(energische intro-musik) So, herzlich willkommen zurück aus unserer kurzen Pause und es geht tatsächlich Schlag auf Schlag weiter, heute hier im Programm bei der OMKB. Ich muss sagen, ich freue mich ganz persönlich auf den nächsten Programmpunkt bei uns, und zwar die Q&A-Session, durchgeführt von meinem lieben Kollegen Shahab Hosseini mit unserem Gast Sven Schmidt. Sven, den meisten von euch wahrscheinlich hier aus der Community längst bekannt als OMR-Stammgast in den unterschiedlichen Podcasts gemeinsam mit Philipp Westermeier, ist Chief Marketing Officer, zweiter Geschäftsführer an Bord der Machine Seeker Group und hat dort seinen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Sales. Machine Seeker beziehungsweise maschinensucher.de ist die größte Plattform für Gebrauchtmaschinen. Es gehören weitere Firmen mit dazu, wie Truck Scout vierundzwanzig beispielsweise. Und Sven ist natürlich ein absoluter Hochkaräter im digitalen Marketing. Ich kenne ihn als ja meinungsstarken Macher, ähm, der sehr datenorientiert in seinem eigenen Unternehmen Digital Marketing und Sales aufbaut und auch erweitert. Jemand, der eine sehr hohe Fußballaffinität und Sportaffinität mitbringt, in der Vergangenheit in TV-Sponsorings investiert hat, beispielsweise im Rahmen der Darts-WM, dort ganz spannende Cases aufgebaut hat, wie sich Sponsorings im Hinblick auf Portalnutzungsintensität, Abschlüsse und Co. eben bewerkstelligt haben. Und zuletzt, Sven, bist du aufgefallen tatsächlich durch weitere Fußballexpertise und deine Angebote an den HSV, ein Sponsoring-Paket zu buchen auf der Brust in Hamburg und hast es dann jetzt zuletzt geschafft in den Doppelpass, also ins TV bei einer Diskussionsrunde rund um das Thema Fußball. Lieber Sven, ich find's ganz klasse, dass du heute im Rahmen der UMKB unser Gast bist und freue mich, hab's gerade schon gesagt, ganz besonders auf die nächste Stunde und euren gemeinsamen Austausch. Eine Frage in deine Richtung, Sven: Bist du uns zugeschaltet? Kannst du uns hier im Studio gut hören und sehen? Also erst mal, ähm, ja, vielen Dank für die Einladung. Also ich sehe euch gut, ich hör euch gut. Ich hoffe, ihr seht mich auch und hört mich auch. Jawohl, perfekt. Stochenscharfes Bild und guter Ton. Das ist eine gute Grundlage für die nächste gemeinsame Stunde. Sven, von wo bist du heute zugeschaltet? Ich sitze hier in meinem Büro in Essen und bedanke mich übrigens hier für alle Zuschauer, die sich wundern, warum die Gäste bei der Konferenz immer dicker werden. Das liegt daran, dass hier leckere Torten verschickt werden. Ich hoffe, ich halte das mal in die Kamera. (lachen) Er war heute hervorragend verpackt, habe ich es heute erwartet und, ähm, gleich nach dem Mittagessen, werde ich die Torte natürlich auch anschneiden. Ja, das ist genau richtig. Freut mich, Sven, und das ist natürlich ein schöner, süßer, lecker Bissen zur Mittagszeit genau richtig. Ähm, lass uns aber gar nicht weiter, ähm, um den heißen Brei herumreden, sondern direkt einsteigen in die Q&A-Session. Lieber Shahab, ich wünsche dir ganz viel Spaß. Du hast das Wort und, ähm, spannende Insights euch allen in der Community. Bis gleich. Sehr schön. Ja, herzlichen Dank, Mario. Hallo, Sven. Grüße gehen rüber. Grüße nach Essen. Sven, wie geht's dir denn? (klopfen) Ich habe jetzt nichts gehört. Sorry. Also ich hatte, ähm, den Shahab, den habe ich jetzt nicht gehört. So, hörst du mich jetzt? Jetzt höre ich dich. Hervorragend. Ah, wunderbar. Ich war gemutet. Alles gut, Sven. Ich habe dir nur beste Grüße nach Essen entwendet aus Osnabrück und ich habe gerade schon bei dir ein bisschen schweres Gerät hinten auch gesehen. Das heißt, du sitzt jetzt auch bei euch im Maschinenraum, wenn man so möchte. Ja, nee, wir haben ja sozusagen unser Office bebildert aus einer Mischung aus Produkten, die es auf unserer Plattform gibt und natürlich auch ab und zu ein Fußballtrikot. Ähm, das ist ja eingangs gesagt worden. Also daher versuchen wir immer so ein bisschen unsere Kultur auch, ähm, im Office darzulegen. Macht ja auch total Sinn. Du, Sven, du bist ja jetzt, ähm, heute live hier drauf. Äh, du hast ja jetzt letztens auch noch mal im linearen TV, würde ich sagen, eine Live-Experience sammeln dürfen und können. (kichern) Finde ich ja ganz interessant. Hast du ja auch entsprechend bei, ähm, LinkedIn unter anderem sehr aktiv darauf hingewiesen. Was waren denn so deine Top-drei-Auswirkungen jetzt, nachdem du im linearen TV auch live gewesen bist? Oder hast du danach irgendwie irgendeine Auswirkung spüren dürfen, ähm, die du so vorher vielleicht nicht abschätzen konntest? Wirst du jetzt aktiv auf der Straße angesprochen oder versuchst, uns da mal ein bisschen abzuholen? Ungeachtet dessen, dass du dir wahrscheinlich damit einen kleinen eigenen Traum erfüllt hast, was ich dir absolut gönne. Ja, ich glaube, ähm, dass-- Ich glaube, den, den, den Einfluss aufs Geschäft, den sollte man da, ähm, nicht überschätzen. Das liegt natürlich auch daran, dass jetzt unser Business zum einen ist es weder spontan getrieben, also Leute, die gebraucht Maschinen kaufen, da weckst du keine Intention, ähm, sondern die muss vorhanden sein und zum zweiten haben wir jetzt endlich mit Fußball direkt nichts zu tun. Also daher ist da jetzt kein Einfluss aufs Geschäft zu sehen. Ich bin ja letztendlich auch nicht unter der Maschinensucher-Marker aufgetreten, ähm, sondern das war ein Hobby und das Einzige, was man sehen konnte, war das, ähm, TV wirkt noch, denn es gab ausreichend Suchanfragen, ähm, auf meinen Namen. Das konnten mir die Kollegen von OMR, die Kollegen von Deutsche Start-ups bestätigen.Und das war ganz spannend zu sehen. Und natürlich, letztendlich hat's dann meine Mutter gefreut, mich im Fernsehen zu sehen. Sehr schön. Das heißt, derjenige, der deinen Namen als Brandbegriff bei Google eingebucht hat, konnte dann an dem Tag 'n bisschen Traffic generieren und das ist auch sehr schön. Cool. Sven, wir haben uns ja vor knapp zehn Jahren, ich weiß gar nicht, ob du dich noch dran erinnern kannst, auf dem Rückflug von Dublin, wir waren auf einer Google Veranstaltung gemeinsam, haben uns auf dem Rückflug von Dublin nach Deutschland auf dem Flug etwas länger unterhalten. Das war zu einem Zeitpunkt, als du noch mit pennergame.de am Start warst. Ich kann mich daran erinnern, dass du mit unheimlich hohen Reichweiten dann auch in Dublin ja, an den Start gegangen bist. Also ich hatte circa dreihundert Millionen im im Koffer an Ad Impressionen und ich glaub, du lagst irgendwie bei 'ner Milliarde, ja. Du du wirst die Zahl besser kennen. Aber lass uns noch mal so 'n bisschen in der Vergangenheit anfangen. Was viele ja tatsächlich nicht wissen, dass dass du eben diese schier unglaublich hohe Anzahl an Impressionen damals bei pennergame.de auch versucht hast, so gut es geht zu monetarisieren. Hast du die Zahl noch im Kopf, über wie viele du damals verfügt hast? Na ja, ich glaub letztendlich, das waren, wir hatten im Monat irgendwie zwei Milliarden Page Impressions. Es lag ja daran, wir hatten sone eine Million unique Logins am Tag. Das heißt, so dreißig Millionen Logins, vierzig Millionen Logins insgesamt, weil ja manchmal hat man sich mehrfach am Tag eingeloggt. Und dann sind natürlich in in in sonem Online Browserspiel natürlich relativ viele Impressionen, was dahingehend Leute halt dann nicht nur ein, zwei Artikel lesen, sondern wirklich dann aktiv spielen. Und daher kommen dann kommen dann die vielen Page Impressions zustande und wenn man dann noch irgendwie sagt, man hat potenziell drei Add Impressions pro pro Seite pro