Cooking & Succesful Native Marketing during Covid-19
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Video: Cooking & Succesful Native Marketing during Covid-19

Zusammenfassung

Verena Huberts, Gründerin von Kitchen Stories, zeigt, wie Native Marketing und Branded Entertainment in der Krise funktionieren. Durch Datenpunkte wie den Nachkochindex und die Cooking Comfort Zone schaffen sie authentische Markenkooperationen – und Corona hat den Nutzertrend zum Selberkochen massiv beschleunigt.

Social Media Marketing mit Food: Das Kitchen-Stories-Konzept

Kitchen Stories ist seit 2013 eine videobasierte Kochplattform, die anders startet als Konkurrenten: mobil, hochwertig produziert, mit Step-by-Step-Videos. Über 18 Millionen Downloads in über 150 Ländern und Verfügbarkeit auf Deutsch, Englisch und Chinesisch – alles ohne großen Marketing-Invest, sondern durch frühe Plattform-Optimierung und starke Beziehungen zu Apple und Google.

Das Kerngeschäftsmodell ist dabei längst nicht mehr nur eine App. Kitchen Stories agiert crossmedial auf Web, Instagram, Pinterest, Newsletter und ist damit ein gutes Beispiel, wie moderne Inhalts-Strategien mehrere Kanäle nutzen.

B2B-Monetarisierung: So funktioniert Native Marketing mit Marken

Für Markenhersteller fungiert Kitchen Stories als holistischer Lösungsanbieter. Das bedeutet konkret:

  • Content-Produktion: Storytelling, Rezepte und Kampagnen in der eigenen Showküche (aktuell 5 Produktionsküchen in Berlin mit 50 Mitarbeitern)
  • Multi-Channel-Syndikation: Inhalte werden auf der Plattform und darüber hinaus ausgespielt
  • Daten-gesteuert: Der Nachkochindex zeigt, welche Rezepte funktionieren und wie Nutzer interagieren
  • Authentizität: Marken arbeiten als Partner, nicht als alleiniger Absender – das schafft Glaubwürdigkeit

Praxis-Beispiele: Native Marketing in Aktion

Ritter Sport: Launch der Kakao-Klasse

Kitchen Stories übernahm die Farbwelt der Marke, produzierte Rezeptcontent und begleitete sogar das physische Launch-Event live via Instagram und Pinterest – eine nahtlose Verschränkung von Online und Offline.

MUM Sekt: Brunch-Serie mit Printausspielung

Zusammen mit Influencern entstanden unterschiedliche Rezepte (z. B. MUM Grapefruit Fizz). Das Besondere: Die Kampagne lief parallel digital und als klassische Advertorials in Print-Publikationen. Das Resultat war nicht nur Reichweite, sondern messbarer Sales Uplift – weil die Authentizität von Kitchen Stories die Marken-Botschaft verstärkte.

Lufthansa: Christmas Around the World (2019)

Drei Lufthansa-Mitarbeiter brachten Zutaten aus verschiedenen Destinationen mit (Bagel aus New York, Gewürze aus Mumbai). Kitchen Stories entwickelte daraus ein Drei-Gänge-Menü. Das zeigt: Food ist eine Plattform, die über FMCG hinausgeht – auch Automotive- und Travel-Marken nutzen sie erfolgreich, weil Food zu 110 % positiv besetzt ist.

Die Data-Geheimwaffe: Nachkochindex und Cooking Comfort Zone

Was Kitchen Stories wirklich auszeichnet, sind granulare Nutzerdaten. Der Nachkochindex misst:

  • Wie oft Rezepte nachgekocht vs. angeklickt werden
  • Verweildauer auf einem Rezept
  • Verwendung von Einkaufslisten, Timer und Zutatenlisten-Adaptionen
  • Zeitpunkt des Einkaufs, Personenanzahl beim Kochen

Das Business Intelligence Team baut daraus Kohorten und Nutzergruppen auf. Das Konzept der Cooking Comfort Zone bedeutet: Wenn du nur Spaghetti Bolognese kochst, wird dir ein leicht abgewandeltes Rezept vorgeschlagen – um Kochskills zu erweitern, ohne zu überfordern. Diese Personalisierung funktioniert so präzise, weil sie auf echtem Verhalten basiert, nicht auf Befragungen (die immer beschönigen).

Kooperationspartner erhalten nach einer Branded-Entertainment-Kampagne ein Behavioral Cohort Analysis Report – mit detaillierten Insights über ihre Zielgruppe, die qualitative Forschung nicht leisten kann.

Corona und kreative Krise: Von der Showküche ins Homeoffice

COVID-19 zwang Kitchen Stories, radikal umzudenken. Statt Showküchen musste Content von zu Hause produziert werden. Die Lösung war niedrigschwellig: iPhone mit Halterung vor der Webcam, kreativ geschossene Videos in den privaten Küchen der Redakteure und Köche. Alle Kooperationspartner zeigten sich flexibel, Hygienemaßnahmen wurden eingehalten – am Ende entstanden trotzdem hochwertige Inhalte.

Messbarer Impact: Das Corona-Boost-Phänomen

Während Restaurants schlossen und Menschen ins Homeoffice gingen, erlebte Kitchen Stories ein exponentielles Wachstum entlang der Koch-Journey (Entscheidung → Einkaufen → Kochen → Teilen):

  • +1 Million Monthly Active User (MAU) seit Februar – organisch, ohne nennenswerte Marketing-Ausgaben
  • Signifikante Steigerungen in Schritt 1, 3 und 6 der Koch-Journey (Entscheidung, Einkauf, Sharing)
  • Deutlich mehr Kochaktivität – Menschen kochten mehr und experimentierter mit Resten aus der Küche

Daraus entstanden auch neue Social-Media-Formate, die auf User-Generated Content basierten: Das Social-Media-Team fragte Nutzer nach ungenutzten Zutaten und entwickelte daraus spontane Rezepte – echte Community-Aktivierung statt klassischer Werbung.

