So, wir gehen direkt weiter in unserem Programm hier auf der Mainstage und in unserem nächsten Speaker Teaser bekommt ihr unsere nächste fantastische Speakerin einmal kurz vorgestellt. Viel Spaß! Ich freue mich ganz besonders, dass wir Viva con Agua Sankt Pauli e.V. heute bei uns auf der Mainstage begrüßen dürfen. Und zwar in Person von Carolin Stüdemann. Ich möchte euch Carolin einmal vorstellen. Sie ist Geschäftsführerin bei Viva con Agua und tritt ein für die Themen Female Leadership und ist unter anderem auch als bekannte Keynote Speakerin aktiv. Sie ist seit mittlerweile über drei Jahren im Viva con Agua Universum aktiv und hat vorher unter anderem bei einer Change Management Beratung im Jahr 2018 gearbeitet und war davor mehrere Jahre Leitung einer stationären Jugendhilfeeinrichtung mit knapp 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie war im Rahmen einer sozialpädagogischen Auslandserfahrung unter anderem in Kanada oder schon als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Sozialforschung in Jerusalem. Carolin hält einen Master of Arts in Sozial und Organisationspädagogik und ist in ihrer Freizeit leidenschaftliche Radfahrerin, unter anderem gerne mit dem Rennrad an der Elbe unterwegs. Carolin, du giltst als große Optimistin und bist unter anderem in einer Kolumne bei der Hamburger Morgenpost mit dem Titel Auf einem Wasser mit regelmäßig eben auch publizistisch aktiv. Zudem bist du just gewählt worden als Jurymitglied für den deutschen Nachhaltigkeitspreis und als beliebte Keynote Speakerin und beliebter Podcast Gast auf diversen Bühnen virtuell wie physisch unterwegs. Carolin, schönen guten Morgen und herzlich willkommen hier bei uns auf der OMKB. Schön, dass du da bist. Ich freue mich total, dass ich eingeladen wurde. Vielen Dank dafür. Sehr, sehr gerne. Ich vermute, Carolin, du sitzt heute in Hamburg im Homeoffice. Ist das richtig? Genau richtig. Ich bin in Hamburg. Es ist auch klassisches Hamburger Wetter. Wie sollte es anders sein? Und ich wäre ja auch gerne zu euch nach Berlin gekommen, aber geht leider nicht. Wir sind so in den letzten Zügen bei einigen Großprojekten, da kann ich jetzt leider nicht nach Berlin. Dafür haben wir Verständnis und wir haben ja auch die Zeit jetzt tatsächlich ein wenig über gegebenenfalls auch eure großen Projekte, mit denen ihr unterwegs seid, zu sprechen. Liebe Carolin, Viva con Agua gibt es jetzt schon seit circa 15 Jahren. Du bist auch schon mehrere Jahre dabei. Wenn man so zurückblickt auf tatsächlich 15 Jahre Viva con Agua, wie fühlt sich so etwas an? Ja, das ist irgendwie interessant. Es war einfach eine sehr, sehr spannende Reise für Viva con Agua. Du hast gesagt, ich bin drei Jahre da, aber davor ist ja auch schon total viel passiert. Also irgendwie am Anfang kannte niemand Viva con Agua. Wir hatten irgendwie eine kleine Gruppe, die das komplett ehrenamtlich gemacht haben, aus einer hohen Motivation heraus, dass sie gesagt haben: „Wow, wir müssen dieses Thema Trinkwasser ... Wir müssen darüber reden. Wir müssen Menschen dazu aktivieren, dass sie sich dafür einsetzen. Wir wollen erreichen, dass jeder Mensch weltweit sauberes Trinkwasser zur Verfügung hat. Und diese Kernmotivation, die ist dann in Sankt Pauli entstanden und irgendwie von da immer mehr gewachsen und gewachsen. Und ich habe Viva con Agua kennengelernt, als ich mein Abi gemacht habe. Ganz spannend, das war 2009 und da war Benny Adrian bei mir an der Schule, hat Viva con Agua vorgestellt. Viva con Agua war zu der Zeit noch ganz klein. Und wenn ich jetzt mal zurückgucke, 15 Jahre, wie Viva con Agua gewachsen ist, es sind noch weitere Social Business dazu gekommen. Wir sind internationaler aufgestellt. Es gibt immer mehr ehrenamtliche Unterstützerinnen, die auch irgendwie für Viva con Agua brennen und sich dafür einsetzen. Und das finde ich schon irgendwie ein bisschen surreal und sehr beeindruckend, wie Viva con Agua sich so auch weiterentwickelt hat. Absolut, eine ganz spannende Reise und du hast ja auch schon einige Stationen gerade erwähnt, unter anderem Sankt Pauli, das Herz ja tatsächlich der Viva con Agua-Gründung und sicherlich auch Bewegung. Wenn wir mal, auch wenn du nicht von Anfang an natürlich mit dabei gewesen bist, so kennst du aber ja die Story extrem gut. Und ich kann mir vorstellen, auch wenn wir euren Trailer natürlich recht häufig auch sehen, hier im Rahmen unserer OMKB und Vivacon Aqua sicherlich auch mittlerweile eine recht große Bekanntheit aufgebaut hat, so kann ich mir trotzdem vorstellen, dass nicht jeder eure Story ganz genau kennt. Und deswegen würde ich mich freuen, wenn du noch mal kurz darüber berichtest, wie ging eure Geschichte eigentlich los? Also ich habe euch tatsächlich recht früh kennenlernen dürfen, weil ich zu der Zeit immer regelmäßiger Besucher des Millantor-Stadions gewesen bin und dementsprechend dort ja Vivacon Aqua, glaube ich, auch in den Anfängen tatsächlich begonnen hat, die eigene Bewegung zu entwickeln. Berichte doch gerne einmal aus dem ganz frühen Stadium von Vivacon Aqua: Wie ging es los und wie ist eure Story? Ja, das ist schon ganz richtig gesagt. Das Herz von Viva con Agua hat angefangen zu schlagen in Sankt Pauli. Und zwar ist der Gründer von Viva con Agua ehemaliger Profispieler auf Sankt Pauli gewesen und hatte da einfach seine Karriereschritte gemacht.Und die sind dann auf