Interview mit Andy Weinzierl und Vera von Zworowsky
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Video: Interview mit Andy Weinzierl und Vera von Zworowsky

Zusammenfassung

Andy Weinzierl und Vera von Zworowsky von Sushi Bikes sprechen über ihre Strategie im Social Media Marketing und wie sie ihre Zielgruppen erreichen. Während die Kernzielgruppe 25–35 Jahre alte Stadtbewohner sind, zeigt sich überraschend: Ältere Kunden (50+) sind deutlich aktiver in der Community und fungieren als wichtige Botschafter – besonders auf Facebook.

Social Media Marketing bei Sushi Bikes: Strategie und Zielgruppen

Sushi Bikes hat sich mit einer klaren Mission zum Ziel gesetzt: nachhaltige urbane Mobilität für die Gesellschaft von heute und morgen. Gegründet von Andy Weinzierl 2019 mit prominenten Investoren wie Joko Winterscheid und den MyMüsli-Chefs, wächst das Unternehmen kontinuierlich. Doch beim Social Media Marketing zeigen sich spannende Erkenntnisse über die tatsächliche Zielgruppe und deren Verhalten.

Die Kernzielgruppe: 25–35 Jahre, Metropolregion

Vera erklärt die Käuferdaten deutlich: Die Hauptzielgruppe von Sushi Bikes ist tatsächlich zwischen 25 und 35 Jahren alt und lebt in Metropolregionen. Das bestätigt die ursprüngliche Annahme, dass junge Stadtbewohner nach Alternativen zum Auto suchen. Allerdings offenbaren die Daten ein spannendes Phänomen: Die Kurve fällt nach 35 Jahren kaum ab.

"Wir haben die 25–35-Jährigen, die voll den Peak ausmachen, aber dann haben wir auch noch einen super starken Anteil an plus 35-Jährigen, noch über 35 Prozent plus 45-Jährige mit dabei," beschreibt Vera die Verteilung. Das bedeutet: Es gibt eine breite Käuferbasis über alle Altersgruppen hinweg.

Überraschung: Ältere Kunden sind die aktiveren Community-Mitglieder

Hier liegt der Knackpunkt beim Social Media Strategie: Während die 25–35-Jährigen kaufen und fahren, sind es die älteren Kunden (50+), die online am aktivsten sind. Besonders auf Facebook zeigt sich dieser Trend deutlich. "Die Älteren sind diejenigen, von denen man am meisten hört und sieht. In unserer Facebook Community sind es vor allem die 50-Jährigen, die sich rege austauschen, echte Ambassadoren sind und proaktiv Inhalte teilen," erklärt Vera.

Diese Beobachtung ist plattformgebunden: Facebook spricht von Natur aus ältere Zielgruppen an. Die jüngeren Nutzer sind auf anderen Kanälen unterwegs – sie kaufen das Produkt, aber ihre Interaktionen finden nicht im klassischen Social-Media-Sinn statt.

Herausforderungen bei der Reichweite

Für Sushi Bikes entstehen daraus konkrete Social Media Marketing-Aufgaben:

  • Wie lässt sich die redebedürftige, ältere Community noch besser nutzen und mobilisieren?
  • Wie erreicht man die jüngere Zielgruppe, die sich nicht aktiv in sozialen Netzwerken äußert, sondern eher durch Word-of-Mouth kauft?
  • Welche Plattformen sind für welche Altersgruppe die richtige Wahl?
  • Wie lässt sich Conversion auch ohne hohe organische Engagement-Rates erreichen?

Keyword-Chaos im Google-Suchvolumen

Ein weiteres spannendes Phänomen zeigt sich bei der Suchmaschinenoptimierung: Wenn man Google Trends für "Sushi Bikes" bemüht, ist Schleswig-Holstein und Niedersachsen das höchste Suchvolumen – nicht Berlin, München oder andere Metropolregionen. Vera hat dafür eine plausible Erklärung:

"Sushi Bikes wird in allen möglichen Versionen und Varianten geschrieben, nur nicht so, wie man es eigentlich schreibt." Das heißt: "Sushi Bike", "Sushi E-Bike", falsche Schreibweisen – jede Variante erzeugt andere Suchergebnisse. Im Keyword-Manager werden sogar bewusst Tippfehler mit hohem Suchvolumen berücksichtigt, etwa "E-Biele" statt "E-Bike".

Das zeigt: Die Realität der Suchvorgänge weicht erheblich von der erwarteten Markensuche ab und erfordert eine differenzierte SEO-Strategie.

Kernerkenntnisse für deine Social Media Strategie

  • Plattformen sind nicht gleich: Ältere Zielgruppen brauchen andere Kanäle als junge Zielgruppen – Facebook ist nicht das neue Instagram.
  • Sichtbarkeit ≠ Kaufverhalten: Wer online aktiv ist, ist nicht zwingend die größte Käufergruppe. Die stillen Käufer müssen anders erreicht werden.
  • Community-Aktivierung: Bestehende, engagierte Nutzer können als Multiplikatoren fungieren – selbst wenn sie nicht die Kernzielgruppe sind.
  • Keyword-Realität beachten: Nutzer tippen nicht, wie du erwartest. SEO und SEM müssen auf die tatsächlichen Suchvarianten reagieren.
  • Word-of-Mouth mobilisieren: Wenn die junge Zielgruppe nicht digital aktiv ist, muss der Fokus auf echte Empfehlungen und Offline-Erlebnisse liegen.

Die Geschichte von Sushi Bikes zeigt: Social Media Marketing ist nicht eins-zu-eins mit Käuferverhalten gleichzusetzen. Erfolg entsteht, wenn du verstehst, wo deine Zielgruppe wirklich ist – und das ist nicht immer dort, wo man die meisten Kommentare liest.

Häufige Fragen

Wer kauft Sushi Bikes wirklich?

Die Kernzielgruppe sind 25–35-Jährige in Metropolregionen. Überraschend: Die Käuferdaten zeigen aber auch einen sehr starken Anteil über 35 Jahren, besonders bei 45+ Jahren. Es ist also nicht nur die junge Urban-Bike-Szene.

Warum sind ältere Kunden aktiver in der Community?

Ältere Nutzer sind auf Facebook stark vertreten, wo Sushi Bikes auch aktiv ist. Sie sind 'redebedürftig', fungieren als Botschafter und teilen Inhalte proaktiv. Junge Kunden kaufen eher stil und fahren, statt online zu kommentieren.

Wie finde ich meine Zielgruppe bei Sushi Bikes?

Mit Google Trends: Achte auf mehrere Schreibweisen. "Sushi Bikes" allein reicht nicht – auch "Sushi Bike", "Sushi E-Bike" und sogar Tippfehler generieren großes Suchvolumen. Jede Variante zeigt unterschiedliche regionale Schwerpunkte.

Sollten wir als E-Bike-Hersteller auf Facebook oder Instagram fokussieren?

Das hängt von deiner Zielgruppe ab. Sushi Bikes sieht: Ältere Zielgruppen sind auf Facebook aktiv und engagiert. Junge Zielgruppen sind dort weniger sichtbar. Du brauchst eine Multi-Plattform-Strategie für unterschiedliche Altersgruppen.

Wie erreiche ich Käufer, die nicht in sozialen Medien aktiv sind?