Kernerkenntnisse für dein Social Media Marketing

  • Authentizität schlägt Absender-Dominanz: Wenn eine vertrauenswürdige Plattform (Kitchen Stories) eine Marke präsentiert, wirkt die Botschaft glaubwürdiger als Eigenwerbung
  • Daten über Demografie: Nutzer-Insights aus echtem Verhalten sind wertvoller als Befragungen – und ermöglichen präzisere Zielgruppendefinition
  • Cross-Channel-Konsistenz: Content funktioniert in Print, auf Social Media (Instagram, Pinterest, TikTok) und Web – wenn er kanalspezifisch adaptiert wird
  • Food als Lifestyle-Plattform: Auch Automotive-, Travel- und Lifestyle-Marken profitieren von Food-Partnerschaften – die emotionale Positiv-Aufladung ist enorm
  • Krisenflexibilität zahlt sich aus: Wer schnell pivoten kann (Studio → Homeoffice-Production), bleibt relevant und gewinnt Vertrauen von Nutzern und Partnern

Häufige Fragen

Wie kann ich als Marke mit Kitchen Stories zusammenarbeiten?

Kitchen Stories agiert als holistischer B2B-Partner: Sie produzieren Content für deine Marke, spielen ihn auf ihrer Plattform und über Social Media (Instagram, Pinterest) aus und liefern dir detaillierte Behavioral Cohort Analysis Reports mit Insights zu deiner Zielgruppe. Klassische Werbeformate wie Advertorials sind auch möglich – kombiniert mit digitaler Ausspielung für maximalen Reach.

Was ist der Nachkochindex und warum ist er wichtig?

Der Nachkochindex misst, wie oft ein Rezept tatsächlich nachgekocht wird im Verhältnis zu Klicks. Kitchen Stories verfolgt dabei detailliert: Verweildauer, Nutzung von Einkaufslisten, Timer und Zutatenlisten-Adaptionen. Diese Daten zeigen nicht nur, welche Inhalte funktionieren – sondern auch, wann Nutzer einkaufen und wie viele Personen sie kochen, ohne fragwürdige Selbstaussagen.

Wie hat Corona das Social Media Marketing bei Kitchen Stories verändert?

Kitchen Stories gewann seit Februar über eine Million neue Monthly Active User – organisch, ohne größere Marketing-Ausgaben. Der Grund: Menschen kochten zu Hause mehr. Kreativ pivotte das Team von Showküchen zu Homeoffice-Production. Ein neues Format: Das Social-Media-Team fragte Nutzer nach ungenutzten Zutaten und entwickelte spontan Rezepte – echte User-Generated-Content-Aktivierung statt klassischer Werbung.

Warum ist Native Marketing mit Food so effektiv?

Food ist zu 110 % positiv emotional besetzt – noch besser als Sport (das auch verlieren kann). Deshalb nutzen nicht nur FMCG-Hersteller Food-Plattformen, sondern auch Automotive- und Travel-Marken. Wenn eine vertrauenswürdige Plattform wie Kitchen Stories eine Marke präsentiert, wirkt die Botschaft authentischer als klassische Werbung – und das führt zu messbarem Sales Uplift.

Was bedeutet Cooking Comfort Zone?

Das ist Kitchen Stories' Personalisierungs-Konzept: Wenn du immer nur Spaghetti Bolognese kochst, schlagen sie dir eine leicht abgewandelte Variante vor – um deine Kochfähigkeiten zu erweitern, ohne dich zu überfordern. Die Daten zeigen, wann Nutzer bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen, und welche Rezepte das ermöglichen.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

