Wenn die CEOs wüssten, was die SEOs wissen (könnten)...
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Zusammenfassung

CEOs und SEOs arbeiten oft aneinander vorbei: Während Geschäftsführer Marktanteile gewinnen wollen, analysieren SEOs Keywords und Wettbewerber. Doch die SEO-Daten zu Suchverhalten, Markttrends und Zielgruppen sind Gold wert für strategische Entscheidungen – von M&A über Marktexpansion bis zur gezielten Kampagnenausrichtung im E-Commerce Marketing.

E-Commerce Marketing: Warum CEOs ihre SEOs besser nutzen sollten

"Wenn die CEOs wüssten, was die SEOs wissen könnten..." – unter diesem Titel zeigt Searchmetrics, wie viel strategisches Potenzial in SEO-Daten steckt, das über klassische Suchmaschinenoptimierung hinausgeht. Das Problem: Geschäftsführer und SEO-Teams reden oft aneinander vorbei. CEOs denken in Marktanteilen und Investitionen, SEOs in Rankings und Keywords. Dabei könnte E-Commerce Marketing, Marktentwicklung und Geschäftsstrategie enorm von dieser Datenquelle profitieren.

Von Konkurrenzanalyse zur M&A-Strategie: Das Camping-Beispiel

Stell dir vor: Ein E-Commerce-Unternehmen will im Segment Camping 10 % Marktanteil gewinnen. Die klassische Frage ist: Investieren wir in Produktion oder Marketing? Die SEO-Antwort lautet: Schauen wir uns die Keyword-Landschaft an. Für Campingmöbel analysiert das SEO-Team tausende Keywords und identifiziert Wettbewerber wie Fritz Berger oder Obelink, die in diesem Segment dominieren.

Doch hier wird es interessant: Was Suchmaschinenoptimierer als "Konkurrenz" sehen – Backlink-Profile, Content-Qualität, Google Trends – könnten CEOs ganz anders interpretieren:

  • M&A-Kandidaten: Wenn Fritz Berger 15 % der Online-Sichtbarkeit in diesem Marktsegment hält, bedeutet das vermutlich auch 15 % Marktanteil insgesamt. Eine Übernahme sichert schnell Marktanteile.
  • Affiliate-Partner: Portale wie bergfreunde.de als Distributionspartner mit attraktiven Werbekostenzuschüssen nutzen.
  • Kooperationen: Exklusive Produkte mit großen Einzelhandelsketten wie Decathlon entwickeln und gemeinsam vermarkten.
  • Marktplatz-Strategie: Werbung und stärkere Produktplatzierung auf Amazon, Kaufland oder eBay, wo man weiß, dass die meiste Nachfrage liegt.

Der Kern: SEO-Wettbewerbsanalyse zeigt nicht nur, wie man besser rankt – sie zeigt, wo der Markt wirklich Geld verdient.

Globale Expansion: SEO-Daten statt Marktforschung

Ein zweites Szenario: Ein Sprachschul-Unternehmen will wachsen. Soll es global expandieren (UK, Kanada, Australien) oder erst die USA dominieren? Klassisch würde die Geschäftsführung Marktforschungsunternehmen und Unternehmensberater beauftragen.

Besser: Das SEO-Team analysiert 260.000 Keywords rund um "Sprachschulen" und "Sprachenlernen" in allen potenziellen Märkten. Das Ergebnis ist deutlich: Das Suchvolumen in den USA ist größer als in allen drei anderen Märkten zusammen. Selbst in Segmenten, die der Kunde noch gar nicht bedient, ist das Suchpotenzial in den USA doppelt so hoch.

Fazit: Investiere zuerst in die USA, nicht in UK. Die SEO-Daten liefern hier konkrete Marktgröße – nicht in Vermutungen, sondern in echtem Nachfrageverhalten.

Zielgruppen-Segmentierung durch Suchverhalten: Das Running-Beispiel

Ein Sportbekleidungsunternehmen plant eine große Kampagne zum Thema Laufen – passend zu Olympia. Statt lange am Konferenztisch zu diskutieren, wie die Zielgruppe aussieht, analysiert das SEO-Team das echte Suchverhalten.

Die Erkenntnis: Wenn man Keywords nach Geschlecht clustert ("Frauenlaufschuhe", "Laufhose Frauen", "Sport-BH"), ist das Suchvolumen für Frauen deutlich größer als für Männer. Also sind Frauen wahrscheinlich die lukrativere Zielgruppe.