ein Trainingslager ähm nach Kuba gefahren und auf einmal ist sozusagen diese Fußballwelt noch mal erweitert worden um diesen Kontext von, es gibt Menschen, die eben keinen Zugang zu Sonne und Trinkwasser haben. Das ist ja auch manchmal so irgendwo bewusst im Hinterkopf oder man weiß, man kennt die Zahlen, man liest die Nachrichten, aber in dem Moment, das noch mal so persönlich zu erleben und zu sehen, war jetzt für unseren Gründer da auch einfach eine sehr berührende Erfahrung. Er hat dann einfach auch dort vor Ort gesehen, was das für Einschränkungen bedeutet für die Menschen, gerade in Bezug auf Gesundheit, aber auch in Bezug auf Bildung. Der Zugang zu Wasser hat einfach ein sehr großen Effekt auf viele Lebensbereiche und für uns ist das so selbstverständlich, wir machen irgendwie den Wasserhahn auf und es ist immer Wasser da. Und diese Erfahrung auch zu sehen, was das für Menschen bedeutet, wenn das eben nicht so ist, war sehr prägend und daraus ist aber dann irgendwie auch so eine aktivistische Idee entstanden, weil ähm Benni ist dann irgendwie zurückgekommen und hat sich gefragt: „Boah, was mache ich jetzt damit? Ich habe das jetzt so erlebt. Ich kann das jetzt nicht mehr ignorieren und zu tun, als hätte ich das so gar nicht ah wahrgenommen. Ich muss eigentlich was verändern. Ich muss auch mich dafür einsetzen, dass sich was verändert. Und er hat dann auch so ein bisschen geguckt, was gibt es eigentlich so für auch Hilfsorganisationen, sage ich jetzt mal, oder Organisationen, die sich insgesamt auch für solche Themen einsetzen und hatte da dann irgendwie früh das Gefühl, puh, das ist irgendwie, soziales Engagement ist immer so schwer und ist irgendwie immer so ein bisschen mit einem schlechten Gewissen begleitet, auch irgendwie mal mit Schuldgefühlen und irgendwie auch ja immer so ein bisschen erdrückend. Und er hat gesagt, eigentlich müsste das doch ganz anders funktionieren. Eigentlich muss doch Engagement Spaß machen. Es muss doch eigentlich so cool sein, sich für die Verbesserung der Welt einzusetzen, damit einfach immer mehr Menschen auch dazu inspiriert werden, auch Teil dieser Bewegung zu werden. Und ich glaube natürlich auch, begründet durch die Wurzeln auf Sankt Pauli, (kichern) sind dann halt viele bunte Aktionen entstanden, auch mit vielen Künstlerinnen zusammen, mit vielen Sportlerinnen. Und es ging eigentlich immer darum, wie kriegen wir möglichst viele Menschen aktiviert? Wie kriegen wir irgendwie Botschaft ah rausgetragen? Und dann sind auch so verrückte Aktionen gemacht worden, so als Ein-Meile-Stone, dass man einfach irgendwie gesagt hat: „Komm, wir laufen jetzt mal mit allen Leuten von Hamburg in die Schweiz, machen einen Wassermarsch und überall machen wir Stationen und reden einfach über das Thema Wasser, machen da wilde Aktionen, um einfach auf das Thema aufmerksam zu machen. Und dann in der Schweiz angekommen, wurde dort direkt auch Viva Conaga Schweiz gegründet, sozusagen als zweite Organisation auch. Und ähm so ist es immer weitergegangen. Dann irgendwann ähm wurde auch wieder so ein Wassermarsch gemacht, aber diesmal von Uganda nach Ruanda, um dann sozusagen auch den afrikanischen Kontinent noch viel mehr einzubinden. Und dann wurde Viva Conaga Uganda gegründet und so hat sich dieses Netzwerk dezentral immer weiter ausgebreitet und es war von Anfang an sehr selbstorganisiert auch. Es ging irgendwie immer darum: „Hey, du hast eine coole Idee? Mach was eigenes. Du brauchst Flyer, brauchst Informationen zu unseren Wasserprojekten? Mach einfach. Und dadurch hat das so eine Eigendynamik auch entwickelt. Mhm mhm. Spannend. Du hast gerade einige relevante Milestones aus eurer Vergangenheit schon aufgezählt, gerade die Wassermärsche, die sicherlich auch in Erinnerung geblieben sind. Ich habe noch im Kopf, dass ihr aber auch in dieser Zeit groß geworden seid und euch auch in Teilen finanziert habt durch das Sammeln von Pfandbechern auf Festivals. Ist das richtig? Ja, (kichern) und das war tatsächlich auch, das ist schon zweitausendsieben losgegangen. Das war, glaube ich, auch für uns wie so ein Sprungbrett, um natürlich auch noch mal wirklich Gelder zu generieren für unsere Projektarbeit, aber auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das hat ja irgendwie beides, so Pfandbecher zu sammeln. Da stehen dann ganz viele, die sich ihre Zeit spenden für VivaConAqua, die stehen dann an der Pfandtonne und jeder im Millantorstadion oder auf dem Hurricane- Festival oder so konnte dann seinen Pfandbecher spenden. Das heißt, so ein sehr niedrigschwelliges Angebot eigentlich. So ein, zwei Euro hat jeder übrig, kann man dann mal in die Tonne werfen und kommt dann aber darüber ins Gespräch: „So was macht ihr für Projekte? Und zwischenzeitlich, sagen wir mal, außerhalb von Corona, sind wir tatsächlich auf irgendwie zweihundert Festivals verstreut, in mehreren Stadien. Ich weiß gar nicht, was ich schon teasern kann. Ein weiteres Fußballstadion. Erzähl es gerne. Erzähl es gerne. Wir sind unter uns. (kichern) Ja, im Süden wird dann wahrscheinlich noch ein bisschen was passieren. Da habe ich eine Idee. Da habe ich eine Idee, wo das rein kann. Da haben wir jetzt schon, sind wir jetzt im elften Jahr, glaube ich, mit den Pfandbecherspenden, haben jetzt auch beim letzten Heimspiel beim Dörpi auch sammeln können, endlich wieder. Ähm Und das ist