kann völlig anders aussehen als auf anderen Kommunikationskanälen. Und ich glaub, das zeigt eben auch Cookie Bros ziemlich gut an der Stelle, dass man sich hier eben son bisschen auf die Challenges, die native Umgebung der Plattform einlassen muss und da in einer gewissen Weise das Lebensgefühl der Genzat und Millennials als Marke auf der Plattform TikTok verkörpern kann. Ja, vielen Dank für die Antwort, Charles. Da möcht ich doch noch einmal nachhaken. Du hast das Thema Advertising erwähnt, Rollout, euer TikTok Business Plattform, auch des Ad Managers. Kannst Du da auch der breiten Community heute der OMKB einen aktuellen Stand geben? Was sind mittlerweile für Werbetreibende, für Kampagnen bei euch einbuchbar? Und in welche Richtung entwickelt sich denn das Advertising Game bei euch? Man muss sagen, wir als werbetreibende Unternehmen sind ja verwöhnt von Werbemechanismen. Wie similar Audiences beispielsweise von Facebook und Co. In welche Richtung entwickelt ihr da euer persönliches Advertising Set bei TikTok weiter? Ja, gute Frage auf jeden Fall. Im Juni haben wir quasi TikTok for Business, also die Plattform für Marken und Werbetreibende auch im deutschsprachigen Raum gestartet und im Juli ergänzend dazu eben unsere Self Service Marketing Plattform, wo bisher eben ausgewählte Werbetreibende die Möglichkeit haben, ja, dort Werbeanzeigen zu schalten auf einer Auction Basis, wie man das eben von anderen Social Media Kanälen auch kennt. Hier ist aber ganz wichtig, dass es aktuell noch, ich sag mal, in 'nem Betastadium, also gerne jede Marke, die hier aktiv ist und Lust auf TikTok hat, kann mir gern eine Mail schreiben, dann können wir gerne auch hier 'n Onboarding vornehmen. Aber zentrales Element ist eben da auch für uns zu sagen, das Marketing und auch die verantwortlichen Media Entscheider und Entscheiderinnen die Möglichkeit haben, ihre Ziele eben auch auf TikTok umzusetzen. Und deswegen arbeiten wir da auch stetig an noch genaueren Targeting Möglichkeiten und eben auch der Tatsache, dass wir da auch die Unternehmen und Werbetreibende dabei unterstützen, auch konzeptionell zum Beispiel eine eigene Strategie für 'n Corporate Channel oder die jeweiligen Creatives eben zu starten. Okay, ja, Charles, vielen Dank da in den Einblick. Und dann möchte ich einen Speaker weitergehen, einen Teilnehmer der Runde und zu Neil komm. Neil von play the hub, auch an dich, welcome in der Runde. Schön, dass Du da bist, lieber Neil. Du bist siebzehn Jahre jung, richtig und schon Agenturgründer, im Community Building stark aktiv, in der Generation selbst und dann eben natürlich auch beraten für Unternehmen. Erklär uns doch einmal deinen besonderen Ansatz, auch insbesondere im Hinblick auf die eigene Community, die ihr aufgebaut habt, entsprechende Content Themen, Trends frühzeitig zu erkennen und dann auch für eure potenziellen Kunden in der Agentur zu nutzen? Ja, wir haben angefangen letztes Jahr und da kam uns schnell auf, okay, krass, wenn wir jetzt hier so anfangen, dann sind wir ziemlich schnell alle mal in unserer eigenen Blase gewesen, ne. Also das ist vor allen Dingen auch bei Kanälen wie TikTok so, dass man ja ziemlich schnell den Content angezeigt bekommt, dem einen gefällt, ne. Das heißt, man hat so jeder in soner eigenen individuellen Contentblase gewesen und haben gedacht, okay, wie können wir da son gewisses diverseres Bild schaffen und haben jetzt da mittlerweile Communities aus mittlerweile schon über fünftausend Jugendlichen, welche sich bei uns registriert haben. Das war Der Registrierungsbewerbungsprozess war eher auch nur eine Hürde zu bilden, dass sich da nicht einfach irgendwelche Trolls mit einreihen. Und ja, die tauschen sich täglich aus, wie immer so wie eine Freundesgruppe aus Theorie. Das heißt, sie teilen den Content, den sie eigentlich ihren Freunden schicken, auch mit uns. Und das hilft uns halt wirklich, immer ein diverseres Bild zu schaffen. Zusätzlich greifen wir Communities an von über hundertachtzigtausend Jugendlichen, was quasi sone Parallelgesellschaft ist, die wir jugendlich heutzutage haben, weil wir auch häufig einfach in Whatsapp Gruppen sind, die haben wir eigentlich mit Leuten, die wir gar nicht kennen. Und da haben wir uns 'n ziemlich starkes Netz mit aufgebaut aus den verschiedenen Admins, die das diese Gruppen betreuen. Und da verschicken wir halt auch verschiedene Service regelmäßig rein, halt eben Stimmungsbilder zu finden. Beispielsweise Anfang Corona haben wir unseren Corona Report rausgebracht, wo wir über elftausend Jugendliche befragt haben zu ihrem Konsumverhalten seit Corona, ohne dass wir irgendwie, wir geben in allen unserer Communities keinen einzigen. Das heißt, die Leute machen mit, weil sie Lust an der Sache haben und weil sie halt, glaub ich, auch son bisschen das Gefühl von Mitbestimmung kriegen und Mitgestaltungsrecht, ne. Wenn wir jetzt auch beispielsweise dann für Kunden arbeiten, dass die dann halt auch mitbestimmen können, hey, welche neuen Lidschattenfarben kann ich denn mitgestalten, ne? Oder was ist da überhaupt Interesse