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START-UP TALK | REVOLUTIONÄRE E-COMMERCE LÖSUNGEN FÜR REITER: DIE RASANTE ERFOLGSSTORY VON DECKENPOST
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Zusammenfassung

Deckenpost ist ein innovatives Start-up, das E-Commerce und Logistik für die Reitbranche revolutioniert. Das Unternehmen bietet einen digitalen Service zur Abholung, Reinigung und Rücklieferung von Pferdedecken innerhalb einer Woche – und hat dabei erkannt, dass die Kombination aus Problemlösung, Speed und Cross-Selling (Futtermittel, Pflegeprodukte) der Schlüssel zu schnellem Wachstum ist.

Deckenpost: Revolutionäre E-Commerce-Lösung für die Reitbranche

Christian Kötter, Co-Founder von Deckenpost GmbH, erzählt im StartUp Talk die Geschichte eines bemerkenswerten Unternehmens, das vor knapp zwei Jahren gegründet wurde und seither rasant wächst. Was mit einer ursprünglichen Idee für Sportvereine begann, hat sich dank der Reit-Expertise einer Mitgründerin zu einem durchschlagenden Erfolg entwickelt. Heute ist Deckenpost ein Problemlöser, der die Reitbranche durch gezielte Digitalisierung und integrierte Logistik transformiert.

Von der Krise zur Geschäftsidee: Die Entstehungsgeschichte

Die Gründungsgeschichte von Deckenpost beginnt während der Corona-Pandemie. Das Gründerteam entwickelte ursprünglich ein Konzept für Amateursportvereine: Sie wollten sonntags Trikots abholen, waschen und sauber zum nächsten Spieltag zurückbringen. Als der nächste Lockdown kam und Sportvereine schließen mussten, entstand die entscheidende Wendung. Eine Mitgründerin, selbst leidenschaftliche Reiterin, brachte die zündende Idee: "Macht das für Reithöfe!"

Für Christian, der nicht aus der Reitbranche kam, war das zunächst kontraintuitiv. Doch schnell verstand er das echte Geschäftspotenzial: Ein Pferd hat nicht nur eine Decke – es braucht 10 bis 12 verschiedene Decken pro Saison, oft gleich mehrfach. Hinzu kommen Schabracken, Gamaschen und Bandagen. Deckenpost erkannte einen echten Pain Point und positionierte sich als echter Problemlöser.

Das Kernproblem: Wie Höfe bisher ihre Decken wuschen

Vor Deckenpost organisierten sich Reithöfe auf völlig unterschiedliche Weisen:

  • Einige Höfe besaßen Waschmaschinen und wuschen selbst – eine zeit- und nervenaufreibende Arbeit, die zudem der eigenen Waschmaschine schadete
  • Andere brachten ihre Decken zu Wäschereien, mussten aber 6 bis 8 Wochen auf die Rückgabe warten, weil diese die Ware teilweise ins Ausland (z.B. Polen) zum günstigeren Waschen schickten
  • Viele vertrauten auf spezialisierte Pferdedecken-Wäschereien, die aber oft analog arbeiteten

Ein großes Hygienedefizit lag vor: Viele Reiter wuschen ihre Decken nur einmal pro Jahr oder seltener – eine deutlich zu lange Frist. Die Empfehlung lautet: mindestens nach jedem Saisonwechsel.

Das zentrale Risiko für Kundinnen und Kunden: Wer nur ein oder zwei Winterdecken besitzt, konnte sich nicht leisten, diese für 6–8 Wochen abzugeben. Sie brauchten ihre Ausrüstung für den Reitbetrieb.

Das Deckenpost-Modell: Digital, schnell, problemlösend

Deckenpost antwortet auf diese Schmerzpunkte mit einem stark digitalisierten Geschäftsmodell:

  • Schnelligkeit: Abholung und Rücklieferung innerhalb einer Woche statt 6–8 Wochen
  • Digitale Bestellung: Kunden registrieren sich im Onlineshop, prüfen ihre Lieferfähigkeit und lösen Bestellungen aus
  • Intelligente Logistik: Automatisierte Routenplanung sorgt dafür, dass Abhol- und Liefertouren effizient organisiert werden
  • Eigene letzte Meile: Deckenpost fahren selbst zum Stall – keine Fremdlogistik, volle Kontrolle über den Kundentouch
  • Spezialisiertes Waschmittel: Eigens entwickelt, um höchste Hygienestandards zu erfüllen

Geschäftsmodell: On-Demand und Abos kombinieren

Deckenpost arbeitet nicht nach einem reinen Subscription-Modell, sondern hybrid:

Wäscheservice: Rein auf Nachfrage. Kunden bestellen, wenn sie Decken waschen möchten. So konnte Deckenpost lernen, dass der Bedarf bei vielen Kundinnen und Kunden noch gering ist – und arbeitet daran, durch Content Marketing und Aufklärung zum Thema Hygiene mehr Bewusstsein zu schaffen.

Futtermittel und Pflegeprodukte: Hier setzen sie auf klassische Abo-Modelle. Die Kunden erhalten alle 14 Tage, monatlich oder alle zwei Monate ihre benötigten Produkte direkt zum Stall gebracht – bequem, ohne selbst shoppen fahren zu müssen. Dieses Storytelling funktioniert besonders gut.

Cross-Selling und Sales-Fokus vor Ort

Christian ist selbst aus dem Vertrieb und sieht das volle Potenzial: Die Fahrer von Deckenpost sind nicht nur Logistiker, sondern auch Verkäufer. Sie sind der primäre Kundenkontakt und können vor Ort über weitere Produkte aufklären und Conversions treiben.

Das ist kein Zufall: Deckenpost investiert in die Schulung ihrer Fahrer, damit sie nicht nur professionell auftreten, sondern auch Kundinnen und Kunden beraten können. So wird die letzte Meile zur Verkaufschance – ein massiver Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Logistikpartnern.

Geografisches Wachstum: Vom Münsterland bis in die Niederlande

Deckenpost ist geografisch rasant gewachsen. Was mit dem Münsterland begann, erstreckt sich mittlerweile über:

  • Nordseeküste (Bremen, Schleswig-Holstein)
  • Hannover und Umgebung
  • Sauerland
  • Niederlande (Einstieg 2024)

Das Team prioritärt bewusst geografische Dominanz und Marktgeschwindigkeit: Lieber vor anderen Wettbewerbern da sein und den Markt von innen gestalten, als später kopiert zu werden.

Strategie: Wachstum vor kurzfristigen Gewinnen

Christian macht deutlich, dass der bisherige Fokus auf Wachstum lag – nicht auf sofortige Profitabilität. Die letzten zwei Jahre waren geprägt vom Gedanken: "Wir wollen als Erster da sein." Diese Strategie schützt vor Nachahmer-Wettbewerb und etabliert Deckenpost als Market Leader in der digitalisierten Reitbranche.

Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern um echte Kundenprobleme zu lösen – ein fundamentales Verständnis, das Deckenpost von reinen Tech-Startups unterscheidet.

Kernerkenntnisse: Die Erfolgsfaktoren von Deckenpost

  • Problemlösung vor Produktentwicklung: Deckenpost identifizierte einen echten Schmerz und bot Lösung, nicht ein beliebiges Produkt
  • Speed als Wettbewerbsvorteil: Eine Woche statt 6–8 Wochen ändert das Kaufverhalten grundlegend
  • Digitalisierung der Prozesse: Vom Onlineshop über Routenplanung bis zur Hygieneaufklärung – alles ist durchdacht
  • Eigene letzte Meile: Kontrollierter Kundenkontakt schafft Vertrauen und Cross-Selling-Chancen
  • Hybrid-Monetarisierung: On-Demand-Services + Abo-Produkte = höherer Customer Lifetime Value
  • Geografische Fokussierung: Lieber ein Gebiet dominieren als überall präsent, aber schwach sein

Häufige Fragen

Wie funktioniert der Bestellprozess bei Deckenpost?

Kunden registrieren sich im Onlineshop, geben ihre Postleitzahl ein (um zu prüfen, ob sie im Liefergebiet liegen), und bestellen dann ihre Anzahl an Decken. Ein automatisiertes System meldet die Bestellung an die Logistik, ein Routenplaner plant die Abholung, und eine Woche nach der Abholung erfolgt die Rücklieferung.

Wie schnell bekomme ich meine Pferdedecke zurück?

Deckenpost holt deine Decken ab, beispielsweise mittwochs, und liefert sie eine Woche später – am nächsten Mittwoch – gereinigt zurück zum Stall. Das ist deutlich schneller als traditionelle Wäschereien, die 6–8 Wochen benötigen.

Bietet Deckenpost auch Abo-Modelle an?

Ja, aber nur für Futtermittel und Pflegeprodukte. Dabei liefert Deckenpost alle 14 Tage, monatlich oder alle zwei Monate direkt zum Stall. Der Wäscheservice selbst läuft rein nach Bedarf – du bestellst, wann du möchtest.

In welchen Regionen ist Deckenpost aktiv?

Deckenpost deckt ein großes Gebiet ab: vom Münsterland über die Nordseeküste (Bremen, Schleswig-Holstein), Hannover, das Sauerland und seit 2024 auch die Niederlande.

Warum ist häufiges Waschen von Pferdedecken wichtig?

