Dann würde ich vorschlagen, tatsächlich legen wir direkt los. Es ist 16 Uhr. Ich dachte, wir fangen vielleicht mit einem kurzen Intro an. Tatsächlich, dass ihr kurz sagt, wer ihr seid, bei wem ihr arbeitet und was eure Aufgabe ist. Denise, magst du anfangen direkt? Sehr, sehr gerne. Also mein Name ist Denise Eiholzer. Ich arbeite bei der Canon Schweiz, wie man auch hören kann vom Akzent her, nicht typisch deutscher Dialekt. Und ich bin aktuell in der Tätigkeit dort im Channel Marketing zuständig, im Bereich B2B. Okay, danke schön. Manuel, sagst du jetzt mal Worte zu dir? Ja, hallo zusammen. Mein Name ist Manuel Conze. Ich komme aus der Ergogroup und bin dort im Bereich Online-Service für die regionalen Online-Marketing-Maßnahmen der Vertriebspartner innen zuständig. Das heißt, es geht die Vermarktung bis hin zu den Online-Kampagnen in Google, Facebook und Instagram beispielsweise. Und ja, das zu meiner Person sollte reichen an dieser Stelle. Danke schön. Matthias, magst du noch zwei Worte zu dir sagen? Genau. Sehr gerne. Matthias Lange, einer der zwei Gründer von Localizer. Unsere Company will dem einzelnen Standort, dem lokalen Geschäft ermöglichen, online aktiv zu werden, lokales Online-Marketing zu betreiben. Und wir arbeiten seit mehreren Jahren mit dem Manuel und der lieben Denise zusammen und ich glaube, es wird eine ganz interessante Runde heute, was wir so an Erfahrung gesammelt haben in den letzten Monaten und Jahren und was so in der Praxis gerade passiert. Ich freue mich drauf. Super. Danke soweit, Matthias. Genau, vielleicht noch zwei Worte zu mir. Mein Name ist Ingo Frank. Ich bin Geschäftsführer der Effisma Group. Das ist eine kleine spezialisierte Beratung mit Sitz in Stuttgart. Auch wir beschäftigen uns vor allem mit Vertrieb und Marketing. Unser Home Turf ist allerdings im Wesentlichen die Automobilindustrie, dort die Händler und die Handelsstrukturen. Und ich habe sozusagen den Job, hier heute diesen Roundtable zu moderieren. Der Matthias sagte das Thema schon tatsächlich, wir wollen uns ein bisschen mit dem Thema beschäftigen, wie sich eben Corona-Times auf den lokalen Absatz ausgewirkt hat, was man getan hat, was die Erfahrungswerte sind. Gab es da verändertes Verkäuferverhalten? Wie wurde darauf reagiert? Das ist so ein bisschen der Dreh-und-Handel-Punkt. Manuel, fange ich bei dir vielleicht mal an. Ja, sehr gerne. Du hast gesagt, euer Vertrieb ist ja im wesentlichen tatsächlich über selbstständige Versicherungsagenten organisiert. Die leben von ihren persönlichen Kontakten und einfach auch im lokalen Markt. Wie haben die auf diese Situation reagiert, das jetzt einfach mal vorbeikommen und treffen, nicht mehr so leicht möglich war? Ja, das hast du eigentlich sehr gut zusammengefasst. Also das ist tatsächlich so, jeder kennt es ja auch bei uns aus dem Persönlichen. Jeder hat schon mal die Aussage gehört, mehr oder weniger „Ja, ich bin bei der Agentur Schmitz & Müller „Ich bin bei der „Schmitz & Müller Straße versichert und die Marke, die dahinter steht, ist oft gar nicht so bekannt. Insofern ist es natürlich ein sehr traditionelles, sehr lokales Vertrieb, ein sehr lokales Vertriebsgeschehen. Und deshalb ist es natürlich auch sehr wichtig, dass auch in Zeiten der Pandemie da lokal wirklich die sehr gut sichtbar sind an der Stelle. Und deshalb war es natürlich auch eine besondere Herausforderung für unsere Vertriebspartner:innen und das haben wir aber wirklich zusammen mit den Vertriebspartnern auch sehr gut gelöst. Die Vertriebspartner haben das sehr gut angenommen, haben sehr flexibel reagiert und konnten dementsprechend auch diese Zeit für sich gut meistern an der Stelle. Also zugute kam uns an der Stelle auch, dass er vor der Pandemie nennenswert in Digitalisierung investiert hat und damit das Geschäftsmodell des hybriden Kunden aufbereitet hat. Das heißt, bei Ergo sind alle Produkte gleichermaßen mehr oder weniger online und offline verfügbar und die Kontaktmöglichkeiten, also das Thema Telefon, E-Mail, Chat, Internet ist bei uns