Jetzt geht es weiter. Das Schlagwort wurde gerade schon gesetzt in der Q&A mit Jason von MyWave, mit dem Thema Influencer-Marketing. Und zwar lautet der Titel des kommenden Talks „It's a Match – so finden Brands und Influencer zusammen. Ich persönlich bin mega gespannt, finde es sehr cool, dass wir dieses Themengebiet innerhalb des Social-Media-Kosmos heute auch mit abdecken dürfen und wer gleich am Start ist, erfahrt ihr jetzt bei uns im Speaker-Trailer. Jawohl, Pascal und Ramona sind gleich bei uns am Start, sofern technisch alles geklappt hat, aber ich habe kein anderes Signal bekommen. Pascal ist Marketing-und Sales-Expert DACH bei der Agentur Territory. Territory dürfte auch dem einen oder anderen schon mal über den Weg gelaufen sein. Sie sind mittlerweile als Territory-Influencer-influence 15 Jahre am Start mit ihrer Expertise, unterstützend im Bereich Strategieentwicklung, Influencer-Auswahl und natürlich dem Kampagnenmanagement. Und das sind wirklich illustre Kunden auf ihrem in ihrem Portfolio, wie beispielsweise Dyson, Samsung, L'Oreal, Coca-Cola oder die Unilever-Gruppe. Also ihr könnt euch vorstellen, da gibt es wirklich spannendste Insights aus erster Hand zu berichten. Ich habe auch, bin schon durch die eine oder andere tolle Case Study von Territory durchgescrollt. Auf deren Website, territory-influence, könnt ihr dort auch mal tiefer absteigen. Das ist wirklich sehr, sehr cool, solche top Experten heute im Rahmen des Deep Dives mit dabei zu haben. Pascal hält regelmäßig Webinaire, Workshops und Veranstaltungen zu dem Thema. Sie ist gewissermaßen ein alter Hase in dem Bereich und Ramona ist heute mit am Start. Also die beiden gehen als Du ins Rennen. Sie ist Director Client Service und seit 2018 bei Territory und verantwortlich für die gesamten Influencer-Kampagnenumsatzung in Mitteleuropa. Mitteleuropa, das klingt auf jeden Fall weitaus größer als nur Deutschland und ich freue mich, dass ihr beiden zugeschaltet seid. Hi, ihr zwei. Hallo. Hallo. Vielen Dank, wir freuen uns auch. Cool. Sagt einmal meine erste Icebreaker-Frage: Welchen Influencer oder Influencerin folgt ihr denn eigentlich privat auf den diversen Kanälen? Pascal, wie sieht es bei dir aus? Wer sind deine Lieblinge? Ich bin eigentlich großer Fan von Daria D. Kennen bestimmt viele, weil ich einfach ihre nachhaltige Bude auch gerne selber trage. Relativ klassisch, glaube ich. Ramona, wie sieht es bei dir aus? Ich finde es echt super schwer, weil für mich natürlich dieses ganze Influencer-Wissen und richtig viel mitbekommen, auch einfach vom Job gehört und deswegen vermischt sich das alles so sehr und ich kann das gar nicht mehr trennen, wer eigentlich privat bei mir ganz weit oben ist. Okay, aber du hast trotzdem sehr viele Influencer abonniert und bei dir ist es wahrscheinlich fließend, ne? Dann direkt ... Definitiv. Ja ja, war cool. Vielleicht kleiner Fun Fact: Ich habe auch so klassische Sachen bei mir selber, Paul Ripke zum Beispiel könnte man mittlerweile auch als Influencer durchaus bezeichnen, mit großen Kooperationen mit Amex und Co. Aber ich folge auch sehr gerne der Farina Novalanalove. Irgendwie finde ich, dass sie das Ganze sympathisch rüberbringt, auch wenn ich vielleicht nicht ihre Zielgruppe bin. Oder auch eine Caro Dauer, muss ich sagen, macht das irgendwie herrlich sympathisch und lustig. Ich muss sagen, ich habe auch sehr viele Influencer bei mir abonniert und deswegen freue ich mich heute, dass ihr ein bisschen Licht noch mal mit reinbringt, wie Brands und Influencer eigentlich zusammenkommen können aus eurer Sicht beziehungsweise mit eurer Expertise untermalt. Ich habe Anfang des Jahres irgendwie so eine Zahl gelesen, dass 62% der Marketeer geplant haben, ihr Influencer-Marketing-Budget zu erhöhen. Wie liefen die ersten fast drei Quartale aus eurer Sicht in dem Segment? Geht da weiter in die Post ab? Wahrscheinlich schon, oder? Ja, definitiv. Wir merken das ganz deutlich, dass Influencer-Marketing einfach das Mittel der Wahl ist, was auch krisenfest und krisenbeständig ist, während es an anderen Ecken und Enden doch ab und zu mal ein paar kleine Stolpersteinchen gibt, verlassen sich Konsumentinnen und Konsumenten einfach super gerne auf Menschen, denen sie vertrauen und das sind ihre Influencer, egal wie groß die sind, egal ob Star oder beste Freundin, der ich auch auf Instagram folge. Und deswegen für uns war das ein wahnsinnig erfolgreicher Start. Cool, das klingt richtig gut. Und dann freue ich mich auf euren Talk und übergebe euch einmal die Kamera, wollte ich schon fast sagen. Dabei seid ihr entfernt und freue mich auf euren Talk jetzt. Bis gleich dann in der Q&A. Danke. Danke. Okay. Dann würde ich sagen, wir starten. Wenn ihr die Präsentation nicht sehen solltet, meldet euch. Genau. Also vielen Dank für die super Einleitung. Wir sind heute da, Ramona und ich, mit euch über das Thema Influencer-Marketing und besonders Influencer-Selektion zu sprechen. Das heißt, wir möchten euch heute so ein bisschen einen anderen Denkanstoß geben, der so ein bisschen weggeht von „Hey, wie viele Follower hat eigentlich ein Influencer und was ist die Engagement-Breit hinzu, für was steht ein Influencer, was motiviert einen Influencer und eben auf diesem wertebasierten Ansatz, euch helfen, das perfekte Match zu finden. Genau. Wer sind wir? Wir wurden ja gerade schon so nett vorgestellt. Ich bin Pascale Fiegner, Head of Marketing bei Territory. Das heißt, ich vor allem für den Influencer-Marketing-Bereich verantworte da unsere Markenstrategie und Ramona ist eben dabei, unsere Direktorin Client Service. Wir machen alles rund influencer Marketing, Nano, Micro, Makro, Star Influencer. Wir haben schon über 3000 Kampagnen umgesetzt und ihr findet uns in elf Sprachen. Aber.Genug dazu. Ich würde sagen, jetzt gibt es einen Deep Dive in das Thema Influencer-Selektion. (kichern) Was erwartet euch heute? Wir möchten reinstarten mit, ähm, ja, dem sogenannten Social Dilemma. Das bedeutet, uns wird immer wieder ... Wir bekommen einfach immer wieder mit, dass