Aus hygienischen Gründen sollten Pferdedecken mindestens nach jedem Saisonwechsel gewaschen werden. Viele Reiter waschen ihre Decken aber nur einmal pro Jahr oder seltener – eine Hygienekatastrophe. Deckenpost möchte dieses Bewusstsein schärfen.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

So, welcome back bei der UMKW mit zwei völlig neuen Gesichtern. Der Christoph nimmt sich jetzt eine kleine Pause und ich habe jetzt das Vergnügen, in der nächsten Stunde mit euch gemeinsam über das Projekt, über das Unternehmen Deckenpost, ja, diskutieren und auch sprechen zu dürfen. An meiner Seite ist Christian Kötter, Co-Founder von der Deckenpost GmbH und ich will jetzt auch gar nicht allzu viel im Intro verraten, sondern direkt mit euch gemeinsam einsteigen, über dieses tolle Start-up etwas mehr in Erfahrung zu bringen. Christian, erst mal herzlich willkommen hier bei der UMKB. Ich hoffe, du fühlst dich wohl. Ja, sehr wohl. Sehr, sehr wohl. Ich wurde auch super empfangen hier, bestens verpflegt. Vielen, vielen Dank. Wird entschuldigt, die nasale Aussprache. Ich bin ein bisschen angeschlagen, aber auf dem Weg der Genesung. Sehr schön. Ich denke, das werden wir in dieser einen Stunde hoffentlich nicht allzu stark bemerken. Christian, Deckenpost. Erzähl uns doch ein bisschen was zu dem Projekt Deckenpost. Das ist ja noch ein relativ junges Start-up, aber auch schon sehr erfolgreich. Ähm, erzähl uns vielleicht einfach mal ein paar, ähm, nette Informationen zu diesem Unternehmen. Sehr, sehr gerne. Ähm, ja, wir haben Deckenpost vor knapp zwei Jahren gegründet. Äh, also wir feiern bald Zweijähriges sozusagen. Ähm- Quasi in der Krise ge-gründet, oder? Ja. Ja, vielleicht kurzer Schwank, wie wir auch da hingekommen sind. Also wir hatten mit dem Team, unserem Gründerteam, hatten wir während Corona, ähm, das war während des ersten Lockdowns quasi, dann wird dann noch mal wieder geöffnet, hatten wir 'n Konzept erarbeitet, 'ne Geschäftsidee, ähnlich wie jetzt Deckenpost, nur für Sportvereine. So, also dass wir halt zu Sportvereinen fahren, ähm, sonntags die Trikots abholen, also Amateursportvereine, weil sonst ist immer welcher mal dran mit waschen. So, ähm, und das war unsere Idee, dass wir das machen und dann sauber zum nächsten Spieltag wieder zurückbringen. So, dann war aber der nächste Lockdown, Sportvereine durften nicht weitermachen. Und dann haben wir gedacht: „Was machen wir jetzt?" Da haben wir so eine geile Idee und so ein geiles Team irgendwie aufgebaut. Ähm, und dann, ähm, eine, eine, die Frau von einem der Mitgründer sozusagen, sie ist auch Gründerin, Mitgründerin geworden, natürlich auch bei Deckenpost, ist Reiterin, also hat die Reitexpertise mit eingebracht dann auch, ähm, hat gesagt: „Ey, das-- Macht das für Reithöfe. Also, ähm, fahrt dahin, holt die Decken ab, macht das." Jetzt musst du uns mal ein bisschen aufklären. Decken, Pferde, ist wahrscheinlich für viele so ein gewisser Maßen böhmische Däffer. Was, was hat das so auf sich, ja? Also was, was, wieso ist 'ne Decke bei 'nem Pferd so relevant? Ja, also ich, ich, ich muss vorweg da auch noch mal sagen: Also ich bin, äh, ich komme nicht aus der Reitbranche, ne. Also es war auch für mich alles neu. Ähm, es ist eine spannende Branche, macht mega Spaß, aber ich musste auch lernen. Ähm, wo die Karina dann quasi die, den Gedankenansatz gebracht hat: „Macht das für die Reitbranche, euer Konzept", habe ich gesagt: „Ja, aber das kann ja nicht spannend sein." Also ein Pferd hat vielleicht eine Decke, habe ich schon mal gesehen irgendwo. Also, aber wie willst du denn damit Geld verdienen? Also mal im Ernst, auf einer Decke waschen? Hab ich gesagt: „Ja, nein, nein, nein. Es gibt nicht nur eine Decke. Es gibt bestimmt zehn, elf, zwölf verschiedene Decken. Jede Saison eine andere Decke und dann haben die auch gleich zwei oder drei halt von der Sorte und es gibt einiges zu waschen. Es ist ja nicht nur Decke, sondern es ist dann auch Schabracke, Gamaschen, Bandagen. Also was man alles waschen kann, ist, ist Wahnsinn. So, und, ähm, ich habe verstanden, dass das ein riesen Problem ist in der, in der, in der Reitszene oder wir haben was daran verstanden, dass es ein Problemlöser ist. Und, ähm, das fand ich dann schon spannend, weil du kommst nicht mit einer Geschäftsidee, äh, auf dem Markt und verkaufst irgendwie das dritte Parfüm oder der dritte Anbieter für sonstige Dienstleistungen, sondern das ist wirklich ein Problemlöser. Und, ähm, fand ich halt hochspannend. Und dann war da mein Gedanke, weil ich kaum mein Herz schlägt für den Vertrieb. Wenn man es schafft, an die Höfe zu kommen, durchs Problemlösen, Waschen, ist der nächste Gedanke halt: „Hey, wir können denen noch viel mehr Lasten abnehmen, äh, Futtermittel mitbringen, Pflegeprodukte mitbringen. Ähm, und so, ja, sind wir einfach ein Problemlöser rund ums Thema Pferde. Wenn du sagst, das, das ist ein Pain Point in der Vergangenheit gewesen und ihr habt diesen Pain Point identifiziert und jetzt ja auch mit Deckenpost, äh, versucht ihr, äh, genau diesen Schmerz zu lindern... Wie haben sich die Höfe denn vorher organisiert mit, äh, mit den Decken? Wie, wie lief das vorher? Ja, ähm, sehr gemischt. Ähm, also einige Höfe haben dann schon 'ne Waschmaschine. Da wurde dann halt angeboten: „Hey, wir waschen." Eine Riesenwaschmaschine. Industriewaschmaschine. Genau, große Waschmaschine, teilweise aber auch eine viel zu kleine, wo halt nur eine Decke dann reinpasst, aber es wurde dann am Hof gewaschen. Ähm, aber dann auch, äh, da hatte auch keiner Bock drauf. Das ist halt eine Arbeit. Also noch mal liebe Grüße an die Mitarbeiter, vor allem auch in der Wäscherei. Äh, was sie da jeden Tag leisten, ist Wahnsinn. Ähm, und die hatten einfach dann keinen Bock drauf. Also es gab auch-- Es gibt natürlich, es gibt Wäschereien für Pferdedecken auch, ist nichts Neues. So, ähm, ähm, und einige haben dann halt ihre Decken halt zu, zu anderen Wäschereien gebracht. Aber da waren die Decken dann halt teilweise sechs, sieben, acht Wochen weg, weil wahrscheinlich die Wäscherei das vielleicht auch irgendwo hin nach Polen geschickt hat zum Waschen oder so, wo es halt günstiger dann ist. Klar, ist verständlich. Ähm, und, ähm, unser Servicegedanke war von vornherein: Die Kunden sollen ihre Decke in einer Woche wiederhaben. Also wir holen die ab, beispielsweise mittwochs bei dir am Stall und nächste Woche Mittwoch, äh, hast du die wieder stehen sauber. Ähm, wir haben einen Nähdienst-Service mit aufgebaut. Äh, Lederarbeiten machen wir so und... Ja, aber so, oder die waschen halt zu Hause. Die, viele waschen auch zu Hause, was ja auch okay ist, ähm, aber, ähm, das ist nicht gut für die Waschmaschine. Ähm- Und für die Nerven wahrscheinlich auch nicht. Für die Nerven. Der Partner wird sich auch nicht freuen, wenn er einen anderen Morgen irgendwie in seiner Boxershorts oder in seiner Unterwäsche irgendwelche Pferdehaare drin hat. Ja, es, es ist ein großes Problem, aber da wurde halt auch immer wenig drüber gesprochen. So, und wir, wir haben auch, ähm, da erzähle ich gerne gleich noch mal mehr zu, äh, auch diesem Hygienegedanken irgendwie mit aufgenommen. Also ich, äh, ich hatte noch mal ein anderes Start-up, wo, mit einer Beteiligung, äh, da ging es Desinfektionsmittel aus dem Sportbereich. Und da habe ich mich viel mit dem Thema Hygiene beschäftigt, so, und auch jetzt mit Hygiene beschäftigt. Also wir haben ein eigenes Waschmittel machen lassen und so was, was gut ist. Ähm, und da haben wir einfach festgestellt, viele Reiter waschen ihre, ihre-Decke vielleicht einmal im Jahr oder alle zwei Jahre und das ist einfach Katastrophe. Was ist die Empfehlung? Ja also wenigstens einmal nach Saisonwechsel. Also bitte so also das wäre schon gut, ähm dass wir das Mindeste so. Du hast gerade angesprochen, dass dass es durchaus ja auch vor euch Wäschereien gegeben hat, die sich vielleicht nicht so klar spezialisiert haben auf das Thema Pferdedecken. Du hast das Thema Speed angesprochen, also auch das Thema der Geschwindigkeit. War das am Ende neben den vielen, vielen anderen Metriken, die es benötigt oder vor allem Vorteilsargumentation, die es benötigt, um Höfe zu gewinnen, einer der wichtigsten Aspekte? Oder sagst du, ne, es war ein Konglomerat aus verschiedenen Punkten, wozu aber auch das Thema Geschwindigkeit eben dazu gehört hat? Ja, also erstmal, also es gibt immer noch natürlich Wäschereien, die sind auch nur auf das spezialisiert so, aber die sind halt total analog. Ähm Ich erzähle gleich noch mal, warum wir digital geworden sind. Ähm ähm Also ich für viele war das ein großer Schmerz einfach. Also vor allem ähm einige Kunden oder einige Reiter oder Reiterinnen haben halt dann zum Beispiel nur eine oder zwei Winterdecken. So Decken sind halt auch teuer mhm. Und die haben ja auch immer den Schmerz dann gehabt, ich kann jetzt nicht meine Decke irgendwo hingeben zum Waschen sechs, sieben Wochen, weil ich brauche die vielleicht dann ja noch, dann habe ich keine so. Das Risiko kann ich nicht eingehen. Ähm Und wir haben denen einfach entgegengewirkt, weil du kriegst in einer Woche wieder. Ich glaube, das war für viele ein Grund, also das mit uns zu machen. Ähm Aber es gibt auch noch ganz