So, das war genug der Vorrede. Jetzt geht es los mit unserem ersten Speaker. Und wer das genau ist, erfahrt ihr im Speaker Trailer. Maz ab. Yes und heute der Opener der Main Stage der OMKB wird Ole Mehlis sein. Ole ist Initiator und Produktmanager des Otto Display Network und hat uns den folgenden Vortrag heute mitgebracht. Alles in house Ottos eigenes Programmatic Stack. Kurz zum Otto Display Network oder auch kurz Odin genannt. Das ist ein eigenentwickeltes Werbenetzwerk, das Otto und seinen Partnern die direkte und automatische Ausspielung von digitalen Werbekampagnen ermöglicht. Und damit, und das hat mich echt überrascht, erreicht Otto nach eigenen Angaben circa neunzig Prozent der deutschen Internetnutzer. Kurz zu Ole. Ole ist seit zweitausendsechszehn mittlerweile bei Otto und war, bevor er sich um das Projekt Otto Display Netzwerk gekümmert hatte, mehrere Jahre als Online Marketing Manager für das Thema Real time Advertising aktiv. Vor seiner Zeit bei Otto war Ole mehrere Jahre, von zweitausendeinzeihrm bis zweitausendsechszehn bei der Bauer Media Group, Campaign und Ad Manager. Ole hält einen Master in Dienstleistungsmanagement von der Uni Rostock und einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften. Und im Jahr zweitausendeinundzwanzig gehörte Ole laut Absatzwirtschaft zu den zwanzig Top Talenten im Marketing. Ole, megagut, dass du heute hier bei unserer OMKB dabei bist und ich hoffe, du bist mir jetzt zugeschaltet. Ja, moin, moin. Moin. Hallo Ole, ich grüße dich. Du sagst es gerade, du sitzt in Hamburg heute? Ganz genau. Und ist das bei dir Bürokulisse oder bist du zu Hause? Das ist tatsächlich Homeoffice Kulisse. Also genau. Innenarchitektin ist meine Frau. (kichern) Deswegen sieht das so schön wohnlich aus. Und ahhh genau. Aber ich bin nicht im Büro, ich bin im Homeoffice. Sehr schön. Okay, ja, hast du recht. Also sehr, sehr cleaner, adäquater Hintergrund. Das eignet sich natürlich hervorragend. Otto Display Network. Du bist von Anfang an dabei und Mitbegründer des Odin. Habe ich das so richtig vorgetragen in deiner Vorstellung? Korrekt? Genau. Also nicht ich alleine habe das gegründet. Genau. Mit einem guten Arbeitskollegen und mittlerweile Freund haben wir das ganze Projekt vor vier Jahren angeschoben. Genau, das ist richtig. Okay, fantastisch. Und neunzig Prozent der deutschen Internetnutzer ist natürlich auch eine enorme Reichweite, muss man sagen. Geht ihr mit dem Otto Display Network auch in andere Länder außerhalb von Deutschland oder ist das auf Deutschland beschränkt? Nein, tatsächlich ist das derzeit auf Deutschland ahhh beschränkt und ah ist auch ehrlicherweise derzeit nicht geplant, ahhh über Deutschland hinaus diesen Business Case anzubieten. Okay, dein Vortrag, alles inhouse, Ottos eigenes programmatic stack. Oh, ich will gar nicht so viel vorweg nehmen, sondern noch einmal daran erinnern, stellt gerne eure Fragen an Ole. Ole wird nach seinem Vortrag uns zur Verfügung stehen für eine Q and A Session. Und Ole, wenn du startklar bist, dann können wir jetzt loslegen. Wie schaut's aus? Ich bin startklar. Ready to go. Dann wünsche ich euch ganz viel Spaß mit Ole Mehles Vortrag. Alles inhouse, Ottos eigenes programmatic stack. Let's go. Genau, Moin noch mal, ahhm mein Vortrag heute ist alles inhouse, Ottos eigenes programmatic stack. Ahhhm Bevor ich einsteige, wollte beziehungsweise bevor ich einsteigen wollte, wollte ich mich eigentlich an der Stelle noch mal ahhhm ganz kurz vorstellen, ahhhm damit ihr auch wisst, ahhh wer mir gegenüber, ahhh wer euch gegenüber sitzt. Ahhhm Das skippe ich jetzt an der Stelle einfach mal, weil ahhhm genau, ihr habt bereits gehört, wer ich bin und ich würde tatsächlich ahhh direkt ahhhm mit dem Thema ahhhm Otto Display Network, also unser ahhh eigenentwickeltes programmatic stack starten. Genau. Wenn man ahhh so eine Entscheidung trifft, ein eigenes programmatic stack zu entwickeln, dann muss man sich früher oder später immer mit der Frage auseinandersetzen, was ist denn eigentlich das Problem, was man ahhh mit so einem, mit so einer weitreichenden Make Entscheidung eigentlich lösen möchte? Weil ahhh wie man weiß, ist gerade im programmatic Markt, gibt es wahnsinnig viele Dienstleister da draußen, ahhhm die verschiedene ahhh Features anbieten, die verschiedene Teile dieser programmatischen ahhh Einkaufskette sozusagen übernehmen. Und es ist eigentlich ein leichtes, für ein Advertiser wie Otto zu sagen, okay, ich arbeite mit einem Dienstleister zusammen, um eben diesen programmatischen Media Einkauf zu realisieren. Und ahhh genau. Und die Frage ist ja, warum sollte man das nicht tun? Beziehungsweise warum wollte Otto das an diesem Punkt nicht tun? Und das ist eben diese Frage: Was ist denn eigentlich das Problem? Und ahhh ich spule jetzt mal so ein bisschen in der Zeit zurück. Also wir sind irgendwie im Jahr zweitausendachtzehn, das ist das Jahr, als wir das ganze Projekt ahhh otto eigenes programmatic stack initiiert haben und da haben wir uns natürlich ein Stück weit ahhh mit dem Markt auseinandergesetzt. Und ahhh wenn man jetzt mal so ganz einfach schaut, ahhhm so ganz clean, was wozu gibt es diesen Markt eigentlich? Hier abgebildet ist sind auf der linken Seite die Advertiser, also ganz klassisch so wie Otto und auch viele andere Unternehmen, die ein Interesse daran haben, Werbung ahhh im Web einzukaufen, um eben ahhh entsprechend ahhh eine Werbebotschaft zu kommunizieren.Und das Gegenstück eines Advertisers ist natürlich irgendwie der Publisher, der Content erstellt, der Content anreichert, pflegt und diesen Content in irgendeiner Weise monetarisieren möchte und deshalb, ähm, genau, Werbeflächen erstellt und diese am Markt verkaufen möchte. So weit, so clean eigentlich der Markt. Wenn man sich gerade im Jahr zweitausendachtzehn jedoch damit auseinandergesetzt hat, was alles zwischen Advertiser und Publisher passiert, dann sah das ungefähr so aus. Also sicherlich nicht maßstabsgetreu, das