Gut, dann herzlich willkommen, liebe OMKB Audience, zurück nach einer kurzen Pause und heute darf ich hier auf der OMKB Couch den lieben Heiko Kroll begrüßen. Heiko, erst mal herzlich willkommen hier bei uns und ich werde euch den Heiko einmal jetzt ganz kurz vorstellen. Dr. Heiko Kroll. Du bist CEO der Coffee Perfect Gruppe und hast zuvor unzählige Managementpositionen innegehabt. Ich glaube, einer der Managementpositionen, die ich hier noch mal hervorheben möchte, ist dein CFO-Titel bei der Securitas Holding, was dem einen oder anderen durchaus, glaube ich, ein Begriff sein dürfte, weil die Mitarbeiterzahl ja doch sehr, sehr groß ist. Aber darüber werden wir gleich auch noch mal kurz sprechen. Deine berufliche Karriere hast du bei der weltweit tätigen Unternehmensberatung Booth Allen Hamilton gestartet und du bist mittlerweile über 20 Jahren auch in diesen Managementfunktionen aktiv. Herzlich willkommen hier bei uns. Ich freue mich gleich mit dir über ganz, ganz viele verschiedene Themen sprechen zu dürfen. Bin schon sehr, sehr gespannt und ich habe mich im Vorfeld natürlich ein bisschen schlau gelesen. Auf eurer Webseite habe ich ein schönes Zitat eines eurer Kunden gefunden, der da sagt: „Der erste Schluck Kaffee am Morgen entscheidet darüber, ob ein Tag gut wird oder schlecht wird. Das ist mir im Kopf geblieben und ich hafe, dein erster Schluck Kaffee heute war positiv oder hat dich positiv gestimmt für das Gespräch, worüber wir jetzt auch noch mal etwas detaillierter sprechen werden, ist unter anderem die Geschichte von Coffee Perfect. Heiko, kannst du uns ein bisschen was zu der Geschichte von Coffee Perfect erzählen? Wie ist das Unternehmen entstanden? Wo steht ihr vielleicht heute? Wie war die Entwicklungsgeschichte? Das würde mich und die Audience mit Sicherheit sehr stark interessieren. Ja, einmal danke, dass ich hier sein darf. Gerne. Ja, Coffee Perfect hat eigentlich eine sehr lange Geschichte und eigentlich nicht. Wir sind eigentlich im Jahr 2014 als Spin-up von Kaffeeparten. Das Unternehmen, also als Rechtsform, gibt es schon länger, aber 2014 hat man gesagt, wir nehmen einfach eine GmbH von Kaffeeparten und probieren mal aus, im B2C-Kundengeschäft tätig zu werden. Und das hat man relativ schnell gemerkt, dass das ein ganz anderes Geschäft ist, auch ein bisschen schwieriger ist. Und so ist im Jahr 2015 dann Coffee Perfect eigentlich in der jetzigen Form entstanden. Da hat man dann gesagt: „Okay, wir gehen wieder auf B2B, wir gehen wieder in dem Bereich rein und machen eigentlich ein paralleles Geschäft zur Kaffeepartner auf. Und so ist dann Coffee Perfect entstanden. Und ja, eigentlich, wenn man jetzt sich so die Ergebnisse anguckt, seit 2015 bis jetzt durchgehend ein sehr, sehr starkes Wachstum. Und ich hatte damals mal vor, wir haben jetzt 25.000 Kunden, vor kurzem im Oktober hatten wir 25.000 Kunden und ich hatte vor zwei Jahren den Andreas Ost mal gefragt, der ja mit Kaffeepartner da das Unternehmen groß gemacht hat. Wie lang habt ihr denn gebraucht? 20.000. Und dann hat er gesagt: „Fünfundzwanzig Jahre. Und Coffee Perfect hat sich irgendwie in fünf oder sechs Jahren geschafft. Das Wachstum ist sehr, sehr stark gewesen. Wow, das heißt, eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Referenzbeispiel. Würdest du das zurückführen auf die Marktsituation oder generell? Weil natürlich auch auch, dass das Unternehmen vielleicht einen gewissen Wissensvorsprung an dem Punkt gehabt hat. Genau, es ist einmal Wissensvorsprung und das Ziel von Coffee Perfect war ja auch, recht schnell zu wachsen, bis Corona natürlich kam. Corona hat ja viele Firmen umgehauen auch und Coffee Perfect hat es auch stark getroffen. Da sage ich vielleicht gleich noch mal was zu, wie wir dann den Wandel geschafft haben. Aber erst mal war es halt, Marktanteile auszubauen und da wurde sehr, sehr viel Fokus draufgelegt. Corona dürfte für euch relativ heftig gewesen sein, oder? Ich meine, am Ende des Tages, viele eurer B2B-orientierten Unternehmen, die eure Produkte beziehen, mussten zumachen für mehrere Monate. Also das war schon eine schwierige Phase. Genau, wir haben auch, wir haben, wenn man überlegt, wir haben ja den Direktvertrieb auch. Also wir haben Vertriebler, die wirklich dann zu Kunden fahren und Maschinen vorstellen und das ging dann alles nicht. Und wir haben Mitarbeiter in Kurzarbeit gesteckt und das hat sich halt über längere Zeit hingezogen und das hat umsatzmäßig auch deutlich, haben wir das gemerkt. Okay, verstanden. Heiko, deine persönliche Motivation. Ich habe ja gerade schon gesagt, du kommst ja unter anderem auch aus Unternehmen, die deutlich größer sind als Coffee Perfect. Kann man, glaube ich, so sagen. Du warst vorher als CFO aktiv. Heute bist du als CEO aktiv. Was ist deine persönliche Motivation gewesen, aus einem großen Konzernkonstrukt mit einem Fokus auf Finance eher in Richtung CEO eines eher kleinen mittelständischen Unternehmens zu gehen? Ja, also es war, ich hole mal ein bisschen aus, wenn es okay ist. Für mich waren immer mehrere Beweggründe in Managementpositionen gekommen. Also Finanzen kann ich, also ich bin sehr analytisch, habe BWL studiert, habe in diesem Bereich sehr, sehr viele Jahre in der Unternehmensberatung auch aktiv gearbeitet, aber mich haben auch immer Menschen und also Personalführung und Unternehmensführung interessiert. Und wenn man in einem Konzern, und ich meine, bei Security war ich Finanzvorstand und wir haben 20.000 Mitarbeiter gehabt. Das ist ja schon eine große Nummer. Aber letztendlich, das Unternehmen führt man in der Zentrale. Die hauptsächlich strategischen Entscheidungen werden ja immer im Headquarter getroffen und für mich war das in '21 so, wo ich gesagt habe: „Ist es das? Ich meine, gut, ich bin Finanzvorstand, verdiene ganz gutes Geld, aber ich möchte eigentlich Unternehmer sein. Ich möchte eigentlich mehr Entrepreneur sein. Und dann habe ich geguckt, ich habe also eine vernünftige Vereinbarung, ich hatte einen Fünf-Jahres-Vertrag, habe gesagt, ich möchte nicht verlängern. Ich möchte eine vernünftige Übergabe machen und suche mir etwas Neues und habe ursprünglich vorgehabt, ein IT-Unternehmen zu kaufen oder mich irgendwo zu beteiligen oder mich komplett selbständig zu machen und war halt in vielen Gesprächen und habe unter anderem den Mark Beinvorder hier, der ehemalige Geschäftsführer von Coffee Perfect, kennengelernt und wir haben über bestimmt über sechs, sieben Monate diskutiert und uns ausgetauscht und die Chemie hat gepasst. Wir haben einfach, es hat einfach gepasst. Ich glaube, okay, mit ihm kann man zusammen das Unternehmen nach vorne entwickeln. Dann will ich aber auch Gesellschafter sein, also nicht nur Angestellter, sondern ich möchte auch Shareholder, Unternehmer, Shareholder sein. Habe dann die Gespräche auch mit den Familien, mit den Gesellschafterfamilien geführt. Das hat auch ganz gut gepasst und bin dann so zu Coffee Perfect gekommen. Okay, das heißt, das war für dich ein Prozess, der wohl durchdacht war. Also du hast für dich selbst auch eine Entscheidung getroffen. Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, hat dir der Gestaltungsspielraum vor allem auch in diesem kulturellen Rahmen, aber auch dieses Entrepreneurship gefehlt? Ja, das war also ein Beispiel. Ich habe für mich immer andere Relationen, also Größenverhältnisse. Wir haben ja, in 21 war ja Corona und dann habe ich gesagt, okay, wir haben am Standort haben ungefähr hier, also wir haben Coffee Perfect so dreihundert Mitarbeiter und am Standort ungefähr hundert Mitarbeiter. Jetzt haben wir hundertzwanzig, hundertfünfundzwanzig Mitarbeiter. Und ich habe gedacht, mit Corona kannst du halt schlecht mit den Leuten reden, so in einer Gruppe, die kennenlernen. Ich kann sagen, fühle ich halt Einzelgespräche. Habe mir angeguckt, wie Einzelgespräche sind doch nur hundert. Also für mich sind die Relationen halt nicht-- Ich habe einfach Einzelgespräche geführt, die Leute kennengelernt und das kannst du halt in kleinen Unternehmen machen und Mittelstand, wo du einfach sagst, Ärmel hochkrempeln und nach vorne. Okay, spannend. Aber höre ich heute auch zum ersten Mal. Also ist mit Sicherheit auch ein zeitliches Investment gewesen. Das stimmt, aber die Mitarbeiter haben sich gefreut, weil die konnten nämlich aus ihrem Homeoffice mal wieder ins Büro kommen. Also es war eigentlich vorteilhaft und wie gesagt, ich habe mich auf allen Ebenen, ja auch im Lager, ja gerne auch im Lager, also mit allen Mitarbeitern möchte ich sprechen, ich möchte die kennenlernen. Na und ich finde, das ist auch eine tolle Wertschätzung. Ja? Also ich glaube viele, viele Mitarbeiter sind immer sehr häufig weit weg vom CEO und wenn dann wirklich so ein proaktives Angebot kommt, ähm, also großes zeitliches Investment, finde ich, finde ich sehr gut. Ähm, wenn du jetzt noch mal so ein bisschen zurückblickst, Heiko, was waren denn so für dich die wichtigsten Meilensteine? Und neben den Meilensteinen interessiert mich vor allem auch, was waren so die wichtigsten Erfahrungen? Ja? Wenn du so ein bisschen Revue passieren lässt, die letzten Jahre, wo würdest du sagen, das war eine Erfahrung, die, die habe ich vielleicht auch so gar nicht erwartet, sie zu sammeln, aber ich bin eigentlich per se sehr glücklich, dass sie so eingetroffen ist, ne? Ja, ähm, also beruflich, in den beruflichen Stationen habe ich halt immer Ziele gehabt. Also auf einmal meine eigenen, meine eigene berufliche Weiterbildung immer in Vordergrund gestellt. Ich wollte immer, also ich bin eigentlich vom, vom Kopf her ein lebenslanger Student. Ich mag immer Dinge dazu zu lernen, also auch Digitalisierung und Trends und analysiere gerne. Und das war für mich etwas, was mich immer geprägt hat, weil ich das dann meistens auch mit dem Beruf verbinden konnte und habe dann beispielsweise bei Securitas eine Digitalisierungsstrategie gemacht, war für, für, also Securitas hatte fünfundsiebzig Gesellschaften nur in Deutschland und kein einheitliches System. Lass uns ein ERP System einführen, lass uns die Bereiche Digitalisierung, lass uns zentrale Systeme und habe erst angefangen mal eine Strategie aufzubauen und die dann auch umgesetzt. Und nachdem ich meine Projekte beendet habe, habe ich dann gesagt, jetzt suche ich mir eine neue Herausforderung. Aber das zeigt halt, man muss halt die Dinge einfach anpacken und nicht nur reden, sondern wirklich analysieren, reingehen. Der Unternehmensberater beispielsweise, wo ich ja sehr viele Jahre war, das ist halt Unternehmensberatung, analysieren, geben, erarbeiten Konzepte, aber dann gehen sie meistens raus. Und das Operative, das ist ja das, was schwierig ist und das kann ich halt beides. Das war gut. Und wenn ich auf Coffee Perfect gehe, ist eine, eigentlich eine sehr bewegende Situation eingetroffen. Also auch eine traurige Situation. Ich bin ja mit Mark beim Vorde. Wir waren beide Co-CEO. Im April habe ich angefangen, '21 und im Dezember '21 ist Mark tödlich verunglückt beim Autounfall. Und das war eigentlich etwas, was sehr, sehr bewegend auch für mich war, weil ich stand auf einmal im Dezember '21 da mit einem Corona gebeutelten Unternehmen. Also zwei heftige Jahre, die auch finanziell das Unternehmen sehr, sehr gestreckt haben. Mark beim Forde, der das Unternehmen mit aufgebaut hat, war auf einmal nicht mehr da und ich bin, ich weiß noch, ich bin am nächsten Tag ins Büro gegangen, habe morgens alle Leute zusammengetrommelt und habe alle darüber informiert. Und diese Schockstarre, die man hatte und was haben wir aber gemacht? Wir haben gesagt, okay, was ist im Sinne auch von Markt, das Unternehmen nach vorne zu bringen? Und dann sind wir reingegangen und haben in alle Prozesse reingeschaut. Wir haben organisatorisch Themen verändert und das hat eigentlich dazu getragen, dass Coffee Perfect jetzt sehr, sehr stark ist. Es ist aber, wenn man so ein bisschen historisch zurück guckt, schon eine Schockstarre gewesen für uns. Glaube ich, ein sehr einschneidendes Ereignis, nicht nur für dich, sondern für das gesamte Unternehmen. Genau. Mark, lass uns. (kichern) Sorry, Heiko, lass uns kurz über das Thema Innovation und Produktentwicklung sprechen. Du hast gerade schon gesagt, dass du ein lebenslanger Student, hast du es, glaube ich, gerade benannt bist. Lass uns mal auf Coffee perfect schauen und auch auf die Innovationsprozesse. Wie entstehen bei euch neue Produktideen? Kannst du uns da so ein bisschen mit auf die Reise nehmen? Ja, also zum einen habe ich natürlich wahnsinnige Expertise im Haus. Und was habe ich gemacht? Ich habe alle vierzehn Tage ein Business Development Meeting, habe so die kreativsten Köpfe aus dem Unternehmen, dann einmal drei, vier Stunden zusammen, jeden Dienst, jeden Mittwoch oder jeden, alle vierzehn Tage mittwochs. Und wir, wir diskutieren Trends, wir besuchen Messen natürlich, wir haben viel Kontakte zu, zu Lieferanten und sind vom, vom Kopf her auch sehr innovativ, auch digital. Und damit befruchten wir uns eigentlich gegenseitig. Also wir sind sehr viel auch im Ausland unterwegs, wir lesen viel und manche Länder sind natürlich schon viel weiter als Deutschland. Wir haben vielleicht auch ein paar Regularien, die einfach noch ein bisschen länger dauern. Aber diese Trends mit aufzunehmen, das ist gut. Und wir sind, und das ist ein Vorteil, wir haben halt sehr, sehr viel Knowledge, Wissen im Unternehmen und wir haben für uns in der DNA festgehalten, dass wir gesagt haben, wir wollen achtzig Prozent Qualität sein, weil wir sind kein Produkthersteller. Also wir entwickeln Maschinen, aber wir lassen sie produzieren. Ja, es sind unsere Maschinen, aber wir lassen sie halt produzieren. Wir haben ja keine eigenen Produktionsstraßen für Maschinen, aber wir wollen zwanzig Prozent innovativ sein. Und das haben wir bis dato immer geschafft, auch immer den Markt zumindest mit nach vorne zu treiben. Und also das ist etwas, sonst wird es auch zu langweilig. Wir wollen also auch da innovativ rangehen. Auf welche Länder blickst du da ganz, ganz besonders? Ist immer noch typischerweise Amerika, UK oder sagst du, nee mittlerweile gucken wir auch in, in Richtung Asien natürlich oder auch Richtung Afrika, wo viel Innovation entsteht. Wie, ähm, wie geht ihr diesen Prozess an und gehst du auch wirklich dann in die Länder hinein oder wie, wie funktioniert dieser Prozess? Also ich war eben, ähm, vor-- wann war das? Im Oktober war, war ich noch in China, in Shanghai. Und, ähm, wenn man, wenn man sich das anguckt, also ich bin großer Amerika Fan, also ich bin sehr viel in Amerika, aber wenn ich auch mal nach Shanghai gehe, wie technologisch die schon weiter sind, auch viel weiter als Deutschland. Also wir haben es ... (...) Zum Beispiel mit dem Transrapid kann man dann ja auch mal fahren, ja. Also Deutschland entwickelt und in China einfach umgesetzt. Äh, das, das zeigt einfach, dass andere Länder viel schneller vorangehen und, ne, wir gehen in die einzelnen Länder rein. Also es ist auch keine Spaßreise, sondern wir haben dann wirklich auch Kontakte und, und, und machen sehr, sehr viel. Und, ja, wir, wir nehmen dann, wir machen so ein bisschen das chinesische Modell. Wir kopieren dann halt auch von anderen Ländern, ja. (lacht) Okay, das finde ich an dem Punkt auch erst mal valide. Aber spannend, dass ihr wirklich bei euch auch eine DNA, einen ganz, ganz festen Prozess installiert habt, der sagt achtzig Prozent, zwanzig Prozent aber