7 Tricks zum sofort umsetzen
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7 Tricks zum sofort umsetzen

Zusammenfassung

Podcast-Marketing ist eines der authentischsten und kraftvollsten Marketing-Tools: Der Speaker Paula vom Podcast-Marketing-Club zeigt sieben konkrete Tricks, wie du erfolgreich Werbung in Podcasts schaltest – von der Zielgruppendefinition über die klare Kampagnenzielformulierung bis hin zu Host-Read-Ads, die wie Empfehlungen wirken statt wie nervige Werbung.

Social Media Marketing und Podcast-Werbung: Das authentischste Marketing-Tool

Stell dir vor: Der Held deiner Zielgruppe spricht minutenlang über dein Produkt. Das ist die Magie von Podcast-Marketing. Du wirst selbst zum Helden deiner Zielgruppe, indem du Mehrwert bietest und damit extrem Vertrauen aufbaust. Der Podcast ist aktuell das authentischste und ehrlichste Marketing-Tool und die beste Möglichkeit, eine echte Beziehung zu deinen Kunden aufzubauen – völlig anders als klassische Werbung.

Warum Podcasts so kraftvoll sind: Die emotionale Komponente

Der Hörsinn ist – ähnlich wie unser Duftsinn – emotional getrimmt. Das ist der Kern der Podcast-Power. Dein Publikum verbringt intensive Zeit mit deinen Inhalten, lauscht dir beim Autofahren oder beim Sport. Diese Nähe und Länge schaffen Vertrauen wie kaum ein anderes Medium. Eine Studie von Wondery zeigt: Das Vertrauenslevel steigt nach einer Podcast-Ad deutlich, während es nach Social-Media-Ads sogar sinkt.

7 konkrete Tricks zum erfolgreichen Podcast-Marketing

1. Der Eignungscheck: Passt dein Produkt zu Podcast-Werbung?

Die gute Nachricht: Zu etwa 95 Prozent ja. Es gibt offensichtliche Kandidaten wie Audioformat-Tools (z.B. Blinkist), aber auch erklärungsbedürftige oder hochpreisige Produkte funktionieren hervorragend. Wichtig sind zwei Checks:

  • Ist deine Zielgruppe klar definierbar?
  • Hört deine Zielgruppe überhaupt Podcasts?

Selbst bei Senioren ab 70+ gibt es noch Möglichkeiten. Fast alle anderen Zielgruppen sind erreichbar – es kommt auf den richtigen Podcast an.

2. Dein Kampagnenziel klar definieren

Beginne immer vom Ende aus: Was ist dein konkretes Ziel? Die Möglichkeiten sind vielfältig:

  • Brand Awareness: Deine Marke im Kopf der Leute verankern (wie Casper-Matratzen es geschafft haben)
  • Leads generieren: Hochwertige, vorqualifizierte Kontakte sammeln, die sich bereits für dein Thema interessieren
  • Direkt verkaufen: Mit Rabattcodes und Call-to-Action sofort konvertieren
  • Employer Branding: Talente für dein Unternehmen gewinnen

3. Das zielgenaue Targeting nutzen

Ein großer Vorteil gegenüber Radio, TV oder Print: Du kannst exakt targetieren. Es gibt mittlerweile Podcasts zu fast jedem Thema. Statt hunderttausend Menschen im Radio zu erreichen (von denen kaum einer deine Zielgruppe ist), kannst du im speziellen Talente- oder B2B-Podcast nur die 3.000 Menschen erreichen, die sich wirklich für dein Thema interessieren – im richtigen Kontext, ohne dass es wie Werbung wirkt.

4. Host-Read-Ads: Die Magie der persönlichen Empfehlung

Das wertvollste Asset von Podcast-Werbung sind Host-Read-Ads. Das bedeutet: Der Podcaster selbst spricht die Werbung ein. Er kennt seine Zielgruppe, weiß, wie er mit ihr spricht, und hat bereits ihr Vertrauen. Das wirkt wie eine Empfehlung vom guten Freund – nicht wie nervige Radiowerbung. Das ist das Geheimnis der hohen Konversionsraten.

5. Verstehen, warum Podcast-Hörer wertvoll sind

Podcast-Hörer sind in der Regel gebildet, haben einen höheren akademischen Abschluss und sind offen dafür, in hochpreisige Produkte zu investieren – vorausgesetzt, sie passen zum Kontext und zum Inhalt. Sie hören Podcasts genau deshalb, weil dort tiefgehendes, relevantes Wissen vermittelt wird, nicht oberflächliche Schnipsel.

6. Realistische Erwartungen: Podcast ist Marathon, nicht Sprint

Wenn du einen eigenen Branded-Podcast starten möchtest, plane mindestens ein Jahr ein. Die Ideenfindung, Konzeption und der Launch sind zeitintensiv – aber dann beginnt die echte Arbeit: Reichweite und Community aufzubauen. Das ist das, wofür du wirklich Durchhaltevermögen brauchst. Du kannst dir Reichweite nicht einfach mit Geld kaufen wie bei anderen Kanälen. Eine Alternative ist, die bestehende Reichweite anderer Podcaster zu nutzen – Podcaster sind die neuen Premium-Influencer.

7. Erfolgsmessung: Zwischen Tracking und Authentizität

Ja, du möchtest wissen, wo dein Geld fließt – das ist völlig verständlich. Aber hier liegt eine wichtige Abwägung vor: Je mehr alles trackbar und algorithmisch gesteuert wird, desto mehr geht möglicherweise die Authentizität verloren, die Podcasts so kraftvoll macht. Es kann sinnvoll sein, damit zu leben, dass du nicht jeden Euro bis auf den Cent tracken kannst, dafür aber dieses unfassbar kraftvolle Marketing-Tool in seiner Qualität erhältst.

Warum nicht jeder Podcast-Werbung macht

Die größte Herausforderung: Wie messbar ist der ROI? Wie weiß ich, ob es sich lohnt? Das ist eine berechtigte Frage. Aber vielleicht müssen wir beim Thema Podcast-Werbung auch einfach neu denken: Podcasts funktionieren deshalb so gut, weil sie echt, authentisch und persönlich sind. Sinnvolle Werbung, die nur die Leute erreicht, die sie hören wollen – das liegt am Ende in deiner Hand.

Praktische Insights: Das Casper-Beispiel

Casper-Matratzen waren vor etwa drei Jahren in praktisch jedem namenhaften deutschen Podcast zu hören. Direkt nach der Anzeige kauften wahrscheinlich die wenigsten eine Matratze – aber alle kannten die Brand und sprachen darüber. Und genau in dem Moment, wenn jemand eine Matratze kauft, ist dieser Name präsent. Das ist die langfristige Kraft von Podcast-Marketing: Brand Awareness, die wirkt.