in besonderer Weise verzahnt. Deshalb waren natürlich auch unsere Vertriebspartner, die alle eine eigene Homepage haben, auch an unseren Maßnahmen, die wir in der Pandemie wahrgenommen haben und für sie aufgebaut haben, sehr interessiert. Und das nicht nur bei den online affinen Menschen, sondern auch eben flächendeckend, auch bei denen, die da bisher vielleicht noch nicht so die Notwendigkeit gesehen haben. Das heißt, es wurde auch gut angenommen von der Kundschaft, die sich eben auf diese Situation eingestellt hat und dankbar war, dass Kanäle da waren. Ja, ganz genau. Angenommen, unsere Kundinnen und Kunden waren hier eben gleichermaßen unterwegs und haben eben dementsprechend auch über die entsprechenden lokalen Maßnahmen, die wir online vorgenommen haben, dann Kontakt zu den Vertriebspartnern aufgenommen und auch die Angebote, die die Partner dann auf digitalem Wege für die Kundinnen gemacht haben oder Kunden, sind dann dementsprechend auch zum Teil fast schon selbstverständlich angenommen worden. Okay, super. Denise, wie ist bei euch die Struktur eurer Vertriebspartner im B2B-Bereich? Wie muss ich mir das vorstellen? Sind das kleinere, größere? Wie seid ihr da unterwegs? Also tatsächlich haben wir ganz verschiedene Partner. Wir haben einerseits klassisch die Vertriebs-und Distributionspartner. Dann haben wir andererseits neu auch die innovativen Technologiepartner, die uns auch natürlich jetzt helfen in dieser Digitalisierung, dass wir fit bleiben, weil wir sind ja in dem Bereich Druckerlösungen. Druckerlösungen ist vielleicht jetzt nicht das Wort, was man mit Digitalisierung und online als erstes verbindet, aber das ist tatsächlich, was wir tun. Und auch jetzt mit unseren Dokumentenmanagement-Lösungen, die wir jetzt vorantreiben und mehr Werbung machen.Ähm, ja, sind wir definitiv, machen wir die Kunden und unsere Partner fitter damit, ja. Wie hat sich denn für eure Vertriebspartner das Kundenverhalten in diesen Zeiten verändert? War das spürbar und deutlich? Ja, definitiv. Also ich kann nur, äh, Manuel zustimmen. Auch unsere Partner waren ja eher, würde ich mal sagen, offline eher unterwegs. Eben auch Canon drucken. Ähm, genau. Und jetzt haben quasi die Kunden dort auch, ähm, haben auch umgestellt mehr auf hybrides Arbeiten und wir haben in dieser Zeit gesehen, dass wir mehr, ein kleiner Drucker verkauft haben, weil die Kunden natürlich mehr kleine Drucker benötigt haben, im, also zu Hause. Und sie haben dann gleichzeitig, gut das Drucken ist das eine, aber das andere, man muss ja dann sicherstellen, dass eben dieses Dokumentenmanagement, die Lösung, dass es dann sichergestellt wird, dass dann jeder weiß, ah, dieses Dokument X ist dort abgelegt, ähm, ich unterschreibe und dass dann auch diese Abläufe sichergestellt sind. Und ja, Canon kann das, aber eben, das ist dann auch eine andere, ein anderes Offering, was quasi der Partner oder wir an die Kunden machen müssen. Ja, oder was mehr gefragt wird. Und wie, wie habt ihr eure Vertriebspartner, äh, unterstützt, dass nicht sozusagen in Digitalzeiten und online der Ran auf die ganz großen Kanäle, äh, sind, wo eben natürlich auch vieles verfügbar ist und zu finden ist, dass die da nicht untergehen im, im, im Wettbewerb oder in der Wahrnehmung? Ja, wir haben sie-- Also, man muss so sehen, wir haben einerseits die Partner, die, die selber sehr aktiv sind in den Aktivitäten, die sie selber planen. Ähm, einige haben tatsächlich genutzt, äh, die Zeit, um ihre Webseiten zu aktualisieren, weil in der Schweiz läuft ja doch auch einiges noch über, ich kenne den und den. Und da hat man dann wirklich mehr auf Online-Verstärkung dann auch gesetzt, mit Online-Webinaren, mit eben Webseiten, mit E-Mail-Marketing und eben auch Google Ads. Und wir seit Canon wollten natürlich auch unsere Partner unterstützen und wir haben einen guten Partner gesucht. Mit Localizer, ähm, haben wir einen gefunden und das ist jetzt nicht einfach hier um Promo, sondern wir sind wirklich sehr zufrieden, weil wir eine gute Zusammenarbeit haben