und wo ist denn Bedarf und so, ne. Das ist alles son bisschen was, was wir machen. Zudem haben wir jetzt auch quasi seit Anfang des Jahres, da kann natürlich Corona dazwischen, aber also seit Sommer machen wir das aktiv, dass wir auch in die Kampagnenumsetzung gehen. Machen wir zum Beispiel für Intersnack, hat ja Charles auch kurz angesprochen, dass wir gerade eine Hashtag Challenge für Funny Frisch gemacht haben, welche als einer der Best Cases jetzt für die Hashtag Challenge Produkte geht, freuen uns auch immer, dass TikTok die regelmäßig vorstellt. Und ja, das ist son bisschen, was wir machen mit unseren Ansätze.Sehr, sehr spannend, gerade auch im Hinblick auf den Themenkomplex. Was für Trends entwickeln sich denn eigentlich gerade? Was für Challenges, Challenges sind Challenges, die in irgendeiner Form lohnenswert sind, für mich auch in der Content-Produktion? Wie sollte ich mein Advertising aufbauen, damit ich eben auch den Zeitgeist von TikTok treffen kann und den Zeitgeist eben entsprechend auch der Zielgruppe? Wenn du einmal in eure Community blickst, auf Basis auch deiner aktuellen Erfahrungen, was kannst du aktuell für spannende Trends selber auf TikTok erkennen, mit denen ihr euch jetzt, Status quo, heute ganz intensiv auseinandersetzt? Und gibt es eigentlich darüber hinaus noch irgendwelche Tools oder ähnliches, die Unternehmen einsetzen können, abseits der eigenen Nutzung der App und der Erfahrung, die man aufgebaut hat, selber in der Lage zu sein, bestimmte Trends in TikTok zu erkennen? Also wenn man erst mal was so in Advertisern raten kann, wenn man das selber auch so ein bisschen für sich finden sollte, ist, wir raten den meisten dann, Content Creator aus den Staaten zu folgen, weil da kommen letztendlich viele der Content Trends hier in Deutschland auch her, wo man dann halt eben merkt, dass das so meistens so ein paar Tage Unterschied ist, bis sie dann auch hier wirklich ankommen. Wenn wir für heute praktisch aktuelle TikTok-Trends des Tages gucken wollen, dann haben wir heute unser Jofix 18 Uhr. Das haben wir täglich, wo wir dann einmal das ganze Team zusammenschalten, aber wo wir halt allgemein auf TikTok wirklich unseren Fokus gerade drauf setzen und was halt auch seit Sommer schon wirklich ein stetiger Trend ist, ist halt eben die Vlog-Thematik. Das heißt, diese alttümlichen Also Vlog-Formate, die man auch kennt von den anderen Plattformen, wie zum Beispiel YouTube, die wir auch wirklich sehr stark auf TikTok sehen und auch immer wieder auch Creator, die eigentlich nicht aus diesem Background kommen, damit anfangen. Ansonsten sind auch einfach immer wieder Songs, wo wir auch immer gerade unseren Fokus drauf sehen, also wirklich die Sounds früh zu nutzen, weil das hat wie auch Charles schon gesagt hat, wenn man als – oder nein, ich glaube, es war Marc – wenn man früh dabei ist bei so einem Sound, dann ist man meistens immer sehr weit oben gerankt und das gibt einem natürlich auch noch mal zusätzlich Reichweite. Okay, das heißt, da ist auch Schnelligkeit natürlich einer der absoluten Faktoren. Seht ihr das, dass häufig Unternehmen gar nicht in der Lage sind, dann so schnell zu adaptieren oder lernen die Unternehmen gemeinsam mit dir, gemeinsam mit euch, dann entsprechend auch tatsächlich in der Lage zu sein, schneller zu werden und in der Kreation auch mutiger, kann ich mir vorstellen, ist doch erst einmal eine große Herausforderung für euch, auch diesen gordischen Knoten zu durchbrechen, sich mehr zu trauen mit der eigenen Marke, oder? Ja, auf jeden Fall, dieses schneller und agiler zu werden. Deswegen achten wir auch hauptsächlich auch darauf für Kunden, dass wenn wir da gucken, hey, wir müssen das gar nicht so häufig auch als Agentur direkt machen, sondern finden da so verschiedene Netzwerke, auch Creator selber. Das heißt, wir nehmen Creator von der Plattform, welche wir dann zusammenschließen, die dann halt eben agil auch auf Trends mit aufspringen können für die Brands. Wir haben beispielsweise mit wirklichen Konzernkunden dann WhatsApp-Gruppen zur Abstimmung, weil das halt einfach viel agiler ist, als wenn wir irgendwelche Mail Threads haben. Und das heißt, das ist, glaube ich, auch eine große Herausforderung für Brands. Auch wenn wir das eine andere Thematik, was, glaube ich, mit Abstand größte Herausforderung ist, ist das De-Branding, weil du kannst nicht klassisch, wie auch bei Instagram, dann halt einfach ein Format machen, wo wir jetzt, sagen wir so, wir haben auf einmal irgendeinen Beauty-Kunden und der macht dann halt eben die Farben komplett von seiner CI und das ist halt einfach nicht, was du auf TikTok bringen kannst, dass du halt einfach das komplett alles im Branding hast, sondern dass dieses ganze D-Branding-Faktor, das ist halt auch wirklich eine riesen Herausforderung, vor allen Dingen für die alten Marketer bei uns, die halt einfach auch schon daran gewöhnt sind, dann bei Instagram dann den ganzen Hintergrund auf einmal im KI zu ändern und halt auch auf Facebook und Co. Auch wenn du das sogar bei Tick in der App machen