natürlich wirklich großartig. Und darüber haben wir viele Spenden auch eingesammelt und ähm vielleicht auch noch ein, zwei Worte zu unseren Projekten insgesamt haben wir dann natürlich auch mit steigendem Einnahme und Volumen konnten wir auch immer mehr Wasserprojekte unterstützen. Also jetzt, Stand jetzt, konnten wir auch schon drei Komma sechs Millionen Menschen insgesamt, gemeinsam mit Partnern natürlich zusammen, ähm mit Trinkwasser versorgen, Trinkwasserprojekte umsetzen und ähm gleichzeitig aber auch unsere lokale Tätigkeit einfach noch ein bisschen ausweiten. Wir sind jetzt zum Beispiel in Uganda machen wir Wasserprojekte, in ähm Äthiopien, in der Amha-Region dort, ähm aber auch im asiatischen Raum und in Südafrika ist ein wichtiges Projekt. Das heißt, irgendwie sind wir auch dadurch natürlich immer weiter in der Aktivität, auch haben wir uns viel weiter ausgebreitet, sage ich mal. Ist das ...Du hast es gerade erwähnt, dass es für euch auch weiterhin jetzt ein sehr, sehr niedrigschwelliger Treiber ist, eben tatsächlich das Pfandthema aufrechtzuerhalten, ob jetzt im Fußballstadion oder auf Festivals. War das für euch im Sourcing von Spendenvolumen und eben auch Geldern für eure Aktivitäten in den letzten zwei Jahren ein echtes Problem, dass nun so gut wie nichts mehr stattfinden konnte, zumindest hier auch in der DACH-Region und weit darüber hinaus? Oder seid ihr im Hinblick auf eure Finanzierungs-und Spendenstruktur mittlerweile so divers aufgestellt, dass ihr sagt: „Es ist natürlich schon in mehrerer Hinsicht schwierig, dass das jetzt nicht möglich ist, aber finanziell ist es für euch jetzt, zumindest im Hinblick auf die Spendenvolumina, kein großer Einbruch gewesen? Was kannst du uns da berichten?Oh, ich muss berichten, dass wir schon echt unter Schock waren, als wir festgestellt haben, es werden wirklich keine Veranstaltungen stattfinden, weil das schon einfach ein sehr, sehr wichtiger Einnahmepunkt auch für Viva con Agua ist. Es sind einmal die Festivals, die durch die Pfandbecherspenden richtig viele Einnahmen generieren. Aber darüber hinaus sind es auch ganz viele Kleinstevents wirklich deutschlandweit oder in der Dachregion, die überall stattfinden, wo Ehrenamtliche einfach sagen „Ich Komm, ich veranstalte ein Tischtennis-Rundlauf-Turnier, ich veranstalte eine Fahrradtour, ich mache hier einen Flohmarkt, ich mache hier irgendwie einen Kuchenverkauf und so weiter. Und das sind halt so viele Kleinstveranstaltungen, die auch alle Spenden generieren immer. Und deswegen hat uns das schon auch hart getroffen, als dieses ganze Analoge weggefallen ist. Also da sind schon, es sind uns ja an Spenden wirklich im siebenstelligen Bereich verloren gegangen und wir waren auch wirklich im letzten Jahr ganz schön am Rotieren und dann guckt so, wie kriegen wir das jetzt irgendwie transformiert und unsere Spendenkanäle noch mal diverser aufgestellt. Natürlich gibt es auch bei uns Onlinespenden-Möglichkeiten, die Förderung, die die Charta. Es gibt schon viele andere Kanäle, aber trotzdem ist dieses Analog ein wichtiger Kanal gewesen und wir haben dann so Online-Festivals veranstaltet, so Streams für Instagram, wo auch echt viele Promis auch mitgemacht haben. Und das hat, glaube ich, noch mal dazu geführt, dass es einfach noch mal so einen Boost gab an Aufmerksamkeit und auch an Spenden. Aber wir merken trotzdem, wir haben daran zu knabbern. Wir müssen echt gucken, wie kriegen wir anderweitig Spenden? Können wir erreichen? Weil das Problem ist ja auch, das Mineralwasser sorgt ja auch für Einnahmen für Viva con Aqua, aber wir sind sehr viel in der Gastronomie. Das Mineralwasser ist, glaube ich, zu 70% hauptsächlich in der Gastronomie vertreten. Das heißt, wenn die Menschen auch nicht ins Restaurant gehen können, wird auch nicht so viel Wasser getrunken. Das heißt, auch dort fallen Einnahmen so weg. Das heißt, es gab so mehrere Bereiche. Wir sind eigentlich schon breit aufgestellt, aber ganz so breit dann irgendwie doch nicht, dass das dann doch spürbar war, sage ich mal so. Okay, wow. Vielen Dank dafür, den Einblick eben auch in eure Organisationsstrukturen, die folgen jetzt. Ist für mich immer ganz spannend zu erfahren, wie ihr eigentlich konkret vorgeht und bestimmte Projekte unterstützt. Also zum Beispiel, wenn ihr eure Spenden für sauberes Trinkwasser einsetzt in der ganzen Welt. Ich habe da tatsächlich überhaupt keine Vorstellung davon. Deswegen frage ich einmal in deine Richtung: Wie viel Budget benötigt ihr beispielsweise überhaupt, einen neuen Brunnen zu bauen, diesen zu eröffnen, entsprechendes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen? Und wie viele Menschen können dann mit einem Brunnen beispielsweise vor Ort versorgt werden? Das finde ich immer ganz spannend, wenn du uns da mit ein paar, wie wir sagen, im Digital Marketing KPIs versorgen kannst, wie so etwas tatsächlich abläuft, was ihr da für finanzielle Mittel bewegen müsst. Erzähl doch mal. Sehr gerne. Ein paar Kennzahlen sind ja immer gut. Bei uns ist es tatsächlich so, dass jedes Projekt wirklich sehr individuell ist. Das heißt, wir haben für jedes Projekt auch ganz eigene Kennzahlen. Das hängt immer sehr stark damit zusammen: Einmal, wir sind die lokalen Voraussetzungen da vor Ort? Gibt es da schon zum Beispiel ein hohes Netzwerk an Dienstleistungen? Wie nah leben die Menschen zusammen? Wie