ist nur ne Skizze natürlich, aber die zeigt eigentlich ganz schön, äh, so das insbesondere technologische Chaos, was da zwischen Advertiser und Publisher passiert ist. Also es gab oder gibt auch heute noch wahnsinnig viele Intermediäre zwischen meines Erachtens den wichtigsten Parteien, nämlich Advertiser und Publisher, die, ähm, 'n Teil sozusagen in dieser Supply Chain einnehmen und, ähm, sozusagen diese, diese, diese Einkaufskette immer weiter verlängern. Das sind zum Beispiel, äh, Demand Site Platforms, also klassischerweise Einkaufsplattformen, Supply Site Platforms für die Publisher, aber auch, äh, verschiedene Datenmanagement Tools, Dashboarding Tools, Reporting and Verification und so weiter und so weiter. Also da, ähm, gibt es wirklich oder gab es damals insbesondere wahnsinnig viele Intermediäre im Markt, die diese Kette, äh, teilweise wirklich stark verlängert haben. Und, äh, knapp ein Jahr später kam, äh, eine Studie, äh, von der Media Beratung digiquity raus, die uns tatsächlich noch mal in unserem Bestreben 'n Stück weit, äh, bestätigt hat, 'n eigenes Programmatic Stack zu bauen. Weil, ähm, in dieser Studie kam raus, dass natürlich im Worst Case, aber es passiert, dass bis zu fünfundachtzig Prozent des Budgets in der technischen Abwicklung versickerten. Also wenn irgendwie Otto einen Werbeuro in, äh, in diesen Funnel kippt und es läuft wirklich alles schlecht, dann kommen beim Publisher, also beim Webseitenbetreiber, im im Worst Case nur fünfzehn Cent an. Und das ist natürlich, ähm, irgendwie eine Situation, äh, die, äh, ja, die schwierig, äh, sehr, sehr schwierig eigentlich zu handeln ist beim Advertiser, der natürlich eine höhere Effizienz haben möchte bei, bei dem Einsatz seines Mediabudgets. Und, ähm, wenn man jetzt so 'n bisschen, äh, in die Zukunft guckt, also unser Stack ist ja jetzt auch schon so 'n bisschen gereift, war da ganz interessant, gab es jetzt vor kurzem noch mal 'n sehr interessanten Blogeintrag zum Programmatic Markt vom, vom Bob Hoffman. Also Bob Hoffman gilt als, äh, Spezialist auf jeden Fall im Bereich Digital Advertising. Und der hat in seinem Blog den sogenannten Programmatic Poop Funnel veröffentlicht, indem er im Grunde eine ganz ähnliche Botschaft, äh, äh, kommuniziert wie die, die wir auch schon zweitausendachtzehn irgendwie für uns erkannt haben. Das nämlich, wenn man, äh, einen Werbeuro, äh, äh, reingibt, äh, in, in diesen Programmatic Funnel, dass wahnsinnig viel eigentlich auf dem Weg zum Publisher verloren geht. Also nach wie vor sind es, äh, irgendwie siebenundzwanzig Cent für Technology und Targeting. Es sind auch ganz interessant weiterhin fünfzehn Prozent des Media Budgets, was man trotz aller Transparenzinitiativen und auch Transparenzfeatures im im Open TV Protokoll, ähm, eingeführt hat, sind es immer noch fünfzehn Prozent irgendwie unknown Delta, wo sich technisch nicht verifizieren lässt, wo landet eigentlich mein Media Spend. Und was, was dieser Funnel auch aufzeigt, ist ganz wichtig, auch Thema Transparenz, was für eine Inventar kaufe ich eigentlich ein? Ähm, dieser Funnel sagt, okay, von den Werbeflächen, von denen ich einkaufe, die ich einkaufe, sind dreißig Prozent überhaupt gar nicht, äh, äh, im sichtbaren Bereich. Also die finden irgendwo statt, äh, wo der User gar nicht hingescrollt hat und, äh, die, ja, die fristen da so 'n, so 'n Dasein vollkommen ohne Aufmerksamkeit und das ist natürlich auch, äh, äh, ziemlich schädlich so für die Media Einkauf. Und, ähm, das ist sozusagen so das Intro, ähm, mit dem wir uns beschäftigt haben, als wir uns mit dem Markt beschäftigt haben. Und dann haben wir eigentlich so relativ, relativ naiv gesagt, wie soll denn für uns eigentlich dieser Markt aussehen? Und da haben wir gesagt, okay, eigentlich müssten doch Advertiser und Publisher als die, die im Kern sozusagen die Leistung erbringen, ähm, viel, viel näher aneinanderrücken. Und, ähm, so haben wir einfach so dieses ganze Modell entwickelt, okay, wir wollen als Advertiser nicht mit Intermediären sprechen, wir möchten direkt mit, ähm, mit den Publishern sprechen, bei denen wir einkaufen. Und, ähm, das ist natürlich, ähm, weil Programmatic 'n hochtechnisches Konstrukt ist, ist das jetzt nicht so, dass man einmal telefoniert und dann ist die, ähm, die Sache abgemacht. Da muss man natürlich technologisch, ähm, ins Invest gehen. Und, ähm, wir haben, um dieses Programmatic Stack zu bauen, haben wir drei wichtige Komponenten auf diese Supply Chain, äh, äh, umgesetzt. Und das ist einmal die Komponente Orbiter, die uns den Supply der Publisher sichert. Also keine Sorge, ich geh gleich noch mal detailliert auf diese einzelnen Komponenten ein. Also das müsst ihr euch jetzt nicht sofort merken, aber sei schon mal gesagt, also der Orbiter, eine wichtige Komponente, die uns den Supply zur Verfügung stellt. Genau. Die zweite wichtige Komponente, die wir gebaut haben, ist Compass, unser Steuerungsmodell, was eben dafür zuständig ist, dass wir diesen, diesen Traffic, den wir am Markt einkaufen, direkt von den Publishern, dass wir den für uns auch intern handlebar machen und ihn auch genauso nutzen, ähm, dass wir unsere Ziele erreichen können. Und die dritte wichtige Komponente, die wir in dieser Supply Chain gebaut haben, ähm, ist der Camcorder. Das ist eine Komponente, die ist so 'n bisschen das Gegenstück zum Orbiter. Die organisiert sozusagen alle Kampagnenstammdaten, die Werbemittel, ähm, die Reportings, alles, was irgendwie für die Demand Seite von Wichtigkeit ist.