könntest. Ja, okay. Ja, kann mir aber vorstellen, dass ihr da Beschleuniger seid, struktureller Beschleuniger seid auch für eure Kunden im Blick auf WhatsApp, Abstimmungszyklen und Co. Gehen wir einmal noch einen Schritt weiter. Vielen Dank, lieber Neil. Kommen wir zu Samuel von Sharp & Marketing. Auch 17 Jahre jung, richtig? Genauso wie Neil und eben auch entsprechend Unternehmens-und Agenturgründer mit Sharp & Marketing mit Sitz in Düsseldorff. Frage an dich, lieber Samuel: Neil, da freue ich mich natürlich auch auf deine Perspektive. Was ist deine persönliche Motivation, in so einem jungen Alter tatsächlich ein Unternehmen zu gründen? Warum hast du das gemacht? Ja, also ich glaube, da muss man dazu sagen, ich müsste jetzt ein bisschen ausholen. Ich habe früher immer eine Sache gemacht, wo ich wirklich für den ganzen Tag an Zeit investiert habe. Das war ganz viel PC-Spielen und irgendwann hat das halt auch keinen Spaß mehr gemacht. Ja, und dann habe ich eben überlegt: „Was kannst du jetzt machen? Wo kannst du jetzt deine ganze Zeit und die ganze Energie reininvestieren? Und das war dann eben Marketing. Das ist jetzt natürlich eine sehr, sehr kurze Form. Ich glaube, eben hier die Digitalisierung und generell Globalisierung erlaubt es vielen jungen Leuten oder jetzt Leute aus der Generation Set, dass wir uns mit Themen befassen können, die früher gar nicht möglich waren, so früh da so tief in die Thematik reinzugehen. Und die Frage, so final zu beantworten. Ich magger, einfach morgen aufstehen zu können und die Sachen machen zu können, die ich machen möchte, die Projekte voranbringen möchte, die wir als sinnvoll erachten. Und wir haben uns da eben so die Mission gesetzt, dass wir eben nicht aufhören, solange nicht jeder die Generation Z eben verstehen kann. Ja, und das ist so die Motivation dahinter. Okay, ja, vielen Dank für den Einblick, Samuel. Ich stelle mir das sehr herausfordernd vor, bei euch beiden im Alltag tatsächlich in der Agentur zu sein und ja auch noch ins Ziel Richtung Abitur zu gehen. Da Chapeau und Hut ab von meiner Seite, dass ihr da entsprechend dual aktiv seid. Frage an dich: Du sagst, ihr löst Generationskonflikte. Was bedeutet das für dich in der Übersetzung einmal für unsere Community? Und was sind typische Fragestellungen, mit denen du täglich konfrontiert wirst? Ja, also erst mal natürlich ist es so, die Sprache, der ganze Vibe, die ganze Stimmung, die die Generation Z ausprägt und generell die ganzen Trends lagen unterschiedlich. Wir wachsen mit der Digitalisierung auf, wir sind die erste Generation mit dem Handy. Für uns ist es klar, wenn wir beispielsweise irgendwo unterwegs sind, wir wollen sofort eine Antwort haben, ob es jetzt auf einem sozialen Netzwerk ist, all solchen Sachen. Genauso merken wir eben auch einen ganz, ganz großen Unterschied zwischen der Generation Z und eben anderen Generationen. Wir sind sozusagen mit der Digitalisierung aufgewachsen. Wir merken eben, wir haben so eine ausgeprägte Menschlichkeit. Wir merken eben, wenn etwas im Werbeversprechen eingehalten wird und eben nicht. Und oftmals merken wir eben auch, die Fragen, die wir eigentlich oftmals bekommen in unseren Projekten: Wie können wir die Generation Z für unsere Jobs begeistern? Wie können wir junge, qualifizierte Mitarbeiter gewinnen? Aber dann natürlich auch: Wie können wir die auf den verschiedenen Medien ansprechen? Welche Medien sind das überhaupt und was muss man da beachten?Okay, was würdest du, lieber Samuel, ähm, einem Unternehmen raten? Ich kenne das selber aus der, aus der Beratungsposition und auf Basis der vielfältigen Unternehmenskontakte, die sich bei TikTok angemeldet haben, ja, die sich ihren persönlichen Newsfeed aufbauen, wo dann viele, vielleicht viel Fußball kommt, unterschiedliche Challenges, Highlights von von Extremsportlern oder ähnlichem. Die schauen zu, die gucken sich das an, aber die trauen sich nicht einzugreifen tatsächlich und mit der Kreation zu starten. Den ersten Schritt zu gehen, ist ja häufig etwas, was gerade auch, äh, im professionellen Umfeld wirklich schwierig sein kann und auch viel Mut erfordert. Was ist dein Tipp an die stillen Beobachter von TikTok, die bisher noch nicht ins Content Game eingegriffen haben? Ja, also hier können wir erstmal natürlich empfehlen, dass man eben die Plattform TikTok und generell die die Außenlage der Generation Z versteht und sich einfach mal mir sagen beispielsweise, wenn wir einen Kunden haben und der Kunde hat auch Kinder und die Kinder sind auf TikTok, sagen wir, schau dem einfach mal eine halbe Stunde über die Schulter, dann siehst du, wie swipt er jetzt weg, was, womit interagiert er, welche Content Pieces findet er gut? Oftmals wird da allein schon so eine gewisse, ja, Formatideen klar. Also es gibt immer manche Videos weisen so eine gewisse Struktur vor. Da, diese Struktur kann man einfach für die Content Creation simpel gesagt antizipieren als Unternehmer und muss nur die Inhalte sozusagen übernehmen. Ähm, dann zu der, zu der nächsten Frage. Ähm, hier, hier empfehlen wir es eigentlich so, einfach