Durch Word-of-Mouth und echte Ambassadoren. Wenn deine Kernzielgruppe online still ist, aber kauft, musst du auf Empfehlungen, Community-Events und die aktivsten Nutzer (auch wenn älter) setzen, um indirekt zu wachsen.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, bei einer neuen Ausgabe des Digital Marketing Update, der OMKB Podcast. Mein Name ist Mario Rose. Ich darf heute diesen wunderbaren und spannenden Podcast, so viel darf ich schon einmal verraten, begleiten und begrüße heute zwei ganz spannende Gäste. Und zwar haben wir heute in unserem Podcast zu Gast den Andy Weinziel, CEO und Founder von der Company Sushi Bikes und Vera von Swarovski, Marketing Managerin bei Sushi Bikes. Liebe Vera, lieber Andy, herzlich willkommen hier bei uns im Podcast. Schön, dass ihr heute unsere Gäste seid. Danke schön. Schön, dass wir dabei sein dürfen. Grüß dich. Jawohl. Hallo und herzlich willkommen. Schöne Grüße nach München. Ich möchte allen, die Sushi Bikes noch nicht kennen, das Unternehmen einmal ganz kurz vorstellen, ehe wir in die Inhalte des heutigen Podcasts einsteigen. Eine Innenstadt ohne Autos, mit mehr Grünflächen und natürlich auch mit E-Bikes. So stellt sich Andy die Städte in den nächsten Jahren vor. Mit grüner Mobilität für die Gesellschaft von heute und morgen und einem revolutionierten Straßenbild. Klingt, wie ich finde, nach extrem viel neuer Lebensqualität. In die Gründung ist Andy seinerzeit eingestiegen, weil er, Oton, keine eigenen bezahlbaren E-Bikes gefunden hat und sich dann eben dachte: „Mensch, das gibt es doch nicht. Dann mache ich es eben selbst. Und seitdem folgt er der Mission „Make People Move. Über Bekannte stiegen dann recht früh tatsächlich Joko Winterscheid und die MyMüsli-Chefs Max Wittrock und Philipp Kreis als Investoren mit ein, die Andi und die Bikes schon beim ersten Prototypen extrem stark fanden. Jetzt, zwei Jahre später, ist Andi bereits das zweite Mal bei uns zu Gast. Er war schon mit auf der Bühne der OMKB und gibt heute gemeinsam mit seiner Kollegin Vera tiefere Einblicke in diverse Themen rund den Sushi Bike Cosmos. Lieber Andi, liebe Vera, ich freue mich, wenn ihr euch kurz die Zeit nehmt und euch unseren Zuhörerinnen und Zuhörer einmal kurz vorstellt und beschreibt, was ihr schon so alles gemacht habt. Andy, vielleicht magst du da mal einsteigen. Na gut, ich wollte Vera den Vortritt lassen, aber dann mache ich das sehr gerne. Schön, dass ich hier sein darf, zum zweiten Mal mit euch im Gespräch sozusagen und ich freue mich, wenn das auch irgendwann mal wieder in Reality stattfindet, also OMKB, eine richtige Bühne oder so, nicht eine virtuelle. Das wird cool. Ansonsten, du hast schon wahnsinnig viel vorweggenommen. Ich bin Andi aus München, Wirtschaftswissenschaftler studiert, bin jetzt 26 und hatte meinen Master in London gemacht, den ich dann aber in München fertiggebracht habe. Das heißt, ich habe Remote erfunden, bevor Corona war und habe quasi den Master umgewünst und während des Launches noch fertiggebracht. Das ist so die Kurzgeschichte und der Grund, warum ich zurückgezogen bin, ist offensichtlich das, was du angesprochen hast. Joko, Max und Philipp fanden es ganz cool. Wir haben das zusammen im Vierdergespann gebaut. Jeder hat seine Kompetenzen mit reingebracht und dann sind wir im Juli 2019 an den Markt gegangen. Jetzt, zwei Jahre und drei Monate später ungefähr, sind wir 13 Menschen festangestellt und noch zehn Praktikantinnen, Werkstudentinnen etc. Also ganz schönes Setting, wo wir uns gerade befinden und ich freue mich auf viele spannende, wahrscheinlich Marketingfragen heute, oder? Aber erst mal wäre bitte. Ja, hast du richtig erachtet, Andi. Vielen Dank dafür, dass Intro und erst einmal Glückwunsch zu der spannenden Reise, die ihr gemeinsam genommen habt. Vera, du bist schon seit Januar 2020 dabei. Das heißt, ganz früh ins Team mit eingestiegen. Ich freue mich auch, wenn du unseren Zuhörerinnen und Zuhörern ein bisschen was zu dir erzählst. Schieß los. Okay, starte ich gleich mal rein. Genau, ich habe in Pforzheim meinen Bachelor gemacht in Media Management und Werbepsychologie und bin danach dann noch, also an der Hochschule wieder nachher noch an die Uni, habe einen Marketing Management Master drauf gesetzt und bin dann wirklich auch direkt danach erster Job bei Sushi durchgestartet. Es war auch ein bisschen dem geschuldet, dass ich mich in der Marketingwelt nie so wirklich entscheiden konnte, was ich eigentlich machen will und dann ist so ein Start-up-Setting natürlich mega ideal, rauszufinden, in welche Richtung man sich entwickeln will. Genau. Und so bin ich zu Sushi gekommen und von Tag eins habe ich gefühlt so viel mehr gelernt, als in den vielen Jahren Studium. Also war einfach eine mega lehrreiche Zeit. Bin mega happy hier. Genau. Super gut. Das ist doch ein gutes Setting auch für unser Gespräch heute. Vielen Dank, Vera. Vielen Dank, Andi. Ich habe es im Intro gerade erwähnt. Bei dir, Andi, auch in der Gründungsidee steht natürlich nachhaltige Mobilität, auch das gegebenenfalls Erfinden von den Innenstädten in den Metropolregionen in Deutschland durchaus im Fokus. Wenn du da in dem Zusammenhang dir einmal die Ergebnisse anschaust vom vergangenen Sonntag, der Bundestagswahl, bist du happy mit dem Ergebnis? Ich finde es erst mal einen guten Icebreaker, mit Politik einzusteigen. Das funktioniert in Deutschland immer sehr gut, glaube ich. Oder? Am Stammtisch hast du da gute Chancen. Aber prinzipiell, mai, es ist ein super spannendes Ergebnis. Es ist jetzt nicht so, dass ich komplett unzufrieden bin mit Deutschland. Ich bin keiner, der permanent nörgelt. Ich finde es aber total interessant zu sehen, dass jetzt ein Wandel passiert und das bestätigt eigentlich nur das, was wir aus der Gesellschaft die ganze Zeit schon gespürt haben die letzten vier Jahre und ist auch wahrscheinlich die logische Konsequenz für das, was da draußen in der Natur passiert, umwelttechnisch und so weiter. Ich bin zufrieden, weil sich da Parteien jetzt zusammenschließen müssen, von denen ich mir immer erhofft habe, dass sie zusammenarbeiten. Das ist einerseits natürlich irgendwas Grünes, sonst würden wir das Ganze ja nicht machen. Wir machen das ja mit einem Purpose und alle, die hier arbeiten, arbeiten daran, irgendwas besser zu machen da draußen. Aber gleichzeitig glaube ich, dass Nachhaltigkeit auch Wirtschaft mit einbeziehen muss. Wir können nicht einfach nur verbieten und den Verbraucher einschränken in dem, was er machen darf, sondern.Die Wirtschaft ist die, die irgendwie schädliche Artikel oder Kunststoff, alles Mögliche in den Verkehr bringt. Und deswegen brauchen wir da Anreize. Ich glaube immer nicht unbedingt Verbote. Ich klinge schon wie ein Politiker übrigens, aber (lachen) deswegen diese Kombination aus Wirtschaftsparteien und aber auch Grünen. Ich glaube, das wird extremst wertvoll, was da entstehen kann und da bin ich gespannt drauf. Ja, vielen Dank für deine Einschätzung und das klingt tatsächlich so, als sollten sich die Damen und Herren, die sich gerade mit diesen Themen auseinandersetzen, in den Sondierungsgesprächen dich einmal anrufen und auch mit dazu einladen. Und wenn es aber die Parteien dann schaffen, die beiden, na ja die Stärken der unterschiedlichen Programme bestmöglich zu kombinieren, dann ist es, glaube ich, für unsere Szene, für das Gründertum und entsprechend für die Nachhaltigkeit ein großer Schritt nach vorne. Darauf können wir jetzt erst einmal nur hoffen und abwarten. Aber Andy, Danke da für deine Einschätzung. Kommen wir einmal zu Sushi Bikes zu sprechen. Die Marke hat eine ganz unique Positionierung im E-Bike-Markt in Deutschland, allein schon durch natürlich die Pricing-Ebene. Sehr, sehr erschwingliche Räder, die dabei auch noch extrem gut aussehen. Gerade wenn wir auch an die Nachhaltigkeitsideen denken und die Veränderung der Urbanität, gerade in unseren Innenstädten, würde man erwarten, dass eben auch eure Zielgruppe, das heißt die Käuferinnen und Käufer von Sushi Bikes, doch eher junge Menschen sind, die eben sich nach Substitutionsmöglichkeiten sehnen, neben öffentlichem Nahverkehr, neben dem eigenen Auto und Co. Hat sich das, nachdem ihr jetzt gut zwei Jahre am Markt seid, bestätigt? Also die gerade beschriebene Kernzielgruppe ist tatsächlich so euer Käuferfokus oder seid ihr sogar überrascht worden? Und es hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt für euch. Ähm, ich, also, ja, du hast vollkommen recht. Wir sind an den Markt gegangen mit einer Zielgruppe, die ja eigentlich mir entsprach, weil das Fahrrad ja so auf mich zugeschnitten war. Es sollte eigentlich nur für mich eins sein. Ähm, ich glaube aber, die genauen Zahlen und die Validierung hat wahrscheinlich Vera besser parat. Deswegen halte ich mich zurück. Ich habe aber das Gefühl, dass wir so eine breitere Gruppe ansprechen. Hmm, tatsächlich ist die Hauptzielgruppe schon auch die, die wir erreichen wollen. Also Hauptzielgruppe ist auf jeden Fall fünfundzwanzig bis fünfunddreißig, Metropolregion. Ähm, und wir sehen das auch in unseren Käuferdaten, dass wir da am stärksten vertreten sind. Es ist nur, glaube ich, so, dass wir auch hier intern voll oft das Bild haben, dass unsere Zielgruppe viel älter ist. Ähm, weil ... Und, also, die Kurve fällt super, super flach ab. Wir haben die fünfundzwanzig, fünfunddreißigjährigen, die voll den Peak ausmachen, aber dann haben wir auch noch, ähm, 'n super starken Anteil an plus fünfunddreißig jährigen, noch über fünfunddreißig Prozent plus fünfundvierzig-jährige mit dabei. Also es ist wirklich ein schwacher Abfall, ähm, und gerade die Älteren, würde ich sagen, sind die, von denen man am meisten hört und sieht. Also das klingt erst mal überraschend, aber zum Beispiel in unserer Facebook Community sind es vor allem die fünfzigjährigen, die sich da rege austauschen, einfach wirklich Ambassadoren sind, ähm redebedürftig sind, proaktiv sind und so was bleibt dann natürlich voll hängen. Und gerade die Jüngeren, die die Hauptzielgruppe ausmachen, von denen hört man und sieht man nicht so viel, ähm, die sind da draußen, die kaufen und die fahren ihr Bike, aber von denen bekommen wir über die Social-Media-Kanäle tatsächlich weniger mit. Könnte natürlich auch daran liegen, dass es bei Facebook gegebenenfalls so ist, dass diese Plattform sich mittlerweile zumindest in der Dialogform eher an ältere Zielgruppen wendet. Oder siehst du das auch über Facebook hinaus tatsächlich bei euch, dass eben die Älteren, na ja, mehr über euer Produkt reden, diskutieren, es weiterempfehlen? Also siehst du es schon als grundsätzlichen Trend? Nein, es ist auf jeden Fall Facebook geschuldet. Also wie gesagt, diese Gruppe spielt sich alles auf Facebook ab, ähm, und das ist eben diese ältere Zielgruppe. Genau, also das ist auf jeden Fall plattformgeschuldet. Aber für uns halt auch mega wichtig, weil für uns ist es eine Challenge, wie kriegen wir da Reichweite rein und wie nutzen wir diese redebedürftige Community? Und bei den Jüngeren: Wie kriegen wir hier Word-of-Mouth rein? Also, wie mobilisieren wir die irgendwie stärker? Okay, starke Marketing-Tasks, auf die wir im Verlaufe des Gespräches sicherlich noch mal zurückkommen werden. Ich habe was ganz Interessantes gesehen, ähm, Vera, auch eher in deine Richtung, und zwar, wenn man Google Trends bemüht. Ja, wir wissen alle, das ist kein empirisch belegbares Tool, aber natürlich zeigt das Suchvolumen schon in einer gewissen Trendwahrscheinlichkeit an, auch kurzfristige Daten und dort die Markensuche, Sushi Bikes bemüht. So gibt es anscheinend das höchste Suchvolumen auf euren Brandbegriff in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen. Ich selber lebe jetzt im südlichsten Niedersachsen. Wir nehmen ja hier aus Osnabrück heute