Cultural Credibility – Authentisches Community Engagement
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Cultural Credibility – Authentisches Community Engagement

Zusammenfassung

Cultural Credibility bedeutet, dass Marken heute nicht mehr Kultur projizieren, sondern aktiv Teil der Zielgruppenkultur sein müssen. Im Social Media Marketing gewinnt Authentizität, Echtzeitreaktion auf Trends und echtes Community Engagement an Bedeutung – Likes sind die alte Währung, Glaubwürdigkeit die neue.

Social Media Marketing: Cultural Credibility statt oberflächliche Markeninszenierung

Social Media durchdringt alle Lebensbereiche und die Spielregeln haben sich fundamental verschoben. Während früher Likes die Währung waren, zählt heute etwas ganz anderes: Glaubwürdigkeit. Im Community Management und Social Media Strategie heißt das konkret: Marken können sich nicht mehr leisten, losgelöst von der Lebenswelt ihrer Zielgruppe zu sprechen und zu handeln.

Diesen Wandel beschreibt 1000HEADS, eine internationale Agentur für Social Transformation mit über 180 Mitarbeitenden an Standorten wie London, New York, Los Angeles, Sydney und Berlin, mit einer klaren Hypothese: Cultural Credibility gewinnt weiter an Bedeutung und wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Social Media Marketing.

Vom Brand-First zum Culture-First Ansatz

Der traditionelle Ansatz im Instagram Marketing und anderen Kanälen folgte lange einer einfachen Formel: Brand first, Culture second. Das bedeutete, dass Marken Kultur als kreative Grundlage nutzten, aber oft nur die Makrokultur betrachteten. Aufgrund von Planungszyklen und Logistik verpassten sie die Chance, in Echtzeit auf aktuelle kulturelle Diskussionen zu reagieren.

Das Risiko: Der Content wirkt schnell veraltet oder wird dem aktuellen Geschehen nicht mehr gerecht.

Der neue Ansatz dreht diese Priorität um. Culture first, Brand second – das ist das Modell von heute. Das bedeutet konkret:

  • Du hörst deiner Community in Echtzeit zu
  • Du bindest deine Community aktiv in die kreative Botschaft ein
  • Du passt dich dank agiler Produktionsmittel schnell an kulturelle Veränderungen an
  • Du findest einen Sweet Spot zwischen deiner eigenen Markenwahrheit und der Wahrheit des Moments
  • Du fragst dich: Welche Relevanz hat dieser Trend für meine Marke und meine Zielgruppe?
  • Du trägst als Brand etwas Wertvolles zur Konversation bei – statt die Diskussion auf dich zu lenken

Vier grundlegende Verschiebungen im Social Media Marketing

1. Medienkonsum ist allgegenwärtig und fragmentiert

Social Media ist überall. Gleichzeitig konsumieren wir Inhalte über völlig unterschiedliche Kanäle: Podcasts, TikTok Marketing, Livestreams auf Twitch, klassisches Fernsehen und On-Demand-Serien. Dieser fragmentierte Medienkonsum ist die neue Normalität. Marken müssen sich daran anpassen und ihre Social Media Strategie entsprechend ausrichten.

2. Kultur und Social sind symbiotisch

Soziale Medien spiegeln Kultur nicht nur wider – sie schaffen sie. Von viralen Memes bis zu Influencern im Fernsehen, von Tweets auf Billboards bis zum Jugendwort des Jahres: Social bestimmt Sprache, Verhalten und Storytelling über alle Medien hinweg. Social ist mittlerweile das kulturelle Leitmedium.

3. Verbraucher legen mehr Wert auf Glaubwürdigkeit

Wenn eine Marke glaubwürdig ist und die Werte der Verbraucher teilt, gewinnt sie einen echten Vorteil. Studien belegen, dass kulturelles Engagement einer Marke sich positiv auf die Kaufentscheidung auswirkt.

Die Erwartungen haben sich massiv verschärft:

  • 61 Prozent der Verbraucher erwarten, dass sich Marken für gesellschaftliche Belange einsetzen
  • Jüngere Zielgruppen fordern das noch deutlicher
  • Kommunikation über Produkt, Herkunft und Qualität allein reicht nicht mehr
  • Es geht um das Warum der Marke und ob sie mit eigenen Werten übereinstimmt

4. Der Feed ist nicht mehr King – neue Features befreien Brands

Die goldene Ära des perfekt kuratierten Feeds ist vorbei. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • Follower-Wachstumsraten sind um 64 Prozent zurückgegangen
  • Engagement ist um 42 Prozent gesunken

Die alte Rechnung (Marke + Produkt + Follower + Posting + Engagement = kulturelle Glaubwürdigkeit) funktioniert nicht mehr. Stattdessen prägen heute:

  • Vertikale Videoformate die Feeds
  • Authentizität statt gepflegte Ästhetik
  • Ungeschliffene, echte Inhalte
  • Narrative Ausrichtung und starke Aufmerksamkeitsorientierung
  • Neue Features und Algorithmen, die Brands aus dem Feed befreien

Das Smartphone hat Content-Erstellung demokratisiert. Creator entstehen überall, und Plattformen reagieren mit neuen Formaten. Das ist die Realität von TikTok Marketing, Instagram Marketing und LinkedIn Marketing heute.

Was Cultural Credibility konkret bedeutet

Im Marketing-Kontext ist Cultural Credibility ein Strategieansatz, der eine gezielte Bewertung und Einbindung der Umgebungskultur einer Marke betrachtet – inklusive des Verbrauchers und seiner Lebenswelt. Es geht darum, dass Brands:

  • Nicht losgelöst von ihrer Zielgruppe sprechen und handeln
  • Sich als aktiver Teil der Zielgruppenkultur positionieren
  • Mit überraschenden Partnern und aufstrebenden Creatorn zusammenarbeiten
  • In Echtzeit auf Trends und kulturelle Momente reagieren
  • Innovative Ideen liefern, die kulturell relevant sind

Das Takeaway für dein Social Media Marketing

Der Wandel ist deutlich: Kultur steht jetzt an erster Stelle, die Marke an zweiter. Das erfordert eine vollkommen andere Herangehensweise als noch vor fünf Jahren. Es geht nicht mehr darum, eine perfekte Brand Story zu erzählen – es geht darum, deine Community zu verstehen, ihre Kultur zu respektieren und echten Wert beizutragen. Das ist Cultural Credibility. Und das ist die Zukunft des Social Media Marketing.

Häufige Fragen

Was ist Cultural Credibility im Social Media Marketing?

Cultural Credibility ist ein Strategieansatz, bei dem Marken die Umgebungskultur ihrer Zielgruppe gezielt bewerten und einbinden. Statt Kultur zu projizieren, werden Brands aktiver Teil der Kultur ihrer Community und tragen authentisch etwas Wertvolles dazu bei.

