Der Schlüssel zum neuen Marketing-Mix im eComm: Data-First oder Gar Nicht
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Der Schlüssel zum neuen Marketing-Mix im eComm: Data-First oder Gar Nicht

Zusammenfassung

Ein Data-First-Ansatz ist die Grundlage für erfolgreiches E-Commerce Marketing. Robin Geier und Christian Stein von Tealium zeigen, wie du First-Party- und Zero-Party-Daten sammelst, Consent korrekt umsetzt und damit personalisierte Customer Experiences in Echtzeit bereitstellst – auch ohne Third-Party Cookies.

E-Commerce Marketing im Data-First-Zeitalter: Der Schlüssel zum Erfolg

Der digitale Handel steht vor einer großen Umwälzung. Third-Party Cookies verschwinden, Datenschutz wird strenger, und gleichzeitig wollen Kunden personalisierte Erlebnisse. Wie navigierst du durch diesen Datendschungel? Die Antwort liegt in einem Data-First-Ansatz. Robin Geier, Head of Value Engineering bei Tealium, und Christian Stein, Director Technical Partnerships, zeigen dir, wie du deine Kunden mit den richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt erreichst – konform, sicher und effektiv.

Die vier Säulen einer datengetriebenen Marketing-Strategie

Damit dein E-Commerce Marketing funktioniert, musst du vier zentrale Herausforderungen meistern:

  • Datenbeschaffung: Wie überzeugst du Kunden, dir ihre Daten freiwillig zu geben?
  • Consent & Compliance: Wie sicherst du ab, dass du die Daten rechtlich einwandfrei nutzen darfst?
  • Customer Identity: Wie identifizierst und verbindest du denselben Kunden über alle Touchpoints hinweg?
  • Aktivierung: Wie spielst du die Daten über Plattformen und Kanäle aus, um konkrete Ergebnisse zu erreichen?

1. Datensammlung durch echten Value Exchange

Der klassische Ansatz – "E-Mail-Adresse eingeben, 15 % Rabatt erhalten" – reicht längst nicht mehr aus. In einer Welt ohne Third-Party Cookies und Third-Party Data brauchst du eine echte Erfahrung, die Kunden motiviert, dir Daten zu geben.

Denk über folgende Touchpoints hinaus:

  • Formulare und E-Mail-Erfassung
  • Umfragen und Feedback-Tools
  • Kostenlose Testversionen oder Produktproben
  • Social-Media-Interaktionen (selbst berichtete Daten)
  • Personalisierte Empfehlungen basierend auf Nutzerverhalten

Der Schlüssel: Zero-Party Data – Informationen, die Kunden dir freiwillig mitteilen. Das sind ihre Vorlieben, Kaufintentionen, Kategoriepräferenzen. In Kombination mit First-Party Data (Verhaltensdaten auf deiner Website oder App) und E-Mail-Adressen als zentralem Identifier entsteht ein wertvolleres Kundenprofil.

2. Consent & Compliance: Mehr als nur ein Cookie-Banner

Consent-Management beginnt mit einer simplen Ja/Nein-Schaltfläche – endet aber nicht dort. Du musst verstehen, dass Consent über mehrere Kanäle und Datenquellen hinweg funktioniert:

  • Website und App erfordern Consent-Abfrage
  • Call-Center und Offline-Daten müssen dokumentiert sein
  • Drittanbieter, die dir Nutzerdaten zuliefern, benötigen ebenfalls Consent-Dokumentation
  • Mobile IDFA und andere Device-spezifische Identifikatoren haben eigene Regeln

Professionelle Consent-Management-Plattformen wie Usercentrics oder OneTrust helfen dir dabei, nicht nur Consent einzusammeln, sondern auch deine Datenschutzerklärung konform zu generieren und serverseitig zu verwalten.

Wichtig: Consent ist nicht länger nur ein Frontend-Thema. Mit dem Shift zu serverseiten Tracking und Datenverarbeitung musst du auch Consent-Informationen serverseitig verfügbar und zwischen Client und Server synchronisiert halten.

3. Customer Identity: Einen Kunden überall erkennen

Ein Kunde interagiert mit dir über viele Kanäle: Mobile App, Desktop-Website, Telefon, vielleicht auch im stationären Handel. Wie erkennst du, dass es dieselbe Person ist?

Im Zeitalter der verschwindenden Third-Party Cookies brauchst du alternative Identifikationsmethoden:

  • E-Mail-Adressen: Das A und O für Cross-Device-Tracking und Conversions
  • Hashed Email / Unified ID: Neue Identity-Provider füllen die Lücke, die Third-Party Cookies hinterlassen
  • First-Party Cookies: Du kontrollierst sie komplett – deutlich zukunftssicherer als Third-Party
  • Login-basierte Identifikatoren: Wenn verfügbar, die zuverlässigste Methode

Es gibt inzwischen viele neue Identity-Provider und Konsortien, die versuchen, die Rolle von Third-Party Cookies zu übernehmen. Welche sich durchsetzen, bleibt offen – weshalb du flexibel bleiben musst.

4. Datenaktivierung über alle Kanäle hinweg

Mit deinen Kundendaten willst du am Ende eines erreichen: bessere Kampagnen, höhere Conversion Rates, mehr personalisierte Erlebnisse. Klassische E-Commerce Use Cases bleiben relevant:

  • Suppression: Bereits konvertierte Kunden nicht erneut ansprechen
  • Cart Abandonment: Unvollendete Einkäufe zurückholen
  • Lead-Kampagnen: Neue potenzielle Kunden qualifizieren
  • Second Purchase Incentives: Wiederholungskäufe fördern
  • Next Best Offer / Next Best Action: Die richtige Aktion zur richtigen Zeit
  • Lookalike Audiences: Neue ähnliche Kunden finden

Die Herausforderung: Ohne klassische Demand-Side Platforms (DSPs) und die Möglichkeit, vorgefertigte Audiences zu kaufen, musst du neue Wege gehen, um deine Kunden über Programmatic-Plattformen und andere Kanäle zu erreichen.

Warum Daten zu höherem ROI führen

Die Forschung ist eindeutig: Laut Forrester erklärten bereits 2017 81 % der Vermarkter, dass Daten zu höherem ROI führen. Mit modernen Machine-Learning-Ansätzen und einheitlichen Kundenprofilen entstehen völlig neue Use Cases und Optimierungsmöglichkeiten.

Wenn du es schaffst, deine Kundendaten zentral zu vereinigen und mit den richtigen Consent-Informationen zu versehen, dann:

  • Verstehst du deine Kunden besser
  • Kannst du personalisierter und relevanter kommunizieren
  • Erreichst du höhere Conversion Rates
  • Senkst du Werbekosten durch bessere Targeting-Effizienz
  • Bleibst du datenschutzkonform und baust Kundenvertrauen auf

Praktischer Einstieg: Was du jetzt tun solltest

Ein Data-First-Ansatz bedeutet nicht, dass du alles auf einmal implementieren musst. Beginne mit diesen Schritten:

  1. Kundendaten-Audit: Wo sammelst du heute Daten? In welchen Silos liegen sie?
  2. Value Exchange definieren: Warum sollen Kunden dir Daten geben? Was bietest du ihnen dafür?
  3. Consent-Strategie: Implementiere ein professionelles Consent-Management über alle Kanäle
  4. Identity-Strategie: Entscheide dich für E-Mail, Login oder einen Identity-Provider – und mache es zentral verfügbar
  5. Kundenprofil aufbauen: Nutze eine Customer Data Platform, um all diese Daten zu vereinen
  6. Mit Use Cases starten: Beginne mit einem konkreten Use Case wie Cart Abandonment oder Second Purchase

Das Fazit: Data First oder gar nicht

Der Titel der Session fasst es prägnant zusammen: Data First oder gar nicht. In einem E-Commerce-Umfeld, in dem Personalisierung erwartet wird und Datenschutz nicht verhandelbar ist, führt kein Weg vorbei. Die Unternehmen, die es schaffen, eine datengetriebene Conversion-Rate-Optimierung umzusetzen, werden gewinnen – weil sie ihre Kunden verstehen, vertrauen aufbauen und zur richtigen Zeit das richtige Angebot machen.

Tealium zeigt mit seinen 850+ Kunden weltweit (von New Balance über Bosch bis TUI), dass ein einheitliches Kundendaten-Ökosystem mit über 1.300 integrierten Verbindungen möglich und profitabel ist. Der Schlüssel: eine klare Datenstrategie, echte Customer Journeys und der Mut, die Konventionen des Marketings neu zu denken.

Häufige Fragen

Was sind Zero-Party Data und warum sind sie wichtig?

