CEO-Kommunikation mit Marc Biskup und Sarah Preiss
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CEO-Kommunikation mit Marc Biskup und Sarah Preiss

Zusammenfassung

Marc Biskup und Sarah Preiss von Story Machine zeigen, wie CEO-Kommunikation über Social Media funktioniert: Authentische Themen setzen, zielgerichtet kommunizieren und den Diskurs aktiv mitgestalten – wie das Currywurst-Beispiel von Gerhard Schröder zeigt, der damit Agenda Setting betrieb.

CEO-Kommunikation: Wie du als Führungskraft Social Media richtig nutzt

CEOs haben eine große Verantwortung – nicht nur für ihr Unternehmen, sondern auch für ihre eigene Präsenz in der Öffentlichkeit. Marc Biskup und Sarah Preiss von Story Machine, einer PR-Agentur mit Newsroom-Ansatz, zeigen auf der OMKB-Konferenz, wie Social Media Marketing für CEO-Kommunikation strategisch eingesetzt wird. Der Fokus liegt dabei nicht auf klassischen Kampagnen, sondern auf authentischen Geschichten und Diskursen, die über soziale Kanäle gespielt werden.

Story Machine: Der journalistische Ansatz zur Personal Branding

Story Machine wurde 2017 gegründet und arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Die Agentur hat einen Newsroom mit journalistischem Ansatz aufgebaut und erzählt Geschichten von Einzelpersonen und Unternehmen datenbasiert über soziale Netzwerke aus. Marc Biskup ist Managing Editor und gilt als Spezialist in Krisenkommunikation, Personal Branding und CEO-Kommunikation. Sarah Preiss ist Director of Politics and Public Affairs und bringt Erfahrung aus ihrer Arbeit im Deutschen Bundestag mit.

Der Grundgedanke dahinter ist klar: Lasst den CEO groß machen – nicht nur dem Unternehmen zuliebe, sondern weil eine starke Führungspersönlichkeit der gesamten Marke nutzt.

Der Currywurst-Case: Agenda Setting durch authentische Positionierung

Ein aktuelles und gelungenes Beispiel für CEO-Kommunikation ist der Currywurst-Post von Altkanzler Gerhard Schröder auf LinkedIn. VW kündigte an, Fleischgerichte in der Kantine zu reduzieren und vegane Alternativen anzubieten. Schröder griff das Thema auf und beschrieb die Currywurst als den "Kraftriegel des Facharbeiters und der Facharbeiterin" – mit dem Hashtag #RettetDieCurrywurst.

Was zunächst belächelt wurde, entwickelte sich zu einem massiven Spillover-Effekt:

  • Der Post startete auf LinkedIn, verbreitete sich dann über Twitter und andere Medienkanäle
  • Alle politischen Fraktionen beteiligten sich zwei bis drei Tage lang an der Debatte
  • Schröder erreichte seine traditionelle Zielgruppe (alte SPD-Wähler) wieder
  • Das Thema "Facharbeiter und deren Lebensrealität" wurde in den Vordergrund gerückt
  • Selbst sein Ehepartner trug durch Instagram-Posts zur Diskursverlängerung bei
  • VW-Mitarbeiter beteiligten sich in den Kommentaren und korrigierten die etwas boulevardesk zugespitzte Darstellung

Das Ergebnis: Authentische Agenda Setting durch einfache, nachvollziehbare Themen, die Menschen aktivieren statt abzuschrecken.

Was macht gute CEO-Kommunikation aus?

Gute CEO-Kommunikation zeichnet sich durch drei Merkmale aus:

  • Authentizität: Sprich über Themen, die dir wirklich am Herzen liegen – nicht nur, weil es gerade trendet
  • Zielgerechte Positionierung: Überlege dir, welche Zielgruppe du erreichen willst und wie du zu ihr sprichst
  • Glaubwürdigkeit durch Proof Points: Wenn du dich zu einem Thema äußerst, sollte deine Position dahinter stecken – sonst wirkt es aufgesetzt

Das Negativbeispiel: Engels & Völkers und die fehlende Glaubwürdigkeit

Nicht jede Intervention im öffentlichen Diskurs funktioniert. Der Vorstand von Engels & Völkers versuchte sich am Weltfrauentag in die Debatte einzumischen und schrieb über seine weiblichen Vorbilder – begleitet von einem Foto, das eher Unbehagen auslöste: Der Vorstand stand in Anzugschuhen auf einem kleinen Podest, um überhaupt in den Rahmen zu passen.

Das Problem hier war fundamental:

  • Die Position war nicht glaubwürdig: Ein überwiegend männlicher Vorstand spricht über weibliche Vorbilder – ohne konkrete Maßnahmen oder Veränderungen zu zeigen
  • Die Bildsprache war unpassend und wirkte aufgesetzt
  • Es fehlten Proof Points: Was konkret ändert sich? Wo sind die Frauen in Führungspositionen?
  • Das Ergebnis war ein Reputationsschaden statt positiver Agenda Setting

Die Lehre: Kommuniziere zielgerecht, authentisch und nur zu Themen, bei denen du konkrete Maßnahmen hast oder plausibel machen kannst.

Mechanismen statt Einzelbeispiele: Was du aus der Story Machine lernen kannst

Marc und Sarah betonen, dass es nicht um spektakuläre Kampagnen geht, sondern um Mechanismen guter CEO-Kommunikation. Das bedeutet:

  • Nutze tagesaktuelle Themen, um dich in bestehende Diskurse einzumischen
  • Wähle die richtige Plattform (LinkedIn für B2B und politische Themen, Instagram für visuelles Personal Branding)
  • Multipliziere deine Botschaft durch Partner (wie Schröders Ehepartnerin)
  • Sei bereit für Austausch – nicht für Marketing-Monologe
  • Bleibe konsistent: Kleine, regelmäßige Themen (wie "Bier holen") schaffen Diskursbereitschaft

LinkedIn Marketing und Plattformenwahl für CEOs

Das Currywurst-Beispiel zeigt auch, wie wichtig die Plattformwahl ist. LinkedIn ist der ideale Kanal für CEO-Kommunikation, weil:

  • Es ein Business-Publikum hat, das ernsthaft diskutiert
  • Längere, durchdachtere Posts möglich sind (nicht nur 280 Zeichen)
  • Die Inhalte von dort in andere Kanäle überschwappen (Spillover-Effekt)
  • Es den journalistischen Ansatz von Story Machine unterstützt

Aber: Die Wahl der Plattform muss zur Botschaft und zur Zielgruppe passen. Wer junge Zielgruppen erreichen will, kann auch TikTok Marketing oder Instagram-Strategien nutzen – wenn es authentisch ist.

Der CEO muss groß gemacht werden – aber richtig

Der zentrale Gedanke von Story Machine ist: Die Sichtbarkeit des CEO nutzt dem gesamten Unternehmen. Das funktioniert aber nur, wenn die Kommunikation:

  • Vom CEO selbst kommt oder zumindest authentisch wirkt
  • Mit Beispielen und Maßnahmen hinterlegt ist
  • Zu seinen Überzeugungen passt
  • Über Zeit konsistent bleibt

Social Media Marketing für CEOs ist also nicht Selbstdarstellung – sondern Diskurs-Partizipation mit authentischem Hintergrund.

Kernpunkte: Deine Takeaways zur CEO-Kommunikation

  • Setze Agenda durch Diskurs: Mische dich in bestehende Debatten ein, schaffe neue Diskurse – nicht durch Werbung, sondern durch Authentizität
  • Wähle deine Plattform strategisch: LinkedIn Marketing für B2B und Politik, Instagram für visuelles Branding, andere Kanäle je nach Zielgruppe
  • Habe Proof Points: Wenn du über ein Thema sprichst, muss es von deinen Taten gestützt werden – sonst wirkt es unglaubwürdig
  • Bleibe konsistent, nicht laut: Kleine, regelmäßige Beiträge zu authentischen Themen schaffen mehr Diskurs als große, seltene Kampagnen
  • Erlauben Sie Austausch: CEO-Kommunikation ist kein Monolog – es geht um Diskurs. Kommentare und Kritik sind Teil des Prozesses
  • Die Personalmarke nutzt dem Unternehmen: Ein sichtbarer, glaubwürdiger CEO ist ein Vorteil für die gesamte Marke

Häufige Fragen

Was ist CEO-Kommunikation und warum ist sie wichtig?