Impression, dann ist man schnell irgendwie bei sechs Milliarden mit der natürlichen Problematik, dass du eine sehr, sehr hohe Frequenz hast pro Nutzer. Wenn jetzt jemand sich zweimal am Tag irgendwie einloggt und sechzigmal im Monat und der hat irgendwie fünfzig Impressions pro pro Visit, dann reden wir alleine über über dreitausend Impressions, dann mal Faktor drei, drei Add Impressions sind wir bei neuntausend. Add Impressions auf einen Unique Nutzer und dann wird es halt sehr schwierig, weil du sehr, sehr viele Kampagnen brauchst. Weil nach unserer Erfahrung, also nach der eigenen Erfahrung ist es ja schon so, dass wenn du jetzt jemanden innerhalb von kurzer Zeit fünfmal gespielt hast, dass irgendwann der Nutzen der additiven Frequenz sehr gering wird. Und das, diese hohe Frequenz gekoppelt mit damals relativ wenig Kampagnen, die jetzt auf unsere Zielgruppe sechzehn bis zweiundzwanzig gepasst haben, hat die Motorisierung damals sehr schwer gemacht. Wir reden ja auch, hast du ja gerade gesagt, zwo neun, zwo zehn, also schon 'n bisschen was her, wo dann auch letztendlich Retargeting, Remarketing alles noch nicht so ausgeprägt war, wie das heute der Fall ist. Also wir haben noch nicht über diese Volumina geredet, Google Display Network und so weiter, da war der Markt noch nicht so effizient, was letztendlich, wenn ich zurückgucke, uns ex post natürlich geschadet hat. Hätte man da einen, sehr effiziente Marktplätze gehabt, hätte man sicherlich aus den aus den Ad Impressions mehr rausholen können, ne. Ich hab damals viel gelernt, sowohl was zum einen die Vermarktung angeht, aber auch, muss man durch zurückblicken, ich hatte persönlich wenig Kompetenz darin, Onlinespiele zu monetarisieren übers sogenannte Modell und auch da haben wir nicht alles richtig gemacht. Also daher, ich sag mal, es war es war sozusagen, eigentlich lag der Ball aufm Elfeter Punkt und ich glaub, wir haben ihn an den Außenposten gesetzt. Ja, Du du traust dem Ganzen son son Stück weit nach. Das das hör ich jetzt grade auch son bisschen raus. Was ist aus Penner Game eigentlich nach deinem Verkauf geworden? Also ging ging das ganze Thema dann an neue Investoren oder neue Inhaber, die das Ding dann versucht haben, auf dem Elfmeterpunkt, wie du's gerade beschrieben hast, diese Metapher aufrechtzuhalten, dann einzulochen? Oder was ist konkret draus geworden? Ja, ich glaub, wir haben das ja letztendlich unseren Anteil haben wir verkauft an Investoren, die die Gründer sind dabei geblieben und das ganze Team ist dabei geblieben. Ich glaub, die haben dann noch mal einen Penner Game zwei entwickelt und ich glaube, im gewissen Rahmen ist das auch immer noch auch, boah, die haben uns, glaub ich, verkauft zweitausendzwölf, das heißt acht Jahre her. Und ich glaube, das gibt's immer noch. Aber natürlich ist die Konkurrenz da draußen sehr groß, was Onlinespiele angeht und natürlich ja auch der technologische Fortschritt, die Erwartungen von Nutzern, die haben sich geändert. Aber ich muss es fairerweise zugeben, jetzt redete son bisschen mitm Blinden über Farbe, denn wir haben das zweitausendzwölf verkauft und wir haben ja auch für uns selbst festgestellt leider, dass das nicht unsere Kernkompetenz ist. Und dementsprechend hab ich mich mit dem Bereich dann auch nicht mehr so intensiv auseinandergesetzt. Okay, hab ich verstanden. Gut, bleiben wir bei der Vermarktung, wenn bei deinem aktuellen Scope Thema Maschinensucher Punkt DE konnte ich zumindest keine identifizieren. Demnach gehe ich davon aus, dass ihr weitere weiterhin als Monetarisierungsmöglichkeit das Thema Werbung auf eurer Plattform erst mal kategorisch ausschließt, Fragezeichen? OderIst das durchaus, ähm, ja, ein valider, valider Punkt, über den du oder dein Team nachdenkt, gegebenenfalls noch einen zweiten oder dritten Revenue Stream, je nachdem, wie viele Revenue Streams ihr bei maschinensucher punkt de am Start habt, zu etablieren? Nein, also ich, ich glaube, ähm, es war mal – ist fast schon irgendwie historisch – Google eingebunden. Das haben wir ausgebunden, weil wir zum Schluss sagen, ähm, wir sind eine Destinationsseite und wir müssen gucken, dass wir keine Outklicks über Werbung generieren, ähm, sondern dass die Kunden auf unserer Plattform verweilen, weil je länger sie verweilen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Kaufanfrage bei einem unserer Kunden stellen, entweder eine zweite oder dritte Kaufanfrage oder vielleicht auch die initiale Kaufanfrage. Und das ist unser Kerngeschäftsmodell. Ich frag mich immer so ein bisschen, wenn ich mir Modelle anschaue, wie zum Beispiel ImmoScout24, die ja letztendlich Displaywerbung eingebunden haben, ähm, ob die nicht eigentlich hingehen könnten und sagen, mit der Fläche auf ihrer Webseite, ähm, da kann ich selbst besser monetarisieren, indem ich eigene Produkte bewerbe, indem ich eigene Services pushe. Und das ist so ein bisschen unsere Logik. Wir sagen halt, ähm, die Aufmerksamkeit, die uns der Nutzer schenkt, die wollen wir auf unser Kernprodukt leiten oder halt auf additive Services, die wir einführen. Ähm, wir sehen Werbung bei uns letztendlich nicht als relevante Einnahmequelle und daher, wie gesagt, bei Penner Game war es so ein bisschen, da war Werbung eine relevante Einnahmequelle und wir mussten keine Werbung machen. Ähm, bei Maschinensucher ist es so: Werbung ist keine relevante Einnahmequelle, aber wir machen Werbung, unsere Plattform weiter zu stärken. Okay. Das heißt, wenn ich jetzt die Hypothese in den Raum werfen würde, ihr habt ja eine signifikante Traffic-höhe bei maschinensucher punkt de, wenn man jetzt den verschiedensten Traffic-, ähm, Analysetools Glauben schenken darf. Wäre es nicht ein valider Ansatz zu sagen: „Na ja, wir schauen uns an, welche Traffic-quellen bei uns eben tatsächlich nicht gut konvertieren, über die aber dennoch Traffic reinkommt. Und dort versuchen wir zumindest noch einen zusätzlichen Revenue Stream aufzubauen über, ähm, ja, verkaufte Werbung, weil du hast ja gerade das Thema Immobilien- und Scout24 unter anderem genannt, die ja auch Eigenwerbung betreiben können, was sie tatsächlich ja auch tun. Also, es ist ja nicht nur Fremdwerbung, was dort läuft. Ähm, aber wäre das nicht ein valider Punkt, darüber nachzudenken und eben den Traffic oder die Traffic-quellen, die nicht so stark, ähm, nach hinten heraus bei euch konvertieren, noch zusätzlich mit Werbeeinheiten zu, zu versehen? Oder liege ich, liege ich da jetzt mit meiner, mit meiner Annahme völlig falsch? Pfff, also, ich glaube, klar kann man sich mal fragen, ähm, Traffic, den man letztendlich einkauft, der nicht konvertiert, kann man ja dann wieder, äh übermonetarisieren, indem man ihn dann auf Anzeigen oder Ähnliches leitet. Ich glaube, die Frage, die wir uns dann eher stellen, sollten wir diesen Traffic weiter einkaufen? Mhm. Also ich glaube, da setzen wir dann eine Stufe vorher an und sagen dann, es lohnt sich für uns nicht, ähm, diesen Traffic überhaupt einzukaufen. Das heißt aber, den Traffic, den wir auf der Webseite haben, den wollen wir auf der Webseite halten und gucken, dass wir ihn dort zugunsten unserer Kunden, also der Verkäufer von Gebrauchtmaschinen, nutzen. Okay, habe ich verstanden. Gucken wir mal auf Truckscout24. Da wiederum kann ich eine ads punkt txt finden. Ähm, das heißt, äh, dort, dort geht ihr dann wiederum den Weg, weil wahrscheinlich dann auch in der Hypothese, ähm, noch mal eine andere Zielgruppe angesprochen wird. Hier wird dann tatsächlich über Werbung monetarisiert. Noch, äh, wird irgendwie jetzt im, ähm, Ende November ausgebunden. Wir haben