und eigentlich, ja, wir wirklich bei jeder Kampagne wir fest-- sattelfester werden und wir auch Kundenfeedbacks bekommen, auch von dem Partner und jede Kampagne wird besser und die Leads und die Views, es wird alles eigentlich besser. Nee, das klingt interessant. Lass uns da gerne noch mal, noch mal einsteigen, weil ich kenn's aus meiner Branche, für den Marketingverantwortlichen eines großen Automobilherstellers ist es eigentlich ein Albtraum, wenn die Händler anfangen, Marketing zu machen, ja. Ähm, weil dann vermutlich die Dinge nicht so sind, wie sie es gerne hätten. Äh, vielleicht kannst du darüber noch irgendwie ein, zwei Worte verlieren, wie du das wahrnimmst und wie ihr das gemacht habt. Ja, tatsächlich, äh, Canon lebt, äh, vom den indirekten Kanal. Also unsere Partner sind tatsächlich sehr wertvoll. Also wir, äh, wir, wir, ähm, brauchen unsere Partner und sie machen das eigentlich die auch sehr gut und die meisten haben auch eine dedizierte Marketingperson, die das dann auch wirklich professionell vorantreiben kann. Und wir machen's ja eigentlich auch immer in Abstimmung, sodass man auch sicherstellen kann, dass es dann für beide Seiten stimmig ist und dort ist auch eine gute Zusammenarbeit. Ähm, ja, nein, das passt schon. Definitiv. Okay, danke. Danke dafür. Vielleicht ähnliche Frage in deine Richtung, Manuel. Ähm, wie, wie habt ihr das koordiniert, dass, dass eben vielleicht mit einheitlichen Botschaften und Kampagnen, äh die dann eben zum Thema und zur Zeit passend gearbeitet wird. Wie habt ihr da eure, eure Vertriebspartner oder eure Agenten angesteuert? Ja, wir haben gerade zu Beginn also auch auf Schulungsmaßnahmen gesetzt und haben da wirklich auch in, in vielen Tagen in mehreren parallelen Sessions auch wirklich, äh, flächendeckend den Vertrieb geschult an der Stelle. Im Zusammenhang dann den Vertriebspartnern auch wirklich, ähm, abgestimmte Online-Kampagnen zur Verfügung gestellt. Und das also mal als Beispiel. Wir haben dann eine Imagekampagne konzipiert, die eben über das Tool von Localizer zur Verfügung gestellt wurde und der Vertriebspartner dann vierundzwanzig sieben also wirklich jederzeit, äh, buchen konnte und dann auch unter bestimmten Voraussetzungen von uns einen, sage ich mal, Zuschuss, einen finanziellen Zuschuss, der auf eigene Rechnung macht, der dann auch automatisiert abgerechnet wurde. Das heißt, der Vertriebspartner konnte zentral bereitgestellte, aber individuell in seinem Namen durchgeführte Kampagnen durchführen. Und das war im ersten Moment eben eine Imagekampagne, eben diese besondere Expertise des regionalen Vertriebspartners herausstellte und in diesem Zusammenhang eben auch alle digitalen Tools entsprechend dann beworben hat an der Stelle. Also beispielsweise der Online-Abschluss, das klassische Lead-Formular oder der, der einfache, äh, Telefonkontakt oder aber auch eben andere Beratungsmöglichkeiten. Okay, das heißt tatsächlich, äh, äh, ihr nutzt es tatsächlich dann eben auch, um in die Budgetverwaltung und Marketingzuschüsse zu leisten und zu sehen, in welche Richtung sie gehen. Sprich, äh, äh, äh, dass da eben auch, äh, äh, ja mit einer gewissen Nachhaltigkeit und vor allem mit gebündelten Kräften kommuniziert wird. Äh, ähm, Denise, macht ihr das auch so? Habt ihr auch Budget für eure Händler, die das dann eben sozusagen einsetzen können? Also tatsächlich machen wir das auch so, ähm, dass wir denn unseren Händlern Kampagnen zur Verfügung stellen oder mit denen das zusammen machen, wie es bei Localizer der Fall war. Und es gibt auch bei uns dediziertes Budget für unsere Partner, dass sie dann auch, äh, Marketingaktivitäten betreiben können, ja. Okay.Gut, tatsächlich, ich hatte in der Krisenzeit ein ähnliches Projekt mit einem ja Volumenhersteller Pkw. Da hatten wir was sehr simples gebaut, weil tatsächlich in der Automobilindustrie gibt es natürlich diese Online Marketing, sage ich mal, Foren oder internen Plattformen, wo die Händler ihre Werbemittel bekommen. Das hat aber eine gewisse Komplexität und das