CEO-Kommunikation ist die strategische Sichtbarmachung von Führungspersonen über Social Media und andere Kanäle. Sie ist wichtig, weil eine starke, authentische CEO-Persönlichkeit der gesamten Marke nutzt – durch Vertrauensaufbau, Diskurs-Partizipation und Agenda Setting.

Warum war der Currywurst-Post von Gerhard Schröder erfolgreich?

Der Post war erfolgreich, weil er authentisch war (Schröder hat eine echte Position zu Arbeiterrechten), ein tagesaktuelles Thema aufgriff (VW-Kantine), Spillover-Effekte erzeugte (von LinkedIn zu Twitter zu anderen Kanälen) und am Ende zu echtem Diskurs und Agenda Setting führte – über mehrere Tage und alle Parteien hinweg.

Welche Plattform ist am besten für CEO-Kommunikation geeignet?

LinkedIn ist ideal für CEO-Kommunikation, besonders bei B2B-Themen und Politik, weil dort längere, durchdachtere Posts möglich sind und das Publikum ernsthaft diskutiert. Die richtige Plattform hängt aber immer von der Zielgruppe und Botschaft ab.

Was ist der Unterschied zwischen guter und schlechter CEO-Kommunikation?

Gute CEO-Kommunikation ist authentisch, zielgerecht und durch Proof Points gestützt (konkrete Maßnahmen oder Überzeugungen). Schlechte CEO-Kommunikation wirkt aufgesetzt, hat keine glaubwürdige Basis und schadet dem Ruf des CEOs und des Unternehmens (wie das Engels & Völkers-Beispiel zeigt).

Muss ein CEO jeden Tag posten, um erfolgreich zu sein?

Nein. Story Machine zeigt, dass konsistente, regelmäßige Beiträge zu authentischen Themen effektiver sind als seltene, große Kampagnen. Kleine, kontinuierliche Diskurse schaffen mehr Engagement und Glaubwürdigkeit als laut und selten.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

