Performance-Marketing-Kanäle wie zum Beispiel Facebook Ads, Instagram Ads oder TikTok Ads sind sehr effektive Wege, um zielgerichtet Werbung für ein Online Business zu schalten. Dennoch sind diese Anzeigen kein Selbstläufer - treffen deine Ads nicht exakt den Nerv deiner Zielgruppe, verbrennst du dein Geld, ohne dadurch Umsatz zu generieren. Aufgrund der starken Konkurrenz und den steigenden Marketingpreisen, ist es wichtig, deine Anzeigen strategisch zu testen, um auf Social Media erfolgreich Werbung zu schalten. In diesem Artikel geben wir dir praxisnahe Tipps zu sinnvollen Tests, mit denen du herausfindest, wie du deine Zielgruppe mit Social Ads optimal ansprichst.
Triff deine Entscheidungen datenbasiert
"Einer der wichtigsten Grundsätze im Performance Marketing besteht darin, Entscheidungen datenbasiert zu treffen."
Bauchgefühle oder Sätze wie “Das haben wir immer so gemacht” bringen dich nicht weiter. Es geht darum, deine Anzeigen perfekt auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe abzustimmen, sodass du im schnelllebigen Umfeld der Medien überhaupt eine Chance hast, deren Aufmerksamkeit einzufangen, ihr Interesse zu wecken und sie zum Kauf zu animieren. Um also herauszufinden, wie eine Anzeige sein muss, damit sie maximalen Erfolg erzielt, gilt vor allem eines:
Testen, testen, testen.
Versetze dich in deine Zielgruppe hinein, erarbeite kreative Ideen, probiere sie in A/B Tests aus, werte deren Erfolg datenbasiert aus und optimiere daraufhin die Anzeige. Doch wie genau läuft ein solcher A/B Test ab?
Wie funktioniert A/B-Testing im Performance Marketing?
Eine Werbeanzeige besteht aus ganz verschiedenen Elementen, die alle einen Einfluss auf ihre Wirkung haben. Neben den visuell sichtbaren Faktoren wie der Copy, dem Creative, dem Titel, der Beschreibung und dem CTA, sind das auch technische Einstellungen wie etwa das Targeting, also die Zielgruppen-Ausrichtung.
Es gibt beim A/B-Testing die Option, dass sich die beiden Anzeigen in nur einem einzelnen Element unterscheiden, beispielsweise dem Titel. Der Rest bleibt identisch. Das ermöglicht es dir, ganz genau herauszufinden, welchen Einfluss dieses Element auf die Anzeigen Performance hat und welcher der beiden Titel bei der Zielgruppe besser ankommt. Genauso besteht jedoch die Option, zwei komplett verschiedene Anzeigen in einem A/B-Test gegenüberzustellen und so erst einmal durch diesen gröberen Test eine Tendenz dafür zu erhalten, in welche Richtung es zur Ansprache deiner Zielgruppe gehen sollte.
Beim strategischen Testing werden beide Optionen relevant - anhand von Video Ads lassen sich die Tests besonders gut umsetzen. Du arbeitest dich also vom Groben zu den Feinheiten. Beispielsweise stellst du zuerst verschiedene Anzeigenkonzepte gegenüber, deren Storyline sich um komplett verschiedene Pain Points drehen. Dadurch findest du heraus, welches Problem du in deiner Anzeige thematisieren solltest, um die deine Zielgruppe bestmöglich zu triggern. Hast du diese Erkenntnis erlangt, geht es im zweiten Schritt um die Optimierung der Winning Ad. Du erstellst also für das erfolgreiche Ad Konzept verschiedene Ad Varianten mit zum Beispiel unterschiedlichen Scrollstoppern. Die übrige Anzeige bleibt identisch. Anhand der Scrollstopper Rate wertest du dann aus, mit welcher Szene du einsteigen solltest, um die stärkste Aufmerksamkeit bei deiner Zielgruppe zu generieren. Im Beispiel siehst du noch einmal genau den Unterschied zwischen einem Ad Konzept und einer Ad Variante.
Inspirationen für deine strategische Testing Roadmap im Performance Marketing
Du hast jetzt verstanden, wie A/B-Testing funktioniert. Nun geht es um den strategischen Einsatz von Tests, denn einfach wahllos irgendetwas zu testen macht wenig Sinn. Stattdessen solltest du dir eine genaue Testing Roadmap erstellen, anhand der du dich entlang hangelst. Durch aufeinander aufbauende Tests verstehst du so immer besser, wie du deine Produkte optimal vermarkten kannst.
