Katharina, der Markt Essenslieferdienste war ja schon immer sehr, sehr kompetitiv und wird aber jüngst auch in Deutschland wieder sehr, sehr intensiv geführt. Wir lesen es ja auch fast tagtäglich in unserer Digital-Marketing-Presse. Aggressive Wettbewerber, hohes Venture Capital, was mittlerweile im Markt verfügbar ist und auch Schwergewichte wie Delivery Hero drängen jetzt plötzlich nach Deutschland. Bedeutet Wettbewerb in dieser, in eurer Branche letztendlich auch, dass Gewinne für niemanden vorhanden sein können, wenn keine sinnvolle Diversifizierung und andere Differenzierung durchgeführt werden können. Also sprechen wir ja am langen Ende von wenigen oder vielleicht nur über einen, der den gesamten Markt dominieren wird und die anderen befinden sich in einem Überlebenskampf? Schahab, Konkurrenz beliebt das Geschäft. Ich bin ein sehr reflektierter Mensch, persönlich und beruflich und ich sehe Wettbewerb als eine Chance, dass wir uns reflektieren, schauen, was kann verbessert werden, welche Prozesse können noch optimiert werden. Und auf diesem Markt da draußen – und deswegen kommen ja auch gerade so viele in den deutschen Markt – ist noch so viel Potenzial für uns alle. Wir haben ja die Vision „Empowering Every Food Moment. Bis wir die verwirklichen, dauert noch einige Zeit. Weil was glaubst du denn, wie viele der Deutschen über 15 Bestellenden bei Restaurants essen? Sehr gute Frage. Ich würde schätzen, dass wahrscheinlich immer noch der Großteil telefonisch bestellt. Richtig, ja. Ich gehöre persönlich ehrlich gesagt nicht dazu. Ich auch nicht. Und ich glaube auch, dass eine junge Zielgruppe wahrscheinlich auch weniger telefoniert und tendenziell eher auf Applikation geht. Aber ich würde die Hypothese aufstellen, dass wahrscheinlich noch der Großteil eher telefonisch wahrscheinlich seine Bestellung aufgibt. Absolut positiv: 80% der Deutschen bestellen Essen beim Restaurant, die sich nach Hause oder ins Büro und 17% davon bestellen über Lieferando. Das heißt, allein diesen Markt, der sogenannten Offliner, haben wir ja noch zu erschließen. Wir alle, die jetzt da gerade auf dem Markt sind. Und wie machen wir das? Indem wir Geschäftsbereiche uns erschließen, die weiter Bestellungen an Restaurantpartner bringen, weil momentan bestellt jeder Deutsche durchschnittlich einmal pro Monat. Jetzt hast du Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Wir haben 30 Tage im Monat. Wir haben noch Lebensmittellieferungen und Co. Wir haben Büros, die ihre Mitarbeiter unterstützen können. Da ist eben noch viel Luft nach oben. Und jeder, der mit uns auf diesem Markt diese Zielgruppe anspricht, hilft uns ja, online Essen zu bestellen noch prominenter zu machen. Okay, habe ich verstanden. Das heißt, das schließt so ein bisschen auf meine nächste Frage: Hoher Wettbewerb bedeutet häufig auch, dass das viel Aufmerksamkeit auf Verdrängung, auf Marktanteil und den Wettbewerb gelegt wird. Ob das immer so richtig ist, ist eine andere Fragestellung. Es gibt ja so Hypothesen im Markt, die sagen: „Na ja, Monopole sind eigentlich gar nicht so schlimm, weil kreative, innovierende Monopole sind teilweise auch notwendig, damit in einem engen Markt auch Geld verdient werden kann. Meine Frage: Sind kreative und innovierende Monopole eine valide Antwort auf dieses Dilemma, was du ja gerade sogar gar nicht unbedingt als Dilemma aufgezeigt hast, weil deine Aussage ist ja, der Markt ist groß genug und wir haben genug Player, aber es bedeutet jetzt nicht, dass der einzelne Player in einen Überlebenskampfmodus geht. So würde ich das jetzt zumindest wiedergeben. Absolut. Und vorweg, wir sind ja kein Monopol in dem noch so potenzialreichen Markt. Wir sind sehr groß und Supply Drives Demand, die Vielfalt, die wir anbieten und auch die Reichweite, ist natürlich sehr wichtig. Wir sind mit über 30.000 Restaurantpartnern deutschlandweit im Geschäft und bieten 14 Millionen Konsumenten deutschlandweit die Möglichkeit zu bestellen. Die tun das auch mit 15 Millionen vermittelten Bestellungen. Stark. Mit der Luft nach oben. Also die Reichweite und die Vielfalt ist schon wichtig, aber das macht uns noch lange nicht zum einzigen Player. Stellen wir noch mal so ein bisschen über die weiteren Player im Markt. Ihr seid ja relativ groß und wir werden gleich auch über die neue tolle Immobilie hier in Berlin sprechen. Neue Wettbewerber, vor allem auch hier in Berlin, haben gezeigt, dass eine Differenzierung im Bereich der Essenslieferdienste – und das ist jetzt meine Hypothese – offenbar nur durch aggressives Wachstum, gekoppelt mit einem sehr kapitalintensiven Einsatz für Logistik und Marketing funktionieren kann. Markteintrittsbarrieren und wenn sie dann vorhanden sind, werden dabei relativ flasch überwunden, obschon es zumindest aus meiner Warte aus an relevanten Innovationen bis heute fehlt. Glaubst du, dass Größe und Kapital in diesem Segment das einzig relevante