(Musik spielt) Jawoll, und schon sind wir wieder live on air hier aus Berlin und starten mit dem zweiten Vortrag des Tages voll durch hier bei der OMKW. Ich freue mich ganz besonders, in unserem Lineup Max Melching begrüßen zu dürfen. Max ist der Director Online Marketing, Data, Retail Media und Marketplaces bei Douglas. Douglas, sicherlich jedem von euch eine bekannte Marke. Und auf Douglas seinen genaueren Blick zu werfen, lohnt sich tatsächlich gerade aktuell. Warum? Douglas hat sich als Unternehmen einer Digital-First-Strategie verschrieben und ist mittlerweile Europas führende Premium-Beautysplattform. Was bedeutet das in Zahlen? Douglas hat einen Umsatz von über einer Milliarde Euro tatsächlich rein im Onlinengeschäft erwirtschaftet, was year over year im Vergleich ein Wachstum ist von mal eben schlappen neunundfünfzig Prozent. Das heißt, Douglas investiert im Moment an sehr viel tatsächlich Ressourcen in die Erweiterung der digitalen Marketingstrategie und der eigenen E-Commerce-Umsätze. Und jemand, der da in diesem Zusammenhang eben eine entscheidende Rolle einnimmt, ist Max Melching. Max selber ist seit 2018 bei Douglas, hat dort begonnen als Bereichsleiter Online-Marketing für Data Intelligence und Retail Media und hat sukzessive die weiteren Segmente, wie insbesondere die Marketplaces, mit in seinen Verantwortungsbereich übernommen. Vorher war Max selber Geschäftsführer und Gründer – und ist es immer noch – der Cherry Marketing GmbH, hat zudem vor einigen Jahren als Head of Performance Marketing und CRM bei Holiday Check gearbeitet. Das heißt, eine sehr starke Vita mit dem Fokus auf digitales Marketing. Er verantwortet bei Douglas unter anderem die Aussteuerung der Onlinemarketingkampagnen in fünfzehn Länder, das gesamte Thema Webanalyse, DMP und den Aufbau und die entsprechende Ausgründung des Retail-Media-Geschäftes. Gerade das Thema DMP ist bei Douglas besonders spannend, weil wer Douglas kennt, der kennt auch aus dem klassischen Ladengeschäft, dem stationären Handel, die Kundenkarte, die Beauty Card. Und diese Daten können natürlich genutzt werden im First-Party-Data-Setup, eben tatsächlich online extrem stark datenvalide zu arbeiten. Und auf diesem Hintergrund freue ich mich jetzt, Max hier live mit hinzuzuschalten in unser Studio. Lieber Max, Frage in deine Richtung: Bist du am Start und kannst du mich hören? Ja, hi zusammen. Hi Max, schön, dich kennenzulernen. Wo bist du uns denn heute zugeschaltet? Danke für die Einladung erst mal. Ich bin im Homeoffice in Bremen. Bei uns ist im Büro immer noch nichts los. Wir bleiben alle zu Hause aktuell und deswegen heute aus dem Homeoffice. Und bist du eher Team Homeoffice oder Team Büro? Oder kennst du und hast längst die Vorteile beider Welten kennengelernt? Da ich aus Bremen komme und Douglas in Düsseldorf sitzt, bin ich natürlich ein Homeoffice-Fan, aber ein Fan von dem Mix davon. Ich glaube, ein paar Tage im Office, ein paar Tage zu Hause, das ist so der optimale Mix für mich und ich glaube auch für die meisten, 100% Homeoffice ist irgendwann ein bisschen viel. Ja, das kann ich nur bestätigen. Du hast uns einen spannenden Vortrag mitgebracht. Ich habe ja gerade einmal die Rahmendaten so ein bisschen skizziert und tatsächlich auch den Digital-First-Ansatz von Douglas als Plattform. Und wir sind ganz gespannt auf deinen Vortrag und freuen uns natürlich im Anschluss, wie bekannt bei uns, mit dir noch mal in die Q&A-Session einzusteigen. Insofern, lieber Max, du hast das Wort. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Spaß und bis gleich. Super. Vielen Dank auch für die tolle Einleitung. Das waren meine ersten fünf Slides. Das hat sich damit erübrigt. Nein. Vielen Dank. Auch schön, dass wirklich so viele bei so einem digitalen Format dabei sind. Das freut mich sehr. Ich will euch mitnehmen in die Douglas-Welt für eine halbe Stunde, vor allem in den Weg, den wir über die letzten zwei Jahre beschritten haben, nämlich der Weg, wie du es eben schon gesagt hast, eine Plattform zu werden und was da so die relevanten Schritte für waren. Zu mir brauche ich jetzt wirklich nichts mehr sagen. Da hast du schon einer Breite ausgeholt. Einsatz vielleicht ursprünglich coming aus dem Online-Marketing, vor allem aus dem Search-Bereich. Das ist so meine eigentliche Herkunft. Und jetzt inzwischen das neueste Thema, was eben mit dabei ist, ist der Marketplace als wirklich spannende und größter Wachstumstreiber bei uns im Douglas-Geschäft. So, zur Plattform. Wie wird man so eine Beauty-Plattform? Was sind die Schritte dahin? Was ist besonders wichtig? Es gibt da ganz, ganz viele Bausteine für und heute will ich mich vor allem auf zwei davon konzentrieren. Das Erste, das ist unser Partnerprogramm. Das ist unsere Variante des Marketplaces. Und das Zweite, das ist eben das Retail-Media-Geschäft, was wir genau auch aus dem Online-Marketing-und Data-Bereich zusammen ausgegründet haben, weil wir festgestellt haben, wir können dieses datengetriebene Online-Marketing nicht nur für uns machen, sondern auch für unsere Industrie und für unsere Marketplace-Partner. Das ist auch das Spannende daran, diese beiden Themen, die beflügeln sich gegenseitig. Die sind quasi eine Art Flywheel. Da hören wir, glaube ich, auch später aus der Six Welt noch mal ein Beispiel zu. Das sind definitiv zwei Themen, die sich gegenseitig sehr stark beflügeln. Bevor wir in den Marketplace springen, mal einmal den Gesamtblick auf Douglas E-Commerce. Auch das hattest du gerade schon kurz angerissen. Das Wachstum, was wir haben im E-Commerce-Umsatz, den seht ihr hier über die letzten 20 Jahre. Douglas ist da schon sehr lange dabei. So richtig Fahrt aufgenommen hat das dann noch mal in den letzten Jahren mit ganz enormen Wachstumsraten.Und auch hier schön zu sehen, das ist jetzt nicht nur ein reiner Pandemie-E-Com-Shift ist, sondern dass auch wirklich vorher in den Jahren '18, '19 schon extremes Wachstum da war, was uns auch ehrlicherweise durch diese letzten zwölf, dreizehn Monate gerettet hat. Wir haben die eine Milliarde Euro Marke geknackt. Ein sehr, sehr großer Erfolg. Äh, aber auch da sei noch mal gesagt, ich habe diese Slide vor dreizehn, vierzehn Monaten gezeigt mit der Story: „Wir schaffen es, unser stationäres Geschäft konstant zu halten und das Wachstum kommt aus dem E-Commerce." Das hat sich natürlich in den letzten zwölf Monaten massiv verändert. Unsere Stores haben ganz stark unter den Lockdowns gelitten. Sie waren eben und sind immer noch häufig geschlossen in den verschiedensten Ländern und, äh, das ist natürlich eine sehr, sehr, sehr große Herausforderung. Auf der anderen Seite hilft es uns auch in dieser Phase extrem, dass wir im E-Commerce schon so weit sind und dass wir eben einen großen Teil des, äh, des Umsatzes über E-Com abfangen