1:1 Fireside Chaat mit Snap Inc. Sector Lead Performance Jan Müller
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1:1 Fireside Chaat mit Snap Inc. Sector Lead Performance Jan Müller

Zusammenfassung

Jan Müller, Sector Lead Performance bei Snap Inc., erklärt im Fireside Chat, warum Snapchat trotz Konkurrenz durch andere Social-Media-Plattformen einzigartig bleibt: Die App setzt auf echte Freundschaften statt algorithmische Feeds, verzichtet auf Likes und Follower-Zahlen und macht die Kamera zum Dreh- und Angelpunkt – nicht den Content anderer. Das Core Product ist der Chat mit besten Freunden, alles andere (Stories, Spotlight, Snap Map) baut darauf auf.

Social Media Marketing mit Snapchat: Ein anderer Ansatz als Instagram und TikTok

Im Gespräch mit Jan Müller, Sector Lead Performance bei Snap Inc., wird klar: Social Media Marketing funktioniert bei Snapchat anders als bei den großen Konkurrenten. Während Instagram Marketing und TikTok Marketing auf Algorithmen und öffentliche Metriken setzen, folgt Snapchat einer eigenen Philosophie – eine, die Jan Müller seit 2017 beim Aufbau des deutschen Marktes mitprägt.

Warum Jan Müller 2017 zu Snap wechselte

Für Jan Müller war der Wechsel von Google zu Snap ein bewusster Schritt. Bei Google war er als Industry Manager tätig, hatte aber wenig Raum, einen Markt wirklich von Grund auf aufzubauen. Bei Snap bekam er genau diese Chance: Er sollte als einer der ersten Account Executives den deutschen Markt für Snapchat erschließen.

"Zum Zeitpunkt, wo ich so happy war in meiner Karriere wie noch nie zuvor, kam Snapchat auf mich zu mit der Möglichkeit, einer der ersten im deutschen Markt zu sein und Teil des Launch-Teams", erinnert sich Jan Müller. Die Anziehungskraft der App hatte er schon früher gespürt – auch während seiner Zeit bei Google.

Die Evolution von Snapchats Social Media Strategie

Seit 2017 hat sich nicht nur das Produkt verändert, sondern auch Jan Müllers Arbeitsschwerpunkte. Damals war vieles noch "Wilder Westen" – es gab kaum Struktur, dafür aber umso mehr Freiraum. Heute konzentriert sich Jan Müller auf Performance Marketing, einem Bereich, der einen großen Teil des Snapchat-Umsatzes ausmacht.

Die Advertising-Technologien sind gewachsen – von AR-Technologie bis hin zu erweiterten Personalisierungsmöglichkeiten. Aber das Kernprinzip blieb: Snapchat ist kein Massenmedium, sondern eine Plattform für echte Freundschaften und spontane Momente.

Snapchat vs. andere Social-Media-Plattformen: Was ist der Unterschied?

Die zentrale Frage lautet: Warum sollte ich Snapchat noch haben, wenn es Stories überall gibt – bei Instagram, bei TikTok, überall? Jan Müllers Antwort ist klar: "Ein Social Medium definiert sich nicht durch Features, sondern durch das soziale Momentum."

Während bei anderen Plattformen die beste Seite von sich selbst gezeigt wird – poliert, mit Blick auf Likes und Engagement – steht bei Snapchat das echte Leben im Vordergrund. Die Momente, die ungeplant entstehen. Der Döner, den du gerade isst. Der Freund, mit dem du gerade Spaß hast. Das ist der Unterschied.

Keine Likes, keine Follower-Zahlen – kein Druck

Ein radikales Merkmal von Snapchat: Es gibt keine öffentlichen Likes, keine Follower-Zahl, keine Public Comments. Diese "Vanity Metrics" fehlen bewusst. Das bedeutet: Es gibt keinen Druck, Content zu produzieren, der anderen gefällt. Es geht nicht darum, viral zu gehen oder möglichst viele Likes zu sammeln.

Das hat psychologische Auswirkungen. Viele Nutzer sind auf anderen Plattformen passiv, weil sie sich nicht trauen, selbst Content zu erstellen. Bei Snapchat ist das anders – die Kamera öffnet sich sofort und lädt zur Kreativität ein, bevor algorithmische Feeds dich beeinflussen können.

Die Architektur der Snapchat-App: Kamera vor Feed

Hier zeigt sich ein fundamentaler Unterschied zu LinkedIn Marketing und anderen Netzwerken: Bei Snapchat öffnet sich zuerst die Kamera, nicht ein Feed. Das ist keine Designentscheidung aus Zufall – es ist eine "unsubtile Aufforderung", selbst zu kreieren.

Jan Müller erklärt: "Die Plattform soll nicht eine weitere Plattform sein, die mich dazu einlädt, nur den nächsten algorithmisierten Feed zu konsumieren. Bei uns gibt es diesen Druck nicht."

Nutzungsschwerpunkte in Snapchat: Chat, Stories und mehr

Die Snapchat-App bietet verschiedene Features: Chat, Stories von Freunden, Snap Map, und Spotlight. Aber wo nutzen die User die App tatsächlich am meisten?

In Deutschland sind die am stärksten genutzten Funktionen:

  • Chat – Das Herzstück. Hier passiert die echte Kommunikation mit den besten Freunden
  • Stories – Hier teilst du mit deinem Freundeskreis, wo du gerade bist und was du gerade machst
  • Snap Map – Zeigt, wo sich deine Freunde befinden (optional)
  • Spotlight – Ein Bereich, wo Creator ihre Inhalte teilen (noch im Aufbau)

Core Product Value: Freunde und Chat

Alles dreht sich um den Chat mit deinen besten Freunden. Das nennt Jan Müller intern "Core Product Value". Ob Snapchat als Social Media-Plattform erfolgreich ist, hängt davon ab, ob es dich mit deinen besten Freunden zusammenbringt – und ob du mit ihnen Spaß hast.

Alles andere – Stories, Snap Map, Spotlight – sind Add-ons, die auf diesem Kern aufbauen und die Kernwerte der App verstärken: Im Hier und Jetzt leben, zusammen Spaß haben, sich ausdrücken, etwas über die Welt und die Freunde lernen.

Snapchat für Marketing und Creator

Für Unternehmen und Creator eröffnet sich damit auch eine andere Chance. Snapchat ist nicht der Ort für Massenmarketing mit großen Reichweiten. Es ist ein Ort für authentische Creator-Content, der sich dem direkten Austausch mit einer Community widmet – nicht der breiten Öffentlichkeit.

Das erfordert eine andere Denkweise im Social Media Marketing. Es geht nicht um maximale Sichtbarkeit, sondern um echte Verbindung.

Takeaways: Das Snapchat-Prinzip

  • Snapchat definiert sich über die Community (beste Freunde), nicht über Features
  • Keine Likes, Follower oder öffentliche Metriken – das reduziert psychologischen Druck
  • Die Kamera kommt vor dem Feed – echte Kreativität statt passiver Konsum
  • Chat ist das Herzstück; Stories und andere Features bauen darauf auf
  • Authentische Momente statt perfekt inszenierte Inhalte
  • Performance Marketing funktioniert auf Snapchat anders als auf Instagram oder TikTok

Häufige Fragen

Warum sollte ich Snapchat nutzen, wenn es Stories überall gibt?

Weil Snapchat nicht über Features definiert wird, sondern über das soziale Momentum mit deinen besten Freunden. Stories bei anderen Plattformen dienen oft dazu, die beste Seite von sich zu zeigen und Likes zu sammeln. Bei Snapchat geht es um echte, ungeplante Momente – den Döner, den du gerade isst, ohne Druck, dass es perfekt aussehen muss.

Was ist die Kernfunktion von Snapchat?

Der Chat mit deinen besten Freunden. Alles andere – Stories, Snap Map, Spotlight – baut darauf auf. Die App soll dich in Echtzeit mit deinen engsten Freunden verbinden, nicht mit algorithmierten Feeds dich volllasten.

Warum öffnet sich bei Snapchat zuerst die Kamera statt eines Feeds?

Das ist bewusst so designt. Die Kamera ist eine "unsubtile Aufforderung" an dich, selbst zu kreieren – bevor algorithmische Feeds dich beeinflussen können. Snapchat will nicht, dass du passiv Content konsumierst, sondern dass du dein Hier und Jetzt teilst.

Gibt es bei Snapchat Likes und Follower-Zahlen?

Nein. Snapchat verzichtet bewusst auf öffentliche Likes, Follower-Zahl und öffentliche Kommentare (sogenannte Vanity Metrics). Das soll den Druck reduzieren, Content zu produzieren, der anderen gefällt – und echte, spontane Kommunikation fördern.

Wie unterscheidet sich Snapchat-Marketing von Instagram oder TikTok Marketing?

