Company to Watch | mohrstade
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Company to Watch | mohrstade

Zusammenfassung

Patrick Mohr und Markus Stade von mohrstade zeigen, dass datengetriebene Attribution im KI im Marketing noch nicht weit verbreitet ist – das größte Hindernis ist nicht die Technik, sondern das Change Management und die Datenqualität. Real-Time-Attribution lässt sich überraschend schnell implementieren, erfordert aber einen kontinuierlichen Optimierungsprozess und unternehmensweite Akzeptanz.

KI im Marketing: Wie weit sind Unternehmen wirklich bei Attribution?

Im Company-to-Watch-Format der OMKB berichten Patrick Mohr und Markus Stade von mohrstade über ihre Erfahrungen mit datengetriebener Attribution im Marketing. Ihre ehrliche Antwort: Viele Unternehmen sind noch gar nicht so weit fortgeschritten, wie sie sein könnten – und das liegt nicht primär an der Technologie.

Das eigentliche Problem: Tool-Mentalität statt Transformation

Ein häufiger Fehler ist, dass Unternehmen versuchen, Attribution einfach durch ein neues Tool zu lösen. Das führt zu mehr Silos statt zu einer echten Lösung. Laut mohrstade ist das Kernproblem nicht technisch, sondern organisatorisch:

  • Change Management ist der Schlüssel: Marketing Attribution ist ein Transformationsprozess, der Unternehmenskultur betrifft – nicht nur Software
  • Akzeptanzprobleme: Viele Stakeholder müssen überzeugt werden, was Zeit braucht
  • Datenqualität first: Bevor du in komplexe Systeme investierst, musst du deine Daten und deren Qualität in Ordnung bringen
  • Basics oft vernachlässigt: Viele Unternehmen setzen UTM-Parameter noch nicht konsequent um

Cloud-Lösungen für datengetriebene Attribution

Bei der technischen Umsetzung arbeitet mohrstade mit Cloud-Infrastrukturen. Die Vorteile: offene Systeme, hohe Performance, Skalierbarkeit und komplexe Machine-Learning-Algorithmen. Allerdings: Du bist nicht auf die Google Cloud beschränkt.

"Das kann genauso AWS sein, das kann Microsoft Azure sein" – die Wahl der Cloud-Plattform ist letztlich weniger entscheidend als die richtige Datenstrategie. Interessanterweise funktionieren diese Lösungen auch auf weniger ressourcenintensiven Systemen, wenn die Grundlagen stimmen.

Real-Time-Attribution: Weniger technischer Aufwand als gedacht

Ein überraschendes Fazit aus dem Vortrag: Die technische Implementierung von Real-Time-Attribution ist gar nicht so komplex, wie viele Marketer befürchten. Mit grundlegender Cloud-Infrastruktur lässt sich in ein bis zwei Tagen ein erstes funktionierendes System aufsetzen.

Der echte Aufwand liegt woanders:

  • Lernprozess im Unternehmen: Wie nutze ich Attribution konkret?
  • Umgestaltung der Marketingsteuerung und KPI-Definition
  • Kontinuierliche Optimierung – das ist nie wirklich zu Ende

Die harte Realität: Ein erfolgreiches Projekt – bisher

Auf die Frage, mit wie vielen Unternehmen mohrstade schon erfolgreich datengetriebene Attribution umgesetzt hat, kommt eine ehrliche Antwort: erst ein Unternehmen.

Der Grund? Viele Unternehmen haben

  • noch gar keine Attribution im produktiven Einsatz
  • nicht die nötige Datenqualität für echte Attribution
  • zu viele Manager, die noch diskutieren müssen, bevor es Real-Time sein darf

Das zeigt: Marketing Attribution ist nicht primär ein KI- oder Google Analytics-Problem, sondern ein Change-Management-Problem.

Takeaway: Erst die Basis, dann die Innovation

Wenn du mit Attribution starten willst, vergiss die Suche nach der perfekten Technologie. Konzentriere dich stattdessen auf:

  • Saubere Datenerfassung und hohe Datenqualität
  • Konsequente Nutzung von Basis-Tools wie UTM-Parametern
  • Change Management und interne Akzeptanz
  • Einen kontinuierlichen Lernprozess

Die Technik kommt später – und ist dann der einfache Part.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, ein Real-Time-Attribution-System zu implementieren?

Der technische Aufwand ist überraschend niedrig – in ein bis zwei Tagen lässt sich ein funktionierendes System aufsetzen. Der echte Aufwand liegt im Lernprozess und in der kontinuierlichen Optimierung, die dann folgt.