Was genau solltest du also testen und womit fängst du an? Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich -
"wichtig ist, dass du für dich und dein Unternehmen die größten Wachstumshebel identifizierst."
Was sind Faktoren, in denen du großes Potenzial für dein Umsatzwachstum siehst, bei denen du aber gerade noch im Dunkeln tappst? Geht es dabei um die Ansprache deiner Zielgruppe? Geht es darum, wer deine Zielgruppe überhaupt ist? Fragst du dich, welche deiner Produkte sich für die Vermarktung mit Facebook Ads & Co. eignen? Fehlt dir vielleicht das richtige Angebot (z.B. ein Rabatt, Bundle)?
"Die Identifikation deiner Wachstumshebel gibt die Reihenfolge deiner geplanten Tests vor."
Du solltest immer versuchen, zuerst deine “low hanging fruits” zu ernten, also die Tests zu fahren, deren Ergebnisse für dich die wahrscheinlich größten Erfolge bringen.
Doch was kannst du eigentlich alles testen? Wir haben hier einige Inspirationen für deine A/B Tests gesammelt:
- Pain Point Testing: Im Idealfall stellt dein Produkt die Lösung für ein Problem dar, das deine Zielgruppe hat. Es ist daher sehr wichtig zu wissen, welcher Pain Point, also welches Problem, deine Zielgruppe am stärksten triggert. Eine Saftkur könnte zum Beispiel die Lösung sein bei ungesunder Ernährung, Übergewicht, Müdigkeit oder Verdauungsproblemen. Ein Unverträglichkeitstest hilft, eine Lösung zu finden bei Hautproblemen, Haarausfall oder Verdauungsproblemen. Für eine maximale Performance deiner Anzeigen ist es also wichtig, genau zu verstehen, welches dieser Probleme deine Zielgruppe am stärksten belastet.
Die Zielgruppe verstehen durch strategisches Testing - ein Praxis Case
In der Theorie hast du nun verstanden, wie strategisches Testing funktioniert, doch wie genau wird es in der Praxis angewandt? Um das zu veranschaulichen, haben wir dir zum Abschluss einen kleinen Praxiscase mitgebracht.
Gepp’s ist Feinkosthersteller für Saucen, Gewürze, Essige, Öle und vieles mehr. Der Produktkatalog ist riesig. Ziel war es, durch Performance Marketing über Facebook, Instagram und Google sowie durch den Einsatz von UGC und optimierten Ad Creatives, ein deutliches Umsatzwachstum zu erreichen.
Hier ein Auszug aus der Testing Roadmap:
- Produkt- und Offer-Testing: Durch den umfangreichen Produktkatalog, war es zunächst wichtig herauszufinden, welche Produktkategorie sich auf Social Media am besten zur Vermarktung anbietet.
- Zielgruppenanalyse und Claim Testing: Nach einer detaillierten Zielgruppenanalyse, bei der die Wünsche und Probleme der Zielgruppe aus Kommentaren, Rezensionen und anderen Daten abgeleitet wurden, fanden Tests zu den erarbeiteten Angles statt: Durch simple Static Images mit verschiedenen Claims konnte schnell herausgefunden werden, welche Ansprache bei der Zielgruppe die stärkste Wirkung zeigt.
All diese Maßnahmen erzielten ihre Wirkung: Durch die stetige Optimierung der Anzeigen und Zielgruppenansprache konnte die Performance der Ads stark verbessert werden. Dadurch wurde ein Umsatzwachstum von 111% in 4 Monaten erreicht. Hier gelangst du zur gesamten Case Study.
Strategisches Testen lohnt sich also - probier auch du es in deinen Performance Marketing Kampagnen aus.
Über die Autorin:
Helena Rettig ist Online-Marketing-Managerin bei advertace. Sie war in der Vergangenheit selbst operativ im Performance-Marketing tätig und betreut jetzt unter anderem den advertace Performance Marketing Blog.
advertace ist eine Performance-Marketing-Agentur und bietet Ads auf Meta, TikTok, Pinterest und Google. Die Agentur erreicht ein schnelles und messbares Umsatzwachstum für ihre Kunden durch data-driven creativity. Genauer gesagt, indem sie systematisch Daten analysiert, die größten Wachstumshebel identifiziert und kreative Lösungen entwickelt, um diese umzusetzen.
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