Podcast-Marketing vs. Social Media Marketing

Im Vergleich zu Social Media Marketing hat Podcast-Werbung einen entscheidenden Vorteil: Das Vertrauen ist höher, die Ablenkung geringer, und die Zielgruppe ist fokussierter. Während Social-Media-Ads das Vertrauenslevel sogar senken können, steigt es bei Podcast-Ads deutlich an. Das macht den Podcast zu einem einzigartigen Kanal in deinem Marketing-Mix.

  • Podcasts ermöglichen tiefe, emotionale Verbindungen zur Zielgruppe
  • Host-Read-Ads wirken authentisch wie Freundes-Empfehlungen
  • Zielgruppen sind hochwertig und kaufbereit
  • Tracking ist schwierig, aber Authentizität bleibt erhalten
  • Geduld zahlt sich aus – denke in längerfristigen Kampagnen
  • Nutze bestehende Podcaster-Reichweite, statt alles selbst aufzubauen
  • Definiere dein Ziel klar: Brand Awareness, Leads, Sales oder Employer Branding

Häufige Fragen

Eignet sich mein Produkt überhaupt für Podcast-Werbung?

Zu etwa 95 Prozent ja. Wichtig sind zwei Checks: 1) Ist deine Zielgruppe klar definierbar? 2) Hört deine Zielgruppe Podcasts? Selbst erklärungsbedürftige und hochpreisige Produkte funktionieren hervorragend, wenn sie zum richtigen Podcast und zur richtigen Zielgruppe passen.

Warum vertrauen Podcast-Hörer Werbung mehr als bei Social Media?

Der Podcaster selbst spricht die Werbung ein (Host-Read-Ad) und hat bereits das Vertrauen seiner Zielgruppe. Das wirkt wie eine Empfehlung vom guten Freund, nicht wie nervige Werbung. Eine Studie von Wondery zeigt: Vertrauen steigt nach Podcast-Ads, sinkt aber nach Social-Media-Ads.

Wie lange dauert es, bis ein Podcast-Marketing erfolgreich ist?

Podcast ist ein Marathon, kein Sprint. Plane mindestens ein Jahr ein – für Konzeption, Launch und vor allem für den Aufbau von Reichweite und Community. Du kannst dir Reichweite nicht einfach mit Geld kaufen, sondern musst sie organisch aufbauen oder bestehende Podcaster-Reichweite nutzen.

Kann ich meine Podcast-Werbung vollständig tracken?

Das ist die größte Herausforderung im Podcast-Marketing. Es gibt Messmöglichkeiten, aber je mehr alles trackbar wird, desto mehr kann die Authentizität leiden – und genau das macht Podcasts kraftvoll. Oft ist es sinnvoll, damit zu leben, dass man nicht jeden Euro tracken kann, dafür aber die Qualität des Mediums erhält.

Welche Ziele kann ich mit Podcast-Werbung erreichen?

Podcasts eignen sich für: Brand Awareness (Marke im Kopf verankern), Lead-Generierung (hochwertige vorqualifizierte Kontakte), Direct Sales (mit Rabattcodes), und Employer Branding (Talente finden). Definiere dein konkretes Ziel am Anfang – alles baut darauf auf.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