Differenzierungsmerkmal sein wird? Oder anders ausgedrückt, werden sich die Player durchsetzen, die mit einem sehr, sehr starken kapitalintensiven Einsatz versuchen werden, jetzt auch im Markt weiter Größe zu erreichen oder zu wachsen? Ist das tatsächlich ein ganz, ganz wichtiger, essentieller Bestandteil, auch um langfristig in diesem Business Case Erfolg zu haben? Die Größe ist also mal das wichtigste Element, die ich hab. Und vielleicht noch mal ein Blick auf unsere 15 Millionen Bestellungen, die wir vermitteln im Monat. Wenn du uns mit den Wettbewerbern in der Logistik gerade vergleichst.Dann stellst du ja unsere unsere Spitze des Eisbergs in Konkurrenz mit den Wettbewerbern. Wir haben neunzig Prozent unserer Bestellungen deutschlandweit werden von den Restaurantpartnern selbst ausgeliefert und nur unter zehn Prozent liefern wir mit unseren über zehntausend Fahrern klar, die siehst Du, das ist uns auch superwichtig. Sichtbarkeit, ja, die ... Das Orange wirkt auch gut, ja. Ja, danke. Ich liebe Orange. Die Sichtbarkeit ist extrem wichtig. Wenn Du Orange siehst, sollst Du hungrig werden und dann Frühstück, Mittagessen, Abendessen und drumherum denken und bei uns bestellen. Den Löwenanteil übernehmen bei uns allerdings die Restaurantpartner und wir sind der digitale Berater in der Gastronomie. Wer ist denn unser Partner? Das sind viele Einzelunternehmen, Familienbetriebe. Das sind gute Gastgeber, die können gut kochen, die sind aber nicht digital affin. Die können nicht die Website erstellen, die App. Wir bieten als Online-Payment-Provider zehn Zahlungsmöglichkeiten an. Die meisten unserer Konsumenten zahlen über PayPal zum Beispiel. Mache das mal als Einzelunternehmer und errichte dir diesen Shop ein, diesen Onlineshop. Und die Skalierbarkeit, die Power durch die Größe bieten wir diesen kleinen Partnern. Das ist ja unsere Stärke. Da ist Logistik ein Part. Der ist allerdings jetzt nicht profitabel, für uns nicht und für die anderen auch nicht. Wir leisten uns das gerne, unseren Restaurantpartnern den Einstieg in Lieferung und Abholung zu ermöglichen. Im Grunde wollen wir aber doch, dass wir durch diese, durch diesen Wind unter den Flügeln ihnen zeigen, wie sie alleine in dem Geschäft dann weitermachen. Verstehe. Das heißt, diese zehn Prozent, die Du da gerade ansprichst, wo wo eure Lieferflotten auch eigenständig unterwegs sind, ist natürlich gegenüber den neunzig Prozent noch in der Minderheit. Ist aber ein Geschäft, was was weiterhin auch bei euch starken Zuwachs ja erhält, weil genau das, was Du gerade sagst, der Restaurantbetreiber wahrscheinlich sogar dankbar ist, gewisse Tätigkeiten einfach abzugeben in in eure Hände. Ist das, ist das so korrekt? Wir haben den Bereich sehr ausgebaut. Im letzten Jahr haben wir fünftausend Arbeitsplätze in der Logistik geschaffen. Wir sind sehr stolz drauf, dass wir unsere Fahrer regulär anstellen. Das sind Mitarbeiter, die auch Anspruch auf Urlaub haben, die auch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kriegen. Das ist ja in der Branche gerade ja auch klar, die sogenannte Gig-Economy ist ja auch ganz oft in den Medien. Wir sind stolz, dass wir da nicht mitspielen. Und wir haben auch in den letzten Monaten die Anzahl der Städte, in der wir unsere Logistik anbieten, extrem ausgebaut. Wir sind jetzt mit unseren zehntausend Fahrerinnen in über fünfzig Städten in Deutschland unterwegs. Das wird auch sicherlich weitergehen. Trotzdem wächst ja der Gesamtanteil an vermittelten Bestellungen nicht nur durch die Logistik, sondern eben auch andere Geschäftsbereiche, die wir uns erschließen. Als Beispiel die digitale Kantine. Und dieser Netzwerkeffekt bringt uns dazu, dass die Gesamtanzahl der Bestellungen auch weiterhin wachsen wird. Mhm. Logistik ist da nur ein Hilfsmittel für uns auch. Ist ein Hilfsmittel. Katarina, wie steht ihr zum zum grocery-based Business? Ihr arbeitet ja unter anderem mit mit spar express zusammen. Wie ergänzt sich das mit Eurem Core-Geschäft, mit Eurem Kerngeschäft? Mhm. Vielleicht ganz kurz, justeatetakeaway.com ist ja in vierundzwanzig Ländern aktiv und wir teilen die Best Practices und Erfahrungen. Wir sind im Grocery-Business in Kanada zum Beispiel schon ganz stark mit über hunderttausend Bestellungen mit 7-eleven. Für Deutschland ist es so, es ist nicht unser Kerngeschäft, so wie es die Logistik eben auch nur ein Teil davon ist, aber es ergänzt jeden Essensmoment. Und der Konsument, die vierzehn Millionen Konsumenten sind ja schon auf unserer App. Und warum nicht auch denen, die den den Bedarf nach dem Dinner, ja, nach einem Snackpaket zu ermöglichen? Wir haben die Partner, wir haben die Logistik, wir haben aber auch die Sichtbarkeit und die digitale Stärke für jeden Partner, der Supermarktlieferung ja schon selbst macht und sich bei uns auf unserem Marktplatz ganz einfach nur listen lassen möchte, weil die Konsumenten sind da. Jemand, der noch Essen oder Lebensmittel