(Musik spielt im Hintergrund) Herzlich willkommen auf der Conference Stage der OMKB, liebe Anke Drewicke. Liebe Anke Drewicke. Hallo Anke, schön, dass du bei uns bist. Hallo. Anke ist ja... Bitte schön. Bitte schön. (Applaus) Anke ist Marketing Director bei Peloton Interactive mit vorherigen Stationen bei der Jungfernmatt und bei Vodafone. Und du hast neben Peloton schon vorher für Marken wie Ergo gearbeitet, TUI beispielsweise oder Nintendo. Anke, erste Frage: Wann warst du das letzte Mal auf dem Peloton-Bike aktiv? Gut, dass du das gesagt hast. Ich habe eben tatsächlich noch mal kurz in der App geguckt. Am Samstag, und zwar habe ich einen Intervals Ride gemacht mit unserem Trainer Cliff. Okay, Cliff ist ein Favourite Instructor? oder... Ich finde ihn ganz gut, weil er tatsächlich immer so ein bisschen R&B spielt. Das ist tatsächlich im Kurs immer ganz gut und motivierend und muss aber zugeben, ich war gestern noch in London, bin heute wiedergekommen und habe tatsächlich zwischendurch, zumindest über die App, so ein bisschen Krafttraining gemacht. Okay, stark. Ich kriege von Christoph schon das Zeichen, der scheint Cliff offensichtlich auch zu kennen. Ah. Deswegen würde mich mal interessieren: Wer von euch hat schon mal ein Peloton-Bike ausprobiert oder hat vielleicht sogar eins zu Hause? Einmal kurz Handzeichen. Aah, so schon ... Schon der eine oder andere auf jeden Fall. Sehr cool.. Anke, ich habe gehört, ihr habt extra auf den heutigen Tag eine Weltpremiere gelegt, (lachen) weil OMKW ist ... Nein, Spaß beiseite, das ist natürlich nicht der Hauptgrund. Und zwar launcht ihr ein ganz neues KI-Produkte ja rund um Peloton. Genau. Magst du einmal von dieser Weltpremiere, kann man sagen, erzählen? Der eher zufällig. (lacht) Ja, ja, muss man sagen. Muss man sagen. Also tatsächlich launchen wir heute „Peloton Guide“. Das ist ein KI-Produkt. Mhm Tatsächlich das erste KI-Produkt für Peloton wie eine Set-up-Box für den Fernseher, sodass ich tatsächlich meinen TV dann auch für KI und als Fitnessgerät enablen kann. Darin ist eine Kamera angebracht, die tatsächlich, ähm, das aufnimmt, was ich an Übungen vor diesem Fernseher beziehungsweise vor dieser Kamera dann mache und gleicht das, äh, ab, dann mit der vorgegebenen Übung, die wir in unseren Kursen vorgeben. Und dann kann ich immer sehen, ist die Übung, die ich gerade mache, ist die tatsächlich, tatsächlich so, wie sie sein soll? Kann ich an meiner Haltung was verbessern? Spreche ich wirklich die Muskeln an, die ich angesprochen haben wollte und gibt es eventuell auch vielleicht für die zukünftige Weiterentwicklung meines Trainings noch Verbesserungsvorschläge, wie ich das Ganze noch idealer gestalten kann? Das ist smart. Das heißt, Peloton enters the biggest screen at home. Genau. Im Moment noch für den englischsprachigen Markt, okay weil das Ganze sprachbasiert ist, irgendwie deswegen für den deutschen Markt. Deutschland ist nach wie vor der erste und einzige nicht-englischsprachige Markt für Pelaton. Probieren wir es in anderen Ländern aus und übernehmen dann die Idealversion für Deutsche. Sehr gut. Dann, liebe OMKB-Audience, wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Vortrag von Anke Drewicke und denkt an Slido. Ihr seid herzlich eingeladen, eure Fragen zu stellen. Im Nachgang gibt es wieder eine Q&A-Session. The stage is yours. Viel Spaß mit Anke. Danke. (Applaus) Genau, der Vortrag, den ich heute halte, da geht es um Community, und zwar, wie wir bei Pelaton uns von der Community beeinflussen lassen, das sehr gerne zulassen und auch vor allem inspirieren lassen, was für ein Gegenspiel es hier auch gibt zwischen der Community, unseren Mitgliedern und dem, was wir dann als Produkt tatsächlich umsetzen. Wie das Ganze funktioniert, zeige ich jetzt einfach mal. Vielleicht noch einmal zu dem Konzept von Pelaton, wie wir uns verstehen. Ganz am Anfang sind wir ja so ein bisschen auf diese Bikes fokussiert gewesen. Dazu erzähle ich gleich auch noch mal ein bisschen was. Insgesamt ist es allerdings so, dass wir uns wirklich als Fitnessplattform verstehen, als Connected-Fitness-Plattform für das eigene Zuhause. Uns geht es dabei vor allem um Selbstverbesserung, also im Unterschied zur Selbstoptimierung, für jeden das beste Fitnessangebot zu schaffen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden in dem, was er für sich gerade als Ziel irgendwie festgelegt hat und irgendwie was er vielleicht auch langfristig für sich als Ziel gesteckt hat. Das Wichtige dabei ist, dass wir das nicht alleine tun, sondern bei Pelaton, äh, oder das Pelaton-Prinzip oder das Konzept lebt vor allem von der Community. Wenn ich zu Hause bei mir im Schlafzimmer, zugegebenermaßen auf dem Bike sitze, dann weiß ich, dass ich in dieser Sekunde das nicht alleine tue. Ich weiß, dass da tausende von Mitgliedern in der ganzen Welt sitzen, mit mir auf diesem Bike und auch darauf warten, dass dieser Kurs startet, die vielleicht kaputt sind, die vielleicht gerade mit ihren Kindern Stress hatten, so wie irgendwie bei mir vielleicht gerade zu Hause, die das Training mal eben eingeschoben haben in die Mittagspause und mit denen zusammen ich dann da schwitze, streite, lache, fluche irgendwie in so einem Kurs, ähm, und weiß, dass ich nicht allein bin. Gerade dieses Zugehörigkeitsgefühl und diese Community ist das, äh was uns tatsächlich treibt. Auch dazu erzähle ich gleich noch mal ein bisschen mehr. Uns tatsächlich damit die Welt zu vereinen. Wir wissen, auf dem Bike oder