ganz, ganz klar auch in Richtung Innovation, auch wenn wir damit heute unmittelbar kein Geld verdienen. Richtig. Das ist natürlich auch eine Luxussituation- -die muss man sich erarbeiten, ähm, und, äh, das setzt ihr aber auch so ganz konsequent um. Richtig, ja. Okay, stark. Ähm, jetzt habt ihr ja fünfundzwanzigtausend Kunden, sagtest du am Anfang. Das heißt fünfundzwanzigtausend verschiedene Einzelmeinungen. Ja? Ja. Wie kommt denn dieses Kundenfeedback? Also wie versucht ihr, dieses Kundenfeedback zu verarbeiten? Was macht ihr vielleicht auch in Richtung Customer Success Management? Ähm, wie versucht ihr, diese, diesen wichtigen Bestandteil eures Businesses, weil am Ende produziert ihr natürlich keine Maschinen, aber ihr arbeitet, äh, eben für, für eure Kunden und für die Zufriedenheit eurer Kunden. Und eure Kunden haben dann ja wiederum auch viele, viele weitere Kunden, ja. Das wäre aber eine interessante Kennzahl. Ich weiß gar nicht, ob du die benennen kannst, wie viele Endkunden ihr eigentlich in Summe erreicht, ja, über eure fünfundzwanzigtausend B2B-Kunden. Ähm, aber wie geht ihr mit dem Thema um? Ja, also zum einen haben wir, ähm, sehr, sehr stark Fokus auch auf unsere Bewertungsportale gelegt. Das heißt, äh, wir gucken uns das an, also Google Bewertung, Kommune Bewertung, natürlich für Mitarbeiter. Genau, Trust Piloten sind uns sehr wichtig. Und es ist, ähm, bei uns meistens so, dass Beschwerden bei mir landen. Okay. Das heißt, ich werde, ich werde, ich krieg' die Beschwerden weiter und, ähm, das möchte natürlich keiner im Unternehmen. Also keiner möchte dann einen Anruf von Heiko bekommen. Das wollen wir nicht. (lacht) Und das ist, das ist jetzt mittlerweile schon so, auch in der DNA. Wir haben, also man muss ja, wir haben ja, wir haben ja, wir haben ja einen Vertrieb und es ist ja einfach, ich will nichts falsches sagen, aber es ist manchmal einfach, etwas zu verkaufen und der Servicetechniker muss es ausbaden, ja. Das heißt, das wollte ich halt auch kombinieren, dass ich sage, verkauft nur das, was wir auch verkaufen können. Genau, also das richtige-- Sonst hat der Techniker hinterher die Schwierigkeit, weil der Techniker ist beim Kunden und sagt, der Vertrieb, der hat mir was anderes versprochen. Das haben wir geändert, das gibt es nicht mehr, sondern die telefonieren miteinander und sagen: „Kannst du das machen? Ja, dann kann ich das auch verkaufen." Und, und das ist natürlich 'ne ganz andere Situation. Ich habe also eigentlich nicht mehr Gruppen, sondern Teams geschaffen, die dann ganzheitlich kundenorientiert auch denken. Und wir haben auch Werte entwickelt zusammen und ein Wert ist halt Kundenorientierung. Und dieser Kundenorientierungswert kam von unserem Servicetechniker. Also ich habe die Werte mit den Mitarbeitern erarbeitet und das kam von den Kunden, von den, von den Servicetechnikern. Und das ist gut. Das ist, das ist gut. Das heißt, diese käufersiche Wahrheit, die Vertrieble ja manchmal an den Tag legen, die wird da so ein bisschen gebremst in Form dessen, dass man ganz bewusst sagt: „Okay, wir müssen mit der ...“ Das heißt, ihr schaut euch die, die Bewertungsplattform an, versucht, dahingehend auch zu reagieren. Beschwerden landen im Zweifel bei dir und das möchte man ja vielleicht dann tatsächlich nicht als Mitarbeiter. Ähm, nehmt ihr dann dieses Kundenfeedback dann auch noch mal mit in interne Runden und, ähm, versucht, im Rahmen eurer Produktinnovation auch darauf Rücksicht zu nehmen oder das Ganze dann dort auch zu, zu installieren? Ja, also das, das ist etwas, also ich liebe es, Feedback zu geben und ich liebe es auch, Feedback aufzunehmen. Und wir haben halt auch Kunden, die, die, die, ähm, sind, ähm, zufrieden, aber die möchten mehr. Und das sind eigentlich gute Kunden, indem man mal in den Dialog geht, die dann einfach auch sagen: „Keine Ahnung, ich brauche ... ähm, also Milch ist jetzt zum Beispiel ein Thema. Also normale Frischmilch ist das eine, aber es gibt halt Sojamilch, es gibt diese Milch, es gibt Mandelmilch. Und dann sagt, wir brauchen irgendwie einen Kühlschrank, ähm, und eine Maschine, wo wir dann drei Milchsorten bedienen können, dass man es direkt auswählen kann. Wo man einfach sagt: Ja, das stimmt. Also wenn da der Markt ist, wenn da die Idee ist, ähm, dann guckt man natürlich auch, können wir das realisieren? Wenn das nur einer ist, dann ist es vielleicht etwas schwieriger. Aber das mitzunehmen, wie ist der Trend? Und das ist sehr wichtig, weil letztendlich ist, ähm, wollen wir als Coffee Perfect lange unsere Kundenbindung haben. Also wir wollen nicht nur eine Maschine zur Verfügung stellen und dann sehen wir uns nicht mehr, sondern wir möchten halt die Kundenbeziehung. Also wir sind ein Kaffeeunternehmen, wir machen auch Wasser und wir machen auch Snack, aber die Mittelpunkt ist halt die Emotion, ist halt Kaffee, ja. Und da wollen wir halt eine langfristige Kundenbeziehung. Das geht nur, wenn man auch den Kunden zuhört. Das ist ein langer Customer Lifetime Value und ganz, ganz klar auch dieses Genussprodukt Kaffee, was ja wirklich auch ein Genussprodukt ist, in den Vordergrund zu stellen. Jetzt, ähm, haben wir ja viel, viel über Innovation gesprochen, Kundenfeedback etc. Jetzt, äh, hat der eine oder andere vielleicht, auch wenn er sich jetzt separat mit eurer Website oder mit Pressemitteilungen beschäftigt hat, gesehen, dass ihr eine sehr, sehr starke Partnerschaft mit Starbucks, ähm, seit einigen Monaten auch, ähm, ja, an den Start gebracht habt, wie man so schön sagt. Was hat das damit auf sich und wie hat die Einführung von diesen neuen Produktlinien oder was, was hat das mit euch als Organisation getan und, äh, inwieweit ist diese Kooperation für euch auch, ähm, sinnvoll oder trägt Früchte? Ja, also einmal bin ich super happy mit der Kooperation mit Starbucks, weil ich hab-- letztendlich haben wir zwei coole Teams zusammengebracht. Also wir sind sehr, sehr stark im Vertrieb, wir haben eine sehr starke Serviceorganisation und wir sind professionell von unseren Abläufen. Und Starbucks ist halt weltweit bekannt für guten Kaffee. Und also wenn man mal überlegt, Starbucks hat, ähm, fünf Prozent von den weltweiten Arabica-Bohnen kauft Starbucks auf, weltweit. Also das sind richtig viele Bohnen, ja. Das ist, das ist 'ne Riesenmasse. Und, ähm, und, und diese Kombination zusammenzubringen, also das, das, das, einmal diese, diese Marke und steht halt auch für Qualität in unserem Service, das ist natürlich super. Und, ähm, wenn man das auch mal ein bisschen weiterspinnt, ist das auch innovativ, weil was, was, was möchte Starbucks erreichen? Man möchte, dass wieder die Mitarbeiter, also es ist ja B2B, dass die Mitarbeiter wieder aus ihrem Homeoffice zurück in die Büros kommen. Und wie kriegt man die zurück? Indem man eine coole Starbucks-Zeit ausstellt mit einer guten Maschine, mit dem bekannten Starbucks-Geschmack, also mit Sirup, mit allem Drum und Dran, also alles, was da möglich ist. Und das ist ja schon etwas, ähm, was man in Amerika beispielsweise ohne Probleme-- Man geht in Hotels rein, man hat einen Starbucks-Corner, man geht in große Büros rein, hat die. In Deutschland gibt es das fast gar nicht. Und da sind wir da schon, ähm, sehr, sehr gut unterwegs und haben auch schon sehr viele Anfragen generiert und, und auch schon die einigen, ähm, Mitarbeiter wieder zurück in die Büros geholt durch Starbucks-Sites. Bei uns selbst steht natürlich auch einer, ja. Das heißt, der Ansatz hier, hier ist ganz klar, auch Mehrwerte zu schaffen, auch in Richtung Wertschätzung für die Mitarbeiter. Und, ähm, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass dann natürlich ein Starbucks-Corner im Unternehmen da auch einen