Ähm, um Kampagnen in das Netzwerk einbuchen zu können. Also so weit, äh, zur groben Infrastruktur, das war wirklich ein sehr früher Zeitpunkt im Projekt, als wir uns das so überlegt haben. Und, äh, ja, man kann sich wirklich vorstellen, wir sind damals, das war 2018, äh, sind wir, äh, über die DMEX Spur gelaufen und haben da, äh, ja, so nach und nach, ähm, also mein Kollege John und ich, wir als Initiatoren des Projekts, sind wir wirklich nach und nach irgendwie bei den großen Digitalvermarktern vorstellig geworden und haben da so unsere Idee vorgestellt und, äh, genau und, äh, waren relativ happy, dass das auf Anklang, äh, gestoßen ist, was wir da, äh, geplant haben. Genau. Und, ähm, kommen wir mal zum-zum ersten Punkt, äh, den-den Orbiter, also die Supply-Side. Ähm, das ist eigentlich schon mal, äh, irgendwie so eine ganz wichtige Botschaft. Wir haben, als wir gesagt haben, okay, wir bauen irgendwie ein komplett eigenes Programmatic Stack end-to-end, haben wir gesagt, wir fangen auf der Supply-Seite an. Also wir reden, wie schon eben, äh, äh, gesagt, reden als erstes mit den Publishern und sagen: „Okay, wir fangen jetzt nicht irgendwie auf unserer Seite an und, und bauen uns irgendwie technologisch den Weg durch, bis wir irgendwann den Publisher connecten, sondern wir fangen, äh, eben direkt beim Publisher an und bauen uns sozusagen diese Strecke zurück, äh, äh, zu unserem, äh, zu unserem Demand Stack. Und, ähm, das war auch am Anfang manchmal, äh, so ein bisschen irritierend, sage ich mal, für, äh, äh, für die, für die andere Marktseite. Also, äh, tatsächlich haben wir, äh, mal so ein Zitat zurückbekommen: „Ähm, ihr seid Advertiser, ihr solltet keine Supply-Side-Platform bauen." Ähm, da (lacht) fühlen wir uns irgendwie gegenseitig missverstanden, weil tatsächlich war irgendwie, ist ja auch diese Marktwahrnehmung, okay, als, als klassischer Advertiser bemühe ich auf jeden Fall eine, im besten Fall eine eigene DSP, um am Markt zu agieren und, äh, eine SSP ist eigentlich kein, kein Anknüpfpunkt zwischen Publisher und, äh, äh, direkten, äh, direkten Advertiser. Und, äh, genau deswegen führte das am Anfang so ein bisschen zu Irritation, aber die konnten wir natürlich relativ schnell aufklären. Und, ähm, als wir diese, diese Supply-Side-Platform, unsere hauseigene, angefangen haben, äh, äh, zu connecten mit dem Markt, da haben wir schon ein erstes, äh, ziemlich wichtiges Learning eigentlich, äh, äh, gehabt, nämlich dass wir deutlich mehr Traffic zur Verfügung gestellt bekommen haben. Ähm, ich, ich habe das mal hier, äh, so ein bisschen versucht, schematisch darzustellen. Hier rechts dargestellt ist sozusagen, ähm, der, der Inventarmarkt, also einfach symbolisch eine Webseite mit einer Werbeplatzierung. Und was wir eben getan haben, wir haben uns, äh, an dieses Inventar über unsere SSP direkt angeschlossen und haben nur noch über unsere SSP eingekauft. Und, ähm, wenn man das mal vergleicht mit so einem, sage ich mal, mit einer, einer typischen Programmatic-Infrastruktur, dann sieht der Weg dann schon ganz anders aus. Also was wir festgestellt haben in unseren Analysen ist, dass wenn, ähm, man über, sage ich mal, Fremd-SSPs einkauft, dass die auf dem Weg, also dass dieser Traffic, den diese Fremd-SSPs einsammeln, auf dem Weg zum Advertiser, dass da ein, äh, äh, Supply einfach ein Stück weit verloren geht. Da gibt's, äh, verschiedene Yield-Algorithmik, ähm, um innerhalb des Funnels auch zum Beispiel Netzwerkkosten zu sparen und so weiter. Und so findet immer ein Stück weit eine Vorauswahl statt, an wen eigentlich der Traffic gehen soll. Also so eine SSP schickt gegebenenfalls nicht, ähm, ihren gesamten Traffic an alle DSPs, ähm, sondern hier wird schon vorkuratiert und eine DSP hat ja, äh, äh, zahlreiche Accounts, äh, sozusagen, äh, auf, äh, äh, in der Betreuung. Und auch da konnten wir feststellen, dass wir tatsächlich, ähm, nicht, äh, äh, ja, nicht den gesamten Traffic einfach, äh, zur Verfügung gestellt bekommen haben. Das ist natürlich, äh, äh, bedeutet nicht, dass das jetzt allgemeingültig ist für jeden Intermediär im Markt. Jedoch haben wir diese Feststellung, äh, teilweise gemacht bei den, äh, bei den Analysen, die wir gefahren haben. Und wenn man sich jetzt oben irgendwie diese Vergleichsline anguckt, da sieht man, okay, wir kriegen irgendwie diese volle Traffic-Menge, äh, äh, zugespielt und wir können die direkt in den Rest unseres Programmatic-Stacks, was damals dann zu dem Teil noch ex extern war, direkt weiterleiten. Und im Ergebnis war es tatsächlich so, dass wir durch diese Direktanbindung bei den Digitalvermarktern beziehungsweise Publishern viermal mehr Traffic registrieren konnten als über unsere alten Strecken. Also, ähm, es war so, dass wir die zwei, drei ersten Direktpartner angeschlossen hatten und im Grunde schon so viel Traffic-Zugriff hatten wie vorher, äh, äh, über die unser altes Setup im Gesamtzugriff. Und, äh, das hat uns natürlich super happy gemacht, weil uns das, äh, in unseren Ideen und Gedanken, wie wir das irgendwie umsetzen wollten, natürlich bestätigt haben. Und, ähm, genau. Was der neue Zustand war, es gab kein Deal-Setup mehr. Wir haben irgendwie wie über eine Pipeline direkt den gesamten Traffic bekommen von allen angeschlossenen Vermarktern und wir waren keiner, äh, äh, Optimierungsalgorithmik ausgesetzt, die dazu hätte führen können, dass wir irgendwie weniger Traffic zur Verfügung gestellt bekommen. Und, ähm, das hat auf einen Schlag weg, ganz ohne Intelligenz, sozusagen einfach nur durch diese infrastrukturellen Weichen, unseren Media-Einkauf, äh, um bis zu siebzig Prozent günstiger gemacht. Wir hatten, ähm, große Vorteile dadurch, dass wir gerade 2018 oder 2019 noch ein Thema-- Wir hatten vollständige Inventartransparenz, wir haben, ähm, bestimmte Fehler vermieden. Dadurch, dass wir nur noch über unsere SSP eingekauft haben, äh, konnte es nicht passieren, dass wir, äh, über mehrere SSPs ins gleiche Inventar bieten und uns da irgendwie unbewusst hochbieten. Und ich hatte es gar nicht erwähnt, äh, unsere, unsere SSP-Bidder-Kombination ist, äh, für den Markt grundsätzlich kostenlos. Das heißt, wir, ähm, dadurch, dass auch die, sozusagen die Gegenseite kein Share bezahlt hat, haben wir im Umkehrschluss auch bessere effektiv CPMs für uns generieren können. Genau.Das war so der erste Teil, diesen ersten Schritt, den wir gemacht haben mit unserer, äh, mit unserer eigenen