in dieser Sekunde, in der ich mich da befinde, habe ich die gleichen Gefühle wie jemand, der jetzt vielleicht gerade in New York sitzt oder in London sitzt oder in Wanne-Eickel sitzt. Uns vereint damit das Gefühl, dass wir zusammen in diesem Kurs, in dieser Sekunde haben.It's more than a bike. So sind wir angefangen. Zweitausendneunzehn sind wir in Deutschland gestartet. Im November zweitausendneunzehn haben wir den ersten Store in Hamburg eröffnet. Uns war von Anfang an klar, dass wenn wir ein neues Konzept nach Deutschland bringen und das ist Connected Fitness, also Home Fitness haben wir eingeführt mit der Marke Peloton, wir haben Connected Fitness eingeführt mit der Marke Peloton, dann müssen wir auf jeden Fall ein Erlebnis schaffen, das auch in irgendeiner Form anfassbar ist, weil das ansonsten tatsächlich schwer nachzuvollziehen ist, was wir in dieser neuen Kategorie anbieten und haben deswegen ganz von Anfang an auch auf Bumps und Bikes gesetzt, wie wir das nennen, also tatsächlich Möglichkeiten geschaffen, das Peloton Erlebnis für sich zu entdecken. Es gibt Showrooms mittlerweile in elf Städten in Deutschland, wo man vorbeigucken kann, wo man sich das Bike und mittlerweile auch das Laufband anschauen kann, wo man auch einen Minikurs irgendwie machen kann. Das wird jetzt mit den Lockerungen der Maßnahmen auch noch mal wieder ein bisschen einfacher, wo man dann so einen kompletten Kurs machen kann, hinterher sogar irgendwie duschen kann und sich tatsächlich auch noch mal richtig beraten lassen kann. Das ist vor allem die Hardware. Da haben wir darauf geachtet, dass das tatsächlich in jedes Zuhause passt. Wir haben eine Stellfläche von neunzig mal eins sechzig. Da gibt es kaum Ausreden, äh, in welches, in welche Wohnung irgendwie das dann nicht mehr passt. Und es ist tatsächlich auch so gebaut, dass das, ähm, den Designansprüchen genügt, ähm, um das vielleicht sogar auch ins Wohnzimmer zu stellen. Wie gesagt, bei uns zu Hause steht es im Schlafzimmer, ähm, damit man da in Ruhe trainieren kann. Zusätzlich gibt es Content und Software und das ist eigentlich das, was uns so besonders macht. Die Hardware ist im Grunde genommen der Zugang und der Enabler zur Content Plattform, die wir tagtäglich erneuern, die wir anreichern, die wir immer wieder überprüfen und das im Grunde genommen nur noch abgeschlossen mit einer intuitiven Software. Das heißt, jeder, der zu Hause sitzt, soll dazu in der Lage sein, möglichen Zugang, möglichst einfachen Zugang zu Fitness zu bekommen. So ist diese Software gestaltet. Das heißt, ähm, dir wird das Bike nach Hause gebracht, das wird eingestellt, das wird angeschlossen. Dann stellen wir das Bike tatsächlich noch einmal kurz für dich ein. Du setzt dich auf das Bike. Wir verlassen den Raum erst, wenn du glücklich bist und wenn du weißt, dass du mit diesem Bike, ähm, von nun an im Grunde genommen jeden Kurs, ähm, machen kannst. Das kannst du auch alleine. Wir haben das, ähm, gerade in der, in der im letzten Jahr und im Jahr davor haben wir auch ganz viele Einweisungen gemacht auf dem Bike, ähm, via Telefon. Oder wie gesagt, äh, du kannst das auch einfach für dich selber entdecken. Wie gesagt, die Software ist so gebaut, dass das jeder kann. Das kann meine Mutter, das kann meine beste Freundin, Das kann auch jeder, der bislang mit Spinning vielleicht noch nicht in Berührung getreten ist. Wobei, ich habe gerade schon kurz gesagt, wir waren eine ganze Zeit lang sehr auf dieses Bike fokussiert, weil das natürlich auch ein bisschen einfacher ist. Ich war vorher bei Vodafone, da haben wir tatsächlich im Marketing auch immer das Smartphone hingestellt, weil ich Datengeschwindigkeit und Datenleistung, das ist ein intangibles Produkt, das kann ich schwer kommunizieren. Da muss ich immer gleich einen Benefit kommunizieren. Insofern haben wir natürlich mit der Hardware hier großes Glück, das in einem eigenen Portfolio zu haben. Ähm, das hat aber natürlich auch immer gleichzeitig den, den Nachteil, dass du sehr darauf fokussiert bist. Das Bike ist großartig, es bietet tatsächlich oder rundet (Musik) das Trainingserlebnis, das wir anbieten, rundet das ab. Aber die, die, die eigentliche Magic, der eigentliche Zauber, der passiert im Grunde genommen auf dem Screen. Bei unserem Content. Einmal ein paar Zahlen dazu, ähm, was wir, was wir tatsächlich irgendwie tagtäglich und vor allem, ähm, auch insgesamt auch in, in Deutschland mittlerweile produzieren. Wir produzieren zweitausendfünfhundert Kurse im Vierteljahr live und on demand. Das ist im Grunde genommen, wir wurden mal als Netflix der Fitnessbranche bezeichnet. Es, im Grunde genommen ist es genauso. Ich kann mich in einen Kurs begeben, bin dann da live, habe dann einige Vorteile, dass ich vom Trainer zum Beispiel in dieser Sekunde dann ein Shout out bekomme, wie wir das nennen oder ein High Five von denjenigen, die da mit mir zusammen im Kurs sind. Mein Mann hat auch immer das Glück irgendwie, dass dann, wenn er auf dem Bike ist, das auch immer bekommt. Ich habe noch nie ein Shout out bekommen, muss ich dazu sagen. Ich bin mittlerweile tatsächlich schon ein bisschen sauer. Ähm, dann haben wir elf Disziplinen, die wir abdecken. Wir sind angefangen mit Cycling zweitausendzwölf in den USA, haben dann aber sehr schnell gemerkt, dass wir diese Fitnessroutine, die halt Cycling bietet, abrunden wollen. Zuerst mit Stretching, dann haben wir Krafttraining mit, ähm, dazugenommen, mittlerweile Yoga Medition, äh Meditation. Vor