können in so einer Zeit. Warum wächst dieser E-Com-Umsatz so und auch vorher schon? Ähm, der Fokus ist tatsächlich – und auch das hast du schon, äh, eingangs gesagt – die Digital-First-Strategie, die wir inzwischen im gesamten Konzern, in der ganzen Gruppe implementiert haben. Und da könnt ihr euch vorstellen, was das für einen Konzern in der Größe von Douglas für einen Veränderungsschritt ist, ein sehr, sehr wichtiger. Aber, und im Fokus ist ganz klar Douglas als B&P-Plattform. Auf der einen Seite, auf der linken, haben wir die Beziehungen, die sehr, sehr enge und gute und langjährige Beziehungen zu unseren Kunden. Wir haben eine superhohe Loyalty, du hast die Beauty Card, unser Loyalty, unser Loyalty-Programm schon angesprochen, was sehr, sehr weit verbreitet ist und auch später in dem Retail-Media-Kontext wirklich noch mal sehr, sehr relevant wird. Auf der anderen Seite haben wir diese engen Partnerbeziehungen zu unseren Herstellern, zu der Industrie und jetzt eben auch zu unseren Marketplace-Partnern, die für uns ganz entscheidend sind. Und in der Mitte dann wirklich so die, die Grundpfeiler für unseren Erfolg, für unsere Strategie. Und da möchte ich vor allem das Assortment heute mal hervorheben, weil das auch genau der Punkt ist, der durch den Marketplace noch stärker getrieben wird. Und genau diese Grundpfeiler, Assortment, natürlich auch Technology, natürlich Supply Chain, Daten, CRM, die zahlen darauf ein und daran kann sich das E-Commerce oben bedienen mit unserem Shop und unserem Marketplace und ganz wichtig, auch offline die Stores. Ähm, denn ich habe es eben schon kurz gesagt: Wir werden heute nur über digital sprechen. Die Stores gehören auch nach der Pandemie auf jeden Fall dazu, machen einen enormen Umsatzanteil und vor allem dieses, wir nennen es Touch and Feel in unserer Branche mit Düften, mit Kosmetik, mit Make-up. Da ist genauso eine Store Experience wirklich unerlässlich, weswegen auch die Stores natürlich weiterhin wichtiger Bestandsteil, Bestandteil der Unternehmensstrategie. So, zur Plattform: Warum machen wir das überhaupt? Warum bauen wir ein Marketplace? Warum wollen wir eine Plattform werden? Gibt's ganz viele Ziele und ganz viele positive Effekte. Äh, letztendlich kann man vieles davon zusammenfassen und sagen, wir wollen eine One-Stop-Shopping-Destination für Beauty sein. Wir wollen, dass bei uns im Beauty-Bereich alles Relevante gekauft werden kann und das ist für Douglas ein enormer Schritt. Vermutlich alle von euch kennen Douglas vor allem aus der Sicht eines selektiven Premium-Retailers. Das bedeutet Parfüm, Kosmetik, Make-up, Pflegeprodukte im Premium-Bereich, die wir verkaufen. Zu einer One-Stop-Shopping-Destination gehört aber eben viel mehr als das, wo wir schon sehr, sehr gut drin sind und auch einen sehr, sehr hohen Market Share online und offline haben. Aber es gibt da viele, viele weitere Kategorien, die wir uns eben angeschaut haben. Und da hatten wir damals so ein Core-Segment in der Mitte definiert, was sehr, sehr nah an Beauty dran ist und eigentlich auch noch zum Beauty-Kosmos dazugehört. Das können Beauty-Produkte sein, die normalerweise eher aus dem Massenmarket kommen, in einer Drogerie zu finden sind, in einer Apotheke, Personal-Care-Produkte, Nahrungsergänzungsmittel, Health and Wellness. Alles Themen, die irgendwie zu Beauty dazugehören, zu denen wir aber in unserem Assortment nicht wirklich Produkte, äh, Produkte hatten für den Kunden. Und dann sind wir aber auch darüber hinausgegangen und haben gesagt, es gibt auch Stretch-Segmente. Die sind nicht direkt Beauty, aber die sind in irgendeiner Art und Weise damit verwandt oder verbandelt und sie führen trotzdem dazu, dass es unsere Kunden schöner macht. Sei es durch Schmuck, durch Uhren, durch Handtaschen, durch Home-Deko, Duftkerzen. Da sind der Fantasie wirklich wenige Grenzen gesetzt. Der klare Fokus ist aber, ich nenne es mal Beauty und Instinkt. Da wollen wir hin. Das war unser Weg und da war eben relativ schnell klar, diese ganzen Categories werden wir niemals über unseren eigenen Einkauf erschließen können in einer so kurzen Zeit. Das können wir logistisch nicht abbilden und das werden wir auch vom Purchasing her nicht abbilden können. Und deswegen ein Grund mehr dafür, ein Marketplace, unser Partnerprogramm, aufzuschalten, um auch Brands und Händlern zu ermöglichen, die Douglas-Reichweite zu nutzen und zu verkaufen und auf der anderen Seite eben unsere Plattform zu beflügeln und zum Kunden hin ein deutlich, deutlich breiteres Sortiment anbieten zu können. Was bedeutet das in Zahlen und Effekten? Ähm, wir sind in Deutschland vor anderthalb Jahren gestartet mit dem Marketplace und auf der linken Seite seht ihr die Entwicklung der SKUs, also der verschiedenen Produkte, die wir auf der Plattform über den Marketplace haben. Und da seht ihr, dass wir innerhalb von einem guten Jahres geschafft haben, da wirklich über hunderttausend zusätzliche Produkte live zu bringen. Um das mal in Relation zu setzen, aus unserem eigenen Geschäft, aus unserem eigenen Einkauf, da spielen wir in so Größenordnungen wie vierzig bis fünfzigtausend Produkte. Das heißt, wir haben durch den Marketplace mal eben innerhalb von einem guten Jahr unser Sortiment zum Kunden hin verdreifacht. Ein riesengroßer Schritt, was auf der Douglas-Plattform für den Kunden inzwischen erhältlich ist.Und das hat viele Effekte. Der Erste, auf den man natürlich schaut, ist der Marketplace-Umsatz. Wie viel machen wir damit? Wie viel verkaufen wir? Äh, wie viel Marketplace-Warenkörbe haben wir? Und auch da haben wir sehr, sehr schnell gesehen, dass es eben angenommen wird, dass über zehn Prozent, also mehr als jeder zehnten Bestellungen, die wir im Onlineshop haben, relativ zügig ein Marketplace-Produkt lag. Das ist der, der Umsatzeffekt. Und, äh, das viel Charmantere ist aber das auf der rechten Seite, nämlich zu sehen, dass in diesen Marketplace-Warenkörben in zwei Dritteln der Fälle nicht nur ein Marketplace-Produkt liegt, sondern on top auch noch ein Douglas-eigenes Produkt. Und das führt natürlich zu diesem Cross Selling, zu diesem Up Selling-Effekt, ähm, den man auf so einer Plattform sich wünscht. Und das ist das, wo letztendlich der, der Hebel stattfindet. Das heißt, für einen Euro, den wir im Marketplace verdienen, verdienen wir auch direkt einen Euro über unser eigenes Geschäft mit und das beflügelt wirklich die Plattform in jeder Hinsicht. Zweiter Punkt, der hier nicht auf der Slide auftaucht, aber extrem wichtig ist: Ich habe jetzt sehr viel über das zusätzliche Sortiment gesprochen, also Dinge, die wir on top machen, die wir bisher nicht hatten. Das ist der eine Wachstumstreiber. Der andere, und das werden viele von euch wissen, eigen-- wahrscheinlich jeder, der irgendwie in der Form Retail macht: So 'ne Produktverfügbarkeit ist eine der wichtigsten Kennzahlen und wahrscheinlich in fast jedem Management Dashboard an irgendeiner Stelle, weil man eben weiß, wie sehr man seine Conversion Rate über die Produktverfügbarkeit hebeln kann. Und in unseren Größenordnungen, da ist man nie bei hundert Prozent. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Da gibt es immer hier und da mal Out of Stocks, immer hier und da mal Lücken. Und deswegen haben wir ganz bewusst nicht nur Partner aufgeschaltet, die ein anderes Sortiment haben als wir, sondern auch Partner, die die gleichen Produkte im Angebot haben wie wir und haben eine Backfill-Logik implementiert. Das heißt, in dem Moment, wo wir Out of Stock gehen mit unserem eigenen Sortiment, Sortiment, in der Sekunde schießt das Marketplace-Produkt in den Shop. Für den Kunden ist kein großartiger Unterschied feststellbar und wir können weiterverkaufen und der Marketplace-Partner übernimmt dann eben den Versand. (räuspert sich) Das ist ein Thema, was uns auch in der Pandemie extrem geholfen hat. Wenn wir mal zurückdenken an Mitte Dezember, wo wir acht Tage vor Weihnachten beschlossen haben, noch mal alles zuzumachen, äh, was insbesondere bei Douglas in dem Weihnachtsgeschäft extrem reinhaut und natürlich auch den Onlineshop, äh, massiv belastet. Also in einer Art und Weise, in der man sich nicht den Umsatz Gedanken macht, sondern eher die Product Availability Rate, die Logistikkapazitäten. Ähm, dass wir in der Phase dann schon ein Marketplace und auch eine Backfill-Logik hatten, äh, das hat uns auch da sehr viel Umsatz gerettet und auch dazu geführt, dass, äh, Kunden tatsächlich pünktlich ihre Geschenke, äh, zu Hause hatten zu Weihnachten. Also auch da ein sehr, sehr schöner Nebeneffekt. Genau. Der dritte Punkt, den der Marketplace mit auslöst, ähm, ist auch Pandemie getrieben: Ship from Store. Wir haben auch unsere Stores, die schließen mussten zum Teil, als Marketplace-Partner angebunden und genau diesen gleichen Backfill-Mechanismus über unsere Stores, äh, ausgeübt. Das heißt, wir gehen mit unserem E-Com-Lager auf Sortiment null, Bestand null und in dem Moment, wenn eine angeschlossene Filiale dieses Produkt hat, dann können wir aus der Filiale, ähm, das dahin liefern und, äh, und weiterhin die Produktverfügbarkeit sicherstellen. Das sind alles Marketplace-Effekte, die so eine Plattform extrem beflügeln und eben dazu beitragen, dass nicht nur der, der pure Marketplace-Umsatz wächst, sondern dass wir auch positive Effekte auf ganz viele anderen Kennzahlen und natürlich auch einfach auf des, auf die Präsenz zum Kunden haben. Wie sieht das dann am Ende des Tages aus? Die Antwort ist eigentlich genauso wie bisher auch. Hier seht ihr mal ein paar Ohrringe von unserem Partner Christ. Die Produktdetailseite sieht exakt so aus wie von einem Douglas-eigenen Produkt. Der einzige Unterschied ist eben der kleine Hinweis, ihr kennt es auch von anderen Marktplätzen: Versand erfolgt durch einen Douglas-Partner. Da informieren wir den Kunden darüber, von welchem Partner dieses Produkt ursprünglich stammt, äh, und mit wem wir das quasi gemeinsam verkaufen an den Kunden. Und dass auch für den Kunden ganz klar ist: Die Lieferung kommt aktuell vom Partner. Das heißt, in diesem Mixed Basket sind es aktuell – auch das kennt man von anderen Marktplätzen – tatsächlich zwei Pakete, die da ankommen. Zu dem Punkt: Was liegt eigentlich bei wem? Weil ich Logistik jetzt schon angesprochen habe: Ähm, wir haben 'ne etwas andere Version eines Marktplatzes, deswegen nennen wir es Partnerprogramm. Es ist ein geschlossener Marktplatz, kein offener wie auf einem Amazon als Beispiel, wo jeder einfach rauf kann, sondern es ist ein kuratierter Marktplatz, äh, in dem wir Gespräche führen und die Partner live schalten und in dem wir auch sehr viel für die Partner übernehmen. Letztendlich bleibt beim Partner eigentlich nur das Inventar und das Fulfillment aktuell. Alles andere übernehmen wir und das führt eben auch dazu, dass wir innerhalb von wenigen Wochen neue Partner aufschalten können und auch mal kleinere Partner mit aufschalten können, ähm, die, die den Douglas-Marktplatz nutzen können. Das ist ein sehr bunter Mix von... Ihr habt eben Christ gesehen als sehr, sehr großen Retailer aus dem Schmuckbereich, aber auch wirklich kleine Brands, kleine Onlineshops, die, die den Marktplatz relativ schnell nutzen und für sich erschließen können. Und als letztes Slide zum Marketplace, dass ihr auch das einmal gesehen habt: Unsere Story ist da nicht nur auf Deutschland begrenzt, sondern soll auch insbesondere für diese kleinen Brands, die ich eben angesprochen habe, die vielleicht lokal sehr stark sind in einem Land oder in einer Region, from local player to global hero. Das bedeutet, wir können sehr schnell in unsere anderen großen europäischen Länder skalieren. Wir haben den Marktplatz in Österreich live, wir haben ihn in Frankreich live, wir haben ihn seit vorgestern auch endlich in Polen live und, äh, in den nächsten Monaten folgen noch Italien und Holland. Und dann haben wir sehr schnell die Möglichkeit, auch mit unseren Partnern in die entsprechenden Länder zu gehen.Richtig. So viel zum Thema Marketplace und wieso, weshalb, warum wir das alles machen. Warum machen wir das jetzt zeitgleich mit Retail Media? Und warum hängt das überhaupt so eng zusammen? Lange Story ganz, ganz kurz zusammengefasst: Ich nehme es immer wieder sehr, sehr gerne, weil es einfach total auf den Punkt bringt. Jeff Bezos hat es vor anderthalb Jahren mal gesagt: „Google might know what you're interested in buying. Facebook might be able to deduce what you'd be inclined to buy, but of course, Douglas knows what you actually bought or whether you showed intent to buy. Das fasst es perfekt zusammen, in dem Fall natürlich für Amazon. Bei Douglas ist es aber die gleiche Story im Grün, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben die Daten über die Kaufhistorie, über das Kaufverhalten, alles Daten, die die Industrie eher nicht hat, wo sich auch andere Partner tendenziell schwer tun. Und da haben wir wirklich einen Datenschatz, auf den wir zugreifen können, für uns selber, aber natürlich auch für unsere Industriepartner und Marktplatzpartner. Was passiert da jetzt? Wir haben DMP, eine Data Management Plattform. Auch da kann ich euch nur heute Nachmittag 15:30 Uhr den Roundtable mit Jonas ans Herz legen, der unseren Data Bereich leitet, in dem diese DMP eine große Rolle spielt. Was machen wir da? Wir bringen erst mal unsere Daten zusammen. Das heißt, unsere Ecom-Daten, was passiert auf unserer Website? Das ist nicht Rocket Science, das kennt ihr alle: Was wird auf einer Website angeschaut, gesucht, geklickt, in den Warenkorb gelegt oder auch gekauft. Aber der