Warum ist der Wandel von Brand-First zu Culture-First wichtig?

Der alte Brand-First-Ansatz führt dazu, dass Marken aufgrund von Planungszyklen kulturelle Momente verpassen und mit veralteten Inhalten reagieren. Der Culture-First-Ansatz ermöglicht Echtzeit-Reaktionen, echtes Community Engagement und relevantere Botschaften.

Welche Rolle spielen Likes noch im heutigen Social Media Marketing?

Likes sind nicht mehr die Währung. Glaubwürdigkeit ist jetzt entscheidend. Follower-Wachstumsraten sind um 64 Prozent und Engagement um 42 Prozent gesunken – weil perfekt kuratierte Inhalte nicht mehr ausreichen. Authentische, echte und narrative Inhalte gewinnen.

Was erwarten Verbraucher heute von Marken in Social Media?

61 Prozent der Verbraucher erwarten, dass sich Marken für gesellschaftliche Belange einsetzen. Es reicht nicht mehr, nur über Produkt und Qualität zu sprechen – das Warum der Marke und ihre Werte müssen mit denen der Zielgruppe übereinstimmen.

Welche Inhaltsformate funktionieren im heutigen Social Media Marketing?

Vertikale Videoformate dominieren. Gefragt sind authentische, ungeschliffene und echte Inhalte mit narrativer Ausrichtung und starker Aufmerksamkeitsorientierung – nicht die gepflegte Ästhetik von früher.