(Musik läuft im hintergrund) Jawohl, da sind wir wieder. Herzlich willkommen zurück zu OMKB Live und wir nehmen jetzt wieder Fahrt auf und ich möchte euch die nächste Speakerin ankündigen. Eine ganz tolle Unternehmensgeschichte und Erfolgsgeschichte. Ich begrüße Verena Huberts, Founder und Managing Director von Kitchen Stories. Wer Kitchen Stories noch nicht kennt, eine visuelle App für praktische Küchentipps und Rezepte, die es ungefähr seit zweitausendvierzehn gibt und seitdem eine unglaubliche Erfolgsgeschichte genommen hat, in über hundertfünfzig Ländern ganz weit oben rangiert bei den App-Download-Zahlen in den Kategorien Essen und Trinken und auch eine ganze Reihe an verschiedenen Preisen abgeräumt hat. Eine ganz tolle Erfolgsgeschichte aus dem Herzen in Berlin. Und Verena hat das folgende Thema heute mitgebracht: Cooking und Success von Native Marketing during Covid neunteen. Also ich bin ganz gespannt zu hören aus der mhhh Ecke der Native Marketing Branded Campaigns. Das ist ein Wortmonster, Verena, was ihr für Erfahrungen gemacht habt in den letzten Wochen und Monaten und freue mich, dass du heute Nachmittag hier bei der OMKB Live mit an Bord bist. Liebe Verena, kannst du uns gut hören und sehen? Ja, kann ich. Hallo, liebe Grüße nach Bielefeld. Super. Ja, danke schön. Verena, dann hast du ab jetzt das Wort. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Spaß. Ja, vielen Dank für die einleitenden Worte. Das klingt in der Tat ja alles sehr kryptisch. Native Advertising, Branded Entertainment. Wie geht man mit Content in diesen Tagen um? Insbesondere natürlich Kochen, ähm was uns und auch für mich persönlich die letzten Wochen noch mal komplett, ja fast lebensverändernd war. So viel gekocht wie jetzt habe ich tatsächlich noch nie während dieser ganzen Gründungsphase. Und ähm ich habe meinen Vortrag heute so gestaltet, dass wir natürlich erst mal ganz kurz einen Blick werfen in das, was Kitchen Stories eigentlich macht und auszeichnet. Ähm Dann gucken wir uns mal so ein, zwei Kampagnen an, ähm die wir mit Marken umgesetzt haben, gehen aber dann noch mal rein in, wie denn jetzt Corona und die jetzige Zeit uns insbesondere in dem Bereich verändert und auch kreativ werden lassen hat. Kitchen Stories, ihr habt's eingangs schon erwähnt, ist eine videobasierte Kochplattform. Wir haben einiges anders gemacht als Wettbewerber, indem wir eben sehr früh und das war zweitausenddreizehn, mit einem rein mobilen Produkt, videobasiert, Schrittbilder, hochwertige UI, UX in einen ja doch sehr saturierten Markt eingestiegen sind. Das Ganze, wie eben schon angesprochen wurde, ähm ja sehr stark auch gefeatured von Apple, von Google. Wir konnten so über die Jahre über achtzehn Millionen Installs generieren, also Nutzerinnen und Nutzer, die die App in über hundertfünfzig Ländern runtergeladen haben, da wir eben auch auf Deutsch, Englisch, Chinesisch verfügbar sind. Und das Ganze tatsächlich ohne ähm Marketing-Invest, ähm durch äh die, ja dadurch, dass wir sehr früh immer auf den Plattformen waren, das Produkt dafür optimiert haben und aber natürlich auch eine gewisse ähm Beziehung aufgebaut haben zu Apple, zu Google. Und das ist hier auch äh ja das Firmenhighlight ähm definitiv, der Besuch von Tim Cook, dem Apple-CEO in unserer Firmenküche. Und unser Motto ist „Anyone can cook" und er hat auch gezeigt, dass er Pancakes ähm ganz gut zubereiten kann. Und zum Thema Pancakes kommen wir nachher auch noch mal. Ja, wie verdient man aber Geld in einem mobilen, contentgetriebenen Geschäftsmodell? Ich muss jetzt schon mal dazu sagen, wir sind als App gestartet, mittlerweile aber viel mehr als das. Überall dort verfügbar, wo Content erlebt werden kann, also auch eine Webseite mittlerweile, ähm aber natürlich auch crossmedial, Pinterest, Instagram, ähm Newsletter. Das sind alles sehr wichtige Kanäle für uns. Und die Monetarisierung ist die letzten sechseinhalb Jahre rein B2B-basiert aufgebaut gewesen. Gewesen, weil wir letzte Woche unser erstes B2C-Feature gelauncht haben, ähm aber heute widmen wir uns mal der B2B-Seite unseres Geschäftsmodells. Und zwar sind wir für Marken holistischer Lösungsanbieter. Auf der einen Seite produzieren wir Content, also Inhalte, das sind Storys, Rezepte, syndizieren und spielen die aus auf unserer Plattform und darüber hinaus. Und das Spannende, ähm was uns tatsächlich auszeichnet, wozu ich nachher noch mal explizit komme, ist das ganze Thema Datenpunkte. Also wir können unsere wichtigste KPI, ist der Nachkochindex und wir können sehen und auswerten, wie viel Prozent der Nutzer Rezepte gekocht haben und was sie sonst noch so tun. Jetzt mal ähm hier auf einen Klick, mit welchen Marken wir denn so zusammenarbeiten, ähm spannend ist sicherlich, warum Nike, Sport und Ernährung gehört natürlich auch immer wieder ähm in eine Symbiose und wir ähm haben jetzt mal auf den nächsten ähm Folien die Möglichkeit, mal in so ein, zwei Cases reinzugucken. Das Erste ist so eine klassische Kooperation, ähm wo wir für Rittersport den Launch der Kakau-Klasse unterstützt haben. Hier, wer Kitchen Stories kennt, weiß, unsere CI ist sehr marmorlastig. ähm Hier sind wir tatsächlich komplett auf Ritter Sport eingegangen, haben die Farbwelt mitgenommen, haben dann aber, und deswegen eben der Punkt zu live,Ehm, sogar auch das Launch Event in der Rittersportgalerie dann über Insta, ähm, begleitet und auch auf Pinterest, was man zur Linken sieht, das Ganze auch, ähm, edukativ noch mal aufgegriffen. Wir haben dann aber auch schon sehr spannende Erfahrungen gemacht mit Marken, wenn es sogar eine Offline, ähm, Verlängerung in den Printbereich geht. Ähm, MUM kennt ja wahrscheinlich auch der ein oder andere, der gerne mal, ähm, Sekt trinkt. Und zwar ging es hier das Thema Brunch. Mit verschiedenen Persönlichkeiten, Influencern, ähm, haben wir unterschiedliche Rezepte entwickelt und eben auch gezeigt, was man denn auch mal aus einem Glas Sekt zaubern kann, wie denn eben zum Beispiel dieser MUM Grapefruit Fizz. Und hier finde ich eben ganz spannend, dass MUM die Seite