Part, wo es richtig spannend wird, ist eben der mit den Store-Daten und den Beauty Card Daten. Wir haben über 40 Millionen Beauty Card-Inhaber in Europa. Wir haben über 10 Millionen in Deutschland und vermutlich auch hier in Audience, würde ich jetzt eigentlich fragen: Wer von euch hat alles eine? Einige werden eine haben. Und nahezu jeder, der bei uns kauft, hat eben diese Beauty Card. Man benutzt die in den Filialen im Check-out, Punkte zu sammeln und online ist sie natürlich auch im Kundenkonto hinterlegt, in der App oder im Onlineshop. Und das führt dazu, dass wir dank dieser Beauty Card Abdeckung eine Brücke haben zwischen Online-Welt und Offline-Welt und das zusammenführen können. Wir haben eine einheitliche Customer Journey über das Kaufverhalten. Und auch da noch mal einmal kurz aus Retail Media rausgesprungen in die aktuelle Pandemiesituation. Auch das ist ein super, super wichtiger Punkt für uns, denn wir haben ganz viele Kunden – und das wird jeder von euch gerade merken – die aktuell das erste Mal online kaufen oder zumindest im Laufe der letzten zwölf Monate das erste Mal getan haben. Und wenn das eben unsere Bestandskunden sind, die schon seit 10, 20 Jahren offline bei uns einkaufen, dann geht unsere Datenhistorie eben nicht bei null los, sondern wir kennen das Offline-Kaufverhalten schon und können das zusammenführen und auch online direkt vom ersten Moment an ganz getargetet und passend adds oder auch generell Kommunikation zum Kunden ausspielen. So, zurück in die Retail Media Welt. Diese Daten kommen zusammen in der DMP und wir können anfangen, Segmente darauf zu schneiden und Segmente zu bilden. Grüne Wiese, wonach uns der Sinn steht, ehrlicherweise. Demografische Sachen, geographische Sachen, aber vor allem eben Kaufverhalten. Welche Brands, welche Categories werden gekauft? Wie hoch ist der Warenkorb? In welcher Häufigkeit wird gekauft? Beispiel so was wie Replenishment, Nachfüllen von leergegangenen Produkten. Das ist im Kosmetik-, Make-up-und Pflegebereich prädestiniert dafür. Man kann sehr gut vorhersagen, wann ein Mascara leer ist. All diese Fälle können wir in Segmente schneiden und dann in unseren Marketingkanälen aktivieren. Und zwar hier am Beispiel unserer Ella. Das ist eine beispielhafte Nutzerin, die gewissen Segmenten zugeordnet ist. Wir können das sowohl offsite aktivieren, also außerhalb der Douglas-Welt, über große Werbenetzwerke, über große Plattformen, sei es Facebook, Instagram, Google, YouTube. Wir spielen die Daten an unsere DSP und buchen darüber Media ein, aber genauso natürlich auch on-site auf Douglas, auf unseren eigenen Flächen. Wie sieht das dann offsite aus, was da passiert? Wir haben einen bunten Blumenstrauß an Segmenten, die ohnehin angelegt sind, die wir auch für uns selber anlegen und als Standardsegmente für unsere Partner. Und wir können aber auch wirklich hingehen und individuell zugeschnittene Audiences für jeden Use Case anlegen. Mein Lieblingsbeispiel ist immer, wenn ein Industriepartner von uns ein neues Parfüm launcht, das passiert des Öfteren, und normalerweise gehen sie zu ihrer Media-Agentur, buchen vielleicht eine Facebook-Kampagne, Frauen 20 bis 40 Jahre, Interest Targeting auf Beauty-affinen, vielleicht auch Premiumkäufer. Und dann geht die Kampagne los. Und vor allem im Brand-und Awareness-Bereich funktioniert das auch gut und unsere Industriepartner sind ja extrem gut darin, starke Marken aufzubauen. Wenn man mal an alle Loreal-Marken denkt, an die Channels, an die Diors, an die Schizedos. Das ist ja wirklich deren absolute Expertise, diese super starken Marken zu kreieren. Wo es extrem schwer wird, ist, wenn es die Conversion geht. Und da kommen wir dann eben mit dem Kaufverhalten und den Kaufdaten ins Spiel, dass wir eben sagen können, nicht nur Frauen 20 bis 40, die sich für Beauty interessieren, sondern: Wie wäre es denn mit Frauen 20 bis 40, die regelmäßig Parfüm kaufen bei Douglas, in einer ähnlichen Preisrange wie euer neues Produkt und noch nie zuvor eure Brand gekauft haben? Und diese Zielgruppe, allein von der Relevanz her, sticht in der Regel alles andere aus. Relevanter kann ich in dem Fall nicht targeten. Und deswegen sind diese Daten, die wir dank der Beauty Card erheben und haben, der Schlüssel dafür, dass wir im Retain-Media-Geschäft wirklich Dinge anbieten können, die es für die Industrie woanders nur sehr schwer bis gar nicht gibt.Und das gleiche Prinzip haben wir auch auf unserer Seite. Da gibt es, äh, gibt es zwei verschiedene Dinge. Das Erste, und das kann ich auch euch mal als Ratschlag mitgeben, falls ihr es noch nicht macht, Sponsor Product Ads, das ist eigentlich ein wirklicher No Brainer inzwischen. Ähm, das ist im Prinzip, äh, zum Beispiel die Top Slots, in diesem Fall Platz eins und zwei auf einer Category Page, auf einer Parfümseite, genauso auch auf Suchergebnisseiten, wenn jemand oben links unsere Suche benutzt, äh, auch da haben wir natürlich gesponserte Produkte. Und wenn ihr einen Produktkatalog habt und, äh, verschiedene Hersteller, dann monetarisiert den on top. Das ist, äh, absoluter Reingewinn für, für uns auf unserer Seite. Im Vergleich zu dem, was ich eben gezeigt habe, wo die meiste Teil des Ad Spends am Ende bei Facebook, bei Google, in der DSP landet. Ähm, in dem Fall sind wir natürlich das Placement und haben da fast hundert Prozent Reingewinn dran. Also wirklich unsere Cashcow in dem Konstrukt und etwas, was sich absolut lohnt, und zwar für beide Seiten. Das muss man ganz klar sagen. Das ist auch das Produkt mit dem höchsten Return und Ad Spend. Ähm, da machen beide Profit dran. Der Industriepartner ist sehr, sehr präsent oder eben auch der Marketplace-Partner. Und für uns ist es zusätzlicher Profit. Also wenn man einen Produktkatalog oder auch Suchergebnisseiten bei sich hat von verschiedenen Partnern, dann da nur der Tipp von mir: Schaut, wie man das sinnvoll monetarisieren kann, falls ihr es noch nicht tut. Und das zweite ist dann das etwas fortgeschrittenere Thema. Das sind die Audience Ads. Ähm, das sind Banner, produktintegrierte Banner, die auch auf unseren Seiten ausgespielt werden. Allerdings, im Gegenteil zu den Sponsored Product Ads, nicht für jeden Nutzer, der eine Kategorieseite öffnet oder für jeden Nutzer, der eine Suchergebnisseite öffnet, sondern nach Segmenten getargetet. Im Prinzip das Gleiche wie Offsite: Nutzer, die einem bestimmten Segment zugehörig sind – sind wir wieder bei Frauen zwanzig bis vierzig, die Parfüm kaufen in einer bestimmten Preisklasse. In dem Fall ist es eher Lippenstift und Make-up. Ähm, die bekommen dann diesen entsprechenden Banner ausgespielt und die anderen eben nicht. Das heißt, es ist viel, viel getargeteter als, äh, als das, was bisher zum Beispiel über ganz klassische Banner da auf der Seite passiert