Transkript Komplettes Gespräch zum Mitlesen & Durchsuchen

Hallo und willkommen zurück zum OMKB Deep Dive Digital Marketing. Es hat mir schon die eine oder andere coole Session mit am Start und es geht hier nahtlos weiter. Und zwar haben wir jetzt Julian und Markus mit dabei zum Thema Cultural Credibility, authentisches Community Engagement in Social Media. In dem Vortrag geht es den Wandel der Markenerwartungen, die Notwendigkeit von Echtzeitreaktionen und Trends, Authenzität und innovative Ideen, Marken als aktiver Teil der Zielgruppenkultur sowie die Zusammenarbeit mit überraschenden Partnern und aufstrebenden Creators. Also wirklich ein Thema, was den Nagel der Zeit definitiv trifft. Ich durfte mich mit den Jungs schon das eine oder andere Mal austauschen. Wir haben wirklich Fachexperten hier mit dabei, die euch dort ja coole Tipps mit an die Hand geben können und werden. Julian Eisele ist Business Director und hat über zwölf Jahre Erfahrung in Social Strategies, leitet das Berliner Büro von 1000 Heads und ist stark in strategischer Beratung und hat schon die eine oder andere preisgekrönte Kampagne mit begleitet. Markus, Markus Lenk, ist Content Creative, hat bereits über sieben Jahre Erfahrung in der Branche und ist davon über fünf Jahre bei 1000 Heads. Er ist spezialisiert auf F&B, Travel, Sport im Social-Media-Bereich. 1000 Heads ist weltweit vertreten und beschäftigt über 180 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Niederlassungen in – und jetzt kommt's – London, New York, Los Angeles, Miami, Sydney, Melbourne und Berlin. Jüngst ist Garn Office in Frankreich dazu gekommen. Als Agentur für Social Transformation begleitet 1000 Heads seine Kunden bei ihrem Wandel durch die Digitalisierung. Sie helfen, die Sprache von Social zu sprechen und dabei einzuwirken, wie dort über sie gesprochen wird. Ihr wisst, ich bin immer ein Hase, ein Case-Hase, der auf den Websites immer sich gerne die Cases von anderen Unternehmen, Tool-Anbietern, Agenturen reinzieht und zu den Top-Kunden von 1000 Heads gehören: NowFace, GoPro, Vella oder auch Google. Für Google gab es jüngst eine Nominierung zum Award. Ihr könnt am besten mal auf LinkedIn oder auf der Website schauen. Da findet sich das eine oder andere Spannende, was man mitnehmen kann. Jüngst wurde gar bekanntgegeben, dass man fortan mit Onua zusammenarbeiten arbeiten wird. Onua ist jetzt vielleicht nicht jedem ein Begriff, aber mir ist es ein Begriff geworden, als ich gehört habe, dass 1000 Heads unter anderem in dieser Kooperation für Kerry Gold International entsprechend in Social Media aktiv sein wird. Kerry Gold ist meine präferierte Butter – ich weiß nicht, wie es bei euch ist –, die bei mir im Kühlschrank zu finden ist. So, jetzt aber genug der Vorrede und ich schalte die beiden Hauptprotagonisten der nächsten Session zu und schaue mal, Markus und Julian, seid ihr mir zugeschaltet? Hi. Hi. Kann dich hören. Hallo. Perfekt. Laut und deutlich, als ob ihr im Raum nebenan wärt. Perfekt. Ihr zwei, schön, dass ihr mit am Start seid heute und eure Insights mit uns teilen werdet. Ich habe gerade in der Anmoderation, ihr werdet es mitbekommen haben, so ein bisschen Name-Dropping betrieben. Ich war bei euch auf der Website und habe noch mal darauf hingewiesen, dass ihr echt coole Cases dort aufgeführt habt und würde euch gerne fragen, vielleicht jeder einmal kurz: Habt ihr eigentlich einen persönlichen Lieblings-Case aus den Jahren bei 1000 Heads oder auch aus der aktuellen Phase? Gibt es da etwas, was ihr besonders hervorheben würdet? Markus, wie sieht es bei dir aus? Ja, ich würde sagen, bei mir, ich bin jetzt seit fünf Jahren bei 1000 Heads und seit einigen Jahren betreue ich den deutschen Instagram-Kanal von Northface. Cool. Genau, wir sind dort global aktiv und ja, das macht echt viel Spaß, dort zuzuarbeiten. Einerseits natürlich für den deutschen Markt, aber dann auch zu schauen: Was macht UK? Was passiert in Frankreich oder in Italien? Hatte die Arbeit auf Northface dann dich auch persönlich influenced, dass du mehr Northfaces Pieces jetzt im Schrank hast aktuell? Absolut. Ich meine, ich war vorher schon ein Fan der Marke, bevor ich dann das Glück hatte, da auch für zu arbeiten. Aber ja, Tatsache ist, der eine oder andere Schuh oder auch die Jacke dazugekommen. Also man könnte es mir eventuell ansehen. Wird mir genauso gehen. Julian, wie sieht es bei dir aus? Ich glaube, einer meiner Lieblings-Caces ist Napa Peri. Er ist ein super interessanter Case, bei dem wir Social Influencer und Out of Home AR zusammengebracht haben. Das ist eine ganz coole Story. Ihr müsst ihn mal auf der Webseite schauen. Cool. Also bei euch den Case anschauen oder würdest du sagen, speziell guckt euch Instagram, TikTok, you name it, irgendwie was an, was irgendwie besonders spannend ist? Das ist wahrscheinlich alles spannend, aber was kann man sich besonders noch mal anschauen? Also was natürlich immer super spannend ist bei uns, wie gesagt, Northface-Kanäle anzuschauen, ist definitiv interessant. Wir betreuen noch, wie gesagt, viele weitere Kunden, wie zum Beispiel Melia, die Hotelkette, bei der wir umfassend den deutschsprachigen Markt betreuen. Auch ein super spannender Case, definitiv. Cool. Und ich habe auch gerade gesehen, dass ihr nominiert seid oder gar schon den Preis gewonnen habt für eure Zusammenarbeit mit Google. Das habe ich, glaube ich, auf LinkedIn oder so verfolgt. Also auch da sehr, sehr spannend. Eine Frage habe ich noch, bevor wir dann gleich einsteigen. Die Zuschauer und Zuschauerinnen warten ja schon sehnlichst auf euren Vortrag, aber ich habe jetzt gerade angesprochen, dass ihr super international seid. Also ihr habt ja echt die Creme de la Creme der Standorte bereits vereint. Jüngst ist sogar ein neuer Standort dazugekommen. Wie gestaltet sich so eigentlich die Zusammenarbeit in so einem sehr internationalen Team? Ihr seid fast 200 Leute oder round about 200 Leute. Wie kann ich mir das vorstellen?Also wir arbeiten super eng zusammen tatsächlich, was tatsächlich so ein bisschen auch 1000 Heads ausmacht. Wir haben viele Kunden und Projekte, die sich über mehrere Märkte und Länder ziehen. Da arbeiten wir ganz eng mit unseren unterschiedlichen Standorten zusammen. Manchmal wird ein Projekt aus Deutschland, UK oder USA angeführt und die anderen Märkte arbeiten zu. Manchmal ist es auch eine gleichwertige Zusammenarbeit. Ganz spannend: Jungs haben wir ein Office in Paris