So, da sind wir ja tatsächlich heute das letzte Mal zurück bei uns im OMKB Hauptstadtstudio. Vielen Dank dafür, dass ihr weiterhin bei uns live mit dabei seid und ich freue mich richtig auf unseren tatsächlich letzten Vortrag am Ende unserer zweitägigen Konferenz. Und zwar freue ich mich noch viel mehr darüber, dass ich unsere Gäste hier wieder vor Ort live im Studio begrüßen darf Und ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich willkommen heißen unsere Gäste Mark Biskup, Managing Editor von Story Machine und Sarah Preiss, Director of Politics and Public Affairs von Storymachine. Herzlich willkommen, lieber Marc. Herzlich willkommen, liebe Sarah. Schön, dass ihr hier mit bei der OMKB an Bord seid. Vielen Dank für die Einladung. Sehr, sehr gerne. Ich möchte aber, wie ihr das in bekannter Manier natürlich kennt, euch Mark und Sarah erst einmal ein wenig vorstellen, ehe wir gleich in das spannende Pitch Deck von Story Machine einsteigen. Marc ist Managing Editor bei Story Machine seit Dezember zweitausendzwanzig bekannt in der Krisenkommunikation, Personal Branding und in der CEO Kommunikation mit seinen entsprechenden Schwerpunkten. Er war vorher Editorial Head of New Platforms bei Bild von zweitausendachtzehn bis zweitausendzwanzig und ist unter anderem Co Host gewesen des Check your Facts Podcast in den Jahren zweitausendsiebzehn bis zweitausendachtzehn. Gelernt hat Marc, so kann man das glaube ich sagen, beim MDR als Social Media Manager und Digital Project Manager von zweitausenddreizehn bis zweitausendsiebzehn. Und mein persönliches Highlight, er ist ehrenamtlicher Editor von The Spaghetti Western Database und das mittlerweile seit zweitausendvierhundertmir gerade in unserem Vorgespräch einmal kurz verraten, dass Quentin Tarantino gesagt hat, das ist seine absolute Lieblingswebseite. Insofern schaut sie euch an und vielleicht knacken wir ja heute den Google Analytics Besucherrekord auf die Spaghetti Western Database. Studiert hat Marc unter anderem an der University of Nottingham Cultural Studies, Social Media und Communication Studies. Dann Sarah Preis, gerade schon erwähnt, auch bei uns mit live auf der Bühne dabei als Director of Politics and Public Affairs, jetzt bei Story Machine seit März zweitausendeinundzwanzig mit dabei. Vorher Account Director bei MSL Germany von zweitausendachtzehn bis zweitausendeinundzwanzig und unter anderem Consultant bei navos Public Dialog in den Jahren zweitausendsiebzehn bis zweitausendachtzehn. Sarah war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag von zweitausendvierzehn bis zweitausendsiebzehn und davor Analyst Public Affairs bei Advice Partners. Gelernt und ausgebildet wurde sie im Bereich Politikwissenschaften an der Otto Friedrich Universität in Bamberg und ist, die Vita lässt es vermuten, gerne auch politisch aktiv 1 Hobby verbindet die beiden tatsächlich, und zwar das Rennradfahren, tatsächlich das aktive Rennradfahrern, aber auch, wie ich gerade gelernt habe, das Zuschauen unter anderem bei der Tour de France. So war Mark jetzt bei der aktuellen Tour de France unter anderen im Bordeaux am Start und hat sich zwei Etappen angeschaut. Passt ja irgendwie ganz gut oder auch nicht, je nachdem, wie man's interpretiert zu Peloton und unserem Thema tatsächlich vorher. Ganz kurz zur Story Machine. Story Machine ist eine Public Relations Agentur, gegründet unter anderem von Kai Diekmann, der den meisten hier, denke ich, etwas sagen dürfte, Michael Monz und Philipp Jessen und ja, gelangte über regionale Bekanntheit durch diverse PR Aktionen. Story Machine wurde zweitausendsiebzehn gegründet und im Grunde ist sie eine große Unbekannte in der Agenturlandschaft, weil wenig kommuniziert wird zu beispielsweise Kunden und oder auch Kampagnen, die ihr betreut. Die Gründer sagen über Story Machine, wir haben einen Newsroom gegründet, der einen journalistischen Ansatz hat und so Geschichten von Einzelpersonen und Unternehmen erzählt, das Ganze datenbasiert und ausgespielt über die sozialen Netze. Das erst einmal zur Vorrede für euch beide, lieber Mark, liebe Sarah und ihr habt euch ein spannendes Thema für den heutigen Tag rausgesucht, und zwar CEO Kommunikation. Ich dachte, wir schwingen doch auf Radsport um. Können wir auch gerne tatsächlich, aber da müssten wir noch mehr Zeit einplanen für den heutigen Richtig, es läuft ja gerade die Valetta di Espania. Ja. Da ist die Etappe jetzt wahrscheinlich zu Ende, aber deswegen können wir uns auch die Zeit nehmen. Dass sie läuft, hätte ich auch gewusst, aber dann wäre mein Wissen über die Valetta tatsächlich schon dem Ende entgegen gegangen. Insofern lass uns auf euren Vortrag fokussieren. Ich würde sagen, the stage is yours. Liebe OMKB Community, ganz viel Spaß mit unserem letzten Content Highlight hier bei unserer zweitägigen OMKB. Lieber Mark, liebe Sarah, ihr habt das Wort. Viel Spaß. Let's rock. Vielen Dank. Vielen Dank. The Stage is yours ist 'n sehr, sehr, eine sehr, sehr schöne Überleitung, denn jeder, der schon mal bei Twitter gesehen haben sollte, wo wir uns befinden in der Gartenstraße in Berlin in 'nem alten Varietät Theater, wo wir tatsächlich jeden Tag auf der Stage sitzen, nicht nur auf son einer Stage, sondern auf der Stage, wo wir unsere ja Meetings abhalten, wo wir mit Kunden sitzen. Und da im Publikumsraum haben wir unseren Newsroom aufgebaut, von dem wir euch insoweit erzählen wollen, was wir machen, indem wir darüber reden, wie CO Kommunikation aus unserer Sicht wunderbar funktionieren kann. Die große Unbekannte hat Mario gerade gesagt. Ja, da müssen wir euch vielleicht in der ersten Sekunde direkt mal enttäuschen oder aber auch nicht oder vielleicht zum Lachen bringen. Wir reden nicht über unsere Kunden und wir reden auch nicht über unsere Nichtkunden, aber was wäre das für 'n Vortrag, wenn wir über SEO Kommunikation reden und nicht ein einziges Beispiel mitgebracht hätten. Wir werden nicht sagen, mit wem wir arbeiten, mit wem wir nicht arbeiten, aber wir haben natürlich trotzdem 'n paar schöne Beispiele mit, nicht nur aus der CEO Welt, sondern auch aus der Politik, euch mal zu zeigen, wie ja Personal Branding funktionieren kann und wieso man das machen sollte und was aus unserer Sicht halt das ist, was es ausmacht und warum wir sagen, ihrWir gehen in Unternehmen rein und sagen Lasst den CEO mal groß machen, weil das ist für eure Firma letztendlich total hilfreich. An alle Kolleginnen und Kollegen noch draußen Wir können den Livechat nicht sehen, Also ihr könnt nett kommentieren, aber wir können erst danach auf Twitter und im Livechat sehen, was ihr uns da hier so digital in den Kopf werft. Und alle anderen. Wir sind sehr happy darüber, Fragen zu beantworten. Lasst uns gerne danach in den Austausch gehen. Ich bin sehr gespannt, ob wir das, was wir euch jetzt gleich zeigen und erzählen werden, genauso seht wie wir oder wie eure Meinung dazu ist. Ein Beispiel weitermachen. Also was haben wir euch heute mitgebracht? Wir haben euch tatsächlich nicht unbedingt Kundenthemen mitgebracht, sondern wir haben euch Mechanismen mitgebracht. Das, was wichtig ist für gute SEO Kommunikation, vielleicht auch für nicht so gute SEO Kommunikation und die Learnings daraus. Und ein ganz aktuelles Beispiel, was vielleicht auch außerhalb der Twitter Bubble in Berlin viele von euch mitbekommen haben, ist das Thema Kraftriegel und die Currywurst. Was ist passiert? Der Konzern VW hat verkündet, dass er sozusagen die Fleischgerichte reduzieren will in der Kantine und dass man künftig eben auch vegane Currywurst anbieten will. Auf diese News ist unser Altkanzler Gerhard Schröder aufgesprungen und hat einen hat einen längeren LinkedIn Beitrag verfasst, in dem er die Currywurst als den Kraftriegel des Facharbeiters und der Facharbeiterin bezeichnet hat. Und was zunächst auf Twitter ein bisschen ins Lächerliche gezogen wurde, weil er auch den Hashtag Rettet die Currywurst verwendet hat, hat so einen massiven Spillover Effekt hinbekommen und hat eigentlich und das ist jetzt kommen wir zu dem politischen Teil dazu beigetragen, dass der Wahlkampf in irgendeiner Form wieder an Fahrt aufgenommen hat und dass man plötzlich ein Thema hatte, wo einfach alle dazu reden konnten und sich einbringen konnten und diskutiert haben. Und was dann tatsächlich auch vom ich sag mal politischen Gegner also alle Fraktionen und Parteien haben dieses Thema aufgenommen und haben glaube ich, mindestens zwei bis drei Tage das auf Twitter in ihrem Wahlkampf rauf und