Sugar Daddies - Vom Bordstein zur Skyline
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Zusammenfassung

Marc Mühlichrilü, Co-Founder und CMO von Sugardaddys, erzählt die Erfolgsgeschichte des Food-Startups – von den bescheidenen Anfängen mit handgemischtem Cookie Dough im Flakes Corner bis zur Präsenz in über 8.000 Märkten. Der Vortrag zeigt, wie die beiden Marken Cookie Bros und OOMOJI durch authentisches Product-Storytelling und frühen Fokus auf Social Media Marketing – besonders TikTok – vom Bordstein zur Skyline wuchsen.

Sugardaddys: Vom Bordstein zur Skyline

Marc Mühlichrilü, Co-Founder und CMO von Sugardaddys, nimmt dich mit auf eine Zeitreise durch die Gründungs- und Wachstumsgeschichte eines der erfolgreichsten deutschen Food-Startups. Unter dem Motto "Vom Bordstein zur Skyline" zeigt er, wie zwei innovative Marken – Cookie Bros und OOMOJI – es geschafft haben, in kurzer Zeit vom kleinen Kölner Startup zum Platzhirsch in tausenden Supermärkten zu wachsen.

Die Anfänge: Flakes Corner und die erste Geschäftsidee

Bevor es Sugardaddys gab, startete Marc mit dem Flakes Corner – einem Shop für importierte amerikanische Cornflakes und Süßigkeiten. Diese erste Unternehmung war die perfekte Schule, um zu verstehen, welche Produkte auf dem deutschen Markt ankommen und wie man mit Kunden kommuniziert. "Wir waren damals die Ersten mit dieser Idee, aber uns war das nicht genug", erinnert sich Marc. "Wir wollten ein eigenes Produkt schaffen."

Die Cookie Dough Inspiration aus New York

Der Durchbruch kam 2018 bei einem New York-Besuch: Marc entdeckte einen riesigen Ansturm auf einen kleinen Eisladen, der Cookie Dough – essbaren, unbakenen Keksteig – verkaufte. Die Idee faszinierte ihn sofort: "Mein ganzes Leben lang habe ich mich auf den Keksteig gefreut, und die trockenen Kekse am Ende mochte ich gar nicht." Zusammen mit seinem Partner entschied er sich, die Idee nach Deutschland zu bringen und Cookie Bros zu gründen.

Vom Thermomixer zur Produktion: Die erste Station

Die erste Produktion war chaotisch, aber erfolgreich. Mit Thermomixer und KitchenAid mischten die Gründer den Keksteig in wiederverschließbaren Fleischdosen ab – und verkauften 30 Stück pro Tag im Flakes Corner. Als ein lokaler Kaufmann Interesse zeigte, packten sie schnell 900 Döschen ab. Zwölf Stunden Mixen und Abfüllen später war klar: "Wir brauchen ein professionelleres Setup und ein echtes Büro."

Station 1: Der Friesenplatz – Das erste Büro

Mit nur zehn Quadratmetern war das erste eigene Büro am Friesenplatz winzig, aber es bedeutete einen psychologischen Durchbruch. Hier konnten die Gründer Rechnungen schreiben und erste Kontakte zu Supermärkten außerhalb Kölns knüpfen. Am Ende dieser Phase waren bereits 30 Supermärkte angebunden.

Station 2: Köln-Sülz – Die alte KFZ-Werkstatt

Nach einem halben Jahr war es wieder Zeit zum Wachsen. Marc und sein Team fanden eine umgebaute KFZ-Werkstatt mit 180 Quadratmetern zu einem Bruchteil des üblichen Preises. "Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, wo wir da reinkamen – es war ein geiles Gefühl", schildert Marc. Mit mehr Platz konnte das Team wachsen, die Produktion professionalisiert werden und die Marke Cookie Bros richtig abheben.

Das Team und die heutige Struktur

  • Gegründet: Mai 2018
  • Standort: Köln (ursprünglich Bergheim)
  • Aktuelle Teamgröße: 25 Mitarbeiter
  • Geplante Neueinstellungen: 12 weitere bis August
  • Marken: Cookie Bros und OOMOJI
  • Verteilung: über 8.000 Märkte (hauptsächlich REWE)
  • Investorin: Katjes (Süßwarenhersteller)

Auszeichnungen und Marktanerkennung

Die Erfolgsgeschichte spiegelt sich in zahlreichen Awards wider:

  • 2019: REWE Startup Award – ein großer Durchbruch
  • 2020: Nominierung und Wahl zum "Best Product" im Kühlbereich durch Bestseller-Initiative
  • 2020: Sweetie Award für Cookie Bros und OOMOJI
  • 2021: Vertice Award

Authentizität als Erfolgsfaktor

Ein zentraler Erfolgsfaktor für Sugardaddys ist die Authentizität: Die Gründer sind selbst Süßwarenfans und leben ihre Passion für das Produkt. Das macht es möglich, die Marken glaubwürdig nach außen zu tragen – nicht nur über Community Management, sondern auch durch echte Produktgeschichten und Creator-Partnerschaften.

Der Weg zur Skyline: Wachstum durch Social Media Marketing

Während die klassischen Vertriebskanäle wie der REWE wichtig bleiben, setzte Sugardaddys früh auf Social Media Marketing und wurde damit zum Vorreiter in der Branche. Besonders TikTok erwies sich als "Dosenöffner" für das Markenwachstum – ein Aspekt, den Marc in seinem Vortrag noch detailliert ausarbeitet.

Fazit: Vom Garage-Startup zur etablierten Marke

Die Sugardaddys-Story ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man mit einer klaren Produktvision, authentischem Engagement und modernem Marketing in kurzer Zeit massive Erfolge erreicht. Vom chaotischen Mixen im Flakes Corner über das 10-Quadratmeter-Büro zur Präsenz in Tausenden von Märkten – jede Station brachte neue Lektionen und Wachstumschancen.

Häufige Fragen

Wann wurde Sugardaddys gegründet?

Sugardaddys wurde im Mai 2018 gegründet. Die Gründer bauten auf Erfahrungen aus dem vorherigen Projekt "Flakes Corner" auf, das seit etwa 2015 bestand.

Wie kam die Idee zu Cookie Bros zustande?

Marc Mühlichrilü wurde 2018 in New York auf einen Eisladen mit langen Schlangen aufmerksam, der Cookie Dough (essbaren, unbakenen Keksteig) verkaufte. Er erkannte das Potenzial und brachte die Idee nach Deutschland, wo Cookie Bros schnell wuchs.

Wie viele Märkte sind Cookie Bros heute vertreten?

Cookie Bros ist in über 8.000 Märkten erhältlich, hauptsächlich bei REWE. Der 2019 gewonnene REWE Startup Award war ein wichtiger Meilenstein für diese Expansion.

Wie viele Mitarbeiter hat Sugardaddys?

Sugardaddys beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter und plant die Neueinstellung von 12 weiteren Mitarbeitern bis August. Viele Mitarbeiter stammen aus dem Raum Bergheim/Köln und sind vorher bereits Freunde gewesen.

Welche Rolle spielte TikTok für das Wachstum von Sugardaddys?