Noch spannender wird es bei der Suchintention:

  • "Running"-Segment: 70 % transaktionale Keywords (kaufen, bestellen) – hier geht es um Produkte.
  • "Marathon"-Segment: Meist informativ (Trainingspläne, Ernährungspläne, Startplätze) – hier sucht man nach Wissen und Community.

Konsequenz für die Kampagne: Nicht "Hier ist der neue Nike XYZ in Neon-Pink, kauf jetzt!" Stattdessen: "Join our Community and learn how to run your first Marathon in 2022" mit einer Frau als Protagonistin. Völlig andere Ausrichtung – aber datengestützt.

Conversion Rate Optimierung durch Keyword-Intent-Analyse

Das ist nicht nur Marketing-Gerede, sondern auch Searchmetrics-Standard: SEOs müssen täglich entscheiden, ob ein Keyword-Set mit einer Produktkategorie bedient wird oder ob es einen Blog-Artikel, einen Kaufratgeber oder informativen Content braucht. Das ist im Grunde Conversion Rate Optimierung auf Daten-Basis.

Wenn CEOs und Marketing-Leiter wissen, wie präzise ihre SEO-Teams diese Nachfrage analysieren können, könnten sie diese Insights für alle Kanäle nutzen: E-Mail-Marketing, Social Media, Paid Ads, PR.

Takeaway: SEO als strategische Geschäftsintelligenz

  • SEO ist nicht nur Ranking: SEO-Daten zeigen echte Markttrends, Zielgruppen-Verhalten und Wettbewerbs-Stärke.
  • M&A und Partnerschaften: Wettbewerbsanalyse kann M&A-Kandidaten, Affiliate-Partner oder Kooperationen offenbaren.
  • Marktexpansion: Statt teurer Marktforschung: Keywords in verschiedenen Ländern analysieren und Nachfrage direkt vergleichen.
  • Zielgruppen-Präzision: Suchverhalten + Suchintention = perfekte Basis für Kampagnen-Segmentierung.
  • Checkout und Personalisierung: Wenn man weiß, welche Zielgruppen nach was suchen, kann man den gesamten Customer Journey – von Ads bis zum Checkout – entsprechend personalisieren.

Die Botschaft: CEOs sollten ihre SEOs fragen, was sie wirklich über den Markt wissen. Und SEOs sollten ihre Erkenntnisse nicht nur für Rankings nutzen, sondern als strategische Waffe für das ganze Unternehmen verstehen.

Häufige Fragen

Wie kann SEO-Analyse bei M&A-Entscheidungen helfen?

Durch Wettbewerbsanalyse und Sichtbarkeitsmessung: Wenn ein Konkurrent 15 % der Online-Sichtbarkeit in einem Segment hält, bedeutet das wahrscheinlich auch 15 % des realen Marktanteils. Das zeigt, ob eine Übernahme strategisch wertvoll ist.

Warum ist Keyword-Volumen ein besserer Indikator für Marktgröße als Marktforschung?

Weil es echtes Nachfrageverhalten abbildet: 260.000 Keywords zu analysieren zeigt die tatsächliche Suchintensität in verschiedenen Märkten – unmittelbare Daten, nicht Prognosen. Das macht Expansionsentscheidungen präziser.

Wie nutzen SEOs Suchintention für Kampagnen-Ausrichtung?

Sie clustern Keywords nach Suchtyp: "Laufschuhe kaufen" (transaktional) vs. "Marathontraining" (informativ). Dadurch können Kampagnen exakt ausgerichtet werden – mit Produktfokus oder Community-Fokus statt Gießkannenprinzip.

Welche E-Commerce-Maßnahmen profitieren von SEO-Insights?

Alle: Marktplatz-Strategie, Checkout-Optimierung (wer kauft wirklich?), Personalisierung nach Zielgruppe, Affiliate-Partnerschaften und Werbebudget-Allokation lassen sich datengestützt entscheiden.

Warum sollte ein CEO mit dem SEO-Team sprechen?