Thema einfach, schnell und simpel ist da, sagen wir mal, etwas weiter entfernt. Wir hätten dann ganz einfache Dinge gemacht, wo man praktisch vom Handy aus Social Media Posts eben konfigurieren kann und personalisieren. Da war nicht das Budget Thema, sondern eben das Ausspielen und die Geschwindigkeit das Thema. Aber Matthias, vielleicht sagst du ein Wort dazu. Wie ist das sichergestellt, dass es einfach ist? Und ich glaube, die Strukturen, jetzt jedenfalls mein Bild von Versicherungsagenten und vielleicht eben auch B2B Partnern im Drucker und Zubehörbereich. Ich glaube nicht, dass da die absoluten Marketingspezialisten sitzen oder vermute ich jetzt mal nicht. Wie stellt ihr sicher, dass das gut ist, einfach ist und dann nicht was Falsches bei rauskommt? Ja, es ist natürlich sehr, sehr großes Mantra bei uns, dass es unkompliziert, schnell und einfach sein muss. Und das ist tatsächlich auch die Erwartungshaltung unserer dazwischen geschalteten Kunden, wie hier Manuel und Denise, mit denen wir da zusammenarbeiten, unseren gemeinsamen dann Kunden zu helfen. Und wie du schon richtig sagst, in der Regel haben die alle möglichen Tätigkeiten zu tun, aber weniger jetzt sich einen Kopf zu machen, wie ich eine Online Marketing Kampagne aufsetze und plane. Und da ist es eben der gemeinsame Vorteil, dass wir halt hier fertige Werbeassets bereitstellen können, die der dann Nutzer, der Agent, der Händler, der Partner vor Ort einfach nur noch nehmen muss, kann sie anpassen in einem überschaubaren Rahmen, den er nachvollziehen kann und muss eigentlich nur drei, vier, fünf Steps machen, seine eigene Kampagne zu buchen. Und wie Manuel sagte, das eben twenty four seven komplett automatisiert und so in dem Rahmen, wie er das machen und verwalten und auch budgetär leisten kann. Ich glaube, das ist ein ganz großer USP und das ist auch was, was hier sehr gut angenommen wurde und was wir auch in dieser Corona Zeit gemerkt haben, ist, dass eigentlich kontinuierlich mehr geworden. Also sowohl die Nutzung als dann auch die Weiterführung durch die Kunden am Ende des Tages, damit man vor Ort. Wir haben ja hier so ein klassisches B2B2C Geschäft, was es nicht ganz unkompliziert macht in der Abstimmung. Aber unser Ziel ist halt vor allen Dingen, dass das zweite B, der Händler vor Ort, der Kunde vor Ort, der Agentur vor Ort, dass der es möglichst einfach hat. Ganz klar. Aber habt ihr es auch gesehen dann tatsächlich in den letzten 24 Monaten, dass eben auch Vertriebspartner, Vertriebsagenten, die da in den Systemen drin waren, die bisher, sage ich mal, Karteileichen waren, dann auch angefangen haben, es sozusagen endlich zu nutzen und über ihren Schatten gesprungen sind? Könnt ihr das feststellen und nachvollziehen, dass sich da was getan hat? Ja, unbedingt. Ganz klar. Also gerade 2020, als das losging, da wurde ja auch von den übergeordneten Organisationen, sei es die Versicherungsagentur, sei es der Hersteller, sei es ein Verband, wer auch immer, da sehr viel getan, eben weiter kommunizieren zu können. Und das wurde dann doch sehr intensiv angenommen, auch von denen, die bisher noch gar nichts gemacht haben. Klar, bei manchen war das so ein bisschen One Hit Wonder, aber ein Großteil ist dann doch dran geblieben und wieder gekommen. Das sehen wir schon. Und im Gegenteil, in der weiteren Entwicklung sind es auch immer mehr geworden, die da aufspringen. Also ich glaube, es gibt nur noch wenige, die denken, dass es komplett ohne online geht. Es gibt sicherlich noch einige, die sich noch nicht ganz trauen und noch nicht so ganz daran wollen oder das noch ein bisschen beiseite schieben, aber den Bedarf, den würde ich sagen, der ist im Markt durchaus, also branchenübergreifend durchaus da. Das verstehen die Leute. Okay. Kamen bei euch jetzt als Anbieter von einer Softwarelösung oder einer Plattform, die das organisiert, dann auch noch mal neue Anforderungen in diesen Zeiten auf euch zu, die auch Weiterentwicklungen getriggert haben oder neue Themen, wo ihr sagt: „Mensch, das ist das nächste