Der Sommer 2026 bringt für die Tech-Industrie im deutschsprachigen Raum ungewöhnlich viele strategische Umbrüche. Während große Softwarehersteller ihre Portfolios neu sortieren, zieht sich Adobe aus einer Plattform zurück, die für viele Kreative und Agenturen noch immer Standard ist. Gleichzeitig entstehen im Martech- und E-Commerce-Segment neue Unsicherheiten – ein gutes Zeitfenster, um die eigenen Tool-Abhängigkeiten zu überprüfen.
Adobe bricht Intel-Mac-Support ab: Das Ende einer Ära
Adobe wird seinen technischen Support für Premiere Pro, After Effects und weitere Creative-Cloud-Anwendungen auf Intel-basierten Macs in absehbarer Zeit einstellen. Das berichtet Heise unter Berufung auf Adobes interne Roadmap. Der Softwarekonzern folgt damit einem branchenweiten Trend: Apple selbst hat die Intel-Architektur 2020 auslaufen lassen und treibt seitdem seine Apple-Silicon-Chips voran. Für Adobe ist die Entscheidung wirtschaftlich nachvollziehbar – die Ressourcen konzentrieren sich auf Zukunftstechnologien und neue Chiparchitekturen.
Für deutschsprachige Kreative und Agenturen bedeutet das konkret: Wer noch auf einem Intel-Mac arbeitet – und es gibt davon im DACH-Raum noch immer viele in etablierten Studios und kleineren Agenturen – sollte sich jetzt mit Hardware-Upgrades auseinandersetzen. Adobe wird zwar weiterhin Updates für bestehende Installationen bereitstellen, doch ohne Support wird die Fehlerbehebung und Sicherheitspflege zum Risiko. Besonders für Produktionshäuser und Video-Postproduction-Studios, die auf Premiere Pro und After Effects angewiesen sind, wird das zum Planungsfaktor.
Die praktische Konsequenz: Teams sollten ihre Hardware-Inventare audieren und Migration zu Apple Silicon oder Windows-Alternativen einplanen. Gleichzeitig ist dies ein Weckruf für die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern – es lohnt sich, auch alternative Editing-Software zu evaluieren, etwa DaVinci Resolve oder andere Adobe-Alternativen, um künftig flexibler zu sein.
Kurz notiert
Shopware wechselt die Führung
Die Shopware AG, einer der führenden E-Commerce-Plattformanbieter im deutschsprachigen Raum, durchlebt einen strategischen Führungswechsel. Für Agenturen und Online-Händler, die auf Shopware als Basis setzen, signalisiert das eine Neuausrichtung – ob das zu mehr Innovationskraft oder zu Verunsicherung führt, werden die nächsten Quartale zeigen. Relevant für dein Vendor-Risk-Management: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Strategie deines Tech-Stacks zu überprüfen.
Monday.com reduziert Headcount drastisch
Das Work-OS-Unternehmen Monday.com baut 20 Prozent seiner Belegschaft ab. Das ist nicht nur intern ein Schock – auch für Kunden, die Monday.com als zentrale Projektmanagement-Lösung nutzen, wirft das Fragen auf. Solche Sparmaßnahmen gehen oft mit verlangsamter Produktentwicklung oder verzögertem Support einher. Marketer sollten ihre Abhängigkeit überdenken und parallele Tools im Blick halten.
Rocket Internet: Unternehmenswert-Dispute verschärft sich
Bei Rocket Internet entfacht sich ein neuer Dividendenstreit, der Fragen zur Stabilität des Beteiligungsunternehmens aufwirft. Für Agenturen und Dienstleister, die mit Rocket-Website-Töchtern wie der Rocket Website GmbH zusammenarbeiten, ist das ein Zeichen für mögliche Reorganisationen. In volatilen Zeiten sollte man Lieferanten-Gesundheit genauer monitoren.
Was das für Marketer bedeutet
- Hardware-Planung konkretisieren: Nicht nur Adobes Support-Ende ist real – es signalisiert, dass Intel-Macs generell langsam auslaufen. Audiere deine Team-Hardware jetzt und plane Migration ein, bevor die Krise kommt.
- Vendor-Lock-in-Risiken identifizieren: Shopware-Wechsel, Monday.com-Sparmaßnahmen, Adobe-Plattformwechsel – alle deuten darauf hin: Single-Tool-Abhängigkeit wird zum Business-Risk. Evaluiere Alternativen, auch wenn der aktuelle Stack läuft.
- Finanzielle Gesundheit deiner Tech-Partner monitoren: Kostenabbau und Führungswechsel sind oft Vorboten von langsamerer Innovation oder Support. Baue in deine Vendor-Reviews regelmäßige Stabilitätschecks ein – etwa durch Branchenbeobachtung und Community-Feedback.
Hinweis: Automatisch kuratiertes Branchen-Briefing aus öffentlichen Quellen (Google News). Verlinkte Schlagzeilen stammen von den genannten Medien; OMKI fasst sie redaktionell zusammen und nimmt keine Wertung der genannten Unternehmen vor.
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