SSP-Einheit. Und nun standen wir so ein bisschen, äh, vor der Herausforderung, okay, jetzt haben wir irgendwie, äh, super viel Traffic, äh, bei uns, deutlich mehr Traffic, als wir uns eigentlich vorgestellt haben. Und natürlich muss man das auch irgendwie handelbar machen. Also, ähm, wir mussten uns irgendwie, äh, überlegen, ähm, wie können wir diese, diese Massen an Traffic, die wir da jetzt vom Markt zur Verfügung gestellt bekommen, wie können wir die möglichst effizient nutzen, um auf unsere C-KPIs entsprechend steuern zu können? Genau. Und, ähm, aus diesem Grund haben wir zusammen mit unseren, ähm, IT-Kollegen, mit unseren Data Scientists, das Steuerungsmodell Compass entwickelt. Und dieses Zitat hier rechts, ich muss ehrlich sagen, das ist, äh, vielleicht nicht ganz wahrheitsgetreu, ein bisschen fiktiv, aber es soll einfach nur (Schmunzeln) versinnbildlichen, ähm, wie wir eigentlich, äh, äh, sprechen im Team, wenn, ähm, wir irgendwie dieses Bauchgefühl haben, dass wir irgendwas komplett auf den Kopf drehen wollen, irgendwas komplett anders machen wollen. Und, ähm, so ist ungefähr das Building, wenn wir innerhalb, ähm, des Teams sprechen, dass man bitte alles automatisiert steuern, also echt so gut wie alles. Das ist so 'ne ganz abstrakte, ähm, Ebene, ähm, auf der wir dann meistens, ähm, voller, ähm, Ehrgeiz dann irgendwie sind. Genau, aber man muss sagen, ähm, dass uns das, glaube ich, auch, ähm, insgesamt relativ gelungen ist mit unserem Steuerungsmodell Kompass. Wir haben, wie ich finde, n paar entscheidende Dinge anders gemacht, als man es jetzt vielleicht vom Markt kennt. Ähm, genau. Wenn man sich das hier mal anschaut, hier links abgebildet, ist tatsächlich n, n Teil-Screenshot aus unserem, ähm, Front-end für den Managed Service. Und, ähm, da sieht man schon, im Grunde kann man für die Steuerung nur drei wichtige Parameter bei uns im Netzwerk übergeben. Das ist der Zeitraum, das ist das Tagesbudget und, ähm, das ist die, ähm, C-KPI, die man übergeben kann. Und, ähm, wenn man das natürlich vergleicht, so mit Produkten am Markt, dann ist das, ähm, sehr, sehr puristisch. Also wenn man jetzt irgendwie so n Vergleichsweg hat, was schon jahrelang am Markt ist, was viele, viele Kunden hat, auf dem sehr, sehr viel iteriert wurde, da hat man natürlich, findet man wahnsinnig viele Steuerungsfunktionen vor. Es sind wahrscheinlich hundert verschiedene Parolen oder hunderte verschiedene Parameter, die man irgendwie in die Steuerung übergeben kann. Und in Kombination dieser Parameter ergeben sich wahrscheinlich Millionen von Kombinationsmöglichkeiten. Und, ähm, wir haben gesagt, bei der Entwicklung des Steuerungsmodells, ist das eigentlich etwas, was wir brauchen? Also müssen wir diese, diese Anforderungshistorien, die bei anderen Stacks entstanden sind, die dann natürlich auch entsprechende Relevanz haben und valide sind, sind die für uns aber valide? Sind das nicht Aufgaben, die wir für Otto, ähm, maschinell lösen können oder algorithmisch lösen können? Und, ähm, genau auf diesem Weg haben wir uns eben gemacht. Also es ist n riesen, ähm, Mindshift irgendwie gewesen bei Otto. Also das aktive Kampagnenmanagement, das manuelle Kampagnenmanagement, wurde beim programmatischen Mediacoup stark eingeschränkt. Also es ist wirklich nur möglich, diese, diese drei Parameter, ähm, ähm, zu definieren, Werbemittel ranzuhängen und los geht's. Ähm, genau. Aber, ähm, wir sind tatsächlich, ähm, sehr gut damit gefahren, indem man wirklich all diese Optimierungsprobleme, die man versucht zu lösen, ähm, ähm, ja, versucht hat, eben algorithmisch auf Basis unserer Daten zu lösen. Und, ähm, Daten ist, glaube ich, auch ein gutes Stichwort. Wie funktioniert eigentlich unser Algorithmus, beziehungsweise was, was konsumiert unser Algorithmus an Daten, um funktionieren zu können? Und das sind verschiedene Dimensionen von Daten. Also einerseits natürlich ganz wichtig sind, ähm, Kampagnenstammdaten. Also der Algorithmus muss irgendwie wissen, ähm, mit was für einer Kampagne habe ich eigentlich Demand-seitig zu tun? Ähm, welche Marken werden beworben, welche Sortimente werden beworben beziehungsweise welche Produkte, ähm, ähm, verbergen sich hinter dieser Kampagne? Das sind, ähm, natürlich wichtige Inputfaktoren. Ah, was natürlich auch super wichtig ist, sind, äh, User-Informationen. Also wir haben natürlich n großen User-Stamm, den wir, ähm, für die Optimierung der Kampagnen auch, ähm, nutzen möchten und wir können zum Beispiel schauen, okay, wie sieht gerade der Warenkorb des Nutzers aus? Also allgemein, wie sieht seine gesamte On-Site-Journey aus? Also was für Affinitäten baut er sich auf? Welche Marken findet er interessant? Welche Sortimente? Und so weiter. Und, ähm, was wir uns auch ganz stark angucken, ist, ähm, welche Affinität hat der Nutzer überhaupt zu, ähm, ähm, digitalen Werbemitteln? Also, ähm, vielleicht behaupten wir es auch-- Viele behaupten das sicherlich auch, ähm, von sich, dass sie sagen, ähm, sie sind für Internetwerbung eigentlich gar nicht empfänglich, weil sie sehen das nicht. Das ist irgendwie nicht in, in ihrem, ähm, in ihrem, sag ich mal, Sichtbereich, ähm, wenn sie im Internet surfen und so weiter. Und auch das analysieren wir. Also wir gucken, wie verhält sich der User im Web? Hat er überhaupt jemals schon mal auf eines unserer Werbemittel geklickt? Und dann gehen wir da tiefer in die Analyse: Macht das überhaupt Sinn, dem Werbemittel auszuspielen? Oder schauen wir, dass der nur bestimmte andere Werbemittel, ähm, ausgespielt bekommt und so weiter. Also auch n ganz wichtiger Optimierungspunkt für uns. Genau. Ähm, eine weitere, äh, äh, wichtige, äh, Kategorie von Daten sind natürlich auch Umfeldinformationen. Also grad mit Blick auf ne Post-äh-Third-Party-Cookie-Zeit ist es natürlich auch wichtig, äh, äh, weitere, ähm, Marktinputs verarbeiten zu können. Und das, äh, tun wir, indem wir zum Beispiel, ähm, den, den Content analysieren, wo werden wir die Werbung oder sollte