Zero-Party Data sind Informationen, die Kunden dir freiwillig mitteilen – ihre Vorlieben, Kaufintentionen, Kategorieinteressen. Sie sind wichtig, weil Third-Party Cookies und Third-Party Data verschwinden. Zero-Party Data sind transparent, vertrauensbasiert und rechtlich unkompliziert. In Kombination mit First-Party Data (Verhaltensdaten) und E-Mail-Adressen entsteht ein wertvolles, zukunftssicheres Kundenprofil.

Wie funktioniert Consent-Management im E-Commerce?

Consent-Management geht über einen einfachen Cookie-Banner hinaus. Du musst Consent über alle Datenquellen (Website, App, Telefon, Drittanbieter) einholen und dokumentieren. Professionelle Plattformen wie Usercentrics oder OneTrust helfen dabei, Consent nicht nur clientseitig, sondern auch serverseitig zu verwalten und deine Datenschutzerklärung konform zu gestalten.

Welche Rolle spielt die E-Mail-Adresse in der Zukunft des E-Commerce?

E-Mail-Adressen sind das Fundament für Cross-Device-Tracking und Customer Identity ohne Third-Party Cookies. Sie ermöglichen es dir, denselben Kunden über Mobile, Desktop und andere Kanäle hinweg zu erkennen und mit ihm zu kommunizieren. Daher ist die E-Mail-Erfassung weiterhin eine Top-Priorität.

Was sind klassische E-Commerce Use Cases, die datengetrieben funktionieren?

Zu den wichtigsten Use Cases gehören Cart Abandonment (unvollendete Einkäufe zurückgewinnen), Suppression (bereits konvertierte Kunden ausschließen), Lead-Kampagnen, Second Purchase Incentives, Next Best Offer und Lookalike Audiences. Diese Use Cases funktionieren deutlich besser, wenn du ein einheitliches, datenfundiertes Kundenprofil hast.

Wie ermittelt man, welche Identity-Provider nach dem Aus für Third-Party Cookies sinnvoll sind?