Snapchat setzt auf authentische Momente und echte Freundeskreise statt auf Massenreichweite. Es geht nicht um maximale Sichtbarkeit oder virale Inhalte, sondern um echte Verbindung mit einer Community. Performance Marketing funktioniert deshalb auf Snapchat ganz anders.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

(intro musik) Yes, Jan Müller ist bei uns zu Gast. Jan ist Sektor Lead Performance bei Snap. Hallo Jan und herzlich willkommen hier bei uns im Studio. Schön, dass du da bist. Danke. Danke, dass ich hier sein darf. Total gerne. Hattest du eine entspannte Anreise? Ja, aus Hamburg ist ja zum Glück nicht so weit. Also, ähm, ich fahre relativ oft nach Berlin, aber durch die eine Stunde fünfundvierzig mit der Bahn, das ist sehr entspannend. Sehr cool. Schön, dass wir dich heute hier begrüßen dürfen und insbesondere klasse, dass wir über das Thema Snap beziehungsweise Snapchat heute sprechen werden. Bevor wir einsteigen, Jan, möchte ich dich einmal kurz unserer Audience vorstellen. Und, ähm, Jan, ich habe es gerade schon gesagt, ist Sector Lead Performance bei Snap und schon seit 2017 mit dabei, insbesondere, ähm, in der Verantwortung des Aufbaus des Snapchat-Geschäftes in der DACH-Region. Vorher war Jan fast vier Jahre bei Google aktiv als Industry Manager und Analytical Consultant und davor warst du zwei Jahre Unternehmensberater bei The Boston Consulting Group, war also mit großer Digital-Expertise und Beraterexpertise ausgestattet. Du hältst den Bachelor of Science an der Uni zu Köln und ich habe was ganz Spannendes gesehen: Warst bei der Bundeswehr sogar als Obergefreiter Gebirgsjägerbataillon. Das ist der Wahnsinn. Ähm, und du bist aber im Berufsleben natürlich Experte in der Unterstützung von Unternehmen für erfolgreiche App-Vermarktung und User Acquisition. Arbeitest dabei mit den größten Playern in den Bereichen E-Commerce, Gaming, Travel, Mobility und Consumer Apps zusammen. Jan, ich hoffe, alles richtig? Ja, tatsächlich. Klingt aber irgendwie alles ein bisschen mehr, als es war, gefühlt. (lacht) Also, äh, Obergefreiter, das war tatsächlich einfach, äh, Grundwehrdienst, ne. Also jetzt keine große Sache. Da musste ich- Müssen wir auch nicht draus machen. Nein, genau. (lacht) Dann lass uns doch gerne über die eigentlichen Inhalte unseres heutigen Talks sprechen und da mal einsteigen. Ich finde das ganz spannend. Boston Consulting Group, dann warst du bei Google vier Jahre lang und dann bist du 2017 bei Snapchat an den Start gegangen. Jetzt kann ich mich erinnern, ich darf das digitale Marketing-Business natürlich auch schon ein paar Jahre begleiten – dass da der große erste, ich nenne ihn mal den ersten Hype von Snapchat so im Jahr 2014, '15 rum stattgefunden haben dürfte, wo das auch bei mir in meinem Circle, ja, in meiner Bubble sehr, sehr, ähm, aktiv genutzt worden ist. Du bist dann tatsächlich einige Jahre später, nach diesem ersten Hype erst eingestiegen. Ähm, was waren deine Gründe dafür, dass du 2017 von Google zu Snap gegangen bist? Nun, ähm, da würde ich gerne so zwei Sachen voneinander, ähm, unterschiedlich betrachten. Zunächst mal, ja, das war der erste Hype, aber irgendwie hat die, die, ähm, Anziehungskraft, die Snapchat auf mich ausgeübt hat, irgendwie nicht abgerissen. Also ich habe das tatsächlich, als bei Google arbeitend, natürlich das Thema auch wahrgenommen und habe mich mit der App auseinandergesetzt. Und, ähm, es gab natürlich auch nicht vorher die Möglichkeit, zu Snap zu gehen, weil es noch kein Advertising Business gab zu dem Zeitpunkt, also rund um 2014, 2015, und schon gar nicht in Deutschland. Ähm, gleichzeitig war ich auch sehr happy bei, bei Google. Und, ähm, zum Zeitpunkt, wo ich so happy war in meiner Karriere wie noch nie zuvor, ähm, kam Snapchat auf mich zu mit der Möglichkeit, einer der-- also der zweite Account Executive im deutschen Markt zu sein und Teil des, des Launch-Teams im deutschen Markt. Und da habe ich festgestellt, dass eine Sache möglich wäre, mit Snap neben der Tatsache, endlich für diese Company zu arbeiten, die ich super spannend von außen empfand, ähm, nämlich mal ein Market aufzubauen. Also bei Google arbeiten kann man echt viele Sachen machen, aber eine Sache ist zumindest nach 2015 sicher nicht mehr möglich, irgendeinen Markt irgendwo aufbauen. Also, ähm, vielleicht noch in Papua-Neuguinea, aber nicht in Deutschland. Und, ähm, die alten Googler haben tatsächlich immer so einen strahlenden Augen gehabt, wenn sie davon geredet haben, wie alles am Anfang war. Und irgendwie wollte ich auch mal das Am-Anfang mit erleben. Und dann eben für so eine App, die ich spannend fand, das, das hat irgendwie sehr viel, sehr viel, ähm, Attraktion auf mich aufgebaut. Das kann ich sehr gut verstehen und man sieht auch so ein bisschen, du strahlst auch heute. Insofern scheint das ein guter Schritt für dich gewesen zu sein. Und du bist ja jetzt auch schon vier Jahre mit an Bord. Vier Jahre in einem Social-Media-Ökosystem, wie Snapchat natürlich auch eins ist. Auch wenn ihr sagt, dass die Kamera natürlich im Vordergrund steht, ist sicherlich eine ganz spannende Reise gewesen, ohne jetzt auf jedes Detail eingehen zu wollen. Wie haben sich so deine Arbeitsschwerpunkte seit 2017 verändert? Ist sicherlich 'ne ganze Menge passiert. Ja, also zunächst mal, das Produkt hat sich total verändert. Ähm, die Capabilities unserer, unserer Advertising-Lösungen, sei es die schlichte Technologie hinter AR oder die komplexe Technologie hinter AR, aber auch die Möglichkeiten, das einzukaufen. Die Personalisierungsmöglichkeiten unserer Advertising Suite sind auch wahnsinnig weiterentwickelt worden, aber auch das, was ich tue. Also damals, man muss sich das vorstellen, man kommt zu einer Plattform, die sagt: „Ihr seid jetzt die ersten Seller on the Ground in Deutschland. Wir kennen den deutschen Markt nicht. Macht mal." Und dann sagen wir: „Wie? Macht mal?" „Ja, findet Umsatz." Und, also, dann war das ... Das war natürlich so ein bisschen mehr so Wilder Westen am Anfang und da hat man, haben wir eben durch Aufbau des Businesses nach und nach Struktur reingebracht, sodass man sich dann auch eben auf Sachen konzentrieren konnte, die einem nah am Herzen liegen. Äh, von Google kommend und eher so quantitativ orientiert, hat mir dann eben das Performance-Marketing-Business total zugesagt und habe mich dann auf diese Nische, sage ich mal, spezialisiert, die auch wirklich einen großen Teil unseres Umsatzes ausmacht. Und, aber das war eine Evolution von absoluter ... Also man kann es nicht strukturfrei nennen, ich mein, man muss es strukturfrei nennen, weil es einfach, äh, gab es nichts, das man hätte strukturieren können. Mhm. Okay, wow.Gehen wir jetzt auf Snap ein oder Snapchat. Man darf ja weiterhin sagen, der erfindet da eigentlich das Story-Formate, die uns ja nach wie vor überall begegnen tatsächlich. Darf man sagen in unserem Social-Media-Makrokosmos, in dem wir uns bewegen. Die App ist – so betrachte ich das zumindest als Marketer und sicherlich auch viele aus unserer Community jetzt häufig im Advertising, aber gegebenenfalls auch in der Nutzung, je nach Altersgruppe, nicht mehr im primären Relevance herzukommen, sondern erst andere Apps gegebenenfalls in den Sinn, auf die wir auch noch heute vielleicht eingehen werden, ob es jetzt Instagram ist oder TikTok, you name it. In Grundzügen geht es aber, deswegen erkläre ich es noch einmal bei Snap, ja eigentlich weiterhin darum, sich insbesondere über die Kamera mit Bildern, natürlich aber auch mit Videos auszudrücken, insbesondere gegenüber eigenen Freunden, der eigenen Peergroup, was ja auch in Teilen unique geworden ist, muss man sagen, weil ja die eigene Peergroup bei anderen Social Media Networks immer mehr in den Hintergrund zu rücken scheint. Wenn wir uns mal ein bisschen überspitzt fragen: Wofür benötige ich Snapchat jetzt Anfang 2022 eigentlich noch in meinem Smartphone? Ich meine, Stories sollte eigentlich abgedeckt sein, beispielsweise. Kamera und Filter Da gibt es auch eine ganze