absoluten Mehrwert für den Mitarbeiter schafft. Genau. Und es ist-- Also, mir hat ein, ein, eine, ein, ein, eine Person gesagt: „Ja, aber Starbucks hat ja auch--", ich meine, es gibt ja auch 'ne Ruf-Sache. Also, es hat ja auch nicht immer den besten Ruf, aber „Geh doch einfach mal zu einem Starbucks-Laden und guck doch mal, wie viel Menschen da anstehen und sich 'n Kaffee holen." Also es sind immer wieder junge Menschen und das ist doch, das sind eigentlich die potenziellen Arbeitnehmer, die man haben möchte. Man möchte doch Generationen reinholen. Das heißt, das ist aus meiner Sicht der Trend und der ist auch gut. Und wie gesagt, die Qualität von den Starbucks-Bohnen ist ja auch da. Also sonst würden ja auch nicht so viele Menschen so viel Geld für eine Tasse Kaffee ausgeben. Absolut. Und ich finde auch, dieser Name Starbucks, das hast du gerade auch noch mal dargestellt, wie wahnsinnig groß Starbucks ist. Auch wenn man sich die Umsatzzahlen anschaut, gibt es wenige Unternehmen in diesem Segment, ähm, die, die solche Umsätze produzieren. Ich glaube, McDonald's, wenn man sie miteinander vergleichen möchte, liegt davor, aber danach folgt eigentlich auch schon Starbucks. Ähm, so ein Name strahlt natürlich dann auch auf Coffee Perfect ab. So, ja, und das erwartet man, glaube ich, dann im ersten Moment nicht, ist dann aber sehr, sehr erstaunt darüber und ich glaube, da ist euch, ähm, zumindest, ähm, von meinem Blickwinkel heraus was ganz, ganz Tolles gelungen. Ja, nee, absolut. Sehr schön. McDonald's hat im Übrigen, ähm, die haben ja diese Apfeltüten. Zehn Prozent der Apfel, Äpfel in Amerika werden durch McDonald's produziert. Wow. (lacht) Okay, vom, vom, vom Referenzbeispiel her durchaus mit anderen zu vergleichen. Ähm, vielleicht abschließend noch zu diesem Thema: Was sind denn für dich die Zukunftstrends in der Industrie? Weil du hast gerade darüber gesprochen, du warst jetzt in Shanghai, du warst in China, ihr habt das Thema zwanzig Prozent Innovationsmanagement bei euch. Wenn du so ein bisschen nach vorne blickst, was sind denn die Zukunftstrends ganz konkret für eure Branche oder für eure Industrie? Also, ich, ähm, zum, zum einen, ähm, sieht man sehr, sehr stark jetzt den Trend Richtung Smart Fridge. Das heißt, das sind so eine Art Snack-- auch große Kühlschränke, wo man reingeht, sich ein Getränk nimmt oder einen Apfel nimmt oder einen Joghurt nimmt und entweder über ein Kamerasystem, über, über, übers Gewicht wird dann halt ausgerechnet, was rausgenommen worden ist und wird gleichzeitig auch, ähm, belastet, also die Zahlungsabwicklung. Das ist so eine Sache dann ähnlich wie beispielsweise in, in Zahlungsabwicklung, wie, wie Alipay, also dass man mit, mit, mit dem Gesichtsausdruck und dem Lächeln eigentlich bezahlt. Einfach in die Kamera gucken und lächeln und dann ist jetzt bezahlt. Solche Trends sehen wir natürlich auch. Jetzt haben wir natürlich in Europa und insbesondere in Deutschland auch Datenschutz, zählen, die immer wieder, die immer wieder aufpoppen, aber auch da, da geht's natürlich darum, dass man in, in diesem Bereich sehr, sehr viel machen kann. Und wir sind, wir sind im Bereich Telemetrie natürlich auch sehr stark. Da kann man einiges machen. Wir haben viele, viele Bauernhöfe, die mit ihren Snackautomaten, ähm, natürlich sofort gucken können, wie ist die Kühlkette, wie ist, ähm, wie, wie ist der Bestand? Ich muss wieder auffüllen. Das kann man natürlich alles über eine Telemetrie sauber herausfinden und, und auch tracken. Okay, das heißt, viel auch in Richtung Prozessautomatisierung und Digitalisierung, wo du, wo du die Trends siehst. Okay. Da eignet sich mit Sicherheit China durchaus. Ähm, bleiben wir beim Thema Digitalisierung und, ähm, Prozessoptimierung, künstliche Intelligenz. Wo glaubst du, ist die Rolle der Digitalisierung vor allem im, im Betriebs- und Geschäftsprozess gegeben? Oder wo siehst du hier noch Optimierungspotenziale? Vielleicht nicht nur bei euch, sondern wenn du einfach mal so ein bisschen branchenweit blickst. Mhm. Also ich fange mal da bei uns an. Ähm, also wir führen gerade, ähm, ein ERP-System ein, ein Business Central von Microsoft, und wir haben uns Zeit genommen. Also wir wollen es bis Ende '25 abgeschlossen haben. Warum? Weil wir gleichzeitig wieder unsere Prozesse überprüfen. Also ich mag das halt immer wieder überprüfen, immer wieder überprüfen. Ich habe es auch Mitarbeitern gesagt: „Ich ändere so lange, bis es gut läuft." Ja, und das ist halt, man, man muss immer wieder anfangen. Und das ist im Rahmen der Digitalisierung natürlich möglich. Wenn wir jetzt beispielsweise, wir haben ja einen Außendienst, und wenn ich im Rahmen von einem ERP-System ein Touren-Optimierungsprogramm noch gleichzeitig mit zur Verfügung stelle, ist das ja wieder etwas, was hilft. Dann spart man Kosten, ja, also, Zeit, Arbeitszeit und, und CO₂-Ausstoß. Und das ist etwas, ähm, was, was, was wichtig ist, dass man halt auch digital mit, mit, mit der Zeit geht und Dinge optimiert. Ähm, im Bereich, ähm- Im Bereich der Branche oder oder ein bisschen ein bisschen weiter geguckt werden wir ja mit diesem ESG, was ja kommen wird, viel verändern müssen. Wir werden viel reporten, das heißt, wir müssen so ein bisschen auch an die Nachhaltigkeit denken, an CO2 Ausstöße. Und ich glaube, da hat man eine Menge Dinge, die man machen kann, vielleicht auch digitale Beratung. Also das sind, das sind, das sind Themen, auch das habe ich mir angeguckt, auch digitale Vertriebsstrategien. Aber auch da muss man realistisch sein, weil wir haben Kunden, die vielleicht noch nicht so digital sein möchten. Also manche möchten es auch einfach. Wir haben aber auch Mitarbeiter, die ein gewisses Alter oder eine gewisse Einstellung. Das hat ja nichts. Digitalisierung hat ja eigentlich per se nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Einstellung, die die Einstellung haben. Das muss ich mir jetzt nicht noch antun und das muss man auch berücksichtigen, weil es ist ja auch nicht wertschätzend, wenn man dann sagt ja, dann bleibst du auf der Strecke. Und ich glaube, da werden wir in Deutschland auch durch durch den demografischen Wandel noch mehr digitaler werden. Was, was für mich ein guter Trend ist. Das heißt, du sagst ja auch ganz klar die die Change Bereitschaft meiner eigenen Mitarbeiter muss eben hoch ausgeprägt sein. Digitalisierung hat tatsächlich ja erstmal nicht viel mit dem Alter zu tun. Okay, das heißt, da siehst du durchaus noch einiges an Potenzialen. Ähm, sprechen wir über über KI. Jetzt wurde KI ja wirklich die letzten Jahre würde ich sagen durch durch jedes Unternehmen zumindest der Begriff getrieben. Ob jedes Unternehmen KI tatsächlich auch einsetzt, liegt noch mal auf einem anderen Blatt Papier. Wo siehst du da die Möglichkeiten und Grenzen ganz konkret für euch? Ja, also KI ist beschäftige ich mich ja schon einige Jahre auch mit, alleine dass ich bei meinem vorherigen Unternehmen halt die Digitalisierung zusammengebracht habe im Konzern. Und da ist eigentlich meine meine erste Antwort Immer bevor ich über künstliche Intelligenz rede, möchte ich erstmal die menschliche Intelligenz ausnutzen. Also wir haben ganz, ganz viele Dinge, die man sich anguckt, die blödsinnig sind. Und da muss man einfach auch mutig genug sein, Dinge anzupacken und zu verändern und optimieren und Mitarbeiter mitnehmen. Und künstliche Intelligenz muss man halt wie. Man muss sie sinnvoll einsetzen. Also wir haben. Bei uns, bei Coffee perfect nutzen wir künstliche Intelligenz schon im Bereich unseres Chief Information Officer im Bereich Marketing und auch ich nutze Chat GTP beispielsweise aber auch da. Man muss auch wissen, was man damit macht. Und ich kann nicht. Ich kann nicht