Laut Marc war TikTok der "Dosenöffner" für das Markenwachstum von Sugardaddys. Das Unternehmen setzte früh auf diese Plattform und Creative Collaborations – etwa mit Influencern wie Novalanalou und Knossi – um organisch zu wachsen.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

So, das war Saim von AX Semantics und jetzt kommen wir zu unserem letzten Vortrag des Tages hier auf der OMBK Mainstage und wir dürfen, ja, kann man fast sagen, einen alten Bekannten begrüßen. Marc ist nämlich Wiederholungstäter und war schon einmal bei uns im Rahmen der OMBK aktiv, seinerzeit in einem TikTok Panel und heute hat Marc einen ganz spannenden Vortrag mitgebracht. Und zwar eigentlich hat er schon den Tit-- den Preis gewonnen für den besten Vortragstitel heute, wie ich finde. Sugard-- Sugardaddys, 'tschuldigung, vom Bordstein zur Skyline. Marc selbst, Marc ... Mühlichrilü, ist Co-Founder und Geschäftsführer sowie CMO von Sugardaddys. Und Marc, ich hoffe, dass du mir jetzt schon zugeschaltet bist und mich gut hören und sehen kannst. Moin. Moin, moin. Ich kann dich gut hören und sehen. Könnt ihr mich auch gut hören und sehen? Das freut mich, absolut. Und wir können, glaube ich, gerade einen Blick in deine, in dein Homeoffice erhaschen. Ja. Absolut, praktisch sozusagen in meinen, äh, Kleiderschrank oder mein Kleiderzimmer. Da sitze ich jetzt gerade leider, aber das bleibt nicht aus in der heutigen Zeit. Nein, das ist so. Daran haben wir uns sicherlich alle gewöhnt. Und von wo bist du uns zugeschaltet? Aus dem Ruhrgebiet? Nein, ich komme aus Köln. Okay, gut. Aus Köln. Sehr schön. Marc, bevor wir gleich in dein Speaking einsteigen, möchte ich dich und deine, dein Unternehmen, eure Marken, unserer Audience noch einmal kurz vorstellen. Also ich hab's grad schon erwähnt, du bist Co-Founder, Geschäftsführer und CMO bei Sugardaddys, ist aber nicht deine erste Aktivität tatsächlich in dem Bereich. Du warst doch schon Founder, Geschäftsführer und CMO bei Flex Corner in den Jahren 2015 bis 2019. Sugardaddys gibt es jetzt seit zwei achtzehn und vorher warst du mal tatsächlich Account Manager bei Hays. Du hast an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert, im Bereich Wirtsha- Wirtschaftswissenschaften von 2009 bis 2014. Und wenn wir über Sugardaddys sprechen, wird's natürlich ganz spannend, weil ihr euch auf die Fahne geschrieben habt, innovative, innovative, moderne, leckere, zugegebenermaßen auch süße Food-Neuheiten rauszubringen. Zu euren großen Brands gehört unter anderem Cookie Bros. Kennen sicherlich viele aus dem REWE um die Ecke. Keksteig zum Löffeln ist das näni-- nämlich oder die OOMOJI-Eiscreme. 2018 stieg deswegen auch Katjes Farssien bei euch ein und mittlerweile gibt es Cookie Bros., das ist schon 'ne stolze Zahl, in über achtausend Märkten und ihr habt 2020 unter anderem auch den Sweetie Award für Cookie Bros gewonnen und für OOMOJI und 2021 den Vertice. Ähm, ihr seid bekannt über die Zusammenarbeit mit diversesten Influencern, beispielsweise Novalanalau für OOMOJI und seid auch letztendlich in unseren Fokus gerückt, weil ihr sehr früh sehr stark auf den TikTok-Channel gesetzt habt für euer Markenwachstum und jetzt mittlerweile seit unserem letzten Talk 'ne ganze Menge noch dazugekommen ist an Kreationen im Cookie Bros-Universiwe-- -Universum, diverseste Kollaborationen, unter anderem mit Knossi beispielsweise, die ist erinner-- ist mir in Erinnerung geblieben, aber auch vielen weiteren. Und Marc, deswegen freuen wir uns total, aus erster Hand von dir zu hören, wie ihr es gemacht habt bei Sugardaddys, getreu dem Motto „vom Bordstein zur Skyline". Insofern freue ich mich mega auf deine Geschichte und deine Inhalte, die du uns heute mitgebracht hast und im Anschluss an deinen Talk wird mein lieber Kollege Schahpus Seni noch einmal zur Verfügung stehen für Q&A-Session mit dir. Insofern, liebe OMK Community, wenn ihr Fragen habt in Richtung Markt, dann schickt sie uns gerne durch und ansonsten würde ich sagen, du bist startklar in Köln? Ich bin startklar. Danke für die tolle Anmoderation. Gerne. Ich hoffe, war alles richtig. Passt, war alles richtig. Alles super. Ich freue mich mega, jetzt euch mitzunehmen auf so eine kleine Zeitreise, was wir so in den letzten Jahren alles erleben durften. Cool. Dann würde ich vorschlagen, Marc, schieß gerne los. Ich halte die Klappe. Du hast das Wort. Viel Spaß. Danke schön. Das mache ich direkt. Ich teile mal den Bildschirm. So, dann sollte es auch schon fast losgehen. Super. Ja, Sugardaddys. Ich hab's gerade schon gesagt, der Titel. Ich hab sogar noch was hinzugefügt: „Vom Bordstein zur Skyline". TikTok als Dosenöffner und wieso die Sugardaddys vielleicht bald ein Start-up für Umzuge gründen. Also spätestens jetzt, glaube ich, habe ich den Titel verdient als, ja, interessanteste Headline des Tages wahrscheinlich. Aber erst mal noch mal kurz zu uns. Es wurde ja gerade schon viel erklärt und viel gesagt, aber um das Ganze noch mal auf den Punkt zu bringen, hier haben wir noch mal die Übersicht für die vielleicht, die gerade erst eingestiegen sind. Also uns gibt es tatsächlich noch gar nicht so lange. Ja, uns gibt's erst seit Mai 2018. Wir kommen, wie ich gerade eben gesagt habe, aus Köln. Eigentlich sogar so ein bisschen weiter entfernt aus Bergheim. Viele unserer Mitarbeiter kommen auch tatsächlich aus der Ecke. Viele sind Freunde, äh, entweder schon vorher gewesen oder danach geworden. Wir sind jetzt so die fünfundzwanzig Mitarbeiter. Wir planen aktuell, bis zum August noch mal zwölf weitere einzustellen. Nicht, weil wir das cool finden, sondern weil wir es wirklich müssen, denn wir haben zwei Marken unter unserer DACH-Company, der Sugardaddys. Das ist einmal Cookie Bros und OOMOJI. Das sind zwei Marken, die sich mit Süßig-- oder im Süßwarenbereich, die da eben tätig sind. Das haben wir uns auch bewusst auf die Fahne geschrieben. Das ist so unsere Passion, he. Wir können damit viel, viel mehr anfangen und das Ganze dann irgendwie authentischer auch rüberbringen. Wie gerade eben schon erwähnt wurde, unser Investorin Katja es versieht, war mit Sicherheit auch ein kluger Schachtzug, wenn man bedenkt, dass man auch noch einen Strategen mit an Bord hat, der einem immer wieder helfen kann. Und es wurden ja gerade eben schon einige Awards angesprochen. Ja, wir haben mal ein paar hier abgebildet, einfach nur, damit man mal versteht, wir haben 2019 den REWE Startup Award gewonnen. Das war ein großer, großer Durchbruch und danach auch noch ganz viele andere Preise. Wichtig hierbei sind aber vor allen Dingen so interessante Geschichten wie der Bestseller, wo man einfach sich nicht darauf bewerben kann, wo man vorgeschlagen wird. Und da wurden wir einfach zum besten Produkt 2020 im Kühlbereich, äh, ja, nominiert und dann eben auch gewählt. Das dazu.Die Sugar Daddy Story, wie alles begann. Ich könnte euch jetzt hier irgend so 'ne Agenda zeigen und 'nen Zeitstrahl und so