Menge. Insofern das, was euch seinerzeit als Pioniere ausgemacht hat, sehe ich in einer, zumindest nach meinem Empfinden, Vielzahl von anderen Apps. Warum sollte ich Snapchat auf meinem Smartphone haben? Nun, weil sich ein Social Medium ... Sehr berechtigte Frage, aber du hast die Antwort quasi schon vorweggenommen, weil sich Social Medium Plattform letztlich nicht nur über die Features definiert oder ganz und gar nicht nur deshalb, sondern eigentlich über das soziale Momentum, was ich da habe. Und ich benutze eben Snapchat für die Freunde. Das ist die Plattform, wo ich eingeladen werde, mich direkt mit meinen Freunden natürlich auszutauschen, mit denen zusammen Spaß zu haben. Das Feature „Stories ist einfach ein Feature, was sich woanders hin übertragen lässt, aber dann in einem anderen sozialen Medium, mit einem anderen sozialen Netzwerk ganz anders genutzt wird. Hier bei uns geht es darum, tatsächlich die besten Freunde auf dem Laufenden zu halten, wo ich gerade bin und vielleicht auch ein bisschen spaßigere, weniger ins rechte Licht gerückte Momente aufzunehmen, sondern die Momente, die das echte Leben schreibt, während das gleiche Feature, der gleiche Canvas in einem anderen Kontext, auf einer anderen Plattform vielleicht eher dafür verwendet wird, die beste Seite von mir zu zeigen. Okay, das ist eine sehr vielschichtige Antwort, ja durchaus beziehungsweise da steckt ja eine ganze Menge mit drin. Unter anderem, wie ich mit sozialen Netzwerken umgehe, was ich von mir zeige, ob ich mich in Drucksituationen hineinbewegen möchte, weil ich Likes brauche und eben entsprechend vielleicht auch ein Produkt platziere oder weil ich einfach meine Freunde daran teilhaben lasse, wenn ich gerade im Stadion, im Fußballstadion sitze – was schön wäre, by the way, kommt sicherlich bald wieder – oder eben in irgendeiner Form mit Freunden unterwegs bin. Eure Herangehensweise, die eine andere ist, zeigt sich auch dadurch, wenn ich mich wieder in eure App hinein bewege. Ich kenne es ja eigentlich nur noch so, auch im Business-Kontext, wenn wir LinkedIn uns anschauen, beispielsweise oder auch die anderen sozialen Netzwerke, dass ich mich eigentlich in den Feed hinein bewege, der algorithmisch gesteuert ist, wo ich Content bekomme und Content bekomme und Content bekomme und ich bleibe eben entsprechend mit dabei. Und wenn ich bei euch in die App hineingehe, sehe ich keinen Feed, sondern erst einmal begeht mir die Kamera, die auch sofort aufgeht und eben entsprechend dann dafür da ist, mir das Momentum, also das, was du gerade auch angesprochen hast, meine Situation im Hier und Jetzt, wie es so schön heißt, aufzunehmen. Erzähl mal, warum ist das für euch weiterhin Key Feature? Warum ist das zentral, auch Snapchat zu verstehen? Du hast es genau richtig dargestellt. Die Plattform soll nicht eine weitere Plattform sein, die mich dazu einlädt, nur den nächsten algorithmisierten Feed zu konsumieren, entweder gar nicht zu kreieren oder wenn ich kreiere, mich einem Druck, einer Drucksituation auszusetzen, in der ich das Gefühl habe, ich muss jetzt etwas produzieren, was dann auch anderen gefällt. So ähnlich wie das, was ich gerade gesehen habe und was ich gesehen habe, das Likes generiert. Bei uns gibt es keine Likes, bei uns gibt es keine Follower-Zahl. Gibt es, aber die würdest man nie rausfinden. Das ist keine Metrik, die öffentlich gemacht wird. Diese sogenannten Vanity Metrics, Likes, Public Kommentare et cetera, die gibt es bei uns nicht. Somit gibt es dieses Framework nicht, womit ich das Gefühl bekommen könnte, mich einem bestimmten eine bestimmter Sorte von Inhalten zu beugen. Und dadurch, dass ich eben die User als Plattform, also ich, damit meine ich die App, dadurch, dass die App die User nicht einlädt, erst mal ein Feed zu konsumieren, sondern das Erste, was macht, die Kamera zu präsentieren, ist das eine sehr unsubtile Aufforderung, doch einfach selber mal zu kreieren und das Hier und Jetzt sozusagen aufzunehmen, bevor man sich davon beeinflussen lässt, was jetzt wohl andere gerade spannend finden. Ja, was interessant ist, weil deshalb auch viele Nutzerinnen und Nutzer eben in anderen Apps sehr, sehr passiv am Werk sind, weil sie sich gegebenenfalls auch gar nicht trauen, eben in diese Content-Verlanks-und-Content-Sphären dann auch einzutauchen, was bei euch anders ist. Trotz allem, nein, trotz allem ist nicht der richtige Einstieg. Es gibt bei euch abseits der Kamera viele neue Inhalte, die das App-Erlebnis letztendlich komplettieren und/oder erweitern. Es gibt die Snap Map beispielsweise. Dann gibt es den Chat-Bereich, Stories, ganz klar und dann eben auch Spotlight. Wenn ihr euch eure App so anschaut, wo ist eigentlich die Nutzungsintensität? In welchem Bereich am größten? Was ist eher eine Spielwiese, in der ihr gerade dabei seid, eben an Dynamik aufzunehmen? Was kannst du uns so berichten im Hinblick auf die Nutzungsschwerpunkte eigentlich in der Snap-App, so wie sie heute im App Store ist? Die Antwort wäre wahrscheinlich auf einen individuellen User anders als auf einem bestimmten Markt, anders als global. Also für einen individuellen User hängt es ganz davon ab. Schauen wir mal auf Deutschland zum Beispiel. Genau, auf Deutschland. Also da ist die global am stärksten genutzte Aspekt in der deutschen Usersphäre sind die Stories von Freunden und allen voran der Chat. Der Chat ist der zentrale. Das nennen wir immer Core Product Value intern. Ob wir als Social Medium und als Social App sozusagen reüssieren, hängt davon ab, ob wir dich mit deinen besten Freunden zusammenbringen und ob du mit deinen besten Freunden über den Chat vor allem Spaß hast. Alles andere sind dann Add-ons, die es eben dir ermöglichen, unsere Kernwerte.Im Hier und Jetzt zu leben, miteinander Spaß zu haben, sich auszudrücken und vielleicht was auch über die Welt zu lernen und über seine Freunde. Alles andere baut darauf auf und bringt das in den nächsten Teil, in den nächsten Feature, zum Beispiel per Stories, dann rede ich nicht mehr one-on-one, sondern kann meinen Freunden breiter ausdrücken, wo ich gerade bin, ob ich gerade einen guten Döner esse oder nicht. Ich habe heute noch keinen guten Döner gegessen, leider in Berlin, aber es gefällt mir vielleicht noch. Du kannst ja noch zeigen, je nachdem, wann der 10% zurückgeht. Genau, aber das könnte ich dann natürlich konsumieren. Der Chat ist Der Kernteil und der Chat über die Kamera kommend, ist der Kernteil unserer App, auf dem alles andere aufbaut. Also der Ausdrückung, sorry, der Austausch auf Video und bildbasierte Kommunikation ist das Wichtigste, angereichert dann natürlich mit Textkommunikation. Das ist dann auch die Basis für dann Storys oder Spotlight, was dann die besten Bilder und Videos sind, die so gut sind, von denen ich glaube, dass das noch mehr Leute sehen sollten, die nicht nur meine Freunde sind. Du hast auch schon gesagt, etwas experimenteller, wo sozusagen die Reise noch stärker hingeht, ist auch Maps. Die Snap Map ist für mich so eine Art ... Da habe ich jetzt nicht Snapchat-Lingu verwendet. Das ist so die soziale Form von Google Maps oder einer Map-App. Ich kann mir die gesamte Welt angucken und kann überall sehen, wo die Freunde, die mit mir gerade ihren Location-Standort teilen, kann ich sehen, was sie gerade machen, wo sie sich befinden, ob sie vielleicht gerade am Flughafen sind oder gerade Musik hören. Ich kann aber eben auch durch diese Heatmap sehen, was gerade an Bildern und Videos rund den Eiffelturm, rund Mecca, rund Venice Beach geteilt wird. Das ist echt cool. Da fühlt man sich der Welt sehr nahe, gerade in Zeiten ... Ich hatte letztes Jahr im absoluten Lockdown eine Knie-OP. Ich war nicht nur durch den Lockdown immobil, sondern auch grundsätzlich. Herzlich gewünscht. Ja. Und dann hat man das Gefühl, ich kann jetzt virtuell ein bisschen reisen und genau sehen, was gerade passiert auf der Welt. Klingt nach ganz viel Inspiration. Ich vermute mal, eure Downloadzahlen schießen gerade in die Höhe, zumindest hier in der Audience, bei