sagen, ich gehe jetzt komplett in die künstliche Intelligenz, weil ich zu viele Menschen verliere dabei. Das muss, das ist ein Trend, das dauert mehrere Jahre. Ich glaube das, dass wir in Deutschland sowieso gegenüber anderen EU Ländern hinterherhinken in diesem Bereich. Und wenn wir also von der Regierung irgendwann dazu anfangen, dort mehr in Digitalisierung gehen, dann wird sich das nachziehen. Und in Unternehmen muss man halt aufpassen. Man man muss halt die Mitarbeiter und das ist für uns sehr wichtig. Wir haben eine Unternehmenskultur, wo ich die Mitarbeiter alle mitnehme. Also ich werde nicht einfach Entscheidungen treffen, sondern ich bin die Leute ein. Wir machen viele Workshops, und deswegen müssen wir sagen, da wollen wir hin. Aber wir brauchen vielleicht zwei Jahre, wie jetzt zum Beispiel in Einführung, Business Central. Wir können es auch in einem Jahr machen, aber wir machen es in zwei Jahren, weil wir. Wir müssen Kommunikationskonzept haben, wir müssen die Leute mitnehmen und dann bindet man nach und nach eben künstliche Intelligenz mit ein. KI noch zusätzlich. Ähm, Heiko, jetzt, jetzt hast du ja ganz viele Themen angesprochen. Was sind bei euch da die Speerspitzen? Sind das? Sind das Menschen, die einen sehr prozessorientiertes Denken mitbringen, Die vielleicht auch ein bisschen Softwarehintergrund mitbringen? Weil häufig ist es ja so, wenn du als Softwareentwickler oder jemand, der der Software verstehst, auf den Prozess blickst, siehst du automatisch Auch da lassen sich Prozesse automatisieren, programmatisieren oder ist das. Ist das ein Thema, bei dem du sagst ich will eigentlich dieses Know how, auf Prozesse zu blicken und zu sehen, wo kann ich eigentlich welche Optimierungen durchführen, die sich dann ja auch unmittelbar auf das Betriebsergebnis, auf das Wachstum und Co durchschlagen? Diese DNA will ich eigentlich bei jedem einzelnen Mitarbeiter installieren. Oder sagst du, wir haben schon die Speerspitze, die sich in regelmäßigen Abständen die Prozesse anschaut. Das ist die eine Frage. Und die andere Frage ist, ob du durch diesen Nachteil, den Deutschland gerade wie du es gerade dargestellt hast, im Bereich KI auch einen geopolitischen Nachteil siehst. In Deutschland, dass wir vielleicht auch geopolitisch, vielleicht ja in den nächsten Jahren viel, viel stärker zu spüren bekommen, dass wir gerade bei diesem Thema vielleicht nicht so agil sind, wie es andere Länder sind. Ja. Genau. War eine lange Frage. Ich fange mal mit der ersten Frage an Im Bereich Innovation, Spitze oder da ich. Für mich ist das der Deckmantel Qualität, weil ich habe ja gesagt, 80 % ist Qualität und Qualität heißt nicht Einmal läuft der Prozess sauber und dann lasse ich den stehen, sondern da geht es natürlich darum, wie können wir die Qualität verbessern oder wie können wir auch Technologien nutzen. Und da haben wir es mittlerweile so Wir hatten früher eine zentrale Qualitätsabteilung, wir haben den Qualitätsgedanken in die Manager reingebracht. Das heißt, bei uns sind jeder Manager ist für seinen Bereich von der Qualität auch verantwortlich. Also wir haben keinen Auditor, der rumläuft und überall überprüft, sondern wir haben das. Und dabei gilt es natürlich gleichzeitig auch zu sagen Ich ich bin innovativ und versuche auch beispielsweise künstliche Intelligenz in meinem Bereich reinzubringen. Die Ideen werden gesammelt und werden dann im Business Development Meeting besprochen und diskutiert und dann auch weiterverfolgt oder auch Freigaben für Budgets gegeben. Das ist das eine, dass ich halt diesen Mindset haben möchte im Unternehmen und das ist für mich aus der Das, dass ich als junger Mensch in der Unternehmensberatung war, war es eigentlich ja mein Thema. Ich habe immer gesagt, ich mache meinen Job gut, ich mache meinen Job State of the Art. Bevor irgendwann mal ein junger Berater kommt und mir meinen eigenen Job erklärt. Und das ist so in meiner DNA. Ich versuche immer selber die Dinge zu optimieren und das versuche ich bei uns im Unternehmen den Managern auf einem vernünftigen Niveau natürlich, dass keiner da irgendwie (lacht) zu viel Druck verspüren, aber das selber zu bringen. Also das ist das eine und das andere, das Geopolitische, das ist leider zu beobachten, dass auch viele Unternehmensentscheidungen getroffen werden, dass man im Ausland produziert, dass man im Ausland andere Mitarbeiter generieren kann, die vielleicht innovativer sind als Deutschland. Ich beobachte das auch selber für mich, für Coffee Perfect bleiben wir so, wie wir sind. Wir haben ein Unternehmen in Dänemark, wir haben eins in Österreich und einen in Deutschland und wir arbeiten halt eng mit unseren Lieferanten, mit Kooperationspartnern zusammen. Ich kann das beobachten, aber für mich selber, mich tandiert das im Moment nicht. Und wie gesagt, Leute, die wir reinholen, müssen wir vielleicht auch, ist vielleicht auch ein Trend, dass wir selber investieren müssen. Es kommen nicht mehr diese hoch ausgebildeten Menschen vielleicht in die Unternehmen rein, sondern wir müssen auch selber als Unternehmen etwas für Mitarbeiter machen. Verstehe. Dann lass uns noch mal kurz bei diesem Thema bleiben, der Digitalisierung. Was für Auswirkungen, glaubst du, hat die Digitalisierung auf den Kaffeekonsum? Das klingt vielleicht erst mal ganz abstrakt, aber hat es Auswirkungen auf den Kaffeekonsum, die Digitalisierung? Ob es Auswirkungen hat? Also auf jeden Fall können wir mit Digitalisierung den Kaffeekonsum besser tracken. Das hatte ich ja gemacht. Ich konnte also eigentlich, also es war natürlich retroaktiv, aber ich konnte direkt, oder ich kann dir direkt sagen, wann Corona in Deutschland eingezogen ist. Das konnte man ja in dem Kaffeekonsum feststellen. Es ging nämlich in den Büros, die wir so deutlich runter und dann ging es so langsam wieder hoch. Also ich kann dir sagen ... Im Privatbereich dürfte es wahrscheinlich gestiegen sein. Genau, im Privatbereich ist es gestiegen. Deswegen haben ja Unternehmen, die in Supermärkten ihren Kaffee verkauft haben, auch davon profitiert. Und dann ist das natürlich umgedreht gewesen. Aber so kann man natürlich jetzt sehen, dass langsam wieder die Mitarbeiter zurückgehen in die Geschäfte. Digitalisierung, für mich ist das denn der allgemeine technische Fortschritt. Wenn man überlegt, dass wir Kaffeemaschinen haben, die auf einem sehr hohen professionellen Niveau sind, die sich selber reinlegen wo man jetzt sagt, ist mir egal. Früher mit Milch, da musste man das dann eine halbe Stunde lang alles säubern. Man drückt auf den Knopf und das macht es alle alleine. Also das ist schon etwas, wo man mehr Konvenient hat, wo man einfach sagt: „Okay, das ist cool. Ich habe eine Maschine, ich drück drauf. Jetzt möchte ich vielleicht noch eine Mandelmilch haben, dann drücke ich da drauf und er reinigt automatisch. Ich glaube, dieser Trend, der wird noch mehr einziehen. Okay, okay. Ähm, ich habe gestern im Rahmen der Recherche einen ganz interessanten Bericht gelesen aus Indien, die sich mit der Fragestellung beschäftigen, inwieweit eine Applikation, vielleicht auch Koffeinspitzen, auf mich persönlich dann auswerten kann, mir dann eine Notification zu senden, es wäre jetzt wieder Zeit, einen Kaffee zu trinken. Das ist dann aber eher der leistungsorientierte Aspekt, weil viele konsumieren ja Kaffee tatsächlich als Genussmittel. Ne, und fand ich aber ganz interessant, dass die Gedanken dahingehend auch so fungieren: Inwieweit kann eine Applikation, vielleicht auf dem Smartphone, mir in regelmäßigen Abständen auch eine Nachricht senden, wann jetzt wieder Zeit ist, Kaffee zu konsumieren? Ja, das ist ... Das ist eine interessante Idee. Das wirst du besser bewerten können als ich. Ich bin ja