die Werbung ausgespielt werden, beziehungsweise auch so was wie Device-Information, dass wir schauen, okay, äh, äh, oder dass wir zum Beispiel algorithmisch vermuten, in welcher, ähm, in welcher Situation befindet sich der User eigentlich gerade, ne? Also ist er jetzt irgendwie gerade unterwegs? Benutzt er das Device? Ist er stationär an seinem Rechner? Und so weiter. Dass man auch das mit einbezieht, wenn man, ähm, wenn man eben, ähm, die Kampagnen optimiert.Und der letzte Punkt, und das ist etwas, äh, äh, was für uns eben sehr gut funktioniert, weil wir diese direkte Vermarkter-Anbindung haben, ist das Marktwissen. Also wir arbeiten sehr, sehr stark mit, äh, mit Inventarprognosen, die auch immer valider funktionieren und, äh, wir erstellen auf verschiedensten Dimensionen, also für User, Umfelder und so weiter, sogenannte Bid Landcapes. Das kann man sich so vorstellen, dass wir, ähm, für die verschiedenen Szenarien, äh, ein Wissen darüber entwickeln, wie viel Inventar wir zu welchem Preis einkaufen können beziehungsweise wie hoch die, die Win Rate, also die die Gebots-, äh, äh, Win Rate ist, ähm, äh, für, äh, äh, für das Szenario, sozusagen für das Segment, was wir gerade anbieten. Und, äh, auf der Basis können wir auch noch mal unseren, äh, Einkauf kostenseitig sehr gut optimieren. Genau, was, äh, äh, auch 'n ganz wichtiger Punkt ist bei unserer Steuerung, ist, ich hatte es anfangs auch gesagt, ich hatte es eine holistische Steuerung genannt. Ähm, das führt daher, dass wir, äh, auch bei unseren Gebotsstrategien so 'n bisschen anders fahren, als es vielleicht, äh, teilweise am Markt passiert. Ähm, hier links abgebildet ist so dieser klassische Einkauf, äh, programatische Einkauf, wie wir, wie er auch bei Otto stattgefunden hat. Das muss man ganz ehrlich sagen. Ich glaube, es war auch eine Zeit lang relativ normal, das so zu tun, dass man irgendwie verschiedene Kampagnenmanager auf dem, auf den Stacks sitzen hat, die verschiedene Kampagnen betreuen und entsprechend auf Kampagnenebene ihre, ihre Gebotsstrategien versuchen zu optimieren. Und das führt dazu, dass tatsächlich hohe Opportunitätskosten entstehen können, weil diese Kampagnen teilweise gegeneinander optimiert werden, also dass man im eigenen Kampagnenstamm, äh, äh, Entscheidungen trifft, die dazu führen, dass man sich selbst am, an einer Marktschnittstelle, äh, mit seinen Geboten ineffizient verhält, weil man sich schon im Vorhinein, äh, sozusagen, äh, in die, in die Wege kommt, äh, würde ich mal sagen, bei der, bei der Kampagnenoptimierung. Und, äh, deswegen haben wir, ähm, das 'n stückweit aufgelöst und haben gesagt, okay, wir machen das anders. Unsere Steuerung kauft erstmal das Inventar ein, auf Basis von Wissen über unseren Kampagnenstamm zu einem bestmöglichen Preis, auf Basis unseres, zum Beispiel unserer Marktdaten, und verteilt, ähm, diesen, diesen Traffic dann erst sozusagen auf die Kampagnen. So, äh, äh, treten wir am Markt an der Einkaufsschnittstelle, äh, äh, sehr, äh, sehr geordnet auf und, äh, sehr optimiert auf und können dann sozusagen im Nachgang, ähm, das Optimum, äh, äh, in der Verteilung für unsere Kampagnen finden. Und, ähm, genau. Wenn man sich anschaut, äh, wie unsere Steuerung funktioniert, das hat uns dann natürlich auch, äh, irgendwie 'n stückweit ganz happy gemacht. Also wenn man irgendwie so was, so 'n theoretisches Konstrukt entwickelt, dann ist das immer ganz schön, wenn man das irgendwann auch vertesten kann und es dann auch irgendwie bestätigt wird. Und, äh, hier ist mal ein Vergleich, äh, äh, haben wir das mal genannt. Also was wir gemacht haben, ist, dass wir, äh, auf Basis unseres, äh, äh, Stacks, unseres, äh, Altstacks sozusagen, ähm, äh, eine Kampagne ausgespielt haben und die haben wir über unser Auto Display Network exakt gespiegelt. Also, ähm, der Unterschied war, wir haben zwar das gleiche Werbemittel genommen, aber hier wurde komplett algorithmisch optimiert und, äh, hier waren, äh, war 'n klassisches Stack mit Optimierung auf, äh, äh, oder manuelle Optimierung auf Basis von Kampagnenmanagern, ähm, am Werk. Und da sieht man ganz schön, dass wir sehr, sehr tief in die Optimierung gehen können mit unserem, ähm, mit unserem Steuerungsmodell. Hier sieht man das ganz schön, ähm, das ist jetzt 'ne Click Heatmap, weil wir haben ausgewertet auf dem Werbemittel, wo wurde das eigentlich geklickt und, äh, ja, unser Erwartungswert wurde sehr schön erfüllt. Also es sind super viele Klicks irgendwie auf dem Call to Action passiert, auf dem Objekt, auf, äh, äh, auf dem Prozentstörer, was natürlich auch irgendwie 'n stückweit zu erwarten ist. Ähm, genau. Und wenn man sich das mal auf der linken Seite anguckt, da ist 'ne relativ starke Streuung, äh, der Klicks. Also zum Beispiel wurde der Call to Action gar nicht geklickt. Und, äh, was uns zum Beispiel auch 'n bisschen gestört hat, ist, dass hier oben rechts tatsächlich Klicks stattgefunden haben. Und, äh, das ist auch wieder so ne, so 'ne gewisse Transparenzgeschichte. Also wir haben die, die Hypothese, dass irgendein Intermediär in der Ausspielung, ähm, scheinbar 'n Schließenbutton, äh, eingeblendet hat, also anders konfiguriert und wir können dieses Verhalten nicht erklären und dass bei diesen Klicks vielleicht dieser Schließenbutton verfehlt wurde und dass es dann eben zu Fehlklicks kam. Genau. Ähm, wie gesagt, also irgendwie 'ne tolle Bestätigung dafür, dass, dass, äh, unsere, unsere Optimierung hier in dem Fall, ähm, wirklich ganz gut funktioniert hat. Genau. Ich hatte jetzt so 'n bisschen was irgendwie über den Supply, also was, was kriegen wir von der Markseite zur Verfügung gestellt. Ich hatte, äh, äh, über die Steuerung erzählt, wie, wie, ähm, machen wir diesen ganzen Traffic handlebar. Und jetzt möchte ich noch so 'n bisschen was über, äh, äh, die Demand-Seite erzählen. Also wie, wie kommen eigentlich Kampagnen in unser Netzwerk rein und wie machen wir das überhaupt, äh, äh, usable für die Anwender? Und, äh, wir