ist auch die bisherige Versorgung? Gibt es schon irgendwie eine Basistrinkwasserversorgung oder fängt man wirklich von absolut null an? Das sind so Rahmenbedingungen, aber ich berichte mal ein bisschen von einem direkten Case Äthiopien, weil ich nämlich weiß, dass ihr sogar noch ein Video von Äthiopien habt, was wir uns danach vielleicht mal anschauen können als so einen kleinen Einblick. Und zwar in Äthiopien, in der Amhara-Region, ist es so, dass insgesamt einfach der Grundwasserspiegel sehr niedrig ist und dass das Wasser einfach wirklich schwer zugänglich ist, für die Bevölkerung jetzt alleine gar nicht zugänglich und es auch ansonsten gar keine Versorgung im Bereich Sanitär gibt, keine Versorgung im Bereich Hygiene. Und das hängt für uns sehr eng zusammen. Also sauberes Trinkwasser kann nur bereitgestellt werden, wenn wir auch gleichzeitig diese anderen Komponenten mitbedenken, weil ansonsten das Wasser immer wieder auch kontaminiert wird. Wenn dann zum Beispiel die Sanitärversorgung nicht da ist, dann ziehen die ganzen Bakterien wieder in den Grund. Das heißt, das muss man immer gesamtheitlich denken. Und in der Amhara-Region haben wir so ein großes Brunnenbohrgerät. Das fährt da rum, das schauen wir uns gleich mal an. Und die Bohrung von einem Brunnen kostet dort ungefähr im Gesamten dann 10.000 Euro. Und da hängen aber dann natürlich verschiedene Dinge mit zusammen. Da ist einmal so die Wartung dieser großen Bohrmaschine, natürlich das Personal, was da vor Ort die ganze Umsetzung macht, die Materialkosten, aber auch, was uns immer wichtig ist, die Nachhaltigkeit und die langfristige Wartung. Also wir haben kein Interesse daran, irgendwo etwas hinzusetzen und so ja, zack, hier ein paar Fotos, wir haben hier was gebaut, sondern es geht uns auch darum, wirklich langfristig zu prüfen: Sind die Brunnen und die Infrastruktur, ist die noch im Stand? Und wie können wir auch die lokale Bevölkerung noch stärker involvieren, damit die auch ausgebildet werden und Know-how dazu haben, wie dann auch diese Instandhaltung funktionieren kann? Genau. Und daran machen wir dann auch die KPIs aus. Und in Äthiopien ist es so, dass wenn wir in der einen Region diese Brunnen etablieren, dann erreichen wir damit ungefähr 2000 Menschen. Okay, das heißt letztendlich in der Umrechnung 5 € pro Person, die dann an Leitungswasser partizipieren kann, wenn wir jetzt die 10.000 € Investitionskosten dem einmal entgegenstehen. Finde ich extrem spannend. Du hast gerade das Projekt in Äthiopien und auch den Trailer dazu mehrmals angesprochen. Hier einmal kurz die Frage in die Regie, ob wir den jetzt parat haben und schon einspielen können. Wir sind hier in einem der Viva con Aqua-Projekte im Norden Äthiopiens, in der Debrumarkus-Gegend. Wie Sie sehen können, war diese große Riesenmaschine vorhin am Bohren und wir haben mitgemacht, wie das Wasser runterfließt.We are promoting clean water, fresh water in bos language, English, amharic. And also we are trying to show the people where this support comes from, from different parts of the world. The different Vivacon Aqua members are supporting it and we are painting and some of our group members are playing football with the kids. Some of them are making sure interacting with the community. It's interesting. The community is also over there. Prepare some bread, food and some traditional drinks. It's amazing. Honestly speaking, you guys are crazy in a nice way. You are doing it because you love doing it, not because you have to do it. I even thought Viva Conagua was a plastic bottle water company. I was just also expecting some normal faringers come to do something and to go back. Aber the moment you came the first day, the impression changed. Und der Sekund und mehr und mehr, es wird größer und größer. Now I feel like I am part of the crew, part of Vivacon Aqua. Ich versuche, ein Aktivist auf Umweltfragen und Sachen zu sein und ich bekomme die Chance, verschiedene NGOs aktiv auf dem Feld zu sehen, auch NGOs, die unterschiedliche Lebenslösungsprojekte haben. Aber mein Problem ist immer das Fragestellung mit den NGOs. Es geht darum, wenn die Projektphase beginnt, machen sie, promoten und so weiter. Und das meiste Geld fließt in die Büroarbeit, in die Administrationsarbeit. Aber NGOs wie Vivacon Aqua, die wirklich interessante Dinge auf dem Feld tun, tun das nicht. Fundraising, senden es uns und handeln damit. Nein, sie kommen auf den Boden, er sind Teil davon. Auch die Ehrenamtlichen, die Künstler, der Künstlerin, wer auch immer, kommt zusammen mit ihnen, ist super, super passend für die Umwelt. Ich habe das Gefühl, Ich finde, es ist ein NGO. Ich fühle mich wie einige meiner Freunde aus Deutschland oder so, die sich zusammenfinden und mich und meine Community helfen wollen. Das ist, wie ich fühle. Der Moment, in dem ich näher komme und diese Maschine sehe, ist nicht nur riesig, sondern auch einen riesigen Impact. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich erlebt, wie das Wasser aus dem Boden kommt, wie das Bohren funktioniert, wie die Ingenieure es mir auch erklären, wie es funktioniert, wie ihr Plan ist und so weiter. Es ist Kunst. Kunst erreicht jeden, von oben nach unten. Art connect people. Auch die Fahrzeuge sollen schön aussehen, denn was Vivacon Aqua tut, was die Maschine tut, ist schön. Die große, die große Sache ist innen Zufriedenheit, was du benefizieren wirst. Egal, was du reinsteckst, egal, was du machst, du siehst, wie Leben verändert. Du siehst, wie Leute sustainably leben. Du siehst ihren Change. Sie sind nicht in der Lage, sie sind nicht in der Lage, das zu tun, und du hilfst. Und als Mensch, wannäder du jemandem hilfst, was fühlst du dann innen drinnen? Dass du es nicht mit Geld kaufen kannst. Du bekommst es nur, indem du es tust. Liebe Sagginallo für hierher und immer wieder an solchen schönen Dingen mitzumachen. Bleib dran, bleib dran. Nicht aufgeben. Ich werde ein Teil davon sein und ich werde euch für immer helfen. Thank you. Wow, Carolin. Ein, wie ich finde, sehr, sehr emotionaler Trailer, der aber sehr gut vermittelt, was das auch für ein Impact hat, eurer Arbeit, entsprechend auch vor Ort. Und wer ein bisschen genauer hingeschaut hat, der hat vielleicht das ein oder andere bekannte Gesicht auch in diesem Trailer erkannt. Ich meine, in der kleinen Ascha-Anlage auf jeden Fall, Ascha-Einlage auf jeden Fall, Fynn Kliemann entdeckt zu haben bei euch, ebenentsprechend auch in diesem Trailer. Vivacon agua lebt ja seit jeher von einem großen Netzwerk an aktiven Unterstützern und lebt eben auch über dieses sehr, sehr starke, intakte Netzwerk, auch ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation. Neben Fyn Kliment Haben sich bei euch in der Vergangenheit ja auch große Namen wie Jerome Boateng beispielsweise vor die Kamera gestellt oder auch Musiker wie Sting mit dem Titel „Water is a Human Right. Wie schafft ihr es, solche Personen von eurer entsprechenden Kraft bei Viva con Agua zu überzeugen? Wie kommt ihr an entsprechend solche Künstlerinnen und Künstler, Sportler ran? Oder ist es sogar eher umgekehrt, dass ihr angesprochen werdet: „Mensch, was kann ich für euch tun? Plauder doch da, wenn du darfst, gerne mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Ja, gerne. Ich sehe gerade meinen Laptop muss ich einmal kurz einschließen. Nicht, dass dir der Strom ausgeht. Sorry. Da bin ich wieder. Hi. Also ja, ich glaube, das Besondere ist, dass von Anfang an die Glaubwürdigkeit so stark gegeben ist. Viva con Agua ist einfach schon von Anfang an gemeint mit sich. Das heißt, niemand persönlich hat irgendwelche Profitinteressen oder irgendwelche Interessen an Viva con Agua, sondern es ging von Anfang an unsere Vision „Wasser für alle. Gerade seit der Gründung haben wir uns irgendwie hauptsächlich ehrenamtlich organisiert, haben dann immer mehr auch ehrenamtliche Unterstützerinnen überall hinzugewonnen und hatten dadurch, glaube ich, früh diese Glaubwürdigkeit: „Die meinen das wirklich ernst. „die wollten wirklich erreichen, dass jeder Mensch Zugang zu sauber und Trinkwasser hat. Auch wer so einige Aktivisten aus unserem Netzwerk auch kennt, ein Micha Fritz oder ein Benny, die einfach auch immer am Start sind für die Vision. Und ich glaube, das hat dann so eine Strahlkraft aus sich heraus, wo dann irgendwie auch klar ist, wenn wir jetzt Menschen kennenlernen, dann würden wir jetzt niemals sagen: „Hey, hast du Lust, eine Werbepartnerschaft mit uns zu machen? Hier hast du ein Honorar.Sondern wir erzählen einfach völlig begeistert davon, was wir machen und von unserer Überzeugung. Und wie man ja auch in dem Video gesehen hat, dadurch, dass wir dann auch vor Ort waren und sind und Kontakt auch zu den Menschen vor Ort haben, glaube ich, können wir das dann auch ganz glaubhaft vertreten, warum unsere Arbeit so relevant ist. Und ich glaube, das beeindruckt dann halt auch Menschen, die dann mit uns sprechen, weil die denken Wow, das möchte ich eigentlich auch unterstützen. Und vielleicht fühlt man dann auch, was wir daraus für eine Energie auch ziehen, weil wir das Gefühl haben, so etwas Gutes tun zu können. Es ist, fühlt es sich für uns irgendwie gibt es uns Energie und fühlt sich für uns gut an und ich glaube, das ist dann wie so eine Inspiration auch für Künstlerinnen, dass sie sagen Hey, ich möchte eigentlich auch meinen Teil beitragen und meine Reichweite kann ich dafür super nutzen, dass ich, wenn ich zum Beispiel auf der Bühne bin Hurricane Festival Die Ärzte rufen dann auf Bitte spendet euren Pfandbecher und alle Fans werfen ihre Pfandbecher nach vorne und oder andere Künstler sitzen dann mit uns oben im Schlauchboot und fahren über die Menge und sagen Leute, Wasser, das ist so eine lebenswichtige Ressource, bitte spendet dafür. Setzt euch dafür ein. Und dann ist es, glaube ich, auch für die Künstlerinnen ein schönes Gefühl, selbst auch einen Beitrag leisten zu können. Das heißt, irgendwie machen die das dann aus einer Überzeugung heraus und wir wollen zum Beispiel auch. Wir sagen auch immer, wir gehen den Künstlern nicht auf den Sack. Also wir versuchen jetzt nicht irgendwen zu überreden, hey, du musst unbedingt ein Statement für uns setzen, sondern wir gucken einfach, mit welchen Künstlern Künstlerinnen flowed es auch gut, können wir vielleicht auch so eine persönliche Verbindung aufbauen und die haben auch wirklich Lust, sich glaubhaft dafür einzusetzen. Und dann sind es auch langfristige Freundschaften irgendwie mit einem Kliemann oder auch vielen weiteren. Sind wir einfach über viele Jahre auch schon verbunden und überlegen immer mal wieder Was gibt es für gemeinsame Aktionen eben für sauberes Trinkwasser. Okay, also ein gemeinsamer Vibe, eine ganz viel Emotionalität