auf, aber ich muss sagen, ich würde jetzt Osnabrück nicht als Metropolregion beschreiben. Weitestgehend Hannover vielleicht im Bundesland Niedersachsen. Hast du, gibt es dafür irgendeine Erklärung? Ist das Zufall? Hängt das mit dem Markennamen zusammen, der gegebenenfalls dann eben auch mal unterschiedlich geschrieben wird? Ähm, was willst du dazu sagen? (lachen) Ja, also ich stimme dir absolut zu. Die Ergebnisse sind überraschend. Ähm, es ist ja definitiv woll-, also würde ich wollen, dass wir in Metropolregionen stärker vertreten sind beziehungsweise da andere Bundesländer an erster Stelle stehen. Ich könnte mir wirklich vorstellen, dass egal wie du Sushi Bikes schreibst, komplett andere Ergebnisse bekommst. Also es war wahrscheinlich so die Herstellersuche. Ähm, bei Google Trends kann man ja einfach nach dem Herstellernamen, nach der Marke suchen. Genau, genau so ist es. Tatsächlich, also ich weiß so aus Google Keywords Analysen, dass Sushi Bikes in allen möglichen Versionen und Varianten geschrieben wird, nur nicht so, wie man es eigentlich schreibt. (lachen) Also zusammen klein, Sushi Bike, Sushi E-Bike. Und ich könnte einfach wetten, dass jede Suche zu einem komplett anderen Ergebnis wird. Witziger Fact dazu. Ich meine, ich habe den, ähm-Entschuldige Mario, ich hatte einmal kurz reingeschaut in Analytics und habe dann Werder gefragt, warum sie denn auch so ein Keyword, ich glaube es war E-Biele, also das L statt dem K oder irgendwie sowas war da im Keyword Manager drin und ich dachte, sie hat sich da einfach vertippt, aber das war glaube ich auch Absicht, weil da irgendwie starkes Volumen drauf war. Also das zum Thema, die Menschen tippen da irgendwas anderes ein teilweise und wir müssen da trotzdem drauf bieten. Das war irgendwie ein smarter Ansatz, glaube ich. Die Googlesuche ist auf jeden Fall ein großer Kreativpool an Schreibweisen, das muss man feststellen. Worauf ich hinaus will mit der Frage ist, gerade auch Richtung Zielgruppendefinition. Es ist dann aber nicht so, dass ihr für euch auch in der Perspektive große Wachstumsmöglichkeiten seht, auch in der Peripherie, vielleicht im ländlichen Raum, sondern ihr seht schon, dass noch massig Wachstum auch eher in der urbanen Zielgruppe möglich ist und dann gegebenenfalls sogar auch, wie ich es jetzt interpretiere für mich, in älteren Altersgruppen, also 35 plus, vielleicht sogar 50 plus. Oder was denkt ihr jetzt für euch die spannendste Zielgruppe, wenn ihr an weiteres Wachstum denkt? Also es wird auf jeden Fall auch abseits oder in ländlicheren Städten gefahren und kommt da auch gut an. Also wie gesagt, auch das sind wieder einfach Infos aus dieser Facebook Community. Da bekommen wir täglich so viele Bilder von Fahrern rein, die ihr Sushi halt wirklich super, super stark umgebaut haben, also alle möglichen Zubehörteile verbaut, wie Sattelstütze, Vorbauerhöhung, ergonomischer Lenker und sich ihr Bikes so gebaut haben, wie sie es brauchen und dann machen die damit Turen. Also wir sehen, Sushi Bikes bepackt mit Bikepackertaschen, wofür das Bike ja nicht konzipiert wurde. Aber es ist machbar und es wird dafür genutzt und es macht den Leuten Spaß und die wollen wir natürlich nicht außen vor lassen. Okay, das wäre eine fantastische Entwicklung für euch, dann auch zu sehen, wie modular das Bike eingesetzt werden kann, wenn man da ein bisschen Liebe und handwerkliches Geschick mit investiert. Das ist natürlich extrem spannend zu sehen. Wir sprechen, wenn wir einen Schritt weitergehen in unserem Gespräch bei E-Bikes ja auch weiterhin von einem – und das ist für euch natürlich toller Rückenwind – starken Wachstumsmarkt an der Schnittstelle letztendlich von zwei Megatrends, die ihr auch in eurer Produktentwicklung oder an die du sehr, sehr früh gesehen und mit einbezogen hast, ist auf der einen Seite das Thema Nachhaltigkeit und auf der anderen Seite dann das Thema der urbanen Mobilität hinzukommt. Und ich denke, das ist ein offenes Geheimnis mit COVID-19, zumindest ein weiterer Treiber aus der Vergangenheit der letzten anderthalb Jahren. Wenn man sich private Investitionen anschaut rund Sportgeräte. Peloton hatten wir zum Beispiel auch bei uns ja schon zu Gast, die davon aktiv berichtet haben. Hausgarten, E-Commerce und Co. Man muss ja eigentlich sagen, mehr Rückenwind geht kaum, was natürlich extrem gut ist und zuträglich für euch. Andy, magst du sagen, wie auf dieser Grundlage, auf Basis dieses Rückenwinds eure Geschäftsentwicklung hier über hier verläuft? Seht ihr weiterhin auch in diesem Jahr sehr viel Wachstum und sehr gutes Jahr? Oder seid ihr in einer Post-COVID-19-Phase, wenn man es denn so benennen darf, eher zurückhaltend optimistisch? Ja, du sagst es schon am Ende. Ich glaube, bei all diesem Trubel, der da gerade in den Markt los ist, sollten viele mal am Boden bleiben. Der Fahrradmarkt ist zwar absolut am Wachsen. Für uns fehlt es natürlich so ein bisschen Vergleichswerte. Wir sind Mitte 2019 an den Markt gegangen und dann ein halbes Jahr später, als wir das erste Mal so richtig begonnen haben, auch mit Marketing und so, also mit Werder in Person sozusagen, dann gab es zwei Monate später schon die ersten Lockdown-Gespräche. Wir sind im COVID gewachsen und haben dort auch eigentlich unsere Sales und Marketing aufgebaut. Das heißt, so einen richtigen Hier-und-hier-Vergleich haben wir nicht, aber wir sind dieses Jahr noch mal mehr als verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr und versuchen, das jetzt auch noch ein bisschen auszubauen bis Ende des Jahres. Wie das die nächsten zwei, drei Jahre weitergeht, muss man natürlich schauen, aber wir erwarten nächstes Jahr schon noch mal mindestens die gleiche Entwicklung wie dieses Jahr. Das sieht man vor allem daran, wie viel die anderen Hersteller auch vorbestellen. Wir sind ja im Bikemark aktiv, wir haben die gleichen Lieferketten. Wir sehen, welche Stückzahlen da geordert werden im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Und das ist natürlich absurd. Und die haben ihre Bedarfsplanung sicherlich gut im Griff. Deswegen hängen wir uns da dran. Wir bestellen auch fleißig und so schauen wir, dass wir auf unserem Niveau ebenfalls wieder fleißig wachsen. Es wird auf jeden Fall noch zwei, drei Jahre weitergehen. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Okay, du hast es gerade erwähnt, dass die Planungen laufen, viele andere Hersteller eben entsprechend auch große Bestellmengen rausgeben und es ja dann gerade auch in der Fahrradindustrie im Teilebereich extrem zu Engpässen kam, in der Vergangenheit bei der Warenanlieferung und auch bei der Produktion und Auslieferung der Räder. Ich glaube, man durfte auch einige Monate warten, wenn man eben entsprechend ein neues E-Bike bestellt, unabhängig von den Herstellern jetzt tatsächlich gesehen. War das für euch auch ein enger Engpass, wo ihr sagt, der hat unser Wachstum gehemmt? Also ihr hättet wesentlich mehr noch verkauft und können, wären Teile da gewesen oder war es jetzt nicht so dramatisch für euch? Definitiv. Also das war letztes Jahr schon der Fall. Wir wollten letztes Jahr schon deutlich mehr bauen, als wir bauen konnten am Ende. Das lag vor allem auch an dem organischen Finanzierungsmodell, das wir da aufgebaut haben. Wir sind bisher immer noch nicht VC-backed und versuchen, das alles aus dem Cashflow zu finanzieren, sozusagen. Das stellt uns vor die eine Grenze. Auf der anderen Seite natürlich dann auch die Lieferkette. Und da mussten wir Maßnahmen ergreifen, letztes Jahr schon, dieses Jahr eben noch viel mehr. Da müssen wir uns wehren gegen die anderen, sozusagen. Das Gute ist, wir haben alle das gleiche Problem momentan. Wir haben alle die gleichen Lieferketten, wir haben alle die gleichen Hersteller, weil der Fahrradmarkt ist nicht so wirklich fragmentiert, sondern es sind ein paar Hersteller. Und das Tolle, was wir gerade sehen, ist, dass der Markt markenoffener wird. Es ist nicht mehr nur Shimano fokussiert. Plötzlich verbauen die großen Premium-Hersteller auch wieder andere Schaltungen. Und das ist eine total positive Entwicklung, weil die Qualität ist die gleiche. Am Ende war es immer nur ein Markenspiel und das sehen wir gerade, dass das ein bisschen aufgeweicht wird und dann eben auch Anbietern wie uns die Chance gibt, die Marken so ein bisschen zu platzieren, weil das sind solide Teile. Die Kunden bestätigen das. Sie sind happy und da muss nicht immer Markname XY draufstehen beispielsweise. Und ja, so ist dann irgendwie diesen Sommer die verrückte Situation entstanden, dass wir plötzlich der Player waren mit den kürzesten Lieferzeiten.Ähm, das konnte sich davor keiner vorstellen, als wir noch eine halbe Lieferzeit hatten. Dann hatten wir noch zwei Monate und plötzlich hat jeder gesagt: „Wie schafft ihr solche Lieferzeiten? Ist ja total verrückt." Und ja, das wollen wir jetzt beibehalten und sind jetzt eigentlich gut versorgt und müssen jetzt ins Jahr '22 und '23 einsteigen mit der Planung. Okay, fantastisch. Kannst du sagen, Andi, schwierig, davon eine Vorstellung zu entwickeln, wenn man euer Unternehmen nicht so gut kennt. Du hast jetzt dreizehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele Freiwillige, äh, Freelancer oder weitere Kräfte noch mit die euch supporten. Das ist schon eine ganze Menge, auch an FTE, auch an Fixkosten, die es mittlerweile gibt. Wie viel Fahrräder verkauft ihr aktuell im Monat? Kannst du das sagen? Kannst du uns eine Hausnummer nennen? Ja, Verkaufszahlen, da schweigen wir immer fleißig drüber. Also da sagen wir nicht viel dazu. Es sind natürlich ein paar tausend Fahrräder auf den Straßen, was uns super happy macht, aber recht viel konkreter wirst du es mir auch dieses Mal nicht entlocken, Mario. Ich glaube, letztes Mal habt ihr es auch schon versucht, (lachen) aber es bleibt ein Geheimnis. Aber wir sind ganz zufrieden und die Fixkosten können wir tragen, ähm, und irgendwann kann man ja bestimmt auch im Handelsregister, im Unternehmensregister nachschauen, wie es so lief dieses Jahr. Aber mal schauen. Du hältst dich weiterhin bedeckt, aber das respektieren wir ja, das ist natürlich in Ordnung. Ähm, ihr habt 'ne neue Modellvariante jetzt ziemlich frisch an den Start gebracht. Wenn wir auf euer Sortiment einmal schauen, mit dem Zusatz Plus, ähm, was habt ihr konkret verbessert und warum habt ihr diese Verbesserung vorgenommen in der Produktentwicklung? Ähm, ich kann ja mal kurz reinstarten und dann ergänzt wer da, was ich vergesse, aber ich würde, würde gerne an den Punkt anknüpfen, den sie vorhin genannt hat, nämlich mit, die Bikes sind auch irgendwo außerhalb der Städte unterwegs. Und das haben wir wahrgenommen, natürlich durch diese laute Zielgruppe nenne ich sie einfach mal. Das ist eben die möglicherweise Ü40 auf Facebook unterwegs. Die nutzen das Fahrrad anders, als wir es gedacht hätten und dementsprechend ergeben sich da so ein paar Bedarfe. Und all das haben wir jetzt über zwei Jahre hinweg gesammelt und fleißig aufgeschrieben, nummeriert, also priorisiert am Ende und gesagt, es gibt so 'n paar Punkte in der Ergonomie, die wir verbessern können. Haben uns da mit extrem schlauen Köpfen zusammengesetzt, sowohl intern als auch extern, mit welchen, die wirklich von großen Marken auch Bikes, ähm, entwickeln, die uns einfach noch mal gesagt haben, was wichtig ist, um bikeronomischer zu machen. Und das haben wir alles umgesetzt, ähm, und der größte Faktor ist natürlich, dass wir, ähm, da so 'n Lead übernommen haben und diese 21.700 Zellen verbauen. Lithium-Ionen-Zellen, ist die neue Zelltechnologie, sozusagen. Ähm, die sind in E-Autos schon selbstverständlich, in E-Bikes aber noch nicht. Und wir haben uns gefragt, warum eigentlich nicht? Also warum müssen E-Bikes immer hinten dran sein, zwei Jahre? Ähm, wir kommen