denen, wo ihr nicht ohnehin schon am Smartphone seid. Du warst bei Babygrad Business im Gespräch, bei Ann-Kathrin Schmitz, die auch hier schon bei uns zu Gast war. Ein ganz toller Podcast. Und du hast bei ihr eine steile These aufgestellt, wie ich finde. Du hast gesagt, Jan, wenn ich dich zitieren darf, ich hoffe richtig: „Wenn ich Inhalte produziere, die an die Gen Z gerichtet sind, komme ich ans Snapchat eigentlich nicht vorbei. Stehe ich zu ihr. Bitte? Da stehe ich zu. Das ist schon mal gut. In dem Zusammenhang kennst du das alte Marketing-Lied interessieren sich natürlich gerade Brands. Ich meine, das ist dein täglich Brot. Damit hast du sicherlich viel auch Dialog in deinem Tagesgeschäft zu tun, für Reichweitenzahlen, für Nutzerzahlen, gerade auch für den deutschen Markt, der noch heruntergebrochen ist. Globale Dinge sind immer super spannend, aber wenn wir uns hier in der OMKB an unsere Audience richtet, haben wir ganz viel Dach, ein Publikum natürlich auch mit an Bord und die klassischen Währungen Monthly Active User beispielsweise, Wachstum der Nutzerzahlen und auch so ein bisschen Alterszielgruppen. Wenn du ein paar Kennzahlen parat hast, Jan, würde mich das sehr freuen, noch mal so ein bisschen Gefühl dafür zu bekommen: Wie viele Leute können wir denn gerade überhaupt erreichen, wenn ich mich beispielsweise als Brand in das Snap-Ökosystem bewegen möchte? Ja, also zunächst mal: In Deutschland erreichen wir mit Werbung, also monthly active User, die ich mit Werbung erreichen kann – das ist ein monthly addressable reach – über 13 Millionen und à peu près 80% davon sind über 18. Also 80% unserer Audience, die ich erreichen kann mit Werbung, sind über 18. Wir erreichen 80% der 13 bis 24-Jährigen in Deutschland on a given day, sorry, in einem gegebenen Monat. Für den Tag weiß ich es gerade leider nicht auswendig. Und wir reden von Monthly Active User von deutlich über acht Millionen. Also auch der Share Monthly Addressable versus Daily ist ziemlich gut. Wir haben nicht so ein paar wenige User, die ein paar User, die am Monat zwar aktiv sind, aber das dann nur ein, zwei Mal im Monat sind, sondern der größte Teil ist dann wirklich auch täglich drin. Und das wird auch dadurch wieder gespiegelt, wie intensiv die App genutzt wird. Pro Tag haben wir ungefähr mehr als 30 App Opens pro Daily Active User und der Daily Active User wird auch die App mehr als 30 Minuten am Tag verwenden. Okay, wow. Das sind beeindruckende Kennzahlen, insbesondere die 13 Millionen, eben entsprechend die absolute erreichbare Zielgruppe dann tatsächlich über eine Aktivierung bei euch. Fairerweise, wenn ich das noch anmerken darf: Das ist Deutschland. Wir wissen aber, viele Brands, gerade auch in Corona-Zeiten, haben festgestellt: „Na ja gut, mein Onlinebusiness kann ich auch über die Grenzen von Deutschland hinaus expandieren. In Frankreich sind wir laut App Annie nicht nur die größte Social App, sondern wir sind die größte App. Es gibt einfach größer als alle anderen Social-Media-Plattformen und auch haben die meisten Nutzerzahlen über alle Apps hinweg in Frankreich. In Norwegen haben wir eine Durchdringung des Marktes aller Smartphone-User von 85%. Es gibt wirklich verschiedenste, sehr kommerziell relevante Märkte, für die ich Ads targeten kann, wo ich sehr, sehr viele Leute erreichen kann, auch in unterschiedlichen Altersgrößen. Das würde jetzt diverse Rückfragen zulassen, beispielsweise warum Frankreich und Norwegen eben gerade so eine extrem hohe Snap-Durchdringung haben und Deutschland eben noch nicht. Wobei 13 Millionen ja trotzdem eine Reichweite sind, die, glaube ich, die meisten unserer Leute in der Community erst einmal positiv beeindrucken würde. Eure Zielgruppe, wenn ich mir dann die Nutzer einmal anschaue, du hast gerade die 18 bis 24-Jährigen erwähnt, mit einer extrem hohen Durchdringung, 80% beispielsweise, ist auch eine der Kernzielgruppen auf Insta und auch auf TikTok, kann man nicht anders sagen. Youtube als global addressable Player spielt logischerweise auch in diesen Zielgruppen. Gibt es so etwas wie eine Snap-unique-Reichweite, also Personen, wo klar ist, kriege ich nur bei euch, zumindest wenn ich die sozialen Netzwerke mir anschaue? Ja, absolut. Wir haben eine Analyse mit AppAny gemacht, die tatsächlich betrachtet hat, für eine gegebene Audience, sagen wir mal 16+, mit welcher Prozentsatz unserer User wird am gegebenen Tag, in einer gegebenen Woche, in einem gegebenen Monat,Plattform X nicht mehr öffnen. Und das ist echt beeindruckend viel. Zum Beispiel sechsundfünfzig Prozent unserer User über sechzehn werden an einem gegebenen Tag TikTok nicht öffnen. Ich glaub', es sind sechsundvierzig für YouTube und die Instagram Zahl weiß ich leider gar nicht mehr ganz so im Kopf. Signifikant, signifikante inkrementelle Reichweite. Und der Punkt ist eben, auf unserer Plattform befinden sich wahnsinnig viele User und manchmal kriegt man auch die Frage so, Storys könnte man ja auch implizit sagen aus einer deiner ersten Fragen, Storys gibt es auch woanders, also das Story Format. Warum sollte ich denn überhaupt als User mich noch auf Snapchat bewegen? Die Antwort ist ja, es ist ja keine Entweder-Oder-Frage. Also wenn man sich die die die von die Screens der der Gen Z und Millennials anguckt, da ist ja nicht nur ein Social Medium auf dem Screen zu finden, dass man verwendet verschiedenste Social Media Apps für verschiedenste Zwecke. Also ich kann von mir sprechen, ich verwende Instagram, bestimmten Stars zu folgen oder wenn ich mal wirklich was habe, womit ich glaube, das ist jetzt ein sehr, sehr pol, also das rückt mich in ein sehr, sehr positives Licht, dann würde ich vielleicht das dort posten. Ich verwende eine andere Plattform, zum Beispiel TikTok vornehmlich, um lean back einfach mich bespaßen zu lassen und ich verwende Snapchat, mit meinen Freunden im Hier und Jetzt sozusagen ein bisschen Spaß zu haben und mich auszutauschen. Sicherlich richtig von dir aufgezeigt, dass das keine Entwederoderfrage ist. Nichtsdestotrotz ist natürlich auch ein Thema der Relevanz ganz wichtig, auch in der Beurteilung, in der Attraktivität für Werbekunden. Du hast gerade die Verweildauer angesprochen, darauf gehen wir später noch einmal ein. Das ist natürlich auch eine wichtige Metrik. Also ob ich da bei einer Minute oder dreißig oder achtzig liege, macht natürlich schon einen extrem großen Unterschied. Gehen wir noch mal einen ganz kurzen Schritt zurück und beschäftigen uns noch etwas mehr mit eurer Strategie und eurer strategischen Ausrichtung. Ich durfte lesen, die realen Interaktionen von echten Freunden ins Digitale zu überführen, ist so etwas wie eine Kernkompetenz von euch. Du hast gerade dein Knieleiden erwähnt in Zeiten der Pandemie. Deswegen stelle ich mir die Frage: Gibt es so etwas wie einen Back-to-Snapchat-Effekt aus dem alten Hype kommend, wenn wir das mal als den originellen Ursprung von Snapchat eben entsprechend erfahren. Dank, du weißt, wie ich es meine, der entsprechenden Pandemie, also weil ich eben die Interaktion nicht so durchführen konnte, gegebenenfalls wie ich es mir gewünscht hätte. Also schau dir auf die Leute, die achtzehn Jahre alt werden und nicht feiern durften oder ähnliches. Ist es dann etwas, wo dann Snapchat wieder in das Relevance-Zerrückte? Ist das ein massiver Treiber? Also meintest du sozusagen, dass mit dem Start der Pandemie wir User gewonnen haben? Ja. Ja, da waren wir nicht die einzige Internetbasierte Plattform, die insbesondere auch User enabled, aus der Ferne miteinander zu kommunizieren, die da in Userschaften profitiert hat. Was aber interessant war, das war kein Strohfeuer. Das war eine schöne Möglichkeit für uns, glaube ich, uns wieder ins Relevanzset für verschiedenste User zu bringen, die dann auch einfach überzeugt waren und geblieben sind. Es gab nämlich danach keinen DIP, auch als wieder die Restriktionen ... Es gab ja zeitweise in diesem letzten Sommer, gab es ja quasi keine Restriktionen, zumindest wenn es darum geht, wie viele Leute ich treffe von