Es gibt viele neue Identity-Provider und Konsortien, aber es ist offen, welche sich durchsetzen werden. Der beste Ansatz: Setze auf E-Mail und Login als primäre Identifikatoren (die du vollständig kontrollierst), integriere aber auch alternative Identity-Provider über APIs, um flexibel zu bleiben. Eine Customer Data Platform hilft dir, diese flexibel zu orchestrieren.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Wir begrüßen Robin Geier und Christian Stein. Robin ist Head of Value Engineering bei Telium für den EMEA-Raum. Er hat mehr als neun Jahre Erfahrung im Online-Marketing und ist renommierter Experte für die digitale Transformation von international agierenden Unternehmen. Sein Co-Speaker heute, der Christian, ist Director Technical Partnerships bei Telium, ebenfalls für EMEA. Er hat bereits mehr als zwölf Jahre Erfahrung in den Bereichen Software Engineering, Sales Engineering, Solution Consulting und er unterstützt Unternehmen dabei, zu einem datengetriebenen Marketingansatz überzugehen. Ermöglicht tagtäglich im Sparring mit seinen Kunden und Kundinnen einzigartige und personalisierte Customer Experience für die Endverbraucher, worum es in dem Vortrag gleich auch gehen wird. Telium ist als vertrauenswürdigste Kundendatenplattform die Nummer eins. Telium verbindet Kundendaten über Web, Mobile, offline und IoT, damit Unternehmen besser mit ihren Kunden in Kontakt treten können. Das schlüsselfertige Integrationsökosystem von Telium unterstützt mehr als tausenddreihundert, die Zahl noch mal vor Zunge zergehen lassen, integrierte Verbindungen und ermöglicht es, Marken, eine vollständige Echtzeit-Kundendateninfrastruktur aufzubauen. Also wenn das bei euch im Unternehmen aktuell noch nicht so on track ist beziehungsweise auf der Agenda steht, dann passt gleich ganz besonders auf. Zu den Lösungen von Telium gehören eine Kundendata-Plattform mit Machine Learning, Tech Management, ein API-Hub, Datenmanagement-Lösungen und die in Summe die Kundendaten wertvoller besser nutzbar machen und das datenschutzkonform und sicher. Mehr als achthundertfünfzig führende Unternehmen auf der ganzen Welt vertrauen bereits auf Telium. Ich habe auf die Cases gestern in der Vorbereitung schon mal geschaut. Da waren illustre Namen dabei wie New Balance, Barclays, Bosch, TUI oder auch für die Girls unter uns, wobei auch für Boys, Thomas Sabo macht ja in seinem Schmucksegment sehr, sehr stark. Da freuen wir uns doch auf die vielen Insights von diesen tollen Cases. Die Session: Der Schlüssel zum neuen Marketing-Mix im E-Com: Data first oder gar nicht. Im Datendschungel zu navigieren und die richtige Datenstrategie für die eigene Brand zu finden, ist absolut nicht leicht. Für alle E-Commerce-Unternehmen, die zukünftig personalisierte Customer Experience bereitstellen möchten, ist das allerdings hochrelevant. Eine hochrelevante Aufgabe mit Toppriorität, kann man an der Stelle sagen. In der Session von Robin und Christian lernt ihr gleich, warum ein Data-first-Ansatz so wichtig ist und wie er dabei hilft, für eure Kunden und Kundinnen den richtigen Marketing-Mix in Echtzeit bereitzustellen. So viel der Vorrede. Robin, Christian, seid ihr mir zugeschaltet? Das hoffe ich, sind wir. Einen wunderschönen guten Morgen und vielen, vielen Dank, dass wir hier sein dürfen. Es ist uns eine Ehre und remote aus zwei unterschiedlichen Ländern. Ja, ich am Süden von Spanien und Christian im Westen aus Deutschland. Genau, wir freuen uns. Wird mega. Sehr gut. Robin, sag mal Spanien. Du hast wahrscheinlich dann angenehme fünfzehn Grad vielleicht so aktuell? Oder was sagt ihr auf die Kapitulation? Heute ist es sogar ein bisschen grau, aber wir waren gestern auf zweiundzwanzig, ja. Ja, ich bin jetzt tatsächlich gar nicht neidisch. Deswegen kürzen wir das Ganze hier mal ab an der Stelle. Jungs, ich würde euch gerne das Zepter übergeben. Übernehmt doch mal für eine geschmeidige halbe Stunde und dann treffen wir uns gleich wieder zu Q&A. Sehr gerne. Machen wir. Wunderbar. Bis gleich. Bis gleich. Perfekt. Ja, einen wunderschönen guten Morgen. Freut uns, hier sein zu dürfen, zusammen mit meinem Kollegen Christian Stein, heute zum Thema Data first oder gar nicht. Die Intro gab es ja schon. Ich glaube, die Zeit können wir uns sparen und einfach gleich weitermachen. Christian, fang doch mal an. Mache ich sehr gerne und ich habe Glück gehabt heute Morgen, der Weg vom Schlafzimmer über die Küche ins Homeoffice war komplett schnee-und regenfrei. Von daher habe ich es gut hierhin geschafft. Aber lasst uns reingucken, was wir heute so ein bisschen vorhaben. Es geht so ein bisschen das Thema First-Party-Daten und am Ende ist es ja eigentlich ganz einfach. Ich will Kundendaten irgendwie haben und dann will ich die am Ende irgendwie aktivieren, will irgendwas damit machen. Na ja, wenn wir es aber ein bisschen aufdröseln, dann ist es am Ende doch gar nicht so einfach, weil ich mir im Detail viele Fragen stellen muss. Es fängt damit an: Wie bekomme ich meinen Kunden überhaupt dazu, mir irgendwelche Daten zu geben? Warum macht der das? Was ist mein Value Exchange? Was kriegt denn der Kunde dafür, dass der mir diese Daten gibt? So, und dann muss ich die Daten irgendwie noch sammeln. Ich muss aber nicht nur die Daten sammeln, ich muss mir auch Gedanken machen: Wie kriege ich den Consent dazu? Ich darf ja mit den Daten alleine gar nichts machen. Die habe ich dann, aber wie darf ich die? Darf ich damit was messen? Darf ich die aktivieren? In welchen Plattformen darf ich die aktivieren? Das sagt mir der Consent und den muss ich mir einholen von den Nutzern. Den muss ich aber auch mit den Daten zusammen abspeichern. Ansonsten habe ich nichts davon. Da muss ich mir Gedanken machen: Was passiert denn mit Consent über mehrere Kanäle hinweg? Wenn der Nutzer jetzt generell gesagt hat: „Ja, du darfst meine Daten nehmen. Jetzt kommt er über das mobile Gerät und sagt: „Hier darfst du aber nicht und IDFA, das geht schon mal gar nicht. Wie kriege ich das zusammen und was darf ich denn dann noch? So, dann reden wir über Kundendaten. Wer ist denn mein Kunde überhaupt? Wie kann ich den identifizieren? Wie kriege ich das über die Kanäle zusammen? Ist der Kunde, der jetzt gerade am Call Center angerufen hat und mit dem mobilen Gerät interagiert und der vielleicht dann hier noch gerade am Desktop-Rechner sitzt, ist das der gleiche Kunde oder sind das zwei verschiedene? Welche Identity?Provider gibt es da. Also gerade in einer Welt, wo jetzt Third Party Cookies so langsam ihrem Ende entgegensehen, muss ich mir Gedanken machen, wie sieht die Alternative dazu aus? Und da gibt es viele Ansätze, viele spannende Ansätze aus vielen verschiedenen Richtungen. Da gibt es viele ID Provider, ganze Companies, die nur noch das machen. Aber welche werden sich denn dann am Ende durchsetzen und wie funktionieren die und was können die leisten, was heute mein Third Party Cookie leistet oder was darüber hinausgeht. Darüber wollen wir sprechen. Und am Ende wollen wir über das sprechen, worum es eigentlich geht. Wir wollen geile Kampagnen machen und wir wollen die über Plattformen hinweg machen. Wir wollen das alles irgendwie steuern. Wir wollen uns überlegen, wo können wir die Daten, wie ausspielen, über welche Plattforme, über welche DSPs machen wir das. Und wir müssen uns Gedanken machen, wenn es den DMP in der Form, wie es ihn heute gibt, in der Zukunft nicht mehr geben wird. Das heißt, wenn ich nicht mehr einfach irgendwelche Audiences einkaufen kann, wie mache ich das denn dann? Wie komme ich an meine Benutzer? Und über diese vier Themenblöcke möchten wir gerne mit euch in den nächsten fünfundzwanzig Minuten reden. Perfekt. Und ich glaube, das war eine ganz gute Überleitung, Christian. Vielen Dank dafür. Denn am Ende des Tages, vor allem Aktivierung, wir sind im E-Commerce, wir haben unsere Customer Journey, wie sich der Nutzer auf unserer Seite bewegt ja. Wir wollen weiter unsere Use Cases machen, auch wenn wir vor all diesen Herausforderungen stehen, Daten sammeln, Consent, Third Party Cookie Apocalypse ja . Wir wollen sicherstellen, dass wir unsere Suppression use cases noch machen können, unsere Carte Abandonment, unsere Lead Kampagnen. Wir wollen second purchase incentivieren oder next best offer oder next best action ja. Wir wollen Lookalikes bauen. Das sind ja alles Themen, die nicht wirklich weggehen, auch in dieser Zeit, in der wir heute sind ja. Also ist es genau die Frage immer, anzufangen, das zu bewerkstelligen, wie kann ich eigentlich überhaupt Daten sammeln in einem immer schwieriger werdenden Kontext? Und was muss ich eigentlich tun, damit der Kunde mir das selber gibt? Und ich denke, wenn wir uns das aus dem Retail E Commerce