raus und bringen jetzt schon den Akku raus und der hat dann die doppelte Kapazität auf fast gleichen Raum. Also es ist total abgefahren, was diese Zellen leisten. Und ja, das sind so diese zwei Key Features. Ähm, ich weiß nicht, Vera, was ist dein Lieblingsfeature am neuen Bike? Hast du da eins? Ähm, ich fahr' tatsächlich gerade das, äh, C2 plus, also das rosane California Royal Probell vom Facelift. Und ich habe wirklich das Gefühl, man sitzt noch mal einen Ticken komfortabler drauf. Ich persönlich, ich brauche die gesteigerte Reichweite gar nicht, aber, also ich krieg' sie in der-- Ich krieg' in der Stadt den Akku nicht leer, (kichern) aber Ergonomie ist schon noch mal was anderes, ja. Ja, und es wird viele Zielgruppen geben, gerade wenn ihr sagt, jetzt fangen auch die Sushi-Bikes-Wandertouren an, ja, in einer etwas älteren Zielgruppe, für die die höhere Reichweite natürlich extrem wichtig ist und auch der Komfort. Insofern kann ich das sehr gut nachvollziehen und dann im Hinblick auf dann eben auch den Innovationsgrad bei eurem Akku, insbesondere großer Schritt nach vorne. Ähm, gehen wir mal ein Stück weit weg von eurer Geschäftsentwicklung und den aktuellen Produkten und schauen auf das, was auch heute im Mittelpunkt des Podcasts stehen soll: euer Marketing, eure Marketingstrategien und insbesondere auch die unterschiedlichen Channeling, die ihr investiert. Ähm, und wenn wir über Marketing reden, fangen wir natürlich mal ganz vorne an bei eurer Marke, die erst einmal spannend ist, die in der Benennung – wir haben es ja gerade auch schon gehört – erst einmal viele falsche Schreibweisen mit sich bringt, wobei ihr da ja weiß Gott nicht die einzigen seid, sondern auch einfachere Markennamen werden sehr wahrscheinlich sehr häufig falsch geschrieben. Und Andi, ich meine, es ist eigentlich ein großer Spaß von dir gewesen, das Rad so zu nennen. Das heißt, du hast da seinerzeit sicherlich keine Marktforschung betrieben, um dir zu überlegen, wie eben entsprechend dann eure Brand heißen soll. Ihr seid jetzt zwei Jahre weiter. Ähm, ihr habt immer noch viel Spaß logischerweise dabei, aber es ist ein ernsthaftes und sehr wachstumsorientiertes Business geworden. Würdet ihr heute sagen: „Boah, hätte ich das mal damals anders gemacht?" Oder sagt ihr, das ist das beste Differenzierungsmerkmal, was ihr haben könnt? Das ist sehr unique und deswegen eben auch echter Rückenwind für eure Strategie? (kichern) Ja, den Gedanken hatte ich damals. Ähm, ist das ein Name, mit dem ich mich lange wohlfühle, weil er stand, er entstand ja so ein bisschen aus dem Spaß auch. Also, wir hatten sämtliche Namen wirklich versucht zu erheben und abzustimmen und die waren alle super professionell, wahrscheinlich auch mit Agentur mal gesprochen, ob die vielleicht Ideen haben. Wir waren mit nichts happy so richtig oder, oder Marken waren auch geschützt. Also im Bike-Bereich ist auch alles geschützt, was irgendwie mit Velo oder Tech irgendwie zu tun hat. Also da muss man dann auch noch aufpassen. Dann sind wir eigentlich spaßeshalber reingestartet und, ähm, ich kann mich noch erinnern, dass zwei Monate ungefähr nach Marktstart, oder vielleicht drei Monate, aber dann habe ich mal in unsere WhatsApp-Gruppe, also zusammen mit Joko und den anderen Gesellschaftern und Gründern, da habe ich einfach mal eine Sprachnachricht reingeschickt, wie happy ich eigentlich bin, dass wir es so genannt haben, weil ich glaube, dass das so ein Key Asset ist. Und da kam ich gerade von der Messe und habe mir eben gedacht, ich wurde so oft heute auf den Namen angesprochen und all die Menschen gehen nach Hause und denken sich: „Da waren irgendwie hundert Brands, aber eine hieß irgendwie Sushi. Das ist echt verrückt. Und, ähm, so hoffe ich einfach, dass es im Kopf bleibt und liebe den Namen inzwischen sehr. Also, ich hab 'ne Woche gebraucht und bin seitdem größter Fan davon. (kichern) Vera, hast du eine andere Perspektive als Marketingexpertin, die eben auch natürlich jeden Tag mit der Marke arbeitet? Oder, ähm, freust du dich auch eher über dieses Differenzierungsmerkmal und den Markennamen, der im Kopf bleibt? Also für mich ist es auch voll das Asset. Ähm, gerade weil man halt einfach immer diese Velotech-Namen hat. Also das ist irgendwie ein Einheitsbrei, da sticht man natürlich voll heraus und man hat halt, also Sushi ist irgendwie doppelt glücklich gewählt, weil halt auch dieser.Ja, Bezug zu dem Runden und zum Rollen. Und es macht einfach so Spaß, mit diesem Namen zu spielen, also texterisch. Man kann so viel rauskitzeln und das macht mir persönlich natürlich voll Spaß. (lacht) Also ja, kann man gut ausschlachten. Okay, also keine Reue erkennbar. Ganz im Gegenteil. Diese Entscheidung bestätigt sich dann eben entsprechend auch jetzt zwei Jahre, nachdem ihr in den Markt eingetreten seid. Eine Marke wird auch immer mehr in Verbindung mit Personen wahrgenommen, gerade auch in People-based-Marketing etwas, was für euch auch wichtig ist, nicht nur für euch, wie viele andere Marketingunternehmen auch. Wenn wir bei euch People-based-Marketing erst einmal auf eine Person herunterbrechen würden, Andi, dann wärst wahrscheinlich nicht du das, sondern der Kollege Yoko, der auch schon angesprochen worden ist. Wobei ihr beide ja sehr stark visibel seid, auch in Bildsprache und eben in der Markenwahrnehmung. Aber Yoko hat natürlich im Hinblick auf seine Bekanntheit und entsprechend auch, ähm, den, den, na ja, seinen, seinen Markennamen noch etwas die Nase voraus. Erzähl doch mal, Andi, kannst es auch gerne kurz halten, weil ich weiß, du hast es schon drei oder viermal erzählt. Wie kam Yoko bei euch an Board und wie wichtig ist er heute noch für euch, wenn du jetzt auf euer Marketing schaust? Mhm. Also Story ist relativ einfach zu erzählen. Also ich kam aus einem Bachelorstudium und habe ja dann irgendwie die Idee gehabt während meines Praktikums und Werkstudenten-Stelle, dass dieses E-Bike gebraucht wird auf dieser Welt und haben dann angefangen, mein Papa und ich, das zu entwickeln und irgendwie auch Samples mal bestellt und, ähm, wildes Zeug zusammengebaut am Ende. Und somit standen dann zwei Fahrräder in Real Life und halt 'n Pitch Deck. Und bei meinem ersten Start-up habe ich meines Erachtens den Fehler gemacht und deswegen war das auch nie wirklich, ähm, nennenswert groß, glaube ich, ähm, dass wir es niemand erzählt haben, sondern einfach validieren wollten für uns selbst und am Ende rausgehen und sagen: „Das ist der Big Bang. Hier habt ihr das beste Produkt der Welt." Und bei dem Bike-Projekt war es mir ja gar nicht so wichtig zu gründen im ersten Schritt und habe mir gedacht, ich schicke einfach dieses Pitch Deck, das ich zum Spaß gebaut habe, einfach mal in der Weltgeschichte herum, ähm, und habe dadurch so wertvolles Feedback gesammelt und am Ende ist über ein paar Ecken und einen Bekannten das auch zu Yoko gerutscht und dann hat es nicht lange gedauert und ich bekam eine E-Mail, dass wir uns da mal zusammensetzen sollen. Hat noch ein Vortelefonat kurz. Ich bin in meiner ersten Woche in London zurückgeflogen und habe dann Yoko treffen dürfen und dann war das erste Treffen so, wie wir jetzt noch zusammenarbeiten. Einfach komplett auf Augenhöhe und das hatte ich nicht erwartet. Ich meine, ich bin sechsundzwanzig, ich bin mit ihm als Entertainer aufgewachsen. Ähm, und da entsteht natürlich eine gewisse Bewunderung. Und dann sitzt man da zusammen und merkt plötzlich, er hat richtig Lust auf das Projekt und, ähm, was passiert hier eigentlich? Und das zeigt sich bis heute, dass das so ein wertvolles Asset ist und wir, ja, wir das auch immer noch im Marketing brauchen. Also zwar ist es die Challenge, um das abschließend zu sagen, die Marke muss auch ohne Yoko leben und da sind wir, glaube ich, einen guten Schritt vorangekommen. Und das nicht, weil wir Yoko raushaben wollen. Ganz im Gegenteil, der soll ja dabeibleiben und es ist wunderbar, aber trotzdem braucht es natürlich eine eigenständige Marke. Und, ähm, genau, da sind wir gerade immer noch in der Transition-Phase, glaube ich. Und der witzigste Effekt ist eigentlich, wenn jemand Sushi kennt, aber Yoko nicht. Ähm, das sind nicht viele Punkte, aber manchmal kommt das schon vor. Und genau das müssen wir ausbauen. Dann kann man da zumindest in Teilen sagen, Ziel erreicht und ihr seid auf einem sehr guten Weg, die Marke etwas unabhängiger zu gestalten von Yoko. Ähm, da gibt es unterschiedliche Wege. Wir gehen gleich auf mehrere ein. Performance-Marketing-Ansätze und Co., aber bleiben wir erst einmal noch bei den Personen und auch bei den werblichen Personen, mit denen ihr noch darüber hinaus arbeitet. Neben Yoko, klar, der dann natürlich eine ganz enge Bindung zum Unternehmen habt, arbeitet ihr aber auch mit weiteren People-Kooperationen, ne, also mit Influencerinnen und Influencer, um entsprechend dann dort auch die Markenwahrnehmung zumindest auf weitere A, Schultern zu verteilen und B, natürlich von den passenden Reichweiten zu profitieren. Wie geht ihr da konkret vor? Wie seid ihr vorgegangen bei der Auswahl der Leute, die entsprechend dann auch für Sushi-Bikes werben, mit Sushi-Bikes zusammen wahrgenommen werden? Und wie erfolgreich gestaltet sich das Ganze für euch? Ähm, (lacht leise) ich würde mal hinten anfangen. Ähm, ich würde mich erst mal auf die erste oder ja, erfolgreichste Influencer-Kooperation beschränken und das war natürlich die mit Carmuschka. Das war Ostern zwanzig zwanzig und ist tatsächlich einfach wirklich aus sich heraus entstanden. Also Carmuschka hat einen Aufruf gestartet, dass sie nach E-Bikes sucht und wir haben einfach super schnell reagiert. Also es war dadurch komplett authentisch. Es war nicht geplant und wir wurden auch wirklich voll überrascht, wie das Ganze in die Höhe geschossen ist. Also sowohl Traffic als auch Sales. Wir hatten sechsstellige Traffic-Zahlen. Das war der Wahnsinn. Wow. Und damit ein voller Erfolg. Und dann haben wir natürlich gedacht: „Okay, (lacht) jetzt müssen wir weiter verfolgen." Ähm, haben da auch Unterstützung, ähm, von Pepperstock, also von unserer PR-Agentur, die auch aus dem Yoko-Netzwerk kommt, die uns dann auch im Folgenden einfach geholfen hat bei der Influencer-Auswahl, Suche, Bewertung, auch im Kontakt mit denen. Wobei man wirklich sagen muss, dass die folgenden Influencer-Kooperationen nicht mehr in diesem Maße den Erfolg gebracht haben. Aber inwiefern das konkret messbar ist, steht ja immer ein bisschen in den Sternen. Es ist einfach auch viel Branding, es ist viel Awareness. Ähm, deshalb bleiben wir auf jeden Fall weiter dran. Ja. Okay, das heißt, auf das Erstkooperationsniveau seid ihr nicht gekommen. Erklär es noch einmal, Vera, für die Leute, die die nicht kennen. Carmuschka, wer ist das? Ähm, Influencerin, Instagram, im Bereich Fashion, Lifestyle. Es ist die Sales-Kanone, glaube ich, (lacht) wenn man, wenn man mit Influencern spricht. Also, ja, ich glaube, jede Marke macht nur gute Erfahrungen mit ihr. Ja. Und wir hatten absolutes Glück, dass das so hingehauen hat. Fantastisch.Wenn du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern magst, klar, ihr habt eine Agentur mit an Bord, sicherlich auch wichtig und hilfreich, entsprechend schneller passende Kooperationen mit ahm an Land zu ziehen und damit dann zu starten. Ist es so, dass ihr euch da konkrete Ziele setzt, auch in der Zukunft, dass ihr eine bestimmte Anzahl an Kooperationen auf jeden Fall durchziehen möchtet? Ähm Ist das sehr schwer skalierbar, muss man sagen. Da gibt es andere Disziplinen, bei denen ist das sicherlich etwas einfacher. Macht ihr es sehr konservativ, einfach davon abhängig, dass ihr wirklich einen perfekt Fit habt und beide Seiten daran glaubt und deswegen eben gar nicht so planbar gemacht wird. Was kannst du