weiter, aber ich fand es interessanter, euch das Ganze so ein bisschen anhand von unseren Bürostationen näher zu bringen. Denn wie man hier sieht, wir sind ganz schön oft umgezogen seit Mai 2018. Und das möchte ich euch dann anhand von lustigen Anekdötchen oder Geschichten so ein bisschen näherbringen, was wir da so erlebt haben und wie so der Lauf der Zeit war. Und hier seht ihr auch schon mal den Zeitstrahl eins, zwei, drei, vier, fünf mit dem großen Fragezeichen dann am Ende. Und wie man da schon unschwer erkennt, man sieht schon so 'n bisschen, ja, hat schon ein bisschen was vom Garagenstartup auf der linken Seite und rechts wurd's dann immer größer. Starten wir direkt mal rein. Es wurde gerade eben ja auch schon gesagt, ich habe schon mal was anderes vorher gemacht und genau da fange ich auch an, mit dem Flakes Corner. Vielleicht weiß der eine oder andere noch, was das Flakes Corner war oder ist. Ähm, das war zumindest meine erste Start-up-Idee, nachdem ich nicht mehr ertragen hab, ähm, für meinen ehemaligen Arbeitgeber zu arbeiten. Das hatte verschiedene Gründe. Auf jeden Fall musste ich mich dann irgendwie mit was selbstständig machen und ich bin 'n riesen Süßigkeitenfan, aber eben auch vor allen Dingen immer schon Cornflakes-Fan gewesen. Und mich hats total gestört, dass ich eigentlich nur im Ausland die richtig geilen Sorten bekomme, weil selbst die Fruit Loops hier in Deutschland, die schmecken mittlerweile nicht mehr. Da wird dann auf alles verzichtet. Am Ende färben die das Ganze mit irgendwas ein, was gesund sein soll, es aber immer noch nicht ist. Es sieht dann nicht nur total scheiße aus, sondern schmeckt auch genauso. Und deswegen kam mir die Idee mit meinem Partner damals, dass wir viele Sorten Cornflakes importieren, viele amerikanische Süßigkeiten und diese dann in so 'ner Art Kaffee verkaufen. Und das lief auch super und das war auch eine tolle Idee und das war auch der Anfang von dem Ganzen hier, weil da konnte ich meine ersten Erfahrungen sammeln und mich mit Produkten auseinandersetzen, was an Produkten besonders ist und was hier im deutschen Markt vielleicht gut ankommt und was nicht. Das war sozusagen die Schule und das Ganze fing so vor sieben, acht Jahren an und da waren wir die Ersten mit dieser ganzen Idee. Heute gibt es zig Tausende oder zig Hunderte Shops, die genau das im Internet machen, amerikanischen Kram einfach verkaufen. Wir waren damals, wie gesagt, die Ersten, aber irgendwie war das uns nicht, ähm, ja, genug. Wir wollten die ganze Zeit 'n eigenes Produkt haben und dann bin ich so wie fast jedes Jahr nach New York geflogen und bin dann so durch die Straßen da gelaufen und hab dann irgendwann, und das ist ja auch nicht so unüblich für New York, 'ne riesengroße Schlange gesehen an Menschen, 'ne richtige Traube, die sich vor einem ganz kleinen Eisladen gebildet hat und bin dann zum Sortierer hin und habe ihn gefragt, was denn hier los ist, weil ich konnte es nicht von außen erkennen aufgrund der vielen Menschen, was da überhaupt drin los war. Und er sagte zu mir: „Hey, hast du nicht mitbekommen? Stand doch überall in der Zeitung. Wir verkaufen hier Cookie Dough, also Keksteig, der so essbar ist, ohne gebacken zu werden, in Eishörnchen. Und ich fand die Idee mega. Ich dachte mir so: „Wow, ähm, mein ganzes Leben lang habe ich mich immer darauf gefreut, den Keksteig zu essen, und die Kekse am Ende, die dann total trocken werden irgendwann, die mag ja fast keiner so gerne wie den Keksteig an sich. Und, ähm, ich fand die Idee so geil, aber fand die Idee nicht cool, dass das Ganze wieder stationär verkauft wird. Also bin ich mit der Idee nach Deutschland zu meinem damaligen Partner, den man da hinten auf dem Bild sieht, und habe gesagt: „Pass mal auf, lass uns den Kram doch mal verkaufen, selber machen. Wir mixen einen Keksteig an und versuchen das mal bei unseren, äh, ja, Kunden, die wir eh schon dort vor Ort haben, die eh auf Süßkram stehen und gucken mal wie es läuft. Und tatsächlich mit den ersten Döschen, die wir dann, sieht man da unten, in so, so Fleisch, wiederverschließbaren Fleischdöschen abgefüllt haben und dann einfach ein paar Sticker drauf gepackt haben. Da haben wir dann relativ schnell ziemlich viel verkauft, so dreißig am Tag im Flakes Corner selber und dachten so: „Okay, ganz nice. Vielleicht gehen wir mal auf den Supermarkt, äh, um die Ecke zu und sagen: „Wie sieht's aus? Hast du nicht viel Interesse dran?" Das war tatsächlich 'n, äh privater Kaufmann und der meinte dann zu uns: „Ja, okay, ähm, let's go, das machen wir." Und da haben wir dann die ersten neunhundert, äh, neunhundert Stück verkaufen können. Und das war natürlich 'ne mega Sache für uns und wir dachten: „Okay, wenn wir das in einem Markt verkaufen, warum nicht an alle?" Und so hat sich das Ganze dann auch so ergeben und wir waren super unprofessionell aufgestellt. Das da hinten war wirklich schlimmer als jede Garage, aber es hat funktioniert. Wir haben das dann selber mit 'nem Thermomixer und so weiter, mit 'nem Kitchenaid gemixt. Waren unendlich lange dran für diese neunhundert Stück. Also da waren wir zwölf Stunden am Mixen und am Abfüllen und haben natürlich gemerkt, okay, wir brauchen hier auch einfach, ähm, ein, ein professionelleres oder Profi-- ja, einfach, einfach 'n viel, viel besseres, sauberes Set-up. Und wir brauchen vor allen Dingen ein Büro, wo wir uns dann auch mal hinsetzen können an 'nen Schreibtisch, um Rechnungen und so weiter zu schrauben, ähm, zu schreiben. Und da waren wir dann auch schon am Friesenplatz angekommen. Friesenplatz, der erste Traum vom eigenen Büro. So hörte es sich zumindest an, denn das Zimmer war so, glaub ich, zehn Quadratmeter groß und, ähm, am Ende des Tages, ja, war der Ausblick jetzt auch nicht der geilste, weil das war halt mitten am Friesenplatz. Die Leute, die aus Köln kommen, die kennen's, ist nicht so geil. Aber hey, wir hatten unser erstes eigenes Büro und damit dann eben auch die ersten, ja, wichtigen Entscheidungen, die wir treffen konnten, ähm, und haben dann da auch, ähm, die ersten Kontakte zu Supermärkten knüpfen können, die jetzt wirklich auch über Köln hinausgingen. Und haben dann zu diesem Zeitpunkt, äh, dreißig Supermärkte aufgeschaltet und das Unternehmen konnte auch wachsen. Wie man sieht, unten rechts. Mein Hundi, der war auch mit am Start. Der wurde dann fester Bestandteil unserer Unternehmung, der CEO of Happiness, wie ich ihn immer nenne. Der läuft hier auch irgendwo rum. Kann sein, dass ich ihn gleich mal rauslassen muss, aber dann wisst ihr auf jeden Fall schon mal Bescheid. Ja, und von dem Friesenplatz dachten wir uns so: „Okay, nach einem halben Jahr, das Ganze muss größer werden. Da muss was passieren." Ja, wir brauchen-- wir haben auch Mitarbeiter mittlerweile gehabt und wir können nicht die ganze Zeit mit irgendwie vier, fünf Leuten an so 'nem kleinen Tischchen da sitzen. Also haben wir uns was Neues, Bezahlbares