ist. Und natürlich auch viel besser messbar. Das ist so unser Grundportfolio, mit dem wir im, im Retail Media gestartet sind, ähm, gesagt haben, wir wollen OnSite monetarisieren, wollen OffSite, ähm, tolle Kampagnen schalten können und daraus eben einen Mehrwert für die Industrie schaffen, für unsere Marketplace-Partner und, äh, aber natürlich auch als zweiten Umsatzkanal für Douglas. Und beflügeln tut sich das Ganze nun natürlich dadurch, dass durch dieses zusätzliche Sortiment, durch diese zusätzlichen Marketplace-Partner, zum einen natürlich neue Partner da sind, die einfach investieren wollen und Reichweite treiben wollen auf Douglas, ähm, und zum anderen aber wir auch genau diese Mixed-Baskets-Effekte haben und dadurch wirklich, ähm, mit den Marketplace-Partnern auch noch mal das Retail-Media-Geschäft ankurbeln können und umgekehrt. Die letzte Slide zu dem, was wir da im Retail Media machen und warum das so relevant ist, ähm, das werdet ihr auch kennen, wenn ihr, wenn ihr 'ne DMP habt oder wenn ihr auch eure Kunden an verschiedenen Punkten ansprecht. In so 'nem Customer Lifecycle, da gibt es zig verschiedene Touchpoints, an denen ich einen Kunden erreichen kann. Und dank dieser Daten können wir eigentlich für jeden Case, der für uns wichtig ist oder der auch für unsere Industrie wichtig ist, da eine Kampagne stricken. Sei es ganz am Anfang, äh, irgendwie, wo es nach Prospecting vielleicht den ersten, wir nennen es Digital Footfall, gibt, also das erste Mal eine Seite bei uns angeguckt wurde. Das ist ein klassisches Retargeting. Ähm, das, das machen wir wahrscheinlich alle. Aber auch eben darüber hinaus, äh, wenn Replenishment, wenn Produkte alle gehen und wir den Kunden daran erinnern, sie wieder aufzufüllen, äh, wenn Kunden inaktiv werden, entweder gesamt Douglas gegenüber oder auch auf spezielle Brands oder spezielle Partner bezogen. Also wenn jemand zum Beispiel lange keinen Schmuck mehr bei uns gekauft hat, lange kein Make-up mehr gekauft hat oder auch lange eine bestimmte Brand nicht mehr bei uns gekauft hat. Ähm, diese Reaktivierung über solche Segmente vorzunehmen, auch das super, super relevant für uns und auch super relevant für die, für die Marketplace-Partner. So. So viel erst mal zu den Inhalten von Marketplace und Retail Media. Warum wir das machen, wie das zusammenhängt und wie sich Douglas dadurch entwickelt hat. Ähm, ich freue mich gleich sehr auf die Q and A's. Einen letzten Hinweis kann ich mir leider nicht vergreifen. Wenn das für euch spannend klingt, sei es Online-Marketing, sei es Data, sei es Retail Media oder Marketplace oder auch etwas anderes im E-Com: Wir suchen gerade wirklich an allen Ecken und Enden und wir haben so viele Job Openings. Wenn ihr da Bock drauf habt, wenn das spannend für euch klingt, dann haut mich gerne jederzeit an. Würde mich sehr freuen. Und ansonsten vielen Dank schon mal und bin ich gespannt auf die Q-and-A-Session. Jawohl. Herzlichen Dank, lieber Max, und vielen Dank für diesen tiefen Einblick tatsächlich in euer, muss man ja mittlerweile sagen, Douglas Ökosystem. Das ist ja längst nicht mehr nur noch E-Commerce mit der Eigenmarke. Ganz fantastisch, was du uns da aufgezeigt hast und insbesondere, wie eben eure Wachstumstreiber funktionieren. Gerade in einen, du hast es ganz schön, in einer, du hast es ganz schön zusammengefasst, ja doch auch für Douglas natürlich sehr anspruchsvollen Phase der Pandemie, einen stark einsetzenden Shift aus dem stationären Handel hin zu eurem E-Commerce-Geschäft. Max, du hast gerade ein bisschen Werbung gemacht in eigener Sache und das finde ich auch vollkommen in Ordnung. Erzähl doch mal, ganz kurz darauf eingehend: Was sind denn insbesondere die Talents, die bei dir im Team noch fehlen? Was für Personen suchst du konkret?Also wirklich gefühlt fast alles. Ahhh Wir wachsen an allen Ecken und Enden. Es ist ahhh es ist wirklich auch in den Onlinemarketing Kanälen zum Teil auch der Fall, dass sowas wie SEA oder Display advertising, dass wir da Unterstützung suchen. Die meisten Stellen sind vor allem im Data Bereich da, das brauche ich wahrscheinlich auch keinem von euch erzählen, ob es jetzt Data Analysten sind, Data Engineers, Marketing Technology Experten, da ist es einfach super super schwer ahhh zu rekruten und da suchen wir, sage ich mal, am dringendsten. Aber auch die Bereiche Marketplace vor allem und Retail Media wachsen sehr schnell. Also auch im Retail Media im Sales Bereich als Beispiel oder im Marketplace, wo wir ahhh wo wir es auch gesplittet haben in in dem Team, was eher in der im Key Account Management tätig ist, wo wir eher auf der Sale Seite unterwegs sind. Da suchen wir Unterstützung, aber auch auf der Integration Seite, wo es wirklich technisch um das Onboarding unserer Marketplace Partner geht. Also kurz zusammengefasst an allen Ecken und Enden. Da sitzt du ja quasi mit dem Vorredner. Ich weiß nicht, ob du die Zeit hattest, es dir anzuschauen, den Maximilian Steutel in einem Boot, der auch einen wesentlich höheren Demand hat, mittlerweile eben auch nach tatsächlich Talenten, die datenorientiert arbeiten können und eben dort auch ein entsprechendes Kompetenzset mitbringen. Kommen wir zurück zu euch, zu Douglas und dem Cultural Change, der sicherlich auch mit verbunden ist mit eurer Strategie, eurer Digital first Strategie. Max, liege ich denn richtig, dass es wahrscheinlich bei euch auch so gewesen ist, dass ich einfach im letzten Jahr eine ganze Menge an offline Käufen Richtung E Commerce, Richtung Online Conversion bewegt hat und ihr deswegen eben entsprechend auch so ein starkes Wachstum von sechzig Prozent hinlegen könntet? Oder ist es faktisch auch so, dass ihr eine ganze Menge an neuen Kunden hinzugewinnen könnt, die ihr bisweilen zum Beispiel über die Beauty Card Inhaber noch nicht identifizieren könntet? Wie ist da eure Ratio im Moment bei eurem Wachstum? Also es sind tatsächlich beide Sachen. Zum ersten Punkt, das war auch, was ich eingangs kurz gesagt habe, wir sind auch wirklich, als die Pandemie losging, waren wir schon auf einem sehr starken Wachstum. Da war es nicht bei den sechzig, dann war es irgendwie bei fünfunddreißig, vierzig Prozent. Aber wir sind immer in den letzten Jahren schon sehr, sehr stark gewachsen und das war quasi unsere Rettung, als dann die Pandemie losging. Dann wurde es natürlich noch mehr und dann haben wir mehrere Effekte gesehen. Wir haben viele digitale Erstkäufer gesehen und einige von denen kannten wir eben schon aus der Offline Welt. Also wirklich unsere loyal reinen Offline Kunden, die dadurch zu Omnichannel Kunden geworden sind und es hoffentlich auch bleiben werden. Denn auch da kurz der Einwurf, das wird auch jeder von euch wissen, der ein Omnichannel Geschäft betreibt, die Kunden, die beides machen, sind