Bereich angucken, glaube ich, kennen wir alle die „Gib mir deine E-Mail, dann kriegst du fünfzehn Prozent auf deinen ersten Einkauf. Wir sind aber der festen Überzeugung, dass das halt einfach langfristig auch nicht mehr reichen wird ja. Wir brauchen eine Experience am Ende des Tages, die dahinter steht, die unterschiedliche Touchpoints, sage ich mal, abdecken kann, einfach über die E Mail hinaus vielleicht auch noch Daten zu sammeln ja. Also Forms sind ja vielleicht schon drin, aber wie sieht es mit Surveys aus, wenn die Möglichkeit besteht, Free Trials oder eine Free Produktprobe rauszugeben auf Basis von Daten. Es geht, wie Christian schon erwähnt hat, den Value Exchange, den wir am Ende bewerkstelligen können, damit der Nutzer wirklich freiwillig hingeht und uns diese Daten zur Verfügung stellt in einer Welt, wo Third Party mal ganz generell, nicht nur der Cookie, auch Third Party Data einfach, sage ich mal, nicht mehr vorhanden ist ja. Denn wenn man sich auch mal das ganze Thema von Third zu Zero Party, wir sprechen heute nicht nur auch über First Party, wir sprechen ja auch schon über Zero Party Data, ist es halt so ne. Self Reported Data, wie interagiert der Nutzer auf meine Social-Media-Kanäle als Beispiel? Großes Thema heute auch nicht nur Facebook, TikTok, Snapchat, wie sie alle heißen. Meine Tochter weiß gar nicht mehr, was Facebook ist, lustigerweise. Also so weit ist es schon gekommen ja. Wie viel, welche Second party data können wir darüber noch sammeln? Produkt und Kategoriepropension ja. Wenn wir dann über einen First Party Cookie sprechen, weil Third ist tot, was gibt es darüber hinaus? Können wir wirklich Kaufpräferenzen hier haben? First Party Data, dann das ganze Thema auch Cross Device zu benutzen. Hier dann aber, sage ich mal, der erste Standpunkt auf E-Mail-Adressen sammeln ja. Das A und O in der Zukunft. Und dann als Zero Party Data wieder in dieser Self Reported Schiene einfach seine Vorlieben und Kaufintention ist einfach natürlich ein Datenpunkt in Kombination mit einer E-Mail-Adresse, der einfach super wertvoll für den ganzen Prozess ist ja. Und diese Daten, sage ich mal, vereinheitlicht an einem Kundenprofil zu haben, ist wichtig, denn wir sehen auch ein paar Statistiken, die Forrester schon in zweitausendsiebzehn, sage ich mal, niedergeschrieben hat, einundachtzig Prozent der Vermarkten, das erklärte, Daten zu einem höheren ROI führen. Das sehen wir wirklich auch mit unseren Kunden, dass wenn wir das hier abbilden können, Use Cases ganz neu, sage ich mal, aufgesetzt werden können. Compliance und Consent natürlich dann aber auch super wichtig. Christian, willst du hier noch mal weitermachen? Genau, kann ich gerne ein bisschen reinspringen und mal reingucken, was heißt das denn mit dem Consent überhaupt? Also ganz grundsätzlich, das haben wir eben schon gesagt, muss ich irgendwie gucken, dass ich nicht nur die Daten erhebe, sondern dass ich auch den Consent dafür habe. So, und das passiert aber über mehrere Datenquellen hinweg. Das muss ich an jeder Data Source machen, ob das meine Website, meine App ist, ob das irgendwelche Drittsysteme sind. Da kommen irgendwelche Benutzerdaten rein und überall, wo ich Benutzerdaten habe, muss ich aufpassen, was darf ich mit diesen Daten machen beziehungsweise wenn sie neu reinkommen, muss ich gucken, dass ich den Consent habe, diese Daten in irgendeiner Form zu verarbeiten. Das passiert traditionell (räuspert sich) im Frontend, also auf der Webseite, in der App.Ähm, das, äh, wird aber mehr oder und mehr auch zu einem, zu einem serverseitigen Thema. Das kommt im Prinzip daher, dass diese ganze Industrie sich verlagert, wo ich früher einfach ein paar Pixel auf meine Webseite gestellt habe. Und die haben dafür gesorgt, dass ich messen kann, dass ich gucken kann, welche Conversions habe ich, dass mein Facebook messen kann, mein Google messen kann, mein Snapchat, dass die alle messen können, ähm, dass ich dann auch die Daten aktivieren kann. Ähm, sind wir heute in einer Welt, wo aus den verschiedensten Gründen, ich will jetzt gar nicht abbiegen, weil das wird die nächste halbe Stunde, wo ich nur darüber rede, warum wir von Frontend zu Serverside gehen. Aber es verlagert sich auf, äh, diesen Serverside-Teil und damit muss ich auch meinen Consent, äh, dahin verlagern. Jetzt kann ich das Ganze entweder selber bauen, das kann man jetzt davon ausgehen und sagen, das ist ja im ersten Schritt erst mal nur 'n Cookie-Banner, den ich irgendwie, äh, anzeige, 'ne Ja-, Nein-Schaltfläche und dann geht's los. Das Thema wird aber deutlich komplizierter, wenn ich mir dann noch angucke, okay, was ist denn die Implikation für meine, ähm, Datenschutzerklärung, die ich auf der Seite habe? Was muss ich da vielleicht erwähnen? Und an der Stelle kommen dann genau diese Plattformen wie Didomi, wie Usercentrics, wie Onetrust mit rein, die mir nicht nur das Consent-und Preference-Management auf der Seite abbilden, sondern die auch genau diese ganzen Legal-Text-Bausteine, ähm, mit im Gepäck haben, die mir analysieren, was ich auf der Seite habe und die es dann ermöglichen, daraus, ähm, 'ne, 'ne konforme Datenschutzerklärung, ähm, zu generieren. Ähm, ich muss diese Daten also nicht nur clientseitig, sondern auch serverseitig vorhalten. Ich muss dafür sorgen, dass Client-und Serverseite nicht nur auf der Datenseite, sondern auch auf der Consents-seite integriert ist, weil ich will ja auch serverseitig meine Kundendaten nutzen und das möchte ich machen, nicht nur in der Session, sondern auch über Sessions hinweg. Das heißt, wenn ich jetzt da hingehe, ähm, zu sagen, ich baue mir 'n Kundenprofil auf, was, und da reden wir gleich noch 'n bisschen drüber, idealerweise zentralisiert sein soll, dann muss dieses Kundenprofil auch meine Consent Preferences haben. Das heißt, ich muss mir überlegen, welche Datenpunkte erhebe ich? Wie sind diese Datenpunkte für die Aktivierung und Messung nachher relevant? Wie passen die zu den verschiedenen Consent-Kategorien, wie Marketing, wie Analytics, wie all diese anderen Dinge? Und wie lege ich das dann überhaupt in meinem zentralen Profil ab? So, und dann habe ich halt genau dieses zentrale Profil. Das hab ich einmal quasi Langzeit, das muss ich überlagern mit dem, was in der spezifischen Session vielleicht noch anders ist, weil er gesagt hat, na ja, heute bin ich mit dem falschen Bein aufgestanden. Heute möchte ich bitte keine Marketing, ähm, Cookies auf der Seite. Wie bringe ich das Ganze zusammen? Und ich muss dann dafür sorgen, dass das Ganze bei jeder Aktivierung in jeglicher Form, ob das für eine Messung im, im Thema Analytics ist, ob das für eine Aktivierung im Teilmarketing ist, muss ich dafür sorgen, dass dieser Consent dann irgendwie auch respektiert wird. Ansonsten hab ich gar nichts davon. Und das Ganze mache ich, um 'n Risiko, ähm, zu kontrollieren, äh, am Ende. So, jetzt könnte ich sagen, das ist im Prinzip 'n, 'n langweiliges Thema. Es geht um, um Datenschutz, es geht Risikominimierung. Äh, es geht aber auch darum, wie ich meine, äh, mein Unternehmen dazu befähige, Kundendaten ganzheitlich zu verwenden. Wenn wir son bisschen auf die Customer Experience gucken und wenn wir so Stichworte wie Customer centric benutzen, dann fängt das im Prinzip damit an, dass ich die Kundendaten zentral verfügbar mache. So, und zentral verfügbar machen, soll jetzt bitte nicht heißen, dass jeder in meinem Unternehmen Zugriff auf alle diese Daten hat. Ähm, und das ist noch nicht mal, mal böse gemeint. Also es muss noch nicht mal sein, dass jemand jetzt willentlich meine Kundendaten nimmt und irgendwas damit macht, was er vielleicht besser nicht gemacht hätte. Das kann 'n Versehen sein. Es kann aber auch einfach sein, wir, wir kennen das alle, die Pressemeldungen über, da war mal wieder irgendein Wurm, irgendeine, ähm, Attacke unterwegs, da sind irgendwelche Kundendaten abgeflossen. Das muss der Mitarbeiter noch nicht mal wissen, dass da irgendwas grade auf seinem Rechner passiert, ohne sein Zutun, was vielleicht besser nicht passieren, äh, dürfte. Das heißt, wie verhinder ich das? Ich muss mir Gedanken machen über Benutzerberechtigungen auf zwei Ebenen. Zum einen auf der Ebene dessen, was darf der Mitarbeiter mit den Kundendaten, auf der anderen Seite auf der Ebene, wofür habe ich diese Kundendaten überhaupt erhoben und was darf generell mit diesen Kundendaten passieren? Also zentrale Datenspeicherung, bitte ja. Daten verfügbar machen im ganzen Unternehmen, bitte ja, aber vorher Gedanken drüber machen, wer braucht denn diese Daten wofür und das dann im Consent abbilden und das aber auch in den Zugriffsrechten abbilden, die dazugehören. Ähm, und vielleicht ein, ein Hinweis noch, ähm, zu, zu