gesucht in Köln-Sülz. Köln-Sülz, ja, das ist relativ zentral. Da war dann 'ne alte, ähm, KFZ-Werkstatt, die umgebaut wurde. Und diese alte KFZ-Werkstatt, die hatte echt enorm Platz für uns. Das waren hundertachtzig Quadratmeter zu 'nem Spottpreis. Das haben wir uns da richtig schön gemütlich eingerichtet, wie man unten links sieht. Also ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, wo wir da reinkommen sind.Das war einfach ein geiles Gefühl, wie ihr das erste Mal mit unseren sieben Leuten, die wir dann schon waren, auf hundertachtzig Quadratmeter. Das war einfach richtig Start-up. Das war so richtig, wie man sich das vorstellt. Und dann saßen wir auch wirklich alle an einem langen Tisch und haben da, ja, die die Stunden runtergerockt. Und wie man unten links auch noch auf dem Bildchen sieht, haben wir dann auch die Becher selber noch verpackt und an Supermärkte gekühlt versendet. Und das haben wir zweimal die Woche gemacht. Da haben wir nichts anderes mehr gemacht, nur verpackt für die Irren, alles stehen und liegen gelassen, weil da hat sich dann jeder nicht mehr auf seinen Job konzentriert, nur aufs Verpacken. Ja, haben dann alles über die UPS und die DHL und die DPD gelernt, was man so lernen kann. War wirklich 'ne spannende Zeit. Möchte ich aber nicht noch mal zurück, äh, denn es war auch mit viel Bauchschmerzen verbunden. Ja, zu diesem Zeitpunkt haben wir dann auch für uns entdeckt, dass es doch schlauer wäre, mal 'n richtiges Verpackungskonzept zu entwickeln und (lacht) haben dann die Fleischdöschen dann mal verworfen, haben uns da auf was konzentriert, was man vielleicht auch schon kennt. Ähnlich wie bei Ben & Jerry's sind wir auf 'nen Pappbecher gegangen. Das, fanden wir, gab dem Ganzen so 'nen seriösen Faktor. Plus diese, äh, Verpackung ist eigentlich geeignet für Eis und fällt natürlich dadurch viel mehr auf im normalen Frischebereich. Und da liegt ja auch unser Keksteig. Ja, und dann irgendwann, so Ende 2019, da fanden wir, wir hatten ja schon ganz gut aufgebaut. Wir hatten schon ein paar Märkte, also wir waren mittlerweile sogar bei tausend fünfhundert Supermärkten, haben extrem gute Arbeit auf Messen geleistet, äh, hatten mittlerweile einen richtigen Produzenten aufschalten können, der für uns die Ware produziert, mussten uns nicht mehr selber machen und haben uns dann ein richtig geiles Büro angemietet. Dreihundertzwanzig, nein, gar nicht, das stimmt gar nicht. Zweihundert Quadratmeter waren's, aber ein bisschen größer und schicker vor allen Dingen als die letzte Station und haben uns dann da in einer alten Tabakfabrik niedergelassen. Das war schon richtig nice. Problem war nur, ähm, das war so zum Ende 2019 und ihr wisst ja alle, was 2020 dann passierte und es war dann Corona-Zeit und mit dieser Corona-Zeit, ja, kam es eben dazu, dass es vermehrt zu weiteren Problemen kam und nicht nur, dass wir davon alle betroffen waren und wir nicht wussten, was wir machen sollten, sondern es gab ja auch eine Verpackungskrise zum ähnlichen Zeitpunkt. Wir konnten nicht mehr liefern mit dem Corona-Ding ging, aber auch unser richtiger Hype so los. Da komme ich jetzt gleich noch drauf zu sprechen, wie das kam. Das kam nämlich genau irgendwie zum parallelen Zeitpunkt über TikTok und da hatten wir einfach keine Verpackungen mehr, mussten aber unfassbare Mengen liefern, weil die Nachfrage so groß war. Ja, und da haben wir dann tatsächlich wieder so 'n, ja, so 'n Akt vollzogen, der eigentlich total irre war. Wir haben alle weißen Pappbecher in der Größe, die es in ganz Europa gab, abgekauft von allen Händlern. Das waren hunderttausende Stücke und haben die dann, ähm, an der Maschine und per, ja, Handarbeit mit Stickern und Banderolen sozusagen versehen und haben da eigentlich so 'nen Verlust gemacht an der ganzen Produktion. Das war viel teurer eigentlich, als wir das Produkt verkaufen konnten. Aber wir mussten das eben so durchziehen, damit wir liefern konnten, damit wir diesen Hype um das Produkt nicht verlieren. Es war 'ne irre Zeit. Drei Monate lang mit Nachtschichten standen wir da mit unseren Mitarbeitern, ja, wirklich in dieser Produktion, um diese Becher zu bekleben. Und, äh, werde ich nie vergessen. Und das alles während Corona. Das hat unser Team auf jeden Fall zusammengeschweißt und deswegen ist unsere Fluktuationsquote auch bei den festen Mitarbeitern praktisch gleich null. Ja, und ich hab's ja gerade schon angedeutet, der Hype-Train düste los. Das war dann so Anfang 2020, wirklich parallel zum, äh, Corona-Ausbruch. Und wie das alles passierte, das möchte ich euch jetzt hier noch mal näher erklären und am Beispiel von Cookie Bros ganz gerne, weil im Prinzip haben wir das mit beiden Marken wiederholt. Cookie Bros kam zuerst und danach haben wir das gleiche Spiel noch mal mit (?Onascheg) gemacht. Aber es ist einfacher so. Also TikTok als Dosenöffner, das war wirklich unser Dosenöffner und es ging schon fantastisch vorher, aber, ähm, irgendwie haben wir immer gedacht, boah, alle Leute, die von uns gehört haben oder die uns gesehen haben, die finden uns richtig nice und auch geil. Aber irgendwie ist es ja auch schwer für ein Start-up heutzutage mit, äh, ja, fast null Budget, äh, da 'n großen Knall irgendwie, äh, zu machen. Und wir konnten uns jetzt auch keine Out-of-Home-Kampagnen für 'ne Million Euro leisten oder sonstiges. Das heißt, wir mussten irgendeinen viralen Hit landen. Das war uns auch schon immer klar, aber wir wussten nicht wie. Und, äh, demnach waren wir dann Ende 2019 bei tausendfünfhundert Supermärkten nach anderthalb Jahren, was schon Spitzenklasse war, aber wir wussten, da ist mehr drin. Ja, und dann haben wir uns damit auseinandergesetzt. Ich war damals noch fürs Marketing ganz alleine zuständig mit der Designerin, habe dann beide Marken verantwortet. Wir waren, glaube ich, sieben oder acht Leute. Der Rest hat Vertrieb gemacht und, ähm, Rechnungen geschrieben. Und ich habe mich dann mit dem Thema TikTok beschäftigt und das Thema TikTok, das habe ich mir angeguckt und habe direkt gedacht: „Ne, das ist ja so ein Kinderkanal. Was sollen wir denn da machen? Sollen wir da irgendwie unsere Bächerchen tanzen lassen?" Und habe das Thema erstmal verworfen und habe mir es dann aber noch mal im Januar eben angeschaut. Januar 2020. Und da ist mir aufgefallen, dass es bei TikTok einfach eine Entwicklung gibt. Und die Entwicklung, die ging ganz klar weg von diesen Tanzvideos von kleinen Kindern, die da rumhüpfen, sondern die gingen hin zu Creatern, die gingen hin zu, äh, verschiedenen Themen wie Comedy, wie Food und so weiter. Und ich habe gedacht: „Wow, krass. Da sind noch kaum Brands auf dieser Plattform unterwegs und es ist zwar nicht unsere Zielgruppe, aber warum nicht?" Das Problem an der Sache war, wir dachten, unsere Zielgruppe sind Studenten, die halt ein bisschen mehr Geld haben, weil der Becher nur mal zwei neunundneunzig kostet. Aber ja, falsch gedacht. Der Plan war dann