(Musik spielt) Super. Dann würde ich sagen, können wir auch direkt starten. Und zwar geht es um das Thema Podcast-Werbung und wie ihr die erfolgreich starten könnt. Und ich würde sagen, ich steig einfach mal direkt ein. Ach so, vielleicht kurz vorweg: Ähm, ich würde jetzt während des Vortrages nicht auf die Fragen eingehen, aber wir werden danach auf jeden Fall noch einen kleinen Moment Zeit haben, ähm, um dann hoffentlich alle Fragen auch beantworten zu können. Aber vielleicht klären sie sich ja hoffentlich auch schon während des Vortrages. Okay. Ja, vielleicht kennt ihr diesen Moment, wenn ihr an einer Bäckerei vorbeigeht und dann dieses richtig leckere, frisch gebackene Brot riecht und, ja, direkt reinläuft in die Bäckerei, euch neues Brot kauft, nach Hause geht und feststellt, ähm, dass ihr da schon zwei hattet und es gar nicht gebraucht habt. Aber es war einfach sehr gutes Duftmarketing, was der Bäcker dort betrieben hat und in vielen Fällen ist es auch wirklich schon so gewollt und kein Zufall mehr, dass es nach frisch gebackenem Brot vor einem Bäcker riecht. Das ist genau das, was ich sieben Jahre lang in einem großen Schweizer Chemiekonzern gemacht habe: Duftmarketing, multisensorisches Marketing, nämlich nicht dieses klassische visuelle Marketing, sondern wie wir auch noch andere Sinne nutzen können, um, äh, unsere Kunden zum Kaufen zu animieren. Ja, und das Schöne ist bei Duftmarketing, dass es halt sehr, unser Duftsinn sehr emotional getrieben ist und es halt auch viel über die unterbewusste emotionale Schiene geht. Witzigerweise ist unser Hörsinn, unser Gehörsinn ähnlich emotional getrimmt. Und so kommen wir nämlich auch, oder so bin ich zumindest auch, auf das Thema Podcast-Marketing gekommen. Ja, vielleicht ganz kurz einmal zu mir. Wer bin ich? Ich bin Paula, sitze hier in der Mitte (Schmunzeln) und ich habe den Podcast-Marketing-Club ins Leben gerufen, der sich um zwei Themen beschäftigt. Einmal Podcast-Wachstum und einmal Podcast-Werbung. Was bedeutet, dass ich, ähm, einmal Podcastern helfe, ihren Podcast richtig groß zu machen und auf der anderen Seite den Brands helfe, mit richtig großen Podcasts ihre Produkte zu verkaufen und zu vermarkten. Ähm, was habe ich bis jetzt alles schon so unter anderem gemacht? Zum einen habe ich Wachstumsstrategien für Bernd Geropp und seinen internationalen Podcast aufgebaut. Ich habe Podcastern dabei geholfen, von null bis zum erfolgreichen Start zu kommen. Ähm, ich habe Podcaster und Brands verbunden und mit ihnen zusammen eine große Kampagne aufgesetzt zur Podcast-Werbung und nicht zuletzt habe ich natürlich auch meinen eigenen Podcast, den Podcast-Marketing-Club, gestartet, um halt auch mehr überhaupt dieses Thema Podcast zu verstehen. Ja, warum ist das pod-- oder warum ist der Podcast so ein kraftvolles Marketing-Tool? Stell dir vor, der Held deiner Zielgruppe spricht minutenlang über dein Produkt. Und genau das kannst du nämlich, ähm, mit einem Podcast erreichen. Du wirst selber zum Helden deiner Zielgruppe in deinem Podcast. Und, ähm, das passiert eigentlich ganz automatisch, indem du Mehrwert bietest und somit halt extrem auch Vertrauen zu deiner Zielgruppe aufbauen kannst. Ich würde wirklich sagen, der Podcast ist aktuell das authentischste und ehrlichste Marketing-Tool und die beste Möglichkeit, eine Beziehung zum, zur Zielgruppe, zum Kunden aufzubauen. Aber natürlich, wenn du jetzt einen eigenen Podcast, einen eigenen Branded-Podcast starten möchtest, solltest du bedenken: Ein Podcast ist ein Marathon und kein Sprint. Also wenn wir einfach mal überlegen, schon von der Zeit her, von der Ideenfindung, Konzeption, den ganzen Launch-Prozess zu machen, ist es super zeitaufwendig, aber eigentlich geht es dann erst los. Weil was das Zeitaufwendige ist, wo du wirklich Durchhaltevermögen brauchst, ist nämlich, ähm, Reichweite aufzubauen und die Community aufzubauen. Und da würde ich immer sagen, solltest du mindestens ein Jahr einplanen, denn der Podcast ist auch noch eins der wenigen Tools, wo du nicht einfach Geld drauf schmeißen kannst, um dir Reichweite zu kaufen, um es erfolgreich zu machen. Natürlich kannst du auch mit schon Hosts arbeiten, die schon Reichweite mitbringen, aber selbst das ist nicht mal ein Garant. Ich habe mich nämlich letztens auch mit Ben Harmonious von HubSpot nämlich unterhalten. Die haben ja den tollen Podcast Digital Helpdesk gegründet und er hatte mir auch erzählt, dass sie am Anfang wirklich Schwierigkeiten haben, obwohl Helpdesk jetzt ja nicht gerade eine unbekannte Marke ist, äh, HubSpot nicht unbekannt ist und auch Ben auf den sozialen Netzwerken wirklich Reichweite hat, ähm, hat es wirklich 'ne Zeit gedauert. Also es ist halt wirklich, alle haben mehr oder weniger die gleichen Voraussetzungen, was es irgendwie auch wieder so spannend macht. Aber es gibt eine Abkürzung, und zwar ist das einfach die bestehende Reichweite von anderen Podcastern zu nutzen. Dann braucht man nämlich auch keinen eigenen, denn die Podcaster sind, würde ich sagen, die neuen Premium-Influencer. Warum Premium? Weil sie teuer sind. (kichern) Okay, also das ist nun mal als Side-Fact. Das ist natürlich nicht der Grund, aber eine Add, einfach mal so, bei Tim Ferriss im Podcast kostet dreiundvierzigtausend zweihundert US-Dollar und die Mindestabnahme sind zwei Adds am Stück.