viele andere tolle Gründe, (kichern) wo man das mit uns machen sollte. Okay, sehr gut. Dann lass uns mal so ein bisschen über euer Geschäftsmodell sprechen, ja. Weil ihr müsst ja auch Geld damit verdienen. Ähm Ist das Ganze subscription based? Das heißt, bin ich bei euch Kunde und sage, okay, ich habe jetzt ein Abonnement und einmal die Saison oder zweimal die Saison wird wird meine Pferdedecke gereinigt oder agiert ihr eher auf Zuruf? Ähm Wird die Ware bei mir vor äh Ort abgeholt? Gebe ich sie an eine Sammelstelle ab? Wie verdient ihr Geld? Ja, vielleicht eben ganz kurz zu dem Prozess, also damit man das versteht. Ähm Wir wollten das Ganze halt ähm digital gestalten, um natürlich auch ähm für uns Prozesse kurz zu halten, um halt wenig Ressourcen zu binden. Deswegen versucht bis zur Bestellung also alles irgendwie digital zu schaffen. Wir haben ähm einen Onlineshop gebastelt. Mhm Da war schon eine Riesenherausforderung, weil wir nicht dieser typische Onlineshop oder der Onlineshop Prozess sind. Der Kunde kommt in unseren Onlineshop, klickt auf bestellen und zu Ende. So, es wird bezahlt und vorbei. Ja. Bei uns ist, der Kunde registriert sich als Neukunde, dann wird abgeglichen, ist der Kunde in unserem Zielgebiet, wo wir fahren, weil wir fahren doch nicht in ganz Deutschland. Also wir fahren ziemlich große Bereiche, die wir mittlerweile abdecken. Wir sind ziemlich, ziemlich schnell auch letztes Jahr dann gewachsen. Also Münsterland sind wir gestartet. Wir sind jetzt hoch bis zur Nordseeküste, also Bremen, Schleswig Holstein, Hannover, Sauerland, Niederlande haben wir angefangen letztes Jahr zu machen. Und wenn der Kunde dann ins Liefergebiet fällt, ähm kann der eine Bestellung auch schon auslösen. Also ich möchte gerne fünf Decken waschen, dann poppt das bei uns auf. Wir wissen, das geht dann zu unserer Logistik, zu einem Routenplaner, der weiß, da muss ein neuer Hof oder ein neuer Kunde eingerichtet werden und da ist was zum Abholen. Dann wird das eingeplant. Wir fahren dann dahin zum Stall, holen die dreckige Wäsche ab und dann eine Woche später wird es wieder eingeplant auf die Route zum wieder ausliefern und der Kunde bekommt es wieder an den Stall zurückgebracht. Genau, das Ganze ist kein Subscription Modell, also rein nach Bedarf, einfach weil die Kunden haben ja gelernt oder wir haben es gelernt halt, es gibt Kunden, die waschen regelmäßig, andere halt nicht, die haben den Bedarf noch nicht. Da sind wir jetzt gerade dabei, den Bedarf mehr zu wecken, natürlich auch ein bisschen aufzuklären zum Thema Hygiene. Ähm Also dass kann er frei machen, wann er möchte. Ähm Wir bieten aber unter anderem auch Futtermittel an, Pflegeprodukte und bei den Futtermitteln, und das wird unglaublich gut angenommen, da bieten wir halt Abo Modelle an. Also ähm wir liefern alle vierzehn Tage, alle einmal im Monat, alle zwei Monate das, was du brauchst, direkt bis zum Stall. Du musst nicht mehr schleppen, musst nicht mehr in den Einzelhandel fahren, sondern wir bringen es dir direkt mit. Also bequemer geht es gar nicht. Mhm Das heißt, ihr versucht über Cross und Upsell Produkte neben dem typischen Wäschereibetrieb von Decken eben noch weitere Produkte mit anzubieten, weil ihr darüber eben auch die letzte Meile logistisch selbst beherrscht? Oder bildet ihr das Thema Logistik nicht selbstständig ab? Doch, das machen wir komplett selbstständig. Ähm Ist uns auch wichtig. Also für den, der Kunde kennt, kennt mich nicht. So der Kunde kennt ähm, ähm nicht den Nico und unseren CEO. Der Kunde kennt keinen aus unserem Team, so. Ähm Der kennt halt nur der Touchpoint ist der Fahrer, der zu den kommt an den Hof. So und ähm uns ist unglaublich wichtig, dass die halte auch vernünftig auftreten, dass dass wir, dass sie geschult sind, dass sie auch mal Fragen beantworten können. Und ähm das würden wir aktuell ungern aus der Hand geben. Das ist der Touchpoint halt auch zum Kunden. Sind eure Fahrer tatsächlich Logistikmitarbeiter oder sind das auch Verkäufer? Weil du sagst, du kommst ja selber sehr, sehr stark aus dem Sales Segment, wenn ich schon mal vor Ort bin, was ja ein Wettbewerbsvorteil ist gegenüber anderen Teilnehmern am Markt und ihr vor allem auch die letzte Meile eigenständig beherrscht logistisch, ähm wäre es natürlich auch ähm wahrscheinlich einfacher in der Konvertierungsquote, direkt vor Ort eure Produkte mit anzubieten. Obschon natürlich der Kunde dennoch digital das Produkt erwirbt. Ja Ist das so von der von der Hypothese her richtig? Oder sagt ihr, eigentlich wollen wir vor Ort gar nicht wirklich einen Sales Sales Ansatz verfolgen? Doch, eigentlich schon. Also klar. Also ich glaube, wir wären auch blöd, wenn wir das nicht ausnutzen würden. Ne, also ähm mein letztes Jahr war unser Fokus halt und die letzten zwei Jahre der Fokus rein auf Wachstum. Also wie wir sind jetzt gerade, ich weiß nicht, eine Nummer kleiner geworden, aber wir verlieren nicht den Markt, sondern wir gehen ihn an.Jederzeit hätten wir kopiert werden können oder so. Ich würde es keinen empfehlen. Und wir wollten halt als Erster da sein, also digital und einfach für den Kunden und visible am Hof quasi. Und wir waren rein auf Wachstum ausgelegt. Was wir jetzt gerade machen ist, und da spielt das mit rein, das ist halt einer unserer Vertriebshebel dann: Wir haben Höfe, da haben wir aktuell zum Beispiel nur zwei Kunden, aber da sind zwei Reiter oder Reiterinnen, aber da gibt es noch 80 andere. Und das Der nächste Schritt, dass wir versuchen, die natürlich auch zu bekommen, damit wir irgendwann auch von der Logistik-Seite her einfach wirtschaftlich werden. Und das wird ein großer Hebel sein, halt Margen auch zu generieren. Und spätestens da wollen wir schon unsere Fahrer auch mit einbinden. Ich meine, die Fahrer haben auch alle Visitenkarten mit Gutscheincodes drauf und das sind auch alles super sympathische Leute und klar, die sprechen auch jeden an, aber die sind von uns jetzt nicht angewiesen: „Hey Leute, ihr müsst jetzt Vertrieb machen. Du bist Ende des Monats, erwarte ich vom jeden irgendwie 100 Kunden oder so was. Nein, nein. Also die sollen sich aufs Fahren konzentrieren. Genau. Du hast gerade das Thema Marge angesprochen, Eigenprodukte gegenüber Fremdprodukten, vor allem im Segment Futtertiermittel etc. Ein Thema bei euch? Angedacht auf jeden Fall, aber noch bei lang nicht umgesetzt. Wie eben schon gesagt, wir wurden so gut angenommen, da hatte keiner von uns mit gerechnet. Also wirklich keiner von uns. Und wir sind auch jetzt noch ... Wir haben auch viel gelernt. Wir haben viel gelernt, also auch ich habe gelernt, rein aus der ... Ich habe ja bis vor kurzem allein noch den Bereich Marketing verantwortet, habe gelernt, dass die Reitbranche ganz anders tickt als andere Branchen, wo ich schon mal gearbeitet habe. Das ist auch klar, aber sie ist wirklich anders und das musst du erst lernen und verstehen. Also was ist denen wichtig? Und wir haben ganz, ganz viel gelernt und das wollen wir jetzt nutzen, die Kunden auch langfristig an uns zu binden. Und klar wollen wir irgendwann, müssen wir auch machen, margenhaltige Produkte auch anbieten. Das kann sich wahrscheinlich jeder selbst denken. Wenn ich eine Felddecke wasche und wir machen wirklich faire Preise. Die sind wirklich teilweise unter dem Markt und unsere Qualität ist unglaublich gut. Das ist auch wichtig. Dass wir da jetzt kein Geld groß mit verdienen, ist, glaube ich, kein Geheimnis. Was ist das für euch, ein Entry Point? Ja, absolut. Absolut. Und ich glaube aber auch ein schöner und ein fairer, also dem Kunden gegenüber. Und wenn wir anfangen, Futtermittel zu verkaufen, dann verdienen wir halt schon ein bisschen was dran, aber auch Futtermittel, die Marge ist so gering, da reden wir über 15, 10% oder so. Nextup sind halt auch weitere Produkte, wo halt dann Margin auch erzielt werden können, halt von 100%, aber da müssen wir jetzt erst mal hin. Ihr sitzt in Reine. Das ist das Korrekte, das ist ja das Münsterland, das ist ja gewissermaßen auch pferdeverrückt, muss man ganz klar sagen. Jetzt könnte man annehmen oder die Hypothese aufwerfen: Gelingt euch dieses sehr, sehr schnelle Wachstum – und wir sprechen gleich auch noch mal über vielleicht einige Kennzahlen –, gelingt euch dieses Wachstum auch in der Breite, wenn wir es jetzt rein auf Deutschland reduzieren? Ihr seid ja teilweise auch schon im Ausland oder anderen Niederlanden aktiv. Da werden wir gleich noch mal darüber sprechen. Wie siehst du das? Seid ihr hier natürlich geographisch am Hotspot und könnten relativ schnell ist exponentielles Wachstum produzieren, bei dem du sagst, da haben wir Schwierigkeiten in der Fläche mit oder gehst du davon aus und sagst, das wird uns auch über regional gelingen? Also ich glaube, dass wir ... Das haben wir jetzt nicht groß beeinflusst, dass wir im Münsterland gestartet sind. Wir kommen da halt alle her, aber es hat, glaube ich, viel dazu beigetragen, dass wir so schnell gewachsen sind. Es ist die Reiterhochburg. Es ist einfach so. Das kam uns natürlich zugute, hat uns auch sehr geholfen, vor allem gerade am Start durch Mund-zur-Mund-Propaganda. Der eine Hof hat es dem anderen erzählt und die andere Hofbesitzerin sagte: „Wir haben so einen