natürlich die wertvollsten. Also ein Omnichannel Kunde ist immer wertvoller als ein reiner Online oder reiner Offline Kunde. Und deswegen hat uns das natürlich in dem Zuge sehr gefreut, auch wenn das sonst sehr schwierig war. Wir haben aber genauso auch gesehen, dass wir im Neukundenshare massiv zulegen. Und man darf auch da nicht vergessen, dass Douglas in zwanzig Ländern aktiv ist und wir nicht in jedem Land so eine Marktpräsenz haben wie in Deutschland. Wir haben super starke Core Countries, aber wir haben auch kleine Länder, in denen wir wirklich einer der Hyper Growth Player sind. Und da ist die Neukundenquote natürlich um ein vielfaches höher als in Deutschland. Also es variiert ganz stark von Land zu Land. Jetzt kenne ich natürlich noch das Einkaufserlebnis vor der Pandemie in den Douglas, ahhh im Douglas stationären Handel, auch wenn sich das gefühlt ein wenig so anfühlt, als wäre es zehn Jahre her. Aber wir können uns sicherlich noch daran erinnern, an die unterschiedlichen Düfte, die man ausprobiert oder auf der Damenseite natürlich auch die Düfte, Lippenstiftfarben testet und ähnliches. Wie geht ihr um mit dem Thema Inspiration, gerade auch bei euch auf der Plattform, im E Commerce und Marketplace Bereich? Wo siehst du da Grenzen, die gesetzt sind? Und wie schafft ihr es eben tatsächlich auch euren Kunden neue Produkte anzubieten, die sie gegebenenfalls noch nicht gekauft haben in der Vergangenheit und insbesondere dann auch Inspiration zu schaffen für zum Beispiel Launches von neuen, eben entsprechend kreierten Düften und ähnliches? Ja, super Frage. Das hatte ich ja gesagt mit dem Touch and feel. Das ist wirklich essentiell für uns, dass du dieses Erlebnis in der Filiale abbilden kannst. Gerade bei Düften, die willst du an irgendeinem Punkt riechen, Make up willst du auftragen. Das heißt, man kann da viel digital erleichtern. Also so was wie ein Virtual Try on. Jetzt im Falle von Make up, da haben wir unseren Beauty Mirror, wo du Produkte dir in der App auftragen kannst. Das ist natürlich sehr, sehr wichtig. Aber dann haben wir auch solche Formate wie ein Live Shopping als Beispiel sehr, sehr, sehr schnell gelauncht. Da war die Pandemie irgendwie ein paar Tage alt und da hatten wir ein Live Shopping Format am Start, wo wir genau diese Inspiration so ein bisschen nach Hause gebracht haben. In China ist es schon völlig durch die Decke gegangen und da sind wir sehr, sehr schnell drauf aufgesprungen, um genau dieses Shopping Erlebnis digital auch zu den Kunden nach Hause zu bringen. Oder zumindest in ihr Smartphone. Aber das muss ich auch dazu sagen, ehrlicherweise, das ist toll und das sind tolle Hebel, aber es ist schon schön, wenn die Filialen dann auch mal wieder aufmachen und man das Erlebnis des Kunden auch komplett wieder in der Filiale haben kann. Also der Mix macht es tatsächlich und als Brücke helfen uns genau solche Sachen wie ein Beauty Mirror oder wie ein Live Shopping Format. Gehen wir einmal kurz ein auf den Marketplace, den Marktplatz, den du ja auch in den Vordergrund deiner Präsentation gerückt hast. Ahhh Du hast unter anderem eine sehr bekannte Marke benannt, die als Partner auf eurem Marktplatz mit aktiv ist, und zwar Juwelier Christ. Ahhh Du hast aber auch gesagt, ihr seid kein Self Service Marketplace, indem ich einfach mich anmelden kann und dann beispielsweise mit FBA an den Start gehe, sondern ihr selektiert tatsächlich per Hand beziehungsweise per Automatismus. Ahhhm Nach welchen Kriterien sucht ihr eure Partner aus? Wie kann ich mir das konkret vorstellen? Also für uns ist natürlich der Blick aufs Sortiment immer noch sehr, sehr entscheidend. Dadurch, dass es auch für, könnt ihr euch vorstellen, für die Douglas Brand ein sehr großer Stretch ist, eine Douglas Brand Premium Beauty.Und plötzlich kannst du da Zahnbürsten kaufen. Das ist natürlich was, was auch in der Kommunikation zum Kunden her etwas ist, was wir irgendwie ausbalancieren müssen. Deswegen ist uns schon sehr wichtig, was da an Produkten draufkommt. Und das ist, ohne dass das jetzt ein Vorwurf in Richtung Amazon ist, die machen halt einfach alles und dadurch decken sie alles ab. Aber da sind halt auch Produkte drauf, bei denen wir ganz klar sagen würden, das passt nicht zu unserem Markenbild und Markenverständnis von Douglas. Deswegen möchten wir gerne wissen, mit welchen SKUs, mit welchen Produkten, mit welchem Sortiment ein Partner gerne bei uns verkaufen möchte. Und dann sprechen wir darüber, aber es ist der Fokus klar: Beauty und und zu. Und das muss sich irgendwie mit unserer Brand auch decken. Und dann können wir da zusammen an den Start gehen. Und was aber ganz, ganz wichtig ist: Es ist auch wirklich ganz oft so, dass die kleinen lokalen Brands mit vielleicht nur zehn, zwanzig, fünfzig Produkten oder auch kleinere Shops, die vielleicht einige hundert Produkte haben, dass die sehr schnell bei uns raufkommen können und das machen wir auch sehr, sehr gern. Und das haben wir auch in der Pandemie zum Beispiel noch mal beschleunigt, gesagt, auch gerade welche, die vielleicht von stationär mehr leben und nur einen kleinen Onlineshop haben, kommt schnell auf unseren Marktplatz, nutzt das, dass ihr hier weiter verkaufen könnt. Da sind wir sehr, sehr offen für. Es muss halt irgendwie zur Douglas Brand passen und zu unserem Sortiment, das wir eben führen wollen. Ja, versteht euch ja auch nicht umsonst als Beauty Plattform und nicht als ganzheitlicher Player dann wie Amazon beispielsweise. Noch mal auf die Partner, eben auch von eurer Seite aus eingehend: Warum entscheide sich denn ein Partner im Marketplace-Bereich, sich euch anzuschließen und beispielsweise dann eben nicht den Amazon E-Commerce-Weg zu wählen? Oder habt ihr auch viele Partner, die über mehrere Marketplaces in ihrer Strategie tatsächlich auch versuchen zu vertreiben? Und in diesem Zusammenhang – es kommt noch eine Frage mit on top: Bindet ihr teilweise auch Partner exklusiv an eurer Plattform? Viele Fragen in einem. Ja, ne? Es gibt durchaus Partner, die ein Mix-Modell betreiben und auf mehreren Marktplätzen sind und das hilft auch für uns natürlich in der Integration, weil du hast einfach auf technischer Seite viele Integrationsthemen. Wenn jemand noch nie einen Marktplatz gemacht hat, dann dauert das natürlich ein bisschen länger, da in den einen oder anderen Prozess reinzukommen. Das heißt, jemand, der marktplatzerfahren ist, sei es auf einem offenen wie Amazon oder sei es vielleicht auch auf Fashion-Marktplätzen, wo wir große haben, das hilft uns im Onboarding. Also das ist jetzt kein Knock-out-Kriterium, dass wir sagen: „Ich dürfte dann hierher kommen. Da ist ein Mix dabei. Das hängt auch davon ab: Ist das eine Brand oder ist das selber ein Retailer und möchte sich der Retailer Amazon öffnen oder