sucht, ist schon auf unserer Web oder App. Okay, das heißt, so eine gewisse Diversifikationsstrategie mit dem Vorteil, dass dass die Nutzer ohnehin ja schon vorhanden sind und letztendlich jetzt einfach verlängert werden. Mhm, okay. Katarina, wie wie stehst Du zum zum Thema, das das passt, finde ich, auch ganz gut zum zum Grossery-Based Business. Bedarf schlägt Loyalität. Wie stehst Du zu dieser Aussage auch in Bezug auf die Lieferzeitenschlacht, die sich aktuell am Markt ergeben will. Wir sind jetzt ja gerade auch hier in Berlin angereist. Die Werbereklame von von von einigen Wettbewerbern, glaube ich, kann man kann man so benennen, reduziert sich sehr, sehr stark auf das Thema Lieferzeiten, auch wenn das persönlich für mich jetzt nicht der der wichtigste USP ist. Aber Bedarf schlägt Loyalität. Bin ich als Konsument im Zweifel bereit, auf ein Noname-Produkt zu gehen, nur weil ich dieses Produkt viel, viel schneller erhalten kann gegenüber vielleicht 'ner Loyalität, die ich, ich nenn jetzt mal 'n profanes Beispiel, ja, ich mag Chiquita Bananen so, ja. Und wenn wenn ich jetzt irgendwie eigentlich jemanden, der Chiquita Bananen esse, aber dafür erst mal eine Stunde in Kauf nehmen muss, Transaktionszeiten gegenüber 'nem No Name Produkt, was innerhalb von zehn Minuten vorhanden ist. Glaubst Du, diese Hypothese Bedarf schlägt Loyalität geht auf? Das ist so die erste Frage. Mhm. Die zweite ist, wie stehst Du denn zu diesem Thema Lieferzeiten? Ist das, ist das so 'n essentiell wichtiger Punkt? Mhm.Also erstens als Gegenangebot zu Bedarf schlägt Loyalität, sage ich, Supply drives demand. Also die Vielfalt von dreißigtausend Partnern und Supermarktpartnern auf unserer Plattform ist für den Konsumenten auf unserer Web einfach wichtig. Und er ist ja schon da oder sie ist ja schon da. Ähm, dort ist die Loyalität. Wir, ähm, wissen, dass jemand, der 2012 sich unsere App runtergeladen hat, noch immer Kunde ist und in jedem Monat, in jedem Jahr mehr bestellt. Also Vielfalt machts aus, zum Beispiel dann auch vegane, vegetarische oder Lebensmittelangebote auf unserer Plattform zu haben. Und das Zweite ist, ich glaube nicht, dass der Konsument auf die sieben Minuten, zehn Minuten oder fünfzehn Minuten braucht oder zumindest wissen wir das auch aus den, ähm, Studien, die wir kennen, sondern da durchaus auch entspannter damit umgegangen wird, weil ja dahinter auch Menschen stecken, bei denen man sich durchaus vorstellen kann, für die sieben Minuten fährt er oder die vielleicht doch über eine rote Ampel. Und wie dringend ist mein Bedürfnis nach den Chiquita-Bananen dann ja wirklich? Wir können die in rund dreißig Minuten liefern. Das akzeptiert der Konsument besser, als man denkt. Und andersrum wiederum ist es dadurch halt profitabler, die Leute vorzuhalten, die Lager in den, ähm, Innenstädten so nah an dem Konsumenten-Schahab, der dann die, ja, Bestellung abgibt, zu liefern, das kostet viel. Das ist logistisch eine riesengroße Herausforderung. Und dann stellt sich die Frage: Ja, ist es das wirklich wert? Ähm, ich bin lieber profitabel unterwegs. (lacht) Das ist ne gute Aussage. Du hast gerade die Lager angesprochen. Kann beim Aufbau von eigenen Logistikcentern, die ein Mindestmaß von hohem Volumen benötigen, um überhaupt profitabel zu arbeiten, überhaupt mehrere Player, die es dauerhaft nachhaltig profitabel betreiben? Oder muss ich mir perspektivisch die Innenstädte so vorstellen, dass ich ein Logistikcenter nach dem anderen aneinander reiht und die alle letztendlich profitabel arbeiten? Also wie stehst du zum Thema Logistikcenter betreiben? Ich habe keine Glaskugel. Ähm, und trotzdem denke ich, dass ich dann noch, dass, dass sich in dem Markt noch viel, ähm, bewegen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles nachhaltig, ja, und vor allem nachhaltig dann profitabel wird. Äh, da wird sich wahrscheinlich noch einiges konsolidieren. Ähm, die Konsumenten, hm, werden reagieren. Ich bin mir nur nicht sicher, ob jeder in der Innenstadt das Logistiklager unten im Erdgeschoss so toll findet, ja, wenn da so ein Umschlag ist. Ich bin sehr gespannt selbst. Jetzt haben wir eben ja schon über eure eigene Flotte gesprochen und dass das aktuell zehn Prozent ungefähr von eurer Gesamtmarkt ausmacht. Rechtfertigt die User Experience, ähm, die, die ich als Konsument habe und auch die Qualitätssicherung und Beherrschung der letzten Meile diese Investitionen? Oder ist es für euch vor allem auch, ja, vielleicht würde man überspitzt sagen, ein leichter Verteidigungsreflex, weil ihr sagt: „Hey, ähm, da müssen wir jetzt auch mitmischen." Wobei du das eben auch schon so ein Stück weit, ähm, negiert hast, weil ihr ja schon lange in das Thema offenbar rein investiert. Ähm, vielleicht kannst du uns dazu noch mal so ein bisschen aufklären und was mich in diesem Zusammenhang auch interessieren würde, ist, könnt ihr darüber auch neue Restaurants erschließen, so