Kurzem ist Boxen mit dazugekommen. Das heißt, wir üben tatsächlich auch immer und gucken, was ist in der Community los? Was wollen die Mitglieder testen, das für uns ausgucken, ob wir die richtigen Trainer haben mit der richtigen Ausbildung, auf die wir sehr viel Wert legen und bieten dann den Contern auf der Plattform an, um zu schauen, wie dann die Kurse auch angenommen werden, um dann sie beispielsweise auszubauen. Wir hatten Boxing am Anfang des Jahres das erste Mal bei uns im Programm, sind direkt mit Eminem mit einer Artistie gestartet. Dazu kann ich gleich auch noch mal was sagen. Mittlerweile, irgendwie ist jetzt das zweite Programm dazu, äh, dazu draußen. Ich hoffe, dass das, dass es das auch für Deutschland bald gibt, weil wir wissen, dass es eine große Boxcommunity auch in Deutschland gibt. Dann, ähm, ist es so, dass wir sehr stolz sind auf die, ähm, Anzahl der Workouts, die unsere Mitglieder mit uns machen. zweitausendzwanzig unser workoutstärkstes Jahr. Tatsächlich hundertvierundsechzig Millionen Kurse, die belegt worden sind mit uns. Was eine wahnsinnig große Zahl ist, wenn man sich überlegt, wie viele Leute da gerade schwitzend zu Hause stehen und, ähm, mit Peloton zusammen trainieren. Dann haben wir, wir, wir produzieren diese Kurse in zwei Studios, einmal in New York und in London. Alles, was bei PelotonPassiert produzieren wir selber. Das ist tatsächlich ein USP von uns, weil wir wissen, dass wir damit dieses qualitativ hochwertige Kundenerlebnis auch selber herstellen können. Wir produzieren die Bikes selber, wir liefern selber aus. Wir stellen die Bikes nach Hause, wir haben die eigenen Retail Mitarbeiter. Wir haben mittlerweile auch ein paar Shop in Shops, tatsächlich in Deutschland die Reichweite noch mal ein bisschen größer zu machen. Aber wie gesagt, auch in den Studios, alles das, was wir da produzieren, das machen wir selbst. Mittlerweile gibt es zehn deutsche Instructor, Cliff einer davon. Nicht nur Bike oder Cycling Instructor, sondern mittlerweile bieten wir auch das Laufband in Deutschland an, sind jetzt gerade letzte Woche, worüber ich mich sehr gefreut habe, mit Outdoor Running gestartet. Wir wissen, dass Deutschland ein wahnsinnig großer Outdoorsportmarkt ist. Die Deutschen trainieren gerne draußen und dafür gibt es tatsächlich jetzt auch endlich was auf die Ohren, nämlich ein Programm, mit dem ich auch starten kann, auch wenn ich Beginner bin, das Thema Laufen vielleicht immer so ein bisschen vor mir hergeschoben habe, nicht richtig wusste, wo ich starten sollte, dann gibt es von uns ein Audioprogramm, mit dem ich tatsächlich auf dreißig Minuten komme in acht Wochen, und zwar ausgehend von jedem Trainingsstandard. Programme sind ein großes Thema bei uns. Insbesondere in Deutschland kommen die wahnsinnig gut an. Die Deutschen mögen gerne die Routine und werden gerne angeleitet. Das sehen wir tatsächlich auch schön auf unserer Plattform. Deswegen sind wir jetzt auch immer mehr bemüht, Programme anzubieten, auch in deutscher Sprache, die die Mitglieder mitnehmen und wie gesagt, auf jedem Trainingslevel, jeden Trainingslevel auch tatsächlich abbilden. Dann ein weiterer wichtiger Punkt bei Peloton. Ich weiß nicht, wer das schon mal erlebt hat und irgendeinen Random Fitness Kurs auf YouTube belegt hat. Musik ist ein ganz großes Thema. Oftmals schalten dann viele die den Ton einfach aus und lassen ihre eigene Musik irgendwie nebenbei laufen. Bei Peloton spielen wir tatsächlich nur Originalmusiken. Das heißt, wir haben ein eigenes Musikteam, das die Verträge direkt mit den Labels verhandelt. Das hat noch ein paar andere Vorteile, nicht nur im Marketing, weil ich natürlich dann auch darüber an das Musikteam herantreten kann und sagen kann: „Mensch, ich möchte gerne gerade für Deutschland einen relevanten Song auf der nächsten Kampagne haben. Lass uns einmal zusammen gucken, mit wem wir da sprechen müssen oder wer vielleicht in den nächsten acht Wochen so weit ist, dass er auch oben in den Charts steht, sondern wir haben den Vorteil, dass viele der Musiker auch international Mitglieder von uns sind. Und darüber kommen wir natürlich viel leichter dann auch in Kontakt und ins Gespräch, was beispielsweise exklusive Musikserien anbetrifft. Also Jennifer Lopez hatte bei uns beispielsweise ein Album release. Wir haben eine Serie mit Beyoncé tatsächlich gelauncht im vorletzten und im letzten Jahr. Dann Herbert Grönemeyer, Tim Benzko, der tatsächlich auch bekennendes Peloton-Mitglied und Fan von uns ist. Und natürlich ist es leichter, mit diesen Künstlern dann auch zu sprechen und über Peloton ins Gespräch zu kommen, wenn die das Konzept bereits kennen und natürlich auch von der Marke begeistert sind. Die Zahl sechzehn zu den monatlichen Workouts, die ist tatsächlich auf Deutschland bezogen. Die Deutschen sind sehr fleißig beim Training, haben wir festgestellt, und zwar so fleißig, dass wir sogar die Buyouts mittlerweile anfassen mussten, weil die anders berechnet waren, nämlich auf die globale Nutzung der Mitgliedschaft. Sechzehn, wenn wir bei dieser Zahl bleiben, wie gesagt, international liegen wir ein bisschen drunter bei, ich glaube vierzehn komma fünf, so den Dreh, dann ist das pro Mitgliedschaft im Monat eine großartige Zahl, weil sie heißt, dass jedes Mitglied oder jede Mitgliedschaft drei bis viermal pro Woche genutzt wird. Zu den Marketingaktivitäten. Wir mischen tatsächlich zwischen Marken-und Produktkommunikation dadurch, dass wir ein Subscription Model