Data Driven Growth Roundtable
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Video: Data Driven Growth Roundtable

Zusammenfassung

In diesem Data Driven Growth Roundtable diskutieren führende Experten aus E-Commerce, Analytics und Performance Marketing, wie Unternehmen trotz neuer Datenschutzmaßnahmen wie iOS 14 datengestützte Entscheidungen treffen. Der Fokus liegt auf intelligenter Datenerfassung, Consent Management und der Aktivierung von First-Party-Daten für nachhaltiges E-Commerce Marketing.

E-Commerce Marketing in der Ära von Datenschutz und iOS 14

Die Herausforderungen für Marketer im Online-Handel werden immer komplexer: Während Browser und Geräte-Hersteller die Datenerfassung zunehmend einschränken, müssen E-Commerce-Unternehmen ihre Strategien neu bewerten. Der aktuelle Roundtable der OMKI-Community zeigt, wie Experten von Douglas, DHL, Decathlon, Crealytics und Luna Park diese Transformation gestalten.

Datenerfassung neu denken: Das iOS-14-Phänomen

Das iOS-14-Update steht stellvertretend für einen breiteren Trend: Immer mehr Browser und Hersteller schränken die langfristige Nutzer-Verfolgung ein. Doch aus Sicht von DHL-Expert:innen muss man hier differenzieren. Statt Nutzer über lange Zeit hinweg in Profilen zu verfolgen, geht es darum, ihre aktuellen Bedürfnisse im Moment des Website-Besuchs zu erfassen und darauf zu reagieren.

Das größere Problem liegt nicht nur in technischen Einschränkungen, sondern in der Frage: Wie gehen wir mit Consent um? Wenn der Consent erst später gegeben wird, fehlen wertvolle Informationen über die Herkunft der Nutzer – und damit auch wichtige Daten für die Kampagnenbewertung.

Unterschiedliche Strategien für unterschiedliche Geschäftsmodelle

Nicht alle Werbetreibenden sind gleich betroffen. Performance-Marketing-Profis weisen auf eine wichtige Differenzierung hin: Unternehmen, die stark auf das Open Web angewiesen sind, um Traffic zu generieren, haben andere Herausforderungen als jene, die primär auf großen Plattformen wie Amazon, Google oder Facebook werben.

Für Retailer mit direktem Kundenkontakt und Transaktionen ist die Situation günstiger: Sie können First-Party-Daten direkt sammeln und sind weniger abhängig von Third-Party-Cookies. Anders sieht es für Advertiser ohne direktes D2C-Geschäftsmodell aus – sie müssen stärker auf alternative Datenquellen setzen.

Consent Management als Erfolgsfaktor im Online Shop

Bei der Conversion Rate Optimierung rückt Consent Management in den Fokus. Die praktische Erkenntnis: Transparenz und Vertrauen sind Wettbewerbsvorteil. Nutzer als mündige Menschen wahrzunehmen, statt sie zu manipulieren, führt zu besseren Ergebnissen – und das lässt sich testen.

Konkrete Maßnahmen im Online Shop:

  • A/B-Tests für Consent-Banner durchführen, um zu verstehen, was Nutzer besser verstehen und akzeptieren
  • Nutzer transparent über Datennutzung aufklären, statt mit dunklen Patterns zu arbeiten
  • Server-side-Tracking einsetzen, um auch bei eingeschränktem Client-side-Tracking Daten zu erfassen
  • Kundenmotivation erhöhen durch ehrliche Kommunikation über Datenschutz
  • Consent als Optimierungsproblem betrachten – nicht nur als technisches Hürde

Personalisierung und Datenaktivierung neu bewerten

Die Diskussion zeigt: Es geht nicht um weniger Daten, sondern um bessere, legitimierte Daten. Unternehmen, die ihre Analysefähigkeiten nutzen, um auch Consent zu optimieren – nicht nur Kampagnen – bauen nachhaltiger auf.

Die analytische Herangehensweise hilft auch hier: Teste, messe, optimiere. Welche Formulierung beim Consent funktioniert? Wie viele Daten erhältst du bei welcher Transparenzstufe? Diese Erkenntnisse lassen sich auf Marktplätze und Checkout-Prozesse übertragen.

Drei zentrale Erkenntnisse für E-Commerce-Profis

  • Bedürfnis über Profil: Konzentriere dich auf das aktuelle Bedürfnis des Nutzers im Moment seines Website-Besuchs, nicht auf langfristige Profilierung.
  • First-Party-Daten sind Zukunft: Aufbau eigener Kundendaten durch transparente, konsensbasierte Erfassung ist der Schlüssel zu unabhängigem E-Commerce Marketing.
  • Vertrauen ist optimierbar: Nutzer-Transparenz ist kein PR-Thema, sondern ein Optimierungsproblem – teste Consent-Formulierungen, Datenschutzkommunikation und Server-side-Tracking wie jede andere Conversion-Rate-Maßnahme.

Ausblick: Datengetriebenes Marketing evolveiert

Die Zukunft von E-Commerce Marketing liegt nicht in der Umgehung von Datenschutz, sondern in seiner Integration als Gestaltungsaufgabe. Unternehmen wie Douglas mit ihrem umfassenden Data-Management-Setup, die auf CDP-Lösungen setzen und Personalisierung intelligent einsetzen, zeigen den Weg.

Fazit: Wer sich jetzt auf legitime, konsensbasierte Datenerfassung konzentriert und diese aktiv optimiert, baut sich einen stabilen Wettbewerbsvorteil für ein Post-Cookie-Web auf.

Häufige Fragen

Wie wirkt sich iOS 14 auf mein E-Commerce Marketing aus?

iOS 14 schränkt vor allem die langfristige Nutzer-Verfolgung ein. Für Online-Shops bedeutet das: Konzentriere dich auf das aktuelle Bedürfnis des Nutzers im Moment seines Besuchs, statt ihn über lange Zeit zu profilieren. Besonders wichtig ist auch, dass du Consent-Daten erst später erhältst – das erschwert die Nachverfolgung von Traffic-Quellen. Nutze vermehrt First-Party-Daten und Server-side-Tracking.

Wie kann ich mehr First-Party-Daten im Online Shop sammeln?

Transparenz und Vertrauen sind der Schlüssel. Informiere Nutzer offen und ehrlich über deine Datennutzung, statt dunkle Patterns zu verwenden. Teste verschiedene Consent-Banner-Formulierungen durch A/B-Tests, um herauszufinden, welche Variante zu besserer Akzeptanz führt. Mit besserer Consent-Rate erhältst du auch mehr Daten – und diese sind ganz legal und nachhaltig.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Retailern und reinen Advertisern bei der Datennutzung?

Große Retailer mit direktem Kundenkontakt und Transaktionen (wie Online Shops) haben einen großen Vorteil: Sie können leicht First-Party-Daten sammeln. Wer dagegen hauptsächlich Anzeigen im Open Web schaltet und keinen eigenen Shop hat, ist stärker von Third-Party-Cookies abhängig und muss stärker auf alternative Strategien ausweichen.

Wie optimiere ich Consent-Banner für höhere Zustimmungsquoten?

Behandle Consent wie jedes andere Optimierungsproblem: Führe A/B-Tests durch, um zu testen, welche Formulierungen, Farben und Positionen besser funktionieren. Die zentrale Erkenntnis: Je transparenter und nutzerfreundlicher du formulierst, desto höher sind die Zustimmungsquoten – was letztlich auch bessere Daten für dein Marketing bedeutet.

Was ist Server-side-Tracking und warum wird es immer wichtiger?