Muss ich Google Cloud nutzen, um Attribution zu implementieren?

Nein. Google Cloud bietet Vorteile wie Performance und Machine-Learning-Algorithmen, aber die Lösung funktioniert genauso auf AWS, Microsoft Azure oder anderen Systemen – sogar auf einem Laptop.

Warum scheitern viele Unternehmen bei der Einführung von Attribution?

Hauptgründe sind: unzureichende Datenqualität, fehlende Grundlagen (z. B. UTM-Parameter), Probleme beim Change Management und mangelnde interne Akzeptanz – nicht technische Hürden.

Ist Attribution im deutschen Mittelstand schon verbreitet?

Laut mohrstade noch nicht weit. Viele Unternehmen haben Attribution noch gar nicht produktiv im Einsatz und scheuen sich vor der organisatorischen Transformation, die dahintersteckt.

Womit sollte man bei Attribution anfangen?

Mit der Basis: Datenqualität verbessern, UTM-Parameter konsequent nutzen, Datenerfassung sauber aufsetzen. Erst dann kann man komplexere Attributionsmodelle aufbauen.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Ehe wir zur nächsten Highlight des Tages kommen, folgen wir weiter unserem beliebten Company-to-Watch-Format und ich möchte zwei liebe Kollegen jetzt hier auf der Bühne begrüßen, und zwar sind das Patrick Mohr und Markus Stade von Morstade. Patrick und Markus, herzlich willkommen auf der OMKB Stage. Schön, dass ihr da seid. Danke. (Applaus) Moin. Hallo. Moin. Seid gegrüßt, ihr zwei. Hi, grüß dich. Kommt gerne einmal mit hinter unsere Buchstaben. Ihr hattet heute schon einen Vortrag im Rahmen der OMKB und– Bei euch geht es primär datengetriebener Attribution, habe ich schon gehört. Wir haben heute, wie ich finde, ein beeindruckendes Beispiel gesehen von Wayfair beispielsweise, wie datengetriebene Attribution funktionieren kann. Wie weit sind die Unternehmen, gerne auch hier im deutschen Zielmarkt, nach eurer Einschätzung, in diesem Bereich mittlerweile fortgeschritten? Wer mag antworten? Magst du das beantworten? Fang du an. Ich glaube tatsächlich nicht so weit. Also was Unternehmen immer versuchen, ist, das mit Software zu lösen. Das heißt, sie implementieren noch ein Tool, haben noch ein Silo und genau das soll ja Marketing Attribution eigentlich nicht. Grundsätzlich kann ich das natürlich mit einem Tool lösen. Ähm, dann habe ich es technisch und analytisch gelöst. Das Problem ist aber auch die Akzeptanz von Marketing Attribution. Und daran, ja, muss man arbeiten. Das ist ein Change-Change-Management-Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen und da sind viele Unternehmen noch gar nicht so weit. Möchtest du was ergänzen? Ja, ich wollte eigentlich nur genau das Gleiche sagen, aber es ist wirklich so: Unternehmen versuchen, mit Tools die Probleme zu lösen und eigentlich ist es ein Transformationsprozess, den man mit einer Unternehmenskultur lösen muss. Okay. Ihr habt heute in eurem Vortrag gesagt oder auch Beispiele gezeigt, wie Attribution mit der Google Cloud beispielsweise gelöst werden kann. Ist es so, dass ich Google schon nutzen muss, um tatsächlich in diesem Bereich voranzugehen? Oder gibt es auch andere Cloud-Anbieter, wo ihr sagt: „Hey, schaut mal lieber links und rechts." Also wir haben das in der Cloud grundsätzlich erst mal gelöst, weil das ein offenes System ist. Das heißt, ich bringe alle möglichen Daten dort rein. Ähm, ich bin da sehr performant unterwegs. Es ist skalierbar. Ich bezahle nur das, was ich nutze. Ich habe sehr umfangreiche Machine-Learning-Algorithmen, die ich dort nutzen kann, aber ich bin nicht auf die Google Cloud beschränkt. Ja? Das kann genauso AWS sein, das kann Microsoft Azure sein. Genau. Ich meine, in dem Punkt haben wir jetzt die Google Cloud genutzt, weil wir natürlich auch das Beispiel Google Analytics genommen haben und na ja, gut, der Export von Google Analytics ist halt mit der Google Cloud, aber zum Schluss kriegt man das auf jedem System eigentlich hin. Das kann ich auch noch