das Projekt, ähm, ähm, Truckscout24. Im letzten April haben wir das übernommen und hatten das ja dann entsprechend vorher von der AutoScout, ähm, vierundzwanzig gekauft. Ähm, das heißt, es war eine Akquisition von uns. Autoscout und Immoscout, damals noch eine Firma, hatten sich entschieden, sich auf den B2C-Markt, wo der Endkunde, ähm, der Nutzer ist, zu fokussieren und wir haben den reinen B2B-Fokus. Da hat Truckscout24 hervorragend gepasst. Wir haben damals die Plattform übernommen mit relativ viel Werbung. Hat ja auch gerade angedeutet, dass da die Scout24-Gruppe eine andere strategische Ausrichtung hat. Haben dann schon, ähm, viel Werbung letztendlich rausgenommen und hatten da noch in gewissem Rahmen vertragliche Verpflichtungen, die wir halt natürlich auch honorieren müssen. Und wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt sind, ähm, werden dann auch die Display Ads, die auf Immo-- die auf Truckscout24 eingebunden sind, werden dann auch im Endeffekt, äh, rausgenommen. Okay. Diese Multimarkenstrategie, Truckscout24 und auch Maschinensucher Schrägstrich Machine Seeker wird so in der Form aufrechterhalten, weil du gerade gesagt hast, bei Truckscout, äh, werdet ihr jetzt anfangen, die Werbung zu reduzieren. Das wird ja nicht nur die einzige Maßnahme sein im, im Rahmen der Migration, Fragezeichen, oder werden diese Portale von, von euch auch weiterhin strategisch sehr isoliert betrachtet? Na, ich glaube, ähm, das sind ja zwei Fragen. Also hast du zwei Portale? Und ich glaube, darauf ist die Antwort: Zum Schluss musst du eine technische Plattform haben, über die du dein Geschäft abwickelst. Ähm, ich glaube, das ist ein strategischer Imperativ. Ähm, dann ist die andere Frage: Wie trittst du gegenüber den Kunden auf? Ähm, und da treten wir aktuell mit drei Marken auf. Ähm, Maschinensucher für stehende Maschinen, Truck Scout für Maschinen mit Rädern. Und dann haben wir noch einen Anbieter, der regional sehr stark ist, in Benelux, Werkzeugen. Ähm, da stellt sich immer die Frage: „Wie gibt es Vor-und Nachteile einer sogenannten Multimarkenstrategie?" Ähm-Aktuell überwiegen da für uns die Vorteile. Das hat was damit zu tun, dass Marken natürlich eingeführt sind und teilweise sehr bekannt sind. Und natürlich muss man auch sagen, Truck Scout vierundzwanzig, natürlich die Scout vierundzwanzig Marke ist natürlich eine Leuchtturmmarke im deutschen Internet. Die kann man nicht so einfach nachbauen und daher werden wir jetzt zumindest auf absehbare Zeit, wir haben auch letztendlich auch da wieder vertragliche Verpflichtungen. Wir haben, wie man sich vorstellen kann, uns gehört es die Marke Truck Scout vierundzwanzig nicht, sondern es wird über Lizenzverträge abgewickelt. Markeninhaber sind dann halt die beiden Flagschiffe Immo Scout vierundzwanzig und Auto Scout vierundzwanzig und auch da gilt's natürlich für uns natürlich unseren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Okay, da hast Du mir quasi schon eine Frage vorweggenommen. Wir haben uns ja vorher, was die Frage angeht, gar nicht synchronisiert. Wir haben nämlich Truck Scout vierundzwanzig Mal beim DPMA und europäischen Markenschutz und Rechtsamt geprüft und tatsächlich liegt die Marke oder dieser Marken Asset liegt nicht bei euch, sondern weiterhin bei der Autoscout vierundzwanzig Gruppe und das das ist so korrekt? Da bin ich jetzt nicht überrascht. Nee, alles alles gut. Also das wäre jetzt eine Frage gewesen, aber Du hast die Frage ja schon mal quasi vorweggenommen. Und das das wird dann tatsächlich jetzt einfach über Lizenzrechte gelöst. Okay. Gut. Ja, ist ja letztendlich ist das ja typisch ist das ja eine typische Lösung. Ich glaube, als die Scout Gruppe sich da glaube ich ursprünglich mal auf einer Telekom gelöst hat, da gab es ja auch noch als dann die als sozusagen das war ja Initial dann in der Hand von Private Equity Eigentümern. Da gab's ja auch solche Marken wie Friendscout vierundzwanzig, Finance Scout vierundzwanzig und das ist glaube ich auch damals alles über Lizenzverträge entsprechend gelöst worden und dann ist ja die Scout vierundzwanzig Gruppe an die Börse gegangen. Ich glaub, dann waren die halt härter über die Marken und jetzt ist ja sozusagen die Autoscout vierundzwanzig ist ja jetzt wiederum verkauft worden an einen Private Equity Player von der Scout vierundzwanzig Gruppe. Ich glaube, da gibt es eine Lösung, dass letztendlich da diese beiden sozusagen Flagschiffe sich da die Marke teilen, aber alle anderen sind ganz klassisch Lizenznehmer. Okay. Gut, bleiben wir son bisschen beim beim Thema Markenlizenzen und sprechen über die ICS, über die Internet Consumer Services. Du hast dort Domains wie, wir haben's auch noch mal geprüft und haben einige echt interessante Domains gefunden, Top Level Domains, generische Top Level Domains, Landwirt Punkt DE, Masseur Punkt DE, Kindergarten, die Restaurant, die Fleischer, die Auftrag, die man muss ja sagen, schon tolles, cooles Portfolio, die leiten auch alle weiter auf eure ICS Seite, also bin bin ich überrascht gewesen. Glaubst Du persönlich denn noch an die Power von von so generischen Domains? Oh, ich glaub das, als wir Domains gekauft haben und wir haben auch sowas wie Restaurant Punkt DE, also es sind, haben schon relevant für Geld ausgegeben. Da war meine persönliche These, dass letztendlich Domains son bisschen wie Seegrundstücke sind. Ich glaube, diese These hat halt nicht nicht komplett gehalten, muss man also ganz offen zugeben. Manchmal macht man halt Investitionsentscheidungen hypothesenbasiert und guckt zurück und denkt sich, mei, die Hypothese hat nicht ganz gehalten. Ich glaube, wir haben mehrere Effekte gesehen. Also zum einen Effekt Nummer eins natürlich mobile, wo halt im Endeffekt dann letztendlich Apps gestärkt worden sind. Das Zweite ist es, dass die Browserzeile zur Suchzeile geworden ist und früher haben Leute da Restaurant eingegeben, dann wurde 'n d e drangehangen und dann hat die generische Domain halt den Traffic abbekommen. In der Zwischenzeit ist jede Browserzeile halt einen Suchfenster halt für Google. Und und dann ist der dritte Punkt, glaube ich, markentechnisch ist es irgendwann so gewesen, dass es natürlich einfacher ist, sich über eine, ich würde sagen, eigene Marke zu differenzieren als über einen generischen Begriff, der dann teilweise auch schwer zu schützen ist. Wenn man die drei Faktoren zusammentut, ja, also ich glaube, bin ich jetzt auf generierten Domains nicht mehr so bullisch. Also sprich, wer uns die abkaufen will und wer uns da einen fairen Preis bietet, da sind wir gesprächsbereit. Wir haben auch gar nicht die Ressourcen, halt jetzt die ganzen Domains zu projektieren. Und ich glaube klar, also jetzt hast Du ja auch Landwirt Punkt DE erwähnt, das ist natürlich jetzt für uns gegeben, dass jetzt irgendwie sowohl Maschinensucher wie auch Trucksgold vierundzwanzig auch landwirtschaftliche Güter sozusagen anbieten, ist das landwirtschaftliche Maschinen, Entschuldigung, ist das natürlich noch eine relevante Domain, aber alle anderen Domains und wir haben da glaube ich Auftrag, Aufträge, Kindergarten, Masseur, also Baustoff. Also wir haben, glaube ich, die eine unglaubliche Vielfalt an generischen Toplevel Domains. Also wenn er jetzt hier ein Hörer ist und sagt, super, ja, da würde ich gerne zuschlagen, soll er sich melden. Okay, habe ich verstanden. Würdest Du mir zustimmen, wenn ich die Hypothese, das hast Du gerade ja auch son bisschen vorweggenommen, aufstelle, die die da besagt, generische Domains verlieren eigentlich mit jedem zusätzlichen Tag deutlich an Wert. Punkt