high-class vielleicht, die ganz bewusst in der Vergangenheit gesagt haben: „Wir liefern nicht aus, weil wir wollen diese Kapazitäten nicht vorhalten." Plötzlich habe ich jetzt die Möglichkeit, ähm, vielleicht auch etwas teureres Essen, ja, und nicht nur reines Fast Food online zu bestellen. Unterschiedliche Perspektiven. Als Konsument, wenn du bei Lieferando bestellst, unterm Strich ist es dir ja egal, wer dieses Essen liefert. Es muss warm sein, wenn es warm ist, oder Sushi, ja genau, frisch. Und es sollte in angemessener Zeit kommen. Ob da jetzt aber unser Restaurantpartner dir das Essen liefert oder unser Fahrer, unsere Fahrerin, ist dir in erster Konsequenz ja mal nicht so wichtig. Also der Konsument wird bedient mit dem Restaurant, mit der Vielfalt, veganes Restaurant X, das in Berlin eben in jedermanns Munde ist. Aber für den Konsumenten bedienen wir mit allen Restaurants. Und ja, du hast recht. Für das Restaurant, das sich bisher noch nicht mit Lieferungen beschäftigt hat, ermöglichen wir den Einstieg in dieses Geschäft. Und es ist, ähm, ein erster Schritt für diese unter zehn Prozent der Bestellungen, diesen Restaurantpartner in diesen Markt zu bringen und dort mehr und mehr Bestellungen zu generieren. Hmm. Jetzt ist es so, wenn ich an meinen heutigen Morgen denke, ich bin eigentlich ziemlich simpel gestrickt, würde ich sagen, was das Frühstück angeht. Ich frühstücke eigentlich jeden Morgen Quark mit Äpfeln, also sehr unspektakulär, aber ich frühstücke. Ich esse gerne zum Mittag, klassischerweise auch zum Abend. Lieferando, ich bin auch ein großer Freund von Lieferando. Mittlerweile bin ich ein bisschen ländlicher unterwegs, da gibt es nicht so viel Angebot, aber immerhin immer noch überschaubar Angebot. Ähm, bisweilen war es eher in Richtung der Abendzeit, wenn ich Lieferando genutzt habe, punktuell auch zur Mittagszeit. Was ich bisweilen noch gar nicht gemacht habe, ist das Frühstück. Wie viel Abzahl siehst du denn in Summe für euch? Zu sagen, hey, eigentlich wollen wir.Mhm. Ja, vierundzwanzig Stunden Verfügbarkeit für jeden Einzelnen zur Verfügung stellen, wenn es um Essen geht. Und ja, ist dieser Code überhaupt zu knacken, Frühstück zu, zu delivern? Hm-hm. Ähm, du sprichst die Vielfalt an, Shahab. Und das ist auch etwas, was uns vom Wettbewerb unterscheidet. Wir sind mit dem Marktplatzgeschäft ja in allen zweitausendneunundfünfzig deutschen Städten unterwegs. Stimmt, in Osnabrück vielleicht mit ein paar weniger Restaurants als in Berlin. Aber das abzudecken, ist mal wichtig. Und unsere Restaurantpartner, wie auch wir, die bieten schon ganz lange auch Frühstück, Mittagessen und Abendessen an und lange und, äh, Öffnungszeiten und viel mehr Vielfalt, als man sich jetzt als Logistikpartner vorstellt. Ähm, wir haben im letzten Jahr natürlich auch durch Corona und dadurch, dass viele Menschen im Homeoffice waren, wir auch eineinhalb Jahre fast zu hundert Prozent, einen Trend gesehen, dass vorm Abendessen, von der Bestellung zum Abendessen hin zum, zum Mittagessen, ähm, tendiert und haben da auch mit unserem Geschäftsbereich digitale Kantine, ähm, ermöglicht, dass wir unseren Restaurantpartnern weiter steigende Bestellungen vermitteln können. Mhm. Mhm. Wie, was, was, ähm, kannst, kannst du dir in diesem Zusammenhang vorstellen? Also ich hab verstanden, dass das, das ihr durchaus, äh, euch, euch vorstellen könnt, auch im Bereich Frühstück und Mittagessen ja sowieso und Abendessen euch noch weiter und breiter zu positionieren. Wenn wir so ein Stück weit über Diversifikationsstrategie nachdenken, was könnt ihr euch neben der Auslieferung von Gerichten gegebenenfalls noch vorstellen? Ja, ich mein, ihr habt jetzt zehn Prozent, äh, aus Gesamtgeschäft mit 'ner Flotte. Das heißt, ihr beherrscht die, die besagte letzte Meile. Ähm, was, was kannst du dir da noch vorstellen? Lebensmittel haben wir gerade schon drüber gesprochen, mit Spar, SparExpress, die seit dem B2B-Bereich jetzt gestartet. Ja, als Beispiel, das, ja, die digitale Kantine ist das B2B-Geschäft, die, äh, Business-Lösung von Lieferando. Wir richten uns an Unternehmen, die ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit einem täglichen oder monatlichen Guthaben unterstützen wollen, ähm, ihren Lunch meistens, so zeichnet es sich zumindest ab in den letzten Monaten, vergünstigt über Lieferando zu bestellen. Du hast also die digitale Kantine in der Tasche, ähm, bestellst auf deinem Lieferando-Account dein Essen und dein Arbeitgeber zieht Minusguthaben, ja, pro Tag ab. Und das ist eine Win-win-win-Situation für den Unternehmer, der in diesem War for Talents da draußen seine Mitarbeiter incentivieren kann. Den Mitarbeiter, der und gerade jetzt war es in den letzten Monaten ja mit Homeoffice, Homeschooling, soll ich kochen auch noch zu Mittag, bestelle ich über Lieferando. Hat sich auch gezeigt im Warenkorb, es wurde mehr für Familien bestellt zu Mittag. Mhm. Ähm, also