auf meinem Laptop laufen lassen. Okay, wichtig ja auch dabei: In der Market-Marketing-Attribution bei euch geht es ja auch um Real-Time tatsächlich, also Real-Time-Lösungen. Und ich weiß aus eigenen Gesprächen heraus, dass der eine oder andere Marketeer sich nicht so richtig an das Thema ran traut, die Wichtigkeit natürlich längst erkannt hat, aber den Aufwand insbesondere so ein wenig scheut und gegebenenfalls auch ein bisschen unsicher ist, wie technisch komplex das ganze Thema werden könnte, wo Hürden liegen. Und ihr seid ja nun absolute Experten in dem Thema. Ähm, mit welchem Aufwand, kann man das pauschal sagen, ist denn tatsächlich-- sollte man rechnen und kalkulieren, wenn man sich mit dem Thema Real-Time-Marketing-Attribution auseinandersetzt? Äh, in der Tat ist der technische Aufwand gar nicht so hoch, ähm, wenn man damit starten will. Der Optimierungsaufwand, das heißt, wie werde ich dann wirklich besser? Wie nutze ich es im Unternehmen? Wie verändert sich dadurch auch mein Marketing, meine Marketingsteuerung, meine KPI-Erfassung? Das ist eigentlich dann der aufwendige Lernprozess, der aber erst stattfindet, wenn ich damit angefangen habe. Mhm. Das heißt, wie wir das heute, ähm, morgen gezeigt haben, du kannst mit einem relativ geringen Aufwand von ein, zwei Tagen schon mal etwas implementieren, was dir, was dich voranbringt, mit dem du dich dann beschäftigst, dass du dann auch dafür nutzt, um ja, wirklich diesen Lernprozess anzustoßen. Und um zu sagen, wie das mit Lernprozessen ist, sie sind nie zu Ende. Ne, dann bin ich im Optimierungsprozess. Ich muss dann einfach weitermachen, aber, äh, im Wesentlichen kann man das heute, wenn man die Kreditkarte einmal gefunden hat für die Cloud, (Lachen) ähm, in wenigen Stunden oder in wenigen Tagen zu einem System, auf das man Tests, mit dem man Tests fahren kann, voranbringen. Das hätte ich nicht gedacht tatsächlich. Ihr seid, klar, ne, Berater, Dienstleister in dem Bereich, sicherlich auch Integrationspartner. Mit wie vielen Unternehmen habt ihr schon das erfolgreich umsetzen können, von dem ihr sprecht? Tatsächlich erst ein Unternehmen. Okay. (kichern) Ja, tatsächlich erst eins, ähm, weil es eben oft so ist, dass viele Unternehmen Attribution noch gar nicht richtig im Einsatz haben. Mhm. Und wenn man das Ganze Real-Time machen möchte, was natürlich viele andere Vorteile hat, ähm, bedarf es aber einer extremen Akzeptanz innerhalb des Unternehmens. Weil dann stehen mir noch mehr, äh, andere Manager auf der, ähm, auf der Matte und wollen auch noch mal darüber diskutieren und das wird dann schwierig. Und man muss auch ganz ehrlich sagen, viele Unternehmen haben noch gar nicht die Daten und nicht die Datenqualität, um Attribution dann wirklich zu machen. Das heißt, man startet mit dem zweiten Schritt, anstatt einfach einen Schritt zurückzugehen und sagen: „So, hier fass erst mal meine Daten ordentlich. Ich schaue, dass meine Datenqualität hoch ist, dass ich dann auch mal so Basics wie UTM-Parameter oder so was nutze. Das ist, muss man sagen, das sieht man noch häufig, dass da einfach, ähm, ja, das wird einfach noch nicht so durchgängig genutzt. Wird ein bisschen geschludert vielleicht, hier und da. (übersprechen 00:04:14) Das kann sein. Das kann sein. Ja, okay. Ja, Patrick, Markus, ganz herzlichen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier kurz vorbeigeschaut habt, und ich wünsche euch toi, toi, toi und viel Erfolg bei dem nächsten Partner zwei, drei, vier, fünf und gerne mehr. Danke, dass ihr da seid. Alles klar. Danke. Danke dir. (Applaus)

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Beschreibung

Erfahre mehr über die Consulting Company für Marketing Technologie mohrstade. Im Interview geben dir Patrick Mohr und Marcus Stade Einblicke in den Maschinenraum und wie du von ihren Leistungen profitieren kannst.

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