eins, weil weil die ICANN natürlich auch den gesamten Markt mit mit verschiedensten Domainendungen in den letzten Jahren geflutet hat, der SEO Impact auch nicht mehr so stark ist wie in der Vergangenheit. Das heißt, rein theoretisch verliert wahrscheinlich sone genetische Domain durchaus immer weiter an Wert. Und ja, das das kann dann ja unser Publikum gerne als ja Impuls aufnehmen, wenn da jemand irgendwie eine spannende Idee hat auf kindergarten Punkt DE, was was Tolles zur Verfügung zu stellen, dann mag er oder sie dich dann mal aktiv ansprechen.Finde ich gut. Maschinensucher Punkt de ist ja gewissermaßen auch wieder leicht generisch, ähnlich wie Pennergame Verwandt de. Liegt das ein bisschen bei dir in der DNA, dass du dich angezogen fühlst von sehr generisch orientierten Internetprojekten? Also ich meine, du hast damit ja in der Vergangenheit durchaus dann ja auch Erfolg bewiesen. Ja, Maschinensucher ist jetzt meines Erachtens nach keine generische Domain. Die Begrifflichkeit gab es vorher nicht. Wir haben auf Maschinensucher auch eine Wortmarke, was ja letztendlich nicht möglich wäre, wenn es ein generischer Begriff wäre. Also daher, in dem Fall muss ich jetzt fairerweise sagen, als ich letztendlich hier eingestiegen bin bei der MachineSeeker Group, da war ich von der Marktposition der Firma angezogen, die einfach schon in ihrem Segment Anfang zweitausendsechszehn, als ich letztendlich hier erst mal als Berater angefangen habe, einfach schon sehr führend war. Und dann war halt meine Hypothese, dass im Bereich der Gebrauchtmaschinen die Transition von offline zu online noch folgen wird und dass man hier letztendlich einen führenden Classifieds-Anbieter bauen kann durch organisches Wachstum, durch Akquisitionen. Und das haben wir jetzt auch, habe ich jetzt, glaube ich, auch zusammen mit dem Management-Team, dem Gründer Thorsten Muschler, glaube ich, gut umgesetzt bekommen bisher, aber ist noch ein langer Weg vor uns. Ich glaube, jetzt die Domain gibt es seit neunzehnhundertneunundneunzig. Die Marke ist extrem bekannt in dem Segment. Die Frage hat sich mir gar nicht so sehr gestellt. Also für mich ist sie nicht generisch und dann ist es immer gut, auf eine etablierte Marke aufsetzen zu können. Absolut. Nein, da hast du recht. Es ist geschützt und da kann man zumindest davon ausgehen, dass das DPMA dann darin auch irgendwie einen schützenswerten Begriff gesehen hat. Sprechen wir weiter über MachineSeeker, Deutschmaschinensucher Punkt de, deinem aktuellen Fokusprojekt. Du bist hier seit einigen Monaten zusätzlicher Geschäftsführer der MSG Auctions GmbH. In welchem Zusammenhang steht die neugegründete „MSG Auctions GmbH, wenn du dazu was sagen darfst, im Rahmen von Machine Seeker oder Maschinensucher? Ja, das ist eine hundertprozent Tochterfirma. Also dementsprechend, glaube ich, das haben wir auch gegenüber unseren Kunden schon verkündet, wir werden demnächst auch Online-Auktionen anbieten für letztendlich Gebrauchtmaschinen. Also sprich, kann man davon sagen, Corona hat halt diese Transition von offline zu online noch mal stark beschleunigt. Das hat auch die Bereitschaft erhöht von Käufern von gebrauchten Maschinen, die Transaktionen komplett online zu tätigen. Und der Marktentwicklung müssen wir Rechnung tragen und werden dementsprechend zum einen, sage ich mal, einen Marktplatzprodukt anbieten, also Festpreisverkauf, das kann man sagen, Amazon-artig und zum anderen auch Online-Auktionen anbieten. Das kann man jetzt als eBay-artig bezeichnen. Und das ist halt für uns einfach die Möglichkeit, dem veränderten Kundenverhalten Rechnung zu tragen. Und da haben wir eine Tochterfirma für gegründet. Da haben wir zum Schluss halt auch die Lösung, die wir jetzt entwickeln, dann auch irgendwann, wenn sie ausgereift sind, auch Dritte anbieten wollen. Wir haben mit Truck Scout ja auch eine Firma, die uns jetzt nicht zu hundert Prozent gehört, sondern wo das Management weiter beteiligt ist. Und dann können wir natürlich auch über eine Drittfirma, die Lösungsanbieter ist, unsere Lösung halt im Markt positionieren. Es gibt da draußen sicherlich zehn, zwanzig kleinere Anbieter, die nicht die notwendige Größe haben, solche Lösungen inhouse zu entwickeln. Für die es aber genauso, wie es für uns strategisch sinnvoll ist, das anzubieten, ist es das auch für die. Und dann können wir über die msg Auctions halt da zum Lösungsanbieter werden. Aber das ist letztendlich ein vorbereitender Schritt. Kurzfristig müssen wir erst mal beweisen, dass die Lösung bei uns auf der Webseite funktioniert. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, wenn das ganze Auktions Thema erfolgreich sein sollte, natürlich deutlich mehr Profit und wesentlich höhere Marge auch drin ist, weil ihr habt natürlich Güter bei euch, die sind nicht sehr, sehr günstig. Ich kenne jetzt den durchschnittlichen Verkaufswert nicht, der dann im Nachgang zwischen Käufer und Verkäufer stattfindet, aber das ist schon euer Ansatz. Also ich habe ja damals auch immer die Hypothese aufgestellt, wenn mobile Punkt de den Code knackt, letztendlich an jeder Transaktion, prozentual beteiligt zu werden, dann explodiert es natürlich, was den Profit angeht oder die Profitabilität angeht. Das ist dann tatsächlich schon euer Ansatz, auch ein Auktionsmodell jetzt ganz aktiv mit in euer Ökosystem zu überführen? Ja, ich glaube, Auktionsmodell ... Ähm Also man sieht ja, dass Amazon wesentlich erfolgreicher ist als eBay. Es liegt halt daran, dass bei den Gütern, wo eine hohe Transparenz über den Preis herrscht, eine Auktion nur zusätzliche Friktion in den Kaufprozess bringt. Wenn du jetzt irgendwie einen Samsung-Fernseher kaufen willst, da weißt du über Idealo, der beste Preis ist fünfhundertneunundneunzig Euro und dann ist eine Versteigerung mit einem Mindestpreis von fünfhundert Euro, aber die dauert sieben Tage und du musst dich da irgendwie involvieren und so weiter. Das macht für so ein liquides Produkt wie einen Samsung-Fernseher eigentlich keinen Sinn. Und das ist ja letztendlich auch dadurch, das treibt halt Amazon, die halt normal Festpreisverkauf machen über den Marktplatz. Wenn da eine Auktion stattfindet, ist es eher die Auktion unter den Händlern untereinander: Wer bietet die Mischung aus bester Bewertung und besten Preis dann?Im Bereich der Gebrauchtmaschinen ist es so, dass manche Maschinen, da gibt es eine sehr, sehr hohe Unsicherheit über den Marktpreis, weil oftmals diese Angebote sehr einzigartig sind, weil es von der Maschine eh nur eine geringe Stückzahl gibt oder weil es eine Maschine ist, die halt irgendwie elf, zwölf Jahre alt ist und dafür ist der Markt sehr eng. Und dann sind da Auktionen halt das richtige Vorgehen, den fairen Marktpreis zu ermitteln. Und mal deine Analogie anzuschließen zu Mobile: Ja, genauso wie Mobile haben wir die Verkäufer und wir haben die Käufer und glauben, wie gesagt jetzt, dass Corona das Ganze beschleunigt. Auch in unserem Segment gibt es natürlich viele, viele Offline-Auktionen. Da setzen wir jetzt an und gucken, dass wir das online abbilden. Und wenn das gelingt, ja, es muss einem auch gelingen. Also auch Mobile tritt ja mit einem Produkt gegen „Wer kauft dein Auto an? Trotzdem sieht man immer wieder, wenn dein Kerngeschäft Classifieds ist wie bei uns und Mobile, ist es jetzt organisatorisch nicht so einfach zu sagen: „Ich werde jetzt Auktionshaus, Marktplatz oder ähnliches. Das ist auch eine Frage: Wie bekomme ich das dann unternehmerisch in der Kultur verankert? Weil, jetzt mal das Beispiel Mobile zu nehmen, klarer Marktführer im Bereich PKWs Classifieds. Aber wenn Sie jetzt sagen, wir treten jetzt mit einem Produkt gegen „Wer kauft dein Auto an? Dann sind sie halt nicht Marktführer, sondern sind sie Herausforderer. Und es ist natürlich kulturell was ganz was anderes, Herausforderer zu sein als Marktführer. Und Mobile versucht, das umzusetzen. Ja, und wir stehen ja jetzt im Endeffekt vor der gleichen Herausforderung und da muss man mal abwarten, wie gut uns das gelingt. Also ich sage immer, wenn uns jetzt Leute im Kerngeschäft angreifen, sage ich immer, wir haben die Erfahrung, wir haben die Netzwerkeffekte, wir haben die Marke. Aber umgekehrt muss man natürlich auch sagen, wenn wir jetzt ein Produkt anbieten, wo es natürlich auch E-Commerce-Seiten, die letztendlich wie ein Marktplatz agieren, indem sie für verschiedene Großhändler ein Front-end darstellen. Es gibt natürlich auch ............................ Und da sind wir jetzt wieder Herausforderer und da müssen wir einfach mal gucken, wie gut uns das gelingt. Okay, aber du sagst, die Ressourcenallokation geht jetzt erst mal aktuell zugunsten eures Kerngeschäfts und mit Blick nach vorne bereitet ihr euch aber entsprechend auch auf das Auktionsgeschehen vor und ja, das werden wir natürlich weiter beobachten. Sven, jetzt, wenn man so ein bisschen die Presse liest, ihr macht ja auch gute Pressearbeit über maschinensucher. De, ist ab und an auch mal die Rede von dem größten B2B-Maschinenhändler weltweit. Da hatte ich mal jetzt eine Frage: Wer ist denn jetzt eigentlich größer? Weil in der Vergangenheit wurde mal als Vorbild deines Co-Geschäftsführers die Richie Bros genannt, RB Auction. Wer ist denn jetzt eigentlich bigger in dem Spiel? Sind das die RB Auction Guys oder seid ihr das? Also ich glaube, generell muss man durch die Geschäftsmodelle differenzieren. Wir sind aktuell ein reiner Classifieds-Anbieter und Listing-Anbieter und da sind wir primär in Europa aktiv, in Europa klarer Marktführer. In den USA gibt es jetzt letztendlich keinen vergleichbaren Anbieter. Dementsprechend sind wir da dann auch letztendlich der Größte der Welt. Allerdings ist das eher davon getrieben, dass man in den USA kein Äquivalent gibt. Ritchie Brothers ist ein Online-Auktionshaus. Die haben so eine Art Take Rate. Du hast ja gerade angesprochen, als du von dem Upside von transaktionalen Modellen gesprochen hast, indem du das mobile Beispiel gebracht hast, was könnten die erreichen, wenn sie an jeder Transaktion partizipieren. Und Richie Brothers hat so eine Take-Rate von 13%. Das heißt, der GMV, der über deren Plattform fließt, zu 13% behält Richie Brothers ein. Und das ist ja im Classified-Bereich viel, viel geringer. Das heißt, Richie Brothers noch mal jetzt durch Corona, profitiert, indem sie vieles digitaler picken, vorher Richie Brothers sehr, sehr stark offline unterwegs, indem sie da in den ganzen USA letztendlich Offline-Auktionen durchführen und denen teilweise dann auch wirklich die physische Lokation gehört. Daher aber, ja, also GMV, Innenumsatz im Online-Auktionsmarkt. Da gibt es in den USA Richard Brothers, da gibt es, ich gehe in Europa in einen Roll-up von einem Family Office und einem PE getrieben. Das ist so ein niederländisches Auktionshaus online. Unser direkter Konkurrent im Rahmen dieses Konsortiums ist die Firma Trostwaik. Dann gibt es auch noch mal in Düsseldorff eine Firma mit dem Namen Surplex, die Auktionen machen. Daher im Auktionsmarkt gibt es da relevant große Firmen. Wie gesagt, die Aussage von uns hat sich immer auf Classifieds gebraucht Maschinen bezogen. Okay, jetzt switchen wir mal so ein bisschen den Themenkomplex. Du warst ja lange Zeit, was Social Media angeht, zumindest in meiner subjektiven Wahrnehmung, ziemlich stark im U-Boot-Modus. Ich glaube, der U-Boot-Modus trifft es vielleicht auch ganz gut. Was hat sich ja jetzt seit einer gewissen Weile verändert? Du bist Marketingbotschafter für Maschinensucher, nutzt die Plattform, vor allem LinkedIn, an potenzielle neue Kandidaten im Rahmen des Recruitings ranzukommen. Du nutzt die Plattform aber auch so ein Stück weit, das gesamte Thema Fußball-Sponsoring aktiv auch zu positionieren.Was auch gut funktioniert. Also das Ganze kommt ja dann ja auch in den verschiedenen Pressequellen an und ploppt überall auf. Du bist ja bekanntlich ein sehr, sehr zahlen, daten, faktenorientierter Typ. Sehr, sehr rational, so wie wir dich jetzt auch in den letzten Jahren wahrgenommen haben, egal ob beim OMR, etc. Dafür schätzen und lieben dich dann ja auch die Zuhörer. Bist du denn happy mit deiner Reichweite, wenn du so ein bisschen Zahlen, Daten, Fakten mal dem Kosten-Nutzen-Verhältnis gegenüber stellst? Ja, du allocierst ja auch sehr viel Zeit. Ich gehe davon aus, dass du deine Accounts jetzt nicht abgegeben hast, sondern sie tatsächlich selber noch pflegst. Gehe ich zumindest von aus, weil man das von der Tonalität her, finde ich, sehr gut auch auf dich reflektieren kann. Bist du happy mit deiner Reichweite, mit deinem Netzwerk und haben sich darüber Opportunities für dich ergeben, die du vorher so nicht auf der Agenda gehabt hast? Und wenn du die Frage beantwortet hast, würde ich mich freuen, wenn du sagst, rückwirkend betrachtet, bist du zu spät in dieses Social Game eingestiegen? Viele Fragen. Ich fange mal von vorne an. Ja, ich bin jetzt ja weder auf Twitter noch auf Instagram noch auf Sync war halt irgendwie bis Juni, Juli nicht auf LinkedIn. Ich habe mich da komplett rausgehalten. Das ist sicherlich auch eine Frage des Alters. Ich bin 46. Ist auch immer eine Frage: Inwieweit lenkt einen Social Media up? Aber letztendlich musste ich auch akzeptieren, dass wir leben in einem neuen Zeitalter. Das fällt einem dann manchmal sozusagen schwer, sich da zu adaptieren, aber wir leben in der Aufmerksamkeitsökonomie. Und dann habe ich mich entschlossen, eine Plattform zu bedienen. Habe mich dann für LinkedIn entschieden, sicherlich auch dadurch getrieben, dass ich mir gedacht habe, das ist dann für mich sozusagen vielleicht mit die am besten passende Plattform. Habe dann gesagt, auf die fokussiere ich mich dann. Es ist immer die Frage: Ex-post, lohnt sich das? Ich glaube, in der Anfangsphase ist es, glaube ich, immer ein Investment, insbesondere von Zeit in die Zukunft. Ich glaube, bis man dann eine Reichweite aufgebaut hat und bis man damit die Reichweite letztendlich produktiv bekommt, das dauert halt. Ich glaube, du hast es ja gerade gesagt oder vermutet: Ich bediene meinen LinkedIn-Account selbst. Also sprich, das ist schon dann eine zeitliche Investition, gegeben Opportunitätskosten. Zum Thema Reichweite. Es ist doch relativ nicht so einfach, da Follower aufzubauen. Also sprich, da hätte ich mir gedacht, dass das schneller geht. Ich glaube, ich bin jetzt irgendwie bei guten 6.000 und ich glaube, ich hatte immer mal jemandem gesagt, mein Ziel wäre es, irgendwie am Jahresende bei 30 zu sein. Das ist, glaube ich, sehr, sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Was aber ganz gut klappt, sind die Posts, denn da habe ich meistens eine höhere Reichweite als meine Follower. Also sprich, die Posts als solche funktionieren sehr gut. Und ich spiele natürlich bei LinkedIn genauso wie mit dem DS Insider Podcast eine relativ enge Zielgruppe, die jetzt ein bisschen in unserer Tech-Blase ist, was natürlich schon ganz gut ist, Themen zu kommunizieren. Ich glaube jetzt für Recruiting und wir suchen da ja gute Leute am Standort Essen. Ich glaube, Sync11 hat ja auch jetzt Standorte, die jetzt nicht so gewöhnlich sind, also nicht jetzt Berlin und München. Das heißt, ihr steht ja wahrscheinlich