Hendrik, schön, dass du bei uns hier bei der UMKB bist. Erzähl uns doch mal kurz: Wer bist du und was machst du, Hendrik? Ja, sehr gerne. Genau, ich bin Hendrik, gerade 30 geworden. Glückwunsch. Ja, danke, danke. Genau, ich habe irgendwann mal Wirtschaftswissenschaften studiert, BWL, VWL, habe tatsächlich im Studium schon das erste Mal gegründet. Wir waren relativ früh dabei, Smartphones über online zu verkaufen, gerade als Amazon angefangen hat, seine Tore zu öffnen, auch für Seller auf ihrer Plattform, da waren wir relativ früh mit dabei. Genau, habe da erst neben dem Studium dann full-time fünf, fast sechs Jahre ein E-Commerce-Store aufgebaut, genau, den dann nach den fünf, fast sechs Jahren dann verkauft. Genau, und dann jetzt Neotaze gegründet. Das ist mein Werdegang so ein bisschen. Das war so ein bisschen ein Amazon-E-Commerce-Background und hast fünf bis sechs Jahre wirklich intensiv auf Amazon auch verkauft. Genau. Wir hatten in der Zeit etwas mehr als 300.000 Kunden in 130 Ländern, also schon relativ groß geworden. Genau. Und dann, als die Idee eigentlich für Neoteest da war, war so ein bisschen die Überlegung: „Okay, Mach ich das jetzt weiter? Mach ich das jetzt parallel? Und dann aber da bin ich eigentlich nicht so ein Freund von, wenn dann Fokus auf eine Sache kommt. Genau, hab mich dann dazu entschlossen, die Firma zu verkaufen. Das hat auch ein paar Monate gedauert und dann Mitte 2019 voll mit Neotes eingestiegen. Management Attention, wichtiger Punkt. Richtig. Das Amazon-Business, eigene Brand oder rein distribuiert? Wir hatten nachher sogar eine eigene Brand, aber es ist auch ganz witzig, gerade in dem Bereich ist No Name fast schon das, was besser geht, weil man für eine Brand halt nicht on top zahlt. Auf jeden Fall das, was wir so herausgefunden haben. Ich glaube, es gibt sicherlich ein, zwei Player, die das ganz gut gemacht haben an dem Markt, mit einer Brand halt wirklich gut dann noch mal die Marge hochgedrückt haben. Aber wir haben uns auf den Massenmarkt konzentriert und dann ist es nachher wirklich: Wer hat die besten Abläufe? Wer hat die beste Distribution, uns dann nachher günstig einzukaufen, teuer verkaufen zu können? Wer kann sich am besten platzieren? Und das Game hat man, glaube ich, da ganz gut im Griff. Sehr gut. Rückwirkend betrachtet, ist happy mit dem Exit? Ja, wahrscheinlich- Dem Exit, der lösendere. Ja, genau. Wahrscheinlich hätten wir noch ein bisschen warten sollen, bis Seller X und so alle auf dem Markt sind. Genau, genau. Da hast du ja gerade wirklich sehr viel Bewegung. Nein, aber ich glaube, auch für so ein erstes Business war es echt ganz cool, auch zu sehen. Das war komplett aus dem Cashflow, also komplett gebootstrapped. Auch vielleicht ganz gut zu sehen, wo so die Unterschiede sind zu einem Start-up-Wachstumsunternehmen, was dann vielleicht erst mal durch etwas mehr Kapital etwas aufbauen muss, was dann nachher aber besser skalieren kann. Also irgendwie schon mal die Vor-und Nachteile von beiden Modellen jetzt gesehen. Und ich glaube, es ist auch ganz gut, immer zu wissen, mal mit seinem eigenen Geld so was aufgebaut zu haben und dann das auch wertschätzen zu können, wenn dann zum Beispiel Investoren bei ihm einsteigen und dann mit dem Geld dann auch noch mehr aufgebaut wird. Okay, Chapeau. Dann bist du zu NeoTaste oder die Idee ist entstanden. Erzähl mir mal so ein bisschen von der Entwicklung der Idee bis hin zur Company. Ja, sehr gerne. Genau, Idee ist eigentlich entstanden durch ein Gespräch mit einem meiner besten Kumpels, selber Gastronom. Und wir haben uns irgendwie so seine Zahlen angeguckt und da ist mir – er hatte damals schon so eine Orderbird-Kasse, wo er mal schon genau sehen konnte, wo jetzt welche Umsätze herkommen. Und da ist mir ein so ein großer schwarzer Balken aufgefallen, wo ich so dachte: Was ist das? Und dann hat er mir erzählt, dass er tatsächlich durch die klassischen Gutscheinbücher sich einen sehr großen Kundenstamm aufgebaut hat, wo ich sehr verwundert war, so aus Kundenperspektive erst mal dachte: „Okay, wer nimmt solche Bücher noch mit und wer geht mit solchen Büchern essen? Habe mir dann aber irgendwie viele Gedanken dazu gemacht, weil ich dachte, irgendwie: „Ja, spannendes Modell. Also diese klassischen Gutscheinbücher, das ist ja so das Modell, dass man sich irgendwie am Anfang des Jahres so einen Gutscheinbuch kauft. Dann sind da ganz viele verschiedene Angebote drinnen, die ich dann einmal in dem Jahr nutzen kann, zum Beispiel für Restaurants. Und ich dachte: „Okay, das ist eigentlich genau das, was wir im E-Commerce auch machen. Also wir geben auch Rabatte raus für Neukunden und das ist ja eigentlich online gang und gebe. Und ich dachte: „Okay, ist eigentlich ein smartes Modell, aber wieso in Print und wieso nicht in digital? Und das war so der erste Ansatz, wo ich so dachte: „Okay, das zu digitalisieren könnte halt irgendwie ein spannender Markt sein. Habe mir dann so ein bisschen den Markt angeguckt, geschaut, was es so gibt. Relativ schnell herausgefunden, dass das war noch vor der Pandemie, in dem Jahr oder ich glaube, kurz vorher etwas mehr als fünf Millionen Gutscheinbücher allein in Deutschland verkauft wurden, wo ich dachte: „Okay, valider Markt. Könnte man mal schauen, was da so geht. Und genau, dann ist eigentlich daraus relativ schnell aber die Idee entstanden, wirklich auch eine ganze Plattform drumherum zu bauen. Also wir haben auch dieses Geschäftsmodell, dass wir verschiedene Angebote bei uns auf der Plattform haben und die Nutzer dann nachher dafür bezahlen. Aber mittlerweile bauen wir eigentlich eine größere Plattform drumherum und damit sind wir dann auch Mitte 2019 gestartet. NeoTaze konzentriert sich aktuell wirklich auf den kulinarischen Genuss. Wenn du über Gutscheimbücher sprichst, die du sagst in fünf Millionen, dann geht das ja auch andere Branchen. Das heißt, für dich war es aber von vornherein sehr, sehr klar, erst mal mit dem Thema Gastronomie durchzustarten? Ja, auf jeden Fall, weil wir auch gemerkt haben, das ist ein Thema, mit dem man wirklich alle Leute ansprechen kann oder die, die einen Großteil der Leute auf jeden Fall ansprechen kann. Und da haben wir auch wirklich diesen Need bei den Gastronomen sehr schnell gesehen, gerade in Richtung Digitalisierung zu gehen. Also erst mal Neukundenakquise. Wir haben dann so ein bisschen geguckt, was machen Gastronomen eigentlich in Richtung Neukundenakquise? Dann haben wir sehr schnell herausgefunden, über 50% machen einfach gar nichts. Sie haben entweder eine gute Lage oder versuchen, sich schnell viele Stammkunden aufzubauen. Genau, haben gemerkt, okay, da können wir auf jeden Fall reingehen und dann mit einem digitalisierten Angebot, was dann auch wirklich noch flexibel einsetzbar ist für die Gastronomen. Also bei uns können die Gastronomen flexibel anpassen, wann sie ihre Angebote anbieten wollen, können das auch immer mal wieder einschränken, auch auf ihre Kapazitäten beziehungsweise Auslastungen, und haben gedacht, okay, das ist eigentlich ein guter Einstieg in diesen Markt und genau, haben wir uns jetzt darauf spezialisiert, auf die Gastronomie, den Neukunden zu bringen beziehungsweise darauf spezialisiert, unseren Nutzern neue kulinarische Spots in ihrer Stadt zu zeigen und die mit speziellen Angeboten ausprobieren zu können. Genau. Und da sind wir, glaube ich, bisher ganz gut unterwegs. Sehr schön. Seid ihr ein Groupon im anderen Gewand?