Brands nach wie vor so ein bisschen Schwierigkeiten haben, eine gute Selektion zu finden, uns oft fragen: „Welche Influencer passen irgendwie zu uns? Das heißt, dieses Dilemma ist nach wie vor, ähm, präsent, auch wenn man vielleicht so denkt, Influencer-Marketing ist ein alter Hase. Das heißt, hier wollen wir nur noch mal kurz in Kontext setzen, was wir damit meinen. Und dann starten wir auch schon in diese fünf sogenannten Influencer-Typen, die wir eben definiert haben, ähm, und euch so ein bisschen als Leitfaden mit an die Hand geben wollen, wenn ihr neue Kampagnen umsetzen wollt und Influencer und Influencerinnen finden möchtet. Dann gibt es noch ein paar Tipps, das Ganze so zusammengefasst und so ein bisschen mehr Hands-on und am Ende könnt ihr natürlich gerne eure Fragen stellen. Dann würde ich sagen, Ramona, willst du starten mit unserem kleinen Deep Dive ins Social Dilemma? (kichern) Vielen Dank für die Einleitung. Genau, wir starten einmal mit dem Social Dilemma und, ähm, wir würden da am Anfang einfach noch mal einen Blick werfen auf das grundsätzliche Thema Influencer-Marketing. Ihr kennt es, ihr wisst es, ihr habt es schon gehört: Influencer-Marketing funktioniert, Influencer-Marketing wird immer größer und, ähm, Influencer-Marketing wirkt. Genau, ähm, das sehen wir eben auch, dass immer mehr Brands immer größere Anteile ihrer Marketingplanung und ihres Marketingmixes auf Influencer-Marketing allokieren. Dennoch sagen einundsechzig Prozent der Vermarkter, dass es immer noch schwierig ist, passende Influencer für Kampagnen zu finden. Trotz all der Tools, die da draußen herumspüren, ist es keine einfache Sache, wirklich eine passende Strategie aufzubauen. Kommen wir nun im Detail zu dem Dilemma: Wo ran hapert es eigentlich? Und wer von euch sich mit dem Thema Influencer-Marketing schon mal ein bisschen intensiver auseinandergesetzt hat, wird wissen: Wo fange ich denn überhaupt an? Es gibt so viele Plattformen. Es gibt TikTok, Twitter, Twitch, ähm, YouTube, wir haben mit Blogs und Facebook angefangen, die sind überhaupt nicht mehr relevant. Jetzt geht es, ähm, schon mit neuen Plattformen los. An TikTok haben wir uns gerade gewöhnt. Jetzt kommt BeReal auf den Markt. Es ist einfach unglaublich wild da draußen und da immer am Ball zu bleiben und da up to date zu bleiben, ist auch eine große Herausforderung und vor allem in dieser Gemengelage zu schauen, wo genau platziere ich meine Brand eigentlich am besten? Das, ähm, hört allerdings nicht mit der Plattform auf. Wir haben unterschiedliche Content-Typen. Man hört seit Jahren, Video ist King. Ähm, aktuell ist es Live-Video ist King. Es gibt immer neue Formate, es wird immer, immer verwirrender und die Plattformen, die werden ja auch nicht müde, neue Formate rauszubringen, die es auszuprobieren gilt. Und, ähm, nichtsdestotrotz sitzen wir dann da und überlegen: „Okay, aber warte mal, wenn ich mich für all das entschieden habe, wer ist denn jetzt die richtige Person? Brauche ich einen Superstar? Ähm, man hört immer wieder, Micro-Influencer, ähm, sind ein großes Thema. Ähm, wie grenzt man die überhaupt ab? Wie setze ich Reichweite? Wie setze ich Engagement ein? Und, ähm, um all dem ein bisschen Herr zu werden, haben wir uns einem ganz anderen Ansatz gewidmet. Das hier wäre so ein bisschen die ursprüngliche Herangehensweise, wie man es in den, ähm, in den letzten Jahren, ähm, immer wieder gesehen hat, wie sich das Ganze etabliert hat. Ihr bewegt euch eigentlich immer so auf diesem Raster zwischen Engagement und Reichweite. Auch das ist nicht super neu, aber auch schön, noch mal so visualisiert zu haben: Ähm, was ist eigentlich euer Ziel in eurer Markenstrategie? Wollt ihr Interaktionen triggern? Dann braucht ihr vielleicht richtig viele kleine Nano-Influencer. Ist euch Reichweite und Image und Branding super wichtig, dann, ähm, braucht ihr wahrscheinlich eher die Stars und, ähm, all diese Influencer-Kategorien zu orchestrieren. Ist auf jeden Fall schon eine große Herausforderung, aber was offen bleibt, ist die inhaltliche Komponente und genau dieser inhaltlichen Komponente wollen wir uns heute widmen. Genau, wir möchten euch heute nämlich eine Definition nach einer wertebasierten Typologie zeigen. Und Hintergrund zu der ganzen Sache ist, dass wir letztes Jahr eine groß angelegte Studie gemeinsam mit der Hochschule Macromedia durchgeführt haben und, ähm, wie ich es ja eingangs schon gesagt habe, eben verstehen wollten, was motiviert Influencer und welche Werte vertreten eben diese Influencer, Influencerinnen. Wieso haben wir das gemacht? Ähm, vorangegangen, ähm, ist eine andere Studie, die die Macromedia gemacht hat, wo sie eben gemessen haben, ähm, beziehungsweise verglichen haben, Kampagnen, die die Werte der Zielgruppe, äh, auf die Werte der Zielgruppe eingegangen sind und Kampagnen, die das eben nicht getan haben und bei denen, die auf diese, bei denen die Werte übereingestimmt haben, hatte man eben einen zwei Komma drei fünf größeren Brand Impact. Auch generell die Brand Attitude geht hoch. Das bedeutet, es ist einfach extrem wichtig, dass man gleiche Werte vermittelt oder gleiche Werte annimmt, die eben auch die Zielgruppe, die auf der Zielgruppe wichtig sind, um hier wirklich relevante, ähm, Kampagnen umzusetzen. Das bedeutet, wir haben gedacht: „Okay, wir drehen das Ganze mal so ein bisschen auf Influencer. Ähm, welche Werte vertreten die Influencer? Und wenn man da eben einen Match hat, erreicht man eben auch deren Community eben noch weiter.Besser. Das heißt, wir haben einen Fragebogen entwickelt mit dreiunddreißig Motivationsitems. Das sind Fragen wie: „Ich, ähm, ich poste gerne oder ich zeige anderen gerne, was ich tue." Ich, also es sind alle möglichen unterschiedlichsten Items und aus denen haben wir dann am Ende, ähm, nach der Analyse fünf Typen definiert. Das bedeutet, wir hatten insgesamt, nur damit ihr so ungefähr eine Vorstellung bekommt, wir hatten über sechsundvierzigtausend Befragte, ähm, über unterschiedliche Länder in Europa hinweg, auch ein