runter gespielt. Was hat er damit erreicht? Er hat eigentlich die Zielgruppe der alten SPD Wähler wieder angesprochen und hat ein Thema in den Vordergrund gerückt, nämlich tatsächlich das Thema Facharbeiter oder Facharbeiterinnen. Und deswegen ist das für uns ein Beispiel, wie man einen Diskurs mit Aufsetzen auf ein tagesaktuelles Thema sehr, sehr gut prägen kann. Über soziale Kanäle. Weil es zunächst von LinkedIn ausging und dann tatsächlich den Spillover Effekt in alle möglichen anderen Medienkanäle genommen hat. Dass also ein ein eher fast lustiges Beispiel, aber ziemlich gut gemacht am Ende die Verlängerung vielleicht dessen auch noch. Seine Frau ist ja auch sozusagen relativ bekannt für ihre Instagram Posts. Auch die hat es sich nicht nehmen lassen, das Thema noch länger zu spielen, sodass man einfach wirklich mehrere Tage genau zu diesem Themenschwerpunkt Agenda Setting gemacht hat und einen Diskurs sowohl über das Thema Fleischkonsum, vegane Themen oder eben auch das Thema der einfache Arbeiter Facharbeiter. Und wie positionieren sich Konzerne dazu eigentlich aufgegriffen hat. Wenn man sich überlegt, wie clever er ganz viele verschiedene Themen miteinander verwoben hat, ist das ein ziemlich gelungener Coup. Ganz egal, ob er jetzt ein bisschen Boulevarddesk daherkam und gesagt hat, es ist die Currywurst wird abgeschafft bei VW, auch wenn es nur eine von über 30 Kantinen waren. Hatte zur Folge, dass halt auch VW Mitarbeiter in seine Kommentare gegangen sind und ihn da sozusagen korrigiert haben. Hat zum Austausch geführt und im Endeffekt hat er ganz viele Sachen so wie Sarah gesagt hat, erreicht. Und das aus einer Position, aus der es überhaupt nicht Not tut. Eigentlich. Für ihn. Ja, ich habe da relativ viele Diskussionen gehabt. Wir haben darüber diskutiert und wir können, wenn wir gleich durch die weiteren Beispiele gehen, ja danach mal schauen, wie das bei euch ankam. Aber dieses Beispiel hier war immer das, wo sich die meisten drüber beschwert haben. So nach dem Motto Jetzt schreibt das Internet voll und kostet mich meine kostbare Zeit mit irgend so einem Bullshit. Aber Fakt ist er hat genau das geschafft, mit Authentizität irgendwie dahin zu kommen, dass über ihn geredet wird, über das Thema geredet wird, über Arbeiterproduktion, VW usw. Genau. Und das vielleicht noch ergänzend dazu, was er auch schon früher immer geschafft hat mit hol mir mal eine Flasche Bier. Also viele haben das vielleicht auch noch Erinnerung war jetzt kein riesen Social Media Case, aber dass er einfach es schafft mit einfachen Themen eine Diskursbereitschaft zu kreieren, das ist schon echt spannend. Die Herausforderung, sich in den Diskurs einzumischen, die hat jeder CEO und das ist auch etwas, was wir immer sehen dass man es erfolgreich tun sollte. Aber es gibt halt viele Beispiele, wo es eben auch nicht so gut funktioniert. Und sich in den Diskurs einmischen einmischen ist eine absolut erfolgreiche und gelungene Maßnahme, um sich auch fernab seiner Firmenthemen ins Gespräch zu bringen. Es ist immer ein bisschen eine Frage des Wie. Wer sich vielleicht noch hier daran erinnert Engel und Völkers hat getwittert Hashtag Weltfrauentag. Der Vorstand von Engel und Völkers spricht über seine weiblichen Vorbilder und hat sich da in einen Diskurs versucht einzumischen. Aber komplett unpassend und komplett übers Ziel hinaus. Normalerweise ist es schwierig, in einem Unternehmen, wo die Vorstände immer noch traditionell leider sehr männlich besetzt sind, sich zu so einem Thema zu äußern. Aber man kann es natürlich trotzdem tun. Die Frage ist, mit welchem Demut, mit welchem Veränderungswillen, mit welcher Perspektive man das Ganze macht. Und weiß hier glaube ich, auch einfach eine Frage der Bildauswahl ist. Das kommt halt immer noch dazu. Genau. Es ist natürlich eine, also das Bild ist das Bild zu dem Tweet gewesen. Auch dass die Anzugschuhe nicht nass werden auf so einem auf so einem kleinen Podest auf dem Dach. Ähm.Und die Frage, die man sich stellen muss, was bringt mir das? Zahlt das auf das ein, was ich möchte? Und ist es glaubwürdig, was ich da mache? Und das, was wir immer versuchen mitzugeben ist kommuniziere, kommuniziere zielgerecht, kommuniziere so, dass es zu dir passt und kommuniziere so, dass es authentisch ist. Und deswegen ist für uns dieses Engels und Völker Beispiel ein gutes dafür, wie zielgerichtete Kommunikation nicht funktionieren kann, sollte und darf. Weil man sich zwar in die Debatte bringt, aber natürlich einen totalen Reputationsschaden mit mehr mit mitbekommt und dann einfach überhaupt nicht mehr den Effekt hat, den ja, der ja möglicherweise im Hintergrund irgendwo hätte sein können, nämlich dass man tatsächlich weibliche Vorbilder hat, die man stärken möchte. Vielleicht gab es ja Ideen darüber, wie man in Zukunft den Vorstand weiblicher gestalten kann oder oder oder. All das ist in dem sehr kurzen Tweet mit diesem sehr ungelungenen Foto nicht herausgekommen. Ich glaube, was hier noch mal wichtig ist als Zusammenfassung ist Proof Points, die man hat, sollte man auch zeigen. Und wenn man sie nicht hat, sollte man das Thema anders aufbereiten. Diesen Kollegen hatten wahrscheinlich alle auf dem Zettel, wenn es um CEO Kommunikation geht. Denn Herbert Diess ist letztlich einer, der in den letzten Monaten geschafft hat, ein sehr erfolgreiches Bild von sich zu zeichnen. Und das Hashtag dazu, dies gets it, verdeutlicht das ganz gut. Herbert Diess ist in einer Position sehr aktiv bei LinkedIn geworden, wo es ihn persönlich im Unternehmen nicht so gut gestellt war. Und er hat es geschafft, seine Geschichte in die Hand zu nehmen und die Geschichte von Volkswagen zu erzählen, wie er sich in Volkswagen der Zukunft und der der näheren Gegenwart Zukunft. Wie auch immer, wie er sich das einfach vorstellt. Und obwohl VW immer noch Verbrenner verkauft und in hybride und hybride verkauft, hat er halt das Bild einer modernen, nachhaltigen Firma gezeichnet, die eAutos ganz nach vorne treibt, die Tesla angreift, die angriffslustig ist, die sich einmischt usw usw und noch bevor er selber auf Twitter war, gab es halt das Hashtag die Gets it schon, der dann immer verbreitet wurde. Wenn dies wieder irgendwas bei LinkedIn gesagt hat, was halt das Elektroauto zum Beispiel über das Wasserstoffauto gehoben hat. Und er hat es geschafft, mit dem Narrativ, den er selbst gesetzt hat, in andere Medien zu kommen und Leute davon zu überzeugen, quasi Botschafter für seine Botschaft zu sein. Deswegen sehen wir Herbert Diess als den CEO, der halt seinen eigenen Narrativ der CEO seines eigenen Narrativs ist. Und genau das sollte man halt immer sein. Und das passt dahingehend auch zu dem vorangehenden Beispiel. Er hat halt seine Punkte genau besetzt und hat sich auch in Diskurse eingemischt, die mittelbar und unmittelbar mit dem Unternehmen und den Unternehmenszielen zusammenhängen. Und hat es halt so geschafft, auch mit diesem Video hier. Das Bild stammt ja aus einem Video, wo er sich in den Urlaub verabschiedet hat und sich bei den Mitarbeitern bedankt hat, auch auf eine augenzwinkernde, leicht leichte Art und Weise es geschafft hat, halt auch in andere Medien zu kommen und das zu schaffen, dass über ihn gesprochen wird. Immer verbunden damit, was, was er eigentlich vorhat mit der Firma, denn das wird dann in dem Atemzug immer mit erwähnt. Genau. Ich glaube, bei Herbert, dies sieht man ganz gut, was das Thema Personality auch ausmacht. Wir haben ein weiteres Beispiel mitgebracht, und zwar ist, dass Frau Nekuta, das ist die Vorständin vom Bahngüterverkehr und was sie ganz spannend macht. Also per se ist das jetzt so ein Thema, was nicht besonders sexy ist oder besonders modern ist und was natürlich auch immer viele große Fragestellungen mit sich bringt und viele Herausforderungen. Und jetzt wird sie als Frau in diese Position gehoben. Und was hat sie gemacht? Sie hat sozusagen, ist sie voll in ihre LinkedIn Kommunikation eingestiegen und lässt die Menschen außerhalb des Konzerns teilhaben, was passiert. Und das macht sie aber auf so eine natürliche Art und Weise, dass man da auch nicht den Eindruck hat, das ist die Vorständin, die von oben herab kommuniziert, sondern man sieht sie mit Helm, mit Warnweste, die sozusagen auch wirklich die Güterzüge sich anschaut und da auch ihre Themen wie das Thema Diversity Women Empowerment ganz gut vermarktet, aber auch mit der Marke spielt, sozusagen. Also es wirkt, es wirkt sehr natürlich, was sie tut. Und bei dem Bild, was da