dem, äh, Thema, ich, ich muss am Ende sicherstellen, dass, dass mein Marketing Stack all das auch un-unterstützt. Und, ähm, in dem Moment, wo ich ausbreche aus diesem ganzen Teil, wo ich zum Beispiel 'ne CSV-Datei mir irgendwo runterlade und in 'n anderen, anderes System reinspiele, hab ich gegebenenfalls 'n Problem mit dem Datenschutz oder hab zumindest diesen Aspekt Privacy by Design nicht eingehalten, weil ich überhaupt nicht sicherstellen kann, auf welchem USB-Stick wandert denn diese CSV-Datei jetzt mit meinen Kundendaten von A nach B. Das heißt, da hab ich 'n, 'n weiteren großen Vorteil, wenn die Prozesse automatisiert ablaufen. Automatisiert ablaufen, das sehen wir genau hier. Das hat verschiedene Schritte. Das fängt bei der Sammlung der Daten an. Ich muss Daten sammeln, ich muss den Consent dazu sammeln. Ich muss mir überlegen, wie mache ich das plattformunabhängig? Das heißt, wenn ich es in einer Plattform mache, dann kann ich das tun, aber dann muss ich gucken, dass diese Daten offen zur Verfügung stehen und anderen Plattformen zur Verfügung gestellt, äh, werden können. Und zwar sowohl die Kundendaten als auch die dazugehörigen Identifikatoren als auch der Consent, den ich habe. Ich muss mir überlegen, wie kriege ich das in meine Unternehmensstruktur und meine IT-Struktur eingebunden. Da kommen solche Themen hoch wie, äh, Corporate Identity und Access Management. Also wie wird denn der Benutzer identifiziert? Wie wird der Mitarbeiter identifiziert? Wie wird der Partner identifiziert?Und wie verbinde ich das mit den Daten, die ich gesammelt habe? Wenn ich diese Daten jetzt gesammelt habe, dann muss ich sie in ein sinnvolles Format bringen. Das ist der Punkt Transformation hier. Das heißt, bevor ich das Ganze zentral irgendwo ablege, muss ich mir überlegen, wie sieht denn die Struktur der Daten aus, sodass ich sie nachher noch benutzen kann. Wir, vor, vor, vor zehn Jahren haben wir alle über Data Warehouses gesprochen und ich sage nicht, dass das der falsche Ansatz ist. Ich sage nur, wir müssen uns genau überlegen, was wollen wir mit den Daten am Ende machen und die Daten einfach nur in ein Data Warehouse reinzuspielen und sich dann bei der Aktivierung zu überlegen, welche Daten brauche ich überhaupt und wo kriege ich den Consent her, den ich dazu mal erfasst habe, macht jede einzelne Kampagne zu einem riesigen Pain, weil ich einfach unheimlich viele Datenquellen habe und unheimlich viel manipulieren muss, bevor ich dann ne in Anführungsstrichen simple Kampagne auch mal fahren kann. Das heißt, je früher ich mir darüber Gedanken mache und je mehr ich das bei der Speicherung, äh, benutze, umso einfacher nutzbar sind meine Daten nachher und umso mehr kann ich in einem automatisierten Marketing, äh, skalieren. Dann kommt das Thema Enforcement. Noch bevor ich irgendwas aktiviere, muss ich mir wieder Gedanken darüber machen, was darf ich mit meinen, äh, Daten überhaupt machen? Ich muss mich weiterhin darauf vorbereiten. Das ist ja auch solche, äh, äh, Sachen wie Subject Matter Requests gibt. Also da kommt jetzt jemand und sagt: „Bitte sag mir doch mal, welche Daten du von mir hast. Bitte löscht doch mal meine Daten." Äh, und dazu muss ich wissen, welche Daten habe ich überhaupt über Christian Stein in meinem System? Äh, welche IDs gehören denn zu Christian Stein? Und auch darauf muss ich mich vorbereiten. Und wenn ich das alles gemacht hab, dann bin ich im Prinzip, äh, in 'ner guten Position, dann am Ende auch die Aktivierung zu machen. Wie gesagt, gerne automatisiert, ähm, weil nur dann, äh, kann ich Kampagnen, äh, auch, auch skalieren. Dann kann ich viele intelligente Kampagnen auf, äh, auf Basis von guten Kundendaten fahren. So, wenn ich das alles berücksichtige, dann, äh, bin ich in, äh, punkto GDPR oder DSGVO ganz gut aufgestellt. Dann habe ich wirklich Privacy by Design. Noch mal ganz kurz: Was bedeutet das? Ich mache mir proaktiv Gedanken, äh, über die Daten, äh, die ich, äh, erhebe und was ich damit dann machen kann. Ich informiere den Nutzer darüber. Das ist das Thema Transparenz. Ich weiß es nicht nur, sondern ich teile es meinem Nutzer auch mit, und zwar dann, wenn ich den Consent, äh, erhebe. Bei allem, was ich mir überlege, ist Datenschutz ein Standardthema. Wenn ich mir so ein bisschen angucke, wo wir mit Kunden gesprochen haben, welche, welche Kampagnen sie gemacht haben, so ein generelles Feedback war, wir hätten Datenschutz, wir hätten Privacy noch früher einbinden sollen, damit wir noch früher die Weichen richtig stellen, um diese Daten dann auch richtig zu erfassen beziehungsweise, äh, richtig zu nutzen. Ähm, und das ist genau dann auch dieses Thema Privacy oder Datenschutz im Design. Das heißt, äh, möglichst früh diese Maßnahmen umsetzen, zu gucken, wo greifen sie überhaupt, welche Teile meines Unternehmens, meiner Dateninfrastruktur muss ich mit Blick auf den Datenschutz vielleicht ein Stückchen anders machen, damit ich am Ende dann die vollen Benefits daraus ziehen kann. Definitiv. Und ich glaube, das ist wieder eine sehr gute Überleitung, weil wenn wir über den Datenschutz gesprochen haben und wir uns die Gedanken gemacht haben, wie Christian gesagt hat, ne, welch-- aus welchen Quellen dürfen wir eigentlich sammeln? Geht's auch darum, ähm, wie sieht eigentlich die neue Landschaft potenziell aus? Welche Anbieter gibt es heute, die mir eigentlich dann noch ermöglichen für eine Aktivierung, ja? Und (lacht) Entschuldigung. Wir hatten, ähm, gefühlt sind wir ein bisschen wieder über den Hype auf Data Clean Rooms, ja, unterschiedlichste Anbieter, die hier, ähm, diese Lösung des Data Clean Rooms zur Verfügung stellen. Ganz großes Thema, noch in den USA wohl, gefühlt jetzt auch alle irgendwie, sage ich mal, großen Kaufhausketten, Data Clean Rooms irgendwie aufsetzen und zur Verfügung stellen, weil so ein bisschen wie ihre eigene DSP am Ende des Tages, weil sie sagen: „Ach, wir haben ja alle Daten, ja, kommt doch einfach direkt zu uns." Wir haben unsere Third Party ID Networks, ja, 'ne Unified ID 2.0 from the Trade Desk, 'ne ID5 als Beispiel, die hier auch, ähm, sage ich mal, mit Teil von ist. Wir haben unsere SSO ID Networks, vor allem im DACH-Raum, auch, äh, ein Partner von uns, beispielsweise Telium, die NetID, die hier auch das ermöglicht. Es gibt Anbieter, die so ein bisschen in der Mitte sind, ja. Ähm, es gibt dann Any ID Technologies in Anführungszeichen, also Edition oder Add form, die dann auch selber schon, sage ich mal, eine ID-Lösung in Anführungszeichen mitbringen für Identification. Und dann hier rechts Project Arcus oder Trustpit, ja, ähm, das große Konglomerat, was die EU jetzt ja auch schon abgesegnet hat, der großen vier Telcos, ähm, auch noch mal ein Teil, ähm-Des ganzen ID Spektrums und der ganzen neuen irgendwie Lösungen, die auf uns zukommen, für die wir Daten zur Verfügung stellen müssen, wissen müssen, aber auch haben wir den richtigen Consent, ja. Ähm, und dann, ähm, wollen wir das aktivieren und das ist auch noch mal eine ganz gute Übersicht hier, ähm, ähm, die wir gefunden haben. Allein die vier unterschiedlichen ID Ansätze oben und dann die Main Partners, die hier eigentlich auch noch Teil des ganzen Mixes sind. Ähm, ich habe früher selber Kampagnen über DB360, ähm, gemanagt und gefahren. Äh, das ist mindblowing, ja, wenn man sich dann angucken muss, dass es eigentlich nicht nur eine DSP, sondern, ähm, ganz viele zukünftig sein wird. Denn, ähm, uns da noch mal abzuholen, wir haben auf der linken Seite den ganzen Kontext. Wir haben unsere Webseite, wir haben unsere Mobile App, wir haben unser CRM, wir haben unsere jetzt gegebenenfalls auch ID Provider, die einlaufen. Wir brauchen zwingend ein zentrales Kundenprofil, was wir zusammenfügen können, damit wir genau wissen, ähm, wer eigentlich jetzt alle hier in der Mitte ist. Ja, wie ist ihre E-Mail? Was sind ihre Affinities? Ähm, wo ist der Intent? Ähm, was sind die unterschiedlichen Network-IDs, die wir hier auch mit dranhängen können, damit wir auf der rechten Seite aktivieren können, ja. Über Facebook, über E-Mail, über Xander, wenn wir Video haben wollen, über MediaMath in Display. Also das ganze Thema Aktivierung auf Basis der IDs wird einfach ein, ein, ein großer Aspekt in unserer zukünftigen, ähm, Marketing-Mix-Aufsetzung basierend darauf, wie wir die Daten sammeln, First Party only, mit Zero kombiniert und Datenschutz, ja. Und dann Prohaska Consulting hier hat 'nen, hat 'nen, 'nen, macht seit dem fünften Mal jetzt, ähm, diese Identity Partner List global. Auch hier wieder, wenn wir uns EMEA im rechten Teil angucken, allein die Vielfalt der, der potenziellen Partnermit--, die, die wir uns angucken müssten, ja. Nicht entscheiden, dass die der richtigen