große Thema, wo wir ran müssen? Ja, es hat einiges zumindest beschleunigt, sagen wir mal so. Also einerseits sind wir ständig dabei, die Weiterentwicklung der Vermarkter mitzunehmen. Also Google ist da ja immer sehr umtriebig, Facebook natürlich auch mit seinen Tochtern Instagram und Co. Was glaube ich ein sehr spannendes Thema aktuell ist und immer noch weiter wird und das reite ich jetzt schon ein bisschen länger, aber es ist einfach so, ist das Thema Bewegtbildwerbung. Man kann dann zwischen spannende Sachen machen. Klar, es ist immer ein bisschen eher Branding als Performance und das ist natürlich was, wo dann vielleicht ein Business Kunde sagt: „Ja, ich will jetzt eher verkaufen. Was interessiert mich das Branding? Aber wir sehen doch, dass das sehr schnell relativ günstig Reichweiten schafft, die dann nachhaltig sind. Also darauf aufbauend dann Produkte und Services zu verkaufen, funktioniert schon. Und ansonsten ganz klar, Social Media ist immer weiterhin. Also Instagram sowieso. Jetzt muss man ein bisschen schauen, was mit TikTok und Co. Passiert. Das ist natürlich von der Zielgruppe und von der Technik und auch von dem dahinter stehenden Unternehmen nicht ganz einfach, aber da geht der Trend hin und dieses lokale Online Marketing ist immer ein bisschen hinterher, aber greift irgendwann eigentlich alle überregional nationalen Themen auch auf. Also wenn das nachhaltig ist, wird das auch im lokalen Bereich eine Rolle spielen. Ganz sicher. Kann ich durch die Bank bestätigen. In meiner Automobilindustrie war es tatsächlich so, dass es einen riesen Push gab, einfach auf Online Abschlüsse und eben auch diese schwierigen Themen, die halt nicht regulierungsfrei sind, anzugehen, wie eben Leasing und Finanzgeschäft. Da gibt es einfach BaFin Vorgaben, ID Check, Geldwäsche und so weiter. Das waren bisher immer treffliche Ausreden, warum man Dinge eben nicht tut. Es hat dann am Ende des Tages eben die regulierungsfreien Themen gepusht, die man online abschließen kann. Das ist dann eben ein Abo, Subscription oder eine Langzeitmiete. Da bin ich von den Themen erst mal entspannt und entfernt.Ich hatte tatsächlich auch Anfang zwanzig zwanzig Projekte mit den Argumenten von meinen Kontakten auf Kundenseite, die eben sagten, alle, die bei Digitalisierung stören, sind gerade im Homeoffice. Äh, wir können endlich Gas geben. Ähm, also sprich, äh, dieses, dieses Thema „Nutze jede Krise war da, war da auch ein großes, großes Thema und jetzt müssen wir auf jeden Fall einsteigen. Es hat einfach viele Diskussionen abgekürzt aus meiner, also aus meiner Perspektive. Genau, vielleicht irgendwie tatsächlich, ähm, jetzt sind wir sozusagen zwei Jahre weiter. Äh, äh, die Geschichte liegt ein Stück weit hinter uns. Ähm, wenn man sozusagen die Zeit zurückdrehen könnte, was würdet ihr anders machen? Wie würdet ihr anders vielleicht rangehen oder reagieren mit dem Wissen von heute, dass es eben doch ganz schön lange geht und dass es dann aber doch vielleicht irgendwann ein Ende gibt. Ähm, Denise, was, was, was würdest du in der Rückschau sozusagen noch mal, noch mal überdenken oder anders machen? Äh, es ist eine super Frage und ehrlich gesagt, ich würde (kichern) es genauso handhaben, weil mit jeder Kampagne hat man ja wieder was gelernt und optimiert und ich glaube, es wäre schade, wenn man die, also Fehler oder die, die Dinge nicht getan hätte, weil dann würde man es heute nicht wissen. Und es war so, B2B ist speziell, Drucker sowieso und wie kommt man an die Leute? Das mussten wir zusammen rausfinden und, ähm, ich sehe bei jeder Kampagne, dass wir besser werden. Also definitiv machen wir den richtigen Weg, ja, finde ich. Ne, das klingt doch super. Danke. Danke für die Antwort. Äh, äh, Manuel, tatsächlich auch in deine Richtung sozusagen, äh, die, die, die Frage: Was, was, was würdest du anders machen oder genau gleich? Ja, also ich glaube, wir haben vieles einfach erstmal, ähm, gut gemacht, aber natürlich kann man immer besser werden. Und, äh, in der Tat, dass das, was ich jetzt