für den Mitarbeiter ist es ein, ähm, Benefit und vor allem, und dafür sind wir da, unsere dreißigtausend Restaurantpartner glücklich zu machen, führt zu mehr Bestellungen und wir haben im Halbjahr 2021, im ersten Halbjahr zweiundsechzig Prozent mehr Bestellungen für unsere Restaurantpartner vermittelt. Da ist die digitale Kantine ein großer Treiber, weil's deutschlandweit dreißigtausend Kantinen, Kantinen bietet für Unternehmen, die nicht mehr klassisch im Erdgeschoss die Kantine mit, ähm, Küche haben, ne. Mhm. Okay. Das bedeutet, dass das B2B-Geschäft bei euch, ähm, scheint, scheint sich gut zu entwickeln und perspektivisch werden wir wahrscheinlich dann häufiger auch .......................... Wir haben mit der digitalen Kantine im Februar ersten Geburtstag gefeiert und das Geschäft jetzt, Achtung, jetzt wird's von digital plötzlich auch analog auch hier erweitert. Bisher war die digitale Kantine ein Guthaben in deinem, ähm, Lieferando-Account. Wir gehen jetzt im Oktober mit der Takeaway-Pay-Card an den Markt. Das heißt wirklich eine orange Debit Card, mit der wir den Mitarbeitern auch ermöglichen, diese Kantine zu nutzen, die bisher eben nicht im Büro oder im Homeoffice sind. Der Vertriebsmitarbeiter im Außendienst. Wenn du am Bau arbeitest, bist du auch nur draußen und nicht im Homeoffice. Und du kannst mit dieser Karte jetzt zu allen Restaurants, Bäckereien, wie auch immer, gehen und dort vor Ort dein Guthaben einlösen. Es muss kein Lieferando-Partner sein, sondern ist wirklich eine Zahlungsmöglichkeit, unterstützt von deinem Arbeitgeber, also ganz analog. Ah, okay. Kann man, kann man da sagen, dass du so ein bisschen auch im Wettbewerb damit mit, äh, den so Dexos dieser Welt geht? Das heißt, das ist dann so 'ne typische physische Karte, mit der ich dann unabhängig davon, ob der, ob der Partner bei euch Partner wirklich ist, kann, kann ich dann mit meiner orangen Debit Card auf, auf Einkaufstour gehen? Wir arbeiten mit Sodexo auch sehr gut in vielen Ländern zusammen. In Belgien, in Österreich haben wir erst vor Kurzem damit gestartet. Und auch hier ist es so: Ich komme noch mal auf deine Eingangsfrage zurück. Wettbewerb belebt das Geschäft. Wir sind auch hier Partner. Jede Gelegenheit, die dem Konsumenten, ähm, aufzeigt, dass man Essen online bestellen kann oder über Karte, ob jetzt so Dexo oder Take Away Paycard von Lieferando, bringt dem Restaurantpartner mehr Bestellungen, glückliche Restaurantpartner bringen wieder glückliche Mitarbeiter, ja. Hinter mir sitzen ja tausendvierhundert Leute virtuell, die ich gerne mit Essen glücklich machen kann.Glücklich sehen möchte, damit sie wieder unsere Restaurantpartner glücklich machen. Sehr gut. Ein glücklicher Kreislauf. Ja, schön. Wir sitzen ja heute hier in Berlin im Zentrum der Macht, wenn man so möchte. In Deutschland haben wir ja. Wahrscheinlich werden wir eine sehr, sehr starke grüne Bewegung, ähm, erleben und auch diverse Posten zukünftig grün besetzen. Wie geht ihr in Deutschland mit dem Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit um? Ist mir sehr, sehr wichtig. Ist uns als Unternehmen sehr, sehr wichtig. Wieder unterschiedliche Sichtweisen. Als, ähm, in unserer Fahrerflotte, glaube ich, ist unser Carbon Footprint sehr überschaubar. Wir sind mit zehntausend Fahrerinnen und Fahrern vorrangig auf E-Bikes unterwegs. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen reisen seit eineinhalb Jahren nicht mehr durch die Welt in die vierundzwanzig Länder oder viel, viel, viel weniger. Und wir sehen, es funktioniert auch sehr gut. Wir sind noch digitaler geworden. Wir haben vor Corona nur im Büro gearbeitet und haben dann gezeigt, dass wir auch hundert Prozent virtuell gut sind, also dass viele Reisen vielleicht gar nicht möglich-- notwendig ist. Du bist hier im Büro in einem nachhaltigen Gebäude. Das ist uns sehr, sehr wichtig. Ähm, wir haben zum Beispiel mit Reball jetzt einen Piloten gestartet für Mehrwegverpackungen und wir sind schon lange gar nicht laut, aber schon lange, 2019 auch schon in unserem Restaurantportal, im Webshop, ähm, in dem wir Verpackungen anbieten, nur mit recycelbaren Verpackungen im Angebot. Das heißt, wir können unseren Restaurantpartnern draußen nicht vorschreiben, was sie nutzen, aber wir können Angebote liefern und Nachhaltigkeit zu steigern ist uns sehr, sehr wichtig. Jetzt hast du gerade schon eure Restaurantpartner angesprochen. Ähm, ihr habt ja ein bekanntes Geschäftsmodell, das möchte ich hier gar nicht im Detail noch vertiefen, ähm, vielmehr die Frage könnten Added Services, so eine Shop Window, eine bessere Positionierung für mich als Restaurantbetreiber, eine Applikation oder auch andere Marketingoptionen für euch perspektivisch relevante Revenue Streams erschließen? Oder sagst du, ich glaub da schon dran, aber ich glaub nicht, dass es relevant werden wird. Weil ihr habt ja vierzehn, vierzehn Millionen