meinen besten Freunden zumindest. Und da haben wir keine User verloren, sondern das Wachstum ist konstant dageblieben. Und ich glaube, so wie es auch beim E-Commerce so war, da ist ein Pendel in eine Richtung geschwungen, was nie wieder komplett zurückschwingen wird, weil einfach die Convenience im E-Com-Bereich sowie auch die Convenience aus der Distanz im Echten hier und jetzt auf die digitale Welt übersetzt, sich miteinander auszutauschen. Das überzeugt einfach und dann will man da will man mehr von machen. Okay, ja. Gehen wir einen Schritt weiter, auch in eurer strategischen Ausrichtung. Wir haben gerade über die eins zu eins oder eins zu many Kommunikation gesprochen bei meinen Freunden in meiner Peer Group, wie auch immer du es benennen möchtest. Gleichzeitig möchtet ihr euch aber auch weiterentwickeln zur Plattform für die Produktion von Inhalten. Starke Creator heutzutage, wenn wir uns die sozialen Netzwerke anschauen oder wenn Spotify heute auch hier, Podcast Creation beispielsweise und Co, sind mittlerweile für viele Netzwerke ein absolutes Key Feature und teilweise definieren sie auch ihren USP eben tatsächlich über die Exklusivität von Creatoren, über bestimmte Sequenzen, die eben entsprechend dann dort auch nur in einigen bestimmten sozialen Netzwerken zu finden sind. Bei euch gibt es, habe ich entdeckt, die sogenannten Snapstars. Genau. Und kuratierte Inhalte letztendlich von diesen Snapstars. Erzähl doch mal, weil ich kann mir vorstellen, dass das nicht jedem klar ist, in welche Richtung ihr euch da bewegt und wie das überhaupt funktioniert. Wie funktioniert das System und wie werde ich ein Snapstar, wenn ich jetzt irgendwie das Gefühl hätte, das wäre was für mich? Genau. Es gibt zwei Sorten von Influencern auf unserer Plattform, also zertifizierten Influencern. Wir können einmal über die Snapstars sprechen. Snapstars sind die die die Form der zertifizierten Influencer, die verifizierten Influencer, die vornehmlich Video und Bilderinhalte posten und eine sehr hohe Reichweite haben und sehr beliebte Inhalte produzieren. Die offiziellen Hürden, die offiziellen Hürden, um Snapstar zu werden, sind gar nicht so groß. Man bräuchte auf Snapchat hundert Follower mindestens, was durchaus erreichbar ist. Realistisch, denke ich. Wir haben gestern festgestellt, dass das sogar ich erreichen würde. Und man braucht mindestens einen Kontakt, wo es Mutual Followership gibt, also dass ich nicht nur gefollowed werde, sondern auch Freunde habe. Lässt sich auch einrichten, so wie die Namen. Lässt sich einrichten. Am Ende des Tages geht es aber darum, geht es auch die Engagement Rates hinter den Videos. Wird ein Großteil meiner Stories zu Ende gesehen, wird darauf kommentiert, wird darauf geantwortet und ich glaube, diese relativ weich formulierenden, relativ schaffbaren Metriken sind es am Ende nicht, die mich kategorisch auf jeden Fall zum SnapStar qualifizieren. Das, glaube ich, ehrlich gesagt, sind Hürden, die letztlich auch aktuell noch nicht auf Snapchat stark aktiven Influencern, aber eben Influencern mit einer hohen Followership auf anderen Plattformen ermöglichen sollen, auch bei uns direkte Snapstars zu werden. Okay, okay. Kannst du uns zwei, drei Namen droppen? Wäre ja super, wenn du das machen kannst.Eure bekanntesten Creator sind? Ja, also ich glaube, global reden wir dann ganz schnell über amerikanische oder saudische Influencer, aber Kylie Jenner natürlich und sicher noch einige andere wie Justin Bieber oder so. Aber hier auch in Deutschland Lukas Rieger und einige andere, die man vielleicht auch von anderen Plattformen kennen, sind da aktiv. Und das bietet sich ja auch an, diese diese Influencer haben ja, das machen das zum großen Teil auch mit professionell beziehungsweise machen das als ihren Job. Und wenn sie sowieso schon vertikale Inhalte produzieren, warum nicht? Entweder first and foremost für Snap oder auch für Snap. Bietet sich ja absolut. Ja, das ist ein ein wichtiger Punkt, den Du ansprichst. Also vertikale Videos, über die Relevanz müssen wir heute nicht nicht sprechen, ne. Letztendlich ist es aber so, dass viele Influencer, Creator, der Begriff ist ja durchaus fließend, je nachdem, wie man das dann definieren möchte. Beispielsweise von TikTok, eben natürlich auch Instagram Reals machen, Youtube Vlogs machen gegebenenfalls, Stories posten, in in Feeds dort aktiv sind. Ich aber, ist jetzt keine empirische Studie, zumindest das Gefühl habe, dass wir häufig nicht auf Snap referenzieren tatsächlich bisher. Was unternehmt ihr da konkret, die Big Names eben entsprechend dann auch für Snap gewinnen zu können? Oder ist das die falsche Frage, weil das ist eigentlich gar nicht euer Ziel? Ja, ja, also ich will nicht sagen falsche Frage, aber die die Hypothese, dass dass die nicht auf auf Snap sind, geh ich nicht hundertprozentig, denn das ist schwierig ist halt, auf Snap müsstest Du deren Username kennen, sie zu finden. Richtig, wie ist der Deiner? Meiner ist j m Punkt m u c. Okay. Und Du könntest also sozusagen diesen Crosscheck gemacht haben für 'n bestimmten Influencer auf der auf Plattform x y z mit Klarnamen zu finden ist. Auf unserer Plattform wirst Du den vielleicht so nicht finden oder diese Influencerin. Und entsprechend, also die allermeisten sind eben auch auf Snapchat aktiv, weil warum nicht? Die die Inhalte sind entweder sowieso für Snap produziert worden oder wenn sie primärly für etwas anderes produziert worden sind, kann ich sie auf Snap sehr, sehr einfach verlängern. Mhm. Und das das ist ja 'n sozusagen eine eine eine ökonomisch logische Entscheidung, das dann einfach auch zu machen. Okay. Also das ist tatsächlich der Fall. Wenn wir das jetzt mal versuchen, aufm Ich wollte aber noch sagen, Du hast noch gefragt sozusagen, was unternehmen wir, um um um ja Influencer zu zeigen, für Snap zu zu überzeugen. Wir haben aber auch für sehr, sehr erfolgreiche Posts von auf auf Spotlight haben wir auch wahnsinnig viel Geld ausgeschüttet im ersten Jahr. Ich glaube, das ist das Kalenderjahr zwanzigeinundzwanzig, könnten aber auch zwölf Monate seit Ende zwanzig zwanzig gerechnet gewesen sein, haben wir zweihundertfünfzig Millionen Dollar an die an die Creator und von den von den beliebtesten Inhalten auf Spotlight ausgeschüttet. Also wir da sind auch ökonomische Anreize am Werk und natürlich kann ich als Influencer auch einfach mit Marken zusammenarbeiten, meine Reichweite für Interactions mit diesen Marken zu zu nutzen, mich dafür bezahlen zu lassen. Jetzt haben wir zwei ganz essentielle Bereiche angeschaut, dass auf der einen Seite, ich sag mal, das Abbilden von privater Kommunikation, ne, sehr, sehr interaktiv, sehr schnell, sehr ehrlich, entsprechend auch mit Inhalten, die ich sonst nie auf 'ner anderen Plattform teilen würde, zumindest bei den meisten wird das sicherlich so sein. Auf der anderen Seite habe ich dann aber entsprechend doch den Story Content von Snap Stars, von Personen, die ich nicht kenne. Fehlt da der Fokus? Wo ist da jetzt genau euer Fokus? Wie passen diese beiden Bereiche miteinander zusammen? Das fände ich klasse, wenn Du das noch mal erklären könntest. Ja, ich ich finde das interessant, die Fokusfrage, weil ich find's tatsächlich eher so als als die viel als Vielseitigkeit und als Stärke, weil das zwei Sachen miteinander kombiniert, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Wir haben halt eine App, wir haben eine App geschaffen oder wenn ich wir sagen, andere Leute eindeutig, haben eine App geschaffen, die sehr, sehr anziehend auf eine bestimmte Audience, vornehmlich auf eine bestimmte Audience ist, aber auf den den Core Product Value für viele bietet. Und wir haben festgestellt, dass ein dieser User es auch auch im Lean Back Moment Inhalte konsumieren. Selbst wenn sie im einen Bereich der App grad mit ihren besten Freunden das das Privateste ausgetauscht haben, bilderbasiert oder chatbasiert und in ihren Storys etwas gepostet haben, was sie woanders posten würden oder auch nicht, gibt es auch in deren Leben die Möglichkeit, sich