mal zu starten und hierbei authentisch zu bleiben. Ich meine hier, ich glaube, Charles, da, das würde dich jetzt freuen. Hier mit Project Set habt ihr ja Thomas Sattelberger. Ich glaube, das ist das beste Beispiel. Ich glaube, Herr Sattelberger ist einundsiebzig Jahre alt, ist auf TikTok aktiv. Ähm, und so gesehen klar, er hat natürlich Agentur Support und mit der Content Creation ist auch eine Agentur mit im Boot. Im Boot, aber eben er selber die Person die vor der Kamera steht und es macht eben authentisch, auch wenn die Videos eben nicht so hoch profe-professionell aufgebaut sind. Da kommt eben der, der, der Herr Thom-- Herr Sattelberger kann eben sich als Person zeigen. Die Inhalte, die er eben vermarkten möchte, kann er so auf eine authentische Art und Weise für unsere Zielgruppe übersetzen und das macht ihn ihm so als Persönlichkeit interessant und deswegen geht der Hammer hauptsächlich auch auf TikTok mit seinen Videos viral. Mhm. Okay, ja, vielen Dank da für den für den Input. Jetzt besprechen wir natürlich auch über die Generation Z. Ihr benutzt den Begriff natürlich auch die gesamte Zeit. Warum? Weil TikTok logischerweise von dieser Generation geprägt ist und auch geprägt wird. Es gibt jetzt aber zwei Generationen um die Generation Z, die auch zumindest die eine Generation vermehrt eben auf der Plattform zu finden ist. Die andere ist noch zu jung. Ich spreche da von der Generation Wide, Millennials und der Generation Alpha, also alle Personen, die ja 2010 aufwärts entsprechend geboren worden sind. Wenn wir uns das einmal anschauen und das ist ja ein Phänomen, was wir schon kennen aus Facebook, aus dem Facebook Ökosystem Facebook selbst, insbesondere aber auch bei Instagram ist es natürlich schon so, dass TikTok nach meinem Dafürhalten ich denke, ihr könnt das bestätigen, ältere Generationen wesentlich mehr durchdringt. Charles, du hattest da einen entsprechenden Hashtag genannt. Ich kenne auch, ähm, n paar Hashtags, Moms over thirty zum Beispiel mit siebenundzwanzig einhalb Millionen Aufrufen. Das heißt, das ist natürlich ein Thema, wo auch eine andere Content Zielgruppe entsprechend jetzt in die Plattform eindringt. Ähm, wie seht ihr das im Hinblick auf das Nutzungsverhalten der Generation Z? Glaubt ihr, dass das dazu führt, wie man es in der Vergangenheit auch beobachtet hat, dass das eine Gefahr sein könnte, tatsächlich für die aktuelle Situation, ähm, der App TikTok? Oder ist das eher etwas, wo ihr euch darüber freut und eben seht, dass einfach noch mehr und bessere Zielgruppen erreicht werden können? Ich würde die Frage erst einmal an Neil richten. Neil, wie siehst du das? Ich sehe es absolut nicht als Gefahr. Punkt. Ich sehe das sogar eher als Vorteil. Ähm, gerade gestern war einer meiner Lieblingsvideos, die ich gesehen hatte, ähm, von zwei älteren, von einer älteren Dame und einem älteren Herr, die, ähm, zu dem aktuellen Song on my mind den Tanz gemacht haben. Und da muss ich mir vorstellen halt, es ist, kriege ich halt, ich krieg halt bei TikTok den Content ausgespielt, der mich interessiert und das kriegt TikTok ziemlich gut hin und auch ziemlich schnell. Ähm, deswegen sehe ich da gar keine Gefahr irgendwie, dass das da auch langfristig dasselbe, dieselbe Entwicklung hat wie bei Instagram. Weil bei Insta-, also bei Instagram poste ich nur privatere Einblicke, ähm, in meiner, ähm, ja eher in direkten Chats. Das heißt, dass ich es irgendwie Leuten direkt schicke oder wenn, dann auf einem Zweitaccount. Also weil ich halt eben weiß, dass mein Vater und meine Mutter auf Instagram folgen, was für mich halt einfach komplett, ähm, mir auch in gewissen Maßen dann auch manchmal unangenehm wäre, wenn ich dann-- Die dürfen auch beide meine Story nicht sehen, wenn ich dann irgendwie auf einem Geburtstag bin und dann auf einmal eine Story poste, wie ich mit einem paar Freunden irgendwie Bierchen trinke, finde ich das jetzt, habe ich die Ebene ist, dass meine Eltern das okay finden würden, aber ich finde das irgendwie selber weiß ich nicht. Also das habe ich halt auf TikTok nicht, ne, weil ich auf TikTok konsumiere ich den Content. Wenn ich dann mal TikTok poste, poste ich selber keine TikToks, aber wir haben viele im Team, die halt auch selber Content posten, wissen die halt noch, dass es deren Eltern auch nicht ausgespielt wird in irgendeiner Weise, aber die könnten das halt auch einstellen, dass das in dem Fall nicht so sein wird. Da ist TikTok ja auch ziemlich schnell und ziemlich flink gewesen, was das eingeht, wie man seinen eigenen Content regulieren kann. Ne, aber ich glaube, dazu könnte auch Charles ein bisschen mehr erzählen. Aber, ähm, das ist, glaube ich, definitiv absolut kein Problempunkt bei der Plattform. Charles, nimm den Ball gerne auf, wenn du magst. Ja, also ich gehe ehrlich gesagt nicht davon aus, dass es passieren wird, dass so ein bisschen-Keine Ahnung, TikTok den Reiz für die junge Generation verliert, wenn jetzt irgendwie mehr Mums und Dads auf die Plattform kommen. Im Gegenteil, ich würde sagen, die Diversität von TikTok als Plattform spiegelt