Ähm, das ist, glaub ich, immer das Erste, wenn ich mit jemandem spreche: „Was macht ihr anders als Coupon?" Ähm, äh, ist 'n, ist 'n, also ist 'n Punkt, äh, valider Punkt, da sozusagen direkt so drauf zu gucken. Ich, ich glaube, es macht immer, äh, Sinn zu gucken, wie ist das gesamte Modell beziehungsweise, äh, zu gucken, äh, welche, welche, welche Kleinigkeiten, äh, die Modelle anders machen, weil wenn wir jetzt 'n Coupon nehmen, ähm, erste, erste, äh, Sache, die wir anders machen, wir monetarisieren nicht die Gastronomen. Also, ähm, bei Coupons ist es ja so gewesen oder es ist immer noch so, äh, ich als Gastronom oder irgendjemand anderes kann 'n Angebot schalten auf dieser Plattform, ähm, kann zum Beispiel dreißig, vierzig Prozent Rabatt geben, muss dann aber noch mal zwanzig plus, äh, dreißig Prozent Servicegebühr on top bezahlen, äh, halt ein Coupon, wodurch es halt relativ schnell relativ, ähm, unwirtschaftlich für mich wird, äh, auf dieser Plattform Angebote zu schalten. Und ich kann nicht garantieren, ähm, dass nicht ein, äh, Nutzer zum Beispiel mehrere von diesen Angeboten kauft auf Coupon und dann jeden Tag mit dem gleichen Angebot wiederkommt. So, das sind schon mal zwei Punkte, die wir bei unserem Modell eliminiert haben. Ähm, bei uns ist es so, dass die Gastronomen für den, für den Service, äh, ein Angebot auf NeoTaste schalten zu können, nichts bezahlen, komplett for free. Und wir können den, ähm, Gastronomen garantieren, äh, dass dieser Nutzer dann auch wirklich nur einmal im Jahr kommt oder einmal in hundertachtzig Tagen kommt. Das können die Gastronomen bei uns komplett frei, ähm, entscheiden. Ähm, und dann gibt es noch die Option, äh, auch den Einlösezeitraum, ähm, zu begrenzen. Also wenn ich jetzt Gastronom sage, auf 'nem Freitagabend oder auf 'nem Samstagabend, da bin ich eh komplett ausgebucht, dann hab ich die Möglichkeit, die Angebote so zu begrenzen, dass, äh, die Nutzer in den anderen Zeiträumen vorbeikommen müssen. Ähm, genau, das ist dann natürlich immer so 'n bisschen Verhandlungssache beziehungsweise können wir auch flexibel noch im Nachhinein für die Gastronomen, äh, einstellen. Und so schaffen wir es eigentlich einerseits, den Gastronomen Neukunden zu bringen, aber das auch in den Zeiten, wo sie noch freie Kapazitäten haben. Mhm. Okay, das heißt, (räuspert sich) ihr macht so eine gewisse Spitzenverteilung. Genau. Lass uns, lass uns mal über die App Neo Taste sprechen. Kannst du uns ein bisschen was zu Zahlen, Daten, Fakten verraten? Wie viele Nutzer habt ihr mittlerweile auf Neo Taste? Oder wie viele Restaurants nutzen euch? Ja, ähm, genau. Wir sind jetzt-- Also wir sind offiziell nach Corona offiziell gestartet. Äh, letztes Jahr, ähm, letzten Jahr September. Ähm, sind jetzt mittlerweile in sechs Städten, äh, schon live, ähm, haben, ja, etwas mehr als fünfhundert Gastronomen, die jetzt schon live sind bei uns auf der Plattform und, äh, sind jetzt so knapp bei vierzigtausend Nutzern. Vierzigtausend Nutzer? Und du sagst, ihr seid in sechs Städten live. Äh, dann habt ihr wahrscheinlich auch einen relativ intensiven Onboarding-Prozess jeweils in den einzelnen Städten. Wie funktioniert das, äh, vor allem, äh, von den Personalkapazitäten her? Ja, ähm, genau. Also wir haben tatsächlich wirklich, äh, in den Städten, äh, ja, Partnermanager vor Ort, ähm, die die Gastronomen ansprechen, ähm, ob sie Teil von Neo Taste sein möchten, beziehungsweise, äh, die Gastronomen überzeugen, äh, dass Neo Taste 'ne gute Idee für sie wäre, um Neukunden zu werben, äh, werben. Ähm, und genau, haben dann zusätzlich noch bei uns im, im Backend auch Leute für den, äh, ja, für den Sales-Vertrieb auch mit sitzen, die dann sozusagen das Onboarding danach mit abbilden. Ähm, aber das ist eigentlich so die Kombi und was wir auch gemerkt haben, Gastronomie ist 'n sehr persönliches Thema und, äh, Gastronomen wollen gerne einen persönlichen Ansprechpartner haben. Aber das Gute ist, äh, was wir jetzt auch nach, äh, ja, über sechs Monaten merken, ähm, wenn wir einen Partner erst mal für uns gewonnen haben, dann ist die Churn Rate, also dass jemand mal wieder rausgeht, äh, sehr, sehr gering, weil wir halt wirklich diese, diese große Flexibilität, äh, bieten für die Gastronomen. Ähm, von daher ist es halt wirklich immer so Initialkosten erst mal, äh, die Partner für uns zu gewinnen. Ähm, aber wenn sie erst mal dabei sind, ähm, dann haben wir sozusagen diese, diese Basis in der Stadt, äh, und können darauf dann weiter aufbauen. Das heißt, eine hohe Loyalität der Kunden, geringe Churn Rate und das wird sich dann im Nachhinein wahrscheinlich irgendwann auch gut monetarisieren. Gibt es Pläne von, von eurer Seite, wie ihr da eine höhere Skalierbarkeit reinbekommt? Du hast gerade gesagt, das ist ein sehr starkes People-Business. Du musst vor Ort sein. Der Gastronom ist noch nicht so digital. Ähm, oder sagt ihr, na ja, wir entwickeln jetzt schon eine Plattform, bei der wir globalen Rollout auch durchführen können, ohne jeweils immer Städtemanager zu entsenden, die auch im Headcount natürlich Geld kosten? Ja. Ja, definitiv. Was wir da jetzt aber gerade auch merken, ähm, das, was ich eben schon angesprochen hatte, das ist halt wirklich dann, also diese, dieser initiale Aufwand, die Gastronomen zu werben, ähm, plus die initialen Kosten, die Gastronomen zu werben. Was wir jetzt aber zum Beispiel gerade schon machen, was wir jetzt in Essen schon das erste Mal ausprobiert haben – das war jetzt die letzte Stadt, die wir gerade online genommen haben –, da haben wir schon mal zwei Sales Manager aus einer anderen Stadt mit in die Stadt reingenommen, ähm, damit es da ein bisschen schneller geht. So, jetzt sind wir gerade in Köln, äh, unterwegs. Ähm, da haben wir das dann noch mal ein bisschen, äh, erhöht. Da sind wir jetzt gerade mit fünf Leuten unterwegs, ähm, und haben jetzt nach einem Monat, äh, ich glaube, wir sind irgendwo zwischen sechzig und siebzig Partnern schon, die wir in dem Monat schon für uns gewinnen konnten. Ähm, und das ist sicherlich auch 'ne, äh, ja, eine Strategie, mit der wir jetzt weiter vorgehen, halt Task-Force-mäßig unterwegs zu sein. Ähm, das lässt sich schon ganz gut skalieren, aber, äh, natürlich kapitalintensiv, oder? Absolut. Kannst du uns ein bisschen was zu der Loyalitätsquote eurer Nutzer erzählen? Ähm, Wiederbuchungsquote, Nutzungsintensität? Ähm, also