im, im Nachhinein eben mit dem Wissen der, der Länge auch, der, der Pandemie, ähm, äh, verändern würde, wäre, enormen Fundus des intensiven Kontakts mit den Vertriebspartnern und auch das Feedback aus, aus den, den Kundeninteraktionen, ähm, schneller quasi in, in, in Regelprozesse zu, zu bringen, ja. Also, ähm, das heißt eben, diese Erkenntnisse auch, ähm, wieder konsolidiert zurückzuspielen, ähm, an andere Schulungseinheiten oder auch eben an die Vertriebspartner, was sie ... Und das, äh, viel früher. Also es war viel sehr Doc-Maßnahmen auch in der Anfangsphase geprägt und, ähm, das hat dann, sage ich mal, ähm, auch mit den Lockerungen dann ein Stück weit, ähm, dann von der Intensität her abgenommen und das aufrechtzuerhalten, also nicht nachzulassen und digital mit den Partnern zu arbeiten, das ist etwas, was ich sicherlich meinem Augenmerk angehen würde an der Stelle. Ansonsten sagt man allgemein, dass die Pandemie ein, ein Digitalisierungswar. Das ist auch so und, ähm, ich möchte auf die Frage auch von der, äh, Frau Knodel oder der Stephanie Knodel eingehen. Ne, sie sagt hier als Energieversorger, dass es überdenken gab, dass, äh, quasi zu viel digital gemacht wird. Und das, was wir erlebt haben, ist, ähm, es gibt keine älteren Jüngeren mehr. Ne, also, ähm, Kundinnen sind es gewohnt mittlerweile, ähm, mit digitalen Medien zu arbeiten und, ähm, empfinden das auch als viel selbstverständlich und keine Frage von alten jungen Menschen, sondern da ist eine Frage einfach: Was brauche ich jetzt im Moment, um komfortabel Kontakt aufzunehmen? Egal, ob das persönlich, offline, im Büro oder ob das über digitale Wege der Fall ist. Und diese hemmschwellige digital aktiv zu sein, die nimmt immer mehr ab. Ne, also auch die, die Dauer im Netz nimmt immer mehr zu. Es gibt 'n großen Anteil an Menschen, die immer online sind und deshalb, ähm, da wirklich auch die Botschaft, ähm, digital ist extremst wichtig und je eher man da rangeht, umso eher kann man seine Kunden ... Nein, das ist 'n, das ist der richtige Hinweis. Und tatsächlich, also ich, ich kann das nachvollziehen, dass, dass tatsächlich eben diese Situation auch, ähm, Kreativität in der Vertriebsmannschaft hervorgerufen hat und dass dieser Rückkanal und die Ideen und die Best Practices eben dann in geeigneter Weise aufgegriffen (kichern) werden müssen, weil da kommen gute Ideen und tatsächlich, äh, äh, das, das kann eben einfach auch dieses, ja dieses Miteinander und eben, äh, äh, aus der, aus der Fläche für die, für die Fachleute draußen, äh, äh, einfach 'n anderen Charakter der Kampagnen einfach mit sich bringen. Ja, nicht vom Headquarter für die Händler, sondern aus der Fläche für die Vertriebspartner. Matthias, ich würd' die Frage auch dir stellen, sozusagen, ne. (kichern) Was hättest du Anfang zwanzig zwanzig, wenn du es gewusst hättest, anders gemacht? Ähm, ja, also im Prinzip kann ich eigentlich mich dembein nur anschließen. Also ja, man, für uns war es auch, ähm, massiver Push natürlich, ja, weil ja dieses Digitalisierungsthema dann, ähm, für uns war es 'n bisschen mehr ein Gewinnerthema natürlich, Corona, als vielleicht für den einen oder anderen. Ähm, ich glaube, di-- ich muss dem Manuel recht geben, dass, dass die Herausforderung ist und der, der stehen wir immer noch gegenüber: Wie kann ich das verstetigen? Wie kann ich das, was ich da jetzt angefangen hab, wie schaff' ich's jetzt, dass die Leute dranbleiben? Dass die, dass die Kunden sagen: „Okay, ich muss da weitermachen. Ich kann jetzt nicht aufhören, nach dem Motto: „Pandelie ist vorbei, jetzt ist es auch wieder gut. Ich kann mich wieder hinlegen, äh, ist auch alles ziemlich anstrengend, irgendwie 'n Facebook-Profil zu pflegen und über Instagram kommen Anfragen und dann wollen die auch noch mit über WhatsApp mit mir schnet-chatten und habe 'n Online-Terminverplaner und dann rufen die hier an und kommen vorbei und ... Ach, Kunden sind ja auch anstrengend. Ähm, und das, das ist sicherlich so, dass je mehr Kanäle ich bedienen muss, desto komplizierter