It's all about data
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It's all about data

Zusammenfassung

Douglas-Manager Jonas Rashidi zeigt dir in seinem Vortrag zur OMKB Live, warum Marketing Analytics und datengetriebenes Marketing heute essentiell sind. Er erklärt die praktische Umsetzung von Web Analytics, Tracking und Attribution – und wie du First-Party-Data strategisch nutzt.

Marketing Analytics: Der Schlüssel zu datengetriebenem Marketing

Bei der OMKB Live in Osnabrück stand eines klar im Fokus: Marketing Analytics ist nicht optional, sondern strategisch notwendig. Jonas Rashidi, Bereichsleiter Data Intelligence and Technologies bei Douglas, bringt über 15 Jahre digitale Marketingerfahrung mit – und erklärt komplexe Datenthemen verständlich und praxisorientiert.

Die zentrale Message seines Vortrags lautet: Es geht um Daten. Nicht abstrakt, sondern konkret im Tagesgeschäft. Unternehmen wie Douglas, aber auch die Agentur-Seite müssen verstehen, wie sie ihre Marketing-Aktivitäten datengestützt planen, umsetzen und optimieren.

Was ist datengetriebenes Marketing?

Datengetriebenes Marketing bedeutet, dass du deine Marketing-Entscheidungen auf Basis von echten Daten triffst – nicht auf Annahmen oder Bauchgefühl. Rashidi betont dabei die Bedeutung von Google Analytics und modernen Web-Analytics-Lösungen, die dir zeigen, wie Nutzer:innen tatsächlich auf deiner Website unterwegs sind.

Für Unternehmen wie Douglas ist dies entscheidend: Jeder Klick, jede Interaktion, jede Conversion liefert wertvolle Informationen. Diese Daten strukturiert zu sammeln und auszuwerten – das ist die Basis für optimierte Marketingkampagnen.

Die Kernelemente von Marketing Analytics

  • Web Analytics: Verstehen, wie Nutzer:innen deine Website nutzen, wo sie klicken, wo sie abspringen.
  • Tracking: Systematisches Erfassen von Nutzer-Interaktionen über verschiedene Touchpoints hinweg.
  • Attribution: Zuordnung von Conversions zu den einzelnen Marketing-Maßnahmen, die dazu geführt haben.
  • First-Party-Data: Daten, die du direkt von deinen Nutzer:innen sammelst – essentiell in der Post-Cookie-Ära.
  • Daten-Infrastruktur: Tools wie Tealium oder ähnliche Plattformen für das Datenmanagement.

Warum First-Party-Data heute nicht mehr wegzudenken ist

Ein zentrales Thema bei Rashidis Vortrag: First-Party-Data gewinnt massiv an Bedeutung. Der Grund ist simpel – Third-Party-Cookies verschwinden. Browser wie Chrome bauen Cookie-Tracking ab, Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO schränken das Tracking ein.

Das bedeutet für dich: Du musst die Daten sammeln, die Nutzer:innen dir direkt geben – über Newsletter-Anmeldungen, Account-Registrierungen, Surveys oder Website-Besuche. Diese Daten gehören dir, sind rechtlich sauber und werden zur strategischen Ressource.

Attribution: Wer kriegt das Geld?

Eine klassische Frage im Marketing: Wenn eine Kundin dich über Google Ads findet, dann Wochen später über Social Media sieht und schließlich über den Newsletter konvertiert – welcher Kanal war entscheidend?

Das ist das Attribution-Problem. Rashidi macht klar: Es gibt hier keine perfekte Lösung, aber verschiedene Modelle (First-Touch, Last-Touch, Multi-Touch), die dir helfen, deine Budget-Allocation intelligenter zu gestalten. Mit guten Google-Analytics-Setups und modernen Tools kannst du diese Attribution immer besser abbilden.

Praktische Umsetzung im Tagesgeschäft

Rashidi hebt hervor, dass es nicht nur um die Tools geht. Entscheidend ist die Daten-Kultur im Unternehmen. Das bedeutet:

  • Daten-Literacy bei Marketing-Teams aufbauen
  • Regelmäßige Reports und deren Interpretation zur Routine machen
  • Die richtigen Metriken tracken – nicht einfach alles messen, weil es geht
  • Iterativ testen und optimieren auf Basis von Erkenntnissen
  • Datenschutz und Compliance immer im Blick behalten

Die Verbindung: Think Eleven und Douglas

Dass Jonas Rashidi zur OMKB Live eingeladen wurde, ist kein Zufall. Die neu fusionierte Think Eleven (entstanden aus Zusammenschluss von Think Eleven GmbH und Quality Traffic GmbH) positioniert sich genau in diesem Schnittfeld: Marketingtechnologie trifft Performance Marketing. Datengetriebenes Marketing ist für beide Seiten zentral.

Takeaway für dein Marketing

Egal ob du in einer Agentur, bei einem großen Unternehmen oder als Freelancer:in unterwegs bist – die Botschaft ist klar: Verstehe deine Daten. Setze Google Analytics und Tracking-Systeme sauber auf, baue dir First-Party-Data auf, und nutze Attribution, um smarter zu budgetieren. Das ist kein Trend, das ist die Zukunft des Marketings.

Rashidis Vortrag macht deutlich: Es geht weniger um die neueste KI-Technologie oder die coolsten Tools, sondern um die Basics gemacht richtig, kontinuierlich hinterfragt und optimiert.

Häufige Fragen

Was ist Marketing Analytics und warum ist es wichtig?

Marketing Analytics ist die systematische Erfassung und Auswertung von Daten aus deinen Marketing-Aktivitäten. Es zeigt dir, welche Kampagnen funktionieren, wo Nutzer:innen konvertieren und wo Geld sinnvoll ausgegeben wird. Ohne Analytics triffst du Marketing-Entscheidungen im Dunkeln.

Welche Rolle spielen First-Party-Daten?

First-Party-Daten sind Informationen, die Nutzer:innen dir direkt geben – über Accounts, Newsletter oder Website-Verhalten. Sie werden immer wichtiger, weil Third-Party-Cookies verschwinden. Du brauchst eine Strategie, um diese Daten zu sammeln und intelligent zu nutzen.

Was ist Attribution im Marketing?

Attribution ist die Frage: Welcher Touchpoint oder Kanal hat die Conversion ausgelöst? Moderne Attribution-Modelle helfen dir, dein Budget realistischer auf Kanäle zu verteilen, statt einfach dem letzten Klick das ganze Geld zu geben.

Brauche ich Google Analytics?

Ja, Google Analytics ist der Standard für Web Analytics und gibt dir essenzielle Einblicke in Nutzer-Verhalten. Mit GA4 (neuste Version) hast du auch bessere Möglichkeiten für Cross-Domain-Tracking und Privacy-konformes Datenmanagement.

Wie starte ich mit datengetriebenem Marketing?