sind, aber mit denen wir überhaupt mal sprechen müssen, um zu verstehen, wie sieht die Reichweite aus? Welches Nutzerportfolio habt ihr denn? Was ist das Publisher Portfolio, ja? Das sind Fragen, die wir uns stellen müssen, um zu verstehen, wie kann ich Daten zukünftig aktivieren? Genau. (räuspert sich) Und noch, noch ein letzter Hinweis, genau zu diesen ganzen, ähm, ID Providern. Je mehr IDs ich habe, umso mehr Gewicht kommt auch dem Thema Stitching, ähm, zugute, weil ich muss ja jetzt meine IDs irgendwie zusammenfahren und ich muss mir überlegen, der Typ der, der, also die Net ID und, äh, äh, die ID Five und die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer und die, äh, Loyality Card Nummer, ist das alles der gleiche Christian Stein oder sind das fünf verschiedene? Und, äh, da kommt also auch noch mal so'n, so'n zusätzlicher Layer Komplexität hinzu, den ich beachten muss. Kommen wir zum Thema, was eigentlich das Spannendste ist: Aktivierung. Was mache ich denn jetzt mit den Daten und wie sieht mein Marketingmix aus, beziehungsweise auch, (räuspert sich) wie hat er sich verändert? Ich will ja eigentlich nur die maximale Anzahl von Nutzern erreichen. Das heißt, eigentlich nehme ich alle meine Nutzer, schieb denen irgend 'ne E-Mail hin und, äh, dann ist gut. So, jetzt verliere ich aber schon die ersten, von denen ich kein Opt-in, äh, bekommen habe. Jetzt können wir uns drüber unterhalten. Kann ich da vielleicht dann noch mal 'ne Abfrage machen? An welchem Punkt mache ich die Abfrage? Aber de facto spiele ich nicht mehr mit hundert Prozent meiner, äh, meiner Nutzer. Die verbleibenden Nutzer, die muss ich jetzt über irgendwelche Kanäle ansprechen. Da gibt es welche, die kann ich über Own Kanäle ansprechen. Das ist natürlich die, äh, ideale Lösung. Über E-Mail, ähm, kann ich die gucken, dass ich sie wieder in meine Own Channels kriege, dann kann ich sie über einen Chat aktivieren, kann gucken, dass ich auf der Seite bitte auch relevante Inhalte präsentiere, um dann meine Conversion am Ende zu bekommen. Ähm, wie, wie kriege ich die aber jetzt dann auf meine Seite, wenn ich keinen Identifier habe, wenn ich keine Möglichkeit habe, die über E-Mail, über Push Notification, über irgendwelche Own Channels zu erreichen? Traditionell bin ich ja abgebogen. Da gab es dann so ein bisschen Facebook, da hatte ich, wir haben eben gehört, so ein bisschen DV360 gemacht, the Trade Desk, was auch immer. Da hatte ich vielleicht dann noch, äh, ein, zwei DSPs, die ich hinten, äh, bespielt habe, äh, ein, zwei Social Plattformen und das war's. Ähm, das sieht heute ein bisschen anders aus, Robin, oder? Definitiv, denn i-ich glaube, allein im Performance Marketing werden wir einen massiven, sage ich mal, Increase sehen. Also, äh, wie ich vorhin gesagt habe, meine Tochter kennt kein Facebook mehr, ja. Wir haben TikTok und Snap, ähm, beide noch viel, viel fokussierter auf PII, also E-Mail-Adresse ohne geht nicht, ja. Ähm, wir haben uns angeguckt, was wir eigentlich für ein DSP-Spektrum gegebenenfalls brauchen, ja. Ähm, Connected TV kommt, ist ein ganz großes Thema, was eigentlich in voller Munde ist. Das heißt auch wieder hier ein weiterer Channel, den wir testen müssen. Und immer auch, was ich noch mal erwähnen wollte, was du vorhin gesagt hast zum Thema Consent, Christian. Wenn wir kein Consent haben, wie können wir eigentlich proaktiv sein, um den Nutzer zu, sage ich mal, informieren, dass wir vielleicht kein Consent haben und warum es doch 'ne gute Sache wäre, Consent zu geben, ist etwas, was ich persönlich zum Beispiel auch immer vermisse, ja. Keiner, keiner fragt mich mehr. Ich habe einmal gesagt: „Nein", und danach hört eigentlich die ganze Kommunikation auf. Also wie können wir auch hier stärker sein, sage ich mal, vor allem im OnSite-Bereich, ähm, um dann weiterhin, sage ich mal, unsere Performance-Kampagnen zu fahren? Und in, in welchem Punkt der, der Journey? Dann, also wenn ich zum Beispiel jetzt gerade einen Success, äh, einen Case mit Support gelöst habe, bin gerade total happy. Das wäre jetzt vielleicht genau der, der richtige Moment, mich noch mal abzuholen und zu sagen: „Willst du uns nicht den Consent geben? Wir haben da ein paar spannende Sachen für dich."Sehr, sehr guter Punkt. Sehr, sehr guter Punkt. Und das ist unsere Einschätzung heute, ja, dass das überhaupt nicht bestätigt von irgendwelchen Sources, aber wir sind der festen Überzeugung, dass wir einfach neue Wallet Gardens sehen werden. Wir haben ja schon immer über Wallet Gardens. Wir kennen unten die Player Meta ist ein Wallet Garden/Facebook, TikTok, LinkedIn. Sie sind alle ihrem eigenen Kosmos. Aber auch das Thema, glauben wir, wird sich einfach erweitern. Wir haben Xander mit Netflix. Das wird wahrscheinlich exklusiv dort bleiben. Das heißt, wenn ich diesen Traffic, sage ich mal, für mich haben möchte, meine Nutzer dort wiederfinden möchte, dann muss ich über Xander gehen. Active Agent, Pro7Sat.1 als Konglomerat. Google Ads, wissen wir, Google und YouTube lässt sich nur über Google Ads einkaufen. Amazon, großer Player heute über die Amazon DSPs oder auch Prime Video. Also ich Ich falle mal aus allen Wolken, wie eigentlich Amazon es schafft, Video Advertising in Prime zu platzieren. Und dadurch, dass sie jetzt ja auch im deutschen Markt allein TV Streaming mit anbieten, ist das ja Connected TV auf dem Next Level. Und wir haben auch dieses Konglomerat schon angesprochen. Die EU Commission hat es abgesegnet. Es wird etwas kommen zwischen Telekom, Vodaphone, Orange und Telefonica, aber auch trotzdem, das ist wieder, sage ich mal, voraussichtlich ein ganz spezieller Teil, der an sich als Wallet Garden gilt. Das heißt, wir haben nicht nur einen, wir haben ganz viele und müssen einfach sicherstellen, damit wir Data First hier aktivieren können. Und vielleicht können wir uns hier mal ein paar Minuten noch aufhalten, Christian, weil das ist die Journey, die wir, glaube ich, gerade die ganze Zeit angesprochen haben. Es geht das Datensammeln. Das haben wir angesprochen. Es geht das Standardisieren der Daten. Wir brauchen eine einheitliche Sprache, damit das jeder auch verstehen kann. Wir haben hier unseren GDPR im Lock auch mit drin. Das heißt, wir brauchen den Consent. Wir brauchen in der Mitte ein zentrales Profil, damit wir aktivieren können. Und jetzt vielleicht noch mal auf Data First zu kommen, weil uns rennt auch so ein bisschen die Zeit davon. Data First, Daten gesammelt, von allen meinen Data Sources zentral abgelegt zu haben, gibt uns einfach die Möglichkeit, auf der rechten Seite in der Aktivierung auszutauschen, wie wir wollen und schnell wieder an dem Punkt zu sein, Aktivierung zu bewerkstelligen. Wir haben GDPR in Place, wir haben unser Nutzerprofil in Place, wir haben alle, sage ich mal, Webbewegungsdaten, wir haben alle Affinities mit drin. Und jetzt geht es darum zu verstehen, was wollen wir damit machen? Aktivierung? Welche ID, welche DSP, welcher Wallet Garden? Vielleicht funktioniert einer nicht, aber man muss ihn ja trotzdem getestet haben, weil wir wissen heute noch gar nicht, ob, sage ich mal, Xander mit Netflix für mich als Anbieter funktioniert. Das heißt, ich muss schnell sein, austauschen zu können, ohne dass ich Daten verliere. Genau. Und selbst an einfachen Beispielen, wenn wir jetzt mal sagen, wir wollen eine simple Retargeting-Kampagne fahren, muss ich mir schon überlegen: „Okay, Retargeting-Kampagne heißt, wer war auf meiner Seite, hat nicht gekauft? Vielleicht will ich gewisse Segmente ausschließen, weil ich weiß, die kaufen eh nicht oder die haben das Produkt gerade erst gekauft auf einer anderen Plattform, die brauche ich nicht. Vielleicht will ich das nur an meine VIP spielen. Das heißt, ich habe jetzt schon mal drei, vier Kriterien, die ich zentral als Segment gerne irgendwie hätte. Dann muss ich den Consent überprüfen und dann muss ich mir überlegen: Wie erreiche ich denn jetzt diese Leute? Sind die auf Meta unterwegs? Sind die auf Snapchat unterwegs? Mache ich das Ganze über Media, über meine DSPs oder gehe ich vielleicht in Richtung Video Advertising da und hole da auch noch Google mit rein? So, und jetzt im Nu habe ich fünf, sechs, sieben Aktivierungskanäle für eine ganz schnöde Retargeting-Kampagne, habe eine komplexe Segmentierung, die ich über alle sieben Plattformen dann irgendwie gleichhalten möchte. Und da lohnt es sich einfach, wenn ich von vornherein darüber nachgedacht habe, wie speichere ich meine Daten so ab, dass ich sie auch in einer Form vorliegen habe, dass ich sie sofort aktivieren kann. Und das war jetzt eine relativ einfache Kampagne. Wir haben jetzt noch nicht darüber gesprochen: Was mache ich denn jetzt, wenn ich eine clevere Idee habe, wo jemand mal sagt: „Na ja, lass uns doch mal ein gewisses Nutzersegment ansprechen, die gerade eine schlechte Erfahrung mit der Konkurrenz hatten, weil die einen DSL-Ausfall hatten und so weiter, in einer bestimmten Gegend. Und ich muss quasi von jetzt auf gleich mir diese Daten irgendwie zusammenholen. Genau. Und dadurch, dass wir jetzt am Ende der Zeit sind, noch mal: Das ganze Thema hat natürlich auch einen Value-Aspekt, bringt der mit sich. Wenn ihr verstehen wollt, einfach auch, was das für euer Unternehmen heißen könnt, schreibt uns einfach gerne mal eine E-Mail und dann gehen wir gerne in den direkten Austausch. Und ja, vielen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen und freuen uns auf die nächste Q&A-Session jetzt hier. Absolut. Robin, Christian, vielen lieben Dank für euren spannenden Talk hier zum Auftakt am Morgen. Ich glaube, da sind auch die Letzten noch mal richtig wach geworden, weil ihr hervorragend die Wichtigkeit von Daten hier unterstrichen habt. Vielleicht auch kurzes Live-Feedback aus der Umfrage. 