aufgemacht. Also alles, was den französischen Markt angeht, können wir jetzt auch wunderbar abdecken. Und ja, da geht es gerade auch richtig los. Insofern spannende Zeiten. Cool, cool, richtig gut. Also kann man immer gut bei euch auch verfolgen auf euer LinkedIn-Seite und auf den anderen Kanälen. Ihr habt uns jetzt mitgebracht: Cultural Credibility, authentisches Community Management in Social Media. Und ich habe es gerade schon gesagt, die Audience gar nicht länger auf die Folter spannen und würde euch dann jetzt loslegen lassen und wir treffen uns dann gleich im Anschluss wieder zur Q&A. Dann schauen wir mal, ob eure Slides am Start sind. Das sieht sehr, sehr gut aus. Da würde ich sagen: Viel Spaß und bis gleich. Danke, Christoph. Super. Christoph, vielen Dank. Ja, noch mal hallo an alle, die jetzt zugeschaltet haben. Freut uns sehr, dass ihr heute dabei seid, wie es eben angekündigt wurde. Wir sprechen heute über das Thema Cultural Credibility, authentisches Community Engagement in Social Media. Und beginnen wollen wir unseren Talk mit einer Hypothese. Im Laufe des Talks werden wir euch dann zeigen, wieso wir diese aufgestellt haben. Und sie lautet: „Social Media durchdringt alle Lebensbereiche und die Währungen sind nicht Likes, sondern Glaubwürdigkeit. Cultural Credibility gewinnt weiter an Bedeutung und wird immer wichtiger für Brands. Sie können es sich heute nicht mehr leisten, losgelöst von der Lebenswelt ihrer Zielgruppe zu sprechen und zu handeln. Natürlich müssen wir erst mal schauen, was bedeutet Cultural Credibility? Und in unserem Marketing-Kontext ist das ein Strategieansatz, der eine gezielte Bewertung und Einbindung der Umgebungskultur einer Marke, einschließlich des Verbrauchers und seiner Lebenswelt betrachtet. Was wir hier aktuell beobachten, ist ein grundlegender Wandel. Wo sonst versucht wurde, Kultur zu projizieren, müssen Brands heute versuchen, Teil der Kultur zu sein und aktiv etwas zu ihr beitragen. Und dieser Wandel ist auch wichtig, denn der traditionelle Ansatz, Brand first, Culture second, kommt so ein bisschen an seine Grenzen. Der Ansatz nutzt die Kultur als Grundlage für die kreative Arbeit, aber oft ist es dann doch eher die Makrokultur. Aufgrund der Logistik und des Planungszyklus verpassen Marken die Gelegenheit, dies im Einklang mit der aktuellen kulturellen Diskussion zu tun. Das Risiko daher ist einfach, dass die Botschaft des Contents eventuell veraltet ist oder dem aktuellen Geschehen nicht mehr ganz gerecht wird. Aktuell befinden wir uns in einer Zeit, wo wir die Möglichkeit haben, unserem Publikum in Echtzeit zuzuhören. Wir können unsere Community in die kreative Botschaft sogar mit einbeziehen und uns auch dank agiler Produktionsmittel leicht an kulturelle Veränderungen anpassen. Bei diesem Ansatz steht die Kultur an erster Stelle, die Marke an zweiter. Und im allerbesten Fall ist es so, dass wir als Brand einen Sweet Spot zwischen unserer eigenen Markenwahrheit und der des Moments finden. Man muss sich da stets fragen: Welche Relevanz hat dieser Trend, dieses Ereignis für mich als Marke und für meine Zielgruppe? Und wie spricht die Community darüber und wie kann ich jetzt als Marke etwas Wertvolles zu dieser Konversation beitragen? Und eben nicht: Wie kann ich diese gesellschaftliche Diskussion, dieses Ereignis jetzt eben auf mich lenken? Ähm Um diesen eben angesprochenen Wandel stellen wir euch jetzt einmal anhand von vier Aussagen vor. Und die erste dieser Aussagen lautet: Die Nutzung von sozialen Medien ist allgegenwärtig. Der Medienkonsum ist fragmentierter und im stetigen Wandel. Es geschieht mehr online als jemals zuvor. Wir kennen es, glaube ich, alle: Wir hören und sehen mittlerweile Podcasts. Wir sind vermehrt auf TikTok, haben parallel aber vielleicht noch einen Livestream auf Twitch laufen. Abends gucken wir dann vielleicht Fußball im Fernsehen und danach aber auch noch On Demand, eine Serie online. Ja, wir sehen halt einfach, dass dieser Medienkonsum sich immer weiter fragmentiert und Daten zeigen einfach, dass sich das Ökosystem, ähm ja, weiterentwickelt und Marken müssen sich mitentwickeln und auch daran anpassen. Die zweite Aussage: Kultur und Social sind symbiotisch. Social ist mittlerweile kulturelles Leitmedium. Soziale Medien spiegeln nicht nur die Kultur wieder, sie schaffen sie auch. Von aktuellen Nachrichten bis hin zu viralen Memes durchdringen soziale Konversationen die unscharfe Grenze zwischen Kommentarspalte und kulturellen Präferenzen in der realen Welt. Ähm Wir haben heutzutage Influencer im Fernsehen, Tweets auf Billboards. Ähm Das Jugendwort des Jahres ist seit einigen Jahren durch Streamer von Twitch und Co geprägt. Ähm Social bestimmt Sprachen, bestimmt Verhalten und Storytelling und das eben über alle Medien hinweg.Unsere dritte Aussage: Verbraucher legen immer mehr Wert auf Glaubwürdigkeit. Ähm, wenn eine Marke glaubwürdig ist und dann sogar auch noch die Werte des Verbrauchers teilt, verschafft sie sich wirklich einen Vorteil. Ähm, es wurde auch schon belegt, dass kulturelles Engagement einer Marke sich positiv auf die Kaufentscheidung eines Verbrauchers auswirken kann. (atmet ein) Erwartungen an Brands, ja, ändern sich, weil Menschen ihren eigenen Konsum und dessen Auswirkungen auf die Welt und andere immer kritischer betrachten. Sie sind bewusster geworden und treffen Entscheidungen gewissenhafter. Von der Marke wird erwartet, dass sie der Gesellschaft etwas zurückgeben. Ähm, ganze einundsechzig Prozent wollen, dass sich Marken für gesellschaftliche Belange einsetzen und laut einer Studie von McKinsey und Company fordert die jüngere Zielgruppe das sogar noch ein Stück weit deutlicher. Kommunikation über Produkt, über Herkunft und Qualität allein reicht nicht mehr aus. Ähm, es geht halt eben nicht mehr nur allein um das, ja, gute Produkt und seine Qualität, ob die Marke eventuell vertrauenswürdig und kompetent ist, sondern eben auch um das Warum der Brand und vor allem, ob sie dann eben mit meinen eigenen Werten übereinstimmt. Die letzte Aussage: Neue Features und Algorithmen befreien Brands aus ihrem Feed. Ähm, ja, die goldene Ära des Feeds ist lange vorbei. Früher war der Feed King, vor allem auf Instagram. Authentisch kuratierter Content war, ja, ein bisschen der Schlüssel zu organischer Reichweite. Ähm, beispielsweise Luxusmarken profitierten und wurden schnell zu den Brands, denen auf Social am meisten gefolgt wurde. Ähm, in