Beginne mit den Basics: Tracking sauber aufsetzen (Google Analytics), die richtigen Conversions definieren, regelmäßige Reports lesen und verstehen. Baue dann schrittweise First-Party-Data auf und experimentiere mit Attribution-Modellen. Es geht um kontinuierliche Optimierung, nicht um Perfektion am Tag 1.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Einen wunderschönen guten Morgen und herzlich willkommen zur ersten OMKB Live, hier aus dem wunderschönen Osnabrück. Mein Name ist Mario Rose. Ich bin Chief Operating Officer der Think Eleven und führe euch heute durch diesen wunderbar, wie ich finde, vollgepackten Konferenztag. Wir haben ein fantastisches Lineup euch heute zur Verfügung gestellt mit über zwanzig verschiedenen digitalen Marketingexperten von Agenturseite, von Unternehmensseite und den diversen Dienstleistern und haben, wie ich finde, für jeden heute etwas auf inhaltlicher Ebene dabei. Wir haben Amazon-Themen, Facebook-Themen, Themen rund Marketing, Technologie und logischerweise auch ganz viel Zeit eingeplant für eure Fragen und entsprechende Antworten. Ich möchte mich zuerst einmal ganz herzlich bedanken heute beim Team der Think Eleven, ganz besonders namentlich bei Christoph Steger und Jennifer Schulte-Tickmann, die in den letzten drei Wochen und viel länger als unsere Idee tatsächlich noch gar nicht her, diese Digitalkonferenz heute hier stattfinden zu lassen, alles gegeben haben und wie ich finde, man sieht es auch, ein fantastisches Lineup auf der einen Seite aus dem Hut gezaubert haben und dann eben für dieses wunderbare Ambiente sorgen, in dem wir uns heute bewegen. Darüber hinaus möchte ich natürlich unseren Sponsoren danken, die diesen Tag heute hier erst möglich gemacht haben. Auch wenn wir eine Digitalkonferenz heute mit an den Start bringen, ist das natürlich so, dass das einen gewissen Aufwand bedeutet. Und da meinen ganz herzlichen Dank an alle Sponsoren, die es uns ermöglichen, heute hier mit euch die OMKB Life aus Osnabrück entsprechend durchzuführen. Eine Sache ist mir ganz wichtig: Wir haben heute – ich hab's gerade schon erwähnt – ganz viele verschiedene digitale Marketingexperten für euch vor die Kamera geholt und dadurch, dass wir in dem Digitalformat arbeiten, ist es so, dass ihr natürlich jederzeit die Möglichkeit habt, euch auch an die digitalen Experten zu wenden. Das heißt, seid mutig, traut euch, stellt eure Fragen, denn ihr habt heute natürlich die Chance, mit unter anderem Dr. Florian Heinemann, Jonas Rashidi und vielen weiteren, direkt ins Gespräch zu kommen und dort entsprechend eure Fragen zu platzieren. Insofern freue ich mich, wenn ihr davon zahlreich Gebrauch macht und entsprechend im Chat, den ihr hier eingeblendet seht, bei euch im Livestream eure Fragen stellt. Darüber hinaus möchte ich darauf hinweisen, dass es heute tatsächlich eine Live-Aufnahme ist. Das heißt, wir haben hier nichts in irgendeiner Form aufgezeichnet. Es kann natürlich sein, dass mal ein Vortrag etwas länger oder kürzer dauert. Dann schalten wir einfach entsprechend in den Pause-Screen und sind dann pünktlich zur Agenda wieder mit dabei. Jawohl, vielen Dank erst einmal, dass ihr jetzt auch schon zu dieser frühen Stunde so zahlreich im Livestream aktiv seid, finde ich ganz großartig und das ist auch das Schöne an so einer digitalen Marketingkonferenz. Es ist nicht so, dass es ein anstrengendes Vorabend-Event gab, sich jeder irgendwie aus dem Bett wühlen muss und erst einmal entsprechend die tiefen Augenringe kaschiert, sondern wir sind frisch und ausgeruht und können deswegen auch vielleicht zu einer schon recht frühen Urzeit heute mit euch durchstarten. Neben mir sitzt mein geschätzter Kollege Shahab, Shahab Hussein. Herzlich willkommen auch an dich. Shahab, normalerweise sind wir mit der OMKB ja eigentlich in der Stadthalle in Bielefeld, also ein ganz anderes Ambiente als das, wo wir heute sind. Erklär doch mal unseren Zusehern, wo sind wir denn hier genau heute in Osnabrück? Genau. Ähm, erst mal servus an alle Teilnehmer und, ähm, danke für die einleitenden Worte, Mario. Wir sind tatsächlich heute nicht in Bielefeld. Wir sind heute in Osnabrück in der E-Sports Factory und normalerweise, habe ich mir sagen lassen, wird hier auch ganz, ganz fleißig gezockt. Das tun wir heute nicht. Wir haben eine großartige Marketingkonferenz organisiert in den letzten Wochen. Ich freue mich persönlich sehr, sehr drauf und wir befinden uns hier im Videoproduktionsraum. Das ist quasi ein voll ausgestattetes TV-Studio und ist für uns ja auch das allererste Mal, dass wir eine Live-Konferenz in der Form durchführen. Deswegen bin ich gewissermaßen natürlich auch etwas nervös, aber gleichermaßen auch gespannt. Warum wir heute hier sitzen, hat einen traurigen und einen glücklichen Hintergrund. Ich fange vielleicht mal mit dem traurigen Hintergrund an. Wir sind gerade in einer großen Pandemie, COVID-19. Das zeigt ja auch die gewisse Distanz, die wir jetzt hier ... So ist das, ein Meter fünfzig, ziemlich genau vermessen. (lacht) Ein Meter fünfzig, ziemlich genau vermessen. Und dieses Jahr hätten wir die fünfjährige OMKB am Start gehabt. Wir haben uns riesig drauf gefreut. Wir sind sehr, sehr frühzeitig in die Planung eingestiegen. Wir wollten eine geile Party an den Start bringen, mit allen Teilnehmern feiern und natürlich eine tolle Konferenz durchführen. Aber COVID-19 hat uns dann echt einen Strich durch das Richtige gemacht. Und wir mussten dann sehr, sehr schnell rekalibrieren und wir haben eine sehr treue OMKB-Community und haben dann die Entscheidung getroffen, wir initiieren jetzt sehr, sehr flott mit einem tollen Lineup – das war der Minimum-Anspruch – eine OMKB Live. Das heißt, eine Live-Konferenz. Und wir haben es wirklich geschafft, knapp über tausend Teilnehmer zu aktivieren. Das heißt, obwohl wir heute nicht physisch die Konferenz durchführen können, ja, ist das ein neuer OMKB-Rekord. Wir hatten noch nie so viele Teilnehmer wie heute. Das freut mich persönlich und das ist, glaube ich, auch wieder der glückliche.Story Bestandteil. Wir wollen wollen unserer loyalen OMKB Community was Gutes tun. Wir haben da auch eine gewisse Know how Verantwortung würde ich sie einfach mal nennen und deswegen heute das Ganze hier in Osnabrück im eSport Factory Gebäude und ich bin total gespannt und freue mich total drauf. Ja, absolut. Ich hoffe ah die treuen Gäste in den letzten Jahren verzeihen uns, dass wir die OMKB von NRW nach Niedersachsen verlegt haben. Aber umso schöner ist es ja, du hast es gerade erwähnt, dass wir Teilnehmer haben aus ganz Deutschland und auch darüber hinaus. Du bist heute mit mir gemeinsam unser Gastgeber und muss man ja auch sagen, wir beide neue Gesichter im Rahmen der Online Marketing Konferenz Bielefeld im Namen der OMKB live. Erzähl doch mal scharf, stell dich gerne einmal kurz allen unseren Zuschauern vor. Wer bist du eigentlich genau? Also diejenigen, die mich noch nicht kennen. Mein Name ist Sharpo Sinic. Ich bin Geschäftsführer der Think Eleven und der Quality Traffic GmbH mit Sitz in Osnabrück, Bielefeld, Berlin, Garrel und Münster. Also wir haben einige Standorte und das Jahr 2020 ist ganz, ganz stark geprägt durch Change. Es ist nicht nur COVID-19 was, was ganz, ganz viele Veränderungsprozesse mit sich gebracht hat, sondern für uns persönlich war 2020 auch ein ganz, ganz wichtiges Jahr, weil in diesem Jahr haben wir ein Zusammenschluss der Think Eleven GmbH und der Quality Traffic GmbH durchgeführt. In der Vergangenheit war die Quality Traffic GmbH Veranstalter der OMKB und jetzt ist es durch den Zusammenschluss die Think Eleven. Der Zusammenschluss kam daher, weil wir als Think Eleven sehr, sehr stark im Bereich der Marketingtechnologie aufgestellt gewesen sind und immer noch sind und die Quality Traffic seit Jahrzehnten muss man ja schon sagen, exzellente Arbeit im Bereich Performance Marketing absolviert. Marketingtechnologie und Performance