besonders ist, das ist eine Bahnuniform, das Kleid aus dem Stoff. Und das hat sie jetzt auch kürzlich, vor drei Wochen, glaube ich, im Zusammenhang mit dem mit der Hochwasserkatastrophe hat sie das Kleid für den guten Zweck versteigert. Und so versteht sie es, das, für was sie steht, für das aber auch die Marke steht, gut in Kombination zu bringen und tatsächlich eben auch bei aktuellen Ereignissen das Beste draus zu machen bzw. einfach authentisch zu kommunizieren. Aber immer wieder auch durch ihre Person die Marke in den Vordergrund zu rücken. Und sie macht es auf eine Art und Weise, dass man immer den Eindruck hat oder dass es einfach immer klar wird. Sie macht das professionell und nicht mit privaten Inhalten, weil das ist, glaube ich, auch eine große Debatte, die wir auch immer in der Kundenberatung haben. Wie viel Privates darf sein oder wie viel Persönliches, Persönliches ja privat nicht. Und das ist ein Beispiel. Wir haben sie auch mit reingenommen, einfach gerade weil es ihr als Frau gelingt, in so einem Beruf sich durchzusetzen und da wirklich gut zu kommunizieren. Zwei Dinge, die ich bei ihr immer sehr beeindruckend finde, ist einerseits, dass sie irgendwie keine Scheu hat, sich in jeder Situation ins rechte Licht zu rücken. Und das gar nicht aus einem Selbstzweck heraus, sich unbedingt zeigen zu müssen, sondern einfach die Leute in den Arbeitsalltag mitzunehmen. Und wenn wir Situationen haben bei Kunden, wo das Produkt halt nicht so shiny wie ein Auto ist oder wie ein Produkt, das man anfassen kann oder das man in die Kamera halten kann oder mit dem man sich fotografieren oder filmen lassen kann, da wird es dann halt schwierig, wie man das ganze einfach bebildert jetzt.Kann man natürlich Vorstände auf dem Dach stellen und das jedes Mal als Foto nutzen, das ist nicht so geeignet. Oder man zeigt sich halt selbst in seinem Arbeitsalltag und das ist immer eine ganz gelungene, ein ganz gelungenes Motiv. Weil erstens ist es ein persönlicher Account, also es ist ja trotzdem ein Personenaccount, der gehört ja nicht der Marke. Das ist ja auch wichtig, dass man eben nicht die Marke verlängert, sondern die Person so authentisch darstellt, dass sie auf die Werte und Ziele der Marke einzahlt. Und was ihr Account auch immer ganz gut veranschaulicht, ist, dass es muss nicht immer das Hochglanzbild vom PR Fotografen sein, was da veröffentlicht wird. Denn zu einem persönlichen Account gehören halt persönliche Einblicke und da muss nichts perfekt sein. Da kann auch mal ein Selfie von schräg oben ein bisschen angeschnitten sein oder ein bisschen unscharf und die Perspektive nicht ganz im goldenen Schnitt liegen oder sonstige Regeln angewendet werden. Das finde ich sehr schön authentisch und und zeigt einfach, dass sie sich damit beschäftigt und den Menschen zeigen möchte, was sie macht und was es bedeutet, einfach für DB Güter zu arbeiten. Wenn wir noch einen Schritt weitergehen, was das eigentlich bedeutet, als CEO zu kommunizieren, dann wird immer dieses Employer Branding dastehen. Und Tim Höttges, CEO von Telekom, ist so ein Beispiel dafür, mit der Firma Telekom an sich, wie Employer Branding hervorragend funktionieren kann. Sein Account ist ein bisschen hochglanziger, würde ich es jetzt mal so nennen, im Vergleich zu Frau Nikutta. Äh Aber Telekom und Tim Höttges haben es perfektioniert in jedem Beitrag, die Telekom als absolut attraktiven Arbeitgeber dastehen zu lassen ähm und selbst mit Weihnachtsvideos, Neujahrsbotschaften usw die Firma so dastehen zu lassen, dass jeder, der da nicht arbeitet und dass bei einem Video, was an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet ist, dass es eben sehr attraktiv aussieht. Und ähm letztlich ist das so der richtige Weg, nicht zu sagen, wir haben eine Pressemitteilung, wie können wir das mit dem CEO zu weiter kommunizieren, sondern lasst den CEO doch mal zeigen, was er den ganzen Tag macht. Lass ihn doch mal ein bisschen Augenzwinkern zeigen, wie man ähm das Produkt nutzt oder was es überhaupt bedeutet, für die Firma zu arbeiten, mit wem man eigentlich arbeitet. Also Employer Branding auch so zu leben, dass man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber vor die Kamera holt, selber zeigt, was was die so können, was deren Fachgebiete sind und sie auch in einem gewissen Licht strahlen zu lassen. Genau bei dem Thema ist glaube ich, auch sehr entscheidend Menschen folgen nicht nur Menschen gerne. Deswegen haben wir das ganze Thema SEO Kommunikation ja auch eins, was jetzt überall sehr, sehr stark durchdringt, sondern Menschen arbeiten auch gerne für Menschen. Und da ist er einfach wirklich ein grandioses Beispiel, der es auch geschafft hat mit dem, was im Bereich Employer Branding machen. Ich glaube, das Image von dem sperrigen Telekommunikationskonzern weg zu einem jungen, dynamischen, coolen Unternehmen, für das man gerne arbeiten möchte, egal welchen Handyvertrag man hat oder wie genervt man von den Funklöchern oder sonst irgendwas ist. Und das macht er wirklich sehr, sehr gut. Ich kann euch sagen, hier in diesem Hotel hat kein Handyanbieter glaube ich, eine Chance durchzukommen. Hier ist der Empfang nämlich richtig schwach. Wer nicht schwach ist, ist dieser Kollege hier. Der hat offensichtlich immer Handyempfang, wahrscheinlich über seine Satelliten, die über über der Erde kreisen. Und wir haben ihn mitgebracht, weil er einerseits ein gutes, aber auch gleichzeitig ein schlechtes Beispiel für das ist, was wir ähm machen und was wir empfehlen. Elon Musk hat es wahrscheinlich perfektioniert, ähm sich in Debatten einzubringen, die absolut untypisch für ihn sind. Was, was ihn zu einem schlechten Beispiel macht, weil er damit Zielgruppen erreicht, die er vielleicht nicht erreichen will, aber automatisch mit erreicht. Sorry, dass hier mein Bildschirm immer wieder rüber springt, aber ähm denn man muss sich immer klar sein man sollte immer eine Zielgruppe vor Augen haben oder auch mehrere Zielgruppen, aber du erreichst immer eine Masse mit, die du nicht erreichen willst. Und gerade je öffentlicher, je größer und öffentlicher du kommunizierst, desto mehr machst du das. Das führt dazu, dass wenn Elon Musk twittert, dass er seinen gesamten, seinen gesamten Besitz verkaufen will, in einem Tiny Haus leben will, ohne einmal das Wort ah oder die Satzgruppe den Tesla behalte ich aber zu behalten am Tagesabschluss -10 % für die Aktie heißt. Und dann steht doch mal. Ganz schnell die Börsenaufsicht auf der Matte, dann. Steht die Börsenaufsicht auf der Matte und er ist auch bekannt dafür, kein kein Kommunikationsteam zu haben, ähm was halt auch bedeutet, dass er kein Korrektiv hat. Und ähm es zeigt einfach, du kannst unheimlich viel erreichen. Und natürlich hat er eine riesengroße Reichweite auf Twitter und macht auch nichts anderes und ähm spielt dann mit Sachen, mit denen er vielleicht gar nicht spielen sollte. Aber es hat halt immer zur Folge, dass alles, was du machst, halt auch relevant ist für das, wofür deine Firma steht. Und du kannst halt, wenn du eine öffentliche Person bist, das auch nicht entkoppeln. Du kannst nicht sagen, ich twittere hier privat, was ja mal wahrscheinlich bei jedem dritten Twitteraccount aus Deutschland in der Bio noch stehen wird. Wahrscheinlich. Das gibt es halt einfach nicht. Und natürlich gibt es die Privatperson, aber das ist das, was Sarah eher schon meinte. Persönlich und privat muss man trennen und damit muss man auch ganz aktiv spielen. Und Elon Musk schafft das nicht immer, ähm aber er schafft es halt dann doch auf der anderen Art und Weise doch wieder sehr gewaltig und mächtig mit seinen Worten und seinen Tweets zu sein.Genau. Ich glaub, den Punkt, den wir da sehen, ist einfach auch bei guter CEO Kommunikation. Man hat natürlich in erster Linie eine Verantwortung für sich und als Person. Aber vor allen Dingen geht es dennoch ja darum, auf die die Marke und auf die Botschaften oder die Werte, für die die Marke steht, auch einzuzahlen. Und bei Elon Musk sieht man einfach ganz gut, welche Macht er mit seinen Worten hat und dass das eben auch manchmal für die Marke und das Unternehmen nach hinten losgehen kann. Ein anderes Beispiel, was wir noch mitgebracht haben, ist Janina Kugel, die eine ganze Weile, ich glaube bis zweitausendzwanzig Arbeitsvorständin, Arbeitsdirektorin bei Siemens gewesen ist. Und warum haben wir die mitgebracht? Weil sie es wunderbar geschafft hat, auch bei Siemens viele Dinge aufzulösen beziehungsweise anders zu gestalten und das