paar vereinzelte in den USA als Hintergrund zum Panel. Das kommt alles aus unserer, ähm, Influencer-Community. Also wir haben eine große Nano-Influencer-Community, aber auch Makro-Influencer-Community. Das bedeutet, hier haben wir eben die Möglichkeit, so große Umfragen, ähm, durchzuführen. Am Ende haben wir eben vier Motivation herausfinden können. Das ist einmal das Bedürfnis auf Aufmerksamkeit, äh, das Thema Altruismus und Empowerment, Selbstoffenbarung und Geldungsgerechtigkeit. Was genau dahinter steckt, werden wir euch jetzt gleich anhand der fünf definierten Typen zeigen. Wer sind die Typen, mit denen ihr euer perfektes Match finden könnt? Also da fangen wir einmal an mit den Extrovertierten. Das sind zweiundzwanzig Komma fünf Prozent, also fast unter einem Viertel. Das ist eine der größten Gruppen. Äh, das sind einfach Influencer, Influencerinnen, die sich gerne darstellen, die einfach influencen, hauptsächlich als Hobby haben, aber auch natürlich nutzen, Kooperationen einzugehen. Aber hier würde ich sagen, das ist wahrscheinlich so der Typ, den man auch im Freundeskreis öfter mal findet, so ein bisschen mehr Follower, Followerinnen hat, ähm, aber hier einfach sich gerne, gerne zeigt und, ähm, alles Mögliche teilt. Dann haben wir die Idealisten. Die Idealisten hier aktuell „nur" in Anführungszeichen mit sechzehn Komma sechs Prozent. Das ist eine der größten wachsenden Gruppen allerdings. Was sind Idealisten? Ähm, ja, wir haben sie auch mal einen Weltverbesser genannt. Also so alles in, ähm, zum Thema: Für was stehe ich? Welche Haltung nehme ich ein? Und das ist eben hier im Fokus. Details werde ich gleich noch ein bisschen geben. Dann haben wir das Thema Experten. Experten können von bis, Yogalehrer über jemand, der sich gut mit, äh, Consumer Electronics auskennt, Corporate Influencer. Also hier ist wirklich die Bandbreite an Experten sehr groß. Das macht hier knapp zwanzig Prozent aus. Dann die größte Gruppe sind die sogenannten, wir haben sie mal Rationalisten genannt. Hier Stichwort influencen als Job. Also, äh, diese Gruppe versteht das Thema, ähm, ich bin ein Influencer, eine Influencerin, äh, wirklich als, ähm, ja, ihre eine Verdienstquelle. Und dann haben wir die Storyteller hier aktuell noch mit zwölf Komma neun Prozent. Auch ein Riesenpotenzial, gerade wenn man die ganzen neuen Features in den Plattformen sich anschaut für, ähm, genau, eine Zusammenarbeit. Dann gehen wir doch mal ein bisschen genauer ein. Die Extrovertierten. Die haben eben, wie ich gerade schon meinte, ein starkes Bedürfnis auf Aufmerksamkeit. Ähm, sie sind einfach generell gerne, ähm, da, um ihre Sachen zu teilen. Sie genießen es, ihrer Community was mitzugeben, über Teams informieren, Produkte darzustellen und wollen eben aktiv auch bei der Produktentscheidung unterstützen. Ihre Lieblingskanäle sind sehr visuelle. Das bedeutet hier Instagram, Snapchat, Pinterest, Instagram, auch bei uns eigentlich noch der grün-- meist gute Kanal. Das ist einfach ein Klassiker, sag ich mal, mit Influencer-Marketing. Nichtsdestotrotz entwickelt sich auch Instagram immer mehr weiter, sei es jetzt irgendwie über Reels, was natürlich jetzt auch schon keine Neuheit mehr ist, aber über Shopping-Features, über neue, äh, Möglichkeiten als Creator, eben hier auch aktiv zu sein. Das heißt, ähm, genau, dieser Kanal auf jeden Fall im Fokus. Was bedeutet das in der Umsetzung? Ich glaube, Ramona, da kannst du uns ein Beispiel geben. Ähm, was bedeutet das für die Zusammenarbeit? Also was bedeutet das für euch, wenn ihr jetzt sagt: „Okay, Extrovertierte, passt das eigentlich zu mir?" Wie könnt ihr gut mit Extrovertierten zusammenarbeiten? Zu diesem Thema haben wir euch einen Case mitgebracht, den wir umgesetzt haben, und zwar geht es hier uma eine Kampagne mit Lavazza und die Präsentation eines neuen Eiskaffees, der in einem urbanen Setup dargestellt werden sollte. Und, ähm, so ein Thema passt natürlich optimal zu den Extrovertierten. Die sind meistens sehr lifestylisch unterwegs und können solche Produkte sehr, äh, authentisch darstellen. Ähm, gerade an der Zusammenarbeit mit den Extrovertierten, ähm, ist dieses lifestylige Auftreten in der Kooperation ein super großer Vorteil, weil die meistens nicht auf einzelne Produktkategorien beschränkt sind. Die präsentieren einfach, was sie in ihrem Leben beschäftigt und reden da gerne drüber und das können im Grunde Produkte und Marken vielerlei Art sein. Da findet man meistens einen guten Match. In der Zusammenarbeit mit Brands ist den Extrovertierten, ähm, Wertschätzung sehr wichtig. Das heißt, wenn ich mit dem extrovertierten Influencer-Typen zusammenarbeiten möchte, dann sollte ich denen auch Wertschätzung und Aufmerksamkeit entgegenbringen. Die mögen diesen Austausch, die mögen auch, äh, zum Beispiel, äh, auf Kunden-Events zu gehen. Da können die sich richtig ausleben. So was funktioniert wahnsinnig gut. Und noch als kleines Add-on: Ähm, was mit Extrovertierten immer oder in vielen Fällen sehr gut funktioniert, ist, wenn man noch einen Social Boost, äh, kombiniert mit einer Influencer-Kampagne, weil die sich grundsätzlich auch freuen, noch mal Zusatzreichweite zu bekommen. Die freuen sich, wenn ihr Content von mehr Menschen gesehen wird. Genau, und das ist genau diese Kombination. Ähm, Social Boost bei uns, äh, bedeutet, dass man eben den organischen Content dann noch mal mit Social Ads verlängert. Das heißt, selbst wenn man hier im Endeffekt kleinere Influencer auswählt, die vielleicht in Mikro-, Anfang Makrobereich liegen, man kann sich diese zusätzliche Reichweite-Dann natürlich noch dazubuchen, in Anführungszeichen. Das bedeutet, wenn die Werte, wenn man auf die Werte eben sich hier fokussiert hat, heißt das nicht, dass die Reichweite komplett hinten runterfällt. Das ist eben dann auch eine Win-win-Situation, in dem Fall für den Influencer und auch die Marke. Genau, dann kommen wir noch zu den Idealisten. Äh Idealisten sind eben, ähm, ja, haben ein hohes Bedürfnis, Altruismus und Empowerment. Das heißt, sie wollen