Bestellungen, ähm, oder- Konsumenten und vierzehn Millionen Bestellungen. vierzehn Millionen Bestellungen und, und vierzehn Millionen Konsumenten. Das ist ja schon, schon eine ordentliche Anzahl an Nutzern, die regelmäßig dann auch in eurer Applikation habt. Ist das ein Thema, mit dem ihr euch beschäftigt? Ist das ein Thema, ähm, was, was aktuell auch schon für, für ein Revenue bei euch sorgt? Ja, das ist mir sehr, sehr wichtig, ist uns sehr, sehr wichtig. Da kommen wir wieder zur Loyalität. Ähm, wir sind digitaler Berater in der Gastronomie und wir wollen unseren Restaurantpartnern ein Rundum-sorglos-Paket geben. Das ist digital, aber eben auch analog. Ich komme noch mal auf den Webshop zu sprechen. Dort können unsere Restaurantpartner alles, was sie brauchen, vom Pizzaofen bis zum, bis zur Verpackung, bis zur Kleidung für ihre Fahrerinnen und Fahrer zu sehr vergünstigten Preisen, ähm, erstatten. Zu einem Viertel von dem, was sie im Großhandel kaufen. Das bringt auch Kundenbindung. Bei Lieferando habe ich alles von A bis Z, was ich neben dem Kochen und Gastgeber sein noch brauche, um online, ja, Konsumenten anzusprechen oder sie auch vor Ort zu bedienen. Mhm. Und, ähm, da gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um Loyalität auch beim Konsumenten und der Konsumentin zu fördern. Stempelkartenprogramme. Alles was wir tun können, um den Konsumenten noch mehr an uns zu binden, ah, ihn kontaktieren über Emailing Kampagnen, das Marketing, die Marketingmaschinerie für das Restaurant zu sein, so dass wir viele Kontaktpunkte mit deinem Lieblingsrestaurant und dir über Email deine App haben und wir noch weitere Steigerungen der Bestellung bei den Restaurantpartnern, ähm, ermöglichen können dadurch. Mhm. Okay, das heißt also durchaus für euch ein Thema, diese Added Services anzubieten, um eure Partner noch zu stärken. Genau, wir sind der Marketingmotor für diese Restaurantpartner. Alles, was du an Keywords, Marketingkampagnen, Sichtbarkeit, Werbemittel, ähm, dir vorstellen kannst, bieten wir für unseren Restaurantpartner auch die, die Dienstleistung. Der muss sich damit nicht beschäftigen, weil die Zeit hat er gar nicht. Damit soll er sich gar nicht belasten. Bieten wir, um ihn noch näher an den Konsumenten zu bringen. Da gibt es auch Added Services, so wie du sagst, die man, ähm, in dem Paket noch gestalten kann. Aber grundsätzlich geht es darum, wie wir den Konsumenten dazu bringen, häufig und häufiger- bei seinen Lieblingsrestaurants zu bestellen. Okay, habe verstanden. Katharina, du hast gerade schon über Loyalität gesprochen, dass das für euch ein ganz, ganz wichtiger Faktor ist. Sprechen wir auch über Mitarbeiterloyalität. Ja, jedes Unternehmen besteht ja, ähm, aus ganz, ganz vielen tollen Mitarbeitern und Teammitgliedern, die zu diesem Erfolg beitragen. Wir sind jetzt heute auch hier durch eure neuen Räumlichkeiten gelaufen. Muss man sagen, wahnsinnig imposant. Erzähl uns doch mal ein bisschen über die neuen Räumlichkeiten hier in Berlin und ich frage ja immer so ein bisschen nach dem Reason why. Ja, kurz in die Vergangenheit zurück. Wir hatten bis vor Corona noch zwei Standorte hier in Berlin. Hmm, dann waren wir jetzt eineinhalb Jahre in Homeoffice und tausendvierhundert Mitarbeiter waren zerstreut in Berlin. Wir sind aber one Team. Wir brauchen diesen Orange Spirit, diese Energie. Wir lieben die Farbe, wir lieben das Zusammensein, die kreativen Räume. Du kannst ja dann gerne, ich lade dich gerne ein, noch mal durchs Büro zu gehen. Das gibt Kraft und wir brauchen mehr davon.Und bei uns steht der Mensch im Vordergrund, sich hier wohlzufühlen, weil ich bin fest davon überzeugt, dass ein glücklicher Mitarbeiter, eine ähm Mitarbeiterin, die Spaß hat, in der Früh ins Büro zu kommen, einfach auch in diesem besseren Umfeld bessere Lösungen liefern und kreativ mehrere Köpfe zusammengesteckt wird, ähm uns weiterentwickeln. Absolut. Also das hat für mir auch viel mit Wertschätzung zu tun. Also offenbar begegnet ihr euren Mitarbeitern mit ganz, ganz viel Wertschätzung. Ähm Du hast gerade schon ein bisschen über diesen Spirit erzählt. Ja, dieses Orange, dieses Energy Driven, würde ich einfach mal sagen. Die Farbe steht ja dann auch gewissermaßen so ein bisschen für euren Spirit. Ähm Erzähl uns mal so ein bisschen über die die Unternehmenskultur bei euch. Was erwartet mich denn eigentlich, wenn ich ein potenzieller Interessent für das Unternehmen bin? Oder wie würdest du die Unternehmenskultur bei euch beschreiben? Mhm. Vertrauen steht an vorderster Stelle. Ähm Und Empowerment. Wenn du bei uns beginnst, mmm dann bekommst du durch mich auch – und ich hoffe, ich bin das sehr beste Beispiel für alle meine Manager, die mit mir hier für die Mitarbeiterzufriedenheit da sind – dann bekommst du ganz viel Wind unter den Flügeln von uns. Roots to grow and wings to fly, (kichern) ähm um dich weiterzuentwickeln. Wir sind im Durchschnitt ja noch ein sehr, sehr