eher so der Außenstehende, aber ich finde es interessant, dass dahingehend auch Gedanken angestellt werden. Aber es gibt halt Trends oder auch Studien, zum Beispiel, dass man über seine App, über eine App sagen kann: „Ich habe jetzt Lust auf einen Kaffee und beispielsweise jetzt mit, dass man eben auswählt, ich habe Kaffee und dann irgendein, ob es ein Friseur ist oder jemand anders, man kann dort reingehen und einen Kaffee ziehen. Diese Möglichkeit oder was wir konkret auch besprochen haben, auch in unserem Business Development, ist diese Personifizierung, also dass man als Mitarbeiter, wenn man dann als Mitarbeiter ins Unternehmen reingeht und sagt: „Okay, dann entweder über eine Gesichtserkennung oder über seinen eigenen Namen, seinen eigenen Wunschkaffee dann direkt draufdrückt, dass die Kaffeemaschine mehr individuell auf den Einzelnen eingeht. Ja, spannend. Ich glaube, da wird definitiv noch in der nahen Zukunft einiges folgen. Ähm, Heiko, du hast im Bereich Philosophie promoviert. Das ist korrekt? Genau, ja. Betriebspädagogik ist das, richtig. Genau, ich habe BWL studiert und habe dann im Bereich Psychologie, Betriebspädagogik dann studiert. Ich finde, das ist eine ganz interessante Mischung. Von daher freue ich mich auf das nächste Themenkomplex Unternehmensphilosophie oder Unternehmenswerte. Als du zu dem Unternehmen gestoßen bist, hast du dort gewisse Prozesse auch im Segment Unternehmenskultur, Philosophie angestoßen? Und wie hast du das getan? Ja, ich bin da schon recht provokativ unterwegs und habe in unserer ersten Vertriebsschulung, da war Marc noch bei mir, ähm, da habe ich die Frage gestellt: „Könnt ihr mir bitte mal die Werte sagen?" Also einfach den Vertrieblern gesagt: „Sag mir doch mal die Werte des Unternehmens." Und von allen Vertrieblern, einer wusste das. Und dann habe ich dem Marc gesagt: „Marc, wir machen was falsch. Wenn die Mitarbeiter die Werte des Unternehmens nicht kennen und lange darüber nachdenken wollen, dann haben wir nicht die richtigen Werte. Also ein relativ einfaches Beispiel. Und dann gab es aber so die Hintergründe: „Wir müssten uns vorher mal die Webseite angucken, bevor Heiko wiederkommt und irgendwelche Fragen stellt. (lachen) Auch das ist falsch. Das ist nicht das, was ich möchte. Die Werte müsst ihr leben können. Ihr müsst ohne drüber nachzudenken. Und wir haben dann angefangen, mit dem Mark beim Folgen: „Sollen wir uns nicht reduzten? Lass uns doch einfach eine Du-Kultur machen. Und ganz, ganz einfach. Und es gibt immer noch einige Mitarbeiter, die dann Schwierigkeiten haben und sagen: „Ja, das ist aber eine Respektperson, aber einfach permanent duzen, duzen, duzen, dann geht das auch. Und ja, wir haben viel in Workshops erarbeitet. Wir haben sehr, sehr viele Sessions gemacht. Wir haben gesagt, wir können alles ändern, das liegt an uns. Wir können alles ändern. Lass uns transparent über alle Dinge reden. Dinge, die wir falsch gemacht haben, müssen wir auch machen. Wir haben ja auch einen Betriebsrat. Das heißt, der Betriebsrat auch mit eingebunden. Ich habe also auch, eigentlich brauche ich keinen Betriebsrat. Das ist natürlich so eine schöne provokative Sache. Da sagt der Betriebsrat- Sagen wahrscheinlich die meisten CEOs, oder? Da sagt der Betriebsrat: „Okay, wenn ich gute Führungskräfte habe, die sich wirklich die Mitarbeiter kümmern, brauche ich doch einen Betriebsrat. Ja, stimmt. Jetzt haben wir aber einen Betriebsrat. Jetzt arbeiten wir nicht gegeneinander, weil der Betriebsrat ist gut, der hilft uns ja auch. Der harkt genau nach. Und das haben wir gemacht, sehr, sehr intensiv. Aber es gibt halt auch Entscheidungen, die treffe ich dann und die erkläre ich dann auch, warum, nämlich betriebswirtschaftlich in den meisten Fällen. Und da müssen sie auch so umgesetzt werden, weil so sichere ich die Arbeitsplätze. Absolut. Heiko, jetzt gibt es noch ein schönes Zitat: „Wer Leistung will, muss Sinn stiften. Und ich finde, das, was du da gerade vorgetragen hast, dass die Vertriebler eben nicht in der Lage waren, die Werte zusammenzutragen. Warum gehe ich morgens zur Arbeit? Also was ist für mich der intrinsische Motivationspunkt? Was bringt mich mit Lust zur Arbeit? Was ist das bei euch? Bei uns ist das, wir haben ja eine Vision auch erarbeitet, eine Mission unsere Unternehmenswerte und die Vision ist, dass wir uns darüber freuen, dass wir unseren Kunden täglich das Leben erleichtern mit unseren Snack-, Kaffee-und Wasserlösungen. Das heißt, der- Das ist meine Lebensqualität als Kunde steigt. Genau, die Lebensqualität. Das heißt, der Techniker, der merkt das eigentlich, weil der Techniker fährt zum Kunden, der freut sich schon, jetzt kommt er und installiert die Wassermaschine oder die Kaffeemaschine und sieht dann halt, trinkt dann auch und freut sich. Der Vertriebler, der denkt hoffentlich nicht nur an seine Provision, sondern der möchte ja den Kunden auch happy machen. Er möchte dann auch den richtigen ... Und auch im Innendienst, wenn Mitarbeiter, wenn ich rumgehe und ich merke, wie wir mit unserem Kunden telefonieren, wie viel Begeisterung da ... Das ist schön eigentlich. Und diese Version, dass wir wirklich sagen, in Summe sind wir für den Kunden da und dann können wir uns als Unternehmen auch weiterentwickeln. Das ist etwas, was sinnstiftend ist. Ja, ich finde das auch sehr positiv. Das weckt ja auch positive Energie, wenn ich wirklich das Gefühl habe, durch mein tagtägliches Doing, eben vielen Menschen morgens vielleicht sogar schon ein Lächeln auf die Lippen zaubern zu dürfen. Jetzt ist das Thema Vision, Mission, zumindest laut meinem Blick in Deutschland ein bisschen unterrepräsentiert. Glaubst du, dass viele Unternehmen da ihr Potenzial auch verspielen, weil natürlich ein motivierter Mitarbeiter oder motiviertes Teammitglied vielfaches stärker dann natürlich auch zu der Gesamtperformance beitragen kann gegenüber vielleicht einem Mitarbeiter, der vielleicht den Sinn und Zweck seiner Arbeit eher darin betrachtet, am Monatsende dann idealerweise eine relativ hohe Zahl auf dem Gehaltsverbit zu haben? Ja, das ist ja etwas, du hattest ja gefragt, auch so Unternehmensphilosophie, das ist etwas, was für mich schon ... Also wenn man im Bereich Philosophie promoviert, dann hat man ja automatisch, wo man schon nach dem Sinn des Lebens fragt und Das ist Simon Sinek hatte das mit diesem „Frag erst nach dem Why, also nach dem „Warum. Das finde ich eigentlich gut, dieser Purpose, dass man sagt: „Warum macht man etwas? Und das sollte ja eigentlich die Vision sein. Also die Vision ist: Warum gehe ich zur Arbeit? Und die Mission ist eigentlich, was man macht. Also verkaufe ich Brötchen, dann bin ich beim Bäcker und dann verkaufe ich Kaffeemaschinen und Kaffee, dann bin ich bei uns. Und das, wie man es macht, das sind eigentlich die Werte. Wir haben drei Unternehmenswerte und die möchte ich, wie gesagt, dass die Mitarbeiter die sofort kennen, weil das ist, wie wir das machen. Wir haben Qualität, wir haben Teamgeist und wir haben Kundenfokussierung. Diese drei Werte, die sind in allen Bereichen und die haben wir erarbeitet. Und das ist das Wie. Und das ist viele Unternehmen, so wie du es gesagt hast, die sehen das vielleicht nicht, aber ich halte das für vernünftig, zu sagen: „Wir haben eine Vision, wir haben eine Mission und wir haben eine Werte. Und so einfach wie möglich halten. Wie konsequent seid ihr denn, wenn ihr erlebt, dass ein Mitarbeiter wiederholt nicht mit diesen Werten konform ist oder gegen die Werte verstößt? Oder gibt es da für euch irgendwie ein Monitoring oder sagt ihr: „Okay, unsere Aufgabe ist erst mal, diese drei Werte, die Vision, die Mission, allen Mitarbeitern auch zu transportieren. Die müssen sie ja