uns da verraten? Ähm Ja, wie gesagt, die Historie reicht noch nicht so weit zurück. Ähm Es wird jetzt jedes Jahr mehr. Ähm Dieses Jahr sind wir auch wirklich mit einer Liste reingestartet und haben am Anfang definiert: „Hey, so viele Kooperationen planen wir für dieses Jahr. Wir müssen natürlich auch die Bikes blocken. Das ist natürlich dann, gerade bei den Lieferzeiten, muss man das relativ früh wissen. Dann mit der Anfrage, dann muss man wissen: Sagen die zu? Machen die das für den Deal, den wir anbieten? Ähm Genau. Jetzt mittlerweile, wir haben jetzt seit drei Monaten die Nadi an Bord, zwei Monaten, (kichern) die sich jetzt also bei uns wirklich Vollzeit das Thema Social und auch Influencer kümmert. Und die hat das super im Griff und das wird auf jeden Fall jetzt professioneller betreut. Müsst ihr auch von eurer Seite aus viele Kooperationsanfragen absagen, weil sie unverschämt sind, weil sie nicht passend sind oder Andi, weil du sagst: „Nein, das möchte ich nicht, da sehe ich meine Marke nicht? Also klar gibt es da welche, die wir nicht akzeptieren oder nicht beliefern können, aber oft sind es auch gute Dinge, die wir absagen müssen, weil wir halt einfach echt fokussiert arbeiten müssen. Ahhhm Die Bikes sind Mangelware und wir wollen auch die Kunden nicht verprellen. Also das ist auch so ein Punkt, den wir beachten müssen. Wenn wir jetzt rausgehen und irgendwie 100 Influencer mit Bikes ausstatten und auf der anderen Seite haben wir Lieferprobleme, dann ist das irgendwann nicht mehr glaubhaft und ahmm schwer zu vermitteln. Und deswegen versuchen wir da so eine Gradwahnnung zu fahren und stark zu fokussieren und wirklich nur diejenigen rauszupicken, die unserer Meinung nach und auch ihrer Meinung nach gut dazu passen. Und da sind sehr, sehr viele Faktoren dabei, dass das authentisch funktioniert, finde ich. Okay, Vera, du hast gerade auch in einem Nebensatz erwähnt, kommt natürlich auch drauf an, ob die Deal Terms passen und eure Deal Terms akzeptiert werden. Kannst du da ein bisschen mehr ins Detail gehen, was ihr genau von Markenseite anbietet oder sagst du: „Boah, vielleicht nicht heute? (lachen) Ja, ich glaube, ahhhm würde ich mich lieber bedeckt halten, zumal das sich wahrscheinlich also jetzt einfach auch wandeln wird mit der Zeit. Aha, okay. Gut. Personal Brand Marketing – ich habe es gerade erwähnt – von Yoko kommt, hin jetzt über euren aktuellen Influencer-Kooperation. Ich meine, sechsstellige Traffic-Zahlen sind natürlich enorm. Das ist ja ein extremer Boost sicherlich gewesen, gerade im Blick auf Awareness-Aspekte und Co. Sind aber, weiß Gott, nicht eure einzigen Säulen. Ihr habt euch sehr, sehr stark weiterentwickelt, einen hohen Reifegrad, so wie ich finde, wenn ich drauf schaue auf eure Aktivitäten, auch erreicht in unterschiedlichen Disziplinen und unter anderem, klar, seid ihr ja auch letztendlich als E-Commerceler sehr, sehr stark im Fokus mit euren Shop-Umsätzen und Co. Wenn man mal auf euren Shop schaut und so ein bisschen guckt, was ihr für Conversion-Pixel eingebunden habt und in welchen Netzwerken ihr arbeitet, dann stößt man ja eigentlich auf alle Big Names, die man erwarten würde. Ist auch nicht überraschend. Also Google, inklusive des Shopping-Ökosystems beispielsweise. Dann natürlich die Facebook-Conversion-Pixel, dann ist Pinterest mit dabei, was Sinn macht in der Bilderwelt, die ihr kreiert. Aahhm Werfen wir mal einen Blick auf eure Kampagnenstrategien, auf euer Marketing-Setup, wie es jetzt heute aussieht. Wie viel Budget gebt ihr aktuell im digitalen Marketing aus beziehungsweise ein bisschen unspezifischer: Wie viel Prozent eures gesamten digitalen Marketing-Etats investiert ihr mittlerweile in diese rein Digital-Marketing-Channel, die sehr performance-orientiert funktionieren? Ja, tatsächlich fast alles. Also (kichern) wir arbeiten super datengetrieben, ahhhm und unser Marketingbudget in dem Sinn beschränkt sich wirklich fast vollkommen auf Google und Facebook. Ahhhm Die halten sich auch beide relativ die Waage, also Google mit so 60%, Facebook mit 40%. Und da liegt, wenn man so will, fast das gebündelte Budget. Ahhhm Klar hat man dann noch irgendwie so Sideausgaben für auch Kanäle außerhalb von online, also Messen, ein paar Printartikel, die man mal braucht, aber es ist wirklich sehr fokussiert. Letztes Jahr hatten wir zwei kleinere Kampagnen mit TV-und Podcast-Werbung, aber da ist es bei uns halt immer (kichern) so ein bisschen schwierig, weil wir probieren wirklich mit allen Marketingaktivitäten, die wir machen, positive Zahlen zu schreiben. Also gerade weil wir organisch wachsen, richten wir uns jetzt zum Beispiel mit Facebook und Google einfach nur am ROAS aus und sagen: „Hey, solange der ROAS passt, heben wir den S-Band an. Und so leicht ist das natürlich bei so einer TV-Kampagne nicht, wenn man am Anfang an ein Budget in die Hand nehmen muss und dann guckt, was am Ende passiert. Auch da haben wir wirklich gerade die TV-Kampagne so ausgestaltet, dass wir Zahlen generieren, dass wir aus den Daten lernen haben auch unsere Learnings mitgenommen, auf jeden Fall, ahhhm aber das birgt für uns immer noch so ein gewisses Risiko. Und klar, Brand-Kampagnen wie Out of Home oder so die klassische Printkampagne, die muss kommen, wollen wir auch unbedingt machen. Ist nur einfach so vor dem organischen Wachstumsgedanken für uns aktuell einfach noch so risikobehaftet. Und deshalb fasst das Gesamt der DJ Google und Facebook.Damit ich richtig verstehe, der organische Wachstumsgedanke ist jetzt hierbei, dass ihr euch eben aus eurem eigenen Cashflow entsprechend weiterentwickelt und darüber dann auch Wachstum produzieren könnt, ne. Und damit meinst du jetzt ja nicht im digitalen Marketing irgendwelche organischen Aktivitäten. Nur das einfach zur Abgrenzung. Ja, genau. Ähm, du hast gerade von der TV-Kampagne gesprochen und euren Learnings. Ihr habt beide gerade fleißig genickt, als gesagt, ihr habt eure Learnings rausgezogen. War es einfach ein Learning, es funktioniert nicht so KPI-getrieben, wie ihr arbeiten wollt? Oder hattet ihr auch durchaus Learning-Effekte, wo ihr sagt: „Okay, das ist ganz spannend, aber für uns aktuell noch ein zu teurer Kanal." Also so etwas wie Spillover-Effekte auf Reichweiten zu YouTube beispielsweise, ein höheres Brand-Search-Volumen, wo ihr doch wesentlich mehr Traffic generieren könntet und auch Conversions erzielen könntet, die aber dann in der ROAS-Betrachtung nicht gut funktionieren. Also wie konkret waren eure Learnings da? Was mögt ihr uns darüber verraten? Gerade TV haben wir super Learnings generiert. Also zum einen Zielgruppen-Learnings, die wir, die teilweise neu für uns waren, teilweise validiert wurden. Ähm, vielleicht, also wenn's interessant ist, würde ich nachher drauf eingehen. Ähm- Unbedingt. Nimm dir gerne die Zeit. Also TV-Senderauswahl anhand von Affinitäten. Und da sind wir natürlich dann mit der Agentur, die sehr verschiedene Kanäle durchgegangen, ähm, haben ausgewählt und am Ende blieben noch zwei übrig und wir mussten uns zwischen DMAX und einem anderen Sender entscheiden. Hab ich gesagt: „Boah, lasst uns auf jeden Fall DMAX probieren, weil wie gesagt, wir haben diese Bastler und ich glaube, das könnte ganz gut funktionieren. Und dieser Sender hat eingeschlagen wie nichts. Also am Ende war es wirklich DMAX und ServusTV, (lacht) die so die performantesten- (lacht) Okay. Äh, Bewegungen hatten. Also es war wirklich Wahnsinn. Wir hatten dann 'nen Cost per Visit, der war also richtig, richtig stark, richtig gut. Also heißt, nach dem Spot sind über diese Kanäle viele auf unsere Seite gekommen und haben recherchiert. Ja. Ähm, genau, und das hat uns einfach noch mal gezeigt: „Okay, cool, es war ein performanter Spot. Also wir haben wirklich mit USPs geworben. Es war jetzt kein Brand Image zu finden in diesem Spot. Das heißt, mit den USPs können wir halt wirklich diese Zielgruppen triggern und das war für uns ein cooles Learning. Ähm, aber, also sales technisch war damals das Problem beziehungsweise wir hatten uns schon erhofft, dann wirklich so 'nen Sales-Peak zu sehen. Ähm, wir hatten auch starke Sales zu der Zeit, aber wir haben uns mega schwergetan, das wirklich auf den Spot zurückzuführen. Auch dem geschuldet, oder ich könnte mir vorstellen, dass es dem geschuldet war, dass wir einfach noch enorm lange Lieferzeiten hatten. Und deshalb haben wir zum Beispiel für uns beschlossen, dass wir TV auf jeden Fall noch mal machen, aber nur, wenn wir wirklich Lagerbestand haben und das Produkt sofort verfügbar ist. Okay. Dass man nicht mehr diese Hürde hat von: „Ich sehe was, ich finde es interessant, aber die Lieferzeit nötigt mich jetzt nicht zum zeitnahen Kauf. Genau. Verständlich. Das war so ein, ja, die Learnings zum Beispiel aus TV und finde ich mega wertvoll. Ja, absolut. Wenn du von einem ganz geringen Cost per Visit sprichst, das ist ja eine tolle Metrik erst einmal, dass ihr die erreichen könnt, weil dann seht ihr ja, dass entsprechend TV-Campaigning im Hinblick auf Traffic-Generierung unmittelbar funktioniert. Sind das dann ein paar Cent, wo ihr sagt, das ist mega? Liegt das dann bei fünfzig Cent? Oder was war das für ein CPV ungefähr, den ihr da erreichen konntet? Der lag schon so bei zwei Euro, aber das ist wirklich, wirklich ein starker Wert für TV, ja. Sehr gut. Ja, cool. Nur als Einschätzung natürlich ganz spannend zu wissen. Ihr habt gesagt, jetzt ist fast euer Marketing Game ein Performance-only-Game, wenn ich das so zusammenfassen darf. Also viel Google und, äh, Google Shopping Ökosystem entsprechend. Sicherlich auch Facebook Ads und auch Automatismen letztendlich im Facebook-Ökosystem. Wir kennen das selber ganz gut bei uns rund um OMKB, rund Think Eleven und diverseste Channel, in denen wir auch aktiv sind und, und wissen, dass es ein Thema ist, das beherrscht man nicht mal so eben von Anfang an. Ihr habt ganz frisch angefangen in euren Accounts, mit euren Marken entsprechend dort zu werben und das ganze Thema aufgebaut. Ähm, Vera und Andi, wie, wie geht man da ran, wenn man vor diesem Berg steht, vielleicht die Kompetenzen noch nicht im Unternehmen hat und dann aber beginnt, sich eben diese Performance-Welt zu erschließen? Wie war euer Wissensaufbau da? Das find' ich, das find' ich ganz spannend. (lacht) Ich, ich will nur einen Kommentar loswerden, bevor ich dann an Vera übergebe, weil ich kann da wahrscheinlich gar nicht so viel zu sagen, außer dass ich es halt mit beobachtet habe und schon immer sehr viel involviert bin in, in Reports. Aber ich kann mich noch erinnern, wie wir im Februar zwanzig zwanzig angefangen haben und Vera mich gefragt hat, ob sie jetzt wirklich fünfundzwanzig Euro am Tag ausgeben darf. Also so haben wir irgendwie begonnen und das, äh, klingt total verrückt. Wir haben uns da herangetastet und gar nicht wohlgefühlt und irgendwann waren es hundert Euro am Tag. Und ja, und, und so hat sich das, glaub ich, ein bisschen entwickelt. Aber die Story kann wahrscheinlich Vera ein bisschen besser erzählen, wie sich das angefühlt hat. (lacht) Ja, also es war wirklich genauso. Ähm, wir haben uns da so, ich würd's mal zum Kick-off nennen, einfach bei einer Schulung reingesetzt. War ja wirklich so... Klar, man hat so im Praktikum da irgendwie Anzeigen ausgetauscht, aber so 'nen kompletten Account aufzuziehen und die Tools einzurichten, ist ja noch mal was ganz anderes. Ähm, und uns dann so an dieser strategischen Herangehensweise lang gehangelt und ich gehe auch immer mega motiviert aus der Schulungen raus. Also Input ist einfach, keine Ahnung, dann setze ich mich da abends noch hin und, äh, habe einfach Bock, das alles umzuwandeln und greifbar zu machen. Und so war es dann auch. So kam es dann, glaube ich, zu dieser Aussage: „Hey Andi, ist okay, wenn