jung im Alter unserer Mitarbeitenden. Das heißt, Lernen ist wichtig, Entwicklung ist wichtig. Und wenn du zurückschaust, es mag so sein, wir schauen ein bisschen wie ein Start-up aus, weil du auf der Straße junge, dynamische Radfahrer siehst, aber wir sind ja schon einundzwanzig Jahre auf dem Markt. Just-e-take-away.com, gegründet vom jetzt Krun, ähm ist ja schon, hat ja schon viel Geschichte hinter sich und wir sind enorm gewachsen über die letzten Jahre. Wenn also eines sicher ist, dass bei uns Hyper Growth, ständige Veränderung und Weiterentwicklung möglich ist oder vorhanden ist. Und wir suchen Menschen, die ähm diesen dynamischen ja Zustand lieben und dabei auch mit den anderen zusammen sich selbst weiterentwickeln und eben das Business vorantreiben. Das funktioniert bisher ja sehr, sehr gut. Mhm Das ist sehr schön beschrieben. Du hast gerade Hyper Growth angesprochen ja. Schauen wir vielleicht mal in die Glaskugel für die nächsten Jahre, die vielleicht auch für euch von Hyper Growth geprägt sein wird. Was glaubst du, wird äh künstliche Intelligenz, äh Artificial Intelligence generell für euch außerhalb der Logistik bergen? Also in der Logistik gibt es gibt es ja viele Fantasien, wie AI und KI nützlich sein können, vielleicht auch auf das Marktplatzgeschäft betrachtet. Was glaubst du, wird KI da eine konkrete Rolle spielen? Ich liebe Intelligenz. (kichern) Ich finde, künstliche Intelligenz für uns auch sehr, sehr wichtig. Ich habe eine sehr komfortable Situation schon habe. Ich habe in dem Bereich über zweitausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in fünf Tech Hubs weltweit dafür sorgen, dass wir technisch top of the notch, state of the art sind. Und ähm ja, natürlich dann zum Beispiel im Customer Service des Chatbots und et cetera haben, die mein Team hier auch unterstützen. Also künstliche Intelligenz, da baue ich auf das Service dieser starken Marke justetakeaway. Com. Anders bei mir menschlich. Ich habe ein ähm Business Analytics Team und da schaue ich auf mit dem Big Data, die ich habe, in die Tiefe dann auf den Markt. Und da baue ich auf die menschliche Intelligenz, mhm dass wir uns anschauen: Was habe ich in deutschen und österreichischen Märkten noch zu drehen? Auf welche Daten kann ich zurückgreifen? Und diese Intelligenz ist mir fast noch wichtiger. (kichern) Sehr schön. Das heißt, mit Blick nach vorne, wenn ich jetzt perspektivisch meine Lieferando-App öffne und ich bin ja auch ein happy Lieferando-User, muss ich ähm gestehen, ähm was, was wie ich finde, positiv ist. Ähm Finde ich auch. Das heißt, zukünftig könnte Lieferando mir dann vielleicht auch noch mal verstärkt meine Präferenzen mitteilen, vielleicht noch mal die Recommendation Engine sehr, sehr genau darauf hinweisen. „Hey, schau, versuch doch mal folgendes. Aufgrundlage deiner vorherigen Bestellung wissen wir, dass du da vielleicht sogar ganz, ganz offen für sein kannst, weil dein siamesischer Zwilling, dein digitaler siamesischer Zwilling steht vielleicht auch auf Sushi. Also solche Möglichkeiten ähm sind wahrscheinlich ohnehin schon mit eurem Team, was du gerade beschrieben hast, ähm hoch und runter durchdekliniert. Nehme ich noch nicht so stark wahr, aber das ist durchaus etwas, bei dem du sagst, das stiftet ja durchaus auch einen Mehrwert für den Konsumenten am Ende des Tages. Mir persönlich als Konsumentin, ob jetzt bei Lieferando oder jeder anderen App, ich sehe das als Mehrwert sehr wohl, das spart mir Zeit. Mhm Und wenn ich nach türkiesen Schuhen suche, dann finde ich es toll, dass mir ähm auch in weiterer Folge ähnliche Produkte vorgeschlagen werden. Ähm Ist nicht mein Spezialbereich bei Lieferando. Ich kümmere mich um Restaurantpartner und Mitarbeiter mehr. Da brauche ich auf den Tech-Bereich, aber da gibt noch viel mit Sicherheit. Da wird noch einiges kommen. Ähm Sprechen wir dann ah noch mal über die telefonischen Direktbestellungen. Du hast ja eben auch schon mal, als wir so ein Stück weit über Monopole und Co gesprochen haben, gesagt: „Na ja, der Großteil findet immer noch telefonisch in der Natur statt. Also der typische Deutsche, ich weiß gar nicht, ob das so ein kulturelles Phänomen in Deutschland ist oder eher weltweit immer noch gerne telefoniert wird, aber der typische Deutsche greift immer noch gerne zum Telefonhörer und bestellt bei seinem Restaurant. Ähm Was könnte es denn für Lösungen geben, das noch mal ein bisschen programmatischer zu gestalten? Also diese typische Telefonbestellung.Die ich persönlich nicht mag, weil am Ende weißt Du nicht, so genau hat der das eigentlich richtig verstanden und kriegst Du das, was Du wirklich bestellt hast. Manchmal klingt das ja auch so, als als wenn dein Gegenüber da wenig Lust hat und sehr, sehr kurz angebunden ist. Da ist digital mir viel lieber. Aber was gibt es da gedanklich für für Möglichkeiten, vielleicht so was auch 'n bisschen programmatischer ernst digitale zu