tollen neuen Service hier, mach das doch auch. Und das ging ganz, ganz schnell. Da war dann die erste Challenge schon, wir müssen die Prozesse... Da hängt so viel hinten dran. Das ist Wahnsinn, die hinterherzuziehen. Wir mussten halt teilweise dann zwischendurch auch wirklich gucken, dass wir nicht zu schnell wachsen, weil das hätten wir nicht abfangen können. Es geht ja los mit Fahrer. Du brauchst Fahrer, du brauchst Autos, du brauchst Wäschereimitarbeiter, du brauchst Lagerfläche, die Decken zu trocknen und so was. Aber wir haben in einige Bereiche – und das war ganz schön und das Ist auch fast so eingetreten, wie wir uns das ausgemalt hatten, also das, was wir sozusagen im Münsterland uns aufgebaut haben, da auch für den Bereich Online-Marketing. Wir haben Creatives erstellt, wir haben Zielgruppen erstellt, wir haben quasi so einen Rollout-Plan je Standort gehabt, so was passiert wann, haben das dann auch mit unserer Marketingagentur natürlich dann alles durchdefiniert, wann was ausspielen. Und wir konnten im Prinzip alles recyceln, was wir schon an einem Standort genutzt haben, konnten wir dann sozusagen für den nächsten Standort nehmen. Wir haben so eine Blaupause kreiert und das hat funktioniert und das war total gut so. Ja, super. Da habt ihr jetzt gewissermaßen Blueprint. Du hast gerade das Thema Höfe angesprochen. Zuvor hast du gesagt, du kommst selber auch aus dem Vertriebsbereich. Wie stark seid ihr in der anfänglichen Phase oder vielleicht auch jetzt auf dem Thema Vertrieb aktiv gewesen? Oder anders ausgedrückt: Wie habt ihr es geschafft, diese Höfe in kürzester Zeit von euch zu überzeugen? Ist das viel auf unsere Street? Seid ihr da draußen gewesen oder habt ihr da auch den digitalen Weg gewählt? Wie habt ihr dieses Thema für euch geknackt? Weil ihr kommt ja alle nicht aus der Szene und seid nicht vernetzt. Nein, nein. Ich glaube, wenn wir das old school gemacht hätten, wie es die Pferdebranche leider noch sehr gewohnt ist, also die ist noch sehr analog. Also deswegen, wir können noch viel dort verändern. Komme ich aber gleich noch mal zu. Wenn wir das old school gemacht hätten und wären da halt von Hof zu Hof gefahren und hätten dann da erzählt, wie toll wir sind, hätten wir wahrscheinlich vielleicht ein Hundertstel von den Kunden, die wir jetzt gerade haben.Ähm, wir konnten, also, wir haben ohne Performancemarketing, so, wäre das nicht möglich gewesen. Also, ähm, das ist einfach, muss ja hier kein erzählen. Also ich meine, die Leute, auch die Speaker, die vorher waren, die haben ja mehr Ahnung vom Onlinemarketing als ich. Ähm, es ist, das ist einfach der Hebel zum Wachstum. So, das haben wir ganz, ganz klar jetzt auch wieder gemerkt. Also, ähm, vor allem, wenn man dann einmal weiß, wie man welche Kunden wo anspricht und womit, was ich eben schon sagte, dann kannst du das woanders wieder ausrollen und das, und das funktioniert und du kannst... Das ist der, das ist der Hebel, um zu wachsen, einfach. Ähm, wir haben, ähm, Ende 2021 hatten wir das, genau, Ende 2021, unser erstes Jahr quasi, oder neun Monate waren das, hatten wir knapp tausenddreihundert Kunden und waren an knapp vierhundertachtzig oder vierhundertneunzig Höfe, also wo wir Sammelstellen hatten. Ähm, und ich glaube, das war schon ein ziemlich cooles Ergebnis. Hätten wir doch so schnell nicht mit gerechnet. Aber ein Jahr später haben wir das verdreifacht. So, und wir sind jetzt, ich glaub für, ja, jetzt sind wir knapp bei tausendsiebenhundert Höfen oder so was, Stand jetzt. Und da sind die Filialen und die Einzelhändler, mit denen wir sogar zusammenarbeiten, obwohl wir uns konkurrieren würden, aber die wollen mit uns zusammenarbeiten, weil wir denen ja auch wieder ein Problem abnehmen. Ja, also das, das, das Wachstum war nur möglich durch, durch online. Also ganz klar. Online-Marketing-Maßnahmen, Performance-Marketing-Maßnahmen. Ähm, (räuspert sich) das heißt, ihr habt heute tausendsiebenhundert Höfe, die mit euch kooperieren. Gibt es, gibt es weitere Kennzahlen, über die du sprechen darfst, willst, ähm, wie, wie die Entwicklung bei euch jetzt in den letzten Monaten sich abgebildet hat? Ähm, vielleicht eine Anzahl an Kunden, ähm, oder andere interessante Insights? Hm. (lacht) Ja. Oder auch nein. Ein Nein ist auch okay. (lacht) Nein, nein, natürlich. Also vielleicht, ähm, da hatte, ähm, mich eben noch mal ein Mitarbeiter von uns darauf hingewiesen, wir hatten in einem LinkedIn-Post im September, weil wir einen unglaublich guten Monat dort hatten, ganz großkotzig angekündigt, bis Ende des Jahres, ähm, werden wir unseren Umsatz um fünfhundert Prozent steigern zum Vorjahr. Ähm, und ich hatte mich gerade noch mal rückversichert: Haben wir das eigentlich wirklich erreicht? Und, äh, da hat der liebe Florian, Grüße ins Büro nach Rheine, hat der liebe Florian mir dann gesagt: „Ha, Christian, da kannst du ruhig sagen, haben wir nicht." Es waren leider nur vierhundertsechsundneunzig Prozent. Knapp verfehlt. (lacht) Stark. Wie viel, wie viel Potenzial hat der Gesamtmarkt? Also wenn, wenn du über diese Zahlen sprichst, ja, also da könnte man ja fast sagen, das ist unseriös, aber das ist ja Wahnsinn, was, was für ein Wachstum ihr dort produziert. Ähm, dass es natürlich in der anfänglichen Zeit sehr, sehr bullisches Wachstum gibt, nachvollziehbar. Aber wenn du dir den Gesamtmarkt mal anschaust, und das habt ihr mit Sicherheit zur Genüge, nicht nur in Deutschland, sondern international, wie groß ist der Markt? Oder schafft ihr dieses Wachstum auch in den nächsten Jahren noch oder Jahrzehnten? Je nachdem, wie groß der Markt ist. Ja, also ich glaub, also der Markt in Deutschland alleine, es gibt 1,7 Millionen Reiter und Reiterinnen, also die was mit Pferden zu tun haben. 1,7 Millionen? Also allein nur in Deutschland. Ähm, das, äh- Wo rankt Deutschland da, global betrachtet? Ist, ist Deutschland tatsächlich damit auch eine ziemlich pferdeverrückte Nation? Oder gibt es, gibt es arabische Länder und Co und noch, noch mehr Niederlande? Ja, ich glaube- Niederlande ist klein, ja. (lacht) 1,7 Millionen Reiter, wenn ihr dort ... Da müssten wir gucken, wie man das vielleicht dann prozentual bewertet oder so was. Aber die Zahlen habe ich jetzt nicht im Kopf. Aber Deutschland ist ganz, ganz vorne mit dabei, auch vor allem beim Thema Zucht und, ähm, Trainieren der Pferde. Ähm, ich glaube, Deutschland ist auch auf jeden Fall einer mit der größten Märkte. Also Frankreich ist noch groß, Belgien ist groß. Dubai und so was oder Vereinigte Emirate ist groß im Kaufen. Aber ich glaube, der Reitmarkt ist da relativ groß. Genau, aber der, der, der Total Addressable Market hier in Deutschland ist alleine sieben Milliarden Euro. Ähm, und das ist nach Rennsport der Sport, wo am meisten Geld für ausgegeben wird, hier in Deutschland. Also nicht irgendwie Fußball oder so was. Fußball kommt immer dann auf drei oder vier oder so was erst. Ähm, also, da ist ein mega Potenzial drin. Da geht es auch um viel Geld. Ähm, und wir haben halt geguckt, ähm, von dem, was ein Reiter oder Reiterin pro Monat ausgibt, was können wir Schritt für Schritt sozusagen bedienen? So ein Reiter gibt im Schnitt irgendwie knapp fünfhundert Euro im Monat aus, ähm, für seinen, für seinen Sport oder Hobby. Ein teurer Sport. Hmm. Absolut. Ähm, und wir haben mal geguckt, was können wir davon bedienen? So, und da ist das Pferdedeckenwaschen natürlich das Kleinste. So, das nächste sind ja dann Futter, Pflegeprodukte, Textilien, Pferdedecken, Reitdecken und später auch halt Dienstleistungen, die wir dann irgendwie Stück für Stück auch integrieren wollen. Also der Markt ist riesig. Okay, jetzt hast du über den total addressvollen Markt gesprochen, den wir haben. Fünfhundert Euro Ausgaben habe ich verstanden. Du hast eben darüber gesprochen, dass, dass ihr den gesamten Reitsportmarkt gewissermaßen auch verändern wollt. Wie viel von diesen fünfhundert Euro willst du denn adressieren? Was glaubst du, ist denn zu adressieren? Ich finde ja interessant, vielleicht erlaubst du mir ja auch diese Anmerkung. Du sagst, der Markt ist immer noch ziemlich analog orientiert. Und da gibt es jetzt plötzlich ein Start-up, was ein wahnsinniges Wachstum produziert, was eben auch zeigt, der Proof of Concept ist erbracht und der mit Sicherheit auch auf Basis der Learnings, des Teams, der Mechanismen, Performance Marketing, Logistik, die ihr aufgebaut habt, jetzt auch durchaus in andere Bereiche des Reitsports skadieren kann. Ja. Ja. Also erst mal, weil du eben gesagt hast, ähm, zum Thema Wachstum, dass der jetzt vielleicht bei uns am Anfang halt so bullisch halt war, weil's der Anfang so war, ne. Ähm, ich glaube, ähm, wir haben, als wir gestartet sind und die ersten Monate hatten wir so im Schnitt so vier bis fünf Kunden.Pro Tag neue. Ähm, aktuell sind wir bei knapp fünfzehn und das ist glaub ich auch, auch steigend. Also natürlich werden wir eine andere Reichweite irgendwann auch haben. Wir haben ja irgendwann auch endlich mal mehr Geld für Performance Marketing, um da ein bisschen mehr reinzustecken. Ähm, und, ähm, das andere ist ja, wir müssen einfach den Warenkorb einfach erhöhen, so, also die weiteren Produkte einfach anbieten. Und deswegen sind wir da, glaube