ich da jetzt so fünfundzwanzig Euro drauf pack?" Ähm, genau. Und dann, also wirklich alles einfach in-house, komplett eigens aufgezogen und dann gucken, was passiert. Also dann haben wir halt am Tag danach gesehen, okay, es scheint zu laufen und da kommen Klicks und da werden auch irgendwie Käufe verzeichnet. Und dann hat man halt nach und nach Budget draufgelegt und das wurde dann sehr schnell sehr viel mehr. Man konnte mehr testen, man konnte viel schneller testen, konnte viel schneller Insights generieren und das ist ja auch eine enorme Verantwortung und ich glaub-Je mehr Verantwortung man hat, desto mehr versucht man, die Sachen im Detail zu verstehen. Also, ich würd schon behaupten, dass ich mich da sehr schnell sehr tief reingefuchst hab in alles. Genau. Und zum Beispiel Facebook haben wir dann wirklich bis Juni diesen Jahres selber gemacht, also komplett Contentproduktion, ähm, in Business Manager eingepflegt, analysiert, ausgewertet, optimiert. Ähm, und es ist auch immer gut gelaufen. Also, klar tauscht man sich irgendwie mit anderen Leuten das Netzwerk dazu aus und, ähm, sucht nach anderen Meinungen. Jeder hat immer 'ne andere Meinung und eine andere Strategie parat. Ähm, und ich glaub, wir müssen-- wir sind immer noch in der Phase, wo wir Dinge ausprobieren wollen. Ähm, aber man hat irgendwie auch einfach dann über die Zeit so ein tiefes Verständnis für das Produkt, für die Marke gewonnen, für die Customer Journey, dass man, glaube ich, gut daran tut, das wirklich im ersten Prozess eigens aufzusetzen. Ähm, genauso Google. (lacht) Es, es, es wurde am Anfang 'n bisschen stiefmütterlicher behandelt, würde ich sagen, ähm, aber auch da, so 'ne Shoppingkampagne war dann schon immer so Selbstläufer. Und dann hat man 'n bisschen rumgespielt und (lacht) irgendwann wurden wir, glaub ich, durch unsere gestiegenen Google Spendings von so 'nem Growth Manager entdeckt (lacht) und sind da wirklich, also bin ich mega dankbar dafür, in so 'n Google Growth Programm reingerutscht, wo man dann eben auch 'nen Account Manager an die Seite gestellt bekommt und den kompletten Account anschaut, durchgeht, in unserem Fall neu aufgesetzt hat. Auch da hab ich einfach wieder mega viel gelernt. Ähm, und ich find's voll wichtig, da wirklich offen zu sein, ähm, alles nach bestem Wissen und Gewissen zu machen, aber sich auch wirklich (lacht) immer wieder vorzuschreiben, so hey, ich kann das Produkt und ich versteh, wie die Leute ticken. Zum Beispiel bei Google war so 'n Learning für mich, Best Practices immer oder auch, auch bei Facebook, immer auf den Shop, immer auf das Produkt leiten. Und wir haben's getestet, weil ich auch gemeint hab, ja, ich, ich weiß nicht. Also, so Website-technisch fänd ich's, glaub ich, schlauer, wir leiten auf die Startseite und wir haben's getestet und das Outcome war wirklich, ähm, Lead auf die Startseite hat besser konvertiert, weil ich glaub, den Leuten fehlt sonst die Journey. Das ist 'n erklärungsbedürftiges Produkt. Die wollen so viel wissen und es geht alles verloren, wenn man direkt das Produkt leitet. Die meisten verstehen dann nicht mehr, dass das 'n E-Bike ist, sondern (...) ein Fahrrad. Es war auch so 'n Learning (lacht) in der, in der Creative-Konzeption, weil wir halt wirklich noch so die Kommentare unter den Ads durchlesen. Da kamen Kommentare wie neunhundertneunundneunzig Euro ist doch nicht billig für'n Fahrrad. So, ja nee- Das ist 'n E-Bike. Ist cool, dass du das nicht siehst. Das sieht vielleicht zu gut aus dafür, ne. Deswegen erkennt es der ein oder andere nicht. Das kann ja sein. Das Produktdesign zu gut, zu attraktiv. Ja, und so Learnings generiert man on the go. Und man merkt auf jeden Fall auch, wenn du darüber sprichst, Vera, dass es insbesondere jemanden braucht, der eben dieses Thema ja für sich annimmt und dann auch einen gewissen Spaß und gewisse Passion entwickelt, sich da richtig reinzuknien, Creatives zu testen, eine Lernkurve mit aufzubauen und Ähnliches, bis man dann dementsprechend auch durch so was wie Google Growth Program beispielsweise auch externe Unterstützung von außen erhält oder sich diese aktiv holt. Das hast du gerade auch was ganz Spannendes gesagt, wie ich finde, weil du hast da jetzt ja echt eine anderthalb Jahre mindestens viel Herzblut reingesteckt, um diese Systeme zu lernen und zu durchdringen. Und jetzt habt ihr aber zumindest Facebook nicht mehr in der eigenen Hand, sondern habt euch 'ne Agentur mit an Bord geholt. Ähm, was war da für euch, die, äh, die grundlegend-- der Grund für, dass ihr das gemacht habt? Auf jeden Fall Manpower. Gerade Facebook ist 'n super, super pflegeintensiver Kanal. Also wie gesagt, du musst die ganzen Creatives anlegen. Ähm, wenn du testen willst vor allem, musst du einfach so viel produzieren. Und in unserem Fall dann hoher AOB, sag ich mal, bis die Verkaufszahlen irgendwie aussagekräftig sind, braucht's 'ne Zeit. Muss man oder kann man auch kreativ werden, ähm, da bisschen rumprobieren, aber wir haben dann einfach gemerkt, so mit der aktuellen Besetzung war's nicht mehr machbar. Wir sind mit der Produktion nicht mehr hinterhergekommen. Wie gesagt, das ist auch nicht nur Facebook, was wir machen. Ähm, und dann hat's manchmal 'n bisschen gelitten und dann dachten wir, das Budget ist dann doch zu hoch aktuell dafür, dass wir uns nicht zu hundert Prozent dahinterklemmen. Ja. Und auch da der Lernereffekt so. Ich hab mir erhofft, dass ich in Zusammenarbeit mit 'ner Agentur natürlich auch noch mal komplett neue Einflüsse krieg. Ja. Wenn wir noch mal ganz kurz bei dem Thema bleiben. Wir sprechen von Facebook, aber wir meinen natürlich gerade auch im Advertising immer Facebook und Instagram. Wenn du die beiden Performance Channel miteinander vergleichst, die ja nun ganz andere Anforderungen haben, andere Zielgruppen, andere Creatives und andere Möglichkeiten, auf welchem Kanal ist euer Fokus und warum? Ähm, wir bespielen beides auf jeden Fall. Ähm, wir haben aber auch gemerkt, dass es creativemäßig wirklich Unterschiede gibt. Also, wir hatten zum Beispiel so 'ne (lacht) wirklich, ähm, hier im Office kurz spontan gedrehte Ad mit Joko, wo er mit dem Bike durchs Office fährt und, ähm, dann baut er 'n kleinen Sturz. Ist 'ne Instagram-Ad, die ist super gelaufen. Ähm, für Facebook absolut nicht plattformgerecht, kam nicht an, ja. Also da gibt's auf jeden Fall- Finden die fünfzig plus Leute nicht lustig, die gegebenenfalls gar nicht wissen, wer das ist, ja. (lacht) Überspitzt formuliert jetzt. Schauen wir auf Google, ähm, für euch, da im Moment budgetseitig ist er sogar noch ein bisschen wichtiger, auch einfacher zu skalieren. Was heißt, nee, einfacher zu skalieren, ist nicht richtig, sondern gerade wenn man das betrachtet im Hinblick auf die Nähe zur Kaufentscheidung, Brand-Search-Themen, Google-Shopping-Themen, sicherlich extrem performant für euch. Kann ich mir zumindest vorstellen. Ist das etwas, ähm, was dann im Vergleich zu den Facebook-Aktivitäten tatsächlich noch bei euch auch Inhouse liegt oder habt ihr das auch mit, mit abgegeben an einen externen Partner? Und, ähm, wie stark, ähm, automatisiert ihr mittlerweile in dem Bereich? Oder ist es für euch auch noch viel manuelles Arbeiten?Also wir haben Google aktuell noch in-house. Also ich betreue gerade den Google-Kanal. Wie gesagt, dann in Zusammenarbeit mit so einem ... Also ich habe einen Weekly Call mit zwei Google-Ansprechpartnern, die mir dann Antworten auf viele Fragen geben. Und ja, also ich würde sagen, es ist so ein etappenweiser Aufwand oder Google ist, glaube ich, der Aufwand, den man sich macht. Gerade wenn halt die Zahlen dann einbrechen, dann muss man schon sehr, sehr, sehr tief rein, zu gucken, woran es liegt. Es ist nicht jetzt wie bei Facebook, dass ich sage: „Ja, okay, dann deaktiviere ich diese kleine Kampagne, sondern die Probleme liegen halt tiefer. Das ist so meine Erfahrung. Man muss mehr graben. Es ist viel filigraner, es ist kleinteiliger. Es gibt so viele Schrauben, an denen man drehen kann. Ja, und den Rest der Frage habe ich vergessen. Nein, du beantwortest sie gerade schon optimal. Ich hatte noch gefragt, so nach dem Automatisierungsgrad, wenn man bei Google ins Ökosystem schaut, hast du recht: Je tiefer du gräbst, je mehr Zeit du investieren kannst, desto eher wirst du sicherlich auch noch Learnings haben und über bestimmte Suchkombinationen und Ähnliches stolpern. Viel läuft, gerade auch shoppingorientiert, aus unserer Erfahrung, mittlerweile immer automatisierter. Smart Shopping Campaigns haben extrem gute Kennzahlen, gerade wenn man sie unter KUA-Spekten betrachtet. Sind das auch Erfahrungswerte, die du hast, Vera? Oder ist das etwas, wo du ganz andere Erfahrungen machen durftest bisher? Shopping, kann ich zustimmen, ist irgendwo ein Selbstläufer. Die performt auch bei uns sehr gut, aber würde ich auch sagen, nur im Zusammenspiel mit anderen Kampagnen. Wir haben nicht nur eine Shopping-Kampagne laufen. Wir haben nebenher noch YouTube-Werbung eben. Betrachten wir eher unter so einem Awareness-Branding-Aspekt. Und dann haben wir noch zwei Search-Kampagnen aufgesetzt. Also Search haben wir untergliedert, einmal in so eine generische Keyword-Suche und in eine Brand-Keyword-Search-Kampagne, weil wir betrachten einfach andere KPIs, dass wir da ein bisschen selektiver unterwegs sind. Und Automatisierung ist bei uns tatsächlich noch ein bisschen ... Für mich ist es schwierig. Ich kriege viele, viele, viele Keyword-Vorschläge und ich würde einfach behaupten, dass es vielleicht auch am E-Bike-Markt liegt, dass da so viel mit reinspielt. Es gehen viele Keywords in Richtung E-Bike-Versicherung, Mountainbike, Carbon-E-Bike, Rennrad, die einfach nicht wirklich relevant sind und vielleicht ganz andere Leute anlocken würden. Und da läuft die Automatisierung für mich noch nicht so rund. Deshalb mache ich das wirklich noch manuell. Und ja, es ist ein extremer Aufwand, aber es gibt natürlich auch dieses Saying: „Hey, gerade mit dieser Beta-Version, automatisiere Google. Das macht es schon. Und wenn die Keywords nicht laufen, dann ist auch das wieder automatisiert. Aber dem Ganzen traue ich noch nicht. Vera, wie ist da auf dem Hintergrund aus Brand Building und eigene Brand Campaigns gerade erwähnt? Sicherlich Best Practice, gerade im Google-Ökosystem. Wenn man Sushi Bikes jetzt googelt, sieht man fully booked, SERP-Page, also jede Menge auch an Wettbewerbern, die natürlich entsprechend bewusst oder unbewusst schalten, weil sie es entsprechend nicht als Negative einbuchen in der Kombination. Ist es etwas, was euch ein Dorn im Auge ist, wo ihr mit anderen Wettbewerbern, Plattformen und ähnlichem sprecht? Gibt es da Dialog zu diesen Themen oder ist das auch etwas, wo ihr sagt: „Okay, fair enough, das nehmen wir an, und schaltet eben auch bewusst auf andere Brands? Ja, das ist immer ein zweischneidiges Schwert. Kann man sagen, ja. Das finde ich auch. Es ist auf jeden Fall so, dass nicht nur die Markennamen, sondern allgemein Keywords im E-Bike-Bereich. Es sind so hohe Cost-Per-Clicks. Die Leute bieten wie verrückt. Es ist wirklich Wahnsinn. Wir haben auch irgendwo den Nachteil, nenne ich es jetzt einfach mal, mit unserem Preis haben wir keine super hohe Marge. Das heißt, auch einfach bei den Klickgeboten muss ich irgendwo die Reißleine ziehen. Da steht uns nicht alles offen. Und gerade bezogen auf diese Brand Keywords, ja, es hat mich fuchsig gemacht und wir haben dann auch wirklich Wettbewerber aktiv angeschrieben und haben gefragt, ob man diesen Keyword-Krieg nicht irgendwie begraben könnte, beidseitig. Leider war die Resonanz sehr gering. Ein Wettbewerber hat uns geantwortet und wir haben uns geeinigt und es läuft. Das ist auch wirklich ein faires Verhalten. Das ist, ich glaube, jetzt in einem halben