wir haben, äh, auf jeden Fall schon, äh, über, ja, fünfundzwanzigtausend Angebote, die bei uns schon eingelöst wurden. Ähm, da haben wir durchgerechnet. Es müssten eigentlich, das wissen wir natürlich immer nicht so ganz genau, aber schon über achtzigtausend Leute mit NeoTaste unterwegs gewesen sein. Ähm, genau. Wir sehen auf jeden Fall, dass die Leute, wenn sie einmal ein Angebot eingelöst haben, äh, auch, äh, äh, ein zweites Mal ein Angebot eingelöst haben. Ähm, da sind wir über zwei Drittel, äh, bei denen das, äh, der Fall ist. Ähm, genau, also von daher, ja, Loyalitätsquote ist, glaub ich, glaub ich, ganz gut bei uns. Wie versucht ihr-- Über welche Marketing Channels oder über welche Instrumente und Mechanismen versucht ihr, die Loyalität eurer Nutzer permanent hochzuhalten? Wahrscheinlich im App-Segment klassischerweise Push, aber ihr werdet ja auch einen Marketing-Mix haben. Wie sieht dieser aus? Ja, also da sind wir eigentlich wirklich so unterwegs, dass wir, äh, versuchen, die Leute initial von uns zu überzeugen, ähm-Da sind wir, glaube ich, auch ganz stark über also einerseits über Launch-Events, die wir in den Städten machen, erst mal so eine initiale Nutzerbasis zu haben, also dass wir sagen, wir haben erst mal so vier, fünftausend Leute auf der Plattform in so einer Stadt. Und was wir dann tatsächlich merken, Board of Mouse ist ein ganz großes Thema bei uns. Diese Angebote sind eigentlich immer zwei-für-eins-Angebote. Also ich kann mit zwei Leuten essen gehen, zwei Hauptgerichte bestellen, werde auf ein Hauptgericht eingeladen vom Gastronomen und dafür muss ich halt jemanden mitnehmen, (kichern) um das Ganze einlösen zu können. Und da sehen wir wirklich, ahm wir haben zum Beispiel in den ersten zwei Monaten dieses Jahr kein ah Marketing geschaltet. War noch so ein bisschen wegen Pandemie, aber auch weil wir uns ähm auf ah das Hiring komplett konzentriert haben. Ähm Und selbst in den Monaten hatten wir über fünfzehn Prozent User-growth und das kann halt nur über Word of Mouth gekommen sein, weil wir halt nicht aktiv auf Nutzerwachstum gegangen sind. Ahm Von daher, das ist ein ganz großes Thema bei uns. Okay, was planst du denn in naher Zukunft, André? Ich habe gesehen, ihr seid jetzt gerade bei TikTok aktiv und sucht auch einen TikTok-Manager. Was kannst du denn über die relevanten sozialen Kanäle für euch erzählen? Ahm Aktuell relevantester Kanal sicherlich Instagram, Facebook. Ahm Besonders, weil ja Städte-Targeting am einfachsten funktioniert dort, also regionales Targeting, was für uns halt sehr, sehr wichtig ist. Dann haben wir tatsächlich jetzt auch ein paar Aktionen gefahren. Wir haben jetzt zum Beispiel vor zwei Wochen das ganze VFL-Osnabrück-Stadion einmal mit Neotates-Flyern beziehungsweise Voucher für dreißig Tage Testphase ausgelegt, was auch echt ganz gut funktioniert, also regionale Maßnahmen. Aber dann, ja, TikTok sehen wir auch supergroßes Potenzial, besonders mit dem, ja vor dem Hintergrund Food, was halt sehr gut funktioniert ah auf TikTok. Genau, untersuchen wir gerade. Also wenn sich gleich jemand angesprochen fühlt, (kichern) kann er sich gerne bei dir melden. Du hast gerade Offline-Marketing-Maßnahmen, unter anderem beim VFL Osnabrück, angesprochen, mit Print-Mailings. Wie sind generell deine Erfahrungen, Out of Home oder Print? Eher positiv? Du hast es ja gerade sehr positiv dargestellt. Ja. Also genau, wir haben jetzt erste Maßnahmen gemacht, ahm die für uns ja ganz gut ausgefallen sind, aber da müssen wir auch ganz ehrlich sagen, haben wir noch gar nicht so viele Erfahrungen sammeln können, weil wir uns halt wirklich komplett auf digital konzentriert haben. Da muss man halt sagen, das ist halt schon noch so, auch gerade ja in der Phase, wo wir uns jetzt auch befinden, versuchen wir uns halt zu konzentrieren auf verschiedene Marketingkanäle, wo wir halt wissen, dass sie funktionieren und wo wir wissen, dass wir sie skalieren können. Und da probieren wir mal links und rechts mal was, aber ahm ganz klar Fokus auf Instagram, Facebook, was bei uns halt wirklich sehr gut funktioniert. Und darüber sehen wir halt, wenn wir dann darüber noch eine größere Nutzerbase in der Stadt bekommen, da dann ahm ja ein Word of Mouth beziehungsweise Nutzer wird Nutzer ahm noch ein bisschen zu befeuern. Das sind eigentlich unsere Kanäle. Okay. Jetzt finanziert sich Neotase nicht von alleine und das Ganze ist auch nicht gebootstrapt oder war es zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt und jetzt nicht mehr: Ihr habt eine Finanzierungsrunde absolviert. Kannst du uns ein bisschen was zu der Finanzierungsrunde erzählen? Ja, genau. Ahm Ja, also ein bisschen anders als die erste Firma, die ich aufgebaut hatte. Das ist natürlich, gerade wenn du eine App programmierst, ahm ein digitales Modell, da muss man erst mal relativ viel reinstecken. Genau, wir haben uns selbst finanziert bis Ende letzten Jahres, haben dann ja im letzten Jahres, glaube ich, schon ganz gute Zahlen auch vorzeigen können ahm und haben dann unseren ersten Investor mit reingenommen, haben uns da tatsächlich gegen den klassischen VC entschieden ähm und haben, genau, Crash-Unternehmensgruppe mit reingenommen, ähm die ja einerseits ahm das deutsche Mailchimp eigentlich aufgebaut haben, Clever Reach. Aus Oldenburg, gell? Genau, genau. Und auch nebenbei seit zwanzig Jahren im Software-Business unterwegs sind, ahm die, glaube ich, eine sehr große Expertise in dem Bereich haben, auch in dem Bereich Subscription Models. Ahm Von daher für uns ein super guter Fit gewesen ahm und sind da bisher sehr, sehr happy mit. Seid happy. Diese Software, die du gerade angesprochen hast, dürfte dann Aschampo gewesen sein. Genau. Warum kein BC? Ja, ist eine gute Frage. Ähm Wir hatten tatsächlich auch noch andere Angebote, haben uns dann aber wirklich dafür entschieden, ah Crash mit reinzunehmen. Einerseits, weil sie uns ja auch aktuell noch die größte Freiheit lassen. Ahm Also wir haben wirklich vollstes Vertrauen von unserem Investor, was wir sehr schätzen, gerade in so einer ersten Runde, ähm und hatten einfach nachher das beste Bauchgefühl. Das muss man auch ganz ehrlich so sagen. Okay, das heißt Sympathie. Genau, einerseits das und den smoothesten Prozess. Also das ging wirklich alles sehr fix. Ahm Von daher, glaube ich, auch immer ein großes Plus. Inwieweit hat die lokale Nähe zur Osnabrück da auch mitgespielt? Oder auch zu deiner Heimatstadt? Du kommst ja auch hier aus der Region. Wir sitzen hier gerade hier im Oldenburger Land. Ähm Es war, glaube ich, gut, dass ah also dass man ah ja schon irgendwie bekannt war, so ein bisschen in der in der Region hier und dass sie auch darüber auf uns aufmerksam geworden sind. Ahm Von daher, ich glaube, das ist ja auch etwas, was nicht selbstverständlich ist, dass wir so was hier jetzt gerade in Osnabrück aufbauen. Also ich glaube, es ist