folgender: TikTok, ja und über TikTok dann eben unsere Brand zur Trendmarke zu machen. Und da haben wir uns dann dem einfachsten Medium oder der einfachsten, der einfachsten Tool angenommen und das waren dann die Blogger, ja. Und die gab es natürlich auch schon auf TikTok. Der Vorteil hierbei war, auch wenn sie schon viele Follower hatten, ähm, wollten sie dafür noch nicht so viel Kohle, weil das ganze Thema zum damaligen Zeitpunkt noch kaum monetarisiert war. Bedeutete für mich, ich habe mir TikToker rausgesucht, die wirklich schon stark auf TikTok waren, die aber auf Instagram noch kaum Follower hatten. Und der Plan ging komplett auf. Ich habe die dann über Instagram angeschrieben, die hatten dann tausend, zweitausend Follower und habe gesagt: „Hör mal, wie sieht's aus? Bock auf 'n Probierpaket von uns?" Und die sagen ja nicht Nein, wenn die was geschenkt bekommen. Zwei Jahre später, heute ist das natürlich schon wieder anders.Aber es hat wunderbar funktioniert. Also habe ich denen 'n Paket zugeschickt. Schon, das kam dann da auch an, bei achtundvierzig sogar von fünfzig. Und was dann passierte, war eigentlich, äh, ja, ähnlich zu vergleichen mit 'nem Schneeballeffekt. Der wurde immer größer, der rollte und der hörte nicht mehr auf zu rollen. (hörbares Einatmen) In dem Fall waren's noch sehr viele Kinder damals. Ja, heute ist die Plattform natürlich weiterentwickelt und es gibt auch viel Erwachsenen, aber damals waren's wirklich die Kinder (hörbares Einatmen) und die filmten sich dann bei der Suche, äh, nach unserem Produkt im Supermarkt, weil tausendfünfhundert Supermärkte, das hört sich zwar schon viel an, aber wenn man überlegt, in Deutschland gibt's so viele Supermärkte, (hörbares Einatmen) allein die REWE hat dreitausenddreihundert, die EDEKA achttausende. Dann gibt's doch Kaufland, Aldi und ihr wisst, (hörbares Einatmen) was es da noch so alles draußen gibt. Also demnach war das jetzt keine große Distribution, die wir hatten. (hörbares Einatmen) Und dann passierte Folgendes: Die haben uns nicht gefunden. Weil sie uns nicht gefunden haben, uns aber auch nicht über TikTok schreiben konnten, haben sie uns auf Instagram gesucht, da dann gefunden und da auch geschrieben. Und wir haben so unfassbar viele DMs bekommen. Man kann sich das gar nicht vorstellen. Ich saß jeden Abend noch mal zu Hause auf der Couch zwei Stunden und hab da DMs beantwortet, einfach. Ja, und dann gab's halt genau so'n, so'n entscheidenden Moment und das war, glaub ich, genau der richtige. Ja, wir hätten natürlich den Leuten sagen können: „Ja, sag mal, wo du herkommst und wir schieben dir dann irgendwie den nächsten Supermarkt rüber, der in deiner Ecke ist und du kannst dann das Produkt kaufen." (hörbares Einatmen) Wir haben uns aber bewusst dafür entschieden, denen nicht zu sagen, wo es uns gibt, sondern denen eben zu sagen: „Pass mal auf, wir können dir leider nicht sagen, wo es uns gibt, aber was wir machen können, ist Folgendes: Wir haben hier 'n Bestellschein für dich. (Lippenschmatzen) Und mit diesem Bestellschein kannst du zum Filialleiter deiner nächsten Filiale gehen (hörbares Einatmen) und den doch einfach bitten, uns zu bestellen." Das muss man sich ja so vorstellen: Ja, das ist 'ne Superidee und ja, viele da draußen denken jetzt wahrscheinlich: „Ja, ob das klappt?" In dem Fall hat's geklappt. Das war so 'ne FOMO für die Kids da draußen auf TikTok. Die wollten alle dieses Produkt haben, (hörbares Einatmen) keiner hat's bekommen und die sind dann mit diesem Bestellschein, den die sich ausgelogt haben oder hier aufm Handy gezeigt haben, zum Filialleiter (hörbares Einatmen) und haben die Leute da so genervt, dass wir wirklich Hunderte Anrufe bekommen haben. Hunderte Anrufe von Filialleitern, die einfach nur genervt waren des Todes und uns dann bestellen wollten, damit sie eben sozusagen (hörbares Einatmen) den nervigen kleinen Kindern, die für uns den Vertrieb übernommen haben, (hörbares Einatmen) ausm Weg gehen konnten. (hörbares Einatmen) Das Problem an der Sache war, wir mussten den Filialleitern erklären, dass das nicht so einfach ist, weil wir können jetzt nicht mal eben zwei-, dreitausend Märkte per Paketchen beliefern. (hörbares Einatmen) Also haben wir die wiederum darum gebeten, doch einfach auf die Zentrale zuzugehen (hörbares Einatmen) und die Zentrale darüber zu informieren, dass dieses Produkt wirklich 'n geiles ist (hörbares Einatmen) und dass die uns doch bitte zentral listen sollten. (Lippenschmatzen) Und ob man's glaubt oder nicht, (hörbares Einatmen) das hat funktioniert. Vier Wochen später nach diesem Hype saßen wir dann bei REWE, EDEKA und Co. und wurden dann, ja, zentral gelistet. Natürlich nicht von allen auf alle Regionen, aber wir sind mittlerweile (hörbares Einatmen) bei der REWE komplett durchgelistet. (hörbares Einatmen) Bei der EDEKA fehlt uns, glaub ich, noch eine von sieben Regionen und Kaufland sind wir auch durchgelistet. Also am Ende des Tages haben wir mal eben fünf Jahre den Vertrieb übersprungen und konnten dann dort direkt eben in den Regalen unseren Platz finden (hörbares Einatmen) und der Hype hörte ja nicht auf. Nachdem wir dann gelistet waren, konnten die Leute erst uns richtig mal kaufen, kamen an uns dran und haben dann Videos gemacht, haben Testvideos gemacht vom Produkt, haben uns empfohlen. Also es gibt hunderte Fanpages von uns (hörbares Einatmen) und Cookie Bros, ähm, jeder hat das in sein Logo reingeknallt. Das war wie so 'ne Welle. Wir haben extrem viel Community Management gemacht, haben uns viel mit den Leuten ausgetauscht, haben jeden Tag vierhundert, fünfhundert Nachrichten beantwortet, (hörbares Einatmen) haben den Leuten geholfen. Ja, man muss sich nur bücken. Das Geld liegt halt nun mal eben auf der Straße. (hörbares Einatmen) Man darf sich dafür nicht zu schade sein, aber die meisten Brands sind genau das. (hörbares Einatmen) Ja, die sind sich zu schade, um die Nachrichten zu beantworten, so wie auch eben die meisten Influencer. (hörbares Einatmen) Manchmal hängt's mit Zeit zusammen, manchmal mit dem Willen, aber in unserem Fall war der Wille da. Wir haben das dann eben gemacht (hörbares Einatmen) und das Resultat von der ganzen Geschichte (hörbares Einatmen) war letzten Endes, ähm, dass die Mona Lisa auch gern Cookie Bros ist. (hörbares Einatmen) Nein, das Resultat war, dass, ähm, wir mit null Followern auf TikTok gestartet sind Anfang Februar zwanzig zwanzig (hörbares Einatmen) und mit ungefähr achttausendvierhundert Followern auf Instagram, äh, angefangen haben damals zu Koop-Zeiten. (hörbares Einatmen) Und das Ergebnis ist, die Präsi ist übrigens ein, zwei Wochen her, wir sind jetzt bei vierhundertsiebzig knapp, vierhundertsechzig, vierhundertsiebzigtausend Followern. (hörbares Einatmen) Ne, also man sieht, es hört auch jetzt noch nicht auf. Wir bauen auch jetzt noch Follower auf. (hörbares Einatmen) Ja, unfassbar viele Aufrufe. Ich glaub, wir sind