ich, noch, also von uns aus betrachtet, wirklich ganz, ganz unten, was wir machen können. Ähm, und, ähm, ja... Warenkorbwert erhöhen. Jetzt gibt es am Markt natürlich diverse Dienstleister, Onlineshops, die im Segment, ähm, E-Commerce-Futtermittel und Zubgehörmittel für Pferde aktiv sind. Wie wollt ihr euch hier gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen? Oder sagst du, na ja, unsere Hypothese ist, wir haben einen Entry Point, wir haben ein Produkt, was ziemlich unschlagbar und auch ziemlich einzigartig ist. Und wenn wir da über sehr, sehr gutes Customer Success Management gute Leistungen überzeugen, dann haben wir einen gewissen Loyalitätsbonus und für den Konsumenten ist es am Ende ja einfacher, einen Lieferanten zu beziehen statt mehrere und dann die Ware per DPD zu bekommen, weil wir haben die letzte Meile. Ja, ja, ähm, genau. Hatte ich gerade vergessen darauf zu antworten. Analog digital. Also ich knüpfe noch mal da kurz an, also die, der Reitsport ist noch recht analog. Also ich war letztes Jahr im Sommer auf der, äh, auf der Spoga Horse, also die B2B-Leitmesse in der Pferdebranche, äh, weltweit. Und da gab es dann von der, äh, Christina Sehr, die ist bei uns auch Head of Marketing – Christina kennst du wahrscheinlich auch – ähm, das erste Mal die Creator Days im Rahmen der Spoga Horse und das war total toll und mega spannend. Und, äh, da war ich eingeladen auf 'ne, äh, Panel Diskussion und die ist dann sehr ausge-- (lacht) geartet, weil, ähm, mit mir auf der Bühne waren halt Vertreter auch von großen, ähm, Produkten und Marken, also Decken, Sattel und, ähm, in der Audience saßen natürlich halt, äh, nur Influencer, also aus dem digitalen Bereich. Und dann ging halt die Diskussion los. Ja, aber warum, ähm, gebt ihr denn noch Geld aus? Also als Markt, also als Hersteller, ähm, für 'ne Messe? Gebt uns das doch lieber uns Influencern. Ähm, warum macht ihr nicht einfach einen Onlineshop und wir schicken dann den Traffic auf euren Onlineshop und dann kann, kann der Kunde direkt da kaufen und ihr braucht den Fachhandel nicht mehr? Das ist ziemlich ausgeartet da und das war auch eigentlich nicht Thema der Diskussion. Und jetzt waren, ähm, ähm, letzten Monat wieder die Spoga Horse, wieder Creator Days. Ich wurde wieder eingeladen zur Panel Diskussion, nur zu diesem Thema. Und, ähm, ähm, das ist jetzt ein anderes Thema, das wird jetzt ausufern. Haben, haben sich auch ein paar sehr positiv abgespeichert. (lacht) Ja, also ich hab-- ich glaub, ich kann beide Seiten halt verstehen. Also die digitale Welt, so die Influencer, die sagen halt, ja, aber warum wir? Wir sind doch gerade das Marketinginstrument und die haben ja auch recht. Es ist, es ist ein powerful Instrument. Also wir arbeiten ja auch mit Influencern zusammen. So, das brauchst du auch einfach als Marke. Ähm, aber trotzdem hat der stationäre Einzelhandel oder sowas schon auch seine Berechtigung. Ohne geht es auch nicht. Es kommt immer aufs Produkt an. Der Pferdesport, der ist ein sehr emotionales Thema. Da, da-- Die Leute brauchen irgendwie auch einen Touchpoint, ein Gesicht, mit dem sie auch mal reden können. Ähm, und jetzt zu der Frage, ähm, zu den ganzen Onlineshops, die es natürlich im Pferdesport auch gibt und die machen Wahnsinnsumsätze. Warum soll der Kunde jetzt zu uns kommen? Weil wir also einmal A natürlich ganz viel den Kunden also abnehmen. Wir bringt's dir zum Stall, also bei der Decke ist nicht so schlimm, die kannst du nach Hause schicken lassen per Post, kein Ding. Ähm, das werden wir auch-- wir sitzen auch gerade dabei ein Projekt aufzusetzen, dass wir auch den Postversand nach Hause haben, damit es schneller geht. Weil viele, die halt eine Decke kaufen wollen, die wollen sie halt dann sofort haben oder morgen, weil sie es von Amazon so kennen. So, das können wir gerade nicht. Dauert halt 'ne Woche. Genau. Aber wir nehmen halt ganz viel ab dem-- Wir heben uns ab von dem, weil wir Futtermittel direkt zum Stall liefern. Musst du nicht holen oder nach Hause liefern lassen, von mir aus. Dann musst du hohe Versandkosten zahlen, weil so ein Sack ist halt schwer, kostet zwanzig bis fünfundzwanzig Kilo. Wird ja auch wieder berechnet. Ähm, ich glaube, das ist ein großes Argument für uns. Ähm, und wir sind halt schon trotzdem noch ein Touchpoint. Also wenn irgendwas nicht gut ist oder wenn Fragen da sind oder sowas. Wir sind dann am Hof, also der Fahrer. Wir kommen auch gerne zum Hof und beraten dich über, über, über eine Decke. Welche Größe brauche ich? Wenn wir uns-- Ich mein, ich komm nicht aus der Branche. Ähm, das ganze Führungsteam nicht, also hat keine Ahnung eigentlich von Pferden. Ähm, unser CEO, der (...) hat sogar eine Pferdehaarallergie. Aber wir haben natürlich auch Leute bei uns beschäftigt, die, die, ähm, ähm, Pferdewirtin ist und die aus der Branche kommen. Und wir beraten auch gerne die Kunden und kommen auch dahin. Das würde ein Onlineshop halt nicht machen. Mhm. Das, das ist ein spannender Punkt. Ähm, wie geht ihr mit dem Thema Customer Success Management um? Und auch das Thema CRM. Du hast gerade gesagt, tausendsiebenhundert Höfe, ähm, unzählige Kunden. Ich nehme an, das ist jetzt einfach mal meine Hypothese, dass eure Churn Rate relativ gering sein dürfte, dass die Loyalitätsquote sehr hoch ist. Ja. Damit bedingt die Customer Lifetime Value wahrscheinlich- -auch sehr ordentlich, was euch wiederum dazu befähigt, im Performance Marketing wahrscheinlich etwas mehr ausgeben zu können als der Wettbewerb, weil er davon ausgeht, dass der Kunde auch bei euch bleibt- -was sehr gut ist. Wie, wie administriert ihr das? Weil das, das ist ja ein sehr komplexes Unterfangen und was mich gerade hellhörig gemacht hat, ist der Umstand, dass du sagst, wir beraten sogar am Hof. Also das finde ich ja ziemlich cool. Ja, also ich, wenn es gefordert ist. Also wir werben damit jetzt nicht, weil wir dafür gar nicht Ressourcen hätten. Das ist halt auch was, next step halt. So, ne? Also, ähm, Futtermittelberatung, sowas machen wir auch gerne am Telefon. Wenn ein Kunde halt mal wünscht, kommen wir da auch hin. Also sehr, sehr gerne. Aber es wird auch nicht so groß gefordert von uns, weil wir es auch nicht bewerben. Ähm, die Kunden sind uns dann sehr loyal, also bleiben auch bei uns. Also da--kalkulieren wir auch mit in in die Zukunft rein. Also Customer Lifetime Value. Wir haben im Dezember glaube ich eine Quote gehabt von sechsundsechzig Prozent, also wiederkehrende Kunden und die anderen wurden auch ähnlich, also immer so zwischen zwischen fünfzig und sechzig siebzig Prozent und was ja auch nicht ungewöhnlich ist, also weil die brauchen das, was was wir den anbieten, brauchen die ja immer wieder, so machst Du dann darfst Du es halt machst Du es halt gut machen, dann kommen sie auch wieder. Spricht aber auch für ihr Produkt gleichermaßen. Ja ja und die machen einfach einen unglaublich guten Job in der Wäscherei, ich muss es noch mal betonen. Also bei uns musste jeder einmal in der Wäscherei einen Tag mitarbeiten. Scheint ziemlich tough zu sein ja. Ja, wird nicht hart. Und ja zum Thema CRM, also wir haben uns, ich schmunzle so, weil da da da hängen wir ziemlich hinterher oder hingen ziemlich hinterher. Also wir haben, wir arbeiten jetzt auch immer noch viele Sachen in Excel tatsächlich, was Nightmare ist. Ist aber auch 'n mächtiges Tool. Ja, auf jeden Fall. Aber irgendwann geht's nicht mehr, vor allem die ganzen Prozesse, die irgendwo zusammenlaufen und so was, das das das geht nicht. Also das ist Wahnsinn. Bislang war unser Shopsystem halt mit Shopify halt gestartet. Das hat natürlich da nicht abgedeckt, was wir brauchen. Das heißt, wir haben dann einen Coder rangesetzt, der uns das so umgeschrieben hat, die auch die Bestellprozesse, wann kann Kunde bestellen, wann nicht und das war, ich es ist nicht schön so, aber es hat funktioniert bis jetzt. Aber wir wissen auch durch Kundenumfragen, dass halt fast jeder Kunde, auch Bestandskunde, einmal abgebrochen hat den den Bestellvorgang, weil er einfach keinen Bock mehr hatte. Okay So. Wir haben jetzt 'n großes IT Projekt aufgesetzt gehabt. Es hat auch einer unserer Geschäftsführer, der der Olli, weil er aus der Branche halt auch kommt, hat das mit dann betreut und wir kommen jetzt 'n neuen Shop in, ich hoffe in zwei, drei Wochen, drei Wochen sagen wir lieber vier, launchen wir unsere Deckenpost App, wo ich mich mega drauf freue, einfach weil's für den Kunden dann noch einfacher ist. Wir können natürlich auch ganz anders das als Tool einsetzen auch Werbetool. Wir können endlich also die Kunden auch anspielen mit Pushnachrichten oder diese typischen Sachen halt so und da drauf freu ich mich mega. Und noch mal vielleicht auch zur zur Treue unserer Kunden oder Vertrauen auch. Wir haben eine, bei den Newslettern haben wir eine Open Rate von weit über fünfzig Prozent so. Also das ist das ist kein Bereich, was ich je vorher gemacht habe, hatte ich solche solche Ergebnisse so. Also ja. Ja, absolut, absolut überzeugende Zahlen. Was sind die Wachstumsschmerzen? Christian, Du hast gerade ja einige Wachstumsschmerzen angesprochen, was ja nicht untypisch ist. Ihr seid einfach sehr, sehr schnell gewachsen und plötzlich kann Excel nicht