einmal mal leanback zurückzulegen, lehnen und die die Inhalte der die beliebtesten Inhalte und die die sozusagen Inhalte mit dem meisten Engagement noch mal sozusagen sich wie in einer Art vertikalen TV noch mal zu zu Gemüte zu führen. Das das ist für mich nicht miteinander austauschen. Wir schaffen nur noch 'n weiteren Grund, in der App zu verweilen und und und sozusagen Spaß auf unserer Plattform zu haben. Stichwort Verweildauer, natürlich ganz essentieller Asset. Du hast von dreißig Minuten gesprochen, was ja erst einmal jede Menge ist, ne. Wenn man sich das anschaut und ihr damit wahrscheinlich auch im im App Durchschnitt deutlich, deutlich überperformt. Es gibt, ich glaub, TikTok ist der Branchenprimus oder dürfte es aktuell sein, wenn man das so bezeichnen möchte mit über achtzig Minuten, zumindest nach eigenen Angaben. Ist das 'n Thema, wenn wir uns Aufmerksamkeitsökonomie anschauen oder eben entsprechend auch für Werbekunden beispielsweise, die bei euch investieren, wo's essenziell wichtig ist, diese Verweildauer auch noch weiter nach oben zu korrigieren? Und arbeitet ihr da aktiv dran, dass aus der dreißig dann zweiunddreißig, vierunddreißig, achtunddreißig Minuten werden? Oder ist das kein KPI, wo Du einmal im Monat davor sitzt und dir eben anschaust entsprechend, hey, wie läuft's denn? Na ja, tatsächlich ist es nicht 'n nicht 'n Haupt KPI, auf den ich jetzt gucken würde, denn die die schiere Anzahl an Minuten ist mir, also uns als Company nicht so sehr wichtig wie die Qualität der der Inhalt, also der der der Verweilung. Zum Beispiel, wenn wir mal von von auch Werbesekunden und Werbeimpressionen reden, es hat einfach eine andere Qualität. Das ist es ist eine andere Qualität des Outreaches, andere Qualität des Views, wenn ich ein Video oder 'n Bild zu sehen bekomme für zehn Sekunden versus wenn ich zehn Sekunden mit AR interagiere und mich wirklich in die branded Experience reinbegebe mit freiwilliger und ungeteilter Aufmerksamkeit. Das heißt,Ja, es ist eine wichtige Metrik insofern, dass sie auch Rückschlüsse auf das Werbeinventar gibt, weil ich kann einfach mit unendlich vielen Minuten auch unendlich viel mehr Werbung einem User zeigen und damit ist das auch relevant für Werbende. Aber am Ende des Tages ist eher die Qualität wichtig, weil Werbeinventar ist bei uns keine Mangelware. Ja, das glaube ich. Und das ist auch die Frage, ob ich dann als Werbetreibender, wenn ich es denn steuern kann, vielleicht lieber zu Beginn meiner Session entsprechend dann in Dialog treten kann mit meiner Zielgruppe oder nach 28 einhalb Minuten beispielsweise. Genau. Und dann ist eben die Frage, mit welcher Qualität der Impressionen, also wirklich die Möglichkeit geben, durch AR oder Filter einfach Teil der Branded Experience zu sein oder sie hautnah zu erleben, zum Beispiel indem ich mir eine Jacke von The North Face selber anziehen, also mit Hilfe von AR selber anziehen kann, zu sehen, wie mir diese Daunenjacke steht. Das ist wirklich nur noch so ein Mü vom tatsächlichen „Zu Hause in der Hand halten entfernt und das ist für Werbetreibende wirklich noch fast viel wichtiger. Gehen wir gleich noch drauf ein. Freue ich mich schon drauf. Noch einen ganz kurzen Schritt vorher. Lass uns auf das Thema Likes und Comments eingehen, die es ja eben nicht gibt entsprechend. Genau. Das heißt, ich finde, das ist eine sehr vorbildlich und extrem positive Haltung, die ich zumindest so persönlich entsprechend beziehe in der Kommunikationswelt junger Leute, eben hier diesen Druck herauszunehmen aus dem Thema und mich dann doch ein Stück weit freier zu bewegen im Hinblick auf dann die Contents und gegebenenfalls mich dann eben entsprechend auch entspannter zu zeigen in so einem sozialen Netzwerk. Das heißt, ihr schafft schon so eine Art sicheren Raum, dieses Raum-Safe-Space in der entsprechenden Peer-Gruppe, in der ich mich bewege. Wenn wir den letzten Schritt weitergehen, bin ich ganz schnell bei dem Thema Privatsphäre. Natürlich auch Sharing von Daten für Advertising-Zwecke. Als Marketer will ich sie natürlich haben und entsprechend dann auch auf die entsprechenden Zielgruppen herunterbrechen können. Erzähl mal, wie ihr mit dem Them Privatsphäre umgeht und was ihr für Daten für Advertising-Zwecke erhebt, wenn ihr denn entsprechend dann auch die Zustimmung eurer Nutzer bekommt. Genau. Also erst mal Privacy und Privatsphäre steht im Zentrum von allem, was wir tun. Ich bin nicht sicher, wie sehr hier alle, die diese Inhalte jetzt gerade sehen, sich bewusst sind, was das erste Snapchat-Produkt war, war einfach, ich konnte Bilder verschicken und die waren nach drei Sekunden weg. Also wow. Viel mehr Privatsphäre geht nicht. Und das heißt, Privacy war sozusagen alles reingebacken von Anfang an, was wir tun. Und so ist auch jedes Feature, jedes Produkt beinhaltet sozusagen Privatsphäre zum absoluten Maximum. Wenn wir Inhalte für Werbezwecke personalisieren oder wenn wir Werbung personalisiert ausspielen oder auch das Messen von Werbeeffekten machen wir das immer. Wir verwenden nur das Nötigste an Daten, genau diese Zwecke zu ermöglichen, aber verringern so weit wie möglich. Die Data Retention ist sehr, sehr kurz. Wir erheben auch nur was, was wirklich nötig ist, die Werbezwecke, die verfolgt werden, auch verfolgen zu können. Aber ich als User kann jederzeit die Personalisierung meiner Werbung auch ausopfern. Dann kriege ich halt immer noch Werbung, aber halt unpersonalisierte. Das ist vielleicht gut oder schlecht, aber ich kann auch jederzeit allem Daten exportieren und mein Profil löschen und dann natürlich auch wieder aktivieren, wenn ich darauf Lust habe. Aber ich bin im Driver's Seat als User, was meine Daten angeht und kann darüber 100% verwalten. Kannst du überhaupt InOpt-Out-Quoten sprechen oder ist das etwas, was quasi safe ist, safe space bei euch? Ehrlich zu sein, ich weiß erstens nicht, ob es safe ist, aber ich habe sie auch nicht. Ich habe sie leider gerade nicht im Kopf. Ja, spannend. Wir sind beim Thema Werbung angelangt, auch einer deiner Kernkompetenzen, auch in der Entwicklung natürlich des deutschen Marktes. Entsprechend schauen wir auf die Werbemöglichkeiten mal so ein bisschen genauer bei euch. Mir ist aufgefallen, dass ihr bei euch viele spannende Features für Werbekunden anbietet, die ich so zumindest bisher in anderen Ökosystemen überhaupt noch nicht gesehen habe beziehungsweise die dort keine Rolle spielen. Also du hast den Begriff AR, Augmented Reality, mehrmals erwähnt. Das ist ja auch etwas, was letztendlich mit zur Kernkompetenz eurer App gehören muss. Und da gibt es beispielsweise für Marken jetzt Tools wie Virtual Try on in Kombination mit Dynamic Ads. Hol doch da gerne mal ein bisschen aus, in welche Richtung entwickelt ihr euch da gerade als Advertising-und Brand-Plattform sozusagen. Und was sind da in dem Zusammenhang für dich Features, wo du sagst: „Hey, das ist spannend? Nun, ich fand, meine Kollegin Denise hat dieses Wort oder diese Phrase so geprägt für mich, nämlich, dass sich AR von Toy zu Tool, also von Spielzeug zu Werkzeug entwickelt. Und tatsächlich empfinde ich es auch so in der Rückschau. Als ich zu Snapchat wechselte, war ich begeistert davon, was mit Hilfe von AR alles möglich ist, aber es waren vor allem Effekte, die so einen Wow-Effekt hatten, aber da fehlt so ein bisschen das „So what. Also ich konnte mir mithilfe von Gaterate wie beim Super Bowl so das Gaterate-Fass über den Kopf ausschütten lassen. Ich konnte mich in Venom verwandeln oder kann Teil der Westworld werden, indem sich mein Kopf dann wie bei den Robotern aus Westworld auseinanderteilen lässt. Aber das ist lustig, aber es ermöglicht, Teil der Branded Experience zu sein, es ermöglicht aber nicht, ein Produkt wahrzunehmen und das Produkt zu erleben. Mittlerweile sind wir an einem Punkt, wo wir mithilfe von AR-Technologie, aber auch der Personalisierungstechnologie an einem Punkt sind, wo wir sagen können, „Wir.Wir sind die nächste Evolution nach Video und Image Ads, also Text Based Ads. Da