sich ja so ein bisschen auch darin wieder, zu sagen: „Hey, wir können hier gemeinsam kreative Ideen umsetzen und die App ist auch so ein bisschen generationsübergreifend. Und das sorgt ja auch dafür, dass, ich sage mal, auch klassische Public Figures wie Sylvie Mais, Kai Pflaume und eben auch Thomas Sattelberger auf der Plattform aktiv sind und eben dort auch so nativ aufgenommen werden. Und ich glaube, genauso divers, wie quasi die Creator und Creatorinnen sind, ist auch das Nutzungsverhalten der verschiedenen User auf TikTok, weil man eben sagen kann, okay, jeder hat eben unterschiedliche Bedürfnisse, hat unterschiedliche Anforderungen an die Inhalte, die er täglich konsumieren möchte und wir als Plattform bieten da eben durch unser For-You-Empfehlungssystem die Möglichkeit, dass jeder, der den Content ausgespielt bekommt, den auch am Ende tatsächlich interessiert. Und deswegen, ich begrüße das viel eher, dass noch ältere, in Anführungszeichen für mich zumindest, Creator und Creatorinnen auf die Plattform dazustoßen. Also ein sehr gutes Beispiel ist, glaube ich, auch die Dame Julie Ben Densch, die tatsächlich ein Tanzvideo mit ihrer Familie gemacht hat während der Corona-Zeit auf Abstand. Das wurde millionenfach angeschaut und da gibt es super viele Beispiele dafür, wie das eben auch einfach zu mehr Spaß und Austausch zwischen den verschiedenen Generationen geführt hat. Okay, ja, vielen Dank dafür, eure Antworten in die Richtung. Also alle Moms and Dads, Over 30 sind weiterhin aus eurer Perspektive herzlich willkommen beziehungsweise haben keinen negativen Impact in irgendeiner Form auf das Nutzungsverhalten der jungen Zielgruppe. Ist natürlich durch Privacy-Einstellungen und Co. Und durch die algorithmische Ausspielung von Inhalten auch ein großer Unterschied, muss man sagen, zum Nutzungsverhalten damals auf Facebook oder Instagram, wo ja wesentlich persönlicher dann eben auch noch Content visibel wurde und sich deswegen die jüngeren Generation gegebenenfalls Schritt für Schritt in andere Systeme verlagert haben. Lieber Marc, eine oder zwei Fragen gehen in deine Richtung. Und zwar möchte der Jakob Strelow wissen: Was sind deine wichtigsten KPIs, auf die du schaust bei TikTok? Du hast gesagt, dass Follower für dich wichtig sind. Woran misst du tatsächlich den täglichen Erfolg eurer Arbeit dort? So, ich habe zwar eben gesagt, dass wir eine tolle Woche hatten mit vielen Followern, aber mir sind Follower tatsächlich überhaupt gar nicht wichtig. So? Endgegen. Ja, ich sage mir auch, warum. Und zwar, eigentlich kommt es gar nicht auf die Follower an bei TikTok. Es geht darum, dass du einfach jedes Mal aufs Neue ein Video erschaffst, was einfach einen Mehrwert bietet in irgendeiner Art und Weise, sei es informativ oder einfach belustigend oder wie auch immer, eine Lektion. Bei uns ist es so, die Follower sind gut und schön, aber am Ende des Tages geht es ja wirklich die Leute, die auf der For You Page herumtummeln. Das sind ja eben nicht die Follower direkt. Man kann ein gutes Grundrauschen bekommen. Also ist vielleicht eine KPI auch, dass man dieses Grundrauschen erhält. Durch dieses Grundrauschen kann sich natürlich auch ein Video mehr vermehren, wenn man schon ein paar Follower hat. Aber ich habe es damals mit meinem Hund gemacht als Beispiel. Mein Hund hatte null Follower und ich habe mit meinem Hund ein Video gemacht. Das hat mittlerweile über sechs Millionen Follower und mein Hund über 16.000 Views und mein Hund über 17.000 Follower. Das heißt, man kann eigentlich alles schaffen. Danach habe ich ein paar Videos gemacht, die liefen total grotte. Da ging nichts mehr, obwohl er schon 17.000 Follower hatte. Damit ist einfach bewiesen, für mich schon mal, dass das einzelne Video einfach wichtig ist. Für mich geht es auch nicht darum, dass ich jetzt jede Woche eine grandiose Woche habe mit Videos, sondern dass es auf jeden Fall keinen Abwärtstrend gibt. Das ist das Wichtigste, glaube ich, dass man guckt, okay, die Leute interessiert den Content immer noch. Du musst dich weiterentwickeln, du musst auch hier und da mal einen Switch machen. Das größte erfolgsmessbare Tool ist für mich wirklich oder sind für mich die Views auf den einzelnen Videos. Das ist für mich das Wichtigste. Wenn ich sehe, dass ich jetzt nur noch 5.000 Views habe über drei, vier Wochen, dann fange ich an, mir Gedanken zu machen. Dann kriegt der Charles von mir eine E-Mail oder irgendwer anders und dann frage ich mal nach, ob wir für Shadowband worden wegen irgendeinem Verstoß. Aber in der Regel ist das nicht der Fall und man kann eigentlich auch immer wieder aus so einer Serie rauskommen. Das dazu. Das ist für mich das A und O, die Views. Man muss ja auch ... Sorry. Man muss ja auch dazu sagen, dass wir ja keine Art von Inhalten künstlich in der Reichweite einschränken, aber Marc, du hast schon recht: Es geht eben jedes Content-Piece autark und dadurch hat natürlich auch jeder, der quasi, egal ob er 100.000 oder 100 Follower hat, die Chance, groß zu werden. Ich habe selbst auch ein Video auf meinem Kanal