haben. Also bei uns wird die Hardware, das Mitglied kauft die Hardware und hat dazu dann monatlich neununddreißig Euro für die Mitgliedschaft, die monatlich kündbar ist. Wir geben uns jeden Monat neu Mühe, jedes Mitglied von uns zu überzeugen. Und das sehen wir auch im Marketing beziehungsweise das bilden wir im Marketing auch ab. Retention Marketing ist ein Riesenthema bei uns. Ich habe vorher, statt Sie, hun, habt ihr vorher gehört, ich habe in keiner anderen Company gearbeitet, in der tatsächlich Retention und Mitgliedermarketing einen so großen Anteil hatte wie bei Peloton. Die andere Hälfte bildet dann Acquisition, damit wir natürlich insgesamt für die Plattform noch mehr Mitglieder gewinnen. Aber deswegen gibt es tatsächlich hier immer so einen Mix aus tatsächlich einmal Member Campaigns und dann tatsächlich auch Acquisition Campaigns. Dabei achten wir tatsächlich auch immer darauf, dass wir natürlich relevant sind und dass wir auch lokal relevant sind und jetzt tatsächlich auch den nächsten Schritt gehen, beides auch miteinander zu verschneiden. Ihr seht hier David Bowie. Wir hatten zur Neujahrskampagne „New Year, New Me, also im Grunde genommen der Peak irgendwie in der in der Fitness, im Fitnessjahr. David Bowie mit einer exklusiven oder eine exklusive Artist Series mit David Bowie, die wir mit dem Label verhandelt haben, auch noch passend zu seinem Geburtstag und passend zu dem damaligen letzten Album-Release. Dann gab es zu Weihnachten eine Kampagne irgendwie rund um Scooch, der sich fit machen wollte. Ich weiß nicht, wer die Kampagne von euch gesehen hat. Das heißt, wir gehen hier jetzt auch immer mehr ins Storytelling. Dazu sage ich auch gleich noch mal was. Und es gibt bei Peloton tatsächlich eine große, nicht nur Offenheit, sondern ein Selbstverständnis, was Inklusivität und Diversity anbetrifft. Wir feiern nahezu jeden einzelnen kulturellen Monat, den es gibt im Jahr. Gerade war Women's History Month, jetzt steht Pride an. Dann stehen die weiteren Cultural Moments an, jeweils mit den unterschiedlichen kulturellen Gruppen. Uns ist wichtig, dass wir uns als inklusive Gemeinschaft verstehen und genau das feiern wir halt auch in unseren Kursen und auch auf dem Bike, weil wir wissen, dass wir, wie gesagt, in den Kursen auf dem Sattel alle gleich sind.Es hat sich, äh, tatsächlich so einen Paradigmenwechsel dabei, äh, ergeben, als ich 2020 angefangen, äh, bin und ich kam von Vodafone. Da waren wir natürlich vodafone-markentechnisch ein bisschen weiter. Man kennt das Produkt, man kennt die Brand. Ähm, dann hast du im Marketing natürlich auch ganz andere Möglichkeiten, Storytelling zu spielen. Als ich bei Peloton angefangen bin, im März 2002, äh, 2020, habe ich immer auf diese Kampagnen geguckt und habe gedacht, das ist irgendwie Werbung wie in den Neunzigern hier. Ähm, und zwar war es fast reine funktionale Produktkommunikation. So. Was mit Sicherheit auch richtig ist, ganz am Anfang. Ich muss die Kategorie erst mal erklären. Ich muss das Produkt erklären, von dem ich mittlerweile oder immer noch behaupte, dass das nicht komplett, äh, dass wir das, dass wir das noch nicht komplett auserzählt haben, äh, und da mit Sicherheit irgendwie auch noch mal ein bisschen was tun können. Jetzt sind wir mittlerweile auf einem Level, wo ich finde, jetzt, äh, sprechen wir das erste Mal auch über emotionale Benefits. Das heißt, was ist die Motivation, jeden, jedes Einzelnen, Sport zu machen? Was ist die Motivation, jeden dritten, äh, zweiten Tag auf dieses Bike zu steigen, auch wenn er fünftausend Ausreden hätte und gute Gründe, in der Zeit was anderes zu machen. Und da sind natürlich dann auch die interessanten Möglichkeiten und Ansätze dafür, das Marketing, äh, hier ein Storytelling zu betreiben, das ich neben dem Produkt und neben der Produkterzählung und der Konzepterklärung, ähm, natürlich insgesamt für Awareness gut macht und natürlich Top Funnel auch super einsetzbar ist und natürlich auch diese Brand Love, für die wir stehen und für die unsere Mitglieder stehen, sehr gut repräsentiert. Dabei hilft uns die Community und unsere Mitglieder enorm. Das Gute ist tatsächlich bei der Interaktion und den Erlebnissen, die bei uns mit dem Produkt und mit dem Konzept stattfinden: Ich muss gar nichts mehr erfinden. Also, ich muss keine Marketing-Story erfinden. Im Grunde genommen, das, was da stattfindet, das muss ich im Grunde genommen nur auserzählen beziehungsweise die Kamera draufhalten. Wir haben so viele Storys von Mitgliedern, denen wir geholfen haben, dadurch, dass wir tatsächlich das Fitness-Erlebnis nach Hause geholt haben, die tatsächlich irgendwie 'n, 'n Mindshift erfahren haben, denen wir wieder geholfen haben, dass sie überhaupt, ähm, laufen konnten, Treppen laufen konnten. Da gibt es Schicksale, Beispiel, äh, Beispiele, die sind tatsächlich, ähm, unendlich und von denen profitieren wir natürlich einmal im Storytelling, ähm, profitieren wir auf den sozialen Kanälen. Das Besondere bei Peloton ist tatsächlich, dass wir Facebook unmoderiert lassen. Das heißt, die komplette Plattform gehört der Community. Das Einzige, was wir machen, wir schauen uns das natürlich an und gucken, welche Themen die Mitglieder dort bewerben, ähm, beziehungsweise über die sich, über welche Themen sie sich austauschen, welche neuen Gruppen, äh, immer wieder auch neu entstehen. Und das ist quasi unsere Inspirationsquelle und damit flechten wir das dann wieder in das Acquisition-Marketing mit ein. Also im Grunde genommen ist das so ein durchgehender Zyklus, von dem wir hier profitieren können, gerade weil wir natürlich eine D2C-Brand sind. Wie wir das machen, äh, zeige ich anhand eines, äh, vielleicht etwas polarisierenden Themas. Ich habe das extra genommen, weil das, äh, tatsächlich auch so schön anfassbar ist. Äh, und zwar wussten wir aus der Community, also insbesondere von unseren Facebook-Kanälen, dass unsere Mitglieder Schlager wahnsinnig toll finden. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich sage das mal ganz vorsichtig. Allerdings, ähm, haben die sich immer wieder darüber ausgetauscht. Ähm, wir haben gemerkt, das ist irgendwie so ein Thema, das die bewegt. Ähm, wie gesagt, dann gab es wieder die Gruppe irgendwie, äh, auf der anderen Seite, die sich total dagegen ausgesprochen hat. Nichtsdestotrotz, das war ein Thema. Also, das hat man gemerkt. Das wurde auch vermehrt irgendwie auf Facebook gespielt, nicht nur irgendwie direkt am Anfang, sondern dann auch zunehmend irgendwie mit den wachsenden Mitgliederzahlen. Und wir wussten, äh, natürlich auch von dem, von der Content-Nutzung, dass sobald es einen Schlager-Ride gab, dass das Engagement tatsächlich sofort gestiegen ist. Also auch da haben wir das dann, wie gesagt, einmal bei Facebook gesehen. Scheint ein Thema zu sein, dann geguckt irgendwie in den Engagement-Zahlen, ob sich das darüber noch mal bestätigt. Das war der Fall. Also auch da scheint irgendwie Schlager, äh, dann, ähm, Schlager irgendwie hoch im Kurs gewesen zu sein beziehungsweise scheint auf jeden Fall irgendwie, äh, dann ein Thema zu, äh, gewesen zu sein, was, äh, was bewegt. Und, ähm, wir wussten auch, dass sobald irgendwie jemand dieses Wort „Schlager" da in die Facebook-Gruppen geworfen hat, irgendwie es immer, äh, 'ne Riesendiskussion gab und, ähm, wir, wie gesagt, irgendwie darüber gemerkt haben, irgendwas ist da drin. Zusätzlich kam es dazu, dass wir zwei neue Trainer bekommen haben beziehungsweise Benny ist, ähm, ehrlicherweise neu dazugekommen. Benny Adami, der, äh, viel, ähm, der als Tanztrainer vorher unterwegs war, der auch tatsächlich im Cycling-Kosmos vorher unterwegs war und der bei seinem Premier, so, also Premier-Kurs, bei seinem ersten Kurs irgendwie bei Peloton fast durchgehend Schlager gespielt hat, sich als echter Schlager-Fan geoutet hat unter den Trainern. Hinzu Marcel Maurer, der, glaube ich, irgendwie vor, äh, vor einem Jahr irgendwie schon, äh, schon, schon Tickets hatte für eine Schlager-Tour irgendwie im nächsten Jahr, auch immer wieder, äh, die Songs, die die Trainer selber wählen können, in seinen Kursen hatte. Ähm, und da haben wir gedacht, da passen irgendwie zwei Dinge irgendwie zusammen, äh, die zusammengehören und haben tatsächlich, ähm, so 'ne Series, äh, aufgestellt, ähm, quasi aus, begründet aus der Community, äh, bestehend aus Kursen, die nur das Thema „Schlager" fokussieren. Man kann sich ungefähr vorstellen, was da bei uns los war, weil natürlich haben wir nicht nur Schlager-Fans. Das Thema hat ordentlich polarisiert, aber es wurden, äh, tatsächlich irgendwie auch, äh, dann so Postings abgegeben, wie „Gebete wurden erhört" (lacht) oder, äh, „Träume werden wahr" oder, äh, „Freue mich drauf, äh, das wird eine Konfetti-Party". Das muss man sagen, das ist so ein Signature-Ding irgendwie von Benny. Also, wie gesagt, insgesamt irgendwie dieses Schlager-Thema tatsächlich gehoben und, ähm, das-Dann mit Helene Fischer zusammen ak-- zusammen auf den, äh, auf die Plattform gebracht. Hier hat geholfen tatsächlich Helene Fischer. Wer schon mal mit dem Label von Helene Fischer gesprochen hat, kann sich vorstellen, dass das irgendwie nicht so ganz einfach ist. Das ist eine der größten Schlagerkünstlerinnen, die wir in Deutschland haben. Die füllt Stadien, die Frau, ähm, jemandem dann natürlich auch für so 'n Fitnesskurs irgendwie zu, äh, begeistern beziehungsweise ihre Songs irgendwie auch für dafür herzugeben, dass Menschen irgendwie in Fitnesskursen, äh, schwitzen, trainieren, das war gar nicht so einfach. Was tatsächlich geholfen hat, ist, ähm, gleich eine andere Mitgliederstory, die ich gleigleich noch einmal zum Besten geben kann. Ähm, aber natürlich irgendwie ist das was, was aus der Community gekommen ist, was wir aufgenommen haben, was wir mit Musik, äh, äh, Music Team irgendwie besprochen haben, dem wir erstmal Schlager erklären mussten in den USA und dann auf die Plattform gebracht haben. Unsere drei Engel für Helene. Eric ist noch mit dazugekommen in der Mitte. Benny und Marcel haben also, wie gesagt, diese, äh, vier Kurse dann insgesamt, äh, absolviert, irgendwie das Ganze dann noch mit Social Media abgerundet, irgendwie jeweils irgendwie, äh, Bilder gepostet, zu ihren, äh, zu den Kursen jeweils aufgerufen. Das Ganze hat an 'nem, äh, an 'nem Wochenende stattgefunden und haben tatsächlich so ein Schlager-Helene-Wochenende daraus gemacht. Und das sind, ähm, die Ergebnisse dazu. Wir hatten in 'nem Live Ride über achthundert Mitglieder, was für Deutschland, also achthundert Menschen, die in einem Kurs zu Helene Fischer Sport machen, das muss man sich ja vielleicht irgendwie auch noch mal einmal vergegenwärtigen. Zweihundertzweiundzwanzig Menschen, die an dem Kraftkurs teilgenommen haben zu Helene Fischer. Also atemlos kriegt er tatsächlich auch eine bisschen andere Bedeutung. Und insgesamt hatten wir über zwanzigtausend Menschen, die an allen Kursen zum Thema Schlager teilgenommen haben. Da sieht man, was das halt auch für 