Weil SEOs täglich Marktdaten analysieren, die für Strategie gold wert sind: von Zielgruppen-Segmentierung über Wettbewerbs-Benchmarking bis zu Marktexpansions-Entscheidungen. Diese Erkenntnisse sind nicht nur für Rankings relevant.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Vielen Dank. Ähm, genau. Ich mach's auch relativ entspannt. Ich werde euch jetzt gleich ein paar Folien zeigen. Das sind Elemente, ähm, aus dem echten Leben. Ein paar Beispiele, die ich mitgebracht habe, ähm, Folien sind im Nachgang zu bekommen, sowohl über die OMKW als auch über das Searchmetrics direkt. Ähm, ansonsten sind auch immer meine Kontaktdaten gleich da. Ähm, genau. Ich fange an, den Bildschirm zu teilen, dann bekommt ihr alle ein Gefühl dafür, was heute passiert. Ähm, da ich während der Präsentation den Chat nicht, äh, verfolgen kann, äh, gerne trotzdem reinschreiben. Ähm, ich reagiere dann sehr gerne im Anschluss darauf noch ein bisschen. So, hervorragend. Ähm, worum geht's heute? Ähm, ich möchte euch zeigen, woran man denn noch weiterdenken kann als bisher. Die, äh, CEOs wissen teilweise nicht genau, was die SEOs da draußen machen und die SEOs wissen vielleicht manchmal nicht genau, was andere Unternehmensteile mit den Daten machen könnten, die denn den SEOs zur Verfügung stehen. Und im Idealfall gehen heute die SEOS nach Hause und machen sich Gedanken, was denn unter Umständen andere Geschäftsbereiche mit ihren Informationen auch anfangen können. Und die CEOs, die holen sich bitte noch mal einen Kontakt mit ihren SEOs und diskutieren darüber, was denn vielleicht schon vorhanden ist, was man vielleicht noch machen könnte. Es sind Live-Beispiele aus dem echten Leben. Es sind, ähm, teilweise Sachen, die ich ein bisschen anonymisieren musste. Es wird ähnliche Dinge bei jedem Unternehmen geben. Deshalb einfach bitte den Gedanken mitnehmen, den ich hier transportieren möchte und, ähm, ins Gespräch kommen im Nachgang. Ganz klassische Situation. Wir befinden uns in einer, äh, Welt, wo Investoren, Geschäftsführer, Vorstände, ähm, Ziele vorgeben. Und so ein, ein klassisches Beispiel ist dieses, wir investieren und wollen, äh, in einem ganz bestimmten Segment unseres Geschäftes zehn Prozent Marktanteil gewinnen. Und wie können wir das sichern bis Ende des Jahres? Und da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann, äh, in die Produktion steigern. Wir können uns überlegen, ähm, wie viel Marketing machen wir, um, um Dinge zu tun? Und wir sind ja jetzt hier heute da, um mal zu schauen, wie gehen denn die SEOs vor, ja? Und die SEOs, das sind die, die Zahlen, Daten, Rankings, Informationen, äh, im Blick haben. Unter anderem auch einen Blick darauf haben, welche Themenwelten, welche Keyword-Welten sind denn, ähm, im Zusammenhang mit dieser Produktkategorie zu sehen? Das heißt, die, die SEOs monitoren, beobachten, ja, wie dieses junge Mädchen, ein, äh, größeres Set an Begriffen. Ich habe das jetzt kurz mal dargestellt, wie so was aussehen könnte. Also wir sind jetzt hier ein relativ klassischer E-Commerce-Laden und, ähm, diese Investoren haben gesagt, okay, wir wollen in dem Bereich Camping irgendwie groß Marktanteile gewinnen. Und die SEOs haben in der Regel Keyword-Sets, die alle Produktkategorien absp-, äh, -bieten und können dann eben aufgrund dessen ziemlich genau sagen, wie entwickelt sich denn so ein Markt? Und was ich da gerne, äh, zeigen möchte, was man damit machen kann, ähm, wenn wir uns Gedanken machen, nehmen wir jetzt diese Keywords aus dem Bereich Campingmöbel. Ähm, was sehen wir denn da? Und der, der SEO sieht typischerweise oder die SEO oder der, ne, ihr wisst alle, männlich, weiblich, divers, bitte. Ähm, die Suchmaschinenoptimierer da draußen, die sehen Wettbewerber. Und da in diesem Fall wäre es jetzt zum Beispiel Fritz Berger und Obeling und solche Geschichten. Was macht der, machen die SEOs da draußen? Die SEOs gehen hin und sagen: „Okay, ich gucke mir das Backing-Profile an." "Ich gucke mir an, was für eine Art von Content haben die auf der Seite." "Ich gucke mir an, ähm, wie