teilweise vor den gleichen Herausforderungen wie ich: Wie findet man halt in Nicht-Clustern Leute mit relevanter Erfahrung? Das war so ein bisschen die Idee dahinter, diese Leute über LinkedIn zu identifizieren. Ich glaube, da gab es jetzt schon ein paar spannende Bewerbungen und sicherlich hilft es halt auch generell, wenn man sich Employer Branding macht, da LinkedIn zu bespielen. Und daher würde ich jetzt sagen, glaube ich, ist das aktuell schon ein positiver ROI? Würde ich wahrscheinlich sagen nein, aber glaube ich, dass die Basis, dass man das immer zurückbezahlt bekommt, ich glaube, dafür besteht schon die Möglichkeit. Und um deine anschließende Frage einzugehen: Ja, ich glaube schon. Das hätte man durchaus früher machen können. Ich habe ja letztendlich bis Ende 2015 gar nichts gemacht. Da habe ich einen OMR-Podcast angefangen. Dann habe ich irgendwann additiv den DS Insider-Podcast gemacht, glaube ich, seit Q2 2018 und jetzt halt LinkedIn. Ich glaube, wo es wahrscheinlich zurückkommt und auch jetzt schon zurückkommt, sind halt die Möglichkeiten, was jetzt irgendwie PR-Themen angeht, sind natürlich auch Möglichkeiten, auf Konferenzen zu sprechen, weil die wahrgenommene Relevanz eine andere ist. Und da muss man gucken, wie zahlt das halt dann in die Marke Maschinensucher ein? Ich glaube, wenn du mich im Jahr noch mal fragst, kann ich jetzt wieder ein bisschen konkreter fassen. Okay, dann hast du wahrscheinlich einfach auch ein bisschen mehr Datenvalidität. Wie stark ist denn aktuell euer Pain im Bereich Recruiting? Ich glaub, in Essen werdet ihr genauso wie wir hier in Osnabrück einen großen Pain-Faktor haben im Bereich Informatiker, nehme ich an? Ist das deckungsgleich? Ja, es gibt ja letztendlich die Ruhe Uni Bochum, die ist jetzt in Informatik schon.Sehr solide. Die Uni Duisburg Essen ist jetzt nicht so stark in dem Segment. Ähm, nur gibt es natürlich auch schon in Bochum viele Firmen, die mit der Uni sehr eng verknüpft sind und dann natürlich versucht, sozusagen die Informatiker schon vor dem Abschluss abzugreifen. Ähm, klar, ich glaube, wir würden uns freuen, wenn jetzt hier am Standort Essen, ähm, es noch mehr Informatikabsolventen geben würde. Zum Schluss habe ich auch letzte Woche im OMR Podcast gesagt ja, ich glaube, Software will lead the world. Das sind bei uns, glaube ich alle, die in der Techbranche sind einig, dass die Relevanz von Software noch weiter zunehmen wird. Und zum Schluss, äh, braucht es halt schon Informatiker, ja, um gute Software zu entwickeln. Und daher, ja, ich glaube, wir suchen seit ein, zwei Jahren einen Top iOS Entwickler. Wir suchen dauerhaft Full Stack Entwickler und ab und zu gelingt es uns halt, gut Leute von der Ruhr Uni Bochum zu bekommen und die dann sozusagen, die bei uns dann direkt anfangen. Aber ich würde mir natürlich wünschen, das ist, glaube ich, ob du jetzt in Osnabrück bist, ob du in Essen bist, das sind ja alles keine Städte, wo du großen Zuzug hast. Ja, also die Leute, derjenige, der dann vielleicht irgendwie an der TU Karlsruhe oder an der TU München Absolvent ist, ja, der mag dann nach London umziehen, der mag nach Berlin umziehen oder nach Zürich. Dass der nach Osnabrück oder Essen umzieht, ja, das muss dann schon eine Frau sein, die ihn treibt. (Lachen) Ja, ja, gebe ich, gebe ich dir absolut recht. Und es ist mit Sicherheit ähnlich angespannt in Osnabrück wie, ähm, bei euch in Essen, aber vielleicht findet sich ja heute in der Crowd -- wir haben ja relativ viele Teilnehmer, die gerade im Livestream am Start sind -- ah, den einen oder anderen potenziellen Bewerber, der sich dann hoffentlich auch direkt bei dir melden darf. Du bist ja bei LinkedIn auch verfügbar. Absolut. Sven.Schmidt@maschinensucher.de. Also Vorname.Nachname@maschinensucher.de. Da wer letztendlich-- wir bieten unbefristet Vollzeit sehr faires Gehalt für Essen, top Arbeitsbedingungen. Ähm, wir haben hier Klimaanlagen, wir haben Luftfilteranlagen, wir haben, äh, hier, ähm, mit unserer Marke gebrandete Masken für jeden Mitarbeiter. Ähm, wir haben einen Koch, dass man das Office gar nicht verlassen muss. Und alles sozusagen, damit man nicht, ähm, nicht nur irgendwie Torte isst und vom Koch bedient wird. Wir haben, wir haben einen Gym und jeder Mitarbeiter kriegt eine Personal-Trainer-Stunde pro Woche von uns bezahlt. Also erst essen und dann abnehmen ist das Motto. Also daher, ähm, glaube ich, spannende Aufgaben. Insgesamt ein Team von siebenundvierzig Leuten sitzen hier in einem Bürogebäude, wo uns noch eine Etage fehlt. Wenn wir die haben, dann sind wir sozusagen der einzige Mieter. Ah, siebenhundertvierzig Quadratmeter, also auch alles sehr großzügig. Also dementsprechend, wie gesagt, top Leute, ähm, die unternehmerisch aktiv sind, aber natürlich auch vor allem Softwareentwickler. Bitte an Sven.Schmidt@maschinensucher.de Und wer sich Interesse am ICS Domain Portfolio hat, kann die E Mail Adresse auch nutzen. (Lachen) Gleichzeitig auch nutzen. Sehr gut. Ja, wunderbar. Da hoffen wir doch mal, dass der eine oder andere sich, äh, bei euch, ähm, bewirbt. Und man darf natürlich auch, ähm, durchaus sagen, dass der oder diejenige, die es dann zu euch schafft, ja auch ein zumindest regelmäßiges Sparring mit dir genießen darf. Das heißt, da ist ja auch das Thema Weiterbildung und Coaching, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger, essentieller Bestandteil. Und ich glaube, da funktionierst du auch nach außen hin, was die Strahlstärke angeht für maschinensucher.de. Mit Sicherheit, ähm, mit einem sehr, sehr guten ROI. Personal Trainer hast du gerade angesprochen. Hast du auch einen? Sorry? Hast du auch einen Personal Trainer? Ob ich ein... Ja. Also ich könnte das auch nutzen, aber ich, äh, sozusagen, äh, schone meine Knochen noch. Aber je mehr Torte ich hier von euch esse, äh, desto mehr muss ich aufholen. (Lachen) Okay, alles cool. Ich muss schon sagen, also ich glaube ja, also, äh, das ist, ähm, das nehme ich mir immer jedes Mal vor, ja, dass ich, ähm, letztendlich irgendwann, ähm, halb so gut aussehe wie Philipp Westermeyer, ja, der ja irgendwie, äh, glaube ich, sein, äh, sein Körperfett in Gramm misst, ja. Ähm, aber, ähm, man kann nicht überall vorne sein. Das, das, das ist so, einen Tod muss man sterben. Äh, Sven, wir haben später Alex, äh, von, von Spryker im Interview. Der hat ja bekanntlich Frank Thelen für seine Excite-Konferenz als Speaker gewinnen können. Im letzten Kassenzone-Interview, ähm, hat er ja etwas genervt gewirkt, würde ich sagen, als, als, als dein Name gefallen ist. Ähm, bezieht aber Positionen und verweist auf die subjektive falsche Allokation deiner Energie und etwaiger fehlender Investments. Ähm, eigentlich will ich jetzt gar nicht hier nochmal, ähm, ja Öl ins Feuer gießen, aber bist, bist du beim Thema Frank Thelen eigentlich eher ideologisch getrieben oder verfolgst du durch die Polarisierung gegenüber Frank, der ja auch sehr stark in den Medien steht, ähm, ja auch ein gewisses Marketingziel? Also meine Hypothese wäre, du bist ein smarter Typ, natürlich verfolgst du damit auch ein gewisses Ziel, ungeachtet dessen, dass es vorher natürlich auch irgendwo, äh, ja ein kleines Tänzchen gegeben hat, aber das liegt ja auch schon wieder ein bisschen, äh, zurück. Also ich habe mein Problem mit Frank Thelen ist es-- sind zwei Dinge. Das eine ist, der Mann ist nicht transparent, ähm, der äußert sich zur GAFA Regulierung, die meines Erachtens für die Zukunft von Europa extrem wichtig ist, ohne dabei bekannt zu geben, dass er unter anderem von Amazon bezahlt wird. Ähm, das ist meines