dieser, ja, einfacheren sozialen Zeit war die Rechnung relativ simpel. Ähm, Marke plus Produkt plus Follower plus Posting plus Engagement sind kulturelle Glaubwürdigkeit. Ähm, aber dem ist nicht mehr so. Follower-Wachstumsraten und das Engagement sind in den letzten Jahren, ähm, stark zurückgegangen. vierundsechzig Prozent bei den Follower growth rates und zweiundvierzig Prozent bei den Engagements. Und, ja, wir haben uns von dieser gepflegten Ästhetik verabschiedet und die heutigen Inhalte, Algorithmen für soziale Feeds und das Nutzerverhalten sind viel, viel nuancierter, viel, viel komplexer auch. Und außerdem hat das Smartphone die Erstellung von Inhalten, ja, so ein stückweit demokratisiert. Ähm, und die sozialen Plattformen haben diese kreative Nachfrage durch die Entwicklung neuer Formate und Funktionen auch erfüllt. Zumindest, ähm, versuchen sie das stets. Ähm, die Feeds heute sind vor allem vertikal von Videos geprägt, sehr authentisch, ungeschliffen und echt, ähm, meist auch narrativ ausgerichtet und stark aufmerksamkeitsorientiert. Und, ähm, ja, um das Ganze noch mal eben zusammenzufassen: Wir sehen so ein bisschen den Shift von Brands, die sonst Kultur projiziert haben, um auf Ereignisse aufzuspringen, ähm, damit sie eben vor allem Likes und Follower halten. Und nun treiben Brands Kultur mit an. Sie versuchen, authentisch etwas beizutragen. Ähm, hierbei geht's dann mehr um Advocacy, Brands, die sich versuchen, in Gespräche von Creatoren und Advocates mit einzubetten und sie eben quasi auch dadurch sich bestätigen zu lassen. Und, ähm, ja, im, im Folgenden erzählt uns Julian nun, was Brands daraus ziehen können. Danke, Markus. Ähm, ja, wie Markus gesagt hat, wir haben, ähm, sieben Takeaways mitgebracht für euch, ähm, die sich so aus dieser Transformation von Social Brands ergeben und, ähm, die euch auch tatsächlich helfen können, äh, noch authentischer auf Social Media aufzutreten. Ähm, als ersten Punkt, ähm, und auch sehr, ähm, ich sag mal, naheliegenden Punkt haben wir mitgebracht, dass, äh, eine starke Markenidentität super wichtig ist. Ähm, ich glaube, äh, dass erst wenn man tatsächlich ein klares Verständnis davon hat, wofür die eigene Brand steht und welche Persönlichkeit die Marke auch hat, ähm, (leptak) beziehungsweise wie sie sich auf, äh, Social Media verhält, ist es wesentlich einfacher, Online-Konversationen zu identifizieren, an denen man sich beteiligen möchte oder vielleicht auch tatsächlich nicht beteiligen sollte. Ähm, so 'ne starke Markenidentität schafft tatsächlich diese, ich sag mal, Entscheidungsgrundlage, äh, für authentische Gespräche. Hier so 'n Beispiel von unserem Kunden Nokia. Als zweiten Punkt haben wir das Thema Messbarkeit. Ähm, es ist super wichtig, klare Erfolgskriterien zu definieren und auch Cultural Credibility lässt sich messbar machen. Ähm, hier haben wir zum Beispiel für unseren Kunden Diaggio Scorecards entwickelt für unterschiedliche Brands, ähm, und einen sogenannten Social Fame Index entwickelt, der sich aus mehreren KPIs und, und Metriken, ent-- ähm, errechnen lässt. Das Ganze lässt sich dann in diesem Beispiel auf mehrere Märkte auch übertragen. Damit hat man 'ne richtige Datengrundlage, ähm, um gezielt Aktivitäten zu optimieren, zu verfeinern, zu testen, ähm, um tatsächlich auch diese Cultural Credibility, ich sag mal, numerische Werte zu geben, ähm, und das Ganze, äh, ja, mit Erfolgskriterien zu definieren. Als nächsten Punkt, ähm, haben wir das Thema reibungslosen Approval-Prozess. Der Weg zu 'ner Social Brand ist nicht einfach und es wird immer wieder Widerstände geben. Ähm, Klarheit ist ganz wichtig über Prioritäten, Kompetenzen, ähm, und eben auch den Freigabeprozess. Ähm-Um schnell, kompetent und eben auch authentisch auf Onlinekonversationen reagieren zu können. Für uns ist es unabdinglich, hier tatsächlich frühzeitig alle Stakeholder, intern und extern, abzuholen. Es wird sich später auszahlen, ähm, um, ja, wie gesagt, hinterher erfolgreich kommunizieren zu können. Als nächsten Punkt haben wir den Finger am Puls der Trends. Höre deiner Zielgruppe zu. Über welche Themen sprechen sie? Welche Trending Topics sind für sie relevant? Ähm, neben diesem fundierten Verständnis über die eigene Marke und eigene Markpersönlichkeit ist tatsächlich dieses eigene, dieses tägliche Social Listening, Blick auf die Trends, Schlüssel, um, der Schlüssel, Schritt zu halten. Hier zum Beispiel der letztjährige Trend von Wes Anderson, ahhhm, den wir mit unserem Kunden, Snapdragon, ahhhm, aufgegriffen haben. Als nächsten Punkt haben wir das Thema unerwartete Co-Ops. Ahhhm, ich glaube, dass das tatsächlich eine der, ein wirklich ganz tolle Möglichkeit ist, neue Konversationen auch zu starten, ahhhm, und eben auch online Konversationen mit anzuführen, ahhhm, neue Zielgruppen zu erreichen und, ahhh, auch bestehende Fans mit über-- unerwarteten Kollaborationen zu üb- zu überraschen, ahhhm, und eben auch neuen Creatoren 'ne Plattform zu geben. Also sich seine eigene Community mit solchen Kooperationen aufzubauen. Hier tatsächlich das Beispiel von the North Face, die zusammen mit dem Gay Outdoor Club sich zusammengearbeitet haben, was 'n ganz toller Case war. Im nächsten Beispiel haben wir, ahhhm, das Thema Brand Guidelines. Befreie dich von deinen rigiden, ah, rigiden Brand Guidelines. Ahhhm. Branding ist wichtig. Ahhhm. Noch wichtiger ist tatsächlich, dass der Content authentisch ist, ahhhm, und aufregend ist, dass die Zielgruppe, ahhh, ihn als, ja, mit ihm interagiert. Erlaube den Content Creatern, mit denen man zusammenarbeitet, eigene Ideen mitzubringen. Ahhhm, wir haben hier zum Beispiel mit der Influencerin Maria Mauer zusammengearbeitet für, ahhh, die Hotel Brand Inside by Melia, die ihre eigene Kreativität und Energie mitgebracht hat. Und ich glaube, das sieht man letztlich auch am Content, ahhhm. Es wirkt einfach besser, interessanter und es zeigt sich hinterher auch an den Metriken. Last but not least, ahhh, das Ganze ist keine einfache Aufgabe. Ahhhm, es geht auch nicht schnell, ahhhm, eine Social Brand aufzubauen. Ahhhm, benötigt viel blood, sweat and tears. Ahhhm, wenn es jedoch tatsächlich, ah, von zentraler Bedeutung ist, ah, eine Marke, ah, eine, aufzubauen, die authentisch auf Social kommuniziert, ahhhm, gibt es Experten da draußen, zum Beispiel uns. Ahhhm, es wird sich definitiv langfristig auszahlen, ahhhm, sich da Expertise reinzuholen. Ahhhhm. Wir bei One Thousand Heads machen