sehen die Core Web-Vitals von deren Seiten aus im Vergleich zu unseren Seiten." Die Geschäftsführenden denken da vielleicht mal ein bisschen anders. Die könnten sagen: „Ah, das ist ein Übernahmekandidat." Ja, also vielleicht bin ich als Unternehmen in der Lage zu sagen: „Fritz Berger? Kaufe ich." Ne? Gucke ich mir mal genauer an. Kaufe ich mir, habe ich direkt ein, ein, ein, ein, ein Marktanteil, weil ich weiß, Fritz Berger hat fünfzehn Prozent der, der Sichtbarkeit in diesem Marktsegment haben die online. Also werden die auch einen relativ großen, ähm, Marktanteil im, im Gesamtgeschäft haben. Kann ich mir überlegen, ob ich die kaufen kann, ob ich Geschäftsbereiche bei denen rauskaufen kann, ähm, solche Geschichten. Vielleicht ist es auch ein Affiliate-Partner. Ja, vielleicht ist eben, äh, bergfreunde.de ein total tolles, äh, Portal und, ähm, die können meine Produkte bei sich, äh, platzieren, sodass ich dann sagen kann, okay, ihr bekommt einen Werbekostenzuschuss, werdet dort besser gelistet und kann dementsprechend, ähm, mehr Marktanteil bekommen. Kooperation. Warum kann ich denn nicht mit Decathlon eine Kooperation eingehen und sagen: „Okay, ihr bekommt jetzt exklusiv Produkte XYZ und dafür machen wir eine gemeinsame Werbekampagne?" Es sind Werbeflächen. Kaufland, eBay, Bergfreunde, Amazon, überall ist die Möglichkeit, Werbung zu schalten. Wenn ich weiß, dass die eine, ein, eine, ein, ein Marktanteil in der Sichtbarkeit in diesem Segment habe, dann sind das genau die Portale oder die Webseiten, auf denen ich meine Werbung sehen möchte. Und natürlich sind es Marktplätze, ja? Wenn ich weiß, dass Amazon wirklich den größten Anteil in diesem Marktsegment hat, dann liste ich meine Produkte dort. Vielleicht liste ich sie dort auch etwas stärker subventioniert. Vielleicht liste ich sie dort mit einer besonderen Rabattaktion. Vielleicht zahle ich einem Kaufland, äh, noch mal etwas mehr Provision, äh, wenn ich weiß, dass sie meine Produkte dann etwas stärker platzieren. Wenn also die CEOs da draußen wüssten, was sich hinter den Wettbewerbern der SEOs wirklich verbergen kann. Und wenn die CEOs mal einen Blick darauf bekommen, was andere Unternehmensbereiche mit diesen Informationen machen können, haben wir alle ein bisschen gewonnen. Wir können uns Marktanteile erkaufen, wir können unsere Produkte, unsere Dienstleistungen platzieren, wenn wir daran denken, dass dort Wettbewerber für den SEO sind, die eben das haben, was wir schon haben wollen, nämlich unter Umständen die Sichtbarkeit in einem gewissen Marktsegment. Ein anderes Beispiel zu dem Thema tatsächlich Real Life. Wir stehen schon super da und wir wollen expandieren. Wachstum ist das wichtigste überhaupt und wir wollen überlegen, expandieren wir globaler oder weiten wir das nationale Produktportfolio aus? Hier in diesem Beispiel geht es darum, ein Unternehmen aus dem Sektor der Sprachschulen überlegt sich in den USA, was machen wir? Bauen wir neue Bereiche rund unser Geschäftsmodell aus in den USA oder transformieren wir ein bisschen in die in die globalere Geschichte, indem wir sagen, wir bauen in UK, in Kanada, in Australien Sachen auf, wo wir als englischsprachiges Unternehmen uns eben schon sehr gut auskennen und auch unsere Dienstleistungen schön platzieren können. Wie geht man da typischerweise vor? Man fragt Marktforschungsunternehmen, man lässt sich von Unternehmensberatungen beraten, diskutiert, wie wichtig es uns ist, dass unsere Marke vielleicht in UK stattfinden kann und wir schauen uns an, wer ist denn der Wettbewerber da? Wie gehen Unternehmen oder Menschen vor, die sich mit dem Thema der Suche ein bisschen besser auskennen? Nun, wir sind hingegangen und haben uns in Summe alle Begriffe, die in irgendeiner Form mit dem Thema Sprachschule, Sprachenlernen beschäftigen, befasst und es sind in dem Fall zweihundertsechzig tausend Begriffe, die wir da analysiert haben. Wir sehen es hier ein bisschen geclustert in die unterschiedlichen Dienstleistungen, die unser Kunde hier darstellt. Und da geht es jetzt darum