mehr das, was was man benötigt, ja, plötzlich ist Shopify vielleicht nicht mehr ausreichend ja und man versucht sich ja, irgendwie anders zu bedienen. Was sind so die Wachstumsschmerzen? Also wie passierend betrachtet, was würdest Du gegebenenfalls auch nach dieser kurzen Phase anders machen oder was werdet ihr perspektivisch vielleicht auch anders machen? Ja, also es sind ja auch vieles, vieles ja auch positive Schmerzen so, ne. Also ich mein, es ist ja schön, wenn wir, also schlimmer Schmerz wär, wenn wir merken, es kommen keine Kunden, es funktioniert nicht so, die Nachfrage ist einfach nicht da, das wär blöd so. Also wir haben einiges an Schmerzen. Also wir wissen auch, viele Sachen, die wir falsch gemacht haben, die wir jetzt wahrscheinlich auch anders machen würden. Aber es gab halt, also kein anderes Unternehmen, wo wir hätten von lernen können oder abgucken können. Also das so wie wir das machen, gab's vorher halt nicht. Also wir mussten uns alles irgendwie selbst erarbeiten von Routenplanung, also es gibt, klar gibt's Routenplanungstools so. Wir haben, ich ich komm da leider grad auf den Namen nicht mehr, das ist 'n cooles Start-up von der von der von der deutschen Post. Die haben son Routenoptimierungsprogramm zehn Jungs geschrieben, mega mega cool. Hatten uns dann auch angesprochen, ob wir das nicht gebrauchen können. Die wollen das verkaufen natürlich. Da haben wir gesagt, klar, voll gerne, wir brauchen Hilfe. So sieht der Prozess aus. Ah, nee, das könnte, nee, das kann das kann unser Programm jetzt nicht. Und wir haben mit vielen gesprochen, da Unterstützung zu bekommen. Gibt's nichts. So, das heißt, Du brauchst dann wieder Geld, so das Schmerz Nummer eins. Das, was wir gerade machen und der Wachstum, der kostet unglaublich viel Geld. So. Also das klingt jetzt dramatischer, als es ist, ne. Aber es kostet wirklich viel, es kostet Geld. Also wir entwickeln grad ja alles neu. Viel Individualprogrammierung, oder? Wie bitte? Ist viel Individualprogrammierung. Ja, muss. Also wir haben auf jeden Fall in ganz Europa, wir haben mit so vielen Leuten gesprochen, auch über Netzwerke. Es gibt also Software zum Beispiel für die Routenplanung und Logistik gibt's keinen, gibt's nichts, was standardmäßig fertig ist. Es muss immer gecodet werden und gemacht werden. Da dann aber wieder grad, wo wir uns mit diesem Thema beschäftigt haben, da hatten wir einfach für so was kein Geld. Wenn ich nicht mal irgendwie so fünfzigsechzigtausend Euro so was irgendwie hatten wir einfach nicht. Genau. Dann, was ich eben auch schon mal angesprochen hatte, wir müssen immer gucken oder gut im Forecast planen, weil die ganzen Prozesse, die hinter einer Bestellung hängen, einfach sehr aufwendig sind. Also ein Wachstumsschmerz ist, wir müssen rechtzeitig uns neue Fahrer kümmern, 'n Fahrerpool aufzubauen, dass die regelmäßig rausfahren. Müssen gucken, dass wir 'n Auto kriegen, was letztes Jahr wirklich Hölle war, irgendwie einen Lieferwagen eben zu kriegen. Da müssen wir gucken, reicht unser Waschmittel noch oder müssen wir neues produzieren lassen? Wir brauchen Mitarbeiter in der Wäscherei. Ist genug Platz noch da? Also müssen wir neue Hallen anmieten oder gibt's Alternativlösungen? Also das ist nicht ohne. Also einfach nur neue Kunden, neue Kunden ist schön, aber wenn wir die am Ende nicht bedienen können und die sind unzufrieden, dann kommen sie halt nicht wieder, so. Und grade bei zum emotionalen Branche wie Pferde. Ja, vor allem ist die Branche ja auch sehr gut verdrahtet. Ja. Jetzt hast Du das Thema Technologie schon angesprochen. Wenn wir uns mal Ecommerce, Technologie, Dienstleister und auch Logistik, so so'n bisschen als eigene Sparten vorstellen. Wo siehst Du Perspektiven für euren Schwerpunkt? Also ist ist Deckenpost 'n Technologieunternehmen? Seid ihr 'n Logistikunternehmen? Seid ihr 'n Ecommerce Unternehmen oder seid ihr eigentlich der bestmöglichste Dienstleister? Oder was wollt ihr sein? Oder wollt ihr eigentlich alles sein?Ja, ich glaub, wenn wir in unserer Gründerrunde oder Geschäftsführerrunde da den Schwerpunkt setzen müssen, wird jeder was anderes sagen wahrscheinlich. Ich glaube, ich sehe uns erst mal als Dienstleister. Wir haben unterschätzt, dass den Logistikpark z.B. also eigentlich glaube ich, wären wir sogar im Logistik Startup wahrscheinlich das, was da gemacht werden muss oder was wir da machen. Aber ich sehe uns als Dienstleister und ich sehe uns vor allem als Problemlöser. Und ich glaube, es gibt so viele Möglichkeiten, auch die wir machen können mit dem, was wir gerade aufgebaut haben. Also z.B. da kommen wir zum Bereich digital oder Ecommerce. Ich habe aus Spaß mal angefangen über unsere Webseite so eine Art Marktplatz zu bauen, also wo halt andere Unternehmen aus der Reitbranche sich ja listen lassen können, um halt für sich ein bisschen Werbung zu machen. Ich habe da leider keine Zeit gehabt, das wirklich auszubauen, so ne. Aber ich wollte es einfach mal testen, habe ein bisschen Zeit reingesteckt. Wir haben irgendwie, keine Ahnung, 50 Unternehmen irgendwie angeschrieben, also Physios, Ärzte und so weiter. Und die wollten alle gelistet werden, bis auf die Hufschmiede, weil die sind ausgelastet und die wollten alle gelistet werden. Und da ist dann ja auch wieder schon wieder das nächste Potenzial. Die Kunden kommen, jetzt haben wir gerneglernt, die kommen auf unsere Webseite nicht, weil sie stöbern, wie ich gucke bei Amazon oder gucke bei irgendeinem anderen Fashion Brand Shop halt rein, ich gucke, was es so gibt. Macht bei uns gerade keiner. Die Leute kommen bedarfsorientiert, weil sie jetzt gerade was brauchen oder weil sie halt dreckige Wäsche haben. Und wir wollen halt gucken natürlich, dass wir über unsere Webseite, wenn die eh schon da sind, natürlich weitere Sachen anbieten, wie z.B. den Marktplatz. Du suchst was, bei uns findest du es. Und dann der nächste Schritt natürlich später Dienstleistungen vermitteln. Also ich glaube, das Potenzial ist da noch riesig. Also da ist schwer zu sagen, ob wenn E Commerce Unternehmen sind, Logistikdienstleister. Also im Moment sehe ich uns als Problemlöser sehr gut, dass ihr das Thema Influencer. Angesprochen habt, dass ihr auch mit Influencern arbeitet. Vielleicht erzählst du ein bisschen was zum Thema Influencer, was deine Learnings gewesen sind, ob ihr damit happy seid, ob ihr das weiter ausbauen wollt, auch vielleicht zum Thema Content Marketing, User Generated Content. Wie geht ihr mit dem gerne um? Also wie anfangs schon gesagt, ohne die Influencer wären wir, glaube ich, jetzt auch nicht da, wo wir jetzt sind. Also gerade am Anfang gab es zwei, drei Influencer, die uns unglaublich toll unter die Arme gegriffen haben. Wir hatten halt keinen Cent, wir hatten quasi nichts am Anfang irgendwie. Was wir irgendwie hatten, ist halt als allererstes in sieben neue Waschmaschinen so reingeflossen irgendwie und den Transporter. Was war der Incentive für die Influencer, euch zu supporten? Also das war dann wahrscheinlich nicht paid? Nein, nein, nein, nein, eben nicht. Also deswegen nochmal große Dank in die Richtung an die, die uns von Anfang an unterstützt haben. Die haben es halt auf uns sind sogar welche zugekommen und gesagt, ey, ist toll, was ihr da macht. Würdet ihr auch zu mir kommen? Wo wohnst du denn? Und die haben dann schon vorweggenommen teilweise, ich mache auch gerne Werbung für euch, wenn ihr für mich wascht. Okay. Ah, cool. Ja, super. Ja, machen wir gerne. Bartha Deal. Quasi. Und das hat uns unglaublich viel gebracht am Anfang. Also ganz, ganz, ganz, ganz viel. Und mittlerweile arbeiten wir mit einigen Influencern zusammen, auch mit kleinen Mikroinfluencern, weil die nochmal ganz andere Kunden dann halt oder Reiter und Reiterinnen aus ihrem Umkreis und Stall halt erreichen. Wir können doch mittlerweile was zahlen dafür, machen es aber ungerne. Ich habe ja auch ein Affiliate System. Also für eine Weiterempfehlung werde ich dann ja auch entlohnt, gell? Ja, ja, das wird auch unglaublich gut genutzt. Also das ist auch ein Riesenhebel für uns. Aber mit den Influencern, das funktioniert total toll. Es macht total Spaß. Die meisten sind auch wirklich dankbar, sind auch dann dankbar, dass halt oder wenn wir Influencer anfragen, dass wir nicht der Nächste sind. Hey, hallo, kannst du nicht unser Pflegeprodukt bitte vermarkten? Das ist richtig gut so. Sondern es ist halt irgendwas Neues und was wirklich auch ein Problemlöser einfach ist. Also das werden wir auf jeden Fall weiter ausbauen. Baut ihr eigene Kompetenzen aus im Bereich Social Media, TikTok, Instagram? Produziert ihr oder wollt ihr perspektivisch stärker eigene Inhalte produzieren? Oder sagt ihr, eigentlich ist User generated content the way to go? Ja, ich glaube, wir müssen allgemein mal mehr produzieren, selbst auch oder uns drum kümmern. Also das hat auch bei uns passiert gerade so viel und ich habe so viele Ideen oder auch alle unserem Team, sei es der Jatawan, der hier Wäscherei leitet, hat tolle Ideen oder der Olli, Thorsten, alle haben einfach tolle Ideen. Aber wann umsetzen? Und wie ich eben schon sagte, die Christina unterstützt uns schon sehr, sehr lange. Also seit auch Mitte letzten Jahres haben wir jetzt mehr an uns