so ein bisschen, sagen wir auch mal so, Fluch und Segen zugleich, dass wir jetzt gerade hier unser HQ haben. Wenn ich ahm teilweise mit VCs spreche, dann ist es immer so: „Okay, wo sitzt ihr? Kann man da so was aufbauen, ahm sondern vor dem Hintergrund, dass wir halt eh superdezentral verteilt sind. Also mein Mitgründer zum Beispiel sitzt auch in Hamburg. Wir haben super viele Leute in den Städten sitzen. Ähm Es ist immer so ein bisschen witzig, dass man sich dann darüber unterhält, weil ich glaube, gerade in den letzten zwei Jahren hat auch jeder gemerkt, junge digitale Unternehmen ist, glaube ich, relativ egal mittlerweile, wo das HQ ist. Ähm Von daher ja wahrscheinlich irgendwie auch so ein Segen gewesen, dass wir jetzt gerade so eins der Start-ups hier in der Region sind, die dann wirklich sehr, sehr viel Aufmerksamkeit auch bekommen. Ähm Ja, genau. Von daher hat wahrscheinlich schon auch da ein bisschen mit reingespielt. Kannst du uns so ein bisschen was zu der Journey erzählen? Wie seid ihr auf Crash zugegangen? Ist Crash auf euch zugekommen? Ja Bist du mit dem Pitch deck aufgeschlagen? Erzähl uns mal ein bisschen was zu der Journey und vor allem, wie viel Geld habt ihr eingesammelt? (kichern)Genau, tatsächlich ist Crash auf uns zugekommen. Genau, wir hatten hier, hatte ich gerade schon gesagt, ganz gut auch Presse bekommen und haben, glaube ich, auch ganz gut Aufsehen, gerade in der Region hier bekommen. Das heißt, da noch mal eine kurze Rückfrage zu stellen: Du sagst schon, dass die Pressearbeit schon notwendig war, auch eine gewisse Aufmerksamkeit gegenüber Investoren hier zu schaffen? Ja, hat, glaube ich, schon da mit reingespielt. Also ich glaube, es ist immer gut, wenn man, ich glaube, wenn man was Gutes macht, sogar da dann auch irgendwie drüber zu reden und da viele Leute hinzubekommen, sich damit auseinanderzusetzen. Von daher, das hat halt sicherlich schon geholfen. Habt ihr selber umgesetzt oder habt ihr eine PR-Agentur eingeschaltet? Nein, da ist tatsächlich auch ... Ich glaube, das, worüber sie nachher wirklich dann auch auf ... Letztendendlich auf uns zugekommen sind, war wirklich über Zeitungsberichte, wo die Presse aber auch auf uns zugekommen ist und gefragt hat, ob sie darüber berichten können. Okay. Wahrscheinlich dann bei der NOZ, die aufgenommen haben. Ja, genau. Wir waren, glaube ich, in der NOZ, aber wir waren auch in Oldenburg in der Zeitung. Nwz. Genau, NWZ waren wir auch in der Zeitung. Gut. Wie ging es dann weiter? Wie viel Geld habt ihr eingesammelt? Genau, kommunizieren wir nicht komplett. Also einen siebenstelligen Invest haben wir bekommen. Genau, etwas niedrigeren siebenstelligen, das kann man schon sagen, aber kommunizieren wir nicht. Was sieht dein Businessplan denn vor, Hendrik? In welche Segmente wird das Ganze investiert? Du hast gerade gesagt, es ist aktuell noch sehr personalintensiv, vor allem das Onboarding. Bedeutet, der Großteil des siebenstelligen Etats geht auch in Personalkosten? Ja, definitiv. Wir sind gerade voll in Expansion, auch in unseren Expansionsplänen. Genau, haben viele Partnermanager in den Städten, mit denen wir Neotes jetzt auch in weitere Städte bringen. Das ist sicherlich ein großer Teil. Dann haben wir das Produkt noch mal ein ganzes Stückchen weiterentwickelt, wo wir jetzt aber auf einem Level sind, mit den Updates, die jetzt noch rauskommen, wo wir sagen, da sind wir wirklich auf einem sehr guten Stand, mit dem wir das Produkt auch weiter skalieren können. Und dann viel in Richtung Expansion und dann aber auch im Marketing. Das wird jetzt der nächste große Step sein. Wie wichtig war bisweilen das Thema Sales? Ich sage mal mit einem ganz, ganz speziellen Background: Wir haben viele Entrepreneur, die brauchen Interviews, aber die uns auch zuhören, die häufig das Thema Sales ein bisschen stiefelmütterlich behandeln. Ihr seid ja sehr, sehr sales-driven. Wie wichtig ist das tatsächlich für euren Erfolg? Ja, ich glaube, es ist super wichtig, dass du gut im Sales bist und auch ein gutes Sales-Team hast. Ich glaube, wir sind gar nicht so verkäufermäßig unterwegs, sondern deswegen nennen wir auch unsere Leute in den Städten „Partnermanager, dadurch dass unser Produkt ja erst mal kostenlos ist, auch für die Gastronomen. Es ist, glaube ich, wirklich so, dass du so eine partnerschaftliche Ebene aufbauen musst. Und wir haben auch wirklich Leute bei uns oder einige Leute sogar bei uns dabei, die gar nicht aus dem klassischen Sales kommen, sondern die wirklich dann eher teilweise ... Wir haben auch zwei, die aus dem Online-Marketing kommen, die aber wirklich sehr sympathisch sind, sich gut verkaufen können und ich glaube, das ist auch so ein bisschen was, was unser Sales-Team dann so ausmacht, dass wir nicht so pushy unterwegs sind, sondern wirklich gute Partnerschaften aufbauen. Wann gibt es die nächste Nachfinanzierung? Du hast gesagt, ihr habt wahrscheinlich eine ordentliche Cash Burn Rate, weil ihr einfach so intensiv expandiert. Ist demnächst eine zweite Finanzierungsrunde angesagt? Ja, definitiv. Ist auch noch für dieses Jahr geplant. Wann genau Wollen wir mal schauen, aber genau, sind da jetzt auch in ersten Gesprächen. Wir sehen auf jeden Fall, dass das Produkt funktioniert. Wir sind jetzt in sechs Städten unterwegs. Siebte Stadt kommt jetzt im nächsten Monat dazu, eventuell schon achte. Und wir sehen, dass das Produkt in den Städten funktioniert. Deswegen sagen wir: Warum warten? Warum nicht weiter expandieren? Das braucht halt Kapital. Das ist einfach so. Absolut. Dieses Geschäftsmodell, Hendrik, wie wollt ihr monetarisieren? Muss ich als Nutzer am langen Ende eine Subscription-Based Abo bei euch abschließen oder ist es der Gastronom? Genau, haben wir, glaube ich, noch gar nicht drüber gesprochen. Genau, das Modell ist so, kann man sich so vorstellen: Jetzt zum Beispiel in Osnabrück, einer unserer Städte, habe ich als Nutzer nachher die Möglichkeit, mittlerweile schon in über 80 Restaurants spezielle Angebote einzulösen, alle diese Restaurants kennenzulernen. Und wie gesagt, meistens kann ich mit zwei Leuten durchs Hingehen, zwei Hauptgerichte bestellen und werde auf ein Hauptgericht eingeladen. Habe also jedes Mal so einen Vorteil von irgendwie 10 bis 20, teilweise mehr, Euro. Und ich als Nutzer zahle dafür nachher 3,99 im Monat, Mitglied bei Neotase zu sein, wenn ich monatlich kündigen möchte oder 2,99 € im Monat, wenn ich das Ganze direkt jährlich abschließe. Genau. Und das ist unsere erste große Einnahmequelle, sehen wir auch wirklich als größte Einnahmequelle auch später. Aber was wir jetzt auch schon merken, die Gastronomen wollen sich natürlich gerne auch auf unserer Plattform platzieren, ob sei es in Listen ansich ganz vorne oder speziell hervorgehoben oder über eine Push Notification, über E-Mail-Newsletter, über unseren Instagram-Account, wo wir mittlerweile mehr als 10.000 Follower haben. Das