festzustellen, was können wir aus diesen Informationen sammeln. Und was super spannend ist, was man aus dem Bauch heraus vielleicht gar nicht so entscheiden kann und vielleicht auch mit anderen Daten nur schwer fassen kann, diese Such, die wir abdecken, das sind Nachfragen. Und wenn wir wissen, dass das Suchvolumen in den USA, dass also die Nachfrage in den USA stärker ist als alle drei potenziellen anderen Märkte zusammen. Und wenn wir uns dann noch angucken, dass das das Potenzial in dem Segment, was unser Kunde hier in diesem Fall noch gar nicht abdeckt, in den USA immer noch doppelt so viel Suchvolumen darstellt wie das gesamte Suchvolumen in den drei anderen potenziellen Märkten. Dann ist die Entscheidung relativ schnell gefallen. Wenn also die CEOs wüssten, wie genau CEOs den Total Addressable Market oder meinetwegen die Marktnachfrage beschreiben können, natürlich immer auf dem Bereich online, keine Frage, dann würden sie vielleicht hin und wieder doch noch mal fragen, was man mit diesen Daten machen können. Da möchte ich heute, wie gesagt, gerne hin, dass die Menschen, die es typischerweise nicht mit den Details der SEOs auseinandersetzen, sich mal mit diesem bisschen befassen. Wir haben auch gesehen, zweihundertsechzig tausend Keywords, die zu analysieren, macht man nicht nebenbei. Man braucht schon mindestens mal eine große Excel-Tabelle dafür. Im Idealfall macht man das mit ein paar mehr Daten, aber das ist genau sowas: Ein Marktforschungsunternehmen kann einem ziemlich genau sagen, okay, wir haben festgestellt, in UK gibt es keinen großen Anbieter, der das darstellt, was ihr darstellt. Wir brauchen in UK vielleicht fünf Märkte, fünf lokale Stationen oder aber wir stellen fest, es lohnt sich nicht zwingend auch noch in UK zu investieren, wenn wir unsere Infrastruktur in den USA weiter ausbauen. Der nächste Fall wieder ein sehr konkretes Beispiel. Wir sind ein Sportbekleidungsunternehmen und wollen gerne unsere Produkte aus dem Thema Laufen vermarkten. Und das wollen wir gerade in einem großen globalen Sportevent machen. Sagen wir, Olympia steht irgendwie an und wir wollen uns Gedanken machen, wie wir das Thema Laufen besser platzieren. Und da gibt es natürlich total viele kluge Sachen. Ich selbst bin ein paar Mal gelaufen und ich kann sagen, ja, auch ich kaufe Schuhe nicht nur, weil sie bequem sind, sondern die müssen auch irgendwie cool aussehen. Und ja, die Kleidung von Läufern ist entweder sehr, sehr dezent oder einfach sehr, sehr grell. Das hilft uns aber nicht, unsere Marketing-Kammanier auszurichten. Wir können uns hier gerne an so einen großen Konferenztisch setzen und darüber diskutieren, wie man so etwas macht. Wir können aber auch hingehen und sagen: „Okay, wir schauen uns mal an, wie ist denn eigentlich das Suchverhalten zu den Produkten, die rund ums Laufen stehen? Und total simpel, Keyword-Nachfrage gemacht in der Lösung, die man verwendet. Und man stellt eben fest, dass wenn ich mir die Begriffe alle so anschaue und dann nach Männern und Frauen mal gruppiere, stelle ich fest, dass die Begriffswelten rund das um Frauen, also Frauenlaufschuhe, Laufhosen für Frauen, Sport-BH für Frauen, größer ist als das für Männer. Also offensichtlich gibt es mehr Frauen, die gegebenenfalls häufiger nach Laufschuhen für Frauen suchen, als Männer, die für Laufschuhe für Männer suchen. Und wenn wir das eben für sehr, sehr viele Begriffe machen, stellen wir fest, dass das Themencluster Frauen ist viel, viel größer als das Themencluster für Männer. Heißt also für uns vielleicht sind Frauen doch eher die Zielgruppe, die wir ansprechen wollen, weil dadurch ist der Markt eben ein bisschen größer. Dann schauen wir uns an, wir clustern die Begriffe, die wir haben, nach den verschiedenen Bereichen. Also beim Laufen, es gibt, äh, der eine oder andere läuft vielleicht auch privat. Ähm, entweder gehe ich joggen oder ich trainiere auf Marathon plus x. Ja, also größer geht immer, aber es sind zwei unterschiedliche Welten. Ja, und was man hier sehr gut sieht, ist, dass es auch tatsächlich bei