Erachtens, ähm, mangelnde Transparenz. Ähm, der hat, äh, wir hatten einen gemeinsamen Auftritt in der großen Elbphilharmonie, ist auch schon ein bisschen was her. Ich glaube, boah, zwei Jahre ist es her.Und da hat er mir im Vorfeld gesagt, wenn ich seine Sponsoren nennen soll, dann bitte Amazon. Ähm, danach hat er es irgendwie letztendlich, ähm, nie wieder transparent gemacht. Ähm, der ist auf der K5 Konferenz, ähm, aufgetreten, meines Wissens auch von Amazon bezahlt damals, ähm, und hat das nie transparent gemacht. Und du kannst nicht dich zu politischen Themen äußern, ohne bekannt zu geben, ähm, von wem du eigentlich bezahlt wirst. Ähm, das ist das eine Thema, was mich stört und das andere Thema ist es, dass er, ähm, mit den gescheiterten Portfoliofirmen, ähm, immer, ähm, Crowdfunding macht und letztendlich Portfoliofirmen, die er nicht mehr finanzieren will, die seine Mitinvestoren nicht finanzieren wollen, die kein DC finanzieren will, die schickt er halt mit seiner Marke sozusagen, ähm, an den sogenannten, der Anglizismus ist Retail Investor. Der deutsche Ausdruck wäre Kleinanleger. Ähm, und der folgt dann halt sozusagen der bekannten, aus dem Fernsehen bekannten Persönlichkeit. Und, ähm, das finde ich persönlich schade und das führt meines Erachtens auch zum Gegenteil, ähm, dass wir in Deutschland da Offenheit gewinnen, wenn halt solche Sachen, die da dann in den Kleinanlegern vorgeführt werden, durch Adverselektion leiden. Und das sind die beiden Themen, an, an denen ich im Endeffekt Anschluss habe. Ähm, der Umgang mit Kleinanlegern, das find ich einfach total problematisch, wenn dann irgendeine Putzfrau den im Fernsehen sieht und dann auf dessen Empfehlung hin letztendlich irgendwas kauft, was nie was werden kann. Und das sind so die beiden Punkte. Ähm, ansonsten, ähm, letztendlich ist der Frank Thelen ne erfolgreiche Medienpersönlichkeit. Ähm, wie tief dann immer die Aussagen sind, ähm, das mögen dann andere beurteilen. Aber das sind die beiden Punkte, die mich stören. Ja, und das sollte ja auch noch mal dann im Rahmen von Neufand, äh, sollten ja wieder kleinere Lega letztendlich, ich würde sagen, ähm, ja, zumindestens irgendwie, ähm, mit falschen Versprechungen meines Erachtens angelockt werden. Und da hat die Barfin ja auch gehandelt. Ja, und, ähm, das ist ja ein Thema, wo ich auch medial, äh, dagegen angeredet habe, soweit es mir überhaupt möglich ist. Und ich glaube, da kann ich sagen, dass ich hoffentlich viele Kleinerläger vor einem relevanten Schaden bewahrt habe. Mhm. Okay. Das heißt, du sagst auf der einen Seite das Thema Transparenz, Amazon und, äh, das Thema Trust und Vertrauen, vor allem in Richtung der kleinen Anleger. Habt ihr einen Dialog zusammen? Habt ihr noch einen Dialog miteinander oder sprecht ihr tatsächlich gar nicht mehr? Also, du meinst jetzt, ob ich jetzt mit dem Frank Thelen nicht austausche? Nee, ich glaube, äh- Vielleicht habt ihr ja irgendwie per Handy, schickt ihr euch (lacht) vereinzelt Nachrichten hin und her, also Funkstille? Nee, also, äh, ich glaube, äh, ich schreib ihm nicht. Er schreibt mir nicht. (Lachen) Also das ist jetzt, äh, das ist jetzt nicht so, dass da jetzt irgendwas sozusagen inszeniert ist, ja. Also sprich, ich habe da jetzt mit Frank Thelen, ähm, gibt es da keine Kommunikation, ja, und auch keinen Kontakt. Und ich glaube, ähm, er sucht keinen Kontakt, ähm, mit mir. Ich suche keinen Kontakt mit ihm. Das sind ja auch Punkte, wo wir einfach sehr unterschiedliche Perspektiven haben. Und, äh, meine Skepsis mit Crowdfunding hat ja auch jetzt nix mit, ähm, mit Facteles zu tun. Das sind Aussagen, die ja auch meines Erachtens auf andere Projekte sich beziehen. Und, ähm, ich glaube, wenn jetzt der Frank Thelen sich, also per se sich von Amazon bezahlen lassen, das ist sein gutes Recht, ja. Ähm, ist auch sein gutes Recht, für Auftritte viel Geld zu nehmen. Das ist total legitim. So monetarisiert er seine eigene Marke. Ich hab immer nur ein Problem, wenn er sich dann politisch äußert und das dabei nicht transparent macht. Also ich glaube, man sollte Interessenskonflikte offenlegen, damit dann eingeschätzt werden kann, ähm, aus welcher Perspektive argumentiert wird. Mhm. Hab ich verstanden. Ist ein valider Punkt. Butter bei der Fische, wie man so schön sagt. Du, ähm, als Hamburger kennst das mit Sicherheit. Wenn wir euch beide zu einem Interview bekommen würden, wärst du dabei? Du meinst, zu 'nem gemeinsamen Interview mit Frank Thelen? (lacht) So ist es. Ich bin da, glaub ich, nicht der Engpass. (lacht) Okay, okay. Gehen wir so weiter. Alright. Ähm, wir haben jetzt noch zehn Minuten. Wir haben auch, glaube ich, die eine oder andere Frage aus dem Publikum. Deswegen sputen wir uns mal hier. Ähm, eine Frage haben wir tatsächlich noch. Also bei der Zielgruppenanalyse von maschinensucher.de ist uns aufgefallen, dass ihr eine relativ hohe Schnittmenge in der Zielgruppe habt mit FSK achtzehn, äh, Plattformen wie rotlicht de und, und noch einige weitere Domains, äh, dessen Namen schon etwas Trennscham bei mir auslösen. Ähm, ist ja per se kein verwerfliches Thema, ähm, aber sehen wir bald auch Ads von euch auf Traffic Junkie und Co. Oder seid ihr da was, was Advertising angeht, relativ straight? Wir haben auch gesehen, dass, dass ihr sehr überschaubar viel, viel Advertising betreibt. Das folgt ja auch so ein Stück weit deinem Wunsch, dich weniger abhängig zu machen von, äh, Google, Amazon, Facebook etc. Ähm, auch da bin ich jetzt wieder überrascht. Also, äh, wir letztendlich machen Werbung über die üblichen Verdächtigen, also, äh, Google, Bings/Microsoft, Facebook- Criteo. -Criteo. Ähm, und ich glaube, das ist jetzt hier eine Fachkonferenz und ich glaube, jeder Zuhörer weiß halt, zum Schluss buchst du über Criteo und über das Google Display Netzwerk Sachen ein, wo die dann immer so erscheinen. Ähm, boah, das kannst du ja immer nur im gewissen Rahmen kontrollieren. Klar guckst du dir halt an, wenn du aus einer Quelle unglaublich viel Visits hast, guckst du dir an, wie konvertieren die und wenn die nicht gut konvertieren, dann, dann, ähm, ist das-Macht (übersprechen 00:01:11) sie vielleicht dann auf die Blacklist, ähm, aber, ähm- Ich korrigiere das noch mal, Sven. Also es ist nicht so, dass ihr dort einbucht, sondern es ist einfach nur so, dass es eine Zielgruppenüberschneidung gibt. Da kann, da kann Maschinensucher ja erstmal gar nichts für. Ja, aber ich glaube, ich glaube, ich glaube, die Zielgruppenüberschneidung, ähm, woher kommt die? Ich glaube, es liegt halt primär daran, dass wahrscheinlich teilweise auf, ähm, auf irgendwelchen, ähm, mobilen Apps irgendwelche Banner von uns liegen, die halt zu Forced Clicks führen. Verstehe. Ja, das ist immer so meine These, ähm, und dass dann auf den gleichen Apps teilweise auch dann diese Anbieter letztendlich beworben werden und, ähm, das dann aus Versehen halt, es passiert ja selbst wenn ich irgendwie auf meinem Handy surfe, ab und zu, dass halt, ich will eigentlich zurückdrücken, aber dann drücke ich aus Versehen irgendwie auf, ähm, auf den Banner, der da liegt und dann komme ich irgendwie kurzweilig dahin. Das ist natürlich Traffic, den du nicht haben willst. Also, ähm, wir versuchen alles, um Forced Click Traffic, ähm, nicht, ähm, nicht zu haben, weil der ist, der bouncet halt, der konvertiert nicht. Äh, das ist auch unabhängig vom Klickpreis, das macht überhaupt gar keinen Sinn. Aber wenn du halt über die Netzwerke einkaufst, das dann immer alles hundert Prozent nachzuhalten, ähm, mei, du guckst dir halt immer nur an, wenn da meine Traffic-Quelle zu relevant