konnte ich lesen, was ein Produkt ausmacht. Dann konnte ich mithilfe von Bildern und Video das Produkt aus einem oder mehreren Winkeln an einer oder mehreren Personen sehen. Mithilfe von AR kann ich es jetzt an mir sehen. Ich kann ein paar Schuhe mir auf die Füße projizieren lassen, auch wenn ich Schuhe trage und kann sehen, ob die Schuhe an mir klobig aussehen oder nicht, ob ich finde, dass mir das mit einer Skinny Jeans oder mit einer Baggy Jeans steht oder nicht. Und ich kann tatsächlich eine viel informiertere Kaufentscheidung treffen. Und das allein das reduziert schon Return Quoten massiv. Also wenn ich daran denke, wie oft meine Frau Rebecca Sachen kauft, dann zu entscheiden „Nein, sieht nicht gut an mir aus. Noch nicht mal du natürlich nicht. Ist zu groß oder klein. Du natürlich nicht. Nein, viel weniger. Die Entscheidung treffe ich auch mit einer selteneren Frequenz. Aber das ist schon beeindruckend und Ecom Player denken natürlich auch über Returns nach. Und wenn du fragst, wo geht die Reise hin? Wir werden an einem Punkt sein – ich kann da leider keine Daten nennen, weil sie mir auch noch nicht einfach nicht bekannt sind – aber wir werden an einem Punkt sein, wo wir in der Zukunft auch sagen können, die Schuhe, wie du sie jetzt an dir erlebst, mit 83% Wahrscheinlichkeit ist das eine 44 ein halb. Das ist natürlich klasse. Beeindruckend, ja. Naheliegende Anwendungsfälle dürfen im Bereich der Fashion-Industrie liegen, beispielsweise. Das ist jetzt eine steile These, nachdem, was du gerade ausgeführt hast. Wo ich mir die Frage stelle: Wenn ich eben entsprechend dann als Brand Shop beispielsweise bei euch im Rahmen der App eine Rolle spielen möchte, klingt das jetzt erst einmal so, als bräuchte ich einen ganz langen Onboarding-Prozess, muss eine technische Grundlage schaffen, muss meine ganzen Modelle irgendwie zur Verfügung stellen, sodass die eben entsprechend dann auch mit der AR-Technologie funktional sind und das ganze Try-on-Erlebnis dann tatsächlich auch so handsom ist, dass es zu einer Kaufentscheidung führt, klingt so ein bisschen kompliziert. Schätze ich wahrscheinlich falsch ein? Nein, schätzt du halb richtig, halb falsch ein. Wir können viel schneller mit AR starten, als es gerade klingt. Wir können auch ganz andere ... Es muss ja keine Try-on-Experience sein. Wir können auch ganz andere Experiences machen, die mich einfach zum Beispiel in den neuen Puma Launch und in den Spot hinein verfrachten mithilfe von Augmented Reality. Wenn es auch darum geht, ein bestimmtes Produkt anzuprobieren, dann erfordert das ja nur die 3D-Modelle dieses einen Produktes. Wenn wir natürlich jetzt aber von einem E-Com-Player sprechen, der einen Produktkatalog hat von eine Million Produkten, die auch monatlich sich hunderttausend erweitern und verkürzen, aber dynamisch immer mehr werden und andere gehen aus dem Sortiment raus, dann ist das schwieriger, dass wir das gesamte eine Million Produkte, SKUs umfassende Katalogsystem, mit Hilfe von 3D-Imagery auch anprobieren lassen. Und da sind wir noch nicht. Wir sind noch nicht an einem Punkt, wo ich als Zalando, About You, ASOS oder so meinen gesamten Produktkatalog in 3D hinterlegt habe und ich werde dir genau die Schuhe zeigen, von denen wir davon ausgehen, dass sie für dich am relevantesten sind und dann kannst du sie ausprobieren. Aktuell müssten wir eine Selektion von fünf bis zehn machen, von denen wir glauben, dass sie für die Audience, die wir gerade targeten, am wichtigsten sind. Aber du sagst ja auch, da sind wir noch nicht. Das heißt ja auch ein klarer Fingerzeig, in welche Richtung gegebenenfalls technologische Innovation uns dann noch führen kann. Sind die genannten großen Player, About You, Zalando und Co. Dann auch Early Adapters von den Werbemöglichkeiten bei euch auf der Plattform? Zum Teil sehr. Also gleichzeitig dann auch Cases, wo du sagst: „Hey, schaut euch das mal an, wie die Guys das gemacht haben. Das wäre eigentlich auch etwas für euch? Ja. Ja. Ja. Okay, perfekt. Absolut. Kann Snapchat auch als, na ja, ich sage mal, klassisches Performance-Marketing-Instrument eingesetzt werden im Lower Fundle, also so was wie Google Suche, wobei durch die Google Suche teilweise KPI-getrieben schwer zu schlagen sein wird – kennst du es ja auch ganz gut, sicherlich aus deiner Google-Zeit – oder ist es dann tatsächlich doch eher so ein bisschen das Spielerische? Klar, kann ich die Schuhe anprobieren oder mir den Budweiser-Hood auf den Kopf setzen? Ist es mehr Imageprofilierung und Reichweite und auch Zielgruppenkommunikation? Oder habt ihr auch Werbekunden, die gehen ganz klar auf den CPL, die gehen auf den ROAS mit eben entsprechend dann ihren Ads Bands bei euch rein? Ja, tatsächlich. Also tatsächlich alles ist möglich, aber mein Geschäft ist nur Ersteres. Es ist nur Performance-CPA-, CPI-, ROI-orientiertes Marketing. Und je nachdem, welches Produkt, welcher Service angeboten wird, sind wir mit allen Kanälen kompetitiv oder im Paid-Social-Bereich sehr kompetitiv. Sei es Games, sei es Fashion Advertiser, investieren wirklich sehr hohe Beträge. Ich kann leider keinen ... Obwohl, wenn ich keinen Namen denn nenne, kann ich auch Beträge nennen. Es gibt Fashion Advertiser, die wirklich siebenstellig quartälig ausgeben auf unserer Plattform, weil sie den ROI sehen. Und das würden sie nicht tun, wenn die Performance sich nicht lohnen würde. Also das ist mein Brot und Butter. Das ist eigentlich nur der einzige Grund, warum ich existiere. Ja, ist nachvollziehbar und auch ein ganz wichtiges Signal hier auch in unserer Audience, weil es ja durchaus auch immer einen Blick nach links und rechts geben muss, in den neuen Puma Launch und in den Spot hinein verfrachten mithilfe von Augmented Reality. Wenn es auch darum geht, ein bestimmtes Produkt anzuprobieren, dann erfordert das ja nur die 3D-Modelle dieses einen Produktes. Wenn wir natürlich jetzt aber von einem E-Com-Player sprechen, der einen Produktkatalog hat von eine Million Produkten, die auch monatlich sich hunderttausend erweitern und verkürzen, aber sozusagen dynamisch immer mehr werden und andere gehen aus dem Sortiment raus, dann ist das schwieriger, dass wir das gesamte eine Million Produkte, SKUs umfassende Katalogsystem, mit Hilfe von 3D-Imagery auch anprobieren lassen. Und da sind wir noch nicht. Wir sind noch nicht an einem Punkt, wo ich als Zalando, About You, Asos oder so, meinen gesamten Produktkatalog in 3D hinterlegt habe und ich werde dir genau die Schuhe zeigen, von denen wir davon ausgehen, dass sie für dich am relevantesten sind und dann kannst du sie ausprobieren. Aktuell müssten wir eine Selektion von fünf bis zehn machen, von denen wir glauben, dass sie für die Audience, die wir gerade targeten, am wichtigsten sind. Du sagst ja auch, da sind wir noch nicht. Das heißt, auch ein klarer Fingerzeig, in welche Richtung gegebenenfalls technologische Innovation uns da noch führen kann. Sind die genannten großen Player, About You, Zalando und Co. Dann auch Early Adapters von den Werbemöglichkeiten bei euch auf der Plattform? Zum Teil, ja. Also gleichzeitig dann auch Cases, wo du sagst: „Hey, schaut euch das mal an, wie die Guys das gemacht haben. Das wäre eigentlich auch etwas für euch? Ja. Ja. Ja. Okay, perfekt. Absolut. Kann Snapchat auch als, na ja, ich sage mal, klassisches Performance-Marketing-Instrument eingesetzt werden im Lower Fundle, also so was wie Google suche, wobei durch die Google suche teilweise KPI-getrieben schwer zu schlagen sein wird. Kennst du es ja auch ganz gut, sicherlich aus deiner Google-Zeit. Oder ist es dann tatsächlich doch eher so ein bisschen das Spielerische? Klar, kann ich die Schuhe anprobieren oder mir den Budweiser-Hut auf den Kopf setzen? Ist es mehr Imageprofilierung und Reichweite und auch Zielgruppenkommunikation? Oder habt ihr auch Werbekunden, die gehen ganz klar auf den CPL, die gehen auf den ROAS mit eben entsprechend dann ihren Ads Bands bei euch rein? Ja, tatsächlich. Also tatsächlich alles ist möglich, aber mein Geschäft