das Ganze seit über zwanzig Jahren, ahhhm, und arbeiten für eine ganze Reihe von Kunden zusammen, ahhhm, die ihr hier seht. Ahhhm, wir helfen ihnen, die Sprache von Social zu sprechen und helfen ihnen dabei, wie auf Social über sie gesprochen wird. Ahhhm, insofern, ahhhm, ja, ahhh, sind wir da definitiv Experten in dem Bereich. Ahhhhm. Wir nennen diese ganze, ahhhm, diesen ganzen Prozess Social Transformation, ahhhm, und helfen da sozusagen, Kompetenzen, Prioritäten, Prozesse und Aktivitäten, ahhhm, ja, gemeinsam zu entwickeln und das Ganze, ahhh, als strategischer Partner zusammen, ahhhm, mit unseren unterschiedlichen Fachbereichen in, ahhh, Data und Insights, Strategie, Creative und Social Media Management. Insofern vielen Dank fürs Zuhören, ahhhm, und zurück zu dir, Christoph. Vielen, vielen lieben Dank, Julian. Vielen lieben Dank, Markus. Ahhhm, super. Hat mir sehr, sehr gut gefallen, auch visuell natürlich. Tolle Slides mitgebracht. Also Kudos an euch dort an der Stelle. Ahhhm, sehr, sehr nice. Ahhhm, ich habe in der Zwischenzeit einige Fragen reinbekommen und auch Fragen, die wir hier schon, ahhhm, ja, die mir noch mal auf der, auf der Zunge brennen, noch mal zusammengefasst und lass uns auch direkt in die Q&A einsteigen. Und zwar, ahhhm, das Thema Messbarkeit, ahhhm, hast du angesprochen, Julian. Und, ahhhm, jetzt ist mir der Aspekt noch 'n bisschen zu kurz gekommen und daher die Frage: Kann ich Cultural Credibility tatsächlich messen? So, kannst du noch 'n bisschen mehr Fleisch an Knochen geben, was man, was die, ähm, Mädels und Jungs aus der Audience, ahhhm, dort noch mal für sich mitnehmen können, um sich da anzunähern zumindest? Absolut. Also ich sag mal so: Cultural Credibility ist natürlich immer 'n sehr, ah, offenes Thema. Das bedeutet natürlich immer auch, dass man, ah, die Messbarkeit an jede Brand und an jeden Kunden anpassen muss. Ahhhm. Viele unserer Kunden haben zum Beispiel immer wieder, ah, die Thematik, dass sie jüngere Zielgruppen erreichen wollen oder vor allem authentisch in jüngeren Zielgruppen kommunizieren wollen. Da schauen wir eben nicht nur über die, ich sach' mal, Anzahl der Kommentare, sondern auch tatsächlich, ne, was ist eigentlich die Demografie unserer, unserer Community? Wer interagiert damit? Wie wird interagiert? Also dass man tatsächlich die, ich sach' mal, qualitativen und quantitativen Metriken sich auch anschaut. Was ist das Sentiment? Ahhhm, und, ahhhm, da eben, ich sach' mal, unterschiedliche, ahhhm, Bereiche sich anschauen, die 'n Gesamtbild ergeben. Ich denke, ich bin immer 'n Fan davon, dann 'n Blick tiefer reinzuwerfen, als nur über das Thema „Hey, ich hab ja irgendwie so und so viel Engagement und so und so viel Reach erreicht." Das ist schön, aber ist eben nur ein Teil der Wahrheit. Und, ahhhm, da, wie gesagt, entwickeln wir sehr individuelle Frameworks, um so was messbar zu machen. Perfekt. Was wäre aus eurer Sicht – also ich frage, ah, an beide, könnt ihr ja mal ergänzen – eigentlich der Best Practice im reibungslosen Approval-Prozess? Also, wir haben bei der OMKB immer mal wieder, ähm, befragt.Ja, Unternehmen dabei wie Deutsche Bahn beispielsweise, sehr, sehr schwerer Tanker, schaffen es ja aber irgendwie auf eine ganz gute Art und Weise. Und dann hast du mal Unternehmen, ja, ich will jetzt gar keinen Namen nennen, das macht sicherlich keinen Sinn und sorgt nur für Unmut, aber es gibt Unternehmen, die halt sehr behäbig sind, was so Social-Media-Trends angeht. Wie würde denn der perfekte oder der Best Practice für so einen reibungslosen Ablauf aus eurer Sicht aussehen? Also ich kann ja natürlich jetzt aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass es ein bisschen natürlich immer auf die Marke drauf ankommt, wie das Team quasi auf Kundenseite jetzt von unserer Perspektive aus aussieht, wie dort die Expertise schon vorhanden ist. Aber ansonsten bin ich davon überzeugt, dass man eben von vornherein immer wieder den Kunden auch mit hinzuholt. Wenn man jetzt zum Beispiel einen Trend hat, dass man da auch nicht lange wartet, sondern dass man dem Kunden auch Bescheid gibt „Hey, bei so schnelllebigen Sachen, wenn wir da irgendwie schnell mal auf was reagieren wollen oder da ist gerade was, das können wir nicht erst in drei Wochen anfassen, dass dann auch auf Kundenseite Prioritäten gesetzt werden und eben quasi das Verständnis dafür da ist, dass so eine Sachen dann eben in dem Moment ein bisschen priorisiert werden müssen und dann eben von vorneweg quasi direkt ins Gespräch gehen: „Können wir da was machen? Wenn ja, mailen wir uns später gleich wieder, dann brauchen wir noch mal euer Feedback. Und halt nicht eben eine Mail rausschicken und dann irgendwie sitzt die drei Tage rum und dann sagt der Kunde: „Oh, echt? Hab ich gar nicht gesehen. Und dann muss man noch mal nachhaken und dann wird die Idee nicht verstanden. Und deswegen ist es, glaube ich, echt eine enge Kommunikation ist da wichtig, eben Missverständnisse zu vermeiden und da auch nicht zu viel Zeit zu verlieren. Ich glaube, auch gute Kommunikation ist auf jeden Fall wichtig. Was ich noch hinzufügen würde, was wir angesprochen haben, ist das Thema Markenpersönlichkeit und Turn-off-Wallets, dass dann von Anfang an klar ist, wie spricht die Marke, dass es klare Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams gibt, das abgesteckt ist? Was kann man, ich sage mal, in welchem Tanzbereich sozusagen freigeben und wie kann man sozusagen letztlich Schnelligkeit über Sicherheit auch geben? Es ist natürlich auch ein Stück weit Enablement dort drin und interne Kommunikation. Wie vorhin gesagt, Stakeholder müssen im besten Fall vorher abgeholt werden, damit klar ist, welche Erwartungen und Verantwortlichkeiten wo sitzen. Danke an euch beide für die Antwort. Wir haben gleich auch noch mit einer Session den Kollegen Guido Thiemann von Pushfire hier, der einen Talk mitgebracht hat, speziell zur Adressierung von jungen Zielgruppen. Ich werde ihm die Frage sicherlich auch noch mal stellen: Wie behält man eigentlich das Verständnis für Internetkultur und junge Zielgruppen? Muss ich Gen-C-Leute einstellen in meinem Team oder muss ich zwölf Stunden TikTok am Tag durchspielen, dieses Verständnis aufzubauen und beizubehalten? Das ist ja sehr dynamisch, denn ich passe hier neue Sachen. Was könnt ihr da mit an die Hand geben? Ich würde sagen, das ist auf jeden Fall so ein Mix aus vielem. Jeder hat so seine eigenen