Server-side-Tracking bedeutet, dass du Daten direkt über deinen eigenen Server erfasst, statt über Browser-Tracking. Das ist besonders wichtig, weil immer mehr Browser-Technologien eingeschränkt werden. Mit Server-side-Tracking kannst du auch dann noch Daten erfassen und Insights gewinnen, wenn Client-side-Tracking nicht mehr möglich ist.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

(Intro-Musik) Gastgeber des heutigen Roundtables ist Jonas Rachedi, OMKB-Stammgast und Head of Data Intelligence und Technologies von Douglas. Er ist seit zweitausendneunzehn bei Douglas aktiv und im ganzheitlichen Aufbau verantwortlich für das Data Management, die Plattform, Consent Management und unter anderem die Personalisierungstools. Jonas selbst ist auch Podcast-Host, persönliche Empfehlung meinerseits mit fantastischen Gästen. „My Data is better than yours", da gerne einmal reinhören. Kommt jeden zweiten Freitag eine neue Folge raus und er ist auch unter die Buchautoren gegangen jüngst. Und hier habe ich das aktuelle Werk von Jonas einmal für euch mitgebracht mit dem Namen „Datengetriebenes Marketing – wie Unternehmen Daten zur Skalierung ihres Geschäftsmodells nutzen können. Und wer sich für das Werk interessiert, wir verlosen eine ganze Reihe an Exemplaren an alle, äh, Kolleginnen und Kollegen aus der OMKB-Community, die heute hier im Chat eine Frage gestellt haben. Insofern weiter fleißig fragen. Es lohnt sich. Vielleicht kriegt ihr das Buch dann zugeschickt. Dann gehen wir zum nächsten Hochkaräter in unserem Digital Analytics Roundtable. Und zwar freue ich mich sehr, dass Till Büttner mit dabei ist in unserer Runde. Till ist Head of Web Analytics bei der Deutschen Post DHL Group. Till selbst ist seit zweitausendvierzehn schon mit dabei bei der Deutschen Post DHL Group und ist dort gestartet als Digital Analyst und hat dann sich entsprechend entwickelt und seit zweitausendzwanzig nun Head of Web Analytics dort. Sein Verantwortungsbereich ist es insbesondere, durch die Nutzung digitaler Daten und Analysen bessere Entscheidungen zu treffen entlang der Customer Journey auf DHL Punkt com und weiteren Touchpoints. Und die große Herausforderung von Till ist es, seiner Vielzahl von Leads tatsächlich die herauszufiltern, die eben besonders relevant sind für ein so großes Unternehmen wie DHL mit über einer halben Millionen Mitarbeiter tatsächlich im Gesamtkosmos. Ein Unternehmen, was ja auch in jedem Land der Welt agiert. Insofern, Till, fantastisch, dass du mit dabei bist heute und ich sehe auch schon dein knallgelbes Shirt. Super gut. Dann haben wir mit dabei von Decathlon die Livia Wagershauser. Livia ist Senior Web Analyst bei Decathlon Deutschland und seit drei Jahren bei Decathlon aktiv. Sport aus Leidenschaft, das ist sicherlich die Überschrift, wenn man an Decathlon denkt. Decathlon ist ein international tätiger französischer Hersteller und Händler von Sportgeräten und Bekleidung und mittlerweile auch in neunundvierzig Ländern weltweit tätig. Wenn man sich immer so die größten Dimensionen anschaut, elf Milliarden Euro Umsatz und zweiundachtzigtausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Das ist natürlich auch schon echt eine Konzernstruktur, die dahinter steckt und was ich ganz ins, ganz inspirierend fand, jährlich werden über zweitausendachthundert Produkte neu und eigen entwickelt. Wenn ihr es noch nicht wisst, ähm, Decathlon führt auch eigene Marken, neunzehn Eigenmarken an der Zahl. Zum Beispiel, ich weiß nicht, ob ich es richtig ausspreche, jeder spricht sie anders aus. Ich sage mal Quechua, als einige der bekanntesten Marken tatsächlich im Ökosystem von Decathlon. Und auch ein starkes Filialwachstum hat Decathlon in Deutschland hingelegt, zumindest vor Covid-neunzehn. Und da freue ich mich sehr, Livia, dass du heute mit bei uns am Start bist in der OMKB. Herzlich willkommen. Daneben haben wir noch Agenturpower mit an Bord, und zwar einmal Irene Kögel, der, von der Agentur Crealytics, eine Performance-Marketing-Agentur aus Berlin mit Standorten auch in London und New York, die auch mit eigenen Softwarelösungen zur Veredelung von Digital-Marketing-Aktivitäten am Markt aktiv sind. Und Irene selbst ist Head of Global Digital Marketing bei Crealytics und auch eine bekannte Speakerin auf diversen, insbesondere SAM-Events weltweit. Schön, dass du mit dabei bist, Irene. Und weiter geht's und die Runde wird noch nicht ganz kompliziert, aber fast von Heike Lück von Luna Park. Luna Park ist eine digitale Marketingagentur mit dreißig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Köln. Heike selbst ist Team Lead Analytics bei Luna Park und seit elf Jahren schon vor, an Bord, also gehört zum Inventar, so kann mans, glaub ich, sagen, bei Luna Park, mit dem Fokus – wie soll es anders sein? Auf das Thema Analytics. Und kompliziert wird die Runde durch meinen geschätzten Kollegen Shahab Hussein. Shahab übernimmt die Co-Host-Rolle in unserem Digital Round Table, weil Jonas, du als offizieller Gastgeber natürlich dir nicht selbst die eigenen Fragen stellen und sie beantworten kannst. Insofern unterstützt dich dabei Shahab gerne und ich wünsche allen Zuschauerinnen und Zuschauern in dieser wirklich bunt zusammengesetzten und hochkarätig besetzten Runde ganz, ganz viel Spaß mit dem Thema Data Analytics. Insofern, let's go. Lieber Jonas, an dich die Überleitung. Du hast das Wort. Ja, vielen, vielen Dank für die Einleitung. Vielen, vielen Dank, äh, an die Gäste, die hier alle so zahlreich erschienen sind. Ich, äh, bin begeistert und Chapeau einmal auch an das OMKB-Team. Nämlich heute Vormittag war ja schon 'ne spannende Runde oder 'n, äh, Roundtable mit nur Frauen. Diesmal, äh, haben wir auch noch mal weitere Frauen auf der Bühne. Also vielen Dank vor allen Dingen auch an die Frauen, dass sie teilnehmen. Ähm, wir haben den Roundtable so ein bisschen aufgeteilt. Fängt an mit dem Thema, ähm, Collect. Welche Daten erheben wir? Dann gehen wir über das Thema Understand und Analyse. Welche Daten kann man denn eigentlich analysieren und wie muss man sie verstehen? Dann gehen wir aufs Thema Aktivierung ein. Also wie kann man aktuell und auch in Zukunft die Daten aktivieren? Und dann sprechen wir gerne auch noch mal ein bisschen über die Trends. Und wer vielleicht schon mal den Podcast gehört hat mit mir und Till, am Ende versuchen wir dann auch einfach noch mal das Thema zusammenzufassen mit den, welche drei Punkten würden die Teilnehmer und auch wir mitgehen? Wenn ihr Fragen habt, gerne in die Runde stellen, aber wir würden gerne ein bisschen einsteigen, ein bisschen tech-nerdy einsteigen, nämlich mit dem Thema Collect und dem Thema iOS vierzehn. Das ist ja jetzt eigentlich ein Thema, was, ähm, aktuell in aller Munde ist und was viele so ein bisschen unsicher macht, weil es, glaube ich, viele White Paper da draußen zu gibt und viele Meinungen dazu gibt. Aber dann würde ich gerne einmal die Meinung der jeweiligen Teilnehmer hören. Ähm-Ich weiß nicht, wer von euch denn gerne anfangen möchte, sich dazu zu äußern. Ansonsten, ähm, genau, frei heraus. Kurze additive Notiz. Ähm, Jonas, dein bild ist eingefroren. Gegebenenfalls kannst du im Hintergrund einen kurzen Troubleshoot machen und, äh, ich würd vorschlagen, dass wir mit DL dann starten. Okay. Ich seh-- ich seh Jonas sich bewegen, aber ich kann trotzdem natürlich gerne beginnen. Ähm, ähm, das, das Thema, äh, iOS 14 und Content und alles, was damit zu tun hat, ähm, ist ja, ist ja viel größer als nur diese, dieser