gebunden und sind auch mega glücklich, weil die einfach mega Wissen mitbringen, gerade auch aus dem Online Bereich, dann Pferdebereich und die, die ist einfach toll. So, und das erste, was sie halt damals sagte, ist, wir müssen, wir müssen einen Tick Tag machen hier. Ja, wann denn, Christina? Ja, ist wichtig. So, und wir haben uns dann mal Zeit genommen und haben halt so einen Content Tag gemacht, haben auch das ausgespielt. Wir sind auch bei TikTok und da sind ein paar Sachen auch viral gegangen. So, da hatten wir, wir haben so eine lustige Story gemacht mit unserem Azubi, der halt reitet. So, und da hatten wir halt von zwei Tagen waren irgendwie 180 oder 200.000 Views drauf und das war total toll. Und wir müssen noch mehr produzieren. Ich hänge auch immer noch hinterher mit Terminvorschlägen rumschicken, Christina, wir müssen da mehr machen. Und wir fangen jetzt auch an mit UDCs, weil ich das für unglaublich wichtig halte. Also ich selbst reagiere da ja drauf. Ich glaube, das ist auch ein Must für jedes Unternehmen jetzt und auch in den nächsten Monaten noch hundertprozentig. Da fangen wir jetzt gerade mit an. Ja, spannend, weil du ja gerade davon gesprochen hast, dass ihr ein bedarfsorientiertes Produkt anbietet, weniger ein Produkt, wonach ich nicht explizit suche. Oder sagst du schon, naja, wir glauben schon, dass auf unser Produkt aufmerksam gemacht werden muss, auch wenn es nicht in dem Moment bedarfsorientiert ist, sondern wir müssen eigentlich schon auf dieses Produkt aufmerksam machen. Ja, nein, muss, muss auf jeden Fall. Wir müssen irgendwie Bekanntheit generieren oder wir müssen halt Themen aufklären, warum öfter waschen z.B..Was aber immer große Diskussionen am Anfang auch war mit unserem CFO, wenn ich da Marketing Budgets freigegeben bekommen habe und wir haben alles ausgegeben über einen fünfstelligen Betrag und dann einen Monat später waren halt sind die Umsätze nicht unbedingt gestiegen, sodass man erklären muss ja, aber das dauert halt, weil vielleicht musste der Kunde ja gerade nichts waschen und aber wart mal ab. Ich habe dann gehofft, hoffentlich bestellen die wirklich und du hast halt wir haben halt ein mega Zeitversatz halt da drin. Also einmal durch den Prozess, der einfach da ist, die Registrierung bis wir waschen plus wir haben ja gelernt, es ist bedarfsorientiert. Nur weil ein Kunde jetzt auf eine Anzeige klickt und wir zahlen halt Geld für. heißt das nicht, dass der nächsten Monat schon diese Conversion Rate haben in Cash, sondern sobald sich der Bedarf dann da ist. Ja dann. Genau deswegen müssen wir da immer regelmäßig wieder anspielen über verschiedene Funnels dann so und Maßnahmen etc.. Die komplette Klaviatur. Okay, habe ich verstanden. Lass uns kurz nochmal über das Ausland sprechen. Wir haben ungefähr noch 15 Minuten. Ihr seid jetzt in den Niederlanden aktiv. Warum die Niederlanden? Trends? Na klar. Aber ich glaube, das war. Das war mit der Hauptgrund. Wir wollten schneller auch den Schritt in die ins Internationale machen, natürlich auch aus Sicht von Wir haben letztes Jahr die erste Finanzierungsrunde gehabt, und das sieht natürlich auch immer gut aus, wenn man im nächsten Land quasi ist. So und so ein Aufpreis. Ja, ja und nee. Und dann aber auch ganz klar die Nähe. Also wir wussten, wir wollen auch noch in andere Länder. Also wir haben noch tolle und große Pläne, die auch realistisch sind, aber das hat auch wieder Fahrtwege und so was in Holland war einfach das nächste. Also wir sind eine halbe Stunde über der Grenze und der Markt dort ist ein großer Markt dafür, dass das Land so klein ist. Ist ein toller Markt, ist ein großer Markt. Wir haben dann einen Mitarbeiter eingestellt in Ricardo, der hat vorher lange Vertriebsteam oder Vertrieb gemacht, mit anderen Produkten, mit zielscheibenprodukten für Pferde in den Niederlanden. Den haben wir mit ins Boot geholt und sind da halt gestartet. So, aber wir haben auch da gelernt, der Markt ist da ganz anders, die Kunden ticken ganz anders, die Hofbritery ticken ganz anders. Und aber jetzt? Wir haben den Knoten geknaut, zum Platzen gebracht und so langsam geht es da richtig los. Was ist denn die größte Differenzierung oder das größte Differenzierungsmerkmal? Weil du gesagt hast, es scheint schien am Anfang etwas schwerer zu sein. Jetzt ist der Knoten geplatzt. Jetzt. Jetzt scheint ihr dort gutes Geschäft zu machen. Wo würdest du sagen, war das für euch schwieriger als. Als hier in Deutschland? Klar. Anderer Kulturkreis, andere Sprache zumindest. Ich glaube, da haben wir auch viele Learnings gemacht, oder? Oder auch vor allem vor allem dann ich. Das Thema Sprache. Also wir haben halt, ich meine, wir hatten, wir sind in allen Bereichen so schnell gewachsen und wir wollten dann das nächste Land so nachziehen, was eigentlich, eigentlich vielleicht nicht ganz der smarteste Weg war zu diesem Zeitpunkt. Wir werden es vielleicht anders angehen müssen und auch da wieder Ressourcenthema. Wer kümmert sich darum, wer bereitet was vor? Wir haben auch dann zum Beispiel darauf will ich hinaus dann die Webseite auf Niederländisch mehr oder weniger gut übersetzen selbst gemacht und übersetzt und Korrektur lesen lassen. Und ich glaube, das hatte auch viele Leute dann abgeschreckt, oder wir hatten dann auch für die, für die, für die ADS auf Meta, dann die, die die Texte halt glauben wir halt richtig gut übersetzt oder haben sie natürlich auch Korrektur lesen vom Niederländer, aber anscheinend hat er es halt anders gelesen und da haben viele glaube ich negativ darauf reagiert. Dann waren sie natürlich auch ein bisschen skeptisch. Ich komme aus Deutschland, nicht Niederlande. Da haben wir ein bisschen was liegen gelassen am Anfang. Das heißt, das Thema Lokalpatriotismus, ja, ich glaube, das gibt es. Gibt es da. Ja, ja, das ist der Niederländer bestellt lieber einen niederländischen Shop. Wie habt ihr es gelöst? Seid ihr. Seid ihr jetzt mit einer Geschäftsadresse in den Niederlanden? Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Ich glaube nein. Ich glaube auch. Ich. Ich glaube auch nicht, dass es vielleicht so groß daran liegt, weil wir aus Deutschland kommen. Also ich glaube, die meisten Fehler haben wir gemacht in der Ansprache, also dass wir uns nicht die Mühe gemacht haben, wirklich sauber zu übersetzen. So, und aber wir wissen, was wir falsch gemacht haben. Wir wissen auch so ein paar andere Punkte, die wir vielleicht auch vertrieblich oder auch im Marketing falsch gemacht haben. Wir arbeiten jetzt auch mit einer mit einer Agentur, die auch wirklich den Fokus ein bisschen auch auf das Storytelling hat, die uns da hilft. Niederländer, also die wohnen in die Niederlande, die spricht Niederländisch, die ist Niederländerin. Und das hat uns schon unglaublich viel geholfen. So, und ja, wir haben uns durch die Fehler natürlich auch viel gelernt. Also wie viele Personen sind jetzt bei Deckenpost beschäftigt? Kannst du dazu eine Aussage tätigen? Ja. Also wenn man so die ganzen, also den Fahrerpool, also auch die, die 520 € Kräfte und sowas mitgerechnet, sind wir knapp 30 Leute und ich habe noch einiges vor. Ich habe ein paar Jobs ausgeschrieben. Was? Was sucht ihr denn gerade akut? Also Fahrer immer irgendwie. Also Pain Point Fahrer zu finden. Ja, vor allem. Ja. Also vor allem auch. Also dann gute Fahrer zu finden. So, also. Und die auch relativ flexibel auch mal sein können. Also Fahrer sind immer herzlich willkommen. Gerne Bewerbungen aus sämtlichen Regionen sehr sehr gerne. Ähm und wir haben auch kriegen auch viele Initiativbewerbungen aus sämtlichen Bereichen, also für sämtliche Stellen. So gerade Leute, die halt ihr Herz ist beim Reiten und kommen irgendwie aus dem digitalen Bereich, arbeiten irgendwo und suchen was neues und dann ey cool, ihr fangt an, da was zu digitalisieren, kann ich da nicht mithelfen? So, aber gerne einfach auch immer bewerben auf Initiativ auf. Wir suchen eigentlich immer irgendwie. Sehr schön. Sehr schön. Christian, was sind. Was sind Themen, die dich gerade ganz stark beschäftigen? Sowohl bei der Deckenpost? Aber du bist ja auch ein Digital Native. Gibt es gibt es andere Themen, mit denen du dich beschäftigst, die vielleicht heute noch nicht reif genug sind, um sie bei Deckenpost zur Anwendung zu bringen? Beispielsweise künstliche Intelligenz, Optimierung der Fahrrouten etc. Da gibt es ja viele, viele Spielchen. Aber man muss sich auch gewisse Sachen fokussieren, vor allem am Anfang. Fokus. Fokus ist Key. Gibt es aber trotzdem Themen, bei denen du sagst Ja, da habe ich eine intrinsische Motivation und das macht Laune, sich damit zu beschäftigen. Oder anders ausgedrückt Was glaubst du, wird eure Branche und du bist jetzt seit einigen Jahren ja in der Pferdebranche was, was wir da noch große Veränderungsprozesse mit sich bringen. Ähm.Also ich ich mich schon immer viel für für für Weiterentwicklung und neue Techniken halt mega interessiert. Mich nervt's grad so 'n bisschen und ich doch schon, das nervt mich schon 'n bisschen, dass ich mich nicht so, wie Du grad danach fragst, mich intensiver mit Themen vielleicht auseinandersetzen kann, also wie ich eigentlich gerne möchte. Das Thema KI, da wirst Du nicht mehr drum drum rum kommen in Zukunft. Auch