und eben extrem viel positive Energie, die man dir ja auch anmerkt. Heute in unserem Talk sind da die Grundvoraussetzung dafür, dass eben so etwas weiter wachsen und gedeihen kann. Jetzt machen wir einen kleinen Themenschwenk, liebe Carolin. Wir sind digitale Marketingkonferenz hier bei der MKB und mich würde so ein wenig dein Blick auf die Marketingtechnologiebranche interessieren. Einerseits ist es natürlich so, dass ihr bei Viva con Agua und auch eure Künstlerinnen und Künstler, Musiker, Sportler, die euch euch unterstützen, natürlich im Hinblick auf digitales Marketing, Social Media Kommunikation extrem viel Interaktionsmöglichkeiten bieten könnt, Reichweiten bekommt entsprechend auch für eure tollen Projekte. Gerade auch mit Content in Bewegtbildform, der sehr emotional ist und sicherlich auch sehr reichweitenstark sein kann. Auf der anderen Seite haben wir natürlich das Thema der Datentransparenz, der sehr hohen Smartphonedurchdringung auch in unserem Alltag mit ich weiß nicht wie viel täglichen Blick auf unsere kleinen Endgeräte. Ich glaube über 160 mal im Schnitt am Tag, sowie der großen Dominanz ja auch hier in Deutschland der großen Tech Player aus den USA. Wenn wir mal so schauen in die Kommunikation auch von Viva con Agua welche Kommunikationstools für euch sind eigentlich im Moment am wichtigsten? Ist es ein Instagram Channel beispielsweise oder so eine Plattform wie TikTok? Was sind eure wichtigsten Reichweitenkanäle? Also unser wichtigster Reichweitenkanal wirklich mit Abstand ist bei uns einfach Instagram. Da haben wir auch diese Festivals gemacht und darüber auch echt viele Menschen erreicht. Und das wollen wir auch weiter ausbauen. Da sehen wir vor allem so das Potenzial, dass man auch einfach diese Interaktion so zu stärken kann. Es ist auch irgendwie sehr, sehr niedrigschwellig und schreiben da dann auch Leute konkret an, stellen Rückfragen zu unseren Projekten. Wir können dort auch wirklich mit den Interessenten und auch Spenderinnen direkt in Kontakt treten. Das finden wir gut und wollen wir auch so weiter stärken, was schon zukünftig, was wir echt noch nicht angefangen haben. Aber was wir endlich mal richtig machen wollen, ist schon auch bei TikTok noch mehr aktiv zu sein, weil wir schon da auch einfach erleben, dass wir da natürlich auch noch jüngere Menschen mehr erreichen können. Und auch unser Netzwerk wächst und wird älter. Uns gibt es ja auch schon 15 Jahre. Viele sind gewachsen, aber wir wollen natürlich auch jungen Generationen erreichen und sind auch machen auch viel Sensibilisierungs und Bildungsarbeit direkt an Schulen und überlegen da natürlich auch. Was gibt es eigentlich auch so für Möglichkeiten, auch für unsere Bildungsinformationen rund um die Wassersituation global, die sich natürlich auch immer mehr verschärft durch klimatische Veränderungen. Wie lässt sich das auch dieses Wissen auch noch mal über verschiedene Kanäle auch noch mal mehr transferieren? Und da sehe ich natürlich ein großes Potenzial, wie viele Menschen wir insgesamt darüber auch erreichen können und mit Viva con Agua in Kontakt bringen können. Okay, welche Relevanz hat für euch darüber hinaus Digital Marketing? Wenn wir das im Bereich der Spendenaktivierung im Fundraising einmal unter dieser Brille betrachten, bedeutet Seid ihr auch Mediaspender, nennen wir es Google Ads oder auch eben Instagram Ads oder ähnliches, Um eure Reichweiten Projekte zu stärken? Gibt es auch konkrete Digital Marketing Activities eben zur Steigerung eures Spendenvolumens oles oder auch zum Beispiel zum Verkauf eures Merchandisings im Shop? Oder ist es Ist es etwas, wo ihr euch letztendlich bisweilen ausschließlich auf eure organischen Reichweiten und ich nenne sie jetzt mal Unterstützer Influencer verlassen könnt. Und das ist ein sehr spannender Punkt. Da sind wir, glaube ich, auch gerade an so einem kleinen Wendepunkt. Wir haben einfach in der Vergangenheit hatten wir so eine interne Policy, dass wir einfach.Wir haben kein Geld für Werbung ausgegeben, wir haben nirgends irgendwie Plakatkampagnen geschaltet oder auch digitale Werbung geschaltet und so weiter. Wir immer gesagt haben, unsere Spenderinnen spenden uns nicht, damit wir Werbung machen, sondern damit wir Wasserprojekte unterstützen. Und das ist auch nach wie vor schon auch unsere Policy, dass wir einfach den Schwerpunkt auf unsere Projektarbeit setzen wollen, um natürlich auch diese Glaubwürdigkeit zu haben. Und gleichzeitig stellen wir natürlich schon fest, wenn es dann mal eine Möglichkeit gibt, auch wir haben zum Beispiel auch immer mal Möglichkeiten, dass wir auch einfach Pro bono Anzeigen schalten können und sowas, dass das dann natürlich auch schon einen großen Effekt hat, dass das dazu führt, dass einfach mehr Menschen uns überhaupt kennenlernen, die uns vielleicht sonst auch gar nicht kennengelernt hätten. Das heißt, auch da legen wir jetzt zukünftig noch mehr einen Schwerpunkt drauf. Gerade wenn wir auch davon ausgehen können, dass mit anhaltender Pandemie das Analoge auch erstmal nicht zurückkommt, müssen wir natürlich weitere Touchpoints schaffen. Und da wollen wir aber vor allem einfach ganz genau analysieren erstmal was macht überhaupt welchen Effekt auch auf unsere Onlinespenden? Da sind wir glaube ich, noch ein bisschen auch am Anfang, dass wir einfach noch genauer verstehen, welche Aktionen genau führen