gebucht hat offline. Also man sieht, ähm, auch neben dem Bild, ähm, auch das Wort Anzeige, also das Klassische, was man kennt als Advertorial, ähm, haben wir dann, ähm, gemeinsam gestaltet. Also man sieht unter dem MUM Grapefruit Fizz das Wording präsentiert von Kitchen Stories, weil es so eben auch eine sehr, sehr schöne und authentische Variante und Möglichkeit ist, für eine Marke eine Botschaft zu senden und nicht immer der Absender selbst zu sein, weil wir natürlich in diese Partnerschaft die Food-und Getränkekredibilität mit einbringen. Und MUM hat das Ganze dann tatsächlich in einem relativ großen Media Flight, ähm, in verschiedenen Publikationen ausgerollt und hat dann tatsächlich auch Sales Uplift messen können durch diese gemeinsame Aktivierung, weil wir nämlich auf der anderen Seite das dann auch parallel über unsere Social-Media-Kanäle ausgespielt haben. Und das zeigt für mich auch, wie schön und, ähm, ja, kanalspezifisch Content, ähm, gespielt werden kann, in klassischen, aber auch neuen Kanälen. Last but not least ein, ähm, Case, äh, der natürlich noch vor der ganzen, ähm, Corona-Situation entstanden ist. Zu Weihnachten 2019 haben wir gemeinsam mit Lufthansa das Thema Essen, Weihnachten, Around the World gespielt. Ihr seht hier, ähm, Bilder aus unserer Showküche in Berlin. Wir haben in Berlin mittlerweile fünf Produktionsküchen, wo wir mit einem Team von fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Content tag ein, tag aus flexibel, ähm, agil auch produzieren. Und bei der Lufthansa Kooperation war das Spannende, dass drei Lufthansa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus jeweils einer Destination eine Zutat mitgebracht haben. Also der Bagel aus New York, der, ähm, die Gewürzmischung, ähm, aus Mumbai. Und wir haben dann eben, ähm, ein drei Gänge Menü da draus gemeinsam gekocht und das zeigt auch, welches, ähm, Potenzial hinter Food als Plattform, ähm, steckt. Insbesondere zum Beispiel in Amerika sind die großen Werbetreibenden auf Food Plattformen auch nicht die FMCG-ler oder Küchenhersteller, sondern tatsächlich Lifestyle-Marken im Bereich, ähm, ja, Automotive, ähm, oder auch Traveling. Und das finde ich eigentlich auch sehr schön, weil Food natürlich hundertzehn Prozent positiv ist, sogar noch besser als Sport, weil der FC Bayern zum Beispiel kann ja auch manchmal zumindest verlieren. Oder Arminia Bielefeld vielleicht auch öfters. Genau. Dann, ähm, die zweite, ähm, Säule bei Kitchen Stories, die uns definitiv auszeichnet und, ähm, das hat uns auch sehr stark durch die Corona-Krise geholfen, ähm, weil wir eben sehr auf unsere Daten geguckt haben und da auch Themen identifizieren konnten. Weil was wir ultimativ haben, ist natürlich erst mal eine spannende Nutzergruppe. Über die kennen wir sehr viele Datenpunkte. Wie ernährt sie sich? Ähm, Demografie. Wir sind gar nicht so weiblich, wie man vielleicht auch bei einer Kochplattform erwarten würde, sondern in der Tat relativ ausgewogen. Ähm, sehr Premium, weil auch noch sehr starker iOS, also Apple-Fußabdruck, historisch bedingt. Und über alle Kanäle hinweg sind das über zwölf Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland. Und dann sagen wir aber, ähm, was wollen wir denn ultimativ mit unseren Nutzern tun? Wir sehen, jeder bringt gewisse Präferenzen, ob das Zeit, ähm, Utensilien, Ausstattungen, Unverträglichkeiten sind, an so einen Kochtisch oder in die Küche. Wir wollen ultimativ, wir nennen dieses rechts, ähm, diesen Kreis, nennen wir die Cooking Comfort Zone. Also wenn ich zum Beispiel kein Indisch mag, mache ich morgen nicht auf einmal Indisch. Wenn ich immer die Spaghetti Bolognese mache, können wir aber den Nutzer, ähm, durch eine Spaghetti-Meatball-Variante vielleicht mal leicht aus seiner, ähm, Komfortzone bewegen und seine Kochskills erweitern. Und das ist all das, woran wir arbeiten, Personalisierung in die Discovery, also in das Entdecken von Inhalten, ähm, zu, zu bringen, also tatsächlich das Rezept vorzuschlagen, bevor man eigentlich auch weiß, was man kochen wollen würde. Und was ich eben schon angesprochen habe, der Kochindex ist natürlich das, was uns als KPI leitet. Das heißt, wir sehen ganz genau, welche Rezepte funktionieren, welche funktionieren nicht, anhand dessen, wie oft sie nachgekocht werden, in Relation, ähm, wie oft sie denn angeklickt wurden. Da messen wir dann Dinge wie Zeit, die jemand auf einem Rezept verbringt, Dinge wie „Ich habe die Einkaufsliste verwendet", „Ich habe die Zutatenliste adaptiert", „Ich habe den Timer."Verwendet. Und, ähm, daraus macht unser Business Intelligence Team, baut dann Kohorten und User Gruppen nach und wir gucken uns an, was machen diese Nutzerinnen und Nutzer vorher und was denn danach. Also, ähm, wann gehen sie einkaufen? Ähm, was kochen sie sonst so? Für wie viele Personen kochen sie? Und darauf basierend entwickeln wir unseren Content und auch natürlich die Inhalte, die wir dann in so eine Branded Entertainment Kooperation mit unseren Partnern einbringen. Und Kooperationspartner können dann die sogenannte Behavioural Cohort Analysis auch im Nachgang einer Kooperation kaufen und bekommen dann ein individuelles Reporting über sehr, sehr viele, ähm, Kennzahlen ihrer Zielgruppe, die man nicht qualitativ erheben kann, weil man natürlich, wenn man gefragt wird, immer ganz frisch und ganz oft kocht. Ja, Corona, COVID, ähm, nineteen hat uns natürlich erstmal vor vielerlei Herausforderungen gestellt. Auf der einen Seite leben wir vom Miteinander, vom Produzieren von Inhalten, ähm, auch in unseren Showküchen, wie eben auch angesprochen. Ähm, wir sind dann erstmal alle ins Homeoffice, ähm, und haben dann kreativ neue Ideen entwickelt, wie auch von zu Hause Content produziert werden kann. Ihr seht jetzt zum Beispiel in der Mitte, ähm, wie, äh, unser Video Producer, ähm, unsere Köchin anleitet, äh, indem wir dann einfach das iPhone mit einer Halteklammer, ähm, mit einer Halteklammer vor die Webcam positioniert haben und eine andere Webcam in der anderen Ecke. Und so wurde dann kreativ, ähm, in den Küchen