wirklich Gutes tun. Sie wollen helfen, extrem die richtige Entscheidung zu treffen. Das heißt, sie beschäftigen sich lange mit dem Produkt. Das Produkt, die Dienstleistung muss zu ihnen passen. Sie haben eine bestimmte Haltung, die sie einnehmen und, ähm, sie sagen, sie wollen gute Marken unterstützen, ähm, und auch vollends mit diesen Produkten zufrieden sein. Und das eben, ähm, mit gutem Gewissen, sag ich mal, an die Community weitergeben zu können. Ähm, sie haben als Lieblingskanäle hier Instagram, Twitch und Twitter angegeben. Twitch wundert jetzt vielleicht viele, ist aber eigentlich eine ganz interessante Sache, weil wenn man sich die Twitch-, äh, Streaming-Zeiten anschaut, sind die Streams mit der größten und der längsten Verweildauer eigentlich die Just Chatting-Kanäle. Das bedeutet, klar denkt, ähm, man im ersten Moment immer an Gaming, aber Just Chatting sind wirklich Kanäle, die werden stundenlang geschaut. Leute tauschen sich über politische Themen aus, über Nachhaltigkeit, über, ähm, LGBTQ-Themen. Also das ist wirklich eine riesige Community, die da gemeinsam und ausführlich eben gesellschaftsrelevante Themen bespricht. Das bedeutet, ähm, dieser Kanal ist super interessant, sollte man im Auge behalten, wenn man, ähm, auch mit Idealisten eben zusammenarbeitet. Ramona, was hast du uns mitgebracht? (lacht) Wir haben hierzu einen Case mitgebracht mit einer Idealistin, die wahrscheinlich viele von euch schon kennen. Luisa Dellert ist ein altbekanntes Gesicht in dem Bereich. Ähm, viele von uns wissen, die setzt sich sehr viel für, ähm, nachhaltige Themen ein, für Female Empowerment ein, für Gerechtigkeit ein. Und so konnten wir sie für eine Kooperation mit Kiss Hamburg gewinnen. Kiss Hamburg wird, äh, einigen von euch vielleicht auf den ersten Blick noch nichts sagen. Die beschäftigen sich mit dem Thema Selbsthilfegruppen und darum ging es auch in dieser Kooperation. Es ging darum, Menschen Selbsthilfegruppen näher zu bringen. Es ging darum, über persönliche Geschichten zu sprechen und Hemmungen abzubauen und somit Menschen die Chance zu geben, die vielleicht Hilfe benötigen, einen einfachen Weg zu finden, äh, einen einfachen Weg zu haben, Hilfe in einer Selbsthilfegruppe zu suchen. Was wollen wir mit diesem Beispiel zeigen? Wenn ihr plant, mit Idealisten zu arbeiten, ist es super wichtig, dass euer Unternehmen auch einen entsprechenden Ansatz verfolgt. Das heißt, hier bringt es überhaupt nichts, zu versuchen, Greenwashing zu betreiben. Die Idealisten sind sehr skeptisch. Die werden die Produkte und Marken sich ganz genau anschauen, mit denen sie zusammenarbeiten und die werden ganz genau hinterfragen, welche Kooperation sie annehmen. Zusätzlich, ähm, verfolgt auch deren Followerschaft den gleichen Ansatz. Das heißt, einfach zu sagen: „Hey, ich hole mir mal so eine Idealstin, ich mache meine Kooperation." Das wird wahrscheinlich eher nach hinten losgehen, sondern mit denen muss man wirklich sehr eng Hand in Hand zusammenarbeiten, um dort ein gutes Ergebnis zu erzielen, hinter dem alle stehen. Und was zusätzlich noch super wichtig ist, ähm, was wir aus der jahrelangen Arbeit mit auch dem idealistischen Influencertypen gelernt haben, die haben unglaublich viele Anfragen im Postfach von Marken, die gerne etwas von ihnen kostenlos hätten, weil man natürlich immer so denkt: „Ach ja, du machst das für den guten Zweck, dann mach's doch bitte auch umsonst." Natürlich muss auch 'ne Luisa Dellert ihre Miete bezahlen und auch von den Idealistinnen ist teilweise das, ähm, Influencer-sein ein Hauptberuf. Das heißt, bitte beachtet, dass wenn ihr mit Idealistinnen arbeiten wollt, dass ihr auch ein entsprechendes Budget dafür bereitstellt. Denn, ähm, nur weil sie sich für die gute Sache einsetzen, müssen sie natürlich trotzdem auch davon leben. Genau, das, ähm, geht ja auch schon fast in Richtung Experten. Ähm, Luisa Dellert ist natürlich in ihrem Bereich eine Expertin. Es gibt aber auch noch ein bisschen gesondert die Gruppe der Experten, die, ähm, noch ein bisschen mehr nach Aufmerksamkeit streben und im Fokus bei ihnen steht, eigentlich etwas zu verbessern. Also in dem Fall nicht die Welt zu verbessern, (lacht) sondern, ähm, Produkte ganz explizit. Das bedeutet, ähm, man kann natürlich hier auf das Fachwissen der Experten, der Expertin zurückgreifen und diese, ähm, ja Influencer-Gruppe oder deren Motivation ist es eben auch, dieses Wissen zu teilen und dadurch ihre Meinung transparent und auch nachvollziehbar darzustellen. Man sieht es auch hier, zwei, neunzig Prozent, ähm, würden auch gerne Einfluss auf Verbesserung von Marken oder Produkten nehmen. Das bedeutet, das könnte man eigentlich schon als so First Mover beschreiben, die man natürlich dann hinzuziehen kann, auch in der Produktentwicklung oder bei Stichwort Co-Creation sind solche Experten natürlich super, super sinnvoll. Ähm, ihr seht hier, Instagram linked in YouTube. Ich mein, YouTube, ähm, ist natürlich ein spannender Kanal. Hier kann man ausführlich Dinge zeigen, Dinge erklären. Sei es zum Beispiel Consumer-Electronic-Bereich, wenn man einen Rasierer auseinandernimmt und testet und unter Wasser hält und sonst wie. Das heißt, hier können Produkteigenschaften von Experten super unter die Lupe genommen werden. Deswegen hier ein guter Kanal, aber auch LinkedIn und Twitter.Wie ich vorhin schon meinte, Stichwort Corporate Influencer, Riesenthema, aber auch Journalisten, Politiker, das ist ja auch alles Experten und auch Influencer auf ihrer Art und Weise, die eben dann über die Kanäle sich ausdrücken können. Was das konkret bei uns heißt, ist beispielsweise der adidas-Case. Mit adidas haben wir eine ganz besonders tolle Kooperation umsetzen dürfen, wo es eine neue spezielle Yoga-Kollektion gab. Und wer ist in Deutschland aus der Yoga-Welt überhaupt nicht mehr wegzudenken? Das ist die Influencerin Maddie Morrison. Die ist sowohl Yoga-Expertin als auch Model im Yoga-Bereich. Deswegen war sie in dieser Kooperation natürlich die perfekte Person, diese Yogakollektion