eine, ne, also was macht iOS 14 jetzt gerade oder 14.5, was jetzt kommt, ähm, sondern wie gehen wir generell damit um, dass immer mehr Browser und, äh, äh, Hersteller, ähm, die Datenerhebung eigentlich unterbinden oder sehr, sehr verkürzen. Ähm, und für uns und aus meiner Sicht, ähm, tut es mir im ersten Moment gar nicht so sehr weh, weil ich den Nutzer versuche, gar nicht als Nutzer in einem Profil über eine lange Zeit zu betrachten, ähm, sondern in dem Moment, wo er auf der Seite ist und ein Bedürfnis hat. Das heißt, ähm, das ist was, was wir, wenn, wenn ihr mich woanders schon hab sprechen hören, was ich immer wieder gerne betone, hier geht's das Bedürfnis desjenigen, wenn er auf der Seite ist und das zu erfassen und damit umzugehen. Und, ähm, wenn mir sozusagen, äh, das Profil dessen jenigen verkürzt wird, dann ist das in diesem in diesem Umfang nicht, nicht so wild. Ähm, das größere Problem, was ich dahinter sehe, ist eigentlich, was machen wir mit Consent und wie gehen wir damit um? Und wie spielt das auch 'ne Rolle, ähm, wann wir wie-- also wie viele Daten wir sozusagen erhalten? Wann gehen wir auf 'ne Sample Rate, weil wir zu wenig Daten erhalten, ähm, und wann können wir immer noch aussagekräftig arbeiten? Und, ähm, das würd ich gerne an Irene einfach mal, mal weitergeben, weil grade so aus dem, aus dem: „Wo kommen die Leute her?" Also wenn ich die Leute später auf der Seite habe und ich kann sie irgendwie, ne, weiter festhalten, dann kann ich sagen, sie haben sich so und so verhalten. Aber wenn ich am Anfang das Consent nicht habe und das erst später gegeben wird, fehlt mir der ganze Teil: „Wo kommen sie her?" Und was mache ich eigentlich dann mit meinen Auswertungen für Kampagnen und so was? Mhm. Das ist 'ne super Frage und ich glaube, ich würd die erst mal nehmen und auch noch mal auf 'n bisschen andere Ebene stellen, denn ich glaube, dass man diese Frage, ähm, aus der jeweiligen, ähm, Brille des Advertisers betrachten muss und sich fragen muss: „Was ist das denn eigentlich für'n Werbetreibende, mit dem ich's zu tun habe? Und was hat denn der für Möglichkeiten, überhaupt 'nen User auf seine Webseite beziehungsweise in sein E-Commerce-Shop zu bringen? Und ich glaube, da müssen wir 'ne Differenzierung treffen zwischen denjenigen, ähm, die, ähm, eben darauf angewiesen sind, im Open Web oder im App Environment, ähm, ihre Traffic-Akquise zu betreiben und dort eben Inventar zu buchen, versus denjenigen Werbetreibenden, die völlig fine damit sind, dass sie ihre Anzeigen, ähm, auf großen Plattformen wie Amazon, Google, Facebook et cetera schalten. Klar gibt's jetzt über iOS, ähm, äh, die iOS-Änderung gewisse, ähm, Auswirkungen darauf, was man natürlich im, im Facebook-Environment tun kann. Aber ich glaube, das ist 'ne ganz relevante Frage, denn wenn ich sehr stark darauf angewiesen bin, meinen Traffic im Open Web, ähm, zu generieren und dort meine Anzeigen und mein-- zu schalten, dann, ähm, betrifft mich die ganze Debatte über Privacy, über Consent, über Third-Party-Cookies auf 'ne ganz andere Art und Weise. Ähm, denn dann stellt sich für mich als Werbetreibender die Frage: Wie viele First-Party-Daten habe ich denn, um das Ganze auszubalancieren? Und, ähm, reicht das denn für mich überhaupt aus? Hab ich zum Beispiel kein Direct-to-Consumer-Business, das irgendwie auf 'nem Transaktionsmechanismus basiert, dann tu ich mich damit natürlich bedeutend schwerer, als wenn ich 'n großer, 'n großen Retailer im, im, im Web betreibe, ähm, und da 'n gutes Business habe, auch viel Traffic auf meine Webseite bekomme und entsprechend ich mich relativ leicht tue, ähm, meine eigenen First-Party-Daten zu erheben. Ja, äh, ihr zwei sagt was ganz, ganz Spannendes, weil eigentlich ist dieses-- das iOS 14 steht ja für so 'n bisschen sinnbildlich für: Wie entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen, Irene, du hast es eigentlich gerade richtig gesagt, die Technik weiter? Oder die, die jeweiligen Vendoren, Facebook, Google mit dem, mit dem Chrome Privacy Box, ähm, aber auch Safari mit, mit den jeweiligen Browsern. Und technisch muss man sich da die Frage stellen: Wie kann man's lösen? Und man muss diese, diese Unbekannte, also Sachen, die man nicht messen kann, einfach, glaub ich, einschätzen können oder verstehen können, um zu bewerten, um bewerten zu können, was für 'n Einfluss hat das eigentlich. Heike, Lidia, habt ihr da Erfahrung? Seid ihr da schon, äh, in Vorbereitungen, vielleicht auf Brandseite oder aber auch auf, auf Beratungsseite, wie, wie die Retailer sich aufstellen, wie sich vielleicht auch Leute aufstellen, die nicht 'n direkten Kundenkontakt haben, was, was Irene gesagt hat? Ja, also bei uns ist das auf jeden Fall schon 'n großes Thema. Wir haben, ähm, beide Teams, also sowohl das Analyseteam als auch das Data-Development-Team da drauf gesetzt und auch das Apps-Team, weil, was mir gar nicht bewusst war, was mit diesem iOS-14-Update kommt, ist ja auch, dass du die Kampagnen umstellen musst und Conversions priorisieren und so. Das ist ja nicht nur das Tracking, was ich, also was du anpassen musst, sondern halt auch das. Und wir haben mit den ersten Kunden dann natürlich auch schon Gespräche drüber gemacht: Wie machen wir das? Was ist mit diesen IDFA, die dann wegfallen, ähm-Habt ihr die genutzt, wo habt ihr die genutzt und so was. Das ist was, wofür wir auf jeden Fall schon wahnsinnig. Kurze Notiz: Wir haben leichte Und bei uns natürlich, wir sind auch davon betroffen. Und was in meiner Meinung immer wichtiger wird, weil Data Privacy wird immer zunehmen und wir müssen uns einfach mehr auf den User konzentrieren. Also wie können wir ihn, wenn wir die Daten tracken wollen, also Consent von ihm wollen, wie können wir ihn überzeugen, motivieren, dass er uns diesen gibt? Und ich glaube, je transparenter man hier handelt, desto besser ist es. Und ahmm natürlich, zu einem Consent-Banner kann man A, B-Tests machen und testen, was der Kunde besser versteht, wo er besser angenommen wird und auf der anderen Seite natürlich Server-side-Tracking, dass wir die Daten erheben können ahhm ja über den Server direkt. Ich weiß aber, dass Till schon ziemlich viele A/B-Tests über den Consent gemacht hat. Deswegen meine Frage an Till: Hast du irgendwelche Empfehlungen für uns? Empfehlungen, also nicht aus den Tests selber heraus, weil ich glaube, das ist seiten-und produktspezifisch, dass man das, glaube ich, unbedingt gar nicht sagen kann. Ich glaube, das, was wir machen müssen, ist, uns auf unsere Fähigkeiten zu besinnen, ähm nämlich die Fähigkeiten, Daten zu analysieren und zu optimieren. Und das nicht nur für Kampagnen oder für ein Online-Tool, sondern zum Beispiel auch für das Consent. Das heißt, wenn ich vernünftig mit ... Ich bin vollkommen bei delivia, aber wenn ich mit dem Nutzer vernünftig umgehe, wenn ich Vertrauen aufbaue, wenn ich den Nutzer als mündigen Menschen wahrnehme und nicht als jemand, der bitte nur irgendwo draufklicken soll, dann glaube ich, dass wir nicht von heute auf morgen, aber auf Dauer es schaffen können, eine andere Ebene herzustellen. Und wenn das nur einer tut, ist das schwierig. Wenn immer mehr mitziehen, glaube ich, dass man daraus etwas gewinnen kann für die ganze Branche, wenn wir vertrauensvoll mit den Leuten umgehen. Ahhhm Und dann kann ich hingehen und sagen: „Ich kann Design testen. Habe ich das richtige Layout gewählt? Ich kann hingehen und kann sagen: „Ich kann die Copy testen. Spreche ich den Nutzer richtig an? Nutze ich das richtiger? Und