unserer, ähm, Redakteure und Köche trotzdem weiter geshootet. Und für Produktionen, die wir dann im Büro, ähm, hatten, haben wir dann, ähm, natürlich dafür gesorgt, dass die Hygienemaßnahmen so fern wie möglich eingehalten werden und die Shoots, ähm, so weit wie geht auch runter. Und da waren auch alle unsere Kooperationspartner total flexibel und, ähm, wir haben da gemeinschaftlich tolle Lösungen gefunden. Sehen wir nachher auch noch mal. Ja, dann haben wir uns natürlich noch mal, ähm, das Verhalten angeguckt, ähm, unserer Nutzer, ähm, entlang der Koch Journey, die wir in sechs Schritte unterteilen, also von Entscheidung, ich möchte was kochen, bis ich gehe einkaufen bis hin zu, ich teile mein Rezept, ähm, sind das natürlich essentielle Schritte, die da stattfinden. Und in den Schritten eins, drei und sechs, die auch natürlich für uns, ähm, die wichtigsten sind, haben wir signifikantes, ähm, signifikante Steigerungen, ähm, realisieren können. Auf der einen Seite haben wir tatsächlich seit Februar über eine Million MAUS, ähm, monthly Active User, ähm, unique, hinzugewonnen auf unserer eigenen Plattform. Also wir unterscheiden zwischen owned, Plattform und Cross Media. Und hierbei sprechen wir tatsächlich über Web und App. Und das ist natürlich ein riesenorganischer, ähm, organisches Wachstum. Wir konnten sogar unser Marketing komplett auf null fahren und sind trotzdem eben um diese eine Million gewachsen. Dann geht es uns natürlich auch darum, haben die Men, Menschen denn auch mehr gekocht? Und, ähm, wie eben schon eingangs gesagt, ja, ähm, es wurde natürlich durch Home Of--, ähm, durch Homeoffice Restaurants, die zu waren, ganz, ganz viel gekocht und auch viel mit Dingen, die man vielleicht noch in seiner Küche gefunden hat. Und das war auch Inspiration für neue Formate, für unser Social Media Team, die sich dann verlorene Zutaten auch von den Nutzern, ähm, schicken lassen haben und dann geguckt haben, was kann man eigentlich hier noch mit den Linsen oder sonstigen Dosen Sauerkrautvorräten von vor ein paar Jahren kochen? Und elf Prozent ging tatsächlich unser Kochverhalten hoch. Und das Letzte ist eben teilen. Wir sind auch eine Community, das bedeutet, Nutzer können auch eigenständig Rezepte hochladen. Wir kuratieren das, damit auch die Startseite immer Premium aussieht, damit dort die Nutzer natürlich auch ein schönes Umfeld, ähm, immer vorfinden und nur auf die Highlights geleitet werden. Und hier haben wir einundfünfzig Prozent, ähm, Steigerungsraten beim Upload von nutzergenerierten Rezepten, ähm, vermessen können. Und das ist natürlich besonders schön, ähm, zu sehen, dass die Plattform dann auch sehr, sehr aktiv ist. Hier ansonsten noch mal ein paar andere, ähm, Learnings und Highlights. Wir haben, ähm, natürlich gesehen, Backen als ein großes Thema ging total durch die, durch die Decke. Ähm, jeder, der versucht hat, Hefe zu finden, weiß, wie das lief, ähm. Wir haben natürlich gesehen, die Dinge, die auch ohne Hefe gehen, funktionieren unheimlich gut. Themen wie Pancakes, ähm, aber auch Sauerteig hat natürlich ein richtiges Revival dann erlebt und insbesondere auch Themen wie Brunch. Man kommt dann zumindest in der Familie in einem besonderen Moment zusammen. Das, äh, waren, ähm, Themen, die uns da auch sehr stark, ähm, beschäftigt haben. Instagram, ähm, definitiv der Kanal, den wir am stärksten genutzt haben für eine authentische und, ähm, ja, nutzernahbare Kommunikation. Ah, Die Redakteure haben uns mit in ihre Homeoffice Küchen genommen. Wir haben eben dieses verlorene Zutaten Thema gespielt und wirklich über Insta Stories, ähm, sehr viel Reichweite auch hinzugewonnen. Also unsere Instagram Reichweite, auch ohne weitere Paid Maßnahmen, hat sich auch verdoppelt.Und das dritte, ähm, Element auf so einer breiten Ebene ist, dass unsere Nutzer tatsächlich auch gesünder und frischer kochen. Man ging, man ging natürlich auch öfters mal einkaufen. Also für mich persönlich war das auch oft so nach einem langen Tag dann noch das Highlight, einmal in den Supermarkt, ähm, zu gehen und das spiegelt sich auch in unseren Nutzerdaten wieder. Die Rezepte wurden frischer, gesünder, widerspricht sich jetzt zum Thema Backen, das war dann eher son Wochenendthema, aber wir haben auch gesunde Backrezepte und wir haben auch gesehen, ähm, wir haben auch Umfragen, die wir in der App schalten können, ähm, dass auch die Nutzer ganz explizit angegeben haben, sich mit dem Thema gesund und, ähm, frisch dann und regional auch noch mal explizit auseinanderzusetzen. Und was ist eine gute Krise, ohne auch den einen oder anderen Internetstrend? Hier haben wir tatsächlich zwei Dinge bei uns entdeckt. Das eine ist Dalgona. Ähm, ich kannte es auch nur, nachdem mich die Redakteure drauf aufmerksam gemacht haben. Und zwar ist Dalgona, ähm, eine Kaffeespezialität, die hat ihren Ursprung in Südkorea und ging über TikTok viral. Da gibt s sogenannte Challenges online. Da wird Espresso, Zucker, Wasser in gleichen Verhältnissen so lange mit dem Schneebesen gerührt, bis oben dieser tolle Schaum zu sehen ist. Und da gibt s alles von acht Minuten bis zwei Minuten. Wir haben das sehr früh gesehen, dadurch dass wir auch ein internationales Team haben, wir sind immer auf allen Plattformen auch dabei. Also nicht alles zeigen einem die Daten, was auch schön ist, sondern das menschliche Auge. Head of the Trend ist man natürlich nur, wenn man den Trend nicht schon irgendwie bei Google trenden sieht. Das heißt, ähm, das haben wir entdeckt. Wir haben super schnell ein Rezept bei uns dann auch hochgeladen und dazu aufgerufen, doch mal selbst zu probieren, wie schnell man denn jetzt hier diesen Kaffeeschaum schlagen kann, der dann im Nachgang nur noch auf die Milch, auf die Milchbasis gegeben wird. Unsere Gewinnerin war unsere Redaktionsleiterin mit zwei Minuten. Ich hab s noch nicht probiert, aber, und das ist eben das, der messbare Online-Marketing-Erfolg, wenn ihr jetzt Dalgona eingebt, sind wir weiterhin Nummer eins SEO-Ranking, ähm, in Deutschland. Und das zweite Thema, was wirklich