der, bei der Suchintention nachzuvollziehen ist. Wir sehen hier, dass das Keywordset rund um Running siebzig Prozent transaktionale Keywords hat. Also kaufen, ja, kaufen im Wesentlichen. Ja, also Schuhe kaufen, äh, Kleidung kaufen und dergleichen. Im Marathonsegment ist es ein anderes Bild. Im Marathonsegment, da geht es eben um Informationen, da geht es um Trainingspläne, da geht es um Ernährungspläne, da geht es um, äh, Startplätze. Ja, also ich habe jetzt gerade tatsächlich Bescheid bekommen, dass ich in Berlin beim Marathon laufen darf. Ja, ich musste mich dafür bewerben. Ja, also das sind so Sachen, das ist eine ganz andere Themenwelt. Ja, wir haben also festgestellt, wow, es sind eher Frauen, die wir adressieren wollen und es sind eher, also wir können jetzt überlegen, wollen wir, äh, Kaufaktionen machen, dann ist es einfach so das Laufen oder wir machen etwas für den Marathonbereich, dann aber doch eher im Wissensegment. Also könnte eine Anzeige ungefähr so aussehen. Ja, wir nehmen eine Frau als als Hero in dem Bild und, äh, unser Tenor ist eben "Join our Community and learn how to run your first Marathon in 2022". Statt: "Hier ist der neue Nike XYZ. Äh, guck dir an, wie, äh, schön der in Neon-Pink ist. Kauf hier." Ganz andere Welt, ganz andere Ausrichtung. Ich kann aber sehr genau sagen, okay, für die Begriffswelten, die ich abdecken möchte, für die, die Zielgruppe, die ich abdecken möchte, die sucht eher nach Produkten für Frauen, die sucht eher nach Informationen als nach Produkten direkt. Und darauf kann ich meine Maßnahmen ausrichten. Und wenn eben die CEOs wissen, wie gut die SEOs diese Nachfrage zuordnen und analysieren können und die es wirklich für ihre regelmäßige tägliche Arbeit tun, indem sie nämlich entscheiden, ist das ein Keywordset, was ich mit einer Produktkategorie bedienen möchte oder ist es ein, ein, ein Beitrag, indem ich einen Kaufratgeber baue, indem ich einen Blog baue, indem ich Content-Marketing mache? Wenn wir das wüssten als, als CEOs oder als Marketingleiter, dann können wir diese Information eben nutzen, um auch andere Kanäle damit zu bespielen. Ein echtes Beispiel, leider, äh, sehr, sehr aktuell. Ähm, im Gespräch mit einem Körperpflegehersteller. Wir haben bei der Analyse festgestellt, dass die Parfümverkäufe in 2020, so Frühjahr Richtung Sommer, nicht so stark waren wie in den Jahren davor. Und der, der Ansprechpartner sagte, das kann ich nicht ver-- verstehen, weil wenn ich mir das anschaue, ähm, also natürlich kann ich mir Thesen bilden, aber laut Google Trends sieht das ganz normal aus über die letzten Jahre. Wir haben die Peaks immer rund Weihnachten und ansonsten übers Jahr gibt es so ein paar Situationen, da gibt's ein bisschen mehr. Aber 2020 sieht nicht wesentlich anders aus als 2019 und 2018 und Sonstiges. Und die These kann natürlich sein, ja ja, es ist klar, wenn Lockdown ist und ich nach draußen gehe, ähm, dann bin ich alleine. Ich gehe nicht mehr auf Partys, ich, ähm, gehe nicht auf Dates, ich-- Mir ist wichtig, dass ich vielleicht ein Deo benutze, ja, um halt mich sauber und rein zu fühlen, aber mich irgendwie schöner zu machen, angenehmer zu machen mit Parfüm, das fällt eben vielleicht aus. Und wie geht man ran, wenn man, wenn, wenn man eher an Search denkt? Und das, das tun wir Suchmaschinenoptimierer ja sehr gerne. Wir schauen uns eben nicht diesen einen Begriff an, oder bitte schauen wir uns nicht nur diesen einen Begriff an, sondern wir stellen jetzt einfach mal alle Begriffe, die wir kennen, die mit dem Parfüm zusammenhängen, zusammen in ein Cluster. Und da gehören dann eben Marken dazu, da gehören dann, äh, Produktgrößen dazu. Da sind, äh, ähm, verschiedene, äh, Produkte, die dargestellt werden. Und dann sehen wir zwanzigneunzehn, ja, Frühling, Sommer zieht an, versus zwanzigzwanzig. Nach dem Einzelbegriff Parfüm, da hat sich nicht viel verändert. Aber nach diesen, nach den Themen drumherum, also nach dem gesamten Themengebiet, da ist es drastisch eingebrochen. Und mit dieser Information-- (schmunzeln) Übrigens, als ich das