'n Megathema für Deutschland ist. Ähm, über die zusätzliche Media Kommunikation haben wir tatsächlich ordentlich, äh, Buzz generiert. Dahin war das, äh, wie ich schon angedeutet hab, mit Sicherheit einer der meistdiskutierten, äh, Artist Rides in unserer Community und natürlich auch ausgestattet, ähm, mit 'ner hohen Engagement Rate, insbesondere auf Social. Was wir kombiniert haben, ist, äh, folgendes: Wir haben, äh, schon länger eine, ähm, Kampagne in der, in der Pipeline gehabt mit Angelique Kerber. Angelique Kerber ist tatsächlich relativ von Anfang an, äh, Peloton Mitglied, weil sie die Möglichkeit hat, über Peloton auch von unterwegs irgendwie zu trainieren, dann in Hotels, insbesondere in Amerika, mit Peloton auch zu trainieren und haben so 'ne Member Story daraus gemacht. Was wir wussten von Angelique ist, dass sie, äh, mit, ähm, Helene Fischer in The Zone kommt. Also man kennt das von den Fußballspielern, bei Tennisspielern ist das auch so. Sie sitzen da tatsächlich vor den, äh, jeweiligen, ähm, vor den Tournaments und bringen sich quasi, äh, fokussieren sich, bringen sich irgendwie damit, ähm, in The Zone. Bei, ähm, Angelique Kerber passiert das immer mit Helene Fischer. Das wussten wir und haben das tatsächlich auch mit als Argument genutzt, irgendwie Helene Fischer und dem Management gegenüber und haben gesagt, im Women's History Month bringen wir zwei starke Frauen auf die Peloton Plattform, ähm, nämlich Angelique Kerber als eine der größten Helene-Fischer-Fans und, ähm, zusammen irgendwie mit, äh, oder in einem Kurs, indem man, äh, Helene Fischer auch gespielt wird. Angelique Kerber hat an den Runs und Rides selber persönlich teilgenommen. Das heißt, es gibt so 'ne Celebrity Funktion bei uns. Die können wir, je nachdem, wenn wir jemanden haben, der tatsächlich, äh, sich als Mitglied outet, äh, von den Celebrities, der dann tatsächlich mitfährt. Und, äh, in diesem Kurs konnte man also, äh, gegen Angelique Kerber, äh, fahren beziehungsweise gegen Angelique Kerber Sport machen, was natürlich auch noch mal irgendwie für zusätzliches Engagement gesorgt hat. Ich springe jetzt einmal zu der Member Campaign, ähm, und am besten zeige ich mal eben den Film dazu. (Videoclip spielt) Vom ersten Moment an war es deine große Liebe. Vielleicht warst du nicht die Schnellste oder Stärkste, aber du hast nie den Glauben an dich verloren. Erfolg ist mehr als nur der nächste Pokal. (Klatschen) Das ist diese Energie, nachdem du's durchgezogen hast. Und das Feiern mit denen, die immer für dich da waren. Let's go. Denn wenn du mit ganzen Herzen dabei bist, jeder Moment deine Leidenschaft wird, schaffst du es wieder und wieder und immer wieder zurück. Dein Leben lang hast du Grenzen überwunden. Du findest deine Stärke, indem du machst, was du liebst. Dazu muss man sagen, Angelique Kerber ist ja jetzt jemand, der immer wieder durch Höhen und Tiefen tatsächlich auch gegangen ist, genauso wie jedes einzelne Mitglied, das mit Sicherheit auch in den Kursen manchmal, äh, manchmal mitgeht, dass man 'n guten Tag hat, dass man 'n schlechten Tag hat. Und genau das wollten wir darüber erzählen. Wir haben die Kampagne tatsächlich dann nicht nur als Brandkampagne genutzt, sondern tatsächlich auch für Performance, die hier insgesamt äh für sehr überzeugende Werte gesorgt hat und haben hier natürlich auch dann damit gesehen, dass, äh, man tatsächlich auch Brand und Product und vor allem auch Sales, äh, großartig miteinander verbinden kann.Insgesamt muss man sagen, dass für uns tatsächlich der DTC-Ansatz „Wir kommen aus dem Mitgliederansatz, wir sind mit liederfokussiert, wir sind mit liederzentriert. Das ist für uns quasi das Herzstück, nicht nur der Kommunikation, sondern auch vor allem der Marke. Und vor allem die Zahlen geben uns recht, nämlich dass 94% derjenigen, die mit Pelleten trainiert haben, nach einem Jahr immer noch dabei sind, weil wir wahnsinnig viel Wert auf Retention-Marketing legen. Diese 16 Workouts pro Monat, das heißt, wie gesagt, alle zwei Tage trainiert in einem zu Hause jemand mit Pelleten. Und wir wissen, dass 84% unserer Mitglieder mehr Sport machen, als sie davor gemacht haben. Insofern ist das für uns definitiv nicht wegzudenken und wie gesagt, kommt bei uns aus dem Herzen und aus der Marke. Vielen Dank. Danke schön, liebe Anke. Wunderbar. Fantastisch. Wir setzen uns noch kurz, wenn du magst. Sehr emotionale Reise, auf die du uns da mitgenommen hast und auch eine sehr sportliche Reise, was jetzt nicht so überrascht tatsächlich. Wir haben einige Fragen auch aus der Audience erhalten, haben tatsächlich gar nicht mehr so viel Zeit. Deswegen lasst uns gerne direkt einmal einsteigen. Beeindruckende Zahlen, gerade ja auch im Hinblick auf die aktive Nutzung der Peloton-Räder. Man kennt das. Es gab ja schon mal einen Fitness-at-home-Trend. Ich glaube, jeder oder viele von euch haben vielleicht das Kettler-Sportgerät mal bei den eigenen Eltern zu Hause gesehen in den 80er und 90er Jahren. Jetzt hast du aber auch davon gesprochen, dass gerade im deutschen Zielmarkt auch viele Leute gibt, die einfach gerne draußen Sport machen, die im Wald biken gehen oder draußen joggen, Fußball spielen sicherlich auch. Ist das eine relevante Zielgruppe für euch, weil sie einfach gerne sportlich aktiv sind? Und wie versucht ihr, diese Zielgruppen dann von eurem hauptsächlich Indoor-Produkt zu überzeugen? Definitiv. Also insgesamt ist unsere Zielgruppe, die sind diejenigen, die Lust haben auf Sport und Lust