Marketing sind für uns ein perfekter Fit. Deswegen haben wir uns zu Anfang des Jahres entschieden, gemeinsam miteinander zu gehen. Also wirklich ein perfekter Fit auf der inhaltlichen als auch auf der cultural Cultural Ebene. Und das ist ein Stück weit der Hintergrund, warum unsere beiden Gesichter in der Vergangenheit auf der UMKB nicht als Moderatoren vorne auf der Bühne zu sehen waren, sondern dann, heute und hoffentlich dann auch perspektivisch bei der physischen UMKB, die es weiterhin natürlich geben soll und vielen, vielen digitalen Ablegern auch zu sehen sein wird. Ja, du sprichst es gerade an, Shahab synke eleven, jetzt der neue Veranstalter der OMKB, der OMKB live. Du hast es gerade schon angedeutet. Bleibt das heute ein und One Timer oder kannst du dir vorstellen, dass wir in naher Zukunft noch diverse digitale Formate nachlegen werden? Eine gute Frage. Ich kann es mir nicht nur vorstellen, sondern es wird passieren. Die UMKB physisch wurde ja nur ins nächste Jahr verlegt. Die physische Konferenz der OMKB ist ganz, ganz wichtig, weil der Netzwerkaspekt kann natürlich über eine digitale Konferenz nur bedingt abgebildet werden. Das ist ganz wichtig, dass es auch physische Konferenzen gibt. Nur in Zeiten von Covid neunzehn ist es natürlich schwierig. Wir glauben aber, dass nächstes Jahr Covid neunzehn weitestgehend unter Kontrolle sein sollte, sodass die physische Konferenz in Bielefeld dann auch wieder selbstverständlich stattfindet mit hoffentlich dann auch annähernd eintausend Teilnehmern. Wir werden aber diese digitale Konferenz, die wir jetzt heute initiiert haben, auch perspektivisch immer weiter fortführen, weil diese Resonanz ist einfach fantastisch. Die nächste Konferenz ist auch schon für dieses Jahr adressiert und wir werden im Rahmen der OMKB Masterclasses und Deep Dives anbieten. Für all diejenigen, die noch viel, viel tiefer einsteigen möchten. Weil in so einer Konferenz können wir natürlich nur bedingt in die Tiefe einsteigen und dafür werden wir jetzt in naher Zukunft Masterclasses und Deep Dives anbieten. Und wir werden anfangen, als OMKB relevanten Content zu produzieren, weil wir einfach gemerkt haben, dass wir einen wahnsinnigen Zugang haben zum Markt und eine sehr, sehr starke Anhängerschaft der OMKB auch auf Grundlage der guten Arbeit der vergangenen Jahre. Das heißt, wir werden in Themenkomplexe wie Podcasts, aber auch Videoproduktionen und inhaltliche Produktion investieren. Und das wird spannend, das wird ganz, ganz viel Spaß machen und hoffentlich auch unserer Verantwortung gerecht werden, dass wir hier für Know how, für die Marketingszene stehen. Sehr schön. Und da haben wir heute natürlich einen großen ersten Aufschlag, das müssen wir sagen. Du hast es erwähnt mit zehntausend Teilnehmern, die sich heute angemeldet haben. Und ich bin sehr gespannt, dann auch in der Nachbetrachtung zu sehen, wie viele von euch heute Morgen schon mit dabei sind und wie viele in die einzelnen Sessions heute gehen werden. Jetzt haben wir ein bisschen über das Format gesprochen, auch schon über die Think Eleven. Lass uns dann einmal auf den Inhalt des heutigen Tages zu sprechen kommen. Sharab, gib uns doch gerne mal einen kurzen Einblick, was uns in den kommenden Stunden erwartet. Und wenn du magst, verrate mir doch auch einmal, worauf du dich heute am meisten freust. Ja, also wir haben es ja wirklich geschafft, ein Feuerwerk an tollen Speakern auch zur Aktivierung. Das ist gar nicht so komplex oder unkomplex vielmehr in dieser Kürze der Zeit. Das heißt, das hat wunderbar funktioniert. Ich persönlich freue mich eigentlich auf jeden einzelnen Speaker, muss ich sagen. Jeder einzelne Speaker hat einen Themenkomplex, was was, was wirklich total spannend ist. Wir haben später Dr. Florian Heinemann. Das ist ein absolutes Privileg, den guten Mann dann auch in eine Live Session ziehen zu können. Ich glaube, das wird ganz, ganz spannend, weil wir dort dann auch noch mal ein bisschen tiefer einsteigen. Ansonsten freue ich mich über die Live Q and A Sessions mit jedem einzelnen Speaker. Das gibt ja auch dem Publikum die Möglichkeit, individuell und interaktiv mitspielen zu können. Das ist für uns auch ganz, ganz wichtig. Und ansonsten haben wir viele, viele inhaltliche Überraschungen den gesamten Tag über. Und deswegen kann ich jeden einzelnen Teilnehmer nur dazu animieren, auch in den nächsten Stunden ganz, ganz fleißig eingeschaltet zu bleiben, weil die eine oder andere inhaltliche Überraschung hat sich angekündigt. Und das wäre natürlich schade, wenn man diese dann entsprechend nicht erwischen und verpassen sollte.Jawohl, vielen Dank für den Ausblick auf den heutigen wirklich langen OMKB Live Konferenztag. Und ich würde vorschlagen, dass wir dann jetzt mitten reingehen ins Geschehen und uns dem ersten heutigen Speaker der OMKB Live zuwenden. Wir begrüßen gleich ganz herzlich Jonas Raschedi von Douglas mit dem Thema Data Analytics. Jonas ist Bereichsleiter Data Intelligence and Technologies bei Douglas und hat in seinem Tagesgeschäft entsprechend viel zu tun mit dem Thema Data-driven Marketing. Und da muss man sagen, gibt es auch eine Verbindung zwischen uns und Jonas, weil wir in der Think Eleven auch entsprechend beim Thema Data-driven Marketing sehr, sehr aufmerksam natürlich verfolgen, welche Möglichkeiten sich dort im Tagesgeschäft bieten. Und Jonas hat über fünfzehn Jahre digitale Marketingerfahrung, die er heute mitbringt, war schon bei Unternehmen angestellt wie der Deutschen Post und Vodafone und auch viele Jahre selbstständig in der Raschedi Consulting unterwegs. Und was ich bei Jonas Vorträgen immer sehr schätze, ist, dass er es sehr gut versteht, durchaus komplexe Sachverhalte, wenn wir an Data-driven Marketing und Data Analytics denken, wirklich verständlich und gut herüberzubringen. Wir haben heute eine Besonderheit bei Jonas' Vortrag. Jonas hat uns seinen Vortrag im Vorhinein zur Verfügung gestellt, den wir also gleich erst einmal so abspielen werden. Das ist aber für euch erst überhaupt kein Problem im Hinblick auf das persönliche Nutzungserlebnis und ihr seid selbstverständlich auch während Jonas Vortrag dann entsprechend ganz herzlich dazu eingeladen, eure Fragen an Jonas zu stellen, die er dann im Nachgang uns persönlich eben auch entsprechend beantworten wird. Und damit steigen wir ein ins Programm. Ganz herzlich willkommen, lieber Jonas Raschedi. Wir freuen uns auf deinen Vortrag. Los geht's. Guten Morgen zusammen, mein Name ist Jonas Raschedi, ich bin Head of Data Intelligence and Technologies bei Douglas, verantworte im E-Com Bereich alle relevanten Stränge zum Thema Daten. Das sind bei uns aktuell drei Teams. Einmal das Team Collect, geht das Thema Marketing Technologies wie zum Beispiel Tech Manager, also wie die Daten in die jeweiligen Tools kommen. Das Team Analyze, die die Analysen und Reportings bei uns im Bereich verantworten und einmal das Team Aktivierung. Da geht's das Thema Data Management Plattform, Personalisierung über alle unsere Stränge in der Customer Journey. Vor Douglas war ich jahrelang Berater, hab eine eigene Online-Marketing-Agentur aufgebaut und darf jetzt seit zwei Jahren als Angestellter bei Douglas die genannten Themen verantworten. Wer Douglas nicht kennt, wir haben zweitausendvierhundert Stores in über einundzwanzig Ländern und haben letztes Jahr drei Komma drei Milliarden Euro Umsatz gemacht. Wir sind zentral aufgestellt. Das bedeutet, wir betreuen alle E-Commerce-Länder mit den meisten Funktionen direkt bei uns aus der Zentrale aus Düsseldorf und dürfen da eben unterschiedliche Herausforderungen lösen, die natürlich je Land und je Status unterschiedlich sind. It's all about data. Bevor ich zum allgemeinen Teil und meiner persönlichen Meinung zum Thema Daten und wie sich oder wie uns Daten ändern werden, komme, möchte ich gerne noch mal was zum Thema Douglas und zu dem Prinzip sagen, wie wir Daten bei uns im