ahhhm es ist zum Beispiel so, dass die Texte, die da drin stehen müssen, gar nicht 100% juristisch geschrieben sein müssen. Sie müssen das abdecken. Das ist gar keine Frage, weil du keine Abmahnung dafür kassieren möchtest, aber du kannst trotzdem eine Sprache und sollst sogar eigentlich eine Sprache wählen – so habe ich es verstanden – die der Nutzer versteht. Und da kann ich ja ganz viel mit arbeiten. Ich kann überlegen: Kann ich mit Bildkomponenten arbeiten, den Nutzer da zu ahmmm damit zu arbeiten? Und all das, was damit zu tun hat, ahhhm würde ich empfehlen, einfach genau damit zu arbeiten und nicht zu sagen: „Wir haben hier etwas, das stellen wir da hin und irgendjemand hat uns gesagt, das wird schon funktionieren. Oder, ein anderes Beispiel, weil wir da halt auch immer wieder darauf angesprochen werden: „Ah cool, DHL hat ja da getestet. Ihr habt ja irgendwie auch gesagt, wie viel Opt-in-Rate ihr damit bekommen habt. Dann nehmen wir das und kopieren das. Das ist das Schlimmste, was du eigentlich machen kannst, weil das überhaupt nicht aussagekräftig für dich ist, sondern die Nachricht dahinter ist eigentlich: Setzt euch damit auseinander und beschäftigt euch damit. Ahhhm Und dann kannst du auch wiederum ahhhm den Kampagnen, also den Leuten, die sich mit Kampagnen und all dem ahhhm beschäftigen, helfen beziehungsweise eigentlich kann man Hand in Hand spielen. Ich weiß nicht, Irene, ob ihr das schon mal gemacht habt, auch mit Kunden, aber zu sagen: „Cool, ahhhm in dem Moment, wo wir Kampagnen schalten, könnte ich sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen: „Die Leute, die da landen, kann ich kampagnenspezifisch in dem Content-Modul ansprechen, weil eine Information, die ich habe und die ich auswerten darf, wäre ein URL-Parameter. Und damit könnte ich ja eine personalisierte Ansprache machen, die natürlich gar nicht personalisiert ist, die ich auch gar nicht personalisieren darf im Großen und Ganzen, aber etwas mehr drauf zuschneiden, um einen Mehrwert zu generieren. Segmentiert, ne? Na klar. Also ahhhm ich denke, ahhhm ein Best Practice ist definitiv, sich auch zu überlegen: Was für eine Ansprache ist denn hier eigentlich notwendig, wenn ich den Usern seinen Consent bitte? Ahhh Mit wem habe ich es da eigentlich zu tun? Ahhhm Und da auch definitiv so transparent wie nur möglich zu sein. Also ich habe schon auch Fälle gesehen, wo einfach bestimmte Daten hier rum sind, halt vergessen werden zu erwähnen. Das ist auf Dauer natürlich keine vertrauensbildende Maßnahmen. Ja, ich glaube, spannend ist und zusammenfassend ist so ein bisschen, wenn man sich Gedanken macht unter dem Thema Collect, ist es das Technische: Wie kann man was erheben? Und ahhhm Irene und Tilly habt ihr was Spannendes gesagt mit dem Thema Brand. Also viel, viel stärker auch für die Zukunft ist das Thema nicht nur Branding, also außerhalb der Seite, sondern natürlich auch auf der Seite, weil umso stärker eine Marke ist. Das merken wir selber als Douglas auch. Und ich habe früher immer Vorträge gehalten und habe die erste Frage, die ich gestellt habe, war so: Wer kennt denn alles Douglas? Dann habe ich gemerkt, die Frage darf man nicht stellen, sondern: Wer kennt Douglas nicht? Weil dann kann man die Hände besser abzählen. Ahhhm Und dann sieht man auch, dass wir – und ahhhm ist ja auch kein Geheimnis, dass ich mich mit ein paar Leuten hier in der Runde, vor allem Till, in regelmäßigen Abständen austausche, ahhhm dass wir durch eine Brand eine stärkere, vielleicht eine Konzentrate oder eine beeinflussende Art und Weise haben für die Konzentrate, die wir haben. Ich glaube, was man mitnehmen muss, ist das Thema ahhm weit weg von also von außerhalb der Werbung irgendwie auf diversen Plattformen, wo man Werbung schaltet, muss man sich Gedanken machen: Was für eine Auswirkung hat das auf ahhhm die Technik? Also kann man das jetzt wieder messen? Muss man irgendwie-- Kann man doch überhaupt personalisieren, die Werbung? Kann man die auf soziodemokratischen Sachen machen? Kann ich das auf First-Party-Daten machen? Dann wieder näher hinzu, ahhhm...Dann kommen die Leute auf meine Seite. Was kriege ich denn dann überhaupt noch mit davon, dass die Leute auf meine Seite kommen? Weiß ich noch, über welchen Kanal die kommen? Weiß ich noch über welches Keyword zum Beispiel die kommen? Also wie granular kriege ich die Daten mit und wie verarbeite ich die Daten dann auf der Seite? Jetzt habe ich einen guten guten Zirkel gefunden zum nächsten Thema nämlich wir sind denn dann bei dem Thema Understand und Analyse, also dem Thema On Site Behavior, da wo Livia, Heike und Till sich glaube ich sehr, sehr wohl fühlen, weil sie natürlich als Web Analyst aus dem Bereich kommen. Spannend jetzt auch mal für Triathlon Sicht und auch für für aus DHL Sicht einmal wie stellen sich oder stellt ihr euch eigentlich als Unternehmen auf, um mit den neuen Datenmengen, die vielleicht auch größer geworden sind oder sich verändert haben, klarkommt? Und wie könnt ihr noch daraus die meisten Insights generieren? Weiß nicht. Ladies first, vielleicht lieber anfangen möchtest. Ja, kann ich gerne machen. Ähm, also wir haben jetzt angefangen, unsere Teams zu splitten. Einmal das Analytics Team, das eben gerade für die Webanalyse verantwortlich ist und das halt alles auswertet und das andere Team, das für die Daten verantwortlich ist. Und dann gibt es aber noch einen weiteren Part, quasi die Integration von den ganzen Tracking Parametern, was das Development Team macht. Und ich glaube, dass hier die aller oberste Priorität auch immer weiter steigen wird und zwar die Datenqualität. Weil je mehr Daten ich habe, desto wichtiger wird, dass die Daten korrekt sind, weil der Impact einfach viel, viel größer wird. Und da glaube ich, ist super wichtig, dass man in Zukunft automatisierte Lösungen findet, um die Datenqualität zu gewährleisten, um das auch zu monitoren, dass wenn es Probleme gibt, dass man das halt sehr, sehr schnell verstehen kann und bemerkt. Und da spielt auch glaube ich, Data Science und AI eine super große Rolle, um eben solche Modelle zu entwickeln, dass man eben schnell solche Fehler ja ähm beheben kann. Es ist ganz spannend. Ihr fahrt ja so einen ähnlichen Ansatz wie Jonas auch. Also das das aufzuteilen in Teams. Wir gehen genau den umgekehrten Weg, dass wir sagen, wir haben ein Team und setzen das crossfunktional auf. Also jeder im Team kann alles mehr oder minder beherrschen. So nicht bis ins Detail. Klar, du wirst immer jemanden haben, der für etwas etwas mehr kann, aber mit einem anderen Ansatz dahinter. Der Ansatz bei uns dahinter ist zu sagen, wir brauchen nicht so viele Entwickler oder also Leute, die sich um das Einbauen des Trackings kümmern, also um den ganzen, den ganzen Engineering Teil sozusagen. Und auch Analysten später für die Projekte, sondern wir sind ein kleines Team und versuchen, die anderen Teams und die Product Owner, aber auch die Entwickler für die Produkte zu enablen und gehen halt hin, dass wir sagen, wir standardisieren ganz viel. Und über diese Standardisierung und das Training, was damit erfolgt, schaffen wir ein Enablement, sodass wir als Team gar nicht mehr so stark gefragt sind. Also die wichtigsten Reportings können die Stakeholder alle selber machen. Wenn ich die Entwickler, die auf den Produkten sitzen, richtig schule, können die das einbauen, dann muss ich mich nicht darum kümmern. Das QA ist noch wichtig, da muss man dann gucken, machen wir das machen, kann man das auch auf