Präferenzen auf Social. Manche sind außerhalb der Arbeitszeit gar nicht so richtig aktiv oder nur auf ein, zwei Plattformen. Ich glaube, aus meinem Blickwinkel, ich bin viel auf TikTok unterwegs, aber interessiere mich auch für neue Plattformen. Wenn irgendwie da auf einmal ein Clubhouse die Ecke kommt oder so, dann versucht man das, schaut, was passiert hier gerade. Selbst wenn man da jetzt nicht super aktiv ist, reicht es halt auch, ein bisschen zuzugucken, zu verstehen, was da vielleicht gerade los ist. Natürlich ist auch Ausprobieren total wertvoll. Ich fand es auch ganz spannend. Wir hatten jetzt in den letzten Monaten eine Praktikantin auch, die jünger war und da auch noch mal einfach so ein bisschen eine neue Sichtweise auf Sachen reingebracht hat, natürlich auch andere Ideen. Deswegen, den sie hiren, ist jetzt leicht gesagt, sage ich jetzt mal, aber ... Das kommt eh zwangsläufig, ich sage mal. Man braucht ja eh Nachwuchs in der Company, das wird ja eh passieren. Genau, aber ja, ich glaube, man sollte vor allem, wenn man solche auch jüngere Leute vor sich hat, sollte man denen auch das Vertrauen schenken, dass sie so ein Stück weit einfach wissen, wo sie da gerade auf Social sind, wie deren eigenen Welten so aussehen und dann ja, so ein bisschen annehmen und sich das angucken.Kann. Ich nur unterschreiben. Also auf jeden Fall zuhören und der Austausch im Team ist super wichtig. Ich meine, wir arbeiten in dem Bereich „Wir leben Social. Wir haben tatsächlich quartalsweise sogenannte Cultural Reports, wo wir wirklich tief eintauchen in unterschiedliche kulturelle Trends, die übergreifend sind. Gerade auch in der jüngeren Zielgruppe und Gen Z, weil es einfach wahnsinnig viel tut. Und da muss man wirklich am Puls der Zeit bleiben.Ja, Wahnsinn. Markus hat gerade schon sein eigenes Verhalten so ein bisschen beleuchtet. Wie ist es bei dir, Julian? Ähm Bist du selber heavy TikTok Nutzer, auch im Privaten? Ich muss gestehen, ich habe mir TikTok äh kürzlich gelöscht, weil äh das ist einfach kein, keine gesunde, kein gesundes Nutzerverhalten. Man wird da einfach zu sehr reingezogen. Ähm (Lachen) ähm neben Ernst, äh ich schau es natürlich und äh bin natürlich äh auch ein bisschen unterwegs, aber äh wenn, dann eher auf, auf LinkedIn. Ähm Mittlerweile dem Job ausregelt. (übersprechen 00:02:06) No front same here. Also ich habe TikTok vom Handy definitiv gelöscht, Instagram auch, aber ich habe es auf dem iPad drauf. Das heißt, das reglementiert mich dann persönlich mein Nutzungsverhalten, weil das iPad habe ich nicht ständig in meiner Hosentasche und kann dann zwischendurch trotzdem mich vom Algorithmus von TikTok noch mal einfangen lassen- -und nutze es auch als Suchmaschine. Ne, also ist ja ein riesen Trend, Social SEO und nutze TikTok und Instagram ganz bewusst, um irgendwie Food Sports, travel Spots oder Rezeptideen noch mal zu suchen. Also ich willste nicht darauf verzichten, aber will es halt nicht permanent bei mir haben. Es klaut hier schon Lebenszeit, muss man ja fairerweise auch sagen, hier und da. Korrekt, ja. Absolut. Aber auch auf LinkedIn, ähm finde ich, ähm, ist es nicht so, dass man jetzt nur alte News und, und Corporate, ähm, Sachen, ähm, zu Gesicht bekommt. Natürlich liegt es auch ein bisschen an seinem Netzwerk, aber ich habe auch das Gefühl, dass auch viele Creator von diesen Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. eben auch, auch immer aktiver auf LinkedIn werden und da eben halt auch, ja ich sag mal, jüngeres Material insights, in die Plattform, in ihre eigenen Kanäle und in Kooperation geben. Also auch da, ähm, ist viel Potenzial, um so ein bisschen am Ball zu bleiben, was, was das aktuelle Geschehen betrifft. Definitiv. Coole Entwicklung. Vielleicht ein alter Hut an der Stelle, aber wenn wir jetzt gerade bei LinkedIn sind, kurz abzuschweifen, aber die Stories-Funktion gab es ja mal vor geraumer Zeit, wurde dann auch wieder, ähm ja, quasi wieder einkassiert. Wäre dann aber ja eigentlich eine coole Funktion, wenn man, ähm, ja wenn man die Bewegung beobachtet, dass mehr Creator auch auf die Plattform gehen und dort ihre Insights zu teilen. Oder wie seht ihr das? Definitiv. Ich meine, ähm, ich, Tatsache habe das Feature auch selber nicht benutzt, ähm, aber was ich ja gehört habe, jetzt soll ja auch ein Video Feed kommen, der so ein bisschen TikTok ähnlicher ist. Ja. Der wird ja dann vielleicht noch mal dann für die jüngeren Zielgruppen so ein bisschen das aufmachen, ähm, was vielleicht über die Stories nicht ganz so funktioniert hat. Ähm Aber das ist das, was wir auch auf der einen Slide angesprochen haben, ne, die auch, auch große Marken wie eben, ähm, die Plattform selbst, ne, müssen sich natürlich anpassen und schauen, ähm, ein bisschen auf die eigene Community schauen und gucken, was ist da gewollt, was funktioniert, was funktioniert nicht und, ähm, das Testen, das kriegen wir dann natürlich alle mit. Perfekt. Ähm, ich habe hier noch eine Frage. Also ich habe noch zwei Fragen, aber eine vielleicht: Wie finden wir eigentlich die passenden Kollaborationen? Also wie stark müssen wir unser Gegenüber durchleuchten? Das ist ja, ist ja quasi ne Ehe auf Zeit, die man eingeht, die wohl durchdacht sein soll. Gibt es da, ähm, aus eurer Sicht, ähm, besondere Stellschrauben, die man beachten sollte? Absolut. Ähm Wir haben tatsächlich so ein genanntes Identification Framework entwickelt. Das heißt, wir schauen uns unterschiedliche Kriterien an, wenn wir Kollaborationen eingehen. Dazu gehören natürlich, ich sage mal so, die grundlegenden Punkte wie: Sind die Creator Brand safe? Ähm Arbeiten sie für die Konkurrenz? Ähm Was haben die denn eigentlich in den letzten zwölf Monaten so gemacht? Äh Welche Sprache benutzen sie? Passt die Sprache auch zu der Brand? Ähm Aber dann natürlich auch, ich sage mal, quantitative Geschichten wie: Wie ist die Engagement Rate? Wie ist die Demografie? Sind die Follower eigentlich-- Passen die zu unserer Zielgruppe? Ähm Und, ähm, ja, passen die Interessen da auch einfach zusammen? Also es sind unterschiedliche Kriterien, die wir da durchleuchten. Ähm Und im Prinzip langfristige Partnerschaften sind immer super. Ähm Insofern ist es, glaube ich, wichtig, da am Anfang einen guten Check zu machen, damit man hinterher auch, ähm, ich sage mal, keine Überraschungen hat. Ich glaube, es ist auch so ein bisschen Person verstehen, ne, gerade auch auf TikTok, die von einem Monat auf den