zusammengestellt habe, habe ich entdeckt, dass offensichtlich in ganz Deutschland das Suchvolumen nach Parfüm größer ist als nach Deo, außer in Schleswig-Holstein. Übrigens etwas, was die SEOs sehen. Die stellen so was fest, weil sie sich mit den Themen befassen. Wer jetzt hier aus Schleswig-Holstein kommt, mag das vielleicht beantworten können, warum denn ausgerechnet in Schleswig-Holstein mehr nach Deo als nach Parfüm gesucht wird. Wenn CEOs wüssten, wie die SEOs Themen betrachten und eben weggehen von diesem Einzelbegriff, mehr zum Long Tail, zum Holismus, also zum, zum, zum wirklichen Gesamtblick, dann können wir vielleicht auch als Unternehmen Dinge besser verstehen oder besser steuern, weil wir dann weggehen von diesem Einzelbegriff hin zu Themenwelten. Ähm, für mich persönlich ein Beispiel: Ich habe mal, ähm- Eins, ein Unternehmen dabei geholfen, aus der Kreuzfahrtbranche Suchmaschinenoptimierung zu machen. Und das Einzige, was für dieses Unternehmen relevant war, war, stehe ich jetzt für Kreuzfahrt auf drei oder auf vier, weil der größte Konkurrent, mit dem der Geschäftsführer mal golfen war, der stand dann eben auch auf vier oder auf drei. Ähm, das bringt aber das Business an sich nachher nichts weiter. (seufzt) Unsere repräsentative Umfrage hat ergeben, dass niemand in Deutschland an Hämorrhoiden leidet. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn mich jemand Fremdes auf der Straße anspricht und sagt: „Haben Sie eigentlich Hämorrhoiden?" tendiere ich dazu, nicht direkt die Wahrheit zu sagen. Eine repräsentative Umfrage, also einfach mehr oder weniger willkürlich tausend Menschen auf der Straße zu fragen, kann gut funktionieren, kann aber auch bedeuten, dass ich komplett an der Realität vorbeigehe, weil ja, sehr wohl haben auch die Deutschen das Thema Hämorrhoiden im Blick. Wenn wir das aufs Jahr betrachtet sehen, stellen wir fest, das ist ungefähr vergleichbar mit dem Thema Schnupfen. Ja? Also das Suchvolumen ist ungefähr gleich übers Jahr gesehen. Also ich kenne sehr viele, die darüber reden, dass sie Schnupfen haben. Relativ wenige, die darüber reden, welche Probleme sie unter Umständen mit Hämorrhoiden haben. Wo möchte ich damit hin? Ähm, die CEOs wissen das und ich glaube, viele da draußen verstehen es nicht. Man lügt Google nicht an. Egal, wie, wie peinlich unangenehm es ist, dem, dem Suchschlitz vertraue ich. Sieht man übrigens bei anderen Themen leider auch sehr deutlich. Ja? Das Thema Schwangerschaft, Alkohol, Schwangerschaft, Rauchen, ganz krasses-- ist 'n Suchvolumen hinter, ist 'ne Entwicklung hinter. Wir sehen, ähm, das sind Themen. Ka-- Also, ich setze jetzt mal die These in den Raum, dass ich glaube, dass wenn ich eine Schwangere draußen auf der Straße anspreche, wie viel Alkohol sie denn in ihrer Schwangerschaft trinkt, wird mir wahrscheinlich nicht sagen, dass sie jeden Abend mit ihrem Mann zusammen noch zwei Gläser Wein trinkt. Vielleicht sitzt sie aber an der Suchmaschine und fragt die Suchmaschine, wie viel Alkohol im, in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, äh, erlaubt ist. Also hier bitte bedenken, dass es einen Unterschied geben kann zwischen einer ganz klassischen Marktrecherche, Umfrage da draußen und dem, was die Menschen wirklich fühlen. Gerade dann, wenn es um Themen geht, die vielleicht nicht zwingend, na ja, ich sage mal, gesellschaftlich anerkannt sind. Wir sind ja gerade in der Winterzeit oder der eine oder andere ist in der Winterzeit. Hier liegt nichts von Schnee, wo ich gerade bin. Ähm, Situation wieder, ähm, Sportartikelhersteller, ähm, beschäftigt sich mit dem Gedanken zu sagen, wir, äh, lassen unsere gesamte Ski-Produktlinie fallen und gehen nur noch auf Snowboard, weil das ist irgendwie der große, heiße, neue Scheiß. Ähm, und, ähm, nach Neujahr können wir das Ganze aus unseren Läden rausnehmen. Wir rabattieren das. Hau-Hauptsache, wir verkaufen die Sachen noch schnell weg. Ähm, das sind Gedanken, wie sie ein Marketingleiter, äh, treffen kann, der irgendwie die letzten zwanzig Jahre gesehen hat, wie sich