wird's. Und ich glaub', das ist die Herausforderung, die wir uns auch als Anbieter, äh, stellen müssen oder als Dienstleister: Wie können wir das einfacher machen? Ähm, und das, glaube ich, gilt für fast alle Technologiefirmen da draußen, in welcher Form auch immer, ähm, wo viele daran auch arbeiten, diese berühmte User Experience möglichst schlank und, und, äh, einfach zu, zu handeln, weil die Komplexität nimmt weiter zu, jeden Tag und, ähm-Und dieses Überforderungsgefühl führt dann zur Ablehnung. Und wenn ich dann erstmal da drin bin, dann will ich auch nicht mehr so wirklich damit mich beschäftigen. Und manchmal hat man da nur ein, zwei Versuche bei einem Nutzer und dann ist es halt vorbei. Und Äh da würde ich auch sagen, sind wir weiter dran und das ist auch das, was wir vorantreiben wollen, da jetzt noch besser zu werden. Definitiv. Ne, kann ich, kann ich unterschreiben. Klingt für mich nachvollziehbar, wenn ich mit mit mit Leuten aus meiner Branche Autohandel spreche, äh da, da ist natürlich auch mit der Rückschau äh äh die, die ja die Freude und Erkenntnis, dass sie es weniger hart getroffen hat, als sie es eigentlich dachten. Die haben gerade andere Probleme. Das hat mit Verfügbarkeit von Ware zu tun. Ähm Aber ähm da sagt der eine oder andere, äh wir haben natürlich versucht, äh ein Stück weit Schotten dicht zu machen und Pulver trocken zu halten, weil wir wussten nicht, wie weit es trägt. Und eigentlich hätte man schneller und nachhaltiger in diese Investitionen einsteigen müssen für Digitalisierung und für die neue Zeit, weil das ist das neue Normal und so richtig zurück wollen viele auch nicht, weil sie halt auch den Komfort jetzt gewohnt sind und sagen, nur weil ich mit irgendwie über einen Vertrag verhandle oder irgendeuen Papiere austauschen muss oder was angucken muss, da fahre ich doch nicht irgendwie durch die Gegend und hocke mich irgendwo ins Büro, wenn ich das ganz bequem irgendwie vom Tisch machen kann. Erstens und zweitens, äh wir stellen fest, dass die Verfügbarkeit für Termine einfach entspannter ist, weil die Leute eben sagen, ich mache es halt aus dem Büro oder ich mache es von zu Hause. Äh Das kriegen wir auch so hin, da muss ich jetzt nicht durch die Gegend fahren. Also da ist schon äh die Vorteile sind schon deutlich sichtbar, aber ich würde es auch noch mal ins Plenum einfach wir sind so gut wie durch äh einmal den Aufruf geben. Gibt es Fragen von von von euch, von Ihnen an die die Damen und Herren jetzt hier am Roundtable auf der Bühne? If so gerne kurz reintippen, Stichwort, dann können wir da gerne noch äh kurz drauf eingehen, wenn ihr mögt. Ja, ich glaube, was äh aus meiner Sicht noch ein Punkt ist, wenn wir wir kriegen ja sehr viele unterschiedliche ähm Teilnehmer mit, also wirklich vom Autohaus, das mal mehr groß ist, mehr klein, Verkäufer, den Elektronikfachhandel, den Retailer, wie auch immer. Ähm Ich glaube, die, die wirklich erfolgreich sind, was alle eint, ist so ein bisschen dieser dieser Servicegedanke. Und manchmal habe ich in Deutschland noch das Gefühl, dass der nicht unbedingt im Fokus steht. Also was ja online inzwischen so Usus ist. Äh Wie kann ich aus Sicht des Nutzers das bestmöglich ähm gestalten? Ähm Ist das noch nicht zwingend im klassischen, ich nenne es jetzt mal Handel und meine damit alles, was irgendwie ein lokales Geschäft hat, äh nicht vollständig da, sondern da wird dann zum Beispiel gesagt, "okay, wenn du das darüber nicht machst, dann dann äh hast du halt Pech gehabt". Also Paradebeispiel war letztens äh Kollegen passiert, der wollte neue Winterreifen kaufen, hat sein Autohaus angeschrieben und dann kam es zurück. "Ja, äh wir melden uns bei Ihnen. Wenn wir es nicht tun, rufen Sie doch mal in vier Tagen an", wo ich dann denke, äh was? Ja gut, wenn ihr nicht wollt, dann gehe ich halt woanders hin. Also konsequent war er, er hat dann halt direkt beim bei einem woanders die gekauft. Also das ist. Das war eine automatische Antwort, die eigentlich schon signalisiert, wir haben keine Zeit und