Dauer abgeben. Aber eben nicht zu sagen, wir müssen im gleichen Maße wachsen wir wie das restliche Unternehmen wächst in den Bereichen, wo gemessen werden soll, damit wir das abdecken können, sondern wir versuchen sozusagen eine Demokratisierung zu schaffen in dem Bereich. Wir können uns gerne in einem Jahr darüber unterhalten. Haben wir das wirklich erfolgreich geschafft oder nicht? Weil wir damit wie gesagt, gerade auch erst seit einem guten 3/4 Jahr unterwegs sind. Und ich glaube, dass es aber auch kein Richtig und Falsch gibt, sondern ich glaube, es gibt für jedes Unternehmen und für jeden Bereich, für die Leute, die darin arbeiten, den richtigen Weg, das zu tun und sich damit auseinanderzusetzen. Und ich glaube, das ist das Wichtigste, weil bei all dem, was wir machen, bei all dem, was wir uns da gerade angucken, wir reden über Daten, wir reden über die Datenerhebung, wir reden über die Qualität machen, tun das immer noch Menschen dahinter. Und das ist, glaube ich, der ganz wichtige Faktor, den wir nicht vergessen dürfen, dass jeder, der das tut, sich mit dem, was er da tut, wohlfühlen muss. Und nur wenn wir Leute haben, die sich mit dem wohlfühlen, was sie da tun, können wir vernünftige Daten erheben. Wie können wir sicherstellen, dass die Daten qualitativ hochwertig sind, dass die Auswertungen dahinter hochwertig sind? Und das ist, glaube ich, genauso wichtig wie Haben wir das richtige Tool, wenn nicht sogar wichtiger als haben wir das richtige Tool oder haben wir die richtigen Messmethoden, weil sonst funktioniert es dahinter nicht. Da werde ich aber gerne an Heike mal Hi, du hast ja, ihr macht das nicht für euch selber, sondern ihr macht das wiederum auch für Kunden. Siehst du nur das eine oder siehst du das? Also wir haben auf der einen Seite, wir teilen Teams, das andere wie bei uns, wir machen es crossfunktional. Wie ist deine Sicht darauf? Warten einen Kunden. Also wir haben das Glück, dass wir Kunden haben, die uns schon direkt als SparringPartner nehmen, wo wir halt schon sobald irgendwas Neues kommt, mit reinkommen. Also diese iOS Geschichte letztens war halt auch wo die zu uns kamen und meinten Hey, lass mal drüber reden, was können wir da am besten machen? Und bei uns ist es mit bei uns in den internen Teams so, dass wir tatsächlich versuchen, die wieder enger zusammenzubringen, dass du halt nicht nur das Development Team hast, das GA Team, sondern halt wirklich die, die man quasi so Taskforces bilden. Die einen gucken sich halt CrossTeamtechnisch das iOS Update an, den Consent Mode Server, side Tagging usw. GA4. Dass man halt schaut, okay, ich habe auf der einen Seite die Leute, die die Analyse machen und die die Daten haben wollen und auf der anderen Seite die Leute, die mir sagen, wie ich sie da reinkriege und wie das technisch alles umsetzbar ist und dass man da halt einfach diesen kürzeren Weg hat. Und auch im Zusammenhang mit dem Kunden, dass halt auch dann meistens schon immer aus beiden Teams jemand dabei sitzt und in das Sparring mitgehen kann und sagen kann okay, pass auf, du willst die und die Daten machen wir so. Und wir geben dir die Daten zurück. Und.Und geht technisch auf die und die Variante. Und bei den Kunden ist es sehr unterschiedlich tatsächlich, ähm, dass die halt auch ganze Teams haben, die aber dann, ähm, die Technik quasi zu uns outsourcen, dass wir halt die Implementierung und die Konzeption und so was machen, die halt einfach nur sagen: „Okay, das will ich haben und mein Report sieht am Schluss so aus. Da machen wir halt auch die Visualisierung ganz viel und so, dass das halt aufbereitet ist, dass man die Daten am Schluss auch schön hat und der GF zum Beispiel geben kann. Ist ja auch wichtig. Und, ähm, andere, die halt sagen: „Okay, pass auf, ich will einfach nur mal kurz reden. Mache ich selber oder gebe ich halt weiter an meine IT, aber ich brauche halt dein Know how. (übersprechen 00:01:58) Ja, ich denke- Der ... Bitte Jonas. Wer da scharf hat, hat vorhin eine spannende Frage gestellt, die ich gerne, äh, mal aufgreifen möchte und da hat er gefragt: Ist es so eine All-in-One-Marketing-Lösung oder ist es eher Best-in-Breed-Ansatz? Also welche, welche Lösung verfolgt dann Unternehmen? Und ich kann ja gerne mal so ein bisschen als erstes in den Pool springen. Ähm, wir bei Douglas oder ich versuche zu verfolgen, dass wir meistens eine Gesamtlösung einkaufen. Warum? Dieses ganze Thema, über was wir jetzt gerade am Anfang gesprochen haben, Collect, dieses ganze Thema: Wie sprechen die Tools miteinander, untereinander? Kann man gewährleisten, dass man, äh, Webanalyse-Tool mit Personalisierungs-Tool sprechen lassen kann? Der Pain, diese Sachen zu connecten, um Best-in-Breed-Lösungen zu finden und die zusammenzufügen, ist nichts im Vergleich zu 'ner All-in-on-Marketing-Lösung, also meine persönliche Meinung, einzusetzen und damit die Sch-- eigentlich dadurch eine Schnelligkeit zu haben und damit die Möglichkeit haben, die Best-in-Breed-Lösungen, die die mitbringen, eigentlich wieder auszugleichen. Ich weiß nicht, wie da eure Erfahrung ist. Ich finde, du sprichst da einen total wichtigen Punkt an. Ähm, ich habe ein relativ breites Level an Sophistication in unserem Kundenportfolio. Und, ähm, was aber immer wieder, ähm, das Limit und der Bottleneck ist, ist, dass, ähm, Kunden nicht in der Lage sind, ähm, Daten miteinander in Verbindung zu setzen oder auch die Teams miteinander sprechen zu lassen. Es geht schon los, Online-und Offline-Daten miteinander, ähm, in Verbindung zu setzen, dann eventuell sich zu fragen: „Hey, ähm, schauen denn meine Finance-Teams eigentlich auf die gleichen Metriken wie meine Marketingteams? Dann hast du – und ich spreche jetzt hier mit Retail-Expertise vor allem, was bei uns so das Steckenpferd ist –, dann hast du Wholesale-Teams, die gucken auf andere Daten und bemessen ihren Volk anders als die Retail-Teams und so weiter und so fort. Und wenn du tatsächlich auf einem hohen Level von Sophistication in diesem sich wandelnden Environment erfolgreich dein E-Commerce-Business voranbringen möchtest, dann musst du diese Daten zusammenfügen und das kannst du natürlich über ein cross-funktionales Team machen oder indem du Teams wieder sich spezialisieren lässt. Aber ich denke, die Herausforderung und die Grundvoraussetzung dafür ist, ähm, dass man diese Datensilos, ähm, aufbricht und in der Lage ist, Daten zusammenzufügen und auch zu verstehen, ähm, was ist eigentlich der Wert meines spezifischen Kunden? Ähm, und den zu bemessen, wiederum ist man auch darauf angewiesen, die komplette Customer Journey zu verstehen et cetera, et cetera. Ähm, ihr seid da die Experten, ihr wisst, was es heißt, das auf der Webseite zu erfassen und zu messen, aber das ist schon die Herausforderung, mit der wir eigentlich fast überall konfrontiert sind. Ich glaube, es gibt sehr, sehr wenige Player, ähm, die das auf einem absolut, ähm, hohen Niveau momentan gestemmt bekommen und da nicht mit, ähm, struggeln. Ich würde ganz frech die Behauptung, ähm, aufstellen, dass wir in Deutschland oftmals diesen hundert Prozent Anspruch haben. Wir möchten irgendwas hundert Prozent fertigmachen. Wir müssen erst mal was ganz komplett durchdenken und ich finde, aktuelles Speed Key, also in der aktuellen Phase, wo wir uns befinden, müssen wir schnell reagieren können. Da muss einfach auch eine gewisse Fehlerkultur im Unternehmen herrschen, ähm, oder die Möglichkeit sein, ja eben einfach auch mal Fehler zu machen, was Sachen auszuprobieren. Und