teilweise jetzt schon nicht mehr, ist Fakt, so. Aber ich ich ich versteh's immer noch nicht so richtig und ich hab auch keine Zeit, mich damit zu irgendwie zu beschäftigen. Zum Beispiel der der der Oli bei uns im Team oder CFO, der macht grad seinen seinen Doktor zu solchen Themen in Köln. Doch so sidewise. Find ich gut, ja. Ja. Und was er mir so erzählt und was er mitbekommt, ich find das unglaublich hoch beeindruckend. Also und würd ich mich gern mit beschäftigen, komm ich nicht zu so. Da beschäftige ich mich auch im Moment lieber mit Deckenpost. Ich glaub, Thema Pferdebranche, da wird einiges passieren. Ich glaube, im im Dienstleisterbereich, zum Beispiel also Buchung von 'nem von 'nem Dienstleister, den Du einfach brauchst. Also angefangen vielleicht von schnellen Buchungen, weiß ich, von Hufschmieden oder auch anderen Dienstleistern, Physios. Ich glaub, ich weiß, dass da viele grade dran arbeiten, das Stück für Stück zu digitalisieren. Viele scheuen sich auch noch davor, weil sie halt glauben, dass die Kunden noch nicht so weit sind. Ich glaub, das ist 'n Riesen, also das ist noch 'n Riesenpotenzial auch für die Digitalisierung. Und ja. Jetzt hast Du hast Du vor vor einigen Minuten auch über die Applikation gesprochen, worauf Du dich ja ganz besonders freust. Das das wird wahrscheinlich eine native Applikation, nehme ich an. Bestimmt. Wirklich für für für iOS und für für Android. Kann kannst kannst Du uns mal son son Ausblick geben, warum eine eigene Applikation? Also was war da euer euer Beweggrund zu sagen, wir wollen jetzt wirklich eine App auf den Markt werfen, weil man natürlich jetzt beispielsweise auch sagen könnte, okay, für eine reine E-Commerce- oder dienstleisterorientierte Leistung, ob die App dann wirklich regelmäßig genutzt wird, Fragezeichen. Oder was war da vor allem euer Beweggrund? Du hast Push, hast Du schon angesprochen, was total cool ist. Aber das war, glaub ich, mit der kleinste Beweggrund, glaub ich. Also der Hauptbeweggrund war einmal, also wir wussten, wir müssen müssen was ändern, wir brauchen eigenes Shopsystem. Shopify reicht nicht mehr aus, so. Das war Ausgangspunkt Nummer eins. Also wir uns reichten sozusagen, also der Output, den wir im Backend haben, reichte uns auch nicht mehr aus. Wir brauchen einfach mehr. Also da gibt's auch keine vernünftige Anbindung oder 'n CRM System da drin natürlich nicht. Also ist dafür nicht ausgelegt. Ist ja auch normal. Dann der Bestellprozess ist bei für den Kunden oder ist leider ja grad noch sehr kompliziert, wie ich finde. Ich glaub, da konnt man viel machen. Wir überlegt so was, wir müssen was ändern. Das war Schritt eins. Dann haben wir uns für 'n Shopsystem entschieden und haben gesagt, wir sollten versuchen, direkt eine App mit hochzuziehen, weil einfach fünfundachtzig Prozent unserer Kunden nutzen das mobil. Deckenpost. Okay. Doch so viel. Mhm. Die die am Du bist halt am Stall, ne. Du bist am Stall. Okay. Guckst halt, welche Decken müssen gewaschen werden, muss ich muss ich in die Tasche packen, dann Bestellung auslösen und fertig. Okay. Ja, Du hast recht bedarfsgerecht. Man ist gerade im Stall, ja. Ja. Okay. Dadurch mobil. Und ich glaub, das war der Hauptgrund, warum gesagt haben, das müssen wir über eine App machen Ja. einfach. Macht Sinn. Und ich ich freu mich total so über so Features halt für den Kunden, dass der Kunde halt seine Decken in seinem Profil hinterlegen kann, die er hat, die er nutzt und dann später zum Bestellen halt nur noch ausm Profil heraus quasi die Decken anklickt, die jetzt gewaschen werden als Nächstes und einfach alles einfacher und ja. Selbst ich freue mich auf diese App und werde die wahrscheinlich nie nutzen als Kunde. Wer weiß, vielleicht schaffe ich irgendwann auch mal, Herr Ja, ich möchte übrigens meinen Pärdeführerschein machen auch, ne. Okay. Nur ganz kurz erwähnen hier. Es gibt 'n Pferdeführerschein. Ja, so was gibt's. Ja, spannend. Sehr gut. Christian, Big Picture. Wo willst Du willst Du vor allem stehen in den nächsten Jahren? Was was ist euer Big Picture? Was ist eure Vision? Wo wollt ihr, wo wollt ihr hin? Also safe auf jeden Fall seh ich uns in den nächsten Jahren auf jeden Fall bundesweit in den Benelux Ländern. Ich, also wir wissen, dass dass unsere Dienstleistung ist überall gefragt. Wir haben jetzt schon Registrierung aus München, aus Berlin, wo wir noch gar nicht sind, so. Also ich glaub, bundesweit Benelux, Österreich, 'n großes, neues Produktportfolio, Eigenmarken. Wenn das Team so bleibt, wie's ist, natürlich größer, bin ich unglaublich glücklich. Ich glaub, wir haben einfach 'n unglaublich tollen Spirit irgendwie kreiert und alle wussten von vornherein, es ist 'n Start up, wo die anfangen zu arbeiten. Da waren Leute bei, die haben Jobs aufgegeben aus wirklich guten Positionen. Und ja, wenn das Team so bleibt, bin ich auch unglaublich glücklich. Sehr schön. Wie seid ihr organisiert, Christian? Arbeiten die die People bei euch primär ausm Homeoffice oder seid ihr schon schon im Office? Oder wechselt ihr vielleicht demnächst euer euer Hauptdepartment nach Berlin, weil ihr sagt, da haben wir besseren Zugang zu Softwareentwickler oder oder oder oder? Kannst Du dazu vielleicht noch kurz was sagen? Ja, also unser Softwareentwickler, der grad die App programmiert hat, sitzt in Kairo. Also das ist Ah, okay, okay. Die Leute, man muss mir nicht noch für nach Berlin so. Also der, ja, die meisten von uns, die sitzen alle im Büro. Ich find das auch irgendwie schön. Also grade, weil wir einfach wirklich fast wöchentlich auch Sachen einfach ändern, die wir einfach, glaub ich, smarter machen können. Und ich find das immer toll, wenn man im Team zusammenarbeitet. Wir verbringen viel Zeit da auch zusammen so. Ja. Und einige arbeiten noch zwischendrin von zu Hause aus, was dann auch okay ist irgendwie. Aber ich glaube, es kommen auch alle Mitarbeiter gerne ins Büro. Sehr schön. Cool. Sehr schön, Christian. Das ist, finde ich, finde ich, eine überragend coole Story, die ihr dort Danke. In der Kürze der Zeit irgendwie auf die Beine gestellt habt. Und ich guck einmal kurz in Richtung Regie, ob wir noch kurz Zeit haben für die eine oder andere Rückfrage oder ob wir jetzt, genau, ich bitte den Christopher einmal kurz hier mit mit hinzu. Das müssen wir noch direkt mit mit dazu.-folgen. Und viele Fragen, die kamen, habt ihr auch im Laufe des Gesprächs- -geantwortet. Es gab eine Frage noch, äh, ich habe jetzt im Schlussteil nicht ganz mitbekommen, zur Finanzierungsstrategie, ob du da noch ein bisschen was, äh, zu erläutern kannst. Gutes Thema Geld. Ja. Wie wir gelernt haben, ist es ja auch kostenintensiv. Geld regiert die Welt. Ja, alles kostet Geld, äh... Ja, ähm, wir sind fremdfinanziert, also über VCs, über, ähm, ähm, über Family Offices. Die meinen, äh-- der Oliver, der ist im September '21 als Angel Investor eingestiegen. Er hat so als erstes wirklich auch, halt wirklich Cash reingepackt, damit wir ein paar Monate vernünftig arbeiten können und Sachen nachziehen können. Äh, dann hatten wir letztes Jahr im, äh, März, April die erste Finanzierungsrunde, die wir sehr gut abgeschlossen haben. Äh, sind aktuell gerade wieder in der Finanzierungsrunde. Äh, wir brauchen wieder Kohle, quasi. Haben tolle Gespräche bis jetzt geführt und, ähm, ja... Okay. Toi, toi, toi, dass dann die nächste Finanzierungsrunde trotz der etwas angespannteren VC-Situation nach Corona, ja... Ich glaube, das ist auch kein Geheimnis. Oder willst du das noch kommentieren? Ja, absolut. Also, wir haben es ja-- War ja auch, äh, vor Ukraine hatten wir die ersten Gespräche letztes Jahr zur Finanzierungsrunde und, äh, da haben wir einfach gemerkt, da waren die Portemonnaies noch offener. Also gerade aus dem VC-Bereich, ne. Und jetzt führen wir exakt ein Jahr später wieder die Gespräche und das ist schon anders. Aber ich glaube, ähm, das gilt dann für alle Start-ups oder die eine Idee haben oder was gründen wollen. Ich glaube, da darf man sich nicht von abschrecken lassen. Ich glaube, es gibt viele, die trotzdem noch bereit sind, Geld auszugeben. Vielleicht sind die Bedingungen ein bisschen anders, aber, ähm, wenn man es braucht und man hat eine tolle Idee und, äh, hat n cooles Team im, im-- gründet, dann kriegt man das auch hin. Ich bin da sehr optimistisch. Wenn ihr dieses Videoschnitzel, diesen Podcast oder diesen Videocast in das Pitch Deck mit hineinnehmt, ist das mit Sicherheit noch mal förderlich. Ich fand es sehr cool, habe sehr, sehr viel über Deckenpost gelernt, ah, glaube, dass wir in der nahen Zukunft immer wieder auch von euch hören werden und wünsche euch erstmal weiterhin viel Erfolg. Vielen, vielen Dank. Und noch mal danke für die Einladung auch. Sehr gerne.

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Beschreibung

Das Startup Deckenpost hat ein hochspannendes Geschäftsmodell und clevere Strategie. In der Pferdebranche bietet ein sprichwörtlicher Fuß in der Hoftür das ganz große Potenzial. Es gibt gut 1,3 Millionen Pferde in DE und der Umsatz der deutschen Pferdewirtschaft lag im vergangenen Jahr bei geschätzten 6,7 Milliarden Euro. Deckenpost will zum relevanten Player in dem Segment werden.

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