sind sicherlich Möglichkeiten, die wir noch gar nicht so richtig ausnutzen. Und was wir dann auch sehen, dass es auch bei den Gastronomen noch weitere Möglichkeiten gibt: Digitalisierung der Speisekarte, ganz großes Thema. Also dieser ganze Bereich Digitalisierung von der Interaktion Nutzer mit Gastronomen, das ist so ein großes Feld und da ist, glaube ich, noch sehr, sehr viel möglich. Okay, das heißt zusammengefasst, aktuell ist euer Revenue Stream auf den Nutzer konzentriert. Du sagst aber, ihr habt auch über die App, In-App-Advertising-Möglichkeiten, dass sich der Gastronom dort ein bisschen besser positioniert. Okay. Lass uns mal über das Thema App-Ökosystem sprechen. Was sind so deine Learnings? Ihr betreibt jetzt eine App. Wie habt ihr es geschafft, diese Applikation so erfolgreich zu machen? Ich glaube, das Wichtigste ist.Also es gibt zwei für mich zwei sehr, sehr wichtige Punkte Punkt eins Spare niemals am Produkt. Das Produkt muss immer top notch sein, sonst kannst du nämlich noch so viel noch so gutes Marketing nachher machen, dann sind die Nutzer direkt wieder raus. Also musst wirklich ein eins a Produkt haben. Sprichst du da. Aus der Erfahrung? War das Produkt irgendwann mal nicht so gut? Nee, aber ich sehe es bei anderen. Und wenn ich also ich sehe, ich habe viele andere Konzepte. Ich habe mir ganz, ganz viel angeguckt und es gibt auch Konzepte, die wirklich gut in der in der in der Execution sind, so im Ausrollen. Aber wenn das Produkt nicht, nicht, nicht top ist, dann dann funktioniert es nachher nicht. Und ich glaube, da legen wir sehr, sehr viel Wert drauf. Also mein mein Mitgründer ist auch Interaction Designer, gelernter Interaction Designer. Also wir legen da wirklich sehr, sehr viel Wert drauf. Das zweite ist glaube ich, dass du wirklich einen guten Weg finden musst, um an die Leute heranzukommen. Smarte Marketingaktionen also da sind zum Beispiel unsere Launch Events, glaube ich super, super wichtig für uns. Genau. Und die beiden Sachen musst du, glaube ich, gut kombinieren, damit du da erfolgreich sein kannst. Erzähl mir ein bisschen mehr zu den Launch Events. Wie kann man sich das vorstellen? Ja, ja, wir haben mittlerweile verschiedene Sachen, die wir. Die wir. Die wir durchführen. Aber was wir am Anfang gemacht haben, was ganz gut funktioniert hat wir haben in den in den ersten Städten, in denen wir gelauncht sind, erstmal 500 mal Neo Taste for free rausgegeben, haben das über über Instagram gemacht, haben dann so ein kleines Bild gepostet, wo wir gesagt haben wir sind jetzt in Düsseldorf verfügbar und haben dann gesagt So, jeder, der dieses Bild in seiner Instastory teilt, kriegt Neotaste ein Jahr lang for free. Und das hat wirklich sehr gut funktioniert, was schnell so einen viralen Effekt angenommen hat, wodurch wir halt so eine erste Nutzerbasis aufgebaut haben und darauf aufbauend dann, wie vorhin schon erzählt Word of Mouse ist halt ein großes Thema bei uns. Und ich glaube, da muss man einfach smarte Wege finden. Auch dieses diese Kombi aus smart smartes Marketing, dann aber auch Modell zu haben, wo man weiß, dass es da nachher World of Mouse Effekte geben wird. Dadurch, dass wir diese zwei für eins Angebote da drin haben. Also ich glaube, das ist immer deswegen auch diese Frage am Anfang. So was machen wir anders als Blueprint? Ich glaube, man muss immer sehr, sehr, also schon ins Detail gucken, wie, wie, wie so ein Konzept aufgebaut ist. Und da kann man gerade mit kleinen Details oder mit Feinheiten wirklich immer noch sehr, sehr viel rausholen. Verstehe. Hendrik, jetzt seid ihr in sechs Städten aktiv. Wie erfolgt im Research dann die Identifikation der nächsten Stadt? Wie geht ihr da konkret vor? Ja, muss man schon sagen. Am Anfang sehr opportunistisch sind wir vorgegangen. Ersten zwei Städte, würde ich sagen. Dann haben wir aber. Also die ersten zwei Städte waren Hannover und Osnabrück. Tatsächlich? Dann haben wir aber uns tatsächlich bei der zweiten Stadt Osnabrück eigentlich schon dafür entschieden. Wir haben gesagt okay, Hannover, 500.000 Einwohner, das ist so die Mitte von den Städten. Also es gibt in Deutschland 80 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Und wir sagen, wir wollen in alle diese Städte. Auf jeden Fall. Dann haben wir am Anfang Hannover genommen, so mittelgroße Stadt, wo wir gedacht haben, okay, wenn wir es hier schaffen, dann schaffen wir es auf jeden Fall schon mal in der größten Range davon. Weil wie ist unser Modell nachher? Unser Modell ist nachher so, dass wir es mindestens schaffen müssen, in einer Stadt 50, 60 Gastronomen von uns zu überzeugen, überhaupt mitzumachen, damit das Produkt nachher auch für den Nutzer überhaupt attraktiv sein kann. Und dann haben wir gesagt zweite Stadt, okay, entweder wir gehen jetzt in eine ganz große und bauen es da auf, haben schnell viele Nutzer oder wir gehen jetzt erstmal eine kleinere und lösen dieses Problem, was wir nachher ohnehin haben werden. So, und dann sind wir nach Osnabrück 180.000 Einwohnerstadt. Natürlich noch mit ein bisschen Local Support. Aber dann haben wir gesagt okay, jetzt müssen wir es hier auf jeden Fall schaffen, mindestens mal 50 Restaurants für uns zu überzeugen. Und es gibt hier. Also wir haben mal geguckt, es gab so 250, wo wir gesagt haben, die würden wir gerne dabei haben, weil wir wollen auch schon bei Neothek für Qualität stehen. Also wenn ich bei Neothek losgehe, dann weiß ich, ich gehe ein gutes Restaurant. Und dann haben wir gesagt okay, es gibt jetzt maximal 250, die wir, die wir gerne dabei haben wollen. Und wir müssen es jetzt schaffen, davon mindestens 50 von uns zu überzeugen. Wenn wir jetzt mittlerweile 80 haben, das dann geschafft, auch indem wir das Produkt nochmal so ein bisschen angepasst haben, zum Beispiel, dass die Gastronomen ein bisschen einschränken können, wann sie ihre Angebote schalten können. So, und das war eigentlich so die, die die nächste Challenge, die wir dann genommen haben, sondern dann war es so, okay, wir haben jetzt noch eine Möglichkeit, in Niedersachsen die drittgrößte Stadt noch mit mit rein zu nehmen. Und dann? Braunschweig. Oldenburg. Oldenburg. Okay, genau. Stimmt. Ja. Und dann war für uns der nächste Step. Dann haben wir gesagt Okay, nächster Stepp. Muss eigentlich größere Stadt sein. Und dann haben wir gesagt Okay, lass uns doch das Ruhrgebiet als eine große Stadt sehen. Und das sehen wir jetzt gerade auch, dass das wirklich ganz gut funktioniert. Weil wenn ich Mitglied bei Neothek bin, dann habe ich nicht, kann ich nicht nur die Angebote in meiner Stadt nutzen, sondern kann ich alle Angebote bei allen Restaurants in allen Städten nutzen. Und dann haben wir danach Bochum und Düsseldorf gemacht, jetzt essen dazwischen und da merken wir schon auch diese Synergieeffekte. Also jemand, der in Essen wohnt, der hat jetzt 90 Partner in seiner Stadt, die er nutzen kann, aber er kann auch 15 