Online-Marketing-Bereich einsetzen. Mit dem Spruch "We have more data than insights and actions" provoziere ich immer gerne und sage, Douglas oder auch andere Unternehmen in der Größe oder beziehungsweise nicht mal in der Größe haben sehr viele Daten zur Verfügung, die einfach durch die durch das Surfen des Nutzers oder durch die allgemeine Customer Journey kommen. Und diese Daten sollte man einfach nutzen, dem Kunden ein super Einkaufserlebnis zu bieten. Denn meiner persönlichen Meinung nach sollte dem Kunden ein so gutes Erlebnis geboten werden, dass er sich gerne wieder an den Einkauf zurückgeinnert. Wenn man sich jetzt nun einmal die Grundlagen anschaut, finde ich, dass Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit nur dann entsteht, wenn man datengetriebene Entscheidungen trifft. Das bedeutet, man muss im Unternehmen die relevanten Daten erheben und auch speichern. Diese müssen kommuniziert werden, im besten Fall automatisiert, kommuniziert und visualisiert werden und auf dieser Basis müssen dann Entscheidungen getroffen werden oder automatisiert auch das Kundenerlebnis angepasst werden. Das bedeutet eben auch, wenn man die falschen Daten erhebt oder nicht die unternehmensrelevanten Daten, verschwendet man meistens seine Energie, unnütze Daten zu erheben und diese kann man wiederum nicht kommunizieren oder aktivieren. Dafür fand ich eigentlich folgendes Schaubild ganz gut. Auf der linken Seite stehen die Daten, die man eigentlich innerhalb der Customer Journey erheben kann. Das sind Websites, das sind Apps, das sind Shopsysteme. Dafür braucht man natürlich auch eine gewisse Grundlage, also Marketing Technology, wie zum Beispiel ein Tilium, die bei uns das Tech Management Tool darstellen oder eben auch ein Data Layer, der jetzt nicht zwangsweise was mit Marketing Technology an sich zu tun hat, aber die Grundlage bietet, standardisiert über alle Tools hinweg die gleichen Daten zu haben. Diese Daten wiederum muss man natürlich irgendwo speichern. Dadurch entsteht noch die Situation, dass man auf Basis dieser Daten wieder Analysen fahren kann, zum Beispiel durch künstliche Intelligenz oder durchClusteranalysen als Beispiel. Dadurch entsteht dann auch die nötige Intelligenz aus den jeweiligen Daten. Die Daten wiederum muss ich auf jeden Fall visualisieren. Das heißt, es gibt 'n Part, der von Menschen erledigt werden muss, wie zum Beispiel die Meetings, das Sparring, die Diskussion über Daten und natürlich andere Parts wie Business Cases oder Apps und Webseiten, die automatisiert durch Tools funktionieren. Hier ist 'n Zusammenspiel zwischen Menschen und Tools sehr relevant. Nämlich nur wenn dis gut funktioniert, hat man die Möglichkeit gute Aktionen abzuleiten. Aber was muss dafür geändert werden oder was wurde dafür geändert? Auf jeden Fall ist die Situation so, dass wir uns alle einzelnen Technologien einmal angeschaut haben, uns auch die unterschiedlichen Datensilos, was ja aktuell 'n tolles Buzzword ist, angeschaut haben und geguckt haben, gibt's da eine Verbindung? Können wir eine Verbindung herstellen? Macht es Sinn, vielleicht eine Verbindung herzustellen oder sind es Daten, die wir nicht zwangsweise für die Aktivierung brauchen? Wie schon erwähnt, haben wir ja auch unterschiedliche Länder und durch die Historie waren da auch unterschiedliche Tools im Einsatz. Und wir haben uns natürlich dann auch noch mal jede Technologie angeschaut, haben uns die Mitwerber angeschaut und haben da natürlich geschaut, welches Tool macht in der Zukunft am meisten Sinn und haben uns dann auch Situationen oder Herausforderungen gestellt, wie zum Beispiel serverseitiges Tracking, mit welchem Tool kann man am besten den den Content abfragen und die Einwilligung für den Nutzer transparent darstellen? In dem Zusammenspiel haben wir uns dann auch einmal eine Skizze gemacht und haben uns gesagt, okay, wie soll denn für uns die weitere Landscape, die Martec Landscape nennen wir sie aussehen und haben uns dafür entschieden, dass vor allem oder vor dem ganzen Onlinemarketing ein Data Layer liegen soll, der alle Daten erhält, die standardisiert und für alle Tools vorbereitet. Und dann natürlich auch den aktuellen Marktbedingungen gerecht zu werden, haben wir uns dann dafür entschieden, das Constant beziehungsweise einwilligen Tool zwischenzuschalten, was dem Nutzer ermöglicht zu entscheiden, für welche Tools er eine Einwilligung gibt. Und dann hier das Tech Management Tool nutzen wir dann dafür auf Basis der Einwilligung des Nutzers die jeweiligen Tools beim Digital Analytics Bereich Personalisierung oder Data Management Plattform anzuspielen und diese Daten dann wiederum weiter fürs Onlinemarketing zu nutzen, damit wir effektiveres und zielgerichtetes Marketing ausspielen können. Die für uns dritte und fast die größte Herausforderung war dann einfach noch mal zu überprüfen, welche Stakeholder gibt's in 'nem Unternehmen und welche Daten braucht denn der Stakeholder, um für seinen Verantwortungsbereich zu entscheiden oder eine Kennzahl zu haben, um zu sehen, ob sein Business gut läuft oder eben nicht so gut läuft und dann auf der Basis auch weiß, welche Treiber entscheidenden eigentlich grade die aktuelle Situation. Nämlich die Herausforderung des Topmanagement anschaut, ist es nämlich so, dass sie innerhalb von kürzerer Zeit immer komplexere Fragestellungen beantworten müssen und dafür brauchen sie natürlich super aufbereitete Reports oder Dashboards beziehungsweise Analysen, die ihnen bei ihrer alltäglichen Arbeit helfen. Und nun der zweite Teil der Präsentation. Heute möchte ich gerne etwas zum Thema Daten beziehungsweise data-driven Marketing sagen. Die Slides basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und spiegeln meine Meinung wieder. Ich persönlich finde, dass Daten beziehungsweise data driven Marketing im Vergleich zur USA in Deutschland eben noch sehr hensärmlich genutzt, beziehungsweise verarbeitet werden und würde mich freuen, wenn Daten einen noch höheren Stellenwert in den jeweiligen Unternehmen erhalten. Wie dieses Light schön aufzeigt, werden oder sollen Daten einfach nicht nur visualisiert werden, sondern Daten sollen effektiv auch genutzt werden und dafür muss man nicht nur Dashboards erstellen, sondern muss natürlich auch in die Organisation implementieren. Ich glaub, das ist eine große Herausforderung für uns alle. Deswegen freue ich mich, dass ich gerne noch mal 'n paar Gedankenanstöße zum Thema Data beziehungsweise Data Driven Marketing mit meinem Vortrag geben darf. Wie uns Daten verändert haben und wie uns Daten verändern werden, ich glaub, das betrifft uns nicht nur im Onlinemarketing, sondern auch in anderen Bereichen. Jetzt die jüngste Pandemie zum Thema Corona hat ja auch noch mal gezeigt, dass wir auf gewisse Daten schauen müssen, dass wir uns auf gewisse Daten verlassen müssen und Daten verstehen müssen, herauszufinden, wo stehen wir eigentlich mit der Gesellschaft, wo wollen wir hin, was sind Kennzahlen, die relevant für uns sind? Deswegen habe ich noch mal 'n sehr plakatives Beispiel mitgebracht, was mich im privaten Umfeld umtreibt und wo ich noch mal 'n Aha Effekt hatte, was eigentlich Daten bei jemanden auslösen können. Daten verändern sich und Daten verändern uns. Das betrifft nicht nur den Onlinemarketingbereich, wie gerade eben schon gesprochen, sondern alle Bereiche. Ich beschäftige mich aktuelle intensiv mit dem Thema Triathlon und stelle fest, dass es da viele Parallelen zu meinem Businessalltag gibt. Schaut man sich den ersten Ironman Weltrekord in Hawaii ein, dann sieht man mit elf Stunden und sechsundvierzig Minuten ist der Weltrekord oder der erste Weltrekord in Hawaii umgesetzt worden. Vergleicht man dies aber mit dem Rekord zweitausendneunzehn von Jan Frodeno, der als Deutschler mit sieben Stunden einundfünfzig Minuten durch die Ziellinie kam, wird einem klar, wie drastisch sich der Benchmark über die Jahre, zum Beispiel jetzt hier im