nicht? Da hat auch jeder seine eigene Meinung zu und auch die Retailer eben unterschiedliche Meinungen zu. Und bei den Brands ist es dann auch eher so: „Möchte ich mit meiner Brand auf Amazon verkaufen oder möchte ich auf Douglas verkaufen? Und da können wir bei bestimmten Brands vor allem eben mit diesem Premiumansatz noch überzeugen, dass eben die Wertigkeit auf so einem premiumgetriebenen Douglas-Marktplatz mit dieser Premium Brand doch stärker wiegt, gerade wenn es entsprechende Produkte sind, als wenn ich sie auf Amazon verkaufe. Das ist so der Hauptgrund. Und dann im Vergleich zu den anderen geschlossenen kuratierten Marktplätzen, dass wir wirklich sehr, sehr schnell im Onboarding sind. Also klar, an Amazon kommst du nicht ran, du loggst dich ein und stellst es live und los geht's. Aber bei den anderen geschlossenen Marktplätzen ist es schon immer ein langwieriger Integrationsprozess und da sind wir relativ flott unterwegs. Wenn du so in eure Planungsrichtung schaust, du hast ja auch den Global Hero in deiner Präsentation einmal aufgezeigt. Wie viel Partner habt ihr jetzt schon heute angeschlossen? Ich weiß nicht, ob du die Zahl gesagt hast und wenn du zwei Jahre vorausschaust, was ist deine Zieleben? Mit wie viel Partnern möchtest du am Start sein? Wir haben schon über 100 Partner live und ich hatte ja auch die SKUs gezeigt, dass wir in Deutschland mit über 100.000 unterwegs sind. Und das Wachstum wollen wir natürlich auch so fortsetzen und vor allem, das ist das ganz Wichtige, dass wir das auch in die Länder skalieren. Also es ist jetzt mein Anspruch, vielmehr zu sagen, dass wir auch in den Ländern schaffen, jeweils über 100 Partner zu haben, die damit hingehen, als dass wir sagen: „Lass uns unbedingt Deutschland verdoppeln und dann gucken wir, was in den Ländern passiert ist. Läuft alles parallel, aber ich glaube, dafür, dass wir eine europäische Plattform werden, auch in der Wahrnehmung und auch in diesen Storys, wie wir Marken skalieren können dahin. Mir ist es super wichtig, dass wir in all diesen Ländern diese kritische Hürde überspringen. Deswegen wäre das für mich der wichtige nächste Schritt, dass wir auch in diesen Ländern jeweils eine solche Anzahl an Partnern haben. Gehen wir einen Schritt weiter zum Thema DMP auf eurer Seite. Fantastisch natürlich die Datenbasis, von der ihr aus agieren könnt. Wie kann ich mir das in der Praxis vorstellen? Könnt ihr einen Onlinekunden schon identifizieren als beispielsweise Offline-Purchaser, bevor er bei euch das erste Mal einen Warenkorb tatsächlich abschließt? Das heißt, kombiniert ihr eure Daten mit entsprechenden weiteren Third-Party-Data, dort auch vorher schon Identifizierungen stattfinden zu lassen? Oder findet bei euch dann tatsächlich dieser Connect der unterschiedlichen Datensätze erst nach dem ersten Kauf online statt? Das kommt drauf an. Wir sind sehr stark First-Party-Data-getrieben und ich glaube, dass das in der aktuellen Zeit auch ein wichtiger und guter Ansatz ist, aber es hängt davon ab. Wenn er zum Beispiel sich oder sie sich die App runterlädt, also wir einen Log-in-Effekt haben, sich vielleicht auch im Webshop einloggt. Das ist sehr unwahrscheinlich, aber in der App ist das sehr, sehr wahrscheinlich. Wenn sich jetzt ein Offline-Käufer die App runterlädt und sich da einloggt und das mit seiner Beauty Card connectet, dann kennen wir ihn natürlich auch schon vor dem ersten Kauf. Ansonsten im Onlineshop findet das dann quasi mit dem ersten Kauf statt. In dem Moment, wo wir das erste Mal die Verknüpfung haben zur letztendlich Beauty-Card-Kartennummer, das matchen können und wissen, das ist der Kunde, ab dem Moment haben wir die Historie.Ähm, dann hast du viele Beispiele auch genannt, wie ihr konkret in die Segmentierung geht, in die Kohortenbildung einzelner Personengruppen anhand von spezifischen Merkmalen. Mir in Erinnerung geblieben ist das Thema Mascara. Frauen beispielsweise im Alter von dreißig bis vierzig Jahren, die, ähm, bei euch Mascara kaufen, wo ihr eben sehr genau vorhersagen könnt, wann sehr wahrscheinlich der nächste Kaufpunkt stattfinden wird. Wenn dann dieser nächste Kaufpunkt kommt, ist es dann für euch in der Folge, dass ihr dann entsprechend auch in dieser Kohorte den Mediadruck erhöht, sprich ein entsprechendes, wenn ihr den op-in hat, einen Newsletter rausschickt, per Facebook-Push dort in, in das Thema geht, sehr individuell. Oder ist es etwas, was ihr nicht macht, weil ihr ohnehin wisst, der Kauf kommt wieder zu uns und ich brauche ihn gar nicht incentivieren? Erzähl mal, wie geht ihr, wie geht ihr in solchen Kohorten konkret vor? Also es ist tz, es ist tatsächlich ein ganz tolles Beispiel auch für die Verzahnung der Bereiche, dass wirklich Data Analysten sich hingesetzt haben und Replenishment-Analysen gemacht haben, haben gesehen, okay, nach x Tagen ist so eine Mascara in der Regel leer. Also zum Beispiel zehn bis zwanzig Tage vorher fangen wir an mit Kommunikation über E-Mail, vielleicht auch über, äh, über eine Form von Retargeting, den Kunden entsprechend hochzupriorisieren, um ihn dazu zu bewegen. Ich bin in den meisten Fällen der Ansicht, dass wir die Frequency noch mehr steigern sollten, weil das ist letztendlich eine der ganz zentralen Metriken, wie oft kauft ein Kunde pro Jahr bei uns? Und gerade im Zusammenhang noch mal mit dem Marketplace, wo sich unser Sortiment verändert, wo wir auch noch mehr Dinge des täglichen Gebrauchs bekommen. Wenn man jetzt an Boulangerie als Beispiel denkt, Boulangerie-Produkte, dann ist diese Frequency super entscheidend, strategisch und langfristig. Und wenn wir Kunden, die zweimal bei uns im Jahr kaufen, dazu bekommen, vier oder fünfmal bei uns im Jahr zu kaufen, dann ist das ein riesen Erfolg und dann möchte ich lieber den Ad Spend für den zweiten oder dritten Kauf ausgeben, um ihn auch sicherzustellen, als zu sagen, ich halte mich zurück, weil ich glaube, dass er wahrscheinlich eh kaufen würde. Da würde ich in der aktuellen Situation strategisch eher auf den Push und auf den Ad Spend gehen. Okay, ja, vielen Dank für die konkrete Antwort. Shahab, du hast dich gerade auch bemerkbar gemacht. Was hast du noch auf deinem Zettel stehen? Schieß los. Klasse. Ja, servus, Max. Und mich würde interessieren, du hast das Thema der Monetarisierung heute noch mal angesprochen, dass ihr mittlerweile auch Display Ads eurer Partner anbietet. Ähm, wie relevant ist das Thema für euch unter Revenue-Stream-Aspekten? Das ist die, die erste Frage und die zweite ist: Könnt ihr euch auch vorstellen, mittelfristig einen zweiten Revenue Stream aufzumachen und Display Ads auch externer Kunden, die einfach über euer Traffic, ähm, monetarisiert werden, zu nutzen? (räuspert sich) Ja, also erst mal vom, vom Revenue Stream, ähm, vom Mix her, Volumen