Dreivierteljahr. Ich muss aber gestehen, ich biete auch auf Wettbewerber Keywords und die Kampagne läuft gar nicht mehr. Das ist ja dann die normale Reaktion daraus folgert, wenn man sich nicht einigen kann. Ja, vielen Dank. Vielleicht auch gerade wegen dem Preispunkt oder so. Ja, okay. Verlassen wir mal die Google-und Facebook-Ökosysteme und gehen mal ... Da habt ihr mich, Andy, da hast du uns seinerzeit sehr überrascht oder mich persönlich, als ihr erzählt habt, dass ihr auch CPO-Deals mal ausprobiert habt im Bereich Printwerbung tatsächlich. Das ist für mich erst einmal eine außergewöhnliche Idee gewesen. Habe mich darüber informiert, habe da festgestellt: „Ja, doch, das gibt es häufiger am Markt. Und das hat, glaube ich, für euch sogar richtig gut funktioniert, oder? Wie war das? Da kann Vera wahrscheinlich mehr zu sagen, aber es zeigt auch wieder, wie kreativ wir sein müssen. Und ich genieße das Gespräch total, weil ich da auch irgendwie voll gern zuhöre, der was so passiert ist. Und genau so was entsteht, wenn man kreativ sein muss, wenn eben nicht festgefahrene Strukturen einfach auf eine Firma gelegt werden, von Anfang an, zu schauen: Funktioniert das bei uns auch? Oder wenn nicht, dann feieln wir hier und da noch mal. Dadurch, dass wir alles von Grund auf aufbauen mussten, entstehen solche Situationen, aber vielleicht kann Vera so ein bisschen auf CPO-Deal mal eingehen, weil ich fand es auch überraschend und dachte nicht, dass so was funktionieren kann. Ich dachte, es wäre vielleicht ein schlechter Deal für die Zeitschrift und wir haben irgendwie nur gewonnen, aber am Ende, glaube ich, haben beide Seiten tatsächlich gewonnen und das hat mich überrascht. Aber wie war das genau?Ja, also es ist ja irgendwie so der Ansatz, von dem ich vorhin schon geredet habe, wo ich gesagt habe, dass wir organisch wachsen wollen. Genau, dass wir halt immer sicherstellen müssen, dass wir mit unserer Werbung auch wirklich Returns erzielen. Und da ist so ein CPO natürlich eine mega Möglichkeit, wenn man keine Insights hat. Wir haben davor noch nie Printwerbung geschalten und wir hatten keine Ahnung, wie das angenommen wird. Und es kamen immer wieder Anfragen von Werbeträgern und ich habe halt nie locker gelassen. Ich habe immer gesagt, CPO oder gar nicht. Und irgendwann hat sich halt jemand gefunden, der es ausprobieren wollte. Und dann haben wir das gemacht. Es war ein Zeitungsverlag in dem Fall, also wirklich Tageszeitungen, haben da einen CPO-Deal aufgesetzt. Das kann man ja easy berechnen. Ich kann unsere Cost per Acquisition und dann geht es in die Verhandlung. Man hat ja nichts zu verlieren und das Schöne ist, glaube ich, dass beide Seiten ja pushen. Also wir wollen eine coole Anzeige schalten, wir geben uns Mühe bei der Kreation und die Zeitung im Gegensatz, das lief, glaube ich, über drei Wochen in dem Fall, immer mal wieder in verschiedenen Blättern, also auch wirklich Tageszeit und Beileger, hat verschiedene Formate getestet und die haben auch am Endeffel noch mal Gas gegeben. Die haben zwischendrin haben sie sich nach den Zahlen erkundigt und dann hieß es halt so: „Okay, cool, dann platze ich euch hier noch mal und da noch mal. Und die hat natürlich auch einen Druck, dass was bei rumkommt. Und wir haben Mega-Insights generiert, zum Beispiel Beileger: „Nein, hat nicht performt. Tageszeitungen umso mehr. Auch Tagesinsights, Content Surroundings haben wir viel durchgemacht und uns angeschaut. Ein Insight war von uns dann auch noch, dass wir natürlich das Ganze mit einem Incentive-Trackbar gemacht haben. Wir hatten eben ein Incentive als Beigabe. Über einen Code konnten wir dann die Sales nachvollziehen. Und wir haben im Nachgang der Kampagne wirklich noch mal die Sales in der Region angeschaut. Und dann haben wir gemerkt, dass wir einen viel höheren Sales Uplift haben in der Region, als wir über die Codes wirklich vermutet hatten. Das heißt, es sind noch viel mehr Sales entstanden, als die, die wir eigentlich getrackt hatten mit dem Modell. Das war in dem Fall gut für uns. Wir hatten eben diesen Deal und er hat sich auf die Codes beschränkt und wir mussten nur das bezahlen, dass über die Codes verkauft wurde. Aber der Insight war wahnsinnig wertvoll. Also auf Basis von diesen getrackten oder eingelösten Codes war es eine Kampagne, ja, okay, haben wir gemacht, war jetzt nicht outperforming, aber als wir dann diese Sales in der Region noch mal angeschaut haben, war es wirklich so: „Okay, nein, da ist doch ganz schön viel mehr bei rumgekommen. Aber scheinbar scheint das Incentive ja nicht richtig gewählt gewesen zu sein, sonst wäre es von jedem eingelöst worden. Das heißt, da noch mal so Learning für uns: „Hey, Das nächste Mal testen wir Incentives und das testen wir so lange, bis das wirklich immer eingelöst wird, weil erst dann können wir solche Deals wirklich cool aufziehen und richtige Learnings daraus generieren. Ja. Okay, mega gut. Danke für den Einblick und tatsächlich ja dann vielleicht sogar beide Seiten überraschend, dass das so gut funktioniert hat, aber dann auch so intensiv in der Kooperation erfolgt ist. Vera, du sagtest gerade, man muss auch mal kreativ sein oder Andi hat es gerade gesagt. Das gehört sicherlich damit zu Tuber oft auf der Suche nach neuen Werbekanälen. Jetzt habe ich eine Kreation von euch gesehen. Da komme ich wieder zurück auf die Politik. Und zwar habt ihr einen ersten Pop-up-Store in München eröffnet. Soweit ich weiß, befristet. Erst einmal zu schauen, was da tatsächlich funktioniert und ob es funktioniert. Und dann war Angela Merkel da als PR-Stand. Andi oder Vera, erzähl doch mal, was plant ihr da gerade mit diesem Pop-up-Store und wie kam es zu der Idee mit Angela Merkel? Also ich erzähle erst mal kurz vom Pop-up-Store. Wir hatten nämlich sehr, sehr lange auch einen eigenen Laden. Das war auch zugleich unser Büro am Anfang. Da wurde das leider irgendwie ein bisschen zu klein quasi oder zu groß für den Laden, je nachdem, wie man es sieht. Aber es stand fest, wir brauchen einen kleinen Laden und ein großes Büro und mussten das splitten. Das heißt, wir waren von Anfang an überzeugt, dass so ein Store-Konzept funktionieren kann. Wir haben eine relativ kalkulierbare Conversion Rate. Die ist auch relativ verlässlich und dementsprechend sind für uns Stores momentan auch Business Cases. Es ist nicht so, dass es nur Marketingkampagnen sind, sondern die kann man ganz okay berechnen eigentlich. Und ja, dann war Angela Merkel da, natürlich als Doppelgänger. Ich glaube, das muss man dazu sagen als Disclaimer, weil ich es einfach ein wahnsinnig spannendes Experiment finde und ja, more to come, aber sie hat als initiale Kampagne mal den Laden eröffnet. Was noch so passiert, verfolgt ihr am besten auf den sozialen Kanälen, würde ich vorschlagen. Das ist eine schöne Punchline, ein paar Follower zu generieren, aber ja, nachvollziehbar. Messt ihr das dann auch ganz klar KPI-driven? Schaut ihr, was habt ihr da gegebenenfalls für Citations auf den berichteten Medien? Bringt das für den Traffic, ob es Search-Volumen gibt auf Angela Merkel und Sushi Bikes? Seid ihr da auch sehr KPI-driven oder ist das dann auch einfach mal nur Spaß? Die Kampagne haben wir noch gar nicht so wirklich gestartet. Das war mehr so ein Nebeneffekt, dass sie da kurz vorbeischaut. Es war gar nicht wirklich geplant, dass sie da vorbeigeht. Aber das, was noch kommt, das kommt noch und das tracken wir dann auch vernünftig und da bin ich gespannt, was so passiert. Genau deswegen machen wir es. Es ist einerseits eine Spaßidee und ich habe gesagt, wir nehmen jetzt einfach mal, auch da wieder der Punkt, wir müssen kreativ sein und wir nehmen da ein bisschen Budget in die Hand und schauen mal, was so was bewirkt. Vielleicht kann ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr sharen, ob es totaler Quatsch war oder ob es wirklich was gebracht hat, aber es könnte ein kleiner Thumbstopper sein. Ich glaube, das ist euer Fachbegriff, oder? Im Marketing. Ja, auf jeden Fall kommt der vor. Apropos Thumbstopper. Ich mache mal noch einen ganz kleinen Kanalsprung zu einem Kanal, auf den ich gerne noch zu sprechen kommen möchte und dann gehen wir noch in die Ausblickphase, weil wir jetzt schon tatsächlich uns fast eine Stunde lang sehr, sehr gut unterhalten, wie ich finde. Wir haben uns beim letzten Mal – und da passt das Thema Thumbstopper ganz gut dazu –, auch wenn das Nutzungsverhalten ein bisschen anders ist auf der Plattform, über TikTok unterhalten. Das wäre natürlich auch TikTok-Content-par excellence. Angela Merkel, ich habe gesehen, ist ein bisschen ruhiger bei euch geworden. In der Content Creation ist es eher ein HR-Thema gewesen, wo ihr durch die Nachbesetzung jetzt dann tatsächlich auch wieder aktiver werdet. Und glaubt ihr, dass ihr in diesem Kanal noch richtig viel Upside habt, sowohl organisch als auch paid? Oder hat das andere Gründe und ihr seht einfach eure Zielgruppe dort nicht, respektive keine guten KPIs?Ja, also ganz generell glaube ich tatsächlich daran, was Johannes von Snocks auch in unserem letzten Meeting auf der OMKB-Bühne gesagt hat: „Wenn den Kanal, dann richtig. Und das haben wir einfach mal zwei Wochen probiert und den vielleicht auch einen Monat intensiv bespielt, zu schauen, was springt bei rum. Und auch Ads haben wir auf TikTok ausprobiert. Da müsste wer da Learnings sharen, aber Am Ende stand für uns fest, solange wir nicht den Headcount haben, das wirklich intensiv zu betreuen und täglich da was Cooles, Kreatives zu schaffen, dann lassen wir es lieber bleiben. Und Johannes hat einmal mehr recht gehabt. Bedeutet aber im Umkehrschluss, dass ihr den Kanal dann mit entsprechenden Kapazitäten sehr wahrscheinlich noch mal aufnehmen werdet und viel Upside seht oder lasst ihr die Finger davon für den Moment? Ja, wie war denn wer? Der war ja gut oder war schlecht? Ich weiß gar nicht, Herr Usfendig. Es war halt organisch jetzt im klassischen Sinne. Es ist halt erst mal natürlich, erfordert viel mehr Power. Der Kanal muss mit ganz anderem Content bespielt werden und der muss erst mal produziert werden. Und Ads ist es leider das Gleiche. Also auch da produzierst du Ads explizit für TikTok und haben wir gemacht. Schon mit der Aussicht, okay, das werden jetzt keine Converter, also wir werden da keine Sales dadurch generieren, aber haben uns doch Traffic erhofft und der ist einfach nicht in dem Maße rüber geschwappt, wie wir es uns erhofft hatten. Wir hatten aber auch einfach nicht wahnsinnig viel Budget. Wir sind vorsichtig reingegangen, vielleicht zu vorsichtig. Ist nicht ausgeschlossen, dass wir es noch mal probieren, aber dann mit wirklich viel Budget all in und das war gerade noch nicht drin. Nicht mit 25 € am Tag, wie seinerzeit. Okay, ja, verstehe ich. Da machen wir einen Haken unter TikTok und auch einen Haken erst einmal zumindest für das, was wir heute in einem Gespräch schaffen, rund das Thema digitales Marketing. Ich möchte noch auf ein, zwei Punkte zu sprechen kommen, und zwar Kaufentscheidung hat natürlich auch ganz viel zu tun, gerade auch in eurem Markt, mit Produkterlebnis. Natürlich habe ich Retourenmöglichkeiten und ähnliches. Und ich habe mich mal umgeschaut, weil ich habe auch überlegt, tatsächlich überlegt, mir ein Sushi-Bike zu gönnen, weil ich auf der Suche bin nach einem passenden Untersatz, meine neun Kilometer bis zum Arbeitsort entsprechend ein bisschen CO₂-neutraler zu gestalten, als ich das bisher tue und habe jetzt mal geschaut, aus Osnabrück, wenn ich das Fahrrad erst mal Probe fahren wollen würde, müsste ich ungefähr 150 Kilometer fahren. Ich weiß es gar nicht mehr genau, wohin. Mindestens Dortmund oder Bremen in die andere Richtung. Ist das ein Thema, wo ihr euch darum bemüht, dass ihr noch ein wesentlich höheres