haben gesagt, diese Komponente, die muss wirklich irgendwie der Single Point of Truth, äh, äh, für unser Netzwerk sein. Da sollten, äh, alle Kampagnendaten liegen, da sollten alle Werbemittel liegen, da sollten, ähm, Reportings liegen, äh, alles, was irgendwie zahlenmäßig nachhält, was in unserem Netzwerk passiert. Und, äh, diese, ähm, ähm, diese Daten sollten dann eben auch anforderungsgerecht, äh, äh, weiterverarbeitet können, werden können. Genau. Wenn man, äh, hier jetzt sich einmal dieses Schema anguckt, was wir hier gezeichnet haben, das, das zeigt das so 'n bisschen, ähm, was wir gemacht haben. Also hier ist noch mal der Orbiter, der bekommt das ganze Media-Inventar vom Markt. Wir haben den Kompass, der, das ist unsere, äh, holistische Steuerungseinheit jetzt für diesen Traffic. Und hier ist eben der Camcorder. Und der Camcorder empfängt-Wenn man so möchte, von der anderen Marktseite über diese Buchungsschnittstelle oder über eine Buchungsschnittstelle Kampagnenstammdaten, die werden hier persistiert und den einzelnen Komponenten im Netzwerk zur Verfügung gestellt. Und andersherum, und das ist dann eben auch dieser Single Point of Truth Ansatz, bekommt der Camcorder von den anderen Netzwerkkomponenten, ähm, äh, äh, Daten zurückgespielt, die dann entsprechend in Reportings persistiert werden können und wieder zum Beispiel an die Demand-Seite zurückgespielt werden können. Genau, äh, hier noch mal zusammengefasst: Persistiert alle Kampagnenstammdaten und Werbemittel. Der Camcorder bietet eine übergreifende Buchungsschnittstelle für alle buchenden Systeme. Er versorgt alle Netzwerkkomponenten mit berechtigt angeforderten Daten natürlich. Da gibt es ein Rollenrechte-Modell und es konsumiert alle Tracking- und Reporting-Daten der Netzwerkkomponenten. Ähm, jetzt habe ich relativ viel darüber geredet, was, äh, Backend-seitig passiert. Also wir haben das jetzt irgendwie geschafft, in den letzten Jahren, diese, diese Strecke zwischen Advertiser und Publisher aufzubauen. Das sind sehr, sehr, ähm, mächtige Komponenten, die wir da gebaut haben, die auch, äh, für uns sehr, sehr gut funktionieren. Das Problem ist so ein bisschen, wie so häufig bei digitalen Produkten, die kann man erst mal nicht sehen. Die sieht man nicht und es ist schwierig, irgendwie, damit in, in einer Organisation oder auch über eine Organisation hinaus zu skalieren, wenn man (lacht leise) ähm, den, den Menschen nicht zeigen kann, okay, was passiert hier denn jetzt eigentlich wirklich mit, äh, mit diesem Stack? Und aus diesem Grund haben wir verschiedene Frontend-Anwendungen, ähm, geschrieben, äh, die, äh, sozusagen den Zugriff auf das Netzwerk, äh, vereinfachen sollen. Und, äh, das-- Die erste Komponente, die wir da geschrieben oder, oder umgesetzt haben, ist, äh, äh, das, das Cockpit, so nennen wir das. Da war eben schon mal so ein kleiner Screenshot, äh, äh, zu sehen. So sieht das komplett aus. Das ist sozusagen der, der Zugang, äh, für die Demand-Seite, um, ähm, um, um Kampagnen in das Netzwerk einzubuchen. Das geht relativ schnell, auch geschuldet natürlich dem sehr clean Steuerungsmodell. Ähm, muss man nur wenige Parameter eingeben und, äh, die Kampagne, äh, ja, läuft relativ schnell los. Das Coole am Cockpit ist eigentlich, dass es nur eines von vielen modularen Frontends ist, was, weil wir das gemacht ha--, äh, weil wir (holt Luft), äh, uns überlegt haben, ähm, wir bauen eine übergreifende Buchungsschnittstelle für den Camcorder, den ich eben schon erläutert hatte, und wir sagen: „Okay, äh, äh, diese Frontends, die können eigentlich total modular mit dieser API sprechen." Also dass wir sagen, okay, der Managed Service ist ein Szenario für Otto-intern. Wir haben auch ein Self-Service, zum Beispiel von so Marktplatzpartnern, die, äh, einfach selbst auf dem Frontend zugreifen können und gegen diese Buchungsschnittstelle, äh, äh, buchen können. Aber, und das ist, äh, uns auch wichtig in, in, in Zukunft, dass wir vielleicht starke Demand-Partner finden, die eben unser Netzwerk für ihren eigenen Demand nutzen möchten und eben dann auch Zugriff über entweder ihre bestehenden Buchungssysteme oder aber, ähm, für, äh, ähm, für n noch neu zu erstellendes Content, zum Beispiel auch auf diese Buchungsschnittstelle zugreifen dürfen. Genau. Und, äh, was wir auf der anderen Seite gebaut haben, auf der Supply-Seite, um bestmöglich, äh, äh, sozusagen unsere Kooperation mit dem Supply-Markt, äh, ähm, nachhalten zu können, ist das, das Frontend Tool Overdash. Damit hat man die Möglichkeit, als, als Supply-Partner, also als, als Publisher oder als Vermarkter, äh, in verschiedene Analysen zu gehen, in verschiedene Reportings zu gehen und sozusagen unsere Partnerschaft zahlenmäßig komplett nachzuhalten. Ähm, da gibt es verschiedene Exportfunktionen, also sehr, sehr viel, sage ich mal, ähm, ähm, Komfort eingebaut, einfach um unsere Partnerschaft, äh, äh, bestmöglich, äh, automatisiert und, und sehr handlebar, äh, gestalten zu können. Genau, und jetzt komme ich noch, ähm, zu einem wichtigen Punkt, der mir auch persönlich sehr am Herzen liegt. Also ich habe jetzt irgendwie super viel erzählt über das Backend, das Frontend, wie ist, wie ist unser Programmatic-Stack, ähm, erreichbar. Äh, es ist so, dass das Stack bisher nur für, äh, für den Otto-Vertrieb gebaut wurde und, ähm, entsprechend, äh, äh, sozusagen auch nur Otto-intern gebucht werden konnte. Ähm, mittlerweile, in vier Jahren ist viel passiert. Otto ist mittlerweile eine, äh, ausgereifte, äh, Handelsplattform geworden. Wir haben über viertausend Partner und in diesem Case, äh, äh, Marktplatz beziehungsweise Plattform spielt auch das Thema Retail Media eine ganz große Rolle. Und, ähm, genau. Und was wir uns überlegt haben, ist, dass wir diesen Stack, den wir gebaut haben, ähm, über ein, über ein Produkt gerne auch dem Markt zur Verfügung stellen möchten. Und das, äh, Produkt haben wir genannt Sponsored Display Ads. Ähm, genau, hier steht so n, fast n