Ähm, diesen Preis haben natürlich, soweit ich weiß, die meisten deutschen Podcasts nicht. Ähm, und das ist natürlich auch nicht der Hauptgrund. Also Umfragen zeigen auf jeden Fall, dass Podcast-Hörer in der Regel gebildet sind, einen höheren akademischen Abschluss haben, ähm, und offen sind, hochpreisige Produkte auch in die zu investieren und sie zu kaufen. Vorausgesetzt natürlich, sie sind gut und sie, sie passen halt zum Kontext. Ähm, ja, woran liegt das, dass gerade diese Zielgruppe sich Podcasts anhört? Wie schon eben gesagt, dass es einfach, ähm, tiefer gehende Inhalte in der Regel sind bei 'nem Podcast, die natürlich dadurch auch länger gehen. Umso länger wir die Aufmerksamkeit bekommen von Leuten, umso mehr Vertrauen entsteht. Und der Mehrwert ist in der Regel auch wirklich relevant für die Leute, die sich halt entscheiden, den Podcast zu hören. Und, ähm, ja, was ist am Ende die Magie eigentlich vom Podcast? Wenn ich das jetzt in einem Wort, ähm, beschreiben müsste, würde ich sagen, die Host-Read-Ads. Also was bedeutet, dass der Podcast--, die Podcast-Werbung vom Podcaster selbst eingesprochen wird. Denk jetzt einfach noch mal eben an das Bild von dem Helden der Zielgruppe. Genau das ist der Podcast in dem Fall. Der kennt diese Zielgruppe und der kann einfach am besten sagen, ähm, wie er zu denen spricht, wie er mit denen spricht und hat einfach das Vertrauen dieser Zielgruppe schon auf seiner Seite. Und, ähm, dementsprechend kommt es halt auch eher rüber wie, ähm, ein, eine Empfehlung vom guten Freund als jetzt 'ne total nervige Radiowerbung zum Beispiel. Und genau, hier in dieser Studie von Wondery, einem Podcast-Produzenten aus den USA, ähm, wurde nämlich ganz schön gezeigt, dass jetzt einfach der Vergleich zwischen, ähm, einem Social-Media-- zwischen einer Social-Media-Ad und einer Podcast-Ad, das Vertrauenslevel einfach mal gemessen wurde und gezeigt wurde, dass das Vertrauen nach einer Podcast-Ad wesentlich steigt und nach einer, ähm, Social-Media-Ad sogar sinkt. Das ist ziemlich spannend, finde ich. Ähm, ja, ein weiteres bärenstarkes Asset von Podcast-Werbung ist das zielgenaue Targeting. Gerade auch gegenüber Radio und TV oder zum Beispiel Print kann man sehr, sehr klar targetieren in einem Podcast. Es gibt ja mittlerweile wirklich fast zu jedem Thema 'nen Podcast. Ähm, wenn wir jetzt einfach mal das Beispiel nehmen, du hast vielleicht eine Recruiting-Lösung, wie man am besten Mitarbeiter findet. Dann kannst du natürlich hunderttausend Menschen im Radio erreichen, wo du dich natürlich fragst: Ist da überhaupt deine Zielgruppe? Und die Leute, die die Werbung hören: Hören sie überhaupt zu oder hören sie weg oder schalten sie aus, weil keiner mehr heutzutage Radiowerbung mag? Oder schaltest du die Werbung vielleicht im Talente-Podcast, wo es das Thema geht: Talente finden, führen, binden und wo du vielleicht dreitausend Leute erreichst, aber genau deine Zielgruppe und vor allem im richtigen Kontext, die sich halt schon interessiert für dein Thema. Und die es halt auch nicht wirklich wie Werbung wahrnimmt, beziehungsweise dankbar dafür ist, dass du diese Lösung anbietest. Ja, aber auch selbst wenn du jetzt kein ganz, keine spitze Zielgruppe erreichen willst, sondern die breite Masse, was ja zum Beispiel auch mal sein kann, wenn du jetzt irgendwie generell erst mal Brand Awareness auf dem Markt schaffen möchtest und gesehen werden möchtest, selbst dann lohnt sich Podcast-Werbung. Und da gibt es auch ein schönes Beispiel. Wer kennt's, diese schöne Casper-Matratze oder Casper? Ähm, ich glaub', es ist jetzt drei Jahre her, war sie, glaube ich, so in jedem deutschen namenhaften Podcast. Und, ähm, ja, wer hat direkt nach der Podcast-Werbung die Matratze gekauft? Vermutlich die wenigsten. Aber was halt hier passiert: Alle haben drüber gesprochen, alle kannten diese Matratze und kennen sie bis heute. Und in dem Moment, wo sie eine Matratze kaufen, da ist dieser Name, da ist diese Brand im Kopf. Und das ist halt auch eine magische Sache, die du halt mit Podcast erreichen kannst. Also, das klingt ja eigentlich irgendwie alles perfekt. Da fragt man sich ja eigentlich, wieso macht das nicht jeder? Weil es eine kleine Herausforderung gibt (lacht leise) und du dir als Marketing natürlich als erstes die Frage stellst: Wie mache ich es messbar? Was ist der ROI, also der Return on Invest? Oder woher weiß ich, ob es sich überhaupt lohnt? Ähm, ja, und da gibt es auf jeden Fall Möglichkeiten zur Erfolgsmessung. Da komme ich aber gleich noch mal drauf zurück. Denn was ich jetzt einfach mal reinschmeißen möchte, vielleicht müssen wir auch einfach mal 'n bisschen neu denken bei dem Thema Podcast-Werbung. Podcasts funktionieren einfach so gut, weil sie echt sind, weil sie authentisch und persönlich sind. Und, ähm, deshalb ist halt die Frage, wenn alles trackbar wird und von Algorithmen wieder gesteuert wird, ob es dann überhaupt noch so gut funktioniert und so kraftvoll ist. Also nicht falsch verstehen, was ich natürlich nicht damit sagen will: Wir wollen alle wissen, wo das Geld hinfließt, was wir da reinstecken. Aber vielleicht können wir damit einfach auch leben, dass wir es nicht bis auf den letzten Cent tracken können und dafür aber die Podcast-Werbung als dieses unfassbar kraftvolle Marketing-Tool einfach erhalten können. Ähm, ja, genau. Einfach die Qualität auch erhalten und sinnvolle Werbung machen, die halt die Leute erreicht, die sie auch hören wollen. Das liegt nämlich am Ende in unserer Hand und dafür, ähm, hoffe ich-Dafür gebe ich zum Beispiel auch alles, dass das so bleibt. Ähm, okay, ich habe euch aber vor allem sieben Tipps versprochen, wie ihr erfolgreich Werbung schalten könnt und da möchte ich jetzt auch gerade drauf eingehen. Ich muss nur noch einen Schluck trinken. (Schluckgeräusch) Okay, der erste Punkt: der Eignungscheck. Ist deine Brand oder dein Produkt überhaupt für Podcast-Werbung geeignet? Und da kann ich dir eigentlich zu fünfundneunzig Prozent sagen: Ja, ist es. (Lachen) Ähm, es gibt halt so offensichtliche Punkte wie Blinkist, kennt ihr wahrscheinlich auch, das Buchzusammen, Buch, einfach Buchzusammenfassungstool, äh, in Audioformat. Natürlich hast du die audioaffine Zielgruppe in Podcasts und dann macht es natürlich für Blinkist Sinn, auch Werbung dort zu machen. Aber es gibt auch erklärungsbedürftige Produkte oder sehr hochpreisige Produkte, die sehr gut funktionieren können in, äh, Podcastwerbung. Da muss man dann vielleicht einfach auch mal 'n bisschen die Ecke denken. Ähm, am Ende musst du auf jeden Fall zwei Voraussetzungen prüfen, die wichtig sind. Ähm, das Erste ist: Ist deine Zielgruppe klar definierbar? Kannst du genau sagen, wer deine Zielgruppe ist und, ähm, wo ordnest du sie ein? Und das Zweite, was du checken musst: Hört deine Zielgruppe überhaupt Podcasts? Ähm, ja, das ist natürlich wichtig, aber auch da gibt es mittlerweile gar nicht