ist nur Ersteres. Es ist nur Performance-CPA-, CPI-, ROI-orientiertes Marketing. Und je nachdem, welches Produkt, welcher Service angeboten wird, sind wir mit allen Kanälen kompetitiv oder im Paid-Social-Bereich sehr kompetitiv. Also sei es Games, sei es Fashion Advertiser, investieren wirklich sehr hohe Beträge. Ich kann leider keine ... Obwohl, wenn ich keinen Namen denn nenne, kann ich auch Beträge nennen. Es gibt Fashion Advertiser, die wirklich siebenstellig quartalig ausgeben auf unserer Plattform, weil sie den ROI sehen. Und das würden sie nicht tun, wenn die Performance sich nicht lohnen würde. Also das ist mein Brot und Butter. Das ist eigentlich nur der einzige Grund, warum ich existiere. Ja, ist nachvollziehbar und auch ein ganz wichtiges Signal hier auch in unserer Audience, weil es ja durchaus auch immer einen Blick nach links und rechts geben muss, in zeiten steigender ECPMs beispielsweise, vielleicht in anderen Netzwerken. Wo habe ich andere Möglichkeiten, meine Zielgruppe gegebenenfalls zu identifizieren? Jetzt gibt es noch ein Feature, das habe ich entdeckt. Ich habe es nicht entdeckt, aber ich habe es für mich in der App entdeckt: Profiles for Business. Das ist so ein bisschen erinnert an „Google My Business in Snap-Form. Was hat es damit auf sich? Das Public Profiles für Business, das sind am Ende sozusagen die Destination, die alle Auftritte einer Brand auf Snapchat miteinander kombiniert beziehungsweise sammelt. Alle Video-oder Image-Inhalte, die ich weiterleben lassen will über eine Kampagne hinweg, können dort gestort werden und für Follower oder Leute, die mir einfach das Public Profile besuchen, wieder konsumierbar gemacht werden. Und darüber hinaus geht das aber auch für AR. Ich kann auch meine AR-Experiences, die einfach zu schade sind, sie dann nicht mehr zu verwenden, weiter in meinen Followern.Ähm, zugänglich machen ist das Wort. Genau. Und es gibt aber auch die Möglichkeit, dass ich hier all meine Stores auf der Map hinterlege und letztlich auch könnte ich als SMB Business meinen Shopify Store damit verknüpfen und dann direkt aus dem Profile hinaus Produkte, die im Katalog hinterlegt sind, in der App zu kaufen. Also das ist eine ziemlich coole Experience, die wir jetzt seit, die wir im Mai letzten Jahres gelauncht haben und die wir tatsächlich auch für alle Advertiser in Deutschland, nicht in Deutschland, also global als Voraussetzung nehmen werden ab Mitte des Jahres, damit sie sozusagen auf unserer Plattform aktiv sein können. Lässt sich aber sehr schnell aufsetzen, so eine halbe Stunde Wahnsinn. Jetzt sind wir schon fast am Ende unseres Talks angekommen, lieber Jan, aber ich möchte mit dir natürlich noch so ein bisschen einen Ausblick in die Zukunft wagen und interessiere mich da für das Thema Spectacles bei euch. Also natürlich mit Snap auch sehr eng verbunden, muss man sagen, ähm, vermutlich ein eminent wichtiger Markt für euch, natürlich auch als Schnittstelle in der Kommunikation zwischen real und virtuell. Mittlerweile gibt es jetzt Spectacles 4 am Markt, habe ich gesehen, und gefühlt ist es nach wie vor so, dass so die Kompromisse zwischen „Was kann die Hardware tatsächlich?, „Was habe ich für einen Benefit? und gegebenenfalls „Wo stört mich die Brillen?, oder „Sind sie alltagstauglich oder nicht?, immer noch nicht so ganz ausgewogen daherkommt, zumindest nach meinem Verständnis. Ja Wie siehst du das Thema? Ähm, kommt der, kommt der große Durchbruch noch im Bereich Augmented-Reality-Brillen, gerade auch beim Thema Spectacles? Und glaubst du da auch schon für dieses Jahr dran? Ähm, also hier zitiere ich jetzt auch zum Teil: Also für dieses Jahr glaube ich nicht daran. Das ist ein sehr, sehr exploratives Business. Also wir glauben ja eher daran, dass wir eine Technologie exploren und stärker für uns betrachten, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren wirklich ganz, ganz essenziell ist. Und wir glauben eben, wenn eine Technologie in fünf bis zehn Jahren das Potenzial hat, jeden zu betreffen, dann muss man jetzt darin reininvestieren und sozusagen Erfahrungen sammeln und die Technologie mit vorantreiben. Das wird aber noch nicht sein, was dieses Jahr schon jeder auf dem Kopf haben will, weil es den großen Mehrwert hat. Ähm, Spectacles 4, neben der Tatsache, dass ich sie persönlich nicht die schönste Brille der Welt finde, das ist aber mein persönlicher Geschmack, ist es einfach so, die Technologie ist der Hammer. Wir haben das aber bisher nur, ähm, Creatorn, also AR-Entwicklern, zur Verfügung gestellt, die da die AR kreieren, die man sozusagen in im Raum mit diesen Brillen erleben kann. Und das ist etwas, wo wir wirklich noch ein bisschen Entwicklungsarbeit machen müssen, aber das ist eher eine Sache von fünf bis zehn Jahren als von sechs bis zwölf Monaten. Mhm, mhm, verstanden. Ähm, Google spielt natürlich auch mit in dem Markt, hat jetzt neue AR-Brillen angekündigt. Facebook beziehungsweise Meta ist mit Oculus bereits seit Jahren, na ja, an dem Thema VR zumindest dran. Ich meine, das muss man klar voneinander trennen, gerade auch mit Metaverse und Co. Es sollen sehr, sehr viele VR-Brillen unter dem Weihnachtsbaum gelegen haben, auch dieses Jahr in Deutschland. Ist das ein Thema, wo ihr euch klar Richtung AR positioniert, auch weil es eben so stark mit eurer Identität, Snapper und der Kamera zusammenhängt? Oder seid ihr auch im experimentellen Stadium im VR-Bereich aktiv? Ähm, meines Wissens ist AR die klare Fokussierung. Es könnte sein, dass ohne mein Wissen irgendwas auch rund VR passiert, aber da müsste ich Vermutungen anstellen. Das kann ich nicht wissen. Also ich glaube, AR ist ganz klar der Fokus und auch das, wo wir technologisch auch den größten Fortschritt haben. Und ehrlich gesagt, freuen wir uns sogar darüber, dass andere Player da draußen auch in das Thema AR reingehen, weil es auch das Thema noch präsenter macht, wovon wir natürlich auch profitieren. Jawohl, Jan. Damit sind wir punktgenau tatsächlich – meine Uhr vibriert gerade. Das ist das perfekte Zeichen – am Ende unseres heutigen Talks angekommen. Mir hat es total viel Spaß gemacht, mich mit dir zu unterhalten und ich gehe ganz stark davon heraus, dass es für euch, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, zu großen Teilen zu Hause ja an den Screens auch ein Mehrwert gewesen ist und ihr eine ganze Menge lernen konntet über die Entwicklung von Snap im deutschen Markt insbesondere und natürlich auch die echt interessanten und teilweise sehr innovativen Möglichkeiten, die es eben auch als Marke gibt, um sich zu inszenieren. Ich danke dir ganz herzlich, dass du den Weg zu uns gefunden hast und Jan, ähm, wir verzichten in diesem Jahr – das ist schon fast 'ne Tradition bei uns – auf Speaker-Geschenke bei uns im Rahmen der OMKB, sondern spenden für jeden unserer Speaker einen Teil, einen Obolus an eine NGO. Das sind die Integrationslotsen Cloppenburg eV, wo es, wie es der Name schon sagt, die Integration geht von Kindern, aber auch Erwachsenen bei uns in die deutsche Gesellschaft, Sachen Bildung beispielsweise, Sportvereine und Co. Und wir hoffen, das ist in deinem Sinne. Eine tolle Initiative. Danke. Also wirklich cool. Cool. Dann gehen wir jetzt einige Minuten in die Werbepause beziehungsweise in die Pause und sehen uns dann gleich wieder hier auf der Main Stage. Freue mich drauf. Bis gleich. Ciao. (Werbung mit Musik)

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Snap Inc.

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Beschreibung

Im Fireside Chat mit Jan Müller von Snap Inc. erfährst du mehr zu Snapchats Reise vom ersten Hype 2014/2015 bis jetzt, die ersten Schritte im Advertising, wie die Perspektive beim Erfinder der Storyformate aussieht, die Vorzüge von Snapchat, wie Brands ihr Advertising im Snap Ökosystem aufziehen können, neue Features wie z.B. Spotlight und Snap Map, welche Features die Deutschen am liebsten nutzen, die Zielgruppe Gen Z und Kennzahlen des Ökosystem.

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