bisschen pathetisch, unsere Learnings, Emotionen, unsere Leidenschaft in einem Produkt. Aber das macht uns tatsächlich wirklich ein bisschen stolz, dass wir irgendwie sehr, sehr viel Fleiß in diese ganze Geschichte reingesteckt haben und dass wir jetzt über eben, über diesen Case die Möglichkeit haben, äh, äh, andere Advertiser daran partizipieren zu lassen. Und, äh, was besonders klasse eigentlich ist und was Sponsored Display Ads auszeichnet, ist (räuspert sich) die Anbindung nicht nur an unserer, an unser, äh, externes, äh, äh, Network, was wir aufgebaut haben, also diverse AGOF-Vermarkter und so weiter, sondern, und das ist eigentlich nur folgerichtig, haben wir gesagt: „Okay, Otto vermarktet sich zukünftig auch komplett über das Otto Display Network." Und so schaffen wir diesen Link, unser On-Site-Inventar mit dem Offsite-Inventar verknüpfen zu können, auch algorithmisch in der Steuerung und so, sozusagen in, in vielen Funnel, also sowohl im Upper Funnel, also Offsite, als auch im Lower Funnel, näher am, am Point of Sale, ähm, Werbung ausspielen zu können, ähm, zieloptimiert, äh, auf Basis der Ziele, ähm, unserer Partner.Genau. Ich fasse noch mal zusammen: Was kann das Produkt Sponsored Display Ads? Es ist eine holistische On-Site-Off-Site-Rotation vom Banner und nativen Ads. Es optimiert übergreifend auf Otto-internen Daten, sowie eben auch auf die Marktdaten, die ich auch vorgestellt hatte, des Otto Display Networks. Und wir können sozusagen kanalisiert über dieses Produkt, Sponsored Product Ads, können wir die Vorteile von unserem Stack zugänglich machen. Und ja, das ganze Thema Sponsored Display Ads, das ist auch schon live gegangen. Also der Managed Service ist ab sofort buchbar und beim Self Service, da sind wir in den letzten Zügen. Es wird schon bald, zumindest für unsere Marktplatzpartner, schon mal möglich sein, dieses Produkt, Sponsored Display Ads, auf Basis unseres Stacks, in wenigen Klicks selbst zu buchen. Und ja, das war es von meiner Seite. Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, fragt mich natürlich gern. Sollten euch irgendwelche Fragen später kommen, connectet euch gern mit mir auf LinkedIn. Ich freue mich über jede Konversation zum Thema und beantworte da auch gerne eure Fragen. Jawohl, Ole, ganz herzlichen Dank für diesen tiefen Einblick in das Otto Display Netzwerk und entsprechend auch eure Gedanken, die ihr euch gemacht habt in der Konzeption und wie das ganze Thema wächst. Das ist ja unglaublich. Erzähl mal, Ole, ein bisschen aus dem Nähkistchen, wenn du magst: Wie viele Personen sind denn tatsächlich bei euch rein für die Entwicklung von so einem Programmatic-Stack verantwortlich gewesen in der Vergangenheit? Ich kann mir vorstellen, das ist nicht für jeden Advertiser mal eben replizierbar, was ihr da in den Start gebracht habt. Genau. Als wir gestartet sind, 2018, da war die Zahl der Entwickler eigentlich noch relativ überschaubar. Da waren wir zwei fachliche Initiatoren und ein Team von knapp sechs, sieben Leuten, also sechs, sieben Desks, die an den Start gegangen sind, erst mal MVP zu bauen, technischer Durchstich, Machbarkeit zu testen. Genau, und mit der Zeit wurden wir dann natürlich etwas größer. Mittlerweile würde ich sagen, arbeiten dauerhaft am Thema 20 Entwickler, aber immer, je nachdem, wie Schnittstellen aussehen, was wir gerade bearbeiten können, dass auch mal bis zu 30 Leute werden. Das ist so der Rahmen, 20 bis 30 Leuten, mit denen wir an dem Thema arbeiten. Okay, wow. Jetzt hast du sehr eindrucksvoll aufgezeigt, dass ihr ja direkt wirkungsvolle Vorteile euch erarbeiten konntet, alleine dahin gehend, dass ihr den Orbiter und den Camcorder, also insbesondere, aber den Orbiter nutzt als SSP sozusagen und deshalb wesentlich mehr Inventar zur Verfügung gestellt bekommt, als über das übliche Geflecht irgendwie SSP, also Xander, LeadLab, DSP, AdForm Active Agent, einige zu nennen, die ja auch am Markt aktiv sind. Und wie ist es denn, wenn ich jetzt von der Demand-side als Advertiser bei euch einbuchen möchte? Dann steht ihr ja als Intermediär eigentlich ja nun auch wieder dazwischen, wie in Google oder eben eine der genannten. Habe ich es richtig verstanden, dass ihr dann diese Einkaufseffekte, die ihr für euren eigenen Einkauf im Programmatic Display Stack nutzen könnt, dann sozusagen eins zu eins weitergebt, da auch dann an weitere Advertiser, die über euch einbuchen? Genau, das ist natürlich eine gute Frage. Also was wir derzeit ja machen, wir wachsen mit unserem ganzen Marktplatz Case insgesamt und in dem Rahmen bieten wir auch vordergründig zum jetzigen Zeitpunkt unseren Marktplatz Partnern das Stack an, damit sie Kampagnen buchen können. Und da muss man wirklich sagen, ist das ein Stück weit natürlich auch von uns subventioniert, weil sowohl unsere Partner als auch wir davon profitieren, wenn eben Kampagnen über das Netzwerk geschaltet werden. Wenn Partner erfolgreich sind mit ihrer Werbung, mit ihrem Geschäft auf der Otto Plattform selbst, dann partizipieren wir ja genauso daran wie mit dem Programmatic Case selbst. Und aus dem Grund können wir tatsächlich einen Großteil unserer Einkaufsvorteile sozusagen tatsächlich da auch an die Advertiser weitergeben. Okay, fantastisch. Du hast im Controlling öfter mal von Ziel-KPIs gesprochen. Finde ich im Programmatic-Advertising-Bereich ein ganz spannendes Thema. Ähm Interessiert sicherlich auch die OMKB-Community im Hinblick auf den Einsatz von programmatischen Werbeflächen. Auf was für Ziel-KPIs steuert ihr bei Otto in der Regel euer eigenes Inventar? Ist es tatsächlich Kennzahlen basiert auf auf Sales, die bei euch auf der Plattform passieren? Sind das Viewability-Parameter oder erst einmal der Klick, überhaupt einen weiteren Datenpunkt zu sammeln? Kannst du uns da was drüber erzählen, nach welchen KPIs ihr eure eigenen Kampagnen aussteuert? Ja, also was wir erst mal machen, wir bewerten unsere Kampagnen mit einem eigenentwickelten Attributionsmodell. Wir