nicht nur verstehen, sondern auch leben. Aber vielleicht gibt es ja auch durchaus einmal den Case, in dem vereinzelte Mitarbeiter sich nicht an diesen Wertekatalog halten. Ja, das ist etwas, deswegen habe ich die Werte etabliert, weil das für mich auch ein Führungsinstrument ist, weil ich lebe diese Werte vor. Also ich bin sehr teamorientiert, habe einen hohen Qualitätsanspruch und auch sehr kundenorientiert. Und das habe ich aus meinen vorherigen Unternehmen, also Amerikaner sind da ja, also amerikanische Unternehmen sind da ja sehr, sehr klar, so Zero-Tolerance-Policy. Und da muss man es auch machen. Da muss man auch konsequent sein. Und das ist bei mir, da stehe ich hinter, wenn einer gegen die Werte verstößt, dann führt er sowieso ein Gespräch mit mir. Und wenn er sich vertan hat, dann kriegt er jede Chance. Aber wenn einer in seiner DNA, also wenn einer einfach nicht kundenorientiert ist. Wir haben beispielsweise auch Mitarbeiter, die haben nicht sauber verkauft. Die Mitarbeiter gibt es nicht mehr im Unternehmen. Die haben die Chance bekommen, aber Mitarbeiter, die meinen, auf eine schnelle Provision auszugehen, die gehören nicht zu uns. Wir haben Mitarbeiter, Nörgler, Leute, die Verschwörungstheoretiker, Betrüger, die möchte ich nicht im Unternehmen haben. Es passt einfach nicht dazu. Sonst kann ich ja die Kultur nicht leben. Klare Linie. Klare Linie, finde ich, sehr sympathisch, definitiv. Was siehst du denn heute, 2024? Ich glaube, dieses Jahr wird auch ein sehr, sehr aufregendes Jahr. Ähm, weltweit ein sehr aufregendes Jahr. Was für Herausforderungen und Chancen siehst du denn für Unternehmer in der heutigen Zeit? Oder anders ausgedrückt: Wenn du die Zeit revue passieren lassen würdest, würdest du noch mal zu diesem Zeitpunkt, der ja auch durch Corona und Co sehr schwer gewählt war, würdest du noch mal als Entrepreneur durchstarten oder sagst du sogar, wenn du mir die Frage heute stellst, ich hätte es eigentlich viel, viel früher schon machen müssen und sollen mit dem Wissen, was ich heute habe? Ja, also für mich ist das ein großer Vorteil, dass ich mich mit Zahlen ganz gut auskenne. Das heißt, für mich ist immer, ich nehme immer das Beispiel, so jetzt, ich bin, also VfL Osnabrück ist gut, aber ich nehme immer gerne das Beispiel FC Bayern München, also immer Fußball. Der FC Bayern München ist finanziell stark. Das heißt, der kann eigentlich nie absteigen in irgendeine zweite Liga oder sowas. Der ist einfach finanzstark. Und das ist halt mein Credo, zu sagen: Lasst uns das Unternehmen finanzstark steuern. Und wenn man überlegt, dass wir beispielsweise jetzt in '23 im Vergleich zu '20, '21 haben wir den Umsatz 40% gesteigert. Das heißt, wir haben innerhalb von zwei Jahren den Umsatz 40% gesteigert und wir sind seit 2022 das erste Mal profitabel. Wir waren vorher ein Start-up, haben immer investiert und ab '22 sind wir profitabel und auch in '23 sind wir profitabel. Und das ist etwas, was ich für richtig halte, zu sagen, da muss man auch die Entscheidung treffen. Und was möchte man? Wollen wir noch wachsen? Ja, aber wir wollen auch noch gesund wachsen. Wir lehnen auch Kunden ab. Ich lehne auch Mitarbeiter oder Bewerber ab. Also wir haben den Vorteil, wir werden-- Servicetechniker sind sehr, sehr schwer. Wir lehnen denn Servicetechniker ab, die sich bei uns bewerben, weil die einfach sagen, die passen nicht rein. Verstehe. Und das ist etwas, das ist harte Arbeit. Ich würde das heute wieder machen. Klar, man lernt natürlich immer und sagt: „Ja, okay, das hättest du dir auch schenken können." Aber ich glaube, dass die Herausforderung, also du hast nach Herausforderungen und Chancengefahr, ich glaube, Herausforderungen haben wir, glaube ich, in Deutschland mehr als Chancen. Ähm, aber trotzdem würde ich sagen, die wenigen Chancen, die wir haben, die muss man halt greifen. Und in unserem Bereich – und ich rede auch, merkst du vielleicht auch, ich rede auch nicht schlecht über Wettbewerbern, auch unser Nachbar ist halt unser Nachbar und wir arbeiten da, glaube ich, ganz gut. Die arbeiten ganz gut und das ist auch in Ordnung. Aber ich glaube, der Kuchen ist groß genug. Wenn man sich fair verhält, dann können wir alle Unternehmen in Deutschland uns auch entwickeln. Ja, und du hast das Thema Kennzahlen gerade angesprochen. Ich glaube, all diejenigen, die vielleicht jetzt separat so ein bisschen in die Handelsregister und Co. Schauen, sehen auch, dass ihr da einen sehr, sehr ordentlichen Jump in Richtung der Profitabilität auch hingelegt habt. Ja, und ich glaube, das war mit Sicherheit auch nicht ganz einfach. Sowas geht ja auch leider mit ein bisschen Pain einher, muss man ja auch ganz klar sagen. Aber, ähm, das finde ich schon sehr erstaunlich, weil der Jump, also all diejenigen, die sich dafür interessieren, sollten sich das mal anschauen, ist, finde ich, schon sehr signifikant, ne? Zumindest visuell sehr, ja, herausstechend. Ähm, Mitarbeiter. Wir haben gerade schon ganz, ganz viel über Mitarbeiter gesprochen, seid Top-Arbeitgeber und ihr habt auch den B2B-Award im Bereich der Kundenzufriedenheit erhalten. Kundenzufriedenheit hast du gerade auch schon dargestellt. Ihr legt sehr, sehr viel Wert auf Kundenfeedback und Customer Success Management. Top-Arbeitgeber, was macht ihr dafür konkret? Das ist-- Also diese Auszeichnung, die wir bekommen, sind aus meiner Sicht die Konsequenz und die Belohnung der Unternehmenskultur. Weil wenn du, wenn du an die Mitarbeiter gehst, die Mitarbeiter sind happy, dann sind sie natürlich auch bei dem Kunden zufrieden und die Kunden merken das. Und so sind wir halt dann auch, haben dann auch den ersten Platz in der Kundenzufriedenheit bekommen, auch bei Kununu. Klar, Mitarbeiter, die aus dem Unternehmen ausscheiden, die zum Beispiel nicht so verkauft haben, wie ich es mir wünsche, die schreiben mir nicht die beste Bewertung, aber das muss man halt dann auch relativieren. Aber auch da, ich glaube, wir machen sehr, sehr viel und das bricht dann halt nach außen. Also die, die, die Auszeichnung bekommst du, indem du halt erst leisten musst und dann kommen erst die Erfolge. Das geht halt nicht. Manche, manche meinen halt, man setzt sich hin und, und, und, und versucht irgendwie Auszeichnungen zu bekommen. Du kriegst die durch harte Arbeit. Hmm, ja, absolut. Und ich glaube, das hat der eine oder andere von uns schon erleben dürfen, dass natürlich Mitarbeiter, die sich vielleicht nicht ganz im Positiven von dem Unternehmen trennen, auch im Nachgang vielleicht nicht so ganz positiv darüber berichten. Aber ich glaube, das muss man als Unternehmen auch aushalten, ja, und entsprechend auch darauf reagieren, wenn man dann darauf reagieren möchte. Vielleicht da noch eine Sache. Das habe ich auch aus der Unternehmensberatung. Also wir versuchen uns schon immer sehr sauber und vernünftig und fair zu trennen von Mitarbeitern, weil man sieht sich zweimal im Leben und bei Unternehmensberatungen ist es vom Kopf her. Es kann ja sein, dass dieser Mitarbeiter irgendwann in einer Managementposition bei deinem zukünftigen Kunden sitzt. Und das ist auch so ein bisschen in meinem Kopf drin, dass wir sagen, lass uns vernünftig da eben einen Cut zu machen und das hat bis dato auch sehr, sehr gut geklappt. Absolut. Die eine oder andere Unternehmensberatung soll ja sogar eine Zielfluktuation haben, genau mit dieser Hypothese, dass dann ja vielleicht neue Kunden dadurch entstehen. Ähm, ich glaube, so weit muss man tatsächlich dann nicht gehen, aber das ist vielleicht noch mal ein sehr amerikanischer Blick auf dieses Thema. Ähm, euer Markenlogo, das hat sich auch noch mal ein bisschen verändert. Was sind da die Hintergründe? Ja, zum einen, Coffee Perfect macht Snack