der Wintersport entwickelt und dass irgendwie in der ganzen Werbung keiner mehr Ski fährt, sondern nur noch Snowboard und, ähm, die Jugendlichen auch alle nur davon erzählen, wie cool sie dieses Snowboard fahren. Wir SEOs ticken dann mal wieder ein bisschen anders. Wir schauen uns das an und ihr seht hier, ähm, das sind Daten aus zwanzig neunzehn. Das sind also tatsächlich echte Daten, mit denen wir hier arbeiten. Das Logo von Searchmetrics ist auch noch das alte. Ähm, ihr braucht noch gar nicht ganz genau auf die Einzeldaten schauen, aber, ähm, hier mal kurz markiert: Ski-Suchvolumen gesamt aufs Jahr betrachtet sechzehn Komma neun Millionen, Snowboarding zehn Komma zwei Millionen. Q1 zehn Komma neun Millionen, Q4 zwölf Komma drei Millionen. Wir können also feststellen, dass Wintersportbegriffe eine stärkere Nachfrage erzeugen als Skifahren. Tatsächlich, wenn wir das über die Jahre sehen, stellen wir sogar noch fest, dass Skifahren ebenso wie Snowboard weiter wächst. Und in Q1 haben wir achtzig Prozent der Nachfrage von Q4. Also wäre es vielleicht sinnvoll, mit den Rabatten erst Anfang Q2 oder Ende Q1 anzufangen. Also bevor ich meine Produkte verramsche offline, warte ich doch vielleicht noch so lange, bis die tatsächliche Nachfrage runtergeht. Meinetwegen ist das schon im März, aber es ist auf jeden Fall nicht nach Neujahr. Wenn hier die CEOs wieder wüssten, wie genau die SEOs eben Nachfrage kennen und für ihren Content-Plan nutzen. Ja? Ich hoffe, die CEOs da draußen publizieren nicht einfach Inhalte, weil sie glauben, dass es total wichtig ist, sondern sie wissen, wann suchen die Menschen nach diesen, ähm, nach den Themen und wann veröffentliche ich eben genau diese Themen, um dann genau am richtigen Zeitpunkt die richtigen Dinge zu tun. Und wenn die CEOs wüssten, was man mit solchen Daten anfangen kann. Das klappt wahrscheinlich nicht, wenn ich einfach nur hundert Begriffe, äh, mir anschaue. Da muss ich schon ein bisschen größer, äh, denken. Aber wenn, wenn die CEOs das mal betrachten, was man mithilfe der Nachfrage in der Suche erkennen kann, dann kann man eben ganz weitreichende Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel – und das ist hier realistisch so – der Sportartikelhersteller hat im Nachgang seine Ski-Produktreihe eben nicht gecancelt, sondern weiter expandiert. Mein Name ist Markus Klöschen. Ihr findet und erreicht mich überall, wo es geht, mit dem Nickname Klöschen. Klöschen mit S-C-H wie Schule in der Mitte, nicht S-C-H. Ähm, wer mich Klößchen nennt beim nächsten Treffen, der gibt mir dann bitte eins raus. Freue mich über Fragen zu dem Thema, freue mich über Ideen. Ähm, meine Aufgabe bei Searchmetrics ist es, Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, die eben darüber hinausgehen, die Searchmetrics-Suite einzusetzen und darüber nachzudenken, wie man gegebenenfalls Suchdaten nutzen kann, um Informationen zu bekommen, die für ein Unternehmen wichtig sind. Slides gibt es hier zum Download oder natürlich auch über die OMKB selbst im Nachgang zu diesem Talk. Jetzt freue ich mich noch über ein paar Fragen im Chat. Ansonsten kontaktiert mich direkt über alle Kanäle, die ich gerade genannt habe, auch hier über die OMKB, äh, kontaktiert Searchmetrics, ähm, pingt mich auf LinkedIn an, ähm, sprecht mich auf der nächsten echten offiziellen Offline-Veranstaltung an. Ich freue mich drauf. Vielen Dank.

Automatisch erstellt & redaktionell aufbereitet — kann vereinzelt Fehler enthalten.

Im Video erwähnt

Tools & Agenturen aus diesem Talk — direkt im OMKI-Verzeichnis ansehen.

Beschreibung

SEO und SEA geht weit über Rankings, Keywords und Co. hinaus. Nutzt Ihr Unternehmen die Fülle der gesammelten Informationen für strategische Entscheidungen, erschließen sie damit völlig neue Markt-Potenziale? Welche Produkte suchen Kunden wirklich? Wann sollten diese rabattiert werden? Gibt es absehbare Veränderungen der Nachfrage? Auf welche Affiliates sollte sich Ihr Unternehmen konzentrieren?

Themen in diesem Video

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