eigentlich zu welchen Spenden. Und da haben wir natürlich auch das Glück, dass wir über die Reichweite von vielen Influencern, wenn wir zum Beispiel wir haben neulich so eine Aktion gemacht, drei gegen Felix Felix Lobrecht und haben da so eine Online Aktion gemacht. Und das hat natürlich dann sofort auch für richtig viele Spenden gesorgt und viele neue Kontakte. Und das heißt, wir gucken auch da, wie können wir so unsere unsere Partner und Künstler auch weiterhin so für uns sozusagen mit auch aktivieren. Vielleicht ein weiterer Kanal, dass für das Publikum hier noch spannend ist, ist für uns definitiv Twitch. Also wir bauen einfach das Gaming noch viel weiter aus. Wir wollen also wir wollen insgesamt dieses Gaming for Water noch viel mehr mit Leben füllen, dass man sozusagen über dieses Spielerische auch einmal für das Thema Wasser überhaupt erstmal so eine Aufmerksamkeit schafft und Reichweite schafft. Und dass wir dann aber auch über so identifizierte Formate, zum Beispiel wir haben neulich so ein großes Gaming Turnier gemacht, 18 Gamer und Influencer sind alle zusammengekommen und haben gegeneinander FIFA gespielt. Okay, cool. Ich wollte gerade sagen, das muss doch Fußballbezug haben. Wahrscheinlich für euch. Ja klar. Und das war natürlich auch irgendwie ja sehr, sehr cool. Und da haben wir es aber teilweise schaffen es dann manchmal noch nicht wirklich, diese Reichweite ganz auszureizen. Also werden dann eigentlich ein Twitch Format gemacht und haben aber mit sehr sehr vielen Influencern und Influencerinnen von Instagram gearbeitet. Und das funktioniert irgendwie noch nicht ganz so gut, dass man wirklich die Reichweiten, die eine Person auf einem Kanal hat, wirklich auf einen anderen Kanal transferiert. Weil meistens bleibt das Publikum auch auf dieser einen Plattform, auf der es aktiv ist. Und da lernen wir auf jeden Fall noch ganz viel und sind dann halt manchmal doch auch die bisschen hemdsärmelige Organisation, die natürlich auch viel auf dieses Analoge setzt. Und du hast vorhin das angesprochen, auch diese, dieses kritische im Sinne von Man ist irgendwie nur noch an seinem Handy, an seinem Smartphone, im Digitalen unterwegs. Und Viva con Aqua lebt auch von dem Analogen und von den Beziehungen. Und wir wollen auch eigentlich allen, was wir tun, das Zwischenmenschliche und das Persönliche auch stärken. Das heißt, wir werden oder haben es auch jetzt schon, wo es möglich ist, dann lieber kleinere analoge Dinge dann auch umgesetzt, um einfach die die Tiefe der Begegnung zu stärken und nicht so dieses Schnelllebige. Ich gucke überall mal hin, aber nirgends beschäftige ich mich richtig. Auch zu erreichen, weil eigentlich werden Leute nur aktiviert, auch selber einen Beitrag zu leisten, wenn sie auch richtig tief berührt sind und sagen Hey, ich verbinde mich mit dieser Vision und will mich einsetzen. Starke Worte, vielen Dank. Einen weiteren Themenkomplex, den ich gerne einmal ansprechen möchte. Du sagst Zitat „Wir benötigen ein Wirtschaftssystem, dass sich an sozialen, ökologischen und ethischen Kriterien orientiert. Ich habe einmal etwas recherchiert und geschaut, wie man das Ganze auf das Thema Wasser herunterbrechen kann. In Deutschland sind die meistverkauften Marken im Bereich Mineralwasser Gerolsteiner, Volvic und Vittel. Tatsächlich? Und wir produzieren jetzt ja hier aus dem Studio in Berlin. Und es gibt eine ganz spannende Statistik, und zwar einem Berliner Mineralwassertrinker ergibt durchschnittlich aufgrund seines Mineralwasserkonsums 210 Gramm CO2 Äquivalente pro Liter Flaschenwasser. Wenn man das Ganze im Benchmarking setzt zu tatsächlich Leitungswasser, dessen Qualität ja in den meisten Teilen Deutschlands extrem gut ist, entstehen 0,35 Gramm CO2 Äquivalente, also 210 zu 0,35. Finde ich ein enormer Unterschied und ein enormer Wert würde bedeuten, wenn sich alle Berliner entscheiden, Leitungswasser zu trinken, würden damit 100.000 Tonnen CO2 alleine durch diesen Konsumchange entsprechend entstehen. Wenn man sich so ein Beispiel anschaut, heruntergebrochen tatsächlich dann auch auf das Thema Wassernutzung hier in Deutschland. Was läuft da noch falsch bei uns in Werbung und Konsum? Ich finde es erstmal ein richtig gutes Beispiel, was du da sagst. Deswegen meine Predigt ist auch immer Leute trinkt unbedingt Leitungswasser. Und wenn es nicht möglich ist, Leitungswasser zu trinken, dann eben die soziale Alternative, wie auch immer Aqua, weil wir da mit Wasserprojekte unterstützen. Aber ich glaube, insgesamt läuft da wirklich auch noch sehr, sehr viel falsch, weil einfach häufig diese die Menschen gar nicht mehr so sehr in diese Eigenverantwortung gehen. Weil ich finde, dieses Beispiel, was du genannt hast, zeigt ja sehr gut Eigentlich können schon so kleine, kleine Verhaltensänderungen, so kleine Schritte schon wirklich einen richtig großen Unterschied machen. Und deswegen wünsche ich mir eigentlich so total, dass die das einfach vielleicht jeder Mensch für sich selber noch mal mehr hinterfragt und dass eigentlich auch gerade die Werbung, die irgendwie häufig natürlich Bedarfe vorgibt, die es eigentlich gar nicht so in dem Sinne die Menschen haben. Also es werden ja auch. So ein bisschen.Wie soll man sagen? Bedürfnisse geweckt, die vielleicht per se eigentlich gar nicht da sind. Das wird immer aus dem Mangel heraus begründet: „Du bist nicht gut