jetzt bei hundertzwanzig Millionen Aufrufen mittlerweile mit dem Hashtag Cookie Bros. Das sind einfach krasse, krasse Zahlen für 'ne Brand, die bis Ende letzten Jahres alles organisch gemacht hat. Das heißt, da war kein Ad Spend. Mittlerweile machen wir das auch, aber das hat andere Hintergründe. Aber trotzdem, in den letzten zwei Jahren haben wir alles organisch aufgebaut. (hörbares Einatmen) Einfach unfassbar krasse Ergebnisse, die wir da erzielen konnten. (hörbares Einatmen) Und das Gleiche hat sich auch widergespiegelt aufm Thema, äh, auf dem sozialen Medium Instagram. Auch da sind wir gleichermaßen durch TikTok mitgewachsen (hörbares Einatmen) und konnten unsere Zielgruppe rüberziehen (hörbares Einatmen) und den Content konnten wir da eben anpassen, haben jetzt hier mehr auf Community gesetzt, (hörbares Einatmen) auf Informationen, die wir verteilt haben und eben bei TikTok mehr Comedy-Themen, Employer Branding, das Produkt vorgestellt auf 'ner Art-- auf 'ne witzige Art und Weise. Also so konnten wir dann für unsere beiden Channel so 'n bisschen unser unser Streckenpferd finden, wie wir da auch eben berichten an unsere Community. (hörbares Einatmen) Gleichermaßen haben wir dann auch, äh, über die letzten zwei Jahre dann gemerkt, das kann man auch verknüpfen eben und wenn man hypen will, braucht man halt eben Neuigkeiten. Das haben wir gemacht (hörbares Einatmen) mit Limited Edition. Das funktioniert bei uns super. (hörbares Einatmen) Die Community, die craved förmlich nach unseren Limited Editions. Wir haben jetzt hier zum Beispiel (hörbares Einatmen) im April letzten Jahres unsere erste Limited rausgebracht, die Top Secret Sorte. (hörbares Einatmen) Ja, da haben wir's wirklich geschafft sogar, dass wir nicht mal hinten (hörbares Einatmen) ausloben mussten, was drin ist. Das heißt, die Leute haben den Kekse gekauft, wussten nicht, was es war. (hörbares Einatmen) Am Ende war's Bubblegum-Geschmack. (hörbares Einatmen) Ja, es hat allen super gefallen, also wirklich (hörbares Einatmen) 'ne Megaflut an, an positivem Feedback, was da auf uns zurückkam. Wir haben Influencer, ähm, Koops gemacht mit Knossi zum Beispiel, um in neue Zielgruppen vorzustoßen, (hörbares Einatmen) im Gaming-Sektor und eben auch Twitch (hörbares Einatmen) und haben das dann alles damit verknüpft und das dann immer wieder auf TikTok ausgespielt. (Lippenschmatzen) Haben an unserem Content gearbeitet, haben den professionalisiert, wo wir damals zum Beispiel nur Informationen ausgegeben haben, wo es uns gibt,Im Supermarkt, in welchem Supermarkt, an welcher Stelle im Supermarkt, haben wir dann jetzt angefangen, eben unseren eigenen Content zu erschaffen, mit Comedy, mit Dingen, die die Marke einfach sympathisch machen, weil wir auch die Nähe zur Community halten wollten. Wir haben weiter Influencer-Koops gemacht. Das funktioniert nach wie vor, vor allen Dingen natürlich über unsere Blogger-Pakete, wie wir sie nennen, die dann eben immer zum Start von einer neuen Sorte nur eine handvoll, äh, erlesene Blogger bekommen und dann eben nach und nach über die nächsten Wochen dann auch der Rest. Und, ähm, das funktioniert super, weil die auch eben alle noch Bock haben, unsere Pakete zu bekommen, das auch umsonst machen. Und das ist natürlich ein Privileg. Da freue ich mich sehr drüber, weil sie sich eben auf diese Boxen freuen, was da nun jetzt drin ist, welche Sorte und weil sie auch wissen, dass sie damit eben hypen können. Ja, das ist ja auch eine Win-win-Situation, wenn die das Produkt zahlen. Die können ja nicht nur bezahlte Koops machen. Sie müssen ja auch nun mal manchmal Dinge machen, die die Comm-- oder die die Community wirklich interessieren, ja, und wo es einfach authentisch rüberkommt. Hier sieht man das noch mal, unsere Blogger-Koops. Also es ist wirklich 'n fantastischer Pack Shot immer. Die machen meistens 'n Unpackaging-Szene, probieren das Ganze noch, geben ihre Wertung ab. Wir, wir briefen da auch nie jemanden. Wenn irgendwas jemandem scheiße schmeckt, dann sagt er's ruhig. Geben wir auch so weiter. Wir sind da total ehrlich und wir vertrauen da in unsere Produkte. Hatten wir auch schon gehabt. Mein Gott, dann ist das halt eben so, dann schmeckt Erdnussbutter irgendwem nicht. Dann schmeckt ihr eben die andere Sorte und das bringen die dann sehr authentisch immer rüber. Ja, das Fazit von dem ganzen Thema ist im Prinzip, es war die richtige Plattform zum richtigen Zeitpunkt und wir hatten einfach genau das richtige Produkt. Also es war nun mal eben ein Produkt, was für die Zielgruppe sehr geeignet war, weil's A total cool aussieht, äh, B eben auch irgendwie preislich so attraktiv ist, dass man sich das auch als, ja, kleiner Stetz kaufen kann. Und, ähm, wir haben was Neues dazugelernt, und zwar, dass wir, ähm, einfach keine Ahnung hatten, was unsere Zielgruppe war und das hat uns TikTok beigebracht. Wir haben 'n extrem Umsatzwachstum erleben dürfen im Jahr 2020, ähm, wirklich, ähm, haben 'n zehnfachen Umsatz gemacht auf einmal, ähm, konnten das im letzten Jahr auch halten, was sehr wichtig für uns war, weil ohne Hype das Ganze zu halten erst mal und auszubauen, das war schon schwer genug, ne, bei so 'ner Steigerung, weil wer erlebt das schon? Ja, und von dort haben wir dann uns im letzten Jahr dann wirklich dann aus diesem Jahr 2020, was extrem spannend war und übrigens haben wir das auch für beide Marken so durchgezogen. Das Gleiche hat ja bei Omotschi noch mal so funktioniert, sogar noch krasser, äh, dass wir sogar die Konkurrenz noch mit berühmt gemacht haben. Aber 2021 war dann unser Jahr, wo wir dann von diesem Hype in 'ne Art Love Brand umgewandelt wurden. Und, ähm, ja, das haben wir daran gemerkt, dass unsere Produkte immer noch gut und gerne gekauft wurden. Natürlich nicht mehr wie zu Hype-Phasen, das ist ganz normal, aber wir hatten 'n schönen Steady State. Wir konnten unser Team ausbauen. Ich hab's ja eben gesagt, wir sind jetzt um die fünfundzwanzig Leute. Wir haben alles weiterhin In-House geplant und auch gemacht. Wir haben keine Agenturen dafür, äh, genommen, die uns da irgendwie Konzepte für Social Media oder so was machen. Das machen wir alles wirklich In-House und wir mussten keine Feuer mehr löschen, sondern wir konnten uns auf die spannenden Projekte konzentrieren. Und das war wirklich schön und das planen wir auch für dieses Jahr im Prinzip und wollen da auch weiter wachsen in die Richtung, wollen unsere Produkte ausbauen, wollen da irgendwie nicht nur neue Sorten machen, sondern auch diversifizieren mit neuen spannenden Produkten unter oder innerhalb der Brands, ähm, in verschiedenen Projekten. Es macht einfach nach wie vor Spaß, auch das Wachstum zu beobachten. Ja, und das Ganze, äh, da hoffen wir einfach drauf, dass es genauso schön weitergehen darf, denn es ist wirklich 'ne fantastische Geschichte, die wir da erleben durften in den letzten zwei, drei Jahre. Ja, und by the way, wir sind dann schon