auszuprobieren, zu testen, aber auch sehr professionell in Szene zu setzen und ihr Expertentum da eben zu nutzen. Und wichtig bei der Zusammenarbeit mit den Expertinnen ist in erster Linie, dass wir wirklich auch ihre Expertise wertschätzen. Wir können die wunderbar nutzen, zum Beispiel auch für Co-Creation, und können mit denen somit noch mal ganz besondere Werte hebeln, unsere Produkte wirklich auch in diesen expertisegeladenen Rahmen vorzustellen. Wie genau funktioniert das Ganze? Es ist super wichtig, dass wir wirklich mit den Influencern auf Augenhöhe zusammenarbeiten, dass wir denen nicht einfach nur unsere Story aufdrücken, sondern dass wir denen zuhören und dass wir auch in der Lage sind, Kontrolle abzugeben und denen ihre gestalterische Freiheit zu lassen. Genau. Das Stichwort Professionalität. Die Gruppe der Rationalisten. Rationalisten, hier in dem Fall jetzt war es die größte Gruppe. Das sind eben Influencer, Influencerinnen, die das Influencen als Job sehen. Also das ist ein sehr hoher Professionalisierungsgrad. Natürlich schließt jetzt nicht aus, dass die anderen Typen, wie Ramona ja auch schon teilweise erwähnt hat, kein Geld möchten oder das nicht selber als Haupteinnahmequelle nutzen. Nichtsdestotrotz nimmt eben diese Gruppe eine sehr professionelle Haltung ein und haben ein hohes Bedürfnis nach Geld und Gerechtigkeit. Das heißt, sie gehen einer Kooperation ein, werden das professionell und verlässlich umsetzen und möchten dementsprechend auch bezahlt werden. Man sieht so ein bisschen die Entwicklung auch, dass Influencen sogar einmal stellen werden in der Gesellschaft. Da wird sich ja BGH-Urteil verabschiedet. Das heißt, hier wird wirklich auch versucht, Rahmen zu schaffen für diese Profession, für diesen Job, weil das eben dennoch irgendwie relativ neu ist, was mindestens irgendwie bürokratische oder rechtliche Aspekte angeht. Das heißt, hier wird aber immer mehr dieses Jobprofil geschärft, sage ich einfach mal. Dieser Influencer-Typ sagt, wir nennen es „Sagt, was er sie denkt. Das bedeutet, die sind sehr ehrlich. Also auch wenn Produkte vielleicht mal nicht so funktionieren, wie sie sollten, wird dieser Influencer-Typ das auch ausdrücken und weitergeben. In dem Fall sind hier die Lieblingskanäle Instagram, TikTok, YouTube. Das heißt, die Top drei, die einem wahrscheinlich auch einfallen, wenn man jetzt an Influencer-Marketing denkt. Das bedeutet, hier hat man eben alle möglichen Typen von Influencern und Influencerinnen auch. Das heißt, kleinere, größere, kreativere, vielleicht eher lifestyligere. Der Fokus hier ist eben, dass man das als Job bezeichnet in dem Fall. Genau, da haben wir auch einen schönen Case mitgebracht mit einem Star-Influencer. Genau. Was man bei diesen Rationalisten sich einmal bewusst machen muss, ist, für die ist Influencen eben wirklich deren Beruf, in vielen Teilen auch deren Hauptberuf. Und deswegen haben wir als Beispiel eine Kampagne mitgebracht, die wir mit professionellen Athleten und sportbegeisterten Influencern umgesetzt haben. Hier ging es die Fußball-WM und eine Trick Shot Challenge, die wir für Paco Rabanne umgesetzt haben. Zum Beispiel mit dabei war Nationaltorhüter Kevin Trapp. Dann hatten wir aber noch viele andere prominente Sportler mit an Bord, die wir dort eingebunden haben. Und hier wird, glaube ich, sehr, sehr schnell klar, die sind nicht Influencer, weil sie so gerne cooles Storytelling betreiben, sondern für die ist das eben ganz klar Teil ihrer Arbeit und ihres professionellen Business. Nichtsdestotrotz können wir da wundervoll von profitieren. Das zeigt sich auch darin, dass es bereits einen gewissen Wettbewerb gibt die Rationalisten. Das heißt, wenn ihr mit ganz bestimmten hochprofessionellen bekannten Influencern und Influencern zusammenarbeiten möchtet, solltet ihr euch darüber bewusst sein, dass es wahrscheinlich andere Brands auch tun. Das heißt, je näher eure Brand Values dann eben wieder diesen Influencern sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man da ein richtig tolles Match zustande bekommt. Wichtig ist aber auch, dass die Rationalisten sehr viel Wert auf eine professionelle Zusammenarbeit legen. Da muss die Kooperation schon stimmen. Die werden sich nicht abspeisen lassen mit schlecht organisierten Prozessen, mit Unprofessionalität. Das ist denen sehr, sehr wichtig, genauso wie tatsächlich.Klare Daten, Fakten, klare Briefings und alles, was sie benötigen, eine Kampagne einfach sauber abzuwickeln. Genau. Und im Gegensatz dazu eigentlich ganz schön direkt hinterher die Storyteller. Hier ist nämlich der Fokus „Ich möchte meiner Community ein gutes Gefühl geben. Das heißt, Storyteller haben eben die Leidenschaft, tolle Geschichten zu erzählen, alle Kooperationen in einen schönen Rahmen zu packen. Sie geben sich sehr, sehr viel Mühe. Das heißt, hier ist gerade das Stichwort „Kreativen Freiraum geben und „Kreativität einfach mal passieren lassen. Super, super wichtig. Sie haben ein hohes Bedürfnis nach Selbstoffenbarung und sie möchten parallel auch ihr Publikum unterhalten, sei es mit Witz oder sei es mit irgendwelchen tollen Effekten oder Behind-the-Scenes-Kreation. Da ist ja Kreativität keine Grenzen gelassen. Und hier auch beliebte Kanäle: Instagram und TikTok. Tiktok natürlich Creator im Fokus. Alles ist um den Creator gebaut worden. Immer mehr Features, Musik. Also hier kann man sich wirklich als Storyteller extrem ausleben. Hier haben wir auch, das sehen wir auch ein sehr, sehr großes Wachstumspotenzial, gerade dahingehend, dass viele Plattformen, die Creator, eben immer mehr in den Mittelpunkt rücken, immer mehr Möglichkeiten geben, für Creator Sachen zu produzieren und auf richtige, sagen wir mal, Tools zurückzugreifen. Da haben wir auch einen schönen Case mitgebracht vom lieben Leon. Mit dem haben wir inzwischen öfter zusammengearbeitet. Der war auch mal bei uns bei einem Event. Vielleicht kannst du kurz dazu erzählen, Ramona. Genau, so ein Case ist tatsächlich fantastisch, die Kreativität der Influencer zu nutzen. Es ging hier