Minuten Richtung Bochum fahren und hat noch mal 80 Partner, die er nutzen kann oder noch mal 20 Minuten 30 Minuten in Richtung Düsseldorf und kann auch alle Orte dort vor Ort nutzen, alle Angebote dort vor Ort nutzen. Ja, von daher diesen Synergien, diese Synergieeffekte wollten wir gerne mitnehmen. So, und jetzt ist Köln die nächste Stadt. Absolut. Es ist ein spannender Punkt, den du gerade ansprichst. Ihr seid ja noch nicht flächendeckend aktiv. Da wird es aber auch eine Roadmap geben, wann ihr flächendeckend aktiv sein möchtet. Kannst du heute schon auf Basis eurer Userbasis sagen, dass es genau diese Synergieeffekte, dieses Spillover Effekte gibt? Dass ich sowohl in Oldenburg als auch in Osnabrück ein Restaurant konsumiere? Also könnt ihr anhand der der Customer Journey nachvollziehen, ob auch wirklich dieses städteübergreifende jetzt schon funktioniert?Ja, können wir sehen. Also wir können ja sehen, welcher Nutzer wo schon welche Angebote eingelöst hat. Und das sehen wir gerade jetzt, diese Bochum, Essen, Düsseldorf, da sehen wir es ganz viel. In Niedersachsen ist es ein bisschen weniger, aber das ist, glaube ich, auch einfach dem geschuldet, dass die Städte im Ruhrgebiet halt viel, viel näher aneinander sind. Und die Effekte sehen wir jetzt schon, dass das stattfindet. Hendrik, was mich noch interessieren würde: Wie steuert ihr eure Marketingaktivitäten? Ich habe verstanden, ihr seid noch nicht so stark im Marketing, aber ihr habt ja einen sehr, sehr starken lokalen Scope jeweils. Wie ist da eure Grundidee? Versucht ihr jeweils für die einzelnen Städte auch dezidierte Marketing-Channel zu adressieren oder sagt ihr: „Das ist unser ganz, ganz großer TikTok-Channel, das ist unser großer Instagram-Channel und da supporten wir jetzt einfach, weil es gerade notwendig ist, Würzburg, obwohl ich in Osnabrück sitze. Wie geht ihr mit dem Aspekt rum? Ich würde sagen, wir sind ganz gut unterwegs im Marketing, in dem, was wir machen. Wir machen noch nicht so super viel, aber ich glaube, das, was wir machen, da sind wir ganz gut unterwegs. Wir versuchen schon sehr lokal auszuspielen. Wir haben ja auch einen großen Instagram-Account, über den wir aber trotzdem lokal ausspielen können in den verschiedenen Städten und da auch verschiedene Werbeanzeigen in den verschiedenen Städten ausspielen. Alles, was wir dann über den Account allgemein machen, das kann dann natürlich nicht mehr so städtebezogen sein. Da sind wir tatsächlich am Nachdenken, ob wir das für TikTok ändern, ob wir da städtespezifische Accounts aufmachen. Da gibt es, glaube ich, auch ein paar ganz gute Beispiele, die es da draußen gerade gibt. Genau, aber grundsätzlich sind wir, glaube ich, da schon nicht so schlecht. Mit dem, was wir machen, glaube ich, schon nicht so schlecht unterwegs. Kannst du ein bisschen was zu den Customer Acquisition Costs sagen, Hendrik, ohne da einen genauen Wert zu nennen? Wir würden uns natürlich freuen, wenn du einen genauen Wert nennst. Was ist da für euch der Flaschenhals? Ja, genau. Da darf ich keine genauen Zahlen raushauen, aber genau da sind wir, glaube ich, auch ganz gut unterwegs. Es ist ja ein monatlich basiertes Modell und wir haben da schon einen ganz guten Return on Ad Spend, den ich jetzt aber nicht genauer benennen kann. Aber wir sind innerhalb des ersten Jahres mit den Zahlen, die wir jetzt gerade haben, positiv bei unseren Nutzern. Hendrik, wie wichtig sind Partner für euch? Habt ihr eine Partner-Roadmap und wenn ja, mit welchen Partnern arbeitet ihr heute schon zusammen und mit wem plant ihr, zusammenzuarbeiten? Ja, wir suchen uns eigentlich immer Partner in den Städten für Marketingmaßnahmen, gerade auch für unsere Launch-Events. Das ist ganz witzig. Es sind eigentlich in allen Städten immer unterschiedliche Partner auch ein bisschen gewesen. Das versuchen wir vorher immer zu identifizieren, was da für uns ganz gut funktioniert. Wir hatten in Oldenburg zum Beispiel eine große Gewinnspielseite, mit der wir zusammengearbeitet haben, was sehr gut funktioniert hat. Jetzt in Essen hatten wir die größte Mime-Seite aus Essen, mit der wir zusammengearbeitet haben, was auch sehr gut funktioniert hat. Und jetzt für Köln werden es noch wieder ein paar andere, auch ein bisschen gastrolastigere Partner sein. Aber Partnerschaften sind super wichtig für uns allgemein, auch in Richtung Akquise von Partnern, also Gastropartner, aber besonders nachher in Richtung Nutzergewinnung. Ich glaube, man kann über die richtigen Partner und über die richtigen Kooperationen in den einzelnen Städten sehr schnell sehr viel Trust aufbauen. Das ist, glaube ich, ein sehr wichtiger Punkt für uns, gerade wenn etwas neu ist, dem vertraue ich erst mal nicht, gerade in Deutschland. Und ich glaube, darüber kann man wirklich in so einem ersten Kontakt auch mit dem Nutzer wirklich sehr viel Trust direkt aufbauen. Jetzt hast du schon Akquisition angesprochen in einem anderen Kontext, aber ich spiele den Kontext jetzt einfach mal außen vor. Es gibt da draußen viele Gutscheinbücher. Hier in der Region haben wir beispielsweise Barometer. Wäre der Gedanke nicht auch durchaus legitim, darüber nachzudenken, einfach ein unterdigitalisiertes Gutscheinbuch zu erwerben und zu akquirieren und dann über diese Kontakte, die seit vielen, vielen Jahrzehnten teilweise ja auch existent sind, Neo-Tays noch weiter zu beschleunigen? Ja, jein, eher nein. Es sind einige von denen auf mich oder uns zugekommen. Ich habe auch schon mit einigen gesprochen, auch noch mit größeren Playern in dem Markt. Was mir da immer aufgefällt, ist halt, es gibt ja diese Gutscheinbücher, die gibt es ja schon seit über 20 Jahren und genau so sind diese Unternehmen auch unterwegs. Und ich habe immer so das Gefühl, sie würden am liebsten ihr Modell, was sie jetzt gerade haben, ihr Gutscheinbuch in die App packen. Deswegen habe ich am Anfang auch gesagt, wir haben jetzt dieses Geschäftsmodell, dass wir diese speziellen Angebote bei den Restaurants haben. Wir wollen aber gerne eine Plattform drum herum bauen und wollen eigentlich eine große Plattform bauen, wo dieses Geschäftsmodell ein Teil von dem ganzen Ökosystem nachher ist. Ich glaube, das ist was, was diese Player bisher auf jeden Fall noch nicht verstanden haben. Und dann ist es auch einfach so: Wir merken auch, dass wir deutlich mehr Partner für uns gewinnen können mit unserem Konzept, als es jetzt die klassischen Gutscheinbücher können. Verstehe. Eins muss man aber sagen: Die Gutscheinbücher haben eine deutlich höhere Preisspanne. Warum seid ihr im Vergleich zu den Gutscheinbüchern so günstig? Ja, das ist eine gute Frage, aber man muss erst mal, glaube ich, gut Marktanteile für sich gewinnen. Also auch das, was ich vorhin gesagt habe: Wir versuchen ja immer, so eine initiale Nutzerbasis aufzubauen und merken, dass wir durch diese initiale Nutzerbasis viel, viel schneller wachsen können, weil die Leute