auch vielleicht die Krise, ähm, überstehen wird, ist das Bananenbrot. Da haben wir wirklich uneingeschränkt, ähm, also Suchanfragen, ähm, das mit das meistgebackene, das meistaufgerufene Rezept durch die ganze Zeit und hat immer noch ein sehr hohes Suchvolumen. Ja, wie haben wir das Ganze im Thema Branded Entertainment umgesetzt? Wir sind sehr früh mit dem Thema auch auf unsere Partner zugegangen, ähm, die auch sehr kreativ mit dem Thema umgehen. Ähm, wir haben, ähm, zum Beispiel mit Zwilling Stob, ähm, dann tatsächlich auch Teile der, einer Kooperation dann auch einfach in die heimischen Küchen gelegt und wir sehen hier links, wie unser Koch Christian in seiner Küche hausgemachte Tortellini zubereitet. Das Bild ist jetzt natürlich nicht ganz so, ähm, shiny, äh, wie jetzt bei uns, ähm, mit nur weißen Kacheln, aber es macht es eben authentisch im Hintergrund. Und diese Echtheit dann auch, ähm, in Kooperationen nutzen zu können. Also da haben wir schon gemerkt, dass viele Marken, ähm, genau auch diese Authenzität, dieses Wir-sind-jetzt-zu-Hause, wir sind jetzt hier gemeinsam in dieser Situation pragmatisch nutzen und dann eben auch von so ner Studioproduktion gemeinsam mit uns in eine Homeproduktion, ähm, gegangen sind. Und da haben wa ja auch super viele Nachkochbilder schon für so ein komplexes Rezept, muss man natürlich dazu sagen, das erst einige Wochen live ist und, ähm, auch war. Und das zeigt, ähm, dass das auf jeden Fall Potenzial bringt, auch anders zu denken und natürlich jetzt auch viele Partner gerade die Zeit auch nutzen wollen, dass jetzt alle wieder kochen, ähm, auch die Themen besetzen möchten. Und von daher können wir sagen, dass wir, ähm, mit dem Kochthema natürlich als, ähm, wahrscheinlich einer der wenigen, ähm, Branchen sehr stark aus dieser Krise, ähm, auch gehen und rausgehen können. Ähm, ich klopfe jetzt mal auf meinen Schreibtisch. Natürlich, äh, wissen wir alle noch nicht, wie lange das noch geht, aber es zeigt, ähm, es gibt Wege und die haben wir schon, ähm, jetzt auch schön in so nem Branded Content auch umgesetzt. Jetzt guck ich auf die Uhr. Ich hab noch fünf Minuten, sehr gut. Also wir können dann auch noch gleich die Fragen alle beantworten. Das ist unser Team hier in, ähm, Berlin. Wir sind meine Mitgründerin und ich, ähm, ich freue mich auf eure Fragen. Ihr könnt, ähm, mich gerne, äh, via LinkedIn, E-Mail oder Twitter erreichen. Und an der Stelle, ähm, da ist auch für mich eine Premiere. Heute ist das erste Mal, gucken tatsächlich meine Eltern mal bei einem Konferenzvortrag zu, ähm, wer, der nicht später bei YouTube im Video, äh, zu sehen ist oder vielleicht nachher da zu sehen sein wird, aber mal live mit bei einer Konferenz dabei. Deswegen auch an der Stelle einen herzlichen Gruß, äh, nach Trier und, äh, ja, dann zurück zu euch ins Studio. Jawohl, liebe Verena, ganz herzlichen Dank für diese spannende und sehr inspirationsvolle Reise durch die Welt von Kitchen Stories. Wie ich finde, ne fantastische Plattform und App, die ihr da aufgebaut habt über die Jahre. Lass uns einmal gerne zurückschauen zur Anfangsgeschichte von Kitchen Stories. Verena, wie kamt ihr denn eigentlich damals auf die Idee, Kitchen Stories zu machen? Und was war eure, euer größter Punkt, wo ihr gemerkt habt, Mensch, es funktioniert tatsächlich?Ja, das ist eine sehr gute Frage. Wir haben tatsächlich BWL studiert, meine Mitgründerinnen und ich und wir beide erst mal per se so nichts mit dem Thema Kochen zu tun, aber uns hat immer wahnsinnig aufgeregt, wenn wir Rezepte gesucht haben online, dass das alles einfach immer nicht zeitgemäß war. Es war ... Also ich war total überfordert, wenn da stand, tranchiere, blanchiere, schneide in Würfel und meine Mitgründerin hat immer schon Videos geguckt auf YouTube. Und ich habe gesagt, ich bräuchte eigentlich mal diese Videos, denn dann kann ich das ja auch. Und dann hat sie gesagt: „Ja, aber ich koche nicht parallel zum Video. Das heißt, ich brauche eigentlich noch mal diese schrittbebilderte Fotoanleitung dahinter. Und dadurch, dass natürlich auch damals das Thema Apps total groß wurde, haben wir mal geguckt: Gibt es da schon eine App? Es gab natürlich tausend Kochapps, genauso wie jetzt auch, aber keine, die uns in dem Bereich überzeugt hat. Und dann sind wir mit vierundzwanzig nach Berlin gezogen. Wir haben an der WHU in Fallender, einer kleinen Business School in der Nähe von Koblenz, studiert, die ja auch für ihren Gründergeiz bekannt ist über Zalando, E. Darling, HelloFresh. Und das hat uns natürlich immer inspiriert, dass man nicht nur über nicht vorhandene Lösungen sich ärgern kann oder muss, sondern diese auch finden und lösen kann und dann ab nach Berlin. Und Long Story short: Die Idee hat erst mal keinen Investor überzeugt, weil du kommst da an und man fragt dich: „Hast du schon mal eine App entwickelt, ein Video gedreht oder ein Rezept irgendwo schon mal professionell entwickeln lassen et cetera? Und dann sagst du dreimal nein und dann wollte auch keiner investieren. Weil in Deutschland sucht man ja dann doch öfters mal den Grund, warum es nicht geht und nicht den, warum es geht. Und dann haben wir tatsächlich die Friends Family Fools-Runde gemacht, also Eltern, Bekannte, Verwandte, Autoverkauf und dann die iPad-App programmieren lassen von einem Studenten, hundert Videos in einem Ferienhaus in Brandenburg gedreht. Und als wir dann das erste Mal gemerkt haben, es funktioniert, war tatsächlich, als wir die App in den App Store gestellt haben, dann Anfang zweitausendeinzehn mit einem sogenannten Silent Launch. Wir haben dann niemandem davon erzählt. Apple hat es entdeckt, uns gefeatured, die ersten sechzigtausend Downloads kamen und dann die Business Angels, die vorher gesagt haben und die Venture Capital Fonds, brauchen wir noch nicht. Wow, was eine spannende Story und eben auch ein holpriger Start, der aber dann ja super schnell beschleunigt hat, muss man sagen, direkt auf sechzigtausend Downloads. Fantastisch. Ich finde, du hast auch das sympathischste KPI heute mitgebracht, den Nachkoch-Index, also