ist in beiden drin. Die Cashcow ist natürlich das On-Site-Geschäft. Das, das ist ganz klar, weil der Ad Spend bei uns landet. Äh, und im anderen Fall sind wir ja quasi wie eine Media Agency. Da können wir dann ein bisschen was dafür nehmen, dass wir das alles machen und unsere Segmente zur Verfügung stellen. Aber den, den Profit machen wir natürlich vor allem bei uns auf der Plattform und die Reichweite dann, dann eher extern. Und das ist so ein Mix, der zusammenspielt. Ähm, für die On-Site-Geschichten ist es tatsächlich Voraussetzung, dass man auch in irgendeiner Form bei uns gelistet ist, sei es über einen Einkauf oder über den Marketplace, weil wir eben ganz klar niemals rauslinken werden. Wir werden nicht in Werbeanzeigen von unserer Plattform runterlinken. Das heißt, externe Partner, mit denen wir kein Geschäftsverhältnis haben, die können nicht auf Douglas irgendwelche Anzeigen schalten. Was wir aber machen können und auch teilweise schon getan haben, sind natürlich externe Kampagnen, die auf Basis beispielsweise unserer Segmente, wenn jemand Interesse an Premiumkäufern hat, weil wir wissen, das gibt bestimmte Zusammenhänge zwischen Produkt A oder Category A und Category B, die bei einem externen Partner verkauft wird, dann machen wir das auf jeden Fall. Und das ist, das ist auch ein interessanter Weg, aber eben nicht bei uns auf der Plattform. Okay, das heißt aber, dieses Inventory wird nicht programmatisch zur Verfügung gestellt, sondern das ist wirklich Direct, äh, Direct Deal Geschäft. Das heißt, da müsste man auf euch zugehen und vielleicht noch rein interessenhalber: Welchen AdServer setzt ihr ein? Wir sind da in der, in der Google-Welt. Okay, ihr bleibt in der Google-Welt. Verstanden. Ähm, Max, jetzt habt ihr ein sehr, sehr starkes Wachstum produziert. Chapeau auch dafür. Trotz, äh, trotz der Pandemie, die das mit Sicherheit gewissermaßen beschleunigt hat, finde ich die Zahlen schon atemberaubend gut. Ihr habt ja auch eine M&A-Strategie. Das heißt, ihr kauft ja durchaus auch immer mal wieder. Ähm, was sind da die Assets und wie ist da die Integrationsstrategie, vor allem aus dem Blickwinkel deiner Abteilung, aus dem digitalen Marketing? Ja, wie integriert ihr dann, dann auch die Objekte? Und, äh, vielleicht holst du uns dazu noch mal grob ab, weil's natürlich auch ein Thema ist, über das man wahrscheinlich stundenlang diskutieren könnte. Ja, nee, ein super, super spannendes Thema. Wir haben im Prinzip zwei Zukäufe im Beauty-Bereich, ähm, über die wir sprechen können. Das eine ist Parfüm Dunes. Das ist quasi die, die Nummer drei, sage ich mal, am, ähm, Online-Beauty-Markt in Deutschland, die wir gekauft haben. Und Niche Beauty, das ist ein kleineres Hamburger Unternehmen, was sehr stark im, im Premium-Bereich unterwegs ist, also noch mehr Premium als Douglas, mit wirklich kleinen, exklusiven Marken aus aller Welt, äh, wo du auch wirklich noch mal hochpreisiger unterwegs bist. Und das sind zwei verschiedene Ansätze. Bei Niche Beauty, äh, kann-- ist es eigentlich offensichtlich. Die haben einen super guten Zugang zu genau diesen kleinen Marken aus aller Welt, die im, äh, die echt beliebt sind und schnell gehypt werden. Äh, und die sind teilweise bei Niche Beauty, bevor sie bei uns im Einkauf sind. Und wir haben da auch, sage ich mal, eine Plattform, wo wir das testen können und dann sagen können, okay, die, die super gut skalieren, die nehmen wir auch noch mit in den Douglas-Einkauf grundsätzlich. Das ergänzt sich sehr, sehr gut. Und bei einem Parfüm (...) wiederum auf der anderen Seite, wo wir, ähm, teilweise eben große Überschneidungen haben im Sortiment, da ist es beispielsweise so, dass Parfüm (...) ein sehr, sehr wertvoller Backfill-Partner ist, was ich vorhin erklärt habe. Also, dass genau dann, wenn wir zum Beispiel nicht liefern können, und zwar in beide Richtungen, dass der andere das abfängt und wir zum Kunden immer verfügbar sind. Und auf der anderen Seite hat auch Parfüm (...) aber, ähm, große Sortimentsteile, die wir bisher noch nicht hatten. Wenn man.Als Beispiel in den Haarpflegebereich geht. Das ist was, wo Parfüm übrigens im Sortiment sehr, sehr spannend war. Und es bestehen aber weiterhin auch deren Plattformen. Also es wird, äh, die sind nicht komplett auf Douglas integriert. Die sind natürlich auch als Marktplatzpartner mit ihrem Sortiment integriert, aber die haben weiterhin ihren eigenen Shop, den sie natürlich auch weiterhin betreiben werden mit ihren eigenen Bestandskunden. Und das findet weiter statt. Okay, klasse Max, jetzt habe ich aus der Regie schon das Zeichen bekommen. Wir haben eigentlich keine Zeit mehr. Ich stelle dir aber trotzdem noch eine kurze Frage (Lachen) und würde dich bitten, vielleicht auch ganz kurz zu antworten. Inwieweit habt ihr-- Ähm, also ihr werdet durch das Marktplatzgeschäft auf jeden Fall ein SEO Impact haben. Da bin ich fest von überzeugt. Ähm, kannst du das so ein bisschen einkategorisieren? Hat das einen relevanten SEO Impact für euch gehabt? Ne anschließende Frage, über die wir jetzt hier in diesem Kreis wahrscheinlich nie mehr sprechen können, ist, ob ihr auch aktiv SEA Kampagnen auf Partner schaltet. Aber vielleicht kannst du dich mit dem SEO Impact Part kurz einmal äußern. Also zum Marktplatz-SEA kann ich kurz ja sagen, Punkt. Machen wir natürlich. SEO ist tatsächlich ein Riesenhebel dafür. Also, SEO ist eh eine unglaubliche Erfolgsgeschichte über die letzten zwei, zweieinhalb Jahre. Da hat sich ganz, ganz viel getan an allen Ecken und Enden, technisch, contentseitig. Unsere Visibility ist mehrmals durch die Decke gegangen, auch jetzt trotz Shop Relaunch noch mal angestiegen und Marketplace beflügelt das natürlich. Wir sehen, dass wenn wir neue Brands, neue Categories, neue Produkte aufschalten, wir innerhalb von wenigen Tagen auf Seite eins der Google sind, zu diesen Brands, zu diesen Produkten. Also Google uns den Trust auch über Parfüm und Make up hinaus gibt, relativ schnell dort zu ranken. Und das ist für uns essenziell, weil dieser Organic Traffic Share, der ist für uns ganz, ganz wichtig und wir wollen das nicht nur über bezahltes Wachstum skalieren, sondern eben vor allem auch über organisches. Und das hat einen Rieseneffekt darauf. Super. Vielen Dank, Max, äh, für die tollen Antworten und ich gebe ab an Mario. Jawohl. Und wir gehen in eine kurze Pause und dann geht es gleich weiter mit einem spannenden Vortrag von Sixt. Und ich sage ganz lieben Dank, lieber Max, für deine Zeit. Schön, dass du heute hier mit dabei warst mit einem, wie ich finde, spannenden Panel und ich hoffe, du hast auch Lust und schaust dir noch das eine oder andere heute und morgen bei uns an. Beste Grüße nach Bremen und lieben Dank in deine Richtung. Okay.
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