mit, ich glaube, 400 Follower habe ich gerade auf TikTok, was 69.000 Aufrufe hat. Total verrückt. Und das ist aber, glaube ich, auch so ein bisschen für jede Marke, die jetzt auch noch Lust hat, zu starten, eben das Tor zur Welt, eben groß zu werden, wenn sie sich auf die Spielregeln, sage ich mal, einlassen. Ich würde gerne einen Themenkomplex weitergehen. Es gibt auch weitere Fragen noch aus der Community, die an euch herangetragen werden und geht in die Richtung Unternehmensbeispiele und auch insbesondere Branchen. Letztendlich sehen wir viele Erfolgsbeispiele. Marc, du bist das beste Beispiel mit Cookie Bros, entsprechend, dass wir Trendprodukte haben, die über TikTok eine entsprechende sehr hohe Viralität erreichen und dann auch kommerziell erfolgreich sind. Wir sehen Produktbereiche aus dem Segment Lifestyle, also in der Regel Themenkomplexe, die tendenziell eher im FMCG-Bereich zuzuordnen sind. Gibt es andere Unternehmensbeispiele, komplett andere Branchen, wo ihr Best Cases habt, wo ihr sagen könnt: „Mensch, wenn ihr euch dafür interessiert, was im Moment im Bereich von anderen Produktkategorien, vielleicht auch im B2B-Segment oder ähnlichem, wirklich gut umgesetzt worden ist. Wo kann ich mich da informieren? Wo kann ich mir Best Practices anschauen?Ähm, ich habe zwei Kollegen, mir fällt leider der Name von deren Brand nicht ein, aus München. Die haben halt angefangen als Start-up, einfach nur Storytelling-mäßig über ihre Fashion-Produkte, über ihre Line, ihre Clothing-Line, die sie launchen, zu erzählen, ähm, haben dadurch dann irgendwie fünfzehntausend Follower aufgebaut, ordentlich Traffic auf der Website gekriegt und so konnten sie aus dem nichts als Schüler, ähm, deren erste Kollektion ausverkaufen, ne, also durch Storytelling allgemein. Anderes gutes Beispiel ist auch Pieces. Das sind auch ein paar Jungs, ähm, die ein Start-up gemacht haben, wo es auch um den Fashion-Bereich geht. Die haben Vintage-Klamotten, die sie verkaufen. Ähm, die haben in ganz vielen Bereichen viel Traction auf sich gewonnen, indem sie halt einfach auch wieder Mitarbeiter zeigen lassen haben, wie eigentlich so ein Arbeitsalltag bei denen aussieht, wo sie, ähm, über eine Million Views, glaube ich, drauf generieren konnten und auch wirklich hunderttausend Likes oder so. Ähm, also du kannst wirklich in den verschiedensten Bereichen-- Es geht halt darauf, dass du wirklich die Sprache dieser Plattform sprichst, ne, weil die ist schon anders. Das ist ja auch wie, äh, so ein allgemeines Thema ist: TikTok-Content funktioniert mega auf Instagram, aber du kannst nicht einfach deine Instagram-Bilder nehmen und auf TikTok hochladen als Galerie. Das kommt nicht so gut an, ne. Also, ähm, das ist halt eben auch wirklich da, wo man merkt, okay, krass, du kannst auch als Brand den Content nehmen, ähm, den du für TikTok produzierst – das macht beispielsweise Westwing sehr stark – und laden dann den auch auf Instagram hoch, bei Instagram Reels, und kriegen dort auch noch mal eine Traction. Nur das auch noch reingeworfen. (lacht) Mhm. Ja, vielen Dank für den Input. Anschlussfrage, äh, an dich, lieber Samuel. Äh, noch mal kleiner Themensprung. Ich versuche noch ein paar mehr Themen zu platzieren. Wir haben nämlich leider nur noch fünf Minuten Zeit für die, für den wirklich spannenden Austausch. Siehst du bei TikTok auch auf Basis deiner bisherigen Erfahrungen in der Beratung von weiteren Unternehmen großes HR-Recruiting-Potenzial? Gerade wenn wir an die, an, äh, die Besetzung von Ausbildungsstellen denken, an vielleicht Junior Professionals und ähnliches. Ähm, wie siehst du da die Plattform? Ähm, ist das ein Thema, was für euch auch in der Beratung immer relevanter wird? Und gibt es schon Best Practices, die wirklich zeigen, dass es auch funktionieren kann? Ja. Ja, also hier auf jeden Fall ist natürlich ein enorm, enormes Potenzial, insbesondere eben auch die Generation Z und jüngere Generationen zu recruiten. Äh, natürlich, wie ich eben schon gesagt habe, sind Vlogs ein sehr interessantes Thema. Wie Nell eben schon angesprochen hat, sind Pieces. Ein sehr gutes Beispiel: Da war eben, ist ein TikTok viral gegangen, wo eben ein Mitarbeiter, äh, äh, sozusagen seinen Alltag in diesem Startup gezeigt hat. Simple gesagt, einfach nur gezeigt, was er macht, wann es Mittagessen gibt, was es da zum Mittagessen gibt, wer die Chefs sind, all solche Sachen. Also simpel gesagt, einfach nur den, äh, den Alltag des Mitarbeiters in einem Start-up sozusagen veranschaulicht hat. Ähm, dann eventuell noch ein gutes Beispiel: Es gibt, ähm, Edeka Esslinger auf TikTok, die sind relativ reichweitenstark. Und, ähm, hier ist dann, ähm, ja, ein TikTok viral gegangen, wo eben ein Mitarbeiter von Rewe seine Vorteile, ähm, ja, sozusagen, ähm, ja genannt hat, veranschaulicht hat. Das natürlich schön grafisch aufbereitet, ähm, mit passender Musik. Ähm, und hier runter hat eben, ich glaube, ähm, ähm, Edeka war das, runterkommentiert und hat eben sozusagen die USPs als Mitarbeiter da infrage gestellt. Ähm, ähm, und da ist natürlich viel