Triathlon, verändert hat.Nun, wie kann sich diese Zeit so drastisch entwickeln? Hat sich die körperliche Beschaffenheit des Menschen entwickelt? Nein, sondern die Trainingsmethoden. Also wirklich die Methoden, die herausstellen, was kann ein Athlet denn wirklich leisten? Auf Basis von Daten kann man nämlich sehr, sehr, sehr viel im Triathlon messen. Schrittlänge, Schrittgeschwindigkeit, ähm, Puls, den man für die jeweilige Geschwindigkeit braucht. Und auf dieser Basis kann man dann wirklich noch mal viel, viel besser entscheiden, kann man an der einen oder anderen Stelle eben noch mal mehr rausholen, als man gedacht hat. 1978 haben die Athleten während des Wettkampfs Bier getrunken. (lacht) Viele dachten, das hilft. Ähm, jetzt machen das die meisten Athleten, wenn überhaupt, nur noch nach dem Training. Ähm, darauf wird aber einem eigentlich klar, dass man auf Basis vom Gefühl früher Themen entschieden hat. Heute wissen wir, dass es nicht die allerbeste Idee war, wenn man, äh, 3,9 Kilometer schwimmt, hundertachtzig Kilometer Fahrrad fährt und dann noch einen Marathon läuft, Bier zwischendrin zu trinken. Jetzt konsumieren die Athleten komplexe oder komplex entwickelte Energiepakete, die wirklich darauf ausgelegt sind, nur die Sachen zu sich zu nehmen und auch in der Form, wie es der Athlet braucht, damit wirklich der beste Mehrwert für den Körper entsteht. Und so verhält es sich in allen Bereichen. Mit mehr Daten steigt die Kenntnis. Wir können unsere Methoden verändern und uns somit stetig selbst optimieren. Wenn man das jetzt mit 'ner alten Webseite vergleicht oder mit den jeweiligen Displaybannern, die am Anfang entstanden sind, dann hatte man eine Click-through-Rate von zwölf bis dreizehn Prozent und jetzt muss man natürlich das Komma weiter nach links versetzen. Die Click-through-Rates haben sich massiv verändert, aber auch jeweils die Daten, die dahinter liegen, haben sich verändert. Jetzt guckt man sich eine Viewability Rate an, ähm, vergleicht die, die Placements, die dahinter liegen, um wirklich daraus die Methoden zu verbessern und da vielleicht auch generell die Displaybanner im Allgemeinen zu verbessern. Denn durch die Verfügbarkeit von Daten verändern sich auch die eigenen Spielregeln und man sollte definitiv dafür sorgen, die relevanten Daten zu bekommen, dass sie vorherrschen, dass man sie auch mit seinen Systemen verarbeiten kann, um daraus bessere Methoden abzuwickeln. Wenn man diese sportlichen Spielregeln auch noch mal in die berufliche Hemisphäre transferiert, dann kann man es super mit dem, mit der US-Serie Mad Men vergleichen. Ich weiß nicht, wer das sich schon mal angeschaut hat. Ähm, die haben 'ne zugegebene, sehr übertriebene Vorstellung, wie Werbung und Marketing funktioniert hat in den Sechzigern und Siebzigern. Aber man sieht ganz klar, früher wurden noch viel auf Basis des Bauchgefühls, viel auf Basis der eigenen Erfahrungen entschieden. So schön leicht können wir uns das heute nicht mehr machen. Es mag vielleicht erst mal mühsam klingen, doch die Arbeit mit Daten und stichhaltigen Analysen birgt Unmengen an Potenzial. Wir können auf jeden einzelnen Aspekt deutlich genauer eingehen, als sich Don Draper, der Hauptdarsteller von Mad Men, in der Serie jemals hätte träumen lassen können. Und innerhalb dieser neu geschaffenen Spielregeln können die Marketeers immer noch ihre Kreativität vollkommen ausspielen. Der Schluss: Daten sind die neue Währung oder das neue Öl, so wie es ja jetzt aktuell als Buzzword oder als Slogan "überall", ähm, verbreitet wird, ist daher nicht allzu fern. Doch wie man in der Arbeit mit Öl einen hohen Wert auf Sicherheit legen muss, ist es auch beim Thema Daten. Denn gerade in Deutschland, ähm, wir Deutschen erleben ja immer wieder 'ne große öffentliche Skepsis gegenüber der Verarbeitung von Daten, jetzt auch beim Thema Corona-Pandemie, mit irgendwelchen Apps, die unsere Kontakte messen sollen. Und somit auch völlig zu Recht Skandale wie Cambridge Analytica, ähm, tragen natürlich nicht gerade zum guten Ruf von Daten oder von der Datenverarbeitung bei. Wer es gerade nicht mehr parat hat, der Hintergrund war, dass Donald Trumps Wahlkampf sich auf die detaillierten Persönlichkeitsprofile von mehr als siebenundachtzig Millionen Facebook-Nutzern stützte. Ähm, die Recherchen haben ergeben, dass die Firma Cambridge Analytika, ähm, auf Basis von Fragebögen, Persönlichkeitsprofile in Facebook kreiert hat und diese dafür genutzt hat, wirklich Mikrosegmenten, jeweilige Wahlwerbung auszusteuern. Ich finde, da wird einem selber erst mal wieder bewusst, ähm, wie erschreckend es ist, wenn die Daten, die man ja freiwillig in 'nem sozialen Netzwerk angibt, zu falschen Zwecken verarbeitet werden. Dabei wissen wir, dass die Deutschen einen extrem hohen Wert auf die Sicherheit ihrer Daten legen. Wenn wir also mit unseren Kunden auf Augenhöhen kommunizieren wollen, ist es wichtig, die Daten respektvoll zu behandeln. Marktentwicklung oder Entscheidungen, wie zum Beispiel Planet24 und jetzt die weiteren Themen, die dazukommen, wie ePrivacy oder die Implementierung von Consent beziehungsweise Einwilligungsmöglichkeiten auf den jeweiligen Webseiten zeigen, dass sich der ganze Online-Marketing-Markt da verändern wird. Hier ist das Stichwort klare Kommunikation. Wir müssen fähig sein, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, nicht nur aus unseren eigenen Fehlern, sondern auch aus Fehlern, die andere Unternehmen gemacht haben und die Daten mit Respekt behandeln. Wer heutzutage auch fähig ist zu lernen, sind Maschinen. Machine Learning. Im Kontext von Daten als elementarster Bereich ist künstliche Intelligenz natürlich unabdingbar. Dafür muss man aber auch die Grundlage schaffen. Denn nur wenn Daten auch so vorliegen, dass Maschinen sie verarbeiten können, kann man wirklich einen Nutzen daraus ziehen.Es gibt schon super Lösungen, wie zum Beispiel bei Google Analytics, wo man mit Analytics Intelligence jetzt die Möglichkeit hat, die eigenen Datenmengen nicht mehr selbst durchwühlen zu müssen, sondern Google Analytics einen großen Teil davon übernimmt. Künstliche Intelligenz eröffnet uns in der Arbeit mit Daten ganz neue Türen. Wir können Mengen verarbeiten, die vorher unvorstellbar waren und so natürlich auch eine unvorstellbare Quantität beziehungsweise die Qualität von Informationen erreichen. Ich kann's nicht genug betonen, dass es wichtig ist zu verstehen, dass nicht nur Online-Marketing durch Daten verändert wird, sondern die ganze Welt. Und Online-Marketing ist einfach ein Teil dieser. Wir sind nicht das Zentrum des Universums. Ich glaube, das sollte man sich immer wieder bewusst machen. Das heißt aber auch, dass wir diesen Trend auf keinen Fall missachten dürfen. Denn unser Umgang mit dieser Entwicklung hat eine enorme Tragweite. Hier zeigt sich die rohe Gewalt von Daten. Man muss es aber schaffen, dass man die Gewalt für seinen Vorteil nutzt und nicht als großen Stein vor sich hat. Die Gesellschaft ist immer einem Wandel unterlegen und strukturiert sich grundsätzlich immer, immer neu. Man darf auf keinen Fall denken, dass man so weitermachen kann wie bisher. Bei dieser Revolution ist ein großes Thema natürlich auch die Jobs. Viele wurden bereits durch Technologie ersetzt und viele werden vielleicht auch noch folgen und neue Jobs in anderen Bereichen werden aufgehen. Was ich damit ausdrücken möchte, ist, wir müssen die Zusammenarbeit mit Daten noch lernen oder vor allem weiterlernen. Denn wer zum Beispiel gerade denkt, dass sein Job viel zu komplex ist oder man viel zu kreativ sein muss, dass man den Job ersetzen kann, dem sei Folgendes gesagt: Die künstliche Intelligenz Benjamin hat zweitausendsechszehn schon völlig selbstständig auf Basis von tausender Drehbücher von verschiedenen Science Fiction Filmen einen kompletten eigenen Kurzfilm geskriptet. Zugegeben, der Film ergibt überhaupt keinen Sinn, aber die Richtung, in die wir gehen, ist zu