mehr so viele, die es nicht tun. Wenn deine Zielgruppe vielleicht gehörlos ist, ähm, macht das natürlich keinen Sinn, beziehungsweise auch wenn's zum Beispiel Senioren sind, dann, ähm, so ab siebzig plus ist der Podcast auch noch nicht so als Marketingtool angekommen, aber bei fast allen anderen, ähm, Zielgruppen gibt es ne Möglichkeit, wie man den Podcast oder das Produkt gut im Podcast einsetzen kann. Der zweite Punkt: Überlege dir das Ziel deiner Kampagne. Also, denke auf jeden Fall fürs Ende aus, wie eigentlich bei jeder Marketingkampagne, erst mal das Ziel haben, denn da baut am Ende alles drauf aus. Ähm, das Ziel, um einfach mal ein paar unterschiedliche zu nennen: Der Podcast-Marketing-Kampagne könnte sein, einfach Brand Awareness schaffen oder im Kopf der Leute bleiben, wie halt eben schon bei Casper gezeigt, dass die Leute einfach dich im Kopf haben, wenn es um dein Thema geht. Ein anderes Ziel könnte auch sein, hochwertige Leads einfach zu generieren, die schon vorqualifiziert sind, weil sie sich nämlich genau für das Thema schon interessieren. Das funktioniert zum Beispiel sehr gut bei hochpreisigen oder erklärungsbedürftigen Produkten, wo die Leute jetzt vielleicht nicht gleich, ähm, auf den Kaufen-Button klicken, wo man sie erst mal in den Newsletter rüberholt, um, äh, sie dort dann noch weiter aufzuwärmen und noch, ähm, mehr Content zu liefern. Dann gibt's natürlich die Möglichkeit, direkt zu verkaufen, wie das zum Beispiel Blinkist auch gemacht hat. So 'n Abo von fünf Euro im Monat kann man dann super mit 'nem Rabattcode natürlich auch direkt verkaufen. Und noch ein anderes spannendes Ziel, was jetzt auch immer interessanter wird, auch für Brands, ist halt Employer Branding beziehungsweise auch Mitarbeiter finden, dass man einfach Stellenausschreibung in dem Podcast macht. Also, sei dir auf jeden Fall über dein Ziel bewusst. Dann kommen wir zu Punkt Nummer drei: Was soll der Hörer machen, nachdem er deine Werbung gehört hat? Entweder ist es wie er hier einfach den Push auf den Button und, äh, kaufen oder soll er vielleicht deine Website besuchen oder soll er deine App downloaden oder soll er Family und Friends von dir erzählen? Also, es ist auf jeden Fall ganz wichtig, der Hörer ist in dem Moment heiß, wo er deine Werbung gehört hat. Hol ihn ab und gib ihm vor allem nur einen ganz glasklaren Call-to-Action. Das ist im Podcast noch wichtiger als überall anders, denn wenn wir es nur über die Ohren hören, können wir halt auch nicht so viel Information aufnehmen. Und wenn du mehrere Call-to-Actions gibst, dann hört er im Idealfall noch den letzten, aber wahrscheinlich merkt er sich gar keinen. Deshalb, äh, sei dir bewusst, was der klare Call-to-Action sein will, was zu tun ist, nachdem man deine Werbung gehört hat. Und das kannst du halt auch super gut, äh, verbinden mit 'nem Incentive oder mit 'nem Anreiz, wie einem Rabattcode oder nem, äh, Freebie, der ein vorgelagertes Problem löst oder 'nen Probemonat oder n' kostenfreies Beratungsgespräch, dass man da halt direkt sagt: „Okay, da hab ich meinen Mehrwert. Jetzt weiß ich, warum ich auch auf die Website gehen soll oder mir den Newsletter, ähm, mich in den Newsletter eintragen soll." Ähm, genau. Und wenn es zum Beispiel das Ziel Awareness ist, dann, ähm, muss es auch gar nicht unbedingt ein klarer Call-to-Action sein, dann sollte der Fokus vielmehr einfach auf 'ner richtig guten, am besten persönlichen Story liegen, vom Podcaster selber im Idealfall. Der Punkt Nummer vier: Die perfekte Spot-Länge. Das Emotionslevel ist am Ende entscheidend, damit wir uns erinnern. Also Emotionen und Erinnerungen hängen halt total eng zusammen. Und hier noch mal, um auf die Studie von Wondery zurückzukommen, wo nämlich, ähm, der Spot zwischen, ähm, dem Podcast und 'nem YouTube-Videos getestet wurde und dann das Emotionslevel getestet wurde oder gemessen wurde, finde ich es sehr spannend, dass man einfach sieht, im YouTube-Video geht es erst hoch und dann langsam ab und im Podcast gibt es immer wieder diese Peaks. Und das zeigt einfach, dass die Emotionen immer, also, dass sie da sind und bleiben und umso länger der Spot geht, umso mehr Emotionen können wir aufbauen und umso länger bleiben wir im Kopf. Natürlich sollte es nicht bedeuten, dass, ähm, dass der Spot ewig lang sein sollte, aber zum Beispiel diese klassischen fünfzehn Sekunden Spots, äh, ganz am Anfang: „Diese Folge ist gesponsert von."Das bringt meistens nicht viel, damit man im Kopf bleibt. Ähm, die ideale Länge, aus meinen Erfahrungen, die ich mittlerweile gemacht habe, liegt zwischen ein und zwei Minuten. Sie sollte natürlich auch nicht zu lang sein, denn es ist wichtig, dass man halt sie kurz und knackig hält und wenn man mal überlegt, was man in zwei Minuten alles sagen kann, also in zwei Minuten in der Regel kriegt man alle wichtigen, spannenden, interessanten Informationen rein und dann lieber ein bisschen kürzer als zu lang, denn es ist immer besser, wenn die Leute noch nicht genug von dir haben. Also besser so zumindest, als wenn sie zu viel von dir haben und denken, wann ist es endlich vorbei? Dann kommen wir schon zu Punkt fünf: Das perfekte Match. Du kannst natürlich auf die Suche gehen und es genauso machen wie hier in diesem Tinder-Beispiel, ähm, und es komplett automatisieren, aber es könnte gegebenenfalls halt auch nicht so erfolgreich werden. Deshalb gebe ich dir auf jeden Fall drei Tipps hierzu. Ähm, such dir Zielgruppen-Besitzpartner, also such dir Podcasts, die deine Zielgruppe haben. Das kann auch wieder offensichtlich sein, dass du das Thema Nachhaltigkeit hast und dann suchst du im, ähm, Podcast-Verzeichnis nach Nachhaltigkeit und findest da die passenden Podcasts. Aber wenn du jetzt zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel hast, dann kannst du in einen Ernährungs- oder in einen Sport- oder in einen Gesundheits-Podcast gehen. Aber du kannst zum Beispiel auch überlegen: Wer nutzt denn noch Nahrungsergänzungsmittel? Und das sind zum Beispiel Geschäftsleute. Leute, die karriereorientiert sind, die was erreichen wollen, denen ist es in der Regel auch wichtig, dass