Thema Leadership, aber auch Diversity ganz stark in den Fokus zu setzen, hat, glaube ich, mittlerweile auf LinkedIn eine Followerzahl von über sechzigtausend Followern und bringt da die Themen wirklich sehr, sehr gut rüber, mischt sich in aktuelle Debatten ein, unterstützt sehr, sehr viele Initiativen, die sich das Thema Diversity drehen, spricht aber auch immer wieder zum Thema Leadership, hat Bücher veröffentlicht zu dem Thema und berichtet vor allen Dingen, und das ist das Spannende, sie ist auch Mutter, berichtet vor allen Dingen über ihre eigenen Erfahrungen, was es heißt, Karriere, aber auch privates Miteinander zu verbinden. Aber in so einer Art und Weise, dass man auch sagt, es ist nicht zu privat, sondern sie verbindet das eben mit dem Weg, den sie gegangen ist und wie sie da auch tatsächlich das ganze Thema Human Resources, ich sag mal, ausgeräumt hat bei Siemens und da einfach neue Wege eingeschlagen hat, was, glaube ich, auch für den Konzern per se nicht selbstverständlich gewesen ist. Was die Beispiele, die wir jetzt gerade so bis hierhin genannt haben, eint, ist, dass wir, also wir definitiv, ob ihr das auch so gesehen habt, wird sich rausstellen, dass wir aber sehen, dass sie von Fachmagazinen aufgegriffen werden, dass sie von Wirtschaftsjournalisten aufgegriffen werden und dass sie halt, und das ist wahrscheinlich das schwierigste, wenn man aus einer Wirtschaftsperspektive herausdenkt, von großen Boulevardmedien oder in den sozialen Medien von Nutzerinnen und Nutzern aufgegriffen werden. Und man macht das Ganze jetzt nicht, irgendwie noch eine Persönlichkeit irgendwie noch ein bisschen dollar darzustellen oder irgendwelche Egos zu befeuern, sondern macht das ja zu einem Zweck. Und wir haben den Zweck schon immer so ein paar Mal genannt. Also es zahlt ja immer auf die Ziele des Unternehmens ein, aber es zahlt ja auch darauf ein, sein eigenes Narrativ in der Hand zu haben. Und natürlich könnte man in jeder Geschichte, die man schreibt, auch immer versuchen, noch mit der Bild am Sonntag, der FAZ und der, was weiß ich, irgendeinem Blog zu reden und seine Themen da unterzubringen. Aber wenn man exklusive Meldungen, also aus einer journalistischen Perspektive exklusive Meldungen generiert, die halt selber in der Hand zu haben und so ein Stück weit die Gatekeeper Funktion der Medien zu umgehen, ohne sie halt irgendwie auszuhebeln. Und das ist ja das ganz Spannende. Man gibt ja letztlich mit dem, was man macht, Anstöße, über sich selbst, über seine Firma zu sprechen. Und das soll das Ziel sein, einen Narrativ zu setzen, der aufgegriffen werden kann, der den Startschuss bietet für eine weitere Kampagne, eine weitere Kommunikation. Das letzte Beispiel, was wir da mitgebracht haben, ist der allererste LinkedIn Artikel von Philipp Lahm, der sicher deswegen gut funktioniert hat, weil Philipp Lahm, ein Fußballer auf einer Business Seite wie linkedin einen Artikel veröffentlicht hat. Aber er zeigt halt auch ganz gut, dass es eben gerade deswegen, weil es untypisch ist, in den Boulevard geschafft hat. Und viele andere Beispiele von denen, die wir euch mitgebracht haben, haben das auch geschafft. Und letztlich war das nämlich, dass Philipp Lahm selber eine Öffentlichkeit schafft, eine öffentliche Plattform. Und das nicht über den Sportteil einer Zeitung oder eines Blogs oder eines Magazins, sondern über sein komplett eigene, in Klammern natürlich nicht eigene, weil es auf LinkedIn gehostet und nicht auf seiner Website, aber auf einem eigenen Kanal das geschafft hat. Und die Medien haben daraus unzählige Artikel gemacht. Jogi Löw wurde befragt, Experten wurden gefragt, andere Fußballer wurden gefragt. Und so hat sich aus einem Artikel, der am Ende jetzt irgendwie viertausend Likes und ein paar hundert Kommentare hat, ein riesengroßes Netzwerk und damit eine riesengroße Reichweite entsponnen, der halt über die dann doch vermeintlich oder relativ geringe Aufwand, den man damit hat, absolut multipliziert wurde. Und letztlich hat man so mit seinem Kommunikationsteam, ob das jetzt ein internes ist oder ein externes, den Effekt, dass man was, wenn man nah am CEO dran ist, schnell veröffentlichen kann und dann halt eine größere Reichweite hat, als es jede Pressemitteilung oder jedes exklusiv einer Zeitung zugespielte Interview haben könnte im Optimalfall. Und das hat natürlich auch ein bisschen Journalisten gerettet. Ich habe ja keinen redaktionellen Hintergrund, aber Journalisten haben natürlich jetzt durch die Kanäle und Social Media auch einfach die Möglichkeit, jeder kann die gleiche Geschichte aufgreifen und für sich weiterverarbeiten. Und das ist im Prinzip auch das Spannende. Sie haben zwar einerseits die Gatekeeper Funktion verloren aus dem klassischen Bereich, aber sie haben jetzt einfach auch tatsächlich die Chance, die Geschichten so zu machen oder die relevanten Informationen zu finden. Und zwar besteht da für alle die gleiche Chance. Andererseits ist man einfach Herr seines eigenen Narrativs und wie gesagt, mit einer klaren Fokussierung auf die Zielgruppe, was will ich erreichen und wie will ich mich auch darstellen als Unternehmen, ist das.Also ist die CEO Kommunikation sicher ein Weg, um auch Unternehmen attraktiv zu machen oder auch ein Stück weit zu begleiten und transparenter auch zu machen. Und das machen wir jeden Tag. Und Mario hat es eingangs erwähnt Wir haben einen Newsroom gegründet, der so aussieht und. Das ist wirklich schön. Es ist wirklich schön. Wir haben noch ein bisschen Platz. Egal ob das an unserem Data Team ist, bei uns im CEO Team oder auch im Brand Team. Wir sind immer auf der Suche nach Talenten und Leuten, die Lust haben, in dieser Atmosphäre mit uns zu arbeiten. Und wer Lust hat, weil er es jetzt vielleicht nicht schafft, mit uns ins Gespräch zu kommen, kann das gerne. Wenn es traurig ist, dass mein Twitterhandle da abgeschnitten ist, aber es ist okay, weil es ist einfach mein Nachname ohne Leerzeichen zusammengeschrieben. Wer mit uns ins Gespräch kommen möchte, kann das entweder jetzt sofort tun oder aber dann gerne Vielen Dank. Auf den Plattformen LinkedIn, Twitter oder wo auch immer. Sehr schön. Sarah Mark, vielen Dank für diesen tollen Vortrag. Sehr, sehr bereichernd. Ich habe einiges lernen dürfen und ich würde vorschlagen Let's talk. Was entgegnet ihr Kunden, die folgende Hypothese aufstellen Das Level ist ersetzbar, die Marke und Produkt gewissermaßen auch, ist aber deutlich statischer. Wie kann CLevel Kommunikation funktionieren, ohne als Unternehmen zu stark in den Vendor Lock zu geraten? Ihr habt ja gerade auch das Beispiel von Elon Musk erwähnt. Wenn der irgendwann mal Tesla SpaceX was auch immer verlassen sollte, wird die Aktie wahrscheinlich relativ schnell in die Tiefe fallen. Wie schnell sie sich dann erholen wird, ist eine andere Frage. Long story short Wenn ich als als Sea Level nur einen Laufzeitvertrag habe, was sehr, sehr üblich ist, was passiert mit diesem Asset, wenn wenn Sea Level dann plötzlich geht? Ich würde sagen, das ist Teil der Krisenkommunikation und das haben die Kollegen ja gestern vorgestellt. Nein, Spaß beiseite. Also ich glaube, es besteht ja immer aus mehreren Personen. Und ich glaube, am Ende geht es gar nicht so sehr stark darum, dass alles mit einer Person nach Hause geht. Deswegen sagen wir ja, man kann einfach nicht trennen zwischen privater oder öffentlicher Person, sondern automatisch, wenn ein CEO kommuniziert und das ist auch das, was wir Unternehmen oder Kunden immer mitgeben ist. Es muss schon auf das Unternehmen und die Werte und die Botschaften, die das Unternehmen hat und das sind ja jetzt nicht nur zwei, vier oder sechs Jahre, sondern in der Regel, das ändert sich mal, wenn man Transformationsprozesse durchmacht. Klar, aber es ist ja eine langfristige Kommunikation und deswegen geht es nicht darum, irgendwie den CEO beim Surfen zu zeigen und zu sagen Hey, wir sind das coolste Unternehmen oder sonst irgendwas. Sondern es geht schon darum zu zeigen, was ist die Vision, was ist aber die Vision des ganzen Unternehmens und wie kommen wir da auch hin? Deswegen ist das ein Teil von Corporate Communication, würde ich sagen. Aber es ist nicht alles. Und aus der Perspektive, also das ist ja jetzt ein bisschen die Corporate Perspektive, wenn ich jetzt mal die Perspektive des CEOs oder des Sea Levels, was möglicherweise nur einen Laufzeitvertrag hat, nehme einnehme, dann ist das ja auch eine Investition in die eigene Zukunft. Wir kommunizieren ja nicht