haben, sich zu bewegen. Und Deutschland ist der größte Fitnessmarkt Europas unter uns. Ich wusste es vorher auch nicht, bevor ich bei Pelleton gestartet bin, sondern es sind einfach wahnsinnig viele Menschen, die gerne Sport machen oder Sport machen wollen und die tatsächlich davon zu überzeugen, entweder komplementär zu trainieren. Das heißt immer, wenn ich laufe, dass ich tatsächlich irgendwie Kraft dazunehme, dass ich Stretching dazunehme, dass ich das ergänze, vielleicht eine Yoga-Session sogar, je nachdem, welches Nutzungsverhalten ich habe und in welcher Situation ich trainieren muss. Also im Grunde genommen geht es bei Pelleton darum: Wir haben diejenigen, die damit ihre Fitnessroutine abrunden, also Outdoor-Läufer, die dann, wie gesagt, bei schlechtem Wetter drinnen trainieren und/oder zusätzlich noch mal mit uns trainieren. Und wir haben natürlich auch die Hardcore-Community, zu der ich ehrlicherweise auch gehöre, die gerne drinnen zu Hause auf dem Bike im Schlafzimmer trainiert. Okay. Jetzt sieht man immer mehr von eurem Marketing-Mix auch in Deutschland. Ihr seid im Performance-Marketing immer aktiver. Du hast auch die Facebook Groups erwähnt. Gut, jetzt keine Performance-Metrikk. Im Blick auf das Sourcing von entsprechenden Trends beispielsweise. Wir haben Testimonials gesehen, sehr bekannte Personen entsprechend, die ihr für Peloton aktivieren konntet. Schauen wir auf den Influencer-Marketing-Bereich, also eine Ebene drunter, Micro-Influencer beispielsweise in Deutschland oder eben auch europaweit. Ist das eine Disziplin, die für euch auch Markenkern ist und in der ihr auch viel Zeit und auch Ressourcen investiert? Oder ist das für euch mit dem Thema Big Testimonials à la Angelique Herber schon abgedeckt? Das Interessante bei uns ist ja wirklich, dass unsere Influencer unsere Mitglieder sind. Also wir zahlen die Menschen nicht, die mit Pelleten trainieren, sondern wenn, dann gibt es in einzelnen Fällen vielleicht noch mal ein Buy-out oder so, aber die waren schon vorher Mitglieder. Also Angelique Kerber, die haben wir quasi bei uns unter den Mitgliedern entdeckt. Das ist niemand, an den wir herantreten und sagen: „Mensch, möchtest du für uns vor allem im Marketing arbeiten, sondern uns ist wichtig, dass wir tatsächlich authentische Erlebnisse schaffen, dass wir eine Glaubwürdigkeit auch für die Plattform schaffen und wie gesagt, dass die tatsächlich das auch in ihren Alltag, in ihre Trainingsroutine integrieren und wie gesagt, wir nicht Marketingblasen erschaffen, die dann hinterher irgendwie tatsächlich gar nicht existieren, sondern jedes Mitglied, egal ob Celebrity oder nicht, ist tatsächlich bei uns, hat den gleichen Stellenwert und ist bei uns gleichgestellt. Du hast den Faktor Musik mehrmals erwähnt. Das ist auch ganz logisch. Musik motiviert einen ja genauso wie eine Community. Total, ja. Man braucht die richtige Musik, dann tatsächlich auch in Schwingungen zu kommen richtig auch sportlich aktiv zu werden. Daher gegebenenfalls eine logische Konsequenz für euch, dass ihr auch mit den großen Musikökosystemen in der Welt sprecht. Also du hast es erwähnt, dass ihr ohnehin dann entsprechend einen sehr guten Zugang habt zu den einzelnen Artists. Aber schauen wir auf so was wie Amazon Music, Spotify beispielsweise oder ähnliches. Gibt es da Kollaborationen mit Peloton im Hinblick auf Playlist Building beispielsweise und Ähnliches? Scheint ein naheliegendes Thema zu sein. Ja, ist es auch. Gibt es auch. Genau. Was macht ihr da genau? Wir haben tatsächlich eine Kollaboration mit Spotify. Das Ganze funktioniert tatsächlich auch über den Screen. Also wenn ich in einem Kurs bin, die Songs werden gespielt, die Alben werden angezeigt und dann gibt es ein kleines Fenster. Ich gehe auf den Song, das tatsächlich im Kurs ganz intuitiv eingebettet ist und kann dann quasi den Song, der mir gerade besonders gut gefällt oder mich besonders motiviert, anklicken und dann landet er automatisch in meiner Spotify-Playlist. Und es gibt tatsächlich auch zu den einzelnen Kursen und gerade zu den Artist Rights Playlists im Spotify-Channel unter Peloton, die ich dann hinterher auch wieder abrufen kann natürlich und offline dann auch noch mal hören kann. Okay, scharf. Jetzt habt ihr ja eine ganz, ganz interessante Zeilsuppe. Ihr habt ja unheimlich viele Mitglieder bei Peloton.Und jetzt könnte ich ja die Hypothese aufstellen, Peloton kann ja perspektivisch auch so ein Fitness Ökosystem Plattform werden. Das heißt, kann ich vielleicht perspektivisch als Trainer eure proprietäre Softwarelösung nutzen, um eigene Trainingseinheiten anzubieten? Seht ihr da Demand am Markt? Also vielleicht überspitzt ausgedrückt, das Udemi für Fitness könnte doch Peloton sein, oder? Ja, wir sind tatsächlich gerade dabei – ich habe das ja so ein bisschen angedeutet – uns von einer Hardware oder so komplett Lösungs-Campagnie hin zu einer Plattform zu entwickeln und da tatsächlich auch insgesamt offener zu werden. Insgesamt ist es so, dass wir wahnsinnig stolz sind auf die Qualität der Kurse, die wir herstellen und haben da ein extremes Auge drauf. Das merkt man auch. Wenn man einmal einen Peloton-Kurs gemacht hat im Vergleich zu den Kursen anderer Anbieter oder dem, was auch frei verfügbar ist, dann hat das eine andere Qualität, weil wir einen bestimmten Anspruch einfach an jeden einzelnen Kurs haben, was die Einstellung der Lautstärke betrifft, was das Pegeln irgendwie der Trainer betrifft, wie ich das selber auch für mich