sie halt, ähm, ja, ihren Körper total auf Vordermann halten und bringen. Deshalb könnte man zum Beispiel auch 'nen Podcast suchen, wo viele Unternehmer drin sind oder karriereorientierte Angestellte. Also das kann man alles wirklich noch mal richtig klar, äh, targetieren. Und wenn du dann deine Podcasts gefunden hast, die-- wo du denkst, dass sie passen könnte, dann analysiere sie zuerst, bevor du sie anschreibst, weil dadurch kannst du dir auch noch mal ein bisschen Arbeit sparen. Ähm, wie viele Folgen gibt es schon? Wenn es vielleicht erst drei gibt, dann wird der Podcast wahrscheinlich noch nicht so groß sein. Und vor allem auch: Wann ist die letzte Folge veröffentlicht worden? Es gibt mittlerweile so viele Podcast-Leichen da draußen. Da sollte man wirklich darauf achten, dass, ähm, ja, der Podcast nicht schon irgendwie seit einem Jahr eingeschlafen ist und gar nicht mehr läuft. Und natürlich solltest du reinhören. Du solltest dich mit dem Podcaster identifizieren können beziehungsweise schauen, ob er zu deiner Brand passt und diese gut repräsentieren könnte und im Idealfall vielleicht schon mal schauen: Kennt er schon Werbung? Hat er schon mal Werbung geschaltet? Und wenn ja, für wen? Das kannst du ihn natürlich aber auch noch mal im Gespräch fragen. Da sind wir dann nämlich beim dritten Punkt: Wenn's passt, dann kontaktier den Podcaster, frag ihn natürlich erst mal, ob er Interesse hätte daran. Äh, und wenn ihr da zusammenkommt, was noch ganz wichtig ist: die Reichweite. Check die Reichweite. Ähm, denn, ja, der Mythos, die Charts sagen was aus über die Größe des Podcasts. Ähm, der ist weit verbreitet, aber es ist eigentlich nicht so. Denn es können auch Podcasts in den Charts weit oben sein, die gar nicht viel, gar nicht groß sind quasi, nicht viel Reichweite haben, aber einfach, äh, in kurzer Zeit viele neue Hörer bekommen haben und deshalb dann mit zwanzig Hörern oder mit hundert Hörern neben einem Podcast mit zehntausend Hörern sind. Aber das ist nun mal für uns Außenstehende die einzige Möglichkeit, ähm, nach der Reichweite zu gucken oder beziehungsweise nach der Größe zu gucken, weil es halt kein Tool ist wie Instagram, wo man oben direkt sehen kann, wir haben zehntausend Follower. Deshalb frag auf jeden Fall nach. Aber daher musst du natürlich auch wissen: Welche Zahlen brauchst du? Erst mal finde heraus, ob der Podcast dann nach dem IAB-Standard rechnet. Ähm, wer den nicht kennt, das ist, äh, ein Standard, der sich mittlerweile immer mehr etabliert, auch hier in Deutschland, der zum Beispiel Sachen auch berechnet, dass halt nur Download als Download gezählt wird, wenn es mindestens eine Minute gelaufen ist. Oder auch ein Download, ähm, zwei Downloads oder mehrere Downloads von einer IP-Adresse nur einmal gezählt werden. Und so kann man das einfach alles ein bisschen vereinheitlichen. Ähm, und dann ist natürlich noch wichtig: Du brauchst die Zahl Downloads pro Folge nach sechs Wochen. Das ist super wichtig, weil viele Podcaster, was natürlich auch schön ist, wenn man viel, ähm, gro-- die Größe zeigen möchte seines Podcasts, sagt man aber vielleicht: „Okay, Gesamtdownloadzahl nach sechs Wochen." Aber das sagt am Ende nichts, gerade für dich zum Vergleichen überhaupt nichts aus, denn es kann zum Beispiel ein Podcast geben, der fünftausend Downloads pro Folge hat, ähm, aber nur zweimal im Monat veröffentlicht. Und dann kann es aber auch einen Podcast geben, der zweitausend Downloads pro Folge hat, aber zweimal die Woche veröffentlicht. Und dann haben wir einmal nach sechs Wochen fünfzehntausend Downloads, obwohl es fünftausend im-- in-- pro Folge sind und einmal vierundzwanzigtausend Downloads, obwohl es nur zweitausend pro Folge sind. Deshalb frage immer nach Folge, wie viele Downloads pro Folge, weil das sind am Ende die, die du natürlich pro App erreichst. Ja, und dann kommen wir zu Punkt sechs: Ähm, das Briefing für den Podcast. Also wie ich es schon gesagt hatte, ich würde immer empfehlen, den Podcaster selbst sprechen zu lassen und ihn die Podcastwerbung einsprechen zu lassen, weil er-- weil du so einfach den Vertrauensvorsprung von dem Podcast mit nutzen kannst. Er kennt einfach seine Zielgruppe, seine Hörer am besten und kann es wahrscheinlich am besten, am authentischsten vor allem erzählen. Und ein weiterer Vorteil ist natürlich noch, dass du Kosten für die Werbemittel-Erstellung sparst. Das Einzige, was du machen musst, ist ein kurzes Briefing schreiben.Ähm, wo du dann einfach nur in kurzen Stichwörtern am besten sagst, welche Punkte dir wichtig sind, ähm, und natürlich, was der Call-to-Action ist. Voraussetzung dafür ist aber auf jeden Fall, dass der Podcaster dein Produkt kennt. Im Idealfall kennt er es natürlich schon, ähm, vorher und nutzt es vielleicht auch schon vorher. Falls das nicht der Fall ist, dann gib ihm auf jeden Fall die Möglichkeit, bevor er dein Produkt bewirbt, es noch einmal auszutesten, noch einmal zu probieren, damit er wirklich aus eigener Erfahrung sprechen kann. Denn das, dieses Authentische, dieses Empfehlen ist die Magie des, der Podcast-Werbung quasi. Also lass ihm auf jeden Fall genügend Möglichkeiten. Und dann kommen wir zu Punkt sieben: Wie misst du jetzt den Erfolg? Also noch mal: Es ist auf jeden Fall, Podcast-Werbung ist kein Performance-Marketing. Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten der Messung und es ist zum Beispiel wesentlich klarer messbar als jetzt zum Beispiel Radio- oder auch Printwerbung. Ähm, die wichtigste Metrik ist einfach, wie schon gesagt, die Download-Zahlen. Hm. Was zum Beispiel auch schön ist, dass du immer den, ähm, Podcaster fragen kannst, ob er nämlich auch bei Spotify for Podcasters, da hast du nämlich noch mal ein paar mehr Zahlen, die du sehen kannst. Zum Beispiel auch, wie viele Leute vielleicht vor oder nach der Werbung abgebrochen haben oder während der Werbung. Das kannst du halt nur in Spotify sehen. Das kannst du halt leider noch nicht in den ganzen Zahlen sehen von den ganzen Hostern, aber, ähm, das könntest du dann zumindest so'n bisschen hochrechnen vielleicht. Ähm, dann die zweite Metrik, die natürlich auch spannend, äh, ist zu nutzen, sind Landing Pages beziehungsweise Tracking-URLs. Da solltest du auf jeden Fall, wenn du vielleicht da extra eine für deine Kampagne erstellst, wo du die Leute rauf leiten möchtest, kannst du da natürlich auch tracken, wie viele Leute da rauf kommen. Ähm, dabei solltest du auf jeden Fall beachten, wenn du die URL erstellst, dass sie richtig kurz, knackig und leicht zu hören ist, denn, ähm, da müssen wir auch wieder daran denken, die Leute hören's. Natürlich ist es immer noch mal irgendwo in den Shownotes, aber wer macht sich noch die Mühe, noch mal in den Shownotes zu gucken? Und wenn du die richtig kurze, leicht zu merkende URL direkt auf die Ohren bekommst, ähm, funktioniert es in der Regel noch besser. Dann gibt es natürlich auch den klassischen Rabattcode, der gut bei Direktkäufen, Verkäufen funktioniert, wo du dann natürlich auch über den Code einfach tracken kannst: Okay, wie viele Leute haben das Produkt gekauft? Und dann gibt es noch die Möglichkeit, ähm, mit der Umfrage. Da kannst du zum Beispiel einmal die Post-Purchase-Umfrage, also einfach nach einem Kauf noch mal kurz: „Wie bist du eigentlich auf uns aufmerksam geworden? Wie hast du uns gefunden?", dass du dort dann auch noch mal den Podcast zur, äh, zur Möglichkeit auswählst. Oder einfach, wenn du zum Beispiel 'n Freebie hast, wie ein kostenloses Beratungsgespräch, kannst du dort auch immer am Anfang fragen: „Ja, wie, ähm, bist du denn eigentlich auf uns aufmerksam geworden?" Oder du kriegst dieses Beratungsgespräch nur, wenn du sagst, dass du aus dem Podcast gekommen bist. Auch 'ne schöne Möglichkeit. Und natürlich nicht zu vergessen: einfach die Leads zählen. (lacht) Ähm, zum Beispiel, wenn du jetzt 'n Freebie hast, äh, und die Leute alle auf deine, deine Login-Seite, auf deine, ähm, Landingpage loggst, um dort das Freebie runterzuladen, kannst du dort dann einfach zählen, wie viel Leute haben sich jetzt in deinen E-Mail-Newsletter angemeldet mit diesem Freebie. Also, überlass auf jeden Fall nicht dem Zufall. Es gibt Möglichkeiten, wie du tracken kannst, aber was ich dir noch auf den Weg geben möchte: Breche nicht zu früh ab. Was nämlich auch schnell gemacht wird, weil einfach grad da noch nicht so viele Erfahrungen sind und man das Gefühl hat, okay, es kommt nichts, es passiert nichts, ähm, dann alle Mann zurück und dann lassen wir es jetzt halt lieber. Wie gesagt, man sollte immer sechs Wochen auf jeden Fall einplanen, denn, ähm, natürlich gibt es am ersten Tag immer 'n Peak, aber gerade so in den ersten Wochen, teilweise sogar in den ersten Monaten, kommen immer noch neue Hörer dazu. Und das ist halt auch noch ein Vorteil von Podcast-Werbung, dass die Werbung einfach drin bleibt und nicht wie bei Radiowerbung: ist gelaufen und ist durch, sondern da kommt wirklich, kleckert immer noch 'n bisschen was nach. Daher sollte man da wirklich, wirklich 'n bisschen, ähm, Zeit investieren und wie gesagt, nicht zu früh abbrechen. Ja, und, ähm, deshalb würde ich sagen: Worauf wartest du? Denn jetzt ist wirklich gerade die Zeit, wo die Podcast-Hörer offen sind für qualitativ hochwertige und auf sie abgestimmte Werbung. Und, ähm, ich hoffe, es bleibt auch so und wir kriegen das hin, dass es weiterhin ein qualitativ hochwertiges Marketing-Tool bleibt, aber man weiß nie, wie lange es so ist. Deshalb sei mutig, sei kreativ, probier aus und, ähm, hab Spaß dabei. Und, ähm, ja, wenn du Lust hast und, äh, da 'n bisschen mehr erfahren willst, dann kannst du dich natürlich auch gerne bei mir mal melden oder einfach auf podcastmarketing.io, einfach mal umschauen und wir schauen einfach mal, was es für dich für tolle Möglichkeiten für, ähm, Podcast-Werbung gibt in unterschiedlichen Podcasts. Oder du hörst einfach mal in meinen Podcast-Marketing-Club-Podcast rein, wo ich mich natürlich auch immer drüber freue. Und dann freue ich mich jetzt über eure Fragen. So. Schauen wir mal, was ihr so für Fragen habt, wenn ihr welche habt (lacht), oder ob ich schon alles beantwortet hab. Ja, von Jasmin: „Hast du auch Tipps für Leute, die selbst einen Podcast haben, wie sie am besten für Hörer interessant werden?" Ja, das ist die andere Seite. Ähm,Da muss also eigentlich geht es dabei immer am meisten darum, in die Sichtbarkeit zu kommen, würde ich sagen. Ähm, wie ja jetzt gerade schon von der anderen Seite gesagt, ähm, es geht darum, überhaupt in die Charts zu kommen. Viele sagen ja, mir sind die Charts nicht wichtig. Hauptsache, ich habe meine Zielgruppe. Aber natürlich, um von anderen Leuten gesehen zu werden, sind die Charts schon wichtig. Und, ähm, da gibt es auch-- Also da geht es einfach darum, lange durchzuhalten. Oder was natürlich auch möglich ist, Jasmin, dass du, ähm, vielleicht Produkte schon nutzt, vielleicht auch sogar über deinen Podcast, von dem du total begeistert bist. Dann kannst du natürlich auch einfach mal zu den Brands gehen, sie ansprechen und sagen: „Hey, ich benutze euer Produkt gerade. Ich bin total begeistert. Habt ihr nicht Lust, dass wir da vielleicht eine Kooperation machen?" Super, ähm, auf jeden Fall auch 'ne super Möglichkeit, um da überhaupt erstmal reinzukommen. Also die, äh, Frage ist natürlich auch immer: Was, was hast du für Reichweiten und wie kannst du natürlich auch Spannung, ähm, für die, für die Brands oder beziehungsweise den Mehrwert für die Brands, äh, bieten? Weil denen geht es viel um Reichweite, aber natürlich auch um spannende und sehr wertvolle Zielgruppen. Also wenn du 'ne wertvolle Zielgruppe hast, wie jetzt vielleicht nicht jeder Zweite hat, dann hast du super, super Chancen, da einfach mal auf die Brands zuzugehen und zu sagen: „Ey, ich hab genau eure Zielgruppe und kann euch genau weiterhelfen, ähm, euer, euer Produkt zu vermarkten. Ich benutze es noch selber." Also da auch wieder wirklich über diese authentische Schiene zu gehen, würde ich sagen. Ähm, dann schaue ich noch mal. Stefanie sagt: „Vielleicht kannst du uns auch noch ein paar allgemeine Tipps zur Erstellung eigener Podcasts geben." Ähm, ja, (lacht) ich habe wirklich lange überlegt, weil es gibt so viele