Ravensburger und ihr seht es auch auf dem Bild. Es ging dieses 3D-Puzzle des Autos und das sollte kreativ in Szene gesetzt werden und genau dafür konnten wir unter anderem den Leon gewinnen und ihr seht, er hat sich kreativ voll ausgelebt und nicht einfach nur sich zu Hause hingesetzt und dieses Puzzle zusammengebaut. Und genau solche Sachen machen eben auch tollen Content aus. Und deswegen ist es so wichtig, wenn ihr mit Storytellern arbeiten wollt, dass ihr denen wirklich Freiraum gebt, sich kreativ auszuleben. Das bedeutet, wenn ihr klare Briefings geben wollt, wenn ihr klare inhaltliche Vorstellungen habt, dann seid ihr wahrscheinlich eher richtig bei den Expertinnen. Wenn ihr wirklich kreativen Content wollt, wenn ihr die Expertise der Influencer nutzen wollt und wenn ihr euch auch traut, mal auszubrechen und wirklich was Neues auszuprobieren und dafür in vielen Fällen aber auch sehr mit Reichweite belohnt zu werden, dann bieten sich diese Storyteller an. Genau. So, das waren tatsächlich jetzt unsere fünf neuen Influencer-Typen. Wir haben das Ganze jetzt noch mal in ein paar Tipps für das perfekte Match zusammengefasst und durch die würde ich jetzt einmal durchgehen. Der erste wichtige Tipp, den wir für euch mitgebracht haben, ist, ihr müsst natürlich zuerst wissen, wie sind eigentlich eure Brand Values? Ich erinnere noch mal an den Anfang. Kampagnen sind deutlich erfolgreicher, wenn ihr eure Values mit den Values der Influencer abstimmt. Das heißt, seid euch bewusst, wer ihr seid und wo ihr hinwollt. Dann ist es als Nächstes sehr, sehr wichtig, dass ihr eure Touchpoints für euch definiert. Dieser wertebasierte Ansatz hilft natürlich, die Richtung zu finden. Ihr müsst aber trotzdem schauen, wo und wie wollen wir kommunizieren. Und das wird in wenigsten Fällen nur eine Möglichkeit sein, sondern ihr werdet mit ziemlicher Sicherheit verschiedene Kanäle orchestrieren. Ihr werdet verschiedene Content-Arten orchestrieren, somit ein rundes Bild für euch zu schaffen. Das führt uns direkt zum nächsten Tipp, nämlich die Kanäle. Das ist ganz, ganz wichtig. Schaut immer rein, auf welcher Plattform, auf welchem Kanal bewegen sich eure Zielgruppen. Da gibt es durchaus große Unterschiede. Da gibt es die vielleicht auch überraschend. Ich will jetzt nicht auf alle eingehen, aber ich glaube, es schwirrt zum Beispiel immer noch das Gerücht rum, dass TikTok eigentlich nur was für die sehr junge Generation ist. Das hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. So sind auch die 40 bis 49-Jährigen mittlerweile schon stark vertreten. Also TikTok verändert sich, die Kanäle verändern sich. Haltet euch nicht daran fest. Was letztes Jahr noch richtig war, mag dieses Jahr schon wieder überholt sein. Behaltet das immer genau im Blick. Dann, ich habe es vorhin schon einmal ganz grob angesprochen, ihr solltet auf jeden Fall eure die Influencer-Typen, die Kanäle, auf denen ihr seid und eure Ziele immer miteinander abstimmen. Es gibt nie die eine richtige Lösung, genauso wie ihr wahrscheinlich nie das eine fixe Ziel haben werdet. Auch ihr schaut: „Okay, wo brauche ich Reichwein? Wo brauche ich Branding? Wo brauche ich Interaktion? Wie kriege ich das am besten hin? Und da solltet ihr euch aus dem kompletten bunten Baukasten von Influencer-Marketing-Möglichkeiten bedienen. Und dann, last but not least, der letzte wichtige Tipp: Vertraut auf eure Creator, vertraut auf eure Influencer, die wissen, wie sie ihre Zielgruppe erreichen. Es ist super wichtig, dass ihr für die einen Rahmen absteckt, dass sie wissen, wo sie sich bewegen sollen und dass sie natürlich auch wissen, was ihre Aufgabe ist. Aber kreative Freiheit ist das A und O, die volle Macht von Influencern für euch zu nutzen.Genau. Vielen Dank, Ramona. Und jetzt haben wir das Ganze an einer kleinen Checklist noch mal an vier Punkten zusammengefasst. Die könnt ihr euch ein bisschen noch mal durchgehen. Wenn ihr eine wertebasierte Auswahl trefft, schafft ihr eben relevante Kampagnen. Seid euch bewusst, welche Persona zu eurer Persönlichkeit passen. Das kann sich natürlich auch verändern. Wenn ihr euer Markenbild verändern wollt, könnt ihr natürlich sukzessiv andere Typen hinzuziehen und dadurch natürlich auch so ein bisschen eure Richtung ändern, wenn ihr das möchtet. Ähm, und sonst probiert Kanäle aus, seid mutig, lasst Creator Creator sein. Und das gilt für alle Branchen. Man denkt vielleicht im ersten Moment an FMCG Beauty bei Influencer Marketing, aber wir haben auch viele Kunden, Banking, Insurance, ähm, Produkte, die vielleicht irgendwelche Dienstleistungen, die haben wir jetzt vielleicht im Kopf bekommen, wo man denkt, Influencer Marketing könnte nicht passen. Ähm, genau. Aber das war es eigentlich von uns. Wir wollen natürlich auch nicht überziehen. Deswegen vielen Dank fürs Zuhören und, äh, wir halten gerne Post. Schreibt uns, empfehlt uns euren Freunden. (lacht) Genau. Ja, sehr gut. Das machen wir sehr gerne. Wir empfehlen euch unseren, auch unseren Freunden sehr gerne weiter und den Freunde Audience. Sehr cool. Vielen lieben Dank, Pascale. Wunderbar, da sind wir schon wieder voll drin im Empfehlungsmarketing. Ja, genau. Hervorragend. Das macht der Word of Mouth-Power. Vielen Dank euch beiden für die coolen Insights und dass ihr uns das Thema nähergebracht habt, die verschiedenen Typen und wie man sich denen annähert für Kooperationen. Pascale, vielleicht erst einmal herzlichen Glückwunsch übrigens zu Head of Position. Ich habe das im Intro ganz überschlagen, aber Hinweis an dich: Du musst deinen Link im Profil noch aktualisieren. Ja, das stimmt. Lasst uns in die Q&A einsteigen. Und, ähm, eine Frage: Ihr hattet ein Lavazza-Beispiel dabei und da war die Frage aus der Audience: Wie viele Mikro-oder Makro-Influencer bucht Lavazza im Rahmen so einer Kampagne eigentlich? Könnt ihr so eine Zahl droppen oder irgendwie so ein Beispiel geben, was so eine gängige Praxis ist vielleicht? Das ist natürlich immer extrem unterschiedlich und es gibt eigentlich nie so eine gängige Praxis, die machen