wieder umgezogen, ja. Damit möchte ich mich auch hier bedanken für die Aufmerksamkeit. Hat mir sehr viel Spaß gemacht, euch 'n bisschen über uns zu erzählen. Wir sind jetzt aktuell auf tausendzweihundert Quadratmeter. Ich glaub, das kann sich sehen lassen für 'ne Firma, die es seit dreieinhalb Jahren gibt. Und wir geben weiter richtig Gas, um ja alle da draußen, die Fans von uns sind, weiterhin zu begeistern. (Suchte der zweite Sprecher nach Fragen im Vorfeld.) So, ich höre noch nix. (Suchte den zweiten Teil der Frage nach.) So, jetzt dürft ihr's mir hören. Ja, wunderbar. Ähm, ja, vielen Dank, Marc, erst mal für diese, für diese coole Story, äh, diese Gesundheits-Story und Chapeau, dass ihr dieses, äh, wahnsinnige Wachstum so schnell hingelegt habt. Und ich hoffe, dass sie über tausend Quadratmeter jetzt 'n bisschen länger halten als, äh- als die Male zuvor. Marc, wir haben natürlich 'n paar Fragen, ähm, und die würde ich gerne einmal kurz mit dir in den nächsten zehn Minuten, wenn das für dich passend ist, durchgehen, weil das natürlich 'n superspannendes Thema auch für unsere Community gewesen ist. Du hast jetzt gerade ganz, ganz viel über TikTok auch gesprochen, ähm, dass TikTok für euch superstark skaliert hat. Du hast, ähm, gleichermaßen auch über Instagram gesprochen. Habt ihr darüber hinaus, und das werdet ihr mit Sicherheit, ähm, getan haben oder tut es immer noch, ähm, auch andere soziale Medien adressiert? Ähm, wie stehst du zu Snapchat? Wie stehst du zu Pinterest? Oder sagst du: „Ja, das machen wir schon, aber richtig skalieren tun eigentlich nur TikTok und Instagram für uns." Ja, das ist 'ne spannende Frage, die habe ich tatsächlich so noch nie gestellt bekommen im, im Vortrag. Ähm, es ist ganz einfach. Wir reden natürlich immer über das oder wir reden alle immer über das, was besonders hervorzuheben ist und was besonders gut läuft. TikTok war natürlich für uns-- wir waren die allererste Brand, die das so gemacht hat, einfach in Deutschland, so, ne, vor allen Dingen als Start-up. Und deswegen reden da auch alle drüber. Aber, und das ist der entscheidende Punkt, wir haben natürlich auch andere Sachen ausprobiert. Wir haben Pinterest ausprobiert. Das klappt dann zum Beispiel eher beim Thema Mochi, vor allen Dingen für Ads, weil das super günstig ist. Wir haben Snapchat ausprobiert. Das klappt wunderbar für uns. Rede ich gar nicht so oft drüber, weil es sehr volatil ist. Ja, das kann man gar nicht so skalieren wie TikTok und selbst TikTok ist ja so 'n bisschen Glaskugel. Aber Snapchat ist ja noch mal ganz, ganz anders, weil wir können Videos einfach recyceln von TikTok mit wenig Aufwand und spielen die auf Snapchat aus. Manchmal haben wir Wochen, da haben wir mit nichts einfach drei, vierhunderttausend Views, worüber wir uns sehr freuen. Und dann gibt es auch Wochen, da haben wir dann dreihundert Views. Deswegen ist das für uns nicht so wichtig. Das Schöne daran ist, wie gesagt, das Recycle oder die Recycle-Möglichkeit, dass wir da wirklich nur einen Klick brauchen und dann ist das Thema online. Und das Gleiche machen wir auch mit YouTube Shorts natürlich.Und mit vielen, vielen anderen Sachen, ähm, die wir immer wieder auf dem Schirm haben, wo wir uns einfach ausprobieren, weil es gibt eine Regel, die hat mir mal jemand gesagt, der schon ein bisschen länger im Game ist: „First mover takes it all." Ja, ja, absolu-- absolut okay. Das heißt, ihr habt schon ein bisschen herumexperimentiert und, äh, für euch funktionieren aber tatsächlich TikTok und Instagram zumindest in der Prognostizierbarkeit offenbar am besten. Ja, es ist eben nicht so volatil, wie du es dargestellt hast. Ja, genau. Also, das habe ich auch gerade eben schon angesprochen. Äh, wir fangen jetzt auch an mit Ads, weil natürlich die Flut an Creatorn und Brands, die sich aktuell eben auf TikTok so tummeln, das führt einfach dazu, dass du als Brand eben nicht mehr die Einzige bist auf der For You Page. Und das, äh, ja, rasiert natürlich deine, deine, äh, Zuschauerzahlen aufs Minimum runter und deswegen musst du irgendwann mit Ads anfangen. Aber eben aktuell nur zu Awareness-Zwecken, weil unsere Videos auch so ganz gut laufen nach wie vor. Ja. Ähm, Marc, ich finde ja die, die Strategie, wie ihr sie vor zwei Jahren, äh, gewählt habt oder, ähm, ja doch vor zwei Jahren gewählt habt mit euren Influencern, sehr, sehr smart mit diesen Paketen, die ihr dann rausgesendet habt. Du hast interessanterweise gesagt, dass das heute so in der Form wahrscheinlich nicht mehr funktionieren würde. Ähm, wenn du heute Cookie Bros gründen würdest, ja, glaubst du, dass du mit der Strategie heute gegenüber Influencern ähnlich einen Erfolg haben würdest? Und wenn nein, was müsstest du an der Strategie ändern? Also ich glaube nicht, weil das Thema TikTok sich einfach extrem verändert hat. Man zahlt mittlerweile für ein TikTok, was so die eine Million Views hat, achtausend Euro. Äh, also warum sollen die es noch umsonst machen? Du wirst mit Sicherheit den einen oder anderen kriegen, aber ich meine, wir hatten damals einfach die Top-Influencer auf TikTok, die für uns alle Werbung gemacht haben. Und das sind Leute, da kriegst du jetzt vielleicht noch heute so Leute mit hunderttausend Views, äh, hunderttausend Followern, aber das sind die Anfänger und, ähm, die brauchst du nicht. Du brauchst die Großen. Deswegen hätte ich gesagt, entweder hätte ich mir eine andere Plattform gesucht, ja, irgendwas, was vielleicht noch gerade am Kommen ist oder was ich im Auge behalten hätte, eine andere Community, wo ich rein könnte oder eben einfach bezahlt. Also da muss man einfach in den sauberen Apfel beißen. Da muss man noch mal eine Finanzierungsrunde schmeißen und dann kann man auch die Influencer bezahlen. Mhm. Mhm. Verstehe. Zwei Fragen haben wir noch, Marc. Ähm, du hast ja so, so ein Stück weit eure Gründerstory auch erzählt und dass ihr, ich sage einfach mal so, auch viel durch Dreck gerobbt seid. Ja, also ihr habt ja auch eine sehr, sehr harte Phase hinter euch und immer mal wieder phasenweise sehr, sehr viel arbeiten müssen. Ähm, wie wichtig war, war, war der Channel-Vertrieb? Weil wir erleben immer wieder auch Start-ups, mit denen wir in den Gesprächen sind, auch hier bei der OMKB, die am Ende des Tages sagen: „Ja, wir, wir haben, wir haben eine coole Idee, wir haben auch eine geile Technologie, aber vertrieblich sind wir einfach nicht gut aufgestellt." Und ich habe bei deinem Vortrag vernehmen können, du hast Vertrieb gar nicht so stark gespürt in deinem Vortrag, aber ich würde einfach mal die Hypothese aufstellen: Ihr seid auch einfach sehr, sehr gut gewesen am Anfang im Verkauf, weil ihr habt ja innerhalb kürzester Zeit fünfzig Supermärkte am Start gehabt. Dann seid ihr ja sehr, sehr rasant und schnell hochskaliert. Und, ähm, am Anfang habt ihr ja nicht diesen, diesen coolen Move, wie ich ihn finde, (lacht leise) mit, mit dem Beipackzettel an die, an die Kinder