Themen beim Podcast und man muss sich dann doch auf einen fokussieren. Erstellung von eigenen Podcasts auf jeden Fall, da gibt's einige Sachen zu beachten und das Wichtigste würde ich eigentlich immer sagen, dass ihr es doch gut plant. Also ihr solltet euch auf jeden Fall auch schon bevor ihr startet, bewusst sein: Für wen macht ihr den Podcast? Also wer ist eure Zielgruppe des Podcasts? Aber vor allem auch: Was ist das Ziel eures Podcasts? Warum macht ihr den Podcast? Das sind zwei Sachen, die ihr für euch auf jeden Fall vorher beantworten solltet, damit ihr 'nen klaren Fokus habt und auch genau wisst, worauf ihr hinauswollt. Macht ihr es quasi einfach nur fürs Personal Branding? Wollt ihr Produkte verkaufen? Wollt ihr, ähm, damit vielleicht für potenzielle Arbeitgeber interessant sein, ähm, weil ihr euch als Experte in einem Thema positioniert? Oder wollt ihr einfach vielleicht zum Networken-- höre ich auch immer mehr, dass es gerne zum Networken genutzt wird, weil man einfach viele Interviews führt und natürlich 'n tolles Asset hat, damit die Leute überhaupt auf einen aufmerksam werden. Ähm, aber genau, diese zwei Fragen solltest du dir stellen und dann sage ich auch immer, wenn du 'nen Podcast startest, solltest du unbedingt zehn Folgen, bevor du startest, fertig haben und in der ersten Woche, am ersten Tag drei Folgen rausbringen und dann jeden Tag eine Folge. Weil gerade dieser Algorithmus am Anfang von Apple, der unterstützt dich und wenn er sieht, da ist viel Traffic auf deinem Podcast, ganz am Anfang, dann pusht er dich nach oben, dann kommst du direkt nach oben in die Charts und dort sehen dich dann quasi wieder die Leute und dann, äh, kommt noch mehr Traffic auf deinem Podcast und das ist halt quasi der positive Teufelskreis sozusagen, ähm, wie du ganz am Anfang überhaupt erst mal so 'nen Push mitnimmst. Und natürlich wird dann irgendwann der Punkt kommen, wo es so 'n bisschen abflacht, aber dann hast du vielleicht schon deine fünfzig bis hundert Hörer und hast halt viel mehr Motivation, was super wichtig ist, um dann durchzuhalten, um dann halt langfristig auch mehr Kunden aufzubauen. Was auch super funktioniert beim Starten ist ein Launch-Team, dass du dir 'ne Facebook-Gruppe machst. Alle Leute, die du kennst, am besten natürlich deine Zielgruppe in diese Gruppe packst für eine Woche oder zehn Tage und sie involvierst in deinen ganzen Prozess. Vielleicht fragst, wie das Titelbild aussehen soll, wie der heißen soll, welche Themen mit rein sollen und sie einfach involvierst und sie dann am Ende fragst, ob sie dich supporten am Tag deines Launches und deinen Podcast überall teilen und ihn bewerten und ihn pushen. Das ist auch 'ne super Strategie, um direkt erfolgreich zu starten. So. Ähm, auf die Preisspanne noch mal eingehen, sagt Anne. Wie viel muss man monatlich investieren, um erfolgreich Podcast-Marketing zu machen? Also du meinst jetzt wahrscheinlich, wie viel man investieren muss, um Podcast-Werbung zu schalten. Ähm, da kann man-- Es ist halt, ja, es ist natürlich schwierig zu sagen. Ich hab mich jetzt zum Beispiel auf das Thema B2B f-fokussiert, wo, ähm, ich hauptsächlich B2B-Firmen mit B2B-Podcast zusammenbringe beziehungsweise die halt irgendwie 'nen Business-Aspekt drin haben. Und das sind meistens halt sehr wertvolle Zielgruppen. Wie jetzt vorhin zum Beispiel das Beispiel genannt mit 'ner Recruiting-Lösung und dann möchte man die HR-Entscheider erreichen. HR-Entscheider sind eine total wertvolle Zielgruppe und für diese Zielgruppen muss man dann auf jeden Fall auch ein bisschen mehr investieren. Oder Innovationsentscheider oder, ähm, Geschäftsführer und, ähm, oder E-Commerce-Themen. Also da gibt es ja wirklich für alles so Podcasts und da liegt ungefähr der TKP bei tausend Euro. Also dass man halt eine Ad schaltet, wenn jetzt zum Beispiel der Podcast tausend Downloads pro Folge hat, zahlst du etwa tausend Euro für eine Ad da drin. Ähm, genau. Das ist einfach so bei diesen Premium-, äh, Zielgruppen, die halt sehr wertvoll sind. Natürlich, wenn man jetzt, ähm-Die breite Masse irgendwie erreicht mit seinem Podcast, ähm, dann können die Preise auch noch mal anders aussehen, beziehungsweise wenn die Größen jetzt sehr in die Höhe schießen, wie jetzt zum Beispiel natürlich bei einem Fest-und Flauschig-Podcast, wo man nämlich die breite Masse erreicht, da stimmt der TKP von tausend garantiert auch nicht mehr plus, ähm, da hast du ja aber auch nicht diese klare Zielgruppe. Da erreichst du ja halt fast ganz Deutschland wahrscheinlich. (lacht) Ähm, ich hoffe, das hat so ein bisschen deine Frage beantwortet. Oh, Jasmin, verdammt (kichert), habe ich wieder den Falschen gemacht. Ja, aber nicht aufgeben. Also ich kann einen nur ermutigen, auch wenn man zwischenzeitlich denkt, es passiert nichts, denen auf jeden Fall immer auch fleißig promoten, auf Social Media immer promoten, ähm, und dranbleiben und immer wertvollen Content liefern, dann geht es auch nach oben. Und was natürlich auch immer hilft, sich mit anderen Podcastern zu verbinden, Interviews zu machen, weil die Podcaster oder neue, neue Leute erreicht man halt am meisten durch andere Podcasts, ähm, weil da die Leute sowieso schon Podcasts hören und wenn sie dort dann von dir hören in 'nem Interview, dann denken sie: „Wow, klingt ja auch spannend. Geh ich mal da rüber." Das ist halt auch immer so die, ähm, effektivste Möglichkeit, neue Hörer für deinen Podcast zu haben. Natürlich sollte das ein Podcast sein, der auch eine ähnliche Zielgruppe hat wie du. (lacht leise) Du machst auf alle Fälle weiter. Sehr gut, das freut mich. (lacht) Ähm, ja, wenn es sonst keine Fragen mehr gibt, würde ich sagen, sehen wir uns spätestens am Roundtable wieder und freue mich total, dass ihr alle zugehört habt, dass so viele dabei waren und, ähm, hoffe, ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen. Und, äh, sonst kontaktiert mich auch gerne bei LinkedIn, wenn noch irgendwas offen ist. Äh, da bin ich eigentlich am aktivsten, was Social Media angeht und bedanke mich ganz herzlich für eure Zeit.

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