versuchen, irgendwie diesen ganzen Online-Marketing-Mix unter einen Hut zu bekommen in der Bewertung und da spielt Programmatic natürlich auch eine Rolle, was wir machen. Ich würde immer unterscheiden zwischen Hills KPIs und finalen KPIs, die dann wirklich zu einer Conversion führen. Natürlich gucken wir uns ganz klar an, wie sind irgendwie ganz vorne in der Optimierungskette, wie sind Klicks, wie ist die Bounce Rate, wie ist auch die Viewability, um dann aber auch zu schauen, welchen Einfluss hat das dann auf die finalen KPIs, die für uns dann im Endeffekt im Performance-Geschäft jetzt besonders wichtig sind, wie Conversions, Umsätze und so weiter. Ich muss sagen, wir gucken uns wirklich durch die Bank weg sozusagen diesen ganzen Optimierungsfunnel an. Okay, genau. Du hast diesen ganz beeindruckenden Funnel aufgezeigt. Ich weiß gar nicht mehr, wie du ihn genannt hattest, aber wirklich noch mal die Komplexität und auch die Probleme weiterhin aufzeigt, die ihr investieren. Und da fand ich eine Zahl auch ganz spannend, die auf das Thema Viewability auch einzahlt: 30% der Ad Impressions sind eigentlich nicht sichtbar, werden aber trotzdem bezahlt. Woran liegt das, dass wir so viele unsichtbare Impressionen haben in den Werbenetzwerken?Das ist ne gute Frage. Also, äh, ich sag mal, wenn man qualitativ hochwertiges Inventar einkauft im Markt, dann hat man dieses Problem in der Regel nicht. Also heutzutage würde ich fast als Standard bezeichnen, so Mechanismen wie Lazy Loading, dass wirklich Werbeflächen nur dann auch geladen werden, äh, und bezahlt werden müssen, wenn sie in den sichtbaren Bereich kommen. Aber grad da sind wir wieder son bisschen bei Transparenz. Ähm, jeder kann im Grunde, also nicht jeder, aber es ist relativ einfach, irgendwie an der programmatischen Vermarktung teilzunehmen. Und wenn man als Advertiser, würde ich sagen, seine Hausaufgaben nicht macht und sehr, sehr breit einkauft, dann kann es natürlich auch passieren, dass da vielleicht paar schwarze Schafe dabei sind, ähm, die sehr stark irgendwie auf ihre eigene Monetarisierung gucken, aber entsprechend so qualitätssichernde Mechanismen auf ihrem Inventar nicht etabliert haben. Und, ähm, genau, deswegen super wichtig eben das Thema, ähm, Transparenz. Ich muss wissen, wo kaufe ich ein. Ich, ich brauche vielleicht auch für mich so einfach son paar Qualitätskriterien. Also, was verspreche ich mir von so einem Ad-Modell eines Publishers? Ähm, sind da jetzt zehn Ad-Slots drauf oder sind es nur zwei? Themen wie Lazy Loading, ähm, Verweildauer und so weiter, sollte man sich natürlich alles angucken. Das sind eben auch ganz wichtige Kriterien bei uns, wenn wir mit Partnern zusammenarbeiten. Mhm. Okay, vielen Dank da für deine Einschätzung. Weil es ist ja weiterhin ein Thema, ne, im App-Traffic-Bereich sicherlich auch, insbesondere, aber auch in anderen, anderen, äh, Segmenten. Was, Ole, kann man perspektivisch von Otto Retail Media, von dem Otto Display Network erwarten? Es werden ja immer mehr Inventare programmatisch handelbar gemacht. Denken wir mal gar nicht an Onsite oder Offsite Pages jetzt aus eurem Kontext heraus, sondern vielleicht auch an Digital Out of Home, am Programmatic TV und Ähnliches. Habt ihr auch konkrete Ideen dazu, dann eben für Otto selbst weitere dieser Inventarquellen auch anzuschließen? Oder ist das gegebenenfalls längst passiert? Und auf was legt ihr euren Entwicklungsfokus in der nächsten Zeit? Genau, also mit Entwicklungsfokus triffst du es wirklich ganz gut. Also es geht tatsächlich um die Ausweitung von Inventaren. Also, ähm, Retail Media wird, äh, glaube ich, relativ klassisch immer mit, mit Performancegeschäft gleichgesetzt, relativ nah am Point of Sale, äh, Konvertierung. Ähm, aber, äh, das ist eigentlich fast zu klein gedacht. Also, äh, die Daten sind super wertvoll und man kann sie eben auch, ähm, also die Datenoptimierung ist gerade im Retail-Media-Bereich, äh, äh, super gut geeignet, auch im Upper Funnel zu funktionieren. Und, äh, deswegen ist das genau der Fokus. Wir sind derzeit... Du hast recht, wenn man ehrlich ist. Also wir haben jetzt irgendwie Display- oder Bannerflächen offside. Ich habe das gerade Upper Funnel genannt. Das ist ja noch nicht der Upper-Upper-Funnel. Also da gibt es ja dann irgendwie noch viel, viel mehr, äh, äh, um sozusagen bis in den Branding-Bereich zu kommen. Und das ist genau der Fokus. Also da möchten wir hin. Da können wir auch schon vieles. Ähm, noch nicht so, wie wir es, äh, äh, gerne möchten, sage ich mal, in ein, zwei Jahren, aber das ist genau der Entwicklungsfokus, wo wir hinwollen, dass wir irgendwie unser Netzwerk immer weiter in dem Bereich, ähm, äh, entwickeln und dann wirklich integriert, äh, optimiert, ähm, über den Full Funnel aufspielen können. Okay. Ole, ganz herzlichen Dank auf die Reise, äh, auf die du uns genommen hast, rund um das Thema Auto Display Network. Wir werden sicherlich ganz intensiv auch weiter beobachten, was ihr für nächste Entwicklungssprünge an den Start bringt. Aber erst einmal ist es natürlich beeindruckend, was ihr dort für ein Ökosystem geschaffen habt, eben aus dem eigenen Antrieb heraus als Advertiser, entsprechend dann auch für mehr Transparenz im Markt zu sorgen. Und die Effekte, die ihr dadurch resi-- realisiert, sind natürlich fantastisch. Also großes Kompliment an die Entwicklungsarbeit, die ihr dort geleistet habt und insbesondere die Ergebnisse. Ich bin sehr gespannt, was da im Markt von euch kommen wird in den nächsten Quartalen und Jahren. Ich drück dir da weiterhin fest die Daumen mit deinem Team und bedanke mich herzlich bei dir, Ole, dass du heute hier unsere digitale OMKB eröffnet hast. Ganz liebe Grüße nach Hamburg und ich hoffe, du ziehst dir noch den einen oder anderen Vortrag bei uns rein. Das mach ich bestimmt. Genau, vielen Dank, dass ich hier sein durfte und, ja, liebe Grüße zurück nach Berlin. Danke schön, Ole.
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