da, da rausgesendet. Also wie wichtig war das Thema Vertrieb für dich, äh, rückwirkend betrachtet? Warst du systemkritisch? Absolut. Also gar keine Frage. Ähm, das sieht man auch noch bei ganz vielen anderen Unternehmen, die jetzt gar nicht so stark auf Social Media sind, wie zum Beispiel die Firma Veganes, wenn ich sie mal nennen darf. Die haben unfassbaren, krassen Vertrieb. Das sind Themen, die rücken immer weiter in den Vordergrund. Für uns war es auf jeden Fall, äh, systemkritisch, denn hätten wir am Anfang nicht schon die Erfahrungen sammeln können und so schnell die, ähm, Filialleiter von uns überzeugen können, hätten wir auch später nicht so viel verkaufen können. Also das ist ganz logisch. Nur die, ähm, der, der entscheidende Unterschied war, durch das Marketing, was wir dann später mit unserem Move einfach so auf ein neues Level gehoben haben, haben wir auch gleichermaßen den Vertrieb mit angeschubst. Denn es war ja gar nicht mehr nötig, dass wir Vertrieb machen, weil wir in einer vollkommen neuen Position waren. Denn, also die Supermärkte kamen auf uns zu und wollten uns haben und das ist ja normalerweise genau andersherum. Das heißt, wir waren da wirklich in einer glücklichen Situation, aber auch das mussten wir lernen in den letzten zwei Jahren. Wenn man dann erstmal raus ist aus diesem ganzen Hype, aus dieser Hypeblase und man ist dann oder man wird so eine Laufbahn, dann muss man natürlich auch wieder Vertrieb machen. Da geht es dann gar nicht mehr so um das Thema Distribution, weil da sind wir überall. Da geht es dann eher um so Themen wie Facing, Placing, also auch wo du stehst. Weil es ist ja ganz klar, wenn du irgendwie eine, mehr Meter hast im Regal, jetzt gerade im Supermarkt, dann wirst du auch mehr gekauft, weil die Leute dich mehr sehen. Und das ist auch was, da mussten wir jetzt auch noch mal tief in die Tasche, äh, greifen, um dann eben auch einen Außendienst aufzubauen, der sich um so welche Themen kümmert. Und deswegen, das, das greift ineinander. Das ist wie mit einer Uhr. Da ohne das eine Rädchen geht das andere nicht. Jetzt hatten wir 2020 dieses tolle Marketing-Jahr und jetzt müssen wir halt mehr über Vertrieb machen. Und das funktioniert aber auch alles ganz gut. Und, ähm, ja, da stehen wir jedes Mal wieder vor einer neuen Herausforderung. Da freuen wir uns aber auch drauf. Sehr gut. Letzte Frage, Marc, sei mir noch gestattet: Direct, äh, Direct to Consumer. Ähm, wie steht ihr zu dem Thema? Also ganz einfach zu beantworten: Unsere Produkte sind eigentlich nicht dafür geeignet. Weil sie eigentlich nicht dafür geeignet sind, war uns besonders wichtig, erst mal in die Märkte reinzustoßen, da uns irgendwie bereit zu machen, sodass die Leute nach vier Jahren sagen: „Okay, Cookie Bro und Motschi, die sind gesetzt. Das ist jetzt keine Eintagsfliege, die behalten wir, auch wenn es mal nicht so gut laufen sollte, whatever." Jetzt aber, nach vier Jahren, haben wir uns dazu entschlossen, dass wir, ähm, ja, einen Online-Shop aufbauen und der wird jetzt auch ende ersten Quartales wird der jetzt gelauncht. Und da, ähm, sind wir mittlerweile so weit, dass wir glauben, da können wir noch mal richtig was mit ankurbeln, weil es gibt ja unfassbar viele Leute da draußen, die wohnen irgendwo auf einem Land, wo es uns vielleicht noch nicht gibt und die können uns dann auch bestellen. Und wir haben auch nicht die Angst, dass sich das gegenseitig kann balisiert. Ganz im Gegenteil. Also wir geben da jetzt richtig Gas und, ähm, wollen da eben auch mit diesen gekühlten Produkten irgendwie wieder was Neues schaffen. Haben da schon ganz tolle Ideen, wie wir da wieder so einen First-Mover-Move eben machen können. Da könnt ihr auf jeden Fall mal gespannt sein. Ich selber bin es auf jeden Fall. Man weiß ja nie, ob es funktioniert. (lacht) Das ist so.Cool, Marc. Coole Story. Ich bin sehr optimistisch, dass euch der Move in das E-Commerce-Segment auch sehr, sehr gelingen wird und dass wir uns dann hoffentlich in naher Zukunft hier bei der OMKB über euren E-Commerce-Erfolg austauschen dürfen. Cool. Ja, würde mich sehr freuen. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Grüße gehen raus. Viele Grüße. Danke schön. Danke dir nach Köln. So, liebe OMKB-Audienz. Das war jetzt der offizielle Part und jetzt gebe ich ab an meinen Moderator-Kollegin, den lieben Mario. Danke, Schab. Du hast es richtig gesagt: Wir sind am Ende des ersten Tages der UMKB. Ich habe gerade mal auf die Uhr geschaut. Es ist jetzt kurz nach sechs. Das heißt, knapp zehn Stunden Livestreaming liegen hinter uns und ich finde, wir haben einen ganz spannenden, abwechslungsreichen Tag hinter uns gebracht mit einer hohen Anzahl an unterschiedlichen Themen hier bei uns auf der Mainstage oder auch drüben auf der Session-Session-Stage. Und wir sind echt happy, wie der Tag heute gelaufen ist. Das kann ich nicht anders sagen. Das Beste aber am heutigen Tag ist, es heißt Halbzeit. Das heißt, wir gehen jetzt in die verdiente Pause, in die Halbzeitpause und freuen uns, dass wir dann am morgigen Tag noch einmal mit hoffentlich euch allen weiter durchstarten können. Denn auch das Programm morgen ist tatsächlich pickepackevoll. Auch dort haben wir uns wieder vorgenommen, entsprechend euch Mehrwerte zu liefern aus der Welt des digitalen Marketing, aus Start-up-Geschichten heraus, unsere Partner zu Wort kommen zu lassen und natürlich einfach spannende Stories und Best Cases euch näherzubringen. Wir haben beispielsweise morgen Lidl, die Digital am Start oder Otto wird da sein. Meta, also Facebook ist mit an Bord. Dann haben wir TikTok entsprechend mit dabei und auch die Kolleginnen und Kollegen von RTL2. Also wenn ich so auf das Programm schaue, dann freue ich mich tatsächlich so richtig auf den morgigen Tag. Ich danke euch allen für eure Teilnahme heute. Wünsche euch einen schönen, einen entspannten Feierabend. Vielleicht macht ihr es so wie ich. Ich schaue mir heute eine Partie Fußball an. Das ist ja auch DFB-Pokal, FC Sankt Pauli heute gegen Borussia Dortmund wird mein Match sein heute Abend und erhole euch gut, verdaut die aktuellen Insights, die ihr von uns heute bekommen habt. Und wir sagen ganz lieben Dank für eure Teilnahme. Tschüss. Schöne Grüße hier aus Berlin und wir sehen uns morgen in alter Frische. Bis dahin, ciao, euer Mario und natürlich auch Shahab. Tschüss. Macht's gut. Tschüss. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao.

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Beschreibung

Mark Mühürcüoglu gibt dir Einblicke in das Erfolgsunternehmen SD Sugar Daddies. SD Sugar Daddies hat erfolgreich den Keksteig zum Löffeln (CookieBros) und die Trend Ice-Cream (O-Mochi) auf den Markt gebracht. Die Company nutzt u.a. den Kurzvideo Channel TikTok zur Vermarktung ihrer Produkte. Hier gibt dir Mark Inspiration, wie auch du diesen Channel erfolgreich nutzen kannst.

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