44% fanden euren Talk gerade top und 50% gut. Also ihr seid bei 94%, die sehr happy waren hier zum Morgen. Das ist doch wunderbar. Klasse. Das fühlt sich sehr gut an. Ja. Es sind noch einige Fragen reingekommen.Lasst uns mal direkt durchstarten. Ähm, ich hangel mich erstmal son bisschen, ähm, anhand des, ähm, Live Votings durch. Also, die Fragen werden auch immer son bisschen von den Userinnen geupvoted. Ähm, an alle, die jetzt zuschauen, auch nochmal die Bitte, ähm, ihr könnt entweder hier auf der Plattform zu Slido rüber navigieren, auf eurem Handy. Entweder habt ihr die Slido App oder ihr nutzt den Hashtag OMKB dreiundzwanzig, könnt eure Fragen einreichen, Fragen up- und downvoten und freuen uns über die rege, ähm, Teilnahme an der Stelle. Jetzt gerade haben wir hier siebzehn Rückmeldungen. Mal gucken, ob wir die alle dann tatsächlich schaffen. Ähm, Jungs, ähm, wer sollte im Unternehmen im Lead sein für die Verwertung der Kundendaten, um das Thema anzugehen? Wie fangen wir ohne tieferes Know-how in der Company jetzt an? Entschuldigung, kannst du die Frage noch mal wiederholen? Oder Christian? Gerne, ja. Ich habe einmal hier ein technisches Problem. Christian? Kein, kein Problem. Also son bisschen, äh, die Frage, wer ist bei Kundendaten eigentlich im Lead und wer betreibt das? Ja. Ähm, da gehen die Meinungen auseinander und ich, ich spann mal son bisschen nen weiten Bogen. Man kann jetzt natürlich ansetzen und sagen, Marketing ist für Kundendaten verantwortlich, weil die wollen die Kundendaten haben. Ähm, man kann sagen, es ist der Vertrieb, weil der will ja am Ende was verkaufen. Ganz spannend, wir haben uns, äh, mit, äh, einem der großen Consumer Brands, äh, unterhalten und da war die Aussage, „Ne, Kundendaten, das ist bei uns ein Asset. Der CFO und die Kundendaten, weil wir sehen den Wert von Kundendaten in der Zukunft genauso wie wir unsere Gebäude sehen, wie wir unser, äh, äh, unsere Intellectual Property sehen. Und genau in dieser Reihe sehen wir Kundendaten." Das heißt, ähm, zum einen gibt es verschiedene Owner im Unternehmen, zum anderen ist es aber auch, äh, an der Schnittstelle. Das heißt, ähm, ich, ich muss dafür sorgen, dass ich so eine Art Center of Excellence habe, die sich mit Fragen dieser, dieser Kundendaten beschäftigen. Warum? Wir haben gehört, ich brauche den Datenschutz. Ich brauch Marketing, weil die wollen die Daten aktivieren und die wissen, wie das, äh, mit Skalierung passieren muss. Ich brauch IT, weil die müssen die Daten irgendwie speichern und, äh, verarbeiten. Ähm, ich brauch Analytics, weil die können mir spannende Insights aus diesen Daten, äh, zaubern. Äh, ich brauch aber auch Product, weil ich muss mein Produkt so auslegen, dass Kundendaten erfasst werden und dass Kundendaten über zum Beispiel Personalisierung, die Customer Experience irgendwie, äh beeinflussen können. Das heißt, ich muss mir entweder in einem Center of Excellence oder in themengetriebenen, sagen wir mal Mini-Center of Excellences, die Leute so zusammenholen, dass sie alle diese Querschnittsfunktion Kundendaten gemeinsam bearbeiten können. Wunderbar. Vielen lieben Dank für deine, deine Antwort. CDP ist ja eines der Buzzwords aktuell, schon auf der letzten OMKB, in Klammern Talk Jonas Rashidi. Ja, ich erinnere mich, letztem November in Berlin. Ähm, warum ist das eigentlich auf einmal so? Also wenn ich die Frage jetzt, ähm, ergänzen sollte, das Thema Daten war ja schon immer wichtig. Warum ist CDP jetzt irgendwie eins dieser vermeintlichen Buzzwords, was man an jeder Ecke hört, aus eurer Sicht? Na ja, vielleicht fang ich einmal dann kurz an. Ich glaube natürlich schon, dass der, also ich erinnere mich an meine Zeit. Ähm, ich war vorher bei Axel Springer, ähm, hab dort für die Plus Teams, sage ich mal, das Thema Programmatic ge-inhaus, was früher irgendwie über, ähm, Agentur lief. Und wie ich vorher gesagt habe, ja, Kampagnenmanager, DB360, wir hatten noch 'nen Xander, sage ich mal, mit dem Einsatz. Natürlich hatten wir auch Social Teams und E-Mails und so weiter, ja. Aber ich glaube, dass vor allem heute diese ganze Komplexität einfach massiv zunimmt, ja. Wir hatten durch die, die Pandemie, sage ich mal, den massiven Increase an, sage ich mal, online, alle Online-Shops sind irgendwie durch die Decke gegangen, ja. Ähm, das bringt natürlich dann das Datensammeln mit sich, äh, und das ist heute auch nicht nur eine Quelle mehr, ja. Wir haben Apps, wir haben Web, wir haben Data Lakes, wir haben Data Warehouses, wir haben 'nen was auch immer da ist. Also das ist schon komplex, äh, das muss sich irgendwo zentralisieren, wenn ich das bekommen möchte. Also man kann das gerne einzeln probieren. Ich hab das auch in Unternehmen schon gesehen, wo wir gesagt haben, wir bauen jetzt die Streams immer, sage ich mal, einzeln auf. Viel Erfolg. Ähm, da sagt dann ein Marketer irgendwann: „Ich hätte gerne mal eine Zielgruppe, dann darfst du vier Monate warten, dann brauchst du auch keine Kampagne mehr aufsetzen, ja? Ähm, und ich glaube, genau das ist der Punkt, warum CDPs in aller Munde sitzt. Im Endeffekt, die Flexibilität und die Schnelligkeit auf Basis des gesamten Datensatz zu agieren, ja? Ähm, und da will ich jetzt nicht irgendwie Real-Time mit reinnehmen von der, von der Datengeschwindigkeit, sondern dem Marketier wieder was an die Hand zu geben, um zu sagen, wir haben unseren Consent, wir haben alle unsere Daten, du kannst aktivieren, in egal welchem Tool du heute möchtest, ohne vier Monate auf, auf irgendeine IT-Ressource zu warten, die eh busy ist. Ja, das ist ja einfach so und das ist ja auch nicht schlecht. Die sollen ja auch busy sein. Die sollen aber nicht busy sein mit Kampagnen, mit, mit Zielgruppen bauen, damit man die irgendwo in Google Ads dann wieder hochladen kann, ja? Okay. Genau. Und, ähm, einen Punkt möchte ich noch ergänzen. Du hast ganz am Anfang gesagt, diese tausenddreihundert Integration, und jetzt mal egal, ob's tausenddreihundert oder wie viel auch immer sind. Ich brauche ein System, was sich irgendwie in meinen Stack integriert und was genau dieses Querschnittsthema Kundendaten aus allen Kanälen abholt und dann aber auch in alle meine Aktivierungsplattformen reinschiebt. Und wie wir vorhin gehört haben, wird diese Landschaft eher komplexer. Ähm, und ich tue gut daran, wenn ich, wenn ich dieses Thema irgendwie gelöst habe und dann nicht für jede Plattform einzufüllen, im schlimmsten Fall über einen CSV-Ablad irgendwie lösen muss. Ja.Hervorragend. Integration, Christian, du hast es gerade angesprochen. Wir haben in Euern Slide sehr, sehr viele Logos gesehen. Da war alles Relevante dabei. Es kam allerdings noch mal die Frage, welche Integration ihr so auffahrt. Und es kam auch die konkrete Frage: Gibt es auch eine TikTok-Integration? Vielleicht könnt ihr da kurz noch mal hier abholen zur Q&A. Kann ich gerne machen. Vielleicht setze ich da an, weil das ein bisschen auch mein täglich Brot ist, mit genau diesen anderen Plattform-Anbietern zu spielen. Und ich glaube, der große Vorteil ist zum einen, wir sind agnostisch. Das heißt, wir haben jetzt nicht den einen Stack, mit dem wir besonders gut integrieren. Und wir haben vor allen Dingen auch Kunden querbet. Wir haben Kunden, die sind auf ansonsten komplett Adobe, die sind auf Salesforce, die sind auf Best of Breed bunt gemischt und alle diese Kunden haben Anforderungen an uns, was die Integration angeht. Und ich würde doch behaupten, dass wir bisher einen relativ guten Job gemacht haben, alle diese Integrationen zu bedienen und das nicht nur auf technischer Ebene, sondern auch auf fachlicher Ebene, auf partnerschaftlicher Ebene mit all diesen Plattformen in Kontakt sind