überführen? Du hast den internationalen Markt angesprochen und ja, da geht noch mehr an Niederlande oder UK sind viel stärker, da bestellen noch weniger Menschen telefonisch. Mhm. Und im deutschen Markt, ja, ich würde wirklich sagen, wir sind die Marketingmaschinerie, diese bisher telefonisch bestellenden Menschen auf den Onlinekanal zu bringen für unsere Restaurantpartner. Das ist Marketing und Sichtbarkeit, das ist Kundenzufriedenheit, das ist Bindung, so wie Du's angesprochen hast, viele Restaurantpartner auf unserer App. Das sind aber auch viele Digital Natives, die nachkommen, die nicht mehr telefonieren, so wie Du sagst, ne. Da gibt's noch WhatsApp Videochat, aber wann hat dein sechzehnjähriger Cousin das letzte Mal das Telefon in die Hand genommen und war angerufen? Und eben die Zufriedenheit in dieser Kombination Restaurant und Konsument, dass da eben die Qualität auch stimmt. Ich habe die Möglichkeit der Onlinezahlung, ich brauch kein Bargeld zu Hause, ich hab den schriftlichen Beleg, ich habe aber mit Reis bestellt, nicht mit Pommes. Da gibt's keine Missverständlichkeiten, auch für den Restaurantpartner, der ja enorme Zeitersparnis hat. Wenn Du ihn anrufst, störst Du ihn ja zehn Minuten, hinten brutzelt's, störst Du ihn ja in seinem Ablauf in der Küche. Wenn eine Bestellung über Lieferando kommt, geht die digital in einen Bong, der kommt gleich in die Küche. Das ist ja viel effizienter. Ja. Und diesen Netzwerkeffekt bedienen wir einfach weiter, gerne immer besser mit Wettbewerb noch mal unter Selbstreflexion, was können wir noch optimieren? Aber wir sind da auf dem richtigen Weg. Mhm. Okay. Das heißt, in naher Zukunft wird es wahrscheinlich weiterhin eben eben diese Direktbestellungen per Telefon geben und die Möglichkeit, dass ich auf der anderen Seite dann vielleicht durch son gelistetes Menü telefonisch durch durchgeleitet werde, ist ja wahrscheinlich sehr unwahrscheinlich, ist ja auch unkomfortabel am Telefon. Ja. Wir sind halt Wir sind als Marktplatz verpflichtet, immer mit der Brille Consumer first zu schauen. Mhm. Und der Consumer möchte das nicht. Der Consumer möchte nicht irgendwo noch anrufen. Der will auf der Couch liegen, seine Bestellung eingeben, mit PayPal zahlen oder ja, Apple Pay, wie auch immer. Genau. Und dann sein Essen geliefert bekommen. Und dieser Teil, die siebzehn Prozent der Deutschen, die jetzt eben über Lieferanten bestellen, der wird weiterhin wachsen mit unserer Unterstützung. Wachstum, Katharina, steckst Du Konzentration? Oder glaubst Du, in den Markt werden auch weiße Wettbewerber stoßen? Oder glaubst Du, eigentlich stehen wir kurz vor 'ner Konsolidierung am Markt? Es werden mit Sicherheit noch mehrere Wettbewerber in den Markt stoßen, einfach aufgrund des Potentials, das ich dir genannt habe, ne. Wenn ich von siebzehn Prozent auf achtzig Prozent der Leutschen, die bestellen, ah alleine nur rechne, dann ist das einfach ein attraktiver Markt. Was dann allerdings passiert und ich komm noch mal zurück auf die Profitabilität, wer da den langen Atem hat, sich das auch zu leisten oder Konsumenten wirklich zufriedenzustellen, weil das reicht nicht nur aus, in den fünf Key Cities zu sein. Wenn Du zurück nach Osnabrück fährst, hast Du dort auch Lieferando. Das ist für dich ein Service, der der's wahrscheinlicher macht, dass Du Lieferando nutzt, weil Du's nicht nur in einer Key City in Deutschland hast. Wie sich der Markt entwickelt, bin ich auch sehr gespannt drauf. Lass uns da in einiger Zeit noch mal draufschauen, schau ab. Hmm, sehr schön. Abschließende Frage, Christina, wenn Du die gesamte Wertschöpfungskette anschaust und die die ist ja sehr, sehr breit von Logistik über Markplatz Geschäft etc. Wenn ich 'n junger Entrepreneur bin, der der in in diesem gesamten Segment, in dem ihr euch jetzt tummelt, vielleicht in den nächsten Jahren ein tolles neues Produkt entwickeln möchte. Wo glaubst Du, ist noch Innovationsdruck vorhanden? Wo glaubst Du, wird in den nächsten Jahren noch demand existieren? Und was was würdst Du da als als ganz grobe Empfehlung mitgeben, sich welches Segment noch mal etwas detaillierter anzuschauen? Ich glaub, die Technologie dahinter, da geht einfach noch sehr viel mehr. Und Spezialisten und Spezialistinnen, die in dem Bereich noch innovative Ideen haben, werden da noch sehr weit vorankommen. Unser Team von zweitausend Techies, ja, hat offene Arme für jeden, der da neue Innovationen mitbringt. Da, glaub ich, ist noch einiges, wovon ich mir das jetzt noch gar nicht vorstellen kann. Da hast Du noch 'n bisschen die Hand. Sehr schön, Katharina. Herzlichen Dank für das sehr, sehr angenehme, kurzweilige Gespräch. Ich danke Dir, Schahab. Hat's auch gefallen. Und, ja, damit grüßen wir jetzt noch mal die OMKB Community, hoffen, dass es euch auch heute gefallen hat im Talk mit der lieben Katharina und sagen bis bald. Danke.
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