jetzt immer im Zuge ihrer Kampagne eine bestimmte Anzahl von Influencern. Ähm, bei dieser speziellen Kampagne – ich schaue gerade noch einmal rein, wie viele es waren – das haben wir, glaube ich, im Dritt gehabt. Hier waren es sechs Mikro-und Makro-Instanzen, mit denen wir da zusammengearbeitet haben, aber dafür keine klare Regel, wie das sein sollte, sondern ihr solltet halt immer wirklich schauen: Was ist mein Ziel? Brauche ich einen Pool von langfristigen Influencern, mit denen ich Partnerschaften etabliere? Brauche ich Influencer für einen Sales Push, in dem Fall ein Iced Coffee. Dafür gibt es keine einfache Aussage und genau deswegen gibt es uns auch schon so lange, weil wir das immer ganz genau hinterfragen. Ja, cool. Ähm, es fragt jemand: „Wie ist eigentlich die Preisentwicklung für Influencer-Kampagnen? Kann ich als Start-up ohne riesiges Werbebudget überhaupt noch einsteigen?" Jetzt habt ihr aber schon Nano-Mikro-Influencer hier und da mal gedroppt. Was ist eure Empfehlung oder was ist euer Gefühl? Was nehmt ihr am Markt wahr? Also natürlich irgendwie die Top-Influencer. Wir haben gerade auch über ein paar gesprochen eingangs. Natürlich wird es da wahrscheinlich eine Preisentwicklung gegeben haben, aber der Einstieg gelingt wahrscheinlich immer noch über kleinere Kampagnen mit kleineren Influencern. Sehr gut, könnte ich mir vorstellen. Definitiv. Also ein Einstieg ist immer möglich. Ihr selber kennt das: Es gibt so viele Start-ups da draußen, die nur durch Influencer-Marketing groß geworden sind. Da ist die Frage wieder die richtige Strategie. Nicht alle müssen sich gleich einen Kevin Trapp leisten für eine Mega-Branding-Kampagne. Wenn ihr ein richtig cooles Produkt habt – und da sind wir wieder bei den Influencer-Typen – könnt ihr vielleicht auch sehr spannende Expertinnen für euch gewinnen, die einfach Bock haben, das Produkt mit euch weiterzuentwickeln. Vielleicht habt ihr ein Produkt, das super innovativ ist und könnt die Storytellerin, äh, für euch begeistern. Und, ähm, gerade, also, was wir schon sehen, ist, dass die Influencer-Preise in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind. Das ist ein Fakt, aber man muss sagen, die Preise steigen ja grundsätzlich gerade so ein bisschen an. Ähm, allerdings professionalisieren sich auch immer mehr Marken und davon könnt auch ihr profitieren, weil wir auch merken, gerade kommt langsam die Gegenbewegung. Es hat ein bisschen gedauert, aber sie ist definitiv da, dass große Marken immer professioneller werden und sich dem Preisdruck der Influencer nicht mehr einfach so beugen. Und das heißt auch immer, ähm, also bleibt fair, bezahlt eure Influencer an den Stellen, wo es Sinn macht, ähm, tauscht euch fair mit denen aus. Aber wenn ihr sagt: „Ey, diese eine Person, die verlangt jetzt utopische Preise, das macht für mich keinen Sinn, sagt auch einfach nein. Also schaut, was für euch die richtige Strategie und der richtige Weg ist. Cool, danke dir. Ähm, ihr habt zu Kooperationen mit den Storytellern gesprochen und gesagt, man sollte insbesondere kreative Freiheit geben. Bei den Key Learnings zum Schluss war auch mit dabei: Seid mutig und gebt halt diese Freiheit in Richtung der, ähm, der Creator. Ähm, und jetzt fragt jemand: „Wie sieht das eigentlich mit der Abstimmung Sind Storyteller tendenziell beleidigt, wenn etwas mal dann nicht so gefällt? Also wenn man diese kreative Freiheit gewährt und das Produkt ist dann nicht so geil, ähm, wie geht man damit um? So kreative Köpfe sind auch manchmal ein bisschen eigen, oder? Im Idealfall ist das natürlich ein Prozess. Ja. Also wenn ihr mit den Kreativen zusammenarbeitet und den Storytellern, dann, äh, legt ihr denen im Idealfall nicht ein fertiges Briefing vor und sagt: „Okay, jetzt lauf mal los, mach irgendwas, egal wie du willst und guck dann noch mal wieder drauf, sondern man würde sich dem wahrscheinlich ein bisschen anders nähern. Man würde schon vorher sagen: „Okay, was könnte denn eine Idee sein? Vielleicht fragt man die schon mal vorher nach der groben Richtung, in die sie gehen würden. Wenn die dann passt, einigen sich darauf, dass.Man gemeinsam weiterläuft, entwickelt das gemeinsam weiter. Also wenn ihr eher eine Expertin habt, könnt ihr sagen: „Okay, hier klares Briefing, klarer Prozess. Wir geben das vor, dass das passt. Oder wenn ihr die Professionellen habt mit Storytellern, wenn ihr wirklich deren Kreativität für euch nutzen wollt, wenn ihr eine Agentur beauftragt, dann würdet ihr ja auch den Prozess begleiten und nicht einfach sagen: „Ich lasse euch komplett alleine. Das gilt für Influencer genauso. Und dann wird auch niemand beleidigt sein, wenn ihr auf Augenhöhe mit denen redet und sagt: „Hey, nein, die Idee ist es noch nicht ganz. Lass uns noch mal weiter drauf rumdenken. Ja, also wie so oft: Gute Vorbereitung, enge Abstimmung, man muss einfach offen miteinander reden und dann gelingt das Ganze auch. Genau und ich glaube, es geht auch darum: Was ist die Message, die wir am Ende rüberbringen wollen? Und das eben im Briefing schon klar mitzugeben und nicht zu sagen: „Okay, du musst das und das und das. Es ist ja auch nicht so, dass die StoryTeller sich an gar nichts halten wollen und irgendwas machen. Sie haben ja schon eine Vorgabe, sind ja auch auf die Kooperation eingegangen, sage ich jetzt mal. Das heißt, sie verstehen ja schon die Message, die sie vermitteln wollen und ich glaube, es ist einfach nur wichtig, dass man ihnen so einen kleinen Rahmen gibt und da drin dann machen lässt. Und man wundert sich, wie mutig Marken sind. Also wenn teilweise Sachen kommen, wo wir so denken: „Das ist aber schon sehr out of the box. Und es gibt einige Marken, die sagen: „Okay, let's go, und das hat dann echt teilweise richtig gut funktioniert. Cool. Gerade wenn Marken neu auf TikTok beispielsweise sind, komplett neu. Also dann so: „Wir machen es jetzt einfach mal und suchen sich dann auch extrem kreative Influencer oder Influencerinnen aus und da sind schon schöne Sachen da rumgekommen. Cool, also auch gerade so