ich glaube auch, dass das bei uns, bei Douglas jetzt in den letzten Monaten, Jahren sehr, sehr viel geholfen hat, zu sagen: „Okay, wir bauen jetzt was, das läuft achtzig Prozent, ja. Also es ist nicht sozusagen die hundert Prozent Lösung mit den Anforderungen, die wir ans Tool hatten, aber in der Gesamtkonstellation mit allen unseren Tools, mit dem Martech Stack, was wir implementiert haben, Marketing Technology Stack. Ich hab Till versprochen, dass wir nicht so viel Buzzwords benutzen, also die Webanalyse-Tool, den Tech Manager, was da alles miteinander zusammenspielt. Traut euch, auch das an die Zuhörer, ähm, traut euch da auch, Lücken aufzulassen und es wird funktionieren. Es ist der Speed, der am Ende zählt, weil alles andere macht, finde ich, wenig Sinn. Jonas, vielleicht dazu von meiner Seite aus eine Frage in deine Richtung: In welchen Prozessen bindest du auch ganz bewusst die Datenschutzthematik bei euch im Unternehmen ein? Weil du hast gerade über Speed gesprochen und es gibt ja auch gewisse Speed-bremsen. Ab welchem Zeitpunkt gehst du wirklich auf den Datenschutzbeauftragten oder auch auf die Datenschutz-Privacy-Abteilung bei euch zu? Ähm, wann versuchst du das wirklich zu aktivieren? In einem sehr, sehr frühen Stadium oder recht spät, um nicht Speed aus der gesamten Thematik rauszunehmen? Ne, 'ne spannende Frage. Danke. Ähm, ich glaube, was uns allen klar sein muss, ist, genauso wie Tech überall mit dazuspielt, spielt Legal mit dazu. Und uns muss allen klar sein, dass wir als die Leute, die das Tool einkaufen, Legal ab einem gewissen Zeitpunkt und am besten sehr früh – ich mache es sehr früh im Einbeziehen. Ich hab, ähm, ich hab, äh, beim TÜV den Datenschutzbeauftragten gemacht, noch nebenher, damit ich einfach ein Gefühl bekomme, um was muss man sich überhaupt Gedanken machen? Und dann kann ich-Also vorab, wenn ich mit einem Tool spreche wie Webanalyse, sowas besprechen wie: „Wo liegen eure Datencenter? Ähm, wo ist euer Support?" Ja, ist, ähm-- alle Probleme oder Lösungen, die ich, glaube ich, schon-- die, die ich kenne, weil sie von Legal immer wieder gestellt werden, das ist ja auch immer ein Standardprozess, der da gestellt wird, was ja auch vollkommen okay ist, frühstücke ich schon ab, gewährleiste ich schon, um dann sehr, sehr, sehr gut vorbereitet einfach schon an Legal ranzutreten und zu sagen: „Hey, ich weiß, ihr braucht hier bei Asterix und Obelix den Fahrtierschein dreiundvierzig A oder vierunddreißig A ist es. Hier ist er schon fertig ausgefüllt. Schau ihn dir doch mal bitte einmal an. Passt das so? Und dann habe ich die Erfahrung auch wirklich gemacht, dass dann Legal bereit ist, viel, viel schneller mit reinzugehen, ohne Entscheidung zu treffen. Ich würde da, ich würde sogar noch einen Schritt, äh, einen Schritt weitergehen und sagen, das ist ja am Anfang, wenn du sagst, du willst ein neues Tool haben, ne. Wenn du ein bestehendes Tool hast und du sagst, du möchtest neue Daten erheben, stellt sich ja auch immer mal wieder die Frage: Darf ich das denn eigentlich? Darf ich das miteinander verbinden, ne? Irene hat eben so schön gesagt, wie wir, ne-- schön wäre, die Customer Journey durchtracken zu dürfen. Darf ich das? Darf ich diese Sachen miteinander verbinden? Und ich glaube, etwas, was meine Vergangenheit bisher gezeigt hat, ist, je besser ihr euch mit dem, mit den Datenschutzbeauftragten, ähm, und diese Leuten versteht und eine enge Bindung zu habt, desto einfacher ist das. Und zwar gar nicht, um irgendwie ein Schlupfloch zu finden, sondern, ähm, die Absprache ist meistens gerade am Anfang sehr zäh. Beide Seiten müssen sich gegenseitig verstehen. Es müssen, ähm, ne, es finden Wortklaubereien statt, weil am Anfang man nicht versteht, was nutzt der andere für Wörter? Vielleicht hat man sogar das gleiche Wort, meint aber was anderes. Ähm, wenn ich das aber einmal aus dem Weg geräumt habe und beide wissen, in welche Richtung man laufen möchte gemeinsam, dann kannst du wieder, ähm, den Speed aufnehmen, nachdem gerade gefragt worden ist, weil ich dann auch Sachen relativ schnell mit, mit aufnehmen kann, absprechen kann und man nickt sich einmal zu und sagt: „Okay, das und das müssen wir beachten. Hier müssen wir vielleicht den Privacy Notice anpassen, weil auch das darf man nie vergessen, ne? Ähm, neue Daten erheben und damit arbeiten, bedeutet immer auch Content-Arbeit hinten raus. Ihr müsst es immer wieder auch transparent machen, dem Nutzer. Das heißt, ich muss auch meine Prozesse dahin optimieren, um Speed zu haben, um so was schnell machen zu können. Und da kann ich so aus eigener Erfahrung, ne, hundertfünfundfünfzig Länder, die wir bespielen, hundertfünfundfünfzig Webseiten, hundertfünfundfünfzig Privacy Notice. Die müssen alle angepasst werden, wenn du irgendwas haben möchtest. Das heißt, natürlich dauert das alles etwas länger, aber du kannst dafür arbeiten, damit das vernünftiger und schneller funktioniert, weil du Hand in Hand mit den Leuten arbeitest. Und dann hilft, wie Jonas sagt, sich selber damit auseinandergesetzt zu haben, ne? Versteht ein bisschen, was GDPR bedeutet. So. Ich weiß nicht, Livia, ähm, hast du dich damit ... Also wir haben vorher im Kontext ja auch bezüglich Consent und so miteinander gesprochen. Ähm, ist, ist das so was, wo du sagst, das habe ich während der Arbeit gemacht oder nicht oder möchte ich eigentlich ganz gerne machen, weil ich es sehe, bezogen auf sich mit GDPR mehr auseinandersetzen, als wir vielleicht eigentlich müssen? Also, ne, sozusagen auch mit den Texten und was es bedeutet? Na ja, also da muss ich jetzt leider gestehen, das ist jetzt nicht das Thema, worum ich mich supergerne kümmere und ich glaube, das ist auch bei den meisten so, (lacht) nicht das beliebteste Thema ist. Ich stimme dir da voll zute, wenn du sagst, man muss sich mit den Legal, ähm, Leuten eben besonders gut verstehen. Und, ähm, wir haben jemanden, der ist supergut, der hilft einem da immer und weil es halt auch immer technischer und komplexer wird, ist es halt auch wichtig, dass auch die Personen aus dem Legal-Bereich sich damit beschäftigen und wir schon sehr, sehr frühzeitig auf sie zugehen und sagen: „Hey, gibt's hier eine Änderung? Könntest du bitte mal recherchieren, was hier kommt?" Natürlich, absolut, wenn ich mich da schon auskenne und irgendwie ihm Hilfe geben kann, bringt es auf jeden Fall einen weiter und ich tue da auch mein Bestes, aber gerade was so Legal angeht, bin ich jetzt nicht diejenige, die sich da am besten auskennt. Um, um vielleicht auch noch mal ein bisschen auf Staatsfrage einzugehen. Ich glaube, es ist auch, wo positioniert man das Team und wo siehst du den Schwerpunkt? Ich finde, zum Thema Tech, also auch Tech sollte in einem Bereich liegen oder in, in separaten Teams in der Verantwortung. Aber ich sehe auch, und es sind ganz bewusst die Entscheidungen auch getroffen worden, dass bei uns auch das Thema Consent liegt. Wir verantworten das Thema Consent. Also die Leute, die eigentlich auch die, die weiteren Tags einbauen, die, die gewährleisten, dass wir jetzt mehr Daten erfassen, die sollen auch dafür verantwortlich tragen, dass dem Nutzer gegenüber zu kommunizieren, sauber zu kommunizieren und in den Prozess mit involviert zu sein. Und noch, noch einen Schritt weitergehend, vielleicht nicht nur Consent. Vielleicht muss das ganze Thema GDPR mit auch bei diesen Teams liegen. Natürlich nicht vielleicht mit einem eigenen Legal-Menschen, weil hoffentlich die Firma jemand dafür einen eigenes