darüber reden. Deswegen, glaube ich, ist es für jede Plattform eigentlich sehr sinnvoll, die ersten Nutzer sehr günstig reinzubekommen. Und wir haben sicherlich auch noch ein, zwei Optionen, die Monetarisierung auch auf Nutzerseite nachher noch mal zu erhöhen.Okay, verstehe. Hendrik, sprechen wir mal über Wettbewerber. Wer sind denn hier in Deutschland eure Wettbewerber? Wer nehmt ihr als Wettbewerber wahr? Jetzt mal unabhängig von den Offline-Gutscheimbüchern, die offenbar keinen richtigen Wettbewerb für euch darstellen. Ja, ich würde die Offline-Gutscheimbücher wahrscheinlich schon als nächsten Wettbewerb bei uns sehen, weil sie am nächsten an unser Modell dran sind, weil wenn wir jetzt irgendwie in die Onlinewelt gucken, sind eigentlich alle Modelle, die es dort gibt, so dass sie immer die Gastronomen monetarisieren, was wirklich ein großer, großer Unterschied ist oder ja irgendwie ein Modell haben, was schon noch verschieden ist. Also deswegen hatte ich vorhin auch gesagt, ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig zu gucken, was für Details gibt es in diesem Modell? Wie ist dieses Modell genau aufgebaut? Und allein dieser Unterschied, dass wir zum Beispiel den Gastronomen ermöglichen, spezielle Zeiten rauszunehmen, dadurch haben wir schon wieder die Möglichkeit, ganz andere Gastronomen für uns zu werben und dadurch, dass diese Gastronomen bei uns dabei sind, haben wir auch wieder die Möglichkeit, ganz andere Nutzer noch mal für uns zu werben. Deswegen, glaube ich, geht es da viel um Detail. Deswegen sehe ich im digitalen Bereich niemanden, der wirklich nah dran ist an dem, was wir machen. Okay, das ist auch eine schöne Luxusposition. Hendrik, sprech mir mal so ein bisschen über die Learnings. Neotase ist jetzt exakt wie alt? Gegründet April 2019. Was ist in dieser Phase richtig, richtig gut gelaufen, wenn du rückwirkend betrachtet das Ganze mal Revue passieren lässt? Was war richtig gut? Wo viel Licht ist, ist auch manchmal ein bisschen Schatten. Das ist echt nicht so gut gelaufen. Ja, also ich glaube, richtig gut gelaufen Ich würde sagen, fast alles seit September, seitdem wir wirklich launchen konnten. Ich glaube, die Launches in den Städten, Launch-Events, Expansion, soweit, ist, glaube ich, wirklich sehr gut gelaufen. Ich glaube, was jedes Softwareunternehmen auch fühlt, man könnte immer ein bisschen schneller sein in der Produktentwicklung. Dann gibt es doch immer noch mal wieder irgendwelche Bugs, irgendwelche größeren Sachen, irgendwie größeren Features, die sich verschieben. Da hätten wir sicherlich ein bisschen schneller jetzt noch unterwegs sein können. Und dann war natürlich ein ganz, ganz großes Thema bei uns Corona. Wir waren launch-ready Februar 2020, haben dann sogar im Februar 2020 in der ersten Stadt gelauncht und hatten irgendwie nach einem Monat 1000 Leute bei uns auf der Plattform und dachten: „Jo, genauso, wie wir uns das vorstellen. Und zwei Wochen später sind alle Restaurants zu. Also das hätte sicherlich anders laufen können, aber genau da haben wir, glaube ich, das Beste draus gemacht. Genau, und jetzt, glaube ich, seit letztem September ganz gut unterwegs. Seid ihr ganz gut unterwegs. Du hast gerade den Speed angesprochen, vor allem in Kombination mit dem Software-Development-Thema. Stichwort Speed: Habt ihr zu spät Geld eingesammelt oder sagst du, eigentlich war der Zeitpunkt recht gut, Geld einzusammeln? Ja, also wir haben auch vorher schon mit Investoren gesprochen, auch mit VCs gesprochen, aber ich sage mal so: Die Angebote waren nicht zufriedenstellend, aber auch total verständlich, weil wir konnten halt noch keine Zahlen vorweisen. Das war halt nicht möglich. Ich glaube, da hätten wir uns unter Wert verkauft und ich glaube, jetzt haben wir wirklich ein ganz gutes Angebot bekommen, glaube ich, ein faires Angebot. Aber ich glaube auch, was man ja auch verstehen muss, wenn man so was wirklich sehr, sehr groß denken möchte und wirklich sehr groß spinnen möchte, dann kann man halt auch nicht auf einer ganz, ganz kleinen Bewertung anfangen. Und da haben wir, glaube ich, schon den richtigen Zeitpunkt gewählt. Genau. Und es war ja vorher auch gar nicht unbedingt möglich, noch mehr zu expandieren, weil die Restaurants einfach noch gar nicht wieder offen waren. Absolut. Jetzt bist du heute nicht alleine angereist. Du hast auch mittlerweile eine ordentliche Mannschaft aufgebaut. Kannst du uns ein bisschen was zu der Größe erzählen? Ihr sitzt in Osnabrück. Ist das ein Standortnachteil? Das hast du gerade aber auch schon mal vorweggenommen, dass du sagst: „Okay, wir sind dezentral aufgestellt, aber erzähl mir mal ein bisschen was zu eurer Routine. Ja, genau. Wir sind jetzt mittlerweile knapp 30 Leute, Anfang des Jahres zehn, genau, jetzt auf 30 gewachsen. Genau, Großteil Partnermanager in den Städten beziehungsweise ich würde sagen, so 40%, 30% Back-Office-Marketing, alles, was du da so brauchst und noch mal 30% Dev-Team. Genau, sind da sehr dezentral aufgestellt. Wir sitzen mit, ich glaube, zwölf Leuten in Osnabrück und die anderen über Deutschland verteilt beziehungsweise teilweise auch im Ausland sitzen, von unseren Entwicklern einige. Genau, sind da aber ganz happy mit dem Team, also haben wirklich viel, also auch echt viele Bewerbungen bekommen und wirklich sehr picky immer gewesen mit den Leuten, mit denen wir genommen haben. Ich glaube, auch ein großes Learning oder auch noch was, was gut gelaufen ist. Ich glaube, wir haben echt ein cooles Team zusammengestellt, ein gutes Team zusammengestellt. Ja, und zum Standort Osnabrück ist, glaube ich, immer so Front und Nachteil zugleich, wenn wir irgendwie eine Ausschreibung rausschicken in Osnabrück, irgendwie Werkstudentenstelle oder so, dann können wir uns die Leute aussuchen. Da haben wir, glaube ich, ein ganz gutes Standing, aber wir merken auch, wenn wir irgendwie ganz, ganz gute Leute irgendwie von irgendwo nach Osnabrück herholen wollen, da müssen wir schon einiges bieten. Verstehe. Jetzt habt ihr euer Team verdreifacht, Hendrik. Wie sieht die Orgastruktur heute aus? Was hat sich konkret auch in der Organisationsstruktur verändert und wie ist mittlerweile der Spirit und die Mentalität? Häufig haben wir es natürlich, dass durch Wachstum auch viele Veränderungsprozesse aktiviert werden, manche auch mit Schmerzen verbunden. Wie ist das konkret bei euch abgelaufen? Ja, ich glaube, was sich am meisten verändert hat, dass die Teams unter sich wirklich selbstständiger geworden sind. Also ich habe teilweise auch mal...Mindestens eine Woche, teilweise zwei Wochen, dass ich mit einem Team mal nicht gesprochen habe, dass dann der Teamlead dafür komplett zuständig war. Ähm, das ist, glaube ich, was, was aber, glaube ich, ganz normal ist, ähm, wo ich manchmal denke: „Okay, weiß ich überhau-bla-bla, was alles so abgeht?" Aber, ähm, genau da habe ich vollstes Vertrauen in meine