Netzwerk an Rädern zur Verfügung stellt, auch so dieses Testfahrerlebnis besser bieten zu können? Oder ist es eigentlich durch die unterschiedlichen Tests, die Videos, die Bewertungen, die man sehen kann? Es gibt ein ganzes E-Bike-Bewertungsökosystem auch zu euch online. Gar nicht notwendig und ich bin da eher der Ausnahmefall, der sich einfach voll draufsetzen will, der tatsächlich das Bike auch kauft. Definitiv. Das ist ein Thema, das ist bei uns höchste Prio und da sitzt jemand gerade Vollzeit dran, das hängt immer so ein bisschen zusammen, Servicenetzwerk und Probefahrtnetzwerk, massiv zu erweitern. Und jede Woche kommt ein neuer Standort hinzu. Und genau das, was du ansprichst, von Du bist nämlich, ich schaue gerade auf die Karte, genau in so einem Fleck, die für uns noch fehlen. Und wir haben jetzt Quartalsziele bis Q3 gesetzt. Da ist irgendwie 100 km. Habe ich auch gemerkt. Und beim nächsten Quartal ist das Ziel dann vielleicht 75 kilometer bis zum nächsten Standort oder 50 kilometer bis zum nächsten Standort. Und so tasten wir uns jetzt ran und kriegen alle Wochen neue Partner dazu. Die Partner werden immer aktiver, die haben richtig viel Lust drauf. Wir werden inzwischen proaktiv angeschrieben, weil es natürlich super cool ist und es ist auch da eine Win-win-Situation am Endeffekt. Wir haben das Glück, dass wir eine Reichweite haben und die Partner haben das Glück, dass sie Ware verkaufen können, wenn Menschen vorbeikommen und das ist ja eine super Situation, das Sushi Bike Probe fahren und dann gleich mit Zubehör ausstatten lassen. So haben eigentlich beide was davon. Und dann noch Servicekosten später mal über einen Partner. Ist natürlich toll und genau mit dem Pitch scheint es jetzt zu funktionieren. Haben wir zu wenig forciert in den letzten anderthalb Jahren und jetzt aber wirklich in Vollzeit. Okay, fantastisch. Da bin ich sehr gespannt drauf beziehungsweise freue mich dann auf irgendwann den Testride in der Nähe von Osnabrück oder Münster oder oder. Wir haben es eingangs gesagt, die Gründungsidee von Sushi Bikes fundiert nun auch auf zwei ganz großen Megatrends: Nachhaltigkeit und Urbanität. Jetzt kommt immer mehr, auch im E-Bike-Markt, gerade natürlich aufgrund von höheren Preiseinstiegen. Ihr seid ein günstiger Anbieter, aber es gibt ja genug mit drei, vier, 5.000 Euro Investitionsvolumen und mehr. Und zwar kommt der nächste Megatritt mit hinzu, das Thema, dass ich das Bike gar nicht mehr kaufen will, sondern eben entsprechend leasen. Es gibt einen extrem großen Markt in dem Bereich Anbieter, Leasingmodellen, teilweise Corporate, teilweise privat, wie SWAPFEEDS, DANS und Co. Ist das auch etwas, wo ihr sagt: „Mensch, gegebenenfalls bilde ich auch selber ein eigenes Leasingmodell an oder gerade nicht, weil euer Einstiegspreis der so sein soll, dass ich es mir gegebenenfalls auch direkt leisten kann. Also das ist die konkrete Frage zum Thema Sushi for Leasing oder Sushi Bikes for Leasing. Und der zweite Teil der Frage: Wie seht ihr den Leasingmarkt denn in dem Bereich? Ist der nicht ziemlich überhitzt? Also Leasing würde ich mal ein bisschen splitten von den SWAPFEEDS und DANS-Modellen, ehrlich gesagt so ein bisschen. Leasing machen wir demnächst auch. Also wir können jetzt schon manuell so ein bisschen bei JobRat anfangen. Also hier der kleine Teaser: Wenn ihr interessiert seid oder wenn du interessiert bist und ihr bei JobRat seid, dann gibt es jetzt schon gewisse Modelle verfügbar, die auch über JobRat geleast werden können. Da allerdings immer nur ein paar Modelle, da starten wir so langsam mal rein und das wird das Angebot ein bisschen erweitern und eben auch diese Möglichkeit bieten. Was wir aber allerdings nicht sehen momentan, ist dieses Abo-Modell, weil ich der Meinung bin, dass jede Kundin und jeder Kunde da draußen einigermaßen hochrechnen kann, wie schnell sich so ein Fahrrad amortisiert. Und dann ist das Geschäftsmodell offensichtlich und unser Sushi-Bike ist gebaut, dass es länger als ein bis zwei Jahre hält und ich auch fester Meinung bin – und ich habe witzigerweise meine Masterarbeit darüber geschrieben –, dass es immer noch einen sehr emotionalen Faktor beim Fahrrad gibt. Also es ist.Im Vergleich zum Auto noch nicht so weit, dass wir ein Fahrrad mieten, sondern es hat noch ein bisschen mehr mit Kauf zu tun und damit haben wir glaube ich noch so drei, vier Jahre Zeit, bis das vielleicht auch umschwenken wird, wenn es überhaupt umschwenken wird. Das war zumindest das, was ich damals irgendwie erforscht habe, wenn man das so nennen darf. Und genau deswegen sehen wir noch keinen kompletten Geschäftsmodellwechsel, nehmen natürlich Leasing mit auf und ich schaue mit Spannung auf die Zahlen von Swapfeeds, Stance und Co, die tolle Modelle haben auf jeden Fall, wo ich bisher aber noch nicht ganz überzeugt bin, ob die profitabel werden können irgendwann. Okay, dann beobachten wir das beide mal ganz genau, wie sich diese Modelle weiterentwickeln. Und wenn wir ein bisschen nach vorne schauen, auch für euch persönlich habe ich jetzt was ganz Neues entdeckt. Ich weiß nicht, ob es auch ein Spaß ist oder ob das für euch auch ein ernsthafteres Modell werden könnte. Und zwar erst Merchandise, das ist ja nichts unübliches tatsächlich, gerade wenn man sich auch mit einem sehr, sehr designorientierten Produkt erst einmal in den Markt hinein bewegt. Und zwar gibt es jetzt auch in der Kollaboration mit, darf man ja sagen, Jack Wolfskin, erste Klamotten von euch, eben tatsächlich wichtiges Element auch beim Radfahren. Ist das etwas, was für euch einfach erst einmal ein Spaß ist, eine sinnvolle Ergänzung, eben auch Market Fans zu bedienen? Oder ist das ein erster Schritt Richtung viele Kollaborationen, die wir von euch werden erwarten dürfen in der Perspektive? Das ist total verrückt, weil wir irgendwie von diesen Brands angeschrieben werden, ob wir nicht eine Collab machen wollen. Und das ist ja eine privilegierte Situation, wenn so ein Jack Wolfskin anfragt, ob Sushi Bikes mit ihm was machen will. Das hätten wir uns davor wahrscheinlich auch nicht träumen lassen. Und inzwischen ist es so, dass wir dann wirklich stark kuratieren müssen, mit wem wir was machen. Und deswegen haben wir intern auch so How to Collab Workshops, wo wir einfach noch mal genau definieren, was muss eine Marke eigentlich erfüllen, im positiven sowie im negativen Sinne. Also was darf sie nicht erfüllen, dass wir mit ihnen zusammenarbeiten und damit wir einfach authentisch bleiben und vor allem uns als Marke nicht verbrennen, weil wenn sie uns anfragen, dann hat das offensichtlich Abseits für sie auch. Und genau so soll es aber auch ein Abseit für uns haben. Und ich glaube, da kann man schöne gemeinsame Gewinne erzielen im Sinne von Markenaufbau. Aber man sollte echt vorsichtig sein und deswegen schauen wir uns jeden Partner ganz genau an. Man möchte natürlich nicht mit jemandem zusammenarbeiten, der irgendwo skandalös in der Presse war etc. Und er sollte am Ende zur Zielgruppe passen. Ob es jetzt den älteren Teil der Zielgruppe bedient oder den jungen, hippen Teil. Ich glaube, das sieht man in unserem Shop ganz gut. Da haben wir verschiedene Kampagnen in die Richtungen und testen dann immer ganz gut. Aber Regenjacken mit Jack Wolfskin und Sushi scheint eine ganz erfolgreiche Kombination gewesen zu sein. Vorstellbar. Vorstellbar. Gerade wenn wir dann wiederum an die älteren Zielgruppen von euch denken, vermute ich zumindest ohne Jack Wolski da zu nahe treten zu wollen, bzw. Die Zielgruppen natürlich irgendwie auswendig zu kennen. Gibt es denn Vera und Andi irgendwie eine Traum Collab, wo ihr sagt mit der Marke und Sushi Bikes, das wäre mal richtig geil, wenn wir das schaffen oder habt ihr da kein Wunschszenario am Start? Ich habe tatsächlich gestern habe ich erst an was gedacht, weil wie gesagt, ich fahre gerade das c zwei Probe und ich bin irgendwie gerade wieder voll im rosa E Bike Modus und dann bin ich über die Marke Benefit gestolpert und das ist eine Kosmetikmarke, die machen auch super viel auf Pink. Und dann dachte ich, boah, in denen ihr dem Feed, das wäre doch mal was sehr cool. Aber okay, ja, wer weiß, vielleicht fällt ja jemand zu. Sorry, ich wollte noch gerade was anschließen. Ich fand z.B. die Kooperation mit Esprit auch super cool. Sehr sehr passend. Sie hatten so eine Mobility Capsule, wo eben die Klamotten auf den Biker, auf den urbanen Biker abgestimmt waren und die haben mit uns geshootet und auch so einen Raffle gemacht. Das fand ich auch mega passend und mega cool. Ja, vielen Dank erst einmal für den Einblick in das aktuelle Thema, aber auch die unterschiedlichsten Marketingdisziplinen, die wir jetzt gestreift haben in unserem Talk. Letzte Frage geht an dich, Andi. Schauen wir auf 2022. Sushi Bikes Rollout dann in ganz Europa. Was kann man von euch erwarten? Ja, natürlich wollen wir irgendwie und Vera hat das mal ganz schön treffend gesagt, ihre Marketingmission ist, dass die Menschen die Chance haben, Sushi irgendwie zu kennen. Zweitausendein. Und ich glaube, das sollten wir jetzt langsam mal auf andere Länder ausweiten. Also das gesagt, wird wahrscheinlich irgendwas passieren. Nächstes Jahr müssen wir mal genau planen, wo es hingeht und wann das dahingeht. Aber Deutschland macht halt schon 43 % vom europäischen E Bike Markt aus. Das heißt, wir sind unglaublich privilegiert im Heimatmarkt und haben das schon ein riesen Asset vor uns. Und da wollten wir und wollen wir erstmal sehr viele Dinge richtig machen operativ, um diese dann vernünftig auch in andere Länder zu kopieren. Und genau da gilt es einen vernünftigen Marketing stack aufzubauen für die Expansion und natürlich auch die ganzen Ops rüberzuschieben. Aber das ist alles machbar und der Bike Markt ist dahingehend eben sehr dankbar. Da gibt es irgendwie vier oder fünf Länder in Europa, die sollte man haben und dann ist meistens auch schon Schluss mit der europäischen Expansion. Und ja, das ist mein Ziel oder unser Ziel wahrscheinlich. Und das Übergeordnete ist einfach nur Menschen auf Sushi zu bringen und schauen, dass wir ein bisschen nachhaltiger uns fortbewegen in den Städten. Das wäre das Schönste, was uns passieren kann. Das ist, wie ich finde, auch ein treffendes Schlusswort. Das hätte ich nicht besser formulieren können. Lieber Andi, liebe Vera, ganz herzlichen Dank für die jetzt mittlerweile über 60 Minuten, die wir uns zu unterschiedlichsten Themenbereichen rund um Sushi, Bikes und Marketing unterhalten konnten. Ich fand es super kurzweilig, ganz authentisch, auch von eurer Seite. Und vielen Dank für die unterschiedlichen Insights, die ihr heute mit uns und dann natürlich auch unserer Community geteilt habt. Und ich freue mich, ich kann mir vorstellen, das war nicht das letzte Mal, dass wir uns begegnen, wenn wir auch eure Reise weiter begleiten können und uns vielleicht im nächsten Jahr dann wiedersehen auf einer unserer Konferenzen. Andi, du hast es gesagt, du würdest dir wünschen, auch mal wieder mit Menschen zusammenzukommen und sowas persönlich zu erleben. Ich darf hier schon mal viel verraten, es wird die UMKB im nächsten Jahr auch wieder physisch geben. Wann und wo genau, das werden wir natürlich zu gegebenen Zeitpunkt dann auch entsprechend launchen. Und das ist auch etwas, worauf wir uns natürlich auch mega freuen. Ganz herzlichen Dank an euch. Schöne, schöne Grüße nach München und bis bald. Bleibt gesund und munter. Danke Mario. Adios. Vielen, vielen Dank.

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Im Video erwähnt

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Beschreibung

Influencer, TV, Search…So skaliert das E-Mobility Startup SUSHI Bikes. Interview mit Andy Weinzierl und Vera von Zworowsky.

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