erkennen. Es wird sich vieles ändern. Wir erkennen also, Daten sind kein Firlefanz. Daten sind ein bedeutender Wegweiser für die Entwicklung der Menschheit im einundzwanzigsten Jahrhundert. Wichtig ist, den Balanceakt zwischen Daten und Bauchgefühl zu finden. Beispiel von der KI zeigt, darf man sich nicht nur auf Daten verlassen. Man soll natürlich auch seine Erfahrung oder seinem Bauchgefühl nicht außer Acht lassen. Aber man sollte lernen, eine gute Zusammenarbeit mit den Daten zu finden. Im Bogen zu Online Marketing, da zeigt sich, dass sich die grundlegende Strategie geändert hat. Wenn wir uns früher eine Customer Journey angeschaut haben, die sehr kurz war und uns heute eine Customer Journey anschauen, gibt's große Unterschiede. Denn durch die Menge an Daten, die man verarbeiten kann, erkennt man, dass eine Customer Journey viel komplexer ist. Dadurch entstehen so verkopfte Sachen wie eine Customer Purchase Journey, die zeigt, dass eine Journey eines Nutzers auch die eines anderen Nutzers stark beeinflusst und dadurch auch die Journey nicht klassisch wie vorgesehen Awareness Consideration Purchase heißt, sondern ein Nutzer vielleicht auch zwischen den Phasen hin- und herspringt. Nur wie misst man das? Wir müssen einfach jeden Tag auf einem neuen, immer höheren Niveau arbeiten, um den Erfolg vom Vortag bewahren zu können. Ja, Data Driven Marketing. Dieser Wandel muss einfach wirklich verinnerlicht werden. Data Driven Marketing bedeutet, nicht eine neue Software zu kaufen und dann einfach die Sektflasche aufzumachen, sondern es bedeutet wirklich Kulturwechsel in allen Phasen. Data Driven Marketing ist ein Prozess. Ich habe für mich selbst rausgefunden, dass wenn ich fünf Schritte nutze, ich eine gute Methode gefunden habe, Data Driven Marketing weiter zu etablieren. Wir sammeln Daten, wir verstehen sie, wir entscheiden auf Basis dieser und im Idealfall können wir dann diesen Prozess automatisieren. Wir wissen selber, dass es 'n großen Fachkräftemangel aufm Markt gibt und im Idealfall gibt's auch einfach Themen, die man unabhängig von 'ner Arbeitskraft automatisieren sollte, schneller im Markt zu sein. Natürlich ist das Ganze im Detail etwas komplizierter und jeder Schritt birgt seine eigenen Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten. Letztendlich geht es darum, Probleme zu lösen und im Vergleich zu manch anderen Problemen, die damit gelöst werden können, ist unser Marketing oder unser Online Marketing vermutlich nur Peanuts. Ja, lieber Jonas, ganz herzlichen Dank für diesen, wie ich finde, spannenden und inspirierenden Vortrag zum Thema Data Analytics. Ich fand das klasse, dass Du sowohl eine persönliche Perspektive eingebracht hast, als auch natürlich den aktuellen Stand im Bereich Data Oriented Marketing bei Douglas. Ganz liebe Grüße erst einmal hier aus dem Studio heute in Osnabrück zu dir nach Hause. Ich hoffe, Du bist zu dieser frühen Stunde schon fit und bereit für die eine oder andere Frage, Jonas. Guten Morgen. Schönen guten Morgen. Du hast jetzt Der der Cap ist schon getrunken, von daher bin ich fit. Das freut mich zu hören. Du hast es grade einmal erwähnt. Da wurd ich ja ganz aufmerksam, Du beschäftigst dich gerade intensiv mit dem Thema Triathlon. Tut ihr das nur auf theoretischer Ebene oder hast Du tatsächlich vor, dich auf 'n Triathlon vorzubereiten? Na ja, ich ich wollte auch dieses Jahr, ich weiß nicht, wie wie wie Du persönlich fit in dem Bereich bist. Ich wollt eine olympische Disziplin machen. Es ist also wirklich nur irgendwie so zweihundert Meter oder vierhundert Meter schwimmen und dann zwanzig beziehungsweise zehn Kilometer Lauf Lauf Fahrradfahren und dann noch mal laufen, also eine ganz, ganz kleine, aber es ist spannend. Jawoll, ja, das ist in Coronazeiten natürlich auch schön, vielleicht 'n bisschen mehr Zeit zu haben dafür, das persönliche Training, sehr ambitioniertes Ziel. Kommen wir zum eigentlichen Themenkomplex einmal zu sprechen. Du hast es grade so schön erwähnt, Daten sind kein Filefund. Dem würden wir natürlich zustimmen, Jonas. Du hast auch gesagt, 'n Kulturwechsel ist notwendig im digitalen Marketing oder im Digital Sales Marketing, je nachdem, wie es man dann definiert. Vielleicht magst Du einmal darüber berichten, welche Kompetenzen es denn auch zum Beispiel in einem Unternehmen wie Douglas überhaupt benötigt, so einen komplexen Ansatz dann tatsächlich auch zum Reifegrad zu führen?Ja, ich glaube, die größte Herausforderung ist, Mitarbeiter zu finden, die analytisch denken, also die sich jeden Tag selbst immer wieder versuchen zu optimieren. Das ist ja immer das tolle Beispiel, was ich jetzt auch mit dem Triathlon hat, ohne es jetzt auszulutschen. Also immer zu schauen, wie ich von Training zu Training besser werde. Und das ist eigentlich auch die Fähigkeit, die ich von Mitarbeitern bei mir im Bereich, aber auch im Unternehmen verlangen würde. Analytisches Denken und vor allem auch technisches Verständnis, weil alles wird heutzutage viel mehr durch Technik getrieben. Und wenn du uns das erzählen magst, mit wie vielen Kolleginnen und Kollegen arbeitet ihr bei Douglas genau an diesem Thema Data Marketing, Data Analytics? Genau, also der Gesamtbereich mit unserem Director für Online Marketing ist über vierzig Mitarbeiter groß beziehungsweise glaube ich, sogar fünfundvierzig Mitarbeiter. Ich selber mit meinem Teilbereich davon, wir sind zwölf Mitarbeiter und ihr seid ja selber eine Agentur und wir arbeiten natürlich auch noch mit Agenturen, mit externen Dienstleistern, die uns dann challengen und für Teilbereiche auf jeden Fall hoffentlich auf ein neues Level stellen. Ja, okay. Jetzt hat Douglas natürlich im Vergleich zu vielen anderen Marktteilnehmern einen großen Vorteil. Douglas kann über einen extrem hohen Datenpool verfügen, aus dem stationären Handel, wie auch aus dem E-Commerce-Bereich, logischerweise. Hat ja auch ein großartiges Loyalitätsprogramm und dort sicherlich eine Datengrundlage, mit der es unfassbar spannend ist zu arbeiten. Du weißt es aus deiner Praxis natürlich am allerbesten: Große Datenmengen helfen dir nicht wirklich weiter, wenn du nicht genau weißt, welche Themenkomplexe dir wirklich wichtig sind im Tagesgeschäft und was du aus deinen Daten lesen möchtest. Kannst du uns ein, zwei Key Performance Indicators KPIs nennen, die euch besonders wichtig sind im Tagesgeschäft und auf die ihr tatsächlich täglich schaut? Oh, das ist spannend. Ich glaube generell, der Haupttreiber fürs Management ist natürlich der Umsatz oder die KPI ist Umsatz und dahinter ... Wir arbeiten immer mit Treiberbäumen. Ich weiß nicht, inwieweit man es erklären soll. Hinter einem Umsatz sitzt natürlich ein average Order Value, also ein durchschnittlicher Warenkorb und dann einfach die allgemeinen Bestellungen auch. Dazu getrieben gehört natürlich auch die Visits, die dahinter liegen und zu den Visits die jeweilige Conversion Rate. Und wenn die natürlich dann bröckeln würden, würde man sich so was wie die Marketing Channel anschauen. Also wir arbeiten oder ich arbeite sehr gerne mit Treiberbäumen, um zu identifizieren. Wenn die KPI, vergisst man ja immer wieder, also wirklich diese Hauptkennzahl, um zu sagen, es ist gut oder schlecht, mit innerhalb von zwei Sekunden nicht funktioniert, dann gucken wir uns die jeweiligen Treiber dahinter an. Okay, ja, vielen Dank. Schab, du hast auch noch ein, zwei Fragen. Schieß mal los. Gerne. Jonas, erst mal herzlichen Dank für deine Präsentation. Total spannend und klasse und auch herzlichen Dank für deine Transparenz. Jetzt hast du ja gerade auch schon so eine schöne Journey, eine Transformationsjourney aufgezeigt, wie eine Organisation wie Douglas unter anderem sich dataorientierter aufstellen kann. Jetzt weiß ich aus der Praxis, Transformation bedeutet Change. Change bedeutet Pain. Wie seid ihr als Organisation mit dem Thema umgegangen? Du lächelst gerade schon. Du verstehst, glaute ich, worauf ich abspielen möchte. Ja, ich glaube, dass der Wandel ja immer von oben kommen muss und wir haben mit unserer E-Com-Chefin Vanessa Stützele jemanden, der schon auf meiner Erfahrung basierend, sehr stark mit Daten arbeitet. Und das ist unglaublich, wie sie das auch einfordert und das freut mich auch sehr. Dadurch muss ich gestehen, dass ich ein leichtes Spiel habe im E-Com-Bereich. Aber du hast vollkommen recht. Es ist schwer bei anderen die Erkenntnis zu erzeugen, dass man mit Daten weiter arbeiten soll und die Herausforderung meistern wir auch täglich. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass wir die Leute, die wir bei uns in unserem Bereich haben, die Berater, ja sozusagen ausleihen an die jeweiligen Bereiche oder Teams und die diejenigen sind, die so ein bisschen sticheln und einfordern, dass weiter datengetrieben gearbeitet werden sollen. Und das funktioniert meiner Ansicht nach sehr gut. Okay, gut. Dann hast du unter anderem über das Thema CRM auch berichtet. Reichert ihr eure CRM-Informationen noch mit externen Datenquellen an? Ich weiß nicht, ob du da offen drüber sprechen kannst oder willst. Oder können wir uns das so vorstellen, dass ihr per se nur mit Datenpunkten arbeitet, die ihr selber dann auch generiert? Oder sagst du, na ja, wir als Douglas müssen uns auch extern öffnen und wenn es interessante Datenpunkte gibt, die an anderen Stellen gesammelt wurden und die dann frei zur Verfügung gestellt werden – alles DSGVO-konform natürlich –, dann nutzen wir diese selbstverständlich auch. Wir haben ja vierundvierzig Millionen Beauty-Card-Inhaber. Also das ist ja schon eine Menge an Daten. Ich glaube, das ist manchmal unvorstellbar, was für einen Schatz man da liegen hat. Wir sind eher dazu übergegangen und haben ein Retail-Media-Geschäft aufgebaut und bieten sozusagen unsere Daten auch basierend mit Kooperationspartnern an, gemeinsam eben effektiviere Online-Werbung zu machen. Alles immer unter den Bedingungen natürlich DSGVO und Einwilligungskonform. Ich glaube, das kann man nicht genug betonen in der aktuellen Zeit. Absolut wichtiger Hinweis. Jetzt gibt es ja häufig mit Sicherheit auch bei euch im Unternehmen – du kannst das sekundieren oder negieren, die Diskussion – macht es denn Sinn, präventiv große Datenmengen zu sammeln und die zu archivieren mit Blick nach vorne, weil man einfach hypothetisch davon ausgeht, dass man in der Zukunft von diesen Daten profitieren kann? Oder ist deine Einstellung eher dann mit dem Datensammeln anzufangen, wenn auch wirklich eine Datenauswertungsstrategie vorhanden ist? Wie würdest du Unternehmen hier an die Hand nehmen, die dich mit dieser Frage konfrontieren? Ich glaube, es ist ...Da da sind zwei Herzen oder schlagen zwei Herzen in meiner in meiner Brust. Meine kleine Tochter hat son kleines Bällebad bei uns im Wohnzimmer stehen. Die freut sich immer unglaublich, da reinzuspringen. Ich glaube, so ist es auch mit unseren Analysten. Wenn wir denen sagen würden, lass uns noch mal bisschen mehr Daten sammeln, sind die die Ersten, die mitm Kopf über reinspringen. Ich glaube aber auch, man sollte nach dem Paretoprinzip vorgehen. Also man sollte wirklich nur die achtzig Prozent der Daten nutzen. Das ist schon schwer, die anzuschließen. Ich glaube, ihr wisst es selber, technisch überhaupt die Möglichkeiten zu finden, die Datenmengen ordentlich zu verarbeiten, zu überlegen, macht das überhaupt Sinn? Die aber auch wieder, und das machen die meisten ja nicht, nur sammeln und dann sagen, es ist mein Spielzeug und keiner kriegt's, macht ja wirklich null Sinn, also auch wirklich in die Datenaktivierung später reinzugehen. Und wenn ich die Daten nicht aktivieren kann, wie Du gesagt hast, irgendwie mit CRM Daten verschneiden, dann würde ich eher der Ansicht sein, nutze sie nicht. Mhm. Okay, valide Antwort. Du hast in deiner Präsentation unter anderem auch über den deutschen Datenschutz beziehungsweise die, die würde ich sagen, deutsche Mentalität, mit Daten umzugehen, referiert. Jetzt sehen wir, dass GDPR gewissermaßen ja goes global, ne. Das heißt, immer mehr Länder schließen sich mehr oder weniger dieser Datenschutzrichtlinie, die wir hier in Europa auch gemeinsam geschmiedet haben, an. Dazu habe ich zwei Fragen. Die erste Frage ist, siehst Du dahin gehend für europäische Unternehmen eine Gefahr, im im Datenthema abgehängt zu werden gegenüber den US Amerikanern? Und die zweite Frage, die sich hier anschließt, ist, auch da schlagen mit Sicherheit zwei Herzen in deiner Brust, wie gehst Du grundsätzlich mit dem Thema GDPR um? Jetzt mal unabhängig davon, dass es natürlich eine gesetzliche Grundlage ist, die ihr einhaltet, die alle anderen auch einhalten. Aber was ist deine Wunsch oder deine Wunschvorstellung in in Richtung Datenmanagement im europäischen Großraum? Ja, ich würde die Hypothese aufstellen zur ersten Frage, dass es unser Vorteil sein kann. Warum? Die US Amerikaner wissen nicht mit so rechtlichen Einschränkungen umzugehen. Die sind davon ausgegangen, immer alle Daten zu nutzen, in welcher Form auch immer. Jetzt sehen wir ja, dass dass die die die Gesetze auch nach in die USA, nach Kalifornien und so was einbrechen. Dadurch glaube ich schon, dass wir schaffen könnten, nicht abgehangen zu werden, auf jeden Fall mitzulaufen, also die gleiche Geschwindigkeit mitzulaufen. Das ist spannend. Die zweite Frage, ich glaube schon, dass es eine große Herausforderung für die für die Unternehmen ist, es ordentlich umzusetzen. Weil wenn man sich das den Gesetzestext mal mal irgendwie auf einen Satz runterbricht, es geht ja darum, eine Einwilligung zu bekommen, die man früher schriftlich hatte und die auch transparent gestaltet wird. Und das muss man, ich finde, das muss man erst mal gut dem Kunden kommunizieren. Und ich glaube, wir als Marke haben da eine sehr, sehr große Verantwortung, das gut zu machen, haben's aber auf der anderen Seite vielleicht auch 'n bisschen leichter, weil wir anders und transparenter mit unseren Kunden umgehen können. Kleine Marken haben's eher höchstwahrscheinlich schwerer. Weil wenn die nicht bekannt sind, ihr kennt ja selber höchstwahrscheinlich so den den den Trust Faktor, dann geht, dann würde ich da jetzt nicht zwangsweise einkaufen wollen oder die Daten verarbeiten lassen. Jetzt hast Du das Thema Verantwortung und Vertrauen schon angesprochen, Vertrauen auch im Rahmen deiner Präsentation mit der Hypothese, dass Du das Gefühl hast, dass die Deutschen, oder was heißt Du, du hast das Gefühl, Du hast ja auch statistisch nachvollziehbar aufzeigen können, dass in Deutschland gegenüber dem Thema Daten eine eine gewisse Ungewissheit existent ist. Wie wahrscheinlich hältst Du einen Cambridge Analytica Fall zwei Punkt null? Leider schon wahrscheinlich. Ich glaube, dass es immer noch Unternehmen geben wird, die die Daten leider mehr oder weniger durch oder mit Schmu, damit Schmu gemacht haben. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es so Unternehmen in Deutschland gibt, wenn man, ich glaube, die die die Bundesregierung ist noch gar nicht so weit, technisch überhaupt zu verstehen, wer in welcher Form Daten verarbeitet. Das ist natürlich meine persönliche Meinung. Cambridge Analytiker gibt's bestimmt auch noch mal zwei Punkt null in der USA und die haben sich einfach nur rebrandet. Gut, Jonas. Dann versuchen wir vielleicht bei meiner letzten Frage son son bisschen dieses Abstraktionslevel noch mal zu verlassen. Natürlich nur, wenn Du die Frage beantworten magst, welchen Technologiestack setzt ihr denn ein? Oder anders ausgedrückt, wenn ich ein mittelständisches Unternehmen bin und grade mich mit dem Thema Datenmanagement anfangen möchte zu beschäftigen, was ist deine Wunsch oder deine Wunschvorstellung in in Richtung Datenmanagement im europäischen Großraum? Ja, ich würde die Hypothese aufstellen zur ersten Frage, dass es unser Vorteil sein kann. Warum? Die US Amerikaner wissen nicht mit so rechtlichen Einschränkungen umzugehen. Die sind davon ausgegangen, immer alle Daten zu nutzen, in welcher Form auch immer. Jetzt sehen wir ja, dass dass die die die Gesetze auch nach in die USA, nach Kalifornien und so was einbrechen. Dadurch glaube ich schon, dass wir schaffen könnten, nicht abgehangen zu werden, auf jeden Fall mitzulaufen, also die gleiche Geschwindigkeit mitzulaufen. Das ist spannend. Die zweite Frage, ich glaube schon, dass es eine große Herausforderung für die für die Unternehmen ist, es ordentlich umzusetzen. Weil wenn man sich das den Gesetzestext mal mal irgendwie auf einen Satz runterbricht, es geht ja darum, eine Einwilligung zu bekommen, die man früher schriftlich hatte und die auch transparent gestaltet wird. Und das muss man, ich finde, das muss man erst mal gut dem Kunden kommunizieren. Und ich glaube, wir als Marke haben da eine sehr, sehr große Verantwortung, das gut zu machen, haben's aber auf der anderen Seite vielleicht auch 'n bisschen leichter, weil wir anders und transparenter mit unseren Kunden umgehen können. Kleine Marken haben's eher höchstwahrscheinlich schwerer. Weil wenn die nicht bekannt sind, ihr kennt ja selber höchstwahrscheinlich so den den den Trust Faktor, dann geht, dann würde ich da jetzt nicht zwangsweise einkaufen wollen oder die Daten verarbeiten lassen. Jetzt hast Du das Thema Verantwortung und Vertrauen schon angesprochen. Vertrauen auch im Rahmen deiner Präsentation mit der Hypothese, dass Du das Gefühl hast, dass die deutschen, oder was heißt Du hast das Gefühl, Du hast ja auch statistisch nachvollziehbar aufzeigen können, dass in Deutschland gegenüber dem Thema Daten eine eine gewisse Ungewissheit existent ist. Wie wahrscheinlich hältst Du einen Cambridge Analytiker Fall zwei Punkt null? Leider schon wahrscheinlich. Ich glaube, dass es immer noch Unternehmen geben wird, die die Daten leider mehr oder weniger durch oder mit Schmu, damit Schmu gemacht haben. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es so Unternehmen in Deutschland gibt, wenn man, ich glaube, die die die Bundesregierung ist noch gar nicht so weit, technisch überhaupt zu verstehen, wer in welcher Form Daten verarbeitet. Das ist natürlich meine persönliche Meinung. Cambridge Analytiker gibt's bestimmt auch noch mal zwei Punkt null in der USA und die haben sich einfach nur rebranded. Gut, Jonas. Dann versuchen wir vielleicht bei meiner letzten Frage son son bisschen dies Abstraktionslevel noch mal zu verlassen. Natürlich nur, wenn Du die Frage beantworten magst, welchen Technologiestack setzt ihr denn ein? Oder anders ausgedrückt, wenn ich ein mittelständisches Unternehmen bin und grade mich mit dem Thema Datenmanagement anfangen möchte zu beschäftigen, was ist deine konkrete Empfehlung? Du hast eben ja auch so schön gesagt, Technologie löst euer Problem erst mal per se nicht, dennoch brauche ich Technologie, überhaupt erst mal in Richtung der Auswertung, Visualisierung et cetera gehen zu können. Hast Du hier ganz, ganz konkrete Namen, die Du nennen kannst? Beziehst Du es jetzt auf auf eine spezielle Technologie oder also irgendwie eine eine ein Gewerk oder allgemein? Ich würde eher die die Frage im Allgemeinen sehen. Natürlich sind wir eine Marketingkonferenz, demnach würde ich mich natürlich auch, dass das Thema Marketing Softwaretechnologie interessieren. Ja, also ist ja kein, ich kann ich kann dazu sagen, was wir auf unserer Seite einsetzen, ist ja kein Geheimnis und kann jeder selber nachschauen. Wir haben wir haben einen Data Layer, der die Daten standardisiert und normalisiert und haben darauf ein Tech Manager Tool, das ist Tealium. Mit dem haben wir die Möglichkeit, eben zu sagen, an welche Kanäle wird denn der Tag weitergespielt? Darunter liegt unser Content Management Tool. Wir haben grad 'n Content Management Tool von von 'nem Anbieter geholt und sind gerade dabei, Dope Analytics mit der jeweiligen Marketing Suite einzusetzen, weil wir zum Beispiel unsere Data Management Plattform oder unser Personalisierungsthema läuft über Adobe.Okay, cool. Ja, herzlichen Dank, äh, Jonas, äh, für die transparente Beantwortung. Ich glaube, das hilft ganz, ganz vielen unserer Zuschauer auch schon unheimlich weiter. Und jetzt bekomme ich das Signal, dass der Mario auch noch ein paar Fragen aus dem Chat hat und demnach wechseln wir jetzt wieder zu dem Mario rüber. So ist es. Ja, lieber Jonas, äh, es haben aus der Audience uns noch zwei Fragen erreicht und ich steige einmal direkt ein. Melinda fragt uns, ähm, und da nach einem konkreten Praxisbeispiel, wenn du uns eins geben kannst – in welcher Form ihr die Daten, die ihr im stationären Handel sammelt, denn für die Optimierung eurer Journey im Online-Bereich entsprechend verwendet und vice versa. Wie läuft da der Datenaustausch und was könnt ihr da für Schlüsse draus ziehen? Ähm, wir personalisieren auf unserer Webseite auf Basis der, der CRM-Daten, weil für uns, ähm, für uns ist ja ein Kunde ganzheitlich. Also für uns gibt's nicht den Offline-Kunden oder den Online-Kunden, sondern der online, also der Kunde, der, der vielleicht auch mal offline einkauft, ähm, jetzt in der Corona-Zeit etwas schwieriger gewesen, ähm, der kauft dann online ein und dann haben wir natürlich, äh, ganz im Hintergrund, äh, die jeweiligen Daten und haben damit die Möglichkeit, auch die Customer-Journey, ähm, zu optimieren. Und immer natürlich im Interesse des Nutzers. Jawohl. Und dann, Zeit für eine Frage haben wir noch. Dann sind wir tatsächlich durch. Okay. Mit deinem Part. Jacob Stredo möchte wissen, was sollen wir mit Daten machen, wenn wir sie nach den Verordnungen nicht verarbeiten dürfen? Das hast du ja in deinen Ausführungen schon teilweise beantwortet. Eigentlich ist doch das Thema smartes Consent Management und Vertrauensfaktor der Marke der entscheidende Punkt, um eben entsprechend auch Daten verarbeiten zu dürfen. Hast du für die Marken, die vielleicht nicht so einen hohen Trust-Faktor haben wie Douglas, ein, zwei Tipps, wie man besonders smartes Content-Consent-Management betreiben kann? Ja, ich, ich glaube, ähm, wir sollten auf gar keinen Fall versuchen zu optimieren, dass wir hundert Prozent der Einwilligung erhalten, sondern es geht darum, transparent dem, dem Kunden was darzustellen. Das haben andere Marken auch sehr gut gemacht. Also mein Tipp ist: Guckt euch andere große Marken an, schaut, wie die sie es gelöst haben und denkt an euch selber einfach. Wenn man auf eine Webseite geht und sagt, okay, man ist jetzt bereit, später zu retargetet zu werden – jetzt hab ich's – ähm, dann muss man einfach schauen, wie sieht 'ne gute Einwilligung aus? Also gibt's, gibt's da einen Button? Wie, wie könnten die Details aussehen? Ähm, aber meine Erfahrung ist auch, die Anbieter selbst, wenn's nicht 'n ganz kleiner ist, der keinen Support anbietet, haben auch immer gute Lösungen und unterstützen einen. Gut, also einfach links und rechts ein bisschen umschauen und Best-Practice-Beispiele adaptieren. Japp. Okay, ja, dann ganz herzlichen Dank in deine Richtung, Jonas. Vielen Dank, dass du uns heute zur Verfügung standest und unsere Fragen beantwortet hast. Ich wünsche dir noch einen ganz wundervollen Tag und hoffe, dass du dir den einen oder anderen Vortrag heute im Laufe des Tages auch noch anschaust. Sehr gerne. Danke schön. Danke. Danke. Ciao. Ciao.

Automatisch erstellt & redaktionell aufbereitet — kann vereinzelt Fehler enthalten.

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Beschreibung

Daten, Daten, Daten. Wie alle lieben Daten – oder? Jonas Rashedi erklärt, wieso viele Leute ein völlig falsches Verständnis von Daten haben und wie sich Unternehmen in der Zukunft verändern müssen, um mit der Power von Daten das 21. Jahrhundert zu erobern. Immer komplexere Herausforderungen erfordern immer komplexere Lösungen – da gilt es, die Übersicht zu bewahren und den Wandel volley zu nehmen.

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