ganz große Klasse. Für eure Partner, mit denen ihr zusammenarbeitet, für die ihr logischerweise Authentizität mitbringt und sicherlich auch jede Menge an Zielgruppenzeit und Reichweite. Was sind die wichtigsten KPIs für eure Partner? Wir bauen tatsächlich dann richtige Heatmaps. Das heißt, die Partner gucken sich neben dem Nachkoch-Index an: Wann haben tatsächlich ihre Nutzer gekocht und wann gehen die einkaufen? Weil darauf basierend kann ich natürlich dann auch andere Online-Marketing-oder Radio-TV-Maßnahmen steuern. Wenn ich weiß, dass es irgendwie immer dienstags um siebzehn Uhr geht her zum Supermarkt, mache ich vielleicht dann ab zwölf oder am Vorabend die Werbung für gewisse Produkte. Und wir leiten dann daraus auch tatsächlich so eine richtige Persona ab für unseren Kunden, wo er dann noch mal ganz, ganz viele Insights auch bekommt und die nutzt er dann tatsächlich auch zur Produktweiterentwicklung und auch zur Markenpositionierung, mit welchen Kernbotschaften man sich denn da auch weiter dieser Zielgruppe nähern kann. Okay, wir gehen einmal weit direkt rein in die Zuschauerfragen. Du triffst da offensichtlich einen ganz spannenden Nerv. Ich bin mir sicher, der eine oder andere Zuschauer heute ist bestimmt auch Heavy User bei euch in der App. Melinda möchte gerne wissen wie ihr. Du hast es gerade so schön erwähnt: Man muss ahead of the Trends sein, gerade auch in Zeiten wie COVID neunzehn. Du hast ja wunderschöne Beispiele genannt. Wie geht ihr denn davor beim Trend Scouting, den Trends zu erkennen, bevor ihn jeder bei Google Trends sehen kann? Genau. Auf der einen Seite, dadurch, dass wir auch eine eingebaute Suche haben, können wir natürlich das Suchvolumen schon mal on-site relativ gut auswerten. Und dann kommt uns da, glaube ich, noch ein zweites Thema zugute: Dadurch, dass wir international sind, sehen wir, was der Amerikaner gerade sucht, was der chinesische Nutzer sucht. Und da muss man ja sagen, sind wir in Deutschland ja oftmals doch einen Ticken hinterher, zum Beispiel Drachenfrucht. Die Dragonfrucht ist was, das gibt es ja in Asien schon seit Ewigzeiten. Dann haben wir gemerkt, in Amerika wird es langsam auch gesucht. Also haben wir schnell ein Video gemacht, wie man denn so eine Drachenfrucht schneidet. Und dann waren wir ein halbes Jahr früher in Deutschland damit da, als der Supermarkt erst dort noch mal ein bisschen gespielt hat. Das heißt, das ist natürlich eine ganz gute eigene Plattform und Nutzerbasis, die man hat. Aber auf der anderen Seite, wenn ich jetzt Marke bin, würde ich mir immer überlegen: Wer hat denn auch diesen Nutzerzugang? Mit wem könnte ich kooperieren, das eben auch herauszufinden? Weil jetzt die These, dass Drachenfrucht kommt, hätte ich jetzt nicht mal eben selbst aufgestellt. Und das Zweite ist – und deswegen war es mir auch so wichtig zu betonen – die Mitarbeiterinnen bei uns, die natürlich auch auf den Kanälen unterwegs sind und da auch dieses Auge drauf haben. Und es gibt natürlich auch ganz viele Social Listening Tools et cetera. Da bin ich der Überzeugung, auch wenn man das kombiniert mit den eigenen Ressourcen, dass man da schon mit Hinblicken ganz gut auch Themen entdecken kann. Okay, sehr schön. Habt ihr also eure eigene Marktforschung auf der Plattform letztendlich, auch durch die hohe Internationalisierung. Jetzt ist ein wichtiger Bestandteil von euch auch der User Generated Content. Dazu kommt hier eine weitere Frage, und zwar:Wie viele Nutzerinhalte verloren gehen, in Anführungsstrichen, weil sie von euch weg kuratiert werden oder ist der User Generated Content mittlerweile echt schon so gut, dass ihr eigentlich fast alles online stellen könnt, was da kommt? Genau, also wir haben, also es wird per se jetzt nichts weg kuratiert. Also der Prozess funktioniert so, ich lade ein Rezept hoch, dann haben wir eine Qualitätssicherung, die guckt sich das an. Die guckt, ist es überhaupt ein Rezept? Also sind Zutaten, Schritte, ist es ein Bild, was jetzt nicht irgendwie meine Katze ist. Das ist sozusagen Checkmark eins. Und alles, was die Mindestanforderung an ein Rezept erfüllt, kommt auch auf die Plattform. Jetzt geht es aber natürlich darum, werde ich auch gesehen. Das heißt, wenn ich was suche, dann erscheint auch der Hackbraten von Dieter aus Bayern ganz unten, wenn der nicht schön ist. Wenn er aber schön ist, dann wird er von unserem Review Team als good, also gute Qualität, eingeschufen. Und dann weiß unser Redaktionsplanungsteam, es kann auch mit in den Front Feed, also auf die Startseite. Und da gibt es sowohl eine Kuration als auch natürlich eine technische Selektion, weil nicht immer das, was schön ist, funktioniert am besten. Das haben wir jetzt auch herausgefunden. Also der Nutzer per se ist erst mal an einem hochwertigen, gut funktionierenden Rezept interessiert. Und ob das Bild jetzt mal nicht so ganz optimal ist, ist da gar nicht so entscheidend. Und deswegen wollen wir natürlich auch den besten Nutzerrezepten eine Plattform geben und da gibt es auch extra Module für. Gehen wir mal kurz in den deutschen Markt hinein. Hier gibt es ja einen weiteren großen Player, der sehr lange mit dabei ist, sicherlich ein anderes Konzept verfolgt, und zwar die Plattform chefkoch de. Hier kommt die Frage aus der Audience: Decken sich eure Zielgruppen eigentlich oder ist das eher so, dass ihr eine komplett ergänzende Plattformstrategie habt? Wie siehst du das? Wie ist dein Blick auf Chefkoch? Also auf der einen Seite ist es natürlich ziemlich, ziemlich beeindruckend, wie viel Reichweite einfach Chefkoch über die Jahre aufgebaut hat, über zweiundzwanzig Millionen monatlich aktive Nutzer. Das kriegt man mal nicht eben so hin und das ist halt ein sehr langer Lauf und deswegen ja jetzt auch Mobile first und dann auch die Website, tatsächlich mal dieses SEO und User Generated Content an der Stelle auch mal anknüpfen zu können. Ist es eine andere Zielgruppe? Definitiv. Wir sind natürlich sehr einkommensstark unterwegs. Wir haben auch viele junge Leute, insbesondere die auch mit uns, nur weil wir eben