wird, dann schaltest du die aus. Aber ich glaube, das ist das, was das treibt. Ansonsten, ähm, ist es ja schon einfach so, dass wir jetzt, ähm, im Kern, ähm, 'ne Zielgruppe haben, die jetzt bei uns schon lange dabei ist und die halt Gebrauchtmaschinen kauft. Und ich würde ja sagen, klar, der Gebrauchtmaschinenkäufer, der ist natürlich primär männlich, das bringt die Industrie so witzig, ähm, wahrscheinlich auch so ein bisschen älter als der Internetdurchschnitt. Ähm, auch das ist dadurch getrieben, dass wir jetzt so am Ende der ersten Generation sind in dem Bereich, ähm, wo die :„wachup-Lösung gerade stattfindet, ähm, wo dann Händler sozusagen an die zweite Generation übergeben. Ähm, aber ansonsten sind wir sehr, sehr segmentfokussiert. Ich glaube, den additiven Traffic, den man einkauft, über halt Google Display Network Criteo, das, ja, da setzt man eine Milchkalkulation. Klar, klar. Und du saßt ja auch mal auf der anderen Seite, auf der Publisher-Seite. Von daher kennst du ja die Mechanismen, wie so was dann, äh, auch durchaus durchgehen kann. So, jetzt haben wir noch zwei, äh, Fragen aus dem Publikum, von, von dem, ähm, Maurice, der fragt: „Woran ist das Sponsoring beim MSV Duisburg gescheitert?" Ähm, da wollten wir Namensgeber des Stadions werden. Das war und ist die Schauinsland Arena. Ähm, meine Hypothese war, dass der Vertrag aufgrund von Corona, dass Schauinsland ihn nicht verlängert. Ähm, Schauinsland hat den verlängert. Ähm, ich habe dabei, glaube ich, von außen unterschätzt, dass die Verbundenheit zwischen dem Sponsor und dem Verein. Und, ähm, letztendlich, ähm, hat dieser langjährige Sponsor, der auch am Stadion beteiligt ist, wo, glaube ich, auch die Gesellschafter im Verein mal im Präsidium aktiv waren, der hat sich entschlossen, erst mal zu verlängern und dass der Verein dann natürlich sagt: „Klar, wenn mein langjähriger Partner, der mit mir zusammenarbeiten will, ist das für uns Prio null. Das ist hundert Prozent nachvollziehbar. Ich glaube, ich hätte jetzt gedacht, dass, wenn ich jetzt Schauinsland Gesellschafter wäre und ich bin Trikotsponsor und Namensgeber beim Verein und, ähm, bin natürlich durch Corona negativ getroffen, dann hätte ich halt gesagt, ich mache weiter Trikotsponsor und gebe das Namensrecht ab, aber da hat sich, glaube ich, aufgrund von Loyalität und Treue zum Verein Schauinsland reisend anders entschieden und das muss man dann, ähm, hinnehmen. Okay. Das heißt, die Jungs haben einfach gutes Stakeholder-Management auch unter anderem betrieben. Dann eine weitere Frage von dem Michael, meinem werten ehemaligen, ähm, Arbeitskollegen, der fragt: „Könnte Sven vielleicht noch eine Frage zur Internationalisierung stellen?" Also: „Wie wurde das Thema konkret angegangen? Wie ist das, äh, Thema aufgestellt oder das Team aufgestellt und welche Erfahrungen hat Machine Seeker damit gemacht?" Natürlich eine sehr, sehr große Frage. Ähm, vielleicht kannst du ganz kurz zum Thema der Internationalisierung Stellung beziehen. Ich glaube, das, das geht primär darauf, versucht ihr alles quasi aus Deutschland herauszusteuern. Ihr habt ja auch eure eigenen, äh, People im Team, die für die jeweiligen Dependenzen verantwortlich zeichnen oder seid ihr wirklich vor Ort in den jeweiligen Ländern, weil das Thema Culture und Co eben, ähm, sonst, sonst schwer zu regulieren wäre? Aber beim Thema Skalierbarkeit und Internationalisierung hast du ja auch Erfahrungswerte. Ja, ich glaube, ähm, das ist jetzt, ähm, im Gebrauchtmaschinenbereich, ist das, hat man da in Deutschland eine ganz gute Basis, weil hier halt die meisten Hersteller sind, also die sogenannten OEMs, Original Equipment Manufacturers, ähm, und oftmals die Händler sich dann in der Nähe dieser Hersteller niedergelassen haben. Also auch da muss man sagen, sind natürlich dann Baden-Württemberg ist da unglaublich stark. Das heißt, Deutschland ist für Gebrauchtmaschinen so ein bisschen so ein Qualitätszeichen und daher wird natürlich auch viel aus Deutschland heraus exportiert. Ähm, und dementsprechend können wir relativ gut aus Deutschland heraus internationalisieren, ähm, weil da im Gebrauchtmaschinenbereich Deutschland halt einfach ein sehr guter Standort ist, ähm, und haben uns bisher entschieden, mit 'ner, äh, Ein-Office-Politik zu arbeiten. Das heißt, äh, zu gucken, Ein-Office, aus dem heraus wir alles machen und, ähm, bisher funktioniert das gut und, ähm, wir haben, wie gesagt, auch Zukäufe gemacht in Polen und in Benelux. Das heißt, da haben wir dann auch die, die Nachbarmärkte, äh, darüber erschlossen und das hat wiederum Relevanz in den Märkten verschafft. Und jetzt sehen wir einfach seit ein paar Jahren, dass wir, ähm, sehr stark im Ausland wachsen, sowohl was Traffic angeht, wie auch was Verkäufer angeht.Und auch da ist natürlich alles eine lokale Nähe gegeben. Natürlich reden wir über Europa, machen natürlich auch den Handel dann noch mal ein bisschen einfacher, weil so eine stehende Maschine von Deutschland nach Australien zu transportieren, da sind dann oftmals die Logistikkosten höher als der Kaufpreis der Maschine. Und in Europa kannst du halt vieles letztendlich mit einem LKW machen und da sind die Logistikkosten noch im akzeptablen Bereich. Und daher ist unser Fokus Europa und das decken wir aktuell sehr gut ab aus dem einen Office, muss man natürlich auch sagen, Osteuropa ist sehr relevant, was das angeht und dann sind wir mit Deutschland auch sehr gut in der Mitte positioniert. Okay, cool. So, jetzt haben wir tatsächlich noch ein paar weitere Fragen, aber wir haben tatsächlich keine Zeit mehr, Sven. Ähm Gibt es sonst auch von dir irgendwas, was du gerne loswerden wollen würdest, hier live? Ansonsten bedanke ich mich wirklich für das sehr, sehr gute Gespräch. Es war mir eine Freude. Vielleicht begrüßen wir dich demnächst erneut, wenn du dann auch möchtest. Uns würde es natürlich freuen. Aber jetzt hast du ... Du hast jetzt angekündigt fürs nächste Jahr sozusagen Streitgespräch unter deiner Schirmherrschaft mit Sventelen. Also wie gesagt, ich bin nicht der Engpass. Du kannst ja mal gucken, ob du es auf die Beine bekommst. Falls ja, würde ich sagen, wenn du das kriegst, im nächsten Schritt macht man noch Frieden im Mittleren Osten. Und wenn das dann geklappt hat, kümmerst du dich sozusagen Nordkorea. (lacht) Schöner Vergleich, absolut. Okay. Ja, wir nehmen die Challenge auf. Ich würde euch auf jeden Fall noch ein super cooles Restevent. Und ich glaube ja auch hier, ich finde das super, dass ihr das digital durchgezogen habt. Ich glaube, jeder Eventbetreiber ist natürlich von Corona unglaublich hart getroffen, ähm was die Monetarisierung angeht. Also daher mein Respekt, dass ihr da weiter Gas gebt und natürlich irgendwie toi, toi, toi und euer unternehmerisches Handeln. Das ist einfach spitze und drücke euch die Daumen, dass dafür euer anderes Geschäft wahrscheinlich durch diese Digitalisierungswelle weiter gut wächst und gedeiht und ihr so wahrscheinlich jetzt hier diesen wahrscheinlich leichte Delle in der Motorisierung eures Siegs gut auffangen könnt. Aber finde ich super, was ihr an die Community zurückgebt und großen Glückwunsch da von meiner Seite. Vielen Dank für die Blumen, Sven. Das wissen wir jetzt absolut zu schätzen. Gut, dann sage ich herzlichen Dank nach Essen und wir gehen jetzt in eine kleine Pause, bevor es dann mit unseren nächsten Speakern weitergeht. Ich verabschiede mich jetzt erst mal. Gleich trete ich wieder gemeinsam mit meinem werten Kollegen Mario auf und sage bis gleich. Ciao, ciao.
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