einstellen kann, weil es, wie gesagt, das Erlebnis geht. Und das steht bei uns immer im Vordergrund, also ein Eins-a-Produkt, ein Eins-a-Kurs, der qualitativ perfekt ist, unseren Mitgliedern anzubieten. Und das ist, glaube ich, irgendwie was, was immer eine Barriere darstellen wird. Das heißt, perspektivisch kann ich dann einen Breakdance-Kurs bei euch anbieten? Dance Cardio, genau. Sehr gut. Letzte kurze Frage, weil ich weiß, wir haben eigentlich gar nicht mehr so wirklich-Zwei Fragen wollte ich gleich noch zulassen. Da zwei Fragen: Erzähl uns mal ein bisschen was, wenn du kannst, über, ich nenne das mal das Community Operating System, weil ihr habt ja unheimlich viele Communities. Facebook hast du angesprochen, TikTok habt ihr eine gewisse Aktivität etc. Wie streamlinet ihr das? Habt ihr so ein operatives System bei euch oder wie streamlinet ihr und orchestriert ihr diese ganzen Ströme aus den verschiedenen Channels? Das wird mich und die Audience interessieren und gleichzeitig: Wie stark seid ihr hier schon im Automatisierungsbereich? Ich würde jetzt einfach mal die Hypothese aufstellen: Wahrscheinlich wollt ihr gar nicht so viel automatisieren, dass ihr gar nicht mit Automatisierung arbeitet. Würde ich aber auch erst mal ohne es zu wissen, negieren. Insgesamt ist das das, was bei uns die Mitglieder an Daten produzieren, das ist irre. Jedes einzelne Mitglied produziert in jeder Sekunde, die er mit uns in einem Kurs macht, produziert im Grunde genommen Daten, die natürlich dann in das Ökosystem einfließen, dann wieder neuen Content zu erstellen. Das ist ja im Grunde genommen so. Das Ergebnis haben wir haben wir ja gerade gesehen. Das läuft teilautomatisiert ab. Ich könnte mir allerdings vorstellen oder ich würde mir unter uns wünschen, dass wir das zukünftig noch automatisierter hinbekommen und das ist mit Sicherheit auch machbar. Dazu muss ich sagen, dass wir, wie gesagt, nach wie vor der einzige nicht-englischsprachige Markt sind in Deutschland. Das ist natürlich auch immer noch so ein Ding. Das heißt, wir probieren uns nach wie vor in der nicht-englischen Sprache auch immer noch aus. Da gibt es nach wie vor Prozesse und Strukturen, die wir einmal idealtypisch in Amerika herstellen, die dann auf den deutschen Markt zu adaptieren und hier dann auch entsprechend auszurollen. Aber wichtig ist, weil mir nützt es nichts, wenn ich hier im deutschen Markt, ich mache immer ein paar Tests. Manchmal ist das auch ganz hilfreich, ein kleinerer Markt zu sein, in dem tatsächlich die Sprache für die größeren Märkte gar nicht direkt anwendbar ist, weil dann Test and Learn ist ... Deutschland ist quasi das „Test and Learn Center auch für Peloton, aber es muss natürlich im Großen funktionieren, damit es hier für Deutschland dann auch anwendbar ist. Und ich brauche natürlich auch die Supporting Functions dann in den USA, die das auch dann umsetzen, weil wir hier in Deutschland ein kleines agiles Team sind. Managt ihr das Community Management intern oder extern? Oder sowohl als auch? Alles. Wir machen alles intern. Gut. Eine Frage noch aus Slido: Inwieweit spielen Gutscheine bei euch eine Rolle im Hinblick auf Customer Acquisition Cost? Ich meine, bei einer so hohen Loyalty Rate wäre es naheliegend, tatsächlich dann entsprechend auch beispielsweise den Einstieg deutlich zu rabattieren. Ist das etwas, was ihr als Marke jetzt auch verstärkt in den Fokus nehmt oder sagt ihr: „Nein, das machen wir aus dem und dem Grund ganz bewusst nicht? Bei uns lief das vor allem über die Member in der Vergangenheit. Bei uns gibt es Referral Codes. Das heißt, jedes Member bekommt, nachdem er, ich glaube, eine bestimmte Anzahl an Rights absolviert hat, bekommt er quasi so einen Fund an Codes. Das heißt, er selber bekommt einen Rabatt und kann dann diesen Rabatt oder kann dann einen Rabatt auch an einen Freund weitergeben. Das so läuft bei uns quasi klassisches Mitglieder-Influencer-Marketing bei Peloton. Insgesamt muss man sagen, dass wir die Hardware immer zu dem besten Preis anbieten, zu dem wir ihn anbieten und produzieren können. Wir stellen ein qualitativ hochwertiges Produkt her. Das ist quasi die Benchmark. Unter uns, so viel Marge ist da irgendwie gar nicht drin, insbesondere was die Hardware betrifft, wenn man da in diesem Preissegment oder in diesem Segment unterwegs ist und das Ganze auch nachhaltig irgendwie herstellen kann, auch insbesondere mit der Infrastruktur, die wir herstellen. Also insofern, wie gesagt, uns steht das qualitative Erlebnis, das ist uns wichtig und die Reichweite, die generieren wir dann hauptsächlich über die App, weil wir wissen, dass die einfach wahnsinnig gut konvertiert. Die war tatsächlich am Anfang nur als Companion-App geplant. Mittlerweile hat die sich zur echten App weiterentwickelt und wir wissen, dass die ein echter Entry Point tatsächlich auch für die Mitgliedschaft ist, dann auf dem Bike und auf dem Trade. Gut, liebe Anke, wir müssen tatsächlich an dieser Stelle Schluss machen mit der Q&A-Session, auch wenn noch einiges auf Slido zu beantworten wäre. Ganz herzlichen Dank von unserer Seite, dass Du heute hier Gast gewesen bist bei der OMKW und vielen herzlichen Dank für deinen wunderschönen, spannenden Vortrag. Danke schön. Sehr gerne. Vielen Dank. Noch ein Zertifikat. Eine Sekunde. Auch du, das Spinden-Zertifikat heute für deine Teilnahme hier für Tech4BetterWorld. Vielen Dank. Ganz herzlichen Dank, Anke. Danke dir. Danke.
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