eigentlich auch keinen Bock auf dich und vor allem auch keine Prozesse. (kichern) Das kommt noch dazu. Und das ist, glaube ich, das ist dann glaube ich etwas, was am Ende durchaus so ein so ein Thema sein kann, was einen schleichenden Niedergang einläuten kann, weil die Leute sind da sehr sensibel inzwischen, weil sie einfach gewohnt sind von den großen Playern Amazon und Co. Äh Das ist einfach unkomfortabel. Ich kann es direkt zurückschicken, ich kriege immer mein Geld wieder. Es funktioniert einfach und die Erwartungshaltung entsteht jetzt bei den Konsumenten und das wollen sie halt gerne auch woanders haben. Auch wenn es anstrengend ist. Genau, jetzt haben wir noch eine Frage, sehe ich gerade im Chat, Klaus Michael: "Wie würdet ihr die Maßnahmen priorisieren?" Äh Ich nehme an tatsächlich jetzt Schulungen oder Kampagnen? Ähm Was, was würdet ihr oder was stellt ihr nach vorne? Was war, was waren die wichtigsten Dinge, die ihr gemacht habt? Vielleicht Denise? Genau. Also ich denke es man muss immer zuerst schulen, weil wenn man nicht geschult ist, kann man die Produkte Lösung nicht verkaufen und dann die Kampagnen zu machen, weil dann, wenn die Kampagne losgeht, kann man dann auch die Kunden äh dementsprechend bedienen oder beraten. Okay, Manuel, gerne aus deiner Sicht. Gehst du da mit oder siehst du andere Themen? Ich kann das vollkommen zustimmen. Ne, das erste Thema ist tatsächlich erstmal überhaupt ein Verständnis übers Themenschulung zu aufzubauen und zu zu schaffen. Und wir haben aber innerhalb dieser Schulung unser Vertriebsma quasi ein dediziertes Vorgehensmodell mitgegeben. Ne, das beginnt mit der eigenen Plattform, ähm Werbungsschalte, ähm die aber auf eine Landingpage oder auf eine Seite geht, die nicht gepflegt ist und wo noch quasi Daten von zweitausendsechzehn drauf stehen. Ne, um es mal zu übertreiben. Ähm Danach muss ich kümmern, wie sehen denn die übrigen Plattformen aus? Ne, also Stichwort Google my Business an der Stelle zum Beispiel. Und lege ich auch von meinen Inhalten auf meinen Plattformen, sage ich mir, ich war SEO unterwegs an der Stelle. Und dann, wenn das, wenn diese Hausaufgaben gemacht sind, dann kann ich in das Thema Online-Marketing, mache ich meine Kampagnen, dann schaffe ich meine Sichtbarkeit. Denn das ist letztendlich ja auch quasi der erste Schritt. Ich muss eine gewisse Awareness schaffen, an der Stelle. Und das schaffe ich nur über Sichtbarkeit. Ähm Ich muss letztendlich die Nutzer dazu bringen, sich mit mir zu beschäftigen. Und wenn das erreicht ist, dann geht es quasi in den Nähapperten, dann in der Optimierung und Ausbau der Kanäle, beispielsweise eine eigene soziale, ähm eigene social media Präsenz an der Stelle Facebook oder Instagram, die ich dann auch wieder mit Kampagnen bewerben kann, wo ich das Ganze abrunden kann. Und das Ganze endet dann in diesem Kreisaufmodell letztlich mit Analytics Bewertung vornehme, dass ich Erkenntnisse gewinne, die dann wieder in Optimierungsplattformen ansetzt. Ne, und das ist so unser Vorgehensmodell und das hat eigentlich sehr gut funktioniert. Super, danke. Danke für den Einblick. Vor allem das Thema, äh guck mal, dass die Response Kanäle funktionieren und die Leads, die man da generiert, nicht ins Leere fallen. Das ist ja der Dauerbrenner, nicht nur nicht nur bei uns, auch bei euch. Ja. (kichern) Und dass man die Kanäle, die man hat, auch richtig pflegen kann. Weil oftmals ist man auf zehn Plattformen und schreibt vier Posts, nachher nichts mehr. Da muss man auch gucken dann, ähm dass es jemand regelmäßig machen kann. Ne, das ist der Tod der Veranstaltung. Vollkommen richtig. Genau Gut, ich glaube, wir sind schon knapp über die Zeit. Ich bedanke mich ganz herzlich fürs Mitmachen und für eure Antworten. Ich hoffe, es war interessant fürs Plenum. Bedanke mich ganz herzlich und sag ähm bis zum nächsten Mal. Bis demnächst wieder. Tschüss. Vielen Dank auch von unserer Seite. Bleibt gesund, macht's gut. Tschüss zusammen. Ciao.
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