anderen, ähm, ähm, total, ähm ja, viel großen Follower-Zuwachs sehen. Da hat man manchmal ja nicht die Daten, ähm, so zur Hand. Was machen die? Was haben die in letzter Zeit gemacht? Sondern da muss man dann so ein bisschen eben doch in den Content wirklich reinschauen, ähm, sich ein bisschen was angucken, wie ist die Person? Ähm, ähm, und, und dann so ein bisschen quasi anhand, ähm, dessen, was, was der Creator so produziert, ein bisschen schauen. Ähm Wenn es halt eben so schnelllebig ist, wie zum Beispiel auf TikTok und, ähm, genau. Super, danke. Ähm, eine Frage aus Audience: „Meine Brand hat nicht die finanziellen Mittel für die großen Creator oder Kollaborationen. Geht es auch ohne? Grundsätzlich ja. Ähm Natürlich gibt es auch immer wieder die, ähm, äh, Möglichkeit, Barterdeals zu machen und sich, äh, Brands gemeinsam mit Creatorn aufzubauen. Dass man sagt, gut, man steht noch irgendwie am Anfang einer Brand als Startup oder ähnliches und sucht sich am Anfang die Partner, die vielleicht auch an die eigene Vision glauben. Ähm, und, ähm, wenn da ein guter Match da ist, ist da, glaube ich, viel möglich. Grundsätzlich gilt es natürlich immer auch, ich sage mal, mit Budget reinzugehen, auch einfach mal, weil man ordentliche Verträge aufsetzen kann, klare Erwartungen auch, ähm, ja matchen kann. Ähm, das hilft, ähm, aber heißt nicht, dass es nicht unmöglich ist. Super. Ähm, vielleicht eine abschließende Frage noch. Ähm, Thema Virtual Influencer. Gibt es ja mittlerweile echt, ähm, krasse, krass (lacht leise) Auswüchse in dem Segment irgendwie. Ja, ich folge jetzt irgendwie seit ein paar Tagen mal wieder, ne, also ich entfolge dann auch mal zwischendurch, wenn es mir zu viel wird. Aber Lil Miquela beispielsweise. Da gibt es aber auch noch andere Best Practices. Es gibt ja auch Brands, die eigene virtuell, ähm, Influencer erschaffen haben. Wie ist euer Take dazu? Habt ihr da schon Berührungspunkte bei euren, ähm, euren Kundenprojekten? Ähm, und wie seht ihr die Entwicklung in dem Bereich? Also ich finde es eine ganz spannende Entwicklung. Ähm, was natürlich, ähm-Ich sage mal, spannend wird zu beobachten, ist, ist das denn ein langfristiger Trend oder ist es eher so eine kurzfristige Geschichte? Wie Markus schon vorhin gesagt hat, ähm, ist es wichtig, die Stories der Creator zu kennen und man folgt auch Creatern aufgrund ihrer persönlichen Story, aufgrund ihrer Persönlichkeit. Ähm, es ist, ähm, natürlich schwierig bei solchen virtuellen Geschichten, weil es ist sehr anspruchsvoll, langfristig, ich sage mal, interessante Stories zu erzählen und es nicht nur als, ich sage mal, ähm, ja reine Werbeplattform zu nutzen. Ähm, es funktioniert momentan, es ist auch einfach viel Interesse da. Ich glaube, es wird sich irgendwann noch so ein bisschen ausdifferenzieren, ähm, ne, was, ähm, in welchen Bereichen funktioniert das besonders gut und, ähm, wo sind dann vielleicht, ja, authentische, ähm, reale Real-Life-Creator, ähm, doch noch mal gefragt haben. Hmm. Ich denke, dass, ähm, ja, so wie Yuen das gerade meinte, das wird sich zeigen. Ähm, ich glaube auch, dass es dann doch so ein bisschen an dem Human Touch fehlt, wenn es wirklich, ähm, ein, ähm, KI-generierter Kanal ist oder so eine Persona. Ähm, das ist witzig, wenn dann auf einmal eine Gucci-Kalobra, ähm, ne, eine Kollabo oder so auf einmal im Raum steht. Ähm, das, das ist spannend, aber ich glaube, auf lange Zeit, ähm, was, was ich so feststelle, ist, glaube ich, dass eben diese Vielzahl an Tools, die es eben gibt, dass die auch so ein bisschen, ähm, ähm, ja, einfach mehr Leuten auch die Möglichkeiten geben, ähm, Content zu erstellen, ähm, in verschiedenen Nischen. Ähm, ich meine, ich sehe ganz viele, ähm, Kanäle, die, ähm, ja, offensichtlich KI-generierte Videos, ähm, hochladen, die aber teilweise einfach gut funktionieren. Ähm, alles ist mittlerweile einfacher, ähm, Schneidprogramme, ähm, Untertitel et cetera, pp. Ähm, sehen wir echt, ähm, eine große Anzahl, gerade dann auf, auf TikTok und die Accounts sind, ähm, ja, teilweise doch relativ erfolgreich. Und ich glaube, das ist, ähm, etwas, wo, ja, Leute, die sonst vielleicht sagen, „Oh, Videoschnitt, nee, kenne ich mich gar nicht mit aus", aber auf einmal haben sie ein Tool und, äh, dreißig Videos spuckt's aus und dann, ähm, sind dann noch mal neue kreative Möglichkeiten gegeben. Ja, cool. Also der Einstieg für reale Menschen fällt weitaus einfacher, als das vielleicht noch vor, vor fünf Jahren der Fall war und das heißt, dass auch immer mehr Nischen dann von realen Menschen auch, ähm, besetzt werden können und man vielleicht gar nicht virtuelle Influencer brauchen, sondern das einfach nur so ein Add-on ist, auch für Brand-Collaboration. Cool. Ähm, Jungs, vielen, vielen lieben Dank euch beiden. Das hat sehr, sehr viel Spaß gebracht und ich würde vorschlagen, dass wir das Gespräch an anderer Stelle definitiv noch mal, mal fortsetzen. Das kommt ja in so einer zehn, fünfzehn-minütigen Q&A, kommen ja eigentlich das eine oder andere Thema immer noch ein bisschen zu kurz und vielleicht können wir noch mal ein Format finden, wo wir noch mal tiefer eintauchen können. Super gerne. Ähm, und, ja, super spannende Q&A. Wie gesagt, es gibt, ähm, viele Themen, die an dieser Cultural Credibility dran hängen, ähm, und da kann man wirklich noch, noch tief eintauchen. Ähm, sehr gerne. Cool. Lass uns im Nachgang drüber sprechen. Dann vielen, vielen lieben Dank euch, ähm, euch beiden und ich würde mit euch zusammen die Audience dann einmal in die Pause entlassen und es geht hier so round about fünfzehn Minuten immer zur vollen Stunde. Dann die nächste Session geht es hier gleich weiter. Also, Johan, Markus, vielen lieben Dank euch. Bis zum nächsten Mal und, ähm, für euch an den Bildschirmen, es geht gleich hier weiter. Also ciao, ciao. Danke. Tschüss. (übersprechen 00:04:52) Ciao, Christian. Ciao, Leute. Danke. (Musik)

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Beschreibung

Erwartungen an Brands unterliegen einem grundlegenden Wandel. Marken müssen heute in Echtzeit auf Trends und Diskussionen reagieren. Sie sollen authentisch bleiben und mit neuen Ideen überraschen. Im Social-first Zeitalter projezieren Brands nicht mehr nur die Kultur ihrer Zielgruppen, sondern werden ein Teil davon. Sie arbeiten mit überraschenden Partnern und aufstrebenden Creatorn zusammen, die ihre Glaubwürdigkeit stärken.

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