genug. „du musst eigentlich dieses Produkt kaufen, sozusagen dich besser zu fühlen, besser zu sein. Und das ist ja eigentlich per Definition eigentlich schon, ja führt dazu, dass wir einfach insgesamt nicht nachhaltig wirtschaften. Und von daher wünsche ich mir eigentlich, dass Unternehmen auch viel stärker für sich fragen, einmal: „Wie kann ich auch insgesamt nachhaltiger werden?, auch vielleicht alle Unternehmensprozesse auch darauf hin zu durchleuchten. Ähm Und wir haben ja als VivaCon Aqua jetzt auch eine Agentur gegründet, VCX, das gerade gesagt hat, aber es läuft auch falsch bei Werbung. Genau. Wir haben halt häufig das Gefühl, dass Kommunikation einfach ganz doll nur darauf ausgerichtet ist, bestimmte Marken zu stärken, aber es orientiert sich gar nicht an den Menschen. Marken sind nicht für Menschen, sondern irgendwie nur für den Profit. Und das wollen wir zum Beispiel über diese Agentur auch ändern, weil wir glauben, die VivaConAqua-Marke ist nicht stark, weil wir irgendwie super tolle Kommunikation machen, sondern weil wir intern eine starke Kultur haben und eine starke Glaubwürdigkeit. Und das ist auch das Ziel, zum Beispiel von der VCX-Agentur, aber auch wenn wir jetzt, wenn Unternehmen uns fragen: „Hey, wir wollen gerne mit euch kooperieren. Können wir da nicht eine coole gemeinsame Kommunikation aufsetzen? Und die sagen dann: „Hey, wir wollen das VivaConAqua-Logo hier machen und wir spenden euch 10.000 Euro. Und dann stellen wir fest, in eurer Logistik verbraucht ihr so viel Wasser. Nehmt diese 10.000 Euro lieber und arbeitet daran, diesen eigenen Wasserverbrauch zu verbessern, sozusagen in diese Eigenverantwortung zu gehen und macht es nicht nur für die Werbung, für die Außendarstellung, um ein Gefühl ist, dass hier auch eh ein Umbruch passiert, dass die Menschen viel genauer hingucken: Was ist Greenwashing? Was ist wirklich die Kommunikation, um die Marke zu stärken? Absolut. Wenn dann Marken auch ganz akut immer auf Themen aufspringen und sagen: „Wir sind jetzt auch divers und wir sind jetzt auch nachhaltig und wir haben unser CO₂ kompensiert. Das ist häufig dann dieses Feigenblättchen, sagt man ja so schön. Und ich glaube, die Menschen gucken da viel genauer hin. Und wenn die Firmen nicht selber auch einen internen Change-Prozess machen und sich hinterfragen: „Wo können wir denn auch wirklich Diversität zum Beispiel in unserem Team stärken oder nachhaltiger werden über die CO₂-Kompensation hinaus? Ähm Und das Werbebudget, das Werbebudget ist vielleicht nicht fünfmal so groß wie das Nachhaltigkeitsbudget. Das sind ja alles so Stellschrauben. Und ich glaube, da passiert gerade ganz viel und auch viele große Firmen und große Marken stellen das bei sich fest und fragen dann auch bei VCX zum Beispiel, das ist die Agentur, an: „Bitte beratet uns. Wir wollen nicht nur die Kampagne, wir wollen auch wirklich einen internen Change. Ähm Und das freut mich irgendwie total, dass da gerade so ein Umdenken stattfindet. Absolut. Wir sehen es gerade in den jüngeren Zielgruppen, aber auch in den etwas älteren Generationen, dass es wesentlich kritischer hinterfragt wird, ne, wie denn ein CO₂-Footprint erzeugt wird, wie Nachhaltigkeit in Prozessen eben entsprechend entsteht und dann die Kompensation des CO₂-Fußabdrucks ganz, ganz schnell gemacht ist, aber gegebenenfalls dann nicht immer die beste und nachhaltigste Idee ist, aber sicherlich erst einmal ein Anfang. Ähm Liebe Carolin, wir sind jetzt hier in der OMKB auch eine B2B-Community. Das heißt, wir haben ganz viele Unternehmen in der Audience, auch Unternehmer, Geschäftsführer, Digital-Marketing-Profis. Ähm Wenn du eine Anlaufstelle nennen möchtest auf der einen Seite für die Spendenaktivierung und auf der zweiten Seite für eure Agentur, wenn dort jemand auf die Idee kommt und sagt: „Mensch, das klingt total prima und ich finde, Carolin, so klasse. Wen kann ich ansprechen? Am besten ihr geht auf www.vivaconagwa. Org. Da findet ihr uns und du hattest vorhin gesagt, du hast vorhin diese fünf Euro genannt, die jeder ja eigentlich in die Hand nehmen kann. Ich glaube, fünf Euro hat jeder. Dann spart man sich vielleicht mal den Vino, den einen oder den einen Latte Macchiato im Monat und wird einfach Fördermitglied und nimmt nur fünf Euro pro Monat, wird Fördermitglied bei VivaConAqua. Dann kann man für Sauberes Trinkwasser seinen Beitrag auch leisten. Das vielleicht als kurzer Werbeblock. Und ich glaube, gerade im Bereich Kommunikation noch mal genauer hinterfragen, glaubwürdige Kampagnen machen, ähm da kann ich VCX als Agentur wirklich sehr empfehlen ähm und die findet man unter vcx. Earth. Okay, vielen Dank, liebe Carolin. Und mich, muss ich sagen, hast du total begeistert und angezündet für das Thema. Deswegen möchte ich – ich bin bisweilen kein Unterstützung von euch an dieser Stelle – mit dem ersten guten Beispiel vorangehen und die ersten fünf Euro monatlich entsprechend dann ab sofort bei euch mit hinzugeben und würde mich freuen, wenn der eine oder andere aus der Community entsprechend dem auch Folge leistet. Ganz herzlichen Dank, dass du heute Teil der OMKB gewesen bist und deine und eure Geschichte von VivaConAqua erzählt hast. Schöne Grüße nach Hamburg und gegebenenfalls bis bald. Schön, dass du bei uns warst, liebe Carolin. Danke. Bis hoffentlich bald.
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