für mit den CEOs oder Sea Levels um, nur um die Firma irgendwie zu befähigen, in die oder jene Richtung zu gehen, sondern auch zu zeigen. Wenn du die Themen, die dir wichtig sind, auch wirklich authentisch kommunizierst, sei es jetzt, du hast jemanden, der halt sehr auf Diversity oder Leadership eingehen möchte, dann sind das ja alles Themen, die, wenn du dann für den nächsten Arbeitgeber in Betracht kommst, ja eigentlich ein super zusätzliches Asset sind neben dem, was du halt fachlich, wirtschaftlich oder wie auch immer auf dem Kasten hast. Das heißt, wenn du jemanden positionierst und der sagt ich bin ich. Mein Ziel ist es, egal bei welcher Firma ich bin jetzt mal übertrieben gesprochen, ich möchte halt immer fifty fifty Frauen und Männer im Vorstand haben. Dafür stehe ich ein, egal wie. Dann wird halt die nächste Firma, die dich verpflichtet sagen okay, das hat er da gemacht. Das wird er hier sehr wahrscheinlich durchsetzen, wenn es nicht eine absolute Marketingnummer war. Aber Authentizität ist halt unfassbar wichtig und es ist halt ein Investment in die eigene Karriere. Und da ist es egal, ob da Firma X oder Y steht. Vollziehbar, valide hergeleitet. Sprechen wir über Account Ownership. Wenn ihr für Sea Level Accounts aufsetzt, egal ob jetzt LinkedIn, Twitter oder oder andere Netzwerke, bei wem liegen die Zugangsdaten? Kann, kann, Ziellevel, letztendlich auch eigenständig kommunizieren oder ist da immer eine Revisionsschleife mit euch berücksichtigt, weil die Marke natürlich da auch wieder gewissermaßen ein bisschen Kontrolle abgibt. Fragezeichen. Bei Elon Musk gibt es bestimmt keine Korrekturschleife, würde ich sagen. Ich glaube, es kommt. Aber das war ja auch euer Negativ beides. Genau. Im besten Fall ist das natürlich irgendwie abgestimmt mit dem Kommunikationsteam oder mit der Stabsstelle im Unternehmen. Aber es gibt natürlich, wir erleben das auch immer wieder, dass sie selber viel Spaß daran haben, entweder eigenen Content zu erstellen oder dann auch wirklich so angefixt sind, dass sie auf den Kanälen unterwegs sind. Und dann kommt es darauf an, tatsächlich. Aber es gibt immer noch die Möglichkeit, dass sie das auch selber machen. Klar. Letztendlich seid ihr das Kollektiv, ihr könnt, ihr könnt als Sparringspartner dienlich sein, wenn das gewünscht wird, aber es ist letztendlich nicht verpflichtend. Multipliziert ihr über eure Netzwerke, das heißt, ihr habt neuen Mandanten und da wollt ihr immer richtig viel Bass drauf bringen? Ihr multipliziert über Netzwerke. Nein, das ist ja genau nicht unser Ansatz. Wir reden ja auch wir, wir reden ja nicht über unsere Kunden. Und wir wollen ja, dass die Kunden mit der Nachricht, mit der sie an den Start gehen, mit dem Narrativ, dass sie damit strahlen und nicht über uns. Oder weil sie mit uns zusammenarbeiten oder weil sie nicht mit uns zusammenarbeiten, sondern wir wollen das Newsroom Konzept, was wir haben, quasi zu ihnen bringen und die Expertise, ähm, die.Ihn mitgeben, damit sie so gut wie möglich bestmöglich kommunizieren können. Und das sind Früchte genug. Und da brauchen wir uns nicht irgendwie raus rausholen, rauskommen damit und sagen Mensch, wir machen es aber für den. Okay, das heißt, ihr habt keinerlei Multiplikation, weder über Paid Media noch über über Reichweiten, Plattformen etc., bei denen ihr einfach nur mal die die Algorithmen ein bisschen anschieben könnt. Sagen wir es mal so. Kommt auf die Strategie an Ehrlich gesagt ist immer die Frage, was man Kommunikation erreichen will oder wen man erreichen will. Aber das passiert ja nicht über uns als Story Machine, sondern ist dann einfach Teil der Strategie. Wir haben ein exzellentes Datenteam, die natürlich auch wissen, sozusagen wann sind gute Zeiten, wie funktioniert Performance? Aber das ist einfach Teil der Strategie und dessen, was man erreichen will und in Abstimmung mit dem Kunden. Okay, das. Heißt, im Zweifel wird Paid Media noch zusätzlich als als Kanal eingesetzt und macht. Aber bei SEO Kommunikation eigentlich keinen Sinn. Bin ich, bin ich total dabei. Okay. Ähm. Nehmen wir noch mal das Thema Vertrieb. Ihr sprecht ja nicht über eure Kunden. Ist Social Media Sparring mit dem Sea Level für euch auch ein Entry Point, um an die Unternehmen als solches ran zu kommen? Ich meine Sea Level Kommunikation ist natürlich, damit überspringt ihr die Marketingleitung. Ihr seid dann quasi schon mal ganz oben in der Hierarchiekette angekommen. Ist das so ein Case? Ja, ihr macht die Sea Level Communication und anschließend wird euch dann auch das Mandat gegeben für die Marke, für die Brand? Oder ist das tatsächlich auch gar nicht euer Schwerpunkt, sagt wir machen Sea Level Communication. That's it. Period. Also unser Team macht tatsächlich ausschließlich Sea Level Communication. Und es gibt natürlich immer die Möglichkeit, wenn irgendwie Bedarf ist, dass man das eine oder andere Thema mit dem mit dem Sea Level zusammen irgendwie gestaltet, Dann sprechen wir auch mit anderen Abteilungen. Klar. Aber es ist ja nach wie vor leider immer noch so, dass in vielen großen Unternehmen das immer noch so Silos sind. Also man hat Marketing, man hat Kommunikation, man hat vielleicht noch eine Stabstelle und dann hat man einen CEO. Und deswegen ist das sozusagen von außen her auch nicht ganz einfach, das miteinander zu verbinden, weil die Unternehmen da anders strukturiert sind. Genau. Politische Befindlichkeiten sprechen wir über New Classic, den Ableger. Könnt ihr dazu ein bisschen was verraten? Die sind ja ähnlich spärlich unterwegs, was die Informationsdichte der Webseite angeht als ihr. Ich würde sogar sagen noch ein bisschen spärlicher. Was uns interessiert ist was für Synergieeffekte könnt ihr da leveragen? Also für New Classic spricht ja vor allen Dingen Christian Stenzel. Deswegen glaube ich, würde ich da auch nicht vorgreifen. Aber der versteht natürlich das Medienhandwerk noch aus der klassischen Denke kommend. Und da, wo es Synergieeffekte gibt, nutzen wir die. Aber in der Regel sind wir gerade im SEO Team ja wirklich sehr fokussiert auf Onlinekommunikation. Das heißt, dass wir die Kanäle bespielen und haben da gar nicht so viele gemeinsame Schnittmengen aktuell. Ihr habt während eures Vortrages häufiger über Spillover Effekte gesprochen, das heißt Kanäle, die, die andere befruchten könnte. Da vielleicht noch mal ein paar konkrete Beispiele nennen. Ihr habt ja auch ein Data Team. Ihr habt ja einige Daten auch sammeln können. Welcher Spillover Effekt hat euch persönlich vielleicht auch überrascht? War für euch nicht so nachvollziehbar. Ich gebe euch ein Beispiel Wenn wir eine TV Kampagne gefahren wird. Plötzlich haben wir viel, viel höheren Brand Search Anteil als ein Spillover Effekt. Der ist vielleicht nachvollziehbar, aber vielleicht auch gewissermaßen überraschend. Gibt es solche Erkenntnisse auch bei euch? Das müssen Sie fragen. Durch die Hintertür noch ein paar Kundencases rauszulassen. Aber Marc, ich wollte dir nicht vorgreifen. Klar, bei Philipp Lahm ist es relativ offensichtlich, dass sich da die Boulevardmedien drauf stürzen werden. Wenn man sich anguckt, wie unterschiedlich Spillover sein kann. Also Spillover kann ja schon sein. Du wirst von einer LinkedIn Redaktion ausgewählt, die das featuren. Ein Spillover kann sein, dass halt relativ viele darüber twittern, was du über LinkedIn geschrieben hast, obwohl du es selber gar nicht befeuert hast. Oder das Schönste natürlich, wenn plötzlich so eine eine Medienwebsite nimmt es auf und dann kommt wie so ein Wasserfall alles hinterher bis hin zu Fernsehberichten usw. . Genau das ist ja das, was wir. Was ich auch vorhin meinte mit dass Journalisten natürlich die Möglichkeit haben, in den Social Media einfach ganz klassisch ihre eigenen Geschichten zu verfolgen, ohne dass Geschichten anderer Medien noch mal aufgegriffen werden müssen. Und das erleben wir ja, dass irgendwelche Tweets oder Beiträge dann eben auch als Zitate in den Artikeln auftauchen. Und wie Marc sagte, sind es ganz unterschiedliche Formen von Spillover. Ich bin da weniger überrascht, dass manche Sachen funktionieren, weil wir ja alles darauf anlegen, dass es funktioniert. Ich bin oft erstaunt, dass gerade Fachmagazine oder Fachmedien ja eigentlich einen total reichen Schatz da liegen haben und den einfach oft nicht nutzen, weil oft die CEOs was exklusiv vermelden oder was exklusiv schreiben oder auch Einblicke in ihre, in den Alltag oder auch in ihre Denkweise geben. Und dass das dann nicht aufgegriffen