etablierte Marken. Wir haben im Talk davor irgendwie über die klassischen Autohersteller beispielsweise gesprochen. Auch dort, wo man früher diese Kinospot-Mentalität hatte, auch die sind eher in der Richtung unterwegs, dass die mal was Mutigeres machen wahrscheinlich. Genau, also gerade BMW, den TikTok-Kanal haben die auch mit aufgebaut. Cool. Das heißt, hier haben wir auch mit Creatorn zusammengearbeitet. Die sieht man auch auf dem TikTok-Kanal, die dann eben komplett die Behind-the-Scenes so gezeigt haben. Das heißt, hier war die Kreativität in dem Sinne, dass man eben gezeigt hat, wie entstehen solche Videos und das kam auch total gut an und da haben wir auch Hand in Hand mit den Creatorn gearbeitet und da sind tolle Assets entstanden. Also an alle auf jeden Fall mal den TikTok-Kanal von BMW ansteuern und sich das da noch mal reinziehen. Cool. Tiktok, du hast es gerade angesprochen. Man kann jetzt eigentlich nicht mehr vom Trend TikTok reden, weil das ja mittlerweile rasant angekommen ist und eine super Nutzerdurchdringung hatte und riesige Reichweiten aufgebaut hat. Hier ist eine Frage: Seht ihr einen großen Shift von Influencer-Kampagnen auf die Plattform oder ist das eher eine Ergänzung? Viele etablierte Influencer geben ja selber an, irgendwie einen Podcast oder in Interviews, dass sie mit dem Kanal nicht warm werden, aber es entstehen ja neue Influencer dann auf der Plattform. Wie ist euer Blick da drauf? Ich würde sagen, wir sind am meisten – Ramona verwässert mich gerne – noch auf klassisch Instagram unterwegs, aber es kommt immer mehr TikTok hinzu. Wie du es auch gerade schon gesagt hast, sind andere Influencer, also andere Arten von Content-Influencer kommen vielleicht auch aus anderen Bereichen. Wir haben jetzt zum Beispiel zusammen gearbeitet mit Shani Dakota. Eigentlich kommt sie aus dem Musikbereich. Das heißt, sie ist wirklich so ein TikTok gewechselt. Sie ist vielleicht kleiner auf Instagram als auf TikTok. Das heißt, hier kommt so ein bisschen darauf an, mit welchem Influencer man zusammenarbeiten will und man kann es ergänzend benutzen, man muss aber auch nicht. Es muss auch nicht jeder auf TikTok jetzt sein auf einmal. Ich glaube, das sollte man sich auch bewusst machen und wie Ramona auch während dem Vortrag gerade noch erklärt hat: Wo ist meine Zielgruppe? Ich glaube, das muss man so ein bisschen schauen und teilweise entwickeln sich Influencer auch weiter, wächst man vielleicht mit einem Influencer, mit dem man schon lange zusammenarbeitet, probiert man dann mal gemeinsam mit diesem Influencer die neue Plattform aus. Ich glaube, das muss man so ein bisschen beobachten. Sie sagt jetzt nicht, wobei First Mover ist jetzt ja auch schon wieder schwierig, aber man sagt jetzt nicht unbedingt auf jedem Preis, jeden Preis auf den Zug aufspringt zu TikTok rüber, sondern erst mal innehalten und in Ruhe betrachten, ob der Kanal dann wirklich matcht und was sich da für Möglichkeiten ergeben könnten. Unbedingt. Allerdings würde ich mich so weit aus dem Fenster lehnen zu sagen, wir kennen ja die Entwicklung der Kanäle und das wird immer weitergehen. Und noch vor ein paar Jahren war Facebook der heiße Scheiß und jetzt ist da keiner mehr. Also auch das sollte man durchaus weiter beobachten und viele Menschen der jüngeren Generation haben jetzt eben schon gar kein Instagram mehr und auch das wird sich wellenartig weiterbewegen und neue Kanäle kommen dazu, alte Kanäle verlieren an Relevanz. Wahrscheinlich werden viele alte Kanäle nie komplett verschwinden. Es wird immer komplexer, sich wirklich den optimalen Kanalmix zu orchestrieren. Meine Prognose wäre, dass es Sinn macht, sich jetzt schon mit TikTok zu beschäftigen, weil da noch mehr sich hin entwickeln wird, aber sich auch wirklich intensiv damit zu beschäftigen, weil TikTok funktioniert anders. Und es ist nicht so glossy wie Instagram und die Videos sehen manchmal auf dem ersten Blick aus der professionellen Markenbrille einfach auch nicht so schick aus, gehen aber durch die Decke und sich darauf einzulassen und da offen zu bleiben, wird einfach super wichtig bleiben. Super. Guter Hinweis an alle Marketeers da draußen, die uns gerade zuschauen. Eine abschließende Frage: Wir haben gleich Pinterest am Start mit dem Talk zu Inspired Commerce. Wie ist euer Blick auf Pinterest aktuell? Ist ja irgendwie so ein Netzwerk auch, ich will nicht sagen, unter dem Radar. Wir reden über 16 Millionen Nutzer monatlich in Deutschland, dort offiziell in Zahlen. Wie seht ihr Pinterest? Witzig, weil wir haben in zwei Wochen auch ein Event mit Pinterest, ein Webinar, falls ihr alle einschalten wollt. Nein, ich bin total gespannt, weil Pinterest sich ja gerade extrem in diese Creator Features, auf die Creative Features fokussiert. Das heißt, hier wird total viel passieren. Ich bin gespannt, was da noch kommt, weil bisher, ich glaube, viele auch noch gar nicht so richtig wissen, was ist überhaupt möglich im Influencer-Marketing oder im Creator-Marketing auf Pinterest. Und ich freue mich, dass da jetzt mehr Bewegung ist und ich glaube, da wird noch viel Potenzial und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten auf uns zukommen. Spannend. Auf jeden Fall passiert einiges links und rechts auch neben Instagram. Cool. Schön, ihr zwei. Vielen lieben Dank für einen Talk, den ihr mitgebracht habt und für die Q&A mit euch. Ich bedanke mich und würde sagen, wir sehen uns hoffentlich ganz bald wieder. Wenn ihr mehr zu Territory erfahren wollt, territory-influence. Com. Ich hatte ja schon angesprochen, coole Cases dort. Ansonsten noch ein Hinweis von euch: Wo kann man noch coole Inhalte von euch aufsaugen? Du sagtest gerade Webinar, Pascal? Genau. In zwei Wochen machen wir ein Webinar gemeinsam mit Pinterest, also co-hosted. Schaut da gerne rein. Könnt ihr euch auch anmelden über unsere Website. Und ansonsten sehen wir uns vielleicht beim nächsten OKB-Event. Cool. Vielen Dank euch zwei. Schönen Tag noch. Danke schön. Bis dann. Ciao.
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