Potenzial, ähm, insbesondere auch, um sozusagen die Unternehmenswerte zu veranschaulichen, eigentlich zu zeigen, wie sich das, wie sich das Leben hinter dieser öffentlichen Barrikade aus, wie sie, wie sind diese behind the scenes. Und da ist natürlich, äh, es gibt, ähm, immer mal wieder, ähm, interessante Best-Practices auf TikTok, die halt einfach viral gehen. Ansonsten einfach mal EDEKA-S-Dinge anschauen, ein bisschen durch den, äh, den Feed schauen und scrollen und irgendwann kommt dann schon ein Best Practice. Charles, habt ihr aus TikTok-Perspektive das Thema HR und Recruiting für Unternehmen auf der Agenda? Plant ihr in dem Bereich besondere Formate, gegebenenfalls im Advertising-Segment und Co? Wie siehst du das Thema? Also ich glaube, das Spannende ist tatsächlich, dass, dass Marken jeder Größe und auch jeder Geschichte eben auf TikTok erfolgreich werden können und das eben aus unserer Sicht natürlich am besten mit einer Mischung aus, ich sage mal, organischen und bezahlten Inhalten, einfach um auch, ich sage mal, eine gewisse, ähm, Kontinuität und auch eine Konstanz in die Inhalte zu bekommen und auch die Reichweite, die dahinter steht. Also ein gutes Beispiel ist für mich nach wie vor der Online-Gewürzhändler Just Spices, die ihr Mac-and-Cheese-Product deutschlandweit ausverkauft haben, also eine reine Absatzmaßnahme in dem Sinne, und das eben rein über TikTok und dadurch eben auch gezeigt haben, dass der Kanal eben nicht nur für Branding-Maßnahmen, sondern auch tatsächlich für Per-, Performance-Kampagnen, ähm, umsetzbar ist und man hier tolle Erfolge generieren kann. Und für das Thema HR ist aus unserer Sicht natürlich, ähm, in erster Linie wichtig, dass die Werte von TikTok, also die, das Diverse, aber auch das Authentische, ähm, eine ganz große Rolle spielt. Also eine Marke kann wahrscheinlich keine klassische HR-Kampagne auf TikTok mit einer Stellenanzeige umsetzen, sondern müsste sich dann eher überlegen, wie sie in fünfzehn bis sechzig Sekunden, eher, so, so fünfzehn bis dreißig Sekunden, ähm, ihre Benefits als Unternehmen darstellt und eben das mit der Sprache und den Möglichkeiten von TikTok vereint. Aber ich glaube, die Deutsche Telekom zum Beispiel macht da gerade einen ziemlich guten Job mit einem eigenen Corporate Channel, der eben von den Azubis selbst kreiert und geführt wird, ähm, wo eben hier tatsächlich der Einfluss aus der Generation Z oder von den jungen Menschen, ähm, eine Rolle spielt und wir freuen uns über jedes Unternehmen, was eben Lust hat, ähm, auch auf TikTok nach neuen Auszubildenden, ähm, zu suchen. Okay. Eine letzte Frage, für die wir noch Zeit haben. Ich möchte den Bogen einmal spannen zum Thema Content Creation. Die Content Creator und die Content Creation ist natürlich die Königsdisziplin. Da haben wir jetzt schon intensiv drüber uns ausgetauscht. Ihr habt natürlich noch intensiver wahrscheinlich als unsere Community auch Paradebeispiele aus dem Bereich verfolgt, wie das Thema Fleetwood Mac mit dem entsprechenden Cranberry Juice, dem Mann, der da ganz entspannt auf seinem, auf seinem Board Saft trinkt und Song hört und der dann nach dreiundvierzig Jahren das erste Mal wieder in die US-Charts einsteigt. Auch das ist ja ein schönes Beispiel dafür, wie, wie schwer es ist tatsächlich, also was positiv erst einmal möglich ist auf TikTok, aber auch, wie schwer Viralität geplant werden kann. Marc, bei dir ist es genauso gewesen am Anfang von Cookie Bros. Ihr habt letztendlich da tatsächlich in der Anfangszeit einfach genau, ähm, auf das richtige Pferd gesetzt und konntet euch dann da durchsetzen. Aber ich stelle mir die Frage – und das kommt auch aus der Community heraus –, auf Basis dessen, dass Viralität so schwer planbar ist, natürlich auch über den aktuellen Algorithmus: Sinkt die Halbwertszeit der Attraktivität von Content Creatern dadurch maßgeblich. Also würdet ihr es so sehen, dass es letztendlich auch aus Markenperspektive extrem schwierig ist, beispielsweise Partnerschaften mit Creatern auf TikTok einzugehen, weil es natürlich immer sein kann--Das abseits einer wirklich gut funktionierenden Viralität dann tatsächlich die Halbwertszeit von einer bestimmten Person dann auch schon wieder zu Ende ist. Ist das ein Thema? Wie seht ihr das? Würde mich da über die Einschätzung von euch allen freuen. Gerne, Marc, zuerst. Also genau aus dem Grund haben wir direkt auf viele Pferde gesetzt. Das kann ich eigentlich so relativ schnell abkürzen. Wir haben uns fünfzig Leute rausgesucht, davon haben achtundvierzig zugestimmt. Damit war das Thema eigentlich für uns erledigt. Wir sind relativ ein geringes Risiko eingegangen, hatten eigentlich nur Chancen und ah konnten das Risiko damit, was du angesprochen hast, im Prinzip minimieren. Okay, Neil, wie siehst du das Thema Halbwertszeit von Content Creatern? Ja, definitiv. Ahhhm Also das ist, (lacht) kann man auf TikTok auch sehr schnell einfach zur Alltagsfliege werden, wenn man das nicht durchgehend authentisch aufbleibt oder beispielsweise sehr schnell anfängt, als Creator auch irgendwie Sell-out zu