wird, also eher das Phänomen andersrum, dass das noch nicht richtig immer funktioniert, hat sicher auch mit gewissen Reichweiten zu tun. Und dass möglicherweise Wirtschaftswoche oder Handelsblatt Journalist vielleicht nicht jeden Tag bei LinkedIn bei den Hidden Champions guckt oder so, aber da ist halt viel Potenzial. Und dass das manchmal nicht überspringt, wo du denkst Mensch, das war doch eine Meldung, die ist es wert. Das überrascht mich dann mehr, als wenn eine Meldung plötzlich irgendwo aufgegriffen wird. Weil das ist ja genau das Ziel. Kann ich nachvollziehen. Jetzt seid ihr in den letzten Monaten ja sehr, sehr erfolgreich gewesen. Zumindest das, was wahrgenommen werden kann über über externe Quellen. Wo viel Licht ist, ist manchmal auch ein bisschen Schatten. Gab es auch Cases und Branchen, bei denen es nicht funktioniert hat? Die Sea Level Kommunikation, bei denen ihr sagt Ja, das hat nicht funktioniert.Oder gab es Deal Breaker und Parameter, die nicht gepasst haben, bei denen ihr dann auch erlebt habt, okay, es eignet sich vielleicht nicht für alle Cases? Also ich glaube, was wir schon gelernt haben, ist, wir gehen ja immer in den Austausch, was will der Kunde eigentlich oder was will der CEO erreichen und dass das meistens gar nicht klar ist. Also die Zielsetzung, was will ich eigentlich wirklich mit der Kommunikation erreichen oder vor allen Dingen wen will ich erreichen, weil es irgendeinen Impact auf irgendetwas hat. Das ist das, was wir schon festgestellt haben, wo man einfach merkt, okay, da passiert nicht viel oder man erreicht nicht die richtige Zielgruppe und dann muss man sich einfach die Frage stellen, warum ist das so? Und klar sind wir dann auch Partner an der Seite und justieren da auch nach. Das ist dann auch Teil des Programms natürlich, einfach zu gucken, funktionieren bestimmte Sachen oder funktioniert es nicht. Und wenn es nicht funktioniert, muss man gucken, warum ist das so und justieren da auch nach. Und ich glaube, da gibt es tatsächlich auch, LinkedIn ist so eine Plattform, die so stark wächst, ja, mit so ganz unterschiedlichen Personen, die da mittlerweile unterwegs sind und ob das Corporates sind oder eben Einzelpersonen. Und ich glaube, da zu gucken, dass man wirklich seine für sich wichtige Zielgruppe erreicht, ist immer ein Prozess, der sich erst im Laufe der Kommunikation herauskristallisiert, weil viele kommen dann auch und wollen definieren sich über Follower, aber das kann genau der falsche KPI sein, sozusagen. Und das erleben wir schon, ja. Aber dann, wie gesagt, gibt es die Möglichkeit, das nachzujustieren und dann zu gucken, was ist wirklich das Ziel. Okay, letzte Frage, weil wir schon ein bisschen über der Zeit sind. Was würdet ihr einem C-Level raten bezüglich der Fokussierung eines Social Networks? Ich weiß, das ist eine schwierige Frage, weil das wahrscheinlich immer von Zielsetzung und Branche etc. abhängig ist, aber ihr habt ja jetzt einiges an Mandanten und habt auch mit Sicherheit ein Gefühl dafür, wo ist gerade ganz, ganz viel Demand? Ist es LinkedIn, ist es Instagram, ist es Facebook, ist es Twitter, ist es TikTok, ist es Pinterest? Tendenziell eher nicht. Wenn ihr einfach mal so gedanklich eure Mandanten durchgeht, wo habt ihr den höchsten Demand? Also die klassische Antwort wäre an der Stelle, wir würden uns bei demjenigen, der das überlegt zu tun, halt erstmal alles angucken, gucken, was ist im Wettbewerb los, schauen, wie die eigene Firma aufgestellt ist, was die Ziele sind und da kommt man dann relativ schnell zu dem, was Sarah eben gesagt hat und würde dann gucken, wo es sich lohnt. Und es ist jetzt kein Geheimnis zu sagen, wenn du dich sehr viel politisch äußern willst, guck dich mal auf Twitter wenn du dich sehr B2B-lastig äußern willst, guck dich auf LinkedIn um, wenn du der absolute Fotofreak bist und das irgendwie auf deine Ziele einzahlt, kann man natürlich auch was auf Instagram machen. Employer Branding z.b.. Ja, also das kann man doch. Da formuliere ich meine Frage mal ein bisschen anders herum. Du willst wissen, wie viele Leute bei LinkedIn ... Auf welchem sozialen Netzwerk habt ihr persönlich die höchsten Interaktionen oder die höchste Expertise steigt sehr, sehr tief ein? Könnt ihr das so aus dem Bauch heraus beantworten? Oder seid ihr auf allen Netzwerken ähnlich stark aufgestellt? Natürlich, (lachen) gar keine Frage. Nein, aber klassisches Sielevel Kommunikation würde ich sagen, ist aktuell sehr stark auf Twitter und auf LinkedIn fokussiert und es gibt immer mal wieder einzelne Bereiche, aber wie gesagt, da liegt es einfach an der Zielsetzung, wo man die anderen Plattformen auch mit bespielen kann. Ich glaube, wir haben noch keinen CEO auf TikTok aktuell, aber wie gesagt, liegt einfach an der Strategie am Ende da irgendwie auch. Aber alle anderen bespielen wir sehr regelmäßig und TikTok dafür für andere Themen. Und wenn ihr auch mal guckt, wo die Leute, die bei uns arbeiten, so herkommen, gibt es halt viele mit journalistischem Hintergrund, ob es jetzt von Pro Sieben, Sat eins, von Bild, DPA oder sonstiges ist. Und dann gibt es halt genauso Leute mit Agentur kommunikationshintergrund. Das heißt, die Expertise, was Plattform angeht, ist halt da. Die Expertise, was PR und so weiter angeht, ist da. Und was die Plattform angeht, sind wir immer für alles offen. Vielleicht wird TikTok der nächste CEO-Kanal, dann werden wir es sehen und werden uns da genauso reinfuchsen wie in alles andere. Entwickelt sich Bewegtbild in Summe, also wird Sealevel-Kommunikation komplexer, weil Bewegtbild auch eine immer relevantere Rolle einnimmt? Definitiv. Aber ich weiß gar nicht, ob es dadurch komplexer wird. Du musst es halt nur noch besser orchestrieren. Sicher, wenn du so eine Beispiele wie Herbert Dieth hast, der einfach unfassbar viele Videos veröffentlicht und das dann als Benchmark von anderen gesehen wird, wo man ja auch sagen muss, du kannst nicht zu jedem CEO sagen: „Nimm dir mal Herbert Dieth als Vorbild, weil man kann sich ja immer nur auf Augenhöhe vergleichen und man kann zwar hochgucken, aber dann macht der Vergleich oft nicht so viel Sinn. Und manche CEOs nehmen sich halt die Zeit und manche können sich die Zeit vielleicht auch gar nicht nehmen. Wir sagen immer, sei so nah wie möglich dran, weil dann kannst du erfolgreich werden und dann kriegst du die Orchestrierung auch hin. Wenn es erst 18 Schleifen über irgendwelche Abteilungen drehen muss, wird es halt schwierig und dann wird es dann doch komplex und wir müssen mal gucken, ob das dann noch so funktioniert oder ob man dann vielleicht nicht zu Video rät. Aber das kommt auch da wieder auf den Fall an, wenn du nichts zu erzählen hast, ist ein Video halt Quatsch. Aber wenn du viel zu erzählen hast, kein Video zu machen, ist eigentlich blöd. Produziert ihr die Videos oder ist das ein Schwerpunkt, der der nicht euren Aufgaben entspricht? Wir haben auch ein Visual Department. Wir arbeiten sehr stark mit unseren Schnittstellen zusammen. Wir haben Visual und können da alles abdecken. Wie gesagt, Data haben wir alles dabei und wenn es darum geht, irgendwie Kampagnenthemen noch mal anders aufzugreifen oder kreativ auch über Formate nachzudenken, dann haben wir ein ganz starkes Brands Team und ein Creative Team, die wir dann wirklich sehr funktional mit dazu holen können. Sehr schön. Sarah, Marc, ich glaube, wir werden in Zukunft immer häufiger über euren Namen stolpern. Vielen, vielen lieben Dank für diesen Q&A-Talk. Und wir sind jetzt tatsächlich mit der Agenda, mit der offiziellen Agenda am Ende. Sarah, mag erst mal vielen, vielen lieben Dank. Wir sparen uns dieses Jahr die Speaker-Geschenke und werden auch in eurem Namen eine Spende gegenüber der Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg e. V. Durchführen. Ich hoffe, das ist auch ganz in eurem Sinne. Absolut. Und wir sagen erst mal vielen, vielen lieben Dank und dann wünsche ich euch erst mal eine schöne Heimfahrt. Danke.

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Beschreibung

StoryMachine ist eine 2017 gegründete Social-Media-Agentur mit dem Schwerpunkt auf strategischem Storytelling für Brands, Persönlichkeiten und politischen Institutionen. Im Talk wird geführt von Sarah Preiss, Director of Politics & Public Affairs und Marc Biskup, Public Relations, CEO-Kommunikation und Krisensituation bei StoryMachine. Die beiden geben uns Einblicke in die CEO-Kommunikation von StoryMachine.

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