und gucken, dass wir zum einen früh wissen, wenn sich technisch irgendwas ändert, dass wir zum anderen aber auch da hingehen, gemeinsame Collaterals zu entwickeln, gemeinsame Trainings zu entwickeln, unseren Kunden zu sagen: „Na ja gut, da ist eine Integration, aber was bedeutet das denn? Was kann ich denn mit dieser Integration jetzt mal aus Marketingsicht eigentlich machen? Und was sind das für Daten? Noch mal zurück zu deiner spezifischen Frage. Du hattest nach TikTok gefragt. Wir stehen mit allen vier großen Advertisement-Plattformen, also Google, Meta, Snapchat und TikTok im direkten Austausch. Gerade TikTok haben wir gerade die Audience-Integration veröffentlicht. Das heißt, wir haben nicht nur eine Integration fürs Measurement und für diesen Teil Server-Side-PII-based-Measurement, Thema Events-API heißt es bei TikTok, sondern zusätzlich auch die Audiences, wo wir dann sagen können, wir machen eine Lookalike-Kampagne oder wir machen mal Suppression mit TikTok oder genau solche Fälle. Spannend. Also an alle Performance Advertiser da draußen lohnt es sich auf jeden Fall genauer anzuschauen. Ich habe hier eine Frage: „Wir nutzen Segment. Welche Vorteile hat Telium beziehungsweise welche Unterschiede gibt es? Das ist immer eine spannende Frage. Zum einen ist Segment wirklich keine schlechte Plattform. Ich habe früher aus der alten Sicht, da war ich eher in dem Thema A, B, Testing, On-Site-Personalisierung unterwegs und da war Segment genauso wie Telium einer der Partner und ist auf jeden Fall eine spannende Plattform. Ich glaube, wenn wir so ein bisschen auf Telium jetzt gucken, wir sind zum einen vom Kundensegment her ein bisschen mehr in Richtung Enterprise unterwegs und haben da vielleicht ein bisschen mehr Erfahrung gesammelt. Wir sind nicht nur im Retail stark, sondern auch in diesen ganzen etwas reglementierten Industrien, wie zum Beispiel FSI, wie zum Beispiel Pharma. Und es hat gerade bei diesem Thema Data Privacy by Design, glaube ich, Vorteile, die dann auch wieder in Richtung Retail zurückschwappen, weil da natürlich noch mal ganz andere Anforderungen an das Thema Kundendaten und Security gestellt werden. Und da alle Kunden auf der gleichen Plattform sind, profitieren auch alle Kunden von den Erweiterungen, die wir eigentlich getrieben durch eine bestimmte Industry dann machen. Von den Features her möchte ich vielleicht eine Sache hervorheben. Wir haben Machine Learning als Teil unserer Plattform und sehen das auch als essenziell an, dass wenn ich schon alle Kundendaten an einem Ort habe, dass ich dann auch die Möglichkeit habe, direkt meine Machine-Learning-Modelle da laufen zu lassen, auf diesen Kundendaten irgendwelche neuen Insights zu generieren, die ich dann direkt in der Aktivierung auch wieder benutzen kann. Robin, habe ich irgendwas vergessen? Nein, würde ich jetzt nicht sagen. Ist ein schwieriger Vergleich. Vor allem Feature Function ist nicht einfach und jetzt hier hinzugehen und Segment Bashing zu betreiben, ist auch nicht der richtige Weg. Nein, ich fand die Antwort sehr gut. Ich glaube, da war einiges drin. Wir können jetzt hier die Rechtsecke noch mal aufmachen. Vielleicht ein ganz kurzer Ausflug. Ich habe hier mehrere Fragen: „Wie handhabt ihr denn das Consent Management bei der Weitergabe von Daten an Drittanbieter? Schwieriges Thema, ich weiß, schreibt der anonyme User. Na ja, also bei uns fängt es klassisch an. Also wir haben jetzt noch ein neues Feature, gerade auch veröffentlicht, was das ganze Thema, sage ich mal, Data Governance, sage ich mal, umschreibt, ja, also welche Consent-Kategorien ist, wie, sage ich mal, wie sieht das aus? Wir würden über unseren eigenen Tag Manager, also Telium IQ oder jeden anderen auch, oder wie wir es vorhin angesprochen haben, die DOMI oder jeder anderes TMP, sage ich mal, den Consent mit aufnehmen, in welchem Stadium er auch immer ist. Wir würden den an das Nutzerprofil hängen, wenn wir, sage ich mal, keine Identifizierung haben über PII-E-Mail oder so, auch erst mal an den First-Party-Cookie. Der ist ja auch vorhanden, der geht ja nicht weg. Es ist ja nur der Third-Party-Cookie im Gespräch. Das heißt, auf Basis dessen haben wir dann, sage ich mal, diese Präferenzen, die lassen sich komplett unterschiedlich strukturieren, ob das jetzt einfach nur ist, okay, Marketing true, okay, oder halt auch nicht. Wir können das aber genauso auch aufnehmen auf Vendoren-Ebene. Wir müssen, glaube ich, in Deutschland ja auch gewährleisten, dass sich das auf Vendor-Ebene ausstellen lässt. Das heißt, das erfassen wir dann auch. Und dann, vor allem in der Aktivierung, haben wir dann halt die Möglichkeit, pro Konnektor, den wir dann outbound haben, also ob wir das jetzt an einen Facebook, an einen TikTok schicken möchten, vorab schon die Möglichkeit zu sagen dürfen wir.Und das ist einfach ein ganz einfaches Regelwerk zu sagen, Marketing opt in, ja, dann heißt, okay, alle meine Marketingkanäle gehen raus. Wenn ich das auf Vendor Ebene runterbrechen möchte und sage Facebook aus, Xander, ja, dann hören die Kollektoren natürlich auch da drauf und sagen: „Ich schicke an Xander ja, aber an Facebook nicht. Und dann eigentlich viel spannender: Wenn sich das Thema ändert, dann passen wir das natürlich auch an und können dann wieder auf Basis von zukünftigen Aktionen handeln und sagen: „Okay, vielleicht ist Facebook doch jetzt drin, weil es gab einen Incentive, dass man da den Opt-in setzt. Dann stellen wir halt wieder an und fangen an, Daten zu transferieren und sobald der Opt-out kommt, hören wir auf. Da sind wir auch sehr, sehr penibel, was das anbelangt, weil wir fest daran glauben, vor allem was Christian gesagt hat, wir sind auch im Pharma-Bereich unterwegs, Banking unterwegs. Da spielt er und auch Gaming zum Beispiel, mit den ganzen Regulations darf jemand irgendwie überhaupt spielen oder auch im Casinobereich. Das heißt, wir müssen bewerkstelligen können und gewährleisten können, dass wir dann nicht schicken. Und da setzen wir einen großen Fokus drauf. Das heißt auch zum Beispiel, die Privacy Teams sind alle aus Deutschland. Unser Director Data Privacy, unser Product Manager, der gerade das ganze Thema Consent gebaut hat, sitzt auch in Deutschland. Da legen wir großen Fokus drauf, dass wir da gescheit aktivieren können. Und noch einen letzten Punkt dazu: Es ist nicht nur ein Thema „Daten schicken, ja, nein, sondern es geht letzten Endes dann auch das Thema Data Mapping. Welche Daten schicke ich denn? Tilium ist Data Processor im Sinne des DSGVO, Auftragsdatenverarbeiter auf Deutsch. Das heißt, wir verarbeiten nur Daten im Auftrag unserer Kunden. Wir machen aus unserer Sicht nichts mit den Kundendaten. Da findet keine Aggregation statt, da findet außerhalb dessen, was der Kunde explizit will, keine Aktivierung, kein Messen, kein sonst was mit diesen Daten statt. Das heißt, wir sind so ein bisschen der sichere Hafen für die Daten und der Kunde kann dann von uns aus sagen, zu welchen anderen Plattformen, die er dann auch in so einer Data Controller, in einem Joint Controller ship, was auch immer. Ich will jetzt gar nicht in die Tiefe gehen. Da wird es auf jeden Fall rechtlich komplexer und der Kunde kann dann bei uns relativ einfach sagen: „Das Datum schicken wir rüber, aber die IP-Adresse im Klartext, die bitte nicht, weil das geht nicht und die soll auch auf gar keinen Fall von irgendeiner Plattform jetzt gelesen werden können. Perfekt. Christian Robin, ich merke schon, wir könnten den Talk wahrscheinlich noch 20, 30, 45 Minuten weiterführen. Da ist echt tatsächlich einiges drin. Die Zeit zum nächsten Talk neigt sich allerdings dem Ende entgegen. Ich glaube, wir müssen uns noch mal verabreden, da noch mal eine größere Hafenrundfahrt zu drehen. Vielen lieben Dank, dass ihr mit dabei wart. Wir haben wirklich gemerkt, dass ihr auch für das Thema brennt und habt hier hervorragend uns an die Hand genommen, uns einzuführen. Deswegen freue ich mich jetzt schon aufs nächste Mal und wünsche euch noch einen hervorragenden Tag. Vielen, vielen Dank. Gleichfalls. Bis bald, Jungs. Danke schön. Ciao, ciao. Ciao.

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Tealium

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Beschreibung

Im Datendschungel zu navigieren und die richtige Datenstrategie für die eigene Brand zu finden ist nicht leicht! Für alle eCommerce-Unternehmen, die zukünftig personalisierte Customer Experiences bereitstellen möchten, ist das allerdings eine wichtige Aufgabe. In dieser Session lernt ihr, warum ein Data-First-Ansatz so wichtig ist und wie er dabei hilft, für eure Kunden den richtigen Marketing-Mix in Echtzeit zu bereitzustellen.

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