Teamleads. Ähm, genau von der Struktur, äh, ja, haben wir, glaube ich, ähm, ja uns auch noch mal ein bisschen professionalisiert, dass wir wirklich schauen, dass wir, ähm, ja effektive Meetings über die, über die Woche verteilen, wo wir uns gut updaten zu den verschiedenen Bereichen. Ähm, das ist, glaube ich, was, was man auch erst mal lernen muss, äh, als Start-up, was dann wächst beziehungsweise auch ein bisschen schneller wächst. Ähm, ja, von daher sind wir damit aber eigentlich ganz happy, ja. Cool. Kannst du ein bisschen was zu der erfolgreichsten Stadt erzählen? Das ist tatsächlich eure Homebase durch Local Support Osnabrück, obwohl Osnabrück natürlich gegenüber Hannover und jetzt respektivisch Köln einen gewissen Nachteil hat, (übersprechen 00:00:44) ja, und zwar die Population. Ja, genau. Ähm, wenn wir mal gucken auf Population, so wie viele Nutzer wir in der Stadt haben, ist tatsächlich Oldenburg die stärkste Stadt bei uns. Ähm, äh, ja, ich glaube auch so ein bisschen -- Also wir kommen ja auch noch aus der Nähe da --, ähm, glaube ich auch, äh, ja was, was uns da irgendwie so ein bisschen in die Karten gespielt hat, dass wir am Anfang schon da relativ bekannt sind. Ähm, genau, und dann hat sich es aber einfach gut entwickelt. Also wir haben dann ein sehr, sehr gutes Launch-Event gehabt, wo wir schon einige tausend Leute auf die Plattform holen konnte. Dann war Oldenburg auch eine der ersten Städte, also konnte sich seitdem schon sehr, sehr gut entwickeln, ähm, und damit halt wirklich über die letzten sechs Monate gesehen, dass dadurch, dass wir wirklich 'ne sehr große initiale Basis hatten, die halt dann auch prozentual sehr gut gewachsen ist. Von daher Oldenburg aktuell der stärkste Stadt bei uns, würde ich sagen. Okay, bleiben wir beim Thema Städte. Wenn wir mal in den internationalen Benchmark einsteigen. Gutscheine sind ja nicht nur in Deutschland sehr beliebt, sondern in anderen Ländern durchaus auch. Gibt es, gibt es ein internationales Vorbild, bei dem du sagst: „Hey, die machen echt 'nen guten Job, die sind riesig. Das ist für uns ein Blueprint"? Ähm, wenn man-- Also wenn man es jetzt nur auf Gutscheine bezieht, äh, dann ist es-- Also es gibt zum Beispiel TasteCard in UK, ähm, die haben zweieinhalb, drei Millionen Member, ähm, die pro Jahr, ich glaube vierzig Euro, fünfzig Euro bezahlen. Also die sind ganz gut unterwegs. Ähm... Also Faktor zehn und noch mehr als, als, als ihr verlangt. Mhm. Genau. Ähm, die sind, die sind wirklich ganz gut unterwegs. Die sind aber auch schon, ich glaube, fünfzehn Jahre alt oder so, dreizehn, irgendwie sowas in der Richtung, ähm, haben aber auch, wenn ich da jetzt wieder aufs Produkt gucke, wäre es für mich kein Top-Notch-Produkt, was ich nutzen würde, wo sicherlich auch noch viel gehen würde. Aber da muss ich auch noch mal sagen, wir haben diese Komponente bei uns drinne. Wir wollen aber wirklich diese Plattform drumherum bauen, dass ich mich über lokale Businesses informieren kann, also Gastronomie dann als ein Beispiel. Ähm, wir werden nämlich auch noch andere Bereiche bei uns mit draufnehmen. Ähm, was bei uns zum Beispiel auch ein großer Punkt ist: Wir wollen den Nutzern auch wirklich eine gute Experience bieten, auch wirklich gute Infos bieten, zum Beispiel in Richtung Reviews. Also jedes Angebot, was bei uns eingelöst wird, ähm, danach gibt es ein Review von unseren Nutzern. Dadurch haben wir jetzt schon über fünfzehntausend verifizierte Reviews auf der Plattform, ähm, und haben auch bei einigen Restaurants mittlerweile schon mehr Reviews, als sie bei Google haben. Ähm, und das jetzt nach sechs Monaten. Von daher glauben wir, dass wir auch in die Richtung, äh, wirklich noch, äh, ja große Möglichkeiten haben, unser Produkt noch weiterzuentwickeln. Und da sehe ich tatsächlich wirklich eher so, äh, also wenn wir jetzt die beiden, die beiden Bereiche zum Beispiel was splitten würden, würde ich einerseits TasteCards sozusagen als Vorbild so ein bisschen sehen in UK, so wie man halt seine Member akquiriert und was man für Angebote auf der Plattform schaltet, um da einen Monetarisierungsstrom zu haben in Richtung Nutzer. Ähm, dann würde ich aber auf der anderen Seite auch wirklich Google als, ähm, als Vorbild sehen, ähm, um 'ne Plattform zu bauen, wo man wirklich alle Informationen bündelt, die relevant sind für einen Nutzer, ähm, um sich über zum Beispiel ein Restaurant zu informieren und auch wirklich diese relevanten Infos wie Reviews, ähm, auf so einer Seite zu haben und auch, wie man das Ganze darstellt. Ähm, ja, ich glaube, da gibt es einfach noch sehr, sehr viele Möglichkeiten und wir sehen uns halt viel, viel mehr als große Plattform, als dass wir jetzt nur irgendwie ein digitalisiertes Gutscheinbuch sind. Mhm. Okay. Das heißt, du sagst, schon, schon Platform als Vorbild, Yelp, Reviews sind für euch ein spannendes Thema und das Kuratieren von Informationen, das ist für euch ein großer Vorteil. Du hast gerade angesprochen, andere Bereiche wollt ihr mitnehmen. Was ist das denn neben kulinarischen Genüsslichkeiten? Kannst du da schon ein bisschen was sagen? Ja. Weil Neo Taste impliziert natürlich auch, wofür ihr steht. Genau. Genau, Neo Taste soll stehen für „auf einen neuen Geschmack kommen". Also Neo neu, Taste, Geschmack. Aber wir haben auch gesagt-- Kam eigentlich so ein bisschen, als die Pandemie geendet ist und wir gesagt haben: „Okay, wir machen das jetzt für Gastronomie, das funktioniert gut, ähm, aber wir wissen auch, dass die Leute wieder zurückwollen, zum Beispiel ins Nightlife, und auch, dass die ganzen Nightlife-Spots gerne sich präsentieren wollen und wieder die Leute zurück in ihre Locations holen wollen. Ähm, von daher wird eventuell in nicht allzu naher Zukunft auch noch andere Bereiche wie Nightlife, ähm, vielleicht Freizeit (lacht) auch noch was in die Richtung kommen. Ein bisschen Neo-Dance, okay. Sehr gut. Ja, Hendrik, vielen, vielen herzlichen Dank für deine Zeit. Ich fand, das war ein sehr, sehr spannendes Gespräch. Abschließende Frage, wie man sie häufig auch aus UMKW Interviews kennt: Was ist eure Vision? Was, was willst du in fünf Jahren mit NeoTaste erreicht haben? Ähm, in fünf Jahren wollen wir die Plattform sein, wenn ich unter der Woche oder am Wochenende zu Hause auf der Couch hänge und denke: „Okay, ich würde jetzt eigentlich gerne mal irgendwie rausgehen, was Neues ausprobieren, dass Top of Mind NeoTaste ist, ich auf die Plattform gehe und durch NeoTaste öfter mal was Neues ausprobiere, öfter mal rausgehe und, äh, etwas Neues entdecke. Cool. Das ist erst mal schön, in den Club, der von NeoTaste vorgeschlagen wird und anschließend dann ins Restaurant. Oder erst ins Restaurant und dann in den Club, jeder hat den. Sehr gut, Hendrik. Vielen, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und weiterhin alles Gute. Ja, vielen, vielen Dank.
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