gesehen haben, vierundzwanzig bis fünfundvierzig, heißt es nicht, dass da drunter und da drüber keine sind, sondern gerade sechzehn bis zwanzig jährige, die noch nicht kochen können, die sind auch sehr stark aktiv bei uns. Wir sind aber natürlich auch Everyday Food. Also wir wollen auch den Alltagsnutzer bei uns begrüßen. Also jeder, der bei Chefkoch ist, ist auch herzlich willkommen, Kitchen Stories auszuprobieren. Aber von der Zielgruppe sind die Chefkoch-Nutzer definitiv schon einen Ticken älter und im Schnitt mit der Masse kommt natürlich auch irgendwann nicht mehr die Klasse und deswegen würde ich uns da schon im Premium-Segment oder nicht Premium, aber im besser gestellten, besser gestellten schönen Segment mit Designfokus ansiedeln. Okay, ja, vielen Dank. Shahab, du hast auch noch Zeit für ein oder zwei Fragen. Deswegen übergebe ich einmal das Wort. Schieß los. Servus, Verena aus Osnabrück. Und wir steigen direkt in die Fragen ein, und zwar zum Thema In-App Advertising. Betreibt ihr In-App Advertising und wenn ja, In-App Advertising wurde ja ganz, ganz lange Zeit, was das Inventar angeht, ein bisschen verschrien. Viel Fraud war dort unterwegs, hat sich jetzt ein bisschen gebessert durch die App. Ads. Txt, die im Umlauf ist. Meine Frage in deine Richtung ist: Wie bewertest du das Qualitätsniveau von In-App Advertising, falls ihr das für euch selbst nutzt? Und wie geht ihr mit Fraud oder ist das erst mal für euch kein großes Thema? Ja, wir haben uns tatsächlich gegen In-App Advertising entschieden. Also bei uns alles, was in der App ist, ist tatsächlich nur über diesen Native Weg einbuchbar, also über die Branded Content Kampagnen. Was wir und wir haben uns dagegen entschieden, weil ich finde, insbesondere auf einem kleinen Screen, man kennt das alles, oben das kleine X. Man spricht ja auch von dem dicken Finger-Effekt. Man kriegt das ja gar nicht richtig weggeklickt. Das stört einfach. Wir wollen nicht den Nutzer bei seinem Koch-und Inspirationserlebnis unterbrechen, sondern ihn eher mit der Marke gemeinsam passend ansprechen in einem hochwertigen Umfeld. Was wir aber derzeit durchaus ausprobieren, sind erste programatic Ads, also ganz klassisch Bannerwerbung mal im Web, also Desktop, weil wir eben finden, dass es dort jetzt keine so störende Erfahrung ist, wie jetzt in der App selbst. Und da machen wir gerade erste Tests und sind da auch sehr zufrieden mit den Resultaten und bringt natürlich noch mal die Möglichkeit, Inventar über verschiedene Wege zu monetarisieren einfach. Sehr schön, der sogenannte Wurstfänger-Effekt. Du hast ihn, glaube ich, den dicken Finger Effekt genannt. Das sind verschiedene Rückgründlichkeiten für. Aber ein schönes Thema, was du gerade angesprochen hast, das Thema der Monetarisierung. Mit Blick nach vorne, was ist dein Szenario der Monetarisierung Streams, also der Revenue Streams für Kitchen Stories in zwei Jahren? Also was glaubst du, sind so die drei Revenue Treiber für euer Unternehmen?Genau, wir haben Kitchen Stories unter der Strategie skalierbarer Revenue aufgebaut. Bedeutet, wir wollen jetzt im nächsten Schritt, was wir ja jetzt auch schon gemacht haben mit unserem B2C Feature letzte Woche. Jetzt geht es darum, tatsächlich auch die Nutzerbasis zu monetarisieren. Das wollen wir aber mit Funktionalitäten und Features, die dem Nutzer beim Kochen einfach noch mal einen Mehrwert geben. Das erste Feature, was letzte Woche live ging, ist das sogenannte Kochbuch Plus. Da können sich Nutzer aus allen Quellen Rezepte dann abspeichern, sodass sie bei Kitchen Stories an einem Ort sind. Und dann auf der B2B-Seite haben wir jetzt auch ein spannendes neues Produkt mit dabei. Und das ist unsere sogenannte Content-Schnittstelle, die API, dass wir unseren Content Partnern zur Verfügung stellen auf ihrer Seite. Ob das jetzt ein Medienhaus ist, was How-to-Content braucht, ein Lebensmittelhersteller, der passende Rezepte immer wieder benötigt und damit einhergehend auch mehr diese Repetivität in den Umsatzkanal reinzubekommen. Bei derzeit ist halt alles noch sehr B2B und auch vertriebsgetrieben und da würden wir doch gerne noch mal ein paar Steckdosen an den Strom anschließen, die auch ohne den Verkaufsaufwand dann das Geschäftsmodell unterstützen. Und langfristig natürlich die Frage: Wenn die Plattform mal ganz viel Traffic hat, ist natürlich auch so was wie Online-Shopping, also Affiliate, genauso wie Online-Supermärkte et cetera. Das kann man dann alles gut einbinden, dieses Kochen der Zukunft dann auch noch mal mit weiteren Streams und Schnittstellen dann auch zu stützen. Cool. Das ist noch viel, viel grüne Wiese fürs Wachstum. Eine letzte Frage, Verena, vielleicht mit der Bitte eine kurze Antwort. Wie wichtig ist für euch das Ownen von Downloadcharts im App Store? Ist das weiterhin etwas, was ihr strategisch auch versucht, über die angepassten Logiken immer wieder auch manipulieren – ist vielleicht der falsche Begriff – zu beeinflussen? Oder sagst du: „Nein, das hat uns in der anfänglichen Phase echt einen Kick gegeben und sind wir heute gar nicht mehr drauf angewiesen? Wir freuen uns natürlich über jeden Download, aber für uns ist natürlich der Active User die KPI und insbesondere auch der Weg von einer Webseite in die App, von einem Pinterest. Wir gucken uns tatsächlich mehr die Journeys an und wie können wir die Nutzer auch immer wieder zurückholen? Okay, cool. Herzlichen Dank, Verena. Dann gebe ich ab an Mario. Jawohl. Danke schön, Verena.

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Beschreibung

Anhand von Best Practices zeigt Kitchen Stories Gründerin Verena Hubertz wie native Branded Entertainment Kampagnen erfolgreich gelingen und welche Datenpunkte zur Messung der User Journey (bis hin zum Kochverhalten) ausgewertet werden. Verena gibt zudem einen Einblick in die Learnings während der Covid-19 Phase. Wie gelingen Content-Produktionen in dieser Zeit, wie ändert sich das Medien- und Konsumverhalten und welche Marketingkommunikation funktioniert.

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