betreiben, ne. Also da würde ich auch als Marke immer sehr vorsichtig sein. Das ist auch die größte Herausforderung, die wir haben, ahhhm bei der Planung und bei der Umsetzung von Kampagnen, ist halt eben, dass die Creator halt auch wirklich langfristig zu 'ner Marke passen würden, ne. Wenn wir jetzt das Beispiel bei InstaStack hatten, da haben wir halt auch viel einfach gearbeitet, auch ähnlich wie Marc, dass wir Pakete rausgeschickt haben an die Creator. Da ist natürlich das Risiko deutlich geringer. Aber wenn wir dann auch sagen wollen, "Hey, wir wollen ahhhm zehn Gesichter der Kampagne haben" ahmm und die Gesichter halt auch, dass die in möglichen zukünftigen Kampagnen auch wirklich Gesichter bleiben können, müssen wir halt auch wirklich Creator finden, die halt eben lange Halbwertszeit haben, die eine starke Community haben und das ist deutlich schwerer zu identifizieren und vor allen Dingen auch vorherzusehen. Ahhhm Aber da gibt es schon so einige KPIs, die man da haben kann, beispielsweise Running Gags der Creator, ahhhm auf die Kommentare einzugehen, wenn man da reinguckt, auch zu gucken: „Hey, wie stark sind die auch auf anderen Kanälen? Ne. Also das ist das einzige Punkt, wo man die anderen Social-Media-Plattformen auch in Betracht sehen sollte. Ahhhm Ja, es gibt da schon einige Punkte, aber es ist deutlich schwerer und es ist dann wirklich, ahhhm es ist aber möglich, definitiv. Okay. Das ist wieder wie bei YouTube eine nächste Generation von Creatorn. Ja. Falls ich auch noch mal eintunken darf? Ja, ganz kurz, gerne. Ja? Okay, perfekt. Also wie Neil schon gesagt hat, sind Kampagnen wirklich nicht planbar und wir haben wirklich die Erfahrung gemacht, dass es eben deutlich mehr Reichweiten stärker ist, wenn man eben TikTok Influencer nimmt und eben nicht Influencer oder generell Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Deshalb ah haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Leute, die eben schon über TikTok bekannt geworden sind, dass die eine viel höhere Reichweite genießen und eben auch eine viel höhere Community und größere und stärkere Community genießen. Und zu dieser Content Creation kann ich nur sagen, es gibt ein gutes Beispiel, auch ein aktuelles Beispiel, das nennt sich "The Viral Bulldog". Also so ein Hund, der muss dem Herzmedikamente nehmen und der Inhaber hat einmal ein Video, da hat er das Herzmedikament in eine Erdbeere gesteckt. Das Video ist viral gegangen und seitdem schreibt die Community immer in die Kommentare von wegen: „Steck das Herzmedikament jetzt in den Apfel oder was weiß ich was." Und da können wir halt einfach sagen, sobald man einmal herausgefunden hat, wie ein Format funktionieren kann, Never change the running system. Okay, ja, ganz vielen Dank da für den Input abschließend von euch. Lieber Marc, ahhh lieber Charles, lieber Neil, Lia, Samuel, ganz herzlichen Dank, dass ihr Bestandteil der OMKB gewesen seid. Ich glaube, TikTok werden wir auch weiterhin als Thema bei uns mit dabeihaben. Wir hätten uns jetzt sicherlich noch wesentlich länger unterhalten können. Es gibt auch noch weitere Fragen aus der Community, aber wir verabschieden uns jetzt in die Pause. Vielen, vielen herzlichen Dank an euch. Habt alle noch einen erfolgreichen Tag. Ich hoffe, ihr bleibt bei uns dabei und bis demnächst. Danke euch. Danke. Tschüss. Tschüss. So, und wir gehen einmal kurz in die Pause, bevor es gleich weitergeht. Bis gleich. Hallo und herzlich willkommen hier bei der OMKW. Mein Name ist Eduard Wolf und wenn du Inhaber oder Geschäftsführer einer Digitalagentur bist, dann solltest du jetzt auf jeden Fall dranbleiben, denn wir machen dich zum Next-Level-Arbeitgeber und lösen damit existenzielle Herausforderungen für dich. Wenn du Mitarbeiter hast oder Mitarbeiter suchst, dann weißt du, dein Konzept steht und fällt mit fähigen Mitarbeitern. Mitarbeiter, die deiner Philosophie folgen, die eine gemeinsame Mission haben und die bestenfalls auch für immer bei dir bleiben. Also lässt du dir ständig neue Highlights und Benefits einfallen, die unter anderem dafür sorgen sollen, dass du in Stellenausschreibungen herausstichst und die dafür sorgen sollen, dass du regelmäßig Bewerber erhältst. Wenn es dann ein Bewerber in dein Unternehmen schafft, geht das ganze Spiel für dich von vorne los, denn jetzt investierst du unglaublich viel Zeit und Energie darin, dein Team an dich zu binden und für dein Topteam der attraktivste Arbeitgeber zu sein und vor allem zu bleiben. Und ich kann dir sagen, frisches Obst, ahhhm gemeinsames Essen, gemeinsame Freizeitaktivitäten, diese Benefits sind längst in deiner Branche angekommen und sorgen absolut nicht mehr dafür, dass du tatsächlich der attraktivste Arbeitgeber bist und bleibst. Diese Herausforderung, fähige potenzielle Mitarbeiter zu finden und an dich zu binden, haben wir für dich gelöst. Vollständig digital, ohne dass du dich von externen Dienstleistern abhängig machen musst und vor allem ohne dass du Monat für Monat Zeit und Energie investieren musst. 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