hat, aber, ähm, dat-- Data-Flow-Modelle aufzuzeichnen, zu wissen, von wo nach wo fließen Daten und nicht nur Webanalyse-Daten. Alle Formdaten, die man auf einer Webseite hat, wo Leute etwas eintragen in Input-Feldern. All das ist ja wichtig zu verstehen und hilft einem später auch, wenn ich wieder den ganzheitlichen Ansatz von Irene fahren möchte, zu verstehen, welche Daten habe ich denn überall? Wo habe ich sie erhoben und darf ich sie dann miteinander verarbeiten? Da würde mich, das würde mich von Irene mal interessieren: Unterstützt ihr, obwohl ihr SAM macht, trotzdem eure Kunden bei so was, also mit eurer Expertise zu sagen: „Da müsst ihr bei Legal besonders drauf achten oder guckt euch das an"? Ja. Es ist nicht unser Kerngeschäft, zugegebenermaßen, ähm, aber, ähm, natürlich ist es in unserem Interesse, da, ähm, unsere Kunden auch, ähm, zu beraten und sie an die Hand zu nehmen. Ähm, was sich allein schon dadurch ergibt, dass, ähm, je, je besser allein schon, ähm, die, die Qualität, ähm, der Transaktionsdaten ist, die erhoben werden können über das eigene, ähm, Website-Tracking, ähm, desto besser sind natürlich auch die Targeting-Optionen, die uns dann wiederum zur Verfügung stehen, um Anzeigen zu platzieren. Das heißt, das ist in unserem eigenen Interesse, da, ähm, unsere Kunden auch zu unterstützen. Und, ähm, was dazu kommt, ist, dass wir eine Philosophie fahren, ähm, unsere Kunden, ähm-Dahin bringen zu wollen, dass sie die Media Buying Systeme oder die Billing Systeme, die die großen Plattformen zur Verfügung stellen, smarter nutzen. Letzten Endes ist das ja alles kein sehr kompetitives Spiel mehr, dadurch dass alle eigentlich die gleichen Algorithmen nutzen. Das heißt, wenn ich 'n Alleinstellungskriterium haben möchte und wenn ich smarter agieren will als meine Wettbewerber, bleibt nichts anderes übrig, als diese Systeme mit besseren Daten zu füttern. Und das geht natürlich in die gleiche Richtung und entsprechend stellen wir uns da auch sehr stark beratend bei unseren Kunden auf und versuchen, die hier an die Hand zu nehmen. Lieber Jonas. Wenn wir mal Richtung Heike guckt auch noch mal, ist es bei euch, also ist glaubst Du dass der Schwerpunkt eher, es gibt ja immer son klassisches Thema in in in Unternehmen, wo man merkt, viel Agentur einbinden, dann wenig Agentur einbinden, das ist immer son klassischer Trend. Ist es aktuell so der Trend, dass das wieder, dadurch dass auch glaub ich 'n großer Fachkräftemengen herrscht, also ich ich spür das auf jeden Fall bei uns. Wir haben viele spannende offene Stellen, also wenn jemand das interessiert, noch 'n bisschen Eigenwerbung. Siehst Du das eher, dass das Techige ausgelastet ausgelagert wird oder eher die Analysesache? Habt ihr da 'n Trend oder sagt ihr eigentlich, das ist gleich verteilt? Im Moment, glaub ich, ist es relativ gleich geteilt, wobei wir im letzten Jahr extrem viele Consend Einbindungen hatten. Das war dann halt sehr techy, wo dann die Kunden kamen und gesagt haben, hier, weiß auch nicht, mach mal. Und ja, also das ist schon, glaub ich, im Moment hält es sich ganz gut die Waage, weil diese Content Sachen sind durch. Jetzt kommt natürlich wieder die die ganzen tollen neuen Google Sachen und iOS Sachen, um die wir uns kümmern müssen. Aber, ja, Analysen sind halt auch immer noch sehr gefragt, weil viele halt sagen, ja, ich hab da jetzt meine Daten, aber ich weiß auch nicht, was ich damit machen soll. Und ich hab hier die Frage, weiß nicht, guck mal. Und grade je größer der Kunde wird, desto größer wird ja auch die Datenmenge. Und dann hast Du ja auch schon, bist Du ganz schnell wieder im Rohdatenbereich, Bigquery, SQL und so und dann hört's dann meistens auch auf. Und das landet dann halt auch bei uns. Lieber Jonas, wir haben jetzt noch circa zehn Minuten und wir haben zwei Fragen aus dem Publikum. Ich will dein Roundtable natürlich jetzt nicht sprengen, aber ist es in Ordnung, wenn wir auf die Fragen eingehen? Ja, gerne. Sehr gerne. Ich les sie dir gerne vor. Und zwar der Paul fragt bezüglich iOS, wie seht ihr das Apple Tracking Transparency Framework IDFA etc? Nutzt ihr das schon? Na ja, jeder muss es irgendwann nutzen. Also es wird jeden irgendwann treffen, vor allem auch wir haben natürlich eine Douglas App auch im im IOS und im Android Bereich und auch wir setzen uns mit dem Thema auseinander und haben dazu sozusagen auch eine Entscheidung auf Tech Seite und vor allem natürlich auch auf Business Seite getroffen. Okay, dann haben wir noch eine weitere Frage von dem John. Der John fragt, wie schätzt ihr die Rolle von Banktransaktionsdaten, Kontodaten von Konsumenten für E Commerce ein, insbesondere in Bezug auf mögliche Chancen für ein zielgerichtetes Targeting bei Werbekampagnen? Okay. An mich oder oder gab's 'n speziellen Nein, also war war jetzt nicht spezifisch, nein. Ich hab jemand, der ich ich ich spiel ich spiel da jetzt mal grad den Bösen und danach kann Irene vielleicht aus aus Marketing Sicht die Gute da zu spielen. Ich ich behaupte, dass da ganz sicher ein Mehrwert drin liegt, wenn man das denn darf. Das ist die erste Frage. Ich behaupte, dass neunundneunzig Prozent aller Unternehmen erst mal ganz andere Hausaufgaben machen müssen, bevor sie das überhaupt einsetzen können, daraus einen Mehrwert zu generieren. So, also ich behaupte, neunundneunzig Prozent können damit überhaupt nichts anfangen, weil sie noch überhaupt nicht so weit sind, weil's viel zu viele Basics gibt, die erst mal die erst mal gemacht werden müssen. Rede bitte die bitte die andere Seite. Würde ich erst mal, auch wenn ich dich jetzt damit enttäusche und nicht in den guten Kopf spiele, so unterschreiben. Das das sind wir dann schon bei 'nem sehr hohen Level an. Ich persönlich kenne auch jetzt in unserem Portfolio niemand, der das macht und ich glaube, dass es da auch 'n paar juristische Hürden zu überwinden gibt. Was man natürlich machen kann, ist Schlüsse zu ziehen aufgrund der gewählten Zahlungsmethode auf den zu erwartenden des Kunden. Das ist natürlich 'n relevanter Datenpunkt. Die kann man schon in seinen Kohortenanalysen nutzen, aber die Banktransaktionsdaten per se, glaube ich, auch wenn ich mich da jetzt vielleicht ausm Fenster lehne, weil ich das nicht mit Gewissheit sagen kann, sind noch mal eine ganz andere eine ganz andere Ebene und ich werde da auch auch tatsächlich etwas vorsichtig. Ich ich würd ich würd ein Credo gerne in den Raum stellen. Man sollte die Daten von den eigenen oder von den Kunden immer nur so nutzen, wie man selber möchte, dass die Kunden die dass die Daten genutzt werden. Und das da sind, glaub ich, Gesundheitsdaten und auch vor allem so Zahlungsdaten schon an 'nem gewissen Grau- oder eher Schwarzbereich, wo man sich Gedanken machen sollte, möchte ich das selber und bringt es dem Unternehmen den großen Mehrwert oder eher eigentlich nicht und würde eher negativ ausgelegt werden. Von daher muss man diesen diesen diesen Schritt noch nicht gehen und auch wieder zum Thema achtzig Prozent ist manchmal mehr, anstatt versuchen, hundert Prozent auszuwerten, weil man die achtzig Prozent gut spielen kann. Ich würd ich würd da gerne noch einen einen mit zu als ja, so zum Nachdenken mitgeben an an die, die uns zuhören, abseits auch in die Runde. Überlegt mal, wer von euch alles 'n Adblocker nutzt in seinem Browser.Und dann überlegt ihr euch, wie sehr ihr euch, äh, darüber sorgt, dass ihr nicht die richtigen Daten erhebt für eure Tools. Und wenn ihr bei der ersten Frage sagt, ja, ich nutze einen Adblocker, dann