und Coffee Perfect macht Wasser. Ähm, das heißt, wir sind nicht repräsentativ in diesem Bereich mit dem Namen Coffee Perfect. Und was habe ich gemacht? Ich habe einen, einen Wettbewerb gemacht. Ich habe gesagt zu den Mitarbeitern: „Lasst uns überlegen, wie wir uns nennen wollen. Lasst uns umfirmieren." Und zuerst gab es von den Mitarbeitern auch schon wieder, vorher hieß es noch mal CP Group, jetzt heißt es mal Coffee Perfect, dann heißen wir hinter XY und wir haben dann das gemacht und es kam ganz, ganz viele sagen warum Coffee Perfect ist doch ein cooler Name, wir sind doch bekannt im Markt und dann okay, dann lassen wir den Namen Coffee Perfect und ändern das Logo und bringen rein Aqua, Coffee und Snack. Und durch dieses Aqua, Coffee und Snack auf unserem Logo, ich glaube es ist klar, dass wir nicht nur Kaffee machen, aber auf der anderen Seite ist Aqua, Coffee, Snack, Coffee in der Mitte und Coffee bleibt weiter unser Mittelpunkt im Unternehmen, weil wie gesagt, das ist die Emotion und deswegen sind auch viele Mitarbeiter im Unternehmen, weil sie einfach sagen, Kaffee ist auch meine Leidenschaft. Ja, das heißt breiter diversifizieren steht jetzt erstmal nicht auf der Agenda, wo du ganz klar sagst, Kaffee ist unsere DNA, das steht im Mittelpunkt. Genau. Also wir nehmen natürlich jetzt, wir sind im Bereich Wasser sind wir stabil, wir sind im Bereich Snack, also Snack ist ein boomender Markt noch und und da sind wir, sind wir gut. Wir sind wahrscheinlich einer der größten Snack Händler Deutschlands, ja, wenn nicht der größte. Und das ist auch alles in Ordnung, aber Kaffee ist halt unser unsere Main, also im Englischen also back to the roots, ne. Also wir bleiben bei unseren Wurzeln, wir bleiben ein Kaffeeunternehmen. Hat Kaffeekonsum das Plateau in Deutschland erreicht oder sagst du, nee, es wird zukünftig noch mehr Kaffee konsumiert werden? Vor allem, ihr seid ja auch im b2b Bereich aktiv, das muss man ja auch noch mal so ein bisschen differenzieren vom b2c Bereich, weil du da wahrscheinlich auch viele, viele Insiderinformationen hast. Aber wie betrachtest du das? Haben wir da ein Plateau erreicht oder glaubst du, Kaffee wird wird in naher Zukunft sogar noch mehr konsumiert in verschiedenen Ausprägungen oder verschiedenen Mixturen? Da bist du der größte Experte. Also Kaffee ist nach wie vor noch ein wachsender Markt und Kaffee ist auch krisensicher. Also Kaffee trinkt man auch in der Krise, so wie du es gesagt hast, in Corona wurde halt eben Kaffee mehr im Privaten getrunken. Was ich halt nach wie vor sehe und das war auch etwas, wo wir uns mit beschäftigt haben, was heißt denn Corona, Mitarbeiter gehen mehr ins Homeworking? Für uns heißt das, wir verkaufen weniger Kaffeemaschinen. Aber eigentlich ist es genau umgedreht. Man ist weggegangen, also Unternehmen, viele Unternehmen sind weggegangen von der zentralen Küche mehr zu Etagen, Kaffee, Corners, also wie jetzt auch Starbucks, diese Starbucks Zeit, dass man sagt, dann trifft man sich eben dort. Weil dieses dieses, das ist halt auch eine Unternehmenskultur oder ein Unternehmenskulturelement, dieses auf dem Kaffee sich mal eben treffen, selbst mit dem CEO sich unterhalten. Und das sehe ich nach wie vor sehr, sehr stark und auch die gute Bohne. Also ich glaube, der Trend geht schon dahin, dass man sagt, wir wollen guten Kaffee haben, weil was bringt das, eine vernünftige Kaffeemaschine zu haben, aber eine ganz günstige Bohne, sondern es muss ja in Kombination. Unsere Maschinen werden ja gleichzeitig mit den Bohnen entwickelt. Also der Geschmack ist ja kein Zufall bei uns, sondern das wird ja kombiniert und das ist natürlich auch ein Fund. Das heißt, das wird nach wie vor aus meiner Sicht wachsen. Nicht mehr so vielleicht wie in den letzten Jahren, aber es wird nach wie vor ein Wachstum sein. Und der, was ich vorhin schon gesagt habe, der Trend geht zu unterschiedlichen Milchvarianten. Weil Milch ist halt mit Laktose, mit, mit, mit. Also da ist der Trend nach wie vor da, dass man mehr alternative Milchvarianten haben wird. Es wird in Summe komplexer. Siehst du auch einen höheren Wettbewerb, wenn vor allem im Privatkonsumentenbereich immer höherwertigere Maschinen auch angeschafft werden, geht natürlich der Mitarbeiter auch in die Firma und hat einen höheren Anspruch. Ja, plötzlich hat er vielleicht zu Hause dann doch die zweitausend Euro Maschine, weil er einfach sagt. Ist das etwas, was ihr auch merkt, dass der Mitarbeiter einfach einen höheren Anspruch entwickelt hat und dass ihr dahingehend natürlich auch an der Kaffeebohne, an der Rezeptur und Co, vielleicht auch mit Starbucks als Antwort darauf Lösungen benötigt? Also ich, das wünsche ich mir genau das, weil das ist ja genau das, wovon wir profitieren. Der Mitarbeiter hat durch Corona vielleicht seinen Kaffee Vollautomaten, den er sich aus dem Supermarkt, Mediamarkt oder wo auch immer gekauft hat und hat zu Hause einen besseren Kaffee und einen besseren Automaten als im Büro. Was macht man dann? Man nervt den Chef. Der Chef ruft bei Coffee perfect an und dann wird der Mitarbeiter sehen, dass man das noch toppen kann und dann hat man das. Das bedeutet, das ist eigentlich für euch der beste Vertriebsmitarbeiter. Genau, richtig. Okay, verstehe. Heiko, lass uns jetzt die letzten Minuten noch mal kurz nutzen, in die Zukunft zu gucken und zu blicken. Über die Vision hast du, hast du uns ja gerade schon so ein Stück weit berichtet, aber was sind deine Zukunftspläne? Was möchtest du mit Coffee perfect noch erreichen, ungeachtet dessen, dass ihr heute schon sehr profitabel seid und wahrscheinlich noch viel profitabler und größer werdet, aber jetzt mal von der Finanzmathematik außen vor. Ja, also ich hatte es ja eingangs gesagt, ich möchte wachsen, aber nur gesund wachsen. Also das eine ist mir natürlich wichtig, weil das ist halt der Unterschied, wenn du im Konzern arbeitest oder wenn du mit Eigentümer des Unternehmens bist. Das sind dann halt meine Mitarbeiter und ich habe schon die Verantwortung, da sind Familien hinter, das heißt die Arbeitsplätze natürlich zu sichern und das Unternehmen weiter nach vorne zu entwickeln. Und wenn ich mir die potenziellen Krisen, die alle vor der Tür stehe, angucke, dann muss man das natürlich schon weit im Voraus auch überlegen. Das heißt, wir müssten immer ein Schritt auch den Wettbewerbern voraus sein, von der Innovation, von unseren Ansätzen und auch weiterwachsen. Also ich könnte mir halt auch vorstellen, noch in ein anderes Land zu gehen. Aber das sind auch Dinge, die mache ich nicht, um einfach nur zu sagen, ich werde größer, sondern das muss sich auch lohnen. Also wir müssen gesund wachsen. Das ist halt das Entscheidende. Und von, also ich bin, das ist auch ein Unterschied, ich bin einer der ältesten Mitarbeiter im Unternehmen und wir haben viele junge Mitarbeiter. Das heißt, es geht auch darum, Mitarbeiter aufzubauen. Auch wenn ich mal in Urlaub gehe und ich gehe schon recht viel auch in Urlaub, also ich bin schon jemand, der dann auch mal loslassen kann und dann einfach mal private Zeit hat, dass es dann läuft, dass man wirklich ein Unternehmen aufbaut, das auch sehr, sehr zukunftsorientiert ist. Und da sind wir aus meiner Sicht auch einem sehr, sehr guten Weg. Wunderbar. Heiko, ich glaube, in naher Zukunft dürften wir immer häufiger auch von Coffee perfect hören. Ich habe heute ganz, ganz viel auch gelernt. Vielen Dank für deine Zeit und ja, liebe OMKB Audience, ich hoffe, euch hat der Talk mit Heiko Spaß gemacht, genauso wie mir. Und ich sage erstmal herzlichen Dank, lieber Heiko und auch vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Bis gleich. Danke sehr.
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