müsst ihr euch bei der zweiten Frage eigentlich nicht wundern. Weil warum macht ihr es anders als die Nutzer, von denen ihr später Daten erheben möchtet? So. Das heißt, wenn ich vertrauensvoll mit meinen Nutzern umgehe, dann kann ich versuchen, das Vertrauen aufzubauen, dass die Leute keinen Adblocker nutzen, um das alles wegzublocken mit den Daten, mit denen ich arbeiten möchte. Solange wir aber über Transaktionsdaten, die wir vielleicht irgendwo für Marketingmaßnahmen sprechen, ähm, das im Raum stehen haben, fangen Leute an, wieder Adblocker zu nutzen, weil sie, selbst wenn es alles sicher wäre, selbst wenn es alles legal wäre, Leute das nicht möchten und sagen: „Bevor ich das mache, dann blocke ich es lieber, und wir uns dadurch ganz andere Dinge vor ganz anderen Dingen verschließen. Till, haben wir dieses Stadium nicht schon unlängst erreicht? Äh, Adblocker genießen ja wirklich an, an sehr, sehr hoher Popularität. Äh, das, das ist ja tatsächlich ein Branchenproblem. Das, das Marketing hatte es in den letzten Jahren total überdreht und das ist ja auch der Beweis dafür, dass Adblocker sehr erfolgreich sind. Wird zu, wird zu dem so folgen? Ja, das Lustige ist, das hatten wir schon mal. Es gibt von zwanzig fünfzehn, ähm, kann man nach suchen im Netz, jede Menge Artikel, wo es hieß, äh, die Marketingbranche hat es übertrieben, Adblocker machen alles kaputt, müssten wir nicht umdenken. So jetzt haben wir zwanzig einundzwanzig, wir haben sechs Jahre später und gefühlt drehen wir uns immer noch den gleichen Kreis. Und, ähm, ja, ganz sicher. Aber ich glaube, dass wir selber ein Problem dessen sind, weil wir selber uns nicht verhalten, wie wir gerne hätten, dass Nutzer sich verhalten. Ne? Also dieses Zitat „Eat your own dogfood". So, warum machen, verhalten wir uns anders? Und, ähm, ich, ich glaube, dass wir uns als Branche ganz viel an die eigene Nase fassen müssen. Ähm, es gibt, ähm, mehrfach jetzt schon auf Konferenz gehört, Leute, die anfangen sagen: „Können wir nicht mit einem Minimalansatz an Daten anfangen mal wieder?" Und diesen Minimalansatz nutzen, um zu sagen, wir nehmen nur so viel, wie wir wirklich gerade brauchen und arbeiten uns dann Stück für Stück vor, um Vertrauen wieder aufzubauen, weil dieses Vertrauen ist, denke ich, auf jeden Fall weg. Ähm, aber da driften wir jetzt, glaube ich, äh, ein Stück weit von dem Round Table ab. Ja, wir haben noch vier Minuten, glaube ich, ja. Ha-hast du noch Fragen? Oder ansonsten würde ich einmal in die Runde geben und vielleicht ein, zwei Giveaways mit, ähm, mitverteilen, also welche Punkte die Teilnehmer mit kommunizieren wollen. Es gibt ja noch einen Hinweis, ähm, in deine Richtung, Jonas, und zwar, ähm, bezüglich Best of Breed versus Single-Lösung. Durch solche Orchestrierungen à la Segment etc. ergibt sich doch dieses Problem eigentlich gar nicht mehr. Glaubst du also, dass sich der Best-of-Breed-Ansatz durchsetzen wird? Ähm. Schwer, schwer, schwer, die, die Frage jetzt zu beantworten. Ich, ich glaube, es ist ... Man muss sich, man muss sich die Sachen ganze, die ganzen Sachen auch in der Zukunft ansetzen. Wenn man noch weitergeht, ist aktuell bietet keine, keine Cloud-Lösung eigentlich Content an. Wenn wir jetzt darüber sprechen, dass Content mit das Wichtigste ist und später diese Situation ja entsteht, ich muss Content auf meiner Webseite selbst einsammeln und den ja auch in mein Online-Marketing wieder mit reingehen, ist die Frage: Wie muss ich mich da aufstellen? Wie, wer stellt sich da auf? Jetzt kann man noch weiter denken und sagen: Na ja, innerhalb von Content müsste ja auch eigentlich das Thema, ähm, Deletion Request mit drin sein. Also wenn, wenn jemand im Content sagt: „Ich möchte bitte, dass Lukas oder DHL die Daten überall löscht, müsste ich ja im Content auf den Knopf drücken und in alle anderen Tools wird plötzlich dieses, dieses Thema gegeben. Und deswegen, ähm, ich hoffe, das beantwortet die Frage, ist eine, eine, eine Cloud zu finden oder mit, mit einem Partner zu finden, der eben alles bis zu achtzig Prozent abdeckt, ist für mich meine Lösung für, für die Zukunft. Und da muss man, glaube ich, auch mit wir, wir sind groß, aber auch, glaube ich, wir bei, bei den Partnern, die es gibt, wie Google oder Dope und die, die Enterprise-Lösungen. Auch da muss man gucken, inwieweit kann man vielleicht auch gemeinsam partnerschaftlich die Roadmap mit entscheiden und dann kann man sich auch, ähm, dafür, ähm, committen, mit dem Tool weiterzugehen oder mit dem Partner weiterzugehen. Ja, weitere Fragen gab es erst mal nicht. Okay, wir haben noch zwei Minuten, oder? Ihr habt noch exakt zwei Minuten. Genau. Ich glaube, dann, dann darf jeder vielleicht einen Tipp mitgeben, den er, ah, die man sozusagen ... Oder ein, ein Aha-Effekt, den er hier sozusagen in der Runde gemacht hat. Und wir können, von, von meiner Sortierung fällt, glaube ich, Till gerade an und dann Heike, dann Livia und dann Irene und dann sind wir, glaub ich, fertig. Was ich gerne mitgeben möchte, ist, seid ehrlich und transparent zu euren Nutzern, ähm, und baut das Vertrauen auf, um Daten wieder vernünftig erheben zu können und dann entsprechend mit den Daten arbeiten zu können. Und holt Liegl rechtzeitig mit ins Boot. Denn nicht jeder ist DHL und Douglas und dann braucht man schon mal drei Monate, bis dass man eine Antwort bekommt, ob man Pixel einbinden darf oder nicht. Okay, ich gehe auf das Thema Schnelligkeit, das Jonas angesprochen hat, und, ähm, Fehler machen, weil wir bei Decathlon, ähm, das ist eigentlich unser Motto: „Mach Fehler und mach weiter, lern draus." Und ich glaube, das ist bei diesem Thema einfach super, super wichtig. Schnelligkeit und Fehler machen und draus lernen. Und ich würde mitgeben, dass es eine große organisatorische Herausforderung ist. Das heißt, es bringt oftmals nichts, das nur in seinem eigenen kleinen Mikrokosmos zu besprechen. Das muss eine Aufgabe sein, ähm, die man holistisch über die ganze Organisation gemeinsam angeht und wo man die entsprechenden Silos auch ein bisschen einreißen muss. Ich gebe mit, ähm, vielen, vielen Dank, ähm, an, an, an euch, Sharp. Es ist 'ne, 'ne tolle, ähm, Möglichkeit, hier zu sprechen. Es ist 'ne, 'ne tolle Show, die ihr für zwei Tage auf die Beine gestellt habt. Ich glaub, das sagt euch nicht, ähm, nicht jeder, oder ich glaube, viele denken's, wenige sagen's. Ähm, wirklich, wirklich tolle, ähm, Sache und, ähm, viel Glück und viel Spaß euch noch weiterhin, ähm, für, für, für die zwei Tage. Und ich habe heute schon viel gehört und es war sehr viel Spannendes dabei. Klasse. Vielen, vielen lieben Dank, Jonas. Danke für die Blumen. Die gebe ich gerne auch an das gesamte Team weiter. Ich fand, es war sehr, sehr kurzweilig. Jonas und Gäste, herzlichen Dank, dass ihr die OMKB mit euren, ähm, Beiträgen bereichert habt.

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D

Douglas

Douglas

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Beschreibung

Im Rahmen der virtuellen OMKB durften wir fünf Expert:innen an unserem Digital Analytics Roundtable begrüßen. Livia Waggershauser von Decathlon, Till Büttner von DHL